Er. 291 Zweites Blatt 162. Jahrgang Erjckinl ti-Nch mit Ausnahme des Sonntags. I der Aufstellung regeln. vor neuen Taris mit den bezeichnet, sind aber nr nodi 100 Mark, bei den mittleren Beamten Kr noch 120 Mark, bei den Akademikern statt vch 230 Mark, den höberen Beamten statt 430 30 Mark. Zu dieser Verbesserung aber fommt tte die weitere — und das ist sehr wesentlich i? höhere Ortsklasse gehoben werden (s. o.). statt 180 Mark 330 Mark nur Mark nur noch für viele Land- —, daß sie in Von der Ver- i 1150 1700 Vorlage, wie die gegen 1912 kommt also die nicht in den größeren Städten wohnen. i Die Beaintengruppeu werden in dem Hummern der neuen Besoldungsordnung ne gleichen, wie in dem früheren Entwurf. 77-80 81 lieber die Aufbesserung der einzelnen Beamtenkategorien haben wir gestern einen Auszug veröffentlicht. Da eine' vollständige Aufzählung hier unmöglich ist, möchten wir die Interessenten auf die in einigen Tagen erscheinende amtliche, sehr umfangreiche Drucksache verweisen. (Buchdruckerei E. W. Leske, Darmstadt, Bismarckstr. 5., ! Die Wohnungsgeldzuschüsse sollen pensionsfähig werden mit cn Sätzen der ersten Ortsklasse. Mohnnngseeldtar if.__ Dienstag, 10. Dezember 1912 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universnäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Nach amtlicher Meldung fetzt sich die russische Reichs« duma folgendermaßen zusammen: Rechte 63, Nationalisten 90, Zentrum 34, Oktobristen 95, Muselmanen 7, Polen to, Fortschrittler 45, Kadetten 59, Mitglieder der Arbeiterpartei 10, Sozialisten 15 und Wilde 9. Die chinesische Anleihe. Die „Times" melden aus Peking vom 8. ds.: Wie mau erfährt, hat der Finanzminister mit der SechSmächte-Gruppc die Grundzüge eines Abkommens über eine Anleihe bis zu 25 Millionen Pfund Sterling so gut wie vereinbart. Sobald die Gesandtschaften die Bedingungen bestätigt haben, werden sie den Bertreteru der Gruppe, die am Freitag in London zusammentreten wchrd, telegraphisch mitgeteilt werden. Deutsches Ueich. 'Ter Reichskanzler empfing am gestrigen Montag den Gouvernenr von Teutsch- Südwestafrika Tr. Seitz. Das Schicksal des Petroleum-Monopol- g e s e y e s gilt bereits jetzt im Reichstage als besiegelt, zumal auch die Konservativen Ojconer der Vorlage sind In der jetzigen Form wird die Vorlage nicht Gesetz werden, die Reichs- tegierunej will aber, wie im Reichstage verlautet, Zugeständnisse, wie sie verlangt werden, nicht mawen, so daß voraussichtlich die Vorlage im Ausschuß begraben werden wird. Im Reichsschatzamt ist man über die etwas überraschende Wendung der Dinge ziemlich bestürzt gewesen. ' Die Haltung des Zentrums war auffällig: Erzberger hat an der Vorlage lein gutes Haar gelassen. 21ii5lmife. Das schlechte französische Pulver. Mehreren Pariser Blättern znfolge wird atis Tou o n gemeldet: Ter bei der Pulverkammer des Pan Redaktion, Expedition und Tnickerei: Sckul» ftraße 7. Expedition unb Verlag: e^$51. Redaktion:«-^ 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. zerschiffes „Patrie" anfgestellte Wachposten vernahm Samstag nacht ein verdächtiges Knistern. Er schlug Lärm und ein Offizier stellte fest, daß. mehrere Pulver t i st e n s i ch infolge Don Gaseutwickelungeu zu wölben begonnen hatten. Tie verdächtigen Pulvervorräte wurden sofort an Land geschafft. Der ständige Ausschuß der Zuckerunion ift in Brüssel zu einer Tagung zmammengetreten. Er beschäftigte sich in der Sitzung am Montag mit der Frage der Ursprungszengnisse für den aus England ansg"führten Zucker und mit der Prüfung der russischen Ansfithrstatiftik. Im Verlaufe der Sitzung hat der englische Delegierte bestätigt, daß England sich am 1. September 1913 aus der Union zurückziehen, daß es aber auch nach diesem Datum in der gleichen Weise verfahren werde wie früher, das heißt, daß es handeln werde, als ob es noch der Union angehöre. Der WahlPrüfungsausschuß des Reichstags hat über die Wahl des '21 b g. v. Halem (Schwe tz) im 5. Wahlkreise des Bezirks Marienwerder Bericht erstattet und beantragt Ungültigkeit der Wahl. Bei der Hauptwahl am 12. Januar 1912 erhielt der polnische Abgeordnete v. Sas-Iaworski 8489 Stimmen, die genau die absolute Mehrheit betrugen, während Landrat v. Halem 8307 Stimmen erhielt. Unbcfugterweise sind vorn Wahlvorstaude dem polnischen Kandidaten zwei Stimmen abgezogen worden. so daß niemand die absolute Stimmenmehrheit erhielt und eine Stichwahl stattfinden mußte. Der Mzug dieser beiden Stimmen war ungesetzlich, mithin auch die Stichwahl. Der polnische Kandidat war in Wirklichkeit schon bei der Hauptwahl gewählt worden. Aus diesem Grunde wurde die Dahl einstimmig für ungültig erklärt. Tie Scktulverwalter und -Verwalterinnen erhalten 1000 Mt. und 1100 Mk. nach bestandener Schlnßvrüfnng. Die neuen ^ccr Hufe Flotte. Erbprinz von Sachsen-Meiningen, Herzog zu Sachsen, Gen. Oberst mit dem Range als Gene« ral-Feldmarschall, wurde auf sein Gesuch von der Stellung als General-Inspekteur der Zweiten Armee- Inspektion enthoben: gleichzeitig wurde er zum Chef des Ören. Regts. König Friedrich Wilhelm II. (i. Schles.) Nr. 10 ernannt; er verbleibt in dem Verhältnis ä 1. s. des Kaiser Franz Garde Gren. Regts. Nr. 2 und des 6. Thü- ring. Inf. Regts. M. 95 und wird auch ferner in der Dienst-- altersliste der Generale geführt. Zusammenstoß zweier Torpedoboote. Ter Berliner „Lokalanzeiger" meldet aus Kiel: Im Kriegshafen stießen die Torpedoboote „8 64" und „D 7" zusammen. Dieses wurde im Heizraum leck. Durch das Eindringen des Wassers entstand eine Kessel- explosion im untersten Kesselraum. Fünf Mann derBesatzung wurden verbrüht ; fic heißen Losser, Brand, Fogel, Heusinger und Gebhardt. Bei Brand konnte noch nicht festgestellt werden, ob von den heißen Dämpfen die Lunge angegriffen ist. Tie Verbrühungen der übrigen Leute sind leichter Natur. „D 7" wurde schwimmend erhalten und in die Kaiserliche Werft eingedockt. „8 64" ist ohne nennenswerten Schaden davongekommen. b'serung in den Wostnungsgeldbezügen, wie sie im früheren Etwurf vorgcschlagen war, sind bekanntlich für 1912 nur 90 Pro- zat bewilligt worden. Nach den neuen Vorschlägen erhalten di 1448 Beamten ohne Dienstwohnung in Mainz, Offenbach, Trmsladt und WormS an Wohnungsgeld fast genau so viel, wi ihnen auf Grund der Bewilligung von 1912 zukam. Sie kanten zwar nicht verbessert, durften aber auch nicht verschlechtert wcken Dagegen verbessern sich die 583 Beamte, die ans dem Lade wohnen «Klasse III , gegen 1912 um 29 350 Mark. 221 Be- atre in den wichtigeren Landstädten (Klasse IL um 23 050 Mark, di< 143 Beamte in Gießen, Bingen, Friedberg und Bad- Nuheim um 45 750 Mark. Zu dem Mehrbedarf gegen 1912 va rund 99 000 Mark an Wohnungsgeld kommt ein weiterer tnr 14 000 Mark aus dem vollen Wegfall der Dienstwohnungs- nvten, der 1912 auch nur mit 90 Prozent bewilligt war. Auch g.gen die Vorschläge der früheren Vorlaac verbessern sib die Beamten in den voraenanntcn Orten etwa um die genannten Pträge, während Tür die Beamte in den großen Städten das ab gstrichene eine Zehntel nicht uachrefordert werden konnte, wenn ,bjr Zweck, die Spannung zwischen Stadt und Land.zu vermindern, e.'reickt werden sollte Der Mehrbedarf gegen die frühere Vorlage Heber die Besoldungen der Staatsbeamten ieißl es: „Für die Bildung der neuen Gehaltssätze hatten, was die all jemeine Ausbesserung anlangt, die prozentualen Zuschläge als tlnbaltspunltc zu dienen, wie sie in der früheren Vorlage ojrir eben und wie sic für 1912 bewilligt waren. Durch Auf- und i’Ib- .unden dieser Zuschläge fanden sich die Grenzen für die Anfangs md Endgeb alte in den einzelnen Gehaltsbassen. Tie besonderen Verhältnisse der einzelnen Beamtenklassen, der Vergteich mir anderen Staaten usw. hatten gleichzeitig als Richtlin.en dafür ;u dienen, wie die neuen Gehaltssätze festzusetzen waren. Durch i: konnten, wie dies säm bei den prozentualen Au.beswrnngen vorgesehen war, di U n t e r b e a m t e n im ganzen und namcnt - iich in den Mittelgehalte.i denen in anderen Staaten gleichgeitellt werden, in den Anfangs gehalt ?n sogar vielfach noch besser. Auch die mittleren Beamten stehen, namentlich in den Durch gangssieilen, denen in den übrigen Staaten im ganzen gleich, xtti der Veliüosie, -itb.r 2000-1000 Ml , künftig 2100-440) Maick, olciden sie b.i iter Len preußischen mittleren Beamten 21(10 bis 4500 Mk.। nur im Endgchalt um 100 Mk zurück. Tic akademischen Lolalbcamtcn dagegen seither 2800—6000 ■feilt sich ans 55 500 Mark. Die Mehrforderung gegen bte frühere den Beamten zugute. Sätze erfordern einen Mehraufwand von 751 952 Mk., gegen die vorläufige Regelung 1912 einen solchen von rund 140 000 Mk. und stellen eine Verbesserung der Gehalte um 14,1 Prozent dar, während die frühere Vorlage nur eine solche von 11 Prozent vorgesehen hatte. Tie (Gemeinden zu den Mehrkosten heranzuziehen, wie früher in Aussicht genommen, wurde vorläusig nicht für nohrenbig gehalten. In der Vorlage über b i c Zivilliste wird der frühere und für 1912 schon gebilligte Vorschlag wiederholt, diese daucrrtd um jährlich 75 000 Mk. zu erhöhen. Ter Betrag soll dazu dienen, das Diensteinlommen der Hofbeamten und -Bediensteten, sowie^die Bezüge des Personals des .Hoftheaters (ausyeuoipmeu des Solo Personals) und der Hofmusik in ähnlicher Weise zu erhöhen, wie es für die Staatsbeamten und Lehrer vorgesehen ist. Tie beanspruchten Mittel werdeit und sollen überwiegend dem gering besoldeten Personal zugute kommen. Zur Begründung dieser Forderung wird auf die Vorlage vom 30. März d. Is. verwiesen. Die dort u. a. barg'legt ist, beträgt die Gesamtsumme der zurzeit festgesetzten Höchstgehalte der Hofbeamten und -Bediensteten, mit Ausnahme des Svloperfonals des Hoftheaters, für das die mit ihm abgeschlossenen besonderen Vertrage maßgebend find, 620 658 Mk. Bei der Annahme einer Aufbesserung von durchschnittlich 12 Prozent würde somit ein Zuschuß zur Zivilliste von 74 478,96 Mk. oder rund 75 000 Mk. erforderlich sein. Tie Bezüge der niederen Beamten und Bediensteten mit einem Höchstgehalt bis zu 2000 Mk. betragen insgesamt 405 312 Mk. Hieraus ergibt sich, daß. die für die Ausbesserung beanspruchten Mittel übenriegenb dem gering besoldeten Personal zugute kommen. Nochmals die Wal- und IDarenfyausffeuer. Gießen, 10. Dezember. Eine Zuschrift in der hessischen, liberalen Wochenschrift geht in einer Weise auf die Verhandlungen der Stadtver- ordneten-Versammlung in der Frage der Filiat- und Warenbaussteuer ein, daß anzunehmen ist, Stadtv. Urftabt fei bei Verfasser. Wir hätten feine Veranlassung, daraus näher einzugehen, wenn Herr Urstadt nicht in bent Artikel folgendes gesagt hätte: „Damit nicht wieder, wie bei der Aufbesserung der Beamten- und Lehrergchälter, über den „Freisinn" die tollsten Tinge behauptet werden, wollen wir die Stellungnahme un - sererPartei freundeetwasgenauerbarlegen,als es der Berich t_b es Gießener Anzeigers tut." Aus diesem Latz muß man doch wohl schließen, baß nach Ansicht des Stadtv. Urftabt ber Bericht des „Gieß. Anz." unzureichend geroefen sei. Der Zweck eines Sitzungsberichtes in einer Zeitung ist aber doch ein ganz anderer, als der, den Stadtv. Urstadt mit den 2lusführungen in seinem Parteiblatt erstrebt. Man könnte Herrn U. vorhalten, daß er seine Rede im Vergleich zu den zahlreichen von ihm nicht erwähnten Rebert feiner ünUegcn unb Parteigenossen ungewöhnlich ausführlich wiedergegeben habe. Unser Be- ridit kann sich an ein solches Krufter natürlich nicht halten, er muß alle Redner gleichmäßig behandeln, und wenn wir den Maßstab des Herrn Urstadt gebraucht hätten, so wären mehrere Seiten des „Gieß. Anz." in Anspruch genommen worden. Stadtv. Urstadt bemängelt in dem Artikel aber auch den einleitenden Vortrag des Oberbürgermeisters Mecum und unterweist ihn, wie er sein Referat hätte ein« richten müssen. Wir müssen den Herrn Oberbürgermeister Die »Gießener Lmniliendlätter" werben dem .ffln/iget* viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcblatl für den Ureis Gießen" zweimal wöchmlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit- fogen" erscheinen monatlich zweimal. Mark, künftig 3000—6500 Mk.) mußten auch jetzt nickt utv wesentlich statt er denen in anderen Staaten zurückstehen, im End- gehalt j. B. hinter den preußischen, die von 3000 und 3600 bis 720o Mk kommen um 700 Mk. Sic diesen im End geholt gleiärzustellen, würde einen Mehraufwand von 350 000 Mk. er fordert haben. Aehnlick verhält es sich mit den höheren akademischen Beamten. . „Von Bedeutung in dem neuen Gesetzentwurf ist, daß, wie es im Reick unb anderen Bundesstaaten geschieht, nunmehr auch in Hessen den M i l i t ä r a n w ä r t e r n die Militär- und Ma- rinedienstzeit in bestimmtcn Umfange bei der Anstellung im Zivil- bienst angerechnet werben soll. Durch die Erhöhung der Gehalte konnten die seither vielfach gewährten Nebenbezuge, Zulagen und dergl. in größerem Umfange weg'allen. Dabei sollen jedoch die Beamten in ihren seitherigen Gesamtbezügen nicht verschlack ert werden, so daß eine Zulage immer nur in dem Mas; wegfällt, mtc sie durch den höheren Gehalt ausgeglichen iw.ro. Ueberhaupt muß l>ervorgeh>brn werden, daß nach einer Uebergaitgsvorschrift in dem neuen Entwurf sich kein Beamter gegen die Bezüge verschlechtern soll, die er im Jahre 19 12 hatte. Einige Zeitungsnotizen bracksten in den letzten Tagen unzutreffende Mitteilungen über diesen Punkt. Für die allgemeine Aufbesserung ber Beamtengehalte war in der früheren Vorlage ein Betrag von 998 957 Mk. vorgesehen. Bewilligt wurden für 1912 nach Alb strich von entern _ Zehntel 899 061 Mk. Nack dem neuen Entwurf werden erforderlich 912 500 Mk. Von dem 1912 nickt bewilligten ein Zehntel, rund 99 000 Mk., werben also 43 439 Ml. nachgesordert. Die Gesamt ausbesserung stellt sich darnach 1912 auf 90 Prozent, nach der neuen Vorlage auf 94,3 Prozent derjenigen, die trüber vorgeselwn war. Auf 100 Prozent zu gehen, war um deswillen nicht möglich, weil, wie eben gezeigt, für das Wohnungsgeld mehr erforderlich wird, um die ländlichen Wohnungsgeldsätze näher an die städtischen herauzubringen. Der G e s a m t m e h r b e d a r s für die Neuregelung des Woh- nungsgeldzuschusses, Wegfall der Dienstwohnungsmieteu und die allgemeine Gehaltsaufbesserung stellte sich nach ber früheren Vorlage auf 1 579 631 Mk. Er bei.ag 1912 (nach Absetzung von ein Zehntel = rd. 158 000 Mk.) 1 421 668 Mk., nach der neuen Vorlage beläuft er sich auf 1578 446 Mk. Die jetzige Vorlage kostet also fast genau soviel, wie die frühere, dabei allerdings rd. 56 000 Mk. Weniger an Oiehalten unb den gleichen Betrag mein an Wohnungsgeld. Sie erfordert gegen die Bewilligung 1912 rund 157 000 Mk. mehr, b. i. im ganzen das in der früheren Gesamtforderung abgelebte eine Zehntel. Diese Mehrforderung gegen 1912 kommt aber, wie gezeigt, in geringerem Umfang den Gehalten und in höherem dem Wolmungsgeld zugute, und hier ausschließlich den Beamten, die nicht in den größeren Städten wohnen. Zu diesem Bedarf kommt noch ein Betrag von 236 200 Mk , her für die Beseitigung von Härten unb Unstimmigkeiten in den seitherigen Gehaltsbezügen erforderlich wird." Die Tabelle über die neuen Gehalte der Volks- schullehrer haben Wir gestern bereits mitgeteilt Sind die Gehalte der Lehrer auf 1400—3400 Mk. festgesetzt, so sollen sich die Gehalte ber Lehrerinnen nach folgen- Gießener Anzeiger Serieral-Anzeiger für Oberhefien Die Beamtenbefoldungsoorlage, Zrr Ergänzung unseres bereits gestern gebrachten Aus- zrges aus ber Besolchtngsvorlage geben wir nachstehend wntere Einzelheiten, die wir ber amtlichen Veröffentlichung Vorlage in der „Tarmstäbter Zeitung" entnehmen Die Verzögerung der Vorlage, die ber Regierung so o: zum Vorwurfe gemacht wurde, erklärt diese mit den Dorten gegenüber manchen Pressestimmen, die sich zum Teil in schonen Lorten mit der „fortgesetzten Verzögerung" beschäftigt haben drf betont werden, daß ein derartiges Gcsctzgcbungswerk nid), nr in den ^rundsätzlickzen, sondern vor allen in den einzelnen wagen eine Summe von Arbeit erfordert, die wohl nur die-enigen ä ermessen vermögen, die sich eingehend damit zu beschäftigen dben, nämlich zunächst die Regierung und bann die Laubstände." Zu dem Gesetzentwurf über den Wohnungsgelb Zuschuß ist in ber amtlichen Veröffentlichung folgendes «sagt: „Gegen den Gesetzentwurf über den Wohnungsgeldzuschuß orn 30. März 1912 war in den Kammern das Bedenken erhoben lorbcn, daß die Spannung der Wohnungsgeldsätze zwischen Stadt nd Land zu groß sei. Von einigen Seiten forderte man, aß der Unterschied im Wohnuugsgcld zwischen Stadt unb Land, nd damit — in ber praktischen Wirkung wenigstens — bas bohnungsgeld als solches beseitigt würde, wie es Bayern getan at. Der neue Entwurf hält gntndsätzlich an dem seither von der legicrung unb der Kammermehrhcit vertretenen Standpunkt fest, aß das Wohuungsgeld örtlich zu disferenzieren ist. Ties geschieht y allen Staaten, die Wohnungsgeld gewähren, außer in Bayern. fie großen Unterschiede des tatiächlichen Nii.taunvands recht frtigen und erfordern es. Es sind, wie statistisch festgestellt und hn Finanzausschuß auch mitgeteilt wurde, nicht sehr viele Be- tmte, die auf dem Lande ihre Kinder auswärts in schulen schicken müssen, also unter der verteuerten Kinder ezichung zu leiden haben, die für die Forderung gleicher Woh mngsgeldzuschüsse geltend gemackt wurden. Dagegen leidet eine verwiegende Mehrzahl von Beamten, vor allem auch von Unterstamten, unter den drückend hohen städtischen Mieten Trotz dieses grundsätzlichen Standpunktes will jedoch der neue Entwurf den Bedenken gegen eine zu "starke örtliche Difseren- perung im Wohnungsgeld weitgehend entgegenftnnmen, und zwar n zweifacher Hinsicht: Einmal werden die Orte anders fnd für d i e Land orte wesentlich günstiger grub iert, ferner sollen in den ländlichen Ortsklassen höhere An sile des Mietaufwands durch das Wohnungsgeld ersetzt werben, ls in ber Stadt." ... In dem früheren Gesetzentwurf stellte | allen Orten der Wohuungsgeldzuschuß dreivicrtel des tat schlichen Mietanfwands der Beamten bar. Jetzt wird vorgeschla- $n, nur in der Ortsklasse I durch ihn 3,< der durchschnittlichen Mieten zu ersetzen, in der Ortsklasse II dagegen 85—90 Prozent, il Ortsklasse III 90—95 Prozent davon, also säst den vollen Äetaufwand. Dadurch werben die Wohnungsgeldsätze, wie der Trif zeigt, in den Klassen II und III gegen die frühere Vorlage trsentlick) erhöht. Die Spannung z. B. zwischen den Orts- kq'en 1 und III beträgt bei den Unterbeamten statt früher 150 Mark Im 1.— 3. Tienstjahr 1300 Mark, , 4.- 6. 1500 M , 7.- 9. 1600 . 10.—12. 1700 „ 13.-15. 1800 „ Iß.-18. 1900 „ 19.-21. 2150 22.-24. 2350 vom 25. „ an 2500 v GehaltSklasscn der Besoldungsordming Nr. Ortsklasse I Ortsklasse n Ortsklasse III 1-17 320 Mk. 263 Mk. 220 Mk. 18-3S 380 , 310 „ 3 0 „ 39-57 480 „ 420 , 360 „ 58-61 730 600 „ 500 „ 67-76 960 „ 880 ft 700 . bcSei in Schutz rvehmLn, denn et Hat beide Möglichkeiten, eine Filiatsbewer einHufiihten (Umsatzsteuer unb Zuschlag %ur Gewerbesteuer), besprochen und überzeugend daraelegt, daß die Form der Umsatzsteuer vorzüglichen sei. Ein Idealbild der Gerechtigkeit wird ja durch feine ter beideii Steuerarten erreicht werden, und auch die Gießener Entscheidung mußte über allruweitschweisige theoretische Erörterungen lftnweggehen und, wie Stadtv. Heichelheim sehr zutreffend bemerkte, sich hauptsächlich nach praktischen Gesichtspunkten richten. Zur Frage der Heranziehung von Bankfilialen zur Filialsteuer meinte Herr Urstadt, ,,durch einen Zuschlag zur Gewerbesteuer fyättc man die millionenschwere Mitteldeutsche und Darmstädter Bank recht gut heranziehen können". Sein Antrag, die Befreiung der Bankfilialen zu streichen, sei jedoch von der Mehrheit abgelehnt worden. Wir bemetfen dazu, daß die „Mehrheit" aus der gesamten Versammlung mit der alleinigen Ausnahme des Stadtv. Urstadt bestand. Es ist auch richtig, daß die Bankfilialen diese Rücksicht verdienen, denn sie treiben keinen unlauteren Wettbewerb und befriedigen das Kreditbedürfnis des Mittelstandes. Ueberdies ist bie hiesige Niederlassung der Mitteldeutschen Kreditbank aus einem privaten Unternehmen erwachsen und der Gewinn der beiden Bankfilialen in Gießen ist lange nicht so hoch, wie Stadtv. Urstadt anzunehmen scheint. Die Darmstädter Bank gibt 6V2 und die^Mittel- deutsche Kreditbank 6 Prozent. Die erfreuliche Tatsache, daß der sozialdemokratische Stadtv. Krumm "in dieser Steuerfrage mit der bürgerlichen Mehrheit stimmte, hat Herr U. in dem erwähnten Artikel mit einem Spottbild glossiert. Er ulkte über die Verbrüderung Krumms mit dem konservativen Mittelstands tämpen, dem ,,famosen" Schneidermeister Voigt. Auch das erscheint uns nicht als das Muster einer sachlichen Darstellung und Erörterung. den Antrag stellt, auch den Rollo auf feinen Geisteszustand zu untersuchen, meldete sich der Angeklagte Kniep und erklärte, au cd er möchte sich einmal auf fernen Geisteszustand untersuchen la) 1 en ^Allgemeine Heiterkeit.) Kriminalschutzmann Mange'sdorf äußerte sich über die Festnahme in Hamburg, die erfolgte, als die Ham bürget Polizei auf der Suche nach einer Bande war, die airmncin Kölner Postamt 52 000 Mk. gestohleu harte. Der Zeuge tränte ^Hamburg hat die Diebe auf einer Eisenbahnfalut noch Homburg kennen gekernt und aus deren Gesvröch entnommen, daß es „schwere Jungen" waren. Er schloß sich den Burschen an und verbrachte in ihrer Gesellschaft in Hamburg acht Doge Die Aussage dieses Zeugen mären für die Angeklagten sehr belaftenb. Morgen werden die Berhandlimgen fortgesetzt. Dcrmifcbtcs. * Die „lebende Gi 0 c 0 nd a". Im Louvre in Paris wurde ein junges Mädchen aufgegriffen, das eine der „Gio- conda" ähnliche Kleidung trug und sich in der Nähe des Platzes nufhielt, den das berühmte Bild früher zierte. Als sie nach Schluß des Louvre hinausgebracht werden sollte, erklärte sie, das Museum nicht eher verlassen zu können, als bis sie den Unterstaatssekretär der schönen Künste gesprochen habe. Sie sei die lang gesuchte Gio- conda, des ewigen Umherwandcrns müde und verlange unbedingt ihren früheren Platz wieder einzunehmen. Mehrere Wächter mußten das Mädchen schließlich mit Gewalt hinausbringen. Es handelt sich um d^e plötzlich irrsinnig gewordene Tochter einer sehr guten Familie. Kleine Tageschronik. Auf dem Potsdamer Platz in Berlin geriet der Haupttnnnn Otto Nießner mit feiner Tochter, der Frau Dr. Ban g, zwischen Mei aus entgegengesetzten Richtungen kommende Straßenbahnwagen. Beide wurden zu Boden, gerissen unb schwer verletzt. In Dresden unterschlug der Postfckretär Morgenstern 14 000 Mk. des Postbeamten -Konsumv ercins. Dos unterschlagene Geld wurde von Verwandten ersetzt. M. wurde in eine Irren- früher in Altona wohnte, erzählt, eines Tages sei sein Schwager Mark per 1000 kg wie folgt: Weizen Roggen Hafer 2) ( (- 5) (- ) Köln. Für die Verhandlung sind mehrere Tage vorgesehen. Der Angeklagte Thill gibt bei seiner Vernehmung an, daß Ham- macher, ein Neffe von ihm, zu ihm gekommen sei und ihm zwei silberne Platten und 34 Rubine, die non der Kaiser kette her rührten, gebracht habe. Er habe aber nicht gewußt, daß die 1) 4) 6) 1) ) (-11) (- 6) (- 3) (~ 4) (— 0.25), jeder politischen Beeinflussung, sei es von oben ober unten, hat er als Verteidiger in ritterlicher und ehrlicher Weise stets seinen Beruf mit unermüdlichem Fleiß obgelegen, so daß er bei feiner glänzenden Begabung, bei seiner ungewöhnlichen forensischen Be- redtsamkrit und bei her aus der Tiefe seines Gemüts entstammenden wahren Verteidigung seines Klienten fast nie ohne Erfolg blieb. — Die „Morgenpost" erinnert, daß Sello als Verteidiger vor innerer (Erregung einmal sogar Tränen vergossen habe. Sachen gestohlen waren. Der Angeklagte Ham wacher, der .fdniep mit Hochgeschurz zu ihm nach Altona gekommen und eines lieferfähigem Material bisher wenig Andienungen per Dezember Abends habe er gelesen, daß die beiden die Diebe der Kaiserkette erfolgt sind, was mehrfach zu Deckungen Veranlassung gab. Roggen seien. Bei einem Umzug nach Köln habe er unter einer Platte blieb aus dem gleichen Grunde in den ersten Togen noch ziemlich am Waschtisch die beiden silbernen Platten und die Rubine fest, aber mit zunehmendem Angebot trat seit Donnerstag ein gefunden. In Köln habe er seinen Onkel Thill getroffen. Diesem empfindlicher Umschwung ein, zumal die Küste ihre Gebote erhöbe er die Stücke zum Aufoewahren gegeben, damit seine Frau heblich herabsetzte unb die Mühlen daraufhin mit Anschaffungen und seine Schwiegereltern nichts erführen. Der Angeklagte rechnet zurückhaltender wurden. Lieferung verlor zirka 4 Mark, während es sich Kum Verdienst an, daß durch Um der Kühner Männergesang- int Warengeschäft Preisrückgänge bis zu 9 Mark zu verzeichnen Verein die teuersten Teile der gestohlenen Kette wiederbekommen waren. Für Hafer bewirkten schwiertge Absatzverhältnisse eine habe. Der Angeklagte Rollo erklärt, er sei mit dem Ange- weitere Abschwächung, _ btc int Lleferungsgeschäft zirka 3 Mark geklagten Hochgeschurz erst -eine Stunde vor seiner Verhaftung betrug. Russische Gerste mußte wieder um 2 bis 3. Mark nach- belänntgeworden und habe nicht gewußt, daß die Wertsachen, geben, während Mais sich als ziemlich widerstandsfähig erwies. Iustizrat Sello t Berlin, 9. Dez. Justizrat Erich Sello ist Heute Nacht gestorben. Justizrat Sello, der in fast allen großen Strafprozessen der letzten beiben Jahrzehnte bemorgetreten ist, galt als einer der ersten deutschen Verteidiger und er kannte sich dank seines juristischen Scharfsinnes und seiner Schlagfertigkeit manches Erfolges rühmen. Außer seiner ausgedehnten Anwaltstätigkeit war er auch als Schriftsteller tätig und veröffentlichte eine ganze Anzahl nam- lxifter Werke, von denen die Irrtümer der Strafjustiz, deren erster Teil vor einiger Zeit erschienen ist, als das bedeutendste gilt. Zum Ableben des Justizrats Sello schreibt die „Vossische Zeitung": Mit Sello ist wohl der letzte große Verteidiger aus der Aera Holthofi-Munkel-Friedmann dahingegangen. Ohne Rücksicht auf die Person unb nur für die Sache eintretend, frei von Alle drei finb schwer vorbestrafte Ein- Beschaffenheit des diesjährigen Erzeugnisses. Besonders unangenehm fühlbar macht sich dieser Umstand beim Weizen, von dem ein ziem lick) erheblicher Prozentsatz für Mahlzwecke überhaitot nicht zu verwende fein dürfte. Ins Gewickt fällt aber auch, daß es an zum Export geeigneten Qualitäten mangelt, so daß der Weizen lediglich auf den Absatz int Jnlande angewiesen ist, hier aber nur bei stark gedrückten Preisen Aufnahme findet. Wenn gerade Weizen sich in der Berichtswoche einigermaßen zu behaupten vermochte, so lag das einerseits an den widersprechenden Meldungen von La Plata, sowie daran, daß infolge Mangel an lieferfähigem Material bisher wenig Andienungen per Dezember zurück, während Hafer mit 8 520000 Tonnen die vorjährige Ernte zwar um 820 000 Tonnen übersteigt, gegenüber den Höchstleistungen von 1909 unb 1907 aber um zirka 600 000 Tonnen zurücksteht. Die Kartoffelernte wird auf 50,2 Millionen Tonnen geschäht, d. i. noch um zirka 2 Millionen Tonnen höher als tpcrcctnsitiui* in dem bisher besten Jahre 1905, wobei der durch Fäulnis be- Köln, 9. Dez. Heute vvrnrittag begann die Verhandlung dingte Ausfall allerdings aus 2 Millionen Tonnen — 4°/o der wegen des Diebstahls der Kaiserpreiskette des Kölner Ernte veranschlagt wird. Entsprachen diese Zahlett auch im all- Mämtergesangvereins, die in der Nacht vom 21. Juli aus dem gemeinen der in Fachkreisen verbreiteten Auffassung, so trugen historischen Museum Eigelstein-Torburg gestohlen worden war. fie bei der ohnehin zur Schwäche neigenden Tendenz mcitcr dazu Wegen des Diebstahls sind angeklagt der Tapezierer Jakob Kn i ep- bei, einen Druck auf den Markt anszuüben. Eingeschränkt toirb Köm, der Kellner Jean Hochgeschurz und der Mechaniker das günstige Erntebild allerdings^sehr erbebtid) durch bie schlechte Franz Bayer-Köln. 1 ‘ ‘ 7' ?' ' " brecher. Als Hehler unb Helfer sittd angeklagt der Artist Rollo der Schreiner H a m m a ch e r - Köln und der Zahntechniker Thill Untersuchungshaft ein teilweises Geständnis abgelegt habe. Der Königsberg Angeklagte bestreitet aber bei seiner jetzigen Vernehmung, die Danzig früheren Aussagen. Die Anklage behauptet, daß Bayer die Trieb- Stettin feder zu dem Diebstahl gewesen sei. Hochgeschurz behauptet: Posen Bayer 'habe schon seit Neujahr davon gefabelt, die .Kaiferkette, Breslau der Zeppelin und die Kaiserglocke müßten aus Köln hinaus, solange Berlin bleibe er hier. Beim Lesen der Extrablätter habe er gleich gedacht, Magdeburg Bayer oder Kniep hätten die Kette gestohlen. Der Angeklagte Halle Kniep gab an, er sei am Morgen des Diebstahlstages wie Leipzig immer zu seinen Eltern zum Kaffee gegangen. Am Eigelsteiner Dresden Tor habe er Strickleitern hängen sehen und weil Bayer und Rostock Hochgeschurz in wenigstens 20 Familien Kölns erzählt hätten, Hamburg sie wollten die'Kaiferkette stehlen, habe er sich gleich gedacht, daß Hannover sie die Tat ausgeführt hätten. In einem Kaffeehaus habe er Düsseldorf Hochgeschnr'. den Diebstahl auf den Kopf zugesagt: Hochgeschurz Frankfurt a. M. habe aber alles bestritten. Dann fei Bayer gefontmen und habe Mannheim sich beschwert, daß man die Sache ohne ibn gemacht hätte. Hier- Straßburg auf wurde in die Vernehmung der Zeugen und Sachverständigen München Goldwert betrage 1500 Mk. Gerichtsarzt eingetreten. Hosni melier Heiden München) schätzt den Wert Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Dez. 204.25 der Kette auf 18000 Mk., wobei allerdings die Fassung mit- Mai 207.25(— 1.75h PestApril 201.70( 0.30),LiverpoolMärzl6 i.20 gerechnet sei. Der Kunftwert sei bedeutend höher. Ter reine (— 0.25), Paris Dez. 228 (— 1.20), Chicago Dez. 130.20 (— 0.00). anstatt gebracht. Von den Kellnern R 0 st und Frei holz, d-e am 4. Dez. ut Berlin-Alt-Moabit den Geldbriesträger Hoffmann zu berauben versucht batten, stellte sich Freihvlz der Hamburger Polizeibehörde. Rost ist bereits ergriffen worden. Gelegentlich des 50jährigen Bestehens der Nähmaschinenfabrik von G. M. Pfaff in Kaiserslautern bat der Inhaber für eine Spende an feine Arbeiter und Beamten, sowie für Gemeinde - intb sonstige Wohltätigkeitsanstaltcn den Betrag von 500 000 Mark gestiftet. _____________ Getreide-Wochenbericht 00m 3. bis 9. Dezember 1912. Nach den nunmehr vorliegenden endgültigen Angaben über die deutsche Ernte eraab Weizen einen Ertrag von 4 360 000 Ton neu, also um 300 000 Tonnen mehr als die sehr gute Ernte des Vorjahres. Die Noggenvroduktion zeigt mit 11598 000 Tonnen gegenüber dem Vorjahre ein Plus von über 700 000 Tonnen unb übertrifft damit die bisher größte Ernte von 1909 noch nm zirka 250 000 Tonnen. Bei Gerste bleibt das um 320 000 Tonnen gegenüber dem Vorjahre größere Ergebnis mit 3 482 000 Tonnen nur wenig hinter den besten Jahrgängen Lompel be- Roggen: Berlm Dezbr. 171.75 (— 4.75), Mai 172.00 (— 4.25). die ihm gezeigt wurden, von dem Diebstahl herrührten. Ter Au- Es stellten sich die Preise für inländ. Getreide am letzten geklagte Bayer behauptet, daß er mit dem Diebstahl nichts Marfttage in zu tun habe. Ter Vorsitzende hält ihm vor, daß er srühcr in — (- ) 1637,i l-87«) — — (- ) 166 *i l- 6) 168 190 (- 1) 165 1 [- 2) 165 194 (- 6) 162 । (- 6) 162 195 (-4) 163 ( - 9) 163 197 (- 2) 168 < - 6) 198 195 (- 3) 168 < 2) 190 196 (— 3) 172 | - 3) 194 191 <- 3) 170 l - 1) 190 194 <- 3) 168 ( — 2) 185 — (- ) 166 1 c- 2) 168 202 (- ) 176 i ) 190 190 (- 4) 176 i l- ) 190 208 l- ) 186 ( - i) 185 210 (- ) 182V3< ) 200 211' /-(- ) 185 । '4-27,1 190 ‘215 (- ) 190 < - ) 195 220 (- ) 185 \ ) 181 seiümet den Urheber des Diebstähle, Bayer, als hochgradig degeneriert. Diese Degeneration erstrecke sich auf abnorm gesteigerte Abenteuerlust. Aelmlich liege die Sache auch mit Hochgeschurz, der sckwn int Irrenhaus war. Ms der Verteidiger Dr. Mertz Hafer: Berlin Dez. 171. ö (— 5.50), Mai 170.25 <—4,25). Futter» qerfle: Eüdruss. frei Hamburg unverzollt fchwim. 134.00 (— 2.50), Rov. 132.50 (— 3.00). Mars La Mala schwim. 110.00 (— 100), Mtred r» 109.00 (- 0.00) Mark. Eingesandt. (Für Form unb Inhalt aller unter bteier Rubrik stehenim Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenübe keinerlei Verantwortung.) Gießen, ). Dez. Vom sozialen Ausschuß des Evang. A beiter- Vereins wird uns geschrieben: Die in der vorletzten Staülverorduetenfitzung gemchten Aus fübrungen, sowie das Verhalten einzelner hiesiger Kovorattonen, Vereine usw. läßt erfemten, daß unsere Absicht, unserN minder- bemittelten Mitgliedern durch gemeinsamen Bezug vn Lebens Mitteln usw. kleine Vorteile zu bieten, vollständig verarmt wor den ist. Es bedarf wohl keiner Frage, daß bie Lpssü^rung dieses Vorhabens nur unter entsprechender Beriicksichtigmg irtferer gewerbetreibenden Mitglieder geschehen konnte. Wir cibaten deshalb von einem der Letzteren zwecks eines Versuch» Crtrtcn über einzelne Artikel, um, wie in dem unserem Verbcmbsirgan beigefügten Zirkular bereits ermähnt, bei genügender Nachrage die Einrichtung ab 1. Januar 1913 auch aus die übrigen getorbc treibenden Mitglieder auszudehnen. Die gewunsckste £ nette mrde uns bereitwilligst zur Versügung gestellt und unsererseits, bne irgend welchen Truck aut die Preise, akzeptiert. War es uns hierdurch euerseits möglich, imseren minderbemittelten Mitlie- dem in der jetzigen teuren Zeit kleine Vergünstigung^ zu btten, so gereicht eine derartige Einrichtung auch unseren gewerbetreim- den Mitgliedern insofern zum Dortril, als bie Ersteren auswärtzcn Filialgeschästcm, Konsumvereinen usw. entzogen unb daran gc wöhnt worden, nur gegen bar bei uniercn Mitgle be r n zu kau sm. Selbstverständlich muß fnerbei ein mtt'vrrchrver Rabatt gewährt roerben. Inwieweit dies möglich ist, ohne her Lieferant zir kurz dabei kommt, wird befipielsweise dadcck bewiesen, daß Palmona an Bäcker für 75 Psg., an Hotelbesfcr für 79 Pfg». pro Pfund geliefert werden kann, währmd u^rc Arbeiter usw. 90 Pfg. bezahlen müssen. Angesichts dieser fachen ist das Verhaltm einzelner Vereine, Korporationen un. umso unverständlicher, als der von anderer Seite berbeigefüft.’ Zusammenschluß zu einem Konsumverein als ctioas sclbstverstckd" lickes betrachtet wird, obwohl die dort benötigten Waren öck wohl meistms, wenn nicht gar sämtlich, von auswärts bezofii werden. Wir überlassen es dem sozialen Empfinden unserer Al bürget zu entscheiden, inwieweit unser Vorlmben, den Minljr- bemittelten in dieser teuren Zeit über die wirtschaftlichen Scknoielg feiten hinwegzuhelfm, gerechtsertigt erscheint. Tie persönlilcii Angriffe am unserm Vorsiycndm aber sind umio bedaverlier als es sick) hier lediglich um eine Sache unseres Vereins hanttl, die nicht das Geringste mit der politischen Gesirrnmig unfw Vorsitzmden gemein hat. . > - ' 1 LNg.i. .... ■ii.JS Meteorologische Beobachtungen der Station Siesr» II u — § ff t)aroincte auf 0° rebujiert Lemperalt bet Lust o Q* rz o ß? Relative Feuchligke Sßinb- richtnng Windstärk (Srod ' Hfl TeDöIku 1 tu gcd.nl«! b flchtb ötnimel Wetter aL” '510 - 24 3 4 88 SE 2 1 Klarer Hftmc' 9. *u 54,5 — 42 32 96 S^E 2 10 Rebel 10. ■'u3,.> — 3,5 34 97 SSE 2 10 w Höchste Tc 1 mperatur an l 8. b § 9. Dezember »= — 3,0 . DJtcbrtgüe n ft 8. 9. ff = — 7,7 61. Lttederschlag: 0,0 nun. Jedermann staunt, wie kräftig er ist. ,,Vom 4. Monat an bekam mein kleiner Daul Scotts Emlsion und hat sich durch ihrm ftänbigen Gebrauch zu ei,rem Craig eit, munteren Kinde entwickelt. Ueberraschend war die an tutende Gewichtszunahme, sowie die geradezu sichtbare Steigerung der Körperkräfte des Kleinen, dtach einer überfhinbrncji Ovation ist !das ständige Girat ernten Ihrer Scotts Entulswn laut Assage des Arztes für den Klemm rwn großem Werte gewesen, in ihn wieder hock) zu bringen. Heute staunt jedermann, wie tröfti unb munter der Knabe ist, und wie sicher er überall hetumläuj." WikSdovf, 25 Sept. 1911. !gez) Frau ÄiNlav Lichr.'au«. 3- Sirabr 3. (C$/,e Wohlschmeckend, leicht bekömmlich und des hall' auch für den iindlichen Körper ausnutzungsfähig — da sind bie Vorzüge von Scotts Emulsion. In den eutsprecendeu kleinen Mengen verabreicht, läßt Scotts Emülsio. die zarten Geschöpfchen wieder aufblühen und crstarlei. und zwar oft in so überraschender Weise, daß sie kaum riebet> zuerkcunen find. Freilich ist es nötig, bei der IdmTke ,,-Leott" zu bleiben, denn nut’ diese hat sich feil bald 40 Jahren glänzend bewährt. ScortS (Intuition wird von nnS au8fe 2 Tropfen. lange,lange, was machst du türSachen! Freust dich seit vierzehn Tagen darauf, zum Christfest hehrer fahren, und nun liegst du da, stockheiser, eingevackt roieflr Wickettind und weißt dir vor.Halsschmerzen nicht zu Hefen Wenn du schon feinen Arzt nehmen willst, bann laß dir wnlg stens eine Schachtel FanS äcktc Sodener Pttncral-Pavlle> aus der nächsten AvotHeke ober Drogerie holen. Wenn bi die nach Vorschrift gebrauchst, bann wirst bn sicher auch immer soweit auf bein Damm sein, baß bu boch noch fahren tetnfi Die Schachtel Sobmer kostet mir 85 Psg.,- ber Bote sollabei acht geben, baß er keine Nachahmungen erhält. war wieder außerordentlich gemkiilich, wirhib« einen guten Durst entwickelt unb die Nist wer zum Schneiden. Daß ich trotzdem deiner ra'hea ßals habe, danke ich den Wybett-Tedleten. die ich gleich beim Keimkommen unb b?utt rüh genommen habe. Sie machen den Kalr frei mb benehmen auch den Üblen Geschmack im Mund. 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