Nr. 240 Der «ebener Aazetgee eddxmt täglich, außer SomnlagS. - BeUagen: viermal wöchentlich rtchenerZamiliendlätter, einmal ivöchenN.XrelS' attfürdenUreirSiehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl Land' »trstchastliche deitfragcn Fernjprech - Anschlüße: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse tüt Teveschen: Anzeiger «leiten. Annahme von Anzeige» für dle Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erster Blatt 162. Jahrgang ßreitag, 11. Oktober 1912 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Botütionsörud vnd Verlag der vrühl'schen Univ. Buch- und Steinörnderet R. Lange. Hcöaftion, Expedition und Vruderet : Zchulftrahe 7. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Ve,u qSvret»: monatlich75P^ viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePosi Ttt.2.—mertel- jäbrL auvschl. Bestellg. ZeilenpreiS: lokal IbPs, auswärts 20 Pieirniq. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton', .Vernuschles' und „Gerichtssaal": R. Reurath, für .Stadl und Land': E.Heg; für den Anzeigenteil: £>. Beck. Die heutige Nummer umfaht 12 Seiten. Die politische Stellung der Vulgarenlonigs. Auch Zaudern gehört zur Kunst des Krieges, freilich hat dieses bisher mehr in der Führung eines Strieges, bic Verhandlungen mit anderen Staaten direkt und per önlich. Verträge bringt der König lediglich zur Kenntnis >er Volksvertretung, der Sobranje: aber auch das bleibt einem diskretionären Ermessen überlassen, wenn nämlich einer Ansicht nach Ruhe und Sicherheit seines Landes durch die Publikation nicht gefährdet werden. Einer Mitwirkung der Sobranje bedarf es nur bei Handelsverträgen und solchen Verträgen, die dem Staate Ausgaben auferlegen, oder die politische und bürgerliche Rechte der Staatsbürger tangieren. Wir haben also in Bulgarien gewissermaßen ein „persönliches Regiment". Diese politischeStellung des Bulgarenkönigs in seinem eigenen Lande trägt viel dazu bei, daß er in den Balkan- Händeln der Gegenwart eine so dominierende und einflußreiche Rolle spielt. Diese Position ist nicht zuletzt auch auf die Bedeuttmg des Zaren Ferdinand in militärischer Beziehung zurückzuführen. Ferdinand I. ist der Begründer der bulgarischen Armee, man nennt ihn in seinem Lande stolz den Soldatenkönig. In der Tat, wenn die bulgarische Armee heute einen achtunggebietenden Fak tor darßellt, so ist das sein Erfolg. Aeußerlich betraget, scheinen auch heute die Serben die Vorrciter zu machen, die angeblich der Türkei ein neues Ultimatum überreicht haben und am morgigen Samstag die Kriegserklärung folgen lassen wollen. In Wahrheit wird König Ferdinand die Verbindung zwischen Sofia und Belgrad ^sowie Athen hergestellt haben und dieLernein- same diplomatische Handlung leiten. Mit großem Lärm wird eine montenegrinische Äegesnachricht verbreitet. Ob sie sich bewahrheitet, ist eine ganz andere Frage. 'Der türkische Ministerrat wird durch die Ereignisse arg in die Gnge getrieben. Richt nur, daß ihm der tatsächliche Krieg genug zu schaffen macht, kommen jetzt auch die Botschafter der großen Mächte mit einer gemeinsamen Rote, die am Doimerstag überreicht wurde und in der es Heißt, daß die Mächte unter Zugrundelegung des Artikels 2b des Berliner Vertrages und der Erklärungen des internationalen Ausschusses vom Jahre 1880 bei der Pforte überHe Durchführung der Reformen Besprechungen abhalten werden. Ob diese Friedensvermittlung heute noch etwas nützen kann? In Sofia werden höck)stens handfeste Drohungen der Großmächte einen Umschwung herbeiführen. Tcr erste montenegrinische Sieg? Podgoritza, 10. Okt. (Amtliche Meldung.) Der Konmrandant der bei Dulcigno operierenden Truppen, General Martinowitsch, meldet, daß die Montenegriner den Rojano-Fluß überschritten und die ersten Ku- les (türkische Wachthäuser) an der Landesgrenze gegenüber dem stark befestigten Berg Tarabosch genommen hätten. Die Befestigung Detchitch ist heute vormittag gefallen. Die Montenegriner eroberten vier Geschütze. Der türkische Kommandant hat sich mit seiner Mannschaft ergeben. Den ganzen Tag dauerte die Sck)lacht vor der Stadt Tuzi an, welche heute von dem gefallenen Detchitch aus von den Montenegrinern beherrscht wird. Der erste Sieg wurde im montene- grin ischen Laaer mit ungeheurem Jubel aufgenommen. König Nikolaus verfolgte den ganzen Tag über den Gang des Kampfes von verschiedenen Stellungen der Linie von Podgoritza bis zum Skutarisee. König Nikolaus hat von allen Seiten Begrüßungstelegramme erhalten, so von Rußland, Bulgarien und Serbien. Aus Petersburg trafen vom slawischen Komitee Geldmittel und Sanitätsmaterial ein. Dagegen meldet das „Berl. Tagebl." aus Wien: Erste politische Stellen erhielten die Nachricht, daß die Montenegriner bei Podgoritza eine Niederlage erlitten haben, nachdem die Artillerie ihre gesamte Munition verschossen halte. Die Meldung, die auch einige hohe Militärs erhielten, wurde bei einem Souper, das Finanzminister Bilinskt am Donnerstag abend gab, lebhaft besprochen. Tie „Berliner Morgenpost" erfährt aus Cetinje: Ter Kommandant der montenegrinischen Artillerie, General Bozowitsch, erschoß sich, als ihn der König gestern nach dem Gefecht von Plaminitza wegen schlechter Führung und Munitionsvcrschvcndung getadelt hatte. Lin Ultimatum Serbiens? Wie die Wiener „Zeit" aus Belgrad meldet, ist dort am Donnerstag nachmittag die serbische Antwort auf die Note der Mächte übergeben worden. Gleichzeitig über- reichte der serbische Gesandte in Konstantinopel der Pforte ein Ultimatum, das die Autonomie Mazedoniens und Altserbiens fordert. Tas Berl. Tagebl. meldet aus Belgrad: Tie Kriegserklärung wird für Samstag, dem Tage der Einweihung des Tenkmals des Fürsten Karageorgewitsch, erroartet. — Ter serbische Gesandte in K o n st a n t i n o p e l ist zur R fi ff - kehr in die Heimat aufgefordert worden. Als zweiter im Bunde soll Griechenland mit der Kriegserklärung folgen Laut einer Pariser Meldung aus Sofia sind die Alliierten jetzt entschlossen, Mazedonien, Epirue und Altserbien zu aunek tieren. Die proflamat on ö s Köjihs von Rlon-ene^ro. Ec t in je, 10. Okt. Heute vormittag ist die Prokla mntion des Königs veröffentlicht worden. Es heiß', darin, daß es unmöglich sei, die von den unterdrückten Brüdern in Altserbien kommenden Schmerzensschreie länger zu er tragen. M a n schlachtet dort nicht nur Männer, sondern aulch Frauen und Kinder ab. Die Va terlandsliebe gebiete, den Montenegrinern zu Hilfe zu eilen. Die Montenegriner würden dies längst getan haben, wenn sie nicht das Ergebnis der friedlichen Bemühungen des Königs zum Schutze der Märtyrer jenseits der Grenze abgewartet hätten. Die Hoffnung des Königs, Mittel zu finden, um die Serben in der Türkei ohne Blutvergießen freizumachen, habe sich nicht erfüllt. Der König b e - bauere sehr, daß er gezwungen werde, den Frieden zu stören und den Säbel aus der Sch eide zu ziehen. Der König richtet weiter an die Montenegriner den Aufruf, sich unter seiner Führung zu sammenzuscharen und denbedrückten Brüdern, den lv ack e r e n Malisso ren , die seit zwei Jahren wie Löwen für ihre Rechte, für ihre Freiheit und für die Vereinigung mit Montenegro kämpften, die Hand zu reichen Montenegro st e h e n i ch t allein; mit ihm seien die christlichen Balkan-Königreiche, mit denen Montenegro ver bündet sei. Der König habe stets dieses Bündnis ange strebt, welches alle Balkanvölker seit der Invasion der Asiaten erwartet hätten. Der König hoffe, daß die Söhne seiner alten Soldaten heute mehr denn je das Prestige des Vaterlandes zu heben wüßten und die Waffen Montenegros mit neuen Lorbeeren bedecken wür den. Es gehöre Mut dazu, mit einem großen Reiche zu kämpfen, aber dies sei der Stolz Montenegros, das sich stets freudig für seine Brüder geopfert habe. Die Syrn pathien der zivilisierten Welt würden Montenegro begleiten, wie auch die Sympathien der gesamten serbischen Nation und aller Slaven. Edle Hände mit gezogenen Säbeln streckten sich ihm entgegen von »eiten der Könige von Serbien, Bulgarien und Griechenland, deren Völker bei diesem Unternehmen mit Montenegro brüderlich vereint seien. Montenegro greife die Türkei nicht aus Anmaßung, sondern aus den edelsten Gefühlen an, um die vollständige Vernichtung seiner Brüder zu verhindern. Die Proklamation des Königs fordert zum Schluß mit begeisterten Worten die Montenegriner auf, im Krieg nach Altserbien zu ziehen, wo sie mit ihren Brüdern aus Serbien, die von ihrem edlen Könige und seinemgeliebtenSchwiegersohngeführtwür- b en, zusammentreffen'würden. Tort würden die Montenegriner ihre Brüder aus Serbien umarmen und den Bedrückten die Freiheit bringen. Der König ruft den Segen des Himmels auf diesen Gang herab, von dem er seit seiner Kindheit träume und dessen Tag er in Gedichten herbeigerufen habe. Die Proklamation schließt mit den Worten: Hoch Montenegro, hoch der Balkanbund! Ter französische Senator D'Eftournelles de Constant richtet an den König von Montenegro ein offenes Schreiben, in welchem er in den heftigsten Worten gegen die montenegrinische Kriegserklärung Einspruch erhebt und u. a. sagt, König Nikita drohe wie im Jahre 1879 von neuem die Welt in Brand zu stecken, um daran sein Süppchen zu kochen. Das Aufgebot der Türkei. Konstantinopel, 10. Okt. Das erste Artillerie- Regiment in Pera ist heute nach dem Kriegsschauplätze abgerückt. Tas Kriegsministerium bereitet die Einberufung des Landsturmes vor: es teilt mit, daß der Kamps bei Berana anbauert. Albanesische Freiwillige, Reserve, Landsturm und Truppen sind vor dem noch umzingelten Berana eingetroffen. Das Kriegsministerium meldet ferner, daß kleine Bandenkämp f e an derbulgari scheu, serbischen und griechischen Grenz» stattgesunden haben. Eine Jrade ordnet die Einstellung aller Universitätshörer in das Militär und ihre Entsendung nach dem Kriegsschauplatz an. Die türkische Regierung beschloß, die Sperrminen in den Dardanellen gänzlich zu entfernen, um das Ausfahren der türkischen Flotte nach dem Archipel zu ermöglichen. Der eigentliche Truppentransport von Konstantinopel begann erst am Mittwoch. Außer dem zweiten Artillerieregiment muroe das aus Smyrna eingetroffene Kavallerieregiment abgefertigt. Nach einer Meldung der „Daily News" aus Konstantinopel stehen bis jetzt 250000 Mann türkischer Truppen an der bulgarischen Grenze Die Starke der asiatischen Streitkräfte beläuft sich auf 250—300 000 Mann, so daß in wenigen Tagen 400 000 bis 4.50000 Mann türkischer Truppen aus dem öftlidjen Kriegsschauplätze versammelt sein werden. Aus allen Städten Rordalbaniens treffen Nachrichten über patriotische Kundgebungen der Albaner ein. Sie schwören, sie würden die Feindseligkeiten einstellen und für die Türkei kämpfen. Der türkische Generalstab hat nun doch gestattet, daß die durch die Botsck)aften empfohlenen Berickt- erftatter sich nach dem Kriegsschauplatz begebe n; verschiedene werden am Samstag abreifen. Die türkischen Behörden hindern aber die Griechen an der Abreise und verlangen die rückständigen Steuern. Eine türkische Kriegsanleihe? Eine amerikanische Finanznachrickcken-Agentur meldet: In Washing vu verlaute, daß angeblich auf diplomatischem Wege Unterhandlungen betreffeub bie Uebernahme ?iner türkis chenAnleih evonbOMillionenDol- lars durch ein amerikanisches Bankensyndikat stattfinden. Es feien I. P. Morgan und Co. und Kuhn, Löb u. Co. und andere beteiligt. Tie türkischen Finanzen. Konstantinopel, 10. Okt. Wie bestimmt verbautet, stellte der Finanzminister an einem Tage dem Kriegs- miniftcr vier Millionen Pfund als Kriegskosten zur Verfügung, die die verfügbaren Ergänzungskredite für das Heer bilden. 'Da die Re-gierung außerdem über die Einnahmen aus dem Zehnten verfügt, deykt sie nicht daran, eine Kriegsanleihe abzuschließen. Des Finanzminister beschloß, nur die Kriegs st euer vorwe» cinzuziehen, wovon er hofft, daß sie ungefähr 800 000 Pfund einbringen. Wie man sagt, wären Die Mächte geneigt, oer Türkei zur Durchführung von Reformen eine finanzielle Erleichterung zu schaffen. Ter deutsche Botschafter in Konstantinopel bot der Pforte einen Teil des Botschaftspalais in Pera zur Unterbringung der Verwundeten an. Tie Pforte nahm das Anerbieten dankend an. Bolt und Regierung von Griechenland. Athen, 10. Okt. Der König kam gestern abend hier an. Eine begeisterte Volksmenge begleitete ihn zum Palast. In einer Rede sprach der König fein volles Vertrauen zu Volk und Regierung aus. Der Ministerpräsident entarte, er hoffe noch immer auf die Erhaltung des Friedens. Als die Menge mit Rufen: Es lebe der Krieg! ihn unterbrach, wiederholte der Ministerpräsident den Satz und fügte hinzu, daß, wenn Griechen-, land in feinen Hoffnungen getäuscht werde, das Volk dem Heer und der Flotte vertrauen könnte. Ein bulgarisch-türkifches Gefecht. Wie dem Reuterschen Bureau aus Konstantinopel gemeldet wird, entwickelte sich bei dem Posten von T i m r u ch- Klißma an der türkisch-bulgarischen Grenze ein lebhaftes Feuergefecht. Der „Figaro" erzählt, der Pariser Gesandte eines der Balkan st aaten habe sich, da er in den letzten vierzehn TasFn für 10000 Frank Depeschen ab - geschickt habe und die Gesandtschaftskasse vollständig leer fei, genötitjt gesehen, bei feinen Landsleuten Heine Darlehen aufzunehmen, um die Fortsetzung seiner telegraphischen Berichterstattung wenigstens für einige Tage zu ermöglichen. Line Erklärung öes Grasen verchtolü in der ungarischen Delegation. In der ungarischen Delegation begrüßte am Donnerstag bei der Beratung des Budgets des Ministeriums des Aeußern der Berichterstatter Nagy die Vereinbarung mit Rußland und sprach die Hoffnung aus, daß die von der ungarischen Delegation mit Begeisterung unterstützte Drei- bundpvlitik auch in der gegenwärtigen schwierigen Lage ihre Probe bestehen möge. Graf Berchtold erklärte, die gehaltenen Reden stimmten darin überein, daß seine Politik auch in dieser ernsten Sage die Billigung der Delegation findet. Er dankte hierfür und erklärte, die Stellungnahme der Delegation beruhige ihn auch in der Richtung, daß der Weg, auf welchem sich seine Politik bewege, der richtige sei und der öffentlichen Meinung des Landes entspreche. Jede Bestrebung meiner Politik war auf die Erhaltung des Friedens gerichtet. Tie Monarchie nahm an jeder Aktion teil, welche diesem Ziele diente. Tie Monarchie nahm in der letzten Phase im Vereine mit den anderen Großmächten für die Aufrechterhaltung des Statusquo auf der Balkanhalbinsel Stellung. Unsere Politik ist auf dem Balkan keine Eroberungspolitik. (Zustimmung.) Tas bedeutet aber nickt, daß wir an den Ereignissen auf dem Balkan nicht interessiert sind. Wir haben auf dem BalkanLebensinter- ess en und sind entschlossen, dieseunter allen Umständen zu wahren. (Lebhafter Beifall.) Im englischen Unterhaufe beantwortete Grey die Anfrage, ob bei der türkischen Regierung wegen des. Z grückh altens griechischer Schiffe, mit Getreide nach den Häfen de) . tcAmecres, des Kontinents und nach England bestimmt, Vorstellungen erhoben morden seien. T-er Minister crtl.ir.e, der britifche Botschafter in Konstantinopel sei angewiesen worden, der Türkei auseinanderzusetzen, das; nach, der Auffassung Englands ein Zurückhalten dieser Sclnsfe durch, das Völkerrecht nicht gerechtfertigt sei und daß, soweit die Interessen englisck-er Untertanen berührt werden, England strikte sich alle Rechte Vorbehalte. Deutsches Reich. Der Bundesrat bat den zuständigen Ausschüssen überwiesen: den Entwurf eines Gesetzes über das Versahren gegen Zugendliche: eine Vorlage bftr. die Eingliederung der durch die Paragraphen 537 und 91/ Abs. 1 der Versicherungsordnung der Unfallversicherung neu unterstellten Gewerbczweigc und Tätigkeiten in einer gcnossenschaft- lichen Organisation: die Vorlage betr. Aenderung einiger Bestimmungen der Eisenbahn-Betriebsordnung: den Entwurf einer Prüfungsordnung für Tierärzte: den Entwurf der Bekanntmachung betr. das Verfahren vor dem Kaiserlichen Aufsichtsamt für Privat- Versicherung im Falle des 8 369 Abs. 1, Satz 2 des Vcrsicherungs- gcsetzes für Angestellte: die Vorlage betr. die Errichtung eines Rentenausschusses für die Angcstelltenversicherung: die Vorlage betr. die Inkraftsetzung der Vorschriften des Bersicherungsgefetzes für Angestellte: den Entwurf betr. die Bekanntmachung der Ueber- gangsbestimmungen der Reichsversichcrungsordnung: die Vorlage betr. die Aenderung des Militärtarifs für Eisenbahnen: die Vorlage betr. die Errichtung eines Schiedsgerichts der Angestellten- Versicherung; dem Entwurf der Bestimmungen über die Konkurs- statiftik: den Entwurf der Bekanntmachung betr. die Feststellung dcS Börsenpreises von Wertpapieren. Ter Bundesrat hat den Anträgen der Ausschüsse betr die Festsetzung des Durchschnittsbrandes, die Regelung der Vergällungspflicht, ferner betr. die Aenderung der Branntwcinsteuer-Besrciungsordnung, betr. die Aenderungen der Ergänzungen der Branntweinsteuer-Ausführungs-' bestimmungen sowie betr. die Aenderungen der Essigsäure-Ordnung, der Vorlage betr. die Aenderung der Vorschriften über die Bezeichnung der Margarine-.Handelspackungen zugeslimmt und hat dem Männerturnvcrein Lüderitzbucht die Rechtsfähigkeit verliehen. * Die Neuwahlen zum württembergischen Landtag sind auf Mittwoch, den 13. November, festgesetzt worden. Ausland. Ein Muttcrschaftsgesetz in Australien. Der australische Bundessenat nahm in dritter Lesung das Mutterschaftsgesetz an, das eine Prämie bis zu einem Maximum von 100 Mark für jedes Kind vorsieht, 5as in Australien von weißen Eltern geboren wird. Die Auszahlung der Prämie wird vom nächsten Samstag ab beginnen. In Tanger wurde am 10. Oktober ein dort eingetrof- fencs Schreiben deS Sultans Mulatz Jussus in der großen Moschee feierlich verlesen. Ter Sultan gibt darin bekannt, daß er im ganzen Süden des Landes zum Herrscher anßgcrufen worden sei. E l Hi da wurde, nachdem er versuchte, das Land durch verbrecherische Umtriebe zu beunruhigen, b c i Marakcsch aufs Haupt geschlagen. Ter Sultan rühmt die Treue der großen Kaids, die zu dem Zwecke, die letzten Kontingente der Rebellen zu vernichten, eine neue Abteilung ausrüsten. Er verzecht allen früheren Parteigängern El Hibas, die sich unterwarfen. Bei der Verlesung des Schreibens wurden 21 Kanonenschüsse gelöst. Arbeiterbewegung. Waldenburg, 10. Okt. Tie niederschlesischen Kohlenverwaltungen haben die Bergarbertcrlöhnc um 10 Pfennig für die Schicht erhöht, was eine Erhöhung des Einkommens der Bergarbeiterschafl um •/< Millionen Mark bedeutet. Aus Stadt und Land. Gießen, 11. Oktober 1912. Ans der Sitzung der Stadtverordneten. Es lag wohl an der geringeren Wichtigkeit der Tagesordnung der gestrigen Sitzung unserer Stadtverordneten- Versammlung, daß die Stadtväter erst sehr spät sich in beschlußfähiger Anzahl zusammenfanden. Trotzdem gestaltete sich die Sitzung recht interessant, da vor und nach der Erledigung der zur Beratung stehenden Gegenstände einige wichtige Gegenstände zur Sprache kamen. In erster Linie ist eine Zuschrift des Evang. Kirckienvorstandes zu erwähnen, die die fenietc Mitwirkung der beiden ersten evangelischen Geistlichen an der Armenverwaltung behandelt, soweit sic auf stiftungsmäßigen Rechten beruht. Das Schreiben ging an den Rechtsausschuß, aber es ist wohl anzunehmen, daß die Angelegenheit nicht lediglich vom starren Rechtsstandpunkt geregelt wird, sondern im Interesse der Armenpflege und die seitherige bewährte Mitarbeit der Geistlichen — auch Dekan Beyer gehört dazu — erhalten bleibt. Die Anfrage des Stadtv. Krumm über die Abhaltung der Biehmärkte wird sicher von zahlreichen Ge- schäfrsleuteu mit Interesse begrüßt werden. Hoffentlich gelingt es, daß die Gießener Biehmärkte, deren erster wieder am 28. Oktober stattfinden wird, sich uneder zu ihrer alten Bedeutung emporschnnngen können. Auch die Aussprache über die Geschäftsordnung entbehrte nicht eines gewissen Interesses. Auch die Bürgerschaft ist daran beteiligt, das; es ihren gewählten Vertretern möglich sein muß, sich durch Anfragen über einzelne Sachen zu unterrichten, auch wenn sie gerade nicht auf der Tagesordnung stehen. Und cs wird die Aufgabe aller Beteiligten fein, daß nicht durch Viel- reberei und Stellung überflüssiger Anfragen die Erledigung der Geschäfte notleidet. ** TagcSkalcndcr C t a d t t h c a t er: Freitag abend 8 Uhr: »Matthias Dollinger.' 51 n l n a c m u 111 am Samstag, 12. Oktober, nach- mittags 5 llbr, in bet Süd Anlage (mir bei guter Witterung». Spielplan: 1. Tie schönsten Augen! Marsch von C. RrauBe • 2. ,Fett-Ouvertüre' von 2t. Lortzmg; 3. Ballade aus der Oper .Ter fhcqcnbe Holländer' von R. Wagner: 4. Hallali! Jägerlieder- 'Uotpourri von W. Loder. , ** Landes mn scum. Ter Großbcrzog hat den Museums -A,,i,tonten Tt. Llug. Feigel in Darm,ladt zum Kustos an dem Landesmuseum zu Darmstadt ernannt. •• Steuerpersoualien. Tund Entschließung deS Mi nutenumS der Finanzen wurde die (Ernennung des Steuerauffebers Sloni 11 c r zu Gießen zum Pfandmeister für den Beitreibung/. । '«V * 9u,Jn.n Rachsuchen zurückgcni'mmen Ter Steuerer den yVitrrih l? 1LC,-JAwurde zum Pfandmeister Nlr den ^s«.UrcU)uugsbezirk irurtb cniaimi. -ts -., g *. L» u f b es chl a g e bestanden Hugo Dol l ans Langd, Chutau Stier au-s Walmdach oihnft n t u ™ t au^BodeMtausem Kail Tt ock^au'/Ä- fei hau® ®nal ** Flugfesl in Gießen Zur Durchführung des am 27. Oktober auf dem Trieb stattfindonden Flugfctcs, an denen Durchführung sich eine ganze Reihe von Vereinen beteiligt, hatten sich gestern abend auf Einladung des Luftfahrervereins Gießen eine Anzahl Herren zusammengefunden, um die einzelnen Ausschüsse zu bilden und die Arbeitsteilung vorzunehmen. Zu der Veranstaltung sind die bekannten Flieger von StocvhaiiuS und Fräulein Mo bring gewonnen worden, die unter dem Protektorat des hessischen Verbandes für Flugwesen in Mainz eine Fliegerschule errichtet haben. Sic werden am Nachmittag des 2<. Oktober über dem Trieb eine Atizahl von Flügen unternehmen, darunter einen Höhenflug und einen Gleit- und Kurven- slug. Ferner wird ein Wettbewerb im Bombenwerfen veranstaltet, der rein militärischen Charakter trägt und ein hochinterenantes Ereignis werden dürfte. Außerdem wird das Luftschiff V i k- t o r i a Luise von Frankfurt hierherkommen und voraussichtlich um 2 Uhr landen. Nach etwa einitünbigem Ausenthalt wird cs Dann die Rückfahrt antreten. Zu dieser Fahrt haben sich schon fme ganze Anzahl von Damen und Herren gemeldet, und da der Fahrpreis etwa die Hälfte des sonst üblichen beträgt, dürste mit einer starken Inanspruchnahme gerechnet werden. An der Fahrt können sich auch Nicytmitglieder des Lust- sahrcrvercins beteiligen. Sie genießen zwar nicht die gleiche Ermäßigung wie die Mitglieder, haben aber doch eine recht erhebliche Ersparnis gegenüber den gewöhnlichen Zeppelinfahrten. •• Sladtthealer. Da fortwährend un 2bcaterburcau Anfragen wegen der ersten Sch liier Vorstellung ein» laufen, sei nochmals darauf hingewieseu, daß diese Vor- fletlung Nathan der Weise' mit Herrn Klieivcr in der Titelrolle) am SamStag, 19. Oktober, nachmittags, bei Volks- preisen stattfindet. ** Bczirkstierschauen. Für die ausgefallene Klauenviehausstellung auf der Kreisschau Gießen sollten als Ersatz drei Bezirkstiers Hauen in diesem Herbst abgehalten werden. Der Vorstand des Landw. Kammer- Ausschusses sah sich aber veranlaßt, wegen der noch immer herrschenden Seuchengefahr und der vorgeschrittenen Jahreszeit die Schauen auf nächstes Frühjahr zu verlegen, welches auch für die Interessenten insofern von Bedcuttnig ist, als daß die Tiere im Frühjahr sich in besserer Verfassung befinden und die Landwirte meyr Zeit zum Ausstellen haben wie eben. ** Zu der Kaninchen-Ausstellung des Kaninchenzucht- und Pflegevereins am Sonntag sind weit über 100 Tiere angemeldet worden. Auch haben einige Farmen aus Kaninchenfellen hergestellte Pelzwnren angrmeldet. Letztere werden bei den die Ausstellung besuchenden Frauen sicher Interesse erwecken. Zu dem Vortrage des Preisrichters sind die städtischen und staatlichen Behörden eingeladen. 0 Dic KonkurseinHessen. Im Großherzogtum Hessen wurden im Jahre 1911 215 Konkurse eröffnet gegen 256 im Jahre 1910. Es fielen 6 085 499 Mark nicht vorbcrechtigtc Forderungen (680 313 Mark im Jahre 1910) aus. Die erste Stelle bei den Konkursen nimmt der Waren- und Produktenhandel ein. ** Der städtische Seefischmarkt erfreute sich gestern wieder eines starken Zuspruchs von Hausfrauen aus allen Kreisen. Der Vorrat bestand aus Seelachs, Seehecht, Schellfischen und Kabliau und zwar in guter Qualität und blutfrischer Ware. Man hatte, um die Käufer chneller abfertigen zu können, zwei Verkaufsstellen eingerichtet und dabei die Sorten getrennt, was sich als recht iraktisch erwies. Bei der lebhaften Nachfrage wurde der Vorrat von etwa 16 Zentner Fischen sehr balo geräumt. — Hausfrauen im Süden der Stadt bedauern, d«ß der .städtische Seesifchmarkt für sie zu entfernt liegt und hätten den Wunsch, daß man den Versuch macht, in der Mitte des Südviertels ebenfalls einen wöchentlichen Fischmarkt einzu- richten. Als geeignete Stelle dafür wäre der Platz vor der alten Klinik in Betracht zu ziehen. Landkreis Gießen. △ Lich, 10. Okt. Wegen der finanziellen Verhältnisse der Butzbach-Lich-Grünberger Bahn fand gestern hier eine Zusammenkunft der Bürgermeister aus den Gemeinden, die an der Bahnlinie liegen und Stationen haben, statt. Die Bahn weist alljährlich einen hohen Fehlbetrag auf, zu dem die Ok- meinden mehr als seither herangezogen werden sollen. Die Bürgermeister gaben ihre Ansichten zu der Frage kund, die der Bahngesellschaft vorgelegt werden nriro. Alsdann wird eine neue Bürgermeisterversammlung stattfinden. Kreis Alsfeld. s. Ilsdorf, 9. Okt. Wie stark das Angebot in Dreschmaschinen zurzeit ist, erhellt die Tatsache, daß in unserem kleinen Dorf drei Dampfdreschmaschinen zur gleichen Zeit brummten. Dasselbe war der Fall in der Nachbavgemeinde Lardenbach. In Ruppertenrod drusck)en in dieser Woche vier Dreschmaschinen gleichzeitig. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 10. Okt. Stadtverordnetensitzung. Anweiend: der Bürgermeister, die Beigeordneten unb sämtliche Stadtverordneten bis auf Langsdorf. Neben verschiedenen klci- ncren Baugesuchen wurden K. Wingcseld, O. Pctrie unb W Bock bic Pläne für Neubauten genehmigt. — Tic Ei senba hn- betricbainftieftion beabsichtigt auf dem von ihr erworbenen Gclänbc an der Görbclheimer Hohl 36 Wohnungen für Beamte zu erbauen und ersucht um Festlegung der Bau- flumtlinie. ES wird beschlossen, die Fluchtlinien an dem ganzen Gelandekompler südlich der Görbclheimer Hohl sestzulegen, damit auch anderen Gelegenheit zur Erbauung von Kleinwohnungen gegeben ist. — Tie Straße entlang der Fauerbachcr Grenze, die direkt aur den neuen Bahnhof führt, wird gegen den Wider- iprud) des Stadtv. Busold mit dem Namen „Wilhelmstraße" benannt. — Vom Tenkmalrat ist ein Antrag gestellt worden, daß die ganze Kaiser st raße unter Denkmalschutz gestellt merben soll. Es müßte also bei allen Neubauten unb baulichen Veränderungen erst die Genehmigung des Denkmalpflegers ein- gcholt werden T»e Versammlung ist einstimmig der Ansicht day man wohl jicnfmalbflege treiben soll, aber nicht in be- Wene. wie dies seither geschehen ist, die die Schädigung einzelner Hausbesitzer zur Folge hatte und Verzögerungen bei Genehmigung ber J8auplone unb Gelbverlupe zur Folge hatte. Ter Antrag wird daher mit lautem Protest einstimmig abgelehnt — 3u bem Vertrag zwischen Bad-Nauheim unb Friedberg weaen gemeinsamer A b s ü h r u n g d c r A b w ä s s e r ist von BadMau- beim der Vorschlag gemacht worden, die Kanalröhren anstatt aus Zement von Guß zu nehmen, um bas Eindringen von Grund- waiscr m das Kanalnctz zu verhüten. Tic Mehrkosten für die Gciamtanlagc würben dadurch 70000 Mk. betrogen und auf den Anteil der Stadt hiervon etwa 20—25 000 Mk. entfallen Nach bem der Bürgermeister den Vorteil der Gußrohren erläutert hm und um endlich zum Abicklutz der schon lange schwebenden An- gclegcnbcü zu kommen, wird zugestimmt und beschlossen daß icde Stadt den von ihr angenommenen Techniker für sich zu bcsablm 6al unb tue Snfl, ,n d-c das Zrenninitcm butÄta «n mu6. »on brn au, uiet Jahr- Dcrtängeri. Tcm jeHnetcgten iBntraa wirb tm r.amen jugeflimmt. Zur StusE d" Kanalanlag- soll an gmgncter Saufüf,rn angenommen"nb Die Stelle auSgeichrieben werden. — Don einem Unternphrn»r auS Fulda t|t der Vorschlag gemacht worden, hier eine Normal- iwim b",,c U6r dradtloser T-leg°Äe täglich nach der Nornialzeit zu regulieren Tic Q'nften Mk betragen. Ta aber nicht kfeellt ift waä die Nebenkosten der Empfangsstation ausmachcn, wird der Antrag vorerst abgelehnt. — Tie Ncchnun- De. Schiller- s ch u l e für 1911 wird genehmigt, ebenso ber V r. ?. \blag für 1913. Ter Zuschuß beträgt statt seither 5000 M! Cat-j iVit. Tie Mehr- ko üen sind durch Annabine eines sowie Erhöhung des WobnungsgeldcS der Lehrer und Lehrerinnen entstanden. — Tie Visitation der StaDikassc Iv.t zu erheblichen Bemerkungen keinen Anlaß gegeben. — Ein Antrag auf Einführung einer Filial- und Warenhaus st euer wird von Stadtv. Bufold bekämpft. Stadtv. Tamm verteidigt Den Antrag, der nur eine steuerlich Gleichstellung mit anderen Gewerben bedeute, die seither nicht vorhanden ist. 2er Antrag wird bem Finanzausschuß Überwiesen. — Es wird beschlossen, die BiSrnarckstraße an ihrem südlichen Teil tiefer zu legen und das Gefälle der Wilhelmstraße nach der neuen Bahn cb;ufchwächeii. Bis zur nächsten Sitzung fall der Bürgermeister Projekte und Kostenberechnungen vorlegcn. — Einem Antrag der Zigarrenhändler um Einführung des Achtuhrladenschttii'ses wird zu- geftimmt; es sollen Abstimmungslisten aufgelegt werben. — Nach Art. 130 der Städteordnuug fallen die feit beugen Kommissionen in Ausschüsse umgewandelt werden und in ihrer nächsten Sitzung Obmänner wählen. Kreis Wetzlar. X Kro sdarf, 10. Okt. Zn den baupolizeilichen Besprechungen, die durch Krcishochbauuieister Eichboff- Wctzlar in vielen KreiSgcmcinden abgebalten wurden, hatten sich auch hier viele Handwerker und Techniker der näheren Umgebung eingefunden. An Hand der neuen Baupolizeiordnung wurden die vorschriftsmäßige Anfertigung von Baugesuchsunterlagen, die wichtigsten Aenderungen der neuen Verordnung, die praktische Ausgestaltung der Neubauten und die auS der Versammlung gestellten Fragen eingehend besprochen. Hcsfcn-Nafsau. • Biedenkopf, 10. Okt. In Eckelshausen brannte gestern nachmittag daS gesamte Anwesen deS Einwohners Ludwig Fischbach nieder. — In Röspe im Siegerland verübten beim Bahnbau Birkelbach—Altenhunden beschäftigte Arbeiter in einer Kantine solche Ausschreitungen, daß der Wirt zuni Revolver griff. Ein Arbeiter wurde durch mehrere Schüsse verletzt und mußte nach Marburg in die Klinik gebracht werden. Provinzial-rlusschuß der Provinz ObcrheFe«. Gießen, 9. Okt. Anwesend: Ter Vorsitzende Geh.-Rat Tr. Usinger und 6 Mitglieder. Beginn 9 Uhr, (£nbe l1 \ Uljr. 1. Beschwerde wegen Geruchsbelästigung beim Gewerbebetrieb des Moses Keßler zu Gießen. Schon seit Jahren führen die Nachbarn des M. Keßler über den Geruch Beschwerde, der von dessen Miststätte, besonders beim Verladen des Schweinemistes, ausströmt. Tas Polizeünnt Gießen, sah sich deshalb schließlich genötigt, gegen Keßler einen Polizeibefehl zu erlassen, in dem ihm aufgegeben wurde, das Laden und Abfahren des Mistes in den Monaten Mai bis September vor 6 Uhr morgens und in den Monaten Oktober bis 2loril vor 7Vs Uhr morgens zu bewerkstelligen. Gegen diesen Polizeibefel^i erhob Keßler Klage und beantragte dessen Aufhebung, weil cs ihm unmöglich sei, in den vorgeschriebenen Stunden das Ausleeren des Mistes vorzunehmen. Außerdem sei die Geruchbelästigung nickst stärker, wie bei jedem landwirtschaftlichen Betrieb. Auf Grund der umfangreichen Zeugenvernehmung und nach 9ln» hörung dcs Sachverständigen Mebizinalrat Dr. Haberkom kam der Provinzialausschuß zu der Ansicht, daß frier eine über bas Maß des Getvöfrnlichen hinausaefrenbe Belästigung der Anwohnei-, sowie unter Umständen der Gesundheitsgefälrrbung Dtxrliegc und bestätigte demgemäß den erlassenen Polizeibefefrl. 2. Klage deS Ortsarmenverbandes Wetzlar gegen den Landarmenverband Gießen wegen Unterstützung des H. O. zu Wetzlar. Tie Sachlage erscheint noch nicht frinreichend geklärt. Es wurde deshalb beschlossen, vorerst weiteren Beweis zu erheben. 3. Klage des Ortsarmenverbandes Wallen- rodgegendenOrtsarmenverband Brauer schwend wegen Unterstützung der Familie R. Die Familie R., die in Wallenrod wohnte, geriet mit der Hausbesitzerin in Streit, wcsl-alb ihr diese kündigte. Der Bürgermeister tonnte eine andere Wohnung nicht beschaffen. Er fragte aber dafür, daß der Hausrat der Familie R. rmch Hergersdorf, wo sie vom 1. des darauffolgenden Vierteljahres ab gemietet hatte, verbrackst wurde. Hierdurch entstanden 10 Mark Fufrrkostcn, deren Ersatz Wallenrod von Brauerschwend, wo R. den Unterstützungswofrusitz bat, begehrt. Brau er schwend weigerte sich zu zahlen und ivanbte ein, daß gar keine Hilfsbedürstigkeit Vorgelegen habe. Wenn WalUmrofrE noch ein paar Tage gewartet hätte, würde R. in der Lage gewesen sein, aus seiner Invalidenrente die Kosten selbst zu bestreiten. Ter Provinzialausschuß verurteilte den Oitsannenver band Brauerschwend, an den klägerisckcn Ortsarmenverbanb Wal lcnrob die Hälfte der erwachsenen Kosten in Höhe von 5,20 Mark Zu zahlen. Im übrigen wird die Klage abgewiesen. Die Kosten des Verfahrens sind von den Streitteilen je zur Hälfte zu tragen. 4. Gesuch des Gg. Fr. Seipp zu Dorf Gill um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. Ter Gemeinderat hatte zuerst die Bedürsnisftage verneint, bann aber bejaht mit Rücksicht darauf, daß in Dorf-Gill bei 420 Einwohnern nur eine Wirtschaft besteht. 5in Teil der Gemeinderatsmitglicber, svrach jedoch die Befürchtung aus, daß der Gesuchsteller seine Rechnung nicht ftnden werde. Aus diesem Grunde und wegen angeblich ungenügender Räumlichkeiten wies der jireisausschuß Gicßcn das Gesuch ab. Naclidein in der heutigen Verhandlung nacbgcroicien wurde, daß tatsächlich ein Bedürfnis nach einer weiteren Wirtschaft besteht, auch die iTuhmte länblidjen Ansprüchen genügen, entschied der ProvinzialauSsckiuß, daß bic nachgesucht« Erlaubnis zu erteilen sei. 5. Wirtschaftsbetrieb im Hause Lahnstraße 9. Wilfr. Lindenstruth war für dieses Haus um Wirtschafts- erlaubnis emaetommen. Tas Poli-eiarnt Verneinte aber da- Vra- liegcn eines Bedürfitisses und das Strei5amt nahm deshalb Anstand, die Erlaubnis zu erteilen. Es legte bic Akten dem Provinzial- ausschuß vor der ebenfalls ein Bedürfnis nicht zu erkennen mochte und den Ge;uchsteller abfcklagig heschicd. faaL 9)1 annheim, 10. Okt. TaS Schwurgericht verurteilte heute nach zweitägiger Verhandlung wegen Ermordung des Studenten der Sprach,vtsienfcha'teii Hilmar A r j e s auS Norden am 25. Mar auf Dem Katzenbuckel bei Eberbach die beiden Angeklagten Beutel und Krebs zu lebenslänglichem Zuchthaus. Leipzig, 10. Okt. Im Epionageprozeß Kagel- h a*n ’• ung der National-Flugipende durchgcführt werden kann. ft ift *9en eingehend "£ hmitt bf* ' f|.all‘" rtUni Hol’””. d-r t!1^^ $Vj£5 S:,Ä ssr "d)luüe.- :-^ntn. 4Vtrb > ,'5Vufen 6[«mk ",6,8 «""»hm nh, Si"'eTl!"'t> “HWdt Rettungen, b»ß Jü« routbe buch '$ ®«tburg i„ nzOberhrsieii. '“Jen. 9. 06. •r. Ujmger iuld b M. 'elästigungbeim rler zu Gießen. M. Keßler über den 'bgonders beim Per- >s Polizeiamt Gießen KeAtt einen Polizei- vurde, das Laden und n bis September vor tobet bis April vor m diesen PolizMedl i Aushebung, >»eil es m Stunden das Aus« >em sei die Geruchbe« virtschafllich-n betrieb, ichmung und nach An- t Dr. Haberkorn Iain 16 hier eine über da? IHgung her Anwohner, äJrrbung Dtaliegt und eibejetf. banbes Wetzsar Gießen toegerr r. Die Sachlage er- wurde deshalb bt» t. landes Wallen- ) Brauerschwcnd : R. M Familie R., msdesitzerin in Streit, ster konnte eine andere rasür, daß der Hausrat : vom 1. des daraus- verbracbk wurde. Viereren Äsav Wallenrod Mgswohni'ih hat, be- n und wandte an, daß je Wenn Wallenrod R. in der Lage ge- Kosten selbst zu be- x den OrtsamE- -lsarmenverband Sah höhe von ö.20 Mark «gewiesen. Die Kosten zur halste zu ttagcn. Ä* g istwirtschast. Da je verneint, damab^ ll bei 420 Emmhnnn AmeinkratsmUglAr der Gesuchlteller stwe m Grunde und wegen „es der Meisausschuß Wt Münnis nach ZrS Mh-lb -nÄi»^ Ä-B__ • «* J’U»* llangl'^eb Kogel “9eptS^‘ d° t Ddm ^2,en LerralS vegen versuS e ^ucht^.' .jaufficht ve^ Anrechnung rviirben 111 't* i ii de>' flinflen i|ir ;•? ie 5aninl schließen/l.' -eiten njab'-enb lniehr noch- j^och * sfl* Lb» Mannheim, 10. Ctt Ter Flieger b e Waal, der gestern nachmittag 6 Uhr in Mainz zum £luge nad) Tlonitheim aulgett'eqen war und in Worms wegen elntrelenber Tunfelbcit eine Notlandung vornehmen mußte, ist beute früh wieder auigestiegen, um den Rest der Strecke nach Mannheim -nrnckzulegen. Er landete kurz vor 8 Uhr glatt auf dein hiesigen tHenupInn. de Waal wird an den am Sonntag hier stattsiudendcn Schanstügen teilnehmen. Berlin, 11. Okt. Tor Brand des Militärluftschi fies „M. 3" in dor Luftschisshalle zu Tegel hat auch eine Beschädigung der beiden in der Halle befindlichen abge- rüsteten Luftschiffe „M. 1" und „M. 2" zur Folge gehabt. Kleine GagestbroniL In Schönebeck iElbe) ist die Familie des Arbeiters Kan- del an Vcrgistungserscheinungen erkrankt. Tie Frau und der zwölfjährige ^ohn sind gestorben. Man vermutet, daß die Vergiftung durch den Genuß von Hackfleisch verursacht wurde. Am Mittwoch abend kurz nach 6 Uhr entgleiste bei dem Tunnel am Englischen Garten, vermutlich infolge falscher Wcichcn- itellung ein Perionenzug auf der Strecke Stuttgart — Kann- sta t t. Tie Maschine bohrte sich in den Bahnkörper ein, einige Wagen wurden ineincmdcrgcschoben. Zwei Fahrgäste trugen leichte jl nicvcrlctzungen davon. Weitere Personen nahmen keinen Schaden. Auf dem der Deutschen Reedern G. m. b. H. gehörenden Dampfer ,Lotte Menzell", der auf der Fahrt von den Azoren nach Kopenhagen begriffen ist, meuterten drei Offiziere und 16 Mann. Portugiesische Soldaten verhafteten die Meuterer und brachten sie in das Gefängnis nach Funchal, wo sie mit dem nächsten Dampfer nach .Hamburg geschickt werden sollen. In London geriet gestern abend das Pclroleumlaaer von Arn old t u. Sohu in Brand. Der ganze Stadtteil war von Rauch erfüllt. Das brennende Petroleum rann in den Kanal und verwandelte die Wasserfläche in ein Flammenmeer. Ein Zyklon beschädigte im Weißen Meer viele Segelschiffe. Im Omega-Golf treiben von der Besatzung verlassene Grade. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Ter medizinische N o b c l v r e i 6 für das Jahr 1912 wurde Tr. AleriS karre am Nockricller-Inslitut in New 9)or; ’.ür Arbeiten über die Gefäßnaht und Ueberpslanzmig von Organc„ verliehen. Ter Preis beziffert sich auf etwa 195 COO Francs. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen. Der Einsender des Artikels in der vorgestrigen Nummer der Zeitung hat vollkommen Recht, wenn er die Zu stände in der Frankfurter Straße als unhaltbar bezeichnet. Aus dem bisherigen Schweigen der dortigen Bewohner darf nicht gefolgert werden, daß wir mit allem zufrieden sind, was uns die Stadtverwaltung bietet. Kein Stadtteil wird auch so stiesmütterlich behandelt, wie gerade der südliche. Es wird aber nichts nützen, dort die Entwickelung künstlich zurückzuhalten, denn diesem Stadtteil gehört nun einmal die Zukunft. Die Vernachlässigung ist augenscheinlich, denn in den anderen Stadtteilen ist alles bis an die äußersten Grenzen mit Kleinpflaster belegt und saubere Bankette zieren die Straßenseiten. Bevor man an kostspielige Anlagen, wie Ueberlandzentralen, über deren Rentabilität man sehr verschiedener Ansicht ist, herangeht, soll man dock erst innerhalb der Grenzen Gießens alles aufbictcn, dem stcuerzablen- den Bürger den Aufenthalt so angenehm als möglich zu machen. Dazu gehört auch, daß für ordentlichen Straßenbelag gesorgt wird, wenigstens in den Hauptstraßen und zu diesen zählt unbedingt die Frankfurter Straße. Man wird doch den Staub nicht mit Wasser bannen, wie es der Einsender des Artikels anregte, sondern es ist ein Straßenbelag nötig, der den Staub in dem Maße nicht auskommen läßt. Man kümmert sich um die Frankfurter Straße tatsächlich nicht. Noch heute trennt in der oberen Frankfurter Straße ein Wassergraben die Straße in einem bald fertigen Neubau Es werden keine Anstalten gemacht, ihn zu beseitigen: oder muß zur Entwässerung dieses Grabens erst die Kanalisation weitergeführt werden? Darum zögert man denn damit! Sind etwa Fehler gemacht worden, die den Weiterausbau des Kanals verhindern?! Es ist Tatsache, daß die Herren vom Automobil die obere Frankfurter Straße mit ungeminderter Geschwindigkeit befahren. Man kann dies den Automobilisten von auswärts allerdings nicht so sehr verübeln, können sie doch nicht ahnen, daß diese unwirtliche Gegend, schon das Stadtgebiet ist. Für sie fängt die Stadt erst am Eisenbahnübergang an. Man ruft nicht gerne nach einem Schutzmann, aber in diesem Falle wäre es doch wünschenswert, wenn sich hie und da einmal ein Uniformierter blicken ließe, damit den Herren Automobilisten vor Augen geführt würde, daß sie sich schon innerhalb der Stadtgrenzen befinden. Bei dieser Gelegenheit wird der Schutzmann vielleicht auch wahrnehmen, daß große Haufen Bauschutt, Sand und Badsteine eines Neubaues in der Nähe der Lenzschen Schreinerei, die dort schon monatelang auf dem Bankett lagern, jeden Verkehr auf dieser Seite verhindern. Wir meinen, der Polizei fiele doch in allererster Linie die Aufgabe zu, dafür zu sorgen, daß sich der Verkehr glatt und ohne Gefahr für das Publikum abwickelt. Muß man bei uns wirklich erst den Weg in die Öffentlichkeit nehmen, bis Mängel beseitigt werden! Märkte. fc. Wiesbaden, 10. Okt. Heu- lind Strohrnarkr. Angefahren waren 10 Wagen mit Heu und Ctroli. Dian notierte: den 7/>O—8.00 Mk, Stroh (Nichtstroh) n.60—0.00 Pik. — Frucht m a r f t. Haier (neuer) 19,60—23,00 Mk. Alles für 100 Kilo. |] Marburg, 10. Okt Nachdem der Kreis 9)larburg wieder fend)cnfrei ift, konnte heute der bereits ausgesetzte S ch w c i n c» m a r f t ftattfinben. Der reiche Ausfall der Sxartoffclcriite blieb nicht ohne Einfluß auf die Preisbildung, wie auch auf den Handel, der sich äußerst rege gestaltete Tie Preise gingen während des Marktes merklich in die Höhe. Es kosteten 6—8 Wochen alte Ferkel 30—38 Mk., größere 45—6u Mk., kleine Läufer 70—100 Alk. und Einlegschiveme 160—210 Alk. daS Paar, je nach Größe und Qualität. Tie Zufuhr belief sich auf 730 Stück. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen für Samstag, den 12. Okt. 1912: Zunächst noch heiler und trocken, tags mild, fväter etwas Trübung. ■? h——— —-—_—— :—-----------i1-——■■ 1 '■ . Letzte 27«cdrichten. Keine montenegrinischen Erfolge. Konstantinopel, 11. Okt. Ter Kriegsminister macht bekannt, daß die Montenegriner in den Kämpfen gegen das türkische Freiwilligenkorps bei Berane b i s jetzt keine Erfolge davongetragen hätten. Die Verantwortung »igtanot. Pari-, 11. Okt. Der „Marin" schreibt, daß England einen großen Teil der Verantwortung trage, wenn eS zu einem Balkankrieg komme. In Sofia und Belgrad werde man nicht losschlagen, wenn es den Mächten gelingen werde, in Mazedonien eine der westlichen Zivilisation entsprechende Lage zu schaffen. Dem Zustandekommen einer Vereinbarung hierüber stelle Großbritannien mit Rücksicht aus seine mohammedanischen Untertanen in In dien Hindernisse entgegen. Eine Warnung beS westeuropäischen Handele. f.7: Köln, 11. Okt. sPriv.-Tel.) Ein hiesiges Großkaus- haus, das mit den Balkanstaaten gute Beziehungen bat, ahielt aus Serbien eine Warnung, dort weitere Geschälte zu machen. Serbien stchevordem AusbrucheinerRevolution, einerlei, ob cs zum Krieg oder nicht komme. 2lud) in Bulgarien machten sich Anzeichen stärkerer Erregung geltend. Die bulgarische Krieg-begeikerung. :/: Sofia, 11. Okt. (Priv.-Tel.). Die letzten Trup- penabteilungen sind nach Süden abgcgangen. Die Zahl der Freiwilligen aus Mazedonien loächst immer noch an und die Begeisterung läßt noch keineswegs nach. • Ein Vorfall an der dentsck.franrö'fischen Grenze. Paris, 11. Okt. Nach Blättermeldungen ist an der Grenzstation Toucourt rin Wagen angehalren worden, in dem rin M a j or des in Metz liegenden 145. Infanterieregiments in Uniform mit Frau und Toaster saß. Ter Major erklärte, daß er die Schlachtfelder besichtigt habe und der Kutscher irrtümlich aus französisches Gebiet geraten sei. Ta sich diese Angaben als richtig herausstellten, wurde dem Major die Rückkehr nach Metz gestattet. * rm. Darmstadt, 11. Okt. (Priv.-Tel.). Der Geh. Staatsrat Krug von Nidda, der auch BundcsratÄbcvoll- mächtigter ist, nrirb am 1. November d. I. in den Ruhestand treten. D;/n acz. Frau Baurat Brünning. Grudeherdes empfeblen. Marburg, den 11. Juli 1912. WcSbalb bürgert sich der Hannovers Grudeherd überall ein? Tic Antwort ist ganz cinsach, weil in jcdcm Haushalt jeden Standes kein anderer Herd der Welt, die Vorteile bietet, die An- schanungskostcn nicht groß, die Jnbetriebbaltung einfach und fuottbiüig ist! Alles dies ancrtvnm man wie folgt: Ick bestätige Ihnen hierdurch gern, das; der von Ihnen gelieferte Hannovera Grudeherd „Freya" I meinen Erwartungen nach icdcr Richtung emsvricht. Er eignet sich z. .Nochen Braten wie zum Backen vor.zügl. Eü ist genügend Cbcrbine vorhanden, der Tauivs- und Dunstabzug bewährt fick üolttommcn. Die Küche wird durch den nur mittelgroßen Grudeherd genügend erwärmt, io daß in jedem Falle eine wesentliche Bernngerimg der Heickoitcn ein« tritt. Trotzdem der Ofeu Tag und Nacht ohne Unterbrechung brennt, waö auch wieder Zeit und Arbeit erspart ist der 28i4i Lndwiqftraße 57 v. Mietgesuclie^ Student sucht tu gutem Haufe behaglich (sslu,i0 mädlikittsZimmtr. Offenen mit VreiS unter F. I I». 8130 au Rudolf Moffc, Frankfurt a. M. Besseres junges Mädchen sucht möbliertet Zimmer mit voller Bension. Schi ii tl 2lngcbote unter U820 an den (8icf;cncr Anzeiger erbeten. Äauimann sucht a. 15. Oki. aut möUlicrlcc Zimmer, 91 ade SelterSweg. Schri'tl. Angebote mit Preis mit. 6821 au den (»icficncr Aiizeig. erb. Zum Bau von Orlönetzen noch einige selbstänb. leitende Iskftroiiißntciirc bei hohem Lohn für dauernd gesucht. Jakob Äohl. 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Einfuhrbeschränkung^ ibrund mit in den pi Staaten. Wird dieje stichhaltig angesehen die entsachle geimlien tatton in Kort unb. Die mtliche des Bundes scharf Ter Bund der! Lon'land eine Erklä sich weit von ei Kegie rungsakti Erklärung, die ilrsai Organisation dn Pe brauchern des Fleische Tobei wird verschwieg Lieh- und Dsschimk Herden, die eine befj reden. Die Grflnr. effeiungfboric »itte selbst auf Xijtn wird bet Regier d