" ii Mts F°iser > Die heutige Nummer umsatzt 22 Seiten ——-_______♦ wähl siegte dann Traeger mit 15629 Stimmen über Hug, der 13 92.'> Stimmen erhielt. Ta-3 vorliegende Stichwahlergebnis zeigt gegenüber der Stichwahl vom Januar einen Rückgang der sozialdemokra tischen Stimmen um etwa 400. Bei der letzten .\-mupl- wahl hatten die fortschrittlichen Crgatie zugestehen müssen, daß Tr Wiemer an die Popularität t>cd alten Träger nicht heranrcicheu konnte. Tie Entscheidung am 9. Mai ist von der Bevölkerung daher nach rein politisckx'n Gesichts Punkten getroffen worden. Tie fortschrittlichen Reserven haben sich wieder gesammelt, und die Rativnalliberalen scheinen trotz beb lokalen Zerwürfnisses der beiden liberalen Parteien der Aufforderung ihrer Zentralleitung gemäß ziemlich einstimmig für Tr. Wiemer eingetreten zu sein. Vielleicht haben auch biindlerischc Wähler den Sieg des bürgerlichen Kandidaten vervollständigen Helsen. Tn parlamentarischen Lorbeeren der 110 Sozialdemokraten im Reichstag haben keine neuen Bewunderer gefnirden, und wenn die letzten Auftritte im preußischen Abgeordnetenhaus rechtzeitig vor der Stichwahl stattgefunden hätten, |o würde Herr Bebel vielleicht noch ein größeres Minus an Stimmen gebucht haben. In dem Verhalten der äußersten Rechten aber, aus bereit Reihen auf Stimmenthaltung hingewirkt worden war, hat sich ein ähnlicher Mangel an politischer Weisheit gezeigt wie bei der Geschäftsführung des Präsidenten Frhrn. v. Erffa. Richt mit fchnei- biger Traufgeherei allein gewinnt man Schlachten. Wenn man bic politischen unb gesellschaftlichen Mängel des Gegners treffen unb beleuchten will, muß man den sachlick-en Gegensatz herausarbeiten, darf man nicht in die Fehler dessen verfallen, den man bekäinpfen roilL Tann gilt cs vielmehr, die eigenen Grundsätze in ihrer vollen Reinheit zu erhalten. In der Politik ist die Selbstbeherrschung eine vornehmliche Tugend, während Haß und Rachsucht schlechte Berater sind und die ganze Atmosphäre vergiften Diese politische Reise besitzen noch nicht alle Volkskreise. Schreitet man aber aus diesen Wegen der Einsicht immer mehr voran, dann wird das Problem der Bekämpfung» des Umsturzes leichter zu lösen sein. Die Rückreise öes Hailers. Genua, 10. Mai. Tie Fahrt der „H o h e n z o l l e r n" und des „Kolberg" von Korfu nach Genua verlief schön. Messina wurde gestern früh, Neapel gestern abend passiert. Die Weiterreise nach Karlsruhe erfolgt um 5 Uhr 30 Min. mittels Sonderzug. Nachdem um 2.45 Uhr die „Hohenzollern" am Friedrich Wilhelm-Kai festgemacht hatte, begaben sich der deutsche Botschafter v. Iagow, der deutsche Generalkonsul von Genua, v. H e r f f, der Präfekt, der Oberbürgermeister und der Hafenkapitän von Genua, die Generäle Eadorna und Tommasi und die deutsche Kolonie, die am Kai das Eintreffen der „Hohenzollern" erwartet hatte, an Bord, um den Kaiser und die Fürstlichkeiten zu begrüßen. Den Prinzessinnen wurden vom Bürgermeister, dem Hasenkapitän, Frau v. Herff und den deutschen Damen prächtige Blumenkörbe überreicht. Der Kaiser empfing die Vertreter der Behörden auf dem Promenadendeck, während die Prinzessinnen mit den Damen sich in den Salon begaben. Tie italienischen Herren verließen kurz nach 3 Uhr die „Hohenzollern", während der deutsche Botschafter, der Generalkonsul und einige Mitglieder der deutschen Kolonie noch an Bord blieben. Die Karlsruher Konferenzen. Berlin,. 10. Vtai. Der Reichskanzler, dö. Staatssekretär des Aeußern und Botschafter o. Marschall sind heute abend nach »barlsruhe abgereist. Der „Berliner Lokalanzeiger" veröffentlicht unter der wiesen. Im vorliegenden Streit liegt auf seiner Seite der Mangel an Blick und Geschick, während die Schuld an beni schmählichen Vorfall in dem unqualifizierbaren, allem Anstand Holm sprechenden Benehmen des sozialdemo kratischenAbgeordnetenBorckmrdt zu suchen ist. Diesem Herrn fehlen ganz gewiß alle Attribute eines Märtyrers. Und die sozialdemokratische Partei wird, trotz der großen Ent rüstnngsmache, die sie jetzt in Szene fetzt, sich fragen nrüfsen, ob solches Abgeordnetenmaterial Werbekrast zu entwickeln imstande ist oder ob es nicht vielmehr ihr Ansehen bei allen anständigen Menschen herabmindert. Tie prompte Einberufung von sechs Agitationsversammlungen am gestri gen Freitag in der Reichshauptstadt, der sich daran anschließende Umzug mehrerer Tausend Personen, die die Marseillaise sangen, zeigen, daß die führenden Berliner Genossen sich noch etwas versprechen. Man braucht aber nicht in die höchsten Stände hinaufzugehen, um auf An- standsgefühl und Ordnungsliebe zu treffen: das öffentliche Schaufpiel, das der Abgeordnete Borchardt und seine Helfer geboten haben und das durch keine juristischen Fragen verschleiert werden kann, spricht ohne alles Hinzutun für sich selber. Namentlich ist es bezeichnend, daß Borchardt, es sich an der einen unwürdigen Szene nicht genügen ließ und, wie ein eigensinniges Kind, es auf eine Wiederholung der gewaltsamen Entfernung anlegre. Beim Falle Leinert, der den Schutzleuten zu ihrem Einschreiten gegen Borchardt keinen Raum geben wollte und daher gleichsalls mit Anwendung von Gewalt entfernt werden mußte, interessiert uns auch weniger die juristische Toltorfrage als das moralische Verhalten Leinerts. Es war nutzlose Herausforderung eines Konflikts, als er dem polizeilichen Eingreifen gegen feinen Parteigenossen hinderlich bleiben wollte. Man wirft dem Präsidenten vor, daß er Herrn Reinert nicht zum zeitweiligen Verlassen seines Platzes aufgefordert habe. Aendert dies aber etwas daran, daß Herr Leinert nicht von selbst gewußt hat, wie er sich nach der Lage der Umstände zu benehmen hatte? Ter Genosse Borchardt hätte seinen Strafantrag auch bei einfacherem Tatbestand stellen können. Es war ober eben alles auf Sensation berechnet. Stehen nun wirtlich bic am 6. Mai 1910 beschlossenen scharfen Bestimmungen der Geschäftsordnung des preußischen Abgeordnetenhauses im Widerspruch zu § 105 des Strafgesetzbuches, wonach unter Androhung von Zuchthaus- oder Festungsstrafe untersagt ist, Mitglieder einer gesetzgebenden Versammlung gewaltsam aus dem Sitzungssaale zu entfernen? Tiefe Frage mögen die Fachjuristen entscheiden. Schön und erfreulich ist der „Hausknechtsparagraph" nicht. Unb der Präsident hätte besser alles mögliche tun sollen, um von einer Anwendung tm Falle Borchardt abzuseyen. Es standen ihm noch andere Mittel zu Gebote, um das skandalöse Verhalten des Sozialdemokraten in das richtige Licht zu stellen. Wer sich aber gegen den scharfen Paragraphen der Geschäftsordnung gar so sehr ereifert, der mag daran erinnert worden, daß in der französischen Kammer solche gewaltsame Maßregeln ebenfalls geschäftsorbnungsmäßtg vorgesehen sind. Tie dort vorherrschende Temotratie hat daran keinen .Anstoß genommen. Tie Stichwahl in Varel-Ierer hat ein erfreuliches Ergebnis gehabt: Dr. Wienter ist nach der vorläufigen amtlichen Zählung mit 15 954 gegen 13 561 sozialdemokratische Stimmen gewählt worden. In der Haupiwahl am 26. April hatte Tr. Wiemer (Fortfchr. Vp.) 10 901 Stimmen erhalten, Hug (Soz.) 12557, Tr. Albrecht (Natl.) 1898 und Freiherr v. H a m m e r st e i n (Bd. d. Landw.) 998 Stimmen. Bei den allgemeinen Wahlen am 12. Januar d. I. harten erhalten Traeger (Fortschr. Vp.) 12204, Hug (Soz.) 13 014, Tr. Strube (Natl.) 4335 Stimmen. In der Stich- uOHr. Darmstädter Theatersorgen. Darmstadt, 7. Mai. Das Tarmstädter Hofthcatcr wird, wie wir vor längerer Zeit chon initgctcilt haben, mit dem Ende der jetzigen Spielzeit eine enbere Leitung erhalten. Anstelle des seitherigen Generaldirektors ferner wird der gegenwärtige Regisseur am Prager Landesrheaier Dr. Eger treten. Dem Wechsel in der Direktion sehen nicht nur das Personal, sondern auch die Bevöllerung mit Spannung und, man darf wohl sagen, mit großen Hoffnungen, entgegen. Leider genießt das Hostheater heute das Interesse nicht mehr, das ihm stützet in reichem Maße bargebracht wurde. Unter dem Groß Herzog Ludwig III. ging sein Ruf weit über die Grenzen Hessens hinaus: iafclrctdic Fremde kamen um hervorragende Vorstellungen ;n sehen, beute hört man mehr Tadel, viel Beschwerden, viel unzufriedene Kritik über Leitung, Darstellung, RäumiiaKcit und Svielplan. — Im Heim der Frauenrechtlerin. Eine klein, Anekdote wird aus dem Heim einer bekannten englischen Frauenrechtlerin erzählt. Tie Haussrau ist natürlich nicht daheim, der Herr Gemahl greift, um sich die Wartezeit zu kürzen, zur Zeitung und beginnt zu lesen. Ta tritt bet Heine vierjährige Sohu herbei, weist auf die Zeitung und fragt: „Was hört man denn Neues von Muttchen?" — Kurze Nachrichten aus Kun st und Wissenschaft. Tie 5 9. Versammlung mi11elrheinischer Aerzte iuUX dieses Jahr in Heidelberg am 2. Juni (Sonntag) in althergebrachter Weise statt. — Professor Tr. Fei dinand Fischer, Tirektor der chemisch-technologischen Samw hing an der Universität Göttingen, feiert am 13. Mai seinen 70. Geburtstag. — Ter Feuilletonist unb Dramatiker Benno Jacobson, früherer langjähriger Theaterkritiker des „Bör, Cour.", ist nach langem Leiben im Alter von 53 tagten in Berlin gestorben. politische Wochenschau. Gießen, 11. Mai. Ter vietgeschmäpte jetzige Reichskanzler hat sich am Donnerstag in der Rolle des liebenswürdigen Gastgebers gefallen Er wurde, so heißt es in dem Bericht, nicht müde, immer neue Gäste in das Gespräch zu ziehen. Eft ist fein rechtschaffener Charakter gelobt worden, aber wir wissen es nicht, ob er die feine K u n st der Lebensart in so hohem Maße besitzt wie fein Amtsvorgänger. Gerade am Politiker schätzen wir diese Gabe sehr hoch, und sie kann ihm bei seinem Geschäft eines der besten Hilfsmittel werden. Auch Bismarck besaß die aus dem innersten \ Herzen quellende Macht über di>- Menschen in hohem Matze | Bedeutende und hochgestellte Männer wirken damit auf I ihre Umwelt erhebend und, wo Angriffe und Kämpfe drohen, versöhnend, die Sitten mildernd. Man sollte auch Herrn v. Bethmann^Hollweg, den kaum noch semand für einen großen Meister der Staatskunst hält, als Menschen mit Unvoreingenommenheit und Achtung begegnen. An ihm aber schäumt die Flut der Schmähsuchl und des Hasses in der letzten Zeit mächtig empor. Tie Verwilderung der Sitten in unserem politischen Leben hat gerade vor ihm, dem „Repräsentanten des schwarzblauen Blockes", ein dorniges Gestrüpp aufgeführt. Politische „Grundsätze" erstickten die menschliche und gerechte Prüfung von Fall zu Fall, man fragte und handelte zunächst nach groben Partei zielen. Man darf sich nicht darüber wundern, daß bei den letzten Kämpfen die Waffen stumpf geworden sind, daß ein wahrer Wetteifer in plumpen, auf die Massen berechneten Parteischachzügen entstanden ist. Tie Parlamentarier und Politiker haben viel weniger Recht und Unrecht, als vielmehr Vorteile und Nachteile abgewägt. Und das, ivas gerade den Politiker als Persönlichkeit auszeichuen sollte, Lebensart und Wohlerzogenheit, wurde von der politischen | Front gänzlich zurückgezogen. Tie Folgen haben sich am Touuerstag im preußischen I Abgeordnetenhause in geradezu abschreckender Weise gc f zeigt. Tort hatte sich Konfliktstoff in hohen Haufen an- gesammelt. Ter noch immer unentschiedene Kampf um Reform des Wahlrechtes halt die Gemüter in dauernder Erhitzung und Erbitterung. Die sechs Sozialdemokraten, btc als sehr kleine Minderheit im Parlament keinen großen Einfluß üben können, werfen sich mit doppeltem Ungestüm daraus, in Temonstratiouen das Volk zu entflammen. Der bekannte Sauherdenton feierte parlamentarische Triumphe. Tie konservative Mehrheit des Abgeordnetenhauses übt den entsprechenden Gegendruck, und die Umgangsformen zwi- I scheu rechts und links wurden von Tag zu Tag schroffer. Zweifellos hat unter solchen Verhältnissen der Präsident höchst wichtige Aufgaben. Wenn er ein Manu von vornehmer Lebensart ist, wird er die Gegensätze nicht schüren, sondern zu mildern suchen. Er wird als Politiker, der die rauhen Praktiken und ihre Ziele durchschaut, mit Höflichkeit und tluger Zurückhaltung im Parlament die Heißsporne entwaffnen, und dem Volke demagogische Ver- - juche entlarven. Tas tumultuarische Verhalten der Sozialdemokraten im preußischen Abgeordnetenhaus durfte nicht mit möglichst schneidiger Geschäftshandlung und herausfordernder Strenge beantwortet werden. Jeder blamiert sich, so gut er kann, und der stillschweigende ?lppcll an x bic öffentliche Meinung, das kühle Tiskanzyalten gegenüber I parlamentarischen Ungezogenheiten hätte dem Präs identen f mehr Einfluß und Wirkensmöglichkeit verschafft als barsche I Hirechtweisungen im Kommandotone. Freiherr v. Erffa I tat sich nicht als das Muster eines klugen Präsidenten er- Gewiß ist wie immer, cm leit der Beschwerden unbegründet, sicherlich liegen die Gründe auch in den oernnberrat Zeiiverhau Nissen. Aber in Tarmstadi maß man der bisherigen Leitung viel ; schuld bei und erhofft allein schon durch den Wechsel der Direktion nne völlige Aenderung. Ganz abgesehen aber von den allgc • meinen Zeitläuften, unter denen alte Theater leiden, abgesehen ton den schon oft erwähnten Mängeln der Leitung, die hier nicht ttörtert werden sollen, kann bei unbefangener Betrachtung kein Zweifel fein, daß viel Unzufriedenheit auf Ursachen zurückgmg, fit die weder Darstellung noch Tireltion verannvortlich gemadn herben lönnen. Tenn Ersprießliches können Künstler und Regie nur leisten, wenn iie finanziell genügend Mittel haben, um nicht tut Mäßiges, sondern auch. Außergewöhnliches wagen zu können, ■-c» Geld zu diesem Zwecke vermögen beide nicht zu schaffen, ohne las opserfreudige Interesse der die Kunst Genießenden. Und hier l egt der Punkt, an dem der Wandel beginnen muß. Viel Einzelle Len an Darstellung und Svie^ian Hai die Kritik in den letzten Zähren gerügt, manchmal hat iie mit Recht auf die Teilnahms- pNigteit des Publikums hingewiesen, aber selten und sicher nicht SiTiügcnb ist mu Deutlichkeit darauf hingewiesen worden, daß h,er 'bei Hebel anzusetzen ist, wenn eine grundlegende Aenderung ein peten soll. Das Hoftheater bilanziert jährlich mit einer Summe, die "0)000 biv 700 000 Mark wohl nicht beträchtlich überiteigen otr hinter, fidi lat'icn wird Eine Vierielmlitwn etwa betragt •:n Zuschuß des .Großherzogs, außer einer Beisteuer der, Stadt luteM. , .... n Gestern ereignete sich v merlicher UnglMall. ÄN- r Uhe einer ^alkgrnbt ein imges Bin Än aus da- schwere Brant» werden. Ää? 1 . m-urn-nrfniuen i*1 1 wohl in der Lage wären, sich hier überhaupt oder doch umfangreicher zu betätigen. Auch bei dem anderen Publikum ist das Interesse in den letzten fahren immer geringer geworden. Man klagt über den schlechten svielplan und geringe Abwechslung, übersieht aber, daß nur durch zahlreichen Besuch und dadurch erhöhte Mittet die Tiretiion größere Tätigkeit entfalten kann. Auch die eingesührten Volksvorstellung en haben dem Theater sinanziell feinen Vorteil gebracht, «Jedenfalls weil es nid)t richtig angefangen wurde. T. Red.) zahlreiche Angehörige der besseren Stände warten heute ab, ob nicht ein neues Stück demnächst als Volksvorstellung zu ganz billigen Preisen erscheint. Und dod) sind solche Volksoorstellungen cingesührt, damit ganz kleine Kreise mit geringem Einkommen sich den Besuch des Theaters als einen der ivesentlichsten Bildungsmittel erlauben können. Man hat vielleicht etwas übertrieben, sicher aber bezeichnend, manche Bollsvorstetlung schon „Geheimratsvorstellung" genannt. Tas soziale Emvffnden müßte hier die Beamten bestimmen, solche Gelegenheiten dem Heinen Mann zu überlassen. Will das Tarmstädter Publikum eine Aenderung seiner Theattroerhältnisse, so muß es ourch rege Teilnahme die Tirektion unterstützen. Ter neue Leiter hat dann immer noch genügend mit Abstellen anderer Mängel zu tun, deren Beseitigung ihm ohne Mittel erheblich schwerer, wenn nicht unmöglich roerben wirb. -s- W L Wie aruMch durch bd ähren die Listvlä-eiw BogelveU beseitigt vermal die heldbereiiiiMg in eckendes BeiM Bor kam imgung beschlossen, unb seit j aus unserer Gemeinde vei- rundbesitzer gehen von bar, l urbares Land zu besitzen M wirb, wenn er im FrutM er jahrelang sein Nest bmm en, enttäuscht denAckmkch^ Tarrnstadt von 20 000 Mark, bilden beit Rest die Einnahmen aus Monnementsgeldern und der Tageskasse. Tie Kabinettsdirektion rechnet nunmehr mit einem um 36 000 Mark erhöhten jährlichen Zuschuß, ein Beweis, daß nach deu letztjährigen Ergebnissen ein solcher Ausfall zu verzeichnen war. Wer aber weiß, mit ivelchen Müßen, mit welchen Einjchränkungcn nonvenbige ober gar ange bracht unb empfehlenswerte Ausgaben biescs nicht erhcbtid)e Teffztt möglichst klein gehalten würbe? Niemanb kann bei ben heute hoch gesteigerten Theatcrunkostrn das Bubgct ber Hofbühne zu groß nnben; betrachtet man bie Sache näher, hört man Einzelheiten über Gehälter bes technischen Personals, der Hofmusik unb bcs Balletts, er sahn man bic Gagen von Solomitglicbem unb Ehor unb audj den Etat von Neuanschaffungen, Teiorationen unb Reauisitcn, so muß jeder Zweifel fdiiumben, baß bic vorhandeneii Mittel für cut erstklassiges Kunstinstiiut burchaus unzureichenb sinb. Tie Abhängigleit ber Einnahmen von dem Interesse ber bie Kunst Genießenben ist bereits betont. Tieser ftreis von Personen um saßt aber nid t nur bas Etntrittsgelb zahkenbe Publtkitm, son- bern aud) den Hof und seiner Gesamtheit. Zu dem Hof gehören außer dem Großherzog und seiner nächsten Familie noch eine reiche Anzahl von Personen, die ihm teils verwandt oder verschwägert, teils Hofbeamte find. Es wird nun niemand etwas dabei finden, wenn Hosbeamte bei Festiichkeient, wo der Berus ihre Anweienhett erfordert, freien Zutritt genügen. Es ist weiter verständlich, daß der Landesherr ans erklärlichem Gefühl möglid-sl freigebig mit folcher Erlaubnis fein möchte. Eine andere Frage aber ist es, ob die Angehörigen des Hofes, abgesehen von erheblichen Fällen, davon Gebrauch machen sollen. Zahlreiche Hvsbeamie haben dauernd Freiplätze in ben besten Lagen, ohne mit ber Leitung des Theaters etwas zu tun zu haben. Andere Familien, btc am Hofe verkehren, haben in beit letzten Jahren ihren Besuch eingeschränkt. Unb boch sollte man annehmen, baß gerabc hier Mittel unb Interesse für bas bem Großherzog gehörige Kunstinstitut oorhanden sei. Umsomehr, als in diesen schwierigen Zeiten, in denen die Theater von b erzielt worden. Nach den Fest schön zu werben; 6m. I Vereine ergangen. - Ter seinen Turngang auf den mheim festgesetzt. .. Tie Vorarbeiten zu dein Kadfahrer-Lliflungs- c Festausschuß beschäftigt sich TU. Ul Erster Blatt 162. Jahrgang Samstag, y. mal (912 Ter «letzener Anzeiger ÄR» Ä Ä Bc »ug-pretS: erscheint täglich, außer ▼ monatIich75D^viertek. eint dem Verfasser entgangen zu sein, daß an den Stellen, die die Möglichkeit boten, bereits wieder junge Fichten angepflanzt worden sind. Man sollte doch^ mit Vorwürfen, wie sie in dem genannten Artikel gegen die Forst- vcrwaltung erhoben worden sind, vorsichtiger sein. ** Für Fuhrleute. Tas hiesige Lchöffengericht Denirteiltc gestern einen Fuhrknecht wegen vorsätzlicher Störung und Gefährdung eines elektrischen Straßenbahnwagens zu 8 Tagen Gefängnis. Landkreis Gießen. # ikh 'ieketig behandeln, •bklkh pflegen nur durch Mild. Dis beki „Shampoon mit d< schwanen Kopf Ui »ich ult vielen J n.üor.tnlichbewihrtund i-cier risweVerbteilui Gebildeten, die Hibtng der natürlichen schönes schwär frei, glin Aus-ehei drikkllci Tr. Kopf-m lehne N< kalegorisi N auch nut , (Patel a Süittavte. Drogerien Mam Schwunhoi •• Gießen im Blumenschmuck. Den Bestrebungen anderer Städte, die auf die Ausschmückung der Häuser durch haben in ihrer letzten Sitzung einstimmig beschlossen, daS Bluincn gerichtet sind, hat sich auch der hiesige Verkehrs, seitherige Eichamt Gcwerbcjchulc, «teuer, und Zollamt verein leit einigen Jahren mit bestem Ersatg angesch,assen, gegenüber her L>°b,rauen rrche unverzügltch umjubauen Ueberzeugt von der hohen Bedeutung, die die Blumen- S ta d t b i b liolh ek sowie Vie V o tks le se h alle idjmucfung der Hauser für unsere etaöt hat, hat der Verein unterj.ubrittgen. Die Pläne sind von Bürgermeister Baues sich auch in diesem Jahre zur Ausgabe gemachh die rat Sta()l entworfen. Schmückung herbeizuführen und dahin zu wirken, daß sie zu 1^. Friedberg, 10. Mai. Eine Abteilung deS Tele- einer dauernden Einrichtung werde, Für dieses Jahr hat der gxaphen-Bata illons war zwei Tage hier einquartiert. Verein einen Wettbewerb vorgesehen, der in drei Gruppen gje nQ^m Hebungen im hiesigen und Ockstädter Felde mit eingeteilt werden soll: 1. Einheitliche Schmückung ganzer Funkentelegraphie vor. Die Hebungen fanden bei Tag und Häuser; 2. Gallrien, Portale; 3. Blumenbalkong. bcj Nacht statt. ** Eisenbahn-Sailitätskolonne Gießen. — Ba d-Nanheim, 10. Mai. Auf Veranlassung deS Alljährlich im Frühjahr findet zur weiteren Ausbildung Berkehrsvereing wurde heute die Dioramen-AuSstellung der Eisenbahn-Sanitätskolonne, besonders zur Aufirischung bec hessischen Städte und der Bergstraße in den des Gelernten und zur Einführung Neueintretender, ein ~ -- -■ ~ ~ Wiederhotungstursus, d-rbund-n mit prEschen , bc"c mt-rnati°nal«n Au-ft.llung füt Reise- und Hebungen in der Anlegung von Verbanden, Wiederbele- m bungsversuchen, Transport Verunglückter, Einladung dieser ^temdenverkehr in Berlin vom Verband der hessischen Städte in den Hilfszug usw. statt. Tie,e Hebungen wurden im ausgestellt gewesen. Die Ausstellung bezweckt, den Fremden Laufe dieser Woche im hiesigen Bahnhofe an dem Hilfszuge und Kurgästen die landschaftlichen Schönheiten deS Heffen- abgehalten. Die Leitung des Hnterrichts lag in den Händen landeS im Bild vorzuführen. des Bahnarztes Dr. Sch liep hake. Hnterstützt wurde dieser durch Ober-Bahiiassistent Brück, dem eine langjährige Erfahrung im Sanitätsdienst zur Seite steht. An dem Hnterricht und den Hebungen nahmen außer den ständigen Mitgliedern der Sanitätslotonne eine größere Anzahl Zug- beamte teil. Nach Beendigung der Schlußübung sprach der Vertrauensarzt der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M., Sanitätsrat Tr. Käß hier, den Leitern sowie den Teil- » ^;iere Masc aaschinenmj Voin 18. bis 21 ß fr. .miversc >Mgele Müer sei, Di -AÄ» ** -- »i»«4 , irl setSängerto in r--b'"7 ^«njWtiinS X. vanau,^0. kren in nichtonent fleihe in hohe > L, Tic Anleihe £ einer öaserne st Hanau zu verleg -lien- ____ Gießt Heberschrift: „Tic tfarlsruher Konferenzen" einen Artikel von wohlunterrichteter Seite". Es heißt darin: Frhr. Marschall v. B i c b ec st c i n tzal nicht ohne teil» liche Ueberlegung und einiges Zögern der glänzenden Stellung eincs Kaiserlichen Botschafters in Konstantinopel entsagt, um die ehrenvolle aber sicherlich nicht leichte Ausgabe zu Übernehmen, bie nur halb vollendete deutsch-englische Annäherung einem gedeihlichen Abschluß entgegenKuführen. Er hat sich, aber nach eingehendem Studium seiner Mission nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern mit jugendlicher Begeisterung entschlossen, dem Valerlanoe einen Tiensi zu eriveisen, den es von ihm erwartet. England wird es .zu schätzen wissen, daß wir einen Mann seiner Bckeutung der Vertretung unserer soweit ausgedehttten Interessen am Bosporus entziehen und mit dem Oelzweig über bie Nordsee schicken In den weiteren Ausführungen wird daraui hingewiesen, daß Derr von Marschall überzeugt ist, daß sein Nachfolger Frhr. von Wang en heim die deutschen Interessen in Konstantinopel recht vertreten wird, und daß die wirtschaftliche und militärische Lage der Türkei heute besser als seit vielen JahrzehMen sei. Der Artikel fährt dann fort: Die Entsendung des Frbrn. v. Marschall nach London beweist vor aller Welt die Tatsache, daß Deutschlatid bemüht ist mit England, selbstverständlich unter voller Wahrung unserer Gleichberechtigung, zu einem guten und dauernden Einvernehmen zu gelangen. Europa wird aufatmen, und mit Deutschland und England werden alle Freunde der Kultur und des Fortschritts die Arbeit des Frhrn. v. Marschall segnen, wenn ihm die Wieder- hefftellung der früheren vertrauetisvollen Beziehungen zwischen beiden stammverwandten Nationen gelingen sollte._____________ Der UeberfaU der deutschen Zarin in MaroNo. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Tanger: Aussagen des hier cingetrofienen eingeborenen Verwalters des vier Stunden von Larrasch gelegenen Landgutes der RenschhausenBoden- kulturgesellschast bestätigen die frühere Mel- o un g über den völlig unbegründeten Angriff durch 150,Mann scheristscher Truppen unter dem Kommando zweier französischer Offiziere auf die Farm, deren Plünderung, die Gefangennahme der eingeborenen Angestellten und deren Mißhandlung durch die Offiziere selbst. Die Leute, die unter deutschem Schutz stehen, darunter ein alter Mann, wurden durch Tran» zösische Offiziere mit eigener Dand durch Kolbenstöße mißhandelt. Der Verwalter des Hofes entging dank der Warnung durch einen Knecht der Gefangennahme. Tie französischen Offiziere stießen Schmähungen gegen ihn aus und drohten, ihn mit den Ochsen vor den Pflug zu spannen. Es wird überhaupt neuerdings über eine systematische Vergewaltig ung deutscher Schutzgenossen durch französisches Militär lebhaft Klage geführt. Ein Deutscher wird in Semsar seit einiger Zeit in Ketten gefangen gehalten, ohne daß seine Freilassung zu erwirken wäre. Die deutsche Gesandtschaft und die Konsulate tun alles, um die verletzten deutschen Interessen tu wahren. Vereins. M. Offenbach a. M., 10. Mai. In der Streitfrage um die Stellvertretung des Bürgermeisters |oH nunmehr gegen die Entscheidung des Provinzialausschustes, irach ba der bienitältefte Beigeordnete Porth und nicht der jmüstische Be»- = Klein-Linden, 10. Mai. Die Vorarbeiten geordnete Rech als Stellvertreter zu gelten hat, die EntschellnuW zu der vom 29. Juni bis 1. Juli stattfindenden Jubel- des obersten BerwaltungsarichtShofes herbeigesuhrt feier des Gesangvereins Harmonie haben eine werden. — Kommerzienrat Adolf Krafft beabsichtigt, feitgebenden Bereut eingegangen. Eine Anzahl Antworten nionad) der Neubau der Technischen Lehranstalten sowie das alte steht noch aus. Isenburger Schloß mehr zur Geltung gelangen werden. — Heuchelheim, 10. Mau Ter hiesige Verein 1 uftainz, 10. üJiai, Der Beigeordnete Bernd wird GabelSberger errang bei dem kürzlich in Butzbach ab- am 1. Oktober d. IS. aug seinem Amte scheiden; eS wird gehaltenen Wett schrei den folgende Preise: Abteilung von Zentrumsseite stark darauf hingewirkt, daß an feine 160 Silben: Herrn. RabeS 1. und Ehrenpreis; 140 S.: Stelle ein Beigeordneter streng katholischen Glaubens gewählt Herrn. Schleenbecker 1. und Ehrenpr.; 100 E.: Otto Sachser 1., werde. — Ein alter Mainzer, Hofrat Varena, langjähriger H emr. Schmidt 2., Albert Seipp und Fritz Schleenbecker je Direktor des Königsberger StadttheaterS, 70 Jahre alt, ift 3* Preis.; 80 S.: Albert Rum 1., Otto Hofmann 1. und gestorben. Aug. Weber 2. Pr.; 60 S.: Willy Schmidt und Fritz Kreiling d. Mainz, 10. Mai. In der heutigen S itzu ng dct Stadtverordneten wurde eine Einladung des r^ein* hessischen Bismarckoereins zur Feier der Einweihung der Bismarckfäule auf der Waldeck bei Nieder-Jngelhcün sur nächsten Sonntag, 12. 'Dtai, bekanntgegeben. — Tao Gc- werkschaftskarlell ist um Einführung von Arbeiter- Wochenkarten für die Straßenbahn eingenommen Das Gesuch wurde der StraHenbahndeputcttion überwiesen. — Nach Artikel 125 der Städtcordnung muß die ordnetenversammlung dem Oberbürgermeister die exnwdjy ltgung zur P r o ze tz f ü h r u n g erteilen. Ter juriskijcb^ Ausscbuß beantragte, dem Oberbürgermeister im allgcmev j neu bic|e Ermächtigung zu erteilen, in besondercu gce । Universitäts-Nachrichten. Bicdenkop,) war früher Hoch- and Tiefbau. der Kopfhaut gesunde» und (s*m 1228 anS HauS. Unsere Maschinen sind auc dem ID“/» Unserer werten Kundschaft zur 04126 Kenntnis» daß öMlicher Mk. 4508.1b jlssre lassen Cassel 1906. 543.— 556.- 18.63 Maschinentnarkl Frankfurt i I vom 18. bis 21. Mai 1912 auf Stand 102 ausgestellt, und empfehlen wir Besichtigung. Inventar. . . Außenstände . Kassenbestand . e Ausstellung war im vong n Ausstellung sür Reise« in Verband der hessischen 6täb Sslellung bezweckt, den Frem tlichen Schönheiten deS Hess ai. Eine Abteilung deS Trle. s r zwei Lage hier einguarlieL ' tgen und Lckstädter Felde m: Hebungen sanden bei Tag m; Bringe meine billigen Rüein- und Moselweine, sowie einen feinen deutschen Rotwein (Flasche 80 Pfg.) in empfehl endeErinnerung. Ferner empfehle alle Kolonialwaren u. Delikatessen zu billigsten Preisen. g J. Seibel Ludwlgeplatz. Sllfc, Medaille Karlinuhe 1906. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 10. Mai. Körperverletzung bei der Geburtshilfe. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. WetteranSsichten in Hessen für Sonntag, den 12. Mai 1912: Trüb, zeitweise Siegen und Gewitter, warm. Kylihäuser Technikum rrankenhausen^ Ing.-e.Werkm.-Abt. Gr.Much.-lab. 1898 promovierte er 1906. Später siedelte H.F. Rausch GLESSEN Spezialgeschäft in Parkett - Böden Estrich unt Linoleum Steinholzböden vorwiegend aus Fa»er- asbest 3119 und Aufzügen. 8r;zkbirgkt Alwin Spitzen, Einsätze, Dreiecke, Läuser.LeckewTaschenlücher, Schals. Alle Art Straßen neuester Facon in irrisch u. Klövvet emvslehtt ”** Frau Schmitt lenk lein ft aartd) en 26. mit auswechselbaren Blättern, bestbewäliriestes System, niemals locker werdend, empfiehlt ,«« Edgar Borrmann • Giessen Xeuniadt 11 EISEN-HANDLUNG Teleph. 165 Trockenes, kur-geschnittenes Abfallholz ISchwartenl -um Feucran- machen liefert, von 5 Ztr. an, für Mk. 1.15 pro Ztr. frei Gericht-taat. Leipzig, 10. Mai. Bor dem Rcichsgericht begann der Svionagevrozcst gegen den Änvicricijnueb Boellert-Ham- durg, dec beschuldigt ist, im 3uni 1911 auf der,Werft von Blohm und Buse den Plan eines zu bauenden Kreuzers entwendet und versuche ;u haben, den Plan durch Vermittelung des Hutmach'rs Lindinger an eine fremde Macht zu verlaufen. Gs find acht Hebung der natürlichen Funktion schönes Haar anstreben. ..Shampoon mit dem liefert prompt und billig __ LudwigLazarus^Ss* . Aktiva. Mk. ör Warenvorräte. 3090.55 Motoreniabrik Darmstadt »kt.Ce». Gas-und Benzin- Motoren Sauggas- : Motoranlagen : Selbstfahrbare : Band-Sägen : Kolosseum Inh.: Karl Ohm. Telephon 645, Walltorstr. Sonntag, Den 12. Mai: Erster Universal -j)öTcber -Hacken R.G.AL Gnnrlrttiü ne Vst Brut oer- nichtet, die Kopf- baut reinigt, das Wachstum derHaare fördert Prof. Dr. Grunwalds Kovfgeitt, 51.50 Pfg. Stiederl.: Pelik. Apotb. [3321, Einlaß 4 Uhr Ende gegen 5 Uhr früh. Eintritt für Herren einschl Tanz 1 Mk. Damen frei 2 Im oord. SleiiauvKoMcrt der Wiener Damenkapcllc „sturm". "Vft1 (hk) Straßburg i. Els. Dem Privatdozcnten für Kinder- beirfuiibc und Oberarzt an der Kinderklinik der Universität Straßburg i. Els. Tr. med. Hans Vogt wurde der Titel Professor verliehen. Dr. Vogt (geb. 1874 zu u Privatdozcnt in Marburg und Breslau, in Marburg und habilitierte sich ebenda Vogt an die Breslauer Kinderklinik und trat in den Lehrkörper der dortigen mcdizinisd>en Fakultät ein. Mit Beginn des eom« mersemcsters 1910 wurde er Oberarzt in Straßburg. Passiva. Mk. Per Schulden iKred.) 2500.72 „ Anteiled. Genoss. 1500.— , Reservefonds. . 195.06 Reinvermögen . 312.40 Mk. 4508.18 Zeugnis: ^hre Bcrba-Scife habe ich mit Erfolg angewandt gegen SDhtcfier und kann Ihnen für dieses vorzügliche Ptittel meinen vestenTank aussprechen- A Freundt, Hamburg. Zu haben in der (kugel- und Hirsch - Apotheke, in den Trog. C. Schaaf, W. Stil- biuger, E. Karn, A. Noll, W. Schrader, tt. Seidel, E. 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S. in Hangen ist angeklagt, um hnir? ?,umi^er (ttt Herbst vorigen Jahres eine 'ahrlässigc .Körperverletzung be- ? 5 ar, r *D unt | gangen zu haben, daß er bei Vornahme geburtshilflicher Täiig- .. P oie ^olkslesehallr» leit an der Ehefrau H. D. in Hungen an dem vorgefallenen imo von Äürgermeisler Jan- Arme des Kindes derart gezogen habe, daß das Aermchen oberhalb des Ellbogen- abbrach und das Stinb mit einem Armstumpf zur Welt kam In der heutigen Berbandlung, zu der drei Sachverständige, darunter Professor v. Franqus, früher in Gießen, KCt Direktor der Frauenklinik in Bonn, und Dr. Lupserberg, Direktor der Hebammen-Lehranstalt in Mainz, geladen waren, drehte es fid) um die Frage, ob ein ärztlicher Kunstsehlcr gegeben sei. Wenn fid) audj die Sachverständigen in der Beantwortung dieser Frage nicht einig waren, so ließen ihre Ausführungen doch erkennen, daß eine Fahrlässigkeit des Angeklagten ntcht .Mai. Der Blumenpfltft t man hier seit Jahren 'Jt ; in biefem Jahre rourba inzen, bie die MÜch Tärlnecr an bie Lchüler bet obeic n zwecks Pflege während bc n herbsi werben bann bie bt:> reifen bedacht. - Eine günfiu. fjge Ernst Ludwig-schust jedem Jahr; sie beträgt >-? ij TaunuS, 10. Mal. die Heidelbeeren m voller ,gesetzt und versprechen bi5 • Haar-Pslkge MMS Ql *< neten Fällen soll ledock diese Erteilung der Ermäcktigung der Versammlung Vorbehalten bleiben Oberbürgermeister Dr. Göttelmann bemerkte hierzu, daß er in wichtigen Fällen das Gutachten des juristischen Ausschusses und der .-'adlverordnelenoersammlung einholen werde. — Stadlv Adelung beantragte, daß die Juristen, die der Stadtoer ordnetenversammlung angehörten, von der Proreßführung in städtischen Angelegenheiten auszuschließen feien. Ter 5verbürg rmeister menbete sich aegen diesen Antrag, weil em Versuch sei, die Befugnisse des Oberbürgermeisters u beschranken. 9tach längerer Aussprache wurde die Er- maditigung zur Prozeßführung dem Oberbürgermeister ein- stimmig erteilt uud der Airtrag Adelung mu allen geaen 1 Stimmen abgelehnt. — Für die Höherlegung der Singer Straße wurden 16000 Mk. bewilligt. Kreis Wetzlar. ---- Atzbach, 10. Mai. Nach Aufzeichnungen unserer i.^ronif sind jetzt 100 Jahre verflossen, daß von „der madigen Herrschaft, dem Herzog von fJlafjau*, die Leib- I eigenfdjaft im Amt Atzbach aufgehoben wurde. Bald danach trat eine große Teuerung ein, das Achtel Gerste , kostete 21, daS Achtel Korn 28 und das Achtel Weizen sogar 32 Gulden. == Frankenbach, 7. Mai. Am Himmelfahrtstage findet derSangertag deSDünSberg-Sängerbundeö : hier statt in Verbindung mit der Einweihung der Fahne des ÄefangvereinS ,2eutonm*. Heffen-Naffau. X Hanau, 10. Mai. Die Stadtverordneten l haben in nichtöffentlicher Sitzung der Aufnahme einer ! Anleihe in Höhe von 8>/* Millionen Mark zuge- i stimmt. Tie Anleihe ist dazu bestimmt, die Mittel für den [ Bau einer Kaserne für das am 1. Oktober 1913 von Berlin I nach Hanau zu verlegende Eisenbahnregiment Nr. 2 zu be- “• sich vielseitig behandeln, wirklich pflegen nur durch wenige Mittel. Das bekannte „Shampoon mit dem schwarten Hopf* hat lieh »cit vielen Jahren millionenfach bewährt und findet immer grössere Verbreitung bei allen Gebildeten, die durch .0. Mai. Alls Lttaniassung bei üeDioramen-AuSstellua, und der Lergstrage in btt anzimeNmen ist. Leim enunal galt eS für den Angeklagten zu banbeüt, da er fünf Stunden zu spät augezogen war und das Leben von Mutter und Kind in Gefahr fand. Sodann ergab sich die Möglichkeit, daß durch eine Bewegung der Wöch. nenn die Abtrennung de» Aermchens erfolgte. Das Gericht sprach den Angeklagten von Strafe und Kosten frei. Die erste Zuchthausstrafe erhielt der Knecht E. R. von Wolferborn. Zm Sommer und Herbst vorigen Wahres trieb er sich arbeitslos umher und erschwindelte Mietgeld. Da er bereits häufig vorbestraft ist, wurde er wegen Betrug- im wiederholten Rückfalle mit 1 Jahr 10 Monaten Zuchthaus bestraft. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 5 Jahren aberkannt. Diebstahl im Rückfall wird dem Arbeiter 23. W. von Apolda zur Last geleat. Auch er hat in drei Fällen versucht, sich Mietgeld zu verschonen, obwohl er offenbar überhaupt nicht vorhatte, eine stelle anzutreten. In einem Falle erhielt er den Taler, in den beiden anderen kein Geld, aber Kost und Nachtquartier. Da er außerdem bei derartigen Gelegenheiten Diebstähle beging, wurde er unter Annahme mildernder Umstände wegen Diebstahls und Betrugs im Rückfall zu 9 Monaten Gesängms verurteilt. 2 Monate Untersuchungshaft wurden ihm auf die Strafe angerechnet. Wegen Betrugs wurde auf Berufung der Staatsanwaltschaft gegen den Taglöhner H. N. von Bindsachen pprbanbclt, der vom Schöffengericht ireigesprochen worden war. N. hatte zu einer Zeit, olS er sich im Konkurse befand, bei einer Heuversteigerung einen falschen Namen abgegeben und hierdurch erreicht, daß ihm der Zuschlag erteilt wurde. Da auch fein späteres Verhalten da'ür sprach, daß er offenbar nicht die Absicht hatte, das Heu zu bezahlen, wurde er mit 10 Mk. Geldstrafe belegt. Erfolgreiche Berufung. Ter Steinhauer K. Sch. von Kesselbach war vom Schöffengericht Grünberg wegen gefährlicher Körperverletzung mit 10 Mk. Geldstrafe belegt worden. Die Strafkammer erachtete einen ausreichenden Nachweis der Tat nicht für erbracht und sprach den 'Angeklagten frei. Tie Haftsumme beträgt Mk. 3000.—. iS'tftanb der Mitgliederzahl Anfang 1911.....10 utdgmig keine und Zugang feine, daher Bestand der Mitgliederzayl Er.de 1911.........10 iSouiö Beil, Wilh. Weigel, Fritz Roicubaum, 11 vorirtzerllier. Ausfichtsrat. Magazmoerwalter. unö fieute nachmittag w J®® , 8 enoerfammlunggcwa^^ als stets.a^SL, Mtzrung Bon der Ml wurde. Zw- usichulies SE glflbt iarrij -nbeigeord'ZZL, Sandel^ b des ^beÄÄiöitr. w - 10. M rrAzS Der »e'gku ,elben, > z^, Ä ' n 7rtei^.„r in’ schwarzen Kopf" macht das Haar schuppen- frei. glAnzend und gibt auch dürlligem Haar volles Aus- eben. — Man verlange beim Einkauf ausdrücklich „Shampoon mit dem schwarzen Köpf'" mit der nebenstehenden Schutzmarke und lehne Nachahmungen des Original - Fabrikates kategorisch ab. (Pake! 20 PL 7 Pakete M. I.ZOi, auch mit Ei-, Tner- oder Kamillen-Zneatz Saket 25 Pt., 7 Pakete M. IJO) In allen Apoth., ogerien und Partümeric-Oescbälten erhilUich. Zeugen und yvn Saldoeritöndige geladen. Tie Bervandlrmg wird öffentlich genibn. nur nuihrenb der Vernehmung der eadper- ständigen wird die OeffenUid kett zeitweise ausgeichloisen. Ter AngeNagte wurde wegen :>iückfa1ldiedstabts und oeriuduen Bcr- brcdiens gegen den § 3 des Spionabegesepes zu vier Jahren Zuchthaus und fünf Fahren Ehrverlust vmirtcilt. Fünf Monate Untersuchungshaft wurden angereckmet. Nach Verkündigung des Urteil» verfiel der AngeUagte in Raserei. Er sprang über alle Tische und wollte sich aus dem Fenster stürzen. Es gelang nur mit Mühe, ibn zu bändigen. Nachdem er kurze Zeit besinnungslos auf dem Fußdodeit gelegen hatte, geriet er von neuem in Raserei und fonntc nur mit 6kuralt abgesührt werden. Kleine Logerchroni!. Tie Santmlungcn für bie N a 11 o na l fl u g s p e n de haben, nachdem seit der.ersten Veröffentlichung deS Aufrufes noch nicht drei Wochen verflossen.sind, bereu» dte Summe von mehr als zwei Millionen ergeben, t ^n ©rum mb ad) bet Sdnnalkoldett verübten Zigeuner bei einem Gastwirt und dem Bürgermeister Einbrüche. Fast um bie gleiche Zeit hatten drei Zägcr im Pctersgrund einen Zusammenstoß mit Zigeunern. Sie befanden sich auf dem Anstande, als plötzlich aus dem Zigeunerlager mehrere Schüsse auf sie ab gegeben wurden. Die Zager erwiderten das Feuer und eS wurden etiva 100 Schüsse gewechselt. Schließlich zogen sich die Jäger zurück. Arbeiter, der seinen vierjährigen Sohn im Äeiderschrank erhängte, ist in Köln verhaftet worden. Er gestand die Tat ohne Zeichen von Reue ein und gibt an, er habe auch die beiden anderen Kinder der Frau uni bangen wollen, weil er arbeitslos war. Zm U n t e r i n n t a l ist das Wasser tuxi) immer imStetgen begriffen. Nach zwolfstündiger Unterbrechung begann der Regen wieder. Um Kitze bühel sind viele Felder mit Geröll bedeckt und die Wege zerstört. Zn Fieberbrunn brohen Häuser einzustürzen: eine Straße ist kilometerweit aufgerissen. Mili • tat ist heute früh nach Fieberbrunn und heute mittag nach Brixen tal abgcgaitgcii. Aus Verona ist am Donnerstag im Eastognierotal ein deutscher Freiballon oh ne Gon del niedergegangen. AuS der Zuschrift der Ballonhülle ist zu entnehmen, daß er aus Friedri ch s h a f en stammt. Mau befürchtet, daß die Luftschiffe, verunglückt sind. Als der Bischof P e l l i z a r i am Donnerstag abend mit mehreren Geistlick-en von einer religiösen Zeremonie in Earavaggie nackt Piacenza zurückkehrte, wurde in der Nähe der Stadt ein wahres Steinbombardement janf den Wagen eröffnet. Fast sämtliche Znfassen wurden mehr ober weniger schwer verletzt. Zn einer Pariser Besserungsanstalt mißhandelten 23 Mädchen im Alter von 16 und 18 Jahren ihre Aufseherin. Sie zerkrüminerten sämtlick-e Einrichtungsgegenstande, widersetzten sich auch den herbeigerufenen Sckwtzleuten und mußten teils gefesselt werden, ehe die Ruhe wieder hergestellt werden konnte. Fahnen Hannover. 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Ter Vorstaud. |.i4.'»4 Privat- Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit KarlSchmidt,Tanzlehrer Wetzsteingafle 3L i2B0 Tanz Musik morgen, Sonntag [°*1W ©ßftwirt Süiilfr, Ä Damen* Bärte lästige Haare an Armen entf. sich. Devil »Lady". 1H0. ihr“ < Parfümerie H. Plank Ww. Steinmetz Kraft-Brot ist reich an Nährsalzen, immer frisch zu haben im Rdormhaiy B. Nuhn, Lollar. ftonpSalüt IBHÄ frisch geschnitt., versend, geg. Nachn. v. 100 St. Mk. 3.50 NicolauS Victor. Salat- kulturen, Mainz Mombach. (nz*/t) Alle Sorten Garten ,Baum- u. Roicnpfäble, fow. Waich- pfähle u. Waichserlstützeu, Erbieureiier und Vodueu- hangen, Hdt. von 7 Att. an, empnehtt K. Gertb, omw Landmannstraße 11. 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Überschüssen eine hl den Lchuldentilguno der Verlust nicht erhöhung ist des eine vermehrte, als s 1913 ab vorgesehen 3|t es schon ei dem nach der Regi i gewünschten Provis io erhöhen sich dies organischen Regelm prozentuale Erhöhn iui orgauijeljen Wei Nark ersorderlich. ■ geregt, bereits im 3 I iutereitciL Tiefen n müssen, da dem Zin 11 -agen 'nugängig gern zurung leicht verst vvch vor allem eir Jung der Beamtens im t'aufc der letzten k-ch erhöhte Ansord und dementspreche, kluchsind ieiliüeiic, -etreten, für bie ! -och fehlt. Die Aufgabe t , gegebene Vorlage ii iuarbencn und bafii Wichtig für Fahrrad-Händler Installateure, Metallwaren- und Maschinen - Fabriken Vernickeln und Emaillieren von Fahrrädern. Aufarbeiten von Lüster und Lampen in allen Ausführungen. Schleifen, Lackieren und Galvanisieren aller Metallwaren Spezialität: flauen-Artikel D‘/» Wehrheim & Schmitt Wilhelmstr.35 Offenbach a. W. Wilhelmstr.35 Erstes u. einziges Spezialgeschäft dies. 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