Die heutige Nummer umsahl 16 Seiten. Sett« >0 S )ezember ZiM 2 still 0 1 0 des Ge- u Gießen um Gt* Schanklvirtschast üt dieses Gesuch HM ' sich weder die elobt» Polizciamt ausgk« uß konnte ein solche: erkannte ans kosten- Anschlntz 5FonöiitavTcns an -en Dreibnn- ? ■8 hlcr Ehesrau zu Gastwirtschafls- -Anlage 35. Die sich für, das Mze> Letzteres betonte ins- r be^tyatb ßtlaubnii en sei, weil er ein: ichsti hade. Für eine sms. Der Provinzial- :rhandlungen, daß k: irläusig tonzessionierl: nen guten Äesuch au,- sein auch im übrigen cht. Er, gab deshalb sc ko sten des Geer von Nösberts, edigt. edtthchi. B.ctl- '■ DeMber Mmerat Dr. llsino-- Uhr. ' ^.^ießen um et< -betrieb in bcr verordnetenversam,. ' °as Polrzeiamt sit t weil es der AM- Iten für den Mar- 9 wurde heute fest- a ein Bedürfnis na» ic hier fragliche, k n früheren 'Besitzern auch rentiert habe shalb, daß die noifr Rücktritt des österreichischen Kriegs-- ministerr. Das neueste sensationelle Ereignis in der internationalen Lage ist der Rücktritt des österreichischen Krieys- ministcrs v. Auffenberg. Zwar liegt darüber noch kerne amtliche Nachricht vor, allein an der Richtigkeit der Meldung ist nicht zu zweifeln. Da auch der Generalstabschef v. schemua, der erst vor einigen Tagen in Berlin war, zurückzutrcten scheint, so darf man annehmen, daß diese Vorgänge von nicht zu unterschätzender Tragweite sein werden. Eonrad v. Hoctzendorss, der wieder an die Spitze des Gcneralstabs treten soll, ist kein Mann, dem man Zaghaftigkeit nachsagen kann. Trotzdem wird in Wien bestritten, daß diese Pcrfonalvcränderungen eine ernste Wendung anzcigten. Serbien will sich freilich kein weiteres Entgegenkommen mehr versprechen können, und wir werden wohl bald vor irgend einer Entscheidung stehen. Es sind im Laufe des Vormittags folgende Meldungen eingegangen: Wien, 10. Dez. Die „Neue Freie Presse" meldet: Wie in politischen Kreisen mit Bestimmtheit verlautet, hat Kriegsminister von Auffcnberg dem Kaiser ein Gesuch um Enthebung von seinem Po st en überreicht. Der Kaiser habe das Demissionsgesuch angenom^ men. Zu seinem Nachfolger sei Feldzeugmeister von Kro- b a t i n bestimmt. Auch der Ches des General st abes von Schemua habe seine Entlassung gegeben und werde durch den Armeeinspckteur Frhr. Conrad von Hoctzendorff ersetzt werden. Das Wolffsche Bureau bemerkt dazu: Nach in Wien eingezogcnen Erkundigungen lag bis um 2 Uhr nachts eine amtliche Bestätigung dieser Nachricht nicht vor. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Wien: Der Rücktritt des Kricasministers von Auffenberg ist angeblich wegen eines Konfliktes mit dem Thronfolger Franz Ferdinand erfolgt. Die Ersetzung des Generalstabs- chcfS Schemua durch den Frhr. Conrad v. Hoctzendorss wird darauf zurückgeführt, daß in militärischen Kreisen, wie verlautet, schon lange der Wunsch bestand, daß an die Spitze des Generalstabs eine Persönlichkeit trete, die sich des Ansehens und der Autorität erfreue wie Frhr v. Hoctzendorss. Schemua tritt in den Ruhestand. Äuffenberg wird an Stelle v. Hoetzendorffs zum Armeeinspekteur ernannt. Der Berliner ,',Lokalanz'" meldet dagegen aus Wien: Der Grund des Rücktritts v. Auffenbergs liege in inner- po 'itischen Verhältnissen. Es heiße, Auffenberg sei ein -Cpfer der Ungarn, die seit Einbringung der Wehrgesetz c in schroffstem Konflikt mit ihm ständen. Der Rücktritt Schemuas sei noch nicht entschieden, aber in seinem Vollzug wäre kein Moment zu erblicken, daß Oesterreich- Ungarn vor entscheidenden militärischen Ereignissen steht. Gut informierte Kreise halten im Gegenteil die Veränderungen in den höchsten Stellen der Armee für einen Beweis einer friedlichen Entwicklung der Lage. Die Veränderungen sind als eine Folge der in den letzten drei Tagen in dem Konflikt mit Serbien eingetretcnen völligen Entspannung anzuschcn. Wenn ein Konflikt bevorS°nnCÄ w««« «etchler M"' Aei! 0,6'°* Sturmfluten. Dem furchtbaren Taifun, der jüngst auf den Philippinen gewütet hat, sind nach den neuesten Berichten gegen 20 000 Menschen zum Opfer gefallen, und Madagaskar ist eben gleichfalls von einer schweren Katastrophe l)eimgesucht worden. In den tropisck^en Küstenländern und auf den in tropischen Meeren zerstreuten Inseln sind derartige Katastrophen nicht so selten, und die Geschichte kennt noch weit schlimmere als die jüngst gemeldete. Die schrecklichen Verwüstungen werden nicht allein durch die Gewalt des Orkans, sondern hauptsächlich durch die von den Wirbelstürmen erzeugten Flutwellen herbeigesührt. Bei dem „großen Orkan", der 1780 die Insel Martinique heimsuchte, hotte sich das Meer sieben Meter über den höchsten Stand der Flut erhoben, und 9000 Menschen verloren dabei auf Martinique und 6000 auf 2. Lucia das Leben. Ein von Wirbelstürmen uiid Sturmfluten ganz besonders heimaesuchtes Land ist die Niederung von Bengalen an der Mündung des Gouges und des Megna. Katastrophen, bei denen 10*000 bis 20000 Menschen zugrunde gingen, zählten in den letzten beiden Jahrhunderten nach Dutzenden. Zwei Sturmfluten aber haben sich tief in das Gedächtnis der Menschen eingegraben, denn sie gestalteten sich zu wahren Sintfluten. Am 1. November 1876 erreichte ein gewaltiger Taifun von Süden kommend die Mündung des Megna: er warf eine furchtbare Flutwelle auf das Küstenland und staute den Fluß, der infolgedessen rasch aus seinen Ufern trat. Binnen kurzer Zeit tvaren 141 geographische Quadrat- meilen überschwemmt und stellenweise bis zu 15 Meter lwch mit Wasser bedeckt. Nach der niedrigsten Schätzung sollen damals 100 000 Menschen ertrunken sein. Entsetzlich lauteten die Schilderungen der Beamten von dem Zustande des Landes nach der Katastrophe: die Häuser waren zerstört, die Bäume ihrer Blätter beraubt, das Land mit Lachen bedeckt und in Haufen waren Leichname von Menschen und Rindern zusammengefegt — das wahre Abbild einer vorübergegangenen Sintflut. Noch schlimmer hatte der Taifun vom Jahre 1737 gewütet. In der Nacht vom 11. zum 12. Oktober trat er in den Ganges ein, und seine Flutwelle staute den Fluß und ergoß sich über das Land. Im Ganges hatte sich das Wasser 40 Fuß über den gewöhnlichen Stand Ak!'* l,n toter, •* * ’atfien ’ Ttär' erhoben. Schiffe von 60 Tonnen Tragfähigkeit wurden über Bäume hinweg landeinwärts getragen. In dieser Schreckensnacht sollen mindestens 300 000 Menschen das Leben verloren haben. Mag die Zahl auch übertrieber sein, so war es doch allem Anschein nach die furchtbarste Katastrophe dieser Art, von der die Menschheit in geschichtlicher Zeit heimgesucht wurde. * ff. Ein moderner Salomo. In Paris erwartet man gegenwärtig mit Neugierde den Ausgang einer Gerichtsverhandlung, bei der der Nickst er dieselbe Frage entscheiden soll, wie weiland König Salomo: wem gehört das Kind? Es sind zwei Mütter vorhanden und mir ein Kind, und beide Mütter behaupten mit gleicher Beredsamkeit, das Kind sei ihr Fleisch und Blut. Um der Sache auf den Grund zu kommen, muß man um ungefähr fünf Jahre zurückgreifen, denn so alt ist das Kind. Damals übergab eine arme Näherin in Brüssel ihr neugeborenes Kind einer Älteren Dame", die sich in der Zeitung erbot, ein neugeborenes Kind für eigen zu übernehmen, ohne etwas dafür zu fordern. Die gleiche An^ige las eine Bäckersfrau, die sich in ebenso dürftigen Umständen befand, wie die Näherin, und auch sie übergab ihr Kind der „älteren Ttame". Mittlerweile hu sich nun herausgestellt, daß die „ältere Dame" durchaus keine geeignete Pflegemutter für fremde Kinder war, denn, obwohl sie nicht gerade als Engelmacherin, zu bezeichnen ist, so hotten die Kinder es dock) bei ihr recht schlecht und wurden gröblich mißhandelt. Außer den Kindern der Näherin und der Bäckersfrau hatte sie auch noch andere Kinder zu sich genommen. Nachbarn erstatteten schließlich Anzeige, die Gerichte untersucksten den Fall, und eines Tages lasen die Näherin sowohl wie die Bäckersfrau in der Zeitung von der Gerichtsverhandlung, wobei sie erfuhren, daß die Pflegekinder albe von ihren Müttern wieder abgeholt worden seien — bis auf eins. Beide Frauen meldeten sich sogleich, und nun soll der Richter entscheiden, wem das Kind gehört. Die Methode des Königs Salomo kann er nun zwar nicht anwenden. In einer Beziehung aber sind wir heute dem König Salomo überlegen: man weiß nämlich, daß die Linien der Fingerspitzen vererblich sind, und so wird dem Richter nichts übrig bleiben, als nach der größeren oder geringeren Aehnlichkeit der Fingerabdrücke des Kindes mit denen der beiden Mütter seine Entscheidung zu treffen. Rätselhaft tteibt bei der ganzen Angelegenheit nur noch eins: wo ist das fehlende Kind geliehen? Dafür, daß der „älteren Dame" (die verdientermaßen jetzt im Gefängnis sitzt) eins der Kinder gestorben sei, fehlt jeder Anhalt. die *"V.Cn ®eb * . Elk h)Qtbn 7it Aus London initi* meinem , die in M i Mandria verch st rour | rten sie statt ^ld fea« btt • hic en ins ÄaM- n U «■»ä .randbcschadigttn l Aus Berlin wird uns geschrieben: Die beschleunigte und demonstrative Erneuerung Dreibunds hat in Berliner politischen Kreisen einen ... danken auf leben lassen, mit dem sich Persönlichkeiten, die zu Dänemark, Schweden und Norwegen Beziehungen haben, seit etwa einem halben Jahre sehr eingehend beschäftigen. Man erinnert sich wohl der Vorträge Sven Hcdins über die „russische Gefahr" und seiner Flugschrift „Ein Warnungs- ivort", worin der große Forscher und Geograph schilderte, wie die Russen seit Peter dem Großen versuchen, eine Küste am offenen Meere zu erreichen, nnb wie ihr Streben niemals zielbewußter und energischer gewesen als in den letzten zehn Jahren; da eine Großmacht sich mit einem einzigen Hafen am freien Meere nicht zufrieden geben könne, werde Rußland die Küste südwärts Schritt für Schritt biS nach Trondhjenl verfolgen, Schweden wäre dann auf drei Seite?: von ben Russen umgeben, man brauchte nur das Netz zuzuziehen und es würde in ihm ersticken Sven he^in erinnerte seine schwedischen Landsleute auch daran, wie sich die Russen schleichend und still in Finnland festsetzten, wie Finnland gezwungen wurde, Eisenbahnen für russische Truppentransporte zu bauen, wie das finnische Eisenbahnnetz in gleicher Spurweite mit dem russischen verknüpft worden ist und nun Truppen aus dem Herzen Dtßlands ahne Umladung bis nach Tornea (an der Grenze) gelangen können. Die Vergewaltigung, unter der Finnland leidet, habe nicht den Zweck, die Finnen zu quälen, sondern nur den, die Kosakengrenze näher an Schweden Gietzenev Ernst von Postart als Rabbi Stichel. Gießen, 10. Dezember 1912. Ernst von Possarts Kunst, die in einer ganz anderen Zeit wurzelt imb unter ganz anderen Bedingungen sich entfaltete unb entwickelte, als die unserer heutigen Sckstmspteler, bedeutet einen Höhepunkt in der Geschichte der deutschen Schauspielkunst. '.'Iber es ist eine Kunst, für die unsere jetzigen Dichter augenblicklich keine Stücke mehr schreiben, weil uns die klassische Gebärde, der Zug ins Gewaltige für einige Jahre oder Jahrzehnte verloren gegangen ist. An ihre Stelle ist die dem leibhaftigen Leben abgelauschte Bewegung entstanden, die zwar viel gutes, aber auch viel übles im Gefolge gehabt hat. Neben der stark gesteigerten Kunst ticfsckmrfender Seelenanalyse haben wir in den letzten zwei Jahrzehnten allerlei auf unseren deutschen Bühnen gesehen, und wie der muntere David könnte man die verschiedenen Wegen an den Fingern Herunterzählen. Da ist die Hemdärmel- und Schlarrock- Weis, die Pantoffel- und Nackstjacken-Weis, die Gelispel- und die Geflüster-Weis und wie sie alle heißen mögen, die Wegen, die )üir gelernt haben, seit wir aus den Prlmkgcmack>ern des Heldenstückes in die Wohnstube des Bürgers zurückgekehrt und. ,^atz es auch in dieser bescheidenen Umgebung erbaulich und genuferetd) ist, wenn gut und bedachtsam gesprochen wird, das bewies gestern abend Herr v. Possart als stiabbi Stickwl m Erkmamt^Cka- ttians gemütlichem Lustspiel vom Fremrd Fritz, dem ehei d>cuen Epikuräer Er erfüllte den guten wackeren Rabbi mit so viel (Mute und so viel Schalkheit, daß man eine große Freude halte und sich von der musikalischen Tönung seines Organes tragen liefe, obschon man manchmal empfindet, daß die Wwägung des Dones zu bewußt sorgfältig, die Sorgfalt zu beirufet abgewogen ist eine vollendete Technik, die sich manchmal Tür Selbstzweck zu hatten scheint, aber doch ein großer, erlesener Genun. Und den noch: der Rabbi Stichel hat die Ringfabel des Nathan m cht er- reichen Tonnen, darin ist Possart doch am größten und henten. Von den übrigen Darstellern, die sich recht tüchtig zeigten, isi zunächst Herr Volck als Freund Fritz zu nennen, und die Herren Goll und Grosser als sein treues tvreundespaar. Sehr niedlich ivar Fräulein de Bruhn als Sn,el, und die Teschick-te der Rebekka brachte sie gam* allerliebst vor faulem Scholz war eine liebevolle Wirts ckwfterui. err ± ro o r ’ o_ro » r i. Tast ein Teil der Mauer im Verhrltms zu ihrer Perspektive 'Lisch aufgestellt leer auf der re.stren, statt auf der linken Lichnenseitc — sei als besonderer Veleuchtungsessekt gebucht. N clietek'- zu rücken; es seien alles nur Glieder in einer Kette. Sven Hedin hatte die russische Gefahr so grell wie nur möglich gemalt. Mer ganz unabhängig von seinen Aufrufen haben ähnliche Gedanken und Abwehrbestrebun- aen zu der großen nationalen Flottenspende geführt, die der schwedisck>en Regierung zwölf Millionen zum Bau eines Panzerschiffes zur Verfügung stellte. Sven Hedins Flugschrift ist auch in deutscher Sprache erschienen und fand im Deutschen Reiche allgemeine Beachtung. Unterdessen hat bcr schwedische Staatswissenschaftler Pontus Erland Fahl- deck, Mitglied der Ersten Kammer des Reichstags, Professor der 'Universität Lund eine Broschüre veröffentlicht, Die an den interessierten Stellen größtes Aufsehen hervvrgerufen hat. Fabkbeck fordert nicht mehr und nicht weniger als den Anschluß der nordischen Mächte an den Dreibund. Der Kern^odanke seiner Vorschläge ist: Eine schwedische und nordische auswärtige Politik, die auf einer starken Entwicklung der eigenen Landesverteidigung und einem Anschluß an den Dreibund zu beruhen hätte, löst auf einmal viele der politischen Probleme, die zurzeit auf Europa lasten. Nicht nur Rußland-Skandinavien, sondern auch die beiden anderen, Frankreich-Deutschland und England-Deutschland, könnten in dieser Weise ihre Lösung erhalten. Die Lösung wäre eine Einigung über allmähliche Einschränkung der Rüstungen, und eine derartige Einigung könnte erzielt werden, wenn der Friede, dank der Stellungnahme der skandinavischen Staaten, voll Dauer wäre, und die großpolitische Spannung deshalb nachließe. Es ist zweifellos richtig: Weder Frankreich noch Rußland dürfte es wagen, ohne England einen Z^rieg gegen Deutschland zu beginnen, wenn der Dreibund durch den Anschluß Skandinaviens erweitert wäre England wiederum kann Deutschland nicht ohne Verbündete augreifen. England könnte sicher auf Frankreich als verbündete Mackn, dagegen nicht auf Rußland rechnen, das sich die Sache nicht bloß einmal überlegen würde, wenn es wüßte, daß cs die aefamte Streitmacht nicht nur Oesterreichs, sondern auch Schwedens gegen sich bekäme. Rußland wäre faktisch gebunden, wenn sich der Dreibund durch den Zutritt Skandinaviens in einen Vicrbund verwandelte. Dies würde aber Englands Kriegslust bedeutend abkühleu, und zwar um so mehr, weil cs baüoit ausgehen müßte, daß eine Blockade Deutschland weniger schaden und schwerer durchzuführen wäre, wenn die skandiilavischen Staaten zu den Verbündeten Deutschlands gehörten. Was speziell Schweden betrifft, könnte ein Bund mit Deutschland etwa auf folgender Grundlage beruhen: Schweden verpflichtet sich, Deutschland mit Waffengewalt beizu- stehen, wenn es gleichzeitig von zwei Großmächten, von denen Rußland die eine fei, angegriffen werde. Deutschland seinerseits übernehnie die Verpflichtung, Schweden mit ganzer Kraft beizustehen, wenn es von irgendwelcher Großmacht angegriffen werde. Unter dieser Großmacht wäre natürlich nur Rußlano zu verstehen. Ter Zusammenschluß aller drei nordischen Reiche zum Beitritt in den Dreibund wäre deshalb notwendig und zu beschleunigen, weil Rußland, wie man in ein geweiht en Kreisen munkelt, dem Deutschen Reiche bereits Angebote gemacht haben soll, als Kompensation für den Erwerb eisfreier Häfen an der norwegischen Küste -- Jütland zu nehmen. Um diesen geheimen Pmncn Rußlands zu begegnen, müsse Dänemark, so sagt man sich, enger an Schweden angcschlossen und ein Verteidigungsbund mit Norwegen vereinbart werden. Man wird sieh mit diesen Gcdanlengängen und Vorschlägen jetzt auch in der deutschen Ocsfcntlichkeit beschäftigen; sic weifen den Weg zu einer außerordentlichen Kräftigung unserer Auslandspolitik. Jtalimifche Preffestimmen. Rom, 9. Dez. Das „G i o r n a l e d'J t a l i e" schreibt: Die vorzeitige Erneuerung des Dreibundes zeigt, daß die drei Machte das gegenwärtige europäische Gleichgewicht und den Frieden, um den sich der Dreibund zweiselsvbnc verdient gemacht hat, aufrecht erhalten und einttächtig an die Lösung dec Orient- krise herantreten wollen. Man täte int Auslande unrecht daran, die Erneuerung als eine Herausforderung einer Mächtegruppe an eine andere zu deuten. Italien kann nickst umhin, seine durchaus friedliche auswärtige Politik fortzusetzen, die Politik des Gleichgewichts zwischen den Bündnissen und Freundschaften. „(E o rriete d'J talic" schreibt: Die Erneuerung des Dreibundes bildet eilt Ereignis von hervorragender Wichtigkeit in der Geschichte unserer auswärtigen Politik, weil die Gruppientng der Kräfte, auf bcr über 30 Jahre die Ausrechterhaltung des Friedens beruhen konnte, für Italien eine Bürgschaft für die Festigkeit und ruhigen Entfaltung seiner Tätigkeit int europäisckren Konzert bedeutet. „l'J t a I i e" erklärt: Der Dreibund, der in der Vergangenheit die Probe bestand, wird ungeändert der Angelpunkt der italienischen Politik bleiben und die sicherste Garantie bilden für den Erfolg und die Größe einer segensreichen Zukunst. „Popolo Romano" bespricht die Erneuerung ähnlich wie die „Tribuna". hend- Wiser"'' Ur. 291 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 10. Dezember 1912 Der rietzener »„zeig« Ye,na»vrei >: erscheint tagl/ch, miBei V AZ AfcX ▼ monatlich7',Pf^viettel- öiittzener Anzelger gernsprech - Anschlüße. M ■ Av Verantwortlich sur den sür die Redaktion 112, politischen Teil: Anqust General-Anzeiger sur Oberhessen s-LLM sür°°dw Taqecnunnner Rotatfon§dnick und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- und Stcinörudcrci H. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. AA. E.Heß^ür den bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. TThi ffätfbe, würde die höchste Stelle schwerwiegende Veränderungen in der Armee nicht eintreten lassen. Die Thronrede des Königs Karl von Rumänien. Bukarest, 9. Dez. Die Parlaments-Session ksk eröffnet worden. Um 11 Uhr vormittags wurde von dein Metropoliten in Gegenwart der Minister. Senatoren, Deputierten, Mitglieder des diplomatischen Korps, zahlreicher Würdenträger und den Epiken der Zivil- und Militärbehörden ein feierlicher Gottesdienst zelebriert. Der König fuhr mit seinem Gefolge vom Palais in das Parlaments- gebäude. Die Abfahrt des königlichen Zuges wurde durch 101 Kanonenschüsse angekündigt. Der König begab sich in Bsgleitung des Thronfolgers, Prinzen Ferdinand und Prinzen 'Carol in den Sitzungssaal der Kammer. Prinzessin Äisabeth wohnte der Feierlichkeit in der Präsidentenloge bet, wo auch der Präsident der Sobranje Danew Platz genommen hatte. Der König, beim Betreten des Saales durch lebhaften Beifall begrüßt, verlas folgende Thronrede: Unter den gegenwärtigen bedeutsamen Umständen und der für micb tief schmerzlichen Augenblicke empfinde ich besondere Genugtuung darüber, daß ich mich von den Vertretern ganz Rumäniens umgeben sehe. So begrüße ich Sic, die Sie zur ersten Session der neuen Legislaturperiode versammelt sind, von ganzem Herzen. Mit der Bildung der gegenwärtigen Regierung ist ein neuerlicher Appell an das Land notwendig geworden. Aus den jüngsten allgemeinen Wahlen hervorgegangen, sind Sie, meine Herren, in der Lage, wahre Bedürfnisse des Landes besser zu kennen. Die Politik Rumäniens, in ihrer traditionellen Selbständigkeit alsPolitikderMäßigungund des Friedens in den mit den höchsten Interessen des Landes verträglichen Grenzen (Beifall), versetzt uns in die Lage, mit allen Staaten freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten und uns namentlich des besonderen Vertrauens der Groß Mächte zu erfreuen. (Beifall.) Rumänien beobachtete bei dem Bestreben, zur Lokalisierung des Krieges beizutragen, gegenüber den kriegführenden Balkanstaaten Neutralität, wobei cs jedoch die Entwickelung der Ereignisse, die zahlreiche Interessen des Staates berühren, aufmerksam verfolgte. Wir sind zu der Hoffnung berechtigt, daß diese Haltung günstige Ergebnisse für die guten Beziehungen zu den Balkanstaaten in der neuen Gestaltung zeitigen wird und daß unsere Interessen Berücksichtigung finden. (Langanhaltender Beifall, wiederholte Bravo, ,jc.) Rumänien wird als ein wichtiger Faktor des europäischen Konzerts angesehen. Bei der endgültigen Regelung der durch die Balkansrage aufgeworfenen Fragen wird sein Wort Gehör finden. (Langanhaltender Beifall.) Das Vertrauen, das die Nation in die ausnahmlos anerkannte Tapferkeit ihrer Soldaten setzt, ist vollauf berechtigt. (Beifall.) Die Armee ist imstande, diesem Vertrauen zu entsprecl'en, sie ist immerdar bereit, ihre Mission zu erfüllen. (Langanhaltender Beifall.) Die neuen Kredite, die von Ihnen für die Armee angesprochen werden, norden in Ihrem erleuchteten Patriotismus ihre Begründung finden. (Beifall.) Meine Negierung unterbreitet Ihnen zur Be ratung mehrere Gesetzentwürfe, die dazu bestimmt sind, das Werk der Konsolidierung und des Fortschritts der rumänischen Staaten in jeder Beziehung zu fördern. Gott spende ihren Arbeiten seinen Segen. (Langanhaltender, stürmischer Beifall.) Die bulgarische Sobranje hritb Sonnabend zu einer kurzen Session zur Votierung des Budgets zusammentreten. An maßgebender Stelle in Sofia wird erklärt, daß der König der Bulgaren in der irächsten Zeit eine Reise durch die größeren Städte des neueroberten Gebietes unternehmen und dann Saloniki besuchen wird. Das bulgarische Matt „Mir" weist alle angeblichen authentischen Nachrichten über die Aufteilung der eroberten Gebiete unter den Verbündeten, insbesondere zwischen Bulgarien und Griechenland, als vollständig unbegründet zuriick und erklärt, daß neue Grenzen der verbündeten Staaten nach dem Abschluß des Friedens festgesetzt würden. Dieser dürfe keineswegs verzögert werden, denn die Balkanstaaten seien entschlossen, keinen Versuch der Ausflucht seitens der Türkei zu dulden. Türkische Angriffe auf die Montenegriner. Das „Berliner Taaebl." meldet aus C e t i n j e : Die Türken greifen fortwährend die montenegrinischen Stellungen von Skutari an. Die Frage der Eisenbahnen< Konstantinopel, 9. Dez. Unter den Fragen, die bei den Friedensverhandlungen geregelt werden müssen, findet sich auch die Frage der Eisenbahnen in den von den Truppen der Balkanstaaten besetzten Gebieten. Interessierte Kreise verlangen, daß im Friedensvertrag eine Klausel ausgenommen wird, nach der die neue Regierung alle Rechte und Verpflichtungen bezüglich der Eisenbahnen übernimmt. Eine französische Gesellschaft, die die Konzession für den Bau und Betrieb der Linie Salo- niki-Dede-Ayatsch besitzt, soll jedoch unabhängig davon mit Bulgarien über die Uebernahme der Rentierung des Baukapitals durch Bulgarien und Mtretung des Betriebsrechtes verhandeln, sowie darüber, die ganze Angelegenheit eventuell mit der Anleihe-Emission in Verbindung zu bringen. Der Friede mit Griechenland? Konstantinopel, 9. Dez. In Pfortekreisen verlautet, Griechenland werde übermorgen den Waffen ftill- standsvertrag unterzeichnen. Deutsches Keid>. Eine Eisenbahn von Travemünde nach Niendorf Die Bürgerschaft von Lübeck genehmigte Kostenlastantcil und Hergabe von auf lübeckschem Gebiet liegendem, zum Bau einer Eisenbahn von Travemünde nach der oldenburgischcn Ostsccstadt Niendorf erforderlichen Baugeländes, wodurch der Bau der Eisenbahn gesichert ist. Bau und Betrieb der Bahn übernimmt die Lübeck Büchcner Eisenbahn-Gesellschaft. Aus Sfafct und Land. ® i e öen, 10. Dezember 1912. Die Hoffestlichkeiten am Darmstädter Hof im Jahre 1913 finden wie folgt statt: 1. Hofball am 7. Januar, 2. Hofball am 14. Januar, Th6 dansant im Neuen Palais am 21. Januar. * * 3n Audienz empfangen wurde vom Groß- h erzog am Samstag u. a. Pfarrer Hellwig. - Lehrerpersonalien. In den Ruhestand ver- setzt wurde der Lehrer an der Gememdeschule zu Pfungstadt Jak. Schmidt auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste. — Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten HanS Thomas aus Wöllstein eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein-Hausen. — Der ®ro&berjog bat dem Lehrer an der Gemeindeschule zu Pfungstadt Jak. Schniidt aus Anlaß seiner Versetzung in den Ri,bestand das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen verliehen. Zu Forstassessoren wurden die Forstreferendare Rud. Glaser auS Nordheun, Wilh. Nebel aus Laubach und HanS Rausch aus Gießen ernannt. • • LehramtSperfonalien. Der Gro ßher; og hat den Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen Prof. Hch. LuciuS zum Oberlehrer an dem Landgraf Ludwigs-Gymnasium zu Gießen ernannt. • • Staatsbahn-Personalien. Der Großherz og hat den RegierungS- und Baurat Eugen Priester zu Elber- 'eld zum Mitglied einer Eisenbahndirektion in der Hesfisch- Preußischen Eisenbahngemeinschaft ernannt. ** Der Provinzialtag hält eine außerordentliche Sitzung am Samstag, 21. Dezember, vormittags 11 Uhr, im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen ab. Auf der Tagesordnung steht der Erwerb des Elektri- zitätswerrs Nieder-Wöllstadt und die Anlage von Kleinpflaster auf den Hauptverkehrsstraßen Oberhessens sowie ein Bericht über den Stand der Elektrizitätsversorgung. ” Stadttheater. Der Name Marzell Salzer ist ein Programm an und für sich, und der nächste Donnerstag abend wird sicher alle Freunde vornehmen HumorS ins Stadttheater ziehen, wo Professor Marzell Salzer seinen diesjährigen „Lustigen Abend* gibt. Besonders sei darauf hingewiesen, daß der Künstler diesmal ein vollständig neues Programm bringt. Abonnenten zahlen am Salzer-Abend gegen Vorweis des zweiten Ermäßigungskupons mir kleine Preise. ** Jubiläums-Vereinigung ehem. 116er. Am Sonntag tagte der Vorstand in Gießen. Alle Mitglieder, sowie sechs Herren vom Offizierkorps waren erschienen. Aus hem vom 1. Vorsitzenden Rechtsanwalt Ka u f- m a n n erstatteten Bericht war zu entnehmen, daß sich in der Hvischenzeit wieder einige neue Vereinigungen gebildet haben, so daß ^etzt 45 Vereine mit rund 8o00 Mitgliedern zusammengeschlossen sind. Am 9. Februar soll in Gießen die zweite Sitzung des großen Festausschusses stattfinden, bis zu der der Gießener Verein die Vorarbeiten in seinen einzelnen Arbeitsausschüssen so gefördert haben will, daß eine allgemeine Uebersicht über die Anlage des Festplatzes, die Unterbringung und Verpflegung der alten Kameraden gegeben werden kann. Bezüglich der Einquartierung erstattete der Vorsitzende des Wohnungsausschusses, Reichsbankbeamter Burger, Bericht, aus dem sich ergab, daß die Vorarbeiten rüstig vorgeschritten sind. Nicht nur Gießen selbst, sondern auch Heuchelheim, Wieseck, Klein-- und Großen- Linden, Lollar, Wetzlar usw. sollen zur Unterbringung der nt Tausenden zu erwartenden ehemaligen Angehörigen des Regiments herangezogen werden. Demnächst wird sich das Regiment zusammen mit dem Gießener Verein an die Bürgerschaft wenden mit der Bitte um Ueberlassung von Freiquartieren. Ein Teil der Gastwirtschaften hat schon Eruzelräume und Massenquartiere zur Verfügung gestellt. Bezüglich der Bahnfrage wurde der 2. Vorsitzende, Ober- Knegsgerichtsrat Cellarius-Frankfurt, beauftragt, in Verhandlungen mit der Eisenbahndirektion einzutreten, damit Sondcrzüge gestellt und den Mitgliedern der I. V. Militärfahrkarten gewährt werden. Da einige Vereinigungen mit der Einsendung der namentlichen Listen im Jttickstanoe sind, konnte der 2. Schriftführer, Postsekretär Fink-Friedberg, nur ein Muster vvrlegen, nach dem er die Festteilnehmerliste nach Kompagnien unk Jahrgängen getrennt aufstellen will. Die Veteranen aus den Feldzügen von 1866, 1870/71, den Chinawirren und dem Südwestafrika-Aufstand werden ersucht, ihren Militärpaß an das Regiment einzusenden. Bis jetzt haben sich 375 ^eteranen gemeldet. Anfang nächsten Jahres wird in allen Zeitungen Hessens und der benachbarten preußischen Provinzen vom Regiment eine allgemeine Aufforderung an die ehemaligen 116er ergehen, sich an der Hundertjahrfeier des Re-giments zu beteiligen und sich möglichst bald den schon bestehenden Vereinen und Bereinigungen anzuschließen, damit für die Teilnehmer rechtzeitig gesorgt werden kann. ** Die Hessische Vereinigung für Volkskunde hielt am Montag abend ihre Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Pfarrer Schulte von Großen-Linden erstattete den Geschäftsbericht, aus dem hervorging, das; die Vereinigung auf allen Gebieten ihre Arbeiten eifrig gefördert hat. Der von Bankdirektor Heichelheim erstattete Geschäftsbericht verzeichnet eine Einnahme von 3965.90 Mk. und eine Ausgabe von 3315.10 Mark. Außerdem besitzt die Vereinigung ein Bankguthaben von 1000 Mk. Der Vorstand besteht im nächsten Jahre aus den Herren Pfarrer Schulte (Vorsitzender), Geh. Hoftat Dr. H a u p t (Stellvertreter), Professor Dr. Helm (Schriftführer), Lehrer Römer (Stellvertreter), Bankdirektor Heichelheim (Rechner) und Fräulein Kalb Henn (Archivarin) Besonderen Dank stattete der Vorsitzende den Erben des verstorbenen Pfarrers Moser in Wohnbach ab, die dessen reiches volkskundliches Material dem Verein schenkten. Den Schluß des Abends bildete ein sehr interessanter Vortrag des Pfarrers Nebel aus Laubach über Alt- Laubach und seine Bewohner, der von einer Reihe prächtiger Lichtbilder begleitet war. Der Vortrag und die Lichtbilder ließen die Vergangenheit Laubachs lebensvoll vor den Zuhörern entstehen und den Redner lohnte lebhafter Beifall. Wir werden den Hauptinhalt des Vortrags in den „Gieß. Familienblättern" wiedergeben. ' ** Feuerwehr. Gestern abend sprach im „Sächsischen Hof" Gaswerks-Direktor S t e d i n g über dieWasser- druckverhältnisse der Gießener Wasserleitung. Der Redner leitete den Vortrag mit einer Schilderung ein, wie das Wasser entsteht. An der Hand einer Karte wurde man mit dem Rohrnetz unserer Stadt vertraut gemacht, wobei den Feuerwehrleuten viele interessante Einzelheiten der Leitung erklärt wurden. Zu dem Vortrag hatten sich beide Wehren in großer Zahl eingefunden, die den Worten des Vortragenden mit größtem Interesse folgten. Manche seiner Mitteilungen über die Legung mehrerer Schlauchlinien hatten praktischen Wert für den Feuerwehrmann. Nach dem Vortrag wurden noch einige Anfragen gestellt, worauf Branddirektor Braubach dem Vortragenden Dank aussprach. 1 ** Postscheckverkehr. Im Reichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende November auf 74 227 gestiegen. (Zugang im November 1121.) Auf diesen Postscheckkonten mürben gebucht 1402 Millionen Mark Gutschriften und 1406 Millionen Mark Lastschriften. Das Gesamtguthaben der Kontoinhaber betrug im November durchschnittlich 157 Millionen Mark. Im Verkehr der Reichspostscheckämter mit dem Postsparkassenamt in Wien, der Postsparkasse in Budapest, der luxemburgischen und belgischen Postverwaltung sowie den schweizerischen Postscheckbureaus wurden fast 7 Millionen Mark umgesetzt und zwar auf 2890 Uebertragungen in der Richtung nach und auf 13520 Ueckertragungen in der Richtung aus dem'Auslande. Hessen-Nassau. w Marburg, 9. Dez. Bel Kölbe geriet ein Automobil infolge einer plötzlichen Explosion in Brand und wurde völlig zerstört. Der Chauffeur konnte sich retten. Personen hatten sich nicht in dem Wagen befunden. Sehr gross Mrtsi Ausgab' Rind-B Riei Unseren Anzeigenkunden zur gefälligen Beachtung. Um den größeren Anzeigen für die SamstagsmMMk« eine sorgfältige Satzausstattung zu sichern, empfiehlt es sich dringend, die Aufgabe ein bis zwei Tage vorher zv bewirken. Bei der großen Menge ber Anzeigen kann nut bei rechtzeitiger Bestellung eine wirkungsvolle Anordnung gewährleistzet werden. Verlag der Siebener Anzeigen. d^teeife c» Lhflenen S mfejt bet LLKLrs Mcigeni Ws- l"l»r u.Vl' W." N. in oa ' HS ' ,^.Vrt Dle 'iw?1- . Such V | y: qjapa, I i 9. ® ' t uw,? £ o* '■ Zähren an U^Mdi^ WÄ - 2er . a 2oklvr! 3N l/riftfi waren. gellen u ■ :> , Sei de Ka nur Unchm Kqfre linnhigen ■ I Arten proM |L wai Stt un 1^ Amt' *Jd H -,>. ist aber ntenr ? ras Nobelpro Friedens für das nm LhinchMa. Unter den ferneren Pelzsorten ist besonders ein filberm-m,-. Dclz, der |td) durch einen blämidkit Schimmer mancherlei ^Schattierungen vom hellsten bis zum dunkelsten aurroeut, jebr beliebt, da er neben der bübfdrm r^rbc io unb weich ist, wie Eainn ein anderes Pelzwerk. Dieser Pelz, den alle Damen als Chinchilla kennen, stammt von eine-, kleinen Tierchen, das als Mittelglied zwisckren Hase und Mars zu den Lasenmäusen gehört und in den itorbillercn Sümamerika' besonders in Peru, Bvlvia und Chile ;u Hause ist Fn k—1 felsigen Geklüften dieser gewaltigen Gebirgszüge leben die Cft- chillas, die nur eine Länge von 30 Zemimeter erreichen n i ^ledelungen zusammen, ganz nach Art der Murmeltiere in unsere Mpeii. Sie nähren sich von Wurzeln und allerlei Pflanz« und sind muntere Tiere, die eine besondere Gewandtheit i» Klettern haben, denn sie können ohne Schwierigkeit an fteiltr Felswänden empor kl eitern. Ter kostbare Pelz der Chinchillas war schon in alten 3eitai hochberühmt, und unter der Herrschaft der Inkas verstanden c< die Peruaner, aus den seidigen Haaren des Felles munberbtr ferne Tücher für die Vornehmen des Landes he^ustellen. Heut ist diese Industrie verloren geaangen, aber als Pelzwerk sink die Felle überall außerordentlich begehrt. Die in unserer fort- geschrittenen Zeit leider naturgemäße Folge davon ist, daß m weiten Gebieten ihrer Heimat die Chinchillas beinahe oder aucd völlig ausgerottet sind, dank der rücksichtslosen Verfolgungen. Ganze Scharen von Pelzjägem durchstreiften jahrelang die Kordilleren, und wo sie eine Chinchillaansiedlung trafen, wurden di- Schlupflöcher und Baue der Tiere so lange mit Schlingen w Fallen umstellt, bis auch der letzte Bewohner der Siedettmg gefangen war. Durch diese unsinnige Methode, die übrigens der Mensch m der ganzen Welt bei jedem irgendwie wertvollen Tier beobachtet, gelang es, im Laufe von ungefähr 50 Johx^ den Bestand der Pelztiere derart zu vermindert, daß heute der echte Chmchittapelz zu einer ziemlich seltenen Kostbarkeit «, worden ist, denn ein Chinchillamantel muß heute mit Tausenden von Mark bezahlt werden. Noch vor 50 Jal/reu erhielten die Jäger für ein Dutzend Felle ungefähr 20 Mk., während sie heute mehr als das Zehnsack^: dafür bekommen. Um nun ber achfrage nach diesem köstlichen elzwerk einigermaßen genügen zu können, ist man in neuester Zeit in ©ül* amerifa vielfach dazu über gegangen, die Chinchillas in etnge. friegten Gehegten ^u züchten, was ziemlich leicht sein soll, da die Nahrung der Stere unschwer zu beschaffen ist und im großen und ganzen der unserer Kaninckten gleichkommt. Die meisten der jetzt importierten Chinchillafello kommen schon aus diesen Zucht- anstalten, da die Jagd auf die selten gewordenen Tiere nickt tndjr lohnt: unsere Damenwelt bat die Hoffnung, daß bei größerer Ausdehnung der Zucht der Pelz vielleicht wiä>er billig wird. Die Zucht der Chinchillas bringt übrigens doppelten Vorteil, da bti Fleisch der Tiere als zart und woUschmeckend berühmt ist und in Südamerika gern gegessen wird. vermischter i —Die Hellseherin" von Orleans. Ein Pro^ß ^ser Woche vor dorn Berufungsgericht von Orleans seineil Abschluß gemnden hat und mit der Verurteilung einer «Selb seherm zu drei Jahren Gefängnis endete, bringt einen charal- terrsttschen Beitrag zur Psychologie der Leichtgläubigkeit. Bei der Verhandlung zeigte sich, daß diese „Hellseherin" seit Jahren von verhaltmsrnäßig wenig bemittelten Leuten recht stattliche Summen für allerlei „Ratschläge" erhielt und ihre Tättgkeit vermutlich noch Jalnzehntelang fortgesetzt hätte, wenn nicht der robuste Smn emes Fleischermeisters schließlich an den wunderbaren (EtgenUbaften der Dame gezweifelt und die Hilfe der Gerictchk m Anspruch genommen hätte. Welche Beträge diese „Hellseherin" wren abergläubtschen Opfern zu entlocken wußte, zeigen einig' Falle, bie bei der Verhandlung ans Licht kamen. So zahlte 4 eine junge Frau, die an einem Geschwür am Arm litt, ni£ weniger als 6000 Mark für die folgende recht einfache und rnüJj» lose Verordnung: „Wenn Sie mein Haus verlassen," so befc-l die Hellseherin, „dann sollen Sie mit ihrem kranken Arm bat Sckwanz des ersten Tieres berühren, das Ihnen begegn^ und alsbald wird das Nebel von Ihnen auf das Tier übergehen" Em anderer Pattent, eine Dame, erfuhr, daß im vorliegend« Jolle eine schwere .Herztuberkulose" die Ursache aller Leid« mare. Es gelang zwar nicht, dieses hartnäckige Leiden zu heilet, aber immerhin konnte die Patienttn von einer offenbar schmerzhaften Hypertrophie des Geldbeutels geheilt werden und verdankt in dieser Hinsicht der übersinnlick)en Heilkünstlerin viel Erlei» terung. Eine besondere Schwäche hatte die Hellseherin für Liebel bedürftige: so war sie bereit, einer voll aufgeblüten Matw« für nur 1000 Franks die Zärtlichkeit eines Jünglings zu ve> schaffen, während em alter biederer Gärtner nicht übet in Schreck« gejagt wurde durch die Versicherung, die bösen Geister seien ibn auf der Spur. Es ist klar, daß solchen bösen Geistern nur damit beizukommen ist, daß man sie in einen Totenschädel einsperr; aber das konnte die Hellseherin natürlich nicht tun, ohne dcs Jawort der fünf Mitglieder des Rates der Natur zu erlanaet Und diese fünf Ratsherrn sind sehr anspruck^volle Leute. D«s Mißgeschick kam erst, als die Hellseherin einem Fleischermeistcr für 100 Franks einen „Tip" für den Stand des Hammelmarklck m sechs Monaten gab: der Meister befolgte den Rat und verbi ein Heidengeld. Das Merkwürdigste an dem ganzen Prozeß ata ist, daß abgesehen von diesem ketzerischen Fleischermeister alle anderen Opfer der Hellseherin noch heute felsenfest auf die Wunder, kräfte dieser hellen Dame schwören und nicht dazu zu beweg« waren, Anllage zu erheben. • Orientieren. Kür lich wurde in der Zeitschrist M Sprachvereins als Verdeutschung von Orientierung (beim Kirche»' bau) .Cftunq“ empfohlen, das ausdrucksvoller ist als daS oec* waschene Fremdwort. Und wie ost lieft man dieses trotz feiner Verwaschenheit beute 1 wie sehr ist e§ zum Modewort geworden! Eigentlich orientiert nur der Seemann, d. h. er sucht den Conm ß« ausgangSpuukt, den Osten, auch „orientiert* man mit Recht eint j Kirche, d. h. richtet ihren Chor nach Osten: heute aber .orientiert1! man einen Bau gar von Luden nach Norden! Heute sagt mar ti ferner, eine Regierungspolitik sei nach dem und dem GefichtSpurkt ■ orientiert, spricht von einer national orientierten Mitteloartü 3 meint, ~ die Volitik müsse gänzlich neu orten :ert werden usiv. ti usw. — statt richten, einrichten, einstellen usw- — Und wie viel« Verdeutschungen gibt es doch für .sich orientieren* I ©OWjir bat ihrer ein volles Dutzend, darunter ..sich umfeben* und umschauen*, su diesen stellt sich für viele Fälle ganz vortrefilit -stck umbören*. Dieses Wort ist vielleicht noch kaum ober nur lehr wenig bekannt: bei Heyne fehlt es, Sanders aber bringt ck in folgender Form: „Umboren, refl : sich hörend, erfunbiaenb nat etwas umtun (ogU sich umfeben): Warnte vor den UmhörungM und unmaßgeblichen Ratschlägen. Geroinus Lit. 5. 287*: er belegt es im .Ergänzungsbande' noch auS Freytaa, den Grenzboteir, Mommsen iAuck e. Wort), Rodenberg risiv. Das Hauptwort »lln* börung" scheint zwar nicht besonders empfehlenswert zu fein, aber baS rückbezügliche Zeitwort dürste sich in sehr vielen Fällen als brauchbare und zweckmätzige Verdeutschung von „sich orientieren Europa etwas die Vorteile für Sie, wenn Sie Ihren Sehr gross sind Weahraschts-Bedarf Verkauf. 8,50 6,50 7,50 25 26 3,75 4,25 oo »läusbiirg Harktstr 0 Ausgabe von Rabattmarken des Konsumvereins Giessen und Umg ■ Ä!St Wkiilisl?. Moritz ßregori ds.ys., nachmittag- 2Nbr, wr. , ,. ' werben im Sälchen Bahn' Donnerstag, d. 12. d. Mts., Tel. 391. Krenzpl. 14. Wegen GefchäftSverlegung ein Großer Posten la. Glühkörper zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 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Bei Saloniki wurden die Türken von dell Bttlgaren nicht nur hingeschlachtet, sondern auch noch den entsetzlichsten Martern ausgesetzt. Gegen Frauen wurden Scheußlichkeiten verübt, die nicht wiederzugeben sind. Verwundete wurden lebendig begraben. Die Konsuln der Großmächte l>aben darüber bereits an ihre Regierungen berichtet. Türkisch-albanische Vandeo. :/: Köln, 10. Dcz Nach einem besonderen Telegranrm der „Köln, Zdg." ans Balo werden infolge des fortgefefr* ten Auftretens türkisch-albanischer Banden, besonders in der Gegend von E l a s s o n a , die schärfsten Maßregeln getroffen. Tic griechischen Freiwilligen wurden mit der Verfolgung der Banden beauftragt. Damen-Halbscbnhe elegante Fassons mit und ohne Lackkappen nachmittags 3'/, Uby versteigere ich bet meiner Hosrciie 1 (Sidicnimnint I. ML, 9 m lang und 53 em Durchmesser. l'«**» In grosser Auswahl empfehle ich: Kinematographen u. Laterna magica von Mk. 1.50 bis Mk. 26.— ____ Siiitftifle fionigtltgtnlirit iiir Wirte uni Prio°tc! Herren- WerktagS’Sliefel 6,50 7,50 8,50 Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdienst, Gieße«. DetterauSstchten in Lessen tiir Mittwoch, den 1L Tej. 1913: DieOucv trüb, mit leichten Ntederichlägen, etwas milder. - —1 .... ■-!■ ■ - ■ ■ 1 Letzte nncbricbkn« Frankreich und der Dreibund. :/: Paris, 10. Dez. In Regierungskreisen erregt die Ankündigung von der Erneuerung deS Dreibundes den denkbar stärksten Eindruck. Man erblickt darin den Beweis, daß im Falle eines Krieges zwischen Oesterreich und Rußland auch Italien tatkräftig eingreifen werde, wodurch jede französische Hilfe für Rußland gelähmt werde. Unter solchen Umständen betrachtet man hier die panslavistische Forderung, Rußland möge die serbischen Forderungen mit den Waffen unterstützen, als einen Wahnwitz. Damen-Stfcfel Chevreaux und Boxleder mit und ohne Lackknppen neue Fass. 7,50 8,50 9,50 Heute neues Programm! Wieder ein erstklassigerScblager Zwei beliebte Bühncn-Sterne Tie rfmnierncbt Leitung des 2«l| i n a -Xü e a t et< in Berlin baden aui Wunsch der Erben Ctto Brahms Rudols Rittner und Willy G r u n d w a l d übernommen. Tei dem Konkurs des Bankier» Rudols Kleydolt in New- Po rk weilen die Massiven 2173 000 Dollars, die Aktiven 123 000 Dollar auf. Heinrich Appel, ^nstallationsgeschäst Löwengasse 18.P**“ Schwerhörige erhalten das „Otophone1* 15 Tage zur Probe Persönlicher Besuch erbeten. Broschüre Nr. 18 kostenlos. Deutsche OtophoneCo. Frankfurt am Hain Bockenheimer Anlage 50 pL (Kein Laden.) „Taö ist aber merkwürdig, jetzt, wo doch jeder in nehmen will." Kleine Tagerchronik. Das Nodelpreis-Komitee hat beschlossen, rigen Friedenspreis nicht ^u verteilen, wird für das nächste Jahr zurückbehalten. bei mir decken. — Bringe für den Weihnachts-Verkauf bedeutende Posten nur gute Schuhwaren trotz der Teuerung sehff* billig zum Plockstrasse 12 jür Ihre lumpigen 2 Franks das große Los und einen Millionär al- Gatten prophezeien werde!" — Der Freier. ,^a, mein Herr, wenn Sie nm meine Tochter anhalten, so must ich doch Ihre Verhältnisse kennen. Was besitzen Sie?" „Oh... ein Mrti hübsches Amateurtalent für die Flöte." — Merkwürdig, fehlt er: „Was nehmen Sie, mein £)err?" „Tanke, nichts." Verschwundene militärische Akte«. Aschaffenburg, 10. De-. Sergant Gyselbach vom hiesigen Bezirkskommandv l-at sich erbangt. Der Grund des.Selbstmordes ist darin yi suchen, daß ihm wichtige militärische Akten abhanden gekommen sind. emvstehlt vorteilhaft e^ßi'Sormonn Gießen 8009 Telephon 165 Neustadt 11 landwirtschaftliche Geräte und Bedarfsartikel. vw « *5. 7 in Pantoffeln, Winterstiefeln, Schnallenstiefeln, JKl 16S@ 31 ■ jEL U S W SL X Kamelhattreiciiiihcn etc. Mioson ein verläßlicher Kraflsoender für alle, die stch ■«■vtsvn abnefpannt, nervös, marode fühlen oder nach srvmercr Krankheit der Straftinunn bedürfen. Das echte Biofon. hergestellt unter Benutzung des Reichspatents 171371, ist crbältL in allen ?luothefen, Drogerien, die Dose eutc morgen Vs7 Uhr ist brr von Monsl>eim fällige A r b e i t e r z u g airf eine Rangierabtci- lung aufgefalwen. Mehrere Wagen wurden beschädigt. Der Heizer erlitt erhebliche Brandwunden, während 20 Leute un- erh.blich verlern wurden. Ter Materialsdiaden ist sehr groß. es. Orleans. Ein syecicht von Orleans fr Verurteilung eins , endete, bringt einen dje der Leichtgläubigkeit. & je „Hellseherin" seit Iah lten Leuten recht flat erhielt und ihre Tä ,esetzt hätte, ivenn nicht hMich an den mmbnbe-ü und die Lilie der S« ? Wräge diese „veujehi tlocken imifete, »eigen Licht kamen. So ajutl schwur am Arm litt, iibe recht einfache und Haus verladen, jo tit ihrem kranken Arm w b«i »■ itn of d-- Versteigerung. Morgen vorm. 11' , Ubr sollen 2 Pferde, 1 Kiib, 1 Mähmaschine sowie Hausgeräte aller 21 rt Zwangsweise gegen bar »ersteigert werden. . Busammenkunir der Steiferer auf meinem Bureau imt 10", Uhr. 010038 Gießen, am 10. Dez. 1012. Ceivel, Gerichtsvollzieher. Puppenstuben- I^Tapeten in reicher Auswahl bei Terd. Nrnii>*ticl — Piockstraste 7 —- $004) Lavetenhandlung. ffer der sK ' 'ernnndern, x Wenb flt • chwerk dl' ij > fän ? « Mm j* °'num9- daß bei grfj lieber billlg wird dovvelten Vorteil, ba, meaenb berühmt ift y# enodte*. Unb ebenso tbimte man sagen: ^ch muß erst um* herebea' • Französischer S> n-m o r. Aufrichtige Trauer fln dein Begräbnis eines reichen Bankiers bemerkt man im Trauerzuge in einer der ersten Reihen einen Herrn, der herz- yttbteävmb schluchzt. Ein Mitleidiger, ergriffen von diesem auf* richtigen Schmerle, nähen sich ilM und fragt: „Sie smd gewiß nahes Fannlienmitglted?" „Ach, mein Herr," schluchzt der andere, „ich roetne ja so, weil ich es nicht bin." — M oderner fomfott. Die Fremünn: „Aber, meine arme, teure Lucie, nxirum hackest du denn diese kompromittrerendcn Briese nicht verbranntLucie: ,^}a, wie konnte ich benn? Wir haben doch Damvil-eizung! . . ." — Der Wert klassischer Bil> düng. „Papa, wozu muß ich denn dieses dumme schwere Griechisch lernen?" „Wozu, du dummer Bengel, wozu ... Na, und wenn du mm z. B. im nächsten Orient kriege Krregskorrespondent werden wolltest?" — Eine günstige Gelegenheit. „Der Mann hier möchte gern einen Paß nach dem Balkan." „Was ist sein Beruf?z/ „Degenschlucker!" — Der beste Beweis. ,Wso Sie glauben wirklich, Herr Doktor," fragt der Skeptiker, ^daß Ihre alten Mediztnen jemanden am Leibe erhalten können?" "Aber gewiß," erwidert der Arzt. „Der beste Beweis dafür sind die drei Apotheker unb ihre Familien, die sich dadurch fdion seit 20 Jahren am Leben erhalten." — Die Ausnahme. Der Schöngeist spricht im Salon von dem Problem der Frau nnb erklärt: „Eine charakteristische Eigenschast ber Frauen ist, daß sie alle Dinge immer persönlich nehmen." „Wie können Sie das sagen?" fährt die Gastgeberin entrüstet auf. ,^Jch tue das gewiß nicht!" — Der Dreizehnte. „Ach, mein armer Mann, Herr Doktor! Ihm hats Unglück gebracht, daß wir zu Dreizehn bei Tisch waren. Wir mußten doch 14 sein: bedbafb hat er für zwei gegessen und mm liegt er mit verdorbenem Magen im Belt." — Bei der Wahrsagerin. „Aber Sie prophezeien mir ja nur Unglück!" „Na, denken Sie vielleicht, daß ich Ihnen 27/30 3,25 27(30 Großen-Linden, 9. Dez. 1912. Heute üt eine große Sen- duim schöne Christbäume eingetroffcn bei 010036 I. Krack, Kaiser-Allee 3 a. Wanda Treumann und Viggo Larsen spielen in dem großen Detektiv-Drama Hohes Spiel 2lus dem Tagebuch einer Gebeimagentin in 3 Akten. An* dem Inhalt: 1. Das Dokument 2. Die Gebeimagentin depeschiert 3. Der Detektiv erführt den Inhalt derDevrfche 4. Der Bug wird aus ein Trajekt gesetzt 5. Der Detektiv telegraphiert an die Behörde 6. Detektiv und Agentin schiffen stch ein 7. Als Heizer verkleidet 8. Ter ftambf um das Geheimdokument 9. Ans Vanb geipült 10. Auf der Ilucht 11. Im habe das Spiel verloren 12. Verhaftet. HOHES SPIEL zeigt zweifellos das möglichst Erreichbare der ttinotechuik. Spannend vom ersten bis znm letzten Akte. Heute DienStag zum letzten Male Arl. Lleei NcbtiHchka als Hauptdarstellerin in Die Bajadere Drama eincriudisch. Tänzerin in3 Abteilungen, n-cmer: Mütterliches Opfer Aus dem Leben einer Waike. Außerdem das übrige bochintercfsante neue >" DIC uiiuwv.---- hartnäckige von einer off* geheilt werben imb -m... l Heilkünstlnin. bi"- Jrten Totew-hadel n Starw « t mtb ! an dem 1 H eutf pl unb w» w drucksvollcr ' kc -r^äSsl ft&SliBa J bem u" JE gjlilt^.l ii* "“'iS - U”b„"e«‘.1 »«kl !'r*5*Ä 2il- RI Für Erholungsbedürftige und leichtere bm nmiRM Kranke.>wsin^be8Üoht. Q W m| ■* U U H Hg Kuranstalt Hofhelm I. T. »/• Stunde v. Frankfurt a. M. Prospekt« N w Ä V R fll durch Or. Schulre-Kahleya«. N*rvenarat, 75Q Herren-Stiefel Chevreaux und Boxleder mit und ohne Lackkappen 8,50 9,50 10,50 Kinder-Stiefel la. Wichsleder, sehr gute Böden M. 2,25 Rind-Box-Kinder-Stiefel breite Formen, gute Böden M. 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Frcitag, dca 13. ds. 3016., abcads %9 Uhr in „Steins Garten" V o r t r a g des Herrn Pfarrer Schilbach, Berlin, Generalsekretär des evangel. Bundes, über: „ProttstaMibc Wcltinisstmung, deaWe Kultur aad modcrnes Ltudcntciiiuia". Jedermann, besonders die Herren Studenten, herzlich willkommen. Eintritt 20 Psg., Mitglieder frei. 8002 Der Vorstand. Steins Garten w Nur Donnerstag, den 12. Dezbr., abends 8 Uhr: NV Großer Demonstrations-Abend von ÄEforss Simon Wissenschaftliche Enthüllungen über geheimnisvolle Vorgänge des Lebens. Suggestion, Spiritismus, Geistererscheinnngen usw. Exmirt*de?te Wünschelrute! Telepathie (IZcbankcniibcrtragiingl Simon führt alles aus, was Sie sich denken, nur denken : Hochinteressant! Staunenerregend! Herr Simon gastierte vor hoben und höchsten Herrschaften, vielen wissenschaftlichen Korporationen, höheren Lehranstalten und Vereinen. Allgemeines Urteil der Presse: Das Vorzüglichste und Wertvollste, was ie auf dem Gebiete der Exverimental- vsychologie geboten wurde. 09915 Kein Gebildeter darf fehlen! Preise der PW: 1. Platz Mk 1-, 2. Platz 70 Psg. Vorverkauf in der Musikalicnhdlg. Busch, Lindenplatz, Ecke Kirchcnpl. Cafe Ebel Burggraben Inh.: Karl Ohm Telephon 586 .Aeltestes Spei.seh.aus Diners :: Soupers, ä la Carte Diverse Vereinszimmer :: 2 Säle für Versammlungen Kommerse, Hochzeiten etc. :: Kegelbahn :: Billard Jeden Sonn- und Feiertag E# ________A ab 6V. Uhr © El 3E © ff* 11 ausgeführt von Mitgliedern der Kapelle des Inf.-Regts.116 Entree frei 7421 Entree frei. Als praktische WeihEagbts-figsehDke empfehle: Fahrräder Nähmaschinen Geldkassetten Geldkörbe v"/„ in grosser Auswahl zu mässigen Preisen Fr. Krogmann, Giessen Bahnholstrasse 30. In den Räumen der alten Klinik Die Ausstellungsleitung. D9/, Unter Forderung der Stadtverwaltung n. des Kunst-Vereins 5. Turnus. Ausstellung deutscher Maler aus Worpswede und Niedersachsen Aussteller: Heinr. Vogeler-Worpswede. Otto Modersohn-Worpswede, Fritz Overbeck-Worpswede. Rich. Hartmann-Worpswede, Professor Brehling-Fischerhude, W. Bertelsmann-Worps- wede, S. Wencke-Worpswede, Wilh. Bartsch, Worpswede, F.Holsoe-Kopenhagen, C.Weinert Godeshorn, A. Lyongrün-Wilsede, E. Meyer- Worpswede, Udo Peters-Worpswede, Joh.Holst, Finkenwärder, G. Borgmann-Lübeck, Professor Müller-Kaempff-Ahrenshoop.KarlKrummacher Worpswede, H. Köster-Worpswede. a) WorpswederKunstgewerbeansstellnng b) 18 Kollektionen, ca. 240 Original-Oel- gemälde. Die Gemälde sind Eigentum der Künstler, teilweise jedoch schon im Privatbesitz. c) Meisterradierungen der Galerie Com- meter R0QllphQ7Pil* Donnerstag, 12. Dezember, DooUbUö/iulli (auch Sonntags) bis 22. Dez. von 10 bis 7 Uhr. Dauerkarte (nicht übertragbar) 1.— Mk. Mitglieder des Kunstvereins 75 Pfg. Stu dierende 50 Pfg. 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T ■ 2rif zeigt, in dc I iv'entlich erhöht I Veit 1 und III be s nr noch 100 Mc ^ahresversammlmig Donnerstag, den 12. Dez. im Hotel Köhler Beginn 9 Uhr abends. Tagesordnung: Jahresbericht, Hütten bau bericht, Kassenbericht, Festsetzung des Wanderplans für 1913, Verschiedenes, Vorstands- Vereinlgte Chemische Werke Aktiengesellschaft, Charlottenbarg, Salzufer 16. Abteilung Lanolin-Fabrik Murtinikenfeldo ßkseinl N „fieilriDg“ in Tuben und Dosen. Min-ta Za haben In den Apotheken and Drogerien. Holst. Hechte, Schollen IrischeKschkoteletts Pfund 30 Pfg. Seehecht ohne Kops »er Pfd. 60 Psg. StM"' .Swiger'p iiredla» I »öctznil'ch. logen*1 e JrifUjt iifdit Mittwoch früh 9 Uhr eintreffend. Feinste AngelscheststsSe W. 30 Pfg. Prima Kabliau, kopslos Hervorragend preiswert! Imitierte a10/1* fXrn Persianer y/ju Krawatte ~ Imitierter CÄflfl Persianer /IJU Muff (Taschenform) Alle Pelze Auswahl zu billigsten Preisen. 1. Salomon $ Cie. Grüne Heringe 3 Pfund 50 Pfg. 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Bratsche m. Pfte. Gesänge von J. Brahms und Hugo Wolf. Eintrittskarten ’ I. Platz Mk. 3.—, die weiteren Mk. 2—, Stehplatz Mk. IH). ------------------ Studentenkarten Mk. 1.—. Kleine Partitur-Ausgaben sind in der Musikalien Handlung von ERNST CHALL1ER (Rudolphs NachfJ, Tel. 671 für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Ka^se zu haben. \ , Snnrfpr-Ähnnnpmpnt für die 3 Kammermusik-Abende öonuar wponnemcni ä Platz (nach wahn . . . Mk. 6.-. ===== OefTnung des Saales nachm. -IV, Uhr - -----= bitte unsere der heutigen Nummer beiliegende Preisliste u. bewahren Sie dieselbe zur Benutzung für Ihre Einkäufe auf a"/w Di 2lt W iiges aus bei x Lorlage i Die Lcrz zj tum Lorwur «ffltitüBcr mar Sorten mit bei >