,ahl am Platze. ‘Ibeeren! SSäpSSRj mm, «r. ingsverlegung, l”0Ch Ziehung der * Sclilossfreih8i[$. iotterie aur 1 Mark 000 ien Abzug zu gewinnen, tück Mk. 10.- sind zu haben uchacker, Neuen kLu-- 11 •rstrasse 63. W nm,»ich iarbe,IchW.,WIs n, Üddc, Pinsel, J-uisbodeuöl, wchö, Parkctroie rc. 1* $r, Mänsbnrg 13. Tel. K 30 - 40 40 r 10. ir st er- rt- 8ZN b:__ ?.» cautierl mb 20 * MS ’ttCC 11 „ 3-' '' Lbaser ; ' 40 - concn , , 40 - Mer , , o» " rttnodi- . u usgcwählte und wohl meckendc Torten ten ä '/. und V.Wl 1111601» MM io1 löslich' Mmd M •” itiert rein W Was heißt feld- dienstfähig? Ich möchte wissen, wieviel Rcichstaasab- georbnete felbbien ft fähig wären? Jeder würde vom die Bescheinigung erhalten können, datz er nicht felddienst- fabig ist. (Lebhafte Oho-Rufc.) Oft gehen pensionierte Offiziere in fremde Dienste. Nehmen diese Staaten kranke Leute? Das glaube ich nicht. Also, sind sie zu unrecht pensioniert worden, (sehr ri'Ctigt’) Solche Offiziere dürfen, wenn sie von fremden Staaten bezahlt werden, keine Pension aus der Reickskasse er- galten. Wie steht es mit der Ausführung der im vorigen Jahre fast einmütig angenommenen Resolution, die eine Aenderung der Zivilversorgung der Militäranwärter, ins- beionbcre ihre Apsiedlung verlangt? Mit der Verstärkung des veeres wird das jetzige Verfahren immer unhaltbarer. Um die emiteCung Untaugliche zu verhindern, sollten bei den Musterun- jgen wenigstens in den großen Städten, die Schulärzte heran- gezogen werden. Generalleutnant Bacmeister An die MUitärdienstfähigkeit der Apotheker stellen wir nicht zu hohe Anforderungen. Tic Unterstützungen für dic KriegSinva- liden sind kürzlich auf Grunp einer Vereinbarung mit dem Reicks- schatzamt um. 20 Proz. erhöht worden. (Beifall.) Tie Zivil- Versorgung hält die Militärverwaltung für eine Lebensfrage der Armee. Je besser die Zivilversorgung, desto reichlicher der Ersatz. Deshalb sucht die Verwaltung sie so günstig wie möglich zu gc- Italien. Vor zwei Jahren ist eine gewisse Stockung cingctrctcn. hauptsächlich wegen der allgemcinen Sparsamkeitsbestrebungen bei den Zivilbehörden., Ter General gibt eine ziffernmäßige Darstellung über die Zivilversorgung. Auch hinsichtlich der Wchrvorlage ist Vorsorge getroffen. Es geschieht alles was geschehen kann. Tie Frage der Ansiedlung ist im letzten Jahre genau geprüft worden: aber die Bemühungen scheiterten, weil sich zur Ansiedlung die eigentlichen Militäraiiwärter troy der gebotenen Vorteile nicht gemeldet haben. Ter Militäranwärtcr ist nach 12jähriger Dienstzeit nicht mehr sonderlich befähigt, Ansiedler zu werden. Wir sind aber mit dem Landwirtschaftsminister in Vrbindung getreten. Sächsischer Generalmajor Frlir. v. Weissdorf erwidert dem Abg. Erzberger, der die Pensionierung eines sächsischen Vorstabsapothekerö - getadelt halte. Die Militärver- maltung mutz daraus scheu, datz die Militärbcamten fclddienst- fähig sind. Ein Vertreter des R e i ch S m a r i n e a m 1 S gibt für die Marine ähnliche Erklärungen ab. In den letzten sieben Jahren sind nur 3 Apotheker pensioniert worden, die alle über 20 Dicnst- jahre hatten. Slbfl. Siebenbürger (Kons.) tritt für die Altpensionäre ein. Abg. Gotting (Natl.) unterstützt die Wünscke der Kriegkinvaliden und Altpensionäre. Abg. Liesching (Vv.) betont, datz dic ärztlichen Zeugnisse aufs gcwisscnhastcsi? ausgestellt werden müssen. Dann wird auch dic Zal der Pensionierungen geringer werden. Die Frage der Zivilvc. , rgung ist außerordentlich schwierig Wenn die eVrsorgung der Militäranwärter schlechter wird, würde die Versorgung unseres HeereS mit tüchtigen Unteroffizieren gefährdet. Andererseits ist aber auch eine Militarisierung unseres Zivillebens bedenklich. Tie Ak-tpensionäre sind in einer außerordentlich bedrängten Sage und cs ist eine Ehrenpflicht des Reiches, ihnen und namentlich ihren Familien zu Helsen. Es läßt sich vielleicht ermöglichen, ihnen Zulagen zu geben und zwar sollten diese an feine Bedingungen geknüpft werden. Der Geist der Sparsamkeit, der den Invaliden und Altpenfionären gegenüber herrscht, herrscht nicht gegenüber den höheren Offizieren. Die Ausgaben müssen nach der Notwendigkeit bemessen werden. (Beifall.) Abg. Dr. Struve (Vp.) empfirchlt die Zuziehung des Schularztes zu den Aushebungen. Tüchtige Unteroffiziere sollten auf dem Lande angcsicdclt werden. Zivilversorgungsschein bedeutet jetzt vielfach Zivilsorgeschein. Bei der Neuregelung der Pensionsgcsetzgebung soll man "auch an die Deckoffiziere denken. Der Redner verweist darauf, datz auch weibliche Beamte viele Stellen wegnehmen. Generalleutnant Bacmeister erklärt, daß die weiblichen Beamten, soweit sie nicht nur als Hilfsbeamte angestellt sind, nur in solche Stellen kommen, für die kein Militäranwärter sich gemeldet hat. Die Altpensionär-Resolution wird angenommen. Der Etat deS Reichstags. Eine Resolutionn Baffermonn fordert für die Abgeordneten freie Fahrt während der Dauer der Legislaturperiode auf den deutschen Eisenbahnen. Abg. Kuhnert (Soz.) fordert eine Volksausgabe der stenographischen Berichte. (Zuruf: Damit die Reden noch länger werden.) Nach Annahme der Resolution Bassermann wird auch dieser Etat erledigt. Freitag 1 Uhr: HeereSvorlage und Militäretat. Schluß 8 Uhr. Preußisches Abgeordnetenhaus. Tas Polizeiaufgebot in der Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses. In der heutigen Sitzung des preußischen Abgeordn.'tenhcruses ereigneten sich folgende Szenen: Zur Beratung stand die erste Lesung des von der Regierung dieser Tage cingebrachten Besitz f e st i g u n g S g e s e tz e s , das den deutschen Grundbesitz in allen zweisprachigen Gebieten Preußens außerhalb der Ostmarken gegen Uebergang in polnische ober dänische Hände sichern soll. Es spracken heute dazu der Däne Kloppenborg, sowie der deutsche Vertreter der Nordmark, der nationalliberalc Abgeordnete Schifferer. Als dieser das Zusammengehen der antideutschen Elemente mit der Sozial- bemofratie besprach, machte der sozialdemokratische Abg. Borchardt mehrfach höhnische Zwischenrufe. Ter Prä- sident Frhr. v. E r f fa ersuchte ihn verschiedentlich, die Zwischen- rufe unmittelbar vor der Rednertribüne zu unterlassen und sich auf seinen Platz zu begeben, was indes der Abg. Borchardt nicht beachtete. Präs. Dr. Frhr. v. Erffa: Herr Abg. Borchardt, ick'sage es Ihnen jetzt zum letzten Male: ich bitte Sie, daß Sie meinen Anordnungen Folge leisten. Abg. Schifferer fährt fort: Bei diesem gemeinsamen Widerstande der Polen, Dänen und Sozialdemokraten kommt lediglich zum Ausdruck die gemeinsame Gegnerschaft gegen den Staat Preußen, der es sich nicht gefallen läßt und nicht gefallen lassen kann, daß antideutsche Bestrebungen feine Existenz (Lachen der Polen und Tän^n, neue Zurufe des Abg. Borchardt, der immer noch auf den Stufen unmittelbar vor der Rednertribüne steht. Präsident Dr. Frhr. v. Erssa: Ick warne Sie nun zum letzten Male. (Abg. Borckardt ruft: Die anderen stehen ja auch vot der Rednertribüne.) Ich muß also (mit erhobener Stimme) vor dem ganzen Hause fest- stellen, daß mir die ordnungsmäßige Handhabung der Präfidial- gcschäfte durch den Abg. Borckardt unmöglich gemacht wird und ich ihn daher für b c n R e st der Sitzung aus schließe. (Lebhafter Beifall bei der großen Mehrheit deS HauseS. Abg. Borckardt verläßt nunmehr den Platz vor der Rednertribüne, aber nur, um seinen Sitzplatz einzunchmcn. Zu seiner Linken nimmt der Abg. Hoffmann, zu seiner Rechten der Abg. Leinert Platz.) Ter Präsident fährt fort: Ich ersuche den Abg. Borchardt, den Saal zu verlassen. Abg. Borchardt (Soz.) ruft höhnisch und erregt: Wer mich hindert, hier zu bleiben, wird mit Zuchthaus bis zu 5 Jahren bestraftl Sie können mich nock solange auffordern l Präsident Dr. Frhr. v. Erssa wiederholt das (brfudxn, den Sitzungssaal zu verlassen. Abg. Borchardt (Soz.) erregt: Wer mich hier weghringen will, gehört ins ZuchthauSI Präsident Dr. ftrßr. D. Erffa: Ich fordere Sie hiermit zum letzten Male auf und macke Sie darauf aufmerfjam, daß der Präsident das Recht eines HauS- Herrn hat. eie sind ausgeschlossen und ich ersuche Sie. den Saal zu verlassen. Abg. Borchardt in steigender Erregtheit: Ich bin hier, weil ich gewählter Ab» geordneter bin. Präs. Dr. Frhr. v. Erffa: Ich sehe die Sitzung auf eine halbe Stunde aus. Während der Unterbrechung der Sitzung bilden sich im Saale allenthalben Gruppen, die den Zwischenfall besprechen. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei naturgemäß fortgesetzt auf den Abg. Borchardt, der auf feinem Sitzplatz verbleibt. AIS Abg. Leinert den Nebenplah rechts vom Abg. Borchardt verläßt, wird er vom Abg. Hoffmann ersucht, den Platz wieder einzunchmen. Ein polnischer Abgeordneter tritt auf die drei sozialdemokratischen Abgeordneten zu und überreicht dem Abg. Hoffmann daS aufgeschlagene Strafgesetzbuch, daS dieser nochmals überfliegt. Auch die Geschäftsordnung geht innerhalb der einzelnen Gruppen von Hand zu Hand. In einer Gruppe freisinniger Abgeordneter lieft Abg. Dr. Pach- nicke die einschlägigen Bestimmungen der Geschäftsordnung vor. Inzwischen hat Präsident Dr. Frhr. von Erffa daS Formular ausgefüllt, daS zur Durchführung der Präsidialgewalt polizeilich» Hilfe erbittet. „ Na ch einer halben Stunde wird die Sitzung vom Präsidenten Dr. v. Srffa wieder eröffnet. Der Abgeordnete Bo rchardt sitzt noch immer auf seinem Platz, ihm zur Seite die Abgg. Hoffmann und Leinert. Präsident Dr. Frhr. v. Erffa: Die Sitzung ist wieder eröffnet, und ich bitte die Herren, ihre Plätze einzunehmen und die Gänge freizuhalten. Herr Abg. Borchardt, da ich Sie noch immer auf Ihrem Platze sehe, trotzdem ich Sie für den Rest der Sitzung ausgeschlossen habe, fordere ick Sie jetzt zum letzten Male auf, den Saal zu verlassen. (Alle? blickt auf den Abg. Borchardt, der schweigend sitzen bleibt.) Sie folgen dieser Weisung nicht, eö bleibt mir also nichts weiter übrig, als nach der Geschäftsordnung . . Der Präsident läßt sich die Geschäftsordnung von einem Diener reichen und verliest darauf die Bestimmungen: „Der Präsident kann die Sitzung aus- fetzen", — was ich bereits getan habe —, „und er kann die erforderlichen Maßnahmen zur Ausschließung durchführen." (Zu einem Diener.) Bitte holen Sie dock einmal den Herrn. Durch die Seitentür hinter dem Präsidentensitz betritt der zuständige Polizeileutnant Kolb den Saal. Er wird mit lautloser Stille empfangen, nur der Abg. Hoffmann (Soz.) erhebt sich und ruft laut dreimal: Hurra! Der Präsident richtet an den Polizeileutnant die Aufforderung: Ich ersuche Sie, den für den Rest der Sitzung ausgeschlossenen Abgeordneten Borckardt. den ich Ihnen durch einen Beamten bezeichnen lassen werde, binauSzuführen. Der Polizei- leutncrnt tritt unter der Führung des Botenmeisters des Hauses langsam an den Sik beS Abg. Borchardt heran und überreicht den Ausweisungsantrag des Präsidenten. Abg Borchardt überflieg! daS Papier und reicht es bann zurück mit ben Worten: Darf ick Ihnen hier im Strafgesetzbuch ben § 105 zeigen. au6 bem hervor- fleht: Wer eS unternimmt, mich hier gewaltsam zu entfernen, wirt mit Zuchthaus nicht unter fünf Jahren bestraft. Polizeileutnant Kolb sagt mit leiser Stimme: Ich kenne baS Strafgesetzbuch. Ich forbere Sie hierburch auf, ber Ausforde- rung des Herrn Präsibentcn nachzukommen und ben Sitzungssaal zu verlassen. Abg. Borckardt: Ich werde dieser Ihrer Aufforderung nicht Folge leisten. Polizeileutnant Kolb: Dann macke ich Sie darauf aufmerksam, daß ich bei weiterer Steigerung Zwang anwenden muß. Abg. Borchardt (mit erhobener Stimme): Dann mache ich Sie darauf aufmerf- (am, daß Sie sich damit eines Verbrechens schuldig machen, daS mit ZucÄhaus nicht unter fünf Jahren bestraft wird. Polizeileutnant Kolb: Ich mache Sie jetzt zum letzten Male darauf aufmerksam, daß ich Zwang anwende, wenn Sie di» Steigerung fortsetzen. Abg. Borchardt: Die Steigerung wird fortgesetzt! Der Polizeileutnant läßt hierauf zwei Schutzleute in Uniform holen, die sich an den Platz de8 Abg. Borchardt begeben, neben dem noch immer die Abgg. Leinert und Hoffmann sitzen. Die Schutzleute ersuchen den Abg. Leinert, Platz zu machen. Damit fie den Abg. Borchardt ergreifen können. Abg. Leinert erwidert: T«rS ist mein Platz, hier bleibe ich fitzen. Auf einen Wink des Polizeileutnauts packen zwei Schutzleute den lebhaft protestierenden Abg. Leinert am Rockkragen und ziehen ihn trotz seines Sträubens hinter den Regierung s t i s ch. Inzwischen sind zwei weitere Schutzleute in den Saal gekommen, dic den Abg. Borchardt anfaßen, der gleichfalls fick seiner Festnahme widersetzt. Der Po- (ueileutmmt hat inzwischen bemerkt, daß die beiden ersten Schutz- Trete Sen Wg. Selneft aus dem Saal sckaffen wollen. Er ruft den Beamten zu: Lassen Sie jetzt den Herrn los, und nehmen Sie den Ab?. Borchardt hier fest. Ter Abg. Borchardt wird hreraus durch drei Schutzleute aus dem Saal gebracht, während er sich, halb schwebend, heftig gegen diese Maßnahme sträubt Abg. Hossmamr ruft: Preußen in der Welt voran! Im übrigen .Hause herrscht lautlose Stille, nur auf der Rechten »rtönt ein Ruf: Hoffmann hinterher!. Präsident Dr. Frhr. v. Erffa: Ich bedauere lebhaft diesen unanaenehmen Zwischenfall. Er war aber notwendig, denn wenn man dem Präsidenten nicht : gehorcht, so sind wir zu Ende mit aller parlamentarischen C o- nung. (Abg. Hoffmann ruft: Gehorchen?) Abg. Leinert (Soz.): Ich bitte ums Wort zur Geschäftsordnung. Präsident Dr. Frhr. v. Erffa: Mit Bezug auf diesen Zwischenfall kann ich daS Wort zur Geschäftsordnung nicht geben. Abg. Hoffmann: Ich bitte ums Wort zur Geschäftsordnung. Präsident Dr. Frhr. v. Erffa: Ich habe schon einmal gesagt, daß ich das Wort zur Ge- fchäftSordmmg zu diesem Zwischenfall nicht erteile. Abg. Leinert: Ich teile dem Präsidenten mit, daß ich von meinem Platz durch Schutzleute gewaltsam hinter den Regierungstisch geschleppt worden bin- (Wg- Hoffmann ruft: Er ist gewaltsam in die Negierung verseht worden.) Präsident Dr. Frhr. b. Erffa: Herr Abg. Leinert, ich muß Ihnen das Wort entziehen. Auf der Zuhörertribüne spendet eine Dame Deifal-k- durch Händeklatschen., nebensihende Personen hielten ihr aber die Hände fest, um sie an weiteren Kundgebungen zu verhindern. Präsident Dr. Frbr. b. Erffa'' droht, die Tribünen räumen zu lassen, sobald noch weitere Sninb» gebungen auf den Tribünen Vorkommen. Inzwischen hat der Abg. Borchardt (Soz.)' den Saal wieder betreten und ruhig auf seinem Sih Platz genommen. Laute Rufe recht- ertönen: Borchardt raus! rauSl Der Präsident bringt einen Scklußantrag zur Abstimmung, der gegen die Stimmen der Linken angenommen wird. Der Antrag auf Ueberweisung der BesitzbefestigungSvorlage cm eine besondere Kommission wird abgelehnt. Sie geht an die Budgetkommission. Abg. Schifserer (Natl.) (zur Geschäftsordnung): Ich war infolge deS Zwischenfalles mit meinen Ausführungen nicht zu Ende gekommen und. der Schluß» antraa hat mir die Fortsetzung meiner Rede unmöglich gemacht. Ich bin aber unter den vorliegenden Verhältnissen natürlich nicht geneigt, meine Rede fortzusehen. ' Abg. Wolff Lissa (Vv.) _ erhält nunmehr als Antragsteller daS Schlußwort zu dem An» trage auf Verstärkung des Fonds zugunsten der deutschen Mittelstandskasse in Posen. Seine Ausführungen bleiben bei der im Hause herrschenden Unruhe zunächst unverständlich. (Abg. Hoffmann (Soz.): Lauter, lauter! Hier hinten ist kein Wort zu verstehen.) Auch die nächsten Sähe deS Redner- gehen bei der Unruhe des Hauses verloren. Abgeordneter Hoffmann ruft von seinem Platze auS: Herr Präsident, hier hinten ist kein Wort zu verstehenI Präsident Fxhr, tz, jtzxf/a bittet um Ruhe.)^ - ‘ — - Mg. Wolfs-Nfsä ----- fäf;rt fort: Wir wollen keinen Zweifel darüber lassen, Laß totr die Maßnahmen, die zur Förderung deS Deutschtums in den gemischtsprachigen Landesteilen wirklich führen können, nach wie vor unterstützen. Bei der wieder steigenden Unruhe deS Hauses gehen weitere Bemerkungen des Redners verloren. (Abg. Hoffmann ruft: Herr Präsident, von unserem Platze auS ist kein Wort zu verstehen!) Abg. Wolff-Lisia fährt fort: Bei unserem Anträge handelt es sich um Maßnahmen, die fick bewährt haben. Eine Erhöhung des Fonds ist berechtigt. (Beifall.) Der Antrag wird gleichfalls der Budgetkommission überwiesen. ---- Das Elfenbahnanlelfiegefefo. Präsident Dr. Frhr. b. Erffa: Ich eröffne die allgemeine Besprechung. Abg. Hoffmann (Soz.)' ruft: Herr Präsident, hier ist kein Wort zu verstehenl Die Leute sind so unruhig! Abermaliger gewaltsamer Ausschluß des Äbg. Borchardt. Präsident Dr. Frhr. d. Erffa: DaS Haus ist unruhig, weil dieMitgliedermitRecht Ifrritiert sind, weil Abg. Borchardt wieder im Saal? ist. (Zum Abg. Borchardt: Ich fordere Sie nun noch n, als auf, den Saal zu verlass en. Abg. Borchardt bleibt ruhig auf seinem Platz sitzen. Zurufe aus der Mitte des HauseS: Tribünen räumen! Gegenruf des Abg. Hoffmann: Warum beim? ES wollen auch andere die Komödie sehen!)' Nach einer kurzen Pause wendet sich der Präsident zum wieder erschienenen Polizeileutnant und bemerkt: Zu meinem großen Erstaunen und zu dem deS Hauses, ist der Abg. Borchardt wieder im Saale anwesend. Ich bitte Sie,ihn nochmals zu entfernen,unddenWieder- eintritt zu verhindern. DerAbg. Borchardt nimmt vom Polizeileutnant nochmals das ausgefüllte Formular entgegen. Tiefer spricht ruhig auf den Abg. Borchardt ein und fordert ihn dreimal auf, den Sitzungssaal zu verlassen. Da der Abg. Borchardt, dem Ersuchen nicht Folge leistet, ruft der Polizeileutnant wiederum Schutzleute herbei, die den Abg. Borchardt aus dem Saal« hinausdrängen. Abg. Hoffmann ruft höhnisch: Preußen in der Welt voranl Gegenruf recht«: Hoffmann hinterher! Abg. Hoffmann zu dem Zwischenrufer: Aha. Herr Malkewitz, Sie sind auch wieder einmal dal Der rote Hugo! — Präsident Dr. ftrtir. b. Erffa: Dir fahren in unserer Verhandlung fort. (Inzwischen ergeht sich Abg. Borchardt in der Wandelhalle. Bor den Eingängen zum Sitzungssaal haben Schutzleute Posten gefaßt, um gemäß der Anweisung des Präsidenten den Wiedereintritt des Abg. Borchardt in den Sitzungssaal eben, tuel! gewaltsam zu verhindern.) Abg. b. Pappenheim (Kons.)' (zur Geschäftsordnung): das uns vorgelegtc Material zur Frage der Elektrisierung der Berliner Stadt, und Ringbahn erscheint uns ergänzungsbedürftig. Wir wünschen, daß dieser Teil befl Gesetzentwurfes einer besonderen Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen wird. Abg. Tr. Pachnicke (Pp.): Mit der Verweisung d ci.3 Teile» an eine besondere Kom- .Mission kann man sehr wohl einverstanden fein. Da» schließt «bet die Verhandlung in erster Lesung nicht au». Abg. ‘j. PappenhetM (Kons.7? Es handelt sich ja nur um einen Vorschlag. (Inzwischen hat sich Abg. Borchardt zu Arbeitszimmern der Journalisten be- geben. Auch als et ein solches Arbeitszimmer betritt, ^begleiten ihn der Polizeileutnant und zwei Schutzmänner, um über sein Verbleiben fortgesetzt unterrichtet zu fein.). Minister b. Breitenbach: Seit Jahren haben wir betont, daß wir eine L e i st u n g - - steigerung der Berliner Stadt- und Ringbahn für nötig halten. Als wir im Vorjahre neue DersuckMrecken an- forderten, galt cd festzustellen, ob die Elektrisierung der Eisenbahn die erwarteten Vorteile auch wirklich bringe. Bei der Elcktrisie- rung der Stadt- und Ringbahn werden uns finanzielle Vorteile nicht erwachsen. Alle die zahlreichen Einwendungen, die in der Presse gegen die Elektrisierung der Stadtbahn geltend gemacht worden sind, haben sich bei sorgfältiger Nachprüfung als hinfällig erwiesen. Trotzdem ist eine sorgfältige Klärung wünschenswert. Nur unter diesem Gesichtspunkt halte ich es für zweckmäßig, der Anregung dahin zu folgen, daß die Vorlage in einer Kommission eingehend besprochen wird. Ich glaube, eS wäre deshalb zweckmäßig, die Beratung über die Elektrisierung der Stadtbahn zunächst von der Tagesordnung abzusetzen und die Sekundärbahnvorlage ohne diese Frage zu behandeln. Tie Abgg. Pappenheim (Kons.), Schmedding (Zentr.), Kreitling (Vp.), W 0 h n a (Freikons.) und M a c c 0 (Nall.) geben in kurzen Erklärungen im Namen ihrer Partei ihr Einverständnis kund, die Frage der Elektrisierung der Stadt- und Ringbahn einer besonderen Kommission zu überweisen. Abg. Hoffmann (Soz.): Da wir nicht wissen, ob wir einen Sitz in 6er Kommission haben werden, muß ich hier zu der Frage Stellung nehmen. UnS allen ist eine Broschüre zugegangen, in der die Gefahren der Elektrisierung bei einem Kriege ober einer Revolution in den schrecklichsten Farben geschildert werden. Nun handelt es sich doch hier nur um eine Elektrisierung der Stadtbahn, und deshalb kommt ein Krieg wohl kaum in Frage. Aber selbst wenn der Gedanke an eine Revolution die Gespenster wachruft — Gespenster sehen ja immer nur diejenigen, die in Angst und Sorge herumgehcn —, selbst bann würde man mi t der Stadt- bahn keine reitenden Schutzleute befördern können. Die Schutzleute zu Fuß aber kommen ja Mick ohne die Stadtbahn überall hin, selbst in dieses Hau» hinein, wie wir eben gesehen haben. Im Verlaufe der weiteren Beratung nimmt Abg. Hofs, mann (Soz.) bai Wort zur Geschäftsordnung: Abg. Hoffmann (Soz.) '(zur Geschäftsordnung): Ich möchte fragen, 06 die Schließung der Mitteltüren auf Anordnung des Präsidenten v. Erffa geschehen ist? Hat der Präsident denn Angst, daß die paar Abgeordneten noch weglaufen? DrzessrasiLeirt Dr. Krause: Eine Kritik an den Maßnahmen des Präsidenten kann ich m'cht dulden. Nachdem die offenen Saaltüren sämtlich bon Schutzmanns- posten beseht sind, hat die polizeiliche Begleitung des Abg. Borchardt aufgehört. Abg. Borchardt bewegt sich ohne Begleitung von Polizei in den Nebenräumen, im Lesesaal, den Wandelgängen usw. In einer Portierloge des Hauses ist aber eine Polizeiwache eingerichtet worden. Abg. Hoffmann (Soz.)'? Ist die Schließung vielleicht erfolgt, weil die Schutzleute nicht zur Bewachung aller Türen ausreichen? Eigentlich soll doch der > Leutnant mit zehn Mann erscheinen. f(Heiterkeit.)j Vizepräsident Dr. Krause: Ich kann eine solche Erörterung nicht zu lasier ö*o bis 6<5 V. 810 bis 916 V. 3. 2is 91 Post mit Zug 45 von 11 w v. bis 1280 N. 4. 5i» b«B 610 9L jtanliurt l*o N. 6— SU Posten d. Schnellzüge von Frankfurt u. Kassel 6" 9L An» Statt und Land. Gießen, 10. Mai 1912. Postbeförderurrgö»Gelegeuheiten in Gießen nach dem Sommer-Fahrplan 1912 zusammengestellt. Folgende Züge werden zur Beförderung von Sendungen be- benutzt und es bedeuten: • Beförderung von Sendungen jeder Art, Q Beförderung von Briefsendungen jeder Art und Beutelstücken, Beförderung von gewöhnlichen und Einschreibbriefen, + Beförderung von Paketen, — Beförderung von Briefen in geschlossenen Beuteln, * Beorderung von Sendungen jeder Art in geschlossenen Wagenabteilungen, ( an Sonn- und Feiertagen nur Eilbriefe und gewöhnliche Pakete, () Benutzung nur an Werktagen. Tie mit O, Q und bezeichneten Züge führen Postwagen mü Briefkasten. a) Richtung nach Frankfurt: 2*7#, 4690, 6130, 64,—, 8ioO, 10 < •, 10«+, 128 (•), 12i2(e, 217(#, 315(•••), 5*•, 5630, 6<»+, 7-0», 8«», 914». b) Richtung nach Kassel: 12£Q, 11»+, l^ie, 40.G, 71S», 818G, 1016», 1210», 189® Z12O .i-'+, 506», 807», 1011Q, 1147 0. c) Richtung nach Köln: 4»0.-, 6*7», 817», 1289 (»), 323(»), ei»», IOK—-. d) Richtung nach Koblenz: 469», gis», 8io», 12"», Z18(—), 604(—j, 666..., gib» e) Richtung nach Fulda: 687», 8"—, 1218», 2" (•••), 386(—), 5»» (•••), 9»o». f) Richtung nach Gell, Hausen: 5"», 8i«(—), 1284 (»), 216 (•••), 601», (804...), g) Richtung Gießen — Lollar — Grünberg: 689», 2°7(»). h) Richtung nach R 0 dheim (Bieber): 469(*), 780» (nur Sonntags), 12i5(e), 6R>(0). i) Landposten: 1. Gießen — Wieseck — Alten-Buseck: 6i6», 880(Q), 380(»), 6v(0) (Sonn- und Feiertags Botenpost). 2. Gießen — Steinberg — Grüningen: 8"(») sLonn- und Fe,erlags Echaffnerposl mit Zug 5f» 93.]. 3. Gießen-Lützellinden: 680(»), 3io(»), [Sonn- und Feiertags Bolenpost]. Beim Postamt 1 treten die Schlußzeilen im allgemeinen ein: für gewöhnliche Briefsendungen 10—20 Almuten, für Euifchreib- briefe 25—30 Bim., für Wertbriefe und Pakete 30-60 Sim. vor Abgang der Züge. Die Stadtbriefkasten werden geleert: Werktags zwischen 6*o und 6*6 <ß„ 31° und 918 D., IQio und Ilio V., Hao iß. und 1230 gh 2*6 und 3*0 gr 6" und 6*o 9> 660 und 80. R., 9™ und 1030 N. ” Sonntags zwlscheiUso u. ^0 93., iqso und 110 B., 7£ und 822 N. — Genaueres ergeben öte Leerungstafeln an den Briefkasten. Tie eingesammelten Briefe gelangen mit der nächsten Beför- derungsgelegenhelt zur Absendung. Bom Postamt 2 (Schulitraße) gehen werktags Versande nach dem Postamt 1 und dem Bahnhof ab: 916, 1115, 1250, 155, 2*6, 415, 6*3, 555, 655 750 8^6; an Sonn- und Feiertagen: 9»6, 12*6, 145. .. *2l,c Schlußzeilen treten ein: für gewöhnliche Briese 6 Minuten, für Einschreibbriefe 15 Minuten und für Wertbriefe und Pakete 30 bis 40 Min. vor Abgang der Versande. B r i e f b e st e l l u n g: Um das Publikum über die rechtzeitige Bestellung der Briefe zu unterrichten, geben wir nachstehend eine Uedersicht, welche Briefe bet den einzelnen Bestellgängen planmäßig abgetragen werden. . r. n m "etzte Post Letzte Briefkastenleerung 1. Bestellung <«• V. Brtespost o. Lich 6»7 V. E"* * -*■ " u 2. , lO»o D. Briesposl mit Zg. 71 von Frankfurt lu°e B. Tie heutige 3 Politi' vSkssssti O^nlLl bv"/.s Äfi o&tuc xx**C ISSloJl^ jtuttyvtfUÖA. Lancnchachzugen ent Minter haben viel mhr Vorteile und Sade den Politiker ensart und Wohl, zront gänzlich zurüc Tie Folgen habe Idgeordnetenhause i Bgt. Tort hatte ft ;esannnell. Ter not Seform des Wahlreä ührtzung und Eroitt ne als sehr kleine Mi linssuß üben können, daraus, iu^Temonstre bekannte Lauherdent lonservanve Me! entsprechenden Gege 'chen rechts und lüi Zweifellos hat: knt höchst nnchlige ^rnehmer Lebensart :cn- ’onbern zu ntil *r. öte rauhen Prak -olltchkeil und tlugt Sporne entwaffne Ne enUarven. ras *Hiofraten im preuk «neifr W»entbet strenge b gut er kann, Deutliche Meinun '!chr «ntariicheu Uns »8 und Wr im "lchl als das jeilnß: ES Ä?.'ä ’2Ä» KreiS ÄlKfelh. D S t o r u d o r f, 8. Mai. Wie aründkich durch daS Feldberetnigungsverfahren die Aistvlätz« unserer so nützlichen heimischen Bogel well beseitigt werden, dafür bietet wieder einmal die Feldbereinignng in unserer Gemarkung ein entsprechendes Beispiel. Bor kaum vier Jahren wurde die Bereinigung beschlossen, urrd seit y dieser Zeit sind viele Hecken aus unserer Gemeinde verschwunden. Die meisten Grundbesitzer gehen von dem Standpunkt aus, möglichst viel urbares Land -u besitzen und mancher gefiederte Sänger wird, wenn er int Frühling wiederkehrt, der Stätte, wo er jahrelang sein Nest baute und seine Jungen großgezogen, enttäuscht den Rücken kehren müssen. Kreis Lauterbach. O Eichenrod, 9. Mai. Gestern ereignete sich in unserer Gemeinde ein bedauerlicher Unglücksfall. Eine Schar Kinder spielte in der Mhe einer Kalkgrube. Aus Unversehlichkeit rutschte ein junges Bürschchen in die Grube Hinern, die mit frisch gelöschtem Kalk gefüllt war. Die anderen Spielgenossen riefen sogleich benach- , barte Leute herbei, die den verbrühten Knaben aus dem heißen Kalk herauszogen. Der Arzt stellte schwere Brandwunden fest. Das Kind konnte trotz der schnellen Hilfe nicht mehr gerettet werden. f He sie n-Nassau. = Braunfels, 9. Mai. Im Hotel Bellevue hier I findet am nächsten Sonntag ein Militärkonzerl der Ka- J pelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wrll-elm" in I Gießen statt. (S. Inserat.) Märtte. A Grünberg, 9. Mai. Unseren heutigen Walpenmarkt begünstigte gutes Wetter, bas man nach bem gestrigen, fo lange erwarteten Landregen kaum erhosste. Ter 'JJiarft hatte eine sehr starke Auffahrt an Jungschweinen, wohl über 1000 Stück. Die« mächtige Angebot brudte bie Kauflust; der Handel ging schleppend, bezahlt ivurDe für daS Paar Ferkel im Alter von 6-7 Wochen Alk. 4b— öu, von 8—9 Wochen Mk. 56-60, ältere Mk. 70—80. Viele Stück biteben unverkauft. ; CiCT Ta ÄÄR, ioZ in h .?Oetn au >’I?- NiiS"61 rnu 1 »* Bon Der Zago. '4it5 JagenrnfLn u« un5 die Düte, darauf hinzumcisen, daß die Setzzeit der Hafen und Rehe, die Brutzeit von Feldhühnern und Fasanen gekommen ist. Bei dem noch hilflosen Zustande, in dem sich das junge D.ld befindet, ist erhöhter Schutz und besondere Aufmerksamkeit notwendig. Für den Jäger und Naturfreund ist dies selbstverständlich. Bie! aber durch die Gedankenlosigkeit be» großen .Publikums gesündigt, hauptsächlich durch das Laufculasscn von Hunden aller Art in Wald und Feld. Sie stöbern nia,t nur das Wild in allen Lagern und Schlut"winkeln aus und beunruhigen das Jagdgebiet derart, daß das Wild sich allmählich vollständig in andere Gegenden verzieht, sondern die noch unbehüslichen Jungen füllen ihnen zum Trier, die brütenden FasäNen und Feldhühner derlernt aur Nemmcrwiederkehr Gelege und Nester, die Brut gebt zu Grunde: Rehkitze und junge Hasen werden tot gebissen, ohne daß der harmlose Spaziergänger und Hundebesitzer etwas^ davon merkt. Kommt dies — wie häufig in der Nähe großer Städte — öfter vor, dann wird die Jagd vollständig ruiniert. Bei der Höhe der heutigen Jagdpachtpreise und der großen Mühe und hohen Unkosten, die auf die Hegung des Wildes verwandt werden müssen, ist ein derartiger Zustand für den Jagdpächtcr unerträglich und bringt eine Gemarkung in 5>ägerkreisen in Verruf, der sich bei J>er nächsten Verpachtung auch für die Gemeindeeinnahmen und Steuern unangenehm bemerkbar machen muß. Aber auch ganz abgesehen von jagdlichen JMeressen sollte jeder anständig Tcnkendc seinen Hund im Revier niemals unangeleint mitiühren. Wer einmal das Entseven und die Angst mit angesehen hat, die zuni Beispiel eine Rehgeis ersaßt, wenn sie ihr üis von einem Hund bedroht sieht, oder wer sich die Qualen der dem Hungerlode preisgegebenen Jungen vorstellt, deren Mutter von einem Hund zerrissen wurde, der wird ohne weiteres zugeben, daß es direkt als eine Roheit zu bezeichnen ist, Hunde im Revier jagen zu lassen. An alle Hundäresitzer richten wir daher die dringende Bitte, ganz besonders in den nächsten Wochen ihre Hunde cni- weder zu Haus« zu lassen oder an der Leine zu führen. Ganz abgesehen davon, daß die Hunde durch das Jagen nach Wild der Zucht eMwachsen ynb das Herumstromern sehr rasch lernen, wird jeder, der seinen Hund außerhalb der erlaubten Verbindungswege über 100 Schritte von diesen entfernt frei herumlauseii läßt, ober dessen Hund allein m dec angegebenen Weise frei herumläuft, nad) Art. 25 des Hessischen Jagdstrasgesetzbuches bestraft. Jagd- und Feldschützen sind zur Anzeige verpflichtet und macken sich selbst strafbar, wenn sie diese unterlassen. In Bayern Tauu jeder derartig frei jagende Hund ohne weiteres vorn 3agbberedp tigten weggeschossen werden; in Preußen besteht in einzelnen Lanbesteilen bie Bestimmung, baß in biejent Falle ber Hunde- besitzer auch bas Schußgelb zu ersetzen hat unb schließlich läßt sich bas Wegschießcn seit Inkrafttreten bes Bürgerlichen Gesetz- buches in ganz Deutschland» als erlaubte SelbsthÜfe rechtfertigen Lanvlrcio iwcijni. (?) Allendorf a. b. Lahn, 9. Mai. Das Hassia- Verbanbskriegerfest wirb am 23., 24. unb 25. Juni hier abgehalten, verbunben mit bem 25jährigen Stiftungsfest unseres Kriegervereins. Tie Festplay- srage, die anfangs einige Schwierigkeiten bereitete, ist jetzt geregelt. Durch bie notwenbig geworbene Verlegung i)t eine bessere Lage bes Platzes erzielt worden. Nach den Vorbereitungen scheint bas Fest schön zu werben; Einladungen sind bereits an 70 Vereine ergangen. — Ter hiesige Turnverein hat seinen Turngang auf den Himmelfahrttag nach Bad-Nauheim festgesetzt. m. Londorf, 10. Mai. Tie Vorarbeiten zu dem an Psingsten stattfindenden Radfahrer-Stiftungs- feste sind soweit fertig. Ter Festausschuß beschäftigt sich jetzt mit den Anlagen auf dem herrlich gelegenen Festplatze „die Bettwiese" am Bahnhof, der Ausardercung des Festjzuges usw. ■/ - », p-» liefert billigst die BruhTsch» Kuverts mit Firma sszx Ttr viclgeschB ft» rissen cs nicht, ob Mapebesi •nt Politiker schätzen kann chm bei feinem morden Auch Bisn I ,>-nen quellende Ma< I -cdeutendc unb M I ibre Umwelt erhebend ■ «rjobnenb, bie Sitte I P Mdmannchollwei I -roßen Meister der I Unvoreingenommene I iber schäumt die Fl m der letzten Zeit m -ulen in unserem t> im ,Repräsentanten ngt’? Gestrüpp aus'ge :en die menschliche ial(, man fragte unb fielen. Man bars sich Kämpfen die 5 uahrer Wetteifer in