Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. 95 Stlour mnfltr Weg herab. Auf Anordnung der iadtvcrwaltung hängte >cdcS chrütjcichcn aus, die bC' HauS 5 rauer Internen mit japanischen sei ifrasse. 95 9.) 95 95 j 95 95 95 95 95 95 95 i'SBv 95 951, ‘ 1 9»h * - 95 • - 95 ' . 95 — 25 Jahre Kunstwart. Ser von Tr. Ferdinand Avenarius herausgegeoene Hunftwart hat im September feinen 25. Jahrgang vollendet und tritt nun in sein zweites Viertel- lahrhunden. Zehn Fahre lang hat er fast vergebens um An- crtiunung für seine Gebauten ringen müssen. Ader bann begann er sich durck zusetzen: vom Beginn des zweiten Jahrzehnls ab befand er sich in ununterbrochenem Aufstieg, und dieser Ausstieg dauert noch immer fon. Tast der Kunstwart zu einem so maß- gcöenden Crgan mr Kunst- und Kultursragen werden konnte, wie er es heut überall ist, wo deutsch geuTrodjcn wird, hat wohl ,m wesentlichen zwei Grünbc: (rr ist von ieinem Herausgeber niemals als bloße» Gesckäfräunternehnten, niemals nur al» eine „gute Zeitschrift" auigefaßt worden, sondern als Mittel _gur Forderung und Vertiefung unserer künstlerischen Kultur. Tor Kunstwart wollte etwas, und was er wollte, beruhte auf klarer Einsicht in die Mängel der Zeit. Als ycänwfer für ästhetische und ethische Werte tarn er den Bedürfnissen der Besten im Volke entgegen und sand ihre tatkräftige Untertußung. Und ferner: er beschränke sich nicht au: bloße Kritik, sondern wies auf das cor- handelte time hin. irr tann sich rühmen, im weitencn Umfang positive Arbeit geleistet zu haoen. Keine andere Zeuschntt hat so nachdrücklich sur die allgemeine Anerkennung vieler lange C7r- fannten Drosten unserer Literatur, Kunst und Musik gearbeitet: jür Mönke, ycbbel, Keller, Raabe, Böcklin, Klinger, Thoma, und Nikolaus Guibal. Maschinen und Garderobe wurden größten- teil» neu tcrgciiellt. Lbwoht die Geldmittel fnapv waren und sehr Diel zu tun war, wurde man doch noch rechtzeitig fettig, und das neue voflheaicr konnte am 30. August 1750 jcierlich ein geweiht werden. Tas Lrchester, das bei der ersten Vorstellung von Bianchini geleitet wurde, war — vielleicht zum Teil aus Bay- reuth — auf 45 Kopfe verstärkt worden. Allzuviele Tänzer hatte man wegen Zeitmangels nicht mehr bekommen können, jebod) Latte man den Pariser Solotänzer Tesie gewonnen. Als erste Vorstellung ging die von Metastasio gedichtete und von Graun lomponierte Leer „Anarserie" über die Bühne, die sieben Jahre früher bereits in Berlin au'gesührt worden war. Legen der großen UebercUung machte die erste Vorstellung einen etwas iniprovl'ierten Eindruck. Erst im nächsten Karneval war das junge Hoti Heater volllommen auf der Höhe, und während des ganzen Karnevals wurde regelmäßig jeben Dienstag und Freitag Cpct gespielt. bei Laüf n itiminiinS'1* Transf0' icmcren Technik ist unaufhörlich gesargt worben. Seit dem 20. Fahrgang hat sich die Arbeit des Kunstworts über da^ Gebiet der Künste hinaus mehr utrd mehr auf die Kultur überhaupt erstreckt, uuo mit Dem neuen Fahrgang iviro, ohne Verna ckläffigung der Kunst, das neue Feld gründlicher bearbeitet werden, xenn Die immer mächtiger andrängenden allgemeinen Probleme gestatten nicht mehr, die Kunst allem für sich, abgesondert von der übrigen Kultur, zu behandeln. Wir hosfen, daß die Arbeit des Kunüwarts sich auch in dieser 9iia;tung nicht weniger fruchtbar erweisen wird als seine Tätigkeit mr die Hebung und Brrhcrung der ästhetischen Kultur unseres Volkes. — Preisausschreiben. Ter Magistrat der Stabt Barcelona hat einen Preis von 20 000 Pesetas für das beste Lriginalwerk über spanische .Archäologie ausgetchrieben. Zugelassen werden gedruckte oder hano-christliaie Arbeiten von >ra- niicven oder ausländischen Verfaiicm m lateinischer, iranischer, katalanischer, franzöiischer, italienischer ober DorrugtefildKr Sprache. Sie Beiverbungsarbeiien sind unter den üblichen Bedingungen bis zum 23. Lktober 1916, mittags, an das Sekretariat Der Stadtverwaltung von Barcelona cuizureichen. Sie Zuerkennung des Preises erfolgt am 23. April 1917. — Die Gesellschaft deutscher Naturforscher und.Aerzte hat ein Archiv begründet, das neben seiner Hauptaufgabe, der Sammlung und CrOnmig des ganzen Aktenmaterials der früheren Versammlungen, auch beabsichtigt, biographisches Material über Die Troger dieser Ereignisse, die deutschen Naturforscher und Aerzte, zusammenzutragen. Ser Leiter des Archivs, Geheimrat Prof. Tr. S u d h o s f - L e i p ; l g, richtet daher an alle Naturforscher und 3er$te Teunchlands das Ersuchen, in ihrem Besitz befindliche Briefe von verstorbenen Verwandten und Freunden, desgleichen biographische Aufzeichnungen und Nekrologe, ferner in der Tagesliteratur erschienene Lebensberichte bet seitlichen Gelegenheiten und beim Todesfall dem Archiv schenk- weise oder leihweise m Verwahrung zu geben. Tie Redaktionen cer naturwissenschaftlichen und medizinischen Zeitschriften werden besonders ersucht, für Die Zukun't von allen 3übel- und Ge- Lachtnisschristen über deutsche Naturforscher und Aerzte einen Sonoeradzug dem Irchw ^Leipzig, Talstraße 33 ll- zur Verfügung zu stellen. Deuteten: Wir trauern um unfern Kaiser! Sie Prozession bewegte sich langsam zur großen Topvclbrucke über die den Palast umgebenden Grähen, die nur vom Kaiser selbst und von den fremden Gesandten ober hohen Würdenträgern am Neiijahistage benutzt wird. Sic geisterhaften Töne der heimischen Leichenmusik der besonders Reinen Bambusflöten, die mit iljren durchdringenden klagenden Tönen überiiatürliche, geheimnisvolle Wirkung verliehen, verkündeten die Annäherung des Zuges der roartenben Menge, die den ausgedehnten Raum austerhalb der Brücke erfüllte. Tie brennenden Fackeln, das An- und Abschwellen Der iaufoent 2», klagenden Töne der japanischen Jnstniineute, die rhythmisck-e Bewegung der Soldaten über die kiesbedeckten Wege, die altertümlichen Kostüme der Hosbeantten zusammen mit den glanzenden Uniformen und das Ganze sich durch ein wahres Menschmmeer bewegend, ohne einen anderen Ton als den Klang der Musik und gelegentliches-krampfhaftes Schluchzen, ergab ein wundersames Bild von tiefstem Eindruck. Tie große Stabt war totenstill, doch waren Die Straßen die ganzen drei Meilen bis nach Aoyama an den Seiten gedrängt voll Mcnsck)en. Von der Zahl der auf dem Paradefeld selbst versammelten Menschen auch nur eine Schätzung zu geben, ist unmöglich. Am oberen Ende des Paradeseldes war eigens für die Leichenfeier ein Gebäude hergestellt, an bem tausend Arbeiter einen Monat gearbeitet haben. Am Noroende dieses reservierten Platzes befand sich das Sojoden, oder die Leichen- halle, die zur Aufnahme des Sarges und lür die Feier der Bcgiab- niszeremnien bestimmt ist, em heiligenschreinähnliches Gebäude, auf der Vorderseite offen, hinten und auf den Seiten mit weißen Vorhängen verhängt. Zu beiden Seiten bejanöen fid) die Gebäude furden Kais erunddie Kais erliche Familie, iür Priester und Musiker, während weiter vom Sojoocn entfernt zwei bedachte Gebäude sich befanoen, die von Würdenträgern und ihren Frauen eingenommen wurden. Auch dem Diplomatischen Korps waren die Platze in diesen Gebäuden angewiesen. Die . . 95 [mitte . . 95s Itflt . 95 . . 95 . . 95 , . . 95 . . . 95 . . . 95 , . . 95 , . . 95 - . * . . brät 95 . . 95 . . . 95 . . . « iff . ♦ 95 uns cm, dost das Pismarcksche Wcbilbe des Dreibundes wieder in der alten Stärke aitflcben soll. „DaS Volk heischt Antwort", so ruft brr „Vorwärts" in feiner letzten Nummer, unb er meint, bie Sozialdemo- lratie habe in bet Teuerungsfrage allein ihre Schuldigkeit getan Als ob von bett bürgerlichen Parteien, fus- befonbere bat liberalen, bie Notlage nicht auch alsbald ernstlich erörtert worden sei! Fm Reichsamt bcs Innern hat am Mittwoch eine fünffriiitbigc Konferenz getagt, die sich mit den Maßnahmen gegen die Teuerung befasste: bas hat sicherlich weber der „Vorwärts" mit seinen Keulenschlägen, noch ber sozialbcmvkratische Parteivorstanb mit seiner geharnischten „Entschliestung" erwirkt. Hat ber fHciajä- kanzlcr int leisten Winter auf bie Teuerungsvorstellungcn eine ziemlich unbtfricbigatbe Antwort gegeben, f^ist er sich setzt mit ber großen Mehrheit des Volkes öTirüber einig, bast man diesen. Nöten der Zeit auf irgeitb eine Weise ent^egenroirfen müsse. Freilich, auch wir siud ber Ansicht, btc füiifftimbigc Konferenz müßte schließlich auch ein Ergebnis Haber. Unb die langen und geheimen Beratungen wollat uns gar nicht so recht gefallen. Tenn um nroö es sich handeln muß, darüber gibt es doch mir eine Meinung: um bie Einführung von Gefrierfleisch aus Argenlinien unb Australien, jinti bie Jraae ist nur, ob ber 8 12 bcs Fleischdeschaugcsetzes abgeänbert werben muß ober nicht. Die Sack-verständigen meinen, baß es unmöglich sei, halbe ober ganze Rinder mit bat „cblcn" inneren Teilen in gefrorenem Zustande cinzuführen; die Art der Behandlung werbe sonst zu teuer werben Nun, bann sollte bie Entscheidung doch nicht so lange aufgeschoben werden. Warum sollten wir uns so beharrlich dagegen strauben, was England, Belgien, die Schweiz und Ftalien längst getan haben! Führen wir doch das Gefrierfleisch so ein, wie es bie argentinische Regierung zur Zufriedenheit der genannten Staaten exportieren läßt, und wenn der Wortlaut eines Gesetze» damit in Widerspruch steht, so ändern wir ihn eben! Man soll uns nicht mehr so lange mit den' Konferenzen unb Ausschüssen vertrösten! Auch bie hessische Regierung hatte unseres Erachtens besser $>araii getan, sich selbständig schlüssig yi werben unb ben Reichsinstanzen entsprechende Vorstellu.'.gcu zu machen als diese Konferenz auszubieten, bie „tunlichst in ber nächsten Woche" über bie Flcischteuerung, ihre Ursache unb ihre Bekämpfung, beraten soll. Wissen wir benn nicht sck-on, was dabei herauskommen wird? Einstimmigkeit wirb sicher nicht erzielt Unb bie Regierung wirb um einen Entschluß, eine Tat, nicht herumlomnien, wenn sie ihrem lobenswerten Vorgehen, als erster beutscher Bundesstaat ber Teuerung entgegcnzuwirlen, irgend eine Wirksamkeit sichern will. Tic Sozialbemokratic hat in ihrer Presse bemängelt, baß zu der erwähnten Konferenz keine Arbeiter zugezogen worben seien. Ja, alle Kategorien ber Fleischesser hätte man zuzichcn sollen: auch Arocitcr, Dienstboten, Privat- bebicnstcie, Beamte i nur notorische Hungerleider, w.e etwa freie Künstler unb Schriftsteller, hätte man ausnehmen tonnen, benn sie Haden sich an die Teuerungszustänbe gewohnt. Im Ernsie, keine Konferenz, sondern ein entschlossenes Handeln lvärc noch besser gewesen. Was heute in Darmstadt jür zweckmäßig und oieivcripreche.nd g>.l)alteit wirb, nämlich oie Konferenz befonber» berufener Bvll.'ver- ireter, wirb vielleicht ein wenig rühmliches Ende nehmen. Tie Regierung, bie „in Gesellfchafl von Adepten sich in die schwarze Küche schloß", loiro vermutlich nur eine „Rcso- luuon" zutage fördern. Hoffentlich kommt daneben wenigstens eine Anregung zu örtlichen Abhilseniaßregeln zustande. und 4 Vorhänge und Pyramiden iür 3600 Gulden lieferte. I Hugo Wolf und viele andere, keine andere Zeilschntt hat ihren klebrigen» bchiclt der Herzog ihn dauernd in seinen Diensten. -Lichtungen, ihren Bildern und Noten u joldyer Maisenvc.brlilmig Sic Mitarbeiter Eolombas i.aren hauptsächlich Antonio Bittio I verhalfen wie sie. Sie Bilderbeilagen z. B. haben nach Zahl und Qualität stetig zugenontmen, iür Die Ausbildung einer immer b6S -hrlOC^< Stets politische Wochenschau. Gießen, 14 Sept. C8 ist eine seltsame Wendung in der Weltgeschichte, daß russische Erinncrungsfeier an die großen Ereignisse 100 Jahren von einer Abordnung französischer Cffi- te mitgemacht und besichtigt wird. Die ehemaligen nde sind versöhnt, unb ba3 schaurige Bilb ber brennen- t alten Zarenstadt Moskau beschwört leinen Haß mehr auf. Der Zar läßt Tankgebete zum Himmel schicken, ) feine französischen Gäste falten dabci viclleickst auch ir Hände. Ob sie sich dabei eine Vorstellung machen, wie ib heute ihres Ruhms Geschichte stände, wenn den Welt- -perer damals nicht die unüoerwindlichen Generale Noiber und Dezember zu Boden geworfen hätten? Die sprachen des Zaren, so weit nutz in Westeuropa etwas n übermittelt worden ist, waren ziemlich blutlos und [tenfeni. Wie anders würden unseres Kaisers histo- er Sinn und Beredsamkeit von so gewaltigen ß:r in liegen angeregt worden fein! Zar Nikolaus beschräntte darauf, seine Soldatc-n zu mahnen, bie gleiche Treue b Hingebung an das Vaterlmib zu betvahren, wie bie efahreu. Breies hat sich geänbert, aber bie alte Selbft- tlichkeit, bie dem Volke zwar feine Ziele zeigt, es aber Bier Umständen zu kriegerischen Taten zusammenrafst, geblieben. Die Verstecktheit der russischen Politik ist le so ausfallend wie vor 100 Jahren. Während Rustlano nals mit England gegen Napoleon zusammenflaub, tferii heute bie beiben Rresenreiche ber mobernen Ma- oniie bie Mittel zu großem Aufwanb unb Aufputz. Die uptad)ehina bes franzofisck-en National- unb Revanche- icidbld wirb aber heute am nachhaltigsten von Englanb chessrgt, dem guten Vetter, der bem deutschen Miä-el so O't unb bieder die Hand entgegengestreckt hat für den •(Ll, daß er auf eine kostspielige Luxusflotte verzichte und ghDifbac von den Mitteln und Gnaden des reichen Ler- W-ndten leben wolle. Wo finb heute die Friedensstörer in) Unruhesttster, die ein gefährliches Spiel mit dem Itair treiben? In Deutschland sitzen sie nicht. Mit immer Halfteren Farben aber wird uns bie Kriegsgefahr von den u. ue-Genoffen an die Wand genullt, isngland hat be- n nftratio feine Flotte in der Vtorbfee konzentriert unb, iüe einem Buirdesgenosfen, ben Schutz seiner Mittelmeer- mereffen Frankreich anvertraut. Dazu erörtert bie fran- »plichc Presse in voller Offeicheit, wie man Deutschlanb $i Falle eines Krieges zur See gleich beim Schopfe zu r sc ii unb wie Frankreich bnrch bie Bershrrtung seiner »utclmeerflotte die italienische und österreichische Marine ^besiegen gedenke. Ter Sepiembcrartikcl der „Deutschen Revue", gegen tci ber aUbeuifche Verbanb auf seiner letzten Tagung t kutschiebcu Widerspruch erleben hat, ist nach einer Notiz jijc5 Blattes n i 0t von ber beutscheii Regierung inspiriert tvefen. Die bemjche Polint kann sich ihren Kurs auch gar i<: mehr suchen, sondern sie bejinoet sich — burch bas Ber- i.u*ii Ei'.gtands — mitten in einer Strömung, gegen die t nicht angehen kann. Sa bie Ententc-Mächte bie Geil i. n, bie uns beb rohen sollen, uns so lebhaft au »malen, übt uns nur ber Gebaute, wie wir uns davor schützen inen. Der Altreichskanzler könnte heute seine Zwei- .meiirebe wieder Hullen. Und die neueste Zusainincn- W.sl des Herrn v. Bethrnann Hollweg mit bem Grafen «cchtold sonne dessen beabsichtigte Reise in ad) Italien zeigen Dom ersten Stuttgarter hostheater. | Zur Einweihung der neuen Hofihrater in Stuttgart, 14. und 15. September. , So glänzende Feste, wie sie der Stabt Stuttgart bei ber Ein- Rvhüng Der neuen TiNmannfchen Hoftheaterbauteil bcvorf.ehen, |l Die württanbergiidK Rcfidcn- schon einmal erlebt. Sas war El Fahre 1750, als das erste Stuttgarter Hoftheattr feierlich Kjcwciht wurde. [ Bis dahin hatte der württcmbcrgifchc Hoi zwar deutichc wie Mländifche Truppen in Den verschiedensten Gebäuden für iid> ■ f jüiuiige» veranstalten lassen, aber der junge Herzog Karl Kjoi, Der am Hofe Friedriü/S des Großen Geschmack an Theater ji Mujik gefunden hatte, diese Neigung mit seiner Gemahlin nie, und sogar selbst mit ihr Thcaier >vielte und zwar nicht Vicht, wie Wilhelmine von Bayreuth verfiel,cn>, Karl Eugen alfo E|ie auch fein eigenes Hotthcater in der Residenz Stuttgart haben tu liraduc diesen Plan mit uberrafchender Schnelligkeit zur Ver- Mltichung, nachdem im Fruyiahr 1750 die berühmte 01 Fuß, seiner Breite von 71 Fuß und stiner Hohe von Kuß war. Da die Decke nicht aus Säulen riii’i:, sondern am thMuhl versckraubl aufgehaiijt war, sehr geeignet, die Bühne pL ,)cn Zusck-auerranm abzugeben. Nach der Sariicllung von M-u'i bcjiGnö Der Zusck-auecraum aus dem Parterre und drei Riemen. Er soll, was kaum glaublich klingt, vienauiend Per- fic m gefaßt haben. Die -.'tnzahl der Sitzplätze betrug nicht ganz y imtDert. Fn der Mitte de» crlten Ranges befand nch et: große Hoflogc. Sic Bühne hatte eine Tiefe von 1b Ku Of.n. 7 Vorhänge und 58 Szenerien wurden für sie vcriceiigt, Uti lußerbcm tonnte man auch einen Teil der Setqrationen Qi )cm alten Komödienhausc verwendcii. Die vcrgroßerr und üä:mall wurden. Zur Anfcttigung der neuen Stucke wurde Theatermaler Innozenz Eolomba berufen, der 6 Szenerien Die Beisetzung öes verewigten Kaifcrs von Japan. To kio, 13. Sept. Die Leiche bcS verewigten Kaisers wurde gestern abend kurz nach 8 Uhr aus dem Kaiserpalast nad) dem Aoyamo-Parabefcld gebracht. Beim Scheine eines aus dem Hose brennenden WachtscucrS und ausgestecktcr Fackeln fuhr ber uralter Sitte gemäß von fünf Ochsen gezogene Leichenwagen zum Palastcingaug, wo der sarg ausgenommen würbe. Ter Kaiser tn ber (Galauniform des Daigaufni (Oberbefehlshaber aller Land- unb Sccftrcitfräfte) mit Trauerflor, bie Kaiserin unb bie Kaiserinwitwe in attfapanischer Tracht bunfclbraun unb orange) mit aufgelöstem Haar, ber Kronprinz unb seine beiben jüngeren Brübcr geleiteten ben Sarg dis zum Portal, sdjlossen sich jebod; nicht bem übrigen Traucrgefolge an, sonbcrn fuhren auf einem anberen Wege nnd) bem Aoyamo- selbe, um dort bie sterblichen Ucbcrrestc bes Kaisers bei ber Ankunft zu empfangen. Ter große Zug, welcher ber Leiche folgte, nahm inzwischen den Weg nach Dem Paradeseld. Zu dem mililarischen Ehrendienste hatte daS Landhecr 20 000, Die Kriegsflotte 10 000 Mann gcftcllt Alle Truppenteile, einschließlich der in Korea und der Mandschurei, auf Formosa und Sachalin stehenden Tnippon, waten vertreten. Tic gesamte kaiserliche Leibgardc-Division eskortierte den Sarg, während die anderen Truppen Spalier bildeten. Der endlose Trauerzug, in dein Sonnenbanner, Mondbanner und viele andere kriegerisä-e Embleme getragen wurden, gewährte in seiner fremdartigen Mannigfaltigkeit ein seltsames, höchst eindrucksvolles Schauspiel. Vor dem kaiserlichen Eingang zum Palast am Nijubashi- Tor bis zum Babasaki-Tor an der Grenze des Palastes bewegte sich Fer Trauerzug durch gigantische Trauerbäume. Von den Wipfeln der Bäume hingen lange schwarze und weiße Papierwimpel herab. Zwischen den Baumen loderten Fichtensackeln auf achi Fuß hohen Trcttüßen. Zehn Reihen von mächtigen Bogenlampen warsen außerdem das Licht von oben auf Den breiten llr. 2\I _____Erster Blatt 162. Jahrgang Samstag, 14. September 1912 möglich, g yAHF W m”'thA751-l7r‘?riel- ® Eichener Anzeiger ’SSSr General-Anzeiger für Gberhefsen SäSe l’T“«'CS Hotationsörud und Verlag »er Brübl'fdjen Univ.Guch. und SkinOruderet R. fange. Redaktion, Expedition nnd »ruderet: Lchulprche 7. |n vormittags v Uhr. Bübingen: Stntfprcd)cr Nr. 269 Seschäftrstelle Bahnhofftrahe 16a. Anzeigenteil: H. Beck. ganze Szene war von hnnderten von Bogenlampen glänzend erleuchtet. Zwischen den einzelnen Ab- teüungen schritten Gruppen von Fackelträgern, im ganzen 800 Mann, deren Fackeln unheimlich flackerndes Licht aus den Zug warfen. Unmittelbar vor dem Sarge schritten der Lberzeremonien meister und der Minister des kaiserlichen Dauses, beide in alt- japanischen schwarzen Leinengewändern. Den Leichenwagen selb st umgab eine glänzende Gruppe von hohen Offizieren des Heeres und der Marine, sowie die Hofbeamten, unter letzteren der Lberstkämmerer, der aus Kissen die kaiserlichen Sandalen trug. Dann folgte Prinz Kanin ass Vertreter des Kaisers, Prinz F u s h i n i als Präsident der kaiserlichen Bestattungskommission, die übrigen Prinzen und die Staatsminister, die koreanischen Peers und die Vertreter beider Däuser des Reichstages. Den Schluß bildete eine militärische Ehrengarde. Wie Beamten und Würdenträger erschienen in alten Nationalkostümen und trugen mit weißem Papier umkleidete Dolz- stäbe. Der von der Stadtverwaltung hergestellte Traucrschmuck der Straßen, durch die der Leicherizug sich bewegte, erforderte einen Aufwand von 250 000 Den. Selbstmord des Generals Rogi und seiner Gattin. Tokio, 13. Sept. General Graf Rogi, der Eroberer von Port Arthur, und seine Gattin begingen nach einer religiösen Zeremonie in Verbindung mit der Leichenfeier für den verstorbenen Kaiser Selbst- nror d. Der Kaiser und die Kaiserin gingen dem großen Katafalk langsam entgegen, hinter ihiten die kaiserlichen Prinzen und Prinzessinnen, und begrüßten den Sarg feierlich. Als der Zug zum Sojoden vorüberzog, begaoen sie sich wieder zurück, um. ihre Plätze wieder einzunehmen. Darauf wurden Opfergaben an Lebensmitteln, Seidcn- gewändern, Lichtern und Bäumchen vor dem Sarge nieder- gelegt, während die japanischen Instrumente eine besondere Klagemusik anstimmten. Darauf las der erste Priester ein Gebet. Die Zeremonie erreichte jetzt ihren feierlichsten Augenblick. Nach einer eindrucksvollen Pause schritt der Kaiser langsam vor, verrichtete allein, vor dem Sojoden niederknieend, ein stilles Gebet für den verstorbenen Vater und verlas die Trauerbotschaft. Es war eine tiefcrgreifende Szene. Sie wurde noch ergreifender, als die Kaiserin sich ebenfalls vom Platz erhob, um über dem Toten das letzte Gebet zu sprechen. Auch die Prinzen und Prinzessinnen erwiesen in gleicher Weise dem verstorbenen Kaiser die letzte Ehre. Darauf verlas Marquis Saionji im Namen der Untertanen des japanischen Kaiserreiches vor dem Sarge lange vaterländische Adressen. Graf Watanabe verlas im Namen der kaiserlichen Hofbeamten eine Traucradresse. Darauf erwiesen alle anderen anwesenden Notabilitäten mit ihren Frauen der Reihe nach dem Verstorbenen ihre Ehrerbietung. Die Mitglieder der kaiserlichen Familie zogen sich nunmehr zurück. Kurz darauf wurde der Sarg in den kaiserlichen Zug gebracht, der auf dem bis hinter dem Sojoden gelegten besonderen Geleise wartet, um den verstorbenen Kaiser nach Momvhama zu bringen. Prinz Heinrich und die anderen fremden Abgesandten wohnten der Feier im Palais nicht bei, sondern begaben sich direkt zum Paradefeld, wo sie Ehrenplätze bei dem Sojoden einnahmen. lieber bie Konzentrierung ber französischen Seeftreirtröhe im Mittelmeer äußerte sich der ehemalige Befehlshaber des französischen Mwtelmeergeschwaders Vize-Admiral Germinet zu einem Mitarbeiter des „Echo de Paris" unter anderem folgendermaßen: Tie Behauptung, daß Frankreich damit nur das Spiel Englands besorge, ist unrichtig. Frankreich muß seine Verbindungen zwischen den Küsten der Provence und der algerischen und tunesischen Küste unter allen Umständen aufrecht erhalten können. Es verteidigt also mit dieser Maßnahme seine ‘tgencn Interessen. Um so besser, wenn wir zwei Fliegen mit einem Schlage tr essen und auch den Interessen der englischen Verteidigung dienen. Im Falle eines Krieges zwischen Deutschland und England oder den Mächten der Triplo-Entente und dem Dreibund wird sich im Norden eine ähnliche Lage ergeben, indem England durch die Verteidigung seiner Küsten gegen die beutfeben Seestreitkräfte auch die Sickzer- heit für unsere >vestlick)cn und nörblidjcn Küsten verbirgt. Die Rolle der französischen Marine im Norden muß darin bestehen, daß sie jeder feindlichen Flotte den Eintritt in den A er melkanal verwehrt. Ich gehe weiter und spreche e5 als meine persönliche Ueberzeugung aus, daß England und Frankreich, die den Aermelkanal mit Recht als englisches und französisches Gewässer ansehen, im Falle einer Kriegserklärung sofort den neutralen Mächten die D u r dr fahrt durch den Aermelkanal verbieten werden. Auf diese Weise wird man wenigstens wissen, mit wem man es zu tun hat. Es ist dies eine elementare» Verteidigungsmaßnahme und ein unzweifelhaftes Recht der Kriegführenden. Wuf die Frage, ob die sechs Panzerschiffe des dritten GesckM'aders eine hinreichende Verstärkung der Mittelmeerflotte bildeten, um die vereinigten österreichischen und italienischen Seestreitkräfte zu besiegen, antwortete Germinet: Wenn man unsere Mittelmeerstreitkräfte mit denen imfercr wahrscheinlichen Gegner vergleicht, so sicht man leider nur zu sehr, daß sie eine unzureichende Ueberlegenheit besitzen. ES ist die höchste Zeit, daß wir mnsere Schiffsbauten etwas bescisteunigen, um rasch die uns gegenwärtig fehlende ausgesprochene Ueberlegenheit zu erlangen. Paris, 13. Sept. Die Brester Handelskammer richtete an den M a r in em iuister dos Ersuchen, er möge, falls die Entsendung des dritten Geschwaders nach dem Hofen von Touliu nicht mehr rückgängig ge- rnacht werden rönne, im H a f e n v v n B r e st unter anderem ein leichtes Geschwader von sechs Panzerschiffen mit vollständigen Besatzungen stationieren und die Torpedoboots- und Unter seebovtsflottille verstärken-sowie ein Schulyeschwader errichten. Großfürst Nikolaus von Rußland ist am Freitag früh in Paris eingetroffen. Er wurde vom Ztzriegsminister Millerand empfangen. Im Laufe der Manöver wurde heute früh General Marion, der Befehlshaber der roten Armee, mit seinem ganzen Stabe von einer Abteilung Kavallerie gefangen genommen in der Nähe eines Dorfes, von dem aus er die Bewegungen der verschiedenen Korps leitete. In O fen pest wurden Mitteilungen veröffentlicht über große Marineforderungen Ocsterr eich-Un- aarns im Betrage von vorläufig 200 Millionen Kronen. Der Kampf bei Marratesch. Paris, 13. Sept. Ein Telegramm des Obersten M a n 0 x n schildert den Kampf vom 6. und 7. Sept, der dem Einzüge in Marrakesch vorausging. Die feind- liche Kolon ne, etwa 10000 Mann, darunter 3000Reiter, griff danach die Franzosen mit großer Wucht an. Der Ansturm des Feindes wurde durch energisches Artillerie- und Jnfanteriefeuer gebrochen. Als die französische Abteilung dann ihren Marsch fortsetzte, stieß sie auf neue feindliche Massen, die durch Maschinen gewehrfeuer in die Flucht getrieben wurden. Eine Schwa bron, unterstützt durch Hilfstruppen aus der Schanja und vom Stamme Rehamna, ferner durch Gonmiers, eine Batte rie und berittene Senegalesen, drangen darauf durch das Tal Urtul ins feindliche Lager ein, tötete über hundert feindliche Krieger mit der blanken Waffe und nahm zwei Kanonen, Standarten und große Mengen Munition weg. Auf französischer Seite wurden zwölf Mann verletzt, darunter zwei schwer. Aus Anlaß der Einnahme von Marrakesch richtete Generalrefident Liautey an den Sultan ein Telegramm, in dem er ihm von dem Einmarsch der Truppen und der Auslieferung der gefangenen Franzosen in Kenntnis setzt. Der Generalresident gibt der Hoffnung Ausdruck, daß es dem Sultan bald möglich sei, selbst nach Marrakesch zu kommen und versichert ihm feiner Mitwirkung bei der Wiederherstellung der Ordnung und des Friedens zur gedeihlichen Entwicklung Marokkos. Auf das Telegramm antwortete d er Sultan, er freue sich über den Einmarsch der Franzosen, der die Bevölkerung von Marrakesch beruhigt und die bösen Aufwiegler zur Flucht gezwungen hätte. Er, der Sultan, sei glücklich, daß die Franzosen ohne Schaden ausgeliefert worden seien. Der Sultan schließt mit der Versicherung, er sei bereit, sich nach Marrakesch zu begeben. Deutsches Ueich. Bayern und seine Eisenbahnpolitik. In der bayerischen Kammer der Abgeordneten legte bei der Beratung des Eisenbahnvoranschlags Abg. D ä b e r l c i n (Lib.) dar, daß Bayern aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen gift daran tue, sich dem Reichseisenbahnverband a n z u s ch l i e ß e n. Tic Redner der Sozialdemokraten, des Zentrums, der bayerischen Dauernbündler uno des Bundes der Landwirte sprachen sich gegen eine solche Angliederung der bayerischen Eisenbahnen an Preußen aus. Verkehrsminister v. Seidlei n erklärte, er fei der Ansicht, daß die Betriebsmittelgemein schaff bei den deutschen Eisenbahnen kein Allheilmittel sei. Er sei gegen den Eintritt Bayerns in eine solche Betriebsmittel- gemcinschast aus finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Gründen, weil dann auch die Einzelstaaten keinerlei Einwirkungsrecht mehr hätten. Ein Bedürfnis für den Anschluß an die Reichs- eisenbahngemeinschast liege nicht vor. Allgemeine Vereinfachungen im Interesse des Verkehrs seien schon durchgesührt. T.i e Frage des Anschlusses der gesamten Eisenbahnen an das Reich sei also ausgeschlossen, es wolle dies auch keine der beteiligten Regierungen. Tic Hockhaltung des reinen bayerischen Eisenbahnbetriebs sei politisch und wirtschaftlich von höchster Bedeutung: nur Selbständigkeit mache es Bayern möglich, der wirtschaftlichen Eigenart des Landes Rechnung zu tragen. ♦ Auf dem Deutschen Handelslag ist folgendes Schreiben des Staatssekretärs des Innern eingegangen: „Amtlichen Nachrichten zufolge besteht bei der römischen Kurie ebensowenig wie bei der für die griechisch-katholische .Kirche maßgebenden Stelle Geneigtheit, auf die Festlegung d es Osterfestes einzugehen. Ich fehe deshalb zurzeit keine Möglichkeit, die Angelegenheit mit Ausficht auf Erfolg zu betreiben." Aus Stuttgart wird berichtet: Mit Rücksicht auf die namentlich auf der Alb verspätete Ernte sind die Korpsmanöver ab befteHt worden. Ausland. Der Kaiser von Japan I>at einen Straferlaß bekannt gegeben, dessen .Ausführung in den Einzelheiten den Behörden überlassend, und eine Million für wohltätige Zwecke gestiftet. Um den Trauerfeierlichkeiten, die am Freitag morgen um 8 Uhr begonnen haben, beizuwohnen, sammelten sich seit Mitternacht ungeheure Menschenmengen in den Straßen an. Aus Stadt und Land. Gießen, 14. September 1912. Große Srfiau» und Passagierstüge beabsichtigt der Luftfahrer-Verein Gießen im Oktober d. I. zu veranstalten und hat dazu, wie wir hören, bereits die bekannten Flieger Curt von Stoephasius und Frau- lein Chärlotte Möhring verpflichtet. Diese haben unter dem Protektorat des Großherzoglich Hessischen Verbandes für Flugwesen eine FNeger- fchulein Mainz gegründet und bereits in Tilsit und Stal- lupönen wohlgelungene Flugfeste veranstaltet und halten morgen ein solches in Lyck ab, worüber wir noch näheres berichten werden. So wird auch unserer hessischen Jugend Gelegenheit geboten, die witnderbare Errungenschaft in der Beherrschung der Luft nicht nur zu sehen und zu bestaunen, sondern auch auf hessischem Boden zu erlernen, um als Flugschüler, Mitfahrer oder Pilot sich hoch in die Lüfte zu erheben. Wem aber versagt ist, tätig dabei mitzuwirken, oer wird sich von der Schönheit und Ausbildungsmöglichkeit der Flugkunst überzeugen und sich davon begeistern lassen, bleichzeitig aber auch verstehen lernen, wie bitter not uns ihre weitere Verbreitung tut, damit wir den großen Vorsprung, den unser westlicher Nachbar immer noch vor uns besitzt, im Interesse der Sicherheit unseres Vaterlandes bald wieder einholen. Wer bisher noch abseits gestanden hat, aus Mangel an Interesse, ober aus Furcht vor der Gefahr, die doch mit jeder wichtigen Entdeckung und Eroberung verbunden ist, oder wer der Flugkunst gar feindlich gegenüber stand, weil er sie für einen überflüssigen und nutzlosen Sport hielt, der wird sich überzeugen, daß sie die Grenzen eines gefährlichen Sportes längst überschritten hat und zu einer ernsten und wichtigen Arbeit auf dem Gebiete der Technik, der Wissenschaft und der Landesverteidigung geworden ist. Der wird erkennen, daß sie sich hohe Ziele gesteckt hat, die mir zu erreichen sind, wenn das gesamte Volk, arm und reich, hoch und niedrig an dieser idealen und doch so praktischen und notwendigen Arbeit sich beteiligt und ein jeder nach feinem Können durch begeisterte Verbreitung der Ideen, durch praktische Betätigung, durch Geldspenden und Beiträge oder wie fönst daran teil nimmt. Um das Jntereffe noch weiter zu wecken und das Verständnis zu fördern, wird der Luftfahrer-Dereiu Gießen im Laufe des Herbstes und Winters eine Reihe interessanter Vorträge halten lassen und feine, durch notwendige Vorbereitungen unterbrochen gewesenen, Ballonaufstiege bei günstigem Wetter fortfetzen, nachdem durch den ersten wissenschaftlichen Aufstieg der Herren Dr. Peppler und Stuchtey vom gestrigen Tage der An- fang wieder gemacht ist. Die Ankündigung aller Veranstal- Hingen wird jeweils im Inseratenteil des Gießener Anzeigers erfolgen. * Schmerzhafte Wohltätigkeit könnte man den Eifer vieler Tarnen nennen, vc>n ihren Lj- feranten allerhand Liebesgaben für. ihre winterlichen .. ba>ar^ ,,Armenballe" und „Unterstützungsfeste" zu erbitten. Ti- sckrift „Tic Deutsche Frau" Verlag von Velbagen und Klasj^, Leipzig weift darauf hin, daß diese allzu häufigen, unter med oder minder sanftem Druck bewilligten Graben dem iduner hm> senden Kleinhändler unter Umständen edensovie: entziehen, > der einzelne Ucberschwemmte oder Abgebrannte schließlich erbet für dessen Ortschaft oder KrriS der Wohltätigkeüsbasdr ftattnn^v Das nützt dem Kaufmann eine Kundschaft, die von Zn: - Zeit, sagen wir eininal im Jahre, solch ein Ansinnen stellt, ui; die sosort zu einem andern Geschäft übergeht, ivenn ihrer Vit» nickt entsprochen wird? Der solide .'raufmann bat lernen » großen Verdienst an den Sacken, daß er Körbe voll Darnr gnr, umsonst geben könnte. Es geht bei vielen Sachen da bucküaon^ um Pfennige. Das Schlimmste aber ist unseres Erachtens noch nicht einmli diese erzwungene Svende und das erzwungene Interesse des manires an Unternehmungen, von deren Notwendigkeit er snb irct überzeugen kann, sondern daß unter Umständen diese notgcbrunqtj- Gabe ihn auch noch geschäftlich schädigen kann. — Er gibt seine Geschenke bin, wahrscheinlich mit Preisangabe. Ader -o o dieser Preis innogehalten? Viellercht im Anfang, ganz sicher ruat am Schlüsse eines BasarS. Ist es nickt ein schroffer Widersinn Man besucht einen Basar mit dem angenehmen Hochgefühl, weh tätig zu fein, und — man „ramscht" schließlich wie in Konkursansverkauf. Der Kaufmann, der Konsektton führt, weiß ganz genau, m* halb er Ausverkauf hält Ist die Saison fast zu Ende, so sind ou Sachen für ihn Ballast. Wird das junge Gemüse reif, so raLir man mit dem vorjährigen. Aber das Pfund Fleischcnrakt, Tose Kakao usw. brauchen nicht auSverkauft zu werden, und wnr, ich die Pfunddose Liebig mit 4,50 Mk. bezahle, weil bic „rwü. tätige'7 Tarne sie mir zu diesem Preise entbietet, so habe ich Basar, den Kaufmann — und mich selbst geschädigt, wenn auö in verschiedener Weise. Man muß die Geschichte von der Entstehung der „Wobltäne- keitszentrale der Berliner Kaufmannschaft" aufmerksam venc-l- haben, um zu wissen, bis zu welchem (faabe die Qieicbäfte in ’S» spruch genommen wurden, so daß schließlich diese Gründung als zwingende Notwendigkeit erwies. Ju ihrem Bericht finden wir außer allem, was sich uns Außenstehenden schon ausdrängte, noch erwähnt, daß z. B die Livr, zu Weihnachten den Kunden sogenannte Puppenlappen zu schenk», geradezu zur Unsitte geworden ist. Viele kleinere Geschäft,- rr bitten vom Großlieferanten bie Ueberweisung von Resten, inbti sie glaubhaft nachweisen, daß sie sonst nickt imstande find, tr Wünsche ihrer KuNdsckwff auch nur annähernd zu befriedigen (fc erscheint uns dringend notwendig, auch über diesen "tzunkl b, Kunden aufzuklären, die vielleicht gerade in dem Erbitten „un> loser" Reste eine besondere Beschcidcnljeit erblicken. So ist denn die Berliner Kaufmannschaft entschlossen ■ Selbsthilfe übergegangen und hat die „Wohltättgkeitszenntze gegründet, deren erster Jahresbettcht ietzt vorliegt. Alle Gesuche, die bei den atigeschlosscncn Firmen cingdu werden der Geschäftsstelle Berlin W 35, Flottwcllstraßc 4a, je Prüfling überwiesen. Ter Sinn für eine moderne, zwecknWff Organisation der Wohltättgkeit soll bei allen Mitgliedern r weckt werden. Waren ober Gelbspcnden sollen nicht zur Ctt.< lichung von Festen und Basaren gegeben werden, sondern nur bau. wenn sic für die Bedürfttgen unmittelbar verwendet werde». Ter Zentrale gingen in diesem Jahre 2168 Gesuche z». il> gelehnt wurden 757 Gesuche. Um den Betrieb im ersten Jahre zu ermöglichen, haben bi- Verbände und Firmen, die die Zcnttale grünbeten, bebaut?* Zuschüsse geleistet. Es fleht zu hoffen, daß sich immer mehr schäfte dem Verbände anschließen, und daß auck in anderen bt*l scheu Städten sich diese Vereine bilden, Reformwerke auf dem biete der Wohlfahrtspflege. ** Tageskalender Landw. KreiSschau. I 15. Sept.: Vormittags 8 Uhr: Dtffnung der Ausstellung, t» I mittags 11 Uhr: Frühschoppenkonzert. Nachmittags 2—6 üc ’ Konzert aus dem Festplahe, währenddessen Vorführung der ptän- ierten PKrde. Nachmittags 6 Uhr: Geselliges Zusammensein rt Tanzbelustigung. Nachmittags: Ausstieg eines Fliegers oer abends Feuerwerk. Montag, 16. Sept.: Vormittags 8 Uhr: Oeffnung der L-s- stellung. Vormittags 10 Uhr: Auszahlung der zuerkannten Tret und Frühschoppenkonzert. Nachmittags 3 Uhr: VreiSreiten, € uarnevals zu beftiedigeii, umsomehr, da für b&Trnin'- ' -errat die bi fähigsten frarnepalifh’n in Aussicht genommen ®;D m Irr- 1’i ■■ r Leitung einzelner Sitzungen cm bekannter -iarmH4btcr SSmt-Wrmlin gewonnen worden ist. Angelertet wird das Pro- « Je*; I Mit i burd) eine er r en - 5i fru n ß, Sie am 11. November t 2M ilLi lVt. Am 31. Dezember Sylvester! nt dann die ente ftnbaw Tarnen sitzung, der sich am darauffolgenden Sonntag von % ßahn-Std von Frankfurt!» Prcjramm durdt das Sekretariat Beginn der Semester Arni u Oktober. ■i mm • Der Ballon Marburg, der gestern früh mit dem ^«rdozenten Dr. Peppler und Dr. Stuchtey (Mar- fcy zu einer wissenschaftlichen Höhenfahrt hier aufgcsnegen | l,ndete gegen ö Uhr bei JmSweiler in der Pfalz. Tage noch 3891 anwesend waren. Bäder wurden bt6 zum 12. September 444 645 abgegeben. stellung. ich i’orflete Geschi-b/"l ; uneiügclM. AwsKü an -i ung von Sig, lickt imbr? j mtb zu bete* Än bititn h in öcm Grccr erblicken, nschast ator k,Wohltätig . vorliegt, icnen Jime. t Flotttvellskii»^ e mobtrne, y» allen Mzlia- iollen nickt u: erden, Ionitas. verwendet nct t 2168 ermögüfc., e gründeten, aß sich iir-T 6 auch intfc Reformwerk rl h. Vilbel, 13. 'San. la» Automobilunglück, bei dem vor einigen Ta-ien der frrilo r Lehrmund aus Hieben sein Leben einbüßle. batte c>ie Einleitung eine- Sirasversahren! Wagenbeii-er Böcker Reiss au- ftronffurt zur tvvifl ret bet iachmittagt W PoMrun: k liges Zusmn! g eines Zliy" hr: CeRnunt:■ iq der Auerfair- Uhr: Preitn!!- mit Anslaui k Lchlub der b llem, hnt, bafe i r „ WenlaDDau^ : kleiner. Jen, 13. (Sept Die Zufuhr zu cmarTtcn war trotz der regne- ganz ll Mwusk Ich' U Nie, toej | J lbretet, lofefel SinD bertra?" „ inberö^ enblati irbert ennallc^t Sriegsimn'^. $al nebtefltbCTi6e Ottfrlt bet ä&trr. Apethektr Richard Brandt’s Schweizerpillen ft tt Shttragnng dr« Ralkri. Datmtaal« hx «trlln unter «tt. 10100 gdtHlid) grlchü-l, unb Haen«. «chsifhausen (€1 tert’ WL e. bet*, «potheker «ichard Bra«»t. Starkenburg und Rheinheffen. m Offenbach. 13. bept. Tie heutige dringliche Sitzung der Stadt verordneten, in der der Vertrag mit Neu- Isenburg über die btromliesenmg aus dem städtischen Elek- trizitätsiverk genehmigt und weiter die neue Dienstordnung und Lohntaskl für die Straßenbahner verabschiedet werden ollte, konnte nicht obgehalten werden, da sie nicht beschlußfähig war. Obwohl der Vorsitzende die auf 6 Uhr anberaumte dringliche Sitzung um eine halbe Stunde vertagte, konnte eine beschlußfähige Versamnilung nicht zusantmen- gebracht werden: nur einer fehlte. Die Sitzung wurde auf Samstag nachmittag vertagt, sic ist dann unter allen Um- chmgbn^ nuswe^ü- w * die ' ch diese RillitßE' WitiM KrciS Friedberg. L° Friedberg, 13. Sept Tos dessiicbe Ministerium bat OÄöung erteilt, hinein katftS ckwe sternher m .u atynen. Gestern wurde in der Vorstadt zum Garten ein neu nkuiuiJ .vau4 dafür angekauft. := Bad-Nauhetm, 13. eept BtS zum 12. <-cpt. fr):38825 Kuraäste angekommen, wovon an genanntem tfpcM 7^' tiSr d. AuS Rhein he ss den Obst-uAd Gemüse rischen Witterung recht erbeblich. Bezahlt wurden in der letzten Zeit für den Zentner Zwetscheu 4—5 Mk, Birnen 7—10 Mk, Aepsel 5—0 Ml, Traubrn 30—3.5 Mk und Bohnen 15—20 Mk Für den Doppelzentner Lartoffeln wurden 6—7.20 Mk. und für 100 Stuck Einmack>gurten >tti, tnn | ÄS Rt, k. ■ ’ rotXn ii» Äe Dn'1 I 1 unn. men Wich:V - 1—1.20 Mk. angelegt. ch. Bingen, 13. Sept Die Meldungen über bei den Dohrversuchen für die neue Rheinbrücke gefundene untcr- irdische Quellen scheinen kein Ende nehinen zu wollen. Neuerdings wird gemeldet, daß bei den neuen Versuchen 2 . ... Salzquelle entdeckt n>ortieit ist. Da der aus Schleichsand bestehende Untergrund bei (Geisenheim die Ueberbrückung deö Rheines an der geplanten Stelle als sehr schwierig gestaltet Hütte und deshalb unterhalb der ersten Stellen neue Bohrversucl>e vorgenommen worden sind, ist man bei Kempten bei Bingen aus eine Quelle gestoßen. Sie liegt etwa 200 Meter vom Ufer in einer Tiefe von 16 Metern Die stark salzige Quelle soll reichlich Landkreis Gießen. - kh. Watzenborn-Steinberg, 14. Sept. Tie all- S1L1m beliebte Kirmes auf der MockSwicse, die alljährlich b ritten Sonntag im September abgehalten wird, ist in- « : der Landwirtschaftlichen Ausstellung in Dießen um acht 8r also auf den 2 2. September, verlegt ivörbcn. -'m. £»unflcn, 13. Sept. Seit etwa 3 Tagen liegt rm ilif iren Krankenhause ein crlOTT fier-nominell. Unterwegs wurden sie von einigen lungcn &twi aufgcljnltcn und während drr ctwuS voraus,ahrcndc $ne bXi zu Sait tarn. $ogen ine Rvwdie? den nach- »nnenden Unglücklichen vom Rad und deorb.uleten chn ,n -unmenschlich roher Seife, daß er b>s ,etzt nicht w-eder die »Minna erlanalc. lrr dal mehrere fmiveie Verlegungen a Evpfe. Die Täter sind noch unbekamrt. StädtPolytechn-Lehranstalt ttä'iyngen h' ü^chinenbau. Friedberg r essen) • Elektrutechmk^rchifeKtur . 5Bahr,^m eon ^d-Nauh^m 0. \‘.v-y und Bau-JnäeniBurwesen. - - ' - -» reu»1, v? r und MNNs- A,k. oufA^' k, 61/.,® ^ M M Ä1 ■ Am 31. Tczember (Sylvester) ist dann die erste |trti Damen sitzu ng, der fid) am darauffolgenden Sonntag -,L!i-Nlvalistisct)cs Konzert anschlicßt. Um auch dem auswärtigen ■ die Teilnabme an einer otel Einhorn" eine Sitzung ab, die sich mit der Jlfrl-umi des Programms für 1912/13 beschäftigte All* jtoi-dri nxir man der Ansicht, den nächsttähriaen Karneval in '^'denercn (^rcnKit zu feiern, wie das in dies. Sonst überläßt man alle- Nt Vorsehung Von einem Schutz gegen Sinb ober Sonne ist keine Rede Gras ist genug da. wenn tue Trockenheit nicht einen Slnch durch tue Rechnung macht. Von allen Geißeln der Gottheit ist die Trockendeu ine, bie man am meisten fürchtet Denn sie wirkt oerbecrenb mit einem Schlage in ungeheurer Ausdehnung. Benn eS nitbt (terranet bat, dann gibt es weder Gras noch rVurtcr, noch (muc >-ür bas Viel' bedeutet ba» die Unmöglichkeit des Lebens. Ecdon der Binter ift eine Zahres,eit, die man schwer überlebt Die 'flechte Vebaaning, die magern flanken, die dervorslehenben Knochen br- weifen die Leiden der Tiere Mit dem «trübhna kommt die Lwiinuna aut Regen Bitt» diese vostnuna getäuscht, bonn ftnd lob und Unteraang nabe. Für die Auszucht her zum - chlachten ausgewädlten Tiere kann man für Mitternot sorgen ?ttfi an die Ernährung der großen Serben kann man nicht denken. Tu r.'mpas wird zum ungeheuren Friedhof, auf dem uch yunberte imb Tausende von Leichen ankhiim, ebne die Möglichkeit emeS Begräbnisses Die (»emo Im beit des „dämm'" 'st e-, dem «Sind, der Sonne, dem Regen, der Erde mit ihren offenen Boten dir Sorge dafür zu überlassen, daß im Laufe der Seit der '?.>rpet de- ariallenen Tieres allmählich verschwindet. Der Raubvogel und der L?und arbeiten habet mit, aber ime ungeiiugend Llemenceau erzählt, daß der BeriinsungSgeruch im Sommer sich oft recht 'ästig bemerkbar macht. 3m Binter sorgt die Ä'u'te hatür, daß die stadaver unter der gleichsam gegerbten £>aut poUitäntna mununuert roerben. Es fehlt in Argentinien an Armen, um die Lausende non Dierleichen zu begraben. Der Mesch wendet nur em Mini- nturn von Anstrengung daraus, um die Zucht zu verbenern und Hie gewinnbringend zu gestalten. Der Reichtum de- randes bietet .hon so genug freilich find nach Elemenceaus Anichanung Die Jiere in der Regel nur Durchschnittsware, deren Fleisch « an I Güte mit den Exemplaren einer vervollkommneten Zucht nicht .Mkstant ist, daß der Ballon nahezu zwei Stunden über Zlrinj stand und dann nur ganz langsam nach Südwesi rei trzog. Die Lustschiffer kehrten noch gestern abend übet M^zaach und Mainz zurück. - Besitzwechsel. Ter langjährige Betriebsleiter der erverke, Otto Goebel, ein geborener Gießener, und der J“’ latent Heinrich Appel kauften von der Firma Eugen nann deren Grundstück Alicestraße 23 für 65 000 Mk. Lit Läufer haben die Generalvertretung der Adlerwerkc für iLßtl'gffen übernommen und werden hier eine größere Nepa- Dfikirerkslätte für AutoS einrichten. - Gestohlen wurde gestern am AnSstellungSplatze m der Hardt ein Fahrrad, Marke ^Weil, Torpedo Nr. 40*. lkg .Infnuf wirb geivarnt. •* Billigere Flors chn ahrun g. Die stLdtische imltunfl hat mit den Metzgern wegen Ucbcrnahme des lmfo von Oft-frier fleisch verhandelt. Dem Vernehmen tl) ihnben die Mesiger ihre BerertwUligkeit zu erkennen n, den Verschleiß des von der Stadt bezogenen ches zu übernehmen. ' Bom Seltersweg. Die Befestigung der Fahrer de-. Selterswegs mit Asphaltbölag ist in den beiden .tzttr Tagen, an denen das Wetter günstiger tvar, mit Zotttruck betrieben worden Auch die Sackgäßchen, die ■t-r. inib rechts des Selterswegs liegen, werden ebenfalls •ii:: Äsphaltbelag Verse her, Die Unternehmer hoffen, tvcnn Wetter günstig bleibt, in spätestens 10 Tagen pm Zt.l-t.sweg mit der Arbeit fertig zu werden. -Der Rauchklub Friedenspfeife feiert heute . nkr.b in Steins Garten sein 10. Stiftungsfest verbunden tnn: Konzert, Theater und Ball. rta.nnbes,-er 83a.1er Reiff aus fjeonfhirt at gestattet, R tic historisäien Uniformen und Rüstung-gegenstände, in dein Festspiel zur Verwendung kommen, mtS dem K-finrr Zeug Hanse genommen werden durften und daß t< rftc ^Wrde-Tragoner-Regiment bei den Aufnahmen D« Schlachlszenen mitwirkte. I *• Bom An sied elung-gebiet Posen. In kiff’.i Tagen siedeln wieder mehrere Sauernfamilicn un- rfii: Gegend (Burkhardsfelden, Kinzenbach usf.) nach der Ltzriittz Posen über, um dort ein Anwesen au übernehmen, tl .lebersiedeler haben vor dem Ankauf das betreffende Ei ielbft besichtigt, jinb sie erhalten bis zur nächsten ausnehmen kann. tuftfebinnbrt. Bieber zwei Flieger abgestürzk. Oschatz, 13. Sept Heute moraen stürften m der Rüde de- Wasserturms zwei Os f i z ierslieq e r ab «inet erlitt einen Armbruch, der andere eine Beinbruch unglückt en wurden dem Inesigcn Gannsonlaiarett jugefulin. flrk — ab gesellen von Saatgut — Munb und Wirtschafts- nr:a* für sich, ihre Familien und ihr Vieh unentgeltlich. MStzh rin er Anzahlung von etwa 1000 Mark hrirb das bc- ■ Mir Gehöft gegen eine jährliche Rente von höchsten- 1 Sittent der Selvsttosten des Staates den Ansiedlern als tzc" tnm überlassen. Vermischtes. kf Warum er nidit telegrapbi e r t e. In allen Blättern Can s>ran-i-ko« war ,üng'i ein telegrai bücher Bericht von einem Morde in Las PalnrnS 411 leien, nur im ramtner stanv kein CterbenSwörtchen boritbev. und als der (Sbefrchaheui sich an den Redakteur der Tlorbabtellmifl wandte, «W er, efl sei gar kein Telegramm emgelauien. Tarob große Entrüstung 1 - | haben dock "„seren teuer bezahlten Korrespondenten in La6 Valmal. KretS Wetzlar. Warum telegraphiert er nicht? Telegraplneien ' 'N tü'oit, ich = Salzböden, 14. Sept. In der Nacht aus Freitag mU icincr tklegraph'schen Ber.chterslait.mg dachst unzufrieden, wurde in zwei Hiesigen Wirtschaften und vier PrioatHäusern und wenn • - .Entschuldigen Cie ' war Me Jntmort, ein9ebtod),n. ®Ef,oblen .»neben ein roeetvoaer Revoloer .unter ÄÄ' l-uden. - ein Eimer, ein Paar Strümpfe, sechs Hühner, em Hahn unb l ^Qipo[)l weiß sogar, er konnte wirklich nichts über den anderes mehr. Von den Tätern fehlt jede Spur. Da in l giwrd tclcgvaDhicten.* — .Rennte nicht? Wie ist das möglich k der vorhergehenden Nacht in dem nahen Sicherte häufen — .Weil er selbst der Ermordete ist!' ebenfalls eingebrochcn wurde, läßt sich annehmen, daß cS sich llletne L m - n k- T r (Hinten | oiiui Rürnbera wird gemeldet. 3n Schwandorf intrzien um dieselben Dtebe handelt. bfi hnrr'>Vabnfabrt Leutnant Wünsche^ vom 11. Fnfanterie- Hcsscn-Nassau. regiment in Regensburg und ^rl. Amalie schwarz aus Schwa». (w) Ems, 13. Sept. Am Umbau des Wnigl. K-urhauses von ins Wasser. Beide ertranken. r_. . . stürzten drei Arbeiter ab. Davon wurden zwei schwer Die die ..Metzer Zeitung" ttvod meidet stDd m der Lpr ieh t Arbeiterkolonie Z0lschweiler eine ^ximthe, Mann, »irau uw> pctlcl,L jnndcrn, nach dem otauiffc von gciammritcn tztl en rkranv- Ter Vater und die ■'« Kinder sind am gestrigen Tage gcswrdcn, die Mutter liegt bojfnungslos 6arnüber. — Die Düngung des Roggens Von der im Deut-1 ■ ■ '' scheu Reiche mit Roggen bestellten Flache tuerben im Durchschnitt LnielvIllN ÖCS KurbOUS^bCOterS Vüd NaUheiM. Pfwnze ist, können so höbe Erträge auf die Tauer nur da erzielt 16. Sep^„Heüigenwaw '. - Mg, 20. ^epl.. „Die ftwl werden, wo neben Stallmist und vielleicht auch Gründünger ber| .Yiantinrtcr . bei ^piclaiit.j Ä Ä ®.uf flute MBettetauSfit^ten nn ^ffen füz >». k-p>. 1.13: Stickstoffchingung, besonders aus armen Sandböden, und neben \ JJoltig, veremzelt üegenschaner, etwa-u ..il..r. Vbospborsaure auch aenügend Kali, auf leichtern um, — == , . au| schwerem Boden 40prozcntiges Mahials. Pho-vbonaure uno Letzte ZiacrrtmtCtL Kalisal-e werden am besten fd}on einige Wochen vor der Einsaat Oberbürgermeister a. D. Kirschner f. gegeben, Stickstoff z. T. mit der saat, -. T. im ffruhjahr. ^crl München 14. Sept. Der kürzlich in den RubvstanÜ loggen ift im Ertrage unsere sicherste un^ °^nlI nefrrtcnc irübere Cberbüraermciftcr )t i r) d) u e r bon^ctiin baber bie Amoendung voi. uunm.un ^^3 - - Parteulirchcn nach brei- 2lu$ der Heimat des Gesrierfleisches. L^ft^ben^^11 an bcn ancr Herzschwäche DaS argentinitoe Gefrierfleisch spielt in den neuesten &rörtc-P f ” ü. r n‘mnrl*frtA h,a (arrtffn Beribtald rungen über die Fleischnot eine wichtige Rolle, und so richtet Die türkische Regierung und der Vortag desGrafen -^"chtoid. Öbenn ber Blick mit Interesse nach diesem Lande, wo es Petersburg, 14 ^ept. Dre türkische Regtv- eine Fleischteucrung gibt, sondern wo das schlachwieh in r»erdenlr un g sandte an ihre d i p l o rn a 11 s m e n Vertreter von Tausenden und Wertausenden auf den weiten Gefilden ber I b c i den Großmächten eine Zirkularnote, in der sie Pampa" weidet In seinem Reiscbriefen aus Argentinien gibt der s a c f o r d e r t werden, jedes Gespräch mit den Ministern frühere französische Ministerpräsident Ge o r gc s E l e m c u c c a u ül^r den Vorschlag des (trafen Berchtold zu vermeiden, ein dichterisch geschautes Bild von dmem "Paradies des Dorn-' Sollte eine Anreauna hierzu von den betreffenden Mi- viehs", dessen endlose einförmige Meiden er im raschen Automobil ^saehen so sollten die türkischen Diplomaten den bUtdN®,nnbanian in Guroi» von einer Serbe von 10000 Rühen $1™ Berchiolis nrchi vochanden^N"c>r und betonen spricht, so bleibt das auch auf einen Großgrundbesitzer nicht ohne daß ein derartiger -chritt als C inim J® a uinenid. Aber in den Pampas sind 10 000 Wde gar nichts.Iin bie inneren .Angelegenheiten der zürtei 9lm £>oniont sieht man eine dunkle Masse auftauchen, von der man betrachtet werde. nicht sagen kann, ob es ein Dors ist ober eine Menge von Ge — - 1!------------ treioeschobern. bis man ungewisse Scränbcnrngcn der Form in ^ie schöne WerKsoNN mutz das Ziel der kunsthand- diesem beweglichen Fleck wahrnimmt, die den Eindnick des ^kbens Lchöpfuna sein! In diesem Sinne zeigen meine ^b"^s'Lok°Ä^r'Sn^^ auS der Bibel, so erscheint einem das ruIng-gemächliche Hin- unbl Besichtigung, auch meiner an den Laden anstoßenden Fabr^ .Verwogen dieser gewaltigen Masse an der Linie des Honronts. kations- und Ausstellungsräume, durch drei Stockwerke und So flat springt die Silhoutte hervor, daß man das Gefühl der ^N'l Hinterhaus, enthaltende Einrichtungen in jeder Preislage, fernung verliert und in stummes «tannen versinkt über dmen . ohl für Arbeiterheim als auch für die verwöhnteste quältet ftcki noa> cnibruck-voller. ivenn bet Bl.ck sich einen Moment 'ur Empsangssalon der böckst^'' ^rrfthaften im ,xurnew- von dem Schauspiel abwendet, um sogleich wieder iuruckzukebren. Pavillon, stcttronSgebaude ^»knen. erner Einrickitting für Wie rasch bat sich oas Bild verändert! Die schwere, wandernde I ein Schloß in Oberheffkn, Luntsbaderaum Bad-Rau heim Masse scheint jetzt feftgebannt an einem andern Punkte des Hon-«sowie Znneneinrichtung Eleonoren Kinderklinik Gießen nach zonts während aus ben Tiefen der lichten Dalle mehr obcrLvntrourf Architekt Lxrns Men er hier a11/, weniger t»cutlid)c ^^ttenilecfcn anberc lebe^ge ®JaHen anfun=-| ap^öbelfabrih Th. Brück. Giehen. Gegr. 1858 biaen bald noch regungslos, bald iich bewegend mr das ichaner^. \JJ '___—--- Auge' auf dem Manch nach dem Unbekannten Luftspiegelung'n der Pampas, wundersame Faiamorganen, auf.die keiner achtet und die mich tief ergriffen, denn in ihnen offenbart sich das ganze -trama bieier Herde, vom jungen Grün, wo die Augen bei Bieres ficb bem Lickte öffnen, b.s lum letzten Schritt seines ichickialsvollen Lebensweges über ben schlüpfrigen «oben ber ^ckwcktbanl . Gehorsam der Peitsche des Hinen lätzt -ich bie yerbe, bie als 06 bewegte Masse so brohend erscheint, letten und iudren. Lte mackt Halt mackt eine Sckwenkung nach den schmen und den Be-1 roegungen der Reiter, bie im kleinen Galopp um sie beriorengen Lex Anblick eines Stücks Stoff, das im Winde 'lattert, einer farbigen Jacke oder eines Poncho jst ebenfalls von enncheidendcr Wirkung. Wenn man bie frühe ausnimmt, die zum Melken eingepfercht find und durchschnittlich 3 Liter Müch täglich geben, io bestehen die wichtigsten Beziehungen zwnchen Memch und -Lier in der leichten Anwendung dieses - . ‘SDlCn 1 3agb Bäder - Sommerfrischrp Pensionen Hochachtungsvoll Karl Schmidt, Tanzlehrer. ÄltUi Ml"! °'k Stadttheater. Abonnement I9I2J3 Die Einzeichnungsliste liegt in dec Mustkalieihandlung von Ernst Ehallier am Neuenweg. wo auch jede Auskunft erteilt wird. ** Das Abonnement bietet besondere Vorteile Gastspielen und bei den alljährlich im Sommer sta findenden Overetten-Vorstellunaen. , . " flrfni s-uul|l ?6er) au ’e«; «n 3. uni Irisch ru|)e' qu lon‘ («ei c Arme - Ärmee Das selbsttätige Waschmittel. Spitzenwfische, Gardinen, Stickereien und andere empfindliche Stolle, die nicht gerieben werden dürfen, wasche man nur mit Persil. Vollkommenste Reinigung bei größter Schonung des Gewebes. Persil = wäscht von selbst s nur durch einmaliges, ca. */< — */t stündiges Kochen. Verletzen des Gewebes ausgeschlossen. Erprobt u. gelobt! Nur in Originalpaketen, niemals las« HENKEL & CO.. DÜSSELDORF nileinige Fabrikanten auch der allbcliebtm Mi Man 7^ttbr Hotel Hessischer Hof, Butzbach. Inh.: Fr. Kimm — Telephon 10 |£u- F.rstcn Hau» am Platrc. direkt a. d. Kahnh« < vorz. Küche, la. Weine, hiesige n. München. Bien Zimmer mit ganzer Pension von Mk. 4.50 an anf w.in» Karl Schmidt'sTanzkursus beginnt Montag, 14. Oktober d. Je., abends 8 Uhr. Gefl. Anmeldungen nehme ich von heute an täglich in meiner Wohnung, Weti- Kirdiweihlesl zu Holzbii Sonntag, den 15. und Montag, den 16. September. 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Es wufenb Kund; Hügeln. \.l(n erbulbi aber iroi t6. daß bi » urift ® tirticr erfolo vicH diesmal tiu, da bie 61 IJp, die die Wtrum zeia gs, das L Wicht auf M. Jede: ÜBianbo ein Digm Aufti Süfldn, kiT.örblidKn t-lAdslugele fcyJan warst t y'ton. Letzt M aber Halm auf t Wich, Blau! roten D ft.llcn. Die t i "ksecht g Im musste ii pim e n b c f i It a-n mußte IPichl-) abprotz Ult Kaste ei v ton überra kam ( BJitvwn, die I Wbüisn, die pad Nankpim DdU ndUUBlHI j Llhönster HttWWW in linl! Entzück, geleg., mild., warm. Alvetrlust. Kurort u. P--. e ■■ Station Landeck. August—Oktober, i-r-, Stmmcr von K. 5.00. 'Froher- fc”,;i Dr. nuiier. Schützengarten Wetzlar. Grösstes a. schönstes Saal- n. Gartenlokal am Platt Herrliche Fernsicht Angenehmer Aufenthalt, Anerkannt gute Küche. Zivile Preise. Gut gepfleg, Biere. Weine erster Firmen. Pension von Mk. 150 « ?