fragen Kalj. E) Mr. i. " n da- rebt, ’sem NL ticrcn könne. Der Dichter, der damals.gerade mit seinem „Huck Finn" glänzende Einnahmen erzielt hatte, sagte ihm das Geld zu, und im iFebruar 1886 wird,ein neuer/Vertrag aufgesetzt, durch den Mark Twain Millionen über Millionen sicher zu haben wähnte. In dem Kontrakt befand sich.die Klausel, daß Clemens nicht nur für die Vollendung der .Masdnne, sondern auch für ihre Einführung und gesd)äftliche Kapitalisierung euiiutreten habe, worauf sein Freund Whitmore sagte: „Das kann ^ich Bankrott machen." Aber Mark Twain antwortete: ,,^as i)t unmöglich, ich habe mir das genau überlegt: nichts leichter, als tausend Leute mit einer Million Dollar zu finden, wenn die Maschine fertig ist." Er verbrachte nun viele Zeit damit, die Mllionen auszurechnen, die ihm die Erfindung einbringen mußte, auf bic die ganze Welt harrte. Seiten über Seiten deckte er mit Zahlen unb kam schließlich zu bem Ergebnis, baß es ungefähr eine Der Balkanbrand. Zwar steht bis zur Stunde Montenegro mit seiner Kriegserklärung nock) allein, aber es herrschst überall die Ueberzeugung, daß die andern Balkanstaaten dem Krtege sich anschlicßen werden. In erster Linie scheinen die ä e r - b c n es eilig zu haben. Amtlich verlautet aus Belarad noch nichts, desto mehr aber außeramtlich. Man befürchtet euren Vorstoß gegen den Sandschal Novibazar, wo bereits ein Aufstand ausgebrochen ist und wo die „Altserbew das tur^ tische Joch bereits abgeschüttelt haben sollen. Die Berliner Handelsgesellschaft erhielt aus Belgrad eine Drahtung, das; die s c r b i f ch e n T r u P P e n tu E i l m a r schen zur Grenze zögen. Nun wird man mit Interesse abzuwarten l)aben, was Graf Berchtold meinte, als er vor der österreichischen Delegation sagte, „schwren- gen Verhältnissen gegenüber müsse der Staat Selbstvertrauen zu seiner eignen Kraft haben". Wird er den Serben drohend entgegentreten? Die Montenegriner und die Türken sind schon kräftig aneinander, nur weiß man nicht, auf welcher Seite bisher die Erfolge stehen. Die Meldungen sind nod) widerspruchsvoll. Einmal heißt es, die Albaner hätten die Montenegriner besiegt, ein andermal sollen sie den türkischen Truppen in die Arme gefallen sein. In Sofia herrscht nad; einer Meldung der „Köln. Ztg." eine „unwidersteh- iid c kriegerische Begeisterung". Ter König Nikolaus wird fast vergöttert, die Abgeordneten senden ihm die. überschwänglichsten Glückwunschtelegramme. Der Ministerrat, dem die österreichisch-russische Erklärung vorlag, will nut den Kabinetten in Belgrad und Athen einen Meinungsaustausch herbeiführen. Keine Aenderung des jetzigen B e s i tz st a n d e s, so haben die Großmächte bestimmt, und bennod) werden die Balkanstaaten, was kaum noch zweifelhaft erscheint, in den Krieg gehen. Ob die Mächte ihr Wort halten werden, ob sie es halten können? Herr Paschitsch und Herr Geschow werden auch nach dem Berchtoldschen AuSsprud) handeln: Selbstvertrauen zu der ciflcncn Kraft! Und das Wort wird sid) erfüllen, das dieser Tage cüi englischer Staatsmann ausgesprochen haben soll: ohne ein bestimmtes Maß von Kampf wird es nicht abgehen. Der Wortlaut der montcncgriuischcn Kriegserklärung. IHarf Twains Tragödie. Im Leben des großen amerikanischen Humoristen gab es eine bisher wenig bekannte Tragödie, die ihm mandres Jahr mit fieberhaftester Aufregung und Furcht erfüllte und den in gc- iiclKiten Verhältnissen Lebenden plötzlich wieder vor den barten Kampf ums tägliche Brot stellte. Seine.alte Goldgräberphan- tafic, sein leibenscl>astlich?r Optimismus gaukelten ihm Trugbilder eines ungeheuren Reichtums vor, bis er eines Morgens jäh emporfuhe aus seinem Millioncntraum und als armer Mann envachte. Eine genaue Darstellung dieser Tragödie im Leben Mark Twains gibt auf Grund der.eigenen Auszeichnungen des Dichters sein Biograph Albert Bigclow Paine in Harpers Magazine. . „Diese Episode", so beginnt der Bericht, den Mark Twain selbst einige Zeil nad) der Katastropl>e darüber aufsetzte, „hat sich über mehr als ein Fünftel meines Lebens ausgedehnt, eine bcträd;tlid;e Strecke Zeit, da ich jetzt 55 Jahre alt bin. Vor zwölf Jahren etwa kam ein Juwelier, namens Twight Buell in unser Haus und wollte mich.iür eine Setzmaschine interessieren, eine neue Erfindung, die bald vollendet sein sollte. Id) zeichnete 2000 Dollars unb einige Zeit später ging ich in bie Fabrik unb sah bie Maschine an. •, Ich versprach mir nichts bet ber Sacke, ja als früherer Setzer kannte ich die Sacke aus praktischer Erfahrung und hatte bie feste Absicht, baß eine gute selbsttätige Setzmaschine eine Unmöglichkeit märe, beim ich fagic mir, daß eine Maschine nickt zum Denken gebracht werben kann unb' baß bas, was bewegliche Tppen setzt, benken muß ober versagen So mußte mich denn bas Sd-auspiel, bem ich beiwohnte, auf das höchste m Erstaunen setzen. Da war eine Maschine, bie wirklich) Typen setzte, unb zwar mit Leichtigkeit unb Genauigkeit. ' Die Maschine war säst ein vollkommener Setzer: es fehlte nur nod) eins; sie richtete bie Zahlen nicht zu, bas mußte ein Mensch tun. Ich) zeichnete darauf nock 3000 Dollar unb das mar ber Anfang vom Liebe. . ." Tie Erfindung, bie sich nunmehr allmählich für Mark Twain zu einem gigantischen Vampyr auswuchs, ber alle feine Interessen unb alle seine Krarte verschlang, mar die sog. Farnham-Maschine, deren Erbauer ^amcs W. Paige, ein kleiner beweglicher Mann mit funkelnben Augen, den Dichter völlig für sich entnahm. . Paige war ein knstall- klarcr Geist, aber zugleich ein Träumer und Visionär, von dem Clemens fdjrcibt: „Er ist ein Dichter, rem sehr grober^nnb ganz eigenartiger Dichter, dessen herrlickw Schöpmngen in stahl geschrieben sind." Ungeheure Reichtümer schienen mit dieser äw- finbung zu winken; aber sie war noch nicht ganz vollkommen; — Roald Amundsen hielt auf Einladung der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin einen Vortrag über feine Südpolar- expedition. Tie ebenso große wie glänzende Versammlung, welche die herrlichen Räume der Aula der Universität bis auf den letzten Platz füllte, folgte den zweistündigen, durch schöne Lichtbilder illustrierten Ausführungen des Forschungsreisenden mit gespannter Aufmerksamkeit und unterbrach ihn mit stürmischem Beifall, als er schilderte, wie am 14. Dezember 1911 er und feine Begleiter, indem sic die Hand an die Fahnenstange legten, bie norwegische Flagge am Sübpol hißten. Der Vorsitzende der Gesellschaft Professor P e n ck , der den Forscher herzlich begrüßt hatte, überreicht ihm nach bem Vortrag als größte Auszeichnung, roeld)c die Gesellschaft zu vergeben hat, bie golbenc Humbolbtmcbaille. ck. „Lorb Rutlanb ist Shakespeare", unter biefent Titel läßt in ben nächsten Tagen ber bekannte Brüsseler Literaturprofessor unb sozialistische Abgeorbnete Celestin Temblon in Paris ein Werk von 570 Seiten erscheinen, in bem er bie auch von einem deutschen Shakespearekenner bereits ausgestellte Hypothese beweisen will, baß bie Dramen Shakespeares von bem Earl of Rut- lano verfaßt feien. Dem Werk, bas aud) in Englisch erscheinen soll, wird ein anderes Buch folgen unter dem Titel „Der Verfasser des Hamlet und seine Umgebung". In diesen beiden Arbeiten glaubt ber belgische Gelehrte feine Theorie in fo überzeugender Weise bewiesen zu haben, baß man nach seiner Ansicht die Trei- hundertjahrfeier zu Ehren Shakespeares int Jahre 1916 in eine Rutlanb-Feier umwandeln wird, ja daß sid) an diesem Fest sogar bie Baeonianer beteiligen werden. — Kurze Nachrichten aus Kun ft unb Wissenschaft. In Charlotten bürg ist ber frühere langjährige Honorarbozent für landwirtschaftliche Maschinenkunbe an ber Berliner Landwirtschaftlichen Hochschule, Geh. Regierungsrat Professor Friedrich Schotte im 81. Lebensjahre gestorben. — Tie längst mit Spannung erwarteten Gedichte Wilhelm Raabes werden Anfang November im Verlage von Otto Janke, Berlin, erscheinen. rcchtzucrhalten, ist derart, daß er diese Staaten zum Nachdenken zwingen muß und ist auch ein Beweis für den Wunsch der Mächte, alles zu tun, um eine Verallgemeinerung des Konfliktes zu verhindern. In der Pariser Presse gelangte trotz der lebhaften Besorgnis über die möglichen Folgen der nioutenegrini- d)cn Kriegserklärung sonst im allgemeinen die Hoffnung zum Ausdruck, daß der Balkankrieg lokalisiert bleiben werde. Fast durchs-weg herrsckt die Ueberzeugung vor, daß der Sdjritt Montenegros au f An stiften Bulgariens er» sagte Mitteilung pflegen. Kricgsproklamationen schon gedruckt? Die bulgarische Regierung hat nach einer nicht ganz zweifelfreien Meldung der „Berliner Morgenpost" bereits Kriegsproklamationen drucken lassen, die Donnerstag abend oder Freitag früh verkündet werden sollen. In dieser Proklamation fordert die bulgarische Regierung unter Berufung auf die Sklaverei der d)ristlichen Bevölkerung in der Türkei das Volk auf, der Verwirklid)ung der nationalen Aufgabe zu Hilfe zu kommen nnd weist die Armee an, den militärischen Kampf zur Befreiung der Brüder zu beginnen. Nack, dem Kriege werde eine europäische Konferenz die vollzogene Tatsache anerkennen. An Pariser amtlichen Stellen gilt es als sicher, daß die Gesandten Bulgariens, Serbiens und Griechenlands morgen dem türkischen Minister des Aeußern eine genau formulierte Anfragenote mit kurzer Frist zur Beantwortung kollektiv überreichen werden. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Sofia: Ministerpräsident Geschow erklärte in einer Unterredung, daß es jetzt sehr schwer sein würde, eine Möglichkeit, den Frieden zu erhalten, zu finden. Tas Reutersche Bureau erfährt, in bulgarischen Streifen glaube man, daß Bulgarien erst in ein oder zwei Tagen den Mächten antworten werde. Es wird als sehr unwahrscheinlich betrachtet, daß Bulgarien, Serbien und Griechenland den Krieg erklären könnten, bevor sie den Mächten die Antwort zugestellt hätten. Der griechische Gesandte antwortete auf eine Anfrage bezüglich der gerüchtweise gemeldeten Kriegserklärung durch Griechenland bem Reuterschen Bureau, daß der König erst Mittwod, abend in Athen eintreffe und daß während seiner Abwesenheit ein solcher Schritt nicht unternommen werden könne. Der Text ber Note, die von dem montenegrinisd)en Geschäftsträger Plamenatz überreicht wurde, lautet: Iw bedauere, baß die inonteiiegriinfd;e Regierung vergeblich alle freunbfdxutlidien Mittel erschöpfte, um auf gütlichem Wege bic eal Ireiden Mißverständnisse unb Konflikte mit ber Türkei au beseitigen, bie sich ftänbig erneuern. Auf Ermächtigung des Königs, meines erhabenen Souveräns, habe id> die Ehre, Eurer Exzellenz mitzuteilen, daß bic montenegrinische Regierung v o n heute ab alle Beziehungen mit der Türke i ab - bricht und bie Entscheidung den montenegrini, chen W affen zur Anerkennung ihrer Rechte und der seit Iahrhundctt minad'teten Reckte ihrer Brüder in der Türkei überläßt, ^ch verlasse Konstantinopel. Die Regierung wird dem ottomani|d)en Vertreter in Cetinje seine Pässe übergeben. .. Die Pforte befahl dem türkischen Geschäftsträger, ihr Axckiv der deutschen Gesandtschaft zu übergeben und Cetinje zu verlassen. Die ersten montenegrinisch-türlischen Kampfe Konstantinopel, 9. Okt. Blättermeldungen zufolge gelang cs den Albanesen unter Riza-Bey B c r a n a zu entsetzen und dort einzuzichen, woran sie auf m o u t c n c g r i n i s d) e s G e b i c t v o r r ü ck t e n. In patriotisdicn Aufrufen wird die Bevölkerung aufgc- sordert, sid) für die Armee anwerben zu lassen. Eine große Nr. 259 Erster Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 10. Oktober 1912 fcet eichener Anzeiger Ah m?•• ntlidi75l^mertel- erscheint täglich, außer ▼ _ . _ . - A ItS A AA jährlich Alk. 2.20; durch ntaqS. - Beilagen: A Jk A A AA Abhole- mödientlid) ■ Iw gf Wff ^vt H ’ monatlich durch 6ie6enerSa*ilicnblätter, Ä «TÄ U OO O K F? S X ■ fl B MV B die Post Mk.2.-viertel- zweimalwöchenilRreir. WM Q ■ ■ V\^ ■ Bestelle. blaNsürdenBreiiGiehen Wt MW ■ ■ ÄT ■ ■■ a ■ B M B Bk B Bk (DienstagundFreiiaq); Jff ES gö F-'J VA. R »L M R auswärts 20 P'enniq. Land- M BW ^B^ DM MM WW B A Goetz. oirtfd)aft!id?e Seitfraaen ~ WB MM Verantwortlich für den Fernsprech - Einschlüße: politisck)en Teil: Angnst LZW General-Anzeiger für Oberhessen WM Vnnahme^von iin^igeti Hofattonsörud und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulsttahe 7. E.Seß; für den iur die las^ummet Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 SeschastLftelle vahnhosstrahe 16a. ^"ze.genteii: e>, Be^ Di6 vormittags » ugr. = u r ____mj —hmuwu.'n----——' n»i u । । r— Zahl albanischer Freiwilliger meldete sid) zum Truppen- uenst. _.. _ „Sabah" glaubt, die Montenegriner hatten Ber an a gewählt, um mit der serbischen Armee sich vereinigen zu können. Die Montenegriner hätten euch vcr- acht, die Grenze in der Richtung auf G u s s i n j e zu über» chreiten. Der Sonderberichterstatter des Reuterschen Bureaus meldet aus Podgoritza vom 9. Ott.: Die montenegrinische Armee hat heute vormittag den Krieg gegen die 'ürkei mit einem Angriff au f die starken türkischen Stellungen gegenüber von Podgoritza begonnen. Nach einem vierstündigen erbitterten Kampf räumten die Türken die Höhen von Plaminitza. Tie Montenegriner rückten zum Angriff auf Detchitd) vor. Am Nachmittag trafen türkische V c r st ä r k u n g e n ein und es entspann sich ein allgemeiner Kampf, der zurzeit nod) andauert. Der Berliner „Lokalanzeiger" will aus Konstantinopel erfahren haben: Bei einem Angriff auf vermiedene Grenzsorts und Wachthäuser wurden die M on t e- n eg rin er mit starken Verlusten von den Türken z u r ü ck g e s ch l a g e n. Die Türken hatten 15 Verwundete. Ter Kampf bei Berana dauert fort. Saloniki, 9. Okt. Gifa-b Pascha, ber ben Marsch von Aktschi-Hissar nach Skutari fortgesetzt hat, hat m ber Gegenb von Berana ein Bataillon zur Sicherung ber -strotze zuruck- getaffen. Diese finb von starken Arnautenscharen an» gegriffen worben unb bauen schwere Verluste erlitten -Lie Ärnamen sind aber mit empsinblichen Verlusten zuruckgebrangt 14 375 33 399 dem Personenverkehr beträgt im deS Straßenbahnverkehrs im die Chinesische Kämpfe. 14. Juli August Sept. Linie 1911 19611 rote 1912 102 754 61 162 56 228 beide Linien 1912 157 969 Personen 107 515 99 898 grüne 1912 55 215 46 353 43 665 dritten Vierteljnhr: rote 1912 Mk. 21 513 Die Straßenbahn wurde vom Juli bis Oktober täglich iin Durchschnitt von 3971 Fahrgästen, während dieser Monate ♦ Die Krönung des Kaisers von Japan. TaS japanische Regierungsblatt „Tschuo" gibt bekannt, daß Krönung des Kaisers i m I a h r e 1914 stattfindcn wird Linie 1911 47 756 43 529 39 591 1911 von 3608, oder in 1912 von täglich 363 Fahrgästen mehr benutzt als im Vorjahre. Für jede Linie allein betrug die durchschnittliche TageSsrequenz: der roten Linie 2390 gegen 2117, also ein Mehr von 203 Personen, der grünen Linie 1582 gegen 1422, mithin ein Zuwachs von 160 Fahrgästen. — Die Einnahme aus Zunahme: 19 024 Zunahme: Mk. 1902 Die Gesamt - Zunahme Zus.: 220 144 201125 145 231 130 856 365 377 Personen Frankreich, welches keinen Anteil an den Vorteilen bean- pruchen will, welche schon jetzt in ganz Europa.eskomptiert werden, ist allen indirekten Gefahren dieses Konfliktes ausgesetzt. Es ist die höchste Zeit, sich dieses vor Augen zu halten. , „Journal des Debats" jagt: Wir sind nun inmitten verworrener Zeitläufte, wo sich Er- Linie 1911 86 205 62 105 52 815 * I" ^°^fs Cammer-Lichtspielen fand gestern nachmittag eine S ch u l c r v o r ft e l l u n g statt, zu der em gut ausgewahlter, interessanter und unterhaltender Spielplan ausgc- stellt war Ter große Stirn, der uns Homers Odysse in lento bedeutsamen, vorzüglichen Bildern vorfuhrt, fand lebhaften /lnklang. Großartige Mastcnszenen und geschmackvolle Emrich- WN9 haben miteinander gewetteifert, um eine packende und an- schauliche Vorführung zu ermöglichen. In fein abgcstimmtcu Bist ^"^ballen w.r eme Auswahl aus den Irrfahrten des Odysseus, str Ä Hk .Darstellung des Rieten Polyphcm, in dem Erscheinen qi& *rr-Jln^^cF, usw. den besonders verblüffend wirkenden Möglichkeiten des ^ilms weit entgegenkommen und den Zuschauer angenehm überrascht. Außerdem werden noch einige Icaturamnahmen und die attc. Ich war damals nicht in der Laae darauf zu antworten da sich gerade bic diesbezügliche diplo- nintt|d:c Aktton im Zuge befand. Nunmehr möchte ich bitten uachstependes zur Kenntnis zu nehmen: Tie Wahrung des alt'- ebnvürdlgcii KultuSprotektorats, welches Se. Majestät über die Fathol* Mlrdtc in Albanien ausübt, bildet nach wie vor Gegen- stand unserer unablässigen Sorge. Tie allgemeine politische Situa- Non auf bem Balkan brachte es mit sich, daß die a l b anesi sche Bevölkerung gcgenwärltg in großer Aufregung lebt, welcher Umstand die Ausübung des österreichisch, unga- srotc 1 . einigermaßen er* fr£\crt n 2MH>cstowemger sind wir bestrebt, -jeden nnS gc* mclbdcn Zwischenfall zu untersuchen und gegebenenfalls bei der Pforte nadidrücklichst zur Spradte zu bringen. (Bravo) Daß da» angestrebte Refnltat nicht immer mit der gewünschten Rasc^ beit erreicht irnrb, bat fernen Grund in den Eigent ü m l i ch * feiten bet t ii r r i f d, c n Verwaltung, welche eben nicht KfdMnmiginrg vorgebt, wie dies andersivo der Fall ist. Ich möchte nun in diesem Belang den jüngsten konkreten Zwischmfall erwähnen, bet dem wir und veranlaßt gefeben l^ben über ganz bett'tiders gcIKssige Aeußentngen, welcher sich der Kadi vort «kutan gegenüber bem allwnesischeu Episkopat unj ter dflcrretdTifdpunganidien Politik zu £ dm Iben kommen ließ, ^cfdjt»ctbe «u führen^ Mit Befriedigung kann verzeichnet iverben, ^de'i Stellung des genannten Funktionärs, welcher dem gnfthdicn nwlmmmedontscheti R'chterstande augehört und nach dem Gkneralgouvernr-ur die erste Stellung in der Ailajetverwast Jung beNeidct dieser allerdings erst mif wiederkwlte^ Interpel- unbC berci ?^.nl<~)s ?nfcrinc c I l u n g e n t b o b e n wurde u ■ Vrü'.?? )iC "'Sbesoubere darauf aufmerksam maaxen, oatz die Herstellung normaler Verbällnisse und die 91rr, tel oer.be im X's, y!r «n( "!nt w ^age, darauf bimwifen ;u können UGLZW8ZW sprüche zu befriebigen nnftanbe wären. Mil ihrer Durchführung wurde eine dieser Tage nach Albanim cnh'anbte Spezial- kommission unter Führung Kiasim Paschas betraut, welche in Skutari im Sinne ihrer Instruktionen handeln wird. Ich hoffe, baß diese wertvollen Konzesfionm, für welche uns die Pforte eben bmdmde Zusagen erteilte, Beruhigung der katholischen Bevölkerung zur Folge haben werden (Beifall.) Nun möchte ich, so fuhr Graf Derchtold fort, noch an alle Delegierten, die im Plenum sprachen, das Wort richten. Tie Reden dieser Delegierten standen unter dem Zeichen des Ernstes der gegenwärtigen Situation. Mit geringen Ausnahmen hatten diese Kundgebungen die Tendenz, nicht die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten zu kritisieren, vielmehr die Aufgaben ber* | selben zu unterstützen. (Sehr richtig?) Ties ist ein leuch-! tenber Beweis für bas Fühlen unb Denken ber österreichischen Delegation. (Beifall.) Schwierigen Verhältnissen gegenüber muß ein Staat Selbstvertrauen haben. Seien Sie überzeugt, baß ich ben hohen Wert Ihrer Haltung nach Gebühr schätze. Gestatten Sie mir, meinen verbinblichsten Dank zu sagen. Dies Selbstvertrauen wirb einer Politik bienen, die den obersten Interessen der Monarchie und der Sache des Friedens geweiht ist. (Lebhafter Beifall.) Keine Mobilifierung Rußlands. Die Petersburger Telegraphenagentur ist zu ber Erklärung ermächtigt, baß bie Melbungen auswärtiger Blätter über eine angebliche russische Mobilisierung jeher Begründung entbehren. Nicht nur findet keine Mobilisierung statt, sondern es sei auch bic Probemobilisicrung in einigen Gouvernements bes europäischen Rußlanb, von welcher in einer Mitteilung vom 23. September bie Rebe war, nunmehr b eenbet Die bei biefer Gelegenheit einberufenen Reservisten würben jetzt in ihre Heimat entlassen. Französische Preffestimmen. Paris, 9. Okt. Die burch bie montenegrinische Kriegserklärung wachgerufene Beunruhigung findet in den Abendblättern noch lebhafter Ausdruck. Die „Liberte" schreibt: Stadt une Land. Gießen, 10. Oktober 1912. Von der Straßenbahn. In den BeförderungSzaylcn her Städtischen Straßenbahn, bie wir alle Vierteljahr veröffentlichen, besitzen wir zweifellos einen wertvollen Maßstab bc§ Verkehrs im Straßen» leben unserer Stadt. Es ist überaus erfreulich, daß gegenüber dem gleichen Zeiträume des Vorjahres dieser Verkehr im letzten Vierteljahr um rund 33 300 Fahrten zugenommen hat. Allerdings ist dabei auch daS Turnfest mit seinem dreitägigen Massenverkehr zu berücksichtigen. Rechnerisch hat daS Turnfest eine Mchrbenutzung deS Unternehmens von höchstens 29 000 Fahrten gebracht, tvährend die Landwirtschaftliche Ausstellung auf BichlerS Hardt 500 Fahrgäste vom Bahnhof zur Biebertatbahn (771 für letztere) embrachte. Int gewöhnlichen Verkehr hat sich die BenutzungSzaht um 3800 Fahrten gegenüber dem Vorjahre gehoben, und zwar bei gleicher Wagenzahl auf beiden Strecken. Wie im einzelnen der Verkehr sich gestaltet hat, ergibt die nachstehende Zusammenstellung: grüne Linie 1912 1911 14 185 12 759 1426 v lausenden Rechnungsjahr gegenüber demselben Zeiträume deS eignissc voii ungewöhnlicher Wichtigkeit vollziehen werden. Tes-! Vorjahres stellt sich auf 59837 Personen mit einer Mehr- M. haben wir. auch mit unserer ganzen Entschiedenheit den ver- Einnahme von Mk. 5954,—, sodaß zu erwarten ist, baß schlebenen Ministerien Frankreld)s abgeraten, fick) in bic ma» hn5 iintrrnohni»n 1Q1O , „ o -, ? rokkanischc Affäre allzu sehr einzulassen. Wir hätten gc* Unternehmen rm Rechnungsjahre 1912 ohne Zuschuß wünscht, daß Frankreich alle seine kontinentalen Streitkräfte zur auSkommt. * Verfügung halte, bamit es aus ber Orientkrise, wo so große •• In 2lu bi en» emnfanaen tniirhc nnm französische Interessen Gesahr laufen, weder in moralischer, nÄL-rann nm «mt . n xPr1 L S't 6 m materieller Hinsicht vermindert hervorgehe. Je schwächer 9 am Mittwoch u. a. der eoang. Pfarrer Ruhl von bic militärischen Mittel Frankreichs würden, deftomehr werden Wingershausen. eine Nebenbuhler in bic Versuchung geraten, ihre entscheidende ’* Ordensverleihungen. Der König von Preußen Kr.habcn uns schon allzu sehr hat dem Oberstleutnant Tellenbach beim Stabe deS Inf.- in Marokko festgelegt. Das Ministerium Pomcars muß nut \ uns. äußerster Aufmerksamkeit darüber wad)en, daß wir uns unter "^D-RegtS. „Großherzogin (3. Hess.) 91 r. 117 den Kronen- keinem Vorwande dort nod) mehr festlegen. Es handelt sich orden 3. Klaife, dem Oberleutnant Wehrheim im Jnf.- nicht mehr um eine Ausdehnung in Afrika, es handelt sich um Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) 9k. 116 den Kronenorden 'vian rclrfL _____________ _________________________ 4. Klasse, sowie den Vizefeldmebeln Karl Schmitt, Hoboist ~ M,!A Eimler im Leibg->rde.2ns..R-gt. <1. Hess.) Nr. IIÜ, Hoboist VCMtfCVes rrercy. Schaube im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, Der Nachfolger des Frhrn. v. Marschall. Kürschner, Hoboist Schlink im Jnf.-Lcib-Reat. Groß- r d, ?änftOcr t6^ "ÄÄÄ (3- dos Allgemeine Ehrenzeichen Bieberstein der vor einigen Jahren aus dem diplomatischen Dienst k t ausgcfchiedcne außerordentliche Gesandte Fürst Karl Lich- O r d e n s a n g e l e g e h I) c 11. Der Großherzog hat nowskv, doch dürfte die endgültige Entscheidung erst in vier- dem Postverwalter Johs. Sior in Babenhausen bic Ersehn Tagen fallen. laubnis zur Annahme unb zum Tragen des ihm von dem * König von Preußen verliehenen .Ktoncnordens 1. Kl. erteilt. , .. 21 e H amb u r gc r Bü r g er sch af t "* Zu Reg ieru ngSba u nielstern sind ernannt worden genehmigte den Senatsantrag betreffend den Anschluß der 2anb- xj, 9?eaieruno§baiiführcr • Julius 93Pr cF nn? ^nrml-lrist gemeinde Groß-Borstel, Alftcrdors, Ohlsdorf, Fuhlsbüttel, Klein- 9ieg erungsvausuhrer. Iulu.S Berck aus Darmstadt, Fritz Borftel sowie eines Teils von Bilwcrtcr und Nicder-Borstel an die blbel aus Berlin, Gg. Leinert auS Remheun, Dieter Stadt Hamburg. Wörner auS Gau-Köngernheim und Fritz Zollinger aus * • r -xi. * , £ Wiesbaden. ®te Fle.scht-uerung und bie Stabt Heibel- » Lehr-rpersonali-n. U-brrtragen wurde dem Di- Stadt Heidelberg hat im Verein mit der dortigenm'4°el »“®"6o'.Umflal,t cinc L-hrerstell- Metzgerinnung in Rotterdam 34 Stück erstklassi-p" ^ec Gemcmdeschule zu Groß.Zimmern. — Erledigt ges Rindvieh einkau fen lassen, dessen Gintref en ftnb ^chS mit evang. Lehrern zu besetzende Lehrer stellen auf dem hiesigen Schlachthof nach erwarteter rcichsamtlichcr Dn der Volksschule zu Gießen. Tic Besetzung soll mit Genehmigung für den kommenden Samstag bcvorstcht. Ter Wirkung voin 1. April 1913 an erfolgen. Ladenverkaufspreis des Fleisches dürfte sich erheblich billi- ** Gr 1 c bi g t ift bic Stelle eines Revisors bei bet ,er stellen als der des einheimischen Produktes. Auf dem Zentralstelle für die Lan d e s ft a t i st i k. Meldungen sind Rotterdamer Viehmarkt waren auch zahlreiche andere vis zum 20. Oktober bei der genannten Behörde ein- >eutschc Städte, wie Karlsruhe, Stuttgart, Frei- zur eich en. bürg, Straßburg usw., durch Einkäufer vertreten. " Stadttheater. Auf bie Wiederholung von MtKlrtHft------- ~ »Mathias Gollinger", besten Erstaufführung am 2. b. M. n xV r. sehr gefallen hat, sei für bic morgige Freitags-Abonnement- tut Cinc Anfrage fltoinc La g H i r f i c n führte Paria ~ 2-n Theat.rb..-eau wird mcntduntcn'cfrctär Aclatü» im englischeii Unterhaus nu-r daß ^m Tlbonnentent auf Theaterzettel angenommen, das für ben Norden m,b in Teheran bic Lage unverändert sei,'dagegen geringen Preis von Mk. 1,50 sämtliche Theaterzettel ber die Hauptnraßen b^ Südens seien noch der Schauplatz von Gesetze laufenden Spielzeit ins HauS liefert. Es ivtrd betont bau AdonnL'de/E?aLa."?f 7 icrsiichcn Regierung jcumi guten Willen zu zeigen und nid>t I *lDonncnten deS L-tadttheaterS sind, abgegeben wird. Beninrrung anzurichten. Ter Gencralgouverneur habe die Truppenabteilung, die bis jetzt in Ispanan stationiert gemefen sei Auriidgcaogcn. Die englische Regierung habe 25 000 Pfund Stei> Hng der Zcntralregierung vorgestreckt unter der Bedingung, daß dikfe Summe für die Südftraße verwendet werde. Wie die „Northchina-Dailp-News" aus Tat schic nlu bom ^a^aufnahmrCn , .Außerdem werden noch einige M ^CcmcnOlfÄaat?d7emtaei* Lit7na'7L besetz''Sa? L'uz Scnrl,. der bis fass auf ben letzten Platz , Lu gleicher Zeit nahmen andere chinesisch" Truöv7 gclolen" Auh?7den Ln'he°?°o7eh7L JLr 9 r*CU1^ f QrFc Abteilung Chinesen rückte Aftern abend noch einige Leistungen zustande, die besonderer Er- \ mttKCmcm entlaubten Korps, das von UÄMs verdienen. Bor allem gefielen wieder Direktor Henrys <,atfchienlu abgefdnckt worden war, zu vereinigen. Tic Posi- Ä.» ,$IC Polonaise uni> Wcndclgängc, die er mit tion der Chinesen ist nun bic, daß s j e taktisck) £ il t i 5 r tf I ^^vvtlgen Rappen unb acht Schimmeln vorführtc, sowie bic beherrschen. Viertausend Lamas in Li tana sind lohn? emes Ponny-Trioö und die Kunststück? eines Schim- und die Stellung ber Garnison in Lhassa ist nach eftier vor " ^0^, erregten allgemeine Bewunderung. 1 ,Vcttcrfiit hervor. Ebenso die Späße der beiden musikalischen X .J cm- Ak^b?vv^thist Talba hrm ^.Reitenwollen" von zwei jungen Herren aus b™ om dlarz diese-Jahres auf ben König von 'ItoHen < Sprungkünste von sieben schönen aut gc- lckwß unb an dessen Statt bett .TÜratfierofHucr Sa nn c! 1 sanben ebenfalls Bewutiberung. Besonbers erwunbetc, ist »u 30 Jahren Z u ch thauSvcrurtciltw^n »nd Weitsprung taten sie sich hervor. So sprangen sic Ta er minberkährig ist, konnte er nicht zu kbentiQng?äcm S. «S Einen etwa 3 Meter hohen Zaun. Während ber *jau« verurteilt werden. 8 Lame hatte man Gelegenheit, in bett Ställen ein reichliches unb durchweg vorzüglich gepflegtes Pscrdematerial zu betounbern. In l6ft 1912. •“kommen br,i. b-l d *< ,01" 9e9°ben, Unl) ,n‘ ®>t im '"«Gehende Linien 312 's» 1893 ’ 399 '"°brr täglich d'eser Monate 3 Fahrgästen allein betrug e 2380 grg^ grünen Linie 0 Fahrgästen. |t beträgt im beide Linien 1912 35698 "M" nverkehrs im Zeiträume des einer Mehr. arten ist, daß ohne Zuschuß vom Groß, r Rühl von von Preuhen abe des Ins.- 1 den Kronen« im im Inf.« Kronenorden mitt, Hoboist r. 115, Hoboist Mi.) Nr. 116, •Siegt. Groß« EhreMchtH 'ßherzog hat rsen bie Er« hm von dem 4. Kl. erteilt, nannt worden rmstadt, Fritz nheim, Dieter Hinget au8 i wurde dem e Lehrcrstelle ■ Erledigt irerstellcn mg soll mit ors bei bet düngen sind Behörde ein« :bolunQ von j am 2. d. M. -Abonnement« terbureau wird , daS für ben icoterjeltel der rd betont, dal; den, di- * wird. cn sand pcftcrn zu der em B Äelplan * bi)l'l’e,n t sand lcka'te" L°Il° 6'* ade» ££ ,aest mintcn,? ?. h Odysseus' eu 00' feinen te« ät"se WS b,c Äe^d)in,< nit selnonr nnboÄ riet s'KkL i*“8& >#■» einem besonderen Raume sind die Kamele, Elefanten, Zebra usw unlcrgebracht. Wenn auch öfters behauptet wird, das; icdes dieser Wanderunternehmen immer wieder dasselbe bringen, io trifft dieses beim Zirkus Henry nicht ganz zu. Reue und eigenartige Leistungen, von Menschen und Tieren vollbracht, werden hier dem Publikum vor Augen geführt. Ter Besuch des Zirkus, der übrigens angenehm durchheilt ist, kann daher wiederholt emvwhlcn werden. Unangenehm berührte es, daß der größte Teil der Zuschauer schon nach Beendigung der vorletzten Tarbtctung sich von Den Plätzen erhob und dem Rest der Vorstellung von den Durch- und Ausgängen aus zusah. Dieses Verfahren stört die . übrigen Zuschauer. Warum nicht erst das Ende abwarten und sich dann langsam und geordnet den Ausgängen zuwenden? •• FeldzugSteilnehmer des Kaiser-Wilhelm- Regiments. TaS Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116 fordert alle früheren Regimentsangehörigen vom Feldwebel abwärts, die im Regiment einen Feldzug mit- gemacht haben, auf, bis 1. Tezember 1912 ihre Adresse dem Regiment mitzuteilen, unter Angabe der Kompagnie, in der sie einen oder mehrere Feldzüge mitgemacht haben. Der Angabe der Adresse sind die Militärpapiere, die bald zurück- gesandt werden, beizufügen. •• Ein Eisvogel wurde gestern von einem hiesigen Einwohner an den Usern der Wieseck beobachtet. *♦ Unfall. Beim Verlassen des Gerüstes an einem Neubau stürzte gestern ein Weißbindermeister von der Leiter und trug dabei einen Bruch der linken Hand und eine Quetschung deS Beckens davon. KreiS Büdingen. Tübingen, 7. Oft (Schöfsengerichtssitzung.) Ter Mctzgcr- geselle W. H. W von Bindsachsen sollte sich vor dem heutigen Schöffengerichte wegen Sachbeschädigung und Beleidigung verant- worten. Er war trotz ordnungsmäßig erfolgter Ladung nicht erschienen, die Hauptverhandlung wurde deshalb ausgesetzt unter Erlast eines Borsührungsbefehls gegen den Angeftagteu zum neuen Termin. Ter Taglöhner I. G. von Langenbergheim wurde wegen Forstbiebstahls im Rückfalle zu 3 Mark Geldstrafe oder ein Tag Gefängnis verurteilt. — In der Privatklage des Eisenbahnoberassistenten F. Sch. von Frankfurt a. M. gegen den Förster ® in Mwiederum- wegen Beleidigung wurde der Angeklagte zu 40 Mark oder sechs Tage Gefängnis verurteilt. — Tie Hauptverhandlung gegen den Pachter B. vom Rinderbüger-Hof wegen Bedrohung wurde wegen unentschuldigten Fernbleibens eines ord- )- ngsmästig geladenen Zeugen ausgesetzt. Beschlustfassung über ^.strasung des Zeugen behielt sich das Gericht vor. KreiS Friedberg. A Nieder-Weisel, 9. Oft. Eine Geflügel- und Kaninchen-Ausstellung fand hier statt. In der Abteilung Kaninchen erhielten Ehrenpreise: P. Nikoley, Fr. hulz, Hch. Ringelhuth und Fr. Schmidt: 1. Preise Karl Haub, ;\v. Mammcr und PH. Hasser, 2. Fr. Schmidt, K. H. Hildebrand, I. H. Haub und Peter Nikoley: Abteilung Geflügel: Ehrenpreise: Joh. Bill, Jakob Winter i2), Jakob Zimmer IV. 1. Preise Gg. Häuser, Ph. Haffex, K. H. Hildebrand, 2. Ehr. Jung, K. H. Hildebrand, P. Richter und Peter Hildebrand. h. Vilbel, 9. Oft. Ter G emeinderat lehnte eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde an dem von dem Ausschuß für Bolksvorlesungen geplanten Bau eines Volks Hauses ab. Starkenburg und Nheinhcssen. bS. T a r m st a d t, 9. Oft. Tie Verhandlungen der Hess. Eisenkahn-Aktiengesellschaft mit den Gemeinden wegen Herstellung und Elektrisierung der Austenbahnen hatten bis jetzt kein befriedigendes Ergebnis. Heute fand im Sitzungssaale des Kreis- und Provinzial- Ausschusses unter Vorsitz des Provinzialdirektors Fey eine Versammte luiig sämtlicher Vertreter der beteiligten Gemeinden statt. Für die Eleftrifierung der Austenbahnen und die neuen Linien Eberstadt— Alsbach und Eberstadt—Pfungstadt war von der Gesellschaft anster der Geländestellung eine Zinsgarantie von im ganzen 60 000 Mk. jährlich für zehn Jahre gefordert worden. Die Kosten der elektrischen Landbahnen stellen sich auf 2 220 000 Mark. Die Stadt Darmstadt hat eine Zinsgarantie von jährlich 50 000 Mark übernommen. Die 60 000 Mark sollen von den beteiligten Gemeinden getragen werden. Während die Geländestellung im großen und ganzen nicht auf Schwierigkeiten stöstt, begegnet dagegen die Garantieleistung in der angeforderten Höhe Bedenken. Auf Anregung des Provinzialdireftors Fey kam schließlich nach längeren Verhandlungen ein Vorschlag zustande, daß von einer Garantie der Landgemeinden abgesehen werden solle, daß aber feste Jahresleistungen der Landgeineinden in Höhe der Hälfte der angcsctztcn Waranticbciträgc entrichtet werden sollen. Ucberfteigt die Rente dc5 gesamten Bahnnctzcs während dreier Jahre 5 Proz., so sollen bie Leistungen überhaupt wegfallen. Für die ersten drei Jahre bleiben sie in Schwebe bis zum Ergebnis des dritten Jahres. Provinzialdireftor Fey bat um Beschleunigung der Beschlüsse, da bis zur Herstellung des Bahnnetzes sowieso mindestens noch zwei Jahre vergehen werden. Landwirtschaft. 0 Franken dach, 9. Oft. Tic jüngsten kalten Rächte mußten alle Landwirte mit bangen Sorgen erfüllen. Tickwurz, elvst die Kartoffeln dürften unter dem Frost schon gelitten haben. Hier hat sich die gesamte Herbstbe'iellmig versvätet, es gilt norb, tüchtig Grummet zu machen: dazu baden jetzt zwei Dreschmaschinen in den Gehöften ihre Tätigkeit anhwnonuiwn. Tie Kartoffelernte liefert, wie die diesmalige Kornernte, überreiche Erträge. (uftidunabrt Flugplatz Johannisthal, 9. Oft. Heute nachmittag ließen der Flieger Michaelis auf einer „Etrich--taube" und der bulgarische Oberleutnant Poptrystew auf einem „Albatroßdoppeldecker" in der Luft zusammen, wobei beide Flugzeuge stark beschädigt wurden. Bei dem Zusammenswß erlitt der bulgarijd)C Offizier anscheinend schwere Verletzungen. Hamburg, 9. Oft. Das Luftschiff „Hansa" stieg um 2.50 Uhr zu einer Passagierfahrt und flog über Lübeck und Ratze- bürg nach der Ostsee. 'Jun der Ostsee nahm es Wasserballast ein. Es ging glücklich auf der See nieder, schwamm mit den E^ondein etwa fünf Minuten auf dem Wasser und erhob sich wieder zur Rückfahrt über Lübeck nach Hamburg, wo es 5.50 Uhr landete. N e w Bork, 9. Oft. Bei den Schauslügen auf dec Ausstellung in Birmingham (Alabama, stürzte gestern der Flieger Stevenson aus beträchtlicher Höhe ab. Wälwend des Sturzes sprang er von etwa 50 Meter Höhe aus dem Flugzeug ab. Der Flieger wurde gräßlich verstümmelt und war sofort lot. Vermischter. * Aus Eifersucht. In einem Gasthof Klein- Basels tarn es zu einer Schießerei zwischen Gästen, zwischen zwei Herren und einer Dame. Tie beiden Herren sind tot, die Dame sehr schwer verletzt. £ic Toten sind der etwa fünfziajährige Baumeister Speiser aus Friedungcn bei Leopoldshall und ein Eisenbahnsckretär aus Leopolds- Hall. Der Sekretär hatte mit der Gattin Speisers eine Zusammenkunft, als Speiser unerwartet im Hotel erschien, lieber den Hergang der Schießerei ist vorläufig nichts genaues zu erfahren, da die einzige Zeugin die schwerverletzte Frau Speiser ist. Kleine Tagerchronlk. Binnen einer halben Stunde ist in Halberstadt die Sämerei der Firma Gebrüder Tippe, ein massives Gebäude mit elf Fenstern Front, vollständig abgebrannt. Der Brand ist wahrscheinlich durch Selbstentzündung der Rübcnsamcn entstanden. Um 7 Uhr erfolgte eine Explosion, der ein riesiges Feuer folgte. Die anliegenden Gebäude sind bisher durch die Feuerwehr gesichert. Bei Schießversuchen, die vier Schulknaben in dem in der Rahe des Dorfes 05 r ö b i b (Mark) gelegenen Walde mit einem Revolver machten, wurde die 18 jährige Tochter des Besitzers Bade, als sie einen in der Rahe gelegenen Feldweg benutzte, von einer Kugel in den Unterleib getroffen und schwer verletzt. In Schweden tarn es während des Manövers zu einer schweren Schlägerei zwischen Dragonern und Infanterie. Mehrere Soldaten wurden durch Messerstiche schwer verletzt eine größere Anzahl iam mit leichten Verletzungen davon. Märkte. fc. Frankfurt a. M. D i e h h of- M a r k t b e r i ch t uont 10. Cft. Auftrieb: 105 Rinder^ darunter Ochsen n, Bullen 1, Kühe und Färsen 99, Kälber 621, Schafe 396, Schweine 1447. Tendenz: Rinder nicht geräumt, Kälber und Schake rege, Schweine lebhaft. Preis für 100 Psd. Lebend- Schta.yc- gewicht Kälber. Mk. Mk. Feinste Mastkälber 66-70 110—117 Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 60—65 102—110 Geringere Mast« und gute Saugkälber . . . 55—58 93—98 Scha is. Ctallmaslschafe: Masllämmer und jüngere Masthammel . . . 42-43 88—90 Weitere Masthcunmel, gut genährte junge Schale und geringere Mastlämmer 84-36 80—85 Geringere Masthanunel und Schale .... 00—00 00—00 Mäßig genährte Hammel und Schafe (Merz- schafe)............... 00—00 00-00 Sch roe in:. Vollfleischige Schweine von 8C—100 kg Lebendgewicht ........ 68.00-70.00 88.00-90.00 VoUslelschige Schweine unter 80 k; Lebendgewicht. 67.00—69,00 86.09—88.00 Lollfleischige Schweine von 100—120k; Lebendgewicht 68,00—70.00 88.00—90.00 Bollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht 68.00—70.00 87.00—89.00 Limburg a. d. Lahu, 9. Oft. frucht markt. Durch- schnittspreis vro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 17,30 Ml^ weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 16,80 Mk., Korn 12,85 Mk., Gerste: Futtergerste 11,00 Pik., Braugerste 13,50 Alk., Hafer Mk. 9,50 Pik., Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 3,60 bis 4,00 Mk. 8 Uhr vormittags feuerte der i n n g ste Sohn des Königs, Prinz Peter, das erste Geschütz auf die türkischen Stellungen ab. Rackidem die Türken aus ihrer Stellung am Berge herauSgedrängt waren, richteten die Montenegriner ihren Marsch auf bie ft a r f b e f c ft i g t c türkische Stellung an der Straße nach Skutari. Um 2 Uhr brach der Kampf aus, der bis zum 9lbend andauerte. Konstantinopel, 10. Cft. Das Kriegsmini- sterium hat den ausländischen ZeitungSkorrc- spondcnten das Betreten des Kriegsschauplatzes untersagt. ES verlautet, daß auch keine türkischen Berichterstatter auf dem Kriegsschauplätze zugclassen werden sollen. Das Kriegsministcrium hat den Zeitungen genaue Anweisungen z'.tgehen lassen, um die Veröffentlichung nichtamtlicher Kriegsnachrichtcn zu verhindern. Es dürfen nur Telegramme veröffentlicht werden, die der Zensur Vorgelegen haben. )( Belgrad, 10. Oft. (Priv.-Tel.) Die hiesigen Blätter verlangen die vollständige Autonomie für Altserbien und die Dahl eines serbischen Prinzen zum Gouverneur von Altserbien. Manche Blätter fordern auch für Serbien einen freien Zugang zum Meer. ~ . Paris, 10. Oft. Der „Malin" meldet aus Sofia, daß der gestrige Ministerrat, dem auch dar Präsident der Sobrauje beiwohnte, nochkeine endgültig eAnt- wort auf die Rote der Mächte beschloß, da die Verbindung mit den übrigen Balkanstaaten sehr beeinträchtigt ist. Man ist der Meinung, daß die Anttvort erst am Samstag oder Montag festgestellt werden wird. Sofia/9. Oft. Im ganzen Königreich bildeten sich Komitees zur Unterstützung der Familien der Ei n- gerüeften. Die Gymnasiasten gründen eine besondere Legion, die dem Militär zur Verfügung gestellt wird, zahlreiche Schüler treten ferner in den Dienst des Roten Kreuzes. Saloniki, 9. Oft. Die Verbindungsbahn Sa« lo niki — Konstantinopel wurde von der Regierung verständigt, sich für die Uebernaljme der aus Anatolien eintreff enben Militärtransporte unverzüglich bereitjir halten. Der Mobilisierungsausschuß arbeitet bereits den M i- litärfahrplan für die Linie ans, auf welcher wahrtchemlrch der Fracht- und Personenverkehr eingestellt werden wird. Tie Arnauten von Kossovo telegrafierten, daß sie bereit seien, mit den Türken Schulter an Schulter gegen den Feind zu ziehen. . w )( Fiume, 10. Oft. (Priv.-Tel.) Tie Häfen von Burst a s und Warna sind durch Minen abgesperrt. Warensendungen nach beiden Plätzen, die über Fiume ober Trieft gehen sollen, werden nicht mehr angenommen. Rene Kämpfe in Tripolis. Rom, 9. Oft. Tie „Agenzia Stesani" meldet aüö Tripolis: Rach der Landung der Truppen in Bomba wurde gestern auf Befehl des Generals Reisoli int westlisten Sactor von Terna die Vorwärtsbewegung durchgeführt, um auch auf dieser Seite die Besetzungszone zu erweitern. Die von General Salso befehligte Kolonne brach von Terna am' frühen Morgen auf. Sie marschierte in südlicher Richtung gegen Uadi Bumeafer. Eine andere Kolonne unter dem Befehl des Generals Ca- pello marschierte gegen Marabout und Sidi Abdalla. Sie nahm Stellung am linlen Ufer des Dernaflusses. De r Widerstanddes Feindes war zuerst leicht, aber die Terrain sch wierigkeiten waren sebr erheblich. Gegen 10 Uhr vormittags wurde das Feuer des Feindes heftiger. Ihn 4 Uhr 30 Minuten griff tür« ft f di c Artillerie mit vier Geschützen ein. Tic italienische Artillerie eröffnete aus fünf Mometer Entfernung ein wohlgezieltes Feuer auf sie. Ter $einb wurde auf der ganzen Linie z u r ück g ew i e s e n. Tie italienischen Truppen bemächtigten sich der ganzen wichtigen Gegend von Sidi Abdalla und der Stellungen südlich von Halfga Arada. Sie sind gegenwärtig dabei, die Stellungen zu befestigen. Tie Verluste des Feindes sind sehr beträchtlich. Auf italienischer Seite wurden vier Mann getötet, 59 verwundet. Einige Feinde wurden zu Gefangenen gemacht. * Ein Wilddieb erschossen. rin. Viernheim, 10. Oft. (Priv.-Tel.) In der hiesigen Gemarkung kam es gestern nachmittag zu einem Zusammenstoß zwischen dem Feldhüter Schweicker und dem 27 Jahre alten Wilddieb Faltermann. Letzterer bedrohte den Feldhüter, woraus Schweicker einen Schuß auf Faltermanu abgab. Er war sofort tot. Polarexpeditionen in Gefahr. Universitäts-Nachrichten. bk. Darmstadt, 9. Oft. Der Ctadtbaurat Dr. inr. Franz fl i e b n e r in Zwickau wurde zmn ordentlichen Professor der Jngenieurwisscnschaften an der hiesigen Technischen Hochschule als Nachfolger deS Geh. Baurats Proi. Tr. E. Schmitt ernannt. Gerichzssaal. Hanau a. M., 9. Okt. Vor der hiesigen Strafkammer wurde neide der frühere kaufmännische Leiter der Hanauer Eeiscnsabrik Giotb, ©. in. b.H., Georg Schönberger, wegen Unterschlagung von 58 670 Mk. zu 21/» Jahren Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. Berlin, 9. Oft. Leutnant Kindler vom branben- biirgifdjrn Feldartillerie-Regiment Rr. 18 nnnrbc wogen Fahnenflucht im Mai 1912 vorn Divisionsgcricht zu neun Monaten Gefängnis und Ausstoßung ans bem Heere verurteilt. Heute wurde er von dem Oberkriegsgerictz des 3. Arinee-Koi-pS frei- gesprochen, auch wurde das Contimraeial-Urteil von 1899, wonach der Angeklagte zu einer Geldstrafe verurteili worden war, aufgehoben. Tein Angeklagten iimrüe anheimgestellt, die etwa bereits gezahlte Geldstrafe -urückzufordcrn. Prag, 9. Oft. Univerf.tLtsprvsessor Robert Randnih wurde heute wegen Uebertremng des Kolportageaesetzes zu zehn Kronen Geldstrate verurteilt. T*.c Uebcrhrtnng wird in der Verteilung von Josefblällern erblickt, bie der Verein der Freidenker anläßlich des eiicharistischcn KougreffLs alS Gegenagitation veranstaltete. kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionrgemeinde. (Sottcsöieim ui oer -uuuuoae ^uü-Anlage); SamStag, ben 12. Oktober 1912: Freitag abenb 5.30 Uhr. Samstag vormittag 9.00 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Schriftcrklärung. Sabbat-Ausgang 6.30 Uhr. Irraelitifche Nettgionrgesellschast. (pottesöienft. Sabbatfeier a m 12. Oktober 1912: Vorabend: 5.15 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Predigt. RachmittagS: 3.30 Uhr. Sabbatausgang: 6.30 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6.30, abends 5.00. Wetteraussichten in Dessen für Freitag, den 11. Oft. 1912 Vielfach heiter, trocken, Temperatur wie seither. Letzte Nachrichten. Der Balfanbranb. London, 10. Oft. Tas Bureau Reuter meldet über das Gefecht von Podgaritza folgende Einzelheiten: Um Archangelsk, 9. Oft. Roussanoff, der Leiter der Spitzbergen-Expedition, telegraphiert vom 31. August: Von Nvwaja Sernlja bis Süd-Spitzbergen waren wir von Eis eingeschlossen. Wir beschäftigten uns mit hydrographischen Arbeiten. Vom Sturm wurden wir dann nach dem Süden von Ma t ot schki n Schar r getrieben. — Ich gehe nach Südwesten von Nowaw -scmlja, von dort nach Osten. Wenn das Schiff untergehen sollte, werde ich nach den nahen Einsamkeitsmscln gehen, oder nach Neusibirien oder zur Wrangelinsel. Ich habe Vorräte für ein Jahr. Alles befindet sich wohl. — Die eingegangenen Nachrichten über die arftisckie Expedition des Leutnants S e d o f f vom Schifte „St. Phogue" schildern die Lage als trostlos. Das Schiff verließ Archangelsk am 27 August und ging nach Nowaja Semlja, um feinen Vorrat an Süßwasser zu erneuern. Rach heftigem Sturm auf hoher See gelangte Sedoff am ß. September zur Insel Krestowci, wo er fünf kranke Seeleute ausschifft. Am 12. September schlug er den KurS auf Franz-Josef-Land ein. Nach Mitteilung des Matrosen, der diese Nackrickiten gab, ist der Kohlenvorrat an Bord des Schiffes so erschöpft, daß es zweifelhaft erscheint, ob das Schiss nach Arckiangelsk zurückkehren kann, mnsomehr, als niemand an Bord die Handhabung der Segel versteht. Ms der z. Z. in Amsterdam stattfindenden ,Lnternatronalen Gasausstellilug" erhielt die Gasawtoren-Fobrik Deutz in Köln- Deutz auf die von ihr ausgestellten Motvren itciteitcr Konstruktion den Grand Prix. (^5/io Sland-Arbeilen. »'Ä IfelOMSCie. Ueberall zu haben! Diese Nachahmungen weise man aber zurück und' fordere ausdrücklich die echten Fabrikate mit dem Namen [hv*/,] „Dr. Oetker’s“ 1 Päckchen 10 Pfg. 3 Stück 25 Pfg. im Dr.Oetker8 Backpulver Bnt©r©SS© Dr.Oetkers Puddingpulver achte man stets darauf, dass man das erhält, t ““ & «?“’“*K,ch" D r.Oetker s Vanillin-Zucker ahmungen in ähnlichen 1 ackungen von 1 Nationalliberaler Verein Giessen Montag, den 14. Oktober 1912, um 8V2 Uhr, im Hotel Grotzherzog: Generalversammlung. Tagesordnung': 1. Jahresbericht. 2. Kassenbericht. 3. Wahl des Vorstandes. 4. Aussprache über die politische Lage. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird dringend gebeten. v,e/l0 Der Borstand. I. A.: Körte. Die Proben zu den 'Winteraufführungen Beethovens Missa solemnis und ve/io Regers Nonnen beginnen am Montag, den 14. Oktober, abends 8 Uhr, in der Aula. Allseitiger, pünktlicher Besuch von Anfang an dringend erbeten. — Neuanmcldungen nimmt Herr Univ.- Musikdir. Prof. Traut mann tilglich (außer Mittwochs) mittags von 1 Uhr bis 2*/i Uhr in seiner Wohnung Moltkestraße ß und in den Probeabenden in der Universitäts-Aula entgegen. Der Vorstand. Freiwill. Gail’sche Feuerwehr Samstag, den 12. Cft. l. I., abends 8l/> Uhr, in der Turnhalle des Turnvereins Feier des 57. Stiftungs-Festes verbunden mit Abend-Unterhaltung und Ball. y»/io Der Vorstand. Nur Mitglieder sowie eingeladcne Gäste haben gegen Vorzeigung der Karte Zutritt. Der Kaninchen=Zucht= u. Pflegeverein Siehen veranstaltet am Sonntag, den 13. Oktober, in der „Stadt Marburg" seine erste Kanindien- Ausheilung verbunden mit 08494 Prämiierung, Vortrag, PrcWicßeu und Tanz. Eintritt 25 Pfg. Um zahlreichen Besuch bittet Der Borstand. Cafe Ebel Telephon 580 Inh.: Karl Ohm Burggraben Altbekanntes Speisehaus Prima Küche :: Diners :: Souper» ü la Carte :: Abonncmentft-Preise Diverse Vereinszimmer :: 2 Säle für Versammlungen Hochzeiten, Kommerse und andere Festlichkeiten (6798 Militär-Konzert Kinematograph Dahnliofetr. 54 08521 Bahnhofetr. 54 Herzensgold Großes spannendes Drama in 2 Akten. Dargestcllt von den berühmten Kopenhagener Schauspielern. Ein Kampf im Dunkeln Drama aus der Italienischen Hocharistokratie in 2 Akten. Babylas und seine Brant, humorisüsH. Pariser Woche, aktuelle Neuigkeiten. ^lngeln verboten, humoristisch. SlV Spieldauer 2 Stunden, Eintrittspreise: I. Platz 50 Psg.; II. Platz 30 Vf« und III. Plag 20 Pfg. Letzte Aufführung Krm quer M Gin ,0/. a Hausfrauen! SW Tanzstunden- Kleider J. Pfeifer, Giessen Marktplatz 6 empfehle in reichhaltigster Auswahl Nur Doch OoDoerslag iri Freilag findet die Vorführung deS mit besonderem Beifall aufgenommenen Dramas Der Schwur Schweigens som des rrilhholtigcii ZgiclglMS statt. Nur noch 2 Tage! füiaü-n Nur noch 2 Tage! OSwaldSgarten vHl-DUl OSwaldSgarten ZIRKUS HENRY Heute Donnerstag, den 10. Oktober 2 grosse Vorstellungen 2 nachmittags 4*A> Uhr: Krtra-sOlcr-.Kiildcr-u.fsiniiilicnvotstclluiig Um einem jeden den Besud) dieser Vorstellung au ermöglichen, sind folgende enorm billige Eintritt**-Preise festgesetzt: Schüler, ftinber und Militär: Eialerte 20 Psg., 3. Platz 30 Psg., 2. Platz 10 Psg., 1 Platz 60 Psg., Sperrsitz 80 Psg., Logenütz 1 Mk. Erwachsene zahlen zu dieser Bor- siellung: Galerie 30 Psg., 3. Platz 45 Pfg., 2. Platz 65 Psg., 1. Platz 00 Pfg., Sperrsitz 1.25 Mk., Logensitz 1.75 Mk. Tas Programm ist mit Rücksicht ans die fugend besonders sorgfältig zmammcngestcllt. abends 66rcnobciiöiiir5trrii2lirrnor§cnrn <6ronc Parsorcc Vorstellung bestehend aus 30 Progranimnuinmcrn 30. Ein fürstliches Programm, rote es kein zroeiter Zirkus an einem Abend vorsübrt. 30 Prograin in nummern 30 Das ist daö Doppelte, rono man sonst zu feben bekommt. Diese Borstellungen bildeten in Frankfurt a. M. das Tagesgespräch und ivarcn immer mehrere Tage im voraus auSverkaust. Direktor Henrb wird heute mehr alS 70 Pferde in verschiedenen Masscndrcssuren vorführcn. Ferner Debüt des gesamten Ziünstlcrvcrionals. Artinten aller 5 Erdteile. 08510 Am 14., 15., 16. Oktober, nachm. ab 4 L'hr, findet in Gießen im Hotel Einhorn Kochvortrag über die weltberühmte« Xaimlera-Cntdeberde statt! Ihr Kohlen- oder Gasherd arbeitet zu teuer, lange nicht so gut! Opfern Sie ein Viertelstündchen, überzeugen Sie sich, daß nur dieser Herd denkbar säuberst, viel billiger kocht, bratet, backt. Eintritt, Kostproben frei! D7/t0 I). D. Ot. l.-s. Sektion Giessen Contentia. Stiitrol - Striiinmlnnfl Donnerstag, den 17. Okt. 1912, abends 9 Uhr tm Bercinslokal Restaurant »Zur Wagnersrub^. Tagesordnung: Wichtige Bercinöanyelegenhciten. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten vl0/l0 Der Vorstand. Worrings Damen-Bekleid.-ikataie Frankfurt a. ü. Zuschneide-Lehranstaltl.Rang. Goethestrasse 23 Gegründet in Frankfurt 1888. Höchste Auszeichnungen Paris, London, Berlin. Eigene Lehrbücher. v'/,. Eigene leichtf. Systeme Mis,ersolg ausgeschlossen. Stellcnverm. Prosv. kostenl. r.M Apfelmost eigener Kelterei. 08424 Louis Lütcr, Gasthaus Cenlral, Wolkengasse 26. Mltaler Mei Direkt.: Hermann Steingoetter Freitag, den ll.Cft.1912, abends 8 Ubt: 2. Freitag - Abonnem. - Borst. Gewöhnliche Preise. Matliias (Mingtr Lustspiel in 4 Akten von ÖSkar Blumenthal u. Mar Bernstein. Ende 10'/. Uhr. (a10/* Mädchen und Frauen mit dünnem, brüchigem oder schwachem Haar, deren Sehnsucht vrächliges, volles und üppiges Haar ist, sei folgendes bewährte und billige Rezept zur Pflege des Haares empfohlen: Wöchent- lict^ 1 maliges Waschen deS Haares mit Zucker*» kom- htnicrtcmKrüutcr-Sham- poon 'Paket20Ps >, daneben rcgelmänigcö kräftiges Ein- reiben des Haarbodcns mit Zucker» Original KnUii ter- lluarwa*»er-£ijlaid)C 1.25) unb Zucker*» Spezial- Kriluter-llaarnUhrfett iDoseßOPs.i. Großartige Wir- kung,von Tausenden bestätigt. Echt bei Ang. Noll, Ernst Roll, arl -scibel und Ctto Schaaf, Drogerien. 8.1* . Franz Mel ttoafteui der „! Revisionismus ü Chemnitzer biönbj aus bet' .. orthodoxe lunn beginne ii AussGh hil Ä«- »owe am beiier Wiflen Augustin, mal fo viel Lern ne alle outzeren entgegeng es mag te-Vilbebta! gehalten * emgesGht hervor, als Feudalismus. 9i ttndicma[5 öf das mar n qere($nt( SVl'öfbranb ^.dauern, an Sonntag, den 13. Oktober Dutenhofen —Stovvelberg— Kirschcnwäldchen — Honigmühle — Laufdorf — Oberndorfer Hütte — Braunfels. Abfahrt 10 V. 5'/,Std. [v*/i Wifi tal Sä“?* ttnjte i !^S'eiteü?Lesch lru'ttei in oE'achlic als l!n!sd"chts i in ?KQ’^^baiicr da Öt>ii von r "A auf f erh Zwiebeln trockene,gesunde Winterroare 50 Milo Mk. 2.75, größere Posten bedeutend billiger, versendet Ludwig Erb, Echzell in der Wetteratt. Televhon'Anschlus;.^l6444 W*®"für * sdil* N"A der ch Forderungen । St Fall bringen geMh «btt LnbeKp' ^betreibenden v nicht sonderlich ° des hcut'genK rungen über da-- her kannte man denen die eine l für einen aW tilannheimer pa überhaupt an uW zollen sc Übalt auf die b'OM» Stob erleiden M aui dem Lande, d ciebliche Liebe-mH laiiung von agraril man hat aber wie Zweifel sein darf, i teit aller M/ Anklang finden kai Eine ähnliche zeigte sich in der gefielen sich W gebildeten Reichove treibungen, die ba Politik bisher unii Aolksvartei eine ne das; das Bürgertu ummodeln müjie. Stimmen laut, die tonten, es sei kein Arbeitgeber fRiemei und es liege gen Sozialpolitik, auch zu denken. So m rangen fallen und schliesiung, die eine fordert. Auch den fostsc erhebliches £.uanhn her T-niteitdg iogat %?bni(f. Uni) ba» sondern ein Zugestäi dem Wesen des 2ibi tigung der Miauen ■ mechanische Mchbe lichsien tfoxberunger auch der sortschrM .irrauenslmmrechts .Agitation dassg ot Für den Poli Verlaus bet Main siebt., daß die Heb so reich waren, ar la. Spcise-MH für den Winterbedarf in den beliebtest. Sorten, wie Industrie Up to date Magnum bonum Prof. Wolltmann Paulsens Juli (Salatkartoffcll und andere Sorten liefert in nur tadelloser, auserlesener Ware zu billigstcu Tagespreisen 0698 H. Trechsler Steinstr. 48 Tel. 581. Proben auf Wunsch. IedesQuantum frei HauS. Schuccweih pcbleicbt urfb gereinigt ist jebe Wäsche, wenn sie nach j| Vorschrift mit Stunde gekocht wird. Kein Anseifen, kein Reiben, keine Rasen- u.Sonnenbleiche mehr notig. 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Georg Schenck zn Schweinsberg Rechtsanwalt. 6560 Meine Wohnung befindet sich von jetzt ab Selters weg *7*71 im Hause des Herrn Juwelier Reusch Fernsprecher Nr. 737 Zahnarzt Paul Fischer Nachfolger des Herrn Zahnarzt Frutig ---------seither Bahnhofstrasse 54--------- Großh. Realgymnasium 11. Oberrealfchule mit Vorschule zu Gießen. Anmeldungen für das Schuljahr 1913/14 werden Dienstag, den 15. Oktober, vorm. 10—12 Uhr, für das Rcalgymnastum und die Vorschule, Mittwoch, den 16. Oktober, vorm. 10 -12 Uhr, für die Oberrealfchule in dem Schulgebättde entgegengenommen. d10/10 Gießen, am 9. Oktober 1912. Großherzogliche Direktion. Dr. Rausch. Mll-Schul-Amin, Wei. Abteilung I: Alice-Schule für Frauenbildung und Erwerb, Kirchftrafrc 20. I. Gewerbeschule. ES bestehen gewerbliche Fachkurse für: 1. Einfache Handarbeiten, 2. Piaschinennähen und Wäsche-Anscrtigen, 3. Schneidern, ■ 4. .^unsthandarbcitcn und Zeichnen, 5. Bügeln und Kunstwaschen. II. Seminar für Handarbeitslehrerinnen. Beginn deS Unterrichts im Winterhalbjahr 1912/13 15. Oktober 1912, 9 Uhr vormittags. Prospekte und Auskunft durch die Unterzeichnete. Anmeldungen nimmt dieselbe im Schulgebäude am 12. und 14. Oktober von 10—12 und 2—4 Uhr entgegen. v31/a Die BorUeherin: M. König. Wildfelle Wir kaufen: Hafenfelle bis zu Mk. —.80 per Stück ttaninfelle zu Mk. —.15 bis , —.30 „ , Rchfelle , , 1.20 , , 1.40 , , Füchse, Marder, Iltis und alle sonstigen Felle zum höchsten Tagespreis! 6738 Julius Roseuthal & Co. Krosdorscr Str. 115. Fcllhandlung. Televb. Nr. 69. PFAFF-Nähmaschinen gleich vorzüglich zum Nähen Sticken und Stopfen Niederlage bei 6761 H. Kraft, Nenenweg 46 Eigene Reparaturwerkstätte Zubehörteile stets auf Lager. Zu den Pfaff-Nähmaschinen werden neue, äusserst praktische Sonder-Apparate geliefert, von deren vielseitigen Verwendungsmöglichkeit sich jede Hausfrau, Näherin und Schneiderin überzeugen sollte. 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