Montag, 12. Scbruar (912 Erstes Blatt 162. Jahrgang Die heutige Nummer umfafet 10 Setten- nen,ekr* 61* eTeidep.Istr.Kk aus ergewödnl. bik (Yin Posten iünstige ilfigenheit für $paf)ns Rücktritt. Aus Berlin wird uns geschrieben: Ärmer Pe-er Spahn! Nun ist cs nach „zwei glück wichen lagen" aus mit Deiner Reichstagspräsidentenherrlicb kni; Am Freitag, infolge eines MitzverstänonisseS zwischen ^olioualliberalen und Sozialdemokraten zum Präsidenten des Reichstag- gewählt, hat man in der Zraktionssitzung Iciner Partei am Samstag beschlossen, das; Tu am Montag schriftlich Deinen Rücktritt vom Präsidentensitz geben sollst. ?os ist traurig, sehr traurig für Dich. Denn erstens fitzt r. sich gut auf dem hochlehnigen wohlgepolsterten Stuhle, und Du selbst hattest es schon in den Wandelgängen ver luudet, b Dn dein Kaiser von der Konstituierung dc-_- Reichstags mit dem Präsidium Spahn-Scheidemann Paasche Mitteilung machen werdest. Du faitdest, da doch Zentrum und Sozialdemokratie so ost in treuer Waffenbrüderschaft Lkhulter an Schulter gefochten, nichts dabei, neben einem Lozialdemokrateir im Präsidium zu sitzen, sondern hattest olfnungslos am Freitag seine Wahl geleitet und das Er gebnis als neugebackener Rcichstagspräfident verkündet. Tenn Du dachtest uicht daran, das; Du Dein eben neu- gewonnenes Amt niederlegen mutztest, sobald Scheidemann gewählt war, nicht weil das Deine Partei so wollte, sondern weil es die treuen Bundesgenossen, die Konservativen, I. MM gedicg. Qualiiva intuch,PopliB: ika, Kama am, Serge, viotslfltr2.6: 5, 190, Iti 5 u. 95 Pfg. £ , so dekretierten. Hub sie haben ihren Willen, wie die obige Meldung I ,iigt, auch bei Deiner Partei durchgesetzt. Um Deinen histo- Mifchtn Zhlinderhut magst Du einen Trauerflor schlingen, Mßltichzeitig aber wird ihn die nationale Gloriole wi' ein * Heiligenschein umstrahlen, nachdem Du Dir inzwischen, I Denn auch wider Willen, darüber klar geworden bist, das; Ms sich nicht schickt, neben einem Sozialdemokraten im Reich) V* tagspräsidinm zu fitzen Auch der bescheidenste zweite Prä sidenteustuhl, den Dir die Linke zugedacht hatte, geht Dir run verloren. Denn wenn ein unerhörtes Ereignis Berlin, 12. Febr. (Drahtbcricht.) Gestern fanden innerhalb der Lin ks pa rt eien Bes p re chung e n statt. Eine gemeinsame Erörterung der Präsidentenfrage war nicht möglich, da zahlreiche Abgeordnete am Freitag Berlin verlassen batten, um die ihnen bis zum Dienstag gewährte freie Zeit bei ihren Angehörigen zu verbringen. Die National- liberalen find sich nicht darüber klar, ob für den Präsidenten- hoffen Prinz Schönaich oder Geheimrat Paaschc kandidieren soll. Prinz Schönaich ist sehr beliebt, aber Paasche besitzt die größere Geschäftsgewandtheil. Heber die von rechts bekritelte S t e l l u n g der n a t i v - natliberalen Fraktion wird der „Nationalliberalen Korresp." aus den Kreisen der nationalliberalen Reichstags- fraktion geschrieben: „Nachdem die Wahl des Präsidiums vollzogen ist, dürste cs int Einblick auf die Fülle unrichtiger Pretzkommentare an der sandtschaflssekrctär geriet und ausriei: „Aber das Bild mutz der Kaiser kaufen, es ist eines der bedeutendsten!" Darauf trat der Sekretär ganz dicht an ihn heran, sprach flüstcrttd in ihn hinein, der General zuckte die Achseln und — strich Gurlitts Namen der Liste. Rache für den Nollbart! „ w OrM Irin*®* fj Illi knH ieblt .1 , HaPPf ÄS’ s ii ^a Aüiütt’. ■ erzten nnd v* J ,bei,: APolb'l,, •f». il, A.t fei«. Markt;. , । Willloreir u jJ “• Chr. BI,/ Beppler t “S- Nribert * *n Wjeeetk. | ■n Ph-Beck, tlueim,Willi Kit k Lttndw B-n '«atiren. w 1 ■chlich, Lind-t.' Grosstn-Llüden. -I K-.ru: Bon einem anderen Beritncr Mitarbeiter wird uns noch geschrieben: Nachdem der Reickstagspräsidcut Dr. Spahn sein Amt nicdcrgclegt hat, werden auch die gewählten Schriftführer des Zentrums Belzer, Engcfen und der Konservative Rogalla v. Die berficitt) das Amt eines Schriftführers nicht annehmen. Bei der Wiederholung der Präsidentenwahl, die voraussichtlich schon am M i 11 iu o (h stattfinden wird, wird die gesamte Rechte und das Zentrum sich an der Präsidentenwahl nicht mehr beteiligen. Man nimmt an, das; ein Nationalliberaler mit Untersuchung der gesamten Linken einen Kandidaten für den Posten des Prä sidenteu stellen werden und daß der 2. Vizepräsident Dr. Paasche sein Amt ebenfalls niedcrlegcn wird, damit ein Mitglied der jotU fckrtttlich.n Volksvartei, wahrscheinlich Kacmvf, zum '2. Vrzc- prö'idcnlcn gcwähll werden kann. Die nächste Präsidentenwahl )uuw. allo tin r e i'i cs Li n ks p r ä si diu m ergeben, da ^der 1 Vizepräsident Scheidemann sein *2lmt behalten wird. Die Bestätigung des Präsidiums ndü) vier Wochen dürste kaum ein anderes Ergebnis haben Die Geschäfte des Präsidiums führt bis zum Mitnvoch der Lizepräsidcut Scheidemann, der auch die Dicnstagsfitzung leiten wird. ;. der sozialdemokratische erste Vizepräsident Scheibemanil am p Tiendtag von Deinem Rücklriltsgesuch dem Reichstag Kennt > ms gibt, und aus die Tagesordnung für Mittwoch als ersten Punkt: „Ersatzwahl für den ;urü(fgetretenen Reichstags l rräsidenten Dr. Spahn" setzt, ist es mit allem vorbei. Am Mittwoch dürfte aller Wahrscheinlichkeil nach ein^Reichs !gspräsidium zustande kommen, bei dem Priu z Schön - ich -E a r 0 I ath ans den Präsidentenstuhl steift und an kelle des Abgeordneten Pros Dr. Paasche ein Fort- hrittler, vielleicht der Abgeordnete Kämpf, zum leiten Vizepräsidenten gewählt wird. Dies wäre ein Reichstagspräfidium, das sich lediglich ts Angehörigen der Linken ztisammensetzt und so die äugen- ickliche Lage im deutschen Reichstag 'deutlich zum Ausdruck :ingt. Aber dieses Reichstagspräsidium ist eigentlich nicht erbiem't der Linken, sondern, wie oben anqcdcutet, Bcr dienst der Konservativen, die dem sonst willigen Zentrum tie Mitwirkung an der Präsidinmsbildung untersagten, nm ■ mit seiner S?ilfe dem Präsidium der Linken und seiner äußerst bescheidenen Mehrheit das Leben so sauer wie mög lich zu machen. Wenn man davon absieht, daß nt vier LZochou bei der definitiven Präsidiumswahl der Al'geord- netc Spahn als Reichstagspräsident doch durch den national liberalen Prinzen Schönaich Earolath ersetzt ivordeu wäre, so hätte die Linke doch Herrn Spahn Immerhin den Posten eines zweiten Vizepräsidenten eiugeränmt, um dem ReichstagSpräsidinm Bestand und Dauer zu geben tnb die Konservativen möglichst zu isolieren. Das louitlc diesen natürlich nicht gefallen, sie übten auf das Zentrum einen Druck aus und bewogen das Zentrum, sich unter dem Vorwande, ein Zentrumsmitglied könne unmöglich neben einem Sozialdemokraten im Präsidium sitzen, von Deutsche» Reich. Der deutsch-türkische Handelsvertrag, der dem Reichstage zugegangcn ist, beftimmt, bat der geltende deutsch türkische Handelsvertrag, der am 13. Marz d. I. abläuft, bis zum 25. Juni 1914 verlängert wird Zn bet Begründung wird ausgeführt, daß der Vertrag fid) bisher als ein brauchbares Instrument erwiesen hat. — DasncueReichs-undStaats- angchörigkeitsgcfctz mit seinen Nebcngcsctzcn ist niiiu mehr dem Reichstage zugegangcn. Die Gruiidzüge des Gesetzes sind bereits halbamtlich bekannt gegeben. Tie Nationallibcrale Fraktiondes Reichstags hat folgende Anfrage cingcbrichl: „Fst der »crr Reickskauzl y VllB Marckür. 6 w5 brr Präsidiumsbildung zurückzuziehen. Wie man hört, wol len auch die Schriftführer der Konservativen und des Zentrums ihr Amt niederlegen, ja es sollen sogar) die Konservativen mit der Absicht umgehen, am Mittwoch bei der Präsidentenwahl durch Slbweseiiheit zu glänzen. Das bedeutet schon die Verweigerung der Mitarbeit und es wird im Lause der Session wahrscheinlich noch schlimmer kommen, da Konservative und Zentrum — und das war .weck bei ganzen Uebuna versuchen werden, burrb Cbftrultiou die Tätigkeit des neuen Reidhstags lahm zu legen, um so die Regierung zu veranlassen, ihn aufzulosen und Neuwahlen auszuschreiben. Tas ist unter Umständen richtig spekuliert, xenn leider ist die Mehrheit der Linken eine solche, die wegen der Zugehörigkeit der Sozialdemokratie keine Einheit bar stellt, und die wegen ihrer Geringfügigkeit in allen Fällen versagen wirb, wo ihre Mitglieder weniger zahlreich anwesend sind, als die der reaktionären Parteien, ja die, wie ein konservativer Abgeordneter kürzlich witzig sagte, sogar davon abhängt, datz keines ihrer Mitglieder die Maiidel eiitzündllng lat. Hub trotzdem ist das Präsidium der Linken gezwungen, ans Gründen des Wohles der Gesamt fjcit die Geschäfte zu übernehmen. Tenn ein reaktionäres Präsidium Hölle erst recht keine Mehrheit hinter sich, und bei einem Geschäflspräsidium, das sich also aus den größten bürgerlichen Parteien zusammensetzeu würde, wäre die Mehrheit ebenso zweifelhalt. Der Versuch, den neuen Reichstag unter der Führung der Linken arbeitsfähig zu machen und zu erhalten, muß jedenfalls unternommen werden. Es ist gewagt, aber immerhin nicht aussichtslos, wenn es zu keiner Zersplitterung innerhalb der Linken kommt, und die auf Grund der Wahlprüsungen stattfiuden- den Ersatzwahlen der Linken noch einige Mandate zuführen. Zeit fein, eine Aufklärung über die Vorgänge zu gedeu, w.Ick- sich in den letzten Tagen im Schoß der nali "illiberalen Reichs tagSfraktion abgespielt haben. Die national liberale Fraktion m sich non vornherein über zwei Grundsätze vollkommen einig gewesen: einmal darüber, daß sie sich zu einem Präsidium der Rechten ablehnend verhalten mußte und selbst in em derartiges Präsidium einzutreten nicht in der Lage war. Zn bieker Be- zichung war die Fraktion von vornherein cntirfiloiicn, die Kon - seaucnzen aus der nach wie vor feindseligen Haltung der K'onsci valiven und ihrer Presse zu ziehen. Zum iicritcn, bestand darin llcbercinftimmuiig, daß die Bildung eines Präsidiums aus den links vom 3entrum stehenden Parteien ebensowenig möglich >oar. Die Fraktion ging hierbei teils von prinzipiellen Gründen aus, teils war für ne aber auch die praktische tzrwugung mistgebeno, datz ein sogenanntes „Linlsprusidium", wenn überhaupt eine Jichi beit dafür vorhanden sein würde, auf die Tauer sedensalls nur eine geringe Lebensfähigkeit gehabt haben wurde, zumal bei der eigenen nuinerischeu Schwäche der Nationalliberalen. Xi untiotwl liberale Fraktion hat deshalb vo>i Anfang an einmüiig ab gelehnt, der f o z i o l de m o k» a t i s ch e n F r a 11. i a n 11 gendwe 1 che bindenden Erklärungen darüber abzn geben, wie sie selbst sich nach vollzogener Wahl eines national liberalen Präsidenten bei der Wahl der beiden Bizepräsidentctr verhalten würbe. Tie Bereckstigung der sozialdeniokratischen Partei al-' der stärksten Fraktion des Reichstages, ini Präsidiuin über Haupt vertreten zu sei«, mag von diesem Gefidstspunkic aus an erkaniit werde» Aber irgend eine Garantie, den sostaldemo kratischcn Kandidaten zum erst n Dizepräsideuten^-u wählen, ist nickst übernommen, vielmehr ausdrücklich erklärt worden, tast hierfür keine Mehrheit in der Fraktion vorlnnbe» sei. Ta gegen wurde in Aussicht gestellt, bar — vorbehaltlich der Besetzung der beiden ersten Stellen — bei der Wahl des «weiten Vizepräsidenten die nationallibcralc Fraktion nahezu ein mutig für ben Sozialdemotratcu stimmen werbe. Es ist also über die Haltung der nationalliberalen Fraktion nicht der gc tingfte Zweifel a inn.ii worden, so i n cs im ig ist, n tut in der Presse gesagt wird, sic sei eine mißverständliche gewcicn Nach der Wahl des Herrn Spahn zum Präsidenten ergab sich eine durchaus neue SiUialiou Di die rechtsstehend 1 ( als ersten Vizepräsidenten Herrn Tum V. als zweiten Herrn Paasche zu wählen beabsichtigten, trat nunmehr die Wei ihr eine» Präsidiums der Rechten unter Anfügung eines nationalliberalen Anhängsels ui greifbare Näht Dieser klusgang Linie verhindert werden und die nationallib ' h 1 roi sich nunmehr entschlietzen, einen Soziatdemcktaten zum ^ersten Vizepräsidenten zu wählen, weil durch die Wahl des Herrn -Lpah» ein sogenanntes „Großblockpräsidium" mit ferner ganzen, oben angedeuteten Unmögl schlossest war _T.v Grundsatz, daß bei der einmal geschaffenen Sachlage die ^ozialdemalralie im gebilligt werden können. Es entspiicku schlietzlich dein Gcsichle ber Billigkeit: ebenso auch der Notwendigkeit, die nnntcriich stärkst.' Partei des Reichstages zu zwingeu, an der Leitung der (Geschäfte teilzunehmeu und sich damit selbst ftir eine ordnungsmäßige Erledigung der Reichstagsgeschäste einzusetzen. Es ist selbstverständlich, datz aus der iuzwischeu erlolgteu Nie- derlcguug des Präsioiums durch Hern, Spahn nicht ■ gegen bic Folgerickstigkeit der vorstehenden Erwägungen hergeleitci werden kann. Es wird dem Zentrum nicht leicht talle.fi, zu rcchtsertigeu, datz cs sickt in einem für das Vaterland wichtigen Moment ber einmal übernommenen Pflicht wiederum eutzoqen hat. Erne grundsätzliche Abneigung gegen jede» Zusammenarbeiten nut der Lozialdemokratie kann nad) den irübcrcu Vorgängen bei ihm doch nidit gut a,igenommen werden! Tie national liberale Fraktion wird sich diesem Sd)adizug gegenüber ivneni ill--' geivochscn Acifini ' lang Schulaufgaben gcken will? Mein Bruder, der schlichte Arbeiter, ist kein schlechter Mensch. Wenn er mich besucht, plaudern wir srcundschaftlich mrleinander. Er arbeitet tapfer bic ganz^ Woche und widmet ben Sonntag seiner Frau und feinen Buder». Aber id) merke es nu», er hat fürchterliche Freunde. DaS find die Leute, die keine Streich holzfchachtelR sehen können, ohne sich zu fragen: wie kann biefc Sd achtel meinem Bruder nützen, dem Arbeiter, dem Armen, bir; oem Volke. Mir crfd)icn die Antwort immer so einfach Steckt möglichst viele und möglichst gute Streichhölzer in eine anständige Schachtel. Mehr Dcrtaiigcn die Enterbten des Reichtums nicht, lind ich aud) nicht Aber jene schlim - men Freunde meines Bruders, jene anonnmen Magister, die denken das nicht. Die Qualität des Streichholzes — eine erbärmliche alltägliche Frage — mit der ein hoher ibcaler Geist sich nicht beschäftigt Sie betrachten sich die Schachtel und sie sagen sich: wir wollen dem Volke Ieiner» geben. Mein «ruber, ber Arbeiter, hak feine Zeit in? Museum zu gehen. Höre, armer Mensch: dann betrachte bir wenigstens deine Streichholzschadotetn. Das hat man für meinen armen Bruder getan. Man wollte ihm den „Kunst- schätz ber aanzen Welt" erschließen, wollte „seine Seele erheben". Die Kunst für alle. Und man sagt wirklich bic Kunst Aber rornn mein Bruder, der Arbeiter, diese sch-ußlichm winNgen Reprodak- honen ber „großen Meisterwerke" sieht: er wirb ouf Lebenszeit: bic Muscen verabscheuen. Hnd ich, der ich äbnlid) murfinbe, id; verlange, datz man mir meine schöne Unwissenheit läßt und datz man den Tabakhändlern verbietet, mir täglich Unter rieht in der Kunst zu geben. 3d) jpill für meine zwei Sou mir möglichst viele und möglichst gute Streichhölzer." — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen^ schäft. Der Studiendirektor ber Akademie für Kommunal - Verwaltung in Düsseldorf, Profefsor Dr. Stier-Somlo erfiärte aus Gesundheitsrücksichten feinen Rücktritt. Verhandlungen über seinen Nachfolger find cingdeitd. — In M ün - dien ist der Erzmetzcr Ludwig v. Miller gestorben. — Der deutsche ^chillerverein in Brüssel feierte am 11. d. M. sein 50-jähriges Bestehen durch eine Generalvers? ans decorativeS modernes 1915". xer Gedanke war i'dton im vergamTenen Fahre aufgetaucht und ging auf zwei einflutz reiche Körpcrid»aften zurück: auf den franzöfilchen Zcntralverbauo für Kunstgewerbc und aus der Gesellschaft zur Förderung der Kunst und Fnduftric. Tas Projekt ist von bem fiunftminiiterium genehmigt worden, und nun ist auch in der Kammer der OHdv entwurf eingebradit, ber die Einzelheiten des Hntcrncbmenmcqdt Die Ausstellung wird die erste große und internationale ^onber au'’ftdlung fein, die amtlich, auf Antrag des Parlamentes und mit Hntcrstützung der Regierung stattfindet Gin Protest gegen bie treichholchuIc . Die Wiedergaben berühmter Meisterwerke", die jetzt in Form von winzigen «untbnidbübdk'n bie franzöfifchen^Slrcichholzichachteln fchnuicken, vcranlaffcn Louis Latzarus im ingaro zu krUiichen Betrachtuugeii „Fch trat in den TabaNaden, um Streichhölzer zu saufen. Rian gab mir bereit vierzig und einen Deniers. So viel hatte ich für meine zivei ^ous gar nicht verlangt. Morgen wird man mir vielleicht gar einen Rembraydt geben. verlangte nur -kreichbölzer, und man gab mir Untcrndü. Nun trage ich m meiner Westentasche Schule, Bildunä, Kunst, ein Mcistcrn-erk für imei Sou und dazu noch vierzig StrerAolzer. Hnd doch, bic Sache ist angenehm. Meine Biltmug hat Lucken. Äl,o \^oxl 2Lber Um des Künfflcrs Bart. i Aui bnt 8 März fällt ber 100. Geburtstag eines treu(idien Rutschen Landschaftsmalers: Louis G u r l it ts. Zu btefeni Tage bereitet der Berliner Verlag von Julius Barb eini Werk iber den Künstler aus ber Feder keines Lohnes Ludwig Gurlstt I wr, das cüt äußevft wertvoller Beitrag zur deutsdien^Kunst «schichte des 19. Jahrhunderts zn werden veripricht. xtc bei 5 A Seemann erscheinenden „Meister der Farbe können au? .Meiern Bucke bereits letzt eine reizende Geichickte mitietlen. Gö war ini Fahre 1845. Louis Gurlitt, damals iu Rom, batte sich einen wilden Vollbart wachsen lassen, ledigkick aus Äeguemlichkeit uatürlick, und nickt etwa aus demolrattkcker xc i aionstrationSlust. Hm diesen Küustlerbart 'ollte es aber zu einer | drolligen 5->aupt und Staatsaktion kommen. . Als bamalv nnm I ich Zar Nikolaus Rom passierte, veranstaltete die romtidic lünitlcrithaft auf die Aufforderung des rufiifdicit (^'lanbtcii ihm u (ihren eine Kunstausstelliing Fn dem Auskldlungsausickui' - acrtrai Gurlitt die Deuticken Kür; vor ber Anknntt des Kaner-.- tiähltc der ruffifchc Gefandtfdiaftsfckrctär ganz unvermittelt den Künstlern eine Geschichte, die sich in Palermo beim Zaren zuge- ragen haben sollte. Tort habe Prinz Albrecht von Prcuhen ben Maler Helft vorstdlen wollen, aber als der Datier emtrat, lutzle er, sah die Herren an und kehrte bann uhnell in nut 3immer zurück, unb das nur, weil der M a l e r c l T t rinen Vollbart trn g. Dieser Wink mit dein Zaunptahke war 'ehr deutlich. Gs entstand ein allgemeines Schweigen unter den Künstlern, aber bann erklärte Gurlitt: „Fck nnbe diele '-lnc™otS I sehr unterhaltend, aber meinen Bort nehme ick nicht ab — as ß bie anderen Herren tun wollen, ist ihre Sacke." vbr wmurmci 5 lictz ihn erkennen, datz er aller Meinung getrosten hatte: der lF4csandtschaftssefretär erblaßte unb zog ab. Der Zar kam, war W jet>r liebenswürdig und äußerte vor Gurlitts Bildern^aus xeutlck dreimal hintereinander: „Sehr schön, sehr schön!"^ xrotzdem cr- rCärte ber Sekretär ihm kurz darauf heftig: , bl feiern Dienstag, 13. Febr. Pflastcrmeistec Konrad Hilbern und dessen Ehefrau Anna Elisabetha. — Grünberg, 11. Febr. Heute begingen die Ehclcu:.' Soenglermeister F l l rf hier das Fest ihrer goldenen H o r.) zeit im engsten Familienkreise. Ter Jubilar ist 79, die Iu'.. rin 75 Jahre alt; beide find noch recht rüstig. Kreis Büdingen. X N idda, 10. Febr. Tas gestern abend zum besten des _V. c r c i n s K r a n t e n p i l e g c veranstaltete Konzert x jungens be ^eldllna beb w wlbtontu Sttfl Mettel - b * kbensalls be s p. 2arn L -Mstag aus Vt jinhailung forirw das li(i vohnt, eine I w Wohnung ,2 ZrreleitM !, ‘ienbanten ■ Ijp't und mach IlJFtt» wurde. xtä- Verbands kst^führung d< Ur Eigenschaft kimngtn für d L Verhaftung I lliitcrsuchungr Mich von Am Kia, ist Mm ■Ml, sondern kSrieie und 9 dm Freundm i Weit freiwill' fmrng veranlo ch. Vinge -vnixg beschlosst •rxlhntg onzn ürtiai bcereÄ nj der Anzahl »neu belegt ro la Stadt Singe bi. strategische N Singen die a000 M unb ßtmier in Ausst Die Vorzüge dieses Planes sind, daß das Arresthausgebäude vom Philosovhenwald her ganz verdeckt würde und die in der Richtung der Ost-Anlage geplante neue Verbindungsstraße zwischen Kaiser-Allee und Marburger Straße bald in Angriff genommen und in ihrem mittleren Tei' einen stattlichen öffentlichen Bau erhalten würde. Tie Straße nach dem Philosovhenwald würde bei Ausführung dieses Planes so bleiben können, wie sie jetzt vorgesehen ist. die im ^dharmon Amu v*te pr Eg n,tt* .. 4 ne ?f,xd,finun E^en Hu auch noch i, Herr j melden He1 ^^eme Will man aber greife man zu dem zurück und verwende den Iustizpalast für andere Zwecke, aber bricht als Biirgermeistereigebäude. Die Räume des Großh. Finanzamtes find nnzureick>end, der Staat muß in nächster Zeit für anbenveitige Unterbringung desselben Sorge tragen, das Hochbauamt ist schon lange für Zwecke der Universität erforderlich^ cbcji]ol|int> die Bezirkskassen nicht A\» $ ! is' .'.All 2'° -O' der W^nqcrin« ^55“un- KM - ’Lf ui •Ttrafte« * 'Ändert raieNeti :;t.m« vonisten Pr.'isrickster seien, manche Vereine seien dadurch gc» zwungen, bei den Komponisten Gbörc zu Taufen werden Vorkommnisse von den Wettstreiten zu Lang-Göns, Aror.-n Vinocn, Kronberg und Villmar bekannt gegeben und gerügt. Biele Wen streite wurden nur gehalten, um ein Geschäft zu machen, in der Umgebung Gießens seien dieses Jahr allein 6 Wettstreite. Der Dirigent dürfe nicht mitsingen, oder gar mitten im Lied den T-m erneuern. Noch mehrere Redner beteiligten sich an den Verl-iuc-- lungen. Tie erörterten und l an stände tcn Mißstände sollen r:r.- öfscittlicht, die Reform der Wettstreite angestrebt werden. ♦* Kincmatograp h. Eine sehr sehenswerte brama* tische Kriegsepisode, „Die Verräterin", erfreut seit Sams« tag die Besucher. Die große Tragödin Asta Nielsen bat darin die Hauptrolle, und wenn auch die Vorgänge selbst ein bischen willtürlich erfuirden und zurechtgemachl sind, io hat die Vorführung doch künstlerischen Wert eben durch die glänzenden Tarfreilunqcn wie auch ferner bur.....b- schen, naturgetreuen Bilder, die ein seines malerisches Verständnis des Regisseurs verraten. Gin junger deutscher Offizier wird zur Besetzung eines Schlosses tommandien, und die gesellschaftlichen Beziehungen zu dem Schloßhcrrn und seiner Tochter leiten die Haupthandlung ein, in bereu Verlauf die heißblütige Französin die Deutschen zuerst an sranz. Freischärler verrät, dann aber mit eigner Lebensgefahr deutsche Hilfe für den bedrängten, von ihr geliebten deutschen Offizier herbeiführt. Tte kinematographische Buhne verträgt natürlich mehr gebrängte Handlung als etwa ein Theater bringen konnte. Dafür macht das rein stosfliche, das der Kinomatograpb vermittelt, meist wenig Anspruch auf künstlerischen Gehalt. Ter Hauvtwert und das künstlerische Interesse liegt vielmehr aus dem Bildlichen und der Darstellung. Wenn grobe Geschmacklosigkeiten, z. B. unwahr- । scheinliche Rührszenen und Verwandlungsstucke vermieden 1 werden, können die Kinematographentheaker, die mit besonderem Erfolg auch das Gebiet des Humors aufgreifen, eine nützliche und unangreifbare Stellung einnehmen. Hm- somehr,'daß sie auch zu Lehrzwecken reichlich Verwendung stnden dürfen. ** Von der Kriegerkameradschaft Hassia. Ter 10. Februar ist der GründungStag der Hassia. Ter Gründer war Lehrer Gremm, der btc Vereine Dietzenbach, Niedec-Roden, Jügesheim und Dutenhofen ins Leben tief. Prinz Ludwig, der spätere Großherzog Ludwig IV. übernahm daS Protektorat. 1878 zählte die .Hassia* bereits 1450 Mitglieder in 41 Vereinen. Inzwischen wurden in allen Teilen Hessens Kriegervereine gegründet, die sich in mehrere Gruppen teilten. 1885 erfolgte der Zusammenschlich aller hessischen Lriegeroereme. Heute umfaßt die Hassia rund 70 000 Mitglieder. Die Mitgliederversammlung 1912 findet am 16. Juni in Ober-Olm bei Mainz statt. — Ter Jahresbericht des Verbandsorgans »Hessischer Kamerad* chließt mit einem Fehlbetrag von 466 Mk. ab. Der „Hassia' ist ein Slntrag zugegangen, der für die Ziele deS Bundes Jungdeutschland- 1000 Mk. fordert. ** Der Maskenball des Schützenvercins, der in den schön dekorierten Sälen der LiebigShöhe abgehalten wurde, war vorzüglich besucht und alles war in bester Stimmung. Die Säle waren mit schönen Masken angefüllt, btz'onderS eine reizende Mädchengruppe, Kinderspiele darstellend, sodann die urfidele Herrengruppe deS Vereins Bavariq fanden größten Beifall. Der erste Wagen der elektrischen Straßenbahn um 2 Uhr war mit einem Fahrgast besetzt, der zweite um 3Vr Uhr mit drei Personen, ein Zeichen, daß niemand Lust hatte, nach Hause zu fahren. ** Von Der Freidenker-Vereinigung wird uns geschrieben: Am Donnerstag, 15. Februar, wird im Hotel Einhorn Generaldirektor L t e b e r aus Leipzig über „Spirit iSmusrätsel" sprechen. Ter Vortragende, >er lange Zeit in spiritistischen Mreifen Amerikas verkehrt jat, spricht aus eigener Erfahrung und gibt seiner Zuhvrer- chaft Aufklärung über die Wunder der vierten Dimension, über Ti sch rücken, Geiperklopfen, Geisterstimmen usw. Generaldirektor Lieber, der s. Zt. auch mit dem Kaiser auf einer Nordlandreise war, ist ein ausgezeichneter Redner Seine Vortragsweise ist packend, und reißt die Zuhörer mit fort. n Staufenberg, 11. Febr. Heute fand hier eine Ausstellung für künstlerischen Wandschmuck statt, die der Verlag der Nunstdruckerei Künstlerbund Karlsruhe zur Verfügung gestellt hatte. Sie konnte dank dem Entgegenkommen der Gemeinde in den beiden Sälen des Rathauses in günstigster Seife dem Auge bargeboten werden und wurde von alt und jung fleißig besucht. Mit der Bilderausstellung waren eine Reche von Gegen ?.™“. l_3 Staufenbergs alter Zeit ausgestellt. Zur würdigen Aufbewahrung letzterer hat der Gemeinderat beschl SEe man sich aber für das Projekt mit dem Brücken- Übergang entscheiden, dann schließe man den Neubau direkt an den Iustizpalast an. Ter Straßenzug der Landgrafen Maße würde dann wie projektiert, durchgeführt (Skizze b) junb über diese ein schöner großer Bogen gespannt. Tiese Partie müßte dann in der Höhe des Gebäudes mit zwei «gleichen Flügeln durckMführt und oben in einer schön gefälligen Bekränzung ihren Abschluß finden. Tadurch würde man auch dem Eingesandt in Nr. 26 des Gießener Anzeigers entsprechend, ein hübsches Bild im Rahmen kommen. Landkreis Gießen. w. Klein-Linden, 11. Febr. Der Gesangverein Arion wird sich in diesem Jahre wieder an einem GesangS- w eit st reite beteiligen. Der Verein steht unter der Leitung öcS MusiklehrerS Kissel in Gießen. s Lollar, 11. Febr. Ter Turnverein Lollar feierte am Samstag im Saalbau zur Linde sein Winterfest. Eingeleitet wurde es durch ein Musikstück, bann folgte ein Aufmarfch mu Freiübungen. Hierauf hielt ber 1. Vorsitzende Bürgermeister Schmidt eine kurze Ansprache. Nun begann das Riegen- und Schauturnen, wobei sehr schöne Hebungen gezeigt wurden. Sodann folgte daS Festspiel „Im Himmel und auf Erden". Nachdem der Vorsitzeirde einen Rückblick auf das verfloßene 8 er eins» jahr gegeben hätte in dem 49 Preise errungen wurden, forderte er die Turner auf, auch künftig so weiterzuarbeüen. Auch konnte der Verein wiederum an 5 Mitglieder das Diplom für 25 jäfongi Mitgliedschaft überreichen. Es waren dieS: Ludw. Hofmann V. Landwin, Ludw. Schadeck IV. Landwirt, Gemeinderechner Ä Schwalm sowie die Werkmeister Hr. Müller und Ludw. Frank. Herr Hofmann sprach dem Verein im Namen der Jubilare seinen Tank aus. Hierauf folgte die Preisverteilung des Wetturnens, das am vergangenen Sonntag stattgefunden batte. Zum Schluffe sprach Lehrer T a a b allen, die an dem schönen Gelingen beS Festes beigetragen hatten, Tank aus und sclrloß mit einem Hock aus die ^Leitung des Turnvereins Lollar, die in bewährten Händen liege. Ter um 12 Uhr beginnende Tanz hielt alt und jung nod' lange zusammen Ter Verein gedenkt im Jahre 1913 sein 30* jähriges^Stiftungsfest in größerem Umfange zu feiern. bereit, Darüber Auskunft zu erteilen, 11t le t er bei den Verhandlungen in derBrusseler Zuckerkonferenz gegenüber den Anforderungen der russischen Regierung die deutschen Interessen zu wahren gedenkt." Ter ehemalige Reichstagsabgeordnere mr Erfurt, Landgerichtsrat Paul Hagemann lNatl.) ist gestorben. Ter deutsche Schutzmann Wilhelm Gauß, um dessen Auslieferung von Teutschland wegen Tiebstahls nachgefucht norden war, ist an Deutschland auSgeliefert worden. Gauß hatte gegen feine Auslieferung geltend gemacht, daß er feinen Diebstahl begangen habe und in Wirklichkeit von der deutschen Polizei gesucht iverbe in Verbindung mit der Spionage- nngelegenheit von Wilhelmshaven. Ans Stadt unO Land. Gießen, 12. Februar 1912. ** Tageskalender für Montag, 12. Febr.: Konzert- verein: Zweiter Orchester-Abend: Meininger Hoftapelle. Abends 71/, Uhr im Stadtthcater. Große Gießener Karneval-Gesellschaft: Herren- Abend. Abends nn Wintergarten des Cast Amend. Dlnfaug 8 Uljr 33 'Dimuten pünktlich. ♦ *' In Audienz empfangen wurde vom Großherzog am Samstag u. a. Rentner Hch. Koch von Alsfeld. •* Staatsbahn - Personalien. Außerordentliche Belohnungen für die bei der Abwendung unmittelbar drohender Gefahren bewiesene besondere Aufmerksamkeit, Umsicht und Entschlossenheit: Der Unterassislent Küster und der 2luShelfer Karl in Wetzlar und der Hllfsweichensteller Schleicher in HerSfeld. ** Eine dankenswerte Ausgabe für die Stadtverwaltung. Tie dieses Jahr bevorstehende Heer es Vermehrung hat bei einer Reihe von Stadtverwaltungen jetzt schon einen kleinen Wetttainpf hervor- gerusen. Tie Gelegenheit erscheint ihnen günstig, die mehr ober minder in die Augen fallenden Vorzüge ber. ihrer Obhut anvertrauten Stübte als Garnisonsort ber Reichsregierung vorzuführen unb burch bie Bereitwilligkeit zur Uebernahme aller möglichen Verpflichtungen sich bie Vorteile unb Annehmlichleiten einer „kleinen Garnison" zu sichern. Unser Gießen hat zwar schon seine Garnison. Es sollte aber bennoch nichts unversucht laisen, ben einen ober anbern ber neu auszustellenben Truppenkörper hierher zu bekommen. Tie Vorbebingungen bazu finb hier sicher in minbestens bem gleichen Maße vorhanben wie bei ben anberen etwa in Hessen vorhanbenen Orten, bie für bie Aufnahme eines neuen Truppenteils in Frage kommen könnten. Wir besitzen einen schönen, genügend großen Exerzierplatz, ber nach Kaiser Friebrichs Ausspruch ber schönste in Teutsch- lanb ist, genügenb Platz für Kasernenbauten unb eine ge- funbe Lage. Dazu kommt, baß Gießen als nichtiger Eisenbahnknotenpunkt für ben Fall einer Mobilmachung sicher noch militärische Bauten usw. gut brauchen kann und es in Friebenszeiten als Mittelpunkt ber Garnisonen Marburg, Wetzlar unb Butzbach ber Stützpunkt für größere militärische Hebungen jein kann, auf bie ja neuerbing» mit Recht so großer Wert gelegt wirb. Von ben brei hexischen Provinzen besitzt Oberhessen bas wenigste Militär. Es hat im ganzen nur 4 Bataillone Infanterie, wahrenb Starkenburg unb Rheinhessen allein in ben großen Garnisonen T arm stabt unb Mainz bas vielfache bieser Zahl bejitzen. Auch ohne etwas von bem Inhalt ber Milllarvorlage zu kennen, tann angenommen werben, baß sie für Hessen vor allem bie Vervollstänbigung des 5. Hess. Jnsaiitcrie-Regi- ments Nr. 168 durch ein drittes Bataillon bringen wirb. Ta bessen 1. Bataillon in Butzbach garnijonierr, würde Gießen als Standort für das neuzublldenbe dritte Bataillon hervorragend geeignet fein. •• Stadttheater. Die Aufführung von ,JuliuS Gäfar' am hiesigen Stadttheater erregt auch in den 9tach* barsiädten lebhaftes Interesse. So ist von Riarburg au5 für Den 26. l. MtS. eine Theaterfahrt hierher geplant und em Ausschuß, an der Spitze der Rektor der Lkarburger Univer- ilät, Prof. Tr. Schenck und Oberbürgermeister Trojv, erlägt einen Aufruf „an alle Kreise der Studentenschaft, der Dozentenschaft und der Bürgerschaft RtarburgS" zur Beteiligung an dieser Fahrt. Auch aus anderen Nachbarorten liegen zahlreiche Anfragen wegen der AufführungStage von „Julius Eäsac^ vor. " Der Sängerkranz veranstaltet am kommenden Sonntag, den 18. d. Mts., unter Leitung bewahrter Kräfte in Steins Garten ein großes FastnachtSoergnügen, dein die Idee: Ein Abend in Ltizz a zu Grunde liegt. Die großartige Dekoration des Saales ist von Theatermaler Schw edler entworfen und gewährt einen entzückenden Anblick. Tas Fes! wird jedenfalls eines der schönsten des Sängerkranzes werden. ** Die 4. Sänger-V er samrnlun g zur Bekämpfung der Unlauterkeiten bei Gesangswettstreiten ivurdc geitern nachinittag im „Hotel Schütz" unter dem Vorsitze Des ebormeiftcrS Schlosser- Wiesbaden abgehalten. Nach der Er- östnung wies A. Klein-Gießen auf die drei bereits stattge- babteu Verfaninilungeki zu Frankfurt, Limburg unb Wiesbaden hin, überall fei man dec Ansicht gewesen, dav die UeoclitanDc vei ben Wettstreiten energisch zu bekämpfen seien. Auch in dec hiesigen V.-riammlung merkte man dies aus den Ausführungen der Redner beraus; Die Versammlung war aus Der Umgebung 1. lesens, Marburgs und Wetzlars gut besucht. Cbormeistcr c ü; l o > s c i S.-iesoadeu erstattet Den Bericht. Er geoacht. zuerst bcr Anregung zur G ründung Des Verbandes unb hob einzelne Mir «lande bei Wettpreiten hervor. Er erkannte auch an, daß gerade burd- die Wettstreite Die gesanglichen Leistungen der Gesang- vereine gewaltig gciticgcn seien seit Dai letzten 10 Jahren. Eine gänzliche Beseitigung der Wettstreite würde eine Verflachung des Gesanges mu sich biingak Tie Wmfireuc sollten nicht Ad- llebergangsbeftimmungen zur Heid)$= verficherungsordnung Ucbergangsbeftimmungen zur Reichsversicherungsordnung sind dem Reichstage zugegangen. In ihnen wird bestimmt, daß die eingeschriebenen Hilsskassen vorläufig noch so lange als Er'atz- kassen weiter bestehen sollen, bis die ihnen ausgestellte amtliche Bescheinigung ungültig geworden ist. Bis zur Errichtung der Oberversicherungsämter sollen ferner die Kosten der Schieds- acrichte nach den bisher geltenden Vorschriften des § 107 des InvalidenoersicherungsgeseyeS und deS § 10 des Gesetzes betr. Abänderung der Hnfallverfichemngsgesetze getragen werden. Schließlich wird bestimmt, daß bis zum 1. Juli 1912 die oberste Verwaltungsbehörde Aufgaben des Versicherungsamtes auch Organen von Knappschaftsvereinen oder Knappschaftskasseli übertragen kann, wemt die versicherten Vertreter in den Organen auf Grund der bisherigen für den Knappschaftsverein oder die KnappschaftSkasse geltenoen Bestimmungen in öffentlicher Wahl geipählt worden sind. 3um Neubau Oes Siebener AmtsgerichtsgebäuOes. Man schreibt uns: Das Eingesandt des Herrn Adalbert Bindewald in ,Tct. 30 des Gießener Anzeigers habe ich mit Jnteresje gelesen und ist es erfreulich, daß das Nordende in Herrn Brndewald einen so eifrigen Vertreter seiner Interessen hat. Doch ist es für die dortigen Interessen gleichgültig, lob „Staat und Stadt" oder „Stadt und Staat" gesagt wird; deshalb wird das Nordende auch nicht aus den Fugen gehen. Die Widersacher des Nordendes, bie Herr Vinbewald hinter der Sache vermutet, srnb meines.Wissens nirgenbs vorhanden. Auf die Einzelheiten ber ibealen Ausführungen des Eingesandts näher einzugehen, würbe zu weit führen. — Zur Sache sekbft bemerke ich, baß ber Flügelbau nicht wie in Nr. 26 oes Gießener Anzeigers burch Skizze bargestellt, hinten an, sonbern auf beiben Seiten gebucht war, etwas vor ober hinter bem Hauptbau zurück, wie es mit der besdebenben Außenarchitektur am besten sich vereinigen ftäßt (siehe Skizze a). Daburch wirb eine sehr gute Ver- binbung mit bem Justizpalast geschaffen unb lange Gange ituna iiu; olbaten maittmerrgimcnt atfltn.M fe ilten Kreis Alsfeld tage in ein groft ganze beni Kaiser zu seinem Rcgicrun ng^iubllaum oaronngi. .uiu.i uum., 1913 einen ioeientliehen Teil der macht t^rmittag das HauS in der Rlfcin strafte, in der der Rend a n ianbt. Tie freiwillige Februar 1912, abends des Hotel Schütz öffentlicher Vortrag Plockstrafte 12 01108 Plockstrafte 1 Oler Bedarf Cognac Deutscher Meter a % Besichtigen Sie unser Eintritt 30 Pfg HtrifrUtmilbaas* lt < vern H ist a b • •2000 mit eine®; alt und!Hn- ta 19131" Spezial-Fenster mit dieser Seide Ä. Salomon & Cie. ftch 6CfL melden wollen. v3/,) Die die 3£blnt'(hc neue Pocke iterkrankun der Häuser. in denen die tfrfr mit kostbarer Schleife wurde von ifülion Kranes geschädigt Gesangvrrtil inem Gesang-.- unter betW Winter in Auchicht gestellt tootbciL Heffen-Nasfau tz meldet, sind zwei Heute das ganz vorzügliche, amerikanische Sensations-Lchauspiel in drei Akten mW" «neinderech^ unb Lubiv. i-:; it Sol'“1 io® terfest. W1: in Auimari-b $ R Bürgern--- das Siegen- ? eigt würben.,- trf ^en. niloliene i mri§'W fiten. N lö§ klinsllerilL I : und der k®- unwobl ydc vennittc- ;r' die mit t-J ors aufgreii> lnnehmen. L: ch Verwend^ ■ine DietzenKt ins Leben nr. d'vig IV. iit;, Hassin^ bett:: )tn wurden tl et, die sich a Zusaiiimenschli'.i ifet die Ha'": saininlung 1911 inj statt. - £c cher fiamtic:1 b. Der »Hch«' iele deS Bund.: ,'tS, die 'Wflicuunfl c Xtürbccrftan , ’’ ündicn gesandt, desgleichen ein Bukett vom Verein »ran li iipflege überreicht. Lin Mitglied des Vorstandes sprach irfcnbcn Dank aus. den ■ tönbe ioji ,'.' Mat.' " •Stoen» bn» Wfeit L "•ge lelbf; • ?den bur<* v durch die J 'ulnischerL >"ger bcu£ ‘.^tomanbi,* ivereins, k ibgehallen toui?. Stimmung. 2 ders eine reizet, inn die uriiL ien Beifall. Je 2 Uhr wär L nt drei Persona, e zu fahren, niguitß nut binar, wird ä us Leipzig über :r Borirageck nerikas verlcir . seiner Zuhom> rten Timeniicr. men usw. Genn )em jlaiser er idjneter Aedrn: ,ßt die W'; A Rendel, 10. Febr. Der Feldzugsteilnehmer aus > rt babifdien Feldzug 1848/49 Joy. Huhn ist im 2'" : von 87 Jahren gestorben. Der Kriegerverein gab ihm zat letzte (Geleite. Er hat den Feldzug im 4. hessischen Jn- smterie-Regiment 2. Schützen ko,npagnie (jetzt 118) mit Halle hier abzuhalten. X Gelnhausen. 11 deutschen M a i f e r ft i n c nommai Lange bevor man Lhi-rx^ Ul ud l’t;. .klommen.1 « Jt un6 ’i c-: »1«^ <;ieN»en. Steiuttrafte 52. NB. Adresse ab 18. d. Mrs.: Ermrt-Nord, Stötten- Heimer Strafte 3._____ ^•ebr Tie Errichtung eine* . fner bat greifbare Wtüalt ange- anfing, sur die Angehörigen tut- Kureinricheungen zu erstreben, bc -h-fli,e und machte die Beamten an, ilyn aufmerksam, woraus er i hastet wurde. Dec! war während der Dienstzeit des Rechners Adams BerbandSrevisor unb würbe nach der Flucht Adams mit Sriterführung der Geschäfte des Rechners betraut. Er sott m dieser Eigenschaft eine Reihe von Untcrscklcifen begangen, Bau .„(tmiinnen für dem Verein gehörige Häuser gefälscht haben usw 2t- Verhaftung ist wahrscheinlich aus Grund der Aussagen de.- m Untersuchungshaft befindlichm Rechners Adam, erfolgt, der lmlich von Amerika hierher ansgcliesert worden ist Wie ver iMjIct ist 'Jlbam nicht von den amerikanischen Behörden ermitte ' rotben, sondern er hat sich, nachdem er trotz wiederholter dringen hi Briese und Auffordiwuiigeu znr Sendung von Geld von seinen üiuen Freunden im Stich gelassen worden war, in völliger Mittellosigkeit freiwillig den Behörden gestellt, die dann seine Aus- liKeimng^veran la ft teir bcr gestrigen nichtöffentlichen Gitnmg beschlossen die Stadtveror d ncten, bei der Feeres- e-rmaltmig anzusrageu, ob die -stabt Bingen bei der tu Aussicht stehenden veeresvermehruug und der damit nerbunbenen Bcrgropi nnifl der Anzahl der 0>amisonplätze, nicht mit einer dieser Gar Ni- ionen belegt werden tonnte. ^as Erfnr^n wird Mit der L,agc der Stadt Bingen als Bahnknotciipunkt und Mit Hinblick auf die neue strategische Rheinbrücke motiviert werden. Für den Falll hm Bingen die Garnison erhalten nnirbi, imd bcr i_,tabt btrciL, •>o (XX) Mk und der zum Bau der Kaserne nötige Platz voir einem tarkenburg und Rheinhessen. R.B. Darmstadt, 11. Febr. In der Konkurssache des edcr- Modau er Spar- u n d st r cd it «V e r c i u s iit Samstag auf Veranlassung der hiesigen Staatsanwaltschait Verhaftung erfolgt. Tic .striminalvolizei hatte schon am Masken- Anzüge zu oerlechen bei om Karnbach, Bahnhofstr. 27 + Rodheim a. d. : 7veuvrwehr veranstattete am Mitwirkung von Frau Burk-Berger ben der *u München und des hiesigen KaiserorchestcrS ent ^3) allen gehegten Erwartungen aufs vollkommenste T^Saalbau straft war dis jum letzten Platz ungefüllt Umgebung waren zahlrinche Gaste ersdnenen. Tie 4rnglichen Darbietungen von Frau Burk-Berger imirben i rauschendem Beifall gelohnt; nach iedem Vortrag wurde wiederholt durch Beifall auf die Bühne gerufen Sowohl > Ozean Arie au-.- „Lberon", wie die der Eathvrina Eerr- |ir0 aus der „Königin von Eypern" zeigten das Können r Sängerin im schönsten Glicht; ebenso die Lieder „Ver- , rgcnh' it" und „Lenz" und der „Engel Lied". Eine 3u- rbc aus „Freisdstitz" zeigte, datz sie neben den gewaltigen • .mwitteln, iiber die sie verfügt, auch dem zartesten Piano i ,.^rud zu geben versbeht Das Maiferordiefter umrahmte ’ ich exakten Vortrag passender Musikstücke das ganze in , ,sprechender Weise, wie auch der Dirigent desselben. Eit- Amittcher Wcttrrvertchl. Oeffentlickrer Wetterdienst, Gietzeu. WetterauSstcbteii in Hessen für Tien-lag, den 13. Vrebruor 191. Vielfach beiter, Morgennebel, meist trocken, etwas kolter. nieste als einer -l-«™«/.. . . r$- . „ r. 3m Westen der Union dauert der grimmige rost noa> an ^Es werden andaltend Icmperuturen j»on 28 Grad Loll tu-.« virzeichuct Dazu herrschen furchtbare -chneestürme. die den Verkehr unterbrechen. ____________________ Letzte Nachrichten. AntiM'litariskhe Straßenkundgebiingen in Frankreich. 'Bariä 12 Febr. Der r ev o l u 11 o n ä r e a l l g e m e, n e Arbeiterverband veranstaltete gcftcni nacliinittafl aus Jlnla.« bcr Beerdigung eines in Algier verstorbenen Soldaten bcr ^trai kom^gnic eine a n t i m i I i t ä r 11 di e . ti a ft e nk und - a^bung, an der 100 000 Personen teilnahmen. .Rach diw Beerdigung kam es zu Zusammemtöftcn mit der Polizei, bei der 21 Sdmtzleute verletzt wurden. Etwa 20 Personen wurden osr- haftet Öcftigcr Regen machte der Kiindgebung em Ende. Auch m M a rf eitle, Lorient und anderen Provmzstadten fanden Stunbgcbnugcn des Arbeiterverbandes statt. rm Darmstadt, 12. Febr. Verhaftet wurde das Ebe- Ivaar S)dj. Müller in Reu<»cnburg lucgen Erpressung Tn« Ehepaar hatte von einem älteren vermögenden Derrn imch unb nach burd) Drohbriefe 40 000 Mk. erpretzt Paris, 12. Febr. In ganz Frankreich nammtlich an der Mittelmeer- und an der WlanÄchen Wst« herrschtet gestern heftige Stürme. Man befurchtet, daft zahlreiche Särifssunfälle vorgefallcii sind. ______________ Bearbeitet von dem berühmten Schriftsteller Charles Neade. Darqestellt von den ersten Kräften des weltbekannten Edisou-Schauspicl-Eusemblcs, Ncw---ork, unter Mitwirkung bcr von den Amerikanern vergötterten Schauspielerin Mih iVinrl) Fuller. £rt der Handlung: Abwechselnd Crfocb, London, auf dem stillen Ozean, Australien. Die Handlung beginnt in einem Spielklub in Oxford. Nur noch 2 Tage. Ferner die übrigen grotzartigen Schlager. Lttftichifiabkt. Neuvork 9 Febr Der Aeroklub von Amerika hat an] Deutschland cinc'ö erausi orderung zu einem i nt c r n a tt v aalen Wettkampf gerichtet, an dem drei amenkamfche Bal I lons teilnehmen sollen I vermischtes. * Zwei räuberische Ueberfälle, einer im äußersten Norden Berlins, der anb.'rc auf der ?chuenerThcm,see, sind in der (sonntagsnadt ccdibt worden. .Auf einen W jtormagen fliegen zwei Männer und gaben dem ^d,ahner eine 'l t n t. j. • iic 2 Bogen (stlanzvavier rot weih blau gelb erhältlich im Poviermaren geschän von Kühn», die Hute erhalten dic 'lunacnb bei der Iugansstellnng geschenkt, vorherige Anmeldung bedarf e^ nicht. Ehe re AudH.mt im Kaits- dauS Heilbronner s , LknabentrommlerkorpS. Meldezettel - die die Eltern zu unterschreiben-Gaben - ilnb ebenfalls bei der Firma Heilbronner zu entnehmen. Clowngarde. fcrtC^:e”Ä"?ürÖdVoCTrn^mler (trommeln WleterÄwoch'mltt«fp5nkÜ”chTth? auf OewaldMS«rt<-n. , - -1 nette junge Äliadchen selbst auch noch . - Herren mit Ireitpferden Oeüebten b® aphische )?" 9 klts ettua <• nstoffliche,^ -s, , I Anspruch y Au» Heften. Ein nationalliberaler Beschluft in Frai'kstrrt. 3n Frankfurt tagte am -onntag eine von über °wnh«chert nationallibcralen Vertrauensmännern aus allen ^drovinzen twjicHA beiuditc Versamnüung. die nadi einer WLrn ÄEmisjr -n An burd, bnt den für Offenbach Dieburg,. Fabrikanten »Tb«dor Boehm, zu einer Närendcn Aussprache führte. An der mehrstündigen! »«b ii-rache beteiligten sich, wie mir bcr Köln. Ztg c"ftiThtllSr aus den SSahlkreisen Mainz -Oppenheim, ^Qr'n^:(?r^S1r.rtr,‘' BenöHeim-Erhacki, Worms Heppenheim und i_nmba(h-^iebura. den ©aMTnrifen G i c ftc n-Gr Ün b er g mtd AM^d- Lauterbach lagen nuftimmaibe Schreiben vor. Es wurde folgende iEntschlicftung angmommm: „ „ Sic heute im .Haticrboi zu Frankfurt a. M. anS allen streifen Hessens zahlreich versammelten Mitglieder der Rational^ liberalen Partei er Hären einstimmig nad) gründlicher AUS Drache, daft sowohl Herr v. Hehl als Dr. Beck^cr.nicht als nationalliberal betrachtet werden können. Die Verianimlnng wünscht dein Anträge Mainz, und Ofsachach entsp^heud ctn_ sofortige Klärung der politiichen Verhältnisse "merbalb der I vii.idKit 1,'andeSpartei. Insbeiondere verlangt sie eme kl^c Stellungnahme der hestifchcn idande-svartei zu der Mitglied I schait der beibat Herren unb deren Vereine, sowie zur klaren Stellungnahme zu dem Bund der Landwirte. , I An ®aHermann wurde ein Bcgrüßungstelegramm ge omsplünderten. . „ , Kleine dc-gcscbronif. Der Vorstand des Vereins Deutscher Zcitungsverleger jnabltc anstelle des verstorbenen Tr. Max Fänecke in der heutigen Sitzung einstimmig Dr. Robert Faber von bcr „Magdeburg!,chen 3ct-| tung" zum Vorsitzenden des Vereins. . Der Adventist ')l cu mann, bcr lieh weigerte, als er Soldat geworden war, am Sonnabend Dienst zu tun und zu fünf Jahren fcaft verurteilt worden war, ist, nachdem er nalfezu vier ^ahre im Festungsgefängnis gewesen ist, vom Kaiser begnadigt ^F^i' Schweinfurt wurde der 10 jährige Klempner Schien^ dorf aus Karbe verhaftet, der seine Geliebte ermordete und deshalb vom Okridit in Halberstadt verfolgt wurde. Fn Leipzig ivurde gestern irüh ein aus Berlin zugereister Herr, angeblich ein Arzt, im Hotel vergiftet a in gefunden. des Herrn ßtntriltotHors ®. horst-Sieber aus Leipzig statt über: „Medi|innberglnnbe, Heilniittelnmesen, ZWinng, Scrumtljcrapie uni) khrlilh Hula 606 . d»/,1 Eintritt f. dlrchtmitglieder 40 Vf., f. RMglicder 20 Pf. Musik-Institut Erfurt i. Thür. (Gründliche Ausbildung im Solospiel auf a^n Streich- und B1 aS-Instrumenteu. - Maour^ ^rmonium unb Lrgettviel. — KonivonnonSlehre. — Operette, Chorwerke und Sinfonie Kon zerre. , Am nähme von Schulern jederzeit kostenlos. 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