ahl am Platze. Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. IM. J frauin utiger Zufuhr: elswelt und des Teut- roistn WasMnft nnd dem ipee- deie die Ißäuhe, MÄdtimm ladit tstdll, einen angenehmen geraA. isnhemer pargel ige»-H.BruchiMl Lin Gesellschaftsabend des Reichskanzlers. Tas Rcichslauzlerpalats hatte am gestrigen Donnerstag seine Pforten weil ausgetan, um, so berichtet das Wolffsche Bureau, die vielen hundert namhasten Persönlichkeiten des amtlichen und politischen Lebens, welcher der Einladung des Reichskanzlers, den Abend bei ihm zu verbringen, Folge leisteten, aufzunehmen. Im Vorsaal empfing der Hausherr, unterstützt von Unterstaatssekretär Wahnschaffe und Geheimrat Hannnann und Oberleutnant Freiherr von Scü, seine Gäste. Im grünen Saal nahm Frau v. B eth m an n-Hol lw eg in unermüdlicher Liebenswürdigkeit den ehrerbietigen Gruß der unaufhörlich Zuströmenden entgegen, welche Geheimrat d. Oppen vorstellte. Einladungen waren ergangen an die in Berlin anwesenden Mitglieder des Bundesrats einschließlich der diplomatischen Vertreter der Bundesstaaten, tfie bürgerlichen Abgeordneten des Reichstages und des Abgeordnetenhauses und viele Mitglieder des Herrenhauses, ferner an die inaktiven Staatsminister, an die Chefs und zahlreiche Mitglieder sämtlicher Reichsämtcr und Ministerien, die vollzählig erschienen waren und an eine große Anzahl anderer hervorragender Persönlichkeiten. Ein viel bemerkter Gast des Abends, der mit dem Reichskanzler den Mittelpunkt regster Unterhaltung bildere, war der Botschafter Freiherr Marschall von Bieber st ein, welcher sich bekanntlich am Freitag mir dem Reichslanzlcr uitD dem Staatssekretär des Auswärtigen Amts nach Karlsruhe z u m Kaiser begibt. In großer Anzahl erschienen waren auch die Vertreter von Heer und Flotte, die fül)renden An» Hessen. Ter Finanzausschuß der Zweiten flammet wird schon am kommenden Mittwoch, Dem 1 3. Mak» zusammentreten, um zu der B e a m t e n b e s o l d u n g s Vorlage und den sämtlichen ihm gleichzeitig überwiesenen Eingaben, Vorstellungen und Anträgen Stellung zr nehmen. CIE. brik Aktiengesellschaft Unteriuchungsrcüe nach Östarabie n entsandt wurde, in am 4. Mai glücklich in Maskat in £man angeiommen, von wo er den Ausschuß drahtlich davon unterrichtcl hat, oaß er Zentral Arabien bereist hat, wo ec mit vielen Schwierigkeiten zu lämpfcu hatte und sich wiederholt in äußerster Lebensgefahr befand. Ter Ausschuß hat Grund zur Aniiahme, daß seine Reise vollnäudig gegluckt ist, sowohl himichtlich des zurüägclegten unbekannten und gefährlichen Weges wie hinsichtlich der Ergebnisse. Raunkiacr reiste am 12. November 1911 von Kopenhagen über Konstan- Persönlichkeitcn der Bank- und Hand ichen LandwirtschaftsralS, die Vorkämpfer der Luftschiff- lahrl, die Repräsentanten von Wissenschaft und Kunst, der Geistlichleit und der Presse. Bagdad in Mesopotamien gelangte; weiter nach Basra fortgesetzt, wo er am 22. Januar emtraf — Unter Beihilfe des Wali von Basra fetzte er seine Reise über Soblir nach Kuweit fort, wo er Gast des Regenten Scheich Mobarri war. Von dort trat er die große Fortchungsreisc an, tinopcl und Klernasien nach Alevvo, von wo er zu Wagen nach von hier wurde die Reise. Motoren Jin-, Benzol-, Rohöl (DieMn. •M; °ren SaugqaUSi;; /T?*n;eriketl’ Hoi,. L™ ,Fahrt)are Motoren für ehaftliche Zwecke und für Betrieb Ä’ und8ä8en- Kinemato. Slc- Beleuchtungswagen• fifbafe Schiffsdieselmotors. Die Reichstagrersahwahl in Varel-Zever. Oldenburg, 9. Man Zn der Reichstagsersatzsiich« wähl Varel-Jever siegte T r. W i e m e r (Fortschr. Vp. mit 13 700 Stimmen gegen Hug «.Soz.), der 13 WO Stimmen erhielt. Oldenburg, 9 .Mai. Rach einer späteren Meldung sind bei der Reichstagsersatzwahl im Wahlkreis Oldenburg II, Varel-Fever, für Tr. Wiemer «Fortschr. Vp.) 15864 uiid für Hug i,Soz.) 13474 Stimmen abgegeben worden. lutsrische itllfil* iig.per*16 8® * iibrr 27. ffcrnWveÄ» " schäfte betreiben, eine zweite Frage. Jedenfalls ist es zu begrüßen, daß der Präsident nad) all dem, was vorgefallen ist, einmal ein Exeinpel statuiert, hat, um die Würde des Hattscs zu wahren und der Sozialdemokratie den Grnft zu zeigen Taß diese Aufgabe nidit Icidn ist, bewies der Schluß der heutigen Sitzung, als sich Herr Lcinert über das ihm widerfahrene Mißgefchid beschwerte. Taß hierbei der Präsident iid) nicht ganz auf der Höhe zeigte, das schien man auch auf der Rechten zu empfinden, denn kein Geringerer als Jordan v. Kröcher erhob sich, um seinem Nachfolger gegen den Ansturm von link beizustehen. Wenn setzt das ^.hcma von der Bekämpfung der Sozialdemokratie erneut aktuell werden wird, dann wird man zweifellos gut tun, auch den Ursachen gründlicher nad)$u gehen, als dies bisher der Fall war. Mit Gewalt tvird das Gegenteil von Ruhe erreicht, daS dürfte der heutige Tag klar gezeigt haben. Wenige Stunden nach diesen Vorgängen flatterten bereits die Extrablätter des „Vorwärts" hinaus, die Den „Gc- waltftreich des Herrn v. E r f f a" und die „Diktatur der Blauen" verkündeten. Wer den Vorteil hat, darüber wird kein Zweifel bestehen. Ter Protest Borchardts gegen seine Ausschließung. Berlin, 9. Mai. Ter Abgeordnete Borchardt hat gegen seine Ausschließung von der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauies schriftlich Einspruch erhoben. Er begründet ihn damit, Dag die Ausschließung g e gen das Strafgesetzbuch verstoße, das durch die Geschäftsordnung nicht aufgehoben werden könne, daß er vorher nicht zur Ordnung gerufen worden sei, daß Abgeordnete anderer Parteien dasselbe getan hatten wie er und daß schließlich der Präsident überhaupt nicht das Recht habe, einem Abgeordneten vorzuschreiben, von wo er Zwischenrufe machen dürfe. Ter Präsident wird dem Hause vorschlagen, eine Abstimmung über den Protest am nächsten Montag vornehmen zu lassen. Ferner waren mit dem amerikanischen Botschafter vollzählig zugegen die Telegierten für die internationale Ea- nada-Paetfic-Ausstellung. An der Spitze der großen An zahl von Parlamentariern aller bürgerlichen Parteien waren die Präsidenten Kämpf, Paasche und Tove, Frhr. v. Erffa, Tr. Porsch und Tr. Krause erschienen. Nachdem die Begrüßung vorüber war, verteilten sich die Gäste an die reichen Buffets und an die einzelnen. Tische, an denen sich bald eine außerordentlich angeregte Unterhaltung entwickelte. Ten Mittelpunkt der Gesellschaft bildete aber den ganzen Abend der K o n g r e ß f aa l, ivo in immer sich erneuernden Gruppen die bewegenden Fragen des Tages, deren Zahl ja nicht klein ist, emsig durch- gefprochen wurden. Ter Reichstanzler selbst wuroe nicht müde, immer neue Gäste in das Gespräch zu ziehen. Tie liebenswürdige Gastfreundschaft des Reiafstanzlerhauses hielt die Teilnehmer vis zur Mitternachtsstunde zusammen. Es gibt wohl kaum einen Ort, und kaum eine Stunde, wo mit dem politischen zugleich das ganze geistige Leben de.' Reiches mächtiger pulsierte als an einem solcheti Abend im Reichstanzlerpalais. Berlin, 9. Mai. Teilt Vernehmen nach wird sich außer dem Reichskanzler und dem Botschafter Frhr. v. Marschall auch der Staatssekretär des Aeußern nach Karlsruhe begeben, um dem Kaiser am Sonnabend einen' Vortrag zu halten. Ter Rücktritt des Botschasters Grafen Wolff-Metternich. Tic „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Botschafter Graf Wolf-Metternich hatte bereits vor Jahresfrist, nachdein er 10 Fahre den verantwortungsvollen Posten in London, zum Teil unter großen Sdpuii- rigkeiten, verwaltet hatte, die Absicht ausgesprochen, sich aus dem politischen Leben zurückzuziehen Verschiedene Gründe veranlaßten den Botichafter, die Ausführung dieser Absicht zu verschieben. Es kamen der Besud) des Kaisers in London, dann die Krönungsfeierlichleiten und die politischen Ereignisse der letzten Fahre, welche einen Wechsel auf der Londoner Botschaft unerwünscht erscheinen ließen. Nunmehr hat, wie wir hören, der Botschafter seinen Ab schred eingereidi t ü n d bewilligt erhalt e n Für die sosortige Wiederoesetzung des Postens ist Sorge getroffen. Sobald die Aeußerung der englischen Regierung vorliegt, ob die in Aussicht genommene Persönlichkeit ihr genehm ist, wird die Ernennung des Nachfolgers und ihre Veröffentlichung erfolgen. Geist wird nun die sonst so freudlosen Räume beherrschen. „Fd fühle die Musil schon," tagte Puccini, „Farbe, beitete Frische, Gesang, ja, fingen will ich, ohne Sorge um den Stil, ohne Grübeln, nnberümmen und aus Herzenslust einmal singen! * ff. Wieder ein neues K r c b s h e i l m i 11 e l! Tie Akademie der Medizin in Paris beschäftigt sich augenblicklich mit einem neuen Krebsheilmittel, dessen Wirliamteu bereits mehrfach erorobt ist. Es handelt sich nm eine neue Behandlungsart der Krebskrankheit, die Tr. Fulius G n e z d a aus Agrant ausgektrbeit.i tat. Ter erfolgreichste Fall, der zur Besprechung kam, ist die Heilung einer Frau, die im Alter von 79 Fahren in Paris operieri von einer Krebsgeschwulst an der Wange befreit ivurde. Tie Änezdaicke Behandlung der Krankheit bepeht in der Tarreichung eines Heilmittels, das fein Erfinder Arphoalin nennt. Es ist eine Eiweißverbindung, die etwa 6 vom Tausend Arsen und Phosphor enthält. Arphoalin ist ein bräunliches, geschmackloses Pulver, das in Wasser und schwachen Säuren unlösliaj, in warmen Alkalien dagegen löslich ist. Es wird innerlich in Form von Kavieln verwendet, aber auch äußerlich als trockene Paste auf die Krebsgeschwulst aufgelegt. Bei der 79jährigen Patientin sind beide Behandlungsarten ausgeführt worden. Viermal ist die Geschwulst mit Arvhoalinpaste behandelt worden und einen ganzen Monat hindurch sind täglich Arphoalinkapseln verabreicht worden. Fn diesem Falle war der Erfolg eine Schrumpfung der Krebsgeschwulst an der erkrankten Stelle, außerdem hörte die weitere Verbreitung der Krebszellen auf. Außer diesem einen Falle hat Tr. Gnezda in den texten zwei Fahren nock, zehn andere Krevs- tranle behandelt. Zwei sind völlig geheilt, mni wesentlich geeifert, zwei Hai Tr. Gnezda nicht weiter verfolgen können, da sie Paris verlassen haben, und der letzte Kranke ist an Pneunomie gestorben. Fn einer der nächsten Sitzungen der Akademie wird Tr. Gnezda mikroskopische Präparate von seinem Krankenmaterial vorzeigen. — Eine Forschungsreise durch Zcntral-Ara- bien. Aus Kopenhagen, 8. Mai, wird uns gemeldet: Ter Geograph Barclay Raunkiacr, der im Herbst 1911 mit, der seine häusliche Gemessenheit abstreift und an ihrer Seite I vom Ausschuß der dänischen geographischeu Geiellichait aus eine heim Feste bleibt. Fm dritten Akt erkennt die Marquise ihren " Fehler, siebt mit Erstaunen, daß ihr sonst so trübseliger Sohn jroh und heiter wird, daß er das sonst gefürchtete Elternhaus liebt und daun jolgi auch in einer luftigen Szene die Lösung: Lolita und Pedro iinben sich, die fröhliche Seele hat gesiegt und ihr Eine neue Oper von puccini. Nack, den Pariser Vorstellungen des „Mädchens aus dem ßoldenen Westen" wird Puccini eine längere Reife na* und weiter nach Osten über Die Laie Fxo'uf zur KüsteZühren sollte. Tiefen kühnen Plan hat RaunUaei offenbar du " hrt und Die Die ihm vom Ausschuß gestellte Aufgabe "t. Raunkiacr geht jeyt nad) Bombay und von icnbagen, wo er wahrscheinlich im Funi eintrifst. e Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. igrefe der Deutschen Vereinigung für Krüove rsorgc. Fn Der Pfingstiooche, Mittwoch, Den 29. Mai 1912, hübet unter Dem Vorsitze von Prof. Tr. F. L a n g e - München im allen Rathausfacue zu München Der zweite Kongreß der Teutschen Vereinigung für Krüvvelfüriorge statt. — Geheimrat Tr.-Fng. Karl Henrici, etatsmäßigec Professor Tür Architektur an der Technischen Hochschule zu Aachen, feiert am 12. Mai seinen 70. Geburtstag. Fm Fahre 1903 ernannte ihn Die Technische Hochschule zu Tarmstadt zum Tr. Fug. hon. causa wegen seiner hervorragenden Verdienste um die Einführung künstlerischer Grundsätze tm Städtebau und seiner vorbildlichen Arbeiten auf diesem Gebiete. — Wie Die italienischen Blätter melDeit, haben Ausgrabungen auf Der Fnsel Brioni zu Der EntDecknng mächtiger U e b e r r e ft e eines byzantinischen M a ft r u nt s geführt. Dessen Mauern 2>. Meter Dick sind. Bisher rourDe die Eingangspforte ireigclcgt. — Fn M ü n chen ist Der Mediziner Universitäts-Professor Geheimrat Tr. Fosepb v. Bauer gestorben. hessische Zweite Kammer. bs. Tarmstadl, 9. Mai. Ter Präsident ft ö b (er eröffnet die Sitzung um 9*/* Uhr. Anwesend sind die 3 Minister und einige Ministerialräte. Aba. Ulrich So} Wenn irgend eine Vorlage enttäuscht hat, so ist es diejenige. Die mir hier beraten. Tie Regierungsvorlage bat uns ui diesem Hause alle enttäuscht. Dir hatten erwartet, haft Diesmal eine Vorlage heraus kommen würde, die eine wirkliche Neuregelung auf Gkunb der Erfahrungen der letzten 14 3abrc bringen würd 3it Der Regierung selbst war man sich nicht klar. Tie Vorlage ist nicht geeignet, Zufriedenheit zu schaffen, die notwenoig ist. 3m Volte sind grotze Kreise, die mit der Vorlage selbst unzufrieden und: die Beamten sind stets gesichert, wie viele andere Volksgenossen. Tie höheren Beamten haben zwar kein glanzendes Einkommen, aber es reicht dock immerhin aus, selbst unter den heutigen Verhältnissen. Anders ist es mit den mittleren und unteren Beamten, langen wir bei den Schrcibgehil'en an, die cs am nötigsten haben. Mit 11—1200 Mk. kann man heule keine Familie mehr durchs Leben streifen. Ich erinnere an die Lage der Bauassistenten. Wir haben auch eine Verpflichtung gegen die nicht fest angestellten Beamten. Prüfe ich aber die Vorlage nach dieser Richtung, bann must ich sagen, dast die Regierung hier versagt bat. Was man den Lchrcibgehilsen auf der einen Seite gibt, das holt man den armen Teufeln aus der anderen Seite wieder weg-. Abg. Fulda ruft: „Sehr richtig?") Auch bei den Bau- und Forstbcarnten sind fast dieselben Verhältnisse. Ich sagte schon, dast man im Volke fragt, ist denn eine Erhöhung überhaupt nötig. Tie heutige Gesellschaftsordnung hat aber solche Zustände geschassen, dast die Notwendigkeit anerkannt werden must. Wenn man oben geben will, muß man vor allem erst unten geben. Tie Zollgsetzgebung hat die Armen ärmer, die Reichen reicher gemacht. Tie Tiffercnzierung zwischen Lehrer und mittleren Beamten ist schädlich. Tic Lehrer sollten eigentlich Staatsbeamte an erster Stelle fein. Nichts ist gefährlicher, wenn der Lehrer in seiner Berufsfreudigkeit herabgedrückt wird. In Bezug auf die Lehrer ist die Vorlage unter allen Umständen nicht akzeptabel. Zunächst macht die Vorlage einen sehr sozialen .Eindruck. Wenn man sie aber genauer betrachtet, dann stellt es sich heraus, daß man unten nur etwa 10 Mark, oben aber etwa 100 Mark monatlich mehr gibt. Tie Minister kriegen wieder das meiste. Ich hatte das Gefühl, dast das Ministerium hätte ausscheiden müssen. Ich bin aber auch enttäuscht, daß man mit der Beamtenbesoldung auch die Erhöhung der Zivilliste verquickt hat. So wie die Vorlage ist, werden wir sie nicht akzeptieren. Tie Vorlage hat dem monarchischen Gedanken feinen Dienst geleistet, das sage ich als Republikaner. Tas Mantelgesetz macht den Eindruck, als ob man auch die Zivil liste mit durck>- drücken wollte. Betrachte ich mir die Frage der Teckung, so bin ich eigentlich noch unzufriedener. Eine Belastung der Massen lehne ich schlankweg ab. Tas Existenzminimum muß unter allen Umständen frei von der Erhöhung bleiben. Eine Progression der Vermögenssteuer muß einlreteu. Meinetwegen sollen Vermögen dis 10 000 Mark frei von der Erhöhung bleiben. Ter Antrag des :lbg. Eißnert (Soz.) will die Wahl in einem Orte für ungültig erklärt haben, weil ein Polizeidiener die Wahl kontrolliert habe. Bei der 2lbstinnniing wird die Wahl des Abg. Auler gegen die Stimmen der Fortschrittler und Sozialdemokraten für gültig erklärt. ^unTt 4: SBoIji des Abg. Schott. Dazu spricht der Abg. Rch türortidir. Vp): T*r total ungenüg ericht veranlaßt uns, bte Wahl an den Ausschuß zurück zu . , J® r ü n ewa 1 d zur Geichäftsordiiung: I oob der Abg. Molthan bei den Aiisführungen mei Reh das Wort ^Frechheit" gebraucht hat. Präsident 'SÄmitt: Ich werde aus dem Stei i feil- stellen lasten, ob dieser Ausdruck gefallen ist. Abg. Dr Osann (9ttl.): Tie Abg. Grünewald und Eißnert Ausschusses und haben sich ebenfalls für die Gültigkeit der Wahl erklärt. o 11 bau Ztr. Es ist gesagt worden, daß wir uu/ aus Partciimckiickuen bte Wahl für gültig erklärt haben. tl~r']2l^u ;l' bea ^Ausdruck „Frechheit" zu gebraud>cn Aa,,n td) öen *lb9- Molthan zur r o n u n g. „.Abg. Grünewald bestreitet, sich an der Abstimmung beteiligt zu haben. “ Abg. Tr. Ojann NU.): Abg. Eißnert hat sich aber der Stimme md-t enthalten, und wir schließen uns dann dem Aba Elkuert an. -Grotzc Heiterkeit links; W- Ulrich (Svz.) tritt für Zurückverweisung der Wahi ein. Jlbg. v. Brentano 3tr. bittet die Sads nicht .um zuverweiien, londern dem 'äcnducmatter Geieaenb i ,lir flanmg zu geben. 'Jlbg. Rch (Fortschr. Bp.- betont itodamals die Dürftigkeii tiere, unbeö des Berichtes. Es geht dock nick: an, bar, die Üliajorität hier auf gründ eines so mangelhaften Berichtes abstimmt. Abg.'B'ä hr lBbdZ als Berichterstatter: Alles was notwendig ist, steht in dem Bericht enthalten. Es hat sich niemand der Abstimmung enthalten. Abg. Eißnert So; : Ick verstehe nicht, wie der Abg. Bahr behaupten kann, es habe sich niemand der Abstimmung enthalten. Abg. Grünewald Fortschr. Vp.) legt nochmals kurz dar, wie er sich der Abstimmung enthalten habe. Abg. Reh Fortschr. Vo. : Was in dem Bericht als geistige Arbeir des Abg. Bähr enthalten ist, umfaßt etwa 3 Druckseiten. Abg. Bähr Bbd.» verteidigt nochmals seinen Bericht, der von allen Ausschuß Mitgliedern giltgeheißen wurde. Abg. v. 'Brentano Ztr >: Ter Ausschuß hat das Protokoll geprüft, und ich glaube dem Abg. Bähr ebenso gut wie dem Abg. Grünewald. Abg. W ol s- Gonsenheim Fortschr Vv): Es fehlen die Punkte in dem Protokoll, die der Ausschuß für unwichtig erklärt hat. Es fehlt die Begründung dafür. Abg. Eißnert Soz.): Es ist richtig, daß ich dafür gestimmt Ijabc, aber erst in der dritten Sitzung. Tas Protokoll wird den Ausschußmitgliedern nicht vorgelesen, deshalb können auch keine ftorrefrureit daran vorgenommen werden. Es svrechen ferner die Abg. Adelung Soz), Lang Ntl.). Präsident Schmitt: Aus dem Stenogramm ersehe ich, daß die Ausdrücke des Abg. Reh zwar scharf sind, sie geben aber nicht das Recht, sie als Frechheit zu bezeichnen. Abg. Molthan Ztr.): Ick nehme meinen Ausdruck zurück. Die Abstimmung ergibt, daß die Wahl Schott gegen die Stimmen der Fortschrittlermnd Sozialdemokraten für gültig erklärt wird. Damit ist die Sitzung um 1 $2 Uhr geschlossen. Tie Kammer vertagt sich auf unbestimmte Zeit. In der Sitzung vom Mittwoch hatte Staatsminister Dr. Ewald noch ausgeführt: Aus den Ausführungen des Abg. Molthan glaube ich auf die Geneigtheit seiner Parteifreunde schließen zu dürfen, auf den Boden der Vorlage — Abänderungen im Einzelnen Vorbehalten — zu treten, daß die Vorlage als Grundlage für eine organische Befoldungsordnung geeignet ist. Er hat aber die Geneigtheit abhängig gemacht von einer bestimmten Erklärung unsererseits, in welcher Frist die Regierung eventuell eine Vorlage zur organischen Besoldungsreform einzudringeu gedenkt. Ich bin heute schon in der Lage, eine Erklärung dahin abzugeben, daß, falls es gelingt, zwischen Regierung und Finanzausschuß eine Einigkeit darüber zu erzielen, welcher Betrag für die Ausgleichung der Unstimmigkeiten zwischen der heutigen Vorlage und der organischen Besoldungsreform verwendet werden darf, und welche Quellen für die Teckung hierfür zur Verfügung stehen, die Regierung in der Lage ist, noch im Lause dieses Etatsjahres die gewünschte Vorlage einzu- bringen. (Lebhaftes Bravo.) Aus Statt und Laut. Gießen, 10. Mai 1912. L.-U. Tic letzte Immatrikulation für das Sommersemester 1912 findet am Samstag, den 11. d. M., mittags 12 Uhr in dem Universitätsgebäudc statt. — Dem Lehramtsassessor Tr. Albert Peppler in Gießen, geboren zu Grünberg in Hessen, wurde am 8. d. Mts. die venia legendi bei der philosophischen Fakultät der Landesuniversität für das Fach der Meteorologie erteilt. Als Habilitationsschrift reichte er ein „Aerologische Studien über Zyklonen und Antizyklonen". ** Die gestrige Sitzung der Stadtverordnetenversammlung müßte wegen Beschluß - unfähigkeit ausfallen, ein Fall, der in den letzten 20 Jahren nicht vorgekommcn sein soll. Die neue Städteordnung schreibt vor, daß zu Beginn der Sitzung mehr als die Hälfte der gesetzlichen Zahl der Stadtverordneten anwesend sein muß Ta die Zahl der Stadtverordneten in Gießen zurzeit 34 ist, hätten 18 anwesend sein müssen. Aber trotz allen Wartens und ungeachtet aller Bemühungen, noch einige Stadtvätcr herbeizurufen, kam man lange Zeil nicht über die Zahl 16 hinaus und als kurz vor 5 Uhr Stadtv. Orbig als 17. erschien, mußte man die Hornung aufgcben, eine beschlußfähige Versammlung zu erhalten. Tie nächste Sitzung soll am Freitag nach Himmelfahrt statt- finden. Die Beschlußunsähigkeit der Versammlung ist dadurch entstanden, daß eine Anzahl Stadtverordnete verreist war oder krank ist, namentlich aber auch dadurch, daß an der gesetzlichen Zahl zurzeit vier Stadtväter fehlen. — Da wir sonst stets im Sitzungsbericht verzeichnen, iver an den Verhandlungen teilnahm, sollen auch bei der nicht zustande gekommenen Sitzung die Namen der anwesenden Versammlungsmitglieder genannt werden. Anwesend waren: Oberbürgermeister Mecum, Beigeordneter Keller, Beigeordneter Emmclius; Stadtverordnete: Tr. Ebel, Eichenauer, Friedberger, Habenicht, Tr. Habertoru, Heichelheim, Iann, Loder, Orbig, Petri, Plank, Schafsstaedt, Tr. Sommer, Vetters, Wallenfels Tr. Wimmenauer, Winn. Gießener Volks bad. Im April wurden 9146 Bäder verabreicht gegen 9859 im März 1912 und 9038 im April 1911 oder im Durchschnitt täglich 305 Bäder gegen 318 im März 1912 und 302 im April 1911. Ter Besuch im einzelnen verteilte sich wie folgt: Schwimmbad: 3558 Männer, darunter 1025 zu 10 Pfg., . 976 Frauen, , 263 , 10 Wannenbäder 1. Klasse 264 Männer, 81 Frauen, . 2. „ 711 , 503 Brausebader 1. Klasse 1023 Männer, 334 Frauen, , , 2. , 1131 , 406 Heißluft- u. Dampfbäder, sowie Massage zus. 127'Männer, 32 Frauen -tie Personenwage wurde von 250 Personen benutzt und das Bad von 3 Personen besichtigt. Teurer Prozeß. Zu der unter dieser Spitzmarke erschienenen Notiz teilen uns die Anwälte der Stadt (Geh. Justizrat Dr. Gutfleisch, R.-A. Engisch und R.-A. Arnold) mit, daß bic normalen Prozeßkosten etwa 2000 Mk. (nicht 20000 Mk.) betragen. Dazu könnten für den Kläger aller- höchstenS noch 1000 Mk. für private Gutachten usw. kommen. .** Warnung. Seit einigen Jahren wird in .Hessen ein schwunghafter Handel mit sogenannten Biehpulvern und ähnlichen Geheimmitteln (Freß-, Mast-, >rrast , Milchpulver und dergleichen) betrieben. Dies muß aber als ein bie Interessen des Bauernstandes in hohem Grade fdjäbi* genber Uevelftand bezeichnet werden. Eine marktschreierische und wahrheuswidrige Reklame, mit der solche Mittel angepriejen werden, ist daraus berechnet und geeignet, die Landwirte irre zu führen und sie zu veranlassen, Mittel zu kaufen, deren Wert und Wirkung in gar keinem Vcr- haltnisse stehen zu den dafür gezahlten Preisen. Ta die ul Betracht kommenden Mittel vielfach als Heilmittel gegen ■aerfranffteiten angepriesen und vertrieben werben, kann bie? leicht die bedenkliche Folge haben, daß deren Auwen- düng die sachgemäße und rechtzeitige Behandlung der cr- tramien -ricii verzögert ober ücrimibcrt. Tie Lanbwirte meroen deshalb vor oeni Ankauf dieser Gehei in mittel gc- « om m e rh l tze u n d S terbl ichteit. In Fach- erwartet man auch dieses Jahr einen heißen v"0erbUwe v-inflm, bei Sommerhitze aus ben .Gesundheitszustand der cauflimge ijt bekannt.' Trotz von 5000 Mk., die Gewerbe Akademie bet i« als Ueberschuß von 18 000 Mk. Für die Volks- u. Fortbildungsschule stehen in Ausgabe 67 390 Mk. Die Schillerschule erfordert einen Zuschuß genommen war, indem sie eine Ucbendiulbung von mehr 1 ÖOO 000 Mark ergeben bai Bei oicicr Sachlage gilt es ausgeschlossen, daß viele Mitglieder die Haftsummen aufbringni to.inen. Wenn bic Regierung nicht hclsenb eingreift, in an Massenkonkurs Der Bewohner des Modautales unvermeidlich. Ern Kreis Friedberg. L. Friedberg, 9. Mai. Die heutige Sitzung der Stadtverordneten beschäftigte sich hauptsächlich mit der Ablegung der Rechnung von 1910 und der Beratung des Voranschlags 1912. Die Rechnung 1910 hat eine Vorprüfung durch- den Finanzausschuß erfahren und ergibt in Einnahme 755 376 Mk., in Ausgabe 614 433 Mk., -so daß ein ftaffenüorrat von 110 943 Mk. verbleibt. In den Ausgaben find 61 356 Mk. für erworbenes Gelände einbegriffen. Das Kapitalvermögen beträgt 700 000 Mk., so daß nach dessen Abzug von den Gesamtschulben 1 534882 Mk. eine Gesamtschulb der Stabt von 800 000 Mk. verbleibt. Die Finanzlage ber Stabt ist somit außerorbentlich günstig, was hauptsächlich ber vorsichtigen unb weitaussclfauenben Finanzführung bes Bürgermeisters zu banken ist. Auf Gruub bieser günstigen Lage konnte ber Voranschlag 1912 trotz erhöhter Ausgaben für Beamtenbesolbung und der vorgesehenen Bauten und Verbesserungen mit dem seit» herigen Steuerausschlag von 102 Proz. aufgestellt werden. Der Voranschlag 1912 schließt mit 925 780 Mk. ab, der des Gaswerks mit 194 296 Mk., des Wasserwerks mit 78877 Mk., der Schillerschule mit 25 341 Mk. Die hauptsächlichsten Titel sind eingestellt Lichlwerk mit einem (rin- nahme-Ueberschuß von 39 050 Mk., Wasserwerk mit einem Starkenburg und "Rheinhessen. h- Darmstadt, 9. Mai. Die Konkursbilanz zuiammengebrocdcnen Spar u no Kreditvereins N i e D e l M o D a u HÜ weit u n g ü n ü ig c r als ursprünglich Landwirt manne geilem ।einem Leben geroaltiam ein Ende, er bic mebcrjchmcttervdi: Nachricht erfridu 2bi Ä"xzi zu tni einen solchen von 19 000 Mk., worin jeboch 5000 Mk. Tilgung unb 1062 Mk. Verzinsung eingeschlossen sind. Sie wirb zurzeit von 160 Stubierenben besucht. Gymnasium unb Realschule müssen mit einem Zuschuß von 11814 8RL, die Obst- und Landw. Winterschule mit 2700 Mk., die Hanbwerkerschule mit 1064 Mk., bie kausm. Fortbilbungs- schule mit 300 Mk., bie Kleintinberschule mit 2737 Mk. unterstützt werben. Für gemeinnützige Zwecke werben 5818 unb für öffentliche Anlagen 6500 eingestellt. Die Straßenbeleuchtung erforbert 11 700 Mk., bie Feuer-« wehr 1303 Mk., bte Polizei 27 803 Mk. Die allgemeine L Verwaltung steht in Einnahme mit 11423 Mk., in Aus- I gäbe mit 50903 Mk. Das Einkommenfteuerkapital hat । sich seit bein Vorjahr um 10000 Mk. gehoben. An ftäbti- i schen Gcbäuben sind vorgesehen die Erbauung eines itrema- i toriums mit 48000 Mk., wozu bas Kapital von dem Der- i storbenen Rentner Karl Leonhardt gestiftet wurde, Eichamt I mit 67 000 Mk., Umbau der städtischen Pferdeställe zu einer 1 Feuerwehrstation und Volkslesehalle mit Museum Fewner D wurde die Anstellung eines Stadtgärtners beschlossen. -^ Bad-Nauheim, 9. Mai. Nächsten Samstag, 11. Mat, findet im Konzenhaus ein Konzert zum B c ft c n der Deutschen Vereine vom R o i e n K re u z statt Außer der Kurkapclle unter Leitung des Proiefsors Hans Wind er stein wirkt eine der bedeutendsten Altistinnen unserer Zett, Fräulein Tilly Koenen aus dem Haag mit, eine Sängerin, deren Ruhm wert verbreitet ift und die durch prächtige Stimmtttel, hohe technische Kunst, Intelligenz unb starkes Enrpfinben bie Zuhörer entzückt und de- geistert. Die „Deutsche Zeitung", Berlin, schreibt von ihr: „Eine so wunderbare Stimme ist selten gehört worden. Nun vereinigt Tilly Koenen damit großes Können, einen vollendeten Geschmack und tiefe Empfindung. Hier haben wir eine der wenigen Auscrwählten vor uns." Als ztocite Solistin des Abende fungiert eine jugendliche Geigerin, Agnes Rozgonyi aus Budapest, von der die „Leipziger Zeitung" schreibt: „Gleich mit Dem Mendclsohn-Konzert machte Die 15 jährige Kunstfungcrin Furore In der Bravour, int Vortrag, in der enormen Sicherheil ihres Auflretens ragt sre hoch über ihr Alter hinaus. Wichtiger als ihre Technik Dünkt uns Die natürliche Innigkeit und Wärme, mir der sie eine Kantilene spielt, überhaupt die ganze gesunde Art, wie sie musikalisch denkt und fühlt. Darin liegt unseras Erachtens mehr Garantie für ihren musikalischen Beruf, als in ihrem lechnifchen Können, das fchon fetzt hohe Ansprüche befriedigt um»." Proieffor Winderstetn hat ein Programm zu- lammengeftcllt. Das den Abend zu einem Genuß gestalten wird rote er sich nicht oft bietet. r^; ! d>ö n e n- cb betragen ote rrm» Gericht^saaL. e4 vergangenen Jahres auf Handel. LAXIN -Konfekt 6 Zimmer | 3411 furt a. M. ss7/» fnrt am Main. 188°/; Möbel-Handlung SS ’/» MÖBEL 0 Sämtlich. Farben <0960 pflanzt- 13270 kirchen. ’0W Emil ftarn, Schulf'r. Vermietungen Kaufgesuche Mietgesuche Verschiedenes Stellenangebote Stellengesuche Verkäufe Central-Drogerie Schafft Nährsalze ins Blut! für Gießen Derselbe erhält fente* Gehalt, >2 (XX) Mark, bir tklaftuiuKn Nr 2—3 unmöblierte Simmet in der oberen Bahnhofftr-, rtebigftr. ob. Frankfurt. Str. aldb. von Zahnarzt zu miet, -oefutbt. Lchr. Ana. u. 3383 im den fflicncncr Anz. erb. ^uijboöcnlafffflrhcn C elfarben.Pinfel.Parkett wachs und Stablfväne in Hefter Cualität empfiehlt erlernen tollte, hat im Dezember 1911 in einer Wirtschaft be« qe- ronnten Crte» beim Hantieren mit einem Marinerevolver einen 42iäi)r. Schuhmacher m eist er, Vater von 5Kindern, getötet. 2tc inehge Strafkammer verurteilte heute den unatncklichen Schützen zu zwei Monaten Gefängnis. Den Hinterbliebenen des itzetoteteii waren von den Angehörigen v. Buengner» bereits 10000 Mk. Entschädigung ausgezahlt worden. 75 - 78, Schweine Mk. 70-74. m. Offenbach a. M , 9. Mai. Der Konkurs de» Bau- „ M 0 M.....__ „-.-,-..3 Peter Karl Angen t Haler bringt eine erhebliche Nach dem Erdbeben erfolgte finanzielle Schädigung namentlich des .vandwerlerstande-> mit sich, __________________ld°/,l . 7000 51k.alb guteL Hnvotb. zu 6'/,% p. fofort qeluchi. 104061 Bon ivem? au ersr. i. d. We- fchäftöftelle b. Gien. Anzeia. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicker Wetterdienst, Bietzen WetterauSsichteii in Hessen für SamStag, den 11. Mai 1913'. Wechselnd bewölkt, doch meist trocken, Temperatur leicht sinkend. Gewitterneigung. Main-, 9. März. Der Gutsbesitzer und Reserveoffizier Ernst r. Bnengner auS Riga, der Ende d einem Gute seines DaterS bei E i ch (Rheinhesfen) die Landwirtschaft Erdbeben in Mexito. AuS Mexiko werden starke Erdersckütterungen gemeldet. In Guadalajara (Mexiko) sind zahlreiche Erbst ötze vor- gekommen, die die größte Aufregung hervorgerufen haben. Mehrere <3ebäubc nrnrben beschädigt. In Tepic sollen mehrere Personen Mit meinen In. Pyramiden MtgensWkin s machen Wiederverkäufer Bombengeschäfte Emil Liebermann, Frankfurt a. M. 75. Maurer und 3366 Handlanger sucht Tb. Otterbach, Bau gesch., Wilnsdorf । ftr. Steg.). Tüchtige Weistbinder gesellen und handlanger gesucht. Wilhelm Seivv, Lubwigstrahe 28.3368 ?fräit.$ifrötJZX;; fahren, preiswert w oerfauf. H. BreiS-, Taub ringen.^660 Kill glltcr Wechsel 7000 Mk. Ni. sicheren (Giranten ist gegen )!achlaß zu verkaufen. Etwas Ware wird evtl, in Zahlung genommen. Agenten kein Gehör Off- unt. F. J. 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In H eidelderg traf gestern abend bieÄöniflin*5Bitrocl der Niederlande tut und begab sich im San en vom Bahnhof nach dem Schlotzhotel, wo sie zu längerem Aufenthalt Woh nung hat Seu Dienstag wurde in einer Kölner Arbeiterfamilie der Dicrjäbiigc edie die Leiche Als Mörder des Kindes kommt ber eigene Pater, ein 40 fähriger, feit einigen Wochen brfdtät- tiaungslofer Arbeiter, in Betracht, der feit Mittwoch mittag verschwunden ist In der Nacht brad) J c u c r in Fischers Mcnaqerte in 23iß aus, wodurch das Zelt samt der Crgcl vernichtet wurde. Die Raudticrkafiqe mit sieben Löwen wurden mit Mühe gerettet. DreiEisbärenverbrannten. Unter dem verdacht der Brandstiftung wurde der Arbeiter ftnob- lich-Krumm-Oels verhaftet. Nach einer Meldung aus Nixipel ivurde an Bord eines franfiöfifdjcn Dampfers ein amerikanischer Hochstapler, der Ntger Pitt, verhaftet, welcher verschiedene An- gehörige der Neuyorker Hochfinanz um 200 Millionen betrog. Zwei Detektivs verfolgten ihn monatelang. In den Naphtawerken einer kaspischen Gesellschaft zu A f ch n bad brach Feuer auS. ES sollen Menschen dabei um« Leben gekommen fein. , _ . DaS Uralgebiet wird offiziell als durch die P c ft bedroht erklärt. " Schlachtviehvreife für OH e 6 e n< Die Preise, die unsere Pletzger für Rindvieh bezahlen müssen, haben fid) seit Avril noch gesteigert. Bei ber sinavvheit von schlachtieiien Cdifcn unb Rmbem unb bei den hohen Preisen fast aller Futtermittel (z. B. kostet Üiogenkleie zurzeit gerabe den boppelten Betrag iv,c im Mai v. I.) ist an em Abschlagen bei Fettviehpreise vorerst nicht zu beiden. Tie Metzger unb Biehhänbler sind sogar ber Ansicht, baö besonder« erstklassige Scksen nnb Rinder ihren hödisten PrciSstaiid noch nicht erreicht haben. Bezahlt wird für den Zentner Schlackt- gereicht: Ochsen 1. Qual. Mk. 97-99, 2. Qual. Mk. 93-96, Rinder 1. Dual. Mk. 93 - 95, 2. dual. Pik. 93-92, Kälber 1. Qual. Pik 90-94, 2. Qual Mk. 86—88, Kühe 1. Qual. Mk. 88 bis 90, 2. Qual. Pik. b2-86, Wurstkühe, die sehr knapp sind, Mk. työii bciii oberen Stock ririn. Hanfes sind 3Zimmer, Wiebe unb Zubehör p. 1. Piai nnberroeitip zu vermieten. ‘j)1 )0i_______Seltcrswcg 24. j Möbl. Zimmer\ 'Oblicrt. Simnifr mieten. 1415__Gbelttratze 2 1L । ei ob drei geschmackvoll möbl. Zimmer nut Loggia, in schöner freier Lage an alleinfteh. Herrn ober Tarne au vermieten. Auf Wunsch kann auch volle Pension gegeben werden. Sdtristl. An nebotc unter 3344 an den R Gietzener Anzeiger erbeten. Schön möbl. Wobn und Schlafzimmer zu vermieten. ^ratikfurt. Str. 12 II. 'mnier^, ‘WijeS "°ii 6f ?■"’ Ä1|ltn 1 5 lm ilir*i*flClrrhT - ' ®Wtetn ÄnitlK ssrS1'*' ■' Atze ihr haben fick gegenüber einer früher auigcftellten Bilanz jim den Brirag von 562 000 Mark erhöbt Recktsanwalt Tr schönen berg wurde ;um Uonkuisverivalter wieder gewählt Die Wahl des Gläubigerauöfchuifes führte zu erregten Anseingtiberievungen, e-? konnte keine Einiattng erzielt iverben, weswegen em neuer Termin auf den 30 Mai onberaumt wurde London, 9 Mai. Tic Bank von England ermäßigte den D iSkon t von 3", auf 3 Prozent. "Nders bot h ’ 6,el frittoohner? - ,Q» ! i’1 I, MLZ e at|t Nidda öffentiißh' \ Rotten. In unserem Orte dien K ^"^lischer Priester, trat W kubierte evanneliiche Theo!^- MW in Messel unb üstin iedberg. ...Die heutige Sillung dc: astlgte sich haupliächlich m.: Mit 1910 und der Seratunc i Rechnung 1910 hat eine Loti ichuß erfahren und ergibt hl usgabe 644 433 Mk,.so bjf M. verbleibt. In den Äue rrbenes Gelände einbegriffen k t 700 000 Mk„ so daß nadij 'tfrijulben 1534882 Ml. euitl 800000 M. verbleibt. 2u mit außerordentlich günstig, ngen und iveitaussclMendk'! eislers zu danken ist. Är" konnte der Boranschta, für Weamtenbefolbung u-j Serbesserungen mit dem feit-, 02 Proz. ausgestellt werden t mit 925 780 M. ab, bei iJIL, des Wasserwerks mu mit 25 341 Mk. Die Haupt- ;([t Lichtwerk mit einem (rin Mk., Wasserwerk mit einen jr die Volks- u. Fortbildung 90 Mk. Die Schillerschule ei )0 Mk die Gewerbe-Äkadmu , worin jedoch.oOOO M Til- ung eingeschlossen sind, -s« crenicn bcjudit. »erschule mit 2/00 Mk, w S die kaustn. FortbM'^ einkinderschule ntsil M £ L7S sä?* 27 lS. 11423 Mk., Ul SSS »ai.“ tf’Ss.’Srs-s ierin, W Z ttib* Mnes gif! die 9* V- i» *»«&»'• kWZW 4“W®e”'6 ,,n qiheinhkM' .; HM » chliau 2 406 432 Mark an Hoftcnen -—-- «häkm tbeten belaufen sich auf 1 s76000 Mart, bie uvcucn au^ 131)500 Mark, die zngunft^m des BMitverein« zediert und. Ter Jxri der unbebauten Grundstücke beziffert fick au" nn Büttesborn, 9. Mar. In unserem Dörfchen nacht fidi seit kurzem eine Spiritistin bemerkbar, bie shon zahlreiche Abergläubische in ihren Bannkreis gezogen uitb dem Pfarrer Veranlassung gegeben hat, von ber Kanzel ,UIa vor diesem Unfug zu warnen. Das in Büttelborn -borene Mädchen, das mehrere Zabre in Wiesbaden und mgegend in Stellung war, hat fid) ein kleines Tischchen -kauft und hält jetzt Geistersiyungen ab Die Gläubigen i-üfsen in der übHdicn Weise ihre Hände auf den Tifd) i,flen, die verstorbenen, die man svrechen will, werden tgerufen und wenn der Geist da ist, yebt sich das Tischdien Unter weiteren Geisterformeln klopft es dann und der Geist .ftbt damit seine Antwort kund. Es gibt jetzt schon eine pmAc Anzahl Büttelborner, die versuchen, mit ihren ver- urbenen Angehörigen zu sprechen. ! Mainz, 9. Mai. Im Vorort Mombach hat der Zalatversand begonnen. Derselbe bewegt sich außer nach Mn Nachbarstädten hauptsächlich nach dem Nicberrhein. Durch ,cn milden Winter ist die Ernte sehr reichlich ausgefallen; hunderttausende von Stämmen werden täglich abgestochen, .luch der Spargelversand steht in voller Blüte. Hunderte von Körben dieses vornehmsten Gemüses kommen hier, in Mombach und Gonsenheim täglich zum Versand. hohe Abschluß- und InkaNWoprovinionen. Superprovlnion auf b. Geschäfte ber ihm unter iitQtcn, von ber Gesellschaft leit honorierten Unterorgane. Beste Gelegenheit für Inspektoren, geivanbte Kaufleute u. Vertreter ander. Branchen. Off. mit Lebenslauf u. Btlb erbeten unt. F. P. O. S62 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. M. yettrauendvoiten foi.burdi n. Mann vom Lande mickt unter 23 I.) m. guter Sckul- lilbuna ui besetzen (beiiere, itxncrnbc Besckäsi.). Monats- >e»alt 100 Mark. Sckriftlicke Angebote mit Lebenslauf u. rach mann fofort feste Anstellung. Nichtfachmann wirb aufcgebllbet, erb. aber wahr. berZeit ber.auSkömtnl. Bezahlung. 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Was bi, ui Der neuen Steuer' liSungszweaen belüft 1b Millionen für die -Vmiu tritt aber, abgei iuddeutschen Reservats junihgung Der tzsjigsc Die Titel Tas Zentrum I »oranschlag, Gehaltsl, chltegung über den Herrn Reichs Ine geeignet sind, insbesondere dem Zi hmofe und zur Ann allem aber schleunig,' d" Lrdre vom 1. nnb Bemeidung der iur strengsten T । Inhs-Personenvl Ehrenhandel un , n- d' gegen die 9 >mrd, ci Eb S deriahren zum bnung eines -fo Ll