162. Jahrgang viertes Blatt Nr. 265 Gießener Anzeiger Lrfcheim täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Gberheffen Tie „Oietzener Zamtlienblätter" werden dem „Anzeige^ viermal tvöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit» fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Samstag, 9. November 1912 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gießen. Redaktion, Expedition und Truderet: Schul- ftroBe 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: Anze,gerG,eßen. Aus öem persönlichen Leben Wilsons, Thomas Woodrow Wilson wurde am 28. Dezember 1856 in Staunton im Staate Virginia geboren, er steht jetzt also im 57. Lebensjal r. Lein Vater Joses Ruggles Wilson wa^P a st o r ixe Presbyterianer Gemeinde in diesem lieblichen alten Städtchen. Leinen Zweiten Vorname,« führt der Präsident nach seiner Mutter, Janet Woodrow, die auS einer schottisckien Familie stammte. Schon im Knabenalter verließ Wilson seine Ckburteftabt, da sein Vater eine Predigerstelle in Augusta im Staate (Georgia, also tm Süden der Union, annahm. Tic erslrn wichtigen Eindrücke empfing der Knabe durch den furchtbaren Bürgerkrieg, der in jenen Jahren lobte, und wie Wilson selbst erzählt, ist «hu« der Tag unvergeßlich, als Jefferson Davis, der Ex- Präsident des geschlagenen Südens, als Gefangener durch Augusta gebracht wurde. Ter mngc Wilson wird als liebenswürdiger und ruhiger Knabe beschrieben, der nientals zu Ausgelassenl)eiten neigte, und der auch nie mit Altersgenossen einen Streit hatte. Als er neun Jahre alt n>ar, kam er zur Schule. Sein Vatc-r beschäftigte sich eitrig mit deut genackten Knaben und unternahm mit ihm weite Spaziergänge, auf denen er ihn besonders gern zu den Stätten der Arbeit, auf die Plantagen und in die Fabriken führte. Zu seiner gediegenen Kenntnis des amerikanischen Wirt- fchaftslebens hat Wilson fdym damals den Grund gelegt. Als „Tommy", wie man ihn babeim nannte, älter wurde, fand er viel Freude am Sport, am Fußball und am Base-Ball, dem Nationalspiel der Amerikaner. Auch ein guter Reiter war er von Kindheit auf. Im Frühjahr 1873 trat Wilson, siebzehn Jahre alt, in das College zu Davidson ein; eine Anstalt etwa von der Art unserer Gymnasien. Tine schwere Krankheit nötigte ihn jedoch bald, seine Studien zu unterbrechen und zu seiner Familie heimzukehren, die damals in der Seestadt Wilmington lebte. Dort genas er ^allmäh ich und lernte )as Meer bewundern, an dessen Strand er viele Klundeu zuzu- iringen pflegte. Im Jahre 1875 bezog er die angesehene Universität Princeton. . Als Sckniler und Student tat Wilson seine Pflicht, war aber eineswegs übereifrig, noch zeichnete er sich durch hervorragende ’ciftungen aus. Ms er sein Examen bestand, war er in einer Klasse erst der Einundvicrzigstc. Dafür zeigte r schon damals ein sehr starkes Interesse für Port ik. Wilsons Studien, die der Reclstswissenschast gewidmet aren, fanden 1879 ihren Abschluß, und er ließ sich nun als 'nwalt in Atlanta nieder. Indessen besagte Wilson diese Öligkeit auf die Dauer nickst, und er schlug eine andere Laus- ihn ein, die ihm bedeutsame Erfolge bringen sollte, nämlich c des Universitätslehrers. Im Jahre 1885 wurde er Yoienot der Geschichte und Volkswirtschaft an der Bryn-Mawr- hiücrfität. Später wirkte er an der Wesleyan-tzochschule und sticßlich ein Jahrzehnt an der bedeutenden John-Hopkms-Uni- ö’fität zu Baltimore. Seiner langen Praxis als Dozent verdankt Wtl,on seinen kappen und klaren Vortragsstil und die Fähigkeit, fee Anschauungen stets so auszudrücken, daß niemand sic rniß- vetehen kann. Im Jahre 1900 folgte Woodrow Wilson einem R al-' Professor der Jurisprudenz und Politik an die Hoch- sche, an der er selbst studiert hatte, nämlich die Prineeton-Nnl- veität. Zwei Jahre daraus wählte man ihm zum „Präsidenten", zu, Rektor dieser Lehranstalt. Wilson war ein überaus eiftzer und erfolgreick)er „Präsident"; ein kühner Reformgeist cft.ltc die Zeit seiner Universitätsregierung. Im Jahre 1910 fielen ihn die Demokraten des Staates Neu-Jersey zum Kandidat für den Gouverneur posten auf. Thomas Woodrow Wilson ist seit dem Jahre 1885 mit Helen Loise Axson vermählt. Mrs. Wilson hat an der politisch« Laufbahn ihres Mannes eifrigften Anteil genommen; sic gilt m vertranten Kreise als glänzende Kennerin des ameri- faniieit Parteiwesens und seiner Winkelzüge. Aus bei Ehe sind rei Töd i er IcrDorgcgangen, Margaret, Jessic und Eleanor, die jft im Alter von 21 bis 26 Jahren stehen. Wilsons Fami- lienltzm ist nach den Angaben seiner Freunde geradezu ideal, und t füllt sich nie so glücklich, als wenn er sich von denStaats- gesckstfeu im Kreise j.nner Angehörigeii erholen kann. Kirche nnd Schule. Eine bedenkliche Form der Schulaufsicht fielt >er Entwurf für das neue sächsische Volksschulgeseh vor. Da ijtliche Schulvorstand soll gesetzlich das Recht erhalten, durch feiicn Vorsitzenden oder durch ein anderes beauftragtes Mitglied die 6 lassen d e r Schule während des Unterricht s zr bi suchen. In den besonderen Aufgaben des Schulvor- stades soll diese ganz außcrordentlickw Maßnahme begründet fei. So soll sie „zur Abstellung von Schulversäumnissen" benutzt weben, und sie soll dem Schulvorstande weiter dazu dienen, be: Lehrer „bei der Handhabung der Schulzucht" zu unterstützen. Unerechtserligte Schulversäumiiissc werden jedoch damit sicher nicht bejitigt; sie können nur durch das Einschreiten der Behörde nach trclich geahndet und so — durch die abschreckende Wirkung bei Strafe nach und nach abgemindert werden. Und was in Scheu der Schulzucht der Lehrer nicht leistet, das kann auch de,Schulvorstand nicht ersetzen. Auch zur Sammlung von Wahr tehiuugcn über die Amtsführung und den Wandel des Lehrers fcbrf es dieser ungewöhnlichen Form der Schulaufsicht nicht. Tun und Lassen des Lehrers liegt in den Orten, wo dies ftfsichtsrecht des Schulvorstandes praktisch wirksam werden kann, lic ein aufgeschlageues Buch vor den Augen der Gemeinde, und bn Auge des Schulvorstandes entgeht auch bann nicht, was in beer Beziehung für die Schule von Nachteil fein könnte, wenn da Schulvorstand das Reckt des Klasseubesuchs nicht eingeräumt totb. Es handelt sich nach alledem um eine Aufsicht, die den Luer beruflich ’m keiner Weise unterstützen kann, die aber, daes nicht Aufsicht durch Fachleute, sondern Aufsicht durch Per soin anderer Berufe ist, vorn Lehrer als Ausdruck des Aßt ran en s empfunden werden und verbitternd wirken muß. JiS a d) i c n - M c i n i n g c n hat dieser Zustand reichlich dreißig Ilie bestanden, das neue Schulgesetz hat ihn 1908 beseitigt. Tf Erfahrungen drängten dazu. Sicher würden der sächsischen Vksschnle ähnliche Erfahrungen nicht erspart bleiben. -----------— ■ i. Ein genoffmschaftlichcs werk. Gießen, 9. November. In der Schanzenstraßc ist in diesem Sommer ein stattliches (Hände entstanden, das schon von der Bahnhofstraße aus aufsät und das einen freundlichen gefälligen Eindruck macht. ES isvas Vorderhaus der Anlage des K o n s u m v e r e i n s A i e ß e n, da nunmehr fertig gestellt ist. Nur der äußere Anstrich des ViderhauscS ist noch nicht ganz fertig und mit der Herstellung des Hofes ist man noch beschäftigt, in wenigen Tagen wird aber alb vollendet sein. Damit ist ein Werk geschaffen worden, baian sich schon eine kurze Besprechung ivert ist; seine Bedeutung roil aber durch den Umstand erhöht, daß es von einer Genossen- ftfxt errichtet wurde, die sich aus kleinen Anfängen heraus cnikfelte. Die Anlage besteht aus einem großen W o h n h a u s und den Lager- und fSädcrcigcbäubc. Das letztere, 3Meter lang und 13 Meter breit, steht mit der Stirnseite nach der Straße zu und ist von ihr aus sichtbar. Das ganze Gruno- tück um laßt eine Fläcke von rund 2000 Quadratmeter, wovon 835 auf die Gebäulichkeiten entfallen, auf das Vorderhaus 245, das Lagerhaus nebst Stall m'w. rund 590. Vom Hofe ans gesehen, bietet das nach den Plänen des Herrn Architekten Hamann ausgesührte Anwesen einen vornehmen und gefälligen Anblick: das Lagerhaus mit seinen zahlreichen großen Fenstern, mit dem ruhig gegliederten, schieferbekleideten Dachgeschoß sieht saft einem Landschlößchen ähnlich; ebenso macht die Rücksassade des Vorderhauses einen angenehmen Eindruck. Man sieht überall schon von außen, daß es dem Erbauer darauf ankam, Helle, luftige Räume zu schaffen. Im Vorderhause befindet sich zunächst ein Laden für die Verteilungsstelle, der mit moderner, in Pilch-pinc-Holz von einem Frankfurter Spezialgeschäft ausge'ührten Einrichtung versehen wird. Nebenan sind die Bureanräume für den Vorstand untergebracht. Ferner sind in dem Hause 6 Wohnungen von je drei Zimmern und schöner Küche, das nach dem Hofe z«i gelegene Zimmer in mit Loggia versehen. Außerdem gehören zu jeder Wohnung ein großes Mansardenzimmcr und zwei Kellerräume. Ein ge räumiger Trockenboden ist ebenfalls vorhanden. Das Gebäude ist auf Beton-Fundament gestellt, die Kellersohle bildet eine zusammenhängende Platte aus Eisenbeton. Das Erdgeschoß, wird durch Warmwasserheizung erwärmt, die von der Firma Schass- ftaebt geliefert wurde. Das Lagergebäude enthält zunächst einen durch das ganze Haus hindurchlaufenden Kelle r. Im Erdgeschoß befindet sich die Waren-Expedition, an die sich nach rückwärts die Bäckerei anschließt. Unmittelbar an die Expedition schließt sich der Aufzugsschacht an, der sich nach außen hin als turmartiger Einbau bemerkbar macht. Darin ist der elektrisch betriebene Lastenauf- zug untergebracht, von der Firma Haushahn in Stuttgart geliefert, der Lasten bis zu 12 Zentner in die einzelnen Stockwerke befördert. Eine außerhalb angelegte 10 Meter lange, überdeckte Rampe ermöglicht das bequeme Ab und Ausladen der Güter, die von hier aus leicht nach dem Auszüge gebracht werden können. Die Bäckerei umfaßt rund 121 Quadratmeter Bodenfläche. Die Wände sind hier mit weißen Porzcllanplatten belegt, was dem großen Raume ein sauberes und freundliches Ansehen gibt. Die Bäckerei ist mit zwei Doppel-Dampfbacköfcn ausgerüstet, die von der größten und bedcutenstcn Finna dieser Branche, Werner u. Pfleiderer in Cannstatt ausgestellt wurden. Damit können alle Stunde 200 Brote gebacken werben. Im ersten Stock hxfindet sich, •? er Mehlboben, wo eine .große Mehl-, Sieb- und Mischmaschine bas Mehl für das Brot vorbereitet, sie hat ebenfalls elektrischen Antrieb und befördert das Mehl gleich nach dem unteren Stock zur Teigknetmaschine. Hinter dem Mehllager ist im gleichen Stockwerke ein geräumiger Aufenthalts- und Eßraum für die Bäcker untergebracht, sowie eine Badeeinrichtung für sie, die mit zwei Brausen und einer Badewanne ausgestattet ist. Das Gebäude ist ebenfalls mit Warmwasserheizung versehen. Der Fußbodcn- belag im Erdgeschoß ist ans dauerhaften Muldensteiner Platten hergestellt, während in den beiden andern Stockwerken Bylolith- platten (Steinholz^ von der Firma Sinnig in Potschappel bei Dresden verwendet wurde. Dieser Bodenbelag ist-zwar ziemlich teuer, aber haltbar, er reißt und verzieht sich nicht und ist wärmer und weicher als Steinplatten. An das £agergebäube_ schließt sich der Wagenschuppen an und an diesen der vorläufig für zwei Pferde eingerichtete Stall. Seit Jahren schon plante der Konsumverein die Errichtung eines Zentrallagers nebst Bäckerei an. Doch die Leitung des Vereins war sich darin einig, daß man nicht eher an die Ausführung dieses Planes geben dürfe, als bis die Möglichkeit gegeben war, eine Anlage zu schaffen, die den heutigen Anforde- rungen in jeder Beziehung entspricht. Dazu waren aber erhebliche Mittel nötig: und ehe man den Schritt wagen konnte, mußten natürlick. erst die unerläßlichen Vorbedingungen vorhanden, und die Entwickelung der Genossenschaft soweit gediehen sein. Diesen Zeitpunkt hielt man vor zwei Jahren für gekommen, bereits damals bemühte man sich um einen passenden Bauplatz. Nach langem Suchen und Wählen wurde der Plan in der Schanzen strafte von Herrn Heinr. Winn erworben Natürlich bedurfte es langer Beratungen, bis man sich auf das jetzt ausgeführte Projekt einigte, das die gestellte Ausgabe glücklich lost. Nachdem am 30. Juli 1911 die Generalversammlung den Ankauf des Geländes genehmigt hatte, wurden die Pläne ausgearbeitet und späterhin die Arbeiten vergeben, so daß am 8. März die Ausschachtungs- arbeiteu beginnen konnten. Tie Mauerarbeiten wurden der Firma Birtcnstock u. Schneider, die Betonarbeiten «Decken des Lagerhauses, Fundament des Vorderhauses, den Lolaiwerken in Gießen übertragen. — In den ersten Wochen ging der Bau flott von flatten, später gab es indessen manche Verzögerungen, weil einige Handwerker mit ihren Arbeiten im Rückstände blieben und das anbauernbe Regenwetter hemmend wirkte. Bei Vergebung der Arbeiten erhielt nicht stets das billigste Angebot den Zuschlag, sondern es wurde solchen Unternehmern der Vorzug gegeben, die für solide Arbeit, wie and1 dafür bekannt sind, daß sie in Bezahlung und Bel-andlung ihrer Arbeiter nicht an letzter Stelle stehen und die Tarifverträge einhalten, wo solck)e bestehen. Natürlich sind die Rechnilngen nod) nicht abgesdstossen, doch Fann man sagen, daß die Gesamtkosten mis Grundstück, Maschinen, Wagen usw. die Summe von 200000 Mark überschreiten werden. Etwa die Hälfte davon brad-tc der Verein aus eigenen Mitteln auf, die andere wurde hypothekarisch aufgebradit. Daß diese Anlage einen Fortschritt für die noch junge Genossenschaft bedeutet, wird niemand bestreiten. Es muß anerkannt werden, daß sie nad) erst 11 jährigem Bestehen zu dieser Leistung imstande war. Im Jahre 1901 trat der mit 120 Mitgliedern gegründete Verein ins Leden; im GesdJjtsjahre 1902/03 belief fid) fein Umsatz auf 24 000 Mark. Im letzten Jahre dagegen betrug der Umsatz 378 000 Mark; an Reserven sind rund 30 000 Mark vorhanden; die Mitgliederzahl beläuft sich jetzt auf 2300. Süchertisch. — Schloß Meersburg. Annette von Trostes T i ch t e r h e i m von Thekla Schneider. Mit einem Titelbild, 14 Textabbildungen und einer Handsd riftprobe. Stuttgart, Muth sd>e Verlagshaitdlung. Pappband 2,40 Mk. „Schloß Meersburg" sdüldert erstmals das Leben und Dichten der großen west- fälifd/en Didsterin im Rahmen der alten Fchsenburg, wo sie von 1841 — 1848 wiederholt jahrelang gen. .ilt bat. Es waren ihre schönsten Jahre, bdrt hat sie die h.'rrliche^ Natur, der See und die ragenden Alpen zu imoergänglid/m Schöpfungen begeistert. Tas Ganze gibt uns ein lebenswahres Bild von der großen Dichterin, deren herbe Große uns durch diese anmutigen Züge näher gebracht wird. Das schmuck ausgestattete Bud)l.nn wird überall Freude bereiten; besonders für die Heranwachsende weibliche Jugend ist es eine vornehme Gabe. Spldplan Oes (Siefjcner Staötti)eaters. Direktion: Hermann Steingoeiter. Sonntag, den lo. November, nachmittags 3^ Uhr, bei kleinen Preisen: „Matthias Gollmger/ Ende • Uhr. Abends 7'/, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen: Gastspiel der Hosschanspielerin Auguste Scholz vom Kömgllchen Theater in Kassel. Zur Feier von Schillers Geburtstag: „Tie Brant von Mesfinck." 6 in Trauerspiel mit Cböie i in 4 Akten von Friedrich v. Schiller. Ende 10X Uhr. Dienstag, den 12. November, abends h Uhr (7. Dien-tag-Adoune» ment - Vorstellung) : Gastspiel von Fräulein Riza B a j o r vom Deutickieu Theater in Berlin: ,Medea.' Ende nach 107, Uhr. Mittwoch, den 13. November, abends 7 Uhr (C. Mittwoch-Avonne- ment-Vorstellung!: „Goldfische.* Ende 9* , Uhr. «Ireitag, den 15. November abends 8 Uhr (6. Freitag-Abonnement-Vorstellung): „Das Prinzip/ Ende nach lo1/, Uhr. Sonntag, den 17. Nov., abends 77, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen: ,1'lntoliebchen.' (Neuheit !) Posse mit Gesang und Tanz in drei Sitten von Jean Gilbert. Ende gegen 10H Uhr. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 10. November. Lö. n a ch T r i u i t a t i s Gottesdienst. 3n der Ltadtkirche. Vormittags 914 Uhr: Plärrer D. schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderlirche für die MatthauSgememde. Pfarrer D. Schlosser. Abends 5 Uhr: Plärrer Schwabe. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konsirmierten männlichen Jugend der Diatthälisgemeinde. Dienstag, den 12. November, naehmittagS 4 Uhr, im MatthäuS- aal: Frauenmissioiisverein. Uitlliuod), den 13. 'November, abends 8 Uhr: Versammlung bei konfirmierten weiblichen Jugend der iUarfn5geineinbe. Donnerstag, den 14. November, abends 8 Uhr, im Matthäus- |aa( : B i b e l st u u d e (Bilder anS der ".'lvo'lelgeschichte. Pfarrer D. Schlosser. In der Zohanneskirche. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Aus leid. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes gemeinde. Pfarrer A u S f e l d. Dlbeuds 5 Uhr: Prof. D. E ck. Nachmittags 2 Uhr Taubstummen-Gottesdienst im LukaS- snal. Pfarrer B e ch t o l s h e i in e r. Abends 7*/, Uhr: Vereinigung bev konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde im Hukassaale. Desgleichen der konsirmierten männlichen Jugend der Johannes- gemeinde int Johannessaal. Altttwoch, den 13. öiovember, abends 8 Uhr: B i b e l ft u n d e. , Pfarrer 91 n c f e l d. Freitag, den 15. November, nachmittags 4 Uhr: Versammlung des FrauenmilnonsveremS der Lukaßgememde. Viächstkunfltgen Sonntag, den 17. 'Jlouembcr wird eine Kollekte zum Besten eines Kirehvanes für die arme evangelische Gemeinde Frei-Weinheim erhoben werden. Der W a rt b u r g - V e r e i n (Weßfleinstraße 38) veranstaltet jeden Sonntag abend einen Vortrag, jeden Dienstag abend eine Bibelstunde, icben Atiltwoch abend cuie Turnstunde und jeden Tonnerstaa abend einen Ve(e- und Svielabend. Tas B i b e l kr a n z ch e n für S ch ü l e r höherer Lehranstalten finbet natt im Johannessaal, uub_ zwar jeden Mitt- iuod) um 6 Uhr für die jüngere Abteilung, jeden Samstag um 6 Uhr für die ältere Abteilung. Tas Vibelkränzchen für S ch ü l e r i n n e n höherer Lehranstalten aus der Johaunesgemeinde ist TienStags um 6 Uhr. katholische Gemeinde, »ciicsoicnii. Samstag, den 9. November: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag, den U>. N o v., 24. Sonntag n a ch Pfingsten: Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , nm 7 Uhr: Tic erste hl. Atesse. , um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. „ um 9 Uhr: Lochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Nachmittags um 5'/, Uhr: Christenlehre; darauf Andacht mit Segen. Abends 8 Uhr: Abendunterhaltung des Vereins kathol. kausm. Sehilsinnen und Beamtinnen. '-Qjialitö&n. f 71 Jahre alt. Treis an der Lumda. nieifter, 69 Jahre alt. Ctto Abel, Taglöhner, mit Luise Schnabel, beide in rod, 5 Jahre alt. vruern. 27 Jahre alt. Leihgestern. Anton Weller, Maurer- Debel in Staufenberg. Schriftsetzer Jakob Hof- Cktober 27. Balthasar Weller II., Land- [ - 31. Ludwig Wilh. Stafmann, Weichen- 1 Wieseck. Wieseck. Sterbefähle: wirt, 72 Jahre alt. steiler, 53 Jahre alt. wieseck. Eheschließungen: Oktober 27. Gustav Deller, Landwirt, mit Margarete Nock, beide in Wieseck. — Karl Ctto Weller, Bahnarbeitcr in Wieseck, mit Marie Schmidt in Alten-Bnseck. — November 3. Adolf Decker, Landwirt, mit Lina Balser, beide in Faber XI. ein Sohn, Albert. Klein-Linden. Eheschließungen: Nov. 2. geselle in Kleinlinden, mit Christina Geborene: November 6. Tem mann eine Tochter, Emilie Elisabeth. Lang-Göns. Eheschließungen: Noventber 3. Paul Franz Zeidler, Automobiltechniker, mit Berta Frieda Spies, beide in Lang-Göns. Langsdorf. Aufgebote: Heinrich Schmidt I., Zimmermann, mit Emma Bausch, beide von Langsdorf. Laubach. Aufgebote: November 1. Heinrich Schmidt, Techniker, mit Maria Rühl, beide in Laubach. — 2. Ctto Sdjmibt, Architekt in Meran ! Oesterreich), mit Minna Stotz in Laubach. — 6. Wilhelm Philipp Nepp, Zigarcenarbeiter, mit Anna Sophie Fritz, beide in Laubach. — Heinrich Kreicker II., Bäcker, mit Marie Jäger, beide in Laubach. Eheschließungen: November 7. Julius Sopp, wiener in Bonn, mit Henriette Becker in Laubach. Lauterbach. Aufgebote: November 2. Georg, genannt Adam Schwarz, Spengler in Lauterbach, mit Marie Klingel in Wernges. — 5. Ctto Kirschbaum, Wächter beim Wach- und Schließinstitut in Gießen, mit Katharina Wahl in Lauterbach. — Chrichan Kaut, .Hutmacher in Lauterbach, mit Katharine Elisabetha Schwing in Landenhausen. Geborene: November 1. Dem Blcch'.varenfabrikarbciter Konrad Stamm II. ein Sohn, Ernst Konrad.- Sterbefälle: November 6. Josef Meier, Mctzgergeselle, Nehmen Söe täglich ein Likörgläschen Dr. Homme!’» Haematogen u mittelbar vor der Hauptmahlzeit! Ihr Appetit wird reger, Ihr Nervensystem erstarkt, die körperlichen Kräfte werden gehoben. Warnung: Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel. Lich. Aufgebote: Adam Weicker, Glaser in Lick, mit Anna Elisabeths Heling in Auerbach. Geborene: Cktober 21. Dem Bierfuhrmann Johann Hrch. Bender ein Sohn, Heinrich. — 23. Dem Klavierstimmer Carl Franz Lehwald eine Tochter, Johanna Gertrude. Nidda. Geborene: Cktober 25. Tem Rottenarbciter Hermann Käßler ein Sohn, Wilhelm. Stcrbefällc: Cktober 26. Katharine Roth, geb. Balzer, Zamilien-Nachrichten aus anderen Grien. (Geburten: Herrn Moritz Bauer in Weilburg eine Tochter. Öeitorbene: Herr Heinrich Wer lad) in Stockheim. — Frau Lina Raiter, gee. Gerbe, m Landenbaufeu. - Herr Jakob v. Diohr in Weinbach. — Herr Philipp Hirschhauier in Eubach. — Herr Leh, er a. T. Weber in Erbenheim. - ivoii Bertha Sonuenbe^a.: geb. Winterberqer, Herr Heinrich Dietz, beide in Wetzlar. — Frau Luise Schnullhenner, geb. Büren, in Herborn. Stanöcdamt$nacbrid?ten. Gießen. Aufgebote: November 5. Ctto Spohr, Geschäftsführer, mit Lisette Graf, geb. Ziemer, beide in Darmstadt. — 6. Ctto Kirschbaum, Wächter beim Wach und Schließinnitut in Gießen, mit Katharina Wahl in Lauterbach. — 8. >tarl Haas, Hu]s- heizer in Gießen, mit Berta Topp in Wenings. Eheschließungen: November 2.. ventrtch Henn, Studentendiener, mit Philippin. Bins, be.de in G:eßen. — Richard Müller, Schmied, mit Frieda Schnecko, beide in Gtetzen. — 6. Heinrich Schwenk, Kaufmann in Ulm, mit LuHe Neuling in Gießen. — Heinrich Schmidt, ForincL, mit Emma Hammel, beide in Gießen. t. Geborene: Cktober 31. ^cm Prediger an der freien evangelischen Gemeinde Johann Paul Heck eine Tochter, Anna Elisabethe. — November 1. Dem Bahnarbeiter Friedrich Karl Benner ein Sohn — Dem Former Wilhelm Setp em ^ohn S t e r b e f ä l l e: November 3. Elisabetha Lottert, geb Gehringer, 72 Jahre alt, Mtoi tarier Straße 8. — Ehmtian Otter- bein, 64 Jahre alt, Licher Straße 74. — 5. Lum Reuel 9 Monate alt, Erlengasse 15. — Dorothea Petrus, 63 ^zahre alt, Licker Straße 106. - 8. Marie Katharina Benner, geb. Etn- häuser, 78 Jahre alt, Rittergasse 16. Alsfeld. Aufgebote: Cktober 31. Karl Albert Stieler, Zimmer- geselle zu Liederbach, mit Marie Stock zu Alsfeld. Ehes ch ließungen: Cltobcr 26. Heinrich Pabst, Fabrik- arbeiter, mit Louise Löffler, beide zu Alsfeld. — 28. ?lbolt Bauer, israelitischer Religionslehrer zu Gedern, mit rich. Sterbefälle: November 4. Karl Zinser, Weißbinder- Eheschließungen: November 1. Karl Schließner, Grubenarbeiter, mit Katharine Schließner. Geborene: Cktober 29. Dem Taglöhner Ludwig Sommer ein Sohn, Walter Ludwig. — 31. Dem Landwirt Luowig Schaum ein Sohn, "Ewald Ludwig. — 9looember 1. Tem Schlosser Karl Held ein Sohn, Wilhelm. Sterbefälle: Oktober 29. Rickwrd Menget, 3Wochen alt. Geborene: Oktober 27. Dem Lagerarbeiter Hrch. Bayer ein Sohn, Ludwig. — 29. Dem Dachdecker Karl Konrad Heinrich Wilhelm Mosbach eine Tochter, Elisabeth Käthchen Minna. — November 3. Dem Lokomotivheizer Leonhard Wilhelm Jsbach eine Tochter, Maria. Sterbefälle: Nov. 4. Frau Anna Maria Hummel, geb. Heidt, 71 Jahre alt. Heuchelheim. Eheschließungen: November 3. Friedrich Schwalb, Lagerist, mit Margarete Benner, beide in Heuchelheim. _ Geborene: Oktober 30. Dem Techniker Karl Neßcldreher ein Sohn, Erhard. — November 1. Dem Fabrikarbeiter Karl Kreiling II. eine Tochter, Marie. Grohen-Linden. _____ Eheschließungen: November 2. Wilhelm Constanz, Installateur, mit Louisa Atmend, beide in Großcn-Linden. Geborene: Oktober 28. Dem Fabrikarbeiter Ludwig 1. Zlchtmg 5. Kl. 1. Freuss.-Süddeufsche (227. Königlich PreussJ Klassen-Lotterie Ziehung vom 8. November 1912 vormittags. Auf jede ire»o«rne Nummer sind tuet gleich hoho (ie- wiaae gefallrn, nu500] 335 640 642 44 732 46 999 89169 1600] 74 268 80 629 60 653 1600) 90227 466 76 689 700 13 61 893 91120 551 717 807 933 92025 197 228 80 316 544 766 64 (10001 828 30 948 76 93119 13000) 76 336 (10000) 67 402 70 84 626 691 763 846 94136 11000] 47 439 941 68 95U0 601 68 608 17 799 876 981 96081 [600] 121 37 288 95 1’000 ) 313 20 469 9 7142 11000) 229 651 98^8 135 248 46 (5001 51 68 1600] 380 89 667 663 733 824 99010 374 386 674 [500] 742 926 100141 79 84 22 317 65 90 462 657 737 72 101213 437 608 71 937 102102 32 221 72 350 66 418 (500J 91 676 880 81 982 103204 88 398 450 513 889 942 63 104014 25 109 332 446 641 44 673 705 904 57 105181 386 467 648 833 63 909 106250 57 98 344 88 639 49 65 65 789 928 107112 301 48 (1000] 49 616 [1000] 653 935 62 108285 487 96 611 711 72 921 30 36 40 109267 316 622 26 78 959 110135 40 282 319 49 79 460 (500) 87 810 111162 204 326 13000] 408 686 610 112073 101 61 467 1600] 649 702 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28 94 623 814 907 42 98.^136058 258 331 37 976 93 137109 68 249 317 46 WO 810 65 63 970 138230 92 336 435 4 8 630 90 681 (3000 ) 702 22 847 70 1 39 232 85 463 624 611 701 86 806 932 140261 [1000] 98 366 469 665 954 141168 81 85 244 49 (5001 60 97 353 465 67 84 832 94 923 66 142013 37 115 [500] 86 212 86 143179 259 69 425 653 765 810 93 989 144011 165 279 367 96 410 69 636 730 78 830 947 80 145060 434 74 [1000] 647 603 33 720 79 870 146040 90 179 229 63 95 (500) 463 671 93 687 732 45 902 63 85 95 147079 272 402 86 523 84 779 148059 66 88 130 255 327 434 620 66 666 847 930 149406 28 89 633 698 13000] 744 900 159065 78 94 228 472 78 511 62 605 978 151056 98 115 282 497 749 152062 108 332 612 [600] 602 4 40 [1000] 62 739 922 30 153151 290 349 520 13000] 669 742 848 55 958 85 89 154028 34 289 436 11000) 745 842 92 155047 133 281 334 48 637 701 30 894 978 130001 156036 68 98 (600) 413 08 662 87 652 [1000] 760 830 44 73 93 919 63 [600] 69 86 157112 336 618 606 22 63 90 703 69 81 158077 80 [600] 94 162 356 68 370 [600] 581 92 631 71 775 84 904 98 159034 66 96 144 64 [3000] 312 486 518 840 64 f 10001 160414 91 560 709 89 819 161053 69 (3000) 160 216 462 67 653 66 618 [600] 809 25 162008 117 675 163577 604 68 901 4 66 77 164206 68 402 43 65 [6001 767 943 91 165074 223 313 462 77 512 33 621 47 771 806 166151 261 326 37 66 90 450 54 62 71 618 [600] 650 64 850 82 920 187140 85 91 248 78 300 19 47 74 764 68 168185 657 96 620 749 837 936 67 1 69050 82 110000] 88 157 204 28 32 361 485 526 [10001 922 [5000] 38 47 170087 103 216 [1000] 17 481 531 99 601 41 79 84 767 [1000] 930 80 [3000] 171026 45 159 203 [600] 361 428 45 600 67 [600] 713 61 17 2016 27 79 138 [5001 55 74 83 332 539 656 713 50 818 34 911 68 97 173041 217 341 479 650 90 739 81 93 805 52 [3000] 174003 70 118 251 354 580 611 [3000] 770 175150 318 25 90 712 828 50 176051 129 [1000 ] 32 336 506 9 [500] 22 701 43 (1000] 847 08 966 (1080) 90 177350 80 [ 600] 98 225 39- 41 45 733 69 902 10 38 178133 354 (600) 619 813 14 17 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Ziehung 5. Kl. 1. Prenss.-Süddeutsche (227. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 8. November 1912 nachmittags. Auf Jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, ond zwar Je einer auf «He f-oie gleicher hämmer in den beiden Abteilungen I and II Nur die Gewinne Uber 240 Mark sind den betreffenden Nummern In Klammern beigefügt. [Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 33 234 [1000] 311 496 621 775 967 1108 [3000] 411 (600) 21 34 696 642 745 917 2147 267 [1000] 71 96 641 45 657 3316 38 691409 85 620 767 74 96 802 83 4001 (500) 187 226 |lb00] 64 372 582 603 7 (600) 27 75 88 947 57 5021 41 229 38 365 96 404 637 649 84 965 6267 354 96 428 30 647 [1000] 646 947 7092 444 638 76 703 862 90 940 64 66 [600] 8155 404 28 (500) 572 9098 128 83 381 644 765 78 803 10164 298 368 688 788 [500] 11028 173 362 80 411 [1000] 624 28 731 44 85 90 [3000) 870 [600] 79 12448 778 13072 154 334 426 [3000] 612 32 715 69 14044 [600] 179 329 498 603 [600] 18 731 75 814 26 [10001 971 15055 109 64 437 633 [600] 768 869 040 (1000) 16256 447 611 17 30 603 21 91 700 914 18 84 17000 63 [3000] 67 (3000) 167 222 362 80 418 67 71 672 79 745 889 902 18055 166 300 18 49 564 723 76 805 49 911 19023 108 63 61 63 204 342 463 645 89 95 866 962 66 20097 106 11 289 663 810 67 21232 65 612 674 22224 368 63 671 604 (600) 67 735 827 23041 312 21 60 455 625 800 [500] 967 24012 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