Nr. 258 Zweites Blatt ^62. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Die „chiehener Zamttienbliitter" werden dem „Anzeiger' viermal wöchentlich beiqeleqt, das „Kreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Tie ..Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeige? General-Anzeiger für G'oerhefsen Mittwoch, 9. Gttober 1912 Rotationsdruck und Verlag der Brükl'schen Universität»;»Buch- und Sremdruckerei. R. Lange, Gieveil. Redaktton, Expedrtton und Trnckerei: Schul- strage 7. Ervediuon und Verlag: 51. Redaklion:e^ll2. Tel.-Adr.:AnzeigerÄieven. Aus Reffen. Aus den Ausschüße» der Zweiten Nimmer. bs. T a r m ft a d t, 8. Oktober. Ter Zweite (G e s e tz g c b u n g s a u S i ch n ß) hielt heute eine Sitzung ab, die eine recht umjangr.iche Tagesordnung auswerst. Richt weniger als neun Anträge aui A b ä n d c r u n g d e S W a hl- re ch t s lagen vor, acht davon waren von dem Abg. Ulrich gestellt. Sie wurdet sämtlich aui Vor.ch'.ag des Vorsitzenden ab° gelehnt. liincm rin trag Grünewald uno G.nos en, die S.aals- rcgierung ivolle Sorge fragen, das; gemäß § 34 des Reichs» gesctzes, 6eir. die Bekämpfung gemeingefährlicher Krankheiten vom 30. 3uh 1900 in Posi.ion 7, der die Ansjiihrnng dieses Gesetzes b-..re,,enden hessischen Bekanntmachung vom 2G. Oktober 1900 Bestimmungen darüber getroffen werden: „wer die gemäß § 28 des Rcichsgcsetzes zu leistende Entschädigung zu tragen bat, binnen welcher Zriil der Cnticl-adigungS- ansprnch geltend zu machen und wie die Entschädigung zu ermitteln und test zu st eilen ist", wurde slaltgegebcn, d. h. also, die Regierung soll ersucht werden, alsbald eine Gesetze. Vorlage über die Be- kämpiung ansteckender Krankheiten, wie sie in Aus.icht gestellt ist, vor-nleaen. Ein Antrag Ulrich und Genossen fordert, daß bei allen Vertagungen von Terminen, bei welchen zu den neuen Terminen besondere Ladung nicht erfolgt, den bei der Verhandlung beteiligten Personen ein cin^dycc schriftlicher Ter- minzettcl, in welchem der neue Termin enthalten sein muß, sofort zu bcl)ändigen ist. Lier steht der Ausschuß aus dem Standpunkt, daß dem Anträge, soweit er reichs- ober lanbesgcsctzliche Regelung verlangt, nicht stallgcgebcn werden soll. Zedock) beantragt der Ausschuß, das Ministerium zu ersuck-cn, auf dem Wege der Instruktion die Gerichte zu veranlassen, bei den Tcrmin- verlegnngcn, bei denen gerichilid)c Ladungen nid)t vorgcschricben sind, den Beteiligten Vcrtagnngszettcl zu behändigen, soweit diese nicht ausdrücklich darauf verzichten, lieber einige weitere Anträge wird der Ausschuß morgen verhandeln. Ter B i t t fchri-f t e n a n S s ch u ß hielt gleichfalls heute eine Sitzung ab. Ein Antrag Ulrich und Genossen, betreffend Er- leichtcrung bet Austritt aus den Kirchengcmein- schaften und Aushebung der Stempelgebühren bei diesem Austritt wurde gegen zwei Stimmen abgelchnt. Ein weiterer Antrag 111 r i d) auf Uebernahine aller A r m e n l a st e n aus den Staat unter Beseitigung aller ou öffenllid^e Unterstützung geknüpften Beschränkungen der staatlichen Rechte wurde gegen die Stimme des Vorsitzenden (Abg. Raab) abgelehnt, da eine ,olche Uebernahme uad) Auskunft der Regierung r.ichsgesetzlid) nicht zulässig sei und sid) and) zu große Schwierigkeiten in der Durchsichrung ergeben würben. Ein Antrag Molthan, Sonntagsruhe der E i s e n b a h n b c d i e n st c t e n betreffend, sand keine Erledigung. Es soll erst festgestellt werden, >oie weit in anderen Eisenbahndirektionen der Dienst dem Anträge entspreck-end geregelt ist. Ein Antrag Tiehl anf Abänderung des Weingesetzes wurde zurückgestellt, >veil der Antragsteller nicht anwesend war. Eine Vorstellung des Landesverbandes denlsd>er Militliran- Wärter, Besetzung der K a n z l e i g e h i l j c n st e l l e n bei den Kollegialgerichien wurde einstimmig für erledigt erklärt. Ein Antrag So H err und Genossen, auf Abänderung des § 24 der R h e i n s ch i f f a h r t s o r d n n n g wurde abgelehnt. Eine Vorstellung der Z ü n d h o l z s ch a ch t e l m a ch c r wurde zurückge- ilciil, ebenso eine Vorstellnng des Vorstandes des Verkehrs- verbandes der Strecke Franksurt—T a rinstad t. Tie näd)üc Sitzung des Bittschrittenausschusses steht noch nicht fest. Konfursftatiftit. Im Jahre 1911 wurden im Tein scheu Reick) 15 496 Anträge aus Konkurseröffnung gestellt gegen 14 788 im Jahre 1910 und 14 762 im Jahre 1909. 8680 (1910: 8387 und 1909: 8630) Konkursverfahren wurden eröffnet. Ferner wurden 2351 (1910: •2396 und 1909: 2375) Anträge wegen Massenmangcls abgewicsen, so das, 11031 (1910: 10 783 und 1909: 11 005) Falle neuer K on- Curie gezählt wurden. Die Zahl der im Jahre 1911 beendeten Konkursverfahren, die natürlich zum Teil sd)on in den Vorjahren eröffnet worden waren, belief sich auf 8092 (1910: 8150 und 1909: 8555 . Ter Zahl imd)_ i|"t sonach eine Berni uwerung eingetrelen. Dagegen ist die Schwere der Konkurs- ItiUe im Durchschnitt getvaclnen. Bei sämtlichen beendeten Konkursverfahren tuurbe näntlick) im Jahre 1911 eine Schuldenmasse von 421,3 Mill. Mk. ermittelt gegen 382,2 Mill. Mk. im Jahre 1910 und 392,2 Mill. Mk. im Jahre 1909. Dieser Sckmldcn- masfe standen als Tcilungsmajie gegenüber 1911 nur 78,4 Mill. Mark, 1910 90,8 Mill. Mk., 1900 93 Mill. Mi. Im Durchschnitt kamen sonack) auf ein beendetes Konkursverfahren: 1909 1910 1911 Mk. Mk. Mk. Schuldenmasse . . < 45 173 46 7o0 51 947 Te lung.mässe . . . 10867 11249 9 732 Bei 39,1 Proz. dieser Fälle Hal die Scknidenma fe 10 000 Mark nicht erreicht, bei 20,7 Proz. stellte sie sich auf 10 090 bis 20000 Mk., bei 21,1 Proz. am 20000 bis 50000 Mk., bei 9,6 Pro;, anf 50 000 bis 100000 M , bei 8,3 Proz. auf 100 000 bis 500 000 Mk., bei 0,6 Proz. auf 500 000 bis 1 000000 Mk. und bei 0,3 Proz. auf 100 )000 Mk. und mehr. Tie abfolnte Zalst dieser lenlgedadnen M i. i o n e n k o n k u r s e beträgt 26 (gegen 22 im Ja!ne 1910 und 33 im Jahre 1909). Von den Millionenkonlursen sieltn — nach dem Wohnsitz der G.meinschuldner — 18 ans Preußen, 4 auf Sachsen, 2 auf Hamburg, je einer auf Sachsen-Meiningen und Elsaß- Lothringen. Dcutjcbc» Keicth Tas Kaiser paar wurde wahrend seines Aufenthaltes in Königsberg, wo es am Tienstag um 12y» Uhr eintraf, überall auf das herzlichste begrüßt. Es setzte um 3 Uhr 15 Minuten seine Fahrt nach (Sabinen fort, wo es um 5 Uhr 25 cintraf. Der Reichskanzler unb Frhr v. Hertling. Ueber den Inhalt einer Unterr düng des Reichskanzlers mit Freiherrn v. Hertling will die „Münchener Zeitung" folgendes erfahren haben: „Tie Angelegen!)-tt des Jesuitengesetzes wurde nur ganz kurz g eftreif t. Ten Hauptgegenstand der Unterredung bildete ein Meinungsaustausch über d.n derzeitigen Stand der auswärtigen Angelegenheiten und die etwaige Einberufung des Bundesratsaussdmsses für auswärtige Angelegenheiten, in dem Bayern befanntlid) den Vorsitz führt. Man dürfte wohl nickst in der Annahme fehlgehen, wenn tu trächster Zeit, b. h. sobald sich das Ergebnis des gemeinsamen Vorgehens der Mächte bei den Balkanstaaten erkennen läßt, die Zusammen- bernfung des Ausschusses erfolgen wird. Auck) die Fragen, die mit dem demnächsligen Wiederznsammentritt des Reick)stages in Verbindung stehen, würden gestreift. Zu bett Tariferleichterungen infolge der Fl ei s ch t e u e r u n g, welche am 10. Oktober 1912 in Kraft treten, schreibt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung", daß auch der seit dem Jahre 1907 bestehende Ausnahmetarif für frisches Fleisch dis §um 31. Dezember 1913 verlängert und ausgebaut, jedoch dahin eingeschränkt wird, daß er nur auf das im Inlande verbrauchte Fleisch Anwendung findet. Die an die Gemeinden usw. zu gewährenden Vergünstigungen werden neu eintreten, wenn das Fleisch oh ne Gewinn an die Verbraucher oder Schlächter abgegeben wird, wobei letzteren Falls den Behörden an der Festsetzung der Fleischpreise das Mitwirkungsrecht zusteht. Gerste und Mais kommen, soweit im Jnlande Futtermittel verwendet werden, in den Spezialtarif 3 zugunsten der Viehzüchter. Hierbei ist ebenfalls Vorsorge getroffen, daß der Frachtuachlaß wirklich den Verbrauchern bezw. Viehhaltem zukommt. Um diesen Zweck zu. erreichen, wird diesmal folgender Weg ein» geschlagen: Der Frachtnachlaß tritt nur künftig ein, wenn der Frachtberechtigte, auch soweit er Händler (Zwischenhändler ober Großhändler) ist, selbst im Frachtbrief ober in einer befonberen Note auf Treu unb Glauben bie Erklärung abgibt, baß ber Verbrauch einen Unterschied gegenüber der gewöhnlichen Fracht erhält. *. tär v. Kiderlen-Wächter zunächst der französische Botschafter E a m b o n das Wort, indem er ocifidicric, daß alle Teilnehmer der Konferenz fluten W l en unb Eifer milbrachlen, die alle Schwieriakeiten überwinden werden Er warf bann einen Rückblick ans die bisherigen Weltausstellungen unb auf d e Vorgeschichte ber Konferenz. Alle Regierungen hatten sich beeilt, auf bie den.sehe An regllna einzugehen, alle hegten beit lebhaften Wunsch, eine Verbesserung unb Ge.undnng der Regem für bi? großen industriellen Wettbewerbe he.'be z 's h.en, wo alle Nationen mit Waffen l mpften, welche Reichtum, Wissenschaft, Kunst und menschlicher Erfindungsgeist ihren Arbeitern an die Hand gegeben habe. Es werde aber auf den internationalen Ausstellungen nicht nur gelämpst; man lerne voneinander unb erhalte Anregungen zu neuen Fortschritten. Deutschland, so groß im Reiche ber Gedanken, sei heute eine gleiche Macht auf wirtschaftlichem Gebiet. Die Entwicklung seiner Industrie unb seines Hanbeis iverbe ein Kennzeichen unserer Zeit.bilden und werde in der Geschichte ein Ehrentitel für die Regierungszeit des Herrschers sein, welcher die Geschicke dieses Reiches lenkt. Anschließend an diese Worte richtete der Botschafter an den Staatssekretär die Bitte, dem Kaiser den Tank aller Teilnehmer an der Konferenz für den ihr seitens ber deutschen Regierung gewordenen Empfang au.zusprechen und Seiner Majestät die Hutoigung der Versau.m.ung zu übermitteln. Hierorts übergab Staatssekretär v K i d e r l e n - W ä ch - t e r den Vorsitz dem Führer der deutschen Delegierten, Unterstaatsfeiretär im .Reichsamt des Innern Richter, welcher sein Amt mit einer längeren Ansprache übernahm * 2 i e Hauptversammlung des Bundes deutscher Bodenreform er. Bei den Verhandlungen der gegenwärtig in Posen tagenden 22. Hauptversammlung des Bundes deutscher Bodenreformer hielt Professor Kraft (Dresden) einen Vortrag über „Volksgesundheit und Boden- reform". Ter Redner wies als die Ursachen der großen Kindersterblichkeit, die im Jahre 1910 öoit J 924 000 ehelich geborenen Kindern im ersten Lebensjahre 311000 Opfer gefordert hat, nach, daß nur eine staatliche Woh - nungs- und Bodenreform diesem liebel abhelfen könne. Professor Rein (Jena) sprach über das Thema „Deutsche Jugenderziehung und Boden- re f o r m" unb verlangte, baß die Lehrer allen Schülern unb Schülerinnen einen Einblick in die Theorien der Bodenreform gewähren, da sie bereits auf das Leben der Nation bestimmend einwirke. * DerpreußischeLandtagsabgeordneteJnstiz- rat Gitzling, ein Führer ber Fortschr. Volkspartei, ist am Dienstag vormittag in München, wo er feit längerer Zeit krank war, im Alter von 53 Jahren gestorben. Reichstagsabg. Dr. Becker. Das Befinben des erkrankten Reichstagsabgeordneten Dr. Becker (Sprendlingen), der im Darmstädter Krankenhause sich einer Operation unterziehen mußte, hat sich n. d. Tannst. Tägl. Anz. sehr gebessert. Er befindet sich jetzt zur Nachkur in seinem Heimatorte Ludwigshöhe. Das Reichsversicherungsamt hat bestimmt, daß die ihm unterstehenden Berussge- n o f j e n f d) a f t e n die Aenderung ihrer Satzungen bis zum 30. November 1912 zu beweisen haben, andernfalls wird das Amt bie Satzungen von aufsichtswegen änbern. * Die internationale Ausstellungskonferenz in Berlin. In ber Eröffnungssitzung ber internationalen Ausstel- lungskonserenz ergriff am Dienstag nach bem StaatssekreHeer und Flotte. Ein neuer Aufruf des Deutschen Wehrvereins. Die zweite Gesamtvorstaubssitzung bes Deutschen Wehrvereins hat einen neuen Aufruf beschlossen, in dem es am Schlüsse heißt: Wir Deutschen sind bas Volk ber Mjtte Europas. Schon die Lage unserer Wohnsitze setzt uns größeren Gefahren aus, als sie irgenb ein anderes der führenden Völker des Erdballs kennt. Wer da glaubt, daß wir uns in ihnen behaupten können ohne Brief aus Sofia. P. v. G—r. Sofia, Anfang Oktober. Krieg gibt's, Krieg gegen die Türkei! Tas ist der Ruf, Den man seit der gestern bekanntgemachten Mobilmachung immer wieder unb wieber vernimmt unb ber unser ganzes öffentliches Leben vollftäitbig belferrfd't. 911^ gestern die halbflüggen Zeilungsverkäufer die nock) brudfeud)tcn Blätter mit der offiziellen Bekamnmachung der Mobil- madjung lärmend ausschricn, da wollten viele zunächst gar nicht daran glauben, da wir hier wahrend der vergangenen Woche die betannte Stufte vor dem Sturm hatten und man allgemein glaubte, daß sich das drohende politische Un- gcroittcr wieder verziehen würde. Das ist mit einem Schlage anders geworden, seitdem sich uns der Ernst der Lage deutlick) gezeigt. Tie bisher nur teilweise ausgetretene Kriegsbegeisterung ist jetzt eine allgemeine unb hat alle Schichten der Bevölkerung ergriffen. Jubel unb Trubel fterrfd)en überall in unserer sonst recht sticken Hauptstadt. Als heute morgen mit klingendem Spiel die Wache nach dem Palais marfdjierte, was sonst non niemandem beachtet wird, da hatten sich im Nu Hunderte von Menschen versammelt unb zogen tjurrarufenb unb singend bis zu dem von Posten bewachten rückwärtigen Eingänge des Palais mit unb wären gern in den gartenähnlichen Vorhof eingebrungen, um dem Zaren eine Huldigung darzu- bringen, wenn dies nicht die Gendarmerie-Unteroffiziere uerftuibert hätten. Aber noch lange verharrten sie braunen in biefttgebrängter Menge unb brachten schallen de Hochrufe auf ben Zaren aus, bessert Arbeitszimmer im ersten Stoa- werk biefes Schloßflügels liegt unb von bessert Fenster aus man ben Blick nach bem majestätischen Rino-Gebirge hat. Gmtz toll war gestern abend bie Begeisterung, nachbem bie Fabriken unb Läden geschlossen worden unb man im Zentrum ber Stabt in der Nähe der weißschimuientden Banjabaschi-Moschee, die von ben verkehrsreichsten Straßen umgeben wirb, nur Schritt für Schritt vorwärts kommen konnte. Ter Fuhrwerlsvertehr *tixtte fast gänzlich, unb unaufhörlich erscholl das warnende Läuten ber elektrischen Straßenbahnen, benn auch bie Fahrwege waren von did)- ten Volksmassen gefüllt, die aber willig den patriotische Lieder fingenben unb Fahnen schwenkettben Zügen von Studenten und Sd)ütern Platz madjten. Wie in einem Bienenschwarm surrte unb summte es in unb vor ben Eaf6s und Gasthäusern; zwisd>en den eng zusammengerückten Tischen unb Stühlen standen bie laut Plaudernden, bie sich gestikulierend mit Bekannten unb auch Fremben unterhielten. Ten Zeitungsboten riß man bie Blätter fort unb las bie Nachrichten den Umsitzenden unb Umstehenden vor. An wilden Gerückten fehlte es nicht, so daß es schon an der Grenze in ben Tälern ber Maritza bei Mustafa-Pascha zu blutigen Zusammenstößen gekommen wäre unb baß bie türkischen Truppen dort eine erhebliche Meberlage erlitten hätten. Ticht umdrängt war aud) das nahe der Sobranje gelegene schmucke Heim des Offizier-Klubs mit seiner langgestreckten offenen Veranda, wo sich mit Einbruch der Dämmerung neben aktiven stets viel pensionierte unb ber Reserve angeftörenbe Offiziere einfinben. Mit Musik nahten einzelne Trupps mazedonischer Freiwilliger, die bestimmten landsmäuirisdien Vereinigungen angehören, und brachten jubelnd auf genommene Hochs auf die Armee aus. Ein früherer höherer Offizier hielt vom (fingang des Klubs eine kurze Ansprache, die freilich bei dem Gewirr nur den Nächststehenden verständlich war, und die in einem Hoch auf ben Zaren endete, das donnernden Widerhall fand. Auch im Klub war nichts Näheres zu erfahren über jene erwähnten Nachrichten von bereits begonnenen Iriegerischen Ereignissen; die roenigen aktiven Offiziere hüllten fick) in Schweigen unb verschwanden schnell wieder, nachdem sie iftren Kaffee ober ihr Glas Bier getrunken. Bon bem benachbarten Kriegsministerium war niemanb erschienen, die erhellten Fenster des schlichten, zweistöckigen Baus, ber ein ganzes Straßenquadrat einuimmt, wiesen auf rastlose Arbeit hin, Ordonnanzen mit großen Ledermapperi tarnen unb gingen, Anmeibungen von Zivilpersonen, welche diesen ober jenen Offizier sprechen wollten, würben fd)on von ben Pförtnern unten verweigert. Dom Bahnhof her ziehen ben langen Maria-Luisa- Boulevard entlang Hunderte unb Aberhunderte von den zu ben Fahnen einberufenen Reservisten, bie in überfüllten Zügen aus den nahen Ortsd-asten eingetroffen unb sich zu den in den Äajernen definbliehen Meldestellen begeben. Es sind meist präü)tige, in Wend unb Wetter gehärtete Erscheinungen, viele in ihren Sd)afpelzmänteln unb mit den Fellmützen auf bem Kopf, bie Füße in ben sanbaienähnlichen, verschnürten Opanken, alle ein Bündel ober ein Köfferchen tragend, einzelne von ihren Frauen und Ztindern begleitet. Die gebräunten Gesichtszüge drücken ruhige Entschlossenheit aus, man sieht diesen marligcn Gestalten an, daß sie den größten Anstrengungen gervack)sen sind und daß sie dem Wasfenhandwerk mit Freuden ergeben sein werden. Hier und da schallen ihnen laute Zurufe entgegen, die aber meist nur durch einen freundlichen Gruß Erwiderung finden. Tie ganze Bevölterung ist von flauem Selbstgefühl ersaßt unb man hofft auf einen siegreichen Ausgang des Kampfes, den man sich durchaus nicht leicht vorstellt und von dem man schwere Opfer an Gut unb Blut erwartet. Aber trotz alledem zeigt sich überall bie gleiche Entschlossenheit, ben bebrohten bulgarischen Brühern in Mazedonien zu Hilfe zu kommen unb ihnen, nachbem alle anderen Versuche vergeblich gewesen, mit ben Waffen bie Rechte zu erzwingen, auf bie sie nach allgemeinster Auffassung hier Anspruch haben. Sck)einbar still unb verlassen liegt das königliche Palais da, auf dessen Tach bie rote Flagge mit bem bulgarischen Wappen luftig im goldenen Her bst sonnenschein weht. Zar Ferdinand ist gegenwärtig ber volkstümlichste Mann in Bulgarien und würbe von stürmisd)en Huldigungen umwogt fein, wenn er sich in der Oeffentlichteit zeigte. Das herauszufordern, liegt nicht in seinem Wesen; bann aber auch halten ihn Arbeit unb Beratungen, verbunden mit einem starken Depeschenwechsel, der aud) nachts nicht aus- setzk, an das Palais gefesselt. Man weiß, daß der Zar bis zum letzten Augenblcck friedliebend war und daß er sich zu einer kriegerischen Lösung der schwebenden Fragen nur entschlossen hat, unter bem Truck wuchtiger Gründe. Aber man weiß auch, daß er in dieser folgenschweren Zeit in jeder Beziehung seinen Mann fleht und alles tun wird, um die nationale Würde zu wahren. Voll unbedingten Vertrauens halten zu ihm Armee und Volk, und das ist eine gute Gewähr an diesem bedeutsamen Wendepunkt unserer ganzen Entwicklung und Geschichte! Ms en trägt t39 700 — 59 Proz. aller Wohnungen, gegen 3b 61 57 Proz. im Vorjahre. Beanstandet wurden 3533 Wohnung 8,9 Proz. mit 5319 verschiedenen Anständen (gegen 3462 Wohnungen — 9,4 Proz. mit 5622 Anständen im Vorjahre). Hiernach hat die Zahl der beanstandeten Wohnungen irn ganzen zwar zugenommen, prozentual ist sie aber etwas geringer als im hessische wchrunqspflcge im Zähre 19p. Ter Bericht des Hessischen Landes-Wohnungsinspektors ist erschienen. Danach unterstanden im Jahre 1911 der Woh - nungsaufsichl: 40 674 Wohnungen, bestehend ans brct Räumen (einschl. Küche), 19 840 Wohnungen, bestehend ans zwei Raumen (einschl. Küche), 6504 Wohnungen, bestehend ans einem Raum (einschl. Küche). Hiervon waren Kellerwohnungen bezw. Wohnungen, die zwar nicht teiliveise unter dem Erdreich lagen, aber nicht unterkellert waren: 758, Tachwohnungen: 16 702. Es betrug ferner die Zahl der Schlafstellenräume 11 857, die Zahl der Schlaträume für Lehrlinge, Dienstboten usw. 39 702. Tie Zahl der in 1911 besichtigten Wohnungen beträgt O39 700 59 Proz. aller Wohnungen, gegen 36 667 — äußerste Anspannung unserer Kräfte, unseres gesamten leiblichen, geifrigen und sittlichen Könnens, der ist tm Jrrrunr Tie Überzeugungen, die Stein und Arnot, ^axnbort und Wneifenau, Kaiser Wilhelm l , Moltke und Ai-maxd vertraten, mo noch b ute die reichste und reimte Quelle unbeugsamer, opjemnl tiger Vaterlandsliebe. Indem wir sie betätigen, lersten wir auch der Welt einen Dienst. .. . . . . Wer in dieser Gesinnung mit uns eins ist — undieder gute Teutschc Mutz -s fein der trete dem T.mischen Wehrveretn bet Er ist begründet, diese G.iinnuna n Stegen und aus ihr Die nötigen Folgerungen für die Gestaltung un^es Heerweien^ zi ziehen, die durch die letzte Heeresvorlage leider Nicht m dem Um fange gezogen worden sind, wie cs aus schwerwiegenden mitt tärischen und politischen Gründen geboten erscheint, ^r ^rnu der Gegenwart fordert gebieterisch, das Versäumte nachzuholen. Vorjahr. Von 11857 Schlafstellenräumen wurden 286 = 2,4 Proz. (3 Proz.), von 39 702 Schlafräumen der Tienstboten, Lehrlinge usw. 477 1,2 Proz. (1,5) beanstandet. Von den grossen Städten des Landes hat in 1911 Offenbach die meisten Anstände aufzuweisen. Hier ist gegenwärtig die Wohnnngsausficht zweifellos am besten organisiert: denn neben dem WohnungsinipeUor ist eine Assistentin tätig, eine Einrichtung, die als mustergültig bezeichnet werden kann. In Mainz beträgt der Prozentsatz der beanstandeten Wohnungen 13 Proz., in Worms 17,8 Proz., wogegen Darmstadt mit 6,7 Proz. wesentlich zurückbleibt. In (Kiesten ist die Wohnungsaufsicht nur in sehr geringem Umfange gehandhabt worden. Von den Landkreisen hat Schotten die meisten Beanstandungen (21,9 Proz. der besichtigten Wohnungen) aufzuweisen, es folgen Bensheim mit 12,1 Proz., Lauterbach mit 11.8 Proz., B üdingen mit 8,9 Proz., Heppen h e i in mit 8,7 Proz., während die übrigen Kreise unter dem Durchschnitt von 8,9 Proz. bleiben. Am geringsten ist der Prozentsatz im Stadt und Landkreis (Kiesten (1,5 Proz.) und Groß Gerau (2,4 Proz.). Die KreiL-Wöhnungsinspektorin in Worms hat 1911 268 Rnchrevijionen und 60 Neubesichtigungen । darunter acht Eigcn- wohnungein vorgenommen. Nur sechs von diesen 60 Wohnungen waren nicht zu beanstanden. Fm Berichtsjahre 1910 wurden von den beanstandeten 156 Mietwohnungen 175 in Stand gesetzt, bei 281 war Frist bewilligt. Diese und die neu beanstandeten Mietwohnungen erfuhren Verbesserungen in 50 Fällen. Tast es bei dieser verhältnismässig geringen Zahl von Verbesserungen ge blieben ist, liegt daran, da st es sich bei den Beanstandungen meist nm recht verzweifelte Fälle handelte, wo Vorsicht geboten war, um die Mieter, gewöhnlich schlechte Zahler und kinderreiche Familien nicbt_ obdachlos zu machen, denn der Wohnungsmangel hat iul> vci stärkt und die Möglichkeit, alte Bauernhäuser wieder in einen dem WohnungSausfichtSgeseb entsprechenden Zustand zu versetzen, wird eine immer geringere. Aus die einzelnen Größenklassen von Gemeinden verteilen sich die erhobenen Beanstandungen wie folgt: Gemeinden mit über 2000<> «feien: 2225 12,4 Proz. der besichtigten Wohnungen, Gemeinden nut o- bis 20000 Seelen: 172 6,9 Proz der be fichtigten Wohnungen, Gemeinden mit 2 bis 5000 Seelen: 391 = Vroz. der besichtigten Wohnungen, Gemeinden unter 2000 <5eclcn: 445 - d Proz. der besichtigten Wohnungen. der Beanstandungen wächfl also mit zunehmender k bcrJ"cmcn,bcn Tas .ist aber nicht etwa ein Beweis dafür, a® '.“pbninigsverhäitnisse in den größeren Gemeinden un günstiger seien als in den Heinere», vielmehr ist bieie Erscheinung m der .Hauptiache daraus zurückzuführen, dah in enteren die Woh uungsauflicht scharfer gehanbbabt wird als in letzteren Lie oben erwähnten 5349 Anstände beziehen sich auf: lieber- luHung in 490 Fallen, ürcudftigfcit 365, bau und feuerpolizeiliäw Grunde 509, auSbe, ierungsbedürftige Decken, Wände, Fustböden, Fenster, Treppen -4W, Mängel in Abortanlagen 278, ungenügende • ÄtP’Sft , 33' ^ahrdung der Sittlichkeit 243, sonstige Gründe in 851 Fallen. Aie Erledigung der Beanstandungen geschah in folgender Weue: ne wurden beseitigt in 2309 Fällen, b). leergestellt -L C-1 !nain-ylll.e.n ium ^ufsucl^ii einer anderen Wohnung 5äneii tn WUen, q) Fristen wurden bewilligt in 875 u*h cSiiAK0? 10 Jv4llc von Heberinlliing von Wohnungen ’5,tm st erfolgen. Ob die früher genannten Kandidaten, L-tiftsprobst ±x. Kaufmann-Aachen, Bischof Tr. Hartmann-Münster, Leminar- regent LauSberg Köln u. n. dabei in Frage kommen, steht nod) dahin, erscheint aber wahrscheinlich. Einem römischen Telegramm desselben Blattes zufolge wird der Heilige Vater anordnen, daß die Katholiken den n i ch t k o n f ess i o n e l le n G ewe r kschaften unter der Bedingung angeboren dürfen, dast |ie gleich zeitig Mitglieder eines ausgesprochenen katholischen Vereins sind, zum Beispiel eines katholischen Männer- und Arbeitervereins oder Gesellenvereins. Dcrmtfcbfes. . Dulverervlosion in Mexiko. Aad) einem Telegramm aus Tampico in Mexiko er folgte in einem Speicher eine P o l v e r exp lo s i o n Bisher Unseren Anzeigenkunden zur gefälligen Beachtung. Um den größeren Anzeigen für die Samstagsnummer eine sorgfältige Satzausstattung zu sichern, empfiehlt es sich dringend, die Aufgabe ein bis zwei Tage vorher zu bewirken. Bei der großen Menge der Anzeigen kann nnr bei rechtzeitiger Bestellung eine wirkungsvolle Anordnung gewährleistet werden. Verlag des Gießener Anzeigers. CiifthiMnatyrf. Frankfurt a. M., 8. Olt Das Luftschiff „Viktoria Lüne" unternahm heute vormittag eine Fahrt in die Umgebung Frankmrts, an der folgende Periönlichkeiten teihtabmen: Prinz anb Prinzeisin Fnednch Karl von Hessen, Erbprinzefiin Elisabeth rcopol> von Anhalt, Prinz Friedrich Wilhelm von Hessen, ferner die Prinzen Manmilian, Philipp, Christoph, Wolfgang und .uchard von dessen sowie her Konsul von Bafscrmann. Für .wule nachmittag ist bas Lufischiff von dem Inhaber der bekannten Wiesbadener ^ektfirma Henkell gechartert. Zum Abbruch Tarnen ober wurden aus anderm Gninden nicht mehr zum Wohnen benutzt: 242 Hamer, enthaltend 330 kleine und 60 größere Wohnungen. Der Reinzugang beträgt hiernach: 1779 Häuser, enthaltend 2068 kleine und 10o6 größere Wob Nach dem Ergebnis der Volkszählung gab es am 1. De;. 1910 abgesehen von Anstalten usw. 280 654 Haushaltungen gegen 262 157 am 1. Dezember 1905. Die Zahl der Haushaltungen tft mithin in den 5 Jahren um 18 497 gewachsen oder im ^ahr^ rund um 3700. Rechnet man aus jede Haushaltung eine Woh, uung. so würden also die nach obigen Ermittelungen in 1911 neu hinzugekommenen 3124 Wohnungen den Bedarf nicht ge deckt haben. Es läßt sich hieraus freilich nicht ohne weitere-.' ein Schluß ziehen auf ein etwa zu geringes Wohnung^angebot Tie Ermittelungen über die Zahl der neu erstellten Wohnungen werden zwar nicht viel Fehler aufweisen, aber Die 3ani oer neu hinzugekommenen Haushaltungen ist nur eine -lurmiOfnitty zahl, die die Möglichkeit offen laßt, daß die tattachliche Zahl eine andere ist: ferner kommt es — wenn auch majt häufig oor, daß zwei Haushaltungen nur eine Wohnung haben, immerhin kann aus jenen Zahlen doch so viel entnommen werden, dast die Wohnungserstellung und besonders die Produktion kleiner Wohnungen in 1911 hinter den Bedarf in geroinem Umfange zurückgeblieben ist: denn nach den Erfahrungen und etwa k der Bevölkerung auf kleine Wohnungen von 3 Zimmern nebst Küche und weniger angewiesen, also von den 3700 Haushaltungen etwa 2700 denen nur 2068 Wohnungen jener (Kroße gegenuberstchen. Mas die gemeinnützige und genossenschaftliche Tätigkeit anbelangt so hatten die am Schluffe deS Berichtsiahres bestehenden 42 Bau vereine an Geschäftskapital: a) gezeichnetes 1270 909 Mark, b) eingezahltes 1 153 492 Mark. Die zur Verteilung gelangte Dividende betrug 3Vs und 4 Proz. Soweit Angaben vorliegen, betrugen die Reserven: a) gesetzliche 210 695,20 Mark, b) Hilfsreserven 129 431,15 Mark. „ Tie Gesamtzahl der bis Ende 1911 errichteten Hauser betragt 743 im Herstellungswerte von 7 859 800 Mark. Davon sind: Einfamilienhäuser 258, Zweifamilienhäuser 347, ^reifamilien- häuser 61. Häuser für vier und mehr Familien 77. Am stärksten ist mithin das Zweifamilienhaus vertreten. Wenn also auch gesagt werden darf, daß das Kleinhaus — nickst nur in der gemeinnützigen, sondern auch in der gewerblichen Bautätigkeit — im Lande einen hervorragenden Platz einnimmt, so muß doch andererseits mit Bedauern festgestellt werden, daß das Heine Einfamilienhaus immer mehr zurücktritt und von dem Zwei- familienhaiis verdrängt wird. , Tie L a n d e s v e r s i ch e r u n g s a n st a l t hat im Jahre 1911 398 070 Mk. für Arbeiterwohnungszwecke dargeliehen, und zwar an folgende Bauvereine: Alsfeld 16 000 Mk. zu 3‘/2 Prozent, Bensheim 16 600 Mk. zu 4 Proz., Bretzenheim 20170 Mark zu 3V» Proz., Darmstadt „Daheim" 26 500 Mk. zu 4 Proz. und 5400 Mk. zu 3'/. Proz., Fürth 21200 Ml. zu 4 Proz., Heppenheim a. d. B. 20 000 Mk. zu 3Vs Proz., Offenbach 4900 Mark zu 4 Proz. und 37 000 Mk. zu 3Vs Proz., Nidda 10 000 Mark zu 3'/. Prvz. und 14 000 Mk. zu 4 Proz., Vilbel 9000 Mark zu 3V2 Proz., ferner an- Arbeiter der Firmen Cornelius Hepl, Merkel'usw. 197 300 Ml. zu 3'F Proz., zusammen 398 070 Mark. An die Beamten-Baugenossenschaft Worms wurden drei Darlehen im Betrage von 31800 Mk. ausgezahlt. Von der Landeskreditkasse sind 1911 Darlehen für Wohnungsfürsorgezwecke nicht gezahlt worden. In Bezug auf die Tätigkeit der Gemeinden auf dem Gebiete der positiven Wohnungsfürsorge wird bemerkt, daß im Berichtsjahre wiederum mehrere Gemeinden die Bürgschaft für Darlehen der Bauvereine übernommen haben. In Roßdorf war die Gemeindebürgfchaft indessen nicht zu erlangen, trotzdem daselbst Mangel an Kleinwohnungen besteht. Ein Verfahren gemäß Art. 5 Ab). 2 des Wohnungsfürsorgegesetzes konnte nicht durchgeführt werden, weil die Genosfenschast, der vielen Schwierigkeiten, die sich ihr in den Weg stellen, müde, beschlossen hat, das von ihr augefaufte Grundstück an die Mitglieder parzellcn- weise zu veräußern und die Bebauung den Mitgliedern selbst zu überlassen. Die Stadt Neu-Isenburg hat zunächst 20 000 Mk. zur Erbauung von Kleinwohnungen zur Verfügung gestellt: ferner hat die Gemeinde Usenborn auch im Berichtsjahre den Bau kleiner Wohnungen fortgesetzt, während die Gemeinde Lörzenbach i. O. zur Erbauung eines Wohnhauses durch einen ortseingesessenen Arbeiter die Bürgschaft für das erforderliche Hypothekendarlehen bis zu 80 Proz. der Herstellungskosten übernommen hat. wandern und Reifen, vader und Sommerfrischen. — Lich, 8. Okt. Seine 9. und letzte diesjährige Programm- wandernng unternahm der hiesige Zweig verein des V. H. C. bei einer Beteiligung von 30 Tanten und Herren am Sonntag unter Führung von Stud. Fr. Roth. Der Marsch führte nach den Lahnbergen und zwar von Station Bieber über Hohensolms nach Wetzlar wo im „Deutschen Haus" bis zum Abgang des letzten Abendzuges frohe Stunden verlebt wurden. — Die Beteiligung an den diesjährigen Wanderungen des Zweig Vereins war ganz vorzüglich, so daß einer größeren Anzahl Tanten und Herren, die sich an mindestens acht Touren beteiligt haben, die goldene Nadel überreicht werden kann. Es soll das demnächst gelegentlich eines Familienfestes geschehen. spät- ii-2591 NÜMMb mit und odne Ad u vrkdncntt^O^ "Credner»tr. 31 4-ZillimenoohMg H vermieten. - Raben 5MW! Koetbeitrani Zchöne gcräumigF iarbcnwobnnng, 4 mit :’ubebör an ruhig nlebalb od. spater Jt :iiab. Ltcvbattitr. 4r schöne IZimmrV« ui vermieten. ^ab- Fraukfurtn e 4 Z. 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