<*.' 1 V • achoft t m IL Ne« cht!v. Eine Zugcndsreundin von Zriederite Orion. 41-00 H chtw. «lacht« 854 86-* 66-* Rohertrag . 276,2 . 850,9 . 2994,6 . 846,4 . 805,3 100-!'! 9M 81-5. 85-« 78-8 864 95-: Fo- 85.00-! 85.^ : 85AW-* ' M. 55-60 50-54 45-49 51—66 46-50 48-62 48-52 44-47 40-47 83—10 26-30 56-60 51-65 Petersburg, 11. Aug. „Riets ch" führt in seinem Leitarutcl aus, daß die Verhandlungen zwischen den russischen Staatsmännern und Poincare nur zu einem vorläufigen Ergebnis führen könnten, da die endgültige Verwirklichung die Beurteilung und ' ntung des Dreibundes erfordere. Die vorlicgen- den Beratungsgegenstände würden sich zum Teil als Pro- gram m für eine europäische Konferenz eignen, die ein alter Gedanke der russischen Diplorna - tberichtvom 12. L. harunlei aus Ccftcritel alber 296, Cchalr 1. and, Kälber teWf, gedrückt, bleibt Heb«- Preis lürlOV' l'ebenO’ ochl« \ 00-68.00 3.00—67.00 7,00-69.00 Staatliche ^rrocrbstätigfeit. Tic Einnahmen des Teutschen Rcil1)s und der Bundes- kfaatcn bestehen zu rund 56 Proz. aus Erwerbseinkünften, j 31 Proz. aus Steuern und Zollen und zu 13 Proz. aus lnstigcu Einnahmen. Im Reichshaushalt machen btc Er- lerbseinkünste allerdings nur 31 Proz., in den Haushal- ungcn der Bundesstaaten aber über 6b Proz. aller ordent- Ischen Einnal)men aus. Hiernach bildet in der Mehrzahl >jr Bundesstaaten die staatliche Erwerbs tätigtest die Haupt- > Einnahmequelle. Im Reich, in Preußen, Bayern, Sachsen, ’ lürttembcrg, Baden, Hessen, Mecklenburg-Sh werin und I Oldenburg gehen diese Erwerbseinkünfte hauptsächlich aus Ln 605 aus 905 Mill. Btt., in Preußen von 1959 auf „777 Mill. Mk., im Reich und in sämtlichen B unde s- Itaaten zusammen von 3411 aus 4842 Mill. Mk. 9ioh- itnb Reinertrag für das Rechnungsjahr 1911 setzen sich wie Der Kaiser im Manöver. Lutterberg, 12. Aug. In dem Gelände zwischen Kassel und Hannoversch-Minden wurde die G e - fechtsübung der 22. Division abgehallen, die unter Leitung des'Generalleutnants Liman stand. Tic blaue Partei, die von Südosten kommend südlich auf die Fulda anmarschierte, stünd unter dem Kommando des Generalmajors von Mählenfels von der 44. Brigade, zu ihr gehörten das Infanterieregiment Nr. 83, das zweite Bataillon des Jnfailleriereginlents 167, zwei Eskadrons des .Husarenregiments Nr. 14 und die zwelle Abteilung des Feldartilleriercgiments Nr. 11. Zur roten Partei, bie von Nordwesten kommend nördlich von der Fulda an- rückte und unter dem Kommando des Generalmajors von Leyser von der 43. Brigade stand, gehörten das Infanterieregiment 82, daS Zagerbataillon Nr. 11, das Dra- goiicrrcgimcnt Nr. 5, 2 Eskadrons des Husarenregiments 14, eine "Abteilung des Feldartillericregiments Nr. 11, tue elften Pioniere und der Tivisionsbrüclentrain an. Ter .Kaiser war bei günstigem Wetter um 61/» Uhr mit Automobil von Wilhelinshöhc abgefahren über Ihringshausen nach Holzhausen. In der Nähe von Holzhausen war er bei der Ziegelei zu Pferde gestiegen und traf um 71/4 Uhr an der Fulda bei der Lpiegelmulstc in der Nähe von stuid- liegen ein. Zn seiner Begleitung befand sich der kommandierende General Freiherr v. Scheffer-Boyadel und die Herren des militärischen Gefolges mit Generaloberst v. Plcsscn an b.er Spitz?. Die der roten Partei gehörigen Pioniere hatten mit dem Divisionsbrückentrain etwa 8 Mill. Mk. und der Staatseisenbahnen 321 Mill. Mk. verbleiben. ________________________ ____1— 1 - 1--------■- Die Petersburger Besprechungen. 85.00-*-' gehangen, wie sie nach seinem Abschiede mehrere gute Partien habe tun können, wie sie diese aogelchnt und bis an ihren Tod (3. April 1813) Goethes Porträt in ihrer Schlafstube aufgel/ängt bewahrt habe; wie sic überall geliebt worden sei; wo ein Kranker im Ort oder in der Umgegend gewesen, da habe er nach Fricderikcns Pflege verlangt! Kinder und Alte haben sie lieb gehabt. Aus Goethe war die Erzählerin übrigens nicht böse. „Man weiß ja, wie cs mit den Herren Studenten gehl", sagte sic, „und er konnte damals ans Heiraten nicht denken." Zu diesem Bericht ist, wie das genannte Blatt schreibt, zu bemerken, daß die Erzählerin, wenn sic im Jahre 1825 über siebzig Jahre alt war, ungefähr gleichaltrig mit der im Jahre 1751 oder 1752 geborenen Friederike gewesen fern muß. Durch eine Anfrage in der „Kreuznacher Presse" tonnte kürzlich der Familienname der beiden Elsässerinnen, die Abekcn besucht hat, festgestellt werden. In den Uebcr- lieferungen dortiger Familien hat sich die dankbare Erinnerung an die elsässische Lehrerin, Mamsell Fuchs, bis :um heutigen Tage erhalten; za es lebt sogar noch eine ihrer Damaligen Schülerinnen im ehrwürdigen Alter von 95 Jahren. Sic schildert Mamsell Fuchs als eine „würdevolle" Tarne, die eine gute Lehrerin war und die Kinder zur Tugend anhielt" und erinnert sich auch der Mutter, sowie einer zweiten Tochter, einer (damals wahrscheinlich verwitweten- Frau Pfarrer Berger, welche die Kinder 'stricken lehrte. Bon anderer Seite wird noch mitgeteilt, btc Tarnen hatten meist französisch miteinander gesprochen und Die Kinder in dieser Sprache unterrichtet; die Mutter fei schwerhörig gewesen — letzteres em Beweis für Die Treue De*' Abckenschen Berichts, der übrigens den Stempel der Wahrhaftigkeit an Der Stirne trägt. Es wäre nun von Interesse, zu erfahren, ob auch im Elsaß noch Erinnerungen an Madame Fuchs, bic Jugendfreundin Fricderikcns, vor» banben find. Sollten vielleicht gar noch Nachkommen von rhr leben? Vielleicht kann der Name der verheirateten Tochter, Frau Pfarrer Berger, geb. Fuchs, auf die Spur Der Familie leiten. ♦ kf. Was bringt die neue Hutmode? Als die cigcnrlid)e Saisonneuheit bringt die kommende Hutmode, was Stoffe angeht, Den Plüsch, der schon vor etwa einem halben Jahre auf Dem Modernarktc erschien, in der clflt zusammen (Mill. Mk): aus Tomänen..... „ Forsten ..... , Bergwerken .... , StaalLeisenbahn . . , Post unö Telegraph . -raktio". im 1..W 1 > 0 c b-___—" 6.00-69.00 •)9ö0 Maü - ,1. Weiier.ir.i-- - ehenz :t6ea(ak net 1'' tetSr Derbtn- ba r- . 7« bet StaF 1 te- in ihrer funbticn, bflh":' üttz Ohne L l; l,n'U95 zu bSE ,ö angemessene geiviiit Ml I gtwiesenen Reinerträge kommen auf das Reich 121,4 Mill ■ yiart (auS Eisenbahnen 18,8 Mill. Mk), Preußen 644,8 I älseiibahnen 520,9) Mill. Mk., Bayern 131,G (Eisenbahnen I B2,2) Mill. Mk., Sachsen 54,6 (Eisenbal-nen 40,3) Mitt. Mk., | Württemberg 40,9 ^Eisenbahnen 20,1) Mill. Mk., Baben | 25^ Eisenbahnen 20,6) Mill. Mk., Hessen 18,1 (Eisen- »bahnen 14,6) Mitt. Mk. Die Staatseisenbahnen bringen in ? Creußen unb Oldenburg mehr als die Halste der orbent- I lichen Staats ei nnahmen, in Bayern, Sachsen, Württcm- Ihrg, Baden, Hessen uiid Mecklenburg-Schwerin 39 bis . 11 Proz. Dem Reich liefern die Eisenbahnen nur 4,4 Proz., Post und Telegraph dagegen 25,4 Proz. alter ordentlichen I eiaatseinnalimeii. Bayern und Württemberg ziehen aus | Post unb Telegraph 11,4 unb 12,7 Proz. ihrer orbentlichen I Staatseinnahmen. In Mecklenburg - Strclitz unb in I Lchwarzburg-Solibershailseti liefern Domänen unb Forsten I annähernd die Hälfte der Staatseinnahmen. Anhalt bezieht aus seinen Bergwerken 20,3 Proz. seiner Staatseinnahmen. Aus dem obigen Vergleich zwischen Roh- unb Reinertrag ergibt sich, daß im Reich und in den Bundesstaaten zusammen kaum V* der gesamten Erivcrbscinkünftc als Reineinnahme üdrig bleibt. Dabei stellen bic angegebenen Reinerträge iwch leineswegs Reinerträge im kaustnanni- id)cn Sinne dar. Um diese zu ermitteln, sind auch die lüoftcn des Anlagekapitals usw. auszuscheiben. Danach mürben als beiläufiges Reinerträgnis Der Rcichseiscnbahnen I a :• * ch I ... lli Reinertrag 83,1 145,2 18,1 729,2 103,0 " sonstigen Betrieben .... 8C3.3 63,8 Zu ben Eiiinahmeii aus sonsttgen Betrieben gehören a. bic Einnahmen des Reichs aus der Rcichsdruckerei, bei Anteil des Dteichs am Geschäftsgewinn bet Reichsbank unb des Reichsanzeigers, die Einnahmen der Bundesstaaten nue Banken, gewcrblicheli Instituten (Porzcllanmanufaltur usw.), Münze, Zeitungswesen, Dttneralbrunnen, Bädern unb ,ius Staatslotterieii. Von ber Summe ber vorstehend nach- tic fei. Vielleicht entwickele sich die internationale Lage in einem dieser Idee günstigen Sinne. Unter diesem Gesichtspunkt sei der Besuch Poinearss nicht ein Gegensatz zu der Begegnung in Baltisch-Port, sondern die Fort setzung derselben. In Krasnojc-Sselo fand am Nachmittag in Gegenwart dcS Kaisers, der Großfürsten unb ber rus- fischen Minister ein Zapfenstreich statt. Dem P 0 incar 6 und bic französischen Offiziere beiwohnten. Währenb des Zapfenstreichs wuroen dem Kaiser die neuernanntc.i Kommandeurs der drei preußischen Regimenter, bereit Ehcf ber Kaiser ist, vorgestcllt. Nach bem Zapfenstreich nahm Poincars am Diner beim Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch teil, zu Dem Kokowzow, Sasonow Suchomlin unb Iswolski gelaben waren. Abends fand im Theater zu Krasnoje-Ssclo in Gegenwart des Kaisers und der Großfürsten eine Galavorstellung statt, der Poincarä, die Begleiter Poincarss, die franzö- stsck-en Offiziere des Kreuzers „EondS" und die Kommandeure der Drei preußisckjen Regimenter beiwohnten. $• bis 8. AuMI m sehr befriedior^. I ’ I« Watan, I .Bremer I wn) aus dem 1 l®1- , iyagan mei!i r 1 5 im 1. 3tnd, dl at als MilkSmviki 11 )imt unter bn c-tu- plel nicht beeinii'2/ nnatti- unb ber Cca °r auch Mr. 5ori;i enjöim. Gr begibt <■ *iel in bem nfunh- 'cegan, ber im !• 1 Arzt ans 9toir- mn Mr. Jazz liwl I m (Tictv f)orf; I bsolvieren mutzte. 1- ar von Jmelici iücü I it um ben guten ■ t Bab-Nauheimkr fc ’ bst beteiligte, fpn - .■ narzt Dr. Crotz i» | Schiebsricuter gern:: | Deutsches Reich. Tic „Nordb. 2111g. Ztg." mclbet: Der Staatssekretär beS Auswärtigen Amtes v. Kiderlen» Wächter ist vom Urlaub hierher zurückgekehrt. Als Vertreter des Kaisers bei ben Bei-- setzungsfeierlichkeitenfürKaiserMutsithito begibt sichPrinzHeinrichvon Preußen nach Japan. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Gesanbte Sch ä f er, Ministcrrcsibent in Uruguay, ist von seinem Posten ab- bcrufcn und seinem Antrag gemäß in ben Ruhestand versetzt worben. Zu seinem Nachfolger ist ber bisherige M ralkonsul in Rio de Janeiro Wilegrat Freiherr von Nordenflycht ernannt worben. Mit ber Abfassung von Memoiren sollte, aus- länbischen Blättern zufolge, auch Kaiser Wilhelm beschäftigt fein. Infolgedesfen hat sich ber Berliner Vertreter ber „Köln. Ztg." näher erfunbigt unb erfahren, baß» die Nachwelt keine Aufzeichnungen unseres Kaisers lesen wird. Der Kaiser habe weber vor seiner Thronbesteigung bic Gewohnheit gehabt, Tagebücher zu führen, noch habe er währenb seiner Regierungszeit sich jemals bamit beschäftigt. Ter König von Spanien brückte Kais er W i l- heliii telegraphisch sein Beileib über bas Grubenunglück von Bochum aus und bat, fein Mitgefühl auch Den Hinterbliebenen ber Verunglückten zu übermitteln. Ter Kaiser dankte in einem herzlich gehaltenen Antworttele- gramm. Herbst- und Winterniode aber in Den verschiedenen Variationen und Qualitäten die führende Rolle spielt. Neben dem Plüsch behauptet der Sammet auch weiterhin seinen Platz, und endlich wird auch M 0 ir 6 gern verarbeitet. Moir6 ist aber, wie hierzu ein Mitarbeiter des „Konsectionärs" treffend bemerkt, ein Stoff, den bic Mode gewöhnlich nach kurzer Zeil fallen zu lassen pflegt. Der Filzhut Dürfte wohl nur bei weniger eleganten Modellen zur Anwendung gelangen. In bezug auf die Hutformen läßt sich nicht eben viel Neues berichten, denn die Mannigfaltigkeit auf diesem Gebiete ist gegenwärtig so groß, daß sie kaum noch vermehrt werden tonn. Genug, daß von Den großen und größten Maschinen bis zu den kleinen, übrigens gewöhnlich sehr kleidsamen Herrenyutformen alle Typen vertreten sind. Als i^eue Modelle werden Toques aus Plüsch und 2ammei angekündigt, die nur durch kleine, spitze Straußpaletten oder Flügelchen, auch durch Wollstickereibordürew verziert werden. Mit der zuweilen hübsch, leicht aber auch grotesk wirkenden Schutenform will man wieder einen Versuch machen. Die originellste neue Form ist ein ovaler Matroienhul, dessen Krempe nach hinten wesentlich weiter auslädt, als nach Dom. Tarnen, Die diesen Hut tragen, iann man sich also getrost ton vorn nähern, aber geht man. hinter ihnen, so mutz man ihnen „drei Schritte vom Leibe" bleiben. Für den Putz bleibt die Straußenfeder Die große Mode, und hier wird etwas wirklich Neues auf den Jiarlt gebracht, was aber nur als eine pikante Modelaune zu bezeichnen ist: es werden nämlich Straußfedern durch tie Krempe gesteckt und so ausgebildet, daß fic zugleich eine Halskrause sind. Eine Mode, Die pikanten Frauengesichtern wohl stehen mag. Von Pelzarten werden hauptsächlich Maukn-un und Hermelin für Hute verarbeitet, und, ivas endlich dieFarben an geht, so werden unsere Tarnen eine seltene Wahlfreiheit haben Toch stehen auch tu ber Hutmode Schwarz, Weih unb Schwarzweiß im Vorbergrunde. — DaS hunbertj ährige Bestehen ber Dampf- tchiffahrl. Tie europäische Tampfschiffahrt kann in diesen Augustlagen auf ihr hundertiahriges Bestehen zurückblicken. Nach manchen erfolgversprechenden Veriuchen am Ende des achtzehnten Jahrhunderts in England, Frankreich und Nordamerika, war es im August 1607 Dem großen amerikanischen Ingenieur Rob. Fu11 0 n gelungen, mit seinem „Claremont" bte Denkwürdige .jabrt von New 2)ork nach Albany mit Erfolg zurückzulegen. In Europa Dauerte es noch fünf Jahre, ehe auch hier em stänoige- Nr. 189 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 15. August 1912 Gießener Anzeiger rt LÄ Wr politischen reu: Au.mtt tzLS-r General-Anzeiger für Gberhessen LsM Hotatiomönid nnö Verlag »er vriihl'lchen Unto..Bnd). and Stelndrackerei H. lange. NedaNIon. 4rpt»ition an» vrackerel: rchulftra»« tianb*: E.tzev; für den tii vormittags 9 Uhr. vüdingrn: Zernfprechcr Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhofstiahe 16a. Airzeigenrru. v Wir lesen in der „Straßburger Post": Bertihard Rubols I Meten, bekannt als Lehrer von Schillers Söhnen und I als Vater eines vertrauten Mitarbeiters von Bismarck, I crzahll in seinem Buch „Goethe in meinem Leben" von I einer Begegnung mit einer greisen Elsässerin, die ihm eine ; I übsche EPis 0 de aus benSesenycimer G 0 ethc - i :agcn übermittelte. Abekeii hatte im Jahre 1^-a al. :icttov in Osnabrück eine Rhein reise unternommen und bet k dieser Gelegenheit den Leiter des Kreuznachcr Gymitastums, I ädraham Boß, den jüngeren Sohn des Homer-Ueberfetzcrs, l .infgefucht. „Gegen Abend", so erzählt er, „besuchte ich I mit Boß eine Mamsell F., eine Elsässerin die sur btc 1 Löditer Der Honoratioren Kreuznachs eine schule hielt, -öet M hr faiiDen wir die Mutter, eine Frau über siebzig und fan Icitb. Sie nahm teil am Gespräch, wobei die rochier, gc- oohnt, sich Der Harthörigen verständlich zu machen, ^ol nencncrin war. Ich erkundigte mich nach Stratzburg, narb er Gegend, in welcher Die Frauen zu Hause waren; und 11 i) kam ich auf das durch Goethes Schilderung (erschienen 1812—1814) so bekannt gewordene Sesenheim a,a war - )ie Mutter heimisch gewesen und hatte die Pfarrersfamilie I oft besucht. Ich fragte, ob bic Liebenswur big kett 1 Z riebe rite ns zur Wahrheit oder zur Drchtun g tebörc. Da brach der Strom los. Tte Alte hatte ba-. mige Mädchen genau gekannt und wußte nun nicht genug wn dessen Aiimut und Güte zu rühmen. Ste horte nicht auf iu criäblcn, und bic Tochter half ihr. „Da bm ich einmal - so die Alle - „zu Tisch in der Pfarr in Gefellfchatt. Me oTicberilc versorgt die Kinder, die mit zu ^a,t J1]"; öer Nebenstube, wo auch andere junge Leute uni); Die (Sltcrn umb andere Freunde fpeifen int grotzeren Zimmer. Nun seh 1*, wie die Friederike aus einer Lchu^el Huhnersrikai'ee lie besten Bist en aussncht, die Leberchen ui.d Bruststücke Mw. oh sprach: Frau Base, was ist das mit ber ^Wbcrrfc. I Die ist sonst so bemüiig, und nun nimmt ste das Beste vorn I Sqcn? Ach, spricht sie, laßt sie nur; das ist nicht |ur 11c. I Schauen Sie in Die andere Stube, da sitzt ein junger Herr, dem werden die guten Bissen jchon Den ^.tgjinbcn. Lch schaue hin unb sehe da einen schmucken jungen Edent itipen; der kriegt auch alles. Dav war Goethe Unb nun erzählte die Alle weiter, rote Friederike an tnqem Vorbereitung getroffen zum Sckstagen der Brücke über die Fulda, deren bewaldete Ufer, die zu beiden Seiten steil aballen, nur ein schmales Tat srcilassen. Gleich Hinter >em Kaiser erschien nun die Spitze der roten Pariet, während vom jenseitigen Ufer Gcwehrseuer c r ö f f • n e t wurde. Tic Dragoner setzten in Pontons über bic Fulba. Tie Pferbe but(6f chioam men bas Wasser, währenbdessen schlugen bic Pioniere die Brücke, die von dem Gros benutzt wurde. Der Kaiser beobachtete bic Fertigstellung der Brücke beim Uebcrschreiten >cr Fulda unb ritt bann nach Speele zu, wo ein zweiter Ucbcrgang geschaffen ivorben nnir Das Gefecht entwickelte ich sodann auf Den Höhen südlich ber Fulda um Lutterberg. Gegen 10 Uhr wurde die Ucbung abgcbrodKii. Nach ber Kritik nahm Der Kaiser bei Lutterberg den B or» deimarsch aller beteiligten Truppenteile ab. Sodann kehrte der Kaiser mittels Automobils über Suttcrberfl- Kassel nach Wilhclmshvhe zurück. Das Urteil im 2lgramer 2lttcntatsprojen. Cfenpcft, 12. August. Im «gramer Prozeß wegen des Attentats auf ben Banns Euvaj und den Sektionsckjef Hervoitsch wurde heute 11 Uhr bad Urteil verkündet. Der H auptan ge kl a g t e Juki t f ch wurde wegen gemeinen Meuckjelmordes zum Tod durch Den Strang verurteilt. Wegen schuld wurden die Angeklagten Dviitsch, Eesaretz, Bublirsch, Neidhard und Earnill Horvathy zu fünf, Roman Horvathy zu sechs Jahren schweren Kerkers verurteilt. Der Angeklagte Scharinitz wurde wegen Unterlassung der Dcreitctting eines Verbrechens zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Tic Angeklagten Bradlitsch, Narancitsch, Dolenz unb Go- logafa würben freigesprochen. ___j?1 - 1 reonrerngen, wird es «ne tfhrenpf licht oes Vvgeisoergcr Höhen-Clubs bezw. dessen Zi der Festausschuß loirb nicht weigvereins Büdingen sein und hts unterlassen, um den zu cr- Die Ausf und nm« ML Teil verlassen. zu BuenOi in LeickstatÄetik (Diskus, über 100 Meters Abends Von Am 1 einem ^en, j vermischtes * Wieder ein Rechtsanwalt aus Berlitt verschwunden! Rechtsanwalt Paul Bre de reck ist seit Donnerstag aus Berlin verschwunden. Er gab seinem Lv- Dr. Leps gegenüber an, er wolle verreisen und am 5am«tag zurückkommen, hat aber seither nichts mehr von ich hören lassen. Es wird angenommen, daß die Ursache seines Verschwindens in mißlichen Vernwgensverhältnisjen i- Bcjirtsfeft öcs hessischen Athletenverbander. Friedberg, 12. Aug. Sport. — Fußball. Am Sonntag spielte die erste Mannschast deß^, Fußballklubs Viktoria gegen die gleiche Mannschaft dr; Fußballklubs Germania Gießen. Trotzdem Viktoria nur mit 10 Mann antrat, konnte sie mit 11:1 Sieger bleiben. ---------—----- 11 »3 Au» studt und fand« Gießen, 13. August 1912. *• Au? dem Militär-Wochenblatt. Der Jn- cendantur-Sekretarlatsanwärtcr Below wurde als Militär- Jntendantur-Tiätar beim 18. Armeekorps angestellt. Der Geh. Kalkulator NechnungSrat Schallwig wurde von der Raturalkontrolle im KriegSministenum dem Proviantamt Mainz zur Dienstleistung überwiesen. Der Proviantamtsinspektor hintzen in Mainz wurde nach Frankfurt a. M. versetzt. •• Titelverleihung. Ter Großherzog hat dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Oppenheim Dr. Kar Gebhard den Charakter als AmtSgerichtSrat erteilt. •• NuhestandSversetzung. Der Grobherzog ha den Oberaktuar bei dem Amtsgericht Darmstadt I Joh. Gg. Franz Schnellbächer auf fein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. •• Erledigt ist die Stelle des Niederlage-Verwalters beim Hauptsteueramt Mainz. Meldungen sind bis Samstag, 17. d. Mts., durch Vermittelung der vorgesetzten Behörde einzureichen. ** Landwirtschaft!. Kreis schau zu Gießen. Da der Seuchenstand wie im Deutschen Reiche, so auch in Oberhessen und im Streife Gießen in letzter Zeit günstiger geworden ist und aller Voraussicht nach die vom Land- wirtschastskammer-Ausschuß und dem Verbände mitteldeutscher Rotviehzüchter geplante Ausstellung in ihrem ganzen Umfange durchgesührt werden kann, sind die mit der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung betrauten Ausschüsse nunmehr in volle Tätigkeit getreten. Die Ausstellung umfaßt als Kreisschau sämtliche Tiergattungen, wie Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Geflügel; ferner Erzeugnisse des Ackerbaues und Obstbaues, landw. Maschinen, Geräte und Hilfsstoffe, Milch wirtschaftliche Erzeugnisse und wissenschaftliche Arbeiten. Sie wird also ein getreues Bild von 8em1 derzeitigen Stande der Landwirtschaft im Streife Gießen und her Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft treibenden Bevölkerung liefern. Die Veranstaltung wird jedoch weit über die K'reisgrenzen hinaus das Interesse vieler Fachleute in Anspruch nehmen, weil zum erstenmale die verschiedenen Rotvieh- s chläge Deutschlands sich zu einem friedlichen Wettbewerbe zusammenfinden werden. Erst nach Ablauf des Anmeldetermines, der für den 20. August festgesetzt ist, wird man genaue Angaben über den Umfang der Ausstellungs- beschickung machen können. Zunächst kann nur mitgcteUt werden, daß eine stattliche Beteiligung in allen Ausstellungsabteilungen sichergestellt ist. Die Aussteller werden die mit den umfangreichen Vorbereitungen stark beschäf tigte Ausstellungsleitung sehr unterstützen, wenn sie den Anmeldetermin pünktlich einhalten und es auf diese Weife ermöglichen, daß frühzeitig genug die Arbeiten auf bestimmte Befchickungszisfern eingestellt und rechtzeitig beendet werden können. Tie Anmeldebogen find bei den Vertrauensmännern der Landwirtschastskammer, den Zuchtvereinen und in den Orten, wo diese nicht vorhanden sind, auf den Bürgermeistereien erhältlich. ’’ Unfall. Der HilsSranglerer Hepp aus Dutenhofen geriet gestern am hiesigen Bahnhofe zwischen zwei Wagen und wurde an der Stuft gedrückt. Er wurde in die Klinik übergeführt; sein Zustand hat sich aber heute morgen derart zebessert, daß Lebensgefahr nicht mehr besteht. Kreis Büdingen. ----Büdingen, 12. Aug. Vom 30. August bis 2. Sep tember wird der „Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine" unter dem Ehrenvorfitz des Fürsten Wolfgang zu Ysenburg und Büdingen den 25. Deutschen Wandertag verbunden mit der Jahreshauptversammlung hier abhalten. Wie säst kein anderes Städtchen hat sich Büdingen im Aeußern fein mittel alterliches Gepräge durch die fast lückenlose Erhaltung der alten Stadtmauern und Wehrtürme bewahrt. Tiefer Umstand, verbunden mit der einzigartig schonen landschaft- lichen Sage ist wohl auch die Veranlassung gewesen, daß Büdingen als Ort der Tagung für den. sich über ganz Deutschland erstreckenden Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine gewählt worden ist. Dieses Vertrauen zu Dampsschissahrtsunternehmen ins Leben treten konnte. Diese Einführung der amerikanischen regelmäßigen Dampfschiffahrt verdanken wir, wie der Historiker der Technik, Privatbozent Dr. E. M a t s ch o ß in der „Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure" mittdlt, dem unternehmungslustigen Schotten H c n r i B e l l. Nach einem reich bewegten Leben landete Bell schließlich in einem kleinen Seebadestädtchen an der Elvdcmündung in HclcnSburgh, wo er eine kleine Badeanstalt erwarb. ES lag nun in seinem Interesse, den Bootsverkehr Zwischen Glasgow und HclcnSburgh zu verbessern. Dieses Bedürfnis führte ihn dazu, die Dampf- kraft anzuwendcn. Ein Maschinenbauer aus Glasgow. John Robertson, unterstützte ihn dabei, und Bell ließ in Glasgrno ein kleines Schiss, den „Eomet" erbauen. Tie Maschine entsprach zunächst noch recht wenig den Anforderungen, zum Beispiel war der gußeiserne Steffel viel zu klein für die Maschine. Nach einigen Verbesserungen sand die erste Versuä)sfahrt des „Comet" Ende Juli 1912 statt, und wenige Tage darauf, in den ersten Augusttagen 1812, konnte der „Comet" mit zwanzig Fahrgästen an Bord seine erste öffentliche Fahrt antreten. Ff. Eine Audienz bei Pauline Borghese. Tie jungst veröffentlichten Memoiren her Herzogin von ESears ent' halten einen Berich i über eine höchst fcltfnme Au di ein, die sie bei Pauline Borghese hatte. Als Feindin der Napoleoniden war die Herzogin nach Nizza verbannt worden. Tort wünschte Pauline Borghese sie zu sehen. Mehr der Vernunft und dein Zwange als dem eigenen Triebe gedoränrnd, entschloß sie sich schiv.-ren Herzens dazu, vor der Sdm'ester be* „Menschenschilachters" Napoleon zu crfrfk'ineii. Von dieser Audienz gibt fi- folgende Schilderung: „Ich konnte nicht umhin, sie «Pauline Borghese) hübsch zu finden. Und dazu hatte sie sich mit äußerster Eleganz aekleidel. Als Edrendame war Frau C. aiuuefenb. Ich bitte, die Wahrheit dessen $u glauben, was ich von dieser Frau jetzt erzählen werde Diese Fran E. lag während der Audienz auf dein Boden. Die Prin zessin setzte die Fuße auf ihren Hals und benutzte diesen so als Fußbank Der Präfekt von Nizza, ber zugegen war, konnte sich nicht enthalten, die Bemerkung zu machen: „Ader gnädige Frau, Ihre Lage muß doch recht erntübenb sein." - „O, nein'" bekam er zur Antwort, „daran bin ich gewohnt". Währenddessen planbi-rre die Prinzessin mit mir, und sie fragte mich and), welche 5ivmcr- stücke ich am meisten bevorzuge. „Die Tragödie", ernriberte ich. — „Und ich, ich liebe die Tragödie amü, lvcil sie die Seele erhebt", warf Frau C. da plötzlich mit krächzender Stimme in unsere Unter daltung ein. — Der Truck der Füße schien e» ihr unmöglich zu machen, bessere Töne bervorzubrrngen Das machte die Phrase noch amüsanter. Ich hegte große Lust, ihr zu sagen: „Deine >secle, Unglückliche! In welcher Lage spricht du von Erhebung — Kurze Nachrichten and Kunst und Wissen- schäft. Johannes Trojan begeht am 14. d. M seinen füutundnebzigften Geburtstag in seinem jetzigen TuSkuluin zu Warnemünde. -icr gegen ben Direktor Halm vom Neuen '<5h Vs^ln Marburg. mn 75'3 Pkt. 3. Jul. Michel. St-'n R nlub Gtctzen und Gg ^taubaä. Äthl. Sv Vercrn Gießen mit 70» . Pkt Mittelgewicht Stemmen. 1. Pr.:> ' Rich m .7..Y .Achl.-Sv. Verein Gießen, mit 82 Pkt. 2. Ernst Fleck, Athl A Frankenberg, 12. Aug. In dem ganzen Genet der Edertalfperre herrscht rege Tätigkeit. In olge ber günstigen Witteruugsverhältnisse sind die Arbeiten recht weit vorgeschritten. Die Sperrmauer, die zwischen deut 422 Meter hohen Michelskopf und Hemfurth erbaut wird, ist etwa zur Hälfte fertiggestellt. Bis zum Herbst 1913 soll der Bau der Mauer vollendet sein. Wohl an 500 Arbeiter, Deutsche, Polen Italiener, Kroaten sind dabei beschäftigt. Die Mauer wird 50 Meter hoch und umfaßt 285 000 Zentimeiermauerwerk; sie wird an der Sohle 35, auf der oberen Plattform! 6 Meter stark. Die Mauer wird an )cn beiden Seiten in die Felsen metertief eingelassen. In -er 35 Meter starken Grundmauer bleiben 2—3 Meter breite Durchlässe, bic später Turbinen für Siraftzwecke aufnehmen können. Als Baumaterial dienen Grauwacke- und Trafsekalkmörtel. Von den drei Dörfern, die ganz dem Wasser des Stausens tneichen müssen, ist Berich bis auf einige Familien geräumt. Eben ist man daran, die Kirch e abzubrechen, sie soll in Nauberich wieder errichtet werden. Jrt Bringhausen ist ber größte Teil der Einwohner noch onfäjfig. Aus Asel sind bis jetzt 10 Familien abgezogen, drei Hofreiten sind abgebrochen. Von den Dörfern Nieder- Werbe und Herzhausen bleiben nur noch die hochliegenden Häuser stehen. In bett unteren Dorfteilen sind schon Ge Höfte verschwunden oder sie stehen leer. Bei Herzhausen arbeiten 50 Sträflinge an Wegebauten. Außer ben genannten Dörfern sind auch die dem Untergang geweihten Einzelgel)Öfte, z. B. Vorithagen, Stollmühle, Berichcr Hütte und einige Mühlen an der Werbe und dem Aselbach zum Teil verlassen. Tie Bewohner siedeln sich meist in der Umgebung an, nur wenige gehen nach Posen. Ter 3. Bezirk des Hess. Athleten Verbandes hielt am 10 und 11. August fein 4. BczirkSfcst hier ab, das sehr gut besucht war. Nach einem Slonrmers am SamStag abend, begannen am Sonntag vormittag die Wettkämpfe in Schwergcivichtslcmmcn Ein- arniig Rechen und Stoßen, zweiarmig Drucken und Stoßen) und Swleuderball, Slugel schocken und Laufen ■ £ 9 Uhr eröfmere der Bezirkovorsitzcnde wu einer Ansprache die PreiSverwilung, bie folgendes Ergebnis Reichsgerichtsbricf. (Nachdruck verb.) js Leipzig, 12. Aug. Das Kündigungsrecht des „Alten Herrn". Eine studentischeVerbindung ist in rechtlichem Sime als Vercm ober als Gesellschaft gemäß § 723 bes Bürger liehen Gesetzbuchs aufzufassen. In bciben Fällen finben auf iic - tote bas Reichsgericht jetzt in einer grunbsätzlichen Enischeibumk sestgestclli hat — mit Rücksicht auf § 54 des Bürgerlichen Gesch. buchs bic Vorschriften über bie Gesellschaft Anwenbung Dam.i, kann jebe auf unbestimmte ober auf Lebenszeit cingcgangene icllschaft jeberzeit von jebem Gesellschafter gekündigt werben. Eine solche Münbigung wirb and) ohne Beschluß der übrigen Gesellschafter r c ch t s w i r ks a m. Auf Grund ber nachstehenben Streitigkeiten hat das Reichs, geeicht deshalb auch anerkannt, daß der „Alte Herr", ber „ge- lünbigt" hat, nicht mehr burd) Ausschließung bestraft werben kann. Dagegen hat bas Reiä)sgcrid>t eine Feststellung darüber abgelelnn, daß der „Alte Herr" ehrenvoll ausgefchieden ist. Ter Rechtsstreit interessiert noch mit folgenden Einzelheiten: Ter Diplomingenieur 3£. in Darmstadt, der dem Korps R h c n a n i a in Darmstadt als „Alter Herr" nn gehörte, ist durch Beschluß des A. O. A. H. E. vom 28. Novem- ber 1909 wegen wissentlich falscher s2Übgabe seines Ehrenwortes mit der Strafe der verpetuellcn Dimission und Absprechuna ber SatiZsaktionssähigkeit belegt worben. Wegen bieses BcschluffcZ hat ber „Alte Herr" Klage erhoben unb Feststellung begehrt, baß ber Beschluß ungültig sei, weil er schon am 12. September 1909 feinen Austritt aus bem K orps orbnungsmäßig angezeigt babe. Weiter verlangte er Feststellung, baß er am 12. September 1909 aus bem Korps orbnungsmäßig unb ehrenvoll ausgeschieben fei Das Landgericht Darm stabt nahm an, daß ber Kläger einseitig nicht habe aussd>cibcn können unb wies feint Klage ab. Dagegen hat bas O b c r l a nb es g e r i cht Darm- t a b t anerkannt, baß ber Ausschließungsbeschluß bc-3 Storps zu Unrecht erlassen worben ist, im übrigen aber bic Silage abgewiefen. Das Reichsgericht ist noch weiter zu Gunsten des Klägers gegangen. Es bat entschicbcn, baß nicht nur ber Beschluß M A. O. A. H. C. des Korps Rhenania vom 28. Novr-rnber 1909 gegen den Kläger zu Unrecht ergangen ist, sondern auch anerkannt, bau der Kläger mit bem 12. September 1909 rechtswirkfam au#- geschieben ist. Zur Begrünbung führt bas Reichsgericht auS: Ms nicht» rechtsfähiger Verein kann bas SkorpS gemäß 8 50 Z. P. C dct- klagt werben; es hat bann bic Stellung eines rechtsfähigen Vereins, ber burd) seinen Vorstanb gesetzlich vertreten wirb, (k# icnügt, baß nach § 54 B. G. B. aus Vereine, die nicht rec^Sfähig ind, die Vorschriften über die Gesellschaft Anwendung finden. Dann aber ilt bic rechtliche Grunblage in ben 88 724, 723 de- Bürgerlichcn Gesetzbuchs gegeben. Würbe man mit bem Beratung-- gendjt in ben Satzungen bcs Siorps ein Verbot beS cim'eiiigtn Antritts zu finben haben, fo würbe bieses wegen Verstoße» gegen 723 B. G. B. unverbinblid) sein. Wenn bas Bcrufungsgerubl in bem im Tatbestanbc seines Urteils im wesenUichen Teile nncbcrgcgcbencn Briese bcS Klägers vom 11. September 1909 eine AuStrittserNäruna bcs Klägers finbet, so kann bieS nicht bcanstanbet werben. Mit bem Augenblick, in bem diese Erklärung bem beklagten Korps zugegangen ist, ist nach bem Obengesagken der Austritt vollzogen. Der Kläger hat aber ein rechtliche« Interesse baran, daß bie Bcenbigung feiner Zugehörigkeit ju bem Ztorps alsbalb feftgcftdlt werbe. Denn gegen über einer dem Verein nicht mehr angehörigen Perlon kann der Berein kcine Gerichtsbarkeit mehr aus üben, xamit erweist sich der erst nach bem Austritte bes Klägers gegen diesen ergangene Beschluß de« Korps als rechtsungültig, ohne baß cS ber von bem Berufungsgericht bafür gegebenen Begründung bedarf. Dagegen uand dem Gericht nictt die Befugnis der Feststellung zu, ban brt «lager „orbnungsmäßig", also „ehrenvoll" ausge'chicbcn fei, da Ine» eine Beurteilung enthalten würbe, bie über bie Rechtsfrvgc nnauogchl, ob ocr >tlägcr wirksam ausgeschieben sei. ÄI!l »« l*!nt belcuc Ä Src»er l*Ä -us * amen Ät. .rgärte W w'.A« iit« *• v . .-4 MjU 1 f Sr-dn 'S «ri» w’ ,-h.>rHarntm '„derhaupy Han nti 2". H’bcn bat Tie^enag *■14 k-ris Ta ,. vt erzeugnis ^'Hesmrz' ' ]IB|( gcinachte ■ . /- i d'n Gnind 3 ‘v^roerfe jen r mit einer jmr Änzah ' Ws UNWIUV ■".mnniiiofle m Lchwiengie -lud der M , iubc. -Mama, bi, igt man da ,, dem £ b für diese eie i- . .-ute. DaS il Ja' mein &cn." - iSfcv.'.m habe ich öl E xncriort nut de E -nD abgegangen Ejonq, mein fim H für Mm, düng | ■ „Sie find der ß^dmngen wegen V.i Weife nachgelc bftenne mich fd ,Jch bin wartenden zahlreichen Wandergästen frohe Tage zu verschaffen. Eines großen Interesses wird sich die mit dem Verbandstag verbundene, reich besdsickte A u s st e l l un j mit Erzeugnissen aus bem Gebiete des Vogelsbergs und bodenständigen Reiseandenken aus dem Gesamt'Verbandsgebiete zu erfreuen haben, für die in dem städtischen Schu - Hause hohe, Helle Raume zur Verfügung stehen. Während ber Freitag und Samstag nachmittag mehr dem geschäftlichen Teil der Tagung gewidmet sind, setzt mit dem Samstag abend ein von der Stadt veranstalteter Festkommers das eigentliche Wandersest ein, das am Sonntag, 1. September, den Höhepunkt erreicht. An diesem Tage, dessen Abschluß bas vom Fürsten veranstaltete Schloßfest bildet, werden sich die V.-H.-E.-Aweigvereine in Büdingen ein Stelldichein geben und es wird naturgemäß mit einer großen Anzahl Cöäfte zu rechnen sem. Fürst unb. Bürgerschaft werben in Verbindung mit der rührigen Festleitung, unter Kreisrat Boeckmann, alles aufbieten, um allen billigen Wünschen gerecht zu werden. Kreis Friedberg. U. Bad-Nauheim, 12. Aug. In hiesigen Handelsund Geschäftskreisen wird e8 immer mehr als ein großer Mißstand empfunden, daß die hiesigen staatlichen Großbetriebe, wie z. B. das Salinenrentamt, noch kein Reichsbank-Girokonto besitzen und deshalb große Beträge oon hier nach Darmstadt und umgekehrt geschickt werden müssen. Man will durch die zuständige HandelSlammer versuchen, diese Institute zum Anschluß an die Reichsbank zu bewegen, damit sich auch hier der Verkehr in flotterer Weise als sonst bewegt. m. Ober-Mörlen, 12. Aug. Unsere Wasserleitung ist soweit fertiggestellt, daß sie nach Vollendung der Hausanschlüsse am 1. Oktober in Betrieb gesetzt werden kann. Das Wasser wird aus dem nördlichen Winterstein bezogen. Auch erhalten wir in diesem Jahre noch elektrisches Licht aus der Ueberlandzentrale Wölfersheim. Angeschlossen haben sich vorerst 109 Teilnehmer. m. Nieder-Mörlen, 12. Aug. Im Herbst wird mit dem Bau bes neuen Pfarrhauses begonnen. Es kommt hinter die Kirche auf ben alten Friebhof zu stehen. Tas jetzige Pfarrhaus wirb in ein Schwesternheim mit Kleinkinberschulc um- gewanbelt. 10 000 Mk. hierfür hat bas Ehepaar Pct. Jak. Mobs gestiftet. — Die Wasserleitung ist fertiggestellt. Fast ohne Ausnahme hat sich unsere Einwohnerschaft baran beteiligt, trotzdem bic meisten gute Ziehbrunnen haben. — Für das elektrische Lickst Haven sich viele Teilnehmer genielbet, baß es fick) für bic Zentrale Wölfersheim lohnt, eine Blockstation hier zu erricksten. — Bezüglich des kürz lick) hier erfchosfen aufgefunbenen Bankbeamten Koch ist nod) zu bemerken, baß bessen Vater mitteilt, fein Sohn lstibe 7000 (nicht 70 000 Mk.) bei sich gehabt unb er könne sich nicht umgebracht haben. Wie nun ermittelt worben ist, war ber junge Mann mit seinem verschwunbenen Freunb einige Tage auf bem Frankfurter Sclstitzensest; cs ist anzunchmen, daß baS Gclb bort verjubelt würbe unb ber junge Mann sich schämte, ohne Gelb nach Hause zu kommen. Starkenburg und Rheinhessen. rnt. Darmstadt, 12. Aug. Das Sck)ießen um den Kais er preis fand heute auf dem Truppenübungsplatz Darmstadt zwischen den hier Kompagnien je eines Regi mentes statt, die innerhalb des 18. Atmteekorps am besten geschossen hatten. Beteiligt waren die Regimenter Nr. 117, 118, 80 und 87. Den Preis errang wie im vorigen Jahre wieder die dritte Ko rn pa gn ie'des Jnf.-Regts. Nr. 117, Garnison Mainz. Die Kompagnien kamen heute früh mit ber Bahn hier an und wurden am Nachjmittag Nneder mit der Bahn nach ihren Garttisonen gebracht. w. M a in z, 12. Aug. Der Unter bem1 Protektorat des Großherzogs Ernst Ludwig stehende hiesige Verband für Flugwesen veranstaltet sm kommenden Jahre einen R u n d f l u g durch Hessen. w. Alzey, 12. Aug. Gestern nacht hat der 63jährige Maurer Jakob Lang seinen Sohn mit einem Tranchiermesser erstochen. w. Oppenheim, 12. Aua. Die Beisetzung des Geh. Baurats Prof. Paul Wallot findet am Mittwoch, 14. August, nachmittag 3y2 Uhr, in Oppenheim statt. Hessen-Nassau. irg, mit 72,9 Pkt. 3. Karl Hartmann, St - u R, lub mit 69,8 Pkt 4. Ludwig Sommerlab, 3t« u Gießen, mit 68,8 Pkr. 5. Hrh. Hcng, St.- u. R.-Klub Friebberv mit 66,3 Pkt. Leichtgewicht-Stemmen. 1. Preis: Attur Rütiq,- Athl.-Sv.-Verein Marburg, mit 74,5 Pkt 2. Lubw. Üunbcrf Athl. Sv Verein Gießen, mit 74 Pkt. 3. Karl Schm-.O!, u. R Mlub Gießen, mit 73,8 Pkr. 4. st ort r. Paul, Arhl.-Sp.-Ber ck» Marburg, mit 65,4 Pkr. 5. Jos. Fcgbeucl, Athl.-Sv.-Derc"7 Gießen, mit 63,5 Pkt. Febcrgcwicht (Stemmen). 1. Preis: Karl D.'in- traut, Mhl.-Sp Verein Marburg, mit 78'. Pkt. 2. Ludivi» Lorenz, 6t u. R 'Hub Gießen, mit 69'i Pkt. 3. Henn. Lor.n, 2t.- u. R Klub Gießen, mit 69 Pkt. 4. Hch. Becker, St - u R ' Stlub Friebberg, mit 68 Pkr. 5. Theobor Erb, Sl.- u. R -SNub Gießen unb PH. Simon, St.- u. R Klub Gießen, mit 66 Pfs 6 Pcter Jager, St.- u. R.-Klub Gießen, Karl Hanstem, St - u R. Klub Friebbexg unb Heinr. Harbttvann, St u R Miyk Gießen, mit 63'. Pkr. 7. Ph. Muller, St.- u. R.-Klub Gießn« mit 63 Pkt., 8. Simon Schweiger, Athl.-V. Marburg mit 62 9. Karl Srbmibt, St.- u. R -Kl. Friebberg mit 60' - Pki 10 -Qilh Keller, Athl.-Sp Verein Gießen, mit 60 Pkl. 11. Otto Valentin Athl.--Sv Verein Gießen, mit 59' 2 Pkt Leichtathletik: 1. Preis Albctt Henze, Athl.-Sv -B Marburg, mit 44’/s. 2 Heinr. Staubach, Athl Sv B Giesen 41'7. 3. Karl Hormel, Athl.-Sp V Marburg, 36"/,» 4. Jiibcn Lemmer, Athl.-Sp.-P. Marburg, 36"/,«,. 5. Gg. Linb, Athl -Sv. V. Marburg, 33%. 6. Heinr. Rühl, Athl.-Sv B. Aiirbberq 33'3. 7. Karl Schneider, St. u. R.-Kl. Friebberg, 331 f Deiwr. Roth, Kraftsp.-V. Wetter, 31'/,. 9. Wilh Sd.cercr, Krastsp 1 V. Wetter, 3V/«>. 10. Joseph Fritsch, St. u. R. >il. Friebdn, 24%. 11. Heinr. Schecrer, Kraftsp.-V. Wetter, 224 12. Jakob Schweiger, St. u. R.-Kl. Friebberg, 20-'/,. 13 Karl Frieden-« bäuser, Athl.-2p. V. Marburg, 18' . 14. Joh. Günther, Slrartip. V. Wetter, 17‘/15. 15. Hubctt Van Tankeren, St.- u. R.-iii Friebberg, 16%.. Schwergewichtringen: 1. Preis Wilh. Wolf, St- u. R.-Kl. Gießen; 2. Gg. Staubach, Athletiksportv. Gießen; 3 Karl Gcrstenberg, St.- u. R.-Kl. Gießen. Mittclgewichtri naen: 1. Preis Karl Hormel, Atbl- Sp.-V. Marburg; 2. Willi Müller, St.- u. R.-Kl. Friebberg; 3. Karl Hartmann, St.- u. R.-Kl. Gießen; 4. Heinr. Staudacd' Athl.-Sp.-V. Gießen; 5. Job. Günther, Kraftsp.-V. 'S etter- 6. Ernst Fleck, Athl.-Sp.-B. Marburg; 7. Rich. Sklaue, Alhl V. Gießen. , Lcichlgewichtringcn: 1. Preis Heinr. Roth, Krast- Sp.-V. Wetter; 2. Albett Lemmer, Athl.^p.-V. Marburg: 3 Artlmr Rübiger, Athl.-Sp.-V. Marburg: 4. Stonrab Paul, Athl. Sp. B. Marburg. Febcrgewichtringcn: 1. Preis Pcter Jäger, St.» u R.-Kl. Gießen; 2. Herm. Lorenz, (5t- u R.-Kl. Gießen; 8 einton Schweiger, Athl.--Sp.-V. Marburg; 4. Heinr. Becker, St. u. R.-Kl. Friebberg; 5. Karl Schmibt, St- u. R.-Kl. Friebberg- 6. Slarl Friebertshäuscr, Marburg; 7. Karl Weinttaut, Albi« Sp.-V. Marburg. ,€ ein vcrlävlicher fltaftfpcnbcr für aQc, die sich ab- ItlOSOIl rtCfPQnnL „crvüS, mnrobe fublcii ober nadi schwerer Krankbeit ber flrnfüiuinn bebürkn. Tac- echte Biofon. bcrgeuellt unter Benutzung beb D. 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Qi-jinart des VollBkVNN steiler»? da» eigene Leben und bie llm-Kbunq. nwt* er unbbie ibn brcinilunt. vir Wade beit de» Menschen und fem« EeschLpfe, bin Xcnnrr und Mönnrt. der al» neuer y an .rturMolunt» 1X01 Leben. Lust und Lnd des Bauernnanoe» tctnlder^ das olM jgat Bartel» Mn Le'er Tie »wflrni'.'-f >'t luilnttiblt beste idn kiiuna in die ulk brr Romane »»b tn-»äd»ungm - a»^> das langst vergrintne ^mdenteMagel uch brhnbft nch y*rjn,~r. . und neu au'genommen ist ..Le'.Mi und rrrruden ■•djiil- Meisters '. selbst A. C. Fröhlichs icltnc Cr-ählung aus dotUMB Flechten, juckenden Hautautzschläaen nfro. aeolaat sind, so dan der Hautreiz Tie nicht fcblafen labt, bringt Ihnen Zucker S „Saluderma rasche Hilfe Aeriilick warm emvf. Dose M Hf. u. 1 M. u'tärkne Form, bei W- ttilbinaer, SelierS- roen 79a, ‘21. Noll, Babnhob in. 51, (^rnft r'loll. Trog., «.2cibcl,»'rrontfurL Ltr39, Ctto 2ebaai, SelterSwegM lslu/i) ,o böslich Mit mir, vag uu gar Nicht glauben konnte, dav cd cm echter Polizist sei." Ä „ Meine Ta-eschromk. Ein schwerer Stratzenbabnunsali in Bochum Aus Bochum wird berichtet: Al» am gestrigen Montag abend ein Stratzenbabn-Motorwagen der Westiälnchn Stratzenbahngesellsciair mit einem Anhänger von Gerthe kom mend, die untere ilaitropnr Straste burtbnibr, versagte ang cd - icb wegen Uebcrfüllung de» Wagen» und wegen der abschüssigen Straste die Bremse, so datz der Motorwagen gegen eine Wirtschaftrannt c. wobei der Vorderperron oolutdiwig ;errrümmen wurde. Tie Wucht de» Jinammennoixf war so roh. dah die Seüenfüllungen au» dem Wagen wrangen * lo», fuhr in ein gegenüberliegende» Zigarrengeschäft. Nach »leitstellung der Heuer wehr wurden drei Personen lebensgefährlich verlest, sieben erlitten schwere, zehn leichtere Verehrt n gen. Alle wurden in das Auguliakrankenhaus gebracht. N: ^7 3. i M >*| JBreig- • ’ tzch t I l dVk- rbM 36"/7?> MA I afe'». R°' & 'ft'- ■ M <5inatfaj;:| Eren, St., f j J SS.S» A°ü J WetifiDont). Gj^jl u. 5neh. 1 Z 1 öcinr Sill MM. Öl - Nlch- Klaue, Ach1 ^Mr. Roch, ^••8. Marbur-'! 4. Konrad Paulas 's Nchr Jagn, Ä ' u'. OiicR-: l\ 4' Öcmr. Bciln - u. 31.»R|. Karl Weinlraui, i;\ I Ein Eisenbahnunglück in Italien. Rom. 13. Aug. Ter gemischte Pcrsonenzug, der kurz nach sieben Uhr abends Bclletn mit dem Endziel Rom ver- lästt. entgleiste gestern infolge Lockerung «m-er schrauben bt-r Lokomotive wenige Kilometer vor tkllan. zte $? a f d) 11. « c stürzte den Bahndamm herab. Ter nächste Wag m. dessen Kuppelung brach, blieb stehen, der zweite Wogen schob nch mit so «roher Wucht auf ibn, dast beide Wagen ineinander gei wacht eit wurden Bon den Passagieren wurden zwei, nach emer anderen Lesart vier, getötet, und 21 bezw. 45 verlcvt, sechs lebensgefährlich. * Ter früher längere Zeit in Berlin ansässig gewesene Geschäftsführer Röhricht von der -Gleiwiher Filiale der Berliner Kohlen- en-groS-Firma Emanuel Friedländer u sohn, unternahm am gestrigen Montag mit seiner Frau von Gleiwib aus ernen Ausslug. Taber fuhr sein Automobil gegen ernen Baum und wurde zertrümmert. R ö h r i ch t wurde geto tet, scme Frau schwer verletzt. Ter Chauffeur blieb unverletzt. Am Montag abend f enterte auf dem s ch w e r i n - r S c e in der Räbe des Paulsdamms cm mit icdx* Personen bi'ctztes Segelboot, bas non dem Chorsänger Bütinger geführt wurde. Fünf Personen ertranken, Frau Butmaer, der Chorsänger Corvil und seine Frau, Frau Bütiger au» Damburg sowie n" 3nay arnemünbe kenterte am Sonntag ein mit drei Personen besetztes Segelboot. Ein Schuler der hiesigen Rav,- . 0 9 ,vinter wurde unter der Beschuldigung, Klien» lengelder unterschlagen zu haben, der Rechtsanwalt F avreaA verhaftet lieber sein Vermögen ist der Konkurs eroifnet rootben. Aus Bozen wird gemeldet: Aul bet Rittnerbahn sand cm Zusammenstob zwischen einem tzilfszug und cihcm d r b c 11» ro a q c n statt. Zwei Arbeiter wurden getötet, vier schwer VCrl»ki einem Dorkampf, der am Samstag Skalatheater inOstende stattfand, erhielt der Franzo,c Trudel von dem Belgier Tolly foheftige Schläge, dast er das Bewusttscn verlor und bald darauf im Krankenhaus oerftarb. In der Wallstreetbank in N ew York erbeuteten Einbrecher in der vergangenen Woche etwa »wer Millionen Mark. Sie waren in den Keller gegangen und hatten dort eine Woche gearbeitet, um das Gewölbe nach dem Safekeller zu durchbohren und die 2aiev auojurauben. ।»fan ui. Alu Muiuaa L-utmiiiag pfänoete ein Uk '-Vollzieher im Bureau die ihm gehörigen Bureaumöbel ler Zusammenbruch brt Rechtsanwalts Paul Brederett ml nach dem, wa» vor einiger Zeit über sein merk i«e» Verhalten gegenüber benx Defraudanten Haase innen ferneren Verpflichtungen überhaupt verlautet, , überraschend Wie die B. Z am Mittag mitteilt, ei die Schulden des Rechtsanwalts weit über lOOOCKi rf betragen. Am vorigen Samstag war ein Wechsel in nShe von 9000 Mk. fällig, für den er keine Deckung tt. Auch die ihm anvertrauten Depots soll er vor • er Zeit angegriffen und nur auf Grund eines grasten ngewinn» wieder in Lrdnung gebracht haben. Der ...anwalt war ein ständiger Otaft auf den Berliner ! nbahnen, wo er hoch wettete, auch war er dem .erspiel leidenschaftlich ergeben. Seine eigentümliche *eriyict **ö*v.iw —■ d —...... una gegenüber bet Unterschlagung des Haase haben ,.-,nerzeu beleuchtet. Die B. Z. am Mittag gibt jetzt ,nnt dast Bredereck, nachdem ihm Haase gestanden, dast Geld auf dem Tempelhofer Felde vergraben habe, |rI zu der American Expreß Company gefahren sei, und i itilflctcilt habe, daß er gegen die ausgesetzte Belohnung , 4000 M»tf. das Versteck betanntgeben werde. Die Gesell-. ,« «. crflärte sich damit einverstanden, zahlte das Geld, L fr|t unter dem Druck der öffentlichen Meinung hat m ^rebered dazu verstanden, das Geld an Haases Mutter !' „zahlen Bredereck gehörte dem Verein deutscher Stu- •it an und war bei der lebten Reichstagswal>l im r Ober -Barnim als konfervattver Äanbibat aufgestellt, h ir in der Haupt wähl immerhin 5400 Stimmen auf sich Grniflte. Man nimmt an, dast sich Bredereck ins Aus- |ir) begeben hat. iff Tie Menagerie im fünften Stock. Schon feil blnicr Zeit wurden die Bewohner eines Hauses in der Rue bi Mrdtcu in Paris Tag und Nacht durch unheimliche Geräusche, i# irr das Erzeugnis von Ächlen wilder Tiere sein konnten, in ft r iung und Bestürzung gebracht. Verschiedene dem zuständigen Be t < amte gemachte Anzeigen veranlaßten den Kommissar, der Efe auf den Grund zu gehen. Ta stellte cs sich heran», dast un Ebn Stockwerke jene» HauseS ein chemaltger Afrika» IT dicr mit einer flcincn Menagerie hauste, die aus einigen Ifcm einer Anzahl von Assen. Schlangen, Papageien usw. bc- u 'die das unwillkommene Konzert verursachten. Ter ffom- ri;tr begnügte sich damit, den Afrikareifenden s christlich .-r L'orbcm, seine Menagerie zu „verlegen". Allerdings drohte er i bicigcrunfl»talle mit Ermiss,on, die aber sicherlich nur unter i! ^liä-cn Sckstvicrigkeiten vor sich gehen dürste. Lrntestricke empfiehlt billigst "« Kartoffeln Prima Sveiie - Kartoffeln empfiehlt billigst (5225 I. Weisel Sonnenstr.L, Telephon 88 • AuS der Münchner „Jugend". Knigge am Itanbc „Mama, wenn mich im Familienbade ein Herr Ist, sagt man da ,,Au'." oder...Ewig dein"?" n* Nach dem fepteltarij. Besucher: „Emen Dollar U tdi für diese elende kleine Kammer zahlen, bte ich letzte • 11 hatte Tas ist unverschämt!" — Oberkellner: „Unser toif. mein Herr." - Besucher: „Also, das bezahle ich Nicht Ki-rbcm habe ich die ganze Nacht fein Auge zugcmaciu. Im E immerfort mit den schrecklichsten ZahnsckMerzcn im Korridor * Sie sind den Anordnungen des Polizisten, der Ihnen W-Haltungen wegen der Laterne an Ihrem Stute machte, in Eir Weise nachgekommen!" sagte der Polizeirichter streng. E t bekenne mich schuldig, Herr Richter/' antwortete der Auto- Bb:hü. „Ich bin hier fremd iN der Stadt, der Mann lprach , , 100 von über 100 d>e erste Mannsck^ >e gleiche Mannst. • Trotzdem Äikloch; 1 Sieger bleibin. kies. I Leipzig, 12. „Alten öerrn' g ist in rechtlikhem -i Mäst § 723 des i Fallen finden aut jv rndsätzlichtn ßnn'i? des BürgerliÄu ift Anwendung. In itficit em>?MNM' | ellschaftcr gefid oach ohne Besät Lingesandt. eFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Diesten. Zu der Notiz von der Gründung eine» Pre u st, Ich en fianbetocrbaiiol SabcUbc^er, =uj Serfln, unb baü WdK Verbände bereit« in Bayern unter dem Protektorat de» vniii- regen,en und m Sachfen unter dem Protektorat de» König» brstkhe'i. ei, um Idlfcbiicben 'Auflegungen vorzubeugc», lestaestell,, dast der tCue Landesverd'nd 6\abc!< berger in Prensten eine .'.eu-Einrichtung bet ®abel»b.-e*ule ifi und nut der Preust,scheu Regierung tat keinen, Zuianimenhaug steht. bleibt also in Prensten bei dem freien Wettbewerb aller Systeme. __________________ . Ausstellung»II internationalen ÄuMt-Oä.«_______________________________?.**„ Todes-Anzeige Hierdurch teilen wir tiefbetrübt mit. dass, unser lieber Vater, Schwiegervater und Grossvater Herr Philipp Wilhelm gestern nachmittag nach schwerem Letdo-i ä AUer von 71 Jahren sanft verschieden ist. Die trauernd hlnterblicbencn F3Tr.".!icn: Wilhelm, Beiz und Eckert. Giessen (Bismarckstr. 11), den 13. Aug. 1912. Die Beerdigung findet Mittwoch nachm. 3 ^hr^auf dem neuen Friedhof statt. tellung darüber ab^ i eben ist. Der Sciftr. leiten: Darmstadt, da' >t als „Alter (.5.6, vom 28. y jnabe seines Ehnimr: fon und Absvre^ Wegen dmes W 1 Feststellung begehr: am 12. September ' igsmästig angeM V «m 12. ' jreiwoll «uijtlM-. dt mW m, !>■. 1 rönnen unb ; »gsbeschlu« dcv M- j Lr die Klage ° zu Gunsten des r-H dit nur der . 1 ,M 28. ft, sondern auch I '1909 rechtsmir^ - I Vermietungen Tie seither von Herrn Prof. Sirackbe-Kaifcr-Allee wohnte -OlUU'Jir. 89 iit sofort anderw. z. ocrm. 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