162. Jahrgang Erstes Blatt General-Anzeiger für Gberheffen Nr. 85 Erstes Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 11. April 1912 Der Siebener Anzeiger JflKW Ä /f'K ’WT' ß ,Bezng»preiS: erscheint täglich, außer «BMi ▼ Av Kfl ▼ monatlich75Ps.,viertel» Ssr-SKssfliiAHAUAtl ■! <#*A**A**" 3-iS ss»iniitkizTi17r zi blatt für Öen Kreis (Sieben HL H H ■ Bf Bsf B W W S B ■ ®k B ES H Hk B iäl)rL au5id)u Beuellg. tTienstng und Freüag); V&JF M M M . M M Wk W W «k. H W H W xgk.» M Sä M . Zeilenvreis: lokal IbPf^ mono«. Land- Wj g H fl W V Wr H W BI W Wgk auswärts 20 Pfennig, wirtschaftliche Seitfragen ■ ö A M Chefredakteur: A. Goetz. Fernsprech - Anschlüsse: flÄF ^SW Verantwortlich für den für die Redaktion 112, < ▲< * * •« ** politischen Teil: August WS General-Anzeiger für Gberheffen KSs« Annahme von Anzeigen Rotationsörud unö Verlag der vriihl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerel R. Lange. Redattion, Lrpedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Büdingen: Z-rnsprech-r Nr. 269 Seschäs,-stelle vahnh-fftrntz- 16«. SS&^WSl Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Die Seßhaftigkeit der hessischen Bevölkerung. Während in der deutschen Volkswirtschaft früherer Jahrzehnte das Problem der überseeischen Auswanderung eine große Rolle spielte, weil es sich da jahrelang um "sehr bedeutende Verluste handelte (1882 noch 203 585 deutsche Auswanderer), haben sich diese Verhältnisse seit Ende der achtziger Jahre völlig geändert (1910 nur noch 25 531 Ueber- seer). Dafür hat sich eine andere Wandcrungsform zu einer ungeahnten Völkerwanderung entwickelt: die Binnenwanderung, d. h. der Bevölkerungsaustausch der deutschen Landesteile untereinander. Bei ihr handelt es sich um die Bewegung von Millionen, und man bekommt einen ungefähren Begriff davon, wenn man hört, daß int Jahre 1907 z. B. in Berlin allein aus ben drei Ostseeprovinzen Pommern, Ost- und Westpreußen 305 597 Zuwanderer festgestellt wurden. .Aber auch innerhalb desselben Landesgebietes findet fortwährend ein umfangreicher Bevölkerungswechsel statt, der sich am stärksten in dem „Zug nach der Stadt", also der Abwanderung vom Lande, ausprägt, die bekanntlich zu einem sozialen Kalamitätsproblem geworden ist. 1 Von den deutschen Erwerbstätigen in Landwirtschaft, Industrie und Handel, diesen Grundelementen der Volkswirtschaft, wurden bei der letzten Berufszählung 436 771 gebürtige Hessen gezählt. Aber nur 369 022 dieser Landesgebürtigen wurden in ihrem Geburtsland vorgefunden. Mithin waren der Heimat rund 68 000 Landeskinder verloren gegangen. Die gesamte Verlustziffer ist noch weit höher, denn es sind weder die Familienangehörigen, noch die über See und über die deutfchen Grenzpfähle, namentlich nach Frankreich, Belgien, Holland und der Schweiz landflüchtig gewordenen mitgerechnet, für die es eine Statistik nicht gibt. Die Gesamtziffer dürfte mit ca. 300 |00 nicht zu gering veranschlagt sein. Halten wir uns aber nur an die Tatsachen der Zählung der Erwerbstätigen, dieser wertvollsten Bevölkerungsschicht, so betrug der hessische Wauderuugsverlust 15,5O°/o. Er verteilt sich auf die Selbstäudiaeu mit 4773 = 4,0°,b, die Angestellten mit 9134 = 38,9o,o, die Arbeiter mit 43 782 — 15,6 o/o. Ueberraschend ist, entgegen der landläusiLen Annahme, die relativ sehr müßige Wanderziffer der Arbeiterschaft. Dagegen sind weit weniger seßhaft die Angestellten, eine überaus bewegliche Berufskategorie Ob der hessische Wanderungsverlust von 15,50o/o groß war> ob also die Seßhaftigkeit der einheimischen Bevölkerung gering ist oder nicht, kann man nur durch Vergleiche avwägen. Wir greisen aus den deutschen Landesgebieten das benachbarte kleinbäuerliche Baden, die Industrieländer Rheinland und das Königreich Sachsen, sowie die großagrarischen Provinzen Westpreußen und Pommern heraus und werden auf diese Weise neben der Seßhaftigkeit gleich einige Ursachen des Wanderungsver- 'ustes erkennen lernen. Das Verlustprozent betrug: in Rheinland 7.17 Baden 8.39 Kg. Sachsen 9.04 Hessen 15.50 Westpreußen 29.28 Posen 33.00 Ganz augenfällig leuchtet aus dieser kleinen Tabelle als das Grundprinzip der Landflüchiigkeit folgendes Abwanderungsgesetz heraus: - Die Industrie hält die Landesgebürtigen ebenso fest, wie der kleinbäuerliche Besitz; dagegen treibt der Großgrundbesitz die Leute aus der Heimat! Die Statistik lehrt also die hohe bevölkerungspolitische Bedeutung, die das in Hessen vorherrschende Kleinbauerntum, sowie Industrie und Handel für ben mobernen Staat haben, zugleich aber auch bic ganze Hohlheit ber Phrase, mit ber man in ben inbustriefeinblichen ostelbischon Kreisen von ber „staatserhaltenden Bodenständigkeit" iy r o r landwirtschaft- lichen Bevölkerung zu sprechen beliebt. Nichts ist weniger hoben ft änbig, als die Bevölkerung großagrar i s ch e r G e b i e t e.' An die heimatliche Scholle kann nur fesseln, was die Intelligenz voll auslöst unb den schaffen- ben Hänben einen möglichst hohen Anteil an ber Frucht ihrer Arbeit zukommen läßt. Unb bas tun Jnbustrie, Hanbel unb Kleingrunbbesitz ganz anbers, als bie großagrarische Betriebsform. Man vergleiche nur bieBobenverteilung ber vorhin genannten Gebiete. Von je 100 ha ber Wirtschaftsfläche tarnen schon bei ber 1895er Betriebszählung au. die bäuerlichen Betriebe bis zu 20 ha in: Westpreußen 23.6 o/o Posen 27.3o/o Rheinland 75.5 0/0 Hessen 83.3 0/0 Baden 84.3°/o Für Hessen ist hier wie für Baden ins Gewicht fallend der meist in kleinsten Parzellen betriebene tleinbäuerliche Weinbau an Rhein unb Nahe. Diese Kleinbetriebe find volkswirtschaftlich ein sehr erwünschtes Gegengewicht gegen ben nicht unbebeutenben rechtsrheinischen Großgrunbbe,itz. Je- bensalls korrespondieren bicjc Prozentzahlen in ber Hauptsache genau mit ben Verlustprozenten ber vorigen Tabelle unb prebigen eindringlich bas hohe Lieb vom heimaterhalten- ben Kleingrunbbesitz. Daß ein so hoch kultiviertes Land wie Hessen überhaupt Arbeitskräfte nach auswärts abgibt, muß auf den ersten Blick befremden, wenn man sieht, wie nach dem Lande wieder 70000 auswärts geborene Erwerbstätige eingewandert waren, dadurch den alten Abwanderungsverlust an Landesgebürtigen ausgleichend. Diese zugewanderten Landfremden — „Hergelaufene" nennt sie mit unberechtigter Gering- schätzung der eingeborene Volksmund — müssen wohl für den einheimtschen Arbeitsmarkt nötig gewesen sein, sonst wären sie nicht gekommen. Sie stehen natürlich vielfach auf einer Stufe weit größerer Anspruchslosigkeit, als die einheimischen Abgewanderten, denn auch für die hessische Abwanderung gilt, was Neuhaus in seiner „Beruflichen und sozialen Gliederung des deutschen Volles" sagt: „Es wandern fast ausschließlich die in psychischer und physischer Beschaffenheit am besten ausgestatteten Personen aus, in einem Lebensalter, in dem sich alle Kräfte des Leibes und des Geistes in der blühendsten Entwickelung befinden, und die Leistungsfähigkeit im Beginn ihrer-größten Entfaltung steht." Das macht den Verlust umso empfindlicher. Darum wird man auch in Hessen besorgt sein müssen, für sämtliche Landesangehörigen die Heimat %u einer dauernden zu gestalten, indem alle Einrichtungen oes Landes, die politischen, wirtschaftlichen und sozialen, auf die deutbar höchste Stufe gebracht werden. Nur dadurch wird die Heimat der Masse lieb und wert. Unsere Landesgenossen sollen sich nirgendwo anders so wohl fühlen, wie in der Heimat. Mit einer unsozialen Bodenpolitik, mit mangelhaften Gesetzen und unmodernen administrativen Maximen drängt man die Empfindlichen, und das sind nicht immer die schlechtesten, aus der Heimat eher heraus, als daß man sie daran fesselt. Es gilt auch hier das Wort: eine gesunde Landcspolitik ist die beste Heimatpolitik. Rücktritt Uiderlen-wächterr? Ein Wiener Blatt hatte dieser Tage den Rücktritt des deutschen Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes an* gekündigt. 9hin teilt auch die „Germania" mit, daß der im Laufe des Monats zu erwartende Rücktritt des Staatssekretärs v. Kiderlen-Wächter wegen Differenzen mit dem Reichskanzler und dem Staatssekretär des Reichsmari ueamts in der Behandlung der englischen Verständigungsfrage erfolge. Kaffer und Reichskanzler in Korfu. Korfu, 10. April. Der Kaiser und der Reichskanzler mit Gefolge fuhren heute morgen im Automobil nach der Stadt, wo sie das Museum besuchten. Professor Doerpseld gab Erklärungen. Im Museum hatte sich auch Mr. Armour, und in dessen Begleitung zwei Archäv' logen, der Amerikaner Norton und der Engländer Hoqart, eingefunden. Von dem Museum begaben sich sämtliche Herrschaften nach Garitza zu ben Ausgrabungen, wo sie längere Zeit verweilten. Der Kaiser folgte einer Einlabung zum Frühstück bei Mr. Armour auf bessen Jacht „Utotoana". Das Wetter ist regnerisch unb toinbig. Dom itaiienifch-türkischen Kriegsschauplatz. Rom, 10. April. Die Agenzia Stefani meßet übet die gestrigen Vorkommnisse in T r i p 0 l i s: Ungefähr fünfzig Araber mit zahlreichem Vieh unb einigen Gewehren hätten sich bei ben Italienern eingefunben. — Bei Tobruk unternahm ber Feinb toieber einen Angriff gegen bas neue Fort in Stärke von ungefähr 300 Manu, würbe aber von ber italienischen Felbartillerie halb zurückgetrieben. In Der na würben von feindlichen Patrouillen wirkungslose Schüsse gegen italienische Wachtposten abgegeben. Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Petersburg: Der italienische Geschäftsträger Marches; Torreto ist von dem russischen Minister des Aeußern Sassonow! in einer längeren Unterredung darauf aufmerksam gemacht worden, daß eine weitere Ausdehnung des Kriegsschauplatzes nicht unbedenkliche Verwickelungen nach sich ziehen würde. Italienische Scheimuanöver zu LanduugSzwecken. Rom, 10. .April. (Agenzia Stefani.) Nach vorbereitetem Plane haben gestern einige Kriegsschiffe, die den Transport von Dampfern begleiteten, unter dem Kommando des Kapitäns Trangi in der Nahe von Zuara einige Scheinmanöver ausgesührt, die eine Landung vortäuschen sollten. Als sich die Schiffe der Küste näherten,' nahmen zahlreiche Abteilungen von Bewaffneten Verteidig aungsstellungen ein. Tie Schiffe eröffneten ein lebhaftes wirksames Artilleriefeuer. Das Scheinmanöver erzielte seinen vollen Erfolg, weil es gestattete, daß' ein starker Truppentransport aus Italien kommend und von Schlachtschiffen begleitet, einen wichtigen -vorher bestimmten Punkt an der Küste ohne Verluste besetzen konnte. Die Landung der Truppen und des Materials wird gegenwärtig fortgesetzt. Deutscher Reich. Einige Blätter melden aus Zittau: Von der Kreis- bauptmannschaft in B a u tz e n ist dem fortschrittlichen Landtagsabgeordneten, Bürgermeister Dr. Roth Amtlich gefälfchte Briefmarken. Jeder Briefmarkensammler kennt Neudrucke, Briefmarken, die mit den richtigen Platten und den richtigen Farben der ursprünglichen Marken gedruckt sind, nachdem diese außer Kurs gesetzt sind. Nicht jeder Sammler aber weiß, daß es auch amtliche Fäl- fchungen gibt, Briefmarken, die im Auftrage von Behörden gedruckt find, durch die ältere Marken nachgeahmt werden, um an Sammler verkauft zu werden. Ein englischer Fachmann, der hin und wieder im „Daily Telegraph" über solche Merkwürdigkeiten vom Briefmarkenmarkte schreibt, Hal eine ganze Reihe solcher amtlich gefälschten Bries- marken aufgesunden. Tie erste Behörde, die dergleichen machte, ist die englische Postverwaltung. Ter Ausdruck „Fälschung" ist hierbei allerdings ein wenig hart. Es war im Jahre 1864, also kurz, nachdem das Briesmarkensammeln in Schwung gekommen ivar. Mehrere Mitglieder des englischen Königshauses hätten gerne die schwarze Einpennymarke aus dem Jahre 1840, die erste aufklebbare Briefmarke gehabt, allein fie war vergriffen, und die Lriginalplatten waren nicht mehr vorhanden. Tagegen ähnelten die Platten für die rote Pennymarke die damals in Kurs war, der älteren Platte ziemlich, und so wurden von dieser mit schwarzer Farbe etwa 240 Briefmarken gedruckt. Tas ursprüngliche Papier war aber auch nicht mehr auszutreiben, und so wurde ein anderes genommen. Ein weiterer Untere schied dieser amtlichen Nachahmung von der echten Marke besteht darin, daß das Wasserzeichen, die Krone, größer ist, als bei der alten Marke und überdies auf dem Kopse steht. Von einer wirklichen amtlichen Fälschung glaubt der Engländer in folgendem Falle sprechen zu dürfen. Im Jahre 1885 ließ die Regierung der Sandwichinseln die Hawaibriefmarken vom Jahre 1853 und aus den Jahren 1861 bis 1869 durch eine Truckerei in den Vereinigten Staaten nachahmen. Tie ursprüngliche Marke, die ein Bildnis des jungen Herrschers Kamehameha Iv. zeigte, war in Boston lithographisch hergestellt worden. Tas ursprüngliche Papier, wie die ursprüngliche Farbe waren ebensowenig auszusinden, wie die echten Platten, und so wurden neue hergestellt, bei denen jedoch der Text sich in den Buchstaben der Wertbezeichnung etwas von den echten unterscheidet. Zwei Jahre später fand die Regierung im Postamt von Honolulu die ursprüngliche Farbe auf und schickte sie hocherfreut an die ameri- känische Truckerei. Es konnten jedoch keine Briefmarken damit gedruckt werden, weil die Farbe längst verdorben war. Augenscheinlich ist die Regierung von Honolulu mit ihren Nachahmun- gen trotzdem auf ihre Kosten gekommen, denn int Jahre 18891 vergab sie an eine amerikanische Firma einen ähnlichen Auftrag. Diesmal wurden die seltenen Fünf- und Dreizehnzents- marfeit des Jahres 1853 wiederholt, die höchstwahrscheinlich an Reisende als echt verkauft worden sind. Nachdem die Regierung drei Jahre lang solche Briefmarken hatte verkaufen lassen, ließ sie schließlich im Jahre 1892 den Ueberdruck „Reprint" (Neudruck) anbringen. Ganz verunglückt ist eine amtliche Nachahmung der ersten Briefmarken aus Shanghai aus dem Jahre 1865, die 1874 hergestellt wurden. Tie echte Marke zeigte das Bildnis eines Drachen, dessen Bart genau sieben Borsten hat. Ter Zeichner der Nachahmung hat offenbar nicht gut aufgepaßt, denn die Fälschung zeigt neun Haare. Besonders geistreich ist eine „Nachahmung" der Vereinigten Staaten von verschiedenen recht alten Marken. Bei der Internationalen Ausstellung im Jahre 1876 sollten auch sämtliche Briefmarken des Landes ausgestellt werden. Es waren nicht alle aufzutreiben, und fo ließ die Regierung mit neuen Platten und neuen Farbstoffen, wahrscheinlich auch auf neuem Papier, nicht weniger als 10 000 Marken drucken, von denen natürlich eine ganze Reihe unter der Hand verkauft wurden. * — Eine „Rettung" König Philipps. Untere großen Historiker, vor allem Rankes Meisterporträt, haben uns in dem „spanischen Philipp" das Urbild düsteren Fanatismus und grausamer Unnahbarkeit gezeigt und die dichterische Prägung der Gestalt in Schillers „Ton Carlos" umgab diesen finsteren Tyrannen mit der schwelenden Glut verhaltener unb zertretener Leidenschaften. Ta ist es denn ein kühnes Unternehmen des dänischen Historikers Karl Bratli, m einem umfangreichen, durch eilte Fülle von Dokumenten gewichtigen Werke eine Rettung König Philipps im Lessingschen Sinne zu unternehmen. Zunächst zerstört er die Ansicht von dem schrecklichen, Furcht einflößenden Aeußeren des Herrschers. Er beweißr vielmehr, daß Spanier, Engländer, Italiener unb Franzosen, bie mit ihm in persönliche Berührung kamen, entzückt waren von ber Anmut seines Körpers unb ber Feinheit seiner Züge. Er war zwar klein, aber schön unb prächtig gebaut, „von einer so großen Ebenmäßigkeit bes Körpers, als sie die Natur nur schaffen tann," wie ein englischer Ebelmann, John Elder, schreibt. Der dänische Gelehrte behauptet, daß Philipp ein lustiger, allen Freuden der Welt aufgeschlossener Mensch gewesen sei, wo sich ihm nur die Gelegenheit zu Freude unb Genuß bot. Nicht nur feine Liebe zur Kunst läßt sich dafür anführen. sondern das beste Zeugnis dieser heiteren Stimmungen sind die, Briefe, die er von Portugal aus an seine Kinder schrieb. -Sie; enthüllen uns einen ganz neuen, einen bisher noch nie richtig gesehenen Philipp, ber sich den Schönheiten der Natur, den großen Linien ber Landschaft unb selbst bent Dust der Rosen mit Freuden' hingibt, ber ein guter Familienvater ist unb mit seinen Kindern,' kindlich plaudert. Er macht Witze über sich selbst und stellt z. B.i den Ausfall seiner eigenen Zähne in humoristischen Gegensatz zudem Zahnen seines jungen Sohnes, des Jnfanten Diego, meint mit komiscljem Trost, was die Natur ihm nehme, gebe sie wenigstens' seinem Knaben wieder. Er macht sich sogar über den prunkhaftew Mantel aus Goldbrokat luftig, den er bei großen Feierlichkeiten- anlegen muß. So gelingt es Bratli, uns wirklich einen freundlicheren, menschlich sympathischen Eindruck des spanischen Herrschers aufzuzwingen. Schwieriger wird es ihm schon, alle grausamen Handlungen, die ihm vorgeworfen werden, zu entschuldigen! unb zu erklären. In seiner Beurteilung bes Verhaltens Don Carlos gegenüber mag er recht haben, denn er weist! darauf hin, daß Philipps ältester Sohn ein Degenerierter uni/ Wahnsinniger gewesen sei, dessen Tollheiten der Vater einige Zeit ertrug, bis er sich schließlich nicht anders zu helfen wußte, als- daß er ihn in ein Gefängnis einsperrte. Im übrigen kehrt Bratli hier das Büd des ftrengen, unb gerechten Richters hervor, dem, die Staatsraison das höchste Gebot war. Solch ein strenger! unb aeredjter Richter ist ber König gewesen, aber Gnabe wohnte! nidjt *n seinem Busen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Tie Jahresversammlung bayerischer P s y - chiater findet am 29. und 30. Juni 1912 in Regens-! bürg und Wö11ersh0f bei Neustadt a. d. Waldnaab statt. — Ter 17. Jnternationalemedizinische Kongreß findet! in L 0 n d 0 n vom 6. bis 12. August 1912 statt. — InMünchc n' ist der Medizinalrat Tr. med. Otto Zaubzer, kgl. Bezirksarzt a. T. und vorm. Oberarzt am städtischen Krankenhaus München! r. I. im 78. Lebensjahre gestorben. — Ter 41. Kongreß ber Deutschen Gesellschaft für Chirurgie wurde! unter dem Vorsitz des Bonner Chirurgen Geheimrat Sorte! im Beethovensaal der Berliner Philharmonie eröffnet. —! In Arnstadt in Thüringen wird ber Schriftstellerin ÜJiar-,1 litt bei der 25. Wiederkehr ihres Todestages <22. Juni- eint Denkmal errichtet. — In Paris ist der Prosesfor ber ©e* schichte Gabriel M 0 n 0 d im Alter von 68 Jahren g e ft 0 r b e n.j in Burgstädt, der zum Obervurgermetster von Zittau gewählt worden war, die Bestätigung versagt toorbtm. Der Hauptgrund für die Nichtbestatigung soll darin bestehen, daß Dr. Roth einige Male hazardrerte. In manchen Kreisen glaubt man jedoch, daß der wirkliche Grund in dem politischen Auftreten des Dr. Roth zu suchen ist. Dieser hat die Entscheidung der Regierung angerufen. Ausland. Tie „Köln. Ztg." meldet aus Teheran vom 9 d. M : Wie verlautet, soll der Regent beabsichtigen, aus Gesundheitsrücksichten einen längeren Aufenthalt im Auslande zu nehmen. Es ist wahrscheinlich, daß er abdanken totrb, da sich innere Schwierigkeiten ergeben und dem Regenten be,anders m der hohen Geistlichkeit eine neue Gegnerschaft erstanden ift — Gegen Salar ed Tauleh werden weitere Truppen ausgesandt. Hier glaubt man, daß er durch türkische Grenzstämme unterstützt wird. Aus Ktadt und Land. Gießen, 11. April 1912. Die Sterblichkeit in Hessen im Jahre 1911. Die Sterblichkeit in Hessen hat seit längerer Zeit von Jahr zu Jahr abgenommen. Tas Jahr 1911 aber brachte einen Rückschlag. Denn nach den Feststellungen der Zentralstelle für die Landesstatistik ereigneten sich im Jahre 1911 18 575 Sterbefälle gegen 17 996 im Jahre 1910. Un- günstig war n. d. Darmst. Ztg. da§ Jahr 1911 hinsichtlich der Sterblichkeit für die Säuglinge einerseits und für die alten Leute (über 70 Jahre alt) andererseits, günstig dagegen für die Kinder im 1.—5. Lebensjahr. ES starben nämlich im Jahre 1911 Personen im Alter von unter 1 Jahr 4273 (gegen 3914 im Jahre 1910), von 1—4 Jahren 1277 (1580), von 5—14 Jahren 635 (647), von 15—29 Jahren 1312 (1278), von 30—59 Jahren 3947 (3851), von 60—69 Jahren 2719 (2717), und von 70 und mehr Jahren 4412 (4009). — Rach Todesursachen verteilen sich die Sterbefälle wie folgt: Angeborene Lebensschwäche 826 (im Vorjahre 812), Altersschwäche 2015 (1926), Kmdbettsieber 49 (51), andere Folgen der Geburt 55 (53), Scharlach 60 (88), Masern und Röteln 58 (214), Diphtherie und Krupp 188 (150), Keuch- husten 166 (234), Typhus 27 (25), übertragbare Tierkrank, heilen 2 (3), Rose 57 (37), andere WundmsektionSkrankhelten 100 (88), Tuberkulose der Lungen 1778 (1811), Tuberkulose anderer Organe 547 (512), akute allgemeine Miliartuberkulose 64 (62), Lungenentzündung 1421 (1557), Influenza 277 (160), andere übertragbare Krankheiten (venerische Krank- cheiten usw.) 32 (37), Krankheiten der Atmungsorgane 1033 (1121), Krankheiten der Kreislauforgane (Herz usw.) 1829 (1726), Gehirnschlag 883 (789), andere Krankheiten be3 Srervensystems 929 (1045), Magen- und Darmkatarch, Brechdurchfall 1922 (1185), anderd Krankheiten der Vecdauungs- ocgane 444 (466), Blinddarmentzündung 89 (97), Krankheiten der Harn- und Geschlechtsorgane 457 (422), Krebs 1156 (1200), andere Neubildungen 146 (154), Selbstmord 303 (321), Mord, Totschlag, tödliche Körperverletzung 32 (20), Verunglückung oder andere gewaltsame Einwirkung 431 (358), andere benannte Todesursachen 590 (604) und Todesursache nicht angegeben 609 (668). * • Vom Großherzoglichen Hofe. Die Abreise des Großherzogspaares nach Rußland ist, n. d. ,Darmst. Ztg.", auf Sonntag, 14. April, festgesetzt worden. In Audienz empfangen wurden vom Großherzog am Mittwoch u. a. der Schriftführer des Krieger- Vereins Friedberg Scriba, sowie die Semmarlehrer Muth und Baldauf von Friedberg. • • Erledigt ist die Stelle eines Hauptsteueramts- dienerS bei Großh. Hauptsteueramt Mainz. * * B i e n e n z ü ch t e r v e r s a m m l u n g. Gestern nachmittag hielt der Oberhessische Bienenzüchterverein seine Ausschußsitzung im Hotel Schütz hier ab. Die Verhandlungen, denen ein gemeinsames Mittagsessen vorausging, begannen mit einem vom Vorsitzenden, Lehrer Buß-Leihgestern, erstatteten Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr, das für die Imker der südlichen Hälfte von Oberhessen ein zufriedenstellendes Ergebnis hatte, während die des Vogelsberges über schlechten Honigertrag klagen mußten. Der Verein hat 1128 Mitglieder. Die beiden zu Hirzenhain abgeholtenen Jmkerkurse waren von elf Mitgliedern besucht. Die diesjährigen Kurse finden vom 28. Mai bis 1. Juni und vom 24. bis 29. Juni statt. Die Rechnung für 1911 schließt mit einem Ueberschuß von 167,73 Mark, sie wird von beit Herren Dietrich- und Kuntpf-Gießen geprüft und für richtig befunden. Der Reservefonds beträgt 2000 Mark. Durch die Zunahme der Mitglieder ist ein Neudruck der Satzungen nötig geworden, der in diesem Jahre vorgenommen werben soll. Der Voranschlag für 1912 beläuft sich in Einnahme und Ausgabe aus 2820,04 Mark, zu dessen Ausgleich der Reservefonds in Anspruch genommen werden muß, der aber in den nächsten Jahren wiederauf seine jetzige Höhe gebracht werden soll. Da der Versand der Vereinszeitschrift zu hohe Kosten verursacht, wird ein Ausschuß ernannt, roeldjer die zur Verringerung dieser Kosten vorgeschlagenen Wege eingehend prüfen und dem Vorstand Vorlagen machen soll. Für den zurzeit schwer erfranlten Rechner Hotz-Nidda wird bis zu dessen Wiederherstellung Lehrer Mergot-Nidda bestimmt. Die diesjährige W anderver santmlung findet in Verbindung mit dem Vilbeler Markt am 20. August in Vilbel statt, wobei Post- sekretär Kumpf-Gießen den Hauptvortrag halten wird. Zum Schluß wird noch ein Antrag des Zweigverems Gießen einstimmig angenommen, wonach die Gewinne bet Verlosungen des Ober Hess. Bienenzüchtervereins nur noch gegen Vorzeigung des betr. Gewinnloses verabfolgt werden. Kreis Lauterbach. 4- Schli h, 10. April. Em heftiger Südweststurm, der am 3. Feiertag bereits den zahlreichen AuSflüglern sich unangenehm bemerkbar machte, hat einen starken Tempc- ratursturz unb lebhaftes Schneetreiben zur Folge gehabt. Heute morgen zeigte sich bei 3 Grab Kälte bie mit einer bünnen Schneebecke bebeckte Erde roiebec im rechten Winterkleib. Auch heute noch herrscht bei starkem Sturm dichtes Schneegestöber. Der Frost bürste an ben frühblühenben Obstbäumen unb Beerensträuchern beträchtlichen Schaben an- gerichtet haben. — Gleichzeitig mit ber Rückkehr beS Winters ist bie ebenso unerwünschte Wieberkehr ber vielgesuchten, aber nirgenbs zu faßenden Zigeuner zu verzeichnen. In ber Nacht vom 2. zum 3. Feiertag hatten sie ein Lager auf dem benachbarten Eisenberg. Als Forstbeamte anlangten, war bie Banbe natürlich wieder verschwunden. Kreis Schotten. 88 Vom Hoherodskopf, 11. April. Was ber Winter versäumt hat, scheint ber Frühling nachholen zu wollen, denn seit vorgestern herrschte hier tüd)tiger Schneefall und bis heute früh hat bie Schneedecke, die geschlossen dis Schotten liegt, eine Höhe von 25—30 Zentimeter erreicht. Heule nacht sank die Temperatur auf 7° Kälte. Zum Schilauf ist die Bahn sehr gut geeignet, unb eine .Anzahl Schiläuser haben sich bereu» eingestellt. Kreis Friedberg. O. Friedberg, 10. April. Seit heute wirb in ben hiesigen Schloßgebäubenunbin ben baranstoßenden Parkanlagen gearbeitet. Auch ist am Tag vor Feiertag das betreten ber Parkanlagen verboten. △ Friedberg, 10. April. Der oberhessische Obstbauverein hielt heute nachmittag in den „Drei Schwertern" eine K r e i s v e r s a m m l u n g ab, die sich mit einer sehr wichtigen Frage befaßte. Ein An.rag des Ortsvereins Bad-Nauheim ging dahin, den Kreis- und Orts- Vereinen größere Selbständigkeit zu geben, wodurch ein allmähliches Auflösen des Provinzialvereins eing:)e£t. hätte. An der Aussprache nahmen außer den Vertretern aus Bad- Nauheim teil: Krcisrat Schliephale, Oekonomierat Spieß, Sekretär Dr. Hofsmann, Bürgermeister Maul-Ossenheim, Beigeordneter Falck-Friedberg und Büraermeister Ncrn- Kirch-Göns. Sie sprachen sich für unbedingte Beibehaltung des Hauptvereins aus. Die Nauheimer erklärten, sie seien mißverstanden worden, auch sie wollten den Fortbestand des Provinzialvereins, dieser solle nur im Interesse des Obstbaues umgestaltet werden. Nach Ablehnung des ersten Nauheimer Antrages wurde'ein abgeänderter Antrag Bad-Nauheim einstimmig angenommen: „Unter Aufrechterhaltung des Provinzial-Obstbauvereins sollen die Ortsgruppen und Kreisverbände selbständiger ausgestaltet und namentlich mit eigenen Mitten ausgestattet werden." Dieser Beschluß wird der Hauptversammlung des Provinzialvereins vorgelegt werden. Nach dem Voranschlag des Hauvt- vereins kostet die Vereinszeitschrift 2503 Mk. jährlich, die Vortrüge 1700 Mk., die Vorlesungen 400 Mk., der Gehalt des Technllers für Alsfeld-Lauterbach erfordert 1800 Mk. Der Verein zählt jetzt rund 4000 Mitglieder. Bedauert wurde, daß die Landwirtschaftsiammer nichts tue für die Ausgestaltung der Frankfurter Obstzentra.e, da Frankfurt das Hauptabsatzgebiet des Weiterauer Obstes sei. Der Bürgermeister von Ober-Eschbach regt mehr prakt.sche Demon- strationen in den Vereinen an. Als Vorsitzender wurde durch Zuruf Kreisrat Schttephake gewählt. W Bad-Nauheim, 10. April. Prinzessin Heinrich von Preußen weilte heute zum Besuch ber Kaiserin hier unb kehrte abenbS nach Darm stabt zurück. L. Nieber-Wöllstabt, 10. April. Heute würbe der älteste Bewohner unseres Torfes, ber 97jährige Herr 'Neurath, zu Grabe getragen. Sem Tobestag war zugleich sein Geburtstag. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 10. April. Gestern ist in Heidel, berg der frühere hiesige Senatsprofessoc Hermann Schäfer im Alter von 68 Jahren gestorben w. Darmstadt, 10. April. Die als Begleiterin der Witwe des Dichters Gottfried Schwab in Nervi in Italien weilende Tochter des Pfarrers Ro em Held in Pfungstadt stürzte aut einem Gange am Strande von einem scharf abfallenden Felsen ins Meer. Tie Leiche wurde gelandet. er. Bingen, 9. April. Der städtische Voranschlag für 1912 schließt mit 1314 780,70 Mark ab. An einzelnen Posten sind u. a. zu verzeichnen. Waldungen: Einnahmen 59 500 Mark, Ausgaben 34 610 Mark, Reingewinn 24 990 Mark: Hasen: Einnahmen 92 200 Mark, Ausgaben 63 640 Mark, Reinertrag 28 560 Mark. Ferner an Einnahmen: Gemeindesteuer 409 300 Mark, Lagerhäuser 52 500 Mark, Gaswerk 36 000 Mark, Kanalsteuer 21760 Mark, Oktroi 18 200 Mark, Märkte 10 380 Mark und Gas- und Elektrizitätswerk je 8000 Mark. An Ausgaben: Sckiulen 73 660 Mark, Allgemeine Verwaltung 61620 Mark, Armenpflege 52 070 Mark, Weinbergsschutz unb Vertilgung schädlicher Tiere 51300 Mark, Polizei 32 810 Mark, Straßenbeleuchtung 21 780 Mark, Srraßenbereinigung 17 240 Mk. und Straßenunterhaltung 7910 Mark. (ch) Aus R y einy es s en, 10. April. Die Spargelernte hat in den letzten Tagen stellenweise ihren Anfang genommen. In Nieder-Jngelheim wird der Spargelmarkt in den nächsten Tagen eröffnet. Bei den bisherigen Abschlüssen, bei denen es sich meist um größere Posten handelte, wurden für die erste Sorte 38—42 Mark und für die zweite Sorte 10—15 Mark für den Zentner angelegt. Kongreß für Zamiliensorschung. Gießen, 11. April. Im Anschluß an den Kurs für Familiensorschunb, Ver- erbungs- und Regenerationslehre findet von heute bis zum Samstag hier ein Kongreß statt, der sich mit denselben wissenschaftlichen Fragen beschäftigen wird. Der Kongreß, zu bem sich eine große Anzahl Gelehrter von Ruf eingefunden hat, wurde gestern abend mit einer offiziellen Begrüßung im Hotel Großherzog einaeleitet. Unter ben Teilnehmern, deren Zahl inzwischen auf 160 awgewachsen ist, befinden sich u. a.: Prof. Dr. Buchholz-Hamburg, Augenarzt Dr. Crzellitzer-Berlin, Prof. Dr. Deneke-Hamburg, Med.-Rat Tr. Fux-Emmendingen, Dr. Hagelftam-Helsingfors, Dr. Hammer-Stuttgart, Med.-Rat Tr. Hoffmann-Berlin, Tr. Har- lander-Regensburg, Dozent Tr. Sundberg-Apsala, Macco-Berlin, Sd-ulinspektor M. Meyer-Hamburg, Geh. Sanitätsrat Neuhaus- Düsseldorf, Prof. Tr. Rosenfeld-Vtünster, Landesbibliothekar Dr. Tille-Tresden, Oberstaatsanwalt Tr. Schwarz-Mainz, Oberstaatsanwalt Hofmann-Gießen, Tr. Rekzeh-Charwttenburg, Prof. ä/c. Strohmaier-Jena, Direktor Dr. Schauen-Schwetz, Direktor Tr. Schedtler-Mersehausen, Kammerherr Tr. Rekule von Stradointz- Grcß-Lichterfelde, Privatbozent Tr. Straud)-Berlin, Med.-Rat A/r. Wilhelmy-Schwerin, Schulrat Wehrhahn-Hannover, Tr. v. d. Velden-Weimar. Tas Ausland ist vertreten mit: Oesterreich- Ungarn, Schweiz, Rußland, Finnland, Belgien, Italien, Türkei. Geheimrat Prof. Dr. Sommer, dem als dem geistigen Vater und Organisator des Kongresses von allen Seiten herzliche Anerkennung zuteil wurde, begrüßte die Gäste und gab eine kurze Uebersicht über das Programm des Kongresses, das eine Entfaltung und Weiterentwicklung der int vorausgegangenen Kurs ausgeführten, hauptsächlich die Methodenlehre behandelnden Themen darstellt. Wir werden über den Kongreß berichten. Universitäts-Nachrichten. Marburg, 10. Apru. Der Prmatoozem sur Geographie an ber hiesigen Universität Dr. Alsreb Rühl würbe zum Abteilungsvorsteher am Institut für Meereskunde in Berlin als Nachfolger von Prof. Dr. G. Braun berufen. — Ernannt wurde Der hiesige Privatbozent Dr. phll. Ehrisiian Jensen zum außerordentlichen Professor für llassische Philologie an der Universität Königsberg i. Pr. Er wirb hier Nachfolger von Prof. L. Deubner, ber zum Ordinarius befördert wurde. Neue Lhrenöottocen. A t h e n, 10. April. Gelegentlich des Jubiläums hat die hellenische Universität heute 92 Ausländer zu Ehrendoktoren ernannt. Darunter die deutschen Professoren Lipsius, Ludwig Mitteis, Bruegmann, Edgar Martini, Partsch von der Universität Leipzig, Erusius-München, Del- drueck-Jena, Diels, Harnack, Hiller von ©oertingen, von Lu- schan, v. Wilamonttz-Moellendorf von der Universität Berlin, Gymnasialdir, ltor W.lhelm v. Roscher, Schultze-Greifswäld, Wuensche-Königsberg, L e p s i u s-D a r m st a d t, Philipp- son und Karl Robert von der Universität Bonn und der Archäologen Toerpfeld. Wandern und Neisen. Marburg, 10. April. Der hiesige Wandervogelbundestag hatte nahezu tausend Wandervögel, unter ihnen fast 150 Mädchen, in den Mauern Marburgs vereinigt. Sie waren in den umliegenden Ortschaften, in Privatquartieren und in der Kaserne, untergebracht. Von Nord und Süd unb Ost und West waren bie sangesfrohen Scharen eingetroffen, um an den Verhandlungen und Unterhaltungen teilzunehmen. München, Danzig und Prag reichten sich hier die Hände. In der Begrüßungsansprache hob der Bundesleiter des deutschen Bundes für Jugendwandern, Dr. König- Frankfurt a. Main, hervor. Daß die Wahl diesesmal auf Marburg gefallen sei, da hier beide Bünde, der Altwandervogel unb der deutsche Bund, vertreten seien. Beigeordneter Schimv f - Marburg begrüßte die anwesenden Wan' Dervögel, bie mit flatternden Fahnen auf dem Marktplatz Stellung genommen hatten. Aus 500 Kehlen klangen hier die schönen Wandervogellieder. Die zuvorkommende Marburger Polizei hatte bis 10 Uhr abends Sing- unb Redefreiheit gegeben. Jedoch erklangen auch oftmals noch nach diesen Stunden Wandervogel- weisen, wofür die freundlichen Schutzleute nur wohlgemeinte Ermahnungen übrig hatten. Von größter Wichtigkeit für das fernere Wohlergehen war ber Beschluß des deutsch?n Bundes für Jugend- Wanderungen, dem Altwandervogel die vollständige Einigung an- zubieten und die Bundesleituna zu ermächtigen, in diesem Sinne zu verhandeln. Bon beiden Lagern wurde dieser Beschluß mit großer Begeisterung ausgenommen und in der schon lange angc- bahnten Einigung ist man wieder einen Schritt weiter. Am Min woch morgen vereinigte ein großes Kriegsfpiel die Wandervögel Die am Tage zuvor geschlagene blaue Armee verteidigte ihren Rückzug bei Marburg, um Zeit zu gewinnen, daß die Pioniere die zerstörten Brücken ausbessern tonnten. Die aus dem Hinterland nadjbringenbe rote Armee brach bei Wehrnshausen in die blaue Stellung ein unb hatte so den Kampf zu ihren Gunsten entschieden. Für bie, die sich hieran nicht beteiligten, waren bie Pausen zwischen ben Verhandlungen mit der Besichtigung Marburgs ausgefüllt. Am Mittwoch nachmittag mußten wegen des eingetretenen Schneesturmes die Volkstänze unb Wettgesänge in den Turnergarten verlegt werden. Großen Beifall sanden die Weber- und Schuhmachertänze, der Ohrfeigentanz unb Schuhplattler von echten Münchener Jungen im blauen Kittel erregten Lachsalven. Bei ben weiteren Verhandlungen wurde die seitherige Bundesleitung wiedergewählt. Die Wandervögel werden wohl nach dem Gebotenen den besten Eindruck mit nach Hause nehmen und mit erneuter Freude an ihren schönen Bestrebungen weiter arbeiten. Aber auch die Marburger hatten ihr Vergnügen an den prächtigen Jungen, die auch ohne Alkohol so fröhlich sein konnten. Alle Kreise nahmen sich ihrer mit großer Freude an. Beim P r e i s w e t t s i n g e n erhielt im Hordengesang die Ortsgruppe Darmstadt den erjien Preis. Beim Einzelsiwgen tarn ein Preis auch der Ortsgruppe Gießen zu. Canötvirtjd^aft« Fohlenankaus. Auch in diesem Jahre ist von ber Landivirtichastökamlnec em Antons von Zucht io hl en in Belgien und Oldenburg beabsichtigt. Es sollen angekausr werden: Jährlinge und zweijährige Fohlen ans Belgien und L Idenburg. Ter Einkauf in Belgien ist für Die erste Häl'le des Monats 'j)lai, der in Oldenburg für Juni oder Juli vorgesehen. Anfragen über den ungefähr zu zahlenden Preis werden von der Landivwischailskainmer umgehend beantwortet. Tie Bestimmungen über Ein'uhr der Fohlen werden Jnteresjenlen ebenfalls auf Wunsch zugesandl. Tie LanDwlrtschaftskannner übernimmt bei diesen Ankäufen die sämtlichen allgemeinen Kosten (alle Kosten abzüglich der Ankaufspreise). Außerdem wird noch em Zuschuß zu den Ankaufskosten gewahrt, dessen Höhe sich nach der Beteiligung am Import ndnet, aber 20 Proz. des Ankaufspreises nicht ubcriielgen soll. Ter Zuschuß wird an einen Besteller nur für höchstens zwei Tiere bewilligt. Lustschisfahrt. Gotha, 10. April. Unter dem Vorsitz des Prinzen Albert von Schleswig-Holstein fand im Schloghotel- in Gotha die Besprechung uoer das vom deutschen Fliegerbunde im August 1912 in Gotha geplante Turn ier statt. Die Versammlung beschloß im Prinzip, die Veranstaltung im August 1912 stattsinden zu lassen. vermischte». "Das versunkene Schatzschiff. Der englische Daull> fer „Lyons", der im vorigen Sommer an der Küste der Insel P e r s ch e l l i n g nach den Schätzen des Schiffes „L u t i n e" suchte, int Oktober aber wegen des stürmischen Wetters die Arbeit einstellen mußte, wird seine Versuche mit den neuesten technisch verbesserten Hilfsmitteln wieder ausnehmen. Tie „Lutine" ist eine englische Fregatte, die im Jahre 1799 mit einer Labung von 25 Millionen Mark in Gold- unb Silber-Barren unb 3 Millionen Mark in Goldmünzen von Parmouth nach Cuxhaven bestimmt war und unterwegs bei Perschelling scheiterte. Vor 50 Jahren gelang es, rund 2 Millionen an Gold an bie Oberfläche zu bringen. Seit jener Zeit sank bas Wrack immer tiefer in ben Sand. * Tas Schiffsunglück auf dem N i l. Aus Kairo wirb gemeldet: Taucher suchen den Nil ab, wo der Vergnügungsdampfer gesunken ist. Fünf Leichname von Europäerinnen wurden gefunden. — Tas Schiff kam von einem besuchten Ausflugsorte. Ungefähr zwölf Kilometer vor Kairo wurde es von einem Schleppdampfer angerannt unb sank fast senkrecht. In ber Dunkelheit gab es schreckliche Szenen. Ter Schleppdampfer rettete siebzig Personen. Viele arabische Barken eilten zur Hilfe. Tie Polizei schätzt bie Zahl ber Pafla- giere entsprechenb der Durchschnittszahl aufübervierhundert. Es ist aber unmöglich, bie genaue Zahl anzugeben. Tie Red senden gehörten in der Mehrzahl dem kleinen Bürgerstande an Kieme u,age$d)ronit. Kommerzienrat Lei chner, der Inhaber der bekannten Schminke- und Puderfabrik, ist in seiner Villa im Grünewald einem Schlaganfall erlegen. (Leichner ermöglichte es, durch Bereitstellung der erforderlichen Mittel, datz das Richard-Wagner-Museum, das nach Amerika verkauft werden sollte, Deutschland erhallen blieb und in Fritz Reuters Villa in Eisenach eine Ställe fand. Ferner stiftete Leichner das Richard-Wagner-Denkmal im Berliner Tiergarten, das am 1. Oktober 1903 enthüllt wurde.) Bet Arnsberg traf der Wilderer Apel auf dem Pürschgang auf einen gleichfalls wegen Wilderns vorbestraften Leistenmacher Stötzer. Er tötete diesen durch mehrere Schüsse unb brachte feinem Begleiter leichte Verwundungen bei. Der Mörder wurde verhaftet. In Ellens (Mosel) gerieten ein Vater unb sein 19jäbriger Sohn mit einem 15jährigen Winzer in Streit, bei dem der Winzer zahllose M e s s e r st i ch e erhielt, die seinen sofortigen Tod zur Folge hallen. Die Täter wurden verhaftet. Bei einer Talfahrt auf dem Rhein tippte bei Schaff- Ha u s e n ein Boot um, in bem einVater mit vier Kinbern eine Spazierfahrt machte. Ein neunjähriger Knabe würbe gerettet, zwei Ätäbchen ertranken. Mit bem jüngsten, zweijährigen Knaben unter dem Arm, erreichte ber Vater als guter Schwimmer bas Ufer. Der Knabe war bereits tot. Aus Innsbruck wird gemelbet: Im Slrlberggebiet werden seit mehreren Tagen drei Schifahrer vermißt. Man befürchtet, daß sie im Schneesturm umgekommen sind. Im Fränkischen Jura wurden Erzlager entbedt, die 60 bis 70 Kilometer Länge unb 50 Kilometer in der Breit« Sicher erprobtes, unbedingt zuverlässiges Mittel zur Vertilgung von Motten und HÄ Jlollciiä I lie wr 011- München. G. Friese. Weinheim. Dr. Welebrod. >e und Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen. Biograph Täglich abends 7'/, Ubr: 03064 Plockstratze 12 Plockstratze 12 03046 Bahnhofstr. 54 03055 Bahnhofstr. 54 Nur noch heute und morgen Nm Md) heute M morgen. Jeder gilm ei» Llhlager von Brinken Stern- mein her^ des in hocb. Ter höchste der sechs Türme des Mainzer Tomes ist 83 Meter hoch. 11 Jahren von dem Sturm in die See geschleudert. Alle er» tranken. Laut Attest des Ober-Hofmarschallamtes seit Jahren in den Hofhaltungen Sr. Majestät des Kaisers ständig im Gebrauch- Briefkasten der Redaktion. (Uuouyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.! Fl. Ter Münsterturm von Ulm in nut 161 Meten, oer höchHe Turm in Teutschland. Ter Turm des Kölner Tomes ist Iö7 Dieter Julius Spirgati*. Tuchhandlung. IKönlgsberg 1. Pr. Auf Ihr Schreiben vom 3. November teie ich ihnen mit, daß sich IhrMottenäther ganz ausgezeichnetbewährt hat,und habe ich diesen mehreren Familien empfohlen. Ich werdeirn nächsten Jahre wieder davon Gebrauch machen, weil dieser Aether ganz entschieden in der Vertilgung der Motte schnell und sicher mehr leistet, als jedes andere von mir versuchte Präparat. te em Jahre ist von btt n Znchtiohlen in igt. irr joden aiigetau'i hlen aus Belgien unb für die etsie Halste des ii oder Juli vorgesehen ii Preis werden von de, ortet. LieWimmunge» den ebenfalls auf Wunsch Vernimmt bei diesen an- alle Kosten abzüglich der in Zuschuß z« den än- ich der Beteiligung am Preises nicht überntlgen nur sür höchjiens iwei olosseum Telephon 645. Kleesamen Grassamen Dickwurzsamen Znckerrübensamen Großherzogllches Marstallamt. Schwerin. Das unterzeichnete Großherzogliche Marstallamt bestätigt Ihnen hiermit gerne, daß das von demselben bezogene Präparat „Mottenäther** hier mit gutem Erfolg verwendet worden ist Hofmarschall-Amt Seiner Königlichen Bohelt des Herzogs von Cumberland, Herzogs zu Braunschweig und Lüneburg. Gmunden. Auf die Anfrage erwidert das Hofmarschall-Amt, daß der von Ihnen bezogene Mottenäther sich gut bewährt hat General von Bayer-Ehrenberg. Düsseldorf. Mit dem von Ihnen bezogenen Dr. Weinreich’s Mottenäther habe ich sehr gute Resultate erzielt Letzte Nicb-icbten. Stuttgart, 11. April. Die Herzogin Sera von Württemberg ist h ute morgen 3 Uhr gestorben. Mobile (Alabama), 11. April. Ter Kapitän eines hier eingelaufenen Frachtdampfcrs berichtet, daß infolge einer Eruption des Vulkans (5 hiriaui bei Boca del Tovo in Panama viele Jndianerdörfer zerstört und Tausende von Indianer umgekommen sind. im Hordcngesang die Seim Einzclsiitgen -ßen zu. Brut ist Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicber Wetterdienst. Gießen. WetterauSstckten in besten für Freitag, den 12. April 1912: Veränderlich, noch einzelne Schneeschauer, kälter (Nachtfrost). Der Mottenäther Dr. Weinreich’s hat mir vorzügliche Dienste geleistet. Wir hatten hier eine Unmenge von Motten; ohne dieses Präparat müßten wir mit großem Schaden rechnen. Es ist das Beste, was ich je angewendet habe. Wilh. Weber. Annaberg. Auf Ihre werte Zuschrift, Erfolge des Mottenäthers betreffend, kann ich Ihnen erwidern, daß Ich damit vollkommen zufrieden und der Erfolg bei Verwendung an meinen Möbeln ein durchschlagender war. Hauptmann Schultz. Riesa. Mit Dr. Weinreich’s Mottenäther bin ich sehr zufrieden. Ich habe ihn in Schränken und Jagdsachen, Uniformen und Zivil sowie auf Möbeln im Zimmer angewendet und keine Motten gefunden. Braut-Seide v.uk.i.nab Schncebericht der Schiklubr Wintersport Gießen. boherodekovf: 7 Gr. Kalte, 2ö cm -cdjiiee, zum Schi- lauf sehr gut geeignet. Ihr Mottenäther Ist wirklich was Ausgezeichnetes und Vollkommenes. Ich wüßte nichts Besseres für Motten. B. Hunela. Würzburg. Es macht mir Vergnügen Ihnen mitteilen zu können, daß ich mit Dr. Weinreich’s Mottenäther geradezu glänzende Erfolge erzielt habe. Frau Reg.-Assessor Dr. Wolff. Celle. Ich kann Ihnen mitteilen, daß ich mit dem von Ihnen bezogenen Dr. Weinreich’s Mottenäther sehr zufrieden war. Die Motten, die sich vor Anwendung des Mittels zeigten, verschwanden nachdem vollkommen. Regiments-Bekleldungekommieeion, Kaiser Franz Garde-Grenadier-Reg. Sfr. 2. Berlin. Auf Ihr Schreiben vom 6. ds. Mts. wird Ihnen mitgeteilt, daß sich Dr. Weinreich’s Mottenäther sehr gut bew hrt hat Jforddeutecher Lloyd. Abt.Proviantamt. Bremen. Wunschgemäß bestätigen wir Ihnen in Erledigung Ihrer Anfrage vom 6. Oktober, daß wir mit dem im Juli ds. Js. von Ihnen bezogenen Mottenäthersehrgute Resuli ate erzielt haben. tto-IMp Aenverungen u. Unterhalt., Einsäen von Zier- u. Blcich- raien, Bepflanzung von Blumenbeeten sowie alle einschläg. Gartenarbeiten werden prompt und sachgemäß ausgesührt. O9‘1*8 August Weber Landichastsgärtnerci Cderstr. 1 Fernivr. 543. t. sitz des Prinzen Wert &oteb in Gotha bie cheaerbunde im August oft. Die Versammlung .ngim'IuFlil912 ist in Apotheken. Drogerien, Parfümerien in Flaschen ä 1.25, 2.—, 3.50 u. 6.— M., passende Zerstäuber ä 1.10 u. 2. M. zu haben. Für Dr. Weinreicn S mottenatner Großverbraucher der Industrie und militärische Bekleidungskammern Lieferung in Ballons mit bedeutender Preisermässigung. Prospekte mit zahlreichen glänzendenAnerkennungsschreiben gratis und franko durch die alleinigen Fabrikanten Pharmakon G. m. b. Heg Berlin SWe 29. ständige EiniMg W in diesem Sinne L®* Schluß mit ritt IcT angc- ^ut weiter. Am Mitt M bie IBuäS: 2? ihren kniete L"s dem Sinter, ^ehrnshauien in die M zu ihren Gunsten betMlgten, waren die der Beilegung Mar- ■Q9 mußten Frau Fabrikbes. Schlegelmilch. Falkenberg O.-S. Senden Sie mir gefl. sofort 3 Fl. Dr. Weinreich’s Mottenäther ä 6.— M. Seitdem ich diesen Mottenäther in meinem großen Haushalt verwenden lasse, habe ich von Motten nichts mehr gemerkt. II. Bat. Infanterie Reg. Kaiser Wilhelm (2. Großherz. Heesen) Sfr. 116. Gleesen. Der von der Firma bezogene Mottenäther hat sich nach einstimmigem Urteil aller Verbrauchsstellen gut bewährt. Chili-Salpeter Peru-Guano „Füllhornmarke“ Thomasmehl „Stern-Marke“ Kainit lali-Silikat IM" Die Haupt - Vorzüge des Kali-Silikats (Marke „Eifellith“) sind: L Freisein von pflan- zenscbädlichen Hebenbestandteilen; 2. Nicht- verkrusten des Bodens, selbst bei reichlichster Anwendung: 3. genüg. Gehalt an Kali, welcher ohne Verlust zur vollen Wirkung kommt; 4. Reichtum an Kiesel - Säure; 5. Verwendungsmöglichkeit sowohl im Herbst, als auch im Frühjahr. Ferner empfehle Saatmais Saatwicken Saaterbsen Saalhafer sowie diverse Sorten Saatkartoffeln in nur la. handverlesener Ware. 1444 Fritz Rumpf Giessen Zoielsgasse 9 TeL 375 n 1 i ii |_| liefert In Jeder gewünschten Drucksachen aller m LKZ l^rAund?st (len te k- ^Dr- ÄSs n Marrtvla^N"' S die sS arbHTAw 's"?nen haben. Tie Angaben über den Gehalt der Erzschicht schwanken zwischen 400 bis 1700 Millionen Tonnen. Aus Przemysl wird gemeldet: Bon den ruthenischen Gymnasiasten, die einen Demonstrationsstreik veranstalteten, ruoÄ die Schließung des Lbergymnasiums $ur Folge hatte, wurde dem Direktor der Anstalt ein Todesurteil übermittelt und das Todesurteil an den Straßenecken angeschlagen. Der Direktor und die Professoren werden polizeilich überwacht. Infolge des Tammbruches bei Goldenlake sind gegen 2000 Quadratmeilen Land überschwemmt, darunter ein 500 000 Acres reiches Farmland im Nordostcn von Arkansas. Mehrere Städte stehen unter Wasser, die Verbindungen sind unterbrochen. Der angerichtete Schaden wird auf eine Million Dollar geschätzt. Ter gestrige Schnee sturm hat im ganzen ska ndina- pi chen Norden große Verheerungen angerichtet. In List köping wurden vier Kinder im Alter von 7 bis >en Beifall sanden bie feigentanz und Schuh- : blauen Kittel erregten unaen wurde die seik- e Wandnvogel werden ndruck mit nach sause n schönen Bestrebungen r hatten ihr Vergnügen Alkohol so ftöhlich fein mit großer Freude an. bei Gebrauch der ganz vorzüglichen [’M0 Liebigs Wein-Creme dlefelnsteDellkatteeeder Neuzeit! Man ven n.-e aber ja nur Liebigs Marke „Bäckerjunge“. Zu haben bei: Emil Fischbach Gastwirte - Krankenkasse Hinte E. 6. Freitag, den 12. Avril 1912, nachmittags 4'/, Ubr, im Hotel-Restaurant Royal lElges) Außerordentliche Generalversammlung Tagesordnung: Auflösung der Kaffe. D8/,! Der Vorstand. Bürgcrvcrcin Gicßen. Freitag, den 12. April 1912, abends 8V2 Uhr im Saale des Hotel Einhorn Hauptversammlung Tagesordnung: 1. JahreSrückblick im Verein. 2. Nechnungsablage. 3. Eraänzungswahl des Vorstandes. 4. Anträge § 23 der Satzungen. 5. Verschiedenes. Um * 210 Uhr: Allgemeine Bürgerversmmlllng. Tagcsordnnng: Verkehrsverhältniffe lVorortsverkehr der elektrischen Straßenbahn, Bahnsteigsperre und Bahnhossvlatz. Hinterlandbahn, Kunstsammlung und Museen u. a. m.) Zu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein D3/4 Der Vorstand. „Zucker'S „Saloderma" hat mich von einem schweren Hautausschlag rasch u.völl.befreit. 1000Dank. E. Phylipp.Ausseher." Aerztl. warm emvf. Dose 50 Dsu. 1 M. lstärkste Form» bei W. Kilbinger, Settersweg 79a, A. Noll, Bahnhofstr. 51 u. E. Noll, Kaiser-Drogerie, (sl“/. ff. tecnelifteW '' bft Suite der Insel L-Ws ■sr- *t °°°" t** WlFä r«tt» em Nil. ^Egung?- chnam.e vo (inein as Schffl kam v ।f er 0^37:* Szenen. iob es s-hlK Aijche ersonem Pall°- 3>Ä eriolbetÄw‘; , {e u flt t ßiieb und -K« 1903 e"6 bn dcm^ Mer tot Ei SHMEN echt and hodtkeimend für Feld und Garten, U> bunten Tflten oder lose» Jedes Quantum beb Robert Stuhl Keustadt 23. [1902 Feinste Vogelsberger Sührahm-Sutter ver '/, Pfuno: 80 u. 85 Psg. frische Lanübutter und frische Landeier empffehltzubilligftenTageS» preisen [501 Georg Wallenfels Marktplatz 21, Telephon 46 gegenüber d. Engelapotheke. Die früheste aller Frühkartoffeln „Atlanta“. Aufsehen erregende Neuzüchtung. Erhielt den ersten Preis der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft. Vom Kaiserlichen Patentamt gesetzt geschützt, Nr. 127 247. Preisgekrönt auf der Jubiläums-Ausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft zu Kassel — der Schlager der Saison — übertrifft alles bisher Dagewesene in Frühkartoffeln. Man zählte 36 ausgebildete Kartoffelknollen am Stock Gab bereits Ende Mai die erste Ernte. Die früheste Kartoffel, die gleich große Zentnererträge auf den Markt wirft. Der Vorsitzende des Gärtnervereins Zerbst schreibt: .Atlanta“ wird alle anderen Sorten Frühkartoffeln verdrängen. „Atlanta übertraf um mehr als das Doppelte alle hier bekannten Frühkartoffeln“. Gab schon 208 Zentner vom Morgen. „Ailanta“ wird einen Siegeszug durch die ganze Welt nehmen. OrlginaleaafKut unter Bleiverschluss 4 Kilo M3.—,10Kilo M 6.-. 20 Kilo M. 10.-, 50 Kilo Mk. 25.—, 100 Kilo Mk. 45.—. Aufträge werden nur so weit entgegen genommen, wie der geringe Vorrat — da Neuzüchtung — reicht Zu beziehen durch die Prüfungsstation u. V ersnehsgart en,Erfurt. nnd das gestohlene Schlachtschiff Eine 9!o11üge, Drama in 2 Akten. mit der größten Tragödin AJIC arme gr ABta Äielsen -W und das übrige Programm. 2693 Sv Rätsel ? ? reiner Leben; Theaterdrama in 3 Akten Vorführungsdauer über eine Stunde. Dieser Schlager, der die Theater in den Großstädten wochenlang füllte, gelaugt nur drei Tage zur Vorführung. Aqndm goiij neues nßklHges WMMimm Liebigshöhe. Am Sonntag, den 14. April: Militärkonzert (Solisten-Konzert) ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm“ unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Herrn W. Löber. — Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! — Dll/tl G Henneberg, Zürich Schneeweiße Zähne erhalten Sie nachGebrauch d. Sauerstoff- Z ahncreme Perodollt greift den Zahnschmelz itd)t an, entfernt den Weinstein. Tube 50 Psg. nur (noo Central-Drogerie Emil Karn, Schulstr. sfrei-Konzctt! 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