Ilr. 9 Der Gießener Anzeiger erscheint täglidt, ausrer EenntaflB. - Beilagen: Dtermo l roixfrentlid) Gießener.?amili«nbläNer, zweimal loödienil.Krtis» blüttsiirdenNreirSiebtn (Tienstnfliinö ixreimn); zweimal inoiiotl. Land wirlschastticheSeitsragcn ^ernivrcch - Anidilnsse: für die Redaktion 112, Verlag n. Exvedti'on 51 Adresse lnr Tevesdmr: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für bic Tagesmiinmer bis vormittags 9 llljr. •v Donnerstag, U- Januar fyf2 152. Jahrgang Erstes Blatt Vezuasvrels: moitatlich75Ps^ viertel« jährlich Alk. 2.20; d»irch Jlbbolc- il Zweiq'iellen monallidi 6ö Bi.; durch die Post Atk.2.—viertel- jäbrL misidiL Beilellg. Zettenpreis: lokal 15BÜ ausivurlo 20 Pfennig. (5 beiredaktenr: A Goetz. Bcrantivortlich für den politischen Teil: August (Loeq; für ,(\eiiille* ton', .Vermischtes" und „(Mcxiditefaal*: K. 9teu« ratb; für .Stabt und Land": C.Heß: für den Anzeigenteil: H. Beck. General-Anzeiger für Oberheßen Botations6rud und Verlag 6et vrühl'Ichcn Univ.-Such- und Steinbruderei B. fange. Bcbaftion, Srpeöition und Oruderei: Schulftratze 7. Bübingen: Zerusprechcr Nr. 269 Seschästsstelle Bahnhosftratze 16a. Die heutige Nummer umfafjt 12 Seiten. Lin Uabinettrwechsel in zranlreich. Das Kabinett Caillaux ist in Frankreich nicht sonderlich beliebt. Was Wunder darum, daß man ilM, sogar aus dem für Frankreich äußerst vorteilhaften Abtommcu mit Deutschland tiber Marokko, einen Strick au drehen versucht. Zwar ist dieses Abkommen kurz vor den Weih- nachtsserien von der Kammer angenommen wordeu, aber nicht, weil man der Empfehlung durch das Ministerium, als dessen Vertreter der Minister des Auswärtigen, Marquis des Selves, eine völlig unzulängliche Rede hielt, vertraute, sondern erstens, weil der Abgeordnete Millcraud die Vorteile des Abkommens in das rechte Licht zu setzen wußte, und zweitens, weil man willens war, für die Ma- rokkovcrhandlungen mit Spanien eine gewisse Unterlage zu schaffen. So ging das Abkommen verfassungsgemäß an den Senat und wurde hier einem Ausschuß zur Berichterstattung überwiesen, dessen Zusammensetzung aus früheren Ministerpräsidenten, Mi cistern des Auswärtigen und Botschaftern schon an sich eine große Gefahr für Caillaux und sein Ministerium b.deutete, weil eben alle diese Leute, wie das in Frankreich üblich ist, gerne mal wieder eine Abwechslung haben möchten, um sieg an Stelle der jetzigen Portefeuilleträger zu setzen. Es ist richtig: über den wirklichen Gang der deutschfranzösischen Marotkoverhandlungen schwebt noch immer ein geheimnisvolles Dunrel, trotzdem die Besprechung der französischen Kammer, das, was Herr v. Kiderlen-Wäch- ter im deutschen Reichstage sagte, zum Teil ergänzt, zum Teil auch richtig gestellt hat. Es scheint jetzt festzuüehen, daß die in Betracht kommenden Faitoren, also Monis uiiu Caillaux, die Minister des Auswärtigen, Cruppi uno Marquis de Selves, zeitweise ebensowenig miteinander in Verbindung standen, wie der Berliner Botschafter Jules (Sam« bon mit ihnen. Deshalb verlangt der Senatsausichuß die Vorlage der Aktenstücke, aber nicht so sehr in dem Bestreben, über die dunklen Punkte der Marotkoafsäre orientiert zu sein, als vielmehr, um die Schuld an den in Frankreich so demütigend empfundenen Kongoablretungen dem Ministerium Caillaux in die Schuhe zu schieben und sich dem Lande als seine Nachfolger zu empfehlen. Der französische Ministerrat hatte beschlossen, dem Senatsausschuß über die nichtoffiziellen Pourparlers nur einen kurzen Bericht zu unterbreiten, und Nttrrquis de Selves, der allein auch hier auf der Vorlage der Aktenstücke bestand, hätte sich diesem Beschluß fugen und die Solidarität des Ministeriums aufrecht erhacten müssen. Statt dessen gab er gestern im Senatsausschuß auf die für das Kabinett sehr gefährliche Frage des alten Mi- nisterstürzers Clemeneeau, ob der französische Botschafter in Berlin über alle Verhandlungen und Pourparlers zwischen Berlin und Paris dauernd auf dem Laufenden gehalten worden sei, eine Antwort, die das Kabinett Caillaux utid vor allem den Ministerpräsidenten selbst in höchstem Maße schädigen mußte. Denn Caillaux hatte soeben sein Ehrenwort daraus verpfändet, daß er niemals wider Wissen deS Ministeriums des Auswärtigen Verhandlungen über das Projett einer Kamerun-Kongddahn, für daS sich ein deutsch-französisches Konsortium gebildet hatte, gepflogen hätte. Marquis des Selves aber wich der Frage Ele- meneeaus dadura) ans, daß er sagte: „I ch fühle mich z w i s ch e n z w e i P f l i ch t e n, z w i s ch e ii d e r P f l i ch t, die Wahrheit zu sagen, und zwischen der Pflicht, die miitifteric 11e Solidarität zu wahre n", und verließ nach dieser Antwort den Saal. Daß §err Caillaux dem Marquis de Selves darauf seinen Rücktritt nahelegte, ist nicht zu verwundern. An seine Stelle wird nun der bisherige Marineminister T el- c a s s 4 treten, der trotz aller Jnsubordinations- und Pulverskandale in seinem Ressort heute der populärste Mann Frankreichs ist, weil man in ihm den llrheoer der Entente mit England, die sich bei den Marolkoverhand- lungen so bewährt hat, sowie der ganzen Marokkopoli.ik Frankreichs überhaupt zu sehen hat. Auch umgibt ihn, der 1905 das Ministerium des Auswärtigen ans Verlangen Deutschlands räumen mußte, sollte es darüber nicht jum Kriege kommen, der Nimbus des Märtyrers, an dem man jetzt, wo Frankreich die Früchte seiner Marokkopolitik erntet, vieles wieder gcktmachen will. Und wenn das französische Volk jetzt in ihm den Heros der Revanche fielst, wer will es ihm verdenten, nachdem Theophils Tck- easfs erst wieder im September v. I. in Toulon einige herausfordernde Reden gehalten hat? Aber Herr Deleafso ist ein viel zu kluger Mann, als oaß wir nun wegen 7 Jin er Ernennung zum Minister des Auswärtigen einen Krieg mit Frankreich, England und Rußland zu gewärtigen hatten. Er weiß zur Genüge, daß bei der Staue des deutschen Heeres Frankreich auch im Falle einer Niederlage Drut.ch.ands auf See die Kosten zu tragen hatte, und hat außerdem Gelegenheit genug, durch engere Ausgestaltung der Enten e mit England, sowie durch allerlei Eist.ane bei der Kongogrenzregu.ierung Deutschland Verlegenheiten zu berst en, an denen das französische Volk seine Freude hat. Herr Caillaux hat jedenfalls mit der Ernennung Del- eassös das Beste getan, was er zur Festigung seines Kabinetts tun konnte. Trotzdem mußte das Kabinett Caillaux als gefährdet gelten. Vor altem haste sich der Ministerpräsident selbst von dem Verdacht, sein Ehrenwort falsch abgegeben zu haben, reinigen müssen. Das mußte an- ge,icyts der Ent.-uilungen, mtt denen heute die Prc,se über uie Kongo-Kämeruit-Va.lU-Verhandutngen auswartet, recht schwer sein. Die maßgebenden Politic^r yramreiujy hatttn eben die ausgeiprochenr Ab, ich t, Herrn Caillaux zu stürzen. Sie haben diese AlMft, wie eine letzte Meldung beriajtct, auch 'durchgesetzt. " Wer Caillaux' Nachfolger fein wird? Wahrscheinstch ClSmeneeau, der nicht um der schönen Augen anderer Männer willen die Lunte an das marofla» nische Pulverfaß gelegt hat, um das Kabinest Caillaux in die Lust zu sprengen. Wir erhielten folgende Meldungen: Der Minister des Aenßern, de Selbes, richtete an den Präsidenten der Republik Falliöres folgendes Schreib en: Ruch dem peinlichen Zwischenfall, der die hcn- tige Sitzung des SenatsausschuiseS gekennzeichnet hat, habe ich die Ehre, ^hnen meinen Abschied als Minister des Aeußern zu überreichen. Ich fönn.e tatsächlich nicht länger die Vcrarnwockung sür eine solche Polickk übernehmen, dec bi.* E.nhe.t Der Austastung und die Einheit der solidarischen Tätigkeit fehlen. Von Dem Wunsche getestet, die schmier.aen B.rhanotunge.t zu einem guten Ende zu führen und deren Genehmigung durch das Parlament sicherzuftcllen, glaubte ich, mein Amt beha.ten zu socken, aber die zweifache Sorge, an der Wahrheit keinen Verrat zu üben und doch nicht gegen die Korrektheit zu verstoßen, die meine Stellung mir ausertegr, gestattet mir nicht, dem Kabinest weiter anzugehoreu. Ich werte mich immer des Wohlwollens erinnern, mit dem Sie mich in heiklen und für mich unvergeßlichen Verhältnissen beehrten. Paris, 10. Jan. Ministerpräsident Caillaux und die übrigen Minister beabsichtigten, die Krise auf den Austritt des Ministers de selves zu beschränken. Caillaux bat Telcasss dringend, das Ministerium deS Aeußern zu übernehmen, Telcasse machte zahlreiche Einwände und erklärte, seine Aufgabe in der Marine sei noch lange nicht vollendet. Auch scheine es ihm, daß er unter den gegenwärtigen Umständen für das Ministerium des Aeußern nicht besonders geeignet sei, jedock lehnte er nicht endgültig ab. Drleasfö Minister deS Auswärtigen. Paris, 10. Jan. Delcasss hat daS Ministerium des Aeußern angenommen. Die Abstimmung über das deutsch-französische Abkommen wird wahrschck. lich im Saufe der nächsten oder ubernä.t st.m Mock* erfolgen. ~.e 'Ablehnung Poincar^s bestimmte TelcaNö, das Ministerium zu übernehmen. Er machte die Annahme aber ab hängig von der Bedingung, daß ein Mar.neminister ernannt werde, der entschlossen sei, das begonnene Werk sortzufetzen. zte einzige Schwierigkeit liegt also noch in der E 'nmnung drs neuen M a r i n e m i n i st e r s. Da der Name des Admirals Verminet einige Bedenken hervorrief, lenkte dec Name t l l e ra n d ge.;eu- wär.ia die Aufmerksamkeit der Regierung am sich, st er Minister rat wird heute Nachmittag die Frage der Ernennung des Manne- ministers endgül.ig entscheiden, ieener sich über die .Haltung der Regierung vor der Kammer schlüssig werden, wo morgen wahrscheinlich der gestrige Zwischenfall zur Sprache kommt. Paris, 10. Jan. st as getarnte Kabinett hat seinen Abschied gegeben. Nach d.m Ministerrat wurde folgende Note verösfentt'icht: Angesichts der Schwierigkeiten, welche Eaickaux bei der Besetzung des Marinemini st eriums begegnete, und im Hinblick auf die Notwendigkeit, für dieses Portefeuille ungesäumt einen Inhaber zu ernennen, ist Herr Caillaux der Ansicht, daß er nicht länger die Verantwortung für die Negierung tragen könne. In par.amen:arisu-en Kreisen verlautet, daß D e l e a s s 6 unter der Einwirulng seiner engeren politischen Freunde im letzten Augen- vckck von neuen B. ducken wegen Üb ernahme des Portefeuilles des Aeußern erhoben habe. . Um 9 tthr abends begab sich Caillaux ins Elvste, um die Ent- schxrdang bc.» ioackioux wird dem Präsidenten morgen das Demcs । ious ich reiben des Kaoinelts überreichen, sc dann wird er seine Mitarbei.er um sich versammeln, ihnen ebenfalls den Rücktritt des .Kabinetts anzeigen und ihn kurz begründen. Paris, 10. Jan. Tie gemäßigten republikanischen Deputierten Charles Benoist unb Eseudier hoben bereits Anfragen über die Vorfälle in der gestrigen Sitzung des Senatsausschusses aiujehinbigt. Der eine will an die Regierung eine Anfrage richten über die Rüekwirkungen des Ministerrücktritts, auf, ine äußere Politik, insbesondere bezüglich dec sranzösisch spanisck-en Verträge von 1902 und 1904. Eseudier will über bie Ur- sachen des Miiiisterwechscks^iittervcklckreit.^ Horro.gens Rüstung zur See. Der norwegische Staatsrat beschäftigte sich mit dem Fittan zgesetz für das Steuerjahr 1912/13. Im Extraordinarium stnd 6i/i Millionen Kronen für Eisenbayn- bauten vorgesehen. Ferner wird vorgeschlagen, aus dem Kassabestand 8 Millionen für außerordentliche Zwecke zu bewilligen, davon 6 Millionen für den Bau von K r ie gs- schiffen und eine Million als Beitrag für eine neue norwegische Dampferlinie n a ch Amerika. Das Fiuanzjahr 1910/11 ergab einen Reinüberschuß von 6y8 Millionen Kronen. Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloß der Staatsrat, eine Regierungsvorlage eiinubringen, ui welcher der Storthing ausgesordert wird, folgende Be-^ schlüsse zu fassen: Erstens: Die Verteidigung zur See wird hauptsächlich als mobiles Glied der Küsten und Schärenverleioigung geplant, wie dies im wesentlichen von der norwegischen Vertcidiguttgslonimission vorgesehen ist und mit dem Ziel, das Flottenmaterial möglichst bald auf die von dem Verteidigungsausschuß im Jahre 1910 vor- gcschlagene Stärke zu bringen, zweitens für außerge-> wöhnliche Verteidigungsmaßnahmen sind zu bewilligen 1 5 Millionen Kronen für die A n f ch a f - Aunst, Wissenschaft nnd Leben. kf Entdeckung von Wandmalereien in der alten Kirche von Pellworm. In der alten Kirche auf Pellworm sind einige alte Malereien zum Vorschein gcbnimcn, bic teils wegen ihrer künstlerischen, teils, wegen iyrcr augemcincu geidüa,tiid,'cn Bcd-urung beachtenswert sind. Unter den bei uns erhaltenen friesischen Bauwerten ist die Pellwormer Kirche das vornehnistc: ihre Lurmrmne ist weit und breit sichtbar, auch in ihren örtlichen Testen itt die Kirche ftark bauraliig. Prosenor ALoritz Haupt berichtet nun in der „Kunftcyronit", da« bei lürzlid) in vorgenommenen Bauarbeiten b..e alte Bemalung des Ehorbogens und der ihn soeben umgebenden steile der Wand zutage getreten ist, ist einige Zeit nach der ertten Erbauung oer Kirche, aver noch in der roinanischen Periode ausgesühct. Die Kettung des Bogens und bic Ränder sind auf anmuttgC und lebhafte Weise mit ttrnamentcn überzogen, das in ttemen runven Fe.dern aud) Figürliches (uuiiiertc Tiece) einschlA,t. Ein breiter Fries umgibt den Bogen. Darüber, unter der stecke her,^ ziehr sich ein Lireifen mit nebeneinanvecgesteckten Szenen der Schöpfungsgeschichte bis zur Austreckung aus dem Paradiese. Ein anderer Streif wird durch den Ehorbogcn unterbrochen; er enthält eine Anzahl Rundbogen; in jedem scheint eine Engclsgesialt gervesen zu sein. Von dem, was weiter niueii an Malereien vorhanocn gewesen, ist kaum eine Spur erhalten. Gering und aud) die paar bis jetzt im Ehor gefundenen Reste; hier fcheint in der Apsis Chrstrus fcargciicllt gewesen zu lein, umgeben von Symbolen der Evangecksten. Alles iit in vetrickcnDem ytaitt zerstört, und eine Wievcrhcrsteckung wäre von größter Schwierig- icit unb i|t auch wohl überhaupt mir teilweise möglich, steshato ist sogleich die Ausnahme der Reste bewirte worben. Es ift jebod) nad) Kräften danach zu streben, sie nidjt unicrgehen zu lassen, iw die Arbeit von namhaften stosslid)om und grolzem, dekorativem Wert ist. — Das Museum der Stadt London, dessen Plan erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit gefaßt wurde, i|t jetzt bereits so weit gefördert, daß mau das neue Museum in den Kensington Garbens schon mu Beginn des roinmenoen Früh,ahrs erösjneu wirb. Die Sammlungen, Die sich zum gcößien steile aus freiwilligen Sckckungen reicher Londoner Sammler zusamm n- setzen, sind bereits so gut wie völlig geordnet und rnnsaffen sck)on mehr als 40 000 Ausstellungsgegenstände. In diesen Tagen ist für das Mufeum noch eine prächtige Sammlung alter Sckber- arbeiten gestiftet worden, Erzeugnisfe Londoner Goldfd)mieeekunst von der Regierungszeit Karl II. bis zu den Tagen der Königin Viktoria. In dem neuen Museum wird aud) das kürzlich in der Themse aufgefundene altrömische Boot Ausstellung sinden. Besonders rcichhalcig ist die große Porzellansammlung und die Töpfereien, die bis in die älteite Zeit englischer Geschichte zurück- greisen. Aud) eine große Sammlung historischer Kostüme aus der Lueas-Lummlung in dem Museum gestiftet worden, dabei eine große Reihe gestickicr alter Geldbörsen und faltbarer Spitzen und Stickereien aus der Zeit der Stuarts. Tie Königin hat der Verwaltung leihweise eine Anzahl Reliquien aus dem königlichen Hause zur Verfügung geftellt, darunter die ersten kleinen Schuhe, die König Eduard als Bavy getragen hat. (CD Ein Institut Pasteur in China. Aus Paris wird berichtet: Der bekannte französische Arzt Tr. Brog u et, der sich während der im Vorjahre in der Mandschurei herrichen- den Pestepidemie im fernen Osten um die Bekämpfung der Pech sehr verdient gemacht hat, sieht seinen Plan, der in China Die Errichtung eines Institut Pasteur eritrcbt, nun unmittelbar vor der Vollendung. Ter französische Gesandte in Ehina de Margeric hac dem jungen Forscher die ersorderliche bakteriologische Aiis- rüstung überwiesen und die chineiische Regierung hat bereite vor mehreren Monaten dem ftanzösiswen Arzte in Tientsin die nöligen Räumlichkeiten zur Einrichtung des Laboratoriums zur Versügung gestellt. Tr. Broquet weilt gegenwärtig in Paris, um noch die nötigen Instrumente und Apparate für die bakteriologischen Untcriuajuitgen zu erwerben. Inzwischen steht das einit- weüen provisorische Laboratorium von Dicntsin unter der Obhut einer Anzahl von europäischen Gelehrten ausgebildeter chinesischer Aerzte. — Tie Bakterien der menschlichen Haut. Vor kurzem wurden in Professor pteissers Breslauer Kiiuik von einem Japaner, Herrn Dr. Hittda, expwimentetle Unter,uchungcn über den Batterienreichtum der Haut bei gesunden und franicu Menschen angestellt. Das Zick ver Versuche war, wie wir der „Hctt- amtalt" entnehmen, Re ^estircklung. Wie wcke Die ungeheuer gcoye Baiterienjlvra der menschlichen Daut durch physikaliiche und chemische Prozesse becinslußt werden tonne. 91 aa) H.taoas Unter- judjung der vckickenhaut gesunder Menschen ergaben |ia> als Durch- schnittsbatteriengehack für 1 L.uabraLiciüimeicr »aut 152U Steinte. Tie Gejichtshcnit erwies sich im Tuichschnttt als bedeutend batte- rienreicher. Zwischen dem Datteriengehalt gesunder Haulpartien »autlramer und der Gesunder ließ sich ein Unterschied nicht feststecken. Die Haut der Männer ist durchschnittlich balterieureicher als bie ter Frauen; indessen ist Die Haut von Kindern bis zum 14. Lebensjahre int Verhältnis zu dec Haut Erwachsener relativ balterienann. Nach dem 14. Kcbensjahr bedingt das Lebensalter feine Unterschiede. Magere Menschen und solche mit talgarmer, rauher Haut weisen eine erhebliche größere Keimzahl auf als fette Menschen und solche mit glatter und talgreicher Haut. Die Sdjweißscfretion spickt bei dec Wirkung am Den Bakteriengehalt der »aut eine bedeutend geringere Rolle. Angehörige verschiedener Berusst.assen zeigen feine Durchgreisenben Untencliicuc in der Größe des Batteriengehaltes ihrer »aut. Gewöhnliche Ncknigungsbäder beicirtcn nicht eine Verminderung, sonder eher eine Vermehrung Des Batteriengehaltes, facks nicht nach Dem Bade eine Abgießung mit reinem Waiser ersolgt. Beiondcrs macht sich diese Zunahme der Hautbaf.erienslora bet Leuten geltend. Die zu mehreren hintereinander in einer nur flüchtig gesäuberten unb wieder gefüllten Wanne baden. Bei Bestraluuitg mit Röntgenstrahlen zeigte der Baktcriengehalt der »aut eine unwesentliche Abnahme. Quarz- lampenbestrahrnngen dagegen ccrntincern bic »autftora um oas Zehnsache. Unter Salbenverbändcn mit Vaselin ober Lanolin ersolgt in 24 Stunden eine enorme Vermehrung der '-Batterien. Auch unter einem Verbände mit Zinlpaste findet ein, wenn auch geringeres, iermehrtes Wachstum statt. L.arl war die keimtötende Wirkung von essigsaurer Tonerde und Spiritusdunst- verbänden. * Das lebende Denkmal. Eine wohlbekannte Ktu.st- lerin einer Kondouer Varielsouhne bat dieser Tage den originellen (pedanten verivirckicht, in einem östentUchen Park Der etnöt als Statue zu figurieren. In enlsprechenDet A.nsle und eiuspreelieiiDcin Stoiiüni wu.leie |ie versteckt nut Den giinsltgen Angenolttt, Der ihr geiiatiele, tuibeineilt em Pteoeiial zu beueigen, um als Hebe zu polieren. Tie Porübernebenden iviinöerten sich wohl über bns aeukutal, Das ibren Blicken bisher entgangen war, nahmen Die Sache aber, ohne |ich weiter den Mopi zu zetbrechen, zur Scemttnts, unb Die lebendige Staute baue Die Genugtutmg, Dau ße wirklich tue das geyalien wurde, was |ie Dav|iellte. fung zweier gepanzerter Küstenverterdi- gungsschiffe. Außer den bereits gewilligten 927000 Kronen sind noch 900000 Kronen für Befestigungsanlagen und für die Marinestation Ofoten und 600 000 Kronen für Munition. Tas Flottenpersonal soll erhöht werden. Tie im neuen Flottenplan vorgesehene Materialstarke umfaßt acht gepanzerte Küstenverteidigungsschifse, sechs Torpedojäger, 40 Torpedoboote, 12 Unterseeboote, vier Kanonenboote oder durch Kanonen armierte Hilfsscbiffe, einen schnellaufenden Minenleger, außerdem bewaffnete Schiffe oder Hilfsschiffe zur Bewachung der Minenlegung und eine Anzahl Minenfischer. Ferner wird erwogen, einen kleineren Typ von Unterseebooten zum Gebrauch an bestimmten Stellen der norwegischen Küste zur Stütze der Befestigungen zu schaffen. Pläne für die Befestigung von Horten und die Modernisierung von Oskarborg befinden sich in Ausarbeitung.___________________ türkisch-italienischen Miegrschaiiplatz. Konstantinopel, 10. Jan. Nach türkischen Berichten bombardierten zwei italienische Kriegs schiffeam 2 Januar die Festung La hie am Roten Meer. Ein türkischer Scldat wurde getötet, drei türkische Barken zerstört. Am 5. Januar wurde das Bombardement erfolglos wiederholt. In Scheue an der Asirküste landeten italienische Kriegsschisse eine Abteilung mit vier Geschützen. Elve deutsche Lieferung an die Türkei. Den Benzwerken Gaggenau in Mannheim wurde vom türkischen Kriegsministerium soeben ein neuer Auftrag auf drei Lastzüge erteilt, nach deren Ablieferung 22 kriegsbrauchbare Benz-«Gaggenau-Lastzüge im Dienste des türkischen Heeres stehen werden. Die erneute Nachbestellung ist wohl der beste Beweis dafür, daß die Benz-iGaggenau--Lastzüae den hohen Anforderungen, die im Felddienst an sie gestellt werden, vermöge ihrer gut durch- gebildeten Konstrnktioil und der hervorragenden Qualität der verwendeten Materialien bestens gewachsen sind. Deutsches Reich. Zwischen Preußen und Braunschweig wurde von den Lazu bevollmächtigten Kommissaren ein Na cht r ag s ve r tr a g Mm Staatsvcrtrag vom 3. Juli 1905 betreffend die Herstellung einer Eisenbahn von Blankenburg nach Quedlinburg mit einer Abzweigung nach Thale, abgeschlossen. Danach soll die Bahn in Blankenburg an die Halberstadt-Blankenburger- Eisenbahn, in Quedünourg an die preuistichL Suratsey erwähn angeschlossen werden. r m Das „Memeler Tampfboot" meldet: Ter Bäckergeselle P r u s - seit wurde wegen versucyten Landesverrats vergaltet. Er soll ein Geständnis abgelegt haben, daß er in russischen Diensten gestanden habe. Aus Statt und Land. (Steyen, 11. Januar 1912. **'Tageskalender für Donnerstag, 11. Jan.: Qeffentl. Versammlung aller Beamten und Bediensteten. Redner: Landtagsabgeordneter Justizrat Grünewald und Oberpostasiulent I e n e k - F-rankfurt. Llbends 9 Uhr im „Einhorn". Oeffentliche Wählerv.riammluug der soziaioenwkcatischen Partei. Redner die Reichstagskandioaten Kremser-Wetzlar und Beckmann-Gießen. Abends. 8Vr Uhr im Kolosseum. ♦. ** In Audienz empfangen wurden gestern vormittag vom Großherzog u. a. Major Großmann, Batalllorrs- kommandeur im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm, (2. Hess.) Nr. 116 und Bürgermeister Dr. Völsing von Alsfeld. **VomheffischenStaatsschuldbuch. In dem abgelaufenen Teil des Rechnungsjahres, also vom 1. April bis Ende Dezember 1911 haben sich die im hessischen Staatsschuldbuch eingetragenen Forderungen um 8 841200 Mk. vermehrt, wovon 2 773 800 Mk. bar eingezahlt wurden. Tie gesamte Burschuld beträgt heute auf 19u9 Konten 73837 600 Mark, das sind 16,8 Proz. der eintragsfähigen Staatsschuld. Die 1909-Konten verteilen sich auf die Zinssätze wie folgt: 581 = 14105 600 Mk. zu 4 Droz., 845 -- 33991400 Mk. zu 3y2 Proz., 483 = 25 740 600 Mk. zu 3 Proz. Die steigende Inanspruchnahme des Staatsschuldbuches ist in besonderem Maße zu beobachten seit dem Inkrafttreten der Aenderungen zum -Schuldbuchgesetz, die neben der Befreiung von den Eintragungsgebühren wesentliche Erleichterungen bei der Lehi.tirna.iion brachten und ferner Bareinzal-lungen zur Begründung einer Schujdbuchforde- mng zulassen. Im letzteren ftaLle können entweder zum Eintrag bestimmte Schuldverschreibungen aller Zinsgattungen provisionsfrei angetaüjt werden, oder es erfolgt die direkte Eintragung nach dem jeweiligen Kurswert. Die direkte Eintragung ist zurzeit auf die 4 proz. bis 1918 unkündbare Anleihe beschränkt. Annahmestellen sowohl für einzutragende Schuldverschreibungen als auch für Gcldcin- zahlungen sind in Darmstadt: das Großb. Staatsschuld- buchburau (Luisenstraße 1), die Staatsschuldenkasse und die Hessische Landes-Hypothekenbank; außerhalb Darmstadts sämtliche Reichsbankanstalten, die Bezirkskassen (mit Ausnahme der Bezirkskassen Gießen I und Mainz I und II), sowie das Steueramt Gernsheim. Geldeinzahlungen für Schuldbuchzwecke werden auch von der Reichspost auf das Postscheckkonto der Hauptkasse (Nr. 17, J-ranksurt a. M.) 'enigegengenonunen. Der Antrag ist in diesem Falle unmittelbar an das Staatsschuldbuchbureau oder an eine der oben genannten weiteren Annahmestellen zu richten. ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Johs. Engel au5 Nieder-Weisel eine Lehrcrslelle an der Gemeindeschule zu Rüddingshausen; der Schul- amtsaspirantin Katharina Gölz aus Hartenrod eine Lehrerinstelle an der Gemeindeschule zu Hausen (Kr. Offenbach). ** Die Hofbibliother zu Darmstadt, die von Großherzog Ludwig I. im Jahre 1817 der allgemeinen Benutzung als öffentliche Bibliothek erschlossen worden und 1836 in die Verwaltung des Staares übergegangen ist, hat, wie man uns schreibt, als Landesbibliothet auch den Beruf, die hessische Landesliteratur in nug.ichster Vollständigkeit zu sammeln, wohlgeordnet zur Benutzung bereitzustellen und künftigen Geschlechtern zu überllefern. Sie ist deshalb auch S a m m e l st e l l e für die im Gebiete des Großherzogtums erscheinende Tagesliteratur, die nicht durch den Buchhandel vertrieben wird und ersahrungs- gemäß im Privatbesitz bereits kurze Zeit nach Erscheinen verloren geht. Um dieser Aufgabe in vollem Maße genügen zu können, erbittet sich die Direktion die Unterstützung aller Staats- und Gemeindebehörden, der Vorstände hessischer Vereine und Anstalten, sowie aller Privatpersonen uub ersucht, ihr zu der Landesiitera.ur gehörige Druckschriften, wie z. B. Jahresberichte, Rechenscha^sberichte, Voranschläge, Programme, Satzungen, Festschriften, Mitgliederverzeichnisse, Privatdrucke, wie Familiengeschichten, Sonderabdruae aus Zeitschriften unD Zeitungen u. dgl. m., wenn möglich in zwei Exemplaren, alsbald nach Erscheinen unter der Adresse: „Großh. Hofbibllothek, Darmstadt, Residenzschloß" zu übersenden. ** Zur Reichstags wähl. Wir werden um die Mitteilung ersucht, daß die Provinzialdirektion nicht in der Lage ist, morgen abend auf telephonische Anfragen Auskunft über das Wahlergebnis zu geben, da durch solche Anfragen, nur die Feststellung des Wahlergebnisses verzögert wird. Auch wir bitten, telephonische Anfragen beim Gießener Anzeigen nach Möglichkeit zu vermeiden, da hierdurch ebenfalls nur Verzögerungen bei der Feststellung des Wahlergebnisses cnt|te6en. _ Tie bei uns einlaufenden Wahlnachrichten werden auf rascheste Wei|e durch Aushang und Sonderausgaben mitgeteilt. ** Der Verwaltungsbericht der Bürger- meisteret unserer Stadt für das Rechnungsmhr 1910 ist erschienen und heute den Stadtverordneten zugestellt worden. Ter Bericht gibt ein erfreuliches Bild gesunder kommunaler Finanzwirtschaft. Tie Betriebsrechnung weist eme Einnahme von 3 424 460 Mk. auf, der an Ausgaben 3 016 3M, Mk. gegenüberstehen, so daß ein Ueberschuß von 40A1^0 Mk verfügbar bleibt, zu dem noch ein Betrag von 50 000 Mk. kommt, der von der Betriebsrechnung für einen noch zu bestimmenden Zweck in die Vermögensrechnung überschrieben wurde. Die Verm.genS- rechnung stellt sich in Einnahme auf 2 18o3d5 Mk. und in Ausgabe auf 1765 707 Mk. Tas städtnche Vermögen betragt im ganzen 26 985 306 Mk., wahren) der Schuldenstand 18^0 /6u Mark betrügt. Es bleibt sonach ein Vermogensüberichutz von 8 610 539 Mk. Tie Verzinsung und die Tilgung un.erer .städtischen Schuld wird aus den werbenden Kapitalanlagen (städtische Werke usw.) mehr als gedeckt. ** Der Schadenersatzklage der Frau Gelzenleuchter, der von der Straßenbahn ein Arm abgefahren wurde, gegen die Stadt wurde vom Oberlan. esgericht dem Grunde nach Itatt» gegeben. ^Das Landgericht hatte die Klage abgeroieien. ** Zur Veranstaltuna des Automobil- Klubs Gießen und Umgebung, A. D. A.--K., zugunsten des hiesigen Säuglingsheims, erhalten wir folgende Zuschrift: Am kommenden Samstag findet im hiesigen Stadttheater ein Wohttätigkeitslonzert statt, für welches noch immer eine ganze Anzahl, namenilich billiger Plätze, unverkauft ist. Wenn man zunächst bedenkt, daß der Automobil--Klub Gießen für seine Veranstaltung namhafte Künstler gewonnen hat, wie Herrn Bayrhammer aus Frankfurt, der in ernsten und heiteren Rezitationen jedermann etwas nach seinem Geschmack bringen wird, wie den aus- den hiesigen Opernvorstellungen genügend bekannten Bariton der Tarmstädter Hofoper, Herrn Kammersänger Weber, wie schließlich unseren Landsmann, Herrn $tammerinu)i£er Kümmel, der auf seinem Piston ganz außergewöhnliches leistet und an dem betrefsenoen Abend ats Bravourstück ein Violinsolo blasen will, müßte eigentlich heute schon das Haus ausverkauft sein. Herr Kammersänger Weber wird mit den Arien aus „Hans Helling" und aus dem „Maskenball" den Besuchern einen großen Kunstgenuß bereiten. Schließlich sollte auch die Aufführung einer Szene aus „Samson und Dalila", in der ein Mitbürger unserer Stadt in Begleitung des vom Sängerkranz in entgegenkommender Weise eingeübten Jsraeliten-Chores die Sam- sonrolle übernommen hat, iyre Anziehungskraft nicht verfehlen. Es fei darauf hingewiesen, daß der hiesige Lrchester- verein, der in seiner Besetzung aus 40 aktiven Mitgliedern lediglich die Zuziehung ztveier auswarllger Künstler (englisches Horn uni) Harfe» notwendig gemaust hat, in fleißiger uni) unermüdlicher Arbeit es sich hat angelegen fein laifen, bei seinem ersten öffentlichen Austreten Würdiges zu lei|ten. Herr Kapellmeister Kittel von der Darmstädter Hofoper hat bei den Proben sich recht anerkennend geäußert und sich gewundert, daß eine Stadt wie (Siegen ein Derartig wohlbesetztes Liebhaberorchester be.itzt, worauf man stolz sein könne. Bei einem abwechstmig^eichen^uno interessanten Programm werden alle Bevöirerungsklassen auf ihre Rechnung kommen uhd die Veranstalter rechnen geraoe au| den Besuch der breiten Masse unserer Mitbürger. Darum sind doch gerade eine sehr gro^e Anzahl von Plätzen zu billigem Preise zum Venaus gestellt worden. Wenn eme einzelne Perfvnllchtell sar unjer Säuglingsheim, das jetzt wieder dringend einer Unterstützung bedarf, früher einmal auswärts Einkäufe für dasselbe machen wollte, so kann deshalb doch jetzt daraus kein Grund znm Nichtbesuch einer Veranstaltung abgeleitet werden, die in erster Linie einem äußerst sozialen Zwecke dienen soll. •• Brau d. In einer Tapez'.ererwerlstatte in der Kaplansgasse entstand gestern nachmittag ein S ch a d e n f e n e r. Tie Feneriochr löschte den Brand ab und wurde ein Um- nchgreifen verhütet. Dec Brand soll durch Ueberheizung eines Ofens entstanden sein. ** Zum Vortrag des Obersten a. D. Spohr ersucht uns dieser um die Mitteilung, daß er von k e i n e m a n i h n gerichteten Briefe des Herrn Dr. Werner gesprochen habe, sondern von dessen a.t den Vorstand des hiesigen draturhellv^reins gerichteten Antwort. Ferner habe er nicht gesagt, xr. Werner trete für die Aufrechtechalt'ing der sog. Kurierfreihell ein, lonbcrn „er werde Linen auf unuiouia-uiig uer yra*.ULVeu«neii)ubc gecia>- leten Bestrebungen zustimmen". Landkreis Gießen. §. Lollar, 10. Jan. In einer der letzten Nächte luurbeii aus der Wirt|chaftsi-alle der Rejtauratiou zur ichönen Aussicht eine größere Anzahl zum Trocknen Mkfgelangte Wäschestücke gestohlen. Der ober bie Täter tonnten bis jetzt nicht ermittelt werden. X Treis a. d. L., 10. Jan. Der Krieger herein Germania hier hielt dieser Tage in der Wirtschaft von Becker seine Hauptversammlung ab. Der Jahresbericht des Vorsitzenden wie die Rechnungsablage des Rech- nerS zeugten von einem regen Vereinsleben und guten llasfenvemMnissen. Die weiteren Verhandlungen drehten sich hauptsächlich um die an Kaisers Geburtstag vorzw- nehmende Einweihung einer Kriegergedäckstnistchel in der hiesigen Kirche uno um die Feier von Kaisers Geburtstag selber. Letzterer soll mit ziitchenparooe am Vormittag und mit Konzert uno Ball am Abend begangen weroen. Kreis Büdingen. § Büdingen, lu. Jan. dem Konkursverfahren über das Vermögen bev Vor,rnug- und Kredilliereins Ober-Mockstadt soll minnic^r eine vier.e Abschlagszahlung erfolgen. Zu berstcisichllgen sind 2 0^2 159.64 Mark niast bevorrechtigte Foroerungen, deren Verzeichnis auf der Gerickstsschreiberei des AmrSgerichts niedergelegt ist. Zur Verrellung verfügbar sind diesmal 160 000 Mt., Die durch den ^oninrsverwalter Rechtsanwalt Sandmann in Hungen ausbezahlt werden sollen. Kreis Friedberg. L F r i c b b e r g, 10. Jan. Durch vaS seitherige Regenwetter und das Tau.n des Schnees sind bi: Wiesen der lübltdxn und uullleren Wettcrau überschwemmt. Se-wach, Ufa, Weller und 'JiiDDa stlhrcn viel Wasser mit sich und sind vietsach über ihre User getreten. , . „ _ F. C. Vilbel, 10. Jan. Gestern abend strahlten die Strafen VilbctS uno cuizetue 4)uurec ui une.H „.'.'llCi von reicht", es brannten juni c r U e n M a l die Laterne n aur den Gtraßcn und die Lampen in den Wohimngen das von ijranrfurt a. M. gelieferte G aS. Als die ernen neuen Gaslichter aufstammteii, vertündctcn Böllerschüsfe dieses. Ereignis. Starkenburg und IN krr in Hessen. bs. Darmstadt, 10.'Jan. .Heute fand im Rllidenllchloß der zweite Hofball stall, zu dem etwa.400 Einladungen ergangen waren. Anwesend wurm Prinzenm Friedrich Karl von Hessen, Prinz Ehri^ian von Hes en, Fürst und Fürstin zu Solms-Hohensolms-Lich, Graf und Gra in zu 3l?rburg-Buchngen in Meerholi, Prinz und Prinzenln Leopold Jwndurg-Biruc n, Prinz und Prinzessin Alfons Jienburg-Villtein, Prinz und n- zessin Löwenstein, die Füttlin-Muller.zu ^jenburg-Budingen und zwei Prinzesfinnen-Töchler, die Gräfin-Mutter Solms-Laubach, Gräfin Luitgarde Solms-Laubach, der bayeri che Gesandte Gras Moy und Gemahlin, der preußische Gesandte Frechecr v. Jenncv. der österreichische Geschäftsträger Legallonsrat Baron Rubwo- Zichy, der russische Ministerre ident van der Bliet und G:madtm, der großbritannische Geschäftsträger Lord Acton und Gemahlin. >ie Minister Tr. Ewald, Dr. Braun und von Hombergk mit ihren Gemahlinnen, Divisionskommandeur von Plüskmv, ,oww )cr Gouverneur von Mainz, Graf von -schlieffen. Der -nall nahm um 8 Ubr seinen Anfang, um 10-1 Uhr sand das ^ouper •tatt Um 1 Uhr schloß der Ball. Tie Ballmmik wurde von der Kapelle der 23 er Dragoner ausgesührt unter der Leitung des Musikmeisters Mittelstadt. Am 11. Januar ,mdet im Neuen Palais ein Tiner statt, wozu die beim Hosball anwe,enden Standesherren Einladungen erhalten haben rnt. Darmstadt, 11. Jan. (Pttv.-Tel.) Der fluchtige Gerichts schreiben: Gabel mann von Alsfeld, der wegen Unterschlagung steckbrieflich vrrsolgt wurde, wurde nach einer hier em- gelaufenen Nachricht in Dresden verhaftet. rb. Worms, 11. Jan. ->m vio^ngacten hat sich heute nacht ein Liebesdrama abgespielt. Die 17jährige Kath. W e b e r ans Darmstadt wurde ton einem Gg. 3t.mann aus Groß-Umstadt erschossen. Jttmann selbst wurde schwer üer- etzt aufgefunden und in das Wormser Krankenhaus gcbrachll Hessen-Nassau. -s- Marburg, 10. Jan. Gestern wurden hier zwei rembe Männer wegen Hausfriedensbruchs und Bedrohung verhaftet. Es stellte sich heraus, daß der eine von ihnen wegen KörperverletzungmittödlichemEr- olg steckbrieflich verfolgt wurde. + AusdemKreisBiedenkopf, 10. Jan. Durch die aus den Hinterländer Bergen kommenden Wassermassen ist auch die sonst so unscheinbare Pers aus den Ufern getreten und hat die Niederungen überflutet. Zwischen Wolzhausen und Breidenbach drohte der Tamm der Bahn Oberscheld-Wallau einzurutschen, weshalb sofort Arbeiter beordert werden mußten, um der Gefahr entaegenzutreten. — In Gladenbach vergiftete sich ein junger Kann, nachdem er vorher, wie erzählt wird, versuch: hatte, seine Mutter ums Leben zu bringen. Der anscheinend Geistesgestorte war aus der Fremde zurückgekehrt. Die (Einförmigteit in der ländlichen Bauweise. (Aus der Dürer-Bundes-Korrespondenz.) Unter den vielerlei Bedenken, die man von andauernd sehr besorgter Seite nicht müde wird, der praktischen Heimatschutz- arbell entgegenzubriugen, spielt neuerdings auch die „Einstrmig- keit" eine große Rolle. ES besteht — so ist die Meinung — die Gefahr, daß die im Sinne und unter der Verantworllich- keit des Heimatschutzes ausgesühtten, in der Hauptsache ländlichen Bauten einförmig, eintönig, über einen Seilten geschlagen, nad) einem Schema F gebildet werden. Grund: Well allenthallen, wo Heimatschutz praktisch getrieben wird, wo Bauberatungsi.ellen eingerichtet sind, Baugesuchc umgearbeitet werden, immer nur einige wenige und immer dieselben Namen am Werke sind und somit dem ganzen Landschafts- oder Ortsbild ihren cimcitigcii Geschmack als Stempel aufdrücken. Weiter: Well diese wenigen tatsächlichen Arbeiter des Hcimatschutzes überbürdet zu fein pst egen, die Arbeit zumeist ehrenamtlich nebenher erledigen und so gar nicht anders können, als zu einem einmal ausprobierten Schema F zu kommen und dieses immer und immer wieder zu empfehlen und durchzusetzen. Beweis für die Berechtigung dieser Besorgnisse: In d«l Arbeitsgebieten des HeimatsckMtzes macht sich dessen Tätigkell schon ganz llar erkennbar, das aufmerksame Auge findet bic von ihm beeinflußten Bauten unschwer heraus, sie gleichen einander alle, haben alle einen gemeinsamen Zug von Nüchternheit und was weiß ich sonst, und sallen damit aus dem ab» wechslungsreichen Bilde der übrigen zeitgenössischen Bauten heraus. — — — So oder ähnlich sagt man. Nun soll man nicht unbesehen alles gut und schön finden, was aus einer an sich guten und gesunden Bewegung heroor- geht. Auch der Heimatschutzgedanke kann und wird da und hort in die unrechten Hände geraten, da und dort Unheil anrichten und unerfreulick/e Zerrbilder des Gewollten hervorbringen. Aber solche Ausnahmen sind von jenen Bedenklichen nicht gemeint, denn ihre Bedenken sind grundsätzlicher Art. dürfen daher auch — unter Hintansetzung unerfreulicher Einzelfälle — grundsätzlich besprochen und widerlegt werden. Was ist der erste und kräftigste Eindruck, den wir von einem unberührten charaktervollen Dorsbild erhalten? Die Einheitlichkeit der äußeren Form, der Farben, der Baustoffe, sogar der Lage. Der Laie, der zum Beispiel ein niedersächsisches Dorf mit seinen hohen Strohdachgiebeln und nieberen Fachwerkwänden betritt, wird kaum ein greifbares Unterscheidungsmerkmal zwilchen den einzelnen Bauten herausfinden, und ebenso wird es ihm gehen, wenn er ein in Schstesergrau gehülltes Mosel|tädtä>en oder ein buntes hessisches Fachwerkdorf sieht. Der kunstverstän' Inge Begleiter wird ihn auf die seinen Unterschiede aufmerkiam machen müssen, die Haus von Haus unterscheiden, auf die Verschiedenartigkeit der Türbildung, aus die Mannigfaltigkell des Schnitzwerks, des Giebelschmucks und dergleichen. Tann aber, wenn die Wanderer in die Bahnhofstraße und das dort ent - stehende neue Viertel kommen, dann wird's allerdings anders. Dann sieht auch der blindeste Laie, daß da handgreifliche Unter schiede vorhanden sind! Zum Beispiel die aus ro^en und dunkel glasierten Backsteinen gefügte gotische deutsche NelchSpost und der stattliche ledergelbe Bahiihos mit Holzzementdach und ausgesägten Holzornamenten, und die ganze Schar der durch solche benachbarte Vorbilder zu individueller Eigenatt aufgestachelten Maurermeisterbauten! „ , ..... ,, Aber wie denn? Waren es nicht eben diese uidividuellcn, ach so abwechslungsreick)en Gebilde, die seinerzeit dem Heimat- schutz das Scpwert m die Hano odicuen ? u»u> waren es nicht anderseits die schonen, einheillichen Dörfer und Landltadtchen, auf die als leuchtendes Ziel, als verlorenes, aber wiederzuerstte- dendes Paradies lärllilicher und lleinlürgerlicher Baukunst mit gezücktem Zeigefinger hingewiesen wurde? . Und nun nähern wir uns diesem hochgesteckten Ziel ui zehnjähriger ehrlicher Arbeit, auf Um- und Irrwegen vielleicht, aber doch so sehr, daß die Werke des Heimatichutzes bereits als ein- heilliche, schlichte und fachliche Bauten sich dem vorhandenen guten alten Bestände bescheiden und ohne Anspruch auf Äleichbcwcrtung einstigen, sich von dem wildeii Ungeschmack der Maurermeister- ardjiteftur wohltuend abheben — da soll es wieder nicht recht |cin. Vergessen wir doch nicht ganz die Ausgabe, die bem Heunit- schutz gesetzt ist! Soll er denn die hohe Laulunst auf dem Lrnoc einsühren? Gewiß nicht! Weil nämllch noch niemals die hohe Baukunst im Dorfe ihren Sitz aufgeschlagen, noch nie bei der Aus bÜbung typischer bodenständiger Bauimne das entschechenoc Wort gesprocoen hat. Sondern well einzig und allein das Bauhandwerk, erwachsen auf dem Nährboden eines uncerworbenen iniimttiocn Sdiönb llsgefüh.s und gestarrt durch gescylechteralte Ueoeclleserung, unsere köstlich, n allen Dörfer und Stadtchm mit ihren cmiurmifltii Bautypen geschaffen hat . v. . n Gin fotaice auhai'ck)werk wieder aut die Bei ne zu stelle.' und ihm den Weg zu neuen ^authpen als sinngemäßer Eniwicklmig der aiten Typen zu zeigen (nich; ihm diese Typen fertig zu hcicrnj, das scheiill doch wohl die Aufgabe des Heimatichutzes zu icin. ZZ ' uHtihn »u lr9^übinQU 2®Kiibo'a 4 E*-«. S”8t nro S f2* ?. Ter Sau , Cvlchrr l?UtJe.öS Leitunq 1 ön®e|cnben ST ^kge pesen Unter, mer hier ein» pch heute Auge Lalh. »t.mann aus : schwer Der» tuZ gebracht. -u hier zwei 5 Bedrohung er eine von llchemEr- Lan. Durch Vasserwajsen den Ufern et. Zwischen im der Bahn M Arbeiter iegenjutreten. ) ein junger >ird, versucht r anscheinend ekehrt. fouweifeT i».), andauernd sehr n Veimtschub' >ie „Einstmig- L Meinung - Beranlivottlich- auptsachc länd- isten geschlagen, eil allenlhalven, .beratimgändlen en, immer nur Werke sind und ftten einseitigen l diese wenigen ju fein ps.'egm, m und so M ;rten SchiM I : zu empsehien nisse: In den ressen TLtigleu Luge findet bic sie gleichen ein- von Nüchternit aus dem ab- ijen Bauten Hand schön finden, emegung hewor- ird da und dort Unheil annch en »orbringem Aber 1 nicht gemeint, -J#Ä* stosse, drr !sächsisches,D°rl Fachmerkwanden so wird »JF s Wselstüdtchot nfri” LW (»i* seit » g ÄLst - kten Z^jA/ader 3en mö & S bereits un -M der nlchAeiu^ e, d>e ff.jn S«? SiWKieJ* i n< der sP ch"?Äe2S°? eu«nd-l rdss ^Knlt^ SS :S-' 36-38 76-80 28-29 66-70 48.50 -51.0) 62.03-64.0) 46.50—48.50 59.0')—62.>) 49.00-51.00 62.0)-63.00 62.00-' 3.0 ' 49.00 -51.00 Restauration „Wagnersruh“ Kinematograph 397 Xenon weg 31 Bahnhofstraße 54. Bahnhofstraße 54. Nur heute und morgen Gemischter Eine einzig Wehende Tragödie Orchester: 0278 Begleitung: Karten im Vorverkauf sind in der Musikalienhandlung von Herrn Ernst Cha Hier, Neuen weg, zu haben. De/, Biograph Konditorei Blockstraße 12 000285 Blockstraße 12 0286 stellnng in Wieseck Der Trust im Saale des Herrn Wacker Tic Direktion. statt. Hochachtungsvoll Friedrich Noll Jdofbäcker Mäusbur^ 12 Mäusbur^ 12 401 dem Kriegsschauplatz in Tripolis nsw. 0268 (Seine Tamcnbedicnung.) Geld" Geld" Geld" Geld" Herrn Musiklehrer W. Gernhardt Dirigent Herr Grossh. Hotkapellmeister Kittel von ' ist ist ist ist Ab heute bringen wir einen Weltschlager Mk. 60-65 56-60 50—55 45-48 ein großartiges kinematograph. Gemälde, nur zu bewundern im Ml. 100—los 95—102 85-93 76-81 in 2 Akten eminent künstlerischer Wirkung, eine enorme Attraktion. der größte Weltschlager. ** Bom Siegerlauder Eisenmarkt wird mitgetcilt, daß jetzt infolge der Ermäßigung der Frackl.n nach Cbmdilefien, der erste Grzzug nach bortbin abgebt. Alich unsere Eisentteiii- nruben an der Lahn und in Oberhessen gemeßen die billigen Tarife nach Oberschlesien. kleiner werten Kundschaft, hiermit zur Nachricht, dasi ich zu meiner Brotr und Feinbäckerei auch noch Kreppei täglich irisch bei Hosbäcker Sricbr. Noll CT Mäusburg 12 handel. ♦♦ Um 85000 Mark sind nach einem Beschluß des Gläubiger-Ausschusses und der Mehrheit der Gläubigerversamm- lung die Mitglieder des Aufsichtsrats der Haina-Pneu- matil-G m. b. H., vom Konkursverwalter Rechtsanwalt Paul Hornberger verklagt worden. Berhandlungstermin vor der 1. Zivü- fammer des Landgerichts Gießen fielst am 29. Januar: b. Js. an Die Klage behauvtet, daß die Mitglieder des Aussichtsrats als ordentliche Kaufleute ihre Pflicht verletzt haben, indem ihnen befannt war, daß das Unternehmen mäst zu halten war, datz sie trotzdem die Gesellschafter zu einer Burg selbst von 120 0L0Mk. veranlaßten, statt, wie es das Gesetz vorschreibt, die Gesellsä)ast zu üquibieren oder den Konkurs anzumelden. Märkte. le. Frankfurt a.M. Hi e b b »<• PI a r ft b e r t -tt vom 11.Jan Austrieb: 89 Rinder, darunter 15 Ochsen. 00 Bullen, 74 Kühe und Färsen, 928 Kälber, 2' Schate, 1556 Schweine Tendenz: Rmder, Kälber, Schale und Schweine lebhnit, ae räumt. Breis ’ür LOO Md. üeoeno- ecbiayt- gewiem Braut-Seide v. Mk. I 35 ab Kälber. ftemfte Masikäkber Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... Weringere Malt- und gute Saugkälber . Geringere Saugkälber......... Schate. Stallmastschale: Mastlämmer und innaere Plastbammel . Aeltere Mastbammel, gut genährte junge Schale vermischtes. kf. Fingerabdrücke n l s Alisiveise. Tie ersten, di«' die aus dem kriminallslischen Erkennungsdienste bekannten Fingerabdrücke im täglichen Leben oenvendet haben, sind die Amerikaner. Seil einigen Jahren können auf den Philippinen Leute, die des Schreibens unkundig sind, ihre Fingeripuren un Verkehr mit Banken an Stelle der Unierlchrtst verwenden. Nach einer Zusammenstellung des „Messagero" gibt es die e Art von Ausweise auch in andern Landern ; in Rumänien läßt seit dem Jahre 1903 ein Erlaß ben Fingerabdruck als Ausweis anstelle einer Unterschrift zu; eine ähnliche Borschri t soll in Aegypten für Tienslbolen bestehen und in der Republik Argentinien werden von Staats wegen s e. dem Jahre 1906 für Kutscher, Dienstmänner, Tienstbolen und ver-" kinematograph. &&■ Sowie das übrige neue Programm, und geringere Mastlämmer. . . . Schwein». Bollsieischige Schweine von 8C—100 kg Lebendgewicht Volti.etlcmge Schweine unter 80 k? Lebendgewicht. . ....... Vottueischlge Schweine von 100-120 k? Lebendgewicht • Vot.neuu »ge Schweine von 120 — 150 kg Lebendgewicht ..... zulege. Unterstützt von einem jungen Manne, we’cher mehrere Jahre bei Hof-Konditor Lind gearbeitet hat, wird es mein Bestreben sein, allen an mich gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Ich sichere gewissenhafte und pünktlic e Ausführung zu und sehe geneigtem Zuspruch gerne entgegen ..... -. •» Mell-Fische aus Eis in la. feinster lcbcndfriichcr Ware soeben eingeir. u. billigst bei Ang. Wallenfels Marktplatz 17 Telephon 262 Prompter Versand auch nach auswärts. (174 Ein vorzügliches Drama, ausgenommen auf KriegSschallplatz in Tripolis, mit allen Momenten der modernen Kriegstechnlk. echt chinesisch., neuester Ernte blau Nr. IV 168 Germania - Souchon, guter Familientee, Psd. M.S. rot 9ir. V Aquilla - Souchon, Vorzug!. Haushaltungstee, Psd. Mt. 4.- aelb Nr. VI KaiMer=Souchon, feim’ter Gesellschaftsiee, Pfd. Mk. 5. in 1 v x!i u.'/»-Pfd.-Packung Billigeren, teurere Lorten Tee-Spitzen, staubfrei. Adler-Drogerie, Seltersweg 39 Otto Schaaf. usw. Naturaufnahme. Hochsensationeller Zweiakter auS dem amerikanischen (Geschäfts- und Gesellschaftsleben. Spannend von Anfang blS Ende. Dieser ungemein fesselnde Schlager erregte überall das grüßte Aufsehen. Außerdem unser hervorragendes Programm Die Löwen des Tyrannen Großartiges spannendes Drama. Fremdes Recht Stadltheater Gitta Dir.: Hermann Steingoetter. Freitag,dcu 12. Jan. 1912, abends b Uhr: 14. FretlawAbonn.-Vorstellg. Gewöhnliche Preise. ?ie Hndizeit von Sttltni Schauspiel in 4 Auszügen von Ludwig Ganghoser und Marco Brociner. Ende 10®/« Uhr. Tonntag, d. 14. Jan. 1912, nachmittags 3'/, Ubr: Kleine Preise. Kleine Preise. Unter Mitwirkung d. Kapelle des hiesigen Jnfant.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116. Neuheit! Neuheit! Polnische Wirtschaft Vaudeville Posse mit Gesang in 3 Akten von Kraatz und OkontowSki. Musik von Jean Gilbert. Ende nach 6 Uhr. AbcndS 7V. Uhr Kleine Preise. Das klein.ScliokoladenmädGhen Lustsp. in 4 Akten von Paul Gavault Deutsch von G. v. Schönthau. Ende nach 10 Uyr. au/i Neu eröffnet. Metzgerei n. WWas! (»um feafltor) früher Seemannsheiu Donnerstag: Metzelsuppe Hon 7 Uhr an: Großes Schlachtfest Le labet freundlichst ein Gustav Köppeu ien. fdMVM ,,Kolo*seum“ W Heute findet die Bor- Jm Alfer ist man empfindlich. Rasch ist eine Erkältung da und dio Stimme ist öfter belegt und heiser als frei. Das lästige Gefühl der belegten Stimme vergeht, sobald man ein paar Wybert - Tabletten zu sich nimmt, die immer zur Hand sein müssen und in allen Apotheken 1 *tari< pru Schachtel kosten. Bei Erkältung lindern sie den Hustenreiz und bringen den Katarrh schnell zmn Schwinden. Niederlage indessen: Pcliknn-Apotheke, Kreuz 2. (ss ”/i2 G^orp Weber,G rossh. Kammersänger vom Grossh.Hoftheaterin Darmstadt Carl Kittel, Grossh Hofkapellmeister am Grossh. Hoftheater in Darmstadt Chor in Nr. 7: Gesangverein „Sängerkranz^-Giessen unter Leitung seines Dirigenten Herrn Albert Kasten Orchesterverein • Giessen unter Leitung seines Dirigenten Zum Schipkapass. Morgen, Freitag I0291 WaWlacht, LOWß Morgens von 9 Uhr ab: ar* Wellfieifch mit Sraut. Schellfische u. Cabliau sind i. lebendirischer sst.Nordseeware eingetroffen bet i1’8 GeorgWallenfels Atark,vlatz 21 Telefon 46 gegenüber d. Engetavorheke. Ausgabe der Bereintz-Rabattmarken. Rechtskonsulent Karl Stappel Sonncnstraste 31 Tel. 634 ett Rai tn Rechtssachen, empf. sich ir Anserlig. v. Gesuchen. Steuerdeklarationen. ,yOTbe- rungsbeitreibung, Ausnell. v. Dermögens-Verz. u. Vertret, in Erbschaftssach. vor Gericht. Sprechstunden auch Sonntags V0U 9-2 Uhr. «Kl Wohltätigkeits-Veranstaltung des Automobil-Klubs Giessen u.Umgebung (A.D.A.C.) zu Gunsten des Giessener Säuglingsheimes am 13. Januar 1912 im Stadttheater Anlang 7 Uhr unter gütiger Mitwirkung der Herren i Max Bayrhaimner vom Schauspielhaus in Frankfurt a. M. 1. Kümmel, Grossh. Hof- und Kammermusiker vom Grossh. Hoftheater in Darmstadt IQnb son oieser Änichcvrung aus «cheinl mir der Borwurs der iLnsörnugkeit für die Arbeit bc; tz7imafchutz^ eme grotze Anerkennung zu enthalten, ^.rnn er besagt, daß der Leimatschutz nch trotz der zahlreichen künsüer,scheu Krätlc, die m ihm walten, strngehaltcn Hal von naheliegenden gewalttamen -Lchov'ungsoe^ stchen und eigenmächtigen Betätigungen, für die wohl m den «rosen Kulturzentren Raum und jkräfte vorhanden und, die aber ven ländlichen Bauhandwerker nur verwirren und verwildern " können. Berechtigt wäre natürlich der Borwurf der Euttormigknt, wenn gesagt werden könnte, die Bauten des Heimatschutzes lenen einander landauf landab so ähnlich, daß sic am Rhein nnc an der Elbe an ihrer Gleichartigkeit als Kinder eines Gentes zu erkennen seien. Tann allerdings wäre von den .veimatichutzarbeitern eine • wichtige Forderung nutzer acht gelassen: die Anpaliung an daS vorhandene, die lieber nähme der noch lebenskrarttgen Bauelen^nte und der Schutz der bewährten heimatberechtigten BaustoNe. über ich glaube, dieser Vorwurf ist noch nirgend ernsthost erhobeii worden Wirft man dem Öeimatschutz doch im Gegenteil un Dm- blid auf dieses Anschlußbestreben an das vorhandene vor, er lei antiquarisch in seinen Bestrebungen, treibe historische Kunst. Beide Lonvürse lstben sich wohl so ziemlich auf. Ter tzeiniatschutz, wie er sein soll und sein will, tr^bt keine Stllknm't, aber ee will wieder „Stil" in die ländliche Bauweist bringen. Tieser Stil, den wir alle am Alten so bewundern, er h.it zur Voraussetzung das Einförmige im guten Sinn, das Typische, und darum sucht der Lcimatschutz Typen zu ichasfen. solange man noch dos Wesen der Bautunst in individueller Verschiedenheit ber Einzelleistungen erblickt, können wir auf keinen^etil hosten. Lcnn Stil reift nur, wo dauernd in nnh.-itlichem Smn an denselben Aufgaben roeitcrgcarbcitct wird, indem einer den anderen nachohmend überbietet, bis schließlich die beste Form durch die gleichgerichtete Arbeit von Geschlechtern gefunden ist. E. v o g g. Bringe meine Lokalitäten (VereinSzimmer Sälchen tc.) in empfehlende Erinnerung. Morgen während der Wahl stets Bekanntgabe der Wahlresultate, teiltet öcg fo 6dic6ttn Bockbieres -er Unionbrauerci A.-G. Gießen. HolzÄerfteisteru n g. Freitag, den 19. Januar 1.3. werden aus verschiedenen Distrikten der Forstwanei dkieder-Ohmen uerfteb gert: Stamme, Eichen: 3 Stück 1. Kl. <60, 62 und 90 Zttn.) — 4P6 Fm. «SchnitthoU). 14 Stück 2. SIL (50—59 Ztm.) == 20 Fm (Schnitlhotz), 10 Stück 3. SiL (40—49 Ztm.) 7 Fm. (Schnittholz), 7 Stück 4. StL ,30-39 Ztm.) - 4 Fm. (Sau« boU), 59 Stück 5. und 6. ML «Bau und Wagnerbolz) -- 18 Fm. Buchen: 2 Stück 2. ML — 1,71 Fm., 3 Stück. 8. Kl. — 3 Fm., 2 Stück 4. ML — L5 Fm. Kiefern: 5 SL 3. StL (30-Ä Ztm.) -- 4 Fm., 10 Stück 4. ML (25—29 Ztm.) -- 7,23 Fm-, 37 Stück Kl. (unter 25 Ztm.) - 18 Fm. 2 Lärmen 4. und 5. StL = 0,76 Fm. Fichten: 7 L-Mck 3. ML — 8 Fm., 1-5 Stück 4. SIL - 1/ Fm., 26 Stück 5n. Kl. (20-24 Ztm.) - 17 Fm., 299 Stück 5b. KL (unter 20 Ztm.) = 75 Fm. Terbstangeu: 46 Eichen = 2,37 Fm., 2 Eschen — 0,11 Fm., 57 Fichten =- 5 Fm. Auskunft erteilt Großh. Forstwatt Birkenstock zu Obergrubenbach, Post Nieder-Ohmen. . t Zusammcnkuust: Vormittags 9'/, Uhr auf der Kreis straße Rieder' Oh men—Elvenrod am Steinbruch, Disttikt Vorderster Köpiel. Grünberg (Hessen), den 6. Januar 1912. Großh. Obersörsterei DiieberDbmen. Schn eide r.(6"/, /efnebene andere Angenellte, Fingerabdrucke zum Ai>sweist nicht nur anerkannt, sondern verlangt. lkflTcrwichtigeKauoncnschuß. Ti. folgend-' hübsche Gcsckidste will der „Gaulois" aus Vtcgiiptcn erfahren haben: In einer kleinen Garnison bcftcht die Verordnung, daß mittags Punkt zwölf ein Kanonenichuß abgcicucrt wird durch den der ganze Ort aui die Mittagsstunde lüugeioiesen wird. ll'ineS Tages fragte nun der bicnfttncnbe Leulnout ben ihm unterstellten Kanonier, ob er dabei auch ga.i pnnkllich sei und dieser versicherst? darauf, er sähe jedeSmal aufs genaueste nad) der Ubr, und diese Ubr stelle er überdies noch jede Wollte einmal nad) der Ubr bc-» schweizer Uhrmachers, der int Orte mahnte. Natürlich war ber Leutnant über seinen diensteifrigen Untergebenen erfreut Der Zufall wollte, baß er kurz daraus in der Mittagszeit den Uhrmacher vor feinem Laden sitzend fand, eine Taschenuhr in der lüanb. Er verwickelte ihn in ein Gespräch, fragte ihn, ob er an dem kleinen Crte auch genug zu tun habe und erhielt daraus die Antwort, mit dem Verdienste sei cd sreilich recht mäßig bestellt, weil so wenig zu tun sei: ja, ber Uhrmacher sagte scherzend, er konnte täglich in Muße den Kanonenschuß abwarten. Tas schien dem Leutnant etwas seltsam und er fragte nun weiter, wo> den Ubr machet denn der Kanonenschuß angehe? „Ter Kanonemchutz?", war die Antwort, „danach muß ich doch meine Uhren stellen!" WetteranSsickuen in Hellen am Freitag, beit 12. Januar 1912: heiler, trocken, kalt — Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! — pu/j G. llenncberg. Zürich insbesondere keine Kandidaten gegeneinander anfstellen Keiner fehle! a11/. zur Beseitigung der schwarz-blauen Steuermehrheit beizutragen. Mehrere Wähler Mehrere liberale Postbeamte a111 Gießen, 11. Januar 1912. 0292] 0178 Gießen, Klein-Linden, Offenbach, den 10. Januar 1912. Jeder Freund der bewährten Bis- marck'schen Wirtschaftspolitik wähle In deren Namen: LouiS Müller, Werkmeister und Frau. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Selma Stein. Infolge der grossen Beliebtheit des Cacao als tägliches Getränk werden jetzt viele billige Marken angeboten. Lassen Sie sich nicht bestimmen „billig“ zu kaufen. Sie kauten meistens schlecht und sind enttäuscht, nicht denjenigen Genuss zu finden, der Ihnen geboten wird durch Bttte beachten Sie, dass Van Houtens Cacao nur in geschlossenen Blechbüchsen, niemals lose verkauft wird. — Nur eine Qualität, die beste! Auf die gestrige Erklärung des Herrn Oberlehrers Dr. Werner und des Herrn Oberpostschaffners North diene folgendes zur Erwiderung: In der Postbeamtenversammlung vom 18. November 1911 ist unter Zustimmung des damaligen Reichstagsabgeordneten Dr. Werner die Rede gewesen von einem Zusammenschluß der Beamten zur Besch sfunq von billigen Lebensmitteln. Das ist doch in seiner Wirkung dasselbe wie die Begründung eines Konsumvereins und die gestrige Erklärung des antisemitischen Reichstagskanoidaten ist weiter nichts als eine Wortglauberei. Uebrigens, wer zwingt denn Beamte und Unterbeamte dazu, auf solche und ähnliche Mittel zu sinnen, um einige Pfennige beim Einkauf der Lebensmittel zu sparen? Lediglich der konservativ-klerikale Block mit seinem antisemitischen Anhang, durch seine ungerechte, alle notwendigen Gebrauchsgegenstände verteuernde Steuer- macherei. Wenn die nur den Großgrundbesitz begünstigende Teuerungspolitik aufhört, hat es der auf einen bestimmten Gehalt angewiesene Beamte und Bedienstete nicht mehr nötig, auf solche Ersparnisse zu sinnen. Deshalb können wir allen Geschäftsleuten nur raten, durch Abgabe eines Stimmzettels für den liberalen Kandidaten Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sagen wir allen, insbesondere denen, die unS in den schweren Tagen so hilfreich zur Seite standen, hiermit unseren innigsten Dank. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer unvergeßlichen Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Frau Margarethe Müller geb. Noding hiermit unseren innigsten Dank. Die lieftrauernden Hinterbliebenen. Nur wenn jeder Bauer, Arbeiter, SBiirger und Beamter im ersten Wahlgang für den liberalen Kandidaten stimmt, kann das Ziel erreicht werden. Neichstagswähler in Stadt und Land! Bauern, Arbeiter, Handwerker, Beamte, Bürger. Wie bekannt, haben die konservativen Parteien, zu denen auch die Antisemiten gehören, mit dem von Rom geleitete« und deshalb antinationalc» Zentrum sich dergestalt verbündet, daß sie sich bereits in der Hauptmahl gegenseitig unterstützen. Der Zweck dieses agrarisch-ultramontane» Zusammenschlusses ergibt sich ans einem Rundschreiben des Bundes der Landwirte an die Großgrundbesitzer, die ersucht werden, 1000—10000 Mark Wahlbeitrag zu zahlen, weil es gelte, die bisherige agrarische Mehrheit mit allen Mitteln, koste es, was es wolle, zu erhalten. Das liege in erster Linie im Interesse des Großgrundbesitzes. Wird diese Mehrheit wiedergcwählt, so betrachtet sie das als eine Bertrauenserklärung der Wähler für ihre Staats- anffafsung. Sie wird die kommenden fünf Jahie benutzen, die Voltsfterherten zu knebeln, das freie Denken einzuengen, dem Ultramontanismus einen Liebesdienst nach dem andern leisten, die Arbeiter durch Ausnahmegesetze zur Verzweiflung bringen und dem Liberalismus in Staat und Schule und Haus und Gewerbe unheilbare Schläge versetzen. Denn der Liberalismus, nicht die Sozialdemokratie ist der gefährlichste Feind der Reaktion, des Großgrundbesitzes. Dem Rückschritt stellen wir den politischen und sozialen Fortschritt als Wogenbrecher gegenüber. Wähler, Staatsbürger! Wer nicht wünscht, daß der Liberalismus, der für die Monarchie und für die Größe unseres Vaterlandes eintritt, vernichtet wird; wer nicht wünscht, daß der Staat den Interessen einiger bevorzugter Stände insonderheit dem Großgrundbesitz dienstbar gemacht wird, der protestiere gegen diese Mehrheit am 12. Junuar mit Dem Stimmzettel auf welchem der Name des Kandidaten der vereinigten Nationalliberalen und der fortschrittlichen Volkspartei steht: liefert billigst die BrühFeebe K IVPFlQ mi rlPmi Universität»-,Buch-undStein- IIUIÜIIO 11111 111 lud druckerei, Gießen.Schulstr.7. 'S a