IN ibteilai ingen Bild. ler ein rtührtwird. ■ la mödie. von t, 8‘, Mr: anderdorf ftsibiric« huktscheu XX Angeböme MU- \ i(6bmiblunflu.tnbr -,-^hreskaricn'c i JH. 1.50 iinb bei btt ! mbnben-Slitol^ x Slula vorzineian lNg. 1912, vowitta» bcntidjorbcndoui« c bc-3 renamm: b Sluflöiuna * rti. Riefle, komvl^ s«* MiivannemeM mit 3aum»cufl nl958t(£ n« n 5ln^rfl. ,'ipder gewBn?cbW ungsOlre^f^ ÄeUoiv.-DrüOtir' ' Hermann s lO/JlOf'191*' aßA1.», i|br ■ö&A* in 4 Akte» L ebte#U- Ende o5/. Ubr- , l*Ärefc ät Ei ai< lIt sricb u°n v ?* rttibe iUl- 162. Jahrgang Zweites Blatt Ur. 265 Giehener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Gberheffen Lic „Eie^ener Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt ffir den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „tandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Samstag, 9. November 1912 Rotationsdruck und Turing der Brühl'schen Unioersiläts - Brich- imb Lteindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Erpedition und Druckerei: Schul- straße 7. Erpedition und Verlag: e=^ 51. Redaktion: 112. Teß-Adr.: Anzeiger Gieß en. unter dem die Regierung Abdul Hamids zu leiden Hute, an dem Sef cfricptna^roerfc nur bitter tvenig getan worden. Tie nächste Zutunfl muß ergeben, ob es der ungestümen Angriffswucht der Bulgaren, der bisher nichts staitdgehal- ten hat, bic Stirn bieten tann. schieben. • . Tic Regierung wird auch damit rechnen müssen, das; der Finanzausschuß es überhaupt ablehnt, die Besoldungsvorlage noch vor dem Etat in Angriff zu nehmen. Aber nicht allein in der Frage der Beamtenbesoldung hat man alle Ursache, mit dem Gang der Negierungsgeschäfte unzufrieden zu sein, sondern auch in der gestern schon besprochenen Sache des Antrags der Abgeordneten Adelung und Genossen, der die Regierung aufsordert, „ihrer Zusage entsprechend umgehend den Gesetzentwurf, die Gehalte der Kammerbeamten betreffend, zur Ausführung zu bringen". Tie kommenden Kammersitzungen werfen also ihre Schatten voraus. Es scheinen heiße Tage bevorzu- stehlm, denn bis tief in die rechte Seite des Hauses hinein ist man mit dem Verhalten der Regierung durchaus unzufrieden. Und diese Stimmung wird auch unumwunden in den Tezembertagen zum Ausdruck kommen. Beamte auf dem Laude und die Kosten fiir Kmdererziehung. bs. Darmstadt, 8. Nov. Ter Aba. Tr. Osann hatte vor einiger Zeit an die Regierung die Anfrage gc- Anr Stadt und Land. Gienen, 9. November 1912. Ter Martinstag. Am Martinstag wird manchem Gänschen beklommen zumute sein, denn "an diesem Tage erscheint allenthalben der Gänsebraten auf dem Mittagstische. Tic Gänse sind in dieser Zeit außerordentlich schmackhaft, und so ist es Sitte geworden, an diesem Tage den duftenden, brauneu Braten auf den Tisch zu bringen. Der Brauch ist uralt. Schon im 12. Jahrhundert läßt er sich urkundlich nachweisen. Roch andere Sitten haben am Martinstage Geltung. Der Böcker bäckt die Martinshörner, auf den Bergen entzündet man Martinsfeuer, und in Schlesien erwartet man am 11 November den ersten Schnee, nämlich .Herrn Martin mit seinem Schimmel. „Herbei, herbei zur Martins- gans", heißt es in einem Volksliede bei Uhland. Ter Mar- tinslieder gibt es eine ganze Menge, von denen jetzt nur noch Bruchstücke erhalten sind. Der Lübecker Senat sandte früher, kraft alten Brauches, dem fürstlichen Hofkeller zu Schwerin am Martinstage ein Ohm Rheinwein. Die Sen- buna war mit Zeremonien aller Art umständlich audge-' stattet. Ihren Ursprung soll sie in einer Vereinbarung wegen Grenzstreitigkeiten haben. Jetzt ist sie außer Brauch gekommen. Schlemmer und Trinker nannte man, nebenbei bemerkt, früher „Martinsmänner". ♦* Ordensangelegenheiten Der Großherzog hat das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Hauplmann v. Henning auf Schön ho ff im Generalstabe der Armee, seither Batteriechef im 2. öeii. Feld- Ai tillerie-Regiment Rr. 61: die Goldene Medaille des Ludewigs- Ordens dem Garde Vizescldwebel a. T. D il l em u th, seither in der Hess. Garde Unteroffizier-Kompagnie, und dem Postdircktor Emil Hcnriey in Offenbach die Krone zum Ritterkreuz 1. Klage Aus ßcficti. Die Beamienbeso dungsvorlage Unser Darmstädter bMitarbeiter schreibt uns: Tas Frage- und Autwortspiel in der Besoldungsvorlage dauert an. Tic Öffentlichkeit hat bis fetzt weiter nichts über den Stand der Vorlage erfahren können, als was !)ier und da in der Presse darüber gesagt werden konnte. Die Regierung begnügt sich damit, auf Anfragen immer nur zu antworten? daß diese oder jene in die Presse über- gegangene Nachricht „auf Kombinationen beruhe, denen jede tatsächliche Unterlage fehle". Sic erklärt bann weiter, daß auch von finanziellen Schwierigkeiten oder gar von Unstimmigkeiten innerhalb des Ministeriums keine Rede sein könne. Man wird bei der Bemerkung der Regierung, >aß es yon den Ständen abhinge, ob die Vorlage noch' vor dem Etat verabschiedet werden wird, sich des Gcdan- ens nicht erwehren können, als wollte man auf die Stände einen gelinden Truck ausüben, die Vorlage, wenn man überhaupt deren Verabschiedung erreichen will, durchzupeitschen. Rach der ganzen Sachlage gilt es als ausgeschlossen, daß die Vorlage verabschiedet werden kann. Ter Finanzausschuß braucht zur Durchberatung eines solchen Gesetzes mindestens zwei Monate Zeit. Wenn also die Kammer erst im Dezember zusammentreten soll, wird man bei Abzug der Weihuachtsferien nur schwer an eine Möglichkeit glauben, das Gesetz zustande zu bringen. Selbst dann nicht, wenn die Stände ben besten Willen, bic Sache zu beschleunigen, mitbringen. Bei ber Bedeutung beS Gesetzes unb ber bamit verbundenen Schwere ber Verantwortung läßt sich ein übereiltes Arbeiten in keiner Weise rechtfertigen. Hanbclt es sich boch bnrum, ein Gesetz zu schaffen, bas ben Beamtenstanb ans lange Zeit hinaus zu- friebenstellt. Aber auch beit Beteiligten selbst muß Zeit gelassen werben, sich in Wort unb Schrift zu ber Vorlage zn äußern. Eine Mitarbeit der öffentlichen Meinung erleichtert ben Kammermitgliedern ihre Arbeit erheblich. In einer so wichtigen Angelegenheit darf eben bic Öffentlichkeit nicht ungchört bleiben. Mau mag die Sache also drehen unb wenden wie man will, die Regierung trifft immer bic Schuld, baß sie die Bfolbungsvorlage^in bureh- aus übermäßiger Weise verzögert hat. Die „Schmierig- feiten ber Berechnung", bie bic Schuld» an bem Hinziehen tragen sollen, sind kein ausreichender Grunb. Hatte man denn nicht jahrelang Zeit, sich auf biese Schwierigkeiten vorzubereilen? Wir glauben also nicht an bie Erleb,gung ber Vorlage vor bem Etat. Noch viel weniger aber können wir es billigen, wenn hier ber Versuch gemacht werden soll, bie Schuld» ber Nichtverabschicbung ben Ständen zuzu- j Von der Höhe dieser Wasserscheide bietet sich bem Bc- fifraucr bei klarem Wetter ein unvergleichlich schönes Bild. Km Norden mögen schier endlos bie Fluten des Schwarzen Neeres stets unruhig hin und her, nach ©üben zu scheint sich ein bewaldetes Hochland zu erstrecken, aus bem hie unb da ein paar Gipfel bmorlugen. Fern im Osten zeigen sch bic Umrisse der Berge ber asiatischen Küste des Mar- narameereö. Tic ganze Gegend macht eher den Eindruck eines Plateaus, als eines Felscngebirges en miniaturc, das sie im Grunde genommen ist. Im Westen der Wasserscheide ivächst bann eine höhere Hügelkette empor, für bie Bulgaren wohl bas bedeutenbste natürliche Hindernis, das itc auf ihrem Vormarsche zu überwinden haben werden. Ter .Hauptberg dieser Hügelkette ist der K u s ch ka j a T c p e , eine wild zerklüftete Doppelspitze. Ter südliche Endpunkt ber Bfcstigungslinie, Böjük-Tschekmebze, ist emo auf st re- bonde Stadt, bic allerdings schon einst bessere Zeiten ge- seben hat. Im Jahre 1847 hat aber bie Pest bort furchtbar gewütet; nur allmählich hat sich das Gemeinwesen von diesem Schlage erbolt. T ’ ...... Jcr Fluß Karasüber?, der sich einen richtet, welche Beamte auf dem Land c genötigt seien, ihre Kinder in auswärtige Pension.' n zu geben, um ihnen eine höhere Schulbildung angcbeiheu zu lassen, da in den Berbandlungeii über die Besoldungsvorlage mehrfach daraus hing.wi.scn wurde, baß es „ich. recht sei. beit Beamten in ben Stabten ein höheres Wohnu..g:gelb zu gewähren, da den auf dem Lande wohnenden Beamten bic Erziehung ber Kinber höhere Kosten verursache. Auf biefc Anfrage hat nun das M i n i ft c r i u m folgende Auskunft erteilt: In Hessen sind 1300 akademische und 2336 nickt akademiscke Beamte, zusammen also 3636. Von diesen wohnt ber weitaus größte Teil in ben Städten oder Orten mit höheren Schulen Im ganzen Großherzog- tum haben 23 akademisch gebildete unb 9 nicht akademisch gebildete Beamte Kinder in Vollpensionen an Platzen mit höheren Lehranstalten. Weiter senden 41 akademische unb 93 nicht akabemische Beamte ihre Kinber in eine auswärtige Lehranstalt, indem diese mit der Bahn fahren ober zu Fuß gehen. Orte, in welchen Staatsbeamte wohnen, die aber reine höhere Lehranstalt besitzen, uno keine für bic Schulen günstige Verbinbung nach Orten mit höheren Lehranstalten haben, gibt es in Starkenburg 12, in Oberhessen 25, in Rhein Hessen 2. In solchen Orten wohnende Beamten gibt cü. in Hessen 100. Es steht nicht fest, ob unb wieviel >hnbcr diese haben, bic höhere Schulen besuchen. Es gibt in Hessen 11 Gymnasien, 3 Realgymnasien, 8 Ober realschulen, 6 höhere Mäbchenschulcn und 30 höhere Bürgerschulen. Die Kinder von Lehrern sind in diesen Darlegungen des Ministeriums nicht berücksichtigt, da deren Wvhnungsgcld anders geregelt ist. Zum landwirtschaltlichcn Unfallgeseh. bs. T a r m ft a b t, 8. Nov Der Zweite Ausschuß trat heute nachmittag zu einer Sitzung über bie Gesetzes- Vorlage, Ansfül.rungsbestimmungeu zum landwirtschaftlichen Unfallgfetz, zusammen. Beschlüsse irgcito welcher Art sind heute nicht gefaßt worden, da für morgen eine weitere Sitzung, au der auch bie Regierung tcilne'hmen wird, anberaunü ist. Durch den ganzen Landstrich fließt ■er tfkuy, mulujuuti., ver sich einen Weg durch eine jener bem Lande eigentümlichen Schluchten gebahnt hat, bic w.e jihe Einschnitte quer durch die Bergreihen aussehen. Er bildet daher auch vom Marmarameer angfangen, bis zum Rücken des Jstrandza-Balkau für bie ganze Bfestigungs- fiont ein ausgezeichnetes.Fronthinbcrnis, und bie)er Vorteil iarb noch burd) die im etwa 15 Kilometer langen Unterlaufe meist 2000 bis 4000 Schritte breite und versumpfte Talsohle erhöht. Von 1877 an hat die türkische Regierung planmäßig diese Befestigungslinie ausgebaut. Zuerst war es Blum-Pascha, bann )pater Baker-Pascha, die die Lcicking des Befestigunaswerles inne hatten. In den fol- gensen Jahren ist aber in folge des chronischen Geldmangels, wie Honftantinopel geschützt ist. Tont revient! Es war im Jahre 512, als der byzantinische Kaiser Anastasius I., um das goldene Byzanz gegen -io wilden, von Norden her drängenden Bulgarenhorden zu schützen, von Meer zu Meer, vom Schwarzen Meer mm Marmarameer einen Schutzwall errichtete, für jene Zeit eine schier uneinnehmbare Bfftigungslinic. Heute hogt der Wall in Trümmern, unb nur wenige Stellen leben noch von alten Zeiten. Als bic Türken im 14. Jahrhundert das Land unterjochten, da haben sie es sich wohl richt träumen lassen beim Anblick dieser alten Bfcsti- «mngslinic des Kaisers Anastasius, daß sie dereinst ge- iötigt sein würden, auf denselben Beffttgnngsbau zurück- zufa'llen; ja aller Voraussicht nack) wird gerade in dieser Ocgcnb vielleicht schon in wenigen Tagen das entscheidende Wort über Sein ober Mchtscin der europäischen Türkei gesprochen werben. Das Laub des alten Schutz- nrrUey betommt damit wieder eine historische Bedeutung. Al'crdings stimmt heute die Verteidigungslinie nicht mehr genau mit der uralten des byzantinisch?u Reiches überein, die modernen türkischen Forts, die Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts ihre Eittstehung genommen haben, liegen um etwas mehr als einen halben Tagc- marfch zurück. Sic bilden die in neuester Zeit bekannt geworbene „T s ch a t a l d s cha", ober, wie sie auch genannt wirb, Tschekmedze-Linie. Sic erstreckt sich Don dem Tscha- taldscka-See, der etwas nördlich von Böjük-Tschekmebze, am Marmara-Meer, liegt, bas ja in zweiter Linie Pate gestanden hat, bis herauf nach Kara Burun, am Sckw irzen Meere. Kara Burun, ehemals ein kleines Torf, hat erst durch bic Bfestigungsanlagcii an Bedeutung gewonnen, sss liegt auf dem Gipfel des Kapgebirges, nicht weit von fern salzigen See von Derkos, der nur durch einen höchstens 1000 Schritte breiten Isthmus vom Meere getrennt ist. Derkos! Schon der Marne erinnert an die griechische Antike, mb an den Ufern des Sees legen Ruinen ein beredtes Zeugnis von ber einstigen Glanzz.it ab. In ber Nähe des ,Terkos-Göl", nicht weit von Ajakadin, liegt auch bie Wasserscheide zwischen dem Sck;warzeti Meere unb dem Narmarameere. Lrnnen-Lenilleton. Frau von Stein als Goethes Erzieherin. In diesen Tagen erfef ?int das mit Spannung erwartete Buch, das Houston Stewart Chamberlain Goethe Wibmct. ist ein Buch, bas vorausichtlich in Zunfikrenen manchem Widerspruch begegnen, aber auch durch die Unbefangenheit, mit der Go et les Leden und Schassen darin behandelt ut, viele Freunde sinder wird. So manche Goetl e Legende wird von Ehamber- lain jerstört. Er folgt den Spuren Heinrichs von .stein, wenu er bic berühmte Vorstellung von dem „harinonochen Goethe lur eine Phantasie, unb obendrein für eine schlechte Phantaye, erklärt imb Goethen vielmehr als eine durch unb durch tragbare, eine rastlose Kämpsernatur kennzeichnet. Er wendet Itd) gegen die gleichfalls schon zunr völligen Gemeinplätze gewordene Kn- schonuin, daß Goetl,? ein unphilofophischcr Kopi gewesen iei und eröffnet feine Einblicke in ben Mechanismus, mit dem bieier Riesenlrist arbeitete. „ „ . , . . m Turä aus selbständig behandelt Chamberlain auch ,enes Verhältnis zu Frau von Stein, das ja ein klassisches Problem der Goetheliteratur bildet. Chamberlain nimmt es durch-auS von leiner realen Seite, indem er vor allem teststellt, datz Goethe, als er naa Weimar kam, dort überhaupt keine andere H-rau wnb, an die er sich anschließen konnte, als eben Charlotten von ^tetn. Und btter not'tat ihm der Anschluß an vertraute, tur ihn «ich intercncrciibe Personen, denn nicht allein war das Weimar, in das er kam, das prosaischste Nest, bas man sich beulen kann, sonderi Goethe stieß auch von dem Augenblicke an, als er in Umt unb Würden einrüctte, ans den allgemeinen, orrenen oder heimlichen, in Klatsch unb Kabalen aller Art sich ausdruckeiiden Widerstand der l-Üischen und aristokratisck)en Clique. Liesen Gegnern aber war ei zunächst noch nickt gewachsen, ^.es Fürsten ^Hand allem konnte ihn bud nicht gut halten: er brauchte erne stutze etneii Rücklult, und was er obendrein, unb vielleicht noch mehr al* alle.' andere, benötigte, das war, in jenen Fornten der vornehmeil Ge- sellschist heimisch und ihrer Meister zu werden durch bie er allein seinen höfischen Gegnern gewachten iem konnte. Nit ebenso viel Kenntnis wie tfcmbeit hat nun Chamberlain die Zeugnisse gesanimelt, die dafür sprechen, baß Dichtung bic Beweggründe zu suchen imb, die Gott he Charlotten von Stern in bic Arme geführt haben. „Jie ötein halt imch >me ein Korkswams über dem 'Bann": m dreiem Geitanbni"e »pricht sich deutlich genug aus, wie wichtig ihr EiMlutz damals Goeth..i ershien. Und was ihre Tätigkeit als inne Grziehertn zur „vornehmen" Lebensart anlangt, so licgai auch darüber unziveidcultgc Zeugnisse vor. „Hott' ick, ohne Dich je meinen Lieblingsirrtümern entsagen mögen?" ruft Goethe einmal aus: und als er lerne erste größere diplomatisch. Mission aussühri, schreibt er an Char > lottc mitten unter ben Schilderungen seiner Audienzen und politischen Erlebnisse: „Das danke ich Dir, Liebste, alle Tage, daN ick; Dein geworden bin und baß Du mitt) auss Recht? gebracht last.' Bon derselben Reise aus meldete er: „Ick versuche alles, was wir zuletzt über Betragen, Lebensart, Anstand und Bornehmigkeit abgehandelt haben, lasse mich gehen unb bin mir immer bewußt." Hiernach kann es eigentlich nicht nninber nehmen, wenn in Goethes Bekenntnissen so ost der lltitergcbantc austaucht, dag es nicht ttgentlichc Liebe sei, was ihn nut der Stern verbinde. Bekannt genug sind ja die Verse: „Du. warst in abgelckien Zetten meine Sck>wester ober meine Frau. " Ein anderes Geständnis: Gestern von Ihnen gehend, hab' ich noch) wunderliche, Gedankm gehabt, unter andern, ob ich Sie auch wirklich liebe? ober ob mick Ihre Nähe nur wie bie Qkgcnnart eines io reinen Glases freut, barin sichs so gut bespiegeln läßt." Goethe selbst allo hatte, wie Chamberlain bemerft, in ruhigen Augenblicken cm ganz richtiges Gefühl von ber eigentlichen Natur seiner Beziehungen zu Clarlotte, während cs die dichterische Ekstase, die zur erhöhten Gestaltung seiner Erlebnisse drängende Phantaiie war, die ihn m seiner Poesie ein Idealbild Charlotrcns aurncksten ltetz. Was andererseits das Verhältnis Charlottens zu Goethen angeht, ,o weist El ainberlain auf die kühle Verstandesschanc hin, bie ne, wie er meint, vielleicht von ber schottischen Familie ihrer Mutter ererbt hat Daß sie später gegen Goethe so bitter war, erklärt sich, baraus, baß iic ihm zu nahe gcLomnum ist: ste verlor die Distanz für seine Größe: sie war nicht groll genug, um bem Außerordentlichen gegenüber ihre Ruhe zu Goethes Gefühle für Charlotte scr.ten und tlarten sich, nachdem |ie ihre große Erziehungsaufgabc an ihm Dollcnbet hatte, aber immer blieb er ihr in tiefem Danke verbunden, weil er wußte, was er ihr schuldete, und noch später hat er von diesem „heilig sonderbaren" Verhältnisse gesagt: „Es kann nicht mit Worten ausgebruckt werben." * — Allrussischer Kongreß für Frauenbilbung. Tic „russische Liga für Gleichberechtigung ber Frau" ist im Begriff, noch für (Silbe dieses Jahres einen allrussischen Kongrek für Franenbildung nach St. Petersburg eiuzubemsen und hat die umfangreichen Organisationsarbeiten dazu nahezu vollendet. Aus allen Teilen des Reichs, selbst aus dem fernen Uten, werden Vertreterinnen erwartet, unb man reckmet auf etwa taufenb Teilnehmerinnen, ba fast alle Korporationen, bie für Erweiterung bet Frauenrcckte wirksam sinb, bie Absenbung von Delegierten zugesagt haben. Zahlreick>e Vorträge über alle einschlagenben unb nlfuellcit Fragen sinb bereits angcmelbet. Mit bem Kongreß ist eine Ausstellung geplant, bereu Dauer auf einen Monat bereckmet ist. Sic scheint red t gut beschickt zu werden und sott ein möglichst vollständiges Bild des gegenwärtige» Standes ber Frauenbilbung in Rußland geben. Der jetzige Minister ber VolksaufNärung m Rußlanb steht der Frauenbewegung ronüg sympathisch gegenüber hat bis jetzt zu dem Kongreß keine Stellung genommen. 'a.a besondere Gruppen für Schulhygiene, die in Rußland außerordentlich viel zu wünschen übrig läßt, und für andere Verbeise- rungen im Voltssck ulwesen gebildet worben sind, so hofft man, daß bic Regierung sick nicht ganz müßig zeigen unb sich namentlich nicht so ablchneiib verhalten wirb, baß sic ben Lehrerinnen unb sonstigen staatlichen Angestellten ben Urlaub versagt. Etwas Neues bürsten bic Arbeiten russischer Baumeisterinnen bringen. ff. Eine Japanerin über Japans Frauen. Die japanische Dichterin Akiko Yosano, bic vor kurzem Europa ausgesucht hat, hat, wie ber „Japan Heralb" mitteilt, einem europäischen Interviewer ihre Meinung über Japans Frauen mit» geteilt. Die Europäer, so meinte sie, haben gewöhnlich eine ganz falsche Vorstellung von der japanischen Frau. Ehemals lief bie japanische Erziehung baraus hinaus, bas Mäbchen zum Beruß der Hausfrau vorzubilben. Heute, wo bic wirtschaftliche Lage ganz anbers ist, bereitet Japan seine Töchter baraus vor, baß sie ihren Lebensunterhalt selbst gewinnen können, unb so bilden iid Tausende aus unb werben Aerztinnen, Schriftstellerinnen, Musikerinnen, Beamte usw. Auch anbere japanische Sitten haben sick sehr bem europäischen Vorbild? angepaßt. Noch vor drttßig Jahren verheirattten sich in Japan junge Männer von 17 Jahren mit 13jäl;rigcn Mädchen. Heute müssen bie Pfänner länger studieren, und auch die wirtschastliche Lage schraubt bas Httrats- altcr in bic Höhe. Heute heiratet selten em Mann vor bem 25., eine Frau vor bem 18. Jahre, und bie .Anzahl derer, bie überhaupt nicht heiraten, nimmt mehr unb mehr zu. Daß eine Ehe burch Vermittlung zustande kommt, wie es früher der Fall war, hat sick nur noch bei wenigen Familien erhalten, bic bei den alten Ueberlieferungen bleiben wollen. Heute heiratet die Japanerin genau wie bic Europäerin, ja sogar die japanische Hochzeit ähnelt ber europäischen, man geht in ben Shintotempel und läßt den Ehebund segnen, unb hieraus begibt sich bas junge Ehepaar mit den Verwandten in ein vornehmes Gasthaus. Nur das bleibt noch als Unterschieb, baß die Japanerin sich nicht gegen ben Willen ihrer Eltern verheiratet. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Ter König von Preußen.hat den Kroncn-Orden 4. Klasse dem Ober- ievtitant Grasen v. Limburg-Siirumim Leib-Trag.-Regt. (2. Hess.) Nr. 24, kommandiert bei der Gesandtschaft in Berlin, verliehen. ** Vom Hess. Oberversicherungsamt. Turch Entschließung des Ministeriums des Innern ist Kreisamtmann Tr. Kint scher gen. von Köbkc in Darmstadt zum Mitglied und der Kreisamtmann Regiecungsrat Dr. Reinhart in Darm stadt zum stellv. Mitglied des Oberversichcrungsamls bis auf weiteres ernannt worden. ** Kreisvermessungswesen. Ter Großherzog hat den Geometer 2. Klasse Pet. 2 p a n g aus Gau-Bickelheim zum Kreisgeometergehilsen ernannt. "Das neue Gemeinde st euergesetz, das am 1. April k. IS. ifi Kraft tritt, bringt gegenüber dem jetzigen wesentliche Zlenderunqen, insbesondere für den Gewerbetreibenden. Kaufnlännischer Verein und Gewerbe- verein veranstalten am kommenden Freitag einen anfklären- den Vortrag über dieses Thema. Für die, die zur Abgabe ihrer Steuererklärung aufgcfordert sind, dürfte es sich empfehlen, um Fristverlängerung bei dem Großb. Finanzamt einznkommen, wenn die Frist vorher oblänft. (S. Anzeige). ** Konzertverein. Der Konzertverein veranstaltet sein zweites großes Konzert unter Mitwirkung des Frankfurter Palmengartenorchesters und des Tenoristen Hofopernsänger Robert Hutt am Sonn'ag, 17. November, im Stadttheater. Um auch weniger B.'mi.telten Gelegenheit zum Anhören guter Musik in hervorragend künstlerischen Darbietungen zu geben, stellt der Konz.'rt- verein für die vormittags um 11 Uhr stattfindende Hauptprobe Eintrittskarten für Arbeiter und deren Angehörige zu dem geringen Preise von 30 Psg. zur Verfügung. Tie Inhaber dieser Karten haben Zutritt zum 2. Rang, der ihnen allein und ausschließlich reserviert b eibt. Tie Bi - lette sind nur im Vorverkauf in der Musikalienhandlung von Ernst Challier zu haben und müssen bis spätestens Samstag, 16. November, dort entnommen sein. In der Hauptprobe wird dasselbe Programm wie abends in seiner Gesamtheit zu Gehör gebracht. Es ist anzunehmen, daß diese Gelegenheit von allen denen, welchen sie zugute kommen soll, mit Freuden ergriffen wird. Ter Konzcrtverein kommt mit dieser Einrichtung einem vielfach geäußerten Wunsche entgegen und hofft, daß von ihr ein recht ausgiebiger Gebrauch gemacht wird. • ’ Stad 1 theater. Zur Aufführung der „Brant von Messina" wird nach Angabe von Direktor Stein- goetter eine wuchtige, znm Stil der Schicksallragödie abgestimmte Dekoration von dem Dekorationsmaler des Stadttheaters Karl Schwedler hergestellt. — Zur Feier von Großherzogs Gebnrtstag findet am Montag, den 25. November, eine Aufführung von Gntzkows „K.ö ni g s l c u tu a u t" statt. Für den Nachmittag dieses Tages ist eine Kindervorstellung, „Notkäppchen", vorgesehen. • * Die Anlagemnsik fällt wegen Benrlanbnng der Kapelle des Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm" am Sonntag, den 10. ds. Mts. aus. • • Studentische Unterrichtskurse. Wie schon früher, sollen auch in diesem Semester tvieder Knrse abgehalten werden, in denen Angehörigen der erwerbstätigen Bevölkerung Gießens und seiner Umgebung üonjstubfnten in verschiedenen Fächern kostenlos Unterricht erteilt wird. Besonders sind folgende Kurse vorgesehen: Rechnen (die vier Grundrechnungsarten, Rechnen mit Dezimal- und gewöhnlichen Brüchen, Schlußrechnung); Deutsch (Rechtschreibung, Satzlehre, Auf- say usw.). Englisch, Französisch, Erdkunde, Buchführung und Stenographie werden ebenfalls im Bedarfsfälle gehalten. Dafür sind Führungen und Vorträge allgemein interessierender 9(rt in Aussicht genommen. — Für jeden Kurs, der sich über das ganze Semester erstreckt, wird eine Einschreibgebühr von 50 Pfg. erhoben. Am Dienstag, 12. Nov., findet abends eine einleitende Versammlung statt, zu der alle Interessenten eingelabeu werden. Landkreis Gießen. ^ a. 2 i cf), S. Nvv. Bei der F a 1 a n c n j a g b des Fürsten zu Solms-Lich wurden etwa 260 Hähne geschossen. a. Hungen, 8. Nov. Bei der Bürgeruieisterei meldete sich gesterit ein Obdachloser, «vorauf ihm der dafür zur Verfügung stehende Raum mit Matratze und Decke überwiesen wurde. Ter Bursche, der erst am 4. November aus dem Gefängnis in Gießen entlassen worden war, hatte es aber offenbar wieder nach dem Obdach des Gefängnisses abgesehen, er machte einen Heidenspektakel auf dem Rathaus. Als Ihm das nach einiger Zeit verboten und er auf den Gang befördert tvurde, setzte er dort den Lärm fort nnb drohte, die Fenster einznschlagen. Als der Bürgermeister einschreiten tvollte und die Türe öffnete, warf ihm der Strolch die draußen befindliche, brennende Petroleumlampe entgegen. Glücklicherweise ging die Lampe aus. Nun wurde der Bursche auf die Straße gesetzt, wo er den Lärm fortsetzte. Bald darauf warf er einen Stein durch daS Fenster, hinter dem der Bürgermeister stand. Auch das ging noch glücklich ab, nur war das Zimmer mit Scherben übersät. Der Bursche wurde dem Gericht vorgeführt und hat nun wieder längere Zeit Obdach zu erwarten. — Seit die hiesige Verpflegungsstation aufgehoben ist, kommen Fälle von Obdachlosigkeit öfter vor, anständige Reisende sucht man nach Möglichkeit unterjubringcn Kreis Schotten. • a. Eichelsdorf, 7. Nov Tas H i mm el sb a ch s ch e Sägewerk, das eine Betriebsvergrößerung beabsichtigt und von der Gemeinde außerordentlich hohe Preise für Gelände gefordert erhielt, soll von Eichelsdorf verlegt werden. Tie Stadt Nidda hatte dem Werk, das etwa 60 Morgen Gelände beansprucht, 30 Morgen hiervon umsonst au= geboten, jedoch sind die Bahnanschlußverhältnisse nicht ganz geeignet. Kreis Friedberg. O Friedberg, 7. Nov. lieber den Besuch Finemato« graphischer P o r st c 1 l n n g e n durch lugeudliche Personen hat das Kreisamt kürzlich eine ausführliche Polizeivcrvrd nung erlassen. Danach dürfen Kinder unter 6 Ialwcn überhaupt nicht, jugendliche Personen unter 15 Jahren nur in Be glcitimg von Anssiä IS person en zu linnnatographischen Vorführungen zugelasscn werden. Ohne Begleitung der Ellern, Pfleger oder Vormünder dürfen jugendlich? Personen unter 15 Jahren nur die besonderen Ingendvorstellungen besuchen, die bis abends um 8 Uhr spätestens beendet sein müssen. Nieder Ak ö r l e n , 7. Nov. Mit dem Neubau des ka t holl s ch e n P I n r r h a u s e S ist begonnen worden. Es kommt auf den alten o rieb hoi hinter der Kirche zu stehen. — Eine Versamm lang des Schwe>lrnvereins beschästigre sich unter dem Vorsitz des Pfarrer Sicleiotd) mit der Einrichtung eines Schwestern Hauses. Lae- Gelände- hierfür ist von einem Nieder-Morler Bürger dem Verein geschenkt worden. Nur die Frage der Pflegeschwestern ist schwer zu lösen, ba gegenwärtig großer Mangel an katholischen Schwestern in Hessen ist. m. Ober-Mörlen, 7. Nov. Unsere Gemeinde hat nun ihre so lang ersehnte Wasserleitung. Tas Wasser wird ans Quellen in der Gemarkung bezogen und bringt ohne Pumpstation bis in den 3. Stock. Ter Bezugspreis des Wassers, sür einzelne Häuser ist so gering, wie wohl nirgends in Oberhessen. Ter Minimalsatz ist 3,50 Mk., der Maximalsatz 10 Mk. im Jahr. — Für den Neubau einer katholischen Kirche sind bis jetzt an sreiwilligen Gaben über 30 000 Mk. eingegangen. — Am 14. Tezember findet unsere Bürgermeisterwahl statt. Bürgermeister Gcibel, der seit 9 Jahren seines Amtes waltet und sich große Verdienste um Ober-Mörlen erworben hat, kandidiert wieder. — Als gutes Zeichen für, unsere Gemeinde mag es gelten, daß trotz großer Aufwendungen Wasferleitung, elektrische Anlage, Wegebauten usw. der Steuersatz für Kommunalsteuern im Jahre 1913 auf 93°o stehen bleibt. Nach der letzten Berufszählung bat Ober-Mörlen eine Einwohnerzahl von 2385, die 26 000 Mk. Gemeindesteuern aufznbringen haben. Von der Ausdehnung unserer Gemeinde kann man sich einen Begriff machen, wenn man ci'dfjrt, daß sie mit Feld und Wald in 33 000 Parzellen eingetcilt ist. Tie Gemarkungsgrenze zieht von Rockenberg, Op- vertshoscn, Rieder-Mörlen, Winterstein bis nach dem vreußischen Orte Friedrichstal bei Usingen. — Beim Aufräumen einer Mistgrube sand der Besitzer einen irdenen Topf mit alten Geldmünzen, die die Jahreszahlen von 1640—60 kragen. Vergangenes Jahr wurden in der gegenüberliegenden Langs- torfschen Hofreite ebenfalls beim Aufräumen der Mistgrube eine große Anzahl Silber- und Kupfermünzen mit den gleichen Jahreszahlen gefunden. / Börscn-Bövchcnbericht. — Frankfurt a. M., 8. Nov. Entsprechend der jeweiligen Beurteilung der politischen Lage war die Haltung recht unsicher und schwankend, erst in den letzten Tagen konn.e sich die Ärundstimmung be estigeu, nachdem eine hoffnungsvolle Beurteilung der für die Entwickelung maßgebenden Momente eingetreten war. Ihren Ausgang nahm die Befestigung von der besseren Haltung des Wiener Marktes, die die Kontremine zu Deckungen veranlaßte, denen sich auch einzelne Meinungskäilfe zugesellten, wodurcl die Kurse sich nach oben bewegten. Es machte sich die Anschauung geltend, daß die Bemühungen der Großmächte zur Herbeiführung des Friedens aus dem Balkan auch bei den Gegnern der -Lürfci keine prinzipielle Ablehnung sinden würden, und so blieb die zuversichtliche Beurteilung der politischen Lage übcrwiegeitb. Mit Befriedigung begrüßte die Börse den Ausfall her amerikanischen Präsidentenwahl. Ta die Wahlunruhen nunmehr ihr Ende erreicht haben, erwartet die Börse von der Wahl Wilsons einen günstigen Einfluß auf die New Porker Börse und auf das Wirtschaftsleben der Union. Ob dies zutreffen wird, können erst die nächsten Tage zeigen, zumal der neue Präsident einen ziemlich radikalen Abbau der Schutzzölle durchführen will, um in Die Monovolherrschast der Trusts Bresche zu legen. Bei uns in Teutschland würde man allerdings alwg Anlaß haben, die Rückkehr der Union zu einem gemäßigteren Freihandel mit Freuden zu begrüßen. Tcr zuversichtlichen Haltung der deutschen Börsen leistete weiter die am Londoner und Pariser Geldmarkt ein- getrctcnC Erleichterung Vorschub, da sie die "Gefahr einer abermaligen Heraufsetzung des englischen Bankdiskonts weniger nabe- liegend als bisher ersclincn läßt. Damit erscheint auch die Frage einer weiteren ^Diskonterhöhung der Reich rbank weniger aktuell, indes wäre cs verfehlt, wollte man die weitere Entwicklung der Geldverhältnisse nicht im Auge behalten. Von den einzelnen Berkehrsgebieten ist wenig bemer(en5toertcy zu berichten. Am stärksten waren die Schwankungen an den Spckulationsmärtien, namentlich bei M v n t a n w e r t e n und Schiffahrtsakti en, die im Rahmen von 4—6 Prozent mehrfach ^hin- und hergeworsen wurden, um gegen die Vorwoche um 1—2 Prozent höher zu schließen. Von Bahnen waren Amerikaner und Schantnngbahn gefragt und höher. Banken konnten sich ebenfalls teilweise etwas befestigen. K a f s a - I n d u ft r i c p a pi c r e verkehrten bei geringen Umsätzen in scliwanlender Haltung, doch sind vorwiegend wieder Kursbesserungen zu verzeichnen. Höchster Farbwerke stiegen 121 Prozent. Heimische und fremde Fonds, auch Balkanwerte stellten sich meist etwas höher. PrivatRskont 4'2 1G Prozent. handel. ' ** Konkurse in Hess en. lieber das Vermögen der Firma Friedrich Hörner, 'DlelaUivarcmabnf in Cf feit- bad), und deren Alkeunuhaber Friedrich Hörner, Gürtler in Cfieii- bad), wurde am -5. Olt. Vas Konkursverfahren eröffnet. 'Jledtte- anwalt Tr. Katz zu Offenbach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs'orberungen sind bis znm 13. Nov. bei hem Amtsgericht Offenbad) anzmnelden. — lieber Vas Veruwaen Der Firma I. G. Jacob j u n zu Dar m ft a 0 t wurde am 30. Olt. das Konkursverfahren eröffnet, da toemeinfdnilhtiev feine Zah- lnugsiutfalngkeil Datgetan bat Rechlsanwa-t Landzettel in Tarnt* Habt wurde zmn KonkntSverwaller ernannt. Konkntsforbermtaen sind bis zum 20. November bei dem Amtsgericht Darmstadt I anzumelden. — lieber beit Nachlaß Des Ludwig '1H a n zu Walldorf mürbe am 2. Nov. bas Konkursverfahren eröffnet. Nechtsmuvalt Tr. Diehl in Wroö-O'erau würbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderimgen Und bis zum 20. 91od. beibem ^lmtsgericht Grou-Gerau anzuinelben. — Lieber bas Vermögen des W alter Mels he i m e t, Inhaber einer iPIolor- werkstätte mit Antoyarage zu S d) w a l h e i m , winde am 4. Slov. bas Konkursverfahren eröffnet Rechtsanwalt Dr. Brüdier zu Bad-Nauheim wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- forberimgen sind bis zum 26. November bei dem Amtsgericht Bad-Nauheim auzumeldeu ** Preußisches Vieh wird auf dem nächsten Gießener Markt, der am nächsten Tienstag stattsindct, zum Verkauf kommen. Ein Händler bat vor einigen Tagen einen großen Transport von Rindvieh aus Preußen eingeführt uni» in Ouaran- tänc gestellt, um die Ware auf dem hiesigen Zuchtviehmark aufzutreiben. — 'Eine Anzahl Viehh.tndler (Käufer und Verkäufer), die regelmäßig die Gießener Märkte besncl-en, haben beim Vorsitzenden des Teutsden Viehhändler-Vereins, Taniel-Dierdon, den Antrag eingebrackst, den Gießener^Markt für Käufer und Verkäufer zu boykottieren, wenn die Sperre für Vieh aus Preußen sticht auf gehoben wird. Ferner sollen aber auch alle Märkte in Preußen für den Besuch der Mitglieder desi.Vcreins ausgeschlossen werden, auf denen Vieh aus Hessen ohne Quarantäne zugelasfen ist. Es kommen hier hauptsciclstich in Irage Hanau, Wetzlar und Kirchhain. Märkte. Gießen, 9. Nov. Marktbericht. Auf heutigem Wocbeu- marfte kostete: 9'nlter das Pfund 1.10—1.20 Plk* Hühnereier 1 Stück 10-0 Via., 2 Stück 00 Pfg., Enteneier 1 Stück 10—0 Psq., Gäuseeier 1 St. 20 Pf., Käse bas Stück 6—8 Pfg., Kasematte 2 Stück 5—6 Pfg., Tauben pr Pr. O,mO—l,()0 Pik* Hühner pr. St. 1,00—1,60 Tit, Halmen pr. Stück 0,80—1,80 Mk* Eulen vr. St. 2,00—3,00 Tlf Ganse bas Pfd 75—85 Psg* Cdifenfleifch vr. Pfd. 92—100 'Vfg,. Rludfteisch vr. Pfund 90—94 Pfg., Kuhsleisch 80 Psg^ Schweine- fleisch vr. Pfund 90—110 Pfg., Kalbfleisch vr. Pkd. 92—96 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfd. 70—90 Pfg* Kartoffeln vr. luO Kg. 4.5u bis 5.00 Mk* Weißkraut das Stuck 5 bis 10 Pfg^ Ziviebelu ver Ztr. 4,00—5,00 Pik., Milch das Viter 22 sBfg„ Nüße 100 Stück 50—60 Pfg* ver Ztr. 0—00 Pik* Birnen das Pfund 10 bis 15 Pfg., Aevfcl der Zentner 9 bis 15 Mk. Marktzeil von 8 bis 2 Uhr. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen Bei dem Entgegenkommen, das die Theaterdirek- tion berechtigten Wünschen des Theatcrpnbliknms entgegen-u- brtngen pflegt, darf man wohl hoffen, daß^auch folgend? Bitle der Stubentcnlreiie, die für das Theater ein reges Interesse haben, Bcrüdsick.iigung sinden werde. . - Während die Behandlung der Studierenden durch die -iheater- bireftion im allgemeinen nichts zu wünsch?» übrig läßt, bedarf fic in einer Beziehung einer Neuregelung: so oft nämlich die Tl eaterdiiettion durch Die Teilnahme auswärtiger berühmter Gast- fvieler fid gezwungen sieht, eine Erhöhung der Platzvreise auch der studentischen, vorzunehmen, nimmt )ic den Studierenden das Red i auf hie Vorbestellung von Tl,eaterplätzen und weist sie an die Mendkasse, an der n a et Scklu ß des freihändigen Billctlvcrkauss die unverkauft gebliebenen Billetts von den in langen Reihen harrenden Studierenden erworben werden könnten. Man wird zugeben müssen, daß ein solcher Modus des Billetwerkauss für den Studierenden etwas demütigend ist unb weniger aus eine „Vergünstigung" sür den Studierenden, als vielmehr auf eine solche für die Tirektion hinausläuft, der die unverkauften Plätze angenommen werden. Man stelle sich auch das Bild vor: Ter Studierende opfert eine oder zwei Abenddor- lc)ungen, wirst sich m Gala, eilt zur Theaterkaise, wartet dort geduldig in Reih und Glied bis zmn Sci .usse des Billettverkaufs, um . . um . . . fdstiesstich von der Kassiererin zu erfahr en, daß alle Billetts verkauit wären. Gewiß: auch Tür die Tirektion kommen hierbei wichtige Inter essen in Frage. Allein ein Ausgleick wischen den beiberfeitige» Interessen ist leicht gefunden, wenn Die Tirettion einen der beiden folgenden Vorschlag? annehmen würde: 1. Tie Tirektiov schreibt der Theaterkasse vor, aus eine gewisse Anzahl von Plätze« ). B. 2 Logen, 3 1. Parterre, 5 2 Parterre usw.) Lorbeftell hingen von Studierenden entgegenzunchmen, bezüglich der übrige« Plätze aber die bisherige Verkaufsweise jicizubehalten. 2. Di? Tirektion erhöht die Preis? der von Studenten vorbestellten Billette um 20—25 Prozent gegenüber den für die Abendkasse bestimmtet Preisen für Studierende. In briden Fällen würden die, die dararf Wert legen, rechtzeitig im Besitz eines Platzes zu sein, vorbestelle», der andere Teil, der erst am Tage des Gastspiels seine Entschließu»g treffen will, wie bisher an der Abendkas e seine Bemühungen wm i n Billctt sich nicht verdrießen lassen. Tia.Tireltion würde durch diese Neuordnung eine kaum nennenswerte, wahrsckstffulich aber gar keine Einbuße an Einnahmen erleiden. Spielplan der vereinigten firairfhirter Stadttheater. Opernhaus. Sountaa, den 10. November, uadunillags 3'Uhr: ,Tie ffleber» mau§/ Abeubs 7 Uln : »Der Wideriväusligeu Zälunimg.E Piontag, beu 11. November, geschlossen il. Rühl-Vereuis-Konzert). Dienstag, ben 12. November*): , ie Dame in Rot/ Pstttivoch, beu >3. Nov., abeubs 7' , Uhr: „Der ferne Klaug." Donnerstag, beu 14. 'Jlouembev: „Der Prophet." Freitag, beu lö.'Jloocniber, gefGlosseu .4. PluseumS Konzert). Samstag, beu 16. November: „Ter Wibersväustiaer Zähmung.* Sonntag, den 17. November, nachmittags 3'/» Uhr. .Alt-Wien." '?lbciib5 7 Uhr: „Die lustigen Weiber von Wmdfor/ Piontng, ben 18. November, gefdüosien. Ticiistaq, ben 19. 9lov.1 „Königstinber." Mittwoch, beu ?-'). 91 ov, geschloßen (Bußtag). Schauspielhaus. Sonntag, ben 10. November, nachmittags 3’/, Uhr: „Komtess! Mizzi" ober „Ter Iamilientag." Hierauf „Eine qliidlicbe 6he.' Abends 7 Uhr: Zn Schillers Geburtstag: „Pinna Stuart." Pion- tag, beu 11 Nov.*): „Tas Kälbchen von Heilbronn " Tienstag ben 12. 9lovciiibcr: „EHarleys Tanle." Mittwoch, beu 13. November: „Plorol " Tonnerstaa. ben 4 9loi)cmbcr, abeubs 7‘-.. Uhr: „Lllt- Fraukfurt." Freitag, beu 15. November, abeubs 7", Uhr: Zur isciev von Gerhart Hauviniauus 50. Geburtstag: Zmn ersten Moli: „(Gabriel Schillings Flucht/ Trama tu 5 Akten von Gerl, Hanv- manu. Samstag, Den 16. November: „Tas Käthchcu von Hei- broun." Sountag, beu 17. 9lou, nachmittags 3^ Uhr: „Heimat" '.'lbenbs 7Uhr: „ßiabriel Sdulliugs Flucht." Montag, beu 18. Nov: „Moral." Dienstag, ben 19. November: „Gabriel Schillings Flucht." Pstttwod), 20. November, gesd)losjeu (Bußtag). *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. —■■ । —' !>’♦* nach- A ppyln 'md am 8onntaj, 10. Nov. 1912, stehenden flvl Llü von 1 Vor imua; '»i« 12 . ur nae iy nur tur dringende Fiille s-ch r an zur mH en : D’/u l>r. Steinreich. Neuen Baue 25. Dr. Stuhl. Süd-Anlaee 7. Für dringende Fälle ist Sonatitg, den 10. November. D9/. sicher anzntrefTen : 7ühnor»7f Werth eim, Seltersweg 70. ttdUU 11 ZA Fernsprecher 787 Meteorologische Beobachtungen der Station Sichen. Df w Off E ffff Weller Sa8 S es Bed. Himmck Nov. 1912 7. bis 7. , + 2,r x - 1,0’0. o Ztz es r t» 8. November 8. Hödisle Temperatur am Niedrigste „ „ Siiederschlaq: 1,4 mm. Leicht verdaulich. | Scotts Emulsion besitzt alle die vorzüglichen Eigm- schaften des gewöhnlichen Lebertrans, dagegen feiten feiner Nachteile. Ste ist daher für alle, jung und alt, gleich zuträglich und bekömmlich, deshalb zweifellos * überall da am Platze, wo es auf eine baldige, lauernde Kräftezunahme ankommt. Aber es muß die echte Scotts Emulsion sein! -- E fi| 7t 8d 9. 56,7 12 4,4 88 s 2 10 56,4 12 4 7 95 SSE 2 10 55,9 2.1 5,0 93 S 2 10 Wollen wir nicht endlich Schluss machen? So kann s doch einfach nicht weiter gehen: Tag uni Nacht keine Ruhe, .umefdmürier valö und doch feine eristbaste Krankheit; bellender Hiistcit; Berschteimuna, die sich nigt lösen lötU. Ich denke, wir versuchen s nun endlich aud) einnal mit Jans Lodener Pastillen, bic drüben bei Müllers so ianoö ge wirkt haben, damit du endlich auch wieder Deine N«hlruhe bau u. gesund wirst. Anna man einfach eine Sdjadncl in der Avotbeke ob. Drogerie für W Psg. holen, und bann wollen wir mal sehen, ob wir mit der Quälerei nicht fertig »erden. üarbinen ♦ Dekorationen ♦ Teppiche • Linoleum von über 100 komplett eingerichteten IDohnräumen Carl Stückratb - Möbelfabrik Neubau fiftertneg 47 franko Lieferung Besichtigung erbeten feinste Referenzen Sonntag» nur bei vorheriger Anmeldung sich von der Güte unserer G XJV Proben gratln "W Juslilia Gießen strasse 20 |nh.: J. Güsters strasse 20 Gesr. 1902 :: empfiehlt sich zur r. Gegr. 1902 68381 hl)- Wildfelle 1 Schlicker Itelii ilion Sichen Wir kaufen: bis zu Mk. —.90 per Stück .15 biS Rehselle Vetter Zur Herbst- und ! M hinmä Winten-Saison empfehle 1.45 1.75 2.80 011 fein’- J Geradelialler-Äpparat für Ern achsene u. Kinder bleicht fix! Sclt.ersweR 13. Ecke GoethcNtr. Zu haben in fämtlidien Läden mit nebenitehendem „Su-Sdiild .<<« oder durch untere Agenten »»» toMei Bismarck- teso-Bßreao Bismarck- ,lt, ,6 baldig »u‘ F. Menzel orthopädisches Institut, Frankfurt a.M., Schillerstr.5. Pro schüre, Untersuchung u. Beratung kostenlos, ss31,'* ifichen Eigm- igegcn friw Brenn-Holz per Zentner Mk. 1.15 ans Haus. I.Havvel, Holz-und Kohlenhandlung. 5140 ®15 W 3övic,Trcbcr,Turbaiie, !-»orkcn,Haar Ubrkettcn, Touvct - Lchcitcl und __ Perücken werden bi Hi« anaeiertiat. Spezialität in «rauen und weihen Haaren. 3övfc werden acsarbt. Damen'Kopswaichcn unt Srtiur 1 Mk. bei (Marke Schwan) in Verbindung mit dem modernen Bleichmittel Seifix gibt durch einmaliges viertelstündiges Kochen schneeweiße Wäsche, wie auf dem Rasen gebleicht. Zu haben in allen Geschäften, wo Dr. Thompson's Seifenpulver verkauft wird. — Machen Sie einen Versuch! ss machen,? W Kgg ZS- Julius Rosenthal & (fo» 6738 Krofdoricr Str. 115. IcHbandlnna. Televb. Nr. VS. ÄdtlhM. r: i^ie fieber* 9)lonhfl, >. den 13/JIod, U.Üloueinbtr; it «4. Thifeumg. ^'derlpäiisiiger "c>B 3'/. Uhr von Vindlor.' den 19, Dloo.' n (Außlagj. ll'r: ^omlch oliidliche ®he.’ Llnnrt.' Tlon- n * Tienslaz 12. November K Uhr: ,91(1. Uhr: 8« im erficn 'Uloli: 5n lSerh Hanv. ijdicn von J’ei'- Uhr: ,Heimat/ <1, den IKJIop: chillingsAucht/ in grosser Auswahl j.Xaanjr. Kreuzplatz 10 Marken des Rabatt- Spar-V ereins 6825] Telephon 893 ^rl. Olga Theiss, :: Cafd Metro pol::! empfiehlt siche. Anfertigung künstl. Zähne in Gold u Kautschuk. Kronen- u. Brücken- arbeit., Blomben in Gold, Silber u Porzellan i’ant schmerzloses Zahnziehen Mionendate Behandlung Prompte Bedienung Billige Preise Sprechstunden: Vormittag» von io bu i uy - --- ■ ---- Nachmittags von 2 bis ■ • Bei Rückgrat- Berkrnnlnlnng wirkte mit iibcrrafdicnbcm Erfolg. selbst in den schwersten Fällen, wo nachwcis- lidi nichts anderes mehr bnlf, der Haas'fche patentierte lenkbare RedressioDs- + 2,1’1 - 1,0*0. MWM ■ Hasenselle Man in fette zu Mk. Das Udeal der ßausfrau ilt eine Singer nähmafchine w ff freiff SS --'Ss ^chen, 5.®» dn yte j-treftio, MmvillL 1 c beihnuntn d'e.dik boraif n, Oorbcftdlei, • ^UÄietzüZq ^Übungen w ’.^utbe durch <üer Dr. Thompson s Seifenpulver 1.20 „ Einziehung v.Forderungen aller Art Einholung von Auskünften im In- und Auslande, sowie zur Anfertiffuns von Schriftsätzen, Gesuchen und ZahlnnK*belchlen etc. wm Kulante Bedingungen. Prima Referenzen. PT Äuchweinbar «roße Erfolge. TO__ —.30 „ u 1.40 , „ Wüchse u » 12.— « „ Marder, Iltis u.alle sonst.Felle z.höchlten Tagespreis! Pliiss>Staufef*"KiH klebt, leimt, kittet Alles! Singer Co. nähmetfehinen Bef. Ges. Gieren, blncienplatz 1. 7253 J M 7 Uhr. . Nov. 1912 12 . nr riae-M, v'/u jViaritiltitzWwe.,bgelplati EciueStraußißdBrn,Pleurensßn8lG. prachtvolle Auswahl bei niedersten Preisen. ^SlnPhantasies, Flügel:, Hutnadeln üiulPulz stets reiches Lager. Sami, Seide und Filz! rmen, sowie garn. Hüte. Elegante Felbel und Siidwesler. 0ul-und Ballblumen. direkter Einkauf, daher hiIlig>tc HrciMc . BW Permanente Tnöbcl=HusftcIlung e~i 1. November, 0'/.. eg 70. w Wir bitten Sie dringend $ JK in Ihrem eigenen Interesse m Mr sich von der Güte unserer ..... | filaozeelraller Marte „Saoilas“ $ W zu überzeugen vav d Reformhaus, Kreuzpl. 5 Laferme-Gold Jubiläums CigareÄe Ideale 5Pf Cigarette Blusen- und Kleiderstoffe in grosser Auswahl moderne >ndelstreifen, Kostümstoff HO cm breit. Meter Mk. solide Qualität, 90 cm Kostümstoff breit . . Meter Mk. 3.30 englisch. Genre, 130 cm Kostümstoff . Meter Mk. breit 3.70 schwere Kostumware, Cheviot-raye 130 cm breit, Mtr. Mk. en gl. Art, 90 cm breit Kostüm stoff Meter Mk. Neufang-Herde Edgar Borrmann, Giessen. if>. In einfacher nnd reicher Ausstattung tii’ in Weltbekanntes Fabrikat ersten Ranges Solide Preise . -----------FABBIKLAGBE:----------- KÖLN a. Rh,. Hansaring83 Für slmtllcho Fabrikate: Bewährte Konstruktion Solide Ausführung Prompte Bedienung JUNKER&RUH DAUERBRENNER Infolge ihrer vornehmen Einfachheit die führendenModdle auf dem OfenmarKt NeufangDauerbrand- 'Oefen - Kesselölen Tonolen-Armaturen Einsatz-Oelen Kolonial=Fe[t Deranftaltet von den Abteilungen Siesten bes Deuffdjen Frauenoereins oom Roten Kreuz i bes Frauen-Bunbes der : für bie Kolonien, Eanbesoerbanb Reffen : Deutschen Kolonial'Sefellfchakt am Mittwoch, den 13. November 1Y12, in Steins Saalbau, nachmittags 5 Uhr Feft=Programm 1. Konzert ausgeführt von der Kapelle des Infanterie-Regiments «Kaiser Wilhelm« (2. 6rohh. Ijeff.) Hr. 116, unter persönlicher Leitung des Herrn Obermusikmeisters w. £öber 2. Tanz ausgeführt von Damen und Herren 3. Jung Deutschland in Kamerun wachtparade (Kinderaufführung) 4. Theaterstück n 5. humoristisches lanzduett Von 81/2 Uljr ab Tanz D,/n Crfrifdjungen werben zu mäßigen Preisen gereicht eintritt für ermachsene M. 1.-, für Kinder unter 14 Jahren 50 Pfg. Kaffenöffnung 4>/2 Uhr. Die ÜOrftänbC Allgemeiner Melier Sprachverein Zweigverein Giessen Mittwoch, den 13. November, 8l/2 Uhr abends, im unteren Saale des Cafe Ebel Vor trag von Herrn Geh. Hofrat Prof. Dr. O. Behaghel: D7tl Von deutscher Wortbildung Rechnungsablage und Vorstands wähl. Gäste sind willkommen. Ortsgewerbeverein Giessen v Da am nächsten Freitag, 15. 1. Mts. erst ein aufflärenbev Vortrag über das v°/n Gemeindesteuer gesetz ftattfinben kann, empfehlen wir unseren Mitgliedern die zur Steuereinschatzung schon aufgefordert wurden, bet Großh. Finanzamt (Gartenstr.) um Fristverlängerung einzukommen. Der Vorstand. Sportplatz an der Hardt Sonntag. 10. November 1912, nachm. 3 Uhr: .......MMDI Fuldaer Borrussia I. gegen v°/n Giessener Sportverein v.1900 I. Der Kegelklub „Alle J¥eunu feiert Sonntag, den 10. November im „Pfau" sein diesjähriges Stiftungsfest ■■ verbunden mit Tanz und Preiskegeln. —- Anfang 4 Ubr____________________Eintritt frei Botel Zckütz. Sonntag von 7 Uhr an KONZERT von Mitgliedern der Negirnenls-Kapelle. NW" Eintritt frei! 7149 Cafe Ebel Burggraben Inh.: Karl Ohm Telephon 586 -Weitestes Speisehaus Diner* :: Sonpcra. a la < arte Diverse Vereinszimmer :: 2 Säle für Versammlungen Kommerse, Hochzeiten etc. :: Kegelbahn Billard Jeden Sonn- und Feiertag __ ■ ab6Vs Uhr BORIZCPt ausgeführt von Mitgliedern der Kapelle des Inf.-Regts.116 Entree frei 7421 Entree, frei Klein - Linden. Gasthaus zur Deutschen Eiche. Sonntag, den 10. November: Grosse Tanzmusik. ES ladet höfl. ein 09379 Fritz Krüger- Kimatsirapl Rahnhofstr. 54 . 09414 Bahnhofstr. 54. Eslebedasleben sensationelle Erlebnisse eines Reporters im „Klub der Selbstmörder" in 2 Akten. Auf frischerlat ertappt eine köstliche Komödie. Der tapfere Lokomotivführer amerikanisches Drama. Liebe und Waffen humoristisch. Pathe Journal bringt neues ans aller Welt SWWWWW^WB Tanzmusik Sonntag, den 10. Ott. Gastwirt Bäulke Kaiser Allee 09 a' | Damen-, Mädchen- :: u. Kinder-Hüte :: 73121 verkaufen wir zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Geschw. Sailer Goethestr, 36p. Putz-5alon. Goethestr- 36p, AkMgtsFWK int, wer selbst schlachtet,- auhi Räuchern, Lüften u. Aufbervahrcn v. fleisch' u. Wurst- r waren aller Art ist Tritschler s Nleischräucher bcr^l bctvobrtettc. Uebcrall aufstelld. 78 Grön. AuSführl. Katnl. auch üb. tranöp. HauSbackösen, Heizöfen u. Koch- herbe m. Einrichtg. -um Brotbacken grat. u. frko. u. d. ersten Svczialsirma Hch. Tritschler, Crciifnbrit in Nordwalde, Westfal. (D,9/io Aparte Neuheiten In Kinder-Mäntel /. Kieler und englischen Stoffen. Grosse Auswahl in allen Preislagen .-. Sammet-Mäntel in nur besten Qualitäten Kieler Kleider und Anzüge Turn-Kleider vorschriftsmässig auch 7410) einzelne Turnhosen empfiehlt “Robert Haas Nachfl^. Seltersweg 18. Offizielle Verkaufsstelle: Ernst Challier (Rudolphs Nachfl.) Neuenweg 9 [CVa Mvinkinriruiment OrcKEimola mil weltbekannter Schutzmarke Mulik aller Ländei GeTang allerKünüler vRang Caruto Deflinn • Hempel vi. a.m. im eigenen Heim zxi Hören ,wann und fo oft man will, ermöglicht das vollkommenfle Illuft rierie Preislifte koftenlos. Metzger Weinstube Vorzügliche Küche Prima Natives Austern la. Weine Kronen-Hummer Saft Emil Fischbach Telephon 267 Seltersweg 24 Telephonische Bestellungen werden prompt erledigt 7123 Erdbeer- Himbeer- Kirsch- Sardellenbutter Anchovy-Paste Wild-u.Geflügel-,, Gemüse- Obst- u. Fisch- Tee neuest. Ernte Kakao, Schokolade Vanille fst. Bourbon Weine und Kognaks Schaumwein: Gebr.Hoehl fl. Tafelöl zu Salat und Mayonaise Konserven Spezialität: feine Kaffee’5 aus eigener Rösterei Privat- Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit KarlSchmidt,Tanzlehrer Wctrsteinaasse 31. (230 Privat-Tanzunlerricht TageSz. Tb. Bäulke, Tanzlehrer, Wolsstr. *J. (07582 Damenbinden JESr dehne das Beste N- -f’° -AL •» pilVt* Die näherem per nadljtf * iion l'e|l|teh, kienstag. d Mdallen wer! Insten mirk über . fein Natenalr ru-iichnot u jandlungen Krackt werden San Gin Marquis di laq um 11 Ar m‘b dem etai sticke ab. 2( 15 Ain. ab- Eine neu Tie 'Mdd. Mversiärerung! ^ningsordnung fiSerungsge Ikitlier-Bei «n sind Arbelin Al versickert, Landsahrzeug Die Bis Witter “jorbnetc ger il Mäßigte 3 sM'chrittler, 4: 6 Äzialdemokr I polnische Pol truischm Weiß- krat, drei Mil drei Unparteiis Das ruf $n einem Ivfiung über ba das Ablom '.oiomie der der die russische -Elmgen trete Adelung der Nutzland bot. kommen in se holle, so hab, derhindern, da der chinesische! gieruna zuslan Wie verla Men die niii hoben. Die chg «Äh® s-e dji W ufa Mo Ä" snen, die ^cood) leugne .7? 1 einer r "uhen uicd m ■ I m mit $ i rnrnJ" ,r6t mogm nid) ne heule j K- mein 171 Tn ".erden |iz"- was i ^.unbbe B&. «6 di. 21