en besteht. Die Grenzöffnung würde nur bann gerechtfertigt werden, jpcnn bei uns eine Fleischknappheit, d. h. ein Notstand vorhanden wäre, also zu befürchten wäre, daß bie Vollsernährung gefährdet sei. Tas ist zurzeit aber nicht der Fall. Ter Minister verliest Zahlen, die dies zu beweisen suchen. Aus die Maul- und Klan n- seuchc >oill ich jetzt hier nicht entgehen, dazu wird sich Oki.gen- heit bieten, wenn wir bie Gesetze beraten, bereu Entwürfe Ihnen vorliegen. Tie Maul- unb Klauenseuche geht überall in Hessen beständig zurück. Namentlich in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen. In Rheinhessen war durch Jnsektion 111 Alzen ein kurzes Aufflackern zu beobachten. Aber auch dort gebt die Kurve bereits abwärts. Es wurde hier auch die Lage des Winzer' standes berührt. Tie Regierung solle sich nicht darüber täuschen lassen, ein gutes Jahr könne nicht zehn schlechte wieder einbringen. Tie Großherzogliche Regierung >viro alle Maßnahmen, die auf bie Förderung des Winzerstandes gerichtet sind, unterstützen. (Bravo.) Tie Maßnahme zur Bekämpfung der Reblausschadlinge werbe ich auch hier nicht näher cröncrn, auch baju wird «ich erst später Gelegenheit geben. Ebenso wird uns bei Antrag Diehl Gelegenheit geben, auf bie vom '2lbg. liebel bezüglich der Zulässigkeit des WeuiverschnittS berührte Frage eiuzugehen. Ebenso ist Ihnen in der Thronrede eine Vorlage über die Revision des Jagdgesetzes zugesagt worben. Es ist auch bie Frage angeschnit ten, wie man dem Zigeunerunwesen steuer 1 In allen Teilen bes Schlitzerlanbes haben nur Gendarmerien eingerichtet. Es bars angenommen werben, baß burch bas scharfe Borgel-en bie Zigeuner abnehmen werben. Es barf nicht bas Bestreben der Sicher - heitsbehörben sein, die Zigeuner auf das Nackchargebiet abzu« schieben. Turch scharfe Ueberwachung soll die öffentliche Crb- nung aufrecht erhalten werben. Tiefem Zweck soll auch bie Zentrale für Zigeuner-Nachrichten bienen. Jedes Auftreten von Zigeunern wird der Zentrale mügetcilt, bie die Nachricht sofort an die Aufsichtsbehörden weitergibt. Bei der Zentrale sollen auch die Fingerabdrücke aller Zigeuner vorhanden sein. (Heiterkeit.) Tie Ausweisung ausländischer Zigeuner soll im Wege des Zwange» geschehen. lieber den Stand der Revision der allgemeinen Bairordnung werde ich später Auskunft geben. Eine Tenkschrift über die Bauordnung wird Ihnen demnächst vorgelegt werden. Durch Einschränkung der Bautätigkeit ist eine Ersparnis von über 200 000 Mark erzielt. (Bravo.) Der Abg. Korell hat mit einer Ironie seinem Erstaunen darüber Ausdruck gegeben, daß ich nicht sofort in der Lage gewesen sei, auf seine verschiedenen Bemerkungen zu antworten. Ich will ihm daher den Schlüssel bap anvertrauen. In allen Fällen, in benen eine Anfrage an ben Minister gerichtet wirb, ist es Sitte, diesen vorher davon in Kenntnis zu setzen. Was den zu errichtenden Lehrstuhl für Theologie in Gießen anbelangt, so steht der Staat auf dem Standpunkt, daß bie Freiheit der Wissenschaft unter allen Umstäiiden gewahrt werden nrüsse. Damit ist die Stellungnahme der Regierung auch in dieser Frage riargclcgt. Ter Minister wendet sich dann gegen den Abg. Adelung, der ihm wegen der Verstaatlichung der Polizei in Offenbach Schikane der Gemeinde vorgeworfen hat. Der Minister gibt gewissermaßen einen historischen lieberblick über die Entwickelung der Verhältnisse in Offenbach. Es ist ferner unrichtig, wenn der Abg. Nibelung lagt, daß die seinerzeit zugelassene Einfuhr französischen Viehs in Mainz eine Preisermäßigung für Fleisch herbeigeführt habe. In der amtlichen Erklärung steht ausdrücklich, daß die Preise für Fleisch nicht merklich zurückgegangen seien. Tas Wort merklich hat nun der Abg. Adelung einfach ausgelassen. Der Minister erkennt die Sorge des Abg. liebel für bie Gemeindebeamten dankba, an. Tie Kreisräte werden auch in Zukunft den Wünschen des Abgeordneten entsprechen und für bie Kreisbeamten das ihrige tun. Es wird dann über die Regierungsvorlage betreffend das Brückengeld an der Rheinbrücke bei Mainz abgestimmt. Ter Ausschuß beantragt hierzu: 1. Dem Vertrage mit der stabt Mainz zuzustimmen, 2. zuzustimmen, daß bie Beträge, die nach dem letzten Absatz des Artikels 3 des Vertrages am Baukapital abzuschreiben sind, zur SchuldeMilgung verwendet werden, 3. sich damit einverstanden zu erklären, baß bie süddeutsche Eisenbahngejellschaft die Pflicht zur Einzelzählung von Brückengeld für die auf ihren über bie Rheinbrücke führenden Limen be- iorbcneii Personen nach Vereinbarung mit dem Großherzogliäxm Ministerium der Finanzen, aber nicht unter gültigeren Beding, ungen ablösen kann, als sie der Stadt Mainz in dem Vertrage zugestanden sind, . ,,, 4. der entsprechenden Abänderung des Hauptvoran,chlages für 1912 unter Kapitel 104 -uzustimmen. Der Antrag wird angenommen. Der Antrag Ulrich auf Aufhebung sämtlicher Brückengelder wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt. Abg. Urstadt (Fortschr. Vp.-: Daß zwei Herren anderer Parteien der zwei Stellen der Etatrede unseres Freundes Morell Verlegenheit auf unseren Gesichtern beobachtet zu haben glauben, bewein, daß bie Beobachtungsgabe in unseren Schulen noch lange nicht genug ausgebildet wird. Tie Herren haben gänzlich falsch beobachtet. Wir sind vollkommen einia in der Grundaussa'i'ung, in der Weltanschauung, aus der unsere politische Haltung in den Einzelfragen, auch in der Kirchen- und Schulfrage und in den wiNichanlichen Fragen hervorgeht. ... r Tie drei rechtsstehenden Gruppen sind auch einig, xer Herr •?(b. Winkler erstrebt sogar eine Fusion mit dem Bauernbuno Es wäre eigentlich eine Refusion, meiner Ansicht nach sogar eine Konfusion. Aber der dritte \m Bund, das Zentrum, wirc- schon verhindern. Tte Einigkeit der Rechten ist nur taktisch. Sie entspringt der Gegnerschaft gegen uns, man will die .‘traft, die sich da regt, nicht hoch kommen lassen. (Heiterkeit./ La ben Sie nur, Sie fürchten uns doch. Wir werden ja scheu, wie ihre Einigkeit Stand hall, wenn sie auf eine grundsätzliche Probe gestellt wird. . „ Wenn die Lösung der modernen Kulturprobleme in Angrm genommen wird, n;.rben sie da ihre alten Traditionen ganz vergessen haben. Wenn das der Fall sein sollte, ich Hope etz Ur. 58 Erster Blatt 162. Jahrgang Zreilag, 8. März 1912 Der riehever Lnzelger yj > Ä /x *w<' vezugrvrel»: erscheint täglich, außer ▼ M ▼ nwnatlich75Pl.,viertel- Sonntag?. - Beilagen: M y* Hk yk ▲ ▲ A A M A A. A ▲ ▲ ▲ ▲▲ fäbrlidj l’ t. 2.20; bur4 jfit Alf AM All TityAtAAr ' sä«; VJIVIIVIIVL <4II1VLV1v& wirtschaftlicheAeitfra-en ▼ M V ▼ ■ ▼ W ^F Chefredakteur:A.Goetz. Ferniprech - Anschlüsse: eL Är M Verantwortlich für den für die Redaktion 112, M ee politischen Teil: Auauft fe® General-Anzeiger für Gberhessen LLL- ü"nab"ei^"8nu?ntnc? Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- und Zleindruckerei H. Lange. Redattion, Lrpedltion und Druckerei: Zchuistrahe 7. ’^.&cü'mr den bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschästrstelle Bahnhofstraße (6a. Anzeigenteil: H. Beck. nicht, dann allerdings wäre die Neuordnung des^ Verhältnisses zwischen Kirche und. Staat, zwischen Kirche und Schule ^enk- lich, dann würde mir bangen vor der Revision des Volksschul- gejetzes, trotz der erfreulichen Zusicherungen des Herrn Ministers des Innern in Bezug auf theologische Fakultät. Unseren Standpunkt zur Zollfrage haben wir ort genug onent - lich dargelegt. Korells Auffassung steht nicht nur un tznklang mit unserer Auffassung in Hessen, sondern auch^ rm Reich. lZu' ruf Gothein.) Es ist wirklich ein Glück, datz Sre sich an diese einsame Säule klammern können. Tie Entwicklung steht Nicht still, auch Lei uns nicht. . Viel mehr als die Zollsrage können wir hier un Heimchen Landtag das Bodenproblem beeinflussen. Man hat die Haltung unseres verehrten Führers Gutslestch zu dem Fideikommißstempel gegen uns ausgesprell. Erstens steht die Aeuycrung Gutsleischs gar nicht fest. Wenn der Antrag auf Erhöhung des Fideilommißstempels aufrecht erhalten worden wäre, hätte die Partei sicher danir gestimmt. Ganz entschieden ist aber der Zuruf von nationallibcraler Seite zurück^uwersen „eigene Angelegenheit des Empfängers". Darin liegt eine schlimme Verdächtigung des verdienten.Mannes. Die Herren Nationalliberalen reden immer von positiver Mitarbeit. Nun, wenn em Mann hier im Hause positiv gearbeitet hat, dann war ^r. Gutfleisch. ., . . .. , , Ein großer Nachteil für die Landwirtschaft lind die hohen Boden- und Pachtpreise. Tas schlimmste ist, daß sie im umgekehrten Verhältnis zur Größe der Flächen stehen. Bei Hos Hahna wird Gelegenheit sein, darüber zu sprechen. In Oberhessen ist ein Beispiel Lbbornhofeii . In Lindheim sind die Bauern geradezu von ihrem Produktmittel getrennt. Es herrscht Landnot. Das Pachtland, das die Dorfbewohner früher vom herrschaftlichen Gut hatten, ist wieder ganz dazu geschlagen worden. Ersatz ist gar nicht oder nur zu sehr hohen Preisen zu schassen (70—90 Mark pro Morgen, während der Pächter des fürstlichen Gutes nur 23 Mark zahlt). Nicht einmal Bauplätze können die Einwohner bekommen. Em Mann sollte für 890 Quadratmeter Bauland am Dorf 5200 Quadratmeter bestes Ackerland hergeben. Abhilfe ist dringend not. Sie kann nur auf gütlichem Wege erfolgen. Hoffentlich geht der Herr Abgeordnete Bähr, der einflußreiche Mann der Landwirtschastskammer, Hand in Hand mit der Regierung und legt bei der fürstlichen Gutsverwaltung em Wort em für die Lindheimer.' W i r sind einig in Bezug auf das Bodenproblem und totr sind auch darin einig mit unseren Nachbarn zur Rechten, wenn sie nämlich wirklich anders sind als der Bund der Landwirte in Osteibien. Hoffentlich erblicken sie mit uns. die Hauptaufgabe darin, den Kleingrundbesitz zu stärken. Hoffentlich suchen sie mit uns Mittel und Wege, der Weiterentwicklung des Fider- komrnißwesens entgegenzutreten und es schrittweise abzubauen. Da solls nicht nach der Melodie gehen: „Immer langsam voran." Abg. Schmitt (Zentr.): Wir sind von den Wählern nicht hierhergeschickt, um Reden zum Fenster hinaus zu halten. Wir sollen positive Arbeit leisten und wir haben sie geleistet. Die seitherige Zusammenarbeit der Parteien war dadurch möglich, daß jede Partei, ohne ihren prinzipiellen Standpunkt auszugebcn, sich sachlich an den Verhandlungen beteiligte. Wir werden den Herren der Linken die Freude nicht machen und einen. Antrag für die Konfessionsschule einbringen. Unsere Volksschule ist simultan und soll christlich bleiben. Deri Redner beschäftigt sich nun ausschließlich mit dem Abg. Korell-Königstädten. Dieser Abgeordnete hat Roseggers „Waldbauernbub" erwähnt, den man aus den Schülerbibliotheken entfernt habe. Das Buch in Ehren, aber es sind Stellen darin, die geeignet sind, das religiöse Gefühl katholischer Kinder zu verletzen. Ich will Ihnen zur Erheiterung aus einem Buche vorlesen, das in den Fortbildungsschulen benutzt wird im staatsbürgerlichen Unterricht. Dm Buch hat zum Verfasser einen Herrn Heinrich Andraes. Abg. Schmitt verliest Stellen aus diesem Buche, die die einzelnen Parteien im Reichstage und ihre politischen Anschauungen ohne jede Sachkenntnis behandelii. Redner kommt dann wieder auf den Avg. Korell-Königstädten zurück. Wenn ich mir überlege, von welcher schwindelnden Höhe seiner geistigen Warte er auf seine minderbegabten Gegner sieht, so muß ich lagen, daß ihm jedes Urteil dafür abzugehen scheint, welche Stellung er in diesem Hause einnimmt.» Ich bm lange Jahre in diesem Hause, habe aber noch von keinem politischen Neuling solche überhebenden Reden gehört. Wir haben uns stets von jeder Diskussion serngehaltcn, sobald es sich um irgendeine Angelegenheit handelt, die die evangelische Kirche betrifft. Wir würden uns nie einmischen, wenn vielleicht vom Oberkonsistorium ein Erlaß ausgeht. Wenn ich mir nun vorstelle, wir hätten einen Geistlichen in unseren Reihen, so würde es derselbe aus Gründen der Delikatesse — und vielleicht auch aus taktischen Gründen — unterlassen hier eine Rede über eine Angelegenheit zu halten, die mit der evangelischen Kirche auch nur in losem Zusammenhänge steht, wie es Herr Korell-Königstädten bei der Generaldebatte gemacht hat. Wenn es der katholische Geistliche aber doch tun würde, |o würde ich ihm sagen, halten Sie Ihren Mund, das geht Sic nichts an. Das ist unsere Auffassung. Wir wollen den Frieden. Nun zu dem Motuproprio. Der Gedanke, daß der Klerus einen besonderen Gerichtsstand habe, muß aus- scheiden. In allen Beziehungen, die mit irgendeiner staatlichen Funktion zusammenfallen. hat der Gedanke des Motuproprio keine Geltung. Man räumt dem Oberhaupt unserer Kirche mit Recht einen so großen Einfluß ein, daß schon die Drohung, aus der katholischen Kirche ausgeschlossen zu werden, genügt, den Staatsbürger vor Zwang zu bewahren. Der Abg. Korell-Königstädten aber ist von allen am wenigsten geeignet, diese Frage zur Sprache zu bringen. Diese seine Ausführungen waren von Mißtrauen eingegeben. Daß seine Brust von Mißtrauen erfüllt ist, diese Bescheinigung hätten wir ihm auch so ausgestellt. Wir haben für sein Urteil über unsere Gläubigkeit keine Verwendung. Vom Standpunkt der Gläubigkeit soll man die Ehre seiner Mitmenschen nicht antaften. Und als Gläubiger muß man auch wahrhaftig sein. Abg. Schmitt weist nun auf die Greupnersche Broschüre hin, die eine heftige Kampfschrift gegen Korell-Königstädten ist. Auch den beleidigenden Zwischenruf des Abg. Ulrich („Das hat Ihnen wohl die Mutter Maria suggeriert") berührt der Redner noch einmal und rügt das Verhalten des Abg. Korell-Königstädten, der, nachdem der Abg. Hebel am Tage vorher diesen Zwischenruf nochmals erwähnte und ihn unparlamentarisch als gemein bezeichnete, dem Abg. Ucbel unchristlichen Sinn vorwarf. Tenn ein rechter Christ dürfe nicht Scheltwort mit Scheltwort vergelten. Zum Schluß seiner Rede weift Abg. Schmitt aus den Kalender „Die Scholle" hin, in der ein Artikel steht, in dem die Bombe in der Hand eines Attentäters als überaus nützlich bezeichnet wird. Für diesen Kalender zeichne der Abg. Korell als Mitherausgeber. Schluß der Sitzung 1 Uhr. Fortsetzung 3 Uhr. Au» Sta&t uub Land. (A>iefeen, 8. März 1912. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. Eine arbeitsreiche Sitzung brachte gestern vor allem die Voranfchlagsbercrtung zu Ende. An den Zahlen des Voranschlags wurde nichts geändert, und was an Wünschen vorgebracht wurde, war verhältnismäßig nebensächlicher Bedeutung, so daß die Beratung trotz der im hohen Rate herrschenden Redelust, die allerdings in den meisten Fällen nicht bis zu Wortmeldungen gedieh und sich sozusagen inoffiziell Luft machte, recht flott von statten ging. Ertraglos war sie deshalb doch nicht. Manche beachtens- n-erte Anregung wurde gegeben und wenn auch der Vorsitzende den löblichen Eiser mit dem Hinweis auf die vorher nicht angelündigte Avsicht der Anfrage abzuwehren suchte, so mußte doch vieles notiert werden, um demnächst aus der Mappe des Oberbürgermeisters fröhliche Auferitehung zu feiern. Am meister sprach man über den Vogelschutz und dieser Gegenstaird gab Veranlassung, auch der Feldbereinigung zu gedenken, was allerdings von den meisten nicht mit allzuviel Liebe geschah. Auch eine kleine Auseinandersetzung über den Wert oder vielmehr Unwert der Reichswertzuwachssteuer gab es, ohne daß irgend etwas praktisches dabei herauskam. An den Zahlen des Voranschlags wurde nichts mehr geändert, so daß auch die Steuersätze nicht geändert zu werden brauchten. Außerhalb der Voranschlagsberatung kam es zu einer interessanten Aussprache über mancherlei Kunstbestrebungen. Stadtv. Tr. Sommer hatte nämlich angeregt, eine st ä d t i s ch e Kunstsammlung ins Leben zu rufen, und mit den Sammlungen der Universität in einer Kunsthalle — etwa der Bürgermeisterei — zu vereinigen. Der Gedanke wurde sympathisch ausgenommen, wenn auch eine Bewilligung zunächst nicht erfolgte. Jedenfalls wird er das Gute 5eiligen, daß man sich in der Bürgerschaft mit der Frage, wie Gießen zu einer Kunststadt zu machen ist, beschäftigt und wie in anderen Dingen die private Opferwilligkeit der Stadt die Wege dazu bahnen* hilft. ** Tageskalender für Freitag, 8. Marz. Stadttheater: „Tie Bilosmiutzer", „Ter Barbier von Bernac', .Göttchens Geburtstag". Au'aug 8 Uhr. Naturheilverein: Bortrag von Herrn E. Peters - Neueiihagen: Liebe und Ehe. Abends 8l/i Uhr in Steins Garten. ♦* Mit dem II. Kurs und Kongreß für F a - miliensorschung, Dererbungs- und Regenerationslehre, der vom 9. bis 13. April 1912 in Gießen stattfindet, ist eine Ausstellung verknüpft, die diese Themata mit Beschränkung auf das menschliche Gebiet behandeln soll. Tie Art der Ausstellung soll den Abteilungen I bis VIII des Programms entsprechen, nämlich: 1. Methodik und Vererbungsregeln, 2. normale und geniale Anlagen, 3. abnorme Anlagen, 4. kriminelle Anlagen, 5. Erforschung bestimmter Familien, 6. Vererbungslehre und Soziologie, 7. Vererbung und Züchtung, 8. Regeneration. Es wird gebeten, geeignete Gegenstände, Stammbäume, Ahnentafeln, Familienchroniken, Uebersichten betr. Heredilätserscheiiiungen im Gebiete des Normalen, Genialen, Psychopathischen und L?rimi- nellen usw. für die Ausstellung bis spätestens Ende März einzusenden an die Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen, und Prof. Tr. Sommer alsbald für den anzulegenden Katalog einige Notizen über das zu erwartende Material zu senden. ♦* Gießener Jugendwehr. Am Mittwoch nachmittag sand im Konferenzzimmer des Realgymnasiums eine Besprechung statt, die die Gründung einer Jugend- wchr-Vereinigung für Gießen bezweckte. Es hatten sich dazu zahlreiche Herren aus den verschiedensten Ständen eingefunden, Vertreter des Osfizierkorps, der Lehrerschaft der hiesigen Schulen und von Vereinigungen, die seither schon sich in der Jugendpflege betätigt haben. Tie Anwesenden erklärten sich sämtlich mit der Begründung einer Gießener Jugendwehr einverstanden. In der Jugendwehr soll die Heranwachsende männliche Jugend körperlich und sittlich gekräftigt und auf Ausflügen und Uebungsmärschen herangebildet werden, so daß sie später ersolgreich ihrer militärischen Dienstpflicht genügen kann. Politische Bestrebungen sind in der auf vaterländischer Grundlage stehenden Vereinigung unter allen Umständen ausgeschlossen. Den anderen, sich mit der Jugendpflege und Jugenderziehung befassenden Vereinigungen (konfessionellen Lehrlingsvereinen, Turnvereinen usw.) soll kein Wettbewerb gemacht werden, man will mit ihnen Hand in Hand arbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Die Jugendwebrvereini- gütig wird demnächst sich mit einem Apfruf an die breite Oeffentlichkeit wenden. Sie ist auf breitester Grundlage gedacht, weshalb man den Mindestbeitrag auf 1 Mk. jährlich festgesetzt hat. Den jungen Leuten, denen die praktische Arbeit der Vereinigung gilt, wird kein Beitrag angesonnen werden. Der Vorstand der Vereinigung wurde zusammengesetzt aus Oberst von Trotts genannt von Treyden (Vorsitzender), Major Großmann ^Stellvertreter), Hauptmann Stephan als Uebungsieiter, Hauptmann Schwendy (Stellvertreter), Professor Geyer (Schriftführer», Redatteur Heß (Stellvertreter), Lehrer Lotz (Kassenwart), Kaufmann Vaubel (Stellvertreter), Professor Fuchs, Gewerbelehrer Schramm und Pfarrer Schwabe (Beisitzer). Außerdem wurde eine Anzahl Führer gewählt. Tie Tätigkeit der Jugendwehr wird mit dem neuen Schuljahr beginnen. " Der Prüfung für KreisamtSgehilfen und Kreisamts-Burea u 0 or st e her haben sich u. a. unterzogen und bestanden die Aspiranten Hrch. Muller und Otto S e t t e g a st. ** Die Bewaffnung unserer Schutzleute. Man schreibt uns: Auf den Artikel im Gießener Anzeiger Nr. 67 vom 7. März über die Bewaffnung der Hess. Gendarmerie möchten wir Ihnen ergänzend mitteilen: Das inJhrem Artikel über die Bewaffnung der Gendarmerie Gesagte trifft vollständig zu. Aber wie sieht es bei der hiesigen S ch u tz m annschaft in Bezug auf Bewaffnung aus? Sie ist von amtswegen nur mit dem Säbel bewaffnet, auch im Nachtdienst, der in der Stadt bedeutend gefährlicher ist als auf dem Lande. Also ganz ohne Schußwaffe. J^der Einbrecher der heutigen Zunft ist m* den modernsten Waffen, Browningpistvle usw. bewaffnet, und der Schutzmann, der feine Mitmenschen vor solchen Menschen schützen soll, steht ihm mit dem Säbel in der Hand, ohne Schußwaffe, machtlos gegenüber. Auch hinter dem Schutzmann steht die Familie. Es wäre längst an der Zeit, die Schutz- mannschasi, hauptsächlich im Nachtdienst, nut einer Schußwaffe (Browningpistole) auszurüsten, um für sich und ihre Mitmenschen die nötige Sicherheit gewährleisten zu können. ** Ter Bauersche Gesang-Verein, der am Sonntag, 10. März in der „Neuen Aula" seinen diesjährigen Liederabend abhallen wird, zählt zu den besten hiesigen Gesangvereinen, der numerisch stärkste ist er unbestritten. Stets hat er sich zur Aufgabe gestellt, sein Programm von Mittelware frei zu hatten; so ist auch diesmal von dem Guten das Beste erwählt worden. Namen wie Fr. Langer, M. Filte, A. Kirchal, A. Methfessel, Fr. Schubert, um nur einige herauszugreifen, zählen zu dieien auf dem Gebiete der Männerchor-Literatur und da unterliegt es keinem Zweifel, zumal die Eintrittspreise durchaus bescheiden sind, daß dem wackeren Verein, der sich so oft erfolgreich in den Dienst anderer stellte, nun auch für ein eigenes Unternehmen freundliches Entgegenkommen gebracht wird. •• Die Mitglieder-Versammlung des Lesehalle. Vereins fand dieser Tage statt. Tr. Markert trat an Stelle deL auSscheidenden Geh. Jufuzrats Prof. Tr. Bieriuann in den wiedergewählten Vorstand. Der Vor- atzende Prof. Tr. König berichtete über die allgemeine und ivirtschafttiche Lage des Vereins und dankte den Gönnern. Ter Schriflsührer Tr. Fritzsche stellte fest, daß sich die AuS- leihe nach manchen Schwankungen im erfreulichsten Aufstieg befindet. Der Plan eines Kunsiznnmers am SelterStor wurde erörtert; sodann wurde der Beschluß gefaßt, in den nächurn Monaten für eine beträchtliche Summe Bücher anjui.t affen und den Katalog neu zu drucken. Durch die freundliche Zuwendung eine? angesehenen Mitbürgers sieben dem Verein für diese notwendigen außerordentlichen Ausgaben die Mittel zur Verfügung. •• 93ertrag Keller. Man schreibt un8: Am nächsten TienStag wird der bekannte Pastor Samuel Keller a.,z Freiburg i. B. zwei Vorträge in SteinS Garten halten. S. Keller ist nicht nur als Schriftsteller (unter dem Namen E. Schrill) weithin bekannt, sondern auch als der Verfasfei der von der Stadtimssion in Berlin hecauSgegebenen sonntäglichen Predigt weiten Kreisen unserer Stadt kein Fremder mehr. (Näheres siehe Anzeigen.) ” Die Mitteldeutsche Kreditbank, Filiale Gießen, ist wegen eines Trauerfalles morgen bi5 2 Uhr geöffnet und am Nachmittag geschlossen. •• Ein in Amerika verstorbener Gießener. In Brooklyn ist un 79. Lebensjahre der aus Gießen gebürtige frühere Blechschmied Karl Lö ber, eine namentlich in Säng.r- unb Schützenkreifen bekannte Persönlichkeit, gefiorbcn. Ter Verstorbene, der schon in jungen Jahren nach den Veremigien Staaten auSgewandect ist, war bis an sein Lebensende em treuer Freund aller.deutschen Bestrebungen. "Brand. In einem Garten am Eichweg brannte gestern mittag ein Gartenhäuschen vollständig nieder. Tie Eruntlelungen ergaben, daß ein löjäferiger Bursche von hier den Brand vecurfacht hat. Er hatte mehrere Garten- Häuschen, darunter a»,ch das niedergebrannte, erbrochen und daraus Handwerkszeug und sonst Begehrenswertes entwendet. Rach seiner Angabe hatte er sich in dem GartenhäuSchen eine Zigarre angezündet und das brennende Streichholz in das Stroh gciuorfen. Mit Absicht will er das Häuschen nicht in Brand gefetzt haben. Ec wurde verhaftet. Landkreis Gießen. ---- Langsdorf, 6. März. Gestern abend hielt der Zweig- verein des E v g. Bundes im überfüllten Saale des „Teuinyen Hauses" einen Familienabend. Pfarrer Fritsch- Ruppertsburg hatte einen Vortrag über den Kampf Luthers mit dem Erzbischof Albrecht von Mainz übernommen. Ausgehend von einem Originalbrief Luthers aus dem Familienbesitz des Vortragenden, der auf jenen Kampf Bezug hat — der Brief ging von Hand zu Hand — wußte Pfarrer Fritsch packend jenen Kampf zu schildern, in dem der einfache Mönch zu Wittenberg den mächtigen Erzbischof zu Mainz au Boden rang. Später erzählte der Redner noch von seinen Reisen, die ihn an manche historische Stätte geführt, so an den Genfer See, nach Linz, Böhmen usw., wo einst der Kampf der Evangelischen mit sJloin gekämpft und das evangelische Leben niedergetrelen worden war durch die Gewalt der Gegenresormation. Viel zum Gelingen des Abends trugen die Vorträge des Gesangvereins und die lebensvollen Deltamationen der Schulkinder bei. Mit Tankes, trotten und einem warmen Appell, die Sache des Evaug. Bunde- zu uiiterstützen, schloß Pfarrer Mahr den schönen Abend. -ch. Hungen, 7. März. Bet dem a-l u ßs a) r eiben des hiesigen Stenograph en Vereins Stolze- Schrey für den Anfänger- und Fortbildungskursus erhielten im Korrektschreiben: Herm. Diehl den 1., Fr. Weitzel den 2., Adolf Schneider den 3.. Preis und im Schnellschreiben bei 160 Silben Karl Enders den 1. Preis. Kreis Alsfeld. — Mücke, 7. März. Schon längst trug man sich hier mit dem Gedanken einen Zweigverein des Vogelsberger Höhen-Clubs zu gründen. Um diesen Gedanken zu verwirklichen, ließ Lehrer Roth-Flensungen Einladungen an Bewohner von Mücke und Umgegend ergehen. In großer Zahl erschienen die Geladenen und so konnte die Gründung des Vereins vorgenommen werden. 30 Mitglieder schloffen sich dem Verein sofort an. Zum 1. Vorsitzenden wurde Herr Schmidt-Lardenbach gewählt, zu weiteren Vorstandsmitgliedern die Herren Wittich-Mucke und Noth-Flensungen. Kreis Lauterbach. ~ Grebenhain, v. März. Auf ein falsches Gerücht, das sich gestern vormittag in der hiesigen Gegend verbreitete, wurden im Laufe des Tages mehrere Gendarmen telephonisch hierher beordert, um gemeinschaftlich mit bewaffneten Bewohnern eine Streife n a 4 Zigeunern zu unternehmen, die am Morgen im Walde von Waldarbeitern gesehen worden sein sollten. Sie und der Förster Kaiser aus Bermuthshain hätten in einer Schutzhütte, in der sie ihre Eßwaren ausbewahren wollten, beim Betreten dieser Hütte drei Zigeuner aufgestöbert, die eiligst durch ein Fenster gesprungen und das Weite gesucht hätten. Jrn Verlause der Streife stellte fick aber heraus, daß die ganze Sache nur aufgebauscht und eine Persönlichkeit, die die Zigeuner gesehen yaben wollte, überhaupt nicht zu finden war. Tie Gendarmen wurden am nächsten Morgen, nachdem sie von der Streife ermüdet zurückgelehrt waren, wieder auf ihre Stationen entlassen, Kreis Wetzlar. — Ehringshausen, 7. März. Ter Andrang zu der Krankenabteilung des Kaiserin Vikloria-KrankenhauscS ist so groß, daß eine sofortige Vergrößerung oorgenommen werden muß. Negierungsbaumeister Mai-Steglitz hat schon die Baupläne der Regierung oorgelegt und die Arbeiten sollen io gefördert werden, daß der Betrieb im Erweiterungsbau spätestens am 1. Mai 1913 eröffnet werden kann.' Tie AuS- sührung. ist in der Weise geplant, gleich dem Westflügel einen Anbau nach Osten zu errichten. .......— .i ■ ■ tuitidMffabrt. Frankfurt a. M., 8. März. Nun besitzt Frankfurt endlich einen eigenen ständigen Luftschiffhafen mit großer eiserner Halle für ein Zeppelin-Lmtschiss Tatz Frankfurt, nach dem bahnbrechenden Schritte der Luftschifsahrts-Ausstellung im Jahre 1909 nicht zu den ersten Städten zählte, die einen Luftschiffhafen errichteten, dürfte in erster Linie an der schwierigen Plavfrage gelegen haben. Nun wird man täglich das große schöne >-chm mit all seinen Einzelheiten aus nächster Nähe betrachten, die vielseitigen Vorbereitungen zu einer Abfahrt, Aufstieg und Landung verfolgen können. Ter Luftschiffhafen am Rebstock, der dem Publikum von früh 8 Uhr bis zu der Tunkelheit zugänglich ift, verfügt über eine geräumige Terrasse mit Ausblick nach dem Fluggelände. über Erfrischungsräume usw. Tie Kassen befinden sich an Der Zugängen, auch Wagenkarten werden wieder ausgegeben: die Zufahrt ist wieder, wie bei früheren Veranstaltungen, über Bocken- heim und durch den Siegroalb. GerichtssaaU Graf wolsf-Metternich wegen Zalschspielr vor Gericht. sh. Berlin, 7. März. Zu Beginn der Sitzung gibt der Zeuge Kriminallommissar v. Manteussel auf Veranlassung des Voriitzenden Auskunit Bakkarat und Ecarts. — Es gelangt hier aus Der Fall Tippe zur Erörterung Tippe hat beim Si'ick nut König und Bujes, Den er unter dem Warnen v. Henrich leuncn gelernt Halle, innerhalb kurzer Zeil 80 000 Mk. verloren, wonach ?,r6aitg« , Mädchen, vinltn Mb • j werden. Ässenn.vl' um wieder ^ädriger^ 2{unfi De ,,don,7-M .^uicelan hrdinScoti , jj man iy 1 rem ihrem ihm ab. Inh.: pWatz 2 Aus^b L '' Hab wfirm In z Wilh, kränken. Dieser Vorwurf war gesucbr und an den fcaarcn lterbei- grzogen. Abg. Korell-Königstädteii dolle ohne Namen ?u nennaL icbiflltd) Gerüchte erwähnt und nach deren fHuhtitntdluna öffentlich erflärt, das- er sich freue, d'.e UndeavLndetheit dieser GeruLu iest- ftdlcn zu können Auch box 2(ba Irurfll mit dem von dem Gerücht bctroncncn Herrn pmdnltd) sich auSeinandergesevr wa-. nicht nobel, da« Abg Schmitt letzt nochmals diese erledigte Angelegen- deit heranzog und giftige Pfeile gegen den in der Zen- rrumSparle, fo sehr gehakten Pfarrer Korcll gu senden. Mögen diese Dinge noch passieren — über alles Mab hinaus ging die weitert Anfeindung, die der Abg. Schmitt sich gegen den Abg Korell-Königstädtrn herausnahm, indem er Material auS der von dem böSanigstcn Agitator der Wahlkreise Giehen und Bingen-Alzey verfassten Broschüre entnahm. Das Au'trelen des Abg. edjmiU, die Benutzung der Greupncrschen Broschüre, die Wied-eih-.'lung der Borwürfe aus der Kalendcrichrift „Scholle", die hachiahrende Art, mit der er den evangelischen Abgeordneten untersagen iroflte, über daS Molli proprio deS PavsteS zu sprechen, der schreiende Ion, das erregte Au'denllschschlagen, der Borwuri gegen den ?lbg. Dach auf einen Zwischenruf. das alles führte fiar vor Augen, dab es sich offenbar nicht mehr um die Bekämpfung politischer Ziele, sondern um die Absicht, die Persönlichkeit in den Liaub zu ziehen, bandelt. Dass muh feder verdammen, der noch imstande in, Politik und Persönlichkeit zu krenncn. -Vafci A r> gifitf 16 Vfa. ginAcUhlrf 2" Vig IW \ prrlsrorrt und gkdrauch,fertig sind: und ein Akkord Jesus Margarine von morgens 11 Uhr ab 48 Stück 3. L Stämme: blfi 3. Kl. Frühjahrs-Neuheiten M/z/vga zMMI [1747 ein. S'eleohon 331 TU RK« PABSTs 1 2 1 4 8 900 bis 5. Kl. Kl. Eichen, Aloe, Kiefern, Lärchen, sichten, Eichen, 'hJeiteroiicriAten in $>eflen für SamStag, den 9. März 1912: Trüb. NegeniäUe, mild. 3. „ 7. „ Treffe Dienstag nacht mit gröberem Transport BcWer unö Mülisltrl.Pftrde Allgill gttnsiioti Gienen, Sronksurrer Srrahe 31 Stets frisch erhlltllch In allen einschlägigen Geschäften Alleinige Fabrikanten: Van den Bergh’s Margarine-vOS. In wunderbaren aparten Dessins Cleverstolz ersetzt beste Meiereibutter *Vltello Ist feinster Gutsbutter ebenbürtig Kunst und Wissenschaft. Den Südpol erreicht? [ London, 7. März. Der „Daily Expres," meldet auS Wel- z, ,ton ^lcuseeland^: Der Südpolsorscher Amundsen er- | 1 Kapitän Scott habe den S ü d p o l erreicht. Scotts Gattin Edrtf, als man ihr bai Telegramm vorlegte, sie selbst habe L Lori von ihrem Gatten gehört. Sie warte eine direkte MU- kjiifl von ihm ab. * — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- Hast. In Dresden ist der Physiker Geheimrat Töpler, f.Jeffor an der Technischen Hochsckntle, nach langem Leiden ge- grien 5. 4. 4. 4. 1. 1. chweg btai^ lÜÖnbig >er Burscht C:. "hrert ÄflUd, erbtochtn« enlrotri ; knhäuSchtn ti! eichhoiz m t:; scheit ni^i 3 Nutzholzverkauf au» den Waldungen bei Rordeck. hielt der 8k* I k des „TcMLi I Lutsch.^ || Luthers mit bta I Ausgehrild r:: I ^besitz des 8r, I ■ der Bries I ch packend ian I i) zu Mtvckq I n rang. 2h:: ■ I e^ihn an mir: I See, nach tu; I eliftten mit ä* I eten rootten bc I :l zum Geling I pereins uns te ■ :i. Mit 2 cm'* ■ s Enaiig. Buatä ■ honen Äbend. ! >a)iußscyrei. | :ins vtolzt« dungskursus c- :n 1, Fr. Bkchl nb im SchrL Möbel SleiderschrSnke 18 Mark Waschkommoden 19 Mark Nachtschränke 6.50 Mark Bettstellen 15, 18 u. 22 Mark Matratzen 8.50,15 u. 25 Mark Vertiko 29 Mark Tivan 48 Mark Schreibtisch 40Mk. usw. ae/i Hessische Diöbelhalle Müblstrabe 3 Tiefenweg 4—6 geöffnet. 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März, an Ori und stelle: ug man sich Vt deS Boi,e!?i i diesen ®eban!a gen Sinlflöur;. -hen. In gtoie ite die (MiN Mitglieder schloß» enden rourbt her cstandSniitglii^ igen. ein falscher fr hiesigen Geziv . mehrere, nm gemeiniu- reife nach argen wi sollten. Sie« hatten m ernähren »B» aufgesloben,- b das W •_ stellte iben lvollt^U. Preise em"° ationen enlio'i- £cr AndranS I «9 ***;:. Ltegl'tz h°l - bieArb-'«^ « n kann, 111: . Ja* Wilh. Herbert Inh.: Carl Herbert Marktplatz 2 . zu feiner Wiedcrannit in, bedarf, dabei ist ec> von vrickclndem Wohlgeschmack. Bon zablr. Professoren u.Acrzten glänz, begutachtet. »>L95 Pf. in der Univcrsitäts-Avotbeke zum gold Engel u.in den Troger. (£. Seibel, W- KUbinger, Aug. Roll, Ctto Schaaf u. Ernst Noll.__________ llesmi-ch. Banemkb»e 60 5t 3 M. 703 Feinster Harzkä*e 10«5t.2M.abhteru.Nalbn. E. W. G. Israel, Caffet harten 'c teni 5.? 6 bet . t.n Forstassessor a. D. Bergell alS Zeuge vernommen. Er . auS dem evefüngnis vorgeführt und erscheint mit einem ,M vor Gericht, dast er aber beim fcerantreten an den ablegt. Er schildert zunächst seine Bekanntschaft mit „ v'iw jtorif-König und hebt dann hervor, dast Grai Metterntc. ' Rimlos und vertrauensselig sei. Stuf eine Bemerkung des , -nagten Bujes erklärt der Zeuge noch, dast Bujes weder der i ( noch der yerr sei. der unter dem Tebujes voryestellt würd' ' ' R -A Tr. 3aiW Laben Sie in bezua aut den Grafen rrmch gesagt, der arme Kerl ist total unschuldig? — Zeuge: odl Ter Zeuge gibt schliestlich noch die Erklärung ab, n mit Herrn v. Dippe niemals gespielt habe. Rach der ! -/bmung des LberkellnerS Ziehenberg vom „dotel Astoria" ' ‘ n*r|in, der dem Grafen Metternich einmal 100 Mk. ge» n hat, die er erst nach längerem Warten zurück erhiett, , : ‘lfn die Weiterverhandlungen auf Sonnabend vertagt. vermischte». «Der Hang zum Zuchthaus. AlS in St. Goar ein . hviqes Mädchen seinem Bruder das Essen bringen wollte, , • t e4 auf offener Landstraste von einem Manne überfallen, der z zuerst Geioalt antat und sic bann zu ermorden versuchte. I - Passanten flüchtete der UebeUäter. Es gelang aber, seiner ? ^st zu werden. Es ist ein vor kurzer Zeit auS dem Zucht- [ entlassener Sträfling, der nach feiner Aussage die Tat i i ihrtc, nm wieder in daS Zuchthaus zu kommen, daS er erst r ) itebenjabriger Strafe Pertafi'en habe.___________________________ lQn(, biS 2 U|}{ I 'f&entr. x ■ •f6tn gtij?’ l|ci) in Motte», v Den füei(;r;\ ^tbentenbt n 2. Derbstangen: --------- „ Kickten, __ , .. 3. Reiserstangen: Siänen, 1080 , 4. „ . . Zusammenkunft bei Gastwirt Stelzenbach zu Nordeck, wo auch bet ungünstiger Witterung der Berkaus Uatthnbct. Nähere Auskunft durch den^chuirbeamten^iM^^lv^ Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Giehen. Dor in der gestrigen Sitzung der Ttadtverordneten- Bersammlung festgesetzte Voranschlag der Ttadt Giesteu für daö Rechnungsjahr 1912 'vom 1. Avril 1912 bis (Hide ü'iurz 1913) sowie dte Voranfchläge des etabtcrtociter^ ungofondc', des Elektrizitätswerkes, der städtischen Ltrastenbabn iowie des Gas und Wasserwerks Mr dieselbe Zeit liegen nach Voiichriit des Artikel f« der Stabte- ordnung vom 9. bis einsÄiestlich 16. Marz 1912 auf der Bürgermeisterei — Zimmer 16 — »ur Einsicht der Beteiligten offen. ES wird dies mit dem Anfugen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, dast Einwendungen gegen den- selben binnen gleicher ,>rtst bet und vorzubrtngen sind. 18'/, Herr GerichtSanessor Dr. Leib in Gienen ist zum Stellvertreter des Vorsitzenden des bewerbe- und KauimannSgerichtS Gienen bestellt worden._______IBV, Stabt. Wohnungsnachweis Gießen, Asterweg V. Es sind zu vermieten: m , 1 Wohnung von 10—11 Zimmern, 1 Wohnung von zehn Zimuiern, 1 Wohnung von 5—7 Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, 9 Wohnungen von 5 Zimmern, eine Wohnung von 3-4 Zimmern, 7 Wohnungen von vier Zimmern, 6 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnunt von 2 Zimmern und Kabinett, 2 Wohnungen von zwei Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern ohne Küche, 6 möblierte Zimmer. 1 Zimmer -um Autbewabren von Möbeln, 2 Werkstätten, 3 Vaben, 1 bretstöck. Lagerhaus mit Bferbestall und Heuboden. ___ __ Zu mieten aeiucht: 1 Villa von 10 Zimmern, 27 Wob- nungen von 2—6 Zimmern.____________________» ytädt. Jirbeitsnaefiuleis giessen. Aslerweg v. 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Maurer, Maler, Än'tteicher unb Vadrrer, landwirrschasilicke Arbeiter, Hausburschen, TaZ^hne^ I i Buchhalter, Putz-. Wasch- unb ifa in trauen, 1 tungere? Dienstmädchen, 1 Kindermädchew 1 Kontoristin. Äbrliuge. Bau- und chlaschtnenlchloner, Elektro« techniker, Mechaniker, Kaufleute, Schreiber. .. ■ Gast- und Lckankwirtickastsver»oual: 1 Buyeiter I Kellner, AuShiffskellneL Zapfer. uL"/, miTTElkUne Durch den Wegzug des seitherigen Inhabers des 'Backpulver 01911 Elegante, aus besten Stoffen gearbeitete /fl/VW s s.r Marktstr. 8 Telephon 496 Biograph Plockstraste 12 01900 Plockstraste 12 01891 Jionen wank in Bahnhofstr. 26 Met pichen zerren West-Anlage (17481 West Anlage 7 )u iein, 1625 zur Billard. Tel. 36. Kirchenplatz 11 Operetten-Z 3 Akten von Im vord. Theater Rest. Konzert der Wiener Dameukavellc Presto erleidet der Betrieb der Restauration und des Hotels keine Unterbrechung, sondern wird in lehr ido fjngem " flreiit । ^enarbch g bester Weise forfgeführf. J Frau Ph. 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