Nr. 78 Zweites Blatt 162. Jahrgang Erscheint tii-Uch mit Ausnahme de« LormkagL. Die „Gießener Kamiliendlättrlf werden dem .Anzeiger^ »iermal wöchentlich beigelegt, da- .Jkdsbletl fflr den Kreis Gießen" ireetmol wöchentlich. Die „Lanvwirtjchaftltchev Lett« fragen" erscheinen nwnatlid) iroetmaL Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Montag, April 1912 AstaNonSdruct und 8ex1ag Oer Vrü hl'scheu Unwerüläta • Buch- und dtetnbmdetcL 9L Lange, Gießen. •Ubeftten, Expedition und Druckerei-. 6d)ut* Kraße 7. (Erwebitton und Verlag. 5L Rebafttott-e^lia. Tel.-Adr^AnjetgerDlehen. Teuerung und Beamtenbcfolfrung. Zur Regierungsvorlage über das Tiensteinkommen der hessischen Staatsbeamteir gibt die „Tarmst. Ztg." rnxf) einige ziffernmäßige Erläuterungen und Ergänzungen: Tie Ausbesserung der Tienstbezüge ist in der Regierungsvorlage eingehend begründet durch die Verteuerung der Lebenshaltung seit 1898, dem Jahr, in dem die Besoldungen letzttnalig neu geregelt wurden. Tie Preise für die gewöhnlichen Lebensmittel, insbesondere für Ochsen-, Rind-, Kalb-, Hammel- und Schweinefleisch, Brot, Butter, Milch, Eier und Kartoffeln, sind nach den Veröffentlichungen der Zentralstelle für die Landes-Statistik im Turchschnitt der 18 Kreisstädte — man kann also sagen im Durchschnitt des ganzen Landes — von 1898 bis 1910 im Mittel um 21,3 Prozent, von 1898 bis 1911 um 25,8 Prozent gestiegen. Tic Preissteigerung geht im einzelnen bis 36,4 Prozent, sie beträgt z. B. für die verschiedenen Fleisch-- arten rund 23—36 Prozent, für Butter, Milch und Eier rund 24—26 Prozent. Eine ähnliche Verteuerung zeigt sich in den Preisen für Verbrauchs- und Gebräu chsgcgcnstände. So sind von 1898 bis 1910 die Steinkohlen um 24,9 Prozent, neuerdings sogar weiter im Preise gestiegen. Aehnliches liefet sich für alle anderen Kosten der Lebenshaltung Nachweisen, z. B. für alle industriellen Produkte, für Kleidung, für Honorar des Arztes, für Kosten der Handwerker, Löhne des Arbcits- und Tienstpcrsonals usw. Ebenso empfindlich) wirkt die allgemeine Erhöhung der Mietpreise um etwa 20—30 Prozent seit 1898. Insgesamt ntufe mit einer Verteuerung der Lebenshaltung um 25—30 Prozent seit 1898 gerechnet werden, während das Wohnungsgeld im Jahre 1907 nur eine Verbesserung des Ticnstcinkommens um rund 7 Prozent gebracht hat. Erst die weitere Erhöhung des Tiensteinkommens um 18—23 Prozent würde demnach das gleiche Verhältnis zwischen ihm und den Kosten der Lebenshaltung wieder Herstellen, wie es 1898 durch die Besoldungsordnung geschaffen wurde Wenn die Regierungsvorlage vorschlägt, dieses Mißverhältnis wenigstens einigermaßen auszugleichcn, so durste sie gleichzeitig darauf Hinweisen, daß in ben freien Berufen, insbesondere auf dem ArbeitSmarkt, das Entgelt für Arbeits- und Tienstleistungen sich den erhöhten Kosten der Lebenshaltung angepaßt hat. Tie ortsüblichen Tagclöhne der Arbeiter sind z. B. seit 1898 um 40—42 Prozent gestiegen, die Löhne in den staatlichen Betrieben um 30—50 Prozent, so zum Beispiel im forstlichen Kulturbttri^eb um 38 Prozent, in der Holzhaucrei um 37 Prozent (Stammholz, und 26—28 Prozent (Brennholz), im staatlichen Braunkohlew bcrgwerk Ludwigshosfnung um durchschnittlich 32—55 Prozent (Tagelöhner), 38 Prozent ^Handwerker) und 47 Prozent (Akkord- arbciter), in Bad-Naulwim um 40—50 Prozent. Tic Regierungsvorlage führt weiter aus, daß wegen der verteuerten Lebenshaltung 'm Reich und in den übrigen deutschen Bundesstaaten, auch den kleineren und kleinsten, sowie in den größeren Stadtverwaltttngen, die Tienstbezüge der Beamten, die vielfach schon vorher die hessischen Sätze weit überstiegen, in den letzten 4—5 Jahren erheblich aufgcbessert worden sind. So 1909 im Reich und in Preußen, 1908 in Bayern, Baden und Elsaß Lothringen, 1909 in Sachsen, 1911 in Württemberg, 1907 in Schwarzburg-Rudolstadt und Sachsen- Altenburg, 1908 in Sachsen Weimar, 1909 in Waldeck und Sachsen- Koburg-Gotha, 1910 in Anhalt, Braunschweig, Mecklcnburg- Schaumbnrg-Lippc und Reuß ä. L., 1911 in Oldenburg, Reuß j. L. und Sachsen-Meiningen, für 1912 vorgesehen in Sachsen- Koburg-Gotha und wiederum in Elsaß-Lothringen. Zur Neuregelung des Wohnungsgeldes diente das Material, das durch die Umfrage über den Wohnungsaufwand der Staatsbeamten im Jahre 1908 gewonnen und in der den Ständen übergebenen Denkschrift vom 1. Juli 1909 eingehend bearbeitet wurde Als Grundsatz galt dabei, daß der Wohnungsgeldzuschuß möglichst in allen Orten und bei allen Beamtengruppcn den gleich hohen Anteil (Prozentsatz) des durchschnittlichen Mictaufwairdes decken soll. Tas vorgenannte Material ermöglichte zunächst, die Orte in Klassen zusammenzufassen, in denen der durchschnittliche Mietaufwand der Beamten durchschnittlicher Einheitspreis für ein Zimmer) gleich ist ober in den gleichen Grenzen liegt; es lieferte also die Grundlagen für eine richtige Ortsklasseneinteilung. Hiernach sind die Orte des Großherzogtums in drei (anstatt seither zwei) Klassen eingcteilt worden Klasse I enthält die Orte, in denen der durchschnittliche Einheitszimmerpreis l bezogen auf Mainz = 100) 81—100 Prozent beträgt (Mainz, Offenbach, Darmstadt, Worms): Klasse II diejenigen Orte, in denen dieser Preis sich zwischen 61 und 80 Prozent bewegt (Gießen, Bingen, Friedberg, Bad-Nauhcim, Bensheim, Heppenheim, Alzey und Langen): der Klasse III sind alle übrigen Orte des Großherzogtums zugeteilt, in denen jener durchschnittliche Preis 60 Prozent und weniger beträgt. Es wurde schon hervorgehoben, daß sich der Wohnungsaufwand der hessischen Staatsbeamten wegen ihrer wesentlich geringeren Tienstbezüge nicht mit dem deckt, wie er für die Reichs- und preußischen Beamten in den hessischen Orten ermittelt wurde. Für die Regelung des hessischen Wohnungsgeldes mußten aber die Ermittelungen bei den hessischen Beamten zugrunde gelegt werden, wenn diese auch zu einer etwas anderen Ortsklasseneinteilung führen, als wie für die Reichs- und preußischen Beamten. Tie nun vorgeschlagene neue Ortsklasseneinteiluug dürste auch den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Tie Ortsklasse 1 umfaßt die vier größeren Städte des Großherzogtums, in denen fe&r viele Beamte unter besonders schwierigen Wohnungsverhält- Nlssen zu leben haben. In Ortsklasse II finden sich die mittleren ötabte, bereinigt mit den teueren Orten Friedberg und Bad- Nauheim und denen an der Bergstraße. Hierzu kommen nach den dort gezahlten Mieten noch Alzey und Langen. Diese Otts- naneneintdlung würde sich auch ergeben haben, wenn man die Tur ötc hessischen Beamten 1908 festgestellten Einheitszimmer greife nart) ecr etwas abweichenden Methode hätte ndjten wollen, totc Jte. lur die Ortseinteilung des Reiches angewendet wurde ncuc 2ätzc für das Wohnungsgeld wurden Prozent des durchschnittlichen Mietaufwandes vorgeschlagen, -ta oteier, wie erwähnt, für die einzelnen Beamtengruppen und Ortskia, len einwandfrei festgestellt ist, so ergab sich ohne weiteres der folgende Wo l) n u n g s g e l d t a r i s: Für die Beamten mit Dienstwohnungen soll für die rZolgc die seitherige Di e n st w o h n u n g s m i e t e wegfallen. Andererseits erhalten sic fein Wohnungsgeld. Sic bezahlen also Beamie mit nortjit erreichbarem Gehalt Mk. Ortsklasse I Mk. Ortsklasse II Alk. Ortsklasse III Mk. bis 2000 ...... 330 280 180 über 2000—3000 .... 400 360 260 r 3000—4600 .... 500 420 320 „ 4600-6900 ...... 760 580 430 „ 6000—7200 ..... 1000 770 570 P 7200 ausschl. Ministerial- vorstande ...... 1230 920 700 Ministerialvorstände..... 1800 ihre Tienstwohnung mit 75 Prozent des durchschnittlichen örtlichen Mietswertcs einer Privatwohnung, da ihnen das Wohnungsgeld in dieser Höhe entgeht Es mußte darauf geachtet werden, daß die Verbesserung, die den Beamten ohne Tienstwohnung durch das neue Dohnungsgeld, und denen mit Tienstwohnung durch den Wegfall der Miete hierfür zuteil wird, im ganzen gleich ist. Ties ist im ganzer der Fall, wenn, wie vorgeschlagen, das Wohnungsgeld auf 75 Prozent des durchschnittlichen Mietsaufwands bemessen wird. (Auch im Reich und Preußen deckt das Wohmingsgeld drei Viertel, in Baden sogar den vollen Betrag des durchschnittlichen Miclauswandes.) Tie Dienstwohnungs- inbaber werden durch die Vorschläge um durchschnittlich 5,5 Prozent, die Beamten ohne Tienstwohnung um durchschnittlich 4,1 Prozent höchst erreichbaren Gehalts aufgebessert. Bei allen Beamten stellt sich die Ausbesserung auf 4,3 Prozent durchschnittlich Tie Verbesserung ’ber Gehalte erfordert einen Betrag von 998 957 Mk., so daß mit dem Bedarf für Wohnungsgeld und Wegfall der Tienstwohnnngsmiete insgesamt 1 579 631 Mk. notwendig werden. Hiervon entfallen auf die unteren Beamten (bis 2000 Mk., zusammen 1179>, rund 300000 Mk., auf b i e mittleren Beamten 1180), rund 548 000 Mk., aut die akademischen Lokalbeamten (1047), rund 628 000 Mk., aus die höheren Beamten 1230), rund 181 000 Mark, wobei insgesamt noch rund 79 000 Mk. an Ersätzen durch das Reich usw. abgehen. Von Interesse ist, wie sich nach der vorgeschlagenen Gesamtausbesserung die hessischen Beamten im Vergleich mit denen anderer Staaten stellen werden. Tie Regierungsvorlage gibt darüber eingehende Nachweise. Von besonderem Interesse ist dabei aus mehrfach erwähnten Gründen der Vergleich mit dem Reich und Preußen. Es betragen die Gesamtbezüge an Gehaltsteilen und Wohnungsgcld bei dem Wohnort Darmstadt z. B. für: in Hessen seither | künftig Mk. | Mk. nach den Reichs- und preitB- Sätzen Mk. Diener an Lokalbehörden Ctenerausseher .... Mittlere Lokalbeamte. Akademisch gebildete Lokalbeamte .... ES würden also bie namentlich in ben Anfa im Reich und in Preuße 1380 - 1680 1616—2016 2320-4320 3?«0-6480 unteren Bc ngSbezügcn, ii. 16^6-2025 1898-234'i 2700 - 4900 3784—7240 amten in H vielfach besser 1490—1990 1690 - 2390 2620-5020 3800—80'10 essen künftig, gestellt als Die Einweihung öes Provinzialwasserwerkes Inheiden. G i e ß e n, 1. April. Am Samstag fand die Einweihung des großen Kulturwerkes statt, das die Provinz Oberhessen in den letzten Jahren errichtet hat, ulm einen Teil der Wasserschätze der Provinz nutzbar zu machen, direkt für eine Reihe oberhessischer Geineinden und indirekt durch die Wasserabgabe an Frankfurt, um für die dadurch erhaltenen Summen andere kulturelle Werte zum Nutzen der oberhcssischen Bevölkerung zu schaffen. Hatte sich beim Bau des Werkes die Verwaltung der Provinz als umsichtige Vertreterin der kulturellen und wirtschaftlichen Interessen der Provinz erwiesen, so tat sie das gleiche bei der Einweihungsfeier in Bezug auf ihr Geschick, eine in allen Teilen so hübsche und der Bedeutung des Tages entsprechende Feier vorzubereiten und durchzuführen. Ein richtiger D-Zug, wohl der erste und letzte, der von hier aus nach Inheiden direkt gefahren ist, brachte die Teilnehmer um die Mittagsstunde nach dem bei Trais-Horloff liegenden Werke. Etwa 150 Festgäste hatten sich in dem „Festzug" vereinigt, der in Lich und Hungen noch Zuwachs erhielt. U. a. waren zu der Feier erschienen der Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich, der Graf zu Solms-Laubach, Finanzminister Dr. Braun, der Minister des Innern von Hombergk zu Vach, der frühere Finanzminister Dr. Gnauth, Bürgermeister Geh. Regierungsrat Grimm und Stadtverordnetenvorsteher Geh. Justizrat Dr. Friedleben von Frankfurt, Geheimerat Best, Geheimerat Dr. Breidert, Geh. Bau- rat Prof. Berndt-Darmstadt, die Beamten der Provinzialverwaltung, einige oberhessische Kreisräte, die Mitglieder des Provinzialausschusses und Provinzialtages, die Land- tagsabgg. Brauer, Fenchel, Dr. Weber und Stöpler usw. Am Werke hatte der Ortsvorstand von Inheiden, der dortige Kriegerverein und die Schuljugend Aufstellung genommen. Lehrer Sommer rief den Festgästen im Namen der Gemeinde einen herzlichen Willkommengruß entgegen. Dann begab man sich zu dem von der Firma Jhring in Lich unentgeltlich zur Verfügung gestellten Festzelt, das bei dem heftigen Sturm und Regenschauer einen geschützten behaglichen Aufenthalt bot. Hier nahm Geheimerat Provinzialdirektor Dr. Ufinger die Weihe des Werkes mit folgender Ansprache vor: Sehr geehrte Herren! In zwei Ta^en wird der Vertrag zwischen der Provinz Oberhessen und der Ltadt Frankfurt in £raft treten, nach dem biefer Stabt aus dem Wasserwerk Inheiden täglich 20 000 Kubikmeter Wasser zu liefern sind. In dem Hasten unb Drängen zur Zeit seines Abschlusses ist die Zukunft zu kurz gekommen unb bies müssen Sie heute entgelten. Denn hätte man damals an alles gedacht, bann wäre wohl sicher ein späterer Termin für den Beginn unserer beiderseitigen Vertragspflichten festgesetzt worben. ‘ So mußte der kritische Ensschluß gefaßt werden. Sie zu einer Jahreszeit hierher zu bitten, die diese schon wenige Wochen später an intimen Reizen überaus reiche oberhessische Landschaft, mit ben Ausläufern des Vogelsbergs als Hintergrunb und den durch ben Wasserlauf der Horloff geschaffenen beiden Talwänden als Seiten- lulissen, noch teilweise im Winterschlaf hält, und die deshalb für eine Einweihnngsfeier im Freien nicht gerade als besonders ge eignet bezeichnet werden kann. Wenn Sie trotzdem so zählreich unfercr Bitte um Ihr Erscheinen entsprochen haben, so verpflichtet uns das zu ganz besonderem Dank, den ich hiermit abstatte, und mit dem ich ein herzliches „Willkommen in I nhei den" verknüpfe. Es gereicht dem Provinzialausschuß zur ganz besonderen Ehre, Seine Durchlaucht den Fürsten Karl zu Solms-Hohensolms-Lich, Seine Erlaucht ben Grafen Wilhelm z u Solms-Laubach, Ihre Exzellenzen den Herrn Finanzministcr Dr. Braun, den Herrn Minister des Innern von Homberg! ; u B a ch und den früheren Herrn Finanzminister Dr. Gnauth, sowie die Repräsentanten der Stadt Frankfurt, Herrn Bürgen meister Geh. Regiernngsrat Grimm unb Herrn Stadtverordnete Vorsteher Geh. Justizrat Dr. Friedleben, unter seinen Gästen zu sehen. Wir sind aufrichtig dankbar dafür, baß auch unser früherer Provinzialbircktvr Herr Geheimerat Dr. B r e i b e r t unb der Referent im Ministcriuni bes Innern, Herr Ministerialrat Geheimerat Best, den an sie ergangenen Einladungen entsprachen unb wir freuen uns kürzlich barüber, baß bem Rus, tcilzunehmen an dein in gemeinsamer Arbeit Gesckwffencn so viele dem Provinzialausschuß nicht unbekannte unb im persönlickten Verkehr menge» roorbene Mitglieder der Frankfurter Sladtver- waltung und Stadtvertrctung Folge geleistet haben. Meine Herren! WaS heute hier vollendet unb äußerlich so einfach aussehend vor uns steht, verkörpert eine ununterbrochene, schwere Arbeit von 6 langen Jahren, einen unablässigen Knüpf, um bas einmal gesteckte und nie'aus den Augen verlorene Ziel zu erreichen, sowie die Aussicht auf weitere Sorge und Mühe bis zur endgültigen Festigung des nach verschiedenen Seiten hin noch zu sichernden jungen Unternehmens. Alles, was überwunden tuerben wußte und ^afles, was uns noch bevorstcl;., kann und wird Uns jedoch die Freude darüber nicht nehmen können, daß hier eine Gelegenheit glücklicherweise einmal nicht verpaßt, sondern kühn beim Schopf ergriffen worden ist. Die sich im Ihrem Besitz befindende Densschrift soll Ihnen rein sachlich einen Ueberdlick über den Werdegang und über die ''Ausgestaltung unseres Werkes geben. Sie vermeidet grundsätzlich alles Persönliche, weil wir uns dessen wohl bewußt waren, daß denjenigen, bie hier in jahrelanger Arbeit über den Rahmen amtlicher Pflickstgesckstifte hinaus ober ehrenamtlich ihre Schuldig- keil taten, mit dem Nennen ihrer Namen unb V erbten st e im Wege des Druckes kein besonderer Gefallen erwiesen mürbe. Die baburd) für mich gebotene Zurückhaltung in ber Schrift verpflichtet mich jedoch nickst zur gleichen Zurückhaltung im Wort. Und so habe ich zunächst hier festzustellen, daß es drei Männer sind, mit denen dieses Werk unlöslich verknüpft sein wird und denen es die Provinz Oberhessen in erster Linie verdankt, wenn sie heute ihr Wasser- merf feierlich seinem endgültigen Zweck übergeben kann. Es sind dies die Herren Geheimerat Dr. Breidert, Forstmeister Tr, Weber und Dberingcnicur Müller. Auf Herrn'Forstmeister Tr. Weber ist der Gedanke zurück- zuführen, die Naturschätze ber Provinz in deren Interesse nutzbar zu machen und Wasser an die Stadt Frankfurt zu liefern. Er ist der eigentliche Vater dieses Unternehmens. Seine großzügigen, die materielle Hebung Oberhcssens bezweckenden und mit zäher Energie verfolgten Gedanken fanden in Herrn Geheimerat Dr. Breidert einen unermüdlichen Förderer, der sich weder durch Schwierigkeiten, noch durch zeitweise Enttäuschungen davon ab- halten ließ, sie durchzuführen. In seiner Person waren die Eigenschaften für die Schöpfung eines anfänglich immerhin riskant scheinenden Millionenprojektes in glücklichster Weise vereinigt, nämlich: ein Don einem gesunden Optimismus getragener Unternehmungsgeist, durch nichts zu ermüdende Arbeitslust sowie das Bewußtsein ber auf ihm laftenben schweren Verantwortung, ohne sich baburd) niederdrücken ober Andere von dieser Last etwas merken zu lassen. Ihm zur Seite als Mann der Technil Herr Oberingenieur Müller, der zusammen mit seinem Ehef nie den Glauben an ben enbgültigen Sieg ber auch von ihm verfolgten Sackst verlor unb der, nachdem ber Plan feste Gestalt anzuuehmen begann, bas Projekt aufzustellen, sowie später seine Ausführung zu leiten unb zu überwachen hatte. Diesem Triumvirat, dem in ber Geschichte der Entwickelung Oberhessens für immer ein Ehrenplatz gcsickstrt ist, schließt sich als treuer Mitarbeiter unser Provinzial ausschuß an. Ihm haben in ber Hochflut ber Arbeiten bie Herren Falck, Tr. G u t- fleisch, Kromm, Rabenau, Schabe, Dr. Schäfer, Stahl und Stöpler als Mitglieder, sowie die Herren Dr. B i e r m e r, Georgi, Heyligenftaedt und M e c u m als Ersatzmänner an gehört. Männer von großer Erfahrung, kühler Berechnung, ausgestattet mit klarem Verstand und umfangreicher Sach- und Menschenkenulnis, erfüllt von Liebe zu ihrenr Oberlstssen und seiner Bevölkerung, nickst zu erschüttern im Glauben an die, deren Führung sie sich auf dem einmal für richtig erkannten Weg anvertraut hatten, waren vonnöten. Solche Männer bildeten und bilden unseren Provinzialausschuß. Freude im Gesicht, wenn sie kamen, um über „ihr Wasserwerk" zu beraten, keine Ermüdung in den Augen, wenn sic nach getaner Arbeit gingen. Unb sie mußten während ber 6 Jahre sehr oft kommen und sehr oft recht lange aushalten. Ohne einen solchen Provinzialausschuß war das Vollbrachte nicht zu leisten, mit ihm und mit unserem großzügig denkenden P r o v i n z i a 11 a g ist es geleistet worden und wird noch mehr geleistet werden. Tic Provinzangehörigen wissen, was sic allen diesen Männern schulden und i ch weiß, daß die Mitglieder und Ersatzmänner des Provinzialausschusses! darin nicht nur den Dank, sondern auch den schönsten Lohn für ihre ehrenamtliche Tätigkeit erblicken. Einmal waren sic allerdings ängstlich. Das n>ar ganz zu Anfang, als sie das große Risiko des Unternehmens nicht ohne weiteres auf sich nehmen zu! können glaubten. Die hier neben uns liegende Riedmühle mutzte schnellstens gekauft werden, denn ohne sie war das Werk nickst ausführbar. Beinahe wäre damals das Dichterwort wahr geworden; „Was man von der Minute ausgeschlagen. Gibt keine Ewigkeil zurück." Da sprang der Kr c is a u s sch u ß des Kreises Gießen ein, erwarb die Mühle und übertrug das Eigentum an ihr später auf die Provinz. Dem Kreisausschuß eines Kreises dieser Provinz darf deshalb sein selbstloses Eintreten für die Interessen der ganzen Provinz in einem der kritischsten Augenblicke des ganzen Unternehmens heute nicht vergessen werden. Ich komme nun zu unserem Gegenkontrahenten. Von Beginn ber überaus schwierigen Vertragsverhandlungen an bis heute haben wir in den Vertretern der Stadt Frankfurr nickst nur verständnisvollstes Entgegenkommen, sondern auch recht oft wirksamste Unterstützung gefunden. Für Frankfurt bedeutet das Untere nehmen etwas anderes wie für die Provinz. Was für uns die Wasser abgabe das wesentliche, haben wir, auf die einmal gegebenen Verhältnisse angewendet, mit Lessing gedacht: „Zu viel kann man wohl trinken. Doch nie trinkt man genug," so lag für jenes die Hauptsache in der Pflicht zur Abnahme des Wassers und zur Uebernahmc der daraus für die Frankfutter Allgemeinheit entspringenden Lasten auf eine lange Reihe von Jahren. Die Vertreter der altehrwürdigen Stadt am Main haben mit vollstem Reckst bie ihnen anvertrauten Interessen aufä- Energischste gewahrt. Sie haben uns, wenn wir zu übermütig wurden, durch ihre nickst zu erschütternde Ruhe die Wahrheit der irostteichen Worte Wilhelm Busch's zu Gemüt geführt: „Enthaltsamkeit ist ein Vergnügen, An Sachen, welche wir nickst kriegen." Sie haben aber gleid^eitig das Verständnis für unsere Interessen nie verloren, und so ist es denn ein Hauptverdienst des früheren Herrn Stadtrat Kölle, daß wir trotz aller Fährnisse ein schwer zu steuerndes Schiff glücklich in den sicheren Hasen gebradn haben. Er und der ihm zur Seite stehende Herr Baurat S ch e e I h a a s e haben in keinem Stadium der Verhandlungen auch nur einen Anlaß zur Meinung oder Befürchtung aufkommen lassen, daß man von )eiten der Stabt Frankfurt uns gegenüber nicht mit vollster Loyalität verfahre. Die beiden genannten Herren, sowie der Nachfolger des Herrn Kölle, Herr Stadtrat Franze, haben weshalb nicht nur Anspruch auf herzlichsten Dank, sondern auchi Anrecht auf einen sehr großen Teil des darin zu erblickenden Erfolges, daß dieses ^erf sich sowohl darstellt als sichtbares vermischte» den sei. Der Vertreter von Frankfurt. Verkaufb- schmucken, Zweckmäßigen Ausführung I di £»6° P laifat weisen auf die vor einigen Tagen ge- kenntlich. ' Heute beginnt das Werk, das schon seit Oktober im Betrieb ist, offiziell seine Tätigkeit. Möge es zum Tuchen der Provinz Lberhessen olle daraus gesetzten Erwartungen erfüllen. ______________________________ . Wasser herauszupumpen. * Schülerselbstmorde. Tic letzten Tage haben leider wieder mehrfache Selbstmorde von Schülern gebracht. In Görlitz schoß sich der Untertertianer Krahl vom Reformgymnasium in der Klasse bei der Zensurenverteilung, weil er nicht versetzt worden war, eine Revolverkugel in den Kopf. Er wurde sehr schwer verletzt. — In B o n n e r s ch o ß sich der Primaner © t n - neu, weil er nicht versetzt wurde. — In Saarbrücken wurde ein dortiger Untertertianer am Schanzenberg erhängt Bürgermeister Grimm- Frankfurt übermittelte die Grüße des am Erscheinen verhinderten Oberbürgermeisters Dr. Adickes und dankte für die Einladung und die herzliche Begrüßung. Er sprach seine Freude aus, daß bei diesem Werk Stadt und Land so verständnisvoll zusammengewirkt hätten. Er gab dann einen Rückblick auf die Wasserversor- Wti) und Äld bildenden Landesteil,^ist, sozusagen über NE, der Brennpunkt der wirtschaftlichen ^nteregen innerer Provir^ geworden. Man hat zuweilen darüber gesellen, dasiroit wirtschaftlichen Interessen durch Abgabe von Master arteme außerhalb der roi-weihen Grenzpfähle liegende Stcü>t Man hat dabei kurzsichtig übersehen, daß Leb«issragen heube nicht mehr unter Beobachtung des Territorialttatsprin-i^ getoft werden können, und es war ein Irrtum, wenn."^^Ilimbte, datz heute noch deutsche Männer in Fragen, die das Wohl der Volksgenossen berühren, anders denken, und tob1«™ p Fabrikant: Aurnnt JacobL Oberbürgermeister Hötdes amtsmübe. Frankfurt a. M., 30. März. Oberbürgermeister Dr. Adickes hat folgendes Schreiben an den Magistrat der Stadt Frankfurt a. M. gerichtet: Aus meinem wiederholten Unwohlsein der letzten Jahre ist mir immer stärker und dran- ____s. ' -----k^rslindbeits- Nach dem Frühstück wurde das Werk besichtigt, das allgemein in seiner sch——. "—*— sehr gefiel. (Wir verweisen auf tiie vor einigen Tagen aS brachte ausführliche Beschreibung des Werkes). Nach 4 Uhr brachte der Sonderzug die Festteilnehmer nach Gießen zurück. * Tie Berliner Untergrundbahn unter u.*ti t. c. Nach einer kurzen Pause wurde in der vergangenen Nacht um 12 Uhr mit den Pumparbeiten sortgcsahren, so datz nach einer Drahtnachricht das Wasser voraussichtlich am Sonntag vormittag aus der ganzen Tunnelitrecke Svittelmarkt Leipziger 1 j. Das Wasser ist bereits überall jorocit zurückaetreten, datz die Gleise sichtbar sind. Nach den angestellten Unterftichungen sind die Kabelleitungen und die Stellwerke in Ordnung, so daß nur verhältnismätzia kleinere Ausbencrungen an dem Unterbau der Gleise vorzunehmen sein werden. Man hofft zuversichtlich, daß man damit im Laufe der nächuen Woche fertig sein wird. — Wie am heutigen 1. April gemelbet wird, ist es gestern abend geglückt, auch aus dem tiefttgelegenen Bahnhof Dausvogteiplatz der Berliner Untergrundbahn das letzte Nicht zu vergessen sind schließlich unsere treuen Beamten und Arbeiter, die zum Teil von Anfang an mitgeschafft haben, tum Teil cntsprcclMd dem Fortschritt der Arbeiten eingestellt worden sind. Es sind dies Baugewerksmeistcr Friedrich Schmitt, Maschinenmeister Richard Döltz, vluffehcr Friedrich Adam, Maschinist Stephan Kuhn, Maschinist Wilhelm Gerhardt, Arbeiter Ludwig Sonntag und Wasserwärter Johannes P a r r. Der Provinzialausschuß glaubt den heutigen Tag nicht vorüber^ gehen lassen zu sollen, ohne den zuletzt genannten Mitarbeiten» auch eine sichtbare Anerkennung für ihre seitherigen treuen Dienste «u geben. ES sind deshalb für die genannten Herren Urkunden auSgefertigt worden, die ich ihnen nachher im Namen des Pro- vinzialausschirsscs übevzeben iverbe, und in denen der Dank der Provinz nochmals schriftlich unter Ueberweisung einer Prämie ausgesprochen ist. Endlich noch besten Dank den Herrn Vertretern der Eisenbahnverwaltung dafür, daß wir so überaus prompt und bequem in einem Sonderzug von Gießen hierher und wieder zurückbefördert werden, sowie der P r e s s e für die dem Unternehmen von Beginn ab ununterbrochen gewährte verständnisvolle Unterstützung. Meine Herren! Die Vertretung der territorial größten, an Einwolmerzahl kleinsten und in pekuniärer Leistungsfähigkeit schwächsten der drei hessischen Provinzen hat es als erste übernommen, die Kräfte ihres geographisch und wirtsckiaftlich ein geschloßenes Ganze bildenden Schutzbefohlenen weitgehendst mobil zu machen, um der Provinz Oberhcssen einen besseren Platz an der Sonne zu erkämpfen, wie der ist, den sie augenblicklich noch im Vergleich au den beiden Schwesterprovinzen einnimmt. Der fern in jenen Bergen sich sammelnde Naturschatz ist hier gehoben worden, damit er eine Quelle der Wohl fährt für diese Provinz werden möge. Wenn wir uns auch mit Stolz bewußt fein dürfen, in diesem Werk ein Stück Nationalvermögen geschaffen zu haben, so tragen wir doch schwer sowohl an der Verantwortung, dieses kostbare Gut von jetzt ab als brave Hausväter zu verwalten, wie auch an der unS durch die Verhältnisse einmal aufgezwungenen Pflicht. eS, selbst auf die Gefahr hin hart zu erscheinen, gegenüber Anseindungen, Ucbelnrollcn und ungere^tfertigten Ansprüchen zu verteidigen. Wir bitten unsere Regierung, uns ihre Sympathie und ihre kraftvolle Unterstützung auch in Zukunft zu bewahren. Denn wir können die Hände noch nicht in den Schoß legen und unser Weg ist noch weit. Beginnt doch der von der Ver tretung des Kommunalverbands auf seine Verwaltung zugunsten der Gesamtheit der Provinzangehörigen gezogene Wechsel jetzt erst fällig ^u werden Von Lißberg zunächst hierher gekommen, St uns die Tladü der Verhältnisse, allerdings vorübergehend. »n wieder nach Lißberg zurückgezwungen, und erst über diesen nroeg haben wir den zunächst ruhenden Pol „Wölfersheim" erreicht Voraussichtlich Ändere als nnr werden später den für unsere Arme mit der Zeit wohl zu schwer werdenden Speer wieder nach Lißberg zurücktragen unb die Provinz damit ihrer ersten Lied, erneut zusühren. Tann ivird, wie so oft im Leben, wieder einmal ein KreiSlauf vollendet sein, Iwsteiftlich nicht als „Circulus vitiosus", solidem als Beispiel dafür, daß das Bessere zwar zunächst einmal der Feind des Guten sein kann, das Gute aber deshalb nicht schlecht gewesen, sondem schließlich noch zu dem Recht gekommen ist, das ihm weitblickende Männer von Anfang an Mlgesprochen haben. Ich bin am Schlüsse. Die Gemarkung Inheiden, einst ein wenig bekannter Fleck Erde in diesem, das Bindeglied zwischen Zeichen Der uns verbindenden Interessen, ime auch als Denkmal vertrauensvoller gemeinsamer Arbeit zum Wohle oewec Teilt. Daß der Z i e f bau a d>u 8 uub d« Stabt» er- t, ebneten bet Stabt Sranffurt dem »an ihren Vertretern oor- bereiteten Vertrag ben Sieget der Genetmngung aimebmit faben, verpflichtet nns zu ehrendem Gedenken dieser Körperschaften. D«nn erst diese (Genehmigung hat das Wasserwerk Inheiden ermöglicht. Unser früherer'^FiEzminister, ^zellenz Dr^G n au ui Beginn der Vorverhandlungen ^ar^datz er die nheiden Quellen an denjenigen abtreten werde, den 'dm das Minfttnrum des Innern bezeichnen würde, und inner jetziger ^manzmmftter mnd früherer Minister des Innern, Exzellenz Dr, Braun hat daraufhin die Provinz Oberhessen als inbetracA kommende Körper sck>a st benannt. Die Provinz hat also den Besitz der Hellen auf che Entschlüsse zweier hessischer Flnai^MlNister Suruckzuführen. -Euere Exzellenzen haben damit das fege Berkrauen '"die Stark, und Zukunft Oberhessens nach außen hrn m ebenso unzweidmti^r Weise verkündet, wie es unser Ministerium des Innern durch nehmigung bet zu Zwecken des Unternehmens nötig g€roorbmm Anleiä: tat. Wir danken Ihnen hierfür heute ebenso herzlich, wie Seiner Erzellenr dem Herrn Minister des Innern. öo n .v> o m - Dr. Adickes. wünsche für die glückliche Vollendung des Werkes aus. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß sich alle Wunsche, die an das Wasserwerk geknüpft worden seien, erfüllen mochten und versicherte, daß die Regierung die dem Werk seither I W ass e r. erwiesene Sympathie stets auch fernerhin beweisen werde. Es habe der Tätigkeit vieler Personen und Kräfte bedurft, um die einem einzelnen Kopf entsprungene Idee, die reichen i entfernt sein wird. Wasserschätze der Provinz für die Allgemeinheit nutzbar -u .urückgetretcn, daß die E machen, in die Wirklichkeit zu übersetzen. Unendlich viel ? treue Arbeit sei dabei geleistet worden. Das hier betätigte | Zusammenarbeiten habc gezeigt, daß der Provinzialverband geeignet sei, alle Aufgaben zu erfüllen, die über den einzelnen Kreis hinausgingen. Wie sehr dies der Fall sei, tönne man in allen drei Provinzen sehen. Nirgends sei Stillstand unb überall herrsche das Bestreben, den Wohlstand und die Kultur der Bevölkerung zu heben. Möge aus dem Werk für r.ic Provinz Oberhesten reicher Segen in Jinan- netter und ethischer Beziehung entspringen. Der Groß- Herzog, der dem Unternehmen von Anfaftg an mit größter Sympathie gegenüber gestanden habe, habe ihn beauftragt, allen daran Beteiligten zu danken. Eine besondere Auszeichnung gebühre aber dem Forstmeister Dr. Weber, und er sei Dom Großherzog beauftragt, ihm das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu überreichen, sowie dem Ingenieur Müller in Gießen, dem das Ritterkreuz 2. Klasse dieses Ordens verliehen wor- persönlichen auch noch den Glückwunsch der Provinz Rheinhessen. Er sprach ferner allen, die ihm am An sang der Arbeiten für das Werk zur Seite gestanden hatten, seinen wärmsten Dank aus, namentlich dem Geh. Jüstizrat Dr. Gutfleisch und Baurat Diehm. Mögen alle an das große j Werk geknüpften Hoffnungen in Erfüllung gehen und es; der Provinz Oberhesten stets zum Segen gereichen! Landtagsabg. Brauer gedachte der verdienstvollen Tätigkeit des Provinzialdirektors Dr. Ufinger, dessen Tat- traft das von seinem Amtsvorgänger so verheißungsvoll begonnene Werk so gut vollendet habe. Er hoffe, daß es in ähnlicher Weise gelingen werde, der Provinz den elektrischen Strom zu geben, der namentlich auch dem Klein- Handwerk zugute kommen und es ermöglichen werde, daß auch auf oem Lande Industrie entstehe. Das Fkstfrülistück. Damit war der eigentliche Weiheakt zu Ende. Es folgte ein von der Provinzialdirektion gegebenes Frühstück, das dem Weinwirt Köhler- Gießen alle Ehre machte und bei trefflichem hessischen Tomänenwein und Bordeaux sehr gut verlief. Im Verlaufe des Mahles begrüßte Geheimerat Dr. Ufinger die Gäste, in deren Namen der Fürst zuSolms-Hohen- solms-Lich dantte. Stadtverordneten-Vorsteher Dr. Friedleben brachte in humorvoller Rede der Provinz Oberhessen ein Hoch aus, in das die zahlreich anwesenden Frankfurter Festgäste lebhaft einstimmten. aufgefunden. Kleine Tagerchronil. Ein sehr heftiger Sturm richtete in, der Umgebung von Erfurt großen Schaden an den Obstkulturen an. In Ebingen ist um 5 Uhr früh ein kurzer, aber heftiger Erdstoß verspürt worden. r c . . , Am Samstag früh kurz nach 4 Uhr entstand tn der •strta- Maschinenfabrik E. Georg Semper, G. m. b. H., iN Othmarschen ein Brand, der rasch einen großen Teil der Fabrikanlagen vernichtete. Das Feuer ist aus Brandstiftung eines Schlosserlehrlings zurückzusühren, der auf frischer Tat ertappt und verhaftet wurde. In Nauen stürzte infolge eines überaus heftigen Sturmes gung Frankfurts, die durch den Vertrag mit der Provinz I der große eiserne Turm der Funken st ation em. Per- «TLiXVch- auf ÄrflSM& *Än lÄie Vet fieffUn ÄieruU anUfen «n unb gW habe sie hier, wie schon bei anderen Gelegenheiteii, im ? reichsten Maße gefunden Wie Oberhessen aus anderen ®e-11 — ■■■■ 1 ■ 1 ■ ■ bieten die Nährmutter Frankfurts fei — es beziehe aus I Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauen» Oberhessen allein 81 000 Liter Milch täglich, also etwa diel seuche in Hessen vom 23. bis 29. März 1912. Hälfte seines Bedarfes —, so sei es jetzt auch mit dem' Wasser der Fall, denn ein Sechstel des Frankfurter Wasserbedarfs liefere das neue Werk. Er wünsche, daß beide Teile mit dem Vertrag zufrieden seien, und der Provinz Oberhessen jeder Fortschritt, der ja indirekt auch wieber der Stadt Frankfurt zugute komme. Geheimerat Dr. B r e i b e r t Überbrachte neben seinem KretS: Ain 28. März waren verseucht: Vom 28. bis 29. März ind neu verseucht : Vom 2d. bis 29. März ist die Deuche erloichen in Darmstadt . Arheilgen — — ftensbetm . — — — Dieburg . —— •— — Erbach . . • Hainstadt, Neustadt — — Groß-Gerau Kelslerbach — — beopeiitzeun — — — Offenbach. . Hainstadt, Jügesheim, Klein-Auöeiin, 'Slam- stingen, Neu-Isenburg Weiskirchen Gießen Muschenheim, Harbach —— Muschenheim Harbach AlSield . . . — — Büdingen. . Ranstadt. Leidhecken —— — Friedberg . Nteder-Eschbach, Assen- heim, Okarben, Rod- Heim, Stammheim Nieder- RoSbach Assenheim Lauterbach. — — Schotten. . — — Alainz . . . Bretzenheim — — Alzey.... Heimersheim, Erbes- Büdesheim, Bornheim, Schaihausen, Bermersheim, Lonsheim Bingen . . . Lchtvadenheim — —> Oppenheim GunierSblum, TolgeS- heim, Selzen — Guntersblum Dolgesheim Worms. . . — Osthofen — wesentliche« M'-ment «eine« Leiden« bildet, io ersetzen, le Mutter and Kinder in der Entwicklung iet nie fflr den ■ ibau von höc1 eter Bedeutung. Die HeleneequeHe i«t die e Wildungene und «teht in ihrer überaus glücklichen Zu* 'mg einzig In der Welt da. Man Qbcrzcaea sich hiervon der Analysen, wenn Enatzquellen emp- — achte im eigenen Intereeee genau auf den Namen Helenenquelle. Zu haben in allen Apotheken und Drog"rien. FOretiiche Wildunr-er Mineralquellen, Bad Wildungen. Flaschen« versand 1911, 2 071 167. 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Man : der nächsten Woche lvril gemeldet wird, fltgelegenen Bahnhos iiahn das letzte : Tage haben leider gebracht. In @öfr t Resomgymnasium »eil er nicht versetzt ips. Er wurde sehr der Primaner Soin* Zn Saarbrücken mzenberg erhängt 11 «töt* KLL Ä'fil A-ndL "eb y «Ufen •te’. Meine Ab- rm?e5 65. Se, feit. Aese Per. !? Ije in tzülde *e M meines Neigung der *' he toeiter zu ändern ich daher -d-n Ruh-gch^t 2 3e,iipu>i[t Tötung aus kemer Bersiche- n meinem über « 'Mitarbeitern ferner an dieser ^abt hängen. eiskirchen Assenheim .^uschenhenn Harbach glieber* Rosbach 'v ||,n tinp" als offizielle Zeichnungsstelle entgegen. Die Pfandbriefe sind eingeteilt in Stücken Mk. 100 und mit halbjährlichen am 1. April und Zu jeder weiteren Auskunft sind wir gerne 99.30X netto von Mk. 5000, Mk. 3000, Mk. 20^0, Mk. 1000, Mk. 500, Mk. 300, Mk. 200 und 1. Oktober fälligen Zinsscheinen versehen. »'/« bereit. 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Vermietungen Verschiedenes Mietgesuche Stellengesuche Verkäufe Stellenangebote Grossen-Linden, den 30. März 1912. 2451 Die Beerdigung findet Dienstag, den 2. April, nachm. 3Ve Uhr statt. 2424 2422 Die Beerdigung findet statt: Montag nachmittag 3 Uhr von Hof Grass aus auf dem Friedhof in Hungen. Philipp Engel. Rüddingshausen, den 30. März 1912. ■ . ; r-. ■ 7 ■ und 5 Enkel- Hof Grass, den 30. März 1912. Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden u. Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass heute früh 8 Uhr nach langem Leiden meine liebe Frau Elise Klingelhöffer geb. Ruth im 70. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Oekonomierat O- Klingelhöffer Anna Weiss geb. Klingelhffger Ida Beyer geb. Klingelhöffer Rudolf Weiss, Pächter zu Hof Grass Eduard Beyer, Forstmeister in Babenhausen, Hessen Danksagung Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, sowie den Kriegervereinen Rüddingshausen, Weitersbaia, Odenhausen und Kesselbach, besonders Herrn Pfarrer Bausch für seine trostreichen Worte herzlichsten Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Todes-Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unsere liebe Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter Frau Johannes Menges UOI.W*. Maria, geb. Vellen im 77. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Hierdurch die Trauernachricht, dass gestern nachmittag y23 Uhr unser innigstgeliebter Sohn, Bruder u. Neffe Heinrich Friedrich Rüger im Alter von 71 /, Jahren nach kurzem aber schwerem Leiden sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Rüger. Giessen, Kreuzplatz 7, den 30. März 1912. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus, statt. (2442 mehrere Jahre i ir werden Geschäft tätig und ist durch treue und Arbeit seinen Verpflichtungen nachgekomnr ihm ein ehrendes Andenken bewahren. aus Grossen-Linden. Giessen, 31. März 1912 Samstag, den 30. d. M. verschied st unser Techniker Pädagogium SÄ. 1 Seit 1900: 217 F.injtthr.: 1 IOPrim.7./H.Kl.Pensionat S8*/i Visitkarten billigst Krühr*che Druckerei. Erste Deutsche Automobil-Fachschule Mainz ^hauffeur-^chule. Vom Ministerium ermächtigte Ausbildungsstätte für Führer von Kraftfahrzeugen. Aelteste.s Institut der Welt. Kostenl.Stellennachweis. —Prospektefrei.le31 5 Wir beehren uns hiermit ergebenst bekannt zu geben, dass wir die Vertretung unserer Annoncenexpedition für Giessen und Umgebung der Pfeiffer sehen Buchhandlung Inh.: Otto Pfeiffer, Giessen, Walltorstrasse 21 übertragen haben. hvM, Das unserer Firma seither entgegengebrachte Vertrauen bitten wir freundlichst, nunmehr auf unseren Vertreter Herrn Otto Pfeiffer übertragen zu wollen und wird es dessen Bestreben sein, sich durch prompte, gewissenhafte und billige Bedienung die Sympathie unserer geschätzten Kundschaft zu erwerben. Haasenstein & Vogler A.-G. Aelteste Annoncen-Expedition Frankfurt a. M., den 1. April 1912. Im Anschluss an die vorstehende Bekanntmachung der Haasenstein &Vogler A.-G., Frankfurt a. M. halte ich mich den verehrt Inserenten zur Besorgung etwaiger Anzeigen für alle in Frage kommenden Zeitungen bestens empfohlen und stehe aut Wunsch gerne zu persönlichen Auskünften, sowie zur kostenlosen Lieferung von Kostenvoranschlägen, aparten Annoncen-Entwürfen etc. zur Verfügung. Hochachtungsvoll 1 Pfeiffersche Buchhandlung Giessen, den 1. April 1912. Inh.: Otto Pfeiffer .*. Fernsprecher 342 Corsetten besonders billiges Angebot! Kinder-Corsets Hy^iene-Corsets 95 pfg. »>/. Fritz Rosenbaum Löweugaffe 20 Telephon 692. 47 2.00 2.30 2.50 2.75 2.75 3.50 4.20 Julius Schulze, Kreuzplatz Ausgabe von Rabattmarken des Rabattsparvereins Untertaillen mit reicher Stickerei Strumpfhalter Directoire-Corsets in allen Preislagen ä 4.85 6.50 7.00 höh. frack-Corset Satin Drell mit Spiralfedern Directoire-Corset Satin-Drell mit langen Hüften Directoire-Corset EVpiraUedem und st'ampfhalter' .äeh" Directoire-Corset in weiss^und grau, sehr preiswert. Directoire-Corset creme farbigem Satin-Drell . . . 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