Nr 85 Drittes Blatt 162. Jahrgang Erich ein l klFNch mit Ausnahme »es Sonntags. Die „Gletzenrr FamlNendlStter" werten dem „Anzeiger^ eiermal wöchentlich betgeleft, bai „Knlsblett für bte Kreis Sieten“ jroelmai wöchenlltch. Die „£anörolrt|d)attHd)en leit» fragen" erscheinen msnatlich zwermat. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für (Dberfjeflen Dienstag, 9. April 1912 •UeetUnibcud und Verlag der vröhllcheo UxtiHtftlätl - Vach- unb 6tetnbrudeetL Ä. Lang«. Lietzen. Itrtaftten. Ex»ebitton unb Druderet: Schul- ftrabe 7. Ex»edttion unb Verlag: e»Si 5L ÄMtiorce^lll Tel.-AdruLnjeigerLleben. 1911 im ersten Vierteljahr gestaltet hat: Linie grüne Linie zusammen Personen Die Zahlen zum 10 218 99 Frauen, 793 2. /Januar > Februar Llärz Personen für den Wagenkilometer Januar Februar März 1912 39 315 36 472 39 808 1912 94 661 91527 96 179 Monat 22 503 19196 20 480 1912 55 346 55 055 56 371 1911 73 619 85 073 92 230 s. d. Tag 726 686 661 für das 1911 37 820 34 852 37 .'40 1911 53 799 50 221 54 590 2,3 2,4 2,3 1912 stehen Ein feines zartes Antlitz erhält man durch den täglichen Gebrauch von Myrrholinseisc, die den Extrakt des Myrrhenharzes, ein schon im Altertum berühmtes^, kosmetisches Mittel enthält. 50 Pfg. das Stück. b'T- Ans Stafct und (and. (vtesten, 9. April 1912. von der Straßenbahn. Die Benutzung der städtischen Straßenbahn hat sich im obgelaufenen Vierteljahr gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie zu erwarten war, auf beiden ßinien verstärkt. Es wurden auf der roten Linie 8162, auf der grünen Linie 5283, auf beiden Linien zusammen 13445 Personen mehr befördert als im gleichen Quartal 1911. Zweifellos würde die Steigerung auf der grünen Linie noch um eine Kleinigkeit höher fein, wenn der Autoverkehr Wiefeck—Gießen nicht gewesen wäre. Es must aber von der vermehrten Beförderungszahl aiich in Abzug kommen die durchschnittliche TagcS- befäcderung von rund 3100 Personen, weil 1912 der Februar mit 29 Tagen zählt. Folgende Uebersicht zeigt int einzelnen den Verkehr, wie zelnen verteilte sich wie folgt: Schwimmbad: 3924 Männer, darunter 1039 zu 10 Pfg. , 899 Fratwn, , Wannenbäder 1. Klasse 241 Alänner, er sich 1912 und rote „ 2. „ 793 , 478 Brausebäder 1. Klasse 1188 Männer, 363 Frauen, „ 2. „ 1323 „ 367 Dampf- u. Hertzlustbäder, sowie Massage zus. 169 Männer, 25 Frauen Die Personenwage wurde von 240 Personen benutzt und das Bad leben aufzunehmen- Ter MeiSlmuShalt für 1912 wurde aut 143 900 Mark festgesetzt und die Crrbebung von 50 Prozent Kreis- steuern, einschl. 10 Proz. Bezirkssteuern beschlossen Aus dem Venraltungsbericht ist zu erwähnen, daß die Verlxmdl ungen wegen Verstaatlichung der Ohmtalbahn fortgesetzt iverbeit und mit dem Bau der Wöratalbahn von Olemünden bis MirdüMiii, als Fortsetzung der Bahn Zimntcrsrodc—Geinünden, begonnen wurde. vüchertisch. — Invalidenversicherung. Durch die am 1. Ian. 1912 in .straft getretenen Bestimmungen der Invaliden- und Hinterbliebenenversicherung nach der Reichsversichcrungsordnung vom 19. Juli 1911 sind sämtliche frühere Vorschristen des Invalidenversicherungsgesetzes ausgehoben. Von Herrn W. Sondergeld, Magistralssekeutr bei der Amtsstelle für die Invalidenversicherung, Hannover, Köbelinaerslraße 59, sind die wichtigsten Be- stiminunngen des neuen Gesetzes in einem kleinen 30 Seiten um fassenden Büchlein zusammengestellt, um die Arbeitgeber und Ver sicherten auf die Rechte unb Pflichten hinzuweisen, und sie vor Schäden und Nachteilen zu schützen. In dem Büchlein sind'außerdem die Schriftstücke näher bezeichnet, welche bei Stellung eines Antrages auf Alters-, Invaliden- oder Hinterbliebenenrentc eingereicht werden müssen. Gegen beftel(gdt>fceie Einsendung des Betrages und des Portos erfolgt Zusendung. Vierteljahr 16'.772 158616 115 59a 110312 282367 2' 8 922 Im 1. Vierteljahr täglich im Durchschnitt beförderte Personen: 1912 1911 3100 2910 Das bessere Ergebnis des 1. Vierteljahrs gegenüber dem Vorjahre zeigt sich auch in der Einnahme, die 1912 Mk. 27 470 und 1911 Mk. 26 126 beträgt. Auch von der Mk. 1344 betragenden Mehreinnahme im laufenden Jahre muß, weil 1912 ein Schaltjahr, der Durchschnitt einer Tageseinnahme mit rund Mk. 300.— in Abzug kommen, wenn man das tatsächliche Ergebnis der Straßenbahn im 1. Vierteljahr 1912 mit dem Ergebnis 1911 vergleichen will. — Interessant sind auch die folgenden Mitteilungen über die Straßenbahn auS Sport. O st h e i m , 3. April Heute fand die 2. lokale Jugend- Zuckt-Suche, veranstaltet von der Ortsgruppe „Oberhessen" des Gisfron-MubS statt. Zusammenkunft war vormittags 9 Uhr im Gasthaus Muller. Hier wurden die Preisrichter, Miftc und Teilnehmer begrüßt, sowie die Hunde verlost. Preise waren zu erkannt: ein 1. Preis mit 100 Mark und ein Ehrenpreis« des Herrn von Mezev Hegensdorf preis), ein 2. Preis mit 75 Mark und Ehrenpreis der Ortsgruppe „Thüringen", ein. 3. Preis mit 50 Mark und Ehr. weis des Herrn Melchior Ost- beim b. H.), ein 4. Preis mit . > Mark. Ferner ein Führer- Preis des Herrn Kantz-Bingenheiin, 3 Ehrenpreise für die besten Leistungen bei der freiwilligen Ranbzeugprüfung. Lobende- Er- walnkiingen sanden statt nach Ermessen der.Herren Preisrichter. Al letztere ftingierten Elansius-Ofoddelau, H. Hcddcrich-Rüssels- heim und Mclchior-Osthcim bei Hanau. Erschienen wnrew 9 Hunde, 11 gemeldet. Den 1. Preis und Ehrenpreis erhielt Magda Planig: Züchter Förster Wehr Planig: Besitzer Graf Kerssendorf, Kgl. Oberförster, Brandoberndorf i. T.; Führer war Förster Dennige' Dornholzhausen. Der 2. Preis wurde geteilt und bekam den 2a. Preis nebst Ehrenpreis Jla v. Schaufeld:: Besitzer Herr H. Schimpf Ostheim b. H.; Jla ist Hündin, Grau mit Braun, gern. 1. Mz. 1911, vom Ingo v d. Heideourg aus ,Wttt)»Urinu; Züchter K. Wahl-Hannover: Besitzer und Führer Hch. Schimpf» Ostheim bei Butzbuch. Auch der 2. Führerpreis wurde demselben erteilt. 2 b. Preis betau Rolf v. Laucnb-urg: Besitzer R. Mittel in Ober-Mockstadt. 3a. Preis errang Easchou v. Moguntia. Züchter E. Werl^-Hötensleben: Führer Förster Flor Langd b. Hungen. 3 b. Preis Frwea: Besitzer Kantz-Bingeul-eiin. Ebenso der selbe den Führerpreis, von Herrn H. Schimpf gestiftet. — la. Preis betau Liesel: Züchter Reif-Beienheim. Besitzer Hammel-Staden. 4b. Preis Lotte aus der Wetterau: Züchter .stantz-Bingenheirn: Bescher und Führer Becker üt Wo hu seid (Ob.- Hess.). — 1. Preis auf Raubzeug erhielt Lady vom Waldes- forst: Besitzer Lehrer Burck-Walderlenbach i. O.: Führer Förster Tönninger-Dornholzhausen. 2. Preis auf Raubzeug erhielt Herr H. Schimpf hier mit seiner Jla v. Schaufeld. 3. Preis ans Raubzeug erhielt Easchou v. Moguntia. — Sehr lobende An- (Trennung hielt Lad yv. W. und Juno aus der Wetterau auf Suche, Uni 5 Uhr nachnnttags wurde die Suche unter gegenseitigen Tankeswvrten und Beglückwünschungen beendet. «Vergleich noch nicht zur Verfügung. ** Volksbibliotheken iin Großherzogtum Hesfen. Die Gesellschaft für Verb reitu n g von Volksbildung hat im Großherzogtum Hessen in den letzten 5 Jahren 1221 Volksbi blrotheken mit 25939 Bänden d egründ et und unterstützt. Es erhielten IBücherznwcndungen in den Jahren: 1907 172 Bibliotheken 3413 Bände, 1908 231 Bibliotheken 5002 Bände, 1909 310 .Bibliotheken 6085 Bände, 1910 263 Bibliotheken 6265 Bände, 1911 245 Bibliotheken 5174 Bände, in fünf 'Jahren 1221 Bibliotheken 25939 Bände. Die Gesellschaft gibt gegen mässige Jahresbeiträge Wanderbibliotheken und E i g e n b ü ch e r e i e n jm Werte von 60 bis 200 Mk. ab Die Wanderbibliotheken können alljährlich bei völlig freier Dahl neuer Bestände aus dem ütrtalog der Gesellschaft iun- getauscht werden. Die Eigenbüchereien werden in vier Jahren freies Eigentum der Gemeinden. Anträge sind zu richten an die (Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung, Berlin NW. 52, Lüneburger Straße 21. Von der Geschäftsstelle werden orientierende Drucksachen kostenfrei versatrdt. *’ Verkehrsverein. Man schreibt uns: Die ordentliche Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins nahm den Bericht des Vorstandes unb des Ausschusses über das abge- lausene Geschäftsjahr entgegen. ES läßt sich daraus entnehmen, n>ie groß das Arbeitsgebiet eines rührigen Verketzrsvereins ist. Als Mitglied des Bundes Deutstt>er Verkehrsvereine nahm der Verein, vertreten durch seine Vorstandsmitglieder, namentlich durch den Geschäftsführer, an allen großen Bestrebungen zur Verbesserung des Verkehrs regen Anteil. Er beteiligte sich an Eingaben an das Reichspostamt, den preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten, an das Bayrische Staatsministerium, das Reichsamt des Innern, an verschiedene Zentralbehörden deutscher Bundesstaaten unb Eisenbahn Direktionen. Unter anderem betrafen die Eingaben: die Benutzung der Speisewagen, Wiedereinführung von Gesellschaftsfahrten, Skrmeljrung der Sonntagsfahrkarten, Verlängerung ihrer Dauer und Ausdehnung ihrer Gültigkeit, Ausstat- Börscn-Wochenbericht. --- Frankfurt a. M., 5. April. Die Börse stand unter dem Einfluß der bcvorftcljcnben Go- schüstsunterbrechung durch die Feiertage. Tie . Unternehmungslust war nur gering und mancherseits war man darauf bedacht, Engagements glattzustellen. Wurde dadurch autf) ein Truck auf die Shnfe ausgeübt, so konnte sich doch die s e st e G r u n d st i rn-- m u n g behaupten. Nachdem der Qnartalswechsel übernrunben ist, atmet die Börse freier auf unb zeigt sich nicht mehr so unempfänglich für günstige Melbungen aus bem Wirtschaftsleben. Freilich ist man noch weit davon entfernt, die Erfalwungen der letzten Zeit in den Wind zu schlagen, aber es ist dock) mehr Üauf- neigung zu beobacksten. Befestigend wirkte vor allem die Besserung am Geldmärkte, die in einer (Ermäßigung des Privatdiskonts auf 3% Prozent und in reichem Geldangebot zum Ausdruck kam. Wenngleich man sich bezüglich einer baldigen Herabsetzung der Reichsbankrate keinen optimistischen Erwartungen bin» gibt, glaubt man doch, daß die Erleichterung nach den Feiertagen Fortschritt machen werde. Daneben mag die Hoffnung auf einen baldigen Friedensschluß zwischen Italien und der Türker befestigend wirken: man gewinnt infolgedessen wieder größeres Vertrauen, um so mehr, als die Berichte aus der heimischen Industrie aitbaucntb befriedigend lauten. Es gilt dies namentlich für die Eisen- unb Kvhtenindustrie, wenn auch hier die Unsicherheit über bie Erneuerung bes Stahlwerksverbandes noch nicht beseitigt ist. Anregenden (Sinflufc übte auch die Besserung am Kupfermarkt und die feste Haltung der Nevyvrker Börse. Tie günstigen Aussichten in der Montanindustrie haben bie Aufmerksamkeit der Börse auf Montanpapiere gelenkt, die teilweise ansehnliche Krrrsbesserungen erfuhren. Von anderen I n« dustriepapieren begegneten .Elektrizitätswerte erhöhtem Interesse. Tie Verstimmung, die der starke Kursftickgang der Aktien der Bergmarmwerke cmsgctöst hatte, ist gewichen, nachdem bekannt wurde, daß die Gesellschaft der Siemens-Gruppe angc- gliedert werden soll. iDlan erinnert sich jetzt wieder der reichlichen Beschäftigung, die der Elekttizitütsindustrie für die nächste Zeit in Aussicht steht und das führte zu starken .Käufen in Edison, Schuckert Sievrens & Halske unb Akkumulatoren Berlin, die beträchtlich gestiegen smd. Teutsch-Ueberseeische waren ebenfalls gefragt unb höher. Bergmann verloren ncuerbingö 5 Prozent. Aluminium Neuhausen stiegen 10 Prozent. In Aktien chemischer Fabriken fanben Gewinnrealisationen statt, die auf bie Kurse drückten, auch Scheideanstalt haben 14 Prozent narfigcgebcn. Kunstseide gewannen weitere 13 Prozent. Maschinenfabrikaktten lagen vorwiegend fest, mir Moenus haben auf den Tividendew- rüttgang 28 Prozent eingrtüßt. Banken verkehrten in stiller Haltung. Dagegen waren Transportanstalten gefragt unb höher: Schantuiigbahn gewannen 5 Prozent. Von Schiff- sahrtsaktien profitietten Norddeutscher Lloyd auf die günstigen Mitteilungen über die Geschäftslage 3Vz Prozent Heimische und fremde Fonds stellten sich teilweise besser, nur Mexikaner waren schwächer. Stadtverwaltungen durchweg eingesehen, indem sie ihren Verkehrs vereinen namhafte Unterstützungen zuteil werden lassen, die sich oft auf mehrere 1000 Mark belaufen. Auch hier hat man die Hoffnung, eine jährliche Unterstützung aus städttschen Mitteln zu erhalten, zumal die Stadt sich des Verkehrsvereins und feiner Einrichtungen bedient Geschieht dies, so wird der Verein seine Tätigkeit mehr und mehr zum Besten der Stadt ausdehnen können. Tic Gebiete, die der Verein innerhalb der, Stadt bearbeitet, umfassen auch die Aufgalw des hiesigen Verschönerungsvereins, nur sind seine Grenzen viel weiter gezogen. Deshalb ist die Anregung in der Mitgliederversammlung des Derfciwnerungs- Vereins, die eine Verschmelzung beider Vereine für zweckdienlich hält, durchaus verständlich. Ter Verkehrsverein nimmt im Interesse der Allgemeinheit gerne diese Idee auf, die zur Wirklichkeit reifen möge. ** Handwerkerversammlungen. Die Handwerkskammer zu Darmstadt wird vom 9. bis 14. April eine Reihe von Versammlungen im Kammerbezirk abhalten, in denen die D u r ct) f ü h r u n g d e r G e s e l l e n - rrüfungen in gemeinsamer Aussprache behandelt werden oll. Die gesetzlichen Prüfungen wurden im Jahre 1901 eingerichtet. Auf Grund der int Laufe der Jahre erroor denen Erfahrungen wurden durch Anträge Verbesserungen und Aenderungen angestrebt, so daß nunmehr ein Ucbcrblicl über evtl, weitere zweckmäßige Ausgestaltung des Prüfungswesens gegeben werden kann. Zu diesem Zweck soll in den er wähnten Versammlungen zunächst ein kurzes Referat über die Prüfungen stattsinden, an das sich dann eine gemeinsame Aussprache der Ansichten über etwaige Aenderungen anschließen wird, wie auch bie verschiedenen Auffassungen in der oder jener Frage vorgebracht und beraten werden sollen. Die Versammlungen färben am 9. April in Darmstadt und Offenbach, am 10. in Mainz, Bingen und Mzey, am 11. in Worms und Bensheim, am 12. in Erbach, am 13. in Friedberg und Nidda, am 14. April in Gießen und Lauterbach statt. Die Vorstände der gewerblichen Korporationen der in Betracht kommenden Prüfungsausschüsse sowie sonstige für die Prüfungen sitt) interessierende Personen sind zu diesen Sitzungen eingeladen. ** T i e Wahlen zur Eisenbahn krankenkasse Arbeitervertteter haben in einer Besprechung folgende Leute für die ürankenkassemvahl aufgestellt, bei denen keine Aussicht vorhanden ist, in den Bcamtenstand zu kommen: Ludwig Albach, Harbach, Lampemvärter: Johann Becker, Wieseck, Lampenwärter, Georg Eiff I., Steinberg, Rottenarbeiter: Heinrich User, Klein- Linden, Guterbodenarbeiter: Jakob Pfeifer, Dutenhofen, Rottenarbeiter. " Gießener Volks bad. Im März ds. Js. wurden 9869 Bäder verabreicht gegen 8868 im Februar 1912 unb 8646 im März 1911 ober im Durchschnitt täglich 318 Bäber gegen 306 im Februar 1912 unb 279 im-März 1911. Der Besuch im ein- von 8 Personen besichtigt. Landkreis Gießen. f. Allendorf a. b. Lda., 5. April. Die neu gegründete Spar- und Leihkasse, eingetragene Genossenschaft mit unbeschrankter Haftpflicht ist seit 1. April in Wirksamkeit getreten. — Die 7. Bundesturnfahrt des Lahn-Dünsberg-Bundes, bem ber hiesige Turnverein angehört, findet am 9. und 10. Juni hier statt. Gleichzeftig wird hierbei der hiesige Tnmverein, ber xuzeft 70 Mitglieber zählt, sein bjähriges Bestehen feiern. Fest- vorsttmb und -Ausschüsse sind bereits gebildet und die Vorarbeiten sind im Vesten Gange. Als Festplatz wurde die idyllisch gelegene sog. Wirrwiese — etwa 3 Minuten vom Bahnhof entfernt — von dem hiesigen Gemeindevorstand zur Verfügung gestellt. 4luch hat die Eifenbahndttektion für den ersten Festtag einen Sonder zu g in Aussicht gestellt. Kreis Büdingen. x Nidda, 5. April. Eine Nareruwg, die allseitig begrüßt wirb, ist dank dem Zusammenwirken von Vorstand, Lehrern nnd Lehrmeistern in unserer Gewerftrschule eingeführt worden, die Sonntagszeichen schule ist als GewerblicheFortbildungss ch u l e auf Montag verlegt worden und befreit die Besuchenden von dem Urtterricht der an die Volksschule an gegliederten Fortbildungsschule, die dadurch sehr entlastet iverdeu wird. Es werden im Jahre 200 Stunden gehalten = 40 halbe Tage (20 ganze Tage). Serien finden statt im Frülsiahr und .Herbst zur Zeit dringender Feldarbeit. Der Lehrplari ist erweitert und um faßt'neben Zeichnen, deutsck>e Buchführung, Rechnen, Veranschlagen, Naturlehre, soziale Gesetzgebung usw. Es können außer Bau Handwerkern auch Bäcker, Metzger u. a. zugelassen werden. Der Nachtfrost von Mittwoch auf Donnerstag hat die offenen Baumblüten vernichtet, den noch geschlossenen teilweise bedeutend geschadet. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 4. April. Nach Vollendung unseres neuen Bahnhofes wird das seitherige Empfangsaebäude umgebaut. Es wird zu Wohnungen für Beamte eingerichtet Ter Fürstenvavillon wird stehen bleiben. Tas neue Empfangs- gebäube kommt in bie Wilhelmstraße zu stehen. Es wirb an 300000 Mark kosten. Starkenburg und Rheinhessen. n. Offenbach, 4. April. Für bas Abschkußiahr 1912/13 hat das Finanzministerium die Lieferung von etwa 400 000 3tr. Brennmaterialien im Werte von über einer halben Million Markfimdikatfreien Kohlenvereinigung G. m. b. H. Offenbach übertragen. Hessen-Nassau. Kirchhain, 5. Aprü. Am Mittwoch fand unter bem Vorsitze be« Lanbrats v. Gilsa eine Sitzung bes Kreistag s statt Zunächst erfolgte bie Bestätigung bes an Stelle bes verstorbenen Kgl. Lanbrats F-reiherrn Schenck zu Schweinsberg in ben Kreistag gewählten Oberleutnants a. T. Rurt Freiherr Sdjencf ju Schweinsberg in Schwemsberg. Nach Erledigung einiger Wahlen ernannte man zu Kteisdeputierten den Rittergutsbesitzer Hauptmann a. D. v. Goldammer zu Hof Plausborf unb Gutsbesitzer Bopp zu Kleinseelheim. Nachbem der Kreis Kirchhain sich verpflichtet hat, das zum Bau der Wöratalbahn erforderliche Gelände unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, sind die Verhandlungen mit den beteiligten Gemeinden foroeit gediehen, daß vom Kreise nod> rund 22 000 Mk. znzulcgen sind. Es wurde beschlossen, diese Summe als Darrung von Schnellzügen mit Wagen dritter Masse, die Propaganda im Ausland, bie Ausstellung für Reise- unb Frembenverkehr. J3n dieser Ausstellung, die im vorigen Jahr in Berlin stattfand, war ber hessische Verkehrsverband durch ein Dioramen vertreten, zugleich batte ber Verein Gelegenheit genommen, Gießen in einem Gesamtbilde vorzusühren. Es steht zu hoffen, daß die gemeinsame hessische Ausstellung ihre Leistungen in diesem Jahre in Bad- Nauheim vorführen kann. Auck die Begebungen, burd) Bild- schmuck im Eisenbahnwagen den Fremdenverkehr anzuziehen, unterstützte der Verein. Tie'Tättgkeit des Vereins außerhalb der Verbände, besonders für Gießen und seine Umgebung ist so rnan- nigfaltig, daß ein Aufzählen seiner Tätigkeitsgebiete kaum möglich ist. Nur für? soll hingewiesen werden auf den neuen Führer, der in 6574 Exemplaren verbreitet wurde. Die Ausstattung des Führers ist reichhaltiger als die seiner Vorgänger, er weist eine Reihe von Verbesserungen auf, namentlich betont er die Vorzüge Gießens vor anderen Städten, feine Bildungs- und Lehrinstitute, seine geschäftliche und inbuitrteile Entwicklung, feine Wohnungsverhält- nifs, seine herrliche Umgebung. Erwähnt fei auch bie Forberung des Blumenschmucks, vor allem aber sei hingewiesen auf bie Umgestaltung ber Geschäftsstelle zu einem Auskunftsbureau für Frembe und Einheimische. Reiselustige erhalten hier Führer und Auskünfte für In unb Ausland, Fremde erhalten jebmöglicben Aufschluß über Gießen. Von ber Gnrichtung bes Vereins wirb ausgiebiger Gebrauch gemacht. Auch die Stadtverwaltung bebient sich ihrer unb verweist an sie gerichtete Anfragen an ben Verein zur Erlebigung. Schriftliche Auskünfte würben ca. 200 erteil an Drucksachen Runbschreiben usw. würben 575 versanbt. Tie stille Arbeft leistet der Verein im Interesse ber Stadt unb der Einwohner, ohne baß er Aufhebens hiervon macht. Daher^ mag >es auch kommen, daß die hiesigen Einwohner über die Tätigkeit des Vereins vielfach ein falsches Bild haben und ihn niebt durch ihre Mitgliedschaft uMerstützen. Nicht um einer sichtbaren An erfenming gilt es dem Verein, nein um die Mittel, die zur Ausdehnung seiner Tätigkeit erforderlich sind. Teshalb wirbt er um Mitglieder. Keine Stadt kann mehr der gemeinnützigen Tätigkeit eines Berkehrsvereins entraten, dies wird auch von den dem VenvaltungSbericht 1910/11. Hiernach betrug 1911 Der Stromverbrauch Einnahme Beförderte in Kilowatt für den Wagen Kilometer 22 23 22 1. Vierteljahr 3 e ■e ST CS»'*! 2Z L Q - E?» —. L © 0 KZA A 2 ■5(9 3 M °(9 2- * c_» '—- .— , <.— A ** <9 —— *e^ c ,Z_ W o — c — — .■Eä'ffsS« J«81* L l«i « KE «’s Cns ft = LL5 « 3 — © S as .1 2 S N CO V 0<»7 CO «0 E0® j» LH o e E ■<: ■0 *0 !§' ■ÄLE e e" e d-s g'"© = = ZD« T> •- s« x6 Z L ZsZ© E»£> v K L £ LK T i M 0 CO - .2 0 0 E Q- 0^ •c -5 R © — 5 es SH gsN ■e - 2 = = 3 c SZ© K N D S8 © © <9 E © © SEttDcs. sQ G co co ©0 «1 sr wN Ä E E © e I 'S © E s® «C «rs m y s •- jS 2 - LG «3 «S H 'S -2 L5 0 2 Z LZ LZ.8 T N 4-- (9 1O *7 >-t ® I CO co 1 SS a s S. ts E £ «as - ° L >8 2 g i s K-Z es rs © co' a> ^jO5 e . © 5 e d- 'S'» 03 a> ff? p <= >e e 'B © E i © V i LE ® « g g g « -ZU E ß VZ §r>s H LH ■8 iS 8 ^2 8L E r* SS B>jO JL « y CJ s” <= §E "p « 5 .2; L L- ti L co C* Z co g CT ^CD - t? ,L .2 V ns « E CO co g!co « ■gw « ti*- LZ .2-° «8 G.5 2 tu .Z Ä(9 LS Aff? 'S 3 mS> S- DZG's E.2.5 S2 se :~.E 3 e E ft»® 5 ZZ G ,N - 'S 'Q en Lr- N M öö^ «■§-0 *H= 2 'S --1 ■*- 'S 5€ Z |g J >2^- LZ gfs LE- 5^.3 L°L ® 5 0 ö .9 coö "s co Z E -3 5®äb F2 L .d u >■ ns g ns E 5^1 >2.5'01 (9 p^e a>*= 00**0 o§ *=• A •r' S- 63 ns «S a iS-s^-'g £co-2 GAI L- £ ■— s co a «LZ E Ssg — a> " = §*2 .Z®-2 « « .Ü 2Uc ^■g'CS 5*yJ LL ES ^ZZ TßZ§ ZS 9 cd .2 «ES© L © _ --8L «o-Sä •^"5" ECO S<& gägo t! E ^to00 EH*»ZS c ft . «$ ©'§L ^_r9 T« d« *CT — 2 ttca t- 'b T—< E'E«9 LZ ^EiB 1 © C§«^ — = E E §g Z-Zs >"jO g •»S-2 * w."tu cj aE 2d ns — Ls?Z l.=$ “I -tl . il = L 2-B w 5 »~® E § •to P s- L *Q ZL 4Z Sie 'ßQ 2 EjX.Z7_ ..Z LZ 5 3 i9 i 9- "© ZZZD N S e '■° g *»» «tsä --Z D L 3 3 E©0^e —<5 5" c * 2E N QIÄ— 3 ««dH E E E L E ZS nß v •B ö LL Ost z C c> IH LZ? i° C-> L a E 5 ** E o ä" E E SÄ 'B'e 5 E rv Nc?E E " ~ LS E .=gi up>- -K o Sjgff as 3 5 ,.s^,*e T = °=(9 §s*0« ZEZE <3 d U2 W ß"ß — E^ " s°.äs sS aS .2 E ’Z L •• M w?28 = o!2 »f19 Ijs c>5 =>ö E 5o^ ©g.= 8e1® -§y-g S«bES-OE G ** “-E CT = 2t El9i5 s-’t^g Oji p - ©Se‘§ 5£ E g HZ -Z 0"ß ZH •C.5 v' fU " o **— « E " CJ'S 2 ECi m£) B d-r- CS Sc^s- Z-^ © gs« 2 M- -Zss -55$© = Z ZÄ L . - 'S co'S 5ö:g -2 E 3 stLZZZK fs LL §°; §EL°Z ."Eco'^ ©■"£ 5«g -2 «2,t ^^0*0 5»«x ns 12 •— ZS TZu N oQ *0 ZZ (9 g LZ •C S g ZE ÄL V— :o ^03- 2 *» Sros O J O ai v, •<->♦— M «S)2 EL® ■Sigoy3 E x o-’SZ e E tsS 2>».3 = °slB«e kLL =^-e Pu« 5*0 E L Z CT F23^ C0 — «S L 5-g^E sE = g L e -AL-tz er'3t 0-55 H» ä „ 0 ^'sWw'S no _ 2 Z^MZL- Z2E^ .Z ® Z-0 a» s £ Pv5 = ö -- *>i: «W o 9 iÄ E *C fl Oy “ J Eao'ezi e b? «8ZZ CT— ^E cS g«2-^ s"i=3<-a- s3.::b5-H Ne is« Z ?E ®N -CT d v — >s> ct _ •0 S-SyS -^e « 2 0 8 ‘^>0" - co*-DZ ns^LZ ^E$ -ZK = o'S IS ^*25 6 Zgs; -ßZ ■dZo = 3 a Ss?@s-®ä sZ ZZLß ZZZsSZ-LZAZK 8 -= 2 E E . rft d#$-" ZrdS a> 3 o0 Sj2.Sc 䣑C^E EÄ = S E Z E ZS^ = gg-2^S' ns©X> 3X>^ 3 51 3“? 3"^ 2§Lv <2 3 sl? 05 *— ns co M 5 g I .8 = o- ny ß-L E o g o a E £0 02 Ssög 3Z.2Z^ßM8 © ;= = o^- 0 .z a ct S 0 EPS = pl9 . LL -Z öä}" ©3-Bdg^EL^= -KLKZLLLSL^. £ 3-ZL e S^ g -b -p EÄ . c C 2 = IhsMis e®5p5=_ « 8^®X &IWI — '-S -jCO ff? 1 . r» *. «O E ti OeA-i' - - Z—V£ Ad §|S«s|t=®s=s — 0^d 0*=- d = ;?»-=s«Np-§Is§ A ns* Jy 2 3 d E *>JoJ5CQ co M-2-L^^-L^ Ä 3 o ?öte® il.t± e g •S0 d E z 8ZKNZ 5$ e — ZE «u e^F a . F = E *ß e *° ä- k Eil„ E V E L^L s^ZL ss a.X z.*33 LZ^EGLäL-EL'L T. ._ E0 a -— -u-c ti ° -2.LL *— <92 'ZK KLAIZA E0 e .5 L S g e^S ÖQ «Ü o ‘BAS O Q >• ’ r« . t> ■_— GT« • v r> e©Q8c® =Z_Os'T'S5?^: LGZ-E L.2^^ Ü. — .H U=C Z Q°F(9 e o «s = B E^p>° ZZ^E- A. (9 « E"5 «2C9«0 > *2 -•-’ CT— ■Ed^l^P^ u ü g 2 — .0.0 *“ JT CT — Eiirfu b u0 b .Z<© ZrZ L L » co CT jo ns .5 — <2 E'E L- x« as — •*> Z'L o 2 2 ■3 E -2 . 2 nj> -H E *8