Nr 57 trschedü tSglich mit Ausnahme de» Sonntag». zü (Beifall.) Abg. Koelsch (Natl.) gcfunbcn 1 schling lBeifall.) Aba. b. Ocrtzen (Rp.) K. fangt, ielH yurt»'5*-’ nd s ale iseo ee mit nd Gewürz epreisen ein satzgetränk. u. 6OPfg- n Versuch. Expedition c% Kreuzplatz 9 Abo. Dr. Kcrschenftciner (Vp.): wichtige Fragen stehen im Vordergründe: Ist zu einet Entwicklung des Staates ein Maximum von unab- Manschen notwendig? Ist die wirtschaftliche Entwick« ■A Giessen Telephon 111 [Qg en detail T: l Gemüsesamu aten. >ten, fonnvoll® üchtungen. zwiebel gonla usw. ISS ) zu Diensten. tie „ileftener LamUlenblätter" werden dem .Ln-eiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da» ^Kretsblatl siir den Kreis riehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen dell» fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Redaktion« ExvedMon und Druckerei: Schul- strage 7. Txveditton und Verlag: ey® 6L Redaktiome^AHL Tel.'AdruAnjeigeriLieben» itte vniktztztz intreinig, tritt für den kaufmännischen M i t t e l st a n d ein. Ihm wird eö schwer gemacht, sich politisch zu betätigen, denn überall lauert der Boykott. Der kauimännischc Mittelstand hat sich im Hansa-Bunb eine Crganhation geichasfen. die sich durch- aus bewahrt Hai. (Lachen rechts und im flentr.) In Baden arbeitet das Zentrum mit dem konfessionellen Moments Eü kufl* nct das natürlich ab und bat sich in der Pfalz ein Feigenblatt wählen lassen, einen protestantischen Zentrum» m a n n. (£-citcrfcit.) Der Redner fordert bessere Vorbildung für Die kaufmännischen Lehrlinge und eine gewisse Vorsicht bei der Aufnahme neuer Lehrlinge Aus den HandelSfackssckulen rann der Religionsunterricht anSfdxibcn. (Lachen im Zentr.) Die ®e- werbesreiheit muh unbedingt erhalten werden. Bei der Sonntagsruhe muh ein Unterschied zwischen Stadt und Land gcnmcht werden. Tie kleinen Orte müssen Erleichterungen erhalten. Eine Warcnhailssteuer würde wenig Erfolg haben. (Lachen rechts.) (Mcbcn Sie doch nicht in die Warenhäuser, wenn Sie so dagegen sind. Aber Sic legen sa sogar ihr Geld dort an. Sie kennen doch Herrn Fürstenberg. (Heiterkeit.) Die Warenhäuser sind j a f o fl a r hoffähig geworden. (Heiterkeit.) Legen Sic dem Mittelstand nicht die Lasten auf. nehmen Sie vielmehr die Erbschaftssteuer an. dann werden Sie eine wahre Mittelstandöpolitik treiben. (Lebh. Beifall links.) ä Einhm !vrn und Um-.-, !n- «inen nen- u. fimbd;-" ohne Borten- kostenlos. - dich von 2-41 ■ unben ielbh D- desMaierilll ।n. den 11. Sfr genannten 8i!t. S Frankfun u auf. J-n kluger Weise hat der Hansa-Bund Industrielle und Handwerker zusammengebracht zur Erörterung der Frage, ob die Groß- betriebe zu den Kosten der Lehrlingsausbildung beitragen sollen. Haben die Großbetriebe wirklich so große Vorteile. Eine Quelle von Mihhclligkciten würde entstehen. Tie Fabriken schaffen auch bereits eigene Lehrlingsschulen. Tie gesetzliche Regelung der Frage würde eine Gesetzgebung ohne Ende sein. Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln. Es würde jährlich zahllose neue Anträge dazu geben. Unsere r.-alistisckxn Anstalten müßen dafür sorgen, dah die Qualität des Mittel st anbes besser toirb. Tie ungeheure Entwicklung des pensionsfähigen VeamtenstandeS, das Einjährigenjahr, lenken leider von den Bahnen ab, tue zur selbständigen Eristenz führen Unsere höheren Schulen tun nichts, um die Neigung d.'r Jugend zur manuellen Betätigung zu fordern. Auch die Absolventen der realistischen Anstalten betätigen sich nicht genügend im industriellen und Gewerbebetriebe. Und doch war das der Zweck ihrer Gründung. Ta ist rS in Nordamerika JC1'C£ie realistischen Schulen haben ungeheuer an Schülerzahl gewonnen, aber sie haben keine Beziehungen zu m p ra - tischen Leben. Sie müssen neuorganifiert werden, ebenso unsere Volksschulen, damit dcm Mittelstände neue Intelligenzen zugefuhrt werden. Tann wird sich auch die soziale Tugend der Hilfsbereitschaft wieder mehr entwickeln. Auch der Arbeiterstanv wird dadurch pcboben werden. Der Redner fordert bann eme Neuregelung und Förderung des F o r t b i 1 b uin fl\i \ ch u !• wesens. DaS ist bic beste MittelstanbSpolitik. Jetzt fehlt e» noch an der technischen Ausbildung. Tie Lehrlinge sinb in den ersten Monaten nur Dienstmädchen. ES fehlt auch an der kaufmännischen Ausbildung. Daher die rechnernchen F-chlcr bei Kalkulationen und Submissionen. Ick werfe keinen Stein auf bic Meister, aber bie Verhältnisse sind Jo, weil die fiute Fachschule gefehlt hat. Herr Pauli will keine staatsbürgerliche Erziehung haben. Sie ist gewiß Jein ö ei I f er u m gegen bie S o z i a l b e m o ? r a t i e , aber Re stärkt das xn. fereiie am Staat. Es ist eine Ebaraktererziehung. eine Erziehung zum sozialen Sinn. Es kann jemand den Kopf voll staatSburger- l-cher Weisheit haben, aber keinen Funken sozialen Sinn, (rfu- srimmung.) Wir wollen den sozialen Sinn fördern. Ein Muster ist die Schule für Feinmechanik in Göttingen. Tie Fortbildungsschulen nach Münchner Cvstcm finden setzt überall Nachahmung, auch in Amerika und England. 9hir tm deutschen Norden fehlt es noch ein wenig. Dir in München- Capua scheinen da flcißiaere Leute zu fein. Tiefe Schulen müssen die Freude am praktischen Schaffen fördern, das moralische Bedürfnis stärken, die Arbeit möglichst gut zu machen und ben sozialen Sinn schärfen. (Beifall.) Abg. Tombek (Pole): Tie polnischen Führer lasten sich bei der Lohnbewegung fn Westfalen nickt schieben. Sfe hanbeln nur nach sachlichen Grundsätzen. Die Lohnbewegung ist notwendig- Tas Haus vertagt sich. Weiterberatung Donnerstag 1 Uhr, Schluß 6% Uhr. befürwortet eine Einschränkung ber Warenlager, t e dem Handwerk eine schwere Konkurrenz bereiten. Dabei sind he Waren meist minderwertig. Tie Handwerker sind oft nur noch «ui Flickarbeit angewiesen. Der Mittelstand aber ist gerade geeignet, umstürzlcrisckscn Tendenzen cntgegcnzuwirkcn. In Ort- Ihaften von einer gewissen Größe sollten Warenlager überhaupt riebt geduldet werden. Wir fordern ein Gesetz, daö bald Abhilfe schafft. Der Redner fordert dann eine Besteuerung der Konsumvereine. Verbieten solle man sie nicht, aber cs täte durchaus reckt und billig, sic zu den allgemeinen Lasten mehr feranzuziehen. Auch da erwarten wir ein Gesetz. Abg. Giebel (Soz.): Die Konsumvereine sind schon genügend belastet. Sic werden ft gegen jede neue Steuer wehren. Einen Sümpathicstreik dollen auch bic sozialdemokratischen Bergarbeiter nickt. Der Red- rer vermißt in der MittelstandSrede oes Staatssekretärs eine Würdigung der schlechten Vcrhältniffe der Bureauangestellten. Die Privatbcamten wissen ganz genau, daß das Versiebe- t'UngSgesetz von der Furcht vor den ReickStagSwahlen diktiert ist. vbre ganze Fürsorge für die Privatangestellten ist nichts als lrrteipolitisckc Prophylaxe, daß nicht auch sie zur Sozialdemo, hatte geben. Der neue Mittelstand ist ein neuer m i t- tellofc r Stand. Herr Marguart bat das Hohelied deS sozialen Friedens zwischen Privatangestelltcn und Ar- teitgcbcrn gesungen. Dieser soziale Frieden ist Öbbängigfcit tnb widerspruchslose Ausbeutung, in persönlicher Begebung noch schlimmer als bei den Industriearbeitern. Ehe- t-rbotc usw., das reine Militärverhältnis! Der Persönlichkeit-?- frert deS Angestellten wird ertötet, und wirtschaftlich ist eS (mau so. In bezug auf die Konkurrenzklausel bat der Staats- ifrctär nur von den kaufmännischen, nicht den technischen An- tift'ntcn gesprochen. Daneben die geheimen Abkommen Inter den großen Werken, daß Angestellte, die aus einem Be- ffiebe auStreten, in einem anderen nicht angenommen werden, B. bei den Flugzcugfabriken. Heute ist der Angestellte gerade- tber Knecht des Prinzipals. Das Eri-nderrcckt deS igestelltcn, fein geistiges Eigentum muß unbedingt geschützt erben; wo ist da ftbr' heiliger Eigentumsbegriff? Wir bcan- in unserer Resolution ein einheitliches Privat- nyestelltenrcckt, nach dem Vorbilde Oesterreichs. Tie ihonallibcralcn haben für die Bureauangestellten einen Deren Antrag eingebrackt. aber auch sie gehören in das ein- Etliche Recht. Die Gleichstellung mit den Handlungsgehilfen tenntc sofort geschehen. Ter Rcdnce bestreitet den Ter roriS- slis in der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung. Gunc Um- *:aSC des Zentralverbandes deutscher Industrieller bei feinen -nterverbänden hat ergeben, doß von 1904 bis 1910 auf je S-> Streiks je ein Etreikvergeben zur ^e’trarung gc= -Timen ist. (Hört! Hört! bei den Soz.) Und wie unerhört Jfcng sind die gerichtlichen Strafen geworden bei den unbe- -uiuendsten Vorkommnissen. Demgegenüber der zcrrorivmuS •a Unternehmer, auch gegen ihre eigenen Klass.ngenossen! E n des KoalitionSrcchts der Angestellten und Arbeiter ist bnn« frab notwendig. Sie wipcn ganz genau, welche ungeheuren ^hiätze die Großkapitalisten in Staat und Land aus der Aus- Mb. Deutscher Reichstag. 21. Sitzung, Mittwoch, den 6. März. Am Tische des BundcSratS: Dr. Delbrück, Caspar. .Präsident Dr. Kaompf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr ibMin. Der Etat des Reldisamfs des Innern. (Siebenter Tag.) Abg. Behrens (Wirtsch. Vgg.): Massen von Resolutzionen liegen vor. DaS Jahr 1612 hat da einen Rekord aufgestellt l Wie soll der Bundesrat Semit fertig werden? Es besteht die Gefahr, daß bic Sozialpolitik durch dieses übertriebene Wettrennen geradezu gehemmt öirb. Man sollte bic zahllosen Initiativanträge nach bestimmten iRaterien orbnen unb einzelnen Kommissionen zur Bearbeitung uberrocifen. Aus den lehrreichen Darlegungen bcs Staats- fekretärs hörte man leider immer nur das Nein! Der Webner wendet sich gegen bic Sozialdemokraten, bic sich mit Unrecht als alleinige Arbeitervertreter hinstellen. Durch die sünstige wirtschaftliche Entwicklung ist ben beutschcn Arbettcrn m ftetgenbem Maße lohnenbe Arbeit gesichert. Der Rcbner bc- loni bie Notwendigkeit einer weitgehenden Wohnungüfärsorgc. Uebcr den großen Zielen ber Sozialpolitik darf doch die sozialpolitische Kleinarbeit nicht vernachlässigt Derben, so bic Regelung der Verhältnisse der Handelsangestcllten. her Bureaugehilfcn usw. Unrecht ist eS, wenn man, wie bic Sozialdemokraten, in der Reichsversicherungsordnung eine Ver- scklechterung dcö bisherigen Zustandes erblickt. Allerdings ist noch manches zu bessern. Bei der Bemessung von I n v a - libenrenten könnte der FiSkuS großzügiger Vorgehen, man ioQtc bic großen Ueberschüsfe ber Finanz re form baju verwenden. Der konservativen Resolution auf Schaffung cineS ArbeitSwilligengcsetzes kann ich nicht zu- dimmen ; eS würde den Arbeitern nur Schaden zufügen. Ich begreife wohl den Unmut über ben Terrorismus der S o - ■ lialbemolratie, aber das Gesetz würde auch die Arbeiter- ■ erganifationen treffen, bic selbst diesen Terrorismus verurteilen, ■ithc ©cwcrbcorbnung unb baS Strafgesetz reichen aus. trenn sie angctocnbct werben. Ter Rcbner wendet sich mit großer irfc unb unter lebhaftem Beifall gegen bic Art. in ber die ialbemokratisch organisierten Arbestcr die Mitglicber ber nahe- ««len Arbeiterorganisationen beschimpfen und verunglimpfen und bedrohen. . Einen Sympathiestreik für bie Engländer laben bie nationalen Bergarbeiter glatt abgelchnt. Die Lage im stuhrrcvier ist außerordentlich übertrieben worben. Die der Börse nahestehenden Blatter schildern die Dinge so, als ob allcö in feiern Aufruhr stänbe. DäS gilt vom „Berliner Tageblatt", ber .-frankfurter Zeitung" unb auch von ber sozialdemokratischen Seffe. DaS sind alles sensationelle Ucbcrlrcibungcn. Wo ibt baS Reichsberggcsetz? Eö muß mit der Herrschaft deS kreußischen FiSkuS im Saarrcvier aufräumen. Im Ruhrrcvicr »erlangt man, daß bic Löhne mindestens auf ben Stanb von 1907 kommen. Die Zechen haben versprochen, daß bic Löhne steigen rerben. Die christlichen Gcwerkvcreine warten nun ab, währcnb he Sozialbemokraten weitere Forberungen stellen. Die sozial- bemokratische Presse hetzt: baher sinb Streiks. Disziplinbrüche Wrflcfommcn. Ein allgemeiner Streik würde jetzt nur die englischen Bergarbeiter sckmbigen. DaS hat selbst Hue erklärt. Die idristlichnationalen Arbeiter machen also unter den ebiraltenbcn Umständen keinen Streik mit. Die Bundesstaaten sollten endlich ben Wünschen ber Bergarbeiter mehr Gehör schenken. Heiken darin. (Heiterkeit.) Tic Verantwortung ist groß, wenn bic Bergarbeiter in eine Bewegung hineingezogen werden. (Lacken bei den Soz.) W i r haben dieses Verantwortungsgefühl. DeSdilb trauen wir bem alten Verbände nicht. Wir wünsckien aber, daß wilde Streiks nickt mehr vorkommen, baß alle Disziplinbrüche vermieden werden, und daß die Bewegung ruhig verläuft. Ten Staatssekretär bitte ich, bic Verhältnisse nicht bloß im Auge zu behalten unb bic Sache an sich herantreten zu lassen, sondern rechtzeitig bicJnitiative zu ergreifen. Es muh endlich zwischen den Grubenbesitzern und den Arbeitern eine Verhandlung i'tattfintcn, damit der Boden geschaffen wirb, auf dem künftig in bcfricbigcnbcr Weise bie Lohnbifferenzen autgetragen werden. Tie prcußisck'c Regierung soll aber im Kohlensyndikat nickt nur b'ic Preise Hocktreiben, fonbern auch für anständige Löhne sorgen. Ter Redner fordert dann eine gründliche Revision ber Bestimmungen über bic Arbeitszeit in ben Nebenbetrieben t:r ist so gestellt, biß sie ben Arbeitern gute Löhne und ArbeitSverbältnisse gewähren kann. Und wenn sic cS nicht tut, bann muß bic Regierung cingreifcn. Wucherung ber orteifenbf n ' lassen gezogen haben. In ber Sozialpolitik hilft kein Mundspitzen mehr, co Wutz gepfiffen werben. Abg^Giesberks (Zentr ): Es gibt kein Mundspitzen mehr. daS gilt in diesem ReickStag für bic Sozialbemokraten. («ehr put 1) Tas Privatbeamtengesed ein Angstprobukt? Kein Wcfcb ist so sorgfältig vorbereitet worden, wie biescS, unb wenn c8 noch in ber Nachsession verabschiebet würbe, so war eS aus ber Besorgnis, baß vielleicht ber neue ReickStag nicht bazu in der Lage wäre. (Sehr wahrl) Käme baS Gesetz noch einmal unb stellten Sie alle Fbre Anträge und brächten sic burck. ich bin sehr zweifelhaft, ob bann bas Gesetz verabschiebet würbe. (Lebhafte Zustimmung.) Ter Rcbner spricht bann zur Vergarbciterfrage. Sic kann bie Aufmerksamkeit bc« Parlament? beanspruchen. Wollen wir gesunde Verhältnisse in ber Bergbaiiinbilstrie für die Dauer, bann muß bic Gesetzgebung ben Wünschen ber Arbeiter mehr Rechnung tragen und vor allen Dingen auch die Arbeitgeber, und Pflickt des Parlaments unb ber Regierung ist eS, Mittel und Wege zu diesem Ziele zu finden, ohne daß unser ganzes Wirt- schaftsleben durch Streik erschüttert wird. Tie Frage dcö Minimallohns ist bei den Buchdruckern bis zu einem gewissen Grade gelöst: Mindestlöhne für Mindest- Leistungen. ES ist also keine ganz ungewöhnliche und neue Forderung. Ter Bergmann hat sckon, bevor er seine Hand an die Kohle setzen kann, eine harte Arbeit, trifft ermüdet am Ar- bcitSpunkte ein, und darum ist bic Firierung eines maßvollen Minimallohneö gerade für ihn ernsthaft zu prüfen. Tie Fest- setzung der Mindestleistung bat freilich eine große Schwierigkeit, aber sie ist zu überwinden. Auch der Maurerverband halte in seinem Tarifvertrag eine Bestimmung, baß eine bestimmte Zahl von Steinen in der Stunde gemauert werden sollte, aber bic Arbeitgeber haben hernach keinen Wert darauf gelegt, ba sich heraus- stellte, baß auch ohne biefe Bestimmung die Arbeiter ihre Pflicht tun. Man hört viele Klagen der Arbeitgeber über bic mobernen Arbeiterbcstrebungen, aber baS wagt man bis jetzt ben beutscken Arbeitern nicht zum Vorwurf zu machen, baß sie für ben Lohn, ben sie erstreben, nicht eine entsprcchenbe Arbeit leisten. Mir haben Arbeitgeber, bic sehr hübet ihren Willen zur Anerkennung des Tarifs gezwungen würben, erklärt, daß sie mit bem Tarif durchaus zufrieden feien, da bic Arbeitsleistung nicht nur gestiegen, fonbern mehr Pünktlichkeit ufw. in den ganzen Betrieb gekommen fei. (Hört, hört!) Auch bas preußische Berggesetz hat einige Anklänge an bcu Minbestlohn. Ich lasse bahingestellt, ob daö Verhalten ber englischen fBergarbciterorganifation, ob baS Eingreifen bet Gesetzgebung klug ist; so, wie bic Dinge liegen, haben wir ein englisches Gesetz zu erwarten unb man kann gespannt sein, in welcher Form unb Art man hort biescS Minbcstlohnprinzip burchzuführen gebenkt. Die sozial- bcmofratifchen Webner hier haben ebenso wie Herr BehrenS erklärt, baß nickt daran zu benfen ist, baß bic deutschen Bergarbeiter irgendwie einen S Y m p a t b i e st r c i k für ihre englischen.Kollegen inszenieren. Dafür ist in der deutschen Bergarbeitetschaft keine Neigung, die öffentliche Meinung würde eS nicht verstehen, und auch den englischen Bergleuten wurde es nichts nützen. Die Eng- länber haben ja selbst erklärt, baß sie allein fertig Werben; sie haben mit ben Transportarbeitern vereinbart, daß biefe sich bem Streik anschließen, sowie Kohle auS bem Ausland» kommt. Diese Frage wirb uns also weniger berühren. Aber man wirb auch erwarten bürfen. daß bic deutschen Grubenbesitzer nicht etwa deutsche Kohle nach England liefern. DaS Würbe die Situation im Inlande ganz erheblich verschärfen unb erschweren unb sich in Wiberspruch setzen mit ber öffentlichen Meinung, cS würbe der deutschen Volkswirtschaft wohl größeren Schaden tun, als der einzelne Zechenbesitzet vielleicht Vorteil hat. Die deutsche Industrie hat anderes zu tun; die englische Kohlciieinfuhr ist ganz außerordentlich gestiegen, und wenn bie deutsche Industrie es so machen würde, wie die Engländer bei unseren' AnSstand 1905, wo fie Deutschland Absatzgebiete weg- zunehmen suchten, so wäre baS nur eine gerechte Vergeltung. Tic Lohnbewegung ber beutfehen Bergarbeiter, wie sie sich feit 1910 abfpiclt, bat ihre Berechtigung in sich, sie braucht keinen Anstoß von England. Tie Behandlung der Lohnfrage durch bie Grubenbesitzer im letzten Jahre war unklug und sozial ungerecht. Seit 1909 sind bie Löhne der Bergarbeiter um 200 bis 300 Mark heruntergegangen, trotz ber Der- tcucrung ber Lebensmittel, und bie beutscken Gruben rentieren sich so gut, baß solche Lohnsenkungen unnötig sinb unb man für ftaoilc Löhne Jorgen könnte. 1910 bekamen bie Bergarbeiter auf ihre Lohneingabe ein ablehnende Antwort. Inzwischen sind bie .Kohlenpreise erhöht Die Grundbesitzer würden sich um alle Reputation in der Welt selbst bringen, wenn sic nicht jetzt für entsprechende Erhöhung der Löhne sorgen würden. Tic deutsche Kohle ist dock scklienlick nicht ein Ausbcutilngs- und Aussaugungsprodukt der Kapitalisten, sondern dient ber gesamten Industrie und soll auch den Arbeitern, bie mit so schwerer Lebensgefahr und großer Mühe die Äoble zutage fördern, eine ent,brechende Lebenshaltung gewährleisten. Tun bic Gruben- besitzer jetzt nicht ihre Schuldigkeit, bann soll man ein Syn - dikatsgcietz machen wtc für b en Kalibergbau. Herr Sachse beschäftigt sich nur mit den westfälischen Berg- arbeitern. Er soll sich um fein schlesisches Gebiet kümmern, wo die Löhne um 20 bis 30 Prozent niedriger sind. (Lebhafter Bei- fall im Zentrum.) Wenn bie Zechcnbesiher bic Löhne erheben wollen, warum verhandeln sic bann nicht mit den Arbeitern über bic zweck- mäßigste Art? Tann wäre ein Bobcn zu frieblicher Weiterarbeit geschaffen. Tic christlichen Bergarbeiter haben ein außer- ordentlich großes Mißtrauen gegen die ehrlichen Ab- sichten des sozialdemokratischen Verbandes. (Sehr_ richtig! im Zentrum.) Tic Erfahrungen des Streiks von 1905 machen unvorsichtig. Der Redner verliest Aeußcrungcn der ,Leipziger Volkszeitung", in denen aufgeforbert würbe, bic Gelegenheit zu benutzen, ben christlichen Verband zu zertrümmern und einen großen Fischzug zu tun. (Hört! Hört! im Zentr.) Die Herren Sachse und Hue werden von den Massen und den radikalen Elementen geschoben. Ihre Pläne werden von diesen Radikalen durchkreuzt. Da war der Verschmelzungsrummel, man wollte alle Bergarbeiter vereinigen. Aber zwischen ben christlichen und den sozialdemokratischen Bergarbeitern sind unüberbrückbare Gegensätze. (Sehr richtig! im Zentr. Zuruf bei den Soz.: Sie werden geschoben!) Von wem? Kommen Sie endlich mit Beweisen, sonst werden wir hier einmal mit Ihnen gründliche Abrechnung halten. (Lautes Gelächter bei den Soz.) Die neueren Kollegen scheinen sehr nervös zu sein. Man hat die .Köln. Volkszeitung- gegen uns ausgespielt. Tas ist ein angesehenes Blatt, aber ab und zu stehen auch Dumm- Liingigen Manschen notwendig? Ist bic wirtschaftliche Entwicklung so, baß ber Mittelstaub zerrieben werben muß? Unb wenn bas nicht ber Fall ist: Welches ist die richtige Mittelstandspolitik? Der Redner kommt in eingehenden iiationalökonomischen Darlegungen zu dem Schluß, baß ber Mittelstand existenzbercch- ligt ist, und daß man an seiner Entwicklung nicht zu verzweifeln brauche. Die mittleren Betriebe sind erheblich an Zahl gestiegen, freilich auch bic Großbetriebe. Notwendig ist eine wirksame Erziehungspolitik. Leiber liebt ber Deutsche nicht ben wirtschaftlichen freien Kampf. Unsere jungen Männer nehmen lieber mit mageren nieberen Staatsstellen vorlieb, als in ben freien Wirtsckaftskamvf hincinzugehen. Eine gewisse Schutzzollpolitik ist nicht zu verwerfen, freilich barf eß nicht ein Schutz gegen bie Rechte anbercr sein, sonbcrn ein Schutz gegen unberechtigte Uebergrisse anbeter. Da kommt die Rechte mit ihren Mittelstanbsforber'lna-n. bic -ur Zünftelei führen müssen. Tie ganze Leibenszeit bcS HanbwerkS steigt toieber 162, Jahrgang Domicrstag, 7. März 15)13 M A > A Ä a aa ▲▲ ▲ ▲ ▲ AA Rotationsdruck und Verlag der Crüblichen fl M 4 V ■ U 4y Vl I ■ 4y ■ ÄU 4y Universität» - Bilch- unb StelnbnidereL General-Anzeiger für Gberheffen Die he> 45-48 81 67 47-61 84- 60 40-00 et Neues probieren heisst oft. Zeit verlieren. 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Marz '.Wie das .Neue Tagel'Icm' t Lustschiffbau Zeopelin in Friedrichs lia'en erfühlt, beruht die \ richt, die Negierung vlone die Grüuduua und Unter altimq - ReichSanstalt iür Lultschifsahrl uiid Alngte mf nm dein c«, Friedrichs haken und inner der Leitung des Oha'en Zevrklu einen, Irrtum. Dem Graien Zeppelin in von einem solchen nichts befmmt, und er glaubt auch nicht, daß envaS be,a:i nach Friedrichshafen komme. Diese Nachahmungen weise man ab« zurück und fordere ausdrücklich <* 49*/.-51 */. f? 437,-45 j.58 .jnfitötnK' -tinialmon sä»; ijnöint von. 5 vormittag' Ochsen. DoNveischiqe, au8gemänete, liöcbften Echlacht- ivertes in, Alter von 4-7 Jahren .... Tie noch nicht gezogen haben tungejocht) . . $unge, fleischige, nicht auSgemäftete und ältere ousgemäiletr Bullen. Vollsleischige, ausgeiv^ höchsten Schlachtw. . . BoUfleischige, jüngere.......... Fan en. R ü b i. Pollsteischlge auSgemäftete Färsen höchsten Schlachtivertes........... 4 oUsleischige auSgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren..... Wenig gut eutiutdelte Färsen....... Aeitere ousgemäslete Kühe und wenig gut ent- roidelte jüngere Kühe......... Atävig genährte Kühe und Färsen Mal v ec. Feinste Mastkälber Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . . . Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber c. dj a 's. Weidemastschafe: Piastlämmer und btaithanimel Schweine. Pollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgelvicht .............. PoUsleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht Pollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht .............. Vollsteijchige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht . . . Fettjchweine über 150 kg Lebendgewicht . . 1 Päckchen 10 Pfg. 3 Stück 25 PU N»r «cht mil Mefer Marl«—droyi'Ler , o • ausreden laßt, verliert nutzlos 5® tofii Dtrfabxtuil m . und Geld. Lage der Schafzucht im allgemeinen und int Greife Schotten im besonderen; die Förderungsmaßnahmen des ^andwirt- schaftslammerausschusses auf dem Gebiete der Schafzucht, owie Anträge und Wünsche der Schafzüchter. O Laubach, 5. März. Im Saale des Schützenhofes sprach Lehrer Kays er aus Groß-Zimmern auf Veran- ,lassung des Gewervcvereins am Samstag, 3. März, über das sehr zeitgemäße TKema „Tie Elektrizität und ihre Verwendung in Kaus und Gewerbe". Der Gewerbeverein hat in seiner letzten Versammlung Weißbinderineister Wilh. Desch zum Vorsitzenden gewählt. Starkenburg unö Rheinhessen. Darmstadt, 5. März. In Luzern starb am 28. Februar nach längerem Leiden der Gründer und langjährige Mitinhaber der ersten Darmstädter Herdfabrik unö Eisengießerei, Phil. Noeder, im 70. Lebensjahre. --- Darmstadt, 5. März. Ter zu Ende des vorigen Fahres in Frankfurt a. M. gegründete Rlain-Rhein- Verband abclSberger*, dem bereits eine stattliche Anzahl bedeutender Gabelsberger Stenographenvereine mit nahezu 2000 Mitgliedern angehören, halt am Sonntag, den 10. März, hier seinen 1. Vertreter tag ab. U. a. finden vier Vorträge statt, in denen u. a. die Frage der .EinheitS- ficnographie' behandelt wird. --Darmstadt, 3. März. An der Großh. Turnlehrerbildungsanstalt wird vom 25. März bis 13. April wieder ein Turnkursus im Mädchenturnen statt,inden, der sür ’ Handarbeitslehrerinnen sowie für Leiter und Leiterinnen von Frauenabteilungen in Turnvereinen bestimmt ist. Cuftfcbiffabrt. — Zuverlässigkeitsslug am Oberrhein 1912. Samstag, 11. Mar: Abnahme der Flugzeuge in Straßburg. Oertliche Wettbewerbe in Straßburg. — Sonntag, 12. Mai: Flug Straßburg-Metz mit Vogesenüberguerung. Weitere Wettbewerbe in Straßburg. — Montag, 13. Mai: Ruhetag in Metz. Oertliche Wettbewerbe dort. — Dienstag, 14. Mai: Flug Metz- Saarbrücken. Landung in Saarbrücken, vorher, der kurzen Strecke Im eigenen Dr.Oetker’sBackpulver Interesse Dr.Oetker s Puddingpulver achte man stets darauf, dass man das erhält, was man haben will! Es gibt viele Nach- I) n (lo + Uo r»S \ / n- -7 1 ahmungen in ähnlichen Packungen von U' -OGIKeP VanilllA-ZuCker (5cricbts$aaL Graf wolff-Metternlch wegen Zalschspielr vor Gericht. sh. Berlin, 5. März. Nach Eröffnung ber Sitzung wird die Korrespondenz zwischen dem Zeugen Oberleutnant v. Deckhaus und dem Angeklagten Graf Wolsf-Metternich verlesen. Ter Angeklagte hat den Oberleutnant drahtlich und brieflich mehrfach zur Einlösung des nach seiner Ansicht am 1. Oktober fälligen Wechsels aufgefordert, widrigenfalls er sich an den Regimentskommandeur des Zeugen wenden werde. Der Zeuge v. Deckhaus erklärt, daß der Wechsel erst am 14. Oktober fällig war und daß er schließlich Verdacht geschöpft habe, daß er es mit Falschspielern zu tun gehabt habe, weshalb er die ganze Sache der Polizei übergeben habe. Hm weiteren Verlauf gelangte die angebliche Spio- nageasfäre noch einmal zur Erörterung. — Staatsanwalt: Es ist doch merkwürdig, daß der Angeklagte bisher von der ganzen Spionagegeschichte nichts gesagt hat. — Angekl. (erregt): Ick habe bisher davon geschwiegen, weil ich nicht einsehe, warum im alles sagen soll, was ich weiß. Wenn ich Dinge sage, die sich gegen einen Zeugen richten, so kann sich der Zeuge seine Aussage einrichten. Ms ich übrigens vor dem Untersuchungsrichter davon sprechen wollte, wurde ich grob angefahren. Schließlich gibt ber Zeuge v. Deckhaus noch die Erklärung ab, daß er die Summe von 7000 Mark, bie er Metternich schulde, bei einer Düsseltwrfer Bank in preußischen KonsolS hinterlegt habe. Die Summe werde ausbezahlt, wenn nachgewiesen ist, daß nicht falsch gespielt wurde. — Hierauf wurden die weiteren Verhandlungen auf morgen vertagt. sh. Berlin, 6. Marz. In dem Spielerprozeß Metternich und Genossen wurde heute ber Kriminalkommissar Hans v. Manteuffel als Zeuge vernommen. Er machte interessante Angaben über die internationale Spielergesellsck>ast und gibt ichließlich eine eingehende Personalbeschreibung ber internationalen Spieler. Die Verteidigung protestiert dagegen baß Personen in diesen Prozeß hereingezogen werden, die mit ber vorliegeirden Sache gar nichts zu tun haben. Der Vorsitzende meint, diese ausführliche Schilderung sei nötig, um bas ganze Milieu kennen zu lernen. Bert. Dr. Wert Hauer: ES wirb behauptet, daß Korff-König in Berlin sein soll: wissen Sie etwas davon? Zeuge: Ja, es wirb gesagt, daß er sich im Palais be bance aufgehalten hat. Bors, (zum Verteidiger): Wissen Sic seine Adresse? Bert.: Ich weitz sie und vielleicht wäre Korff-König bereit, gegen Zusicherung freien Geleis zu kommen. (Heiterkeit.) Der Zeuge v. Manteuffel macht dann nähere Angaben über bas Falschspiel beim Rouge et noir, unb zeigt bi es an einem Spiel Karten. Der Zeuge gibt bann noch an, daß er aus der Korrespondenz des Bankiers Pfandreier fest- gestellt habe, baß Bujes in Verbinbung mit den Falschspielern stehe. Der Graf WolN-Metternich habe ihm eingestanoen, daß er mehrmals mit Stallmann gespielt habe. Die Verhandlungen werben sodann auf morgen vertagt. Hessen-Nassau. )( Marburg, 5. März. Im vorigen Herbste stellten die hiesigen Architekten Spahr und Dörrbecker an die Stadt das Ansinnen, den langjährigen Stadtverordneten Architekt Eichelberg nicht mehr zur städtischen Baukommission ^uzu- lassen, weil er seine Privatinteressen denjenigen der Stadt vorziehe. Nachdem die Stadtverordneten ihrem angegriffenen Kollegen ein Vertrauensvotum ausgestellt hatten, wiederholten die beiden Architekten ihre Beschuldigungen gegen E. durch ein Eingesandt in der Presse. E., der trotzdem wieder in die städtische Baukommission gewählt wurde, strengte gegen S. und T. Beleidigungsklage an. Sie nahmen .den Schutz des § 193 (Wahrung berechtigter Interessen) in Anspruch, den ihnen das-Gericht nach längerer Verhandlung auch zubilligte. E. hat gegen dieses Erkenntnis Berufung eingelegt. ** Staatliche Betriebskrankenkasse. Bei der am 4. März in Homberg a. O. für Oberhessen vorgenommenen Wahl der Vertreter zur Generalversammlung wurden gewählt: 1. Linker Georg in Schadenbach (Oberförsterei Homberg)- 2. Machleid Heinr., Scyreibgehilse in Alsfeld (Amtsgericht Alsfeld); 3. Richtberg Heinrich Ludwig in Romrod (Dberförfterei Romrod); 4. Gaßner Georg, Geometer in Alsfeld bei ber Felbbereini- aung; 5. Mack Heinr. in Hausen (Oberförsterei Schiffenberg) ; 6. Eifert Konrad, Schreibgehilse in Romrod (Oberförsterei Romrod): 7. Leo Christoph, Geometer in Alsfeld bei der Feldbereinigung; 8. Seibert Gottfried, Schreibgehilfe in Homberg (Amtsgericht); 9. Münch Friedrich, Bergmann, Beienheim bei der Bergwerksdirertton; 10. Dotzcrt Karl, Schreibgehilse in Alsfeld (Amtsgericht). Ms Ersatzmänner der Vertreter wurden gewählt: 1. Braun Hans, Bauschreiber in Alsfeld (Hochbauamt): 2. Volpert, Konr. in Ehringshausen (Ooerforsterei Romrod); 3. Hühn Johann, Schreibgehilfe in Alsfeld (Bezirkstage); 4. Strack Karl, Schreibgeyilfe in Homberg (Amtsgericht); 5. Gebhard Heinrich in Eschenrod (Oberförsterei Schotten); 6. Wirth Wilhelm in Eichelsdorf (Oberförsterei Eichelsdorf); 7. Kalbfleisch Werner in Grebenau (Obersörsterei Grebenau); 8. Stein Friedrich, Schreibgehilse, Bad-Nauheim (Tiefbauamt Bad-Nauheim); 9. Frreß Fritz, Geometer in Msfeld bei der Feldbereinigung; 10. Kneip-p Wilhelm, Geometer in Alsfeld bei derselben Behörde. qcroidit Mk. Aus Stadt und Land. Gieße n, 7. Marz 1912. ** Pfarrdien st nachrichten. Ernannt wurden: Pfarramtskandidat Clotz zu Beerfelden zum Pfarrvikar daselbst; Pfarramtskandidat Bausch zu Mainz-Kastel zum Verwalter der Pfarrgehilfenstelle zu Londorf, Pfarrassestent Lauten schläger zu Darmstadt zum Pfarrassistenten für Jugendpflege an der Stadt gemeinde zu Darmstadt; Pfarramts kandidat Müller zu Jugenheim i. Rh zum Pfarrassistenten der Martinsgemeinde zu Darmstadt; Psarramts- kandidat Bürstlein zu Rabertshausen zum Psarrassisten- ten zu Pfungstadt; P'arrassistent Liz. Vollrath zu Darmstadt zum Pfarrverwalter der Petrusgemeinde zu Darmstadt. Die Theologische Schlußprüsung im Januar 1912 haben bestanden: Mols Bausch von Asbach zu Marnz- Kastel; Ernst Bönning von Frankfurt a. M. zu Darmstadt; Ferd. Sür ft lein von Altenhain zu Rabertshausen; Friedr. Clotz von Odenhausen zu Beerfelden; Friedr. Müller zu Jugenheim i. Rh. Gestorben sind: der evang. Pfarrer Johs. M o f e r von Wohnbach zu Gießen am 7. Jan.; der evang. Pfarrer Ludw. Walz von Darmstadt zu Wiesbaden am 4. Febr. Zur Wiederbefetzung werden ausgeschrre- ben: die evang. Pfarrstelle an der Petrusgemeinde zu 2 armstadt; die evang. Pfarrstelle zu Ulrichstein. Die Bewerbungsfrist um die evang. Pfarrstelle zu Br auer- schwend wurde bis zum 15. März verlängert. ** Bettler- und Land st reicherwesen in Hessen 1911. Infolge gerichtlicher Ueberweisung wurde von der Landespolizeibehörde verfügt: bie Unterbringung in ein Arbeitshaus aus den Kreisen Darmstadt in 36 Fällen, Bensheim 12, Dieburg 15, Erbach 5, Groß- Gerau 8, Heppenheim 3, Offenbach 20, Gießen 10, Ms- feld 5, Büdingen 4, Friedberg 19, Schotten 2, Mainz 17, Alzey 3, Oppenheim 1, Worms 26; also aus Starkerwurg in 99, aus Ob er Hessen in 40, aus Rheinhessen in 47, insgesamt in 186 Fällen; die Verweisung aus d em Reichsg ebiet aus dem Kreise Darmstadt in zwei Fällen und Groß-Gerau in einem Fall. — Im Jahr 1911 sind infolge gerichtlicher Ueberweisung an die Landespolizeibehör- den in dem Arbeitshaus zu Dieburg 187 Personen untergebracht worden, ferner wurden 24 Personen an gemeldet, aber nicht erngeliefert Von den 187 Personen war die Unterbringung verfügt für die Dauer von drei Monaten unb weniger 1, über 3 bis unter 6 Monate 69, über sechs Monate bis unter 2 Jahre 85, von 2 Jahren 18, auf unbestimmte Zeit 14. Die 14 auf unbestimmte Zeit eingelieferten Personen befanden sich am Schluß des Jahres noch in Haft. Die Gesamtzahl der in dem Arbeitshaus au Grund landespolizeilicher Anordnungen untergebrachten Personen betrug nach hem Stand vom 31. Dezember 1911 184, darunter 16 auf unbestimmte Zett. In der Anstatt waren 220 Plätze zur Unterbringung der Nachhaftaefange- nen vorhanden. Die männlichen Sträflinge wurden mit Ko kosma11 en fl echte r ei Herstellung von Strohhülsen und Blechwaren, mit Holzkleinmachcn, Schneider-, Schuhmacher-, Schreiner- und landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt; die weiblichen mit Handarbeiten, wie Stricken, Sticken, Nähen, Stopfen usw. Die M Ein Lerl Mg «l« :;i in einer - -.m, Äali/ ’i ersten ■ringen sollst gar inzlmsa 'eineiüiert, e ;1£ Aegiernn Eignen, um Tcim da A decken, neb ^.iervativen ;.j, mit Mm hervc lelbrück, r^alsmonop angesichts bei sqndikats gei -iählich gezw Monopole zu □enn er dem rondlung Do diese Einschrc auf bie 'Jlnbi bä ber letzter zestellt hatte, ober sinb bie als sie damit ansallsteuer i liberaler Seil Liberstande in den Sstu lege zum , einzuwenden die (itträge i Spiritus uni einer höhe v, abanfallfteu sührung dies, cmnehrl wir Tie „Noi (3. März blättern am Klagen, das -N gehörij 'Gossen wer suibe, daß i Mitgliedern. iDol^jvi --S bie ßßefn a nächster W -sr Leffentlil _«int heute •f1 Clfiäruitq ?°"szgt.": z/< weitere E, '^.daß der Astern der ~*'tcn 3am- «nieten Ntrin$er Taraus ei ^£au vorers "Regierung '^vor.nichi ^Maaten Exzelle ^‘Midjei ^unzwei Än inn ^°rQ9en Rkn^rnal -’wn etten auS dem Wege zu gehen. Trotzdem sol das Bekannttnachen mit bin: Schelle für die Einwohner, die das Kreisblatt nicht halten, beidehalten werden. — Mittwoch, 13. d. M, findet im Gasthaus zur Krone hier eine Bersammluna der Schafzüchter des Kreises Schotten auf Veranlassung des Landwirtschaftskammer- AuSschusses statt. Es sotten behandelt werden: die derzeitige wegen, Aufklürungsübung in ber Richtung Diebenhofen. — Mittwoch, 15. Mai: Flug Saarbrücken -Mainz. — Donnerstag, 16. Mai (Himmelfahrt): Ruhetag in Mainz. Oertliche Flüge in Saarbrücken unb in Mainz. — Freitag, 17. Mai: Flug von Mainz nach Frankfurt a. M. mit Zwischenlandung in Darmstadt Wettbewerb im schnellen Aufsteigen. — Samstag, 18. Mai: Ruhetag in Frankfurt. Oeffentliche Wettflüge in Frankfurt. — Sonntag, 19. Mai: Flug Frankfurt-Karlsruhe. Oertliche Wettbewerbe in Karlsruhe und Frankfurt. — Montag,.» 20. Mai: Flug Karlsruhe-Freiburg. — Dienstag, 21. Mai:' v . Handel. D i e Viehpr eise, bie die Gießener Metzger für f±::j reife Tiere jetzt anlegen müssen, sind . Ochsen 92—93 Mk. ? j < 86—89 Mt, Kühe 80— 84 Mk. Kälber 82—84 Mk. S»»4 62—64 Mk. ber Zentner Schlachtgewicht. Für Schweim- , sie hier gebraucht werben, verlangen Die Lanbwine in der i> ? , 2—3 Mk. höhere Preise Der billigere Preis ist nur miri weil Gießen schon seit Monaten seinen Bedarf von einer r j beutschen Genossenschaft betteht, mit der die meisten der Me j einen Abschluß gemacht haben. — Berliner rypothekenbank '2lrttenge:H schalt. Wie aus dem Inferaieuteil ersichtlich, gelongt die ult । Fahr 1911 leügeietzte Dividende von 6', '. von deute ab zur t zadlnng. Die am 1. April lalliaen Kupons der P'anddriefc ivtch bereits vom 16. März ab eingelöu. ^Elvenrod, 5. 'DlävA. oleftem fand Hier in der Zoll tz GastwirlfchaÜ die letzte diesjährige B r e n n H s l; v e rste i q e r i. ans den Doinanlalwaldnngen finit Ter PreiS für das Blk.intz ivar etwas billiger als bei den oorantzgedenden Öedletgerj c (5s wurde befahlt für den Naummeier Buchenjcheit 6,bU l)i(„ e 6 Mk. iMCerii 4,7U Dir., Fichte 3,8V Mk., Knüppel: ^udie ö,2v f rambuche 4 Mk, Kielern 3,'.0 Alk., dichte 2 Mk., Reifer 0.8u tz -töcke 4 Alk Man beginnt das Holz schon letzt heimzuliW Eine so trübe Zeil des Abinbrens kannte man kuner Nicht L. Friedberg, 5. Marz Der bieuge S p o i • und In schußverein Hal im abgelanlenen Jahre 1911 einen (lefrei nm s a tz von 45 169 374 Mk. gehabt gegen 39 700 937 im । aangenen Jahre. Ter Reingewinn betrug 72 103 Alk. Tie ft glieberzahl betiäal 1323. ■_ . .. !-- 3! Märkte F.C. Wiesbaden. V iehb oi -M ar f tbe ri ch t vom 6. . q Antrieb : Rinder öö (Ochsen 12, Kühe 43, Bullen 0), Rälbe. L Lchaie 35, Schweine 403. Tendenz: Rinder, Kälber, Schale, Schweine mittelmäm- Prei» hir ic^ | Lebend- Lct ch