Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Sandalen > abattmarken-Ausgabe :eilung1 I vud den Verhältnissen der Einwohner Diel mehr vertraut - I'nd, als irgend eine andere Stelle. Aber der Staat müßte 1 doch wenigstens der Gemeinde hierfür eine Gegenleistung i bieten. tbeline v" 1 rerlangt werden, hinzu. Ta kommt zunächst die Aufsichtsbehörde und verlangt Auskünfte, statistische Nachweise, Berichte über alle möglichen Angelegenheiten, Aeußerungen über Verhältnisse und Betragen von Personen usw.; es kommen die Berufsgenossenschaften, Versicherungsanstalten, ilmtsanwälte usw. und verlangen umfangreiche Vernehmungen und Feststellungen und eine große Anzahl sonstiger Lehörden mit allen erdenklichen Anliegen und Wünschen. Es soll nun nicht empfohlen werden, gerade diese letzteren Tienstleistungen für den Staat den Organen der S>emeindeoerwaltung abzunehmen, denn in Dielen Fällen kann die Erledigung der Ersuchen nur durch die Bürgermeistereien in der richtigen und gewünschten Weise ge- : sch eh en, weil diese eben mit den örtlichen Verhältnissen Leistungsfähigkeit angelangt finD. Es soll hiermit weiter dem Publikum klar gemacht werden, daß die Ersparnisse im, Staatshaushalt, die fetzt so schön aussehen, doch nur auf Kosten der Gemeinden geschehen, daß aber da, wo auch wirtlich gespart werden könnte, kein Mensch getraut, die Hand anzulcgen. Der Kaiser bei den Ausgrabungen in Korfu. Achillei on, 7. Mai. Ter Kaiser, der auch den heutigen Nachmittag bei den Ausgrabungen in Monrepos zubrachte, hat an das kaiserliche archäologische Institut in Berlin folgendes Telegramm gerichtet: Tempel von Eardakt ganz sreigelegt, Eolla 8,40 Meter breit und wahrscheinlich 11,50 Meter lang, enthält in der Mitte Groß- basis des Kultbildes, in deren Fundamente ältere, flache Steinschalen, 0,85 Meter breit, eingebaut sind. Säulen der Ringhalle teilweise wieder aufgerichtet, haben Die unbeschädigten/ eine Höhe von 2,96 Meier, unterer Turchmesiec 0,62 Meter, oberer 0,46 Meter. Alle Achsenweiten, auch Die Eaachsenweiten, 2,27 Meter, letztere abweichend von den sonst üblichen dorischen Bauten. Die, Kapitäle haben eine Höhe von 0,38 Meter. Ihre Form ist ähnlich wie bei der Ringhalle des öetatompeDon Athens. Die Breite des ganzen Tempels beträgt 11,96 Meter. Am Tempel der Gorgo Grabungen beendet. Platz zwischen Tempel und Altar ganz auigedeät. Vom Tempeldach nmgemalte architektonische Terraröttcn gefunden. Ter große mit Triglyphen und Metopen geschmückte Altar liegt nach Abbruch der Darüber stehenden Klostermauer frei. Ringmauer des Bezirks im JlorDen aufgedectt. Grabungen an verschiedenen Stellen der Insel ergaben noch keine mykenischen Repe, die cu' das ehemalige Vorhandensein der Phäaken Hinweisen könnten, doch sollen die Nachforschungen nach den Phaaken longesetzt werden, .Gezeichnet Wilhelm 1. K. Aus Hessen. Ein pariameutatischer Bierabend. rb. Tarmftadt, 7. Mai. Tie Mitglieder der Zweiten Kammer scheinen das Bedürfnis gehabt zu haben, einmal wirklich ganz unter sich zu sein. Zu dem geselligen parlamentarischen Bierabend, den Kammerpräsident Köhler heute abend in den Sitzungsräumen der Zweiten Kammer veranstaltete, sind weder Vertreter der Regierung noch der Presse eingeladen worden. Tie nationalliberale Fraktioa und die Beamlenbesolduag. tb. Tarmstadr, 7. Mai. Tie nationalliberale Fraktion des hessischen Landtags hielt heule ncupmittag eine bis in die Abendstunden hinein andauernde Beratung ab, bei der die Stellung der Frattion zu den Regierungsvorlagen betr. die B e a m t e n b e s o l d u n g s r e, o m näher erörtert wurde. Eine Zustimmung ober Befriebiguug .. Sdtfame Beschlüsse der elsaß-lothringischen zweiten Kammer. Herr v. Bethmann-Hollweg erlebt an seinem Werk, dem neuen elsaß-lothringischen Landtag, wenig Freude. Wir haben vor cütigcr Zeit schon den Falt erwähnt, wo die Eisenbahnverwaltung einer Fabrik Aufträge entzogen hat, weil deren Leitung deutschfeindliche Tendenzen in ausfälliger Weise geduldet und direkt gefördert hat. Tiefe Fabrik hat nun offenbar die elsaß-lothringische Zweite Kammer mobil gemacht, und die Regierung erlitt bei der Abstimmung eine glatte Mederlage. Sie erhielt allerlei Belehrungen und Verwarnungen. Im Reiche werden diese Dinge sehr großes Bedauern Hervorrufen, und allgemein wird der Wunsch entstehen, daß die Regierung auch weiterhin den Bestrebungen der Welschlinge kräftig entgegentreten möge: Straßburg, 7. Mai. Tie Zweite Kammer des Landtages besaßtc sich in fünfstündiger Sitzung heute mit der Anfrage sämtlicher Fraktionen über das Verhalten der Regierung in der Angelegenheit der e l s ä s s s i s ch e n Maschinen- i a b r i k in G r a s e n st a d e n, der wegen der deutsch-feindlichen Haltung des Tirektors Heiler gewisse Staatsaufträge vorenthalten wurden. Tie Aussprach war äußerst stürmisch. Es wurde eine Entschließung einsiimniig angenommen, wonach die Kam- merauidasschärsstedasVerhaltenderRegierung mißbilligt und fordert, daß sie in Zukunft mit Nachdruck die elsaß-lothringischen Interessen vertrete, um damit ihr Verhalten wieder gut zu madyen. Auch fand ein von der Sozialdemokratie beantragter Zusatz, daß die Regierung in Zukunft Die Gesinnungsschnüffelei unterlasse, eine Mehrheit. Unterstaatssekretär Mandel gab an, Tirektor Heiler leite Mit den vorstehend aufgesührten Arbeiten und Handlangerdiensten, die die Gemeinden dem Staate leisten Nüssen, ist das Gebiet keineswegs erschöpft, sondern es 1: dies nur ein kleiner Teil. Es joll damit nur erreicht derben, daß die Gemeinden und die in Betracht kommen- ten Beamtenverbände endlich einmal Stellung nehmen zu ter Sache und energisch Front machen gegen die bekannte uird beliebte Mwälzungspolitik des Staates. Tic Gemein- J. i dadurch gezwungen, ihre Umlagen immer mehr erhöhen, so daß manche fchon jetzt an der Grenze ihrer lang die Bestellungen einzuhalten, bis Wandel in der Fabrik geschaffen sei. Entzogen sind die Aufträge der Fabrik auch nicht worden. Unterstaatssekretär Mandel sei vom Minister v. Breitenbach auigeforbert worden, zur Lösung der Angelegenheit mit der Fabrikleitung zu unterhandeln. Tas sei geschehen, aber zu einer völligen Erledigung sei es aber nicht gekommen. Er habe erwartet, daß der Aufsichtsrat der Fabrik zusammentreten werde, um über den Vorschlag zu entscheiden, ob man den Auftrag des Ministers weiter bekommen und den Tirettor Heiler entlassen wolle, wobei noch eine Wartezeit bis zu einem Jahr zuge- ftanben wurde, ober ob man auf die Aufträge verzichten wolle. Tie. Arbeiterschaft, wenn die Grafenstabencr Fabrik Den Betrieb einitellen sollte, vor Einbußen zu bewahren, das sei auch die Absicht des preußischen Eisenbahnministers, indem dann eine neue Fabrik an die Stelle der alten treten solle. Mer die Entscheidung liege bei der.Ärafenstadener Fabrik. Tie nachfolgenden Redner Wetterle, Zimmer, Trumm, Burger, Emmel und Martz wurden durch diese Erklärung nicht befriedigt. Sie hielten ihre alten Behauptungen der einseitigen Bericht- eritattung, eines fehlerhaften Versäumnisses, .Den Angeklagten nicht zur persönlichen Rechtfertigung aufgefordert zu haben, aufrecht. Vor allem wurde auch hervorgehoben, daß Die Vorgänge von Der größten Sckmdigung für die elsaß-lothringische Industrie sei, da man in Altdeutsdlaud geneigt sei, der elsaß-lothringischen In- bultrie eine antideutsche Tendenz .unterzuschieben. In Mülhausen seien schon Kündigungen von Aufträgen durch altdeutsche Abnehmer erfolgt. Tem Vorwurf, daß die dem Tirektor Heiler zur Last gelegten Fälle sehr unbedeutend seien, setzte der Staatssekretär Freiherr Zorn von Bulach entgegen, daß es ftch teilweise wohl um Kindereien handele. Aber eine Fabrik, die für 4 bis 6 Millionen Mark Aufträge bekomme. Müsse dafür sorgen, daß ihre Tirektoren sich nicht in kindischen Demonstrationen und Tatt- losigkeiten gefallen. , Nächste Sitzung Dienstag 3 Uhr. Eine deutsche $arm in Marotto geplündert. Von dem heißen Boden Marokkos wird wieder einmal ein deutsch-französischer Zwischenfall gemeldet. Französische Truppen haben ohne jede Veranlassung eine deutsche Farm ausgeraubt! Das kennzeichnet wieder einmal die Achtung, die die Franzosen vor dem deutschen Namen haben. Hoffentlich besteht die deutsche Regierung nachdrücklich auf schwerer Bestrafung der Beteiligten. Der deutsche Gesandte soll bereits Vorstellungen erhoben haben. Berlin, 8. Mai. Tem „Berliner Tageblatt" ist von dem Mitinhaber Rensch hau s en der bei El Ksa r geplünderten Farm folgendes Telegramm zugegangen: Kötz- schenbrodan, 7. Mai. Firma in Larasch meldet, 150 Mann der unter französischem Kommando steheM den Truppen haben unsere Farm Astot in Ulad BessM ohne begründete Veranlassung in barbarischer Weiseübersallen und geplündert. Unsere einheimischen Arbeiter wurden geschlagen und gefangen abgeführt. Der Schaden ist noch rnibetamit. Ter „Berliner Lokalanz." meldet au? Tanger: Ter deutsche Gesandte Frhr. v. Seckendorfs hat wegen der Plünderung der deutschen Farm energische Vorstellungen bei der französischen Botschaft erhoben. Tie französischen Behörden haben strenge Untersuchung zugesagt. gericht, das Bezirkstommando, die Bezirtskasse usw. mit Ersuchen um Zustellung von allen möglichen Sachen. Die Zustellung der Steuerzettel und der Anforderungszettel über alle anderen Staatsgefälle geschieht durch den Polizeidiener, während die Zustellung der Mahnzettel, weil diese pro Stück 10 Pfg. einbringen, durch den staatlichen Steuerboten erfolgt; das ist doch eine offenbare Ungerechtigkeit. Die Steuerzettel des Staates von inzwischen verzogenen Steuerpflichtigen (es sind dies manchmal gar nicht T wenige) muß die Gemeinde auf ihre Kosten per Poft ver- i senden; das Finanzamt lehnt dies ganz entschieden ab. See hat denn eigentlich ein Interesse an der Zustellung der Staatsfteucrzettel; die Gemeinde doch wahrhastig nicht; warum trägt aber der Staat nicht auch die Kosten? Wenn die Arbeit, die die Polizeidiener im Interesse des Staates leisten müssen, schon recht erheblich ist, so kommen weiter noch die auch nicht zu unterschätzenden Leistungen, die von dem Bürgermeister und seinem Bureaupersonal in der Fabrik tätig waren, hätten sich nicht gestellt, seien vielmehr vor der Aushebung nad) Frankreich gegangen, und hätten in der Filiale _ der Fabrik in Belfort wieder Beschäftigung gefunden T e n tsche Arbeiter würden so gut w i e gar nicht ein» gestellt. Unter den 2000 Arbeitern und Angestellten der Fabrik seien nur je 4 altdeutsche Arbeiter und Angestellte. Tie Berichte seien im Original nach Berlin gegangen, worauf der preußische Eisenbahnminister geantwortet habe, es seien aus S e l b st a ch - Der italienisch-tü rösche Krieg. Heber die Besetzung von Rhodos durch die Italiener veröffentlicht Die „Agcnzia Steiani" noch folgende Einzelheiten: Von der Bucht K a l itä a , wo Die Landung stattsand, marschierten Die Italiener geradewegs nach der Stadt Koskinu, Die sie widerstandslos, aber nach Uebcrwindung nicht unbedeutender Terrainschwierig- leiten erreichten. Von Dort marschierte eine Abteilung nach Kopfnel, während das Gros ans A fgaru-SanD r n 11 a dirigiert wurde und hierbei auf den Smithhöhen mit dem Feind zusammen sti c ß, der von Dort vertrieben wurde. Die Truppen kampierten in der Nacht ans den genommenen Höllen und setzten am nächsten Morgen Den Marsch auf Die Stadt Rhodos fort, Die ohne weiteren "ampf erreicht wurde. Tie Truppen fanden hier seitens der Bevölkerung freundliche Aufnahme. In Der Nacht vom 4. zum '5. Mai verlor ein Unterosfiz ie x, der sich nach der Munitionskolonne umsehen sollte. Den Deg und wurde von einer türkischen Abteilung, Die sich Don der Stadt Rhodos zurückzog, gefangen. Gestern empfing General Am e g l i o verschiedene Konsuln und Ver ■ tretet der Behörden. Tas türkische Komitee für Einheit und Fortschritt ließ in der der Besetzung der Stadt Rhodos voraufgegangenen Nacht das Strafgefängnis öffnen und setzte etwa dreihundert gemeine Verbrecher in Freiheit. Ein Ueberfall bei Terna. Terna,?. Mai. (Agenria Stefani.) Eine Alpenjägerpatrouille wurde auf einem Relobnoszierungsgange plötzlich von dem Gewehrfeuer versteckter Beduinen, bei denen ein^türkischer Offizier war, überrascht. Tiefer feuerte mehrere Schüsse gegen den italienischen Leutnant, der die Patrouille führt, ab. Tie Alpenjäger erwiderten das Feuer, verwundeten den türkischen Offizier und töteten einen Be - duinen, worauf die übrigen flohen. Ter verwundete tür- kische Offizier rief um Hülfe, und als der italienische Leutnant sich näherte, schoß er zweimal, jedoch ohne Ergebnis. Ter italienische Offizier schoß auch. Ter Türke, der kurz nachher verschied, wurde als der Offizier Eaman Mabd'i erkannt; der tote Beduine ist ein Führer des Stammes Mansur. Die letzten Kämpfe in türkischer Beleuchtung. Konstantinopel, 7. Mai. Wie das Kriegsministerium mitteilt, haben die Julien er in der Nacht zum 3. Mai Die Ruinen von Lebda bei Homs angegriffen. Die Türken und Araber leisteten bis rnm Morgen Widerstand. Die Italiener erlitten große Verluste und ließen ihr Kriegsmaterial im Stiche. Tie Türken und Araber hatten Drei Tote und 12 Verwundete. Nach einem neuen Kampfe bei Holms am 4 Mai zogen sich die Italiener auf der ganzen Linie mit 19 Toten und 6 Verwundeten zurück. An demselben Tage kam es südlich von Krua an der Ostküste von Tripolis zu einem Gefecht mit einer italienischen Abteilung, die über vier Batterien und zwei Maschinengewehre verfügte. Die Abteilung zog sich schließlich unter bedeutendenVerlustenin dieAefej.igungen zurück. Die Türken und Araber hatten 21 Tote uno zwei Verwundete. äkf • Fen Die Belastung der Gemeinden mit staatlichen Ausgaben. Von einem hessischen Gemeindebeamten er halten wir folgende Zuschrift: Unter obigem Titel ist in Nr 5 des „Hessischen Kom- munalbeamten" ein Artikel von Bürgermeister Tr. Völsing in Alsfeld erschienen, der es wert wäre, dem Publilum zugänglich gemacht zu werden. Wer die Verhältnisse genau kennt, muß dem Bersasjer vollständig beipflichten, der zu dem Schluß kommt, das; die ganze Sparsamkeitspolitit des Staates weiter nichts bedeutet, als eine Abwälzung staatlicher Ausgaben auf die Gemeinden. Nicht nur direkte finan zielte Leistungen worden den Gemeinden neu aufgebürdet, wie z. B. die Kosten der Revision der Rechnungen, die Kosten der Schulen usw., sondern die Organe der Gemeindeverwaltungen werden immer mehr zu staatlichen Leistungen herangezogen, die, besonders m größeren Gemeinden Don etwa 2000 Einwohnern an, recht bedeutend sind. Will die Gemeindeverwaltung nun diese staatlichen Aufgaben auch ordnungsmäßig erledigen, Dann muß das notwendige und auch befähigte Personal zur Verftigung stehen. In einer Gemeinde von ca. 2000 Einwohnern wird irgend ein Bürger zum Bürgermeister gewählt, der sich, wie dies in den weitaus meisten Fallen zutrifst, bisher nicht in dem Maße an der Verwaltung beteiligen konnte, um nun mit einem Male in der Lage zu sein, die Geschäfte der Gemeindeverwaltung selbständig führen zu können. Es sind dabei so viele und so inannigsaltige Gesetze, Verordnungen, Tienstamveisungen ulw. zu beachten, deren Kenntnis nur von einem ent» T q ans la-Batist. Nute 400 Schulstrass®4 Telepho11 ■ Nr. io8 _____Erster Natt 162. Jahrgang Mittwoch, 8. Mat (<ü2 Sa! /5T X ▲ ▲▲ ....... . General-Anzeiger für Gberhefsen MM für iieiagenumm" no,ah°isörud lind Verlag öer vrühl'schtn Uaiv.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Rtdattion, Lrpedition und Crudcrci: Lchttlftrahe 7. uu!> bis vormittags s Uhr. ____________________________VLdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschäflsstelle Bahnhofstraße 16a. B--k. an xSKsFte ru®12, sprechend vorgebildeten und bereits praktisch tätig gewesenen Mann verlangt werden kann. Tie Anforderungen, die an einen Bürgermeister gestellt werden, sind so vielseitig und so umfangreich, daß jede größere Gemeinde gezwungen sein wird, ihrem Bürgermeister eine tüchtige Hilfskraft beizugeben, wenn anders nicht die Verwaltung und damit,.. . .. m G die ganze Gemeinde Schaden nehmen soll. Auf diese Not- beiden Vereine der Fabrik in vollrg sran^osiiches wendiakeit hat die neue ^anDacmeinhporhnimn frfinn abrwa,, er. Er habe Die bisherigen Leiter der 5abnrtort» JS;-™ 8- I budungssdmü entfernt, um Den deutschen Schutt lispelt or nicht zur dacht genommen, und es ift dem Burgermelster in größeren Kontrolle zu haben. Zwei junge Leute, Die vor ihrer Aushebung Gemeinden das Recht eingeraumt, Die Anstellung eines 1 - . - - ■ -- - - - - RatschreiberS auf Gemeindekosten zu verlangen. Ties gereicht unter keinen Umständen einer Gemeinde zum Nachteil; wenn man jedoch berücksichtigt, dasß eben Die große \ Arbeitslast bei den Bürgermeistereien durch die nicht sehr lobenswerte Abschiebungstheorie des Staates entsteht, dann muß man sich fragen, warum läßt denn der Staat nicht auch die Geschäfte, die doch nur in seinem Interesse und in seinem Namen von den Bürgermeistereien wahrgenommen werden, durch von ihm anzufteltende Beamte erledigen? So föiinten z. B. die Zeugenvecnehmungen für die Amts- und Staatsanwaltschaft, die Zustellungen von Beschlüssen und Verfügungen der Gerichte usw. ganz gut Durch Die Gendarmerie erledigt werden, der Auffichtsdlenst brauchte Deshalb doch nicht notzuleiden. Eine sehr große Arbeit verursacht der Staat den Zuftellungsorganen Der Gemeinden (Polizeidienern) durch alle möglichen Aufträge. Da kommt das Kreisamt, das Finanzamt, der Amtsanwalt, Der Staatsanwalt, der Untersuchungsrichter, das Amts- Der Jahresbericht der hessischen Sewerbeinspettoren über ihre amtliche Tätigkeit un Jahre 1911 ist erschienen. Diese Berichte sind gesetzlich vorgeschrieben und eigentlich nur zur Vorlage an den Bundesrat und Reichstag bestimmt. Sie sollen den Vorschriften entsprechend theoretische Erörterungen möglichst vermeiden und sich nur auf die Mitteilung von Tatsachen und Wahrnehmungen beschränken. Die Berichte enthalten wiederum vieles in sozialpolitischer und volkswirtschaftlicher Beziehung interessantes Material. Dem Berichte des Beamten für Oberhessen entnehmen wir folgendes: 1735 Betriebe unterstehen der Aufsicht der Gewerbeinspektion und beschäftigen zusammen 20 226 Arbeiter männlichen und weiblicl^en Geschlechts. Davon entfallen auf den Kreis Gießen 648 Anlagen mW 10 475 Arbeiter, auf den Kreis Alsfeld 167 Anlagen und 1517 Arbeiter, auf den Kreis Büdingen 171 Anlagen mW 1668 Arbeiter, auf den Kreis Friedberg 497 Anlagen und 4246 Arbeiter, auf den Kreis Lauterbach 127 Anlagen und 1413 Arbeiter, auf den Kreis Schotten 125 Anlagen und 907 Arbeiter. Unverkennbar ist in der aesamten Industrie der Provinz, besonders aber in der der Nahrungsmittelindustrie sowie im Bekleidungs- und Neinigungsgewerbe die wachsende Zuhilfenahme weiblicher Arbeitskräfte. So hat die Z i g a r r e n i n d u st r i e, die vor allem im Kreis Gießen daheim ist, im vergangenen Jahr 285 Arbeiterinnen mchr beschäftigt. In der Stadt Gießen liegen 21 Zigarrenfabriken mit 1131 Arbeitern, auf den umliegenden hessischen Dörfern 41 Fabriken mit 1889 Arbeitern. Insgesamt finden danach rund 3000 Personen in der Zigarrcnindustrie des Kreises Gießen Beschäftigung. Für weibliche Arbeiter schreibt die neue Gewerbeordnung einen Max i malar b e its t a g von 10 Stunden und Samstags von 8 Stunden vor. Auch muß Samstags um 5 Uhr Feierabend sein. Wer zur Ueberarbcit genötigt ist, kann dazu Mter bestimmten Voraussetzungen für 40 Tage im Jahre die iMSamUiche Erlaubnis erhallen. In dem letzten trockenen und langen Sommer kam diese Ueberarbcit den Saisonbetrieben der Provinz den Dampjwaschanstalten und Mineralwassersabriken sehr zu itatten. Die Verwendung lugendlicher, d. h, unter 16 Jahre alter Arbeiter zu Ueberarbcit urw wahrend der Nachtzeit ist redoch verboten und es mußten wegen Zuwiderhandlung gegen dieses Verbot einige Fabrikanten angezeigt werden. Den Gawvirtsgchilfen muß nach der Gewerbeordnung in größeren Städten alle 14 Tage ein 24 stündiger Ruhetag gewährt werdeii. Davon wollen aber selbst manche Gehilfen ivegen des Verdienstentgangs nicht viel wissen und es ist in B a d -N a u - herm vorgekommen, datz die Kellner und Köche verschiedener Hotels verabredclermaßen ihrem eigenen Betrieb 24 Stunden fern blieben, diese Zelt über aber in einem anderen gleichen petrub Dienste verrichteten. Man tauschte miteinander. Streiks fanden in 4 Gewerbebetrieben statt. Sie brachten nur teilweise Erlolge für die Ausständigen. In 2 Betrieben gingen die,e sogar ihrer Arbeitsstellen verlustig t,-.?ÜJrr^Kbcbtet1ncbeK lnu Lehrlingsausbildung bietet vielleicht die folgende Entscheidung über die Haltung von Lehrlingen einiges Interesse. 0 In einer Apparatebauanstall und Kesselschmiede, in der in der Hauptsache ein «pezialartikel «Gasometer für Azetylenaas- apparate hergestellt wurde, die Arbeitsverrichtungen Fellen Bohren, Nieten, Schmieden u. dergl.) aber die gleichen sind wie in jeder Schlofterwerkuatt, fand der Beamte bei insgesamt Arbeitskräften ^darunter 3 Söhne des Betriebsinl-abers, 15 Lehrlinge Mit schriftlichen Lehrvertrag eingestellt. Ter Betrieb trua einen sabrikartlgen Charakter und der Jichaber wollte von einer Zugehörigkeit zur Handwerkskammer nichts wissen. Es «vurd: daher au, Ersuchen der Gewerbcinspcklion durch die Orlsvolizeibehördc dem Lehrherrn, weil er eine im Mißverhältnis ;u dem Umfang uiw der Art des Betriebes stehende Zahl von Lehrlingen halte und dadurch die Ausbildung derselben gelahrdct ici, auigeaeben' die Weiterami ahme von Lehrlingen so lange ;n Unterlasten bis chre Za^ Zen uw Schtosjer^det.rrehe «ultigcn Vorschriften der diese Vortagen wohl bei keinem Kammermitglied gesunden. Es wurde allgemein dem Bedauern darüber Ausdruck gegeben, daß die Negierung trotz der langen Hinauszögerung der ganzen Angelegenheit statt der seit Zähren geforderten organischen Besoldungsreform doch nur ein vorgelegt und eine prozentuale Gehaltsaufbenerung rn Vorschlag gebracht lut. Es erscheint ausae schloßen, daß sich für die Regierungsvorlagen eine Mehrheit in der Kammer finden wird. Tie Stimmung in der nationalliberalen Partei gelft allgemein dahin, daß auf Grund der jetzigen Re- gierungsvorfchläge für dieses Jahr eine pensio^ns- sähige Teuerungszulage für das laufende ^zahr bewilligt und die Regierung um s ch le un i a st e V o r l ag e einer organischen Besoldungsordnung ersucht wird. Die der Lehrerschaft von der Regierung bewilligte Verbesserung erscheint der Partei zu gering: es soll dahin gewirkt werden, daß wie bei den mittleren Beamten statt der 11 prozentigen eine 15prozentige Gehaltsaufbesserung für die Lehrerschaft erreicht wird. Die Oberbürgermeisterposten in Berlin und Zranffurt. Berlin, 8. Mai. Da nach wie vor mit dem Rücktritt des Oberbürgermeisters Kirschner gerechnet wird, besprachen gestern die Frakttonsvorstände im Stadtverordneten kollegium die in der Hauptsache in Frage kommenden Kandidaten. Dem Berliner „LokalanA." zufolge handelt es sich zurzeit um folgende Persönlichkeiten: Oberbürgermeister Dr. Kö rte-Königsberg i. P., Oberbürgermeister Riebe-Halle a. d. S., Staatssekretär a. D. Dernburg und Staatssekretär Wermuth. Das „Berliner Tageblatt" meint, es könne schon jetzt kaum noch von einer Kandidatur Wermuths, sondern von dessen bereits ziemlich sicher bevorstehenden Wahl gesprochen werden. Verschiedene Blätter schreiben, Wermuth würde auch in Frankfurt a. M. als Nachfolger des Oberbürgermeisters Adickes gerne geseben, es verlaute fedoch, daß er lieber in Berlin bleiben würde. Ein Morgenblatt will wissen, Herr Wermuth habe sich schon bereit erklärt, das Oberbürgermeisteramt zu übernehmen. Deutscher Reich. Zur Stichwahl in Varcl-Jcvcr, die am 9. Mai stattfindct, hat die nationalliberale Reichstagsfraktion folgendes Telegramm an die Parteigenossen des Wahlkreises gerichtet: Für die bevorstehende Stichwahl können wir unsere dortigen Parteifreunde nur dringendbitten, alle etwa vorhandenen Gvürwe und Ver st immun gen beiseite zu setzen und einmütig für Herrn Dr. Wiemer einzutreten. Möchte dieser Mahnruf in letzter Stunde nicht unbeachtet verhallen. Wir bitten um Veröffeutlichuna dieses Telegramms in der dortigen Presse und möglichste Verbreitung unter den dorttgen Parteifreunden. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet: Der Reichskanzler empfing den Botschafter in Konstantinopel Freiherrn Marschall v. Bieber st ein. Arbeiterbewegung. Von den nationalen Arbeiterverbanden. Tie „Tägliche Rundschau" meldet aus Berlin: Der Hauptausschuß der nationalen Arbeiterverbände hat an den Verein deutscher Arbeitgeberverbande die Bitte gerichtet, vei Aussperrungen Arbeiter der nationalen Verbände nicht mitauszuspcrren und sie, falls es zu einer Betriebscinstel- lung kommt, durch Einstellung in andere Verbände vor Not zu schützen. Ter Arbeitgeber-Verein hat seine Mitglieder von der Anregung in Kenntnis gefetzt und sie ersucht, sich gegebenenfalls, seiner Vermittelung zu bedienen. Hessischen Handiverkskammem angepaßt sei. Nach bicicn durften überhaupt nicht mehr als 8 Lehrlinge eingestellt werden, dies war die Höchstzahl. Auf Beschwerde des Inhabers enttchrcd der Kreisausschuß, daß das Verhättnis von 15 Lehrbuben zu 7 Gesellen als ein Mißverhältnis angesehen werden müsse und der Ausbildung nadtfeilig sei. Es sei eine allgemein gültige Grenze aber für die Höchstzahl der Lehrlinge könne nicht angegeben werden, weil dies von der Lage des einzelnen Falles abhänge. Einerseits sei hier zu berücksichtigen, daß zu den Gesellen die drei Söbne des Firmeninhabcrs zählten, die ihrer Ausblldung nach über den Durchschnitt gewöhnlicher Gesellen .stehen, andererseits zu bedenken, daß bei Ucberhäufung mit Aufträgen man sich wenig oder gar nicht mit den Jungen abgeben könne. Den Gewerbeinsoektoren ist auch die Durchführung des Kinderschutzgesetzes übertragen. Nach den ftatiitifdien (Erhebungen werden unter 49185 Schulkindern der Provinz 500 Kinder mit gewerblichen Arbeiten beschäftigt, d. i. 1 Prozent aller Schulkinder. Davon wiederum tragen nicht weniger als 300 Zeitungen aus. Nur 28 Kinder verrichten eigentliche Werk- stattarbellen wie Garnspulen, Tabakentrippen, Stuhlsitzflechten, Putzlumpennähen. Ihre Beschäftigung kann, wie dies auch manche Klagen von Lehrern bestätigt haben, unter Umitänden die Gesundheit und den Schulunterricht nachtcllig beeinflussen. Tie Kontrolle dieser Beschäftigungen in den elterlichen Wohnungen bietet afcer mannigfache Schwierigkeiten, zumal die Eltern selbst alle Hebel in Bewegung setzen, die Beamten zu täuschen und sogar nicht davor zurückschrecken, ihre Kinder zu unwahren Aussagen zu veranlassen. Ein Wirt bat die Gewerbeinspektion, auf Grund des Kinder- schutzgesetzes ihm selbst die Beschäftigung von Schulkindern zu untersagen, die auf einen in seinem Garten befindlichen und an einen Verein verpachteten Lawn-Tcnnisplatz beim Spiel die Bälle sammelten. Man möge ihn für den Arbeitgeber erflären, er wolle die Jungen, die sich stundenlang müßig auf seinem Anwesen Herumtreiben und alles Mögliche anstellen, los werden. Auch die Lehrer der Jungen machten eine Eingabe an den Schulvorstand, er solle, well diese Beschäftigung die Kinder in der Anfertigung ihrer Schularbeiten hindere, ein Verbot bei Großh. Kreisamt erwirken Es lag aber keine gewerbliche Kinderarbeit vor, sondern eine sportliche Veranstaltung eines Vereins, der nicht zum Wirtschaftsbetrieb gehört. Tas Kinderschutzgesetz konnte also nicht in Anwendung kommen. Betriebsunfälle wurden im Jahre 1911 der Gewerbeinspektion 358 mitgeteilt: darunter befanden sich verhältnismäßig wenig schwere Unfälle. Zwei verliefen tätlich. Während in einem Falle niemand eine Schuld traf, mußte in dem zweiten Falle ein Backsteinfabrikant, in dessen Lehmkautc infolge unvorschriftsmäßigen Abgrabens ein Arbeiter verschüttet wurde, wegen fahrlässiger Tötung angezeigt werden. Tcr Bericht erwähnt auch den tödlichen Unfall eines Sträflings, der die überaus große Feuergefährlichkeit des Zelluloids dartut. Ter Gefangene wollte nach Feierabend die ganz wenigen Abfälle vom Boden auflesen, diese fingen Feuer und im Nu stand der Mann ist Flammen. In den Schuhfabriken des Bezirks sind auf Grund der neuen berussgenossenschaftlichen Vorschriften die Maschinen in praktischer Weste mit Schutzvorrichtungen versehen worden. In zwei Mineral- wasterfabrilcn hat man durch die Anschaffung verschiedener selbsttätiger Maschinen (Spülmaschine, Abfüllapparate) die früher häufigen Schnittwundenverletzungen erheblich vermindett. In den Steinbrüchen ist im allgemeinen ein vorschriftsmäßigeres Arbeiten zu verzeichnen gewesen. In der Regel sind es aber immer dieselben Brüche, die zu einem strengeren Einschreiten veranlassen. In einem Steinbruch traten .sogar einige Arbeiter bei der Revision an den Gewerbeinspektor heran und brachten in Gegenwart des Aufsehers bittere Beschwerde wegen des gefahrbringenden Abbaues, zu dem sie angcbalten würden, vor. In einer Bierbrauerei erwies sich der von der Berufsgenossen schäft vorgeschriebene Schutzhelm mit künstlicher Zufuhr reiner Luft sehr zweckdienlich; durch seine Zuhilfenahme wurde nämlich ein großes Unglück vermieden, als aus der Eismaschine Amoniakgas in den Ärbeitsraum getreten war. ( Unter der außergewöhnlichen Hitze und deren langen Anhalten im Sommer 1911 hatten in vielen geschlossenen Werkstätten die Arbeller mehr oder weniger zu leiden. Besonders in den Tampfwaschanstalten (an den Mangen und Bügelstationen) setzte die hohe Temperatur in Verbindung mit der geringen Lust- beroegung den Arbeitern sehr zu. In einer Anstalt sind deshalb die Bügelöfen beseitigt und an ihrer Stelle die elektrisch heizbaren Bügeleisen eingeführt worden. In demselben Betriebe hatten die Arbeiter schon seit dessen .Bestellen trotz der großen Höhe und Geräumigkeit des Arbeitssaales über hie Hitze und den geringen Luftzug geklagt, und diesen stlebclstand vermochten auch die in der gewölbten Decke angebrachten «etwa 4 Meter hohen Tunst- schächte nicht cÜMhclfen. Erst die Einsetzung eines elektrisch betriebenen Ventilators in einen .Schacht bewirkte einen derartig außerordentlich günstigen Luftzug, daß die Klagen verstummten. Die Fabrik liegt abseits.in einer wenig staubigen Gegend. In der zwellen an einer .belebten staubigen Straße gelegenen Anstatt wurde durch einen ähnlichen unter der Decke angebrachten Ventilator zwar das gleiche Ergebnis erzielt, infolge des von außen eindringenden Staubes aber die Wäsche derartig verunreinigt, daß man den Ventilator abstellen mußte. Die Arbeiterinnen einer Dampswäscherei klagten infolge des stundenlangen Stehens und Tretens auf dem harten Fußboden. Um diesen Uebelstand zu beheben, ließ der Betriebsinhaber die bloß 1 Zentimeter dicken elastischen Holzmatten der Firma Menzel u. Hammer in Seckenheim i. B. anschaffen, die eine unverkennbar wohltätige Wirkung crusübten. In einer Bierbrauerei ist der. Haustrunk, der auf den Kopf täglich 5 Liter betrug, auf 3 Liter im Durchschnitt heruntergegangen, seitdem den Gehilfen täglid) zweimal guter Kaffee auf Betriebskosten gekocht wird, und ferner die Arbeitszeit um 1—2 Stunden gellirzt worden ist. In einer zweiten Brauerei (der Gambrinusbrauerei in Butzbach) ist im lausenden Jahre zwischen dem Betriebsinhaber und Arbeitspersonal die A b l ö s u n g des Haustrunkes vereinbart worden. Ter nicht genossene Haustrunk wird jedem Arbeller mit 15 Pfg. für den Liter vergütet. Den Brauern, Küfern und Mälzern stehen 6 Liter, den Maschinisten, Heizern, Schlossern, Schmieden und Installateuren 5 Lllcr, den übrigen Handwerkern und Taglöhnern 3 Liter, den Fahrburschen 2 Liter an jebent Arbeitstag zur Verfügung. Die Arbeiter haben mit dieser Ablösung einen finanziellen Vorteil erreicht. Insgesamt wurden im ersten Vierteljahr nach der Ablösung an barem Geldc, an 34 Arbeiter für nicht genossenen Haus- trunt 725 Mark 25 .Pfennige ausdezahtt. Auf der chemischen Fabrik Friedrichshütte ist den Arbellern in Anbetracht der durch die Mißernte des Jahres 1911 entstandenen Erhöhung der Lebensmittelpreise eine außerordentliche Teuerungszulage bewilligt worden und zwar auf die Dauer von 10 Ätonaren. Es. er hält ein lebiger Arbeller 2 Mark monatlich, ein verheirateter Mann ohne Srinber 3 Mark, ein verheirateter Mann mit 1—3 Kindern 5 Mark, ein verheirateter Mann mit 4—5 Kindern 6 IVtarl, ein verheirateter '.Viawi mit mehr als 5 Kindern 7 Mark. Etliche andere Fabriken haben auS bem gleichen Grunde verschiedene Lebensmlltel für ihre.Arbeiter im Großen bezogen. Tie Erfahrungen waren jedoch hinsichtlich der Preise und Güte ber Waren, sowie auch bet Wünsche ber Arbeller vielfach nicht er- mutigend. ^ic Buderusschcn Eisenwerke zu »Lollar geben den Arbellern, die Gelb auf ber Sparkasse zu Lollar einlegen, zu den von ber Jtanc gewahrten Zinsen alljährlich so viel zu, daß diese 5 Prozent betragen. Anfangs waren manche Arbeiter mißtrauisch und meinten, es würde ihnen, .wenn sie viel sparten und die Betriebsleitung oavon erfahre, Lohnkürzungen bevorstehen. v Tas Mißtrauen in jeboen bald geichwunden. Tie Zahl der Sparer ist eine verhüttnis- Unter ihnen werben alljährlich auf WeihnacAen lutn.« art >2varpr ämie des Werkes als Gewmn verlost und den I* ®övlnnern als Sparguthaben guigefd?rieben. Auf je 3 Mark etfpartes Geld erhält der Sparer cm Los, jedoch im ganzen nicht metr andrer Lose. m , Eisenwerke Hugo Buderus in Hirzenhain haben eine crnd’.,ct 'N', dcm Zw-ck-, ö.ü Angehörigen rn^rCn mit ’s -amlcit anzulLgcn. Die Einlagen werden mll o verzinst. » Tie Firma I. B. Noll in Gießen ft riete anläßlich bc< 100 jahngen Bestehens ihrer Zigarrenfabrik,20 000 Mark, deren Zinsen unter alle über .10 Jahre im Geschäfte tätigen Arbeiter verlellt werden. < fl,z . _ r - Tie Zigarrenfabrik von Rinn u. Eloos in Heuchellvi'n hat Anfang 1911 die Einrichtung getroffen, daß den Zigarrenrollern eine besondere Vergütung zuteil wird, die eine nach fachmännischer Ansicht mögliche bestimmte Menge .Zigarren aus einem Prunv (Tabak) Teckblattmaterial anfertigen. Wer.die Durchschnittsleistung nicht erreicht, den trifft -keine Lohneinbußc. In einigen Fabriken der Firma verhielten sich die Arbeiter gegen diese Arbeitsweise ablehnend, arbeiteten aber dennoch derartig, daß ber größte Teil auf Weihnachten Prämien erhielt. , Unter 244 Zigarrcnrvl i n in den 5 hessischen Fabriken ber Firma kamen rund 1400 Mark ;ur Verteilung, in einer Fabrik jedoch nahmen die organisierten Ar beiter die Prämien nicht an. Dr. Look in Eiehen. Gießen, 8. Mai. Im großen Saale des Hotels Großherzog von Hessen sprach gestern abend ber bekannte Polarforscher Dr. Freberick A. Eook vor einer ansehnlichen Zuhörerschaft über seine letzte Polarreise, auf ber er, wie allgemein bekannt ist, unter großen Müdialen und Beschwerden und nur von den beiden Eskimos Jturnonk und Apilak begleitet am 21. April 1908 den Nordpol erreicht haben will. Unter außerordentlichem Jubel war Eook im Herbst des Jahres 1909 in die Zivilisation zurückgekehrt, und verschiedene gelehrte Körperschaften feierten ihn damals als den Utcherwinder der Arktis und bedachten ihn mll ihren höchsten Auszeichnungen, von denen, wie der Begleiter Dr. Cooks in seinen einleitenden Worten hervorhob. bis heute auch noch keine widerrufen ist. Dr. Cook hatte sich als Gefährte Pearhs früher bereits auf mehreren Fahrten in das Polareis, wo er dreimal unter großen Entbehrungen überwinterte, als tüchtiger und zuverlässiger Mann bewährt, an ber belgischen Südvolar-Erpedition vom Jahre 1897/98 hatte er mit Auszeichnung ilgenommen und in der Erforschung ber Hochgebirge von Alaska batte er sich ebenfalls bedeutende Verdienste erworben. Er gatt dahe. für durchaus glaubwürdig, als er sich, unter Vorlegung seiner Aufzeichnungen und Beobachtungen, vor der Kopenhagener Universität als den Entdecker des Nordpols bezeichnete, bis Robert E. Pearv acht Tage später aus ber Arktis zurückkehrte und mit der Behauptung, er habe am 6. April 1909 den Nordpol entdeckt, die Welt ver- bluffte. Nun begann in der von der deutschen durchaus Dm schiedenen amerikanischen Presse eine wahre Hetze aut Cook, und sowohl die Kopenhagener Universität als^ auch mehrere private Gelehrte Körperschaften kamen zu dem Schluß, daß Cook feint Entdeckung des Poles nicht zweifelsfrei nachgewiesen habe. Als Schwindler und Abenteurer wurde er von den Wissenschaftlern nicht bezeichnet, sondern nur von der amerikanischen und der ihr verwandten Presse. Es entwickelte^ sich das reinste Coolsieber, und als der Verfolgte sich in die Stille verbarg, verdachte man ihm auch dies und siel erst recht über ihn her — während Peary, der sich energisch weigerte, seine Auszeichnungen und Beobachtungen einem Ausschuß zur Prüfung vorzulegen, als der wahre Held des Poles gefeiert wurde, ohne daß er auch nur den Schatten eines Beweises dafür erbracht hätte. Dr. Cook hat lange zu allem geschwiegen, nun reift er als Vortragender umher, um durch sein persönliches Auftreten ein gerechteres Urteil zu erlangen, und der Eindruck, den der kräftige, ruhige Mann, desien Stirn gramvoll umbüftert erscheint, gestern aus seine Zuhörer machte, war burchaus vertrauenerweckend und sympathisch. Ohne jede Ziererei, einfach und vielleicht gar zu schlicht, um auf die Masse zu wirken, schilderte er an Hand zahlreicher Lichtbilder seine Reise nach dem Pol, und was er jagte, das machte den Eindruck völliger Glaubwürdigkeit. In schwersälliaem Deutsch, manchmal zögernd, nach dem Ausdruck suchend, schilderte Cook seine Vorbereitungen zu der gefahrvollen Reise, die er ganz mit eigenem Vermögen bestellt, seinen Ansent- balt unter den Eskimos, die entbehrungsreiche Fahrt nach bem Pol, die wochenlang über fast unpassierbar scheinendes Packer» führte, seine Abenteuer mit Bären und Moschusochsen uub schließlich seine Freude, als er am 21. April feststen en konnte, daß er in unmittelbarer Nähe bes PoleS sei. Ob er — bei der Mangelhaftigkeit ber Instrumente — genau den Punkt erreicht hat, den man in ber 'Theorie als den Nordpol bezeichnet, das vermag Cook nicht zu sagen, daß er aber unter den obwaltenden Umständen dem Pol so nahe gekommen ist, als es chm seine Berechnungen ermöglichten, das behauptet er mit aller Energie. Als wichtigsten Beweis dasür, daß er den Pol erreicht habe, sieht Cook den Umstand an, daß die Sonnenhöhe an bem fraglichen Punkte sich Tag und Nacht gleich blieb. Die Ortsbestimmung mit dem Sektanten muß redoch sehr ungenau aussallen, well die Sonne nur wenige Grad über dem Gesichtskreis steht. Sehr viel interessantes bot auch die Schilderung seiner Rückreise, die besonders entbehrungsreich war und die Leute mehrfach zun7 Hungern zwang. Um sich wenigstens am Leben zu erhalten, aßen sie rohes Hundefleisch und einmal sogar einen seit Monaten im Schnee dergrabenen Seehund. Als ihnen die Munition ausgegangen war, fertigten [ie sich aus Schlittentellen Speere und Pfeile und schließlich mutzten sie sich sogar cm Boot Herstellen, das kaum 12 Fuß lang war und sie über weites ossenes Wasser tragen mußte, bis sie fast völlig erschöpft endlich wieder unter Menschen kamen. Hier blieben seine beiden Gefährten zurück und Cook setzte bann mit anderen Begleitern seine Reise nach dem Süden fort. Zum Schlüsse feinte Ausführungen bat Dr. Eook, baß man mit einem endgültigen Urteil über ihn zurückhatten möge, bis er im Herbst des Jahres sein Buch über die Polarsahrt veröffentlicht habe, in dem er sein ganzes Material der gesamten Welt unterbreite. Der Beifall, den ber Forscher für seinen etwa einstündigen Vortrag erntete, war stark und ehrlich. N. Au- Stadt und Land. Gießen, 8. Mai 1912. Oberbürgermeister Mecum wicdergcwähtt. Gestern nachmittag fand eine nichtöffentliche Sitzung der Stadtverordneten - Versammlung unter dem Vorsitz des Beigeordneten EmmeliuS statt, in der die Oberbürgermei st erwähl vorgenommen wurde. Oberbürgermeister Mecum, besten Amtszeit im Monat Dezemb« dS. IS. zu Ende geht, wurde bei Abgabe eines weißen Zettels einstimmig auf 12 Jahre wiedergewählt. • "Tageskalender für Mittwoch, 8.Mai: Konten- verein. Letztes Konzert: Destoff'scher Frauenchor auS jranb furt a. M. Abends 6 Uhr in der vtadtklrche. • •• Landesuniversität. Der außerord. Profestot Dr. Richard Laqueur in Straßburg hat den Ruf als Nachfolger des ord. ProfestorS Strack angenommen. ** Für die Sitzung ber Stabtverorbneten- verfammlung am Donnerstag, 9. Mai, nachm. 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung aufgestellt. 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch Oskar Gutmann für West-Anlagc 31. 2a. Baugesuch S. H Sondheim für Nord-Anlage 11. 3. Gesuch des Engelbert Bürck wegen Anbringung eines Schaukastens am Haufe Seltersweg 10. 4. Bauliche Herstellungen in der Volkslesehalle am Setterstor 5. Errichtung etncs Stallgebäudes bei der Forstwartwohnung an der Licher Straße. 6. Bauveränderung im Hause Frankfurter Straße Nr. 63. 7. Uebernahrne der Klinikstrage in städtisares E.gcn- tum. 8. Umgestaltung der West-Anlage. 9. Neudeftin- flung ber Fahrbahn in der Schulstraßc. 10. Verbesserung des Feldivcas von öc; Schotten Ausftcyt nach betn tyb' werk. 1L Verlegung des StadtbacheinlausL an der Möstr- •2 «5*» •! jünnmlung beantragt Letschen ‘ "V^cin 45iöt)ri Irr Bahnichlosser Konstai raibt eine Feier veran b ;cnc Menke von >e I fenW v S! : Gesuch 1KX, MM« rrifi« Sauger auS Su H hWien. M-n b-° ^lenden Tübingen ein - ■,j Verfügung stehen. Schwerin geht ebenfall |4b nach Gießener Mulle - uh'chuß angesehener Bü pianimelt hat und weite j.ni bevorstehenden 750j ktadt dem Magistrat da pa?t übergeben zu kömu "Wegen eines smd gestern mittag an Ort i'tfln anschließend eine! rindgras-Philipp-Platz Lalbe-Darmstadt, Geh faunrt Reuling-Darmsta ÜaiernngSrat Langermm : wnter des Kreises, B rtvüt @«bel als Vei v. ulrnq, Gennal-Ageni • £'■ liauhrnm. ** Gin teurer \ >hrm schwebende Proz •’ieb’en wegen 18 Quc ' ückeS, aus dem einst d - aue stand (eS handelt 'mnaligen, durch dieK« i; nunmehr vom Obe Gunsten der Stadt .eugen- und Anwaltskc ^anksurt nac |(gio üon itni 6chl . con Di f • «”* ’ nol™0”" ’l ' 1 1 ' 5 abaemcndci h^- Essfe .„■ÄK-.'a ""eittetlt. ni»‘h3 tQ9,n hat, sollen nahe < Das hiesige ^gen in zwei Sonderzl tonberguge treffen der V Bataillon um 1247, r 2‘ und 3. Bataillon F:. 3; Kat, abend Hal ftnetchlscheil Minister ßH.'•^i’HberüortraQ hUril)crilucnte werden ■ e’*-uno der tu. UI1 ÄLY» ;3A'Sapb,e- ■ w,|Ben ?2,e?9cn’ N< V"W»e? I" ti 6fi 'n mit;*" "Mt Ä,? )'"Ai । ,^(n hat. d H knalle- t kämpft haben. auS des hessischen Sparkassenverbandes findet “ bis 9. Juni hier ftatt lung vom 7. Luftschiftahrt f- Kreis Alsfeld. bis 150 72.00—74 L; d arg gemacht yal. oei erinnert jiaj g jchmalen Fichtenallee, durch die der Weg ei ner längeren Strecke hindurchführt. Leider hat man nun M letzte» Winter massenhaft Bäume in dieser Allee gefällt, In Bremen wurde der Erste Staatsanwalt während der Mittagspause in seinem Zimmer von einem 25 jährigen Schreiber überfallen und mit einem Stock und einer Papierschere schwer mißhandelt. Ter Staatsanwalt konnte sich in eine Tele-Honzelle flüchten und von da aus Hilfe herbeirufen. so daß der Pfad jetzt weithin schattonloS iß. Denn baC im nächsten Winter wilder geschieht, so wird die Allee zerstört ein. Möchte doch unsere Forstoerwaltung etwa? mehr Rücksicht nehmen auf Forstästhctik und die Interessen aller Naturfreunde! Auch die Behandlung der Wälder in unmittelbarer Nähe unserer Stadt hat diesen Wunsch sicher schon manchem nahegelegt. lila rite. lc. Frankfurt a.M. Schwein «-Marktbericht vom ».Mai. Aufgetrieben waren 1484 Schweine. Bollfleischige Schweine von 85 bis 100 kg Lebendgewicht 67.00—59.00 Mk., Schlachtgewicht 73.00—75.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 55.00—56.00 Mk., Schlachtgewicht 70—72.00 Mk.: vollfleischige irug grüne Studentenmütze. •• Der Jägerpfad verschandelt. Wer einmal den nrarkierten Weg von Garbenteich nach Kloster Arnsberg gemacht hat. der erinnert sich gewiß der reizenden ~ ' — । vor Arnsburg auf — Daubringen, 6. Mai. Ter hiesige Männer, urnoerein, ein Glied des ,Lahn-DünSberg-TurnerbundeS^, feiert am 2. Juni fein Fahnenweihefesl, verbunden mit einem VereinSabturnen. Es werden Einladungen an die benachbarten Turnvereine gehen. Der Festplatz liegt vor der Lumdabrücke, etwa 2 Minuten von der Lahn entfernt. Am Vormittag findet das VereinSwetturnen, nachmittags Umzug durch das Dorf, dann Festrede, danach Tanz- belustigung und Schauturnen statt. Landkreis Gießen. — Klein-Linden, 7. Mai. Zu der Nachricht in Nr. 107 deS Gieß. Anz. sei mitgeteilt, daß die Jungen nicht absichtlich auf die Vorübergehenden geschossen haben, sondern der Schuß »inbeabsichtigterweise loSging. preisen bedacht wurde. " Betrüger. Unter dem Namen von Hagen mietete sich vorigen Sonntag hier ein angeblicher Student ein. Gr entlieh dann gleich m einer Verleihanilalt mehrere Anzüge, L die angeblich abends bei einer Theateraiifführung gebraucht unb am anderen Morgen zurückgegeben werden sollten. Als der Verleiher die Sachen ziirückholen wollte, war der angeb- iche o. Hagen mit den Anzügen verschwunden. Der Betrüger u" 9 Johannisthal, 7. Mai. Heute früh um 6 Uhr 25 Mick, t rfV ftü161 c der Flugschüler Pachmcyer ab. Er war sofort tot. — Büdingen, 6. Mai. Schöffe ngerichtssi Der Küier H. H. zu Stockyeun wird des Diebstahls eines |t «*, B. w meflers sreigesvrocheu unö die Staatskasse mit den Kosten belastet. Die Ursache des Absturzes ist noch unbekannt. Ter Dienslknechl O. K. in Rohrbach wird wegen Körververletzung , , „ — > —— । in eine Geldstrafe von 30 Mk. verurteilt. Ter Biehschweizer L. B. ir,.-.... a’nn<'cArnnif zu Weiterstadt, früher auf dem Rinderbüger Hof bet Büdingen, nieilK uagcsajronil. wird wegen Hausfriedensbruchs zu zivei Monaten Gefängnis oer- Aus Hagen i W. wird gemeldet: Bei einem G e w i t t ev urteilt. Wegen Bedrohung erfolgte Freisprechung. wurde in dem benachbarten Orte Schnee ein achtjähriges M ä d- w. Rinderbügen, 6. Mai. Am verflossenen Tiens- che n, das in der Stube Schularbeiten wachte, vom Blitz getan tranken die Arbeiter in dem hiesigen Steinbruch tötet. . v anläßlich des 1. Mai einige Faß Bier. Es kam hierbei aus . Die Frau eines Fabrikanten in N e u stadt a. d Haardt hat unbedeutender Ursache zu Streitigkeiten zwischen den Vierlingen das Leben gegeben und zwar drei Mädchen und Arbeitern Leo und Röder, die sich auf dem Nac^ause-1 ^m Knaben, die «amtlich am Leben und weg sortsetzten. Bei der Zechenwirtschaft an der Straße Rinderbügen-Büdingen, wo Röder dem Leo in der Gartenwirtschaft auf lauerte, versetzte dieser dem Leo, der in die Wirtschaft gehen wollte, mit einem feststehenden Messer mehrere Stiche in Brust und Rücken, von denen einer die Lunge 'leicht verletzte. Der Täter wurde am Freitag dem Amtsgericht Büdingen 'dorgeführt und in Untersuchungshaft genommen. burtstag. Herr Heinrich Holler I., der den badischen Feld- Stuttgart, 7. Mai. Die Erdbebenwarte in Hohenheim zuq mitaemacht hat, der ihn bis nach Konstanz führte, ist verzeichnete gestern abend ein großes Fernbeben. Um.8 Uhr rinx mriftinfpif imh lind stunden. 4 Minuten 48 Sekunden begannen die Instrument große Ans. noch von seltener geiftiger Rüstigst und Fnsche und stunden- Wge autacixf)ncn/ Wc jhr Manmum um etwa 8- . Uhr erreichten ang weiß er durch sein seltenes Gedächtnis auS jenen -tagen 2ie Instrumente blieben bis 9,20 Uhr in Bewegung. Der zweite zu erzählen. Gar mancher hohe Offizier wird sich gern | Vorläufer setzte um 8 Uhr 8 Minuten 44 Sekunden ein. Daraus eines freundlichen Gastgebers auS Manöverzeiten erinnern, ergibt sich eine Herdentfernung von 2000 bis 3000 Kilometern. ' I Straßburg, 7. Mai. Nach Meldungen anderer Erd- Kreis Büdingen. I bebenwarten konnte scstgestellt werden, daß das Beben bei JS- = Tübingen, 7. Mai. Die 17. Hauptversamm- land stattgefunden l)at. le. Frankfurt a. M., 7. Mai. Heu- und Stroh markt. Angefahren waren 7 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 4.30—4.70 Alk., Stroh (Kornlanaslroh) 0.00—0.00 Mk., Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft langsam. Kreisen Tieourg Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 57.00—59.00. Mk., Schlachtgewicht 73—75.00 Alk.: vollsleifchige Schweine von 120 kg Lebendgewicht 57.U0—59.00 Alk., Schlachtgewicht l Aik. Geschält langsam, bleibt Ueberstand. Men Mühle 12 von QteUhtbe an Konrad f Zither. 13. Nachtrag zur Kühlhausordnung 14. Brr- , eevung von Arbeiten und Lieferungen. 15. Das Wappen {er Stadt Gießen 16. Einführung von Abonnements für He Benutzung der Straßenbahn. 17. Zuschuß für die f ugendwehr. 18. Gesuch des Peter Wöll um Erlaubnis zum -LchanNvirtschaftsbetriebe im Hause Wagengasse 9 ($oft- tltet). . •• Eisenbahn - Personalnachrichten. Ernannt nneben: der HilfS-Werksührer Fischer in Gießen zum Werk- melster-Aspirant. Versetzt: RegiernngSbaumeister Dr. ing. Pemy von Frankfurt nach Königsberg, der komm. Eisenbahn- 1 a'iiftent Schröder von Sinn nach Mücke, der Bahnmeister- A'pirant Quark von Dillenburg nach Friedrichsdorf. Pen- sioniert: Ober-BahnhofSoorsteher Rasche und Ober-Bahn» a'sistent Hohmann in Wetzlar, Bureaudiener Lott in Eießen, Weichensteller 1. RI. Küch in Bebra, Bahnwärter graft in Klem-Lmden. Ter Lokomotivführer Badergoll m Nidda hat eine Belohnung erhalten, weil er eine BetnebS- grfahr abgewcndet hat. •• Gerichtspersonalien. Ernannt wurden der AktuariatSasfislent bei dem Amtsgericht Alzey Wilh. Jung juin AktuariatSassislenten bei dem Amtsgericht Mainz, der »erichtsschreibergehilfe Adam Hartnagel in Lampertheim ^vni AktuariatSafsistenten bei dem Amtsgericht 2Uzey, der Gerichtsschreibergehilfe Julius Hartmann in Ulrichstein zum AktuariatSafsistenten bei dem Amtsgericht Herbstem. *♦ A u f der nationalliberalen Vertrauens- mannervcrsammluno vom 4. Mai ist, wie uns der Bor- panb mitteilt, nicht beschlossen worden: „Es soll auch für ,ck»es Vertrauensvotum gesumnit werden, dos aus der Berliner Versammlung beantragt werden sollte/' Ern derartiger Beschluß wurde weder gefaßt, noch hat eine dahingehende Erörterung statt- fltiunben. Bei bem Bericht waren bic beiden Worte „für Basse r m a n n" aus Versehen wcggeblicbcn. Ter offizielle Bericht war tureb unglückliche Umstände nicht rechtzeitig in unsere Hände gelangt. ••Ccui 45|at)rigeß BerufSj u biläum beging her Bahnschlosser Konstantin Babel. AuS diesem Anlaß wurde eine Feier veranstaltet und dem Jubilar wurden sehr schöne Geschenke von seinen Vorgesetzten und Mitarbeitern überreicht. •• Vom VolkSbad. Vorgestern weilte der Bürger- meister Haußer auS Tübingen in Gießen, um das VolkSbad zu besichtigen. Man beabsichtigt, in dem 20000 Einwohner zählenden Tübingen ein Bad zu errichten, wofür 80000 Mk. zur Verfügung stehen. — Die Mecklenburger Residenz Schwerin geht ebenfalls mit dem Gedanken um, ein Volks- bad nach Gießener Muster zu erbauen. Es hat sich dort ein Ausschuß angesehener Bürger gebildet, der bereits 20 000 DU. gesammelt hat und weiter Geld zusammenzubringen hofft, um ,um bevorstehenden 750jährigen Jubiläum deS Bestehens der Stadt dem Magistrat das VolkSbad als Festgabe der Bürgerschaft übergeben zu können. "Wegen eines Neubaues deS HotelEinhorn fand gestern mittag an Ort und Stelle eine Augenscheinnahme und daran anschließend eine Konferenz im RegierungSgebäude am Landgraf-Philipp-Platz statt. Beteiligt waren Geh. Baurat Walbe-Darmstadt, Geh. Oberbaurat Hofmann-Darmstadt, Baurat Reuling-Darmstadt als Vertreter deS Ministeriums, AegierungScat Langermann und Bau-Inspektor Hechler als Vertreter deS Kreises, Beigeordneter Keller und Stadtbau- weister ©erbet als Vertreter der Stadt, sowie Architekt Seuling, General-Agent Fröhlich und Restaurateur JaSkowSly als Bauherren. " Ein teurer Prozeß. Der seit länger als fünf Jahren schwebende Prozeß Webers Erben gegen die Stadt Gießen wegen 18 Quadratmeter Hintergelände deS Grund- siückes, auf dem einst die sogen. .Kracheburg^ an der Neuen Bäue stand (eS handelt sich um daS Eigentumsrecht an einem ehemaligen, durch die Kanalisation roeggefaüenen Flutgraben), i't nunmehr vom OberlandeSgericht in Darmstadt z u Gunsten der Stadt entschieden worden. Die Gerichts-, Zeugen, und AmoaltSkosten, die die unterlegene Partei zu iragen hat, sollen nahe an 20 000 Mk. betragen. " Das hiesige Regiment kehrt am 15. Mai von Langen in zwei Sonderzügen hierher zurück. Mit dem ersten Sonderzuge treffen dec Regiments-Kommandeur und das 1. Bataillon um 1247, mit dem zweiten Sonderzuge treffen 6 das 2. und 3. Bataillon um 141 ein. **Lichtbilber-Vortrag über Radium. Mon- IhM 13 Mai, abend hall der Chefarzt des Wiener Zander- Institutes Dr. Hugo 2 ch werbtn er im Auftrage des kvstcrreichischeu Ministeriums für ofterrtlrche Arbeiten im IHörsaale des physikalischen Institutes einen frelzugang- Ulichcn Lichtbildervortrag über Radium. Die Lichtbilder r und Experimente werden folgeiides erläutern: Weg der Ent- :ockuna und Darstellung des Radiums; bisherige Ltrahlen- lrerwenduna in dec Heilkunde; Röntgen, Becquerel Frnsen; die Jonen-Lehre und die physikalische Begründung der Ra- diumtherapic; der heutige Bergwerksbetrieb und die Verarbeitung der Erze aus Radium; die Verwendung des Stabt um« und der Emanation in der Heilkunde; dre schop- iunacn des Ministeriums für öffentliche Arbeiten im Ra- I biumturortc Zoachimsthal bei Karlsbad. Die erste ^rtz- ! reihe ist für Aerztc reserviert. " Stenographie. Bei dem VerbandSwettschreiben in Butzbach erhielten von der Sten.-Gesellschaft Gießen ferner ^uoch Preise in dec Abteilung 180 Silben Adolf Ruhl lGeselljchaft Gießen) einen 1. Preis und in der Abteilung 60 Silben Fciedr. Krauskopf einen 1. Preis. " Die letzte Gießener Hunde-Ausstell ung wird von der gesamten deutschen Sportpceffe günilig beurteilt. KL sei noch nachgetragen, daß Frau Wilh. Homberg er für (inen weißen Zwergpudet mit einem 1. und zwei Ehren» ÄS I rt“": 1 :SsF?'-1 ''."büße' ’'™'n " - " I müdgeie^t°f ulMh bE | ihren höchsten Ae und mit der SehawV " ^ordpol entdeckt, die ff J1 der deutschen -urckou. r,- V-w-ch-- Sete «Xl,™ u m,bm' «ne’i tiB 6>ol im., el^ru iiadjgetDicien hab.-. L- Bissmschastlm der.ammkMtschcn und ber c. "e Nch das reinste Weber, «tille verbarg, vndachte man cht über ihn her - während ne, )eine Auszeichnungen unt jUt Prüfung vorzulegen, al- :t wurde, ohne datz er auch nut lur erbracht hätte, n geschwiegen, nun reift er ab fein persönliches Auftreten ein d der Eindrud, den der kräsligc. lvoll umdüslert erscheint, gestern »urchaus vertrauenerrnedend uni i, einfach und vielleicht gar wirken, schilderte er an baiu ie nach dem Pol, und wa- n völliger Glaubwürdigkeit. Ji l zögernd, nach dem Ausdiui Bereitungen zu der gefahrvoller ermögen Beitritt, feinen 'änieni- behrungsreichc ssahtt nach b:c ’ npaffterbar scheinendes Parker ären und Mofchusochsen uni - m 21. April frMui konnte. k Dto W fei. Ob tt - te f ente - genau den Punkt errei:: > ds den Nordpol bezeichnet, d-r, ; n aber unter den obroaltemv ickommen ist, als es chm behauptet er mit aller tr, daß er den Pol ermchi W B die Sonnenhöhe an dm wr/ cht gleich blieb. Dw Ortsb j jedoch sehr ungenau rab über dem AB« K .lirf) hie Schilderung Kiner Jtu aus SchAenteilen «p«« u» l,.. Cook, baB .Re Älariairt »---'M p feinen * - - . . . ben Teilnehmern jebocb befanben ncb solche, die bei objektiver 4- Allenbors a. b. L b a., 7. Mm. Gestern nach-1 Selbsteinschäyung zugcdcn werben, baß sic, an Jahren gemessen, mittag fanb im Gasthaus zum Bahnhof hier eine Ber- ben Lenz bes Lebens übcridiritten haben. Doch an Leistung» ammlung bes Bienenzüchtervereins Lumba- sähigkeit unb Frohsinn stauben sie ber Jugend nicht nach, als tal statt, bei ber ber Deretnsvorsitzenbe Lehrer Ab am galt, einen Weg von etwa 7 Stunden ;urückzulegcn. Es von hier einen Fortran über Bienenwirtschaft im Mai" war aber auch eine Lust, vergangenen «onntag im Taunus zu wJft Gr roanbern! Wald und Flur hatten thr ÄtüMin9S«en>ant> antidegt: (ir g^ in aHgmnn ^1116 Jnroet)un ^bwau Maiengrün unb Blütenschmuck, batu Sonnenschein unb len jur lachgemaßen Behandlung der Bienenvolrer bei der Vogelsang. — Die Wanderung begann in Oberursel und Auswinterung. Es ist auf Förderung des Brutansa^s I ging unter kundiger Führung über die Hohe Mark, bann eine >urd) Einschieben von tadellosen Brutwaben und auf Irr» I längere Strecke auf idyllischem Waldwege den Heidtränk-Bach Weiterung des Brutnestes hinzuarbeiten, damit die VölkerI entlang zunächst zum Sandplackcn, ivo Mittagsrast gehallen möglichst stark sind, um die Ende b. M. eintretenbe Tracht wurde. Wer den Umweg von 40 Min nicht scheut, folge von bei günstigem Wetter aus nutzen zu können. Doch ist babei der Hohen Mark aus nicht den braunen Strichen, sondern gehe Vorsicht geboten, damit durch Erkälten der Brut nicht Faul- den roten Strichen nach die ani genannten Vach entlang führen, aiutbr ift tn deyen krytallNarem Master die muntere Forelle ihr fröhliches brüt entsteht. Bei schlechtem Wetter ist den Bienen Wchftr ^l treibt. Bon Sandplacken führte tu*r Weg über Arnoldshain wt Stod äu reichen, um Verlust-zu vermelden. Schwache sd,mitten; Wer janö Kasscepause ftatt. In kräftigem Volker sind zu vereinigen, alte Königinnen auszumerzen. I ÄnsUeg wurde dann der Vferdskopf genommen, der eine ent- An den lehrreichen Vortrag schloß sich eine längere Aus- zückende Aussicht bot. lieber Treisberg erreichten die Wan prache an, in deren Verlauf Bahnmeister Hilz von hier derer am Landstein das liebliche Weiltal, bessen Perlen Alt- einen von ihm erfundenen zusammenlegbaren eisernen unb Neu-Weilnau gebübrenb bcrounberl wurden. Aus Wabenbock vorführte, der wegen seiner Zweckmäßigkeit all- schönem Waldwege über den Hirschbccg gelangte man nach Station gemeinen entlang fand. Zum Schluß wurde an die an- »on.roo aus di- Rüchahrt begann. Em I-ng-rer Aulen, ttaatf-gM.. Worte der Anerkvnnung. Mit Scgciiospruch ichtoß Superintendent Dr. Petersen die erhebende Feier. Kreis Frievverg. L. B a d-N a uh e i m, 6. Mai. Jm^Aniang be-? Herbstes erfolgt hier die Feldbercinigung des Teils der Gemarkung, der an das Friedberger Feld grenzt. Dabei wird die neue »treisstraße Bad-Nauheim--Friedberg übgefiedt. Sie wird 22 Meter breit, erhält in ber Mitte bic Fahrbahn und auf der einen Seite einen Alleeweg. Auf ber andern Seite wird ein Geländestreifen liegen gelassen, der für eine eücttrifdrt Bahn bestimmt ist. L. Ossenheim, 7. Mai. Tiefer Tage feierte Lehrer Schutt dahier fein 2 5 jährigeS Tienslj ubiläum. Seit 19 Jahren ist er als einziger Lehrer deS Dorfes hier tätig. wandern und Reisen, väder und Sommerfrischen. ** B. H. C. Tie zweite Pereins Wanderung deS Vogelsberger Höhcnklubs, Zweigvcrein Gießen, wurde am vergangenen Sonntag unter dem Motto * Frühling und Jugend" ausgeiührl Es in selbstverständlich, datz alle die 56 Teilnehmerinnen aus letztere Anspruct, machen können: unter unserer Veteranen aus dem Jahre 1870, um so seltener (SfOftCS tiröbcbdl finb die Mann« die in ftüD_e«n 3«£«n für# Saterianb 9e. u-bor cm großes Erbb.be», bao fi» M 3*1.nb ereignet 'ft haben. feiert nächsten Freitag hier em Veteran I haben soll, geben falt sämtliche Erdbebenwarten Berichte heraus, den Kämpfen des Jahres 1848 und 49 seinen 8b. Geg- Wir geben nachstehend die wichtigsten Meldungen wieder: w. Lingelbach, 7. Mai. Ein auf der Fahrt von Weimar nach Bad-Nauhaim befindliches Auto verunglückte freute nachmittag zwischen hier und Eifa infolge eines Raddefektes. Es befanden sich der Besitzer und Chauffeur darin. Der Hintere Teil des Wagens wurde gegen einen Baum geschleudert und zertrümmert. Der Besitzer des Kraftwagens wurde in weitem Bogen heraus- geschleubert unb trug Bruch ber beiben Arme, eines Backen- . tnochens und noch eine tiefe Fleischwunde an einem Ober- Tie Zuluhren waren aus Oberhessen und den Kreisen Sieburg schenket davon. Er wurde sofort dem Kreiskrankenhause unb öanau. Alsfeld zugefichrt Sein Chauffeur kam mit leichteren ----------------MmtlidRr WeitnbenSt «»--düngen und dem «chre^en L«o°n. DiffcntHfier ffletuVbÄ. Gi-ß-n. Krc^s Schotten. WetterauSftchten in Hessen für TonnerStag, den 9. Mai 1912. X Eichelsdorf, 7. Nov. Die heutige Beer di- Bewölkung abnehmend, höchstens noch geringe Nieberschläge, warm. gung des am Samstag plötzlich aus dem Leben gefchie- denen Pfarrers, Dekans und Kirchenrats Fischer gab ein Letzte Nawrrcyten. beredtes Zeugnis von der Liebe und Verehrung, die der ^lus der Hessischen Zweiten Kammer. dre Geistlichen dev DekauatS, eme Anzahl Dekane rmd SMo- Minister Dr. Ewald crflärte, bic Regierung sei bereit, sobald dalmitglieder gaben ihm das letzte (Alerte. Die 5rter ^ie Gelegenheit dazu biete, eine organische Regelung der fand, da die Karche sich zu nein erwies für bie große Zahl Besoldungsordnung vorzulegen. Tie jetzige Vorlage bitte er mit der Teilnehmenden, am Grabe statt. Am Hause, wie auf Wohlwollen zu prüfen Abg. Dr. Osann Ntl.) führt aus, seine dem Friedhof saugen die Schüler beider Orte sowie der Partei könne nur einer organischen Reform ber Bcsolbungsordmmg Gesangverein von hier Grablieder. Die Leichenrede hiett zuftimmen und legt die Bedenken der naiionaHibcralcn Partei gegen der F?euni> und Studimgenosse Pfarrer Werner.Nrdda bi- ietjige Vorlage bau Ada. B-au-r^Bbd, ibn« ebenfdls qnnrt. »ff. 7771,» wirken die Werke dessen der mich Tur eine organische Reform Da aber den Beamten geholfen werden w^/ken die ^te £>enen, oer mi^ er zur Beseitigung ber augenblicklichen Rotlage eine gesandt hat, wlange es ^9 tft, es wmmt die Zf^va Teuerungszulase vor. 'Abg. Moli Han -Zentr führt aus, es niemand wirken kann . Er hob ben Denrungen ^inn des ^E,'e unbedingt baldigst eine organische Regelung der Beamten^ Verstorbenen hervor, fein strenges Pflichtgefühl, seine Ve- besoldungen eintreten, dagegen sei seine Fraktion mit der Ge- russtreue und seine Wettherzigkeit. Ter LUperintendent mähinmg einer Teuerungszulage nirfit einverstanden der Provinz, Lberkonsiswrialrat Dr. Petersen legte der Tie Sitzung bauert fort. Gemeinde nahe, wieviel sie an bem Verstorbenen verloren * habe der 35 3abre ben schweren Dienst oft bei großer Wien, 8. Mm. Aus bem zufälligen Umstand, daß fast gleich- L-ibMckwach- vcrfehrn habe und ermahnte, feiner nicht zeitig mit dem b-E-n ^tfchafter rn Kommntmop-l auch ber ru »eraeffcn E- wurden Kränze niedargelcgt von der, Äe- °»-rrnch'>ch-ung°rnckx- du -urknch- doumnab, b-rlmun iKLgtntn. »_=• q < „„Ynon* hat, wurden ubereiirige Kombinationen verbreitet, datz die beide« meindevoritanden, ^ern immens ber De- ftaifcrmä(6te ih«-Balkanpolitik andern wollten Demgegcn- jonders ergreifend waren die Aniprachen ber Lehrer von festgettelÜ, daß ber österreichisckie Botschaster lediglich wegen Eichelsdorf, die dem Entschlosenen als ihreni,freund urio ^mj^^^^Eg^^^m Konstantinopel verlassen hat unb temerfet Berater den Tank ms Grab nachciesen. Vom ^eranat gCnberung der Politik Deutschlands und Oesterreichs gegenüber Wda legte Dekanatsvertreter Pfarrer Brill-Ober-Wü>- der Türkei zu erwarten ist. dersheim, nanien? der Dekane von Oberhessen Dekan Hai- Paris, 8. Mai. Aus Fe; wird gemeldet, ber ^dtan ner - Hungen Sra: icber. Aull, > me Schülerin von Ober-1 habe eingewilligt, daß feine Abreise bis nack b'r Ankunst bc_- Schmittcn widmete uem heüngegMlgt.nen Seelsorger warme' GeneralrLftdenten Liautey verschoben wird. SÄj *.* W-W* \s* '« * S* X«*3 ; b-i Adg-b- «ieW»* V#* -SM MW Si>" . helfisl über (d»/5 im Alter von 56 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Biograph Treis a. Lda., Elberfeld, New York, 8. Mai 1912. Plockitratze IS 04009 Plockitratze 12 Hechler. B* 04000 Heuchelheim, 7. Mai 1912. Metzgerei M. u. B. Wetzstein 3399 Treis a. d. Lda. ID8/, Haas. Kineinatograpli V 04006 Bahnhofstr. 51 Bahnhofstr. 54 Mur 3 Tage. 7 935,52 n 42,15 Immobilien 11 207,93 [03846 eingeladen. 702 670,89 Zahl der Mitglieder betrug Ende 1910 . 79 1911 gingen zu . . ferner: 1911 gingen ab In Stand der Mitglieder Ende 1911 3330 Die In feit wahren anerkannt »vorzügliche C.uolttät" Cito Schaaf, Leitersweg 39 Balkon- und Fenster - Kasten, Pflansen-Stäider, Windleuchter 9 213,52 119,00 4 701,49 22 534,99 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 9. Mai vomSterbehause Landweg um 1 Uhr statt. Darmstadt, den 17. April 1912. Der Borfitzende der LandwirtfchaftStammer. Wegen Trauer bleibt unser Geschäft von Freitag, den 10. bis Donnerstag, den 16. Mai geschloffen. Reservefonds 5 329,59 Zuweis. a.d. Reingewinn pro 1910 2605,93 SM- uni) MjchMcm II Seuern. 6. K. m.u.H. Bilanz am 31. Dezember 1911. Für den AuffichtSrat: Phil. Arnold. ilyffhäussr Technikum Frankenhausen lng.-u.Wertem.-Abt. Gr.Wisrh.-Lab. Aktiva. An ausgeliehene Kapitalien und zwar geg. Obligat. 462 160,59 Passiva. Per aufgenommene Kapitalien 655 230,07 , Stamnrgut- hab. d. Mitgl. 22 969,87 , Zug.i.1911 1294,28 24 264,15 Dr. Stuhl verreist am nächsten Montag. 3381 , Wertpapiere nach d. KurS v.31.Dcz.ll An Bank-Konto , Kassevorrat , AuSstände ! , Mobil. 44,37 , 5°/.Ab- schreibg. 2,22 Generalversammlung. Freitag, den 17. Mai, nachmittags 3 Uhr, findet in der Wohnung deS Rechners die diesjährige Generalversammlung statt. Tagesordnung: RechnungSvorlaqe. ErgänzungSwablen. Verteilung des Reingewinnes. VereinSangelegcnheiten. Kurort Hotel Bellevue la. Pension, nnntbert). Voflt. Touristen enwf., Prosp. tret (sva J Gestern abend 11 Uhr entschlief sanft nach langem, in Geduld ertragenem Leiden unser lieber Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Bernhard Wetzstein Verein für Frauenstimmrecht DicnStag, 14.Mai,Hotel Schütz, abends8 '/»Uhr: Oeffentlicher Vortrag von Herrn Professor Dr. Schian Die Beerdigung findet am Freitag vormittag um 7,11 Uhr in Treis statt. 3398 „Das kirchliche Frauenstimmrecht" Tflr- Eintritt frei. -V8 G.SCHULZ H >g fr ürg • Nvutf Idt Bürgschaft 28 267,88 Güterkauf- gelder . 164 423,34 Die Rechnung liegt acht Tage lang bei dem Rechner deS Vereins zur Einsicht der Mitglieder offen. Bell off, Direktor. Lindenstruth, Rechner. Stroh, Kontrolleur. Achtnnc! KammerjAK. Schwarz emvsiebltsim zurVertilgung von Ratten, Mäuicn. Schwaben, Wanzen und Ungeziefer jeder Art. Lcfiriftl. Angeb. unter 33^4 an den Gietz. Anz. erbeten. Vergebung von Bauarbeiten Für die Wiederherstellung der evangelischen Kirche zu Beltershain sollen nachstehende Arbeiten im Wege öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden: Erd- und Maurer-, Dachdecker-, Schlaffer-, Glaser-, Schreiner- und Weißbinder-Arbeiten. Die AngcbotSunterlagen und Bedingungen liegen auf der Großh. Bürgermeisterei Beltershain zur Einsicht der Interessenten auf. Angebote sind bis spätestens Freitag, den 17. Mai l. FS., nachmittags 38/< Uhr auf der Gcoßherzogl. Bürgermeisterei Beltershain einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt zum gleichen Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 4. Mai 1912. Der Großherzoglichc Kreisbauinspektor. Die landwirtschaftlichen Haushaltungsschulcn zu Langen und Lindheim betreffend. Tie landwirtschaftlichen Haushaltungsschulen zu Langen und Lindheini eröffnen am 1. Juli 1912 einen neuen fünfmonatlichen Kursus. Ter Zweck und die Aufgaben der Anstalten bestehen in der Heranbildung der Mädchen aus dem Bürger- und Landwirtsstande zu künftigen tüchtigen Hausfrauen durch angemessenen wirtschaftlichen Unterricht und dlirch praktische Unterweisung in allen in einem einfachen biirger- lichen Hausbalte vorkommenden Verrichtungen undArbeiten. Gegenstände des Unterrichts sind: Hauswirtschaft, Gemüsebau, Lbstverwertung, Gesundheits- und Ernährungslehre, Krankenpflege, Rechnen, Abfassung von Aufsätzen und Briefen, Buchsührung, sowie weibliche Handarbeiten. Auch ist für gute Lektüre gesorgt und wird Gesang gepflegt. Für Wohnung und Mobiliarbenutzung zahlen: a) Mädchen aus Hessen .... 25 Mk. b) Mädchen von außerhalb Hessen 40 „ für den ganzen Kursus. Der Preis für die Verpflegung wird nach den Selbstkosten beziehungsweise den Preisen der Lebensmittel berechnet. Weitere Kosten entstehen nicht und ist insbesondere der Unterricht unentgeltlich. Tie Anmeldungen, welche biS spätestens Ende Mai d. IS. erbeten iverden, sind bei den Vorsitzenden der Ortsschulkommissionen der Haushaltungsschulcn, den Herren Bürgermeister Metzger-Langen bezw. Oekonomie- rat Westernach er-Lindhelm einzureichen, roetd)e ebenso wie die Landwittschaitskammer selbst zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit sind. Wegen Berücksichtigung der «ach dem 1. Juni 1912 eingehenden Anmeldungen kann Verbindlichkeit nicht übernommen werden. lieber die Aufnahme entscheidet der Vorsitzende der Sä'." •*g?«*»** t.*- j?6 vMlPIlNkt ÄS SfftgT. die heutig , 2uinntan,(9e * SSSG» ;unii(h|! Str Aba, I «iaxnahmcn bÄ X gtjeit sie erhoben >01 vr 2nbüae roegen Dir ^mündlich. Mehrere blrbfn ohne Enolg- ! M-B-stEr nn, Ine von großer W itten. . Minister des ^nncrl Weiterung, wie er in 1 .trjdi’gt worden ist, ist it»i m'lhütleil worden. Tönungen im Kreise Wo mk aber noch bei Gel ft;. Tr. Winkler gestel Ahg. Äoxheimer tzinger und Bei 5bj. Tr. Winkle stln-Mies Worms. Ma Tcdrich sei die Erregu *lbg. d. 8 tent an TCj.'n, Die schwer zu be cr.itiidi hätten alle v te .'tteisamles läßt sic! i Liniier hat Liechst, wenn iten könne. Man müss ' und wohl zu überreden, Abg. Finger (9Zi rmies satten unparteiiic nicht nur um ^crsu «ahmen gehandelt. Tie Äeratung über' der BesyreäMg «’i hneffend die t •Mtrn, verstest her .. Finanzminister Tr. 1,1 gesagt, daß auch ü ■icnn sich das als notwi 2es ^iirk- Main., hak' ^lauicn. Für Lberhes )IC ttiscnbahndireltton Anttag des Abc «du der Anfrage Di «as'enchaden m Lber- vrhefl der ^"'''erdesJnnerni ^der eme Gmährunc 21 Ä"'uht gestellt werd -lbg. .stredet bean i 'UMtt dem zu. Um 12 Uhr schliesst ■M, 9 Uhr. 81 Liebigshähe.: Donnerstag kein KaBeekaizert. Zu Tode gehetzt Drama in 3 Akten. In der Hauptrolle die b.'rühmte Tragödin dlsta Nielsen. Spieldauer eine Stunde. tataiter Kopfsalat versendet unter Nachnahme vrv 100 Stück Mk.4.-nr«, Mo idiirmcr, ÄEi. —— Grand Prix - - — । Welteueetellung Turin 1911 Große Sllb Denkmünze der Deutsch. Land wirtet harte- gesellechart 1911 i. Preis Gcldene Medaille Int. Strohpressenkonkurrenz Lonlgo 1909 D*/, ■ Grand Prix —— Weltausstellung Brüssel 1910 Kolosseum Dir. Karl Ohm. Telephon 645, Walllorstv Grötzt. Theater lebender Bilder GietzenS Borfübrg. d. neuesten Bilder Anfang 7'/. Ubr Sonntags 4 Uhr. Preise der Plätze: 1. Play Kinder u. Dhlitdr die Halste- Im oord. ?)icftttux.Kon/rr< der Wiener Tamcnkavelle «Perl. »Sturm- 6 Per' Humoristischer Schlager ersten Ranges. Wer aus dem Vogelreich Herrliche Naturaufnahme. Die Etappen der liebe Hervorragende Szenen. Revue des Humors Psh. MO, 100, 120, 160» 200, 210 Pf«. Verlangen Sie in unserer Filiale Gratis- oualilätsoroben! Seltersweg 77. tDäiemschei ■ ■ ■ Wiederverkäufe!-. Ver ■ ■ sandtrcschlfL. Reisend., ■ ! verlang. 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Hances, einzig U-originell. Eintritt frei. Sonntag von 11 — 1 Ubr Arübkonzert. 'Weiter internati Berhwi Wif„, .. Sie C*1 '»Uitisreu 7/ q intens bts mS Sinillt c. . wi Jtrebit DrK Tr *1 Un,tQnÄ-' ’ en i tzK-K S-M Li-tÄ« BetrtebSrücklagc 8991,51 Zuweisung a. d. Reingew.p. 1910 8,49 9 000,00 Spezmlreserve- fonds 1500,00 Reingewinn 4 741,15 702 670,89 3?aturheilverein Giessen Donnerstag, bett 9. Mai abends 8'/, Ubr im Saale deS Hotel Schütz: D7/s Oeffentlichn Vortrag des Herrn W. Barnbeck auS Kassel über „ Frühlingskuren Eintritt für Nichtmitglieder 3« Psg. Mitglieder frei. Rheinische Zeltmission Nachmittags 3l/4 Uhr: Bibelstundc. Heute abend 873 Uhr, Thema: Gibt es ein Weltgericht? Jedermann, gleich welcher Konfession, ist freundlichst „Warm zu empfehlen ist Zucker'* Patent-Wedi- rJnal-Seife gegen unreine Haut, Atiteffer, Pickel, Knötchen, Pusteln usw. Loc Ami Arzt Dr. W." a Ltück 50 Pf. (15 0,0 ifl) und IJiO M. (36° «io, stärkste Formt. 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