Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. Co c <« « o 19 5 o » Z ß i 5 g © q säa ä-c -r >0 f, c- -s--- CQo •tis ~ C1» (Ü c o - §B §5 .?y g|5^-2' COC^ y C7>^ 0 03 85 y ' y " o r *• ) 2 ö »«SeiS j yy- >äoyU ’S^s* ^y=B« ■gM? Wi «LLZZ ZQ ! Anwesenheit zu schenken; eine ganze Reihe von interessanten ^Neueinstudierungen stehen bevor, bei denen Reinhardt m den meisten Fällen das Szepter des Regisseurs sührcn will. Unter anderen Heinrich IV. und Maria Stuart; während wir in den K a m m e r s p i e l e n, wohl bald nach der Premiöre eines neuen Stückes aus dem Lande der Ehrenlegion, Albert Basser mann als Meister Anton bewundern werden. Mit der beginnenden Spielzeit eröffnet auch Rudolf Lothar die Pforten seines neuen „K o m o d i e n h a uf e s" an der Stätte des ehemaligen „Reuen Operettentheaters". Statistisch veranlagte Gemüter haben berechnet, daß der neue Tirektor, — wenn er nur die Mehrzahl der angenommenen Lüerte spielen will, — wöchentlich ein bis zwei Premieren wird veranstalten müssen. Tas wird ein wenig übertrieben sein, kennzeichnet aber die Breite des Ehrgeize.. Ucber Die Hohe ist bisher nicht viel mehr beiamck, als das; das elegante Konservationsstuck vergnüglicheren Genres lünstleriich gepflegt werden soll. Tas Unbekannte m dieser. Ausgabe ist das Ensemble, über das selbst Habitues der Thcaterstammlokale nichts zu sagen wissen; eine Fülle nicht übermäßig bekannte Künstler sind verpflichtet, aber noch, hat keiner die Bölter gezählt, als der Herr der neuen Bühne selbst. Er wird uns feine schar ja bald entgegen^ schicken. Wd. — Leutnant Niedermayers Forschungsreise nach Persien. Anfang September d. I begibt 'ich eine größere Exveditwn unter Leitung des bayerischen Arlillcrieleur- nants O. Nieder mayer nach Persien, um geographisch., geologische, ethnographu'che, archäologische uno epigraphische Untersuchungen anzustellen und Sammlungen »usammensubringen. Teilnehmer an dieser Expedirron, die unter oent Protektorat der Prinzessin Therese von Bayern und der Bay?ri>ä>en Akademie Der Wissenschaften sieht, sind Pros. Tr. R eichel t uno Tr. Tiez. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Franz Lehar, der in diesem Fahre pausieren wollte,■ ist, wie uns mit geteilt wird, jutjeit in Fichl mit der Komposition einer dreialtigen Operette „Endlich allein" beschäftigt. Ter Text dieser Operette, die unorünglid) als Einakter geschrieben war, iü von Willner und Bodanzky verfaßt. Tie Uraunührung o . Operette soll zur Lüerhnachtszeu in Wien im Theater an der Wien unter Mitwirkung des Londoner Regisseurs Royce statlfinden. — Rudolf Ritter, der ausgezeichnete Tenor, ist bereits für Die nächste Spreizen an das Münchner Künstlertheater verpjlichici worden. Ci 'Z y 52 3 8 Sß a- ■ y yff) c 35 ys »■ ii p»-njlkO y o:c o-S <30 yK--)-e -< e =ä « yu-A p y a$l - «a _ =!y«y- y « 5 y y- y *=^y = charaktervolle Tradition Tast der Kaiser in der großen Waffenschmiede des Reick^cS, die ihren Teil hat an den Siegen des großen Krieges, gerne weilt und manche Anregung dort sich gclyott hat, das ist sehr begreiflich. Sein historischer Sinn verweilt gern bei solchen Bildern der Vergangenheit, in denen die Arbeit eines einzelnen Hauses sich mit den Ereignissen ans einer großen Zeit lebendig verkettet. Fürwahr, jeder Deutsche kann stolz sein ans deutsche Männer wie die Krupp: mit dem Eisen, das sie schmiedeten, haben sie in der Tat ein Stück deutscher Entwicklung formen helfen. Es ist ausgefallen, daß der Kaiser bei der Feier der Kanonenkönige fast aller Berufung auf itnsere Rüstung und Kriegsbereitsckmft sich sorgfältig enthalten hat. Mit einem gennssen nachfühlenden Wohlgefallen sprach er davon, wie das Haus Krupp nur den friedlichen Radreifen in fein Wappen ausgenommen und wie es sozialpolitisch vorbildlich gewirkt habe. Keine Fanfare; und die Offiziösen haben nicht unterlassen, hinzuzu- fi'tgen, daß der Kaiser die Rede vom Blatte abgelesen habe. Sie war wohl vorbereitet, und der Reichskanzler, der mit vielen Ministern auch an der Feier teilnahm, hat in Swine münde vielleicht seinen Einfluß dazu geltend gemacht. Des Reiches Politik wandelt die Bahn des Friedens, wenn auch eine bedrohliche Wolke wieder am Himmel erschienen ist. TaS neue russisch-französische Techtelmechtel bringt Deutschland nicht in Aufregung, weder das amtliche Deutschland noch die deutsche öffentliche Meinung. Tas Schift, das den französischen Ministerpräsidenten Poincarv nach Petersburg brachte, ist auf seiner Fahrt durch die Ostsee vom deutschen Geschwader mit Salutschüssen begrüßt worden. Auch diese' Kundgebung, die wohl von „oben" gewünscht worden war, und in Hinsicht daraus, daß Herr Poincarä uns ja hatte meiden wollen, ein wenig heiter anmutet, paßt in den Kurs. Wenn nur unsere Staatsmänner nicht nur im Dulden, sondern auch im Wollen und in der Tat ruhige Entschiedenheit zeigen würden! Mit Worten und lieber- redungslünsten, wie sie Herr v. Kiderlen-Wächter in Kissin- gen angewandt hat, kommen wir nicht viel weiter. Monarchen und Staatsmänner müssen in der Oessentlichkeit sparsam mit ihren Worten sein; wenn sie etivas sagen, dann muß man auch eine Wirkung davon spüren Dutzcnd- reden, und wenn sie noch so schön feuilletonistisch auf* geputzt sind, sollten sic meiden. „Tein Wort sei heilig, drum verschwend' cs nicht!" Die zweite Kaiserrede, beim Kruppschen Festessen, zeigte rein menschliche Seiten des Kaisers, und hier seh'te das ministerielle Bekleidungsstück Bethmann Hollwcg ganz gewiß. Ein kurzer Trckck- spruch wäre der Feier auch gerecht geworden, wie Herrn ttrupp von Bohlen und Halbach, der erst vor i; Jahren ins Haus des Kanonenkönigs eingetreten ist, ein höherer Orden ebenso geziert haben wurde, wie der Titel eines Gesandten und bevollmächtigten Ministers. Tie große Stiftung von 14 Millionen, die den Angestellten des Kruppschen Werkes zugute kommen soll, bringt aber die Sache wieder ins Gleichgewicht, denn sic zeigt, daß auch die neue Generation Krupp in den sozialpolitischen Bahnen ihrer Borfahren weiter wandeln tvill. Wir ztocifelii nicht, daß die hohe Ehrung, die jetzt dem Hause von Kaiser und Regierung zuteil geworden ist, dazu beitragen wird, das Zusammenarbeiten mit den Interessen des Reiches zu fordern. Tas Fest an der Ruhr ist vorzeitig abgebrochen worden; das historische Festspiel, das einige Hundert Personen dem politische Wochenschau. Gießen, 10. August. Wenn Homer heute Tcbte und dichtete, so würde er vielleicht von vielen „geflügelten Worten" berichten. Dem modernen Helden und Redner stellen technische Hilfsmittel ;ur Seite, die dem Altertum fehlten, und die schwarze tim ft trägt die geflügelten Worte weit über den Umkreis des Sprechers. Während man der Luftschiffahrt an ben ländesgrenzen häufig ein Halt entgegen gefeilt Ijat, hemmt kein Verbot die Fliegerei auch der verwegensten amerila ntfchen Wahlrede. Mit Recht, denn wir müssen es ja erfahren, wie der Präsident der Bereinigten Staaten vom Volke auserwühlt wird. Wir staunen nur darüber, wie fo plumpe, mit ihrem Schwergewickck eigentlich auf den Sand bestimmte rhetorische Erzeugnisse so leicht geflügelt ihren Weg über den Ozean nehmen können. Was Roosevelt seiner Fortschrittspartei in Chicago vorgemacht hat, erinnert so lebhaft an die Programuirede jenes österreichischen Kandidaten, der da, offener als der „männliche Elch", einfach anfing: „Da ich also die Ehre habe, mich um dieses Mandat zu bewerben, fühle ich mich verpflichtet, lchnen eine Reihe von Versprechungen zu machen." Warum bat Roosevelt während seiner früheren Präsidentschaft nid)t schon alle seine schönen Versprechungen eingelöst? Es war 3eit genug, den Auswüchsen der Trusts zu Leibe zu gehen und die Arbeiterverlstiltiiisse menschlicher zu gestalten. Man kann cs nicht recht einschen, warum die Leiter der Roosevelt- schen Fortschrittspartei den Ausschluß der Negcrdelegicr tm aus den Südstaaten beschlossen haben, denn deren Schädel sind gewiß nicht minder widerstandsfähig als die der übrigen Parteigenossen. Roosevelt zählt aber auch auf die Negerrasse, der er auf seinem Nakionalkonvenk so niedliche Schmeicheleien sagte, wenn sie auch nicht „all, all hono- rable men" seien. Trotzdem sollen, wie schon ausgeführt wurde, Teddys Aussichten gering sein, denn die großen Parteiströme wird selbst dieser Tausendkünstler schwer aus ihren Betten leiten köirnen. Immer klarer aber wird es, wie wenig würdevoll es war, als das amtliche Deutschland den Abenteurer und politischen Seiltänzer auf seiner Rückkehr von afrikanischen Jagdgefilden wie einen regierenden Monarchen empfing und ehrte, obgleich er Privatmann war und noch dunkel ließ, ob er die Präsidentschaft wieder zu übernehmen gedenke. In Wahrheit hat Roose- rett auf diese Weise seinen Wahlfcldzug schon damals, in Europa, begonnen, und König Eduards Tod hat die Re- klamefahrt etwas vor der Zeit abgeschnitten. Mes hak nichts geholfen: Der ehemalige Cowboy wird wahrscheinlich rühmlos in der Versenkung verschwinden. Die Worte des Kaisers bei der Hundertjahrfeier der ftirma Krupp in Essen haben im ganzen Reiche einen lebhaften Widerhall gefunden. Namentlich seine erste Rede im Lichthof des Bcnvaltungsgebäudes war eindrucksvoll nud gab der Bedeutung dieses nationalen Großunternehmens für die verschiedensten Zweige der Volkswohlfahrt den wirksamsten Slusdruck. Die Männer des Hauses Krupp l)al'en dem Reiche große Tienste geleistet, und es ist ungemein reizvoll, der Geschichte dieser Gründung zu folgen. Man spürt dabei den fast übernienschlick)en Schaffensgeist der Unternehmer und eine starte, höchst mas die neue Berliner Sljcaterjaifon verspricht. Aus Berlin wird uns geschrieben: Eine Wock)e noch und die Bühnenhäuser öffnen wieder ihre Pforten. Schon raschelt es in den Theaterkanzleicn. schönen Verheißungen geht ein Ueberfluß auf uns nieder, (ja Wirklichkeit ist die Zahl der Bühnen, die künstlerisch wertvolleres YLeuland suchen, mit den Jahren bescheiden geworden. Tas Lessingtheater verrät keine Arbeitspläne; hier bestimnicn Saison und Autoren das Pensum. & die Autoren schreiben, wird Programm. Eine neue Komödie Hermann Bahrs „Das Prinzip" wird wahrscheinlich das Repertoire zuerst zu erobern suchen. Im Ensemble ist der jüngst dahingeschiedene Monnard noch richt ersetzt; an Stelle von Irene Triesch, die zum Lheater an der Kvnigsgrätzer Straße übergeht, tritt Tilla Durieux in das Ensemble des Lessingtheaters. Barnows- iys Kleines Theater ist in den lebten Jahreti, seit im Sericnfpicl Rekordziffern erblühten, literansch bescheidener geworden und unternimmt feine Eroberungszüge über die behaglichen Grenzen der Erfolgswahrscheinlichkeiten. Und Mfted Hahns Neues Schau j pic l h aus ziehtZich, wie icht jedermann weiß, mit einer wohlerworbenen Schulden- Irft von rund dreiviertel Millionen zur wohwerdienten^Ruhe zurück. Das Schicksal des ftrebfameu, wohlmeinenden Tirek- •ynä, der hier jcin Lebensideal in Scherben gehen sieht, mag Teilnahme erwecken; dem Unternehmen werden wenig Tränen nachgeweiru. In ihrem Streben hat diese Buhne eure gerade künstlerische Linie nie zu finden vermocht. Die Theater der Direktton Meinhardt und Bernaucr: das Berliner Theater und das Theater an der ^önigsgräßer Straße, scheiden für yochgestimmte Erwartungen auf einige Zeit aus. Im Berliner Theater -oird wohl bald eine neue Berliner Pofte mit Ge,ang die freunde harmlos-heiterer Abendstunden locken. Im Kvnigsgrätzer aber werden die fünf Frankfurter noch einige Wochen roMunasfähig bleiben, bis em neues Lustspiel von RcPler oder Lothar Schmidt sich um die schwierige Erbschaft die,es Acekorderfolges bemühen wird. So bleiben zwei Unternehmungen: Reinhardts Deutsches Theater und das noch angeborene, aber schon Hang- roll „Deutsches Schauspielhaus" getaufte Unternehmen des Herrn Lantz. Herr Lantz tritt damit als $D3iugftcr in die Gilde reichshauptsladtijcher Theaterleiter, und auch als Künstler. Tas Arbeitsprogramm läßt an schönen Verheißungen nichts zu wünschen: Eröffnung mit dem „Egmont", dann ein ganzes Bündel von Klaftiker- Aufführungen, die Wallensteintrilogie an einem Abend, da- zwijck-en ein Strindberg-ZhkluS. Und auch Lebende iommen zu Wort, zunächst Eduard Stucken und Adolf Paul; dieser mit seinem „Triumph der Pompadour", jener mit seiner „Gesellschaft des Abbe Ehateauneuf". Dazu erste Kräfte: Kayßler, Hermann Nissen tige Menschenmenge die Ankunft des Kaisers. Auf dem Zechenplape waren die Beamten, Arbeiter und Rettungsmannschaften aufgcftellt. Am Tore erwartete der Gr ub e n vv r st an d die Ankunft des Kaisers, mit den Direktoren Gehres und Brandenbusch an der Spitze; auch die Herren des Bergamts hatten sich eingefunden Um 3/40 Uhr trafen die Automobile des Käisers und des Gefolges ein. Ter Kaiser liefe sich den Grubenvorstand, darunter Kommerzienrat Korte-Bochum, vorstelleu und begab sich mit ihnen in das VerwaltunLsgebäude, wo ihm an Hand von.Plänen die Lage der Unglücks stelle und die näheren Umstände des Unglücks darge- 11 eilt wurden. Gleich darauf ließ sich Der Kaiser zwei Mann der Rettungsmann ter vi r ft eilen, deren Söhne bei dem Unglück umge kommen sind. Alsdann begab sich der Kaiser zu der auf dem Hose aufge- l'reilten Rettungsmannschaft uno begrüßte zuerst den Siei' ger Kühn, einen der Geretteten. Ter Kaiser ließ sich d,e Grubenlampe zeigen unb unterhielt sich mit verschiedenen Bergleuten und Rettungsmannschaften. Um 5.21» Uhr erfolgte die Abfahrt von der Zeche. Bon der Zeche begab sich der Kaiser nachmittags nach dem K rauten haufe „Be r gmanII ■? ii eil", wo er bev verunglückten Bergleaten einen Besuch abftattctc. Bochum, 9. Aug. Der Kaiser mit Gefolge ist um 5.55 Uhr vom Bahnhof Bochum^Lud nnttelst Sonderzug nach Wilhelmshöhe abgereist. Tie Zahl btt Toten. Bochum, 9. Aug. Nunmehr steht fest, baß von den auf der Zeche „Lothringen" Verunglückten Bergleuten 99 Tote und 25 Verletzte geborgen sind. Von den Verletzten sind zwei im Krankenhause Bergmannsheil gestorben. 15 bis 16 Bergleute fehlen noch; doch ist es möglich, daß davon einige vor Beginn des Unglücks ausgefahren sind, ohne ihre Kontrollnrarke abzugcben oder sie sind hinter den Brüchen lebend eingeschlossen, wo sie schwer zu erreichen sind. Bochum, D. Aug. Bisher sind 105 Leichen zutage gefordert worden. Sechs 'Mann befinden sich noch in der Grube, einer lvird vermut. 'Ter Crt der Explosion ist der Querschlag in der dritten Sohle, wo ein Bläser angeschossen wurde. Von den Verunglückten sind 80 Familienväter, 41 wohnen in der Zechenkolonie. Eine Spende des Kaiser?. Der Kaiser hat zur Linderung der ersten Not für die auf der Zeche Lothringen verunglückten Bergleute 15000 Mark bewilligt und dem Lberpräsidenten der Provinz Westfalen überwiesen. Dem Beispiele des Kaisers folgend spendete die Gewerkschaft Lothringen 5 0000 M k. für die Hinterbliebenen der Verunglückten. Auch berschiedene Banken spendeten Beiträge, so die Essener Kreditanstalt 2500, der Essener Bankverein 1000 Mk. usw. Der Grubenvorstand der Gewerkschaft gab 10 000 Mk. Essen, 9. Aug. Auf die Nachricht von der Kaiserspende für die Hinterbliebenen der Verunglückten von der Zeche „Lothringen" hat die „Rheinisch-Wests. Ztg." unter der Großindustrie Rheinland-Westfalens eine Samm lung eingeleitet, die innerhalb einer Stunde über 20000Mark ergab. Die Sammlungen werden fortgesetzt. Auch der Prinzregent von Bayern, der ein Beileidstelegramm an bett Kaiser richtete, hat für die Hinterbliebenen 5000 Mk. gestiftet. Da» Unglück hätte vermieden werden können. Das Unglück ereignete sich in einem Querschlage auf der 354 Metersohle vor dem Ort, wo das aus dem Gestein austretende Schlagwetter durch Dynamitschüsse freigelegt und angesteckt worden war. Diese Schlagwette*r sind vorher bereits in geringer Menge festgestellt worden. Es war besonderer Auftrag gegeben worden, sie zu beseitigen und erst dann zu schießen. Trotzdem und obwohl selbst die Betriebsleiter und ein Beamter an Ort und Stelle waren, wurde kurz darauf geschossen. Es ist freilich festgestellt worden, daß die Mannschaft zunächst die Wetterführung verbesserte^ aber doch nicht so, daß ohne Gefahr hätte geschossen werden können. Nach den ersten Schüssen ssammelten sich infolge der plötzlichen Entladung stärkere Wetter, die durch den nächsten Schuß entzündet wurden. Dafür spricht auch die Tatsache, daß nach der Explosion die Zündmaschine noch mit Zündschnüren verbunden, 60 Meter vor dem Ort gefunden wurde. Der Schlüssel steckte noch darin. Daneben wurden zwei Tote gefunden, einer war ein Hilfssteiger. Drei andere Heuer wurden durch die Kraft der Explosion in das gleich am Querschlage befindliche Ueberhauen hinein- gefchleudert. Außerdem wurden in der Nähe zwei Bohrmaschinen gefunden, womit die Löcher zum Schießett her- gestellt waren. Die Explosion erfolgte sofort nach dem Schüsse. Der Präsident des Reichstages sandte an die Verwaltung der Zeche „Lothringen" folgendes Beileidstelegramm: Anläßlich der schweren Grubcnkatastrophe, die Ihr Werk betroffen hat, gebe ich namens des Reichstages meinem tiefen Schmerz Ausdruck, daß so viele fleißige und wackere Bergleute mitten in ihrer harten, dem deutschen Wirtschaftsleben gewidmeten Arbeit vom Tode ereilt sind. Ich spreche allen denen, über die durch den Verlust ihrer Angehörigen so schwerer Lkummer hereingebrochen ist, mein aufrichtigstes Mitgefühl aus. Eine Aenßerunq aus Oesterreich. Wien, 9. Aug. Die „Neue Freie Presse" schreibt zum Grubenunglück in Bockmist: Die ganze Oeffentlichkeit Oesterreichs steht unter dem Eindruck der Nachrichten über das Grubenunglück. Die schmerzliche Empfin düng, die durch das Ereignis hcrvorgerufen wurde, muß noch verstärkt lverden durch den zufälligen Gegen sah, daß es sich an dem Tage zutrug, wo der Kaiser den Festlichkeiten anläß lich des Jubiläums der Kruppwerke beiwohnte. Tie österreichisch-ungarische Monarchie, namentlich die Deutschen dieses Staates, sind durch so viele Bande gemeinschaftlicher Inter ess e n und durch so viele geschichtliche Erinnerungen mit dem Deutschen Reiche verbunden, daß jedes Unglück dort unsfastsoberührt.alswenneSsich im eigenen Lande zugetragen hätte. Wie in Deutschland, so ist in Oesterreich der lebhafte Wunsch vorhanden, daß die Technik und alle Hilfsmittel, welche die Industrie besitzt und aller Reichtum, der durch die Arbeit geschaffen wird, in erster Linie ver wendet werde, um die Einrichtungen der Bergwerke und Fabriken zu verbessern, damit die Gesundheit und das Leben der Arbeiter bis zur äußersten Grenze der möglichen Sicherheit geschützt sind. In diesem Gemeingefühl finden sich Deutschland und Oesterreich, denn es ist die Frucht der deutschen Kultur, welche die beiden Staaten verbindet. Eia Telegramm des Präsidenten Fallidres. Paris, 9. Aug. Präsident Falliöres telegraphierte an Kaiser Wilhelm: Die Nachricht von dem Unglück auf der Bochumer Zeck>e bewegt mich schmerzlichst. Es ist mir eineHerzenSpflicht, Eurer Majestät mein aufrichtiges Beileid und die Versicherung meines Mitgefühls mit bett Familien der Verunglückten auszusprechen. Roch ein Bergwerksnngluck. Kvhlscheid, 9. Aug. Auf der Grube Laurwtkg wurden fünf Bergleute von einem Förderkorb erfaßt. Ein Bergmann wurde getötet, ein zweiter schwer, die drei übrigen leicht verletzt. * Nächst den bei benf Grubenunglück auf der Zeche „Lothringen" verunglückten und verletzten Bergleute wendet sich die öffentliche Anteilnahnre naturgemäß den bedauerns werten Familien der Verunglückten zu. Wenn auch alle Gelbunterstützungen ben ihrer Ernährer beraubten Familie,' keinen Ersatz füe den schweren Verlust bieten können, so ist es doch immerhin ein berul-igender Gedanke, daß eine R o t läge der Hinterbliebenen dank der durch die Arbeiter-Versicherungsgesetzgebung erzielten Fürsorge im allgemeinen wohl nicht auf kommen kann. Tie Sekiton II her Knappschaftsberufsgenossenschaft in Bochum hat, soweit die Namen der Verunglückten bekannt sind, die Feststellungen für die Festlegung der Unfallentschädigung für die Hinterbliebenen zu zahlen ist, auch bereits ausgenommen. Tas Sterbegeld und die Witwen- und Kinder- rente für die Zeit vom Tage des Unglücks bis Ende August werden in kürzester Frist ausgezahlt werden. (An die Hinterbliebenen der auf der Zeche „Radbod" verunglückten Bergleute haben die Auszahlungen bereits eine Woche nach diesem Unglück stattgefunden.) Tas Sterbegeld beträgt je etwa 120 bis 130 Mark. Dazu kommt >ie Witwen- und Kin derrente für die Zeit vom 8. August bis Ende August mit durchschnittlich oO Mark Außerdem erhalten die Witwen und Kinder der verunglückten Bergleute eine Rente von jährlich 20 Proz. des jährlichen Arbeitsverdienstes, durchschnittlich etwa 320 Mark jährlich. Bei einer Witwe mit zwei oder mehr Kindern beträgt die Rente jährlich zwischen 900 und 1100 Mk. Sind Eltern und Großeltern vorhanden, deren Unterhalt der Verunglückte allein ober überwiegenb bestritten hatte, so erhalten biese ebenfalls eine Rente von 20 Proz. bes jährlichen Arbeitsverbienstes, sofern nicht bereits von ben Witwen und Hinbern bie Höchstrente (60 Proz.) des jähr- ichen Arbeitsverdienstes in Anspruch genommen wird. poincarer Fahrt nach Rußland. Begrüßung durch das deutsche Flottenfligg:chiff in der Ostsee. Kiel, 9. Aug. Gegen drei Uhr nachmittags passierte, von achtern auflaufend, der französische Panzerkreuzer „Cond e" das F l o t t e n f la g g s chi f s „T e u t s ch l a n d" östlich vom Gjedser-Riff-Feuerschiff. .Kurz bevor der Kreuzer querab vom deutschen Linienschiff kam, setzte er die fran - zösischeFlagge aufGroßtopp — nach der Flaggentafel ist dies das Abzeichen für den französischen Marineminister — und holte die .Kommandantenwimpel nieder. Da )em französischen Marineminister neunzehn Schuß Salut zustehen, feuerte die „Deutschland". Der Salut wurde sofort erwidert. Eine rnnifrtie amtliche Kundgebung. Petersburg, 9. Aug. Die offiziöse „Rossija" bc grüßt in einem Artikel die Ankunft Poincares, indem sie die Ansicht der russischen und auswärtigen Presse billigt, daß die Ankunft des Leiters der auswärtigen Politik der befreundeten und verbündeten Macht nicht lediglich die Bedeutung eines Aktes internationaler Höflichkeit haben könne, daß aber trotzdem niemand das Recht habe, sich über die neue Bestätigung des Bündnisses zu beunruhigen. Tenn die öffentliche Meinung Europas hatte genügend Gelegenheit, sich von den friedlichen Fortschritten und den Zwecken des französisch-russischen Bündnisses überzeugen zu lassen, das kein europäisches Interesse bedrohe. Die Zeitung drückt die Gewißheit aus, daß die große Mehrheit des russischen Volkes überzeugt ist, baß Rußland und Frankreich s i ch notwendigerweise enger zusammenschließen müssen in ihrer Bemühung, den Frieden zu schützen und zu kräftigen, der nicht allein für diese Mächte, sondern alle ihnen befreundeten Nationen nötig sei. Kronstadt, 9. Aug. Heute nachmittag wurde Ministerpräsident Poincarö an Bord des „Cond6" von dem Marineminister, dem französischen Botschafter und dem Personal der Botschaft, dem französischen Militärattache und dem russischen Militärattache in Paris begrüßt. Ter Ministerpräsident begab sich sodann auf die Jacht des Marineministers, wo chm Ku Ehren ein Diner gegeben wirr de. Deutsches Ucid>» Der Großschiffahrtsweg Berlin—Stettin wird, wie wir hören, voraussichtlich im Sommer 1913 dem Betrieb übergeben werden können. Einzelne Teile des neuen Kanals werden bereits feit Wochen benutzt. Ausland. Ter Senat der Bereinigten Staaten von Nordamerika hat mit 34 gegen 24 Stimmen ein Amendement zur Panamakanalbill angenommen, wonach im Anslandge- baute Schiffe jur Eintragung in das amerikanische Schiffs regifter zuzulassen sind, wenn sie Amerikanern gehören und sich ausschließlich mit auswärttgem Handel befassen. Ein weiteres Amendement, das der Senat annahm, erlaubt für Schiffe mit Bala st eine niedrigere Abgabe als für Schiffe mit Ladung und ein ferneres Amendement befreit alle in Amerika registrierten Schiffe, Die sich mit auswärtigem Handel befassen, von den Kanalgebühren, vorausgesetzt, daß ihre Besitzer sie in Zkricgszeiten der Regierung zur Verfügung stellen. Deutsche Kolonie«. Von der Reise Dr. So lfs wird gemeldet: Am 31. Juli traf der Staatssekretär in Pretoria ein und nahm beim stellvertretenden Generalgouverneur Wohnung. Ter Lunch bei General Botha verlief sehr herzlich. Danach wurde das Theilersche bak- teriologisclse Institut eingehend besichtigt, am 1. Vluguft die Premiermine besuclst. Am Abend fand ein Bierabend statt, an dem Deutsche teilnahmen. Am 2. und 3. August weilte der Staatssekretär in L our e nco Marques, wo der Generalgouverneur ihm zu Ehren ein Festmahl veranstaltete. Danach anschließend begrüßte Dr. Solf die deutsche Kolonie. Am 5. August erfolgte die Llnkunft in Beira. Aus Stadt und Land. Gießen, 10. August 1912. ** Tageskalender. Kinern atograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Museum des oberhessischenGeschichtsverSins. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr. Evang. Arbeiterverein. Sonntag nachmittag 3 Uhr in cteinS Garten: ©artenfeit. Anlage in usik am Sonntag mittag 12 Uhr in der Süd- Anlage. Spielplan: 1. Hoch- und Deutschmeister, RegimentS- marsch von A. Jurek; 2. Fantasie aus MaillartS Oper ,TaB Glöckchen des Eremiten', bearbeitet von F. Rosenkranz-, 3. Ouvertüre zur Operette .Tie schone Galathe' von Fr. v. Supp»; 4. I. Preis- marsch der »Woche* von A. Ailbont. "Der Hessische Verein für ländliche Heimat- und Wohlfahrtspflege wird am Mittwoch, lv. Oktober, zu Darmstadt eine Versammlung unter dem Vorsitze deS Provinzialdirektors Fey-Darmstadt abhalten, zu der außer den Vereinsmitgliedern auch Freunde der Sache Zutritt haben, .'ins der Tagesordnung wird stehen: 1. Bedeutung deS HeimatschntzeS und der Heimatpflege, sowie deren wechselseitige Beziehungen auf dem Lande. Vortrag deS Pro». Dr. Frenzel-Tarmstadt. 2. Anlage ländlicher Friedhöfe sowie Grabdenkmäler auf denselben. Vortrag des Bürgermeister Kraft auS Trebur. Im Anschlüße an die Vorträge finden Besprechungen statt. "Die Frankfurter Konferenz Hess ischer Geist, llchen nxrb ihre Sommerversammlung für Obcrhesien am eröffnete gestern , gewaltigem oliv« so gewaltig, äfcfobrit alle Fer ufrploiion auch ni lüiiter waren s Mäül vom Platze ferner der Turner Lndw. Bepler vom Sechskampf (volkstüml. Wettnrnen) den Neunkampf( Gerätewettkampf) erhielt Turner Tv. Gießen den 20. Preis. •• Der 6oang. Arbeiterverein To. Gießen in 11. Preis. In Karl LooS von die gegen den städtischen Arbeitsnachweis gerichtet wurden, entbehren, wie mehrere Redner ausiührten, jeder Begründung. •• Die Gießener Wochenmarktverhältntsse bc. handelt eine Zuschrift, bie uns von einem hiesigen Bürg« zuqegangen ist. Vor allem wird bemängelt, daß nach bet Marktordnung der Markt schon um 1 Uhr mittags beendigt sein muß. DaS liege nicht im Interesse der Hausfrauen, bie gerade morgens entweder gar nicht oder nur schwer, im Hause abkömmlich seien und deshalb den Markt entweder gcm, meiden müßten oder ihre Einkäufe nur in Eile erledigen könnten. Außerdem würde durch die Beschränkung der Der« kaufSzeiten die Konkurrenz der auswärtigen Händler fern- gehalten, weil diese die Mälzte mit längeren Verkaufszeiten bevorzugen. Dadurch komme eS, daß wir hier außerordentlich hohe Gemüsepreise hätten. Der heimische Gemüsebau werd? durch ben stärkeren Zuzug auswärtiger Händler nicht gescho- digt, wenn er sich auf die für die hiesigen Boden- und Lin Blot! I höchst a. M., |en'dKntcbeii zum | lll)r in einem ! KTbrn. Der Arbe ■ge Zeit ein Siel ■renn Suffe So| elfter Geschäft in Ävch von Kosuch ; tatatyjlt mit dem Somti) dem Mdche l in den hmissbv einem Revol tmcketzt brach das( Her Mörder nmrb1 24. September in Nidda (Hotel .Zur Traube1) ab bähen. Oberhofprediger Ehrhardt- Darmstadt hält einen Vortrag über „Autorität und Freiheit1. •• Preisaufschlag. Infolge deS Steigens der Preise für Schweine haben die hiesigen Schweinemetzger von heute ab die Preise einzelner Fleisch, und Wurstsorten erhöht. - Auf dem Kreisturnfest in Aschaffenburg erhielten ■ Ehren, Starke ^t vorM lNitsi !»’ - J günfrig W yt öindcr enden in Form von 3e4r« reien einen verschleierten Gewinn verschafft. Die Mitglieder bce Deutschen Kellnerbunded beschlossen, daß gegen diese 3fdlai- öermittlunfj bei der Bürgermeisterei und beim Polizeiamt Beschwerde eingelegt ioerben soll. Man hofft, daß die Gewerbe Polizei Mittel finden wird, diesem Treiben zu steuern. Angriffe, r • x 7625 ann E^53540 ab *t. Voge klimatischen Verhältnisse geeigneten Kulturen beschränken unb i bie Spezialkultur für Spargel, Salat usw. mehr den besser dafür geeigneten Gegenden überlasten würde. Die Einsendung ff schließt mit der Forderung, die Marktzeit bis 5 oder roenigflenf bis 3 Uhr nachmittags zu verlängern. Marburg, ab eine Ei laisen- 6 cinigung Stellen nachweise. Die guten Gäste erhielten euch I mfat lohnende Atbctt nachgewiesen, während Leute, die feine großem I «Mg an vci'. Zechen machten, schlechter dabei wegkämen. Es nmrbe danwi I nuu> TT" hingewiesen, daß die Gewerbeordnung Stellenvermittlung in Win. I zufgebracist. schäften verbietet und sogar unter Strafe stellt, wenn ein StdIrr | Frankfurt „Ich in der hies Landstraße ( ilbfüflcn von 5 vfa Ursache ein { iJsb und entzün! Landkreis Gießen. ? Allendorf a. d. Lahn, 10. Aug. Am 11. August feiert der Turnverein Allendorf sein siebenjähriges Stiftungsfest, verbunden mit dem Abturnen. Vlorgens ist Wctturnen, nachmittags Schauturnen und hieran anschließend ein Damenreigen. Nach den NachmittagSübungen ist Tanzbelustigung im Freien und nach Einbruch der Tunfei* heit werden Pyramiden gestellt und Feuerwerk vorgeführt. X Ettingshausen, 9. Aug. Gestern nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr erhängte sich der 14jährige K. Pfannkuchen von Lich, der feit diesem Frühjahr bet seinen Großeltern bedienstet war, auf dem Heuboden. Was den Jungen zu der Tat bewegt hat, ist unbekannt. 6t muß einige Tage mit Selbstmordgedanken umgegangen sein, denn am Tage zuvor und auch gestern soll er gesagt haben, er helfe feinen Leuten morgen nicht Maschinen. — Es sind schon acht Tage zwei Dreschmaschinen hier in Tätigkeit; die Fruchternte an Roggen, Weizen und Gerste ist sehr gut ausgefallen, sowohl an Stroh als an Kornertrag; die Haferernte ist etwas geringer. Kreis Lauterbach. Q Bom Vogelsberg, 9. Aug. Welch großen Schaden der trockene Sommer 19 11 an den Waldungen deS Vogelsbergs angerichtet hat, bas macht sich jetzt erst m vollem Umfange bemerkbar. An den südlichen Walbränden, die der sengenden Hitze am meisten preisgegeben )Daren, sind die Tannen verdorrt, viele Morgen von jungen Pflanzungen, Fichten und Buchen, sind abgestorben. In dem Riedeselschen Revier Blockhaus« beläuft sich allem der enfftandene Schaden auf etwa 40 000 llf Nun hat sich auch noch ein schlimmer Schädling der Buchenwälder eingestellt, der Bilchelspringbockkäfer, der die Blätter der Rotbuche befällt, so daß diese braun werden und abüerben. Kreis Schotten. O Laubach, 9. Aug. Unser Städtchen hat sich in diesem Jahre als Sommerfrifche wieder eines guten Besuchs zu er freuen. Während in den letzten 3 Jahren der Fremdenverleb« nachgelassen hat, sind in diesem Sommer sämtliche (Gasthäuser und Privatwohrrungen besetzt. Der nahgelegene Wald, die gidc Luft und die angenehme Stille üben die altbewährte Anziehungs traft aus. In rühriger Weise hat der Verkehrs- und Berschö- nerungsverein durch Anlegen neuer bequemer Wege nach betr Ramsberg Sorge getragen, ben Fremden den Aufenthalt angenehm zu machen. An verschiedenen Stellen, von denen war einen schönen Fernblick nach dem Vogelsberg und Taunus hat. wurden neue Bänke ausgestellt. — Auch eine Abteilung der Frankfurter Ferienkolonie bat wieder unter Austüm ihres Lehrers ihren Erholmigsaufenthalt im Gasthaus zur Traube zugebracht. Gestern abend veranstalteten die Dioden im Saal« der Traube eine AdschicdSfeier, $u der sie am Vorabend mH Lampionzug die Bewohner Laubachs ein geloben hatten. 6* zahlreich wurde dieser Aufforderung Folge geleistet. Liedervoe-' träge, teils ernste, teils heitere Weisen, turnerische M ari'chubun-m und humorvolle Zwiegespräche waren in bunter Reihenfolge |U einem Programm zusammengestellt und wurden von ben ihnbern mit bestem Können wieder gegeben. Reicher Beifall wurde ldvkn nach icder Nummer gespendet. Lehrer Wüst sprach zum im Namen der Kinder dem Gastwirt Desch für die gute sfv ■ ne weiteres zu, I tu*' Iriutii förmlik fct dies geluuger Unguis zugefüh^ ^oebaffare t pwffenen ums F^nt er sich Heu Ik erwiderte er Deutlichkeit burd F erfahre. L J- Süddeutsd E” ?r, Tonnt llQttfinbenben 1907, Nnffitttei i Rätsel ES Ml 19os I ’.’rer [„.‘ff. fehtime nter ‘>i r^Brifr R.-TV-« F..:’un'Dreier 190?. KL/^-^ierer- Rif) g^bnrger \ w „v^untfri Mainz. _ M.)- «t Sefchjch !l ■ ,^'^rage. dj Ihb «)+, M so (Yr( h 'nfti B I^ L^U'gesa ' . be MK I ■ Staubt«) U. U. W. ÄQtl Lin Mord aus verschmähter Liebe. man eine am sind von 17., eine der uni) jdyum förmlich befriedet zu. sein, als er horte, daß ihm dies gelungen sei. Kosnch wurde dem Amtsgerichts- 'gesängnis zngefuhrt r*nM *inwnr 9Unrm4 in c nur schwer^ im Markt entroeber nur in Gilt tri Beschränkung bti lärtigtn Hänbltr längeren Verkauir§ sich in der hiesigen Garage der Opel werke in der Mainzer Landstraße eine folgenschwere Explosion zu. 5c — In- sektenschädlingc unser Heimat — Heirnna und Henragsanlagen. Diese Bändchen führen die Naturwissensä»aftlick Technische Volk». ' n-* - --|5 bintmefen, weiter. 0 M arburg , 9. Aug. Die Fleischerinnung beschloß, ton heute ab eine Erhöhung der Fleischpreise ein- treten zu lassen. Es kostet jetzt Ochsen- und Rindfleisch Pfg., Bratenstück 1 und Kotelettes 1,10 Mk da» Jadt'^^r llfr‘ 5 Piuud. — Tas kürzlich hier enthüllte Denkmal zur Er ICDlf in i nmg an den Marburger Chirurgen, Gebcimrat Roser, iftet rund 6745 Mk. Die Bausumme wurde durch Samm° {'e-mig seine Anerkennung und Dank au5. Mit einem fröb- > n „Aut Wiedersehn" im nächsten Fahr ging man ausetn» LreiS Friedberg. L. Friedberg, 9. Aug. Während in diesem Sommer öfters V die vielen italienischen Arbeiter em ('Gottesdienst stattsand, findet t . 15 August in der katholischen rttrche hier Gottesdienst K- die in der Umgebung anwesenden polnischen Katho- 1tlen statt. == Bad-Nauheim, 9. Aug. Bi« zum 8. Aug. i b 2 8 6 09 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem lige noch 7625 anwesend waren. Bäder wurden bi8 zum i Aug. 353 540 abgegeben. X Bad-Nauheim, 9. Aug. Seine 2. Bezirks- S*:- d-n »''d'ÄÄ n |par^erttb^; MS kk Aü55 ^geichoben k? b-rnt erflän^ •n.' wenn b,e pichen Vorsi^ Wgento ^Atung für J Nv beS 2^ ehmde Sdhttrti Lsrben. aTJ l”6® «nm Mste erhielten J Dünne Normal-Unterzeuge Schulstrasse 4, TeL 240. n. Aug. Am 11. «k jein siebenjähtl: n Abtumen. W men unb hieran en NachmittagSübur ch Ginbruch ber r- feuerwerk vorgesü^ i ®e|tem nachn« sich ber 1W it bitjem Frühja^ dem heuboben. 8 cd, ist unbekannt, inten umgegang^ rn soll er M* Maschinen.-^ chinen h'-r m ;- >i en unb Gerste fl - als an Kornertrag > ‘ 6tti9«l| btti Metzger 2^ tzefügel», Bogel- und Kaninchen-Ausstellung ।rinftaÜet der hiesige Geflügelzuchtverein iund 19. August in der Turnhalle hier. ES aze Anzahl Ehrenpreise gestiftet worden, u. a. Hebt Bad-Nauheim und der Kurverwaltung, Kleine Tagtrchronil. In der Nacht tum fvreitaa ist ein großerJTeil deS Ei s en - bahnt unnelS bei 61 di e n b c r g auf der t r ecke Frank- f u r t — (9 ö 11 i n g e n — » a m b u r g e t n g e |t ü r s t. Menschen sind nicht umgefommen. Die Ursache des Einsturzes ist in den irutiägigen Regenswen zu suchen. , In Eisenach wurde am Donnerstag am dem Haupt da yn- Hof ein Herr von einem Eisen bahnzn g überfahren und getötet. Es ist ermittelt worden, daß dies ber dort zur Jrur weilende Generalleutnant ». D. v. Krosigk ist- AuS Zossen wird gemeldet: Tie in per Nabe des y*abn- hoseS Dünsdors gelegene große Dampsmillle v. Werfahofcn ist niedergebrannt Wertvolle Masdnnen sind verbrannt oder verwendungSunsahig geworden. Rur der tattraitigen »ilfc einer Abteilung der I n s a n t e ri e - ch i e ß, ch u l e ist eS zu danken, daß die angrenzenden Baracken, in denen über hundert Arbeiter schliefen, und ein weiteres Holzlager gerettet wurden. Bei den Auf räum ragsarbeitcn ivurbc ber vcrfahlte Leichnam des Heizers aus den Trümmern hervorgezogen. Er ist vermutlich im Schlaf von den Flammen überrascht worden. I In den Stubaier alpen ist der Wiener Tourist Roicnberg im Schmesturm umgekommen. Tie ihn begleitende Tochter ift völlig erschöpft noch lebend ausgesunden worden. iie^ StaiKl'iT1 N-M. "„Germania", Mainzer R.-Ä. 19M, I ^veNn Mainz. - 11. E r st e r, A ch t e - ' W-nderprns ! Imnzer N. -BI: Frankfurter R.-^v'^. ^Nlcrria , rrrank :ter :st . G. „Borusfta . 'innrer N -'U 1."'-!- ?n- 63 wurde bw lenvnmittlmrg in Z keilt, totnn em ’ in Fom von J |t. Die Mitglieds. 1 Men diese 31* '..beim PolizeiM» °nt, daß die (Ne ’ n zu Heuern. Tnfl j '. Senket mürben., leder Begründung 'ktverhältnljski * kinem hiesigen Angelt, daß nai; Uhr mittags btt* ie der Hausfrauen, Letzte Nachrichten. US Tote beim Bochumer Unglück. p/: Bochum, 10. Aug. (Priv.-Tel.> Die Zahl bet Toten bei dem Grubenunglück auf Zecke .Lothringen" beträgt 113. Bis jetzt wurden 103 Leichen geborgen, drei Schwerverletzte sind gestorben, sechs Bergleute befinden sich an einer unzugänglichen Stelle ynb zwei werden vermißt. Tie Fahrt der Biktoria Luise. Baden-Oos, 10. Aug. Die „Siftoria Luise"' ist heute vormittag 4.25 Uhr hier ausgestiegen, um mit fünf Passagieren nach Gotha zu fahren. G o t ha , 10. Aug. Die „Viktoria Luise" überflog um 8ifr Uhr Meiningen, um 9.20 Uhr Eisenach und landete hier um 10 Uhr glatt und sicher. Ter Belagerungszustand ti Solonikt. Saloniki, 10. Ang. Priv -Tel.) Die Bev ölfe- r u n g ist über die Verhängung des Belagerungszustandes sehr erregt und hat Einspruch erhoben Wenn dem Einspruch nickt ftattgegeben wird, wollen die Geschäftsleute ihre Läden schließen. In äojrülu wurde das Standrecht verkündigt. Höchst a. M., 9. Aug. Ein Mord, dem ein junges enschenleben zum Opfer fiel, ist heute vormittag gegen 1 Uhr in einem Hause ber stünigsteiner Straße verübt rben. Der Arbeiter Mar Ko such aus Breslau hatte jnifle Zeit ein Liebesverhältnis mit der 16 jährigen Ber- ierin Luise Lotz aus Unter-Liederbach, die in einem •in «ibt,, h, bau " H b ar j 7;; tcrTeht brach das Mädchen zusammen und starb alsbald. I ihre Häuser. Tas Vorkommnis verursachte in der Stadt geringen Tcr Mörder wurde auf der Straße verhaftet. Er gestand schaden. — Auch die Erdbcbenstauon Hohenheim registrierte das ohne weiteres zu, das Mädchen vorsätzlich getötet zu haben,! Erdbeben. m ,, VA ' vu111 lutiivnv 9**f ~ ..... ' < - - » Blindenpost. Eine wertvoste Anregung ist kürzlich dem - englischen Generalpostmeister durch eine Abordnung Gefängnis zuaeftchrt. <^ war schon ktMnal in Wörms in Imöen,internationalen Posttaris als nnc Movbafsitre verwickelt, bet der die £antc ber beute befördert werden. Bekanntlich sitrd die Blindenbucher Krschossenen ttms Leben gekommen ist. AM dte Frage, erhabener Schrift geschnitten, daher natürlich verhältnismäßig Warum er sich heute nach ber Tat nicht selbst erschossen I unb müssen das teure Paketporto tragen. Von den Znter Lobe erwiderte er, es sei ihm daran gelegen, daß bie effenten imirbe betont, t>af$ eine berartige $CTgünfrigung Don auyer tefientlickkeit durch den Prozeß seine Beweggründe zur ordentlichem Werte für die Blmdeverziehung sein wurde, außer- Tnt SnhrT dem müßte die Anregung schon darum lür den mternattonalen Ver- Ult ersai-re. _ I febr von England ausgehen, weil der größte Teil aller Blinden- schriften in England angesertigt wird. Es ist ^erenant^datz bet roirbi)ie zweite Meldung über die Besetzung der Polizeidiener- stelle ist ausrecht zu erhalten mit der einen Aenderung, daß der ehemalige Feldschütze nicht 74 Jahre, sondern erst 63 Jahre I -------------------------- I schriften in England angefertigt wird. 2S t|t mierenam, oag p^ialt ist- Auch in dresem Alter kami E^ann^ schwnrn Poften Sport. bin'cr Gelegenheit eine ganze Reihe von blindgeborenen Herren nck ctnes Poltzeidieners nickt erfüllen. Das, tattachftch lunge »iatmn I) Süddeutscher $ u 6 r r n c r b anti. Die Meldungen M,ms"r iuusiellien. d,e Ir°d des ihnen sehleudeu .hmwtsmnezbn Bettenhamen^!,nd. d.e^dersen m um^d^ Sttttc W8NZMZMSMSZ WMSSM ^nnurt^r NSv>B Vmicitia", Mainzer R-stl 1903- nnrbin der brasilianischen Münze zu Rio statchnden. -cktüd daran. ____________________________ r{unio T Vierer: Frankfurter R. Sp. D. „Amiettta , Tie emtiif)rung ber Golbmünze ift aber tedenwlls leichter geplant' ----------------------------------------- k-cicksurter R -B „Unbinc", Kastcler R.-Sl. ..Germama , Ltm o(# g^schehcn, und es bürftc nod) mancher Tag vergAen, bis bic 190-, Mainzer R.-Sl. 1903. - 9. . 3 n> m t e r ^raf^l(mrr „Ningende Münze" an Stelle ber Papzenetzen m der fc'nior-Vierer: FrankmNer R.°Sl. Aemanma Flors- lasche tragen. Eimer R-B., Gießener R.-M. „Hama", ^fteler Rftl. I * 2 ch l a n g enha u t k l e i b er — eine neue Mode. Emia", Limburger R.-Kl. 190/, Matnzer R.-M. Die Berwendbarkeit der Schlangenhaut zur Verarbettung zu Handls 10 Er m u nterungs-Vierer: ^-arnmittcr „un | tQid)€n und dergleichen ift bekannt. 3efct aber ist, wie E L Arnold in „Chambers Journal" berichtet, der schlangenhaut ein neues Gebiel erschlossen worden: ein Pariser Haus hat soeben Llcider aus Schlangen häuten „kreiert", die in den streuen, denen es vergönnt mar, diese ftunstwerke in Augenschein zu nehmen, großen Beifall gefunden haben. Ein ^langenhairtfieü) verleiht zweifellos dem weiblichen .ftörver einen pikanten 9tn$: aber, außer Zweifel wird wohl gleichfalls stehen, daft rar gerat ne, sich eines schlanken Wuchses erfreuende Damen ein <-chlangenhaut- Neid tragen können. Besonders ein Empltt-Modell, das aus der Haut einer Pt)tbon-Scklange hergestellt raorben war, hat große " v v - .'""L 4. . — v—i i 'M aIX tn « t Starkenburg und Rheinhessen. m. Ossenback, 9. Aug. Rach dem Sckularztbe- tcht sind für U 926 Schuler 7 Schulärzte, 2 Zahnärzte und 1 Aua narjt vorhanden Es wurden insgesamt 5690 Mi über jxJ 115 st lassen untersucht. Ter Ernährungszustand wurde bei ~ 9“0 für günstig befunden, bei 54,1 u ist er mangehast, wahrend ■ , brr Rinber an erheblicher störperschwäche leiden In dem r cht wirb Klage über die mangelhafte Beschaffenheit der Räume bar Mnabenidrate am Französisdien ltzäßchen geführt, während Imgienische Zustand ber Schule m bet Herrnstraße als höchst lässig bezeichnet wirb. In ber städtischen Schulzahnklinik rben 1516 Rinber, vom Augenarzt. 264 Rinber untersucht. Hessen-Nassau. Zur Geschichte öts Duells in Deutschland. Ti, Tuclliraqc, die nod> in den letten Sisunnen des Teutickcn Wtogcl 9U ?o megter Ausspr-ck- hl litte, bot d,e Scrgangen^ it u.ch. minder «in« befugt teÄwiSl ICH Zeugnis ab die Dokumente Bewunderung erregt, und wie der ^chotner öerrn «rnold Mit, nberfon in einem Aunatz ber „Grenzbotrn veronentua^ aus der Haut einer einigen ötMange bmertigt n der Hand ber Recktsraellcn *. I. « nxm zwölf Männer sind durck'cknittlich dazu nong, das .«etz un imieben Außer ber Pvtdvnicklange. die in Indi« malamicben Archipel ihre Heimat bat 1,nh.bot^.m*1 bett sumpfigen liegenden haust, werden auck noch t achtet," und^ie Berletzung öder bre I ftricior“ Brasiliens lind „Anaeonda", ' L,.!, s I amenka »ulxiuie ist. ihre» nrlles wegen getagt öffent- Anacondaicklange ist sehr gesucht Ihr- X'aut rotrb Id ’ I w Al . - L * <— «Iw taAMVhl'i f .• f •’H C l'HOI’ J I '-klbiisck.cn Rechtsgelchrtm vor, y-- H v .u .-frOfnt" ' J twerletzlickc iporthdic ^rovocation d'U"0iureml ■ d da nun einmal in jenen 3nten alkv J cutgt werden mußte, jo iwte eines Sltbcn*5 <- benneiner " iiidco ^ , Stellen. jdujst. Ach Z uni« I und einige (Zeremonien begraben". Tie Beilegung eines Ehrenhandels wurde aber erleichtert und sogar ein stollegium allerhöchster Verttauenspersoncn eingerichtet, das ein Schiedsgericht in allen solchen Streitigkeiten bilden sollte. Der Beleidiger wurde geftrast „biß auf 200 Taler oder auf 6 Wochen Oesängnis", bei schweren Beleidigungen „biß auf 1 Jahr Gefängnis, darinnen er mit Wässer und Brodtc zu speisen", oder er mußte demütige Abbitte leisten. Unter August dem Starfen wurden diese Bestimmungen noch vermehrt und ver- wllvu,vll -------------- sclwrst, aber das Duell haben alle diese drakonischen Maßregeln Hückerei, auf bie wir unsere Leser bereit nicht aus dem Ehrenkodex bes Adels verbannen können. I WaS wir schon bei der ersten Serie rühmen konnten i'mc nare, _________- J -------- verständliche unb fesselnde Bonragswciw, eine iini'enschaftlickc inib doch durchaus volkstümliche Behandlung der einzelnen j b men, VCrmtfä?M« bci Iiutfr Ausstattung eine erstaunliche Billigkeni 20 B'ä. für * Ein Erdbeben in derTürket. ^icErd beb c n- bic ^ummCr), finden wir bei den neuen Serien nnehcr vollauf be- toarte Darmstadt-Jugenheim meldet vom 9. August: sger sich über einen ber behände lten O^egen, i.. ndc rat er- In der vergangenen Nadft um 2 Uhr 32 Min 40 Sek. rourbe I roi[[, sann nichts chesscres tun, als sich die betrehen^n ber Beginn eines sehr heftigen Erdbebens registriert. Än B^dchen dieser Sammlung anzuschafien, bie bmnt« von Bestärke übertrifft es noch das mächtige Erdbeben von lurteitan börbcn Volks unb Fortbildungssckmlen empfohlen wurden, am 3. Januar 1911. Der Herd liegt in einer Entfernung Don ^cbe Buchhandlung ober der Dcftlag von T heo d o r T h o m aS, nahezu 2000 Kilometern und dürfte in Kleinasien, unweit der Leipzig, wird in der Lage sein, Interessenten Prospekte usw. Westküste, zu finden sein. Tas Erdbeben war so stark, bah die ^^legen. Zeiger des Seismographen fast 10 Minuten lang An - 71 - — — "TT"" *" tpr (Heirfiäft in' Stefiuna war Das" Mädchen zog sich! schläge fielen. Seitdem die ErdbebenwaNe besteht, nmrde kein '0 Eingesandt. d, von Nuch zurucl unb b.efet bvoh.e chm Ltolb «iMrm Ä ’* ™ (Wt 5»™ iebcrtioft mit dem Tobe. Heute vormittagnunl lauert^ I aVtor/^fehr ftarf gernefen fein. W,e ras Konstant!- übernimmt die 0Cflraübct incTlet ofud) dem Mädchen aus ber rotraße auf unb her oUte■ eä L 0” e aemelbet wird, wurde das Erdbeben auch dort ganerkt. i in den Hausflur ihres Wohnhauses, wo er fünf SM fr um 3.20 Ute wurden brn Erdstöße in ber Richtung nach Normst Bettenh«se«- 3n Nr^ 178 b& 9iffrmn ■«’ einem «cvolver auf bie Ziehende abgab. Todl.ch | gespürt, li. »«»»«unaroar <^«*2mb?± ÄI ÄÄ" m K Nr. 181 desselben Blattes enthält nun eine Mitteilung ber Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen, daß diese Notiz unriditig sei. Nach genauer Erkundigung steht fest, daß die Gemembcöer- tretung bis jetzt noch nicht beschlossen hat, den Veteranen eine Ehrengabe zu überreichen. Hoffentlich geben aber bie wenigen Zeilen den Anstoß, um das endlich in die Tat unnusetzcn, was andere, weniger gut situierte Gemeiiiden schon längst als eme Pflicht den Veteranen gegenüber erfüllt haben und was in unserer Gemeinde schon seit Jahren von ber Gemeindevertretung erwartet ihr ein des sich igrr als lammen* und im iliebe in Aca con- in Süb- Leben und die Ehre gleich gtc_—, --- ,---------- Verleumdung an Ehren höher und beschwerlicher, dann Lecke--1 ‘71 77“ " " ihre “ftaut wird schon seit Befchädimmi gehaften." Tarum soll ber Beleidiger einen öfsent- «n°conda,düange st set>r g^ Ihre Haut wiw iawn seit ftchen Widerruf vor Gericht leisten und mit (frlbbufr. aMäna«^^ kraget-3m »1 Ji 2~Wmämdn jajrteürt. ra^en6n^i(6,d8fn W ÄÄ ÄÄ"^Äen. ’®!r Die enlic »ttche Roheit, die im dreißigjährig en tri ege überwinden '"es^!st nämhA^äupr? schwer die Haut überall herrschte und das Duell m einer alltäglichen lkslbeinra 1 lieber zu ulerw nd , dllcrbmn' bi* letzt er- ä «« s; brr >hmürü Johann Georg I . „bar, Jedermanns Gott für das ^em leichte^» ^aden erwog 1 a, ^ch gestern SÄ'Ä'ÄÄ Un‘CC SblU91l,ni'U rrbaren, sittsamen gebens und Wandeln -, unb mit Ablegung derer, I mans Nickt |o gcnau^ mb ~ , bet) dem leidigen ftriegs Deftn ungcniiencn, verwildenim, rohen 1 Sitten danken werde", bemcrft aber, daß er gegen das „gant Cvklopische unb üppige Leben", „auch das Balgen, gewalttätige Angriise, Zufd ickung derer Kartell und Absage Briefe, und andere ibäiige Zunöth>gllng und Racstgierigkeft, woraus Bern'undung, Verlähmung derer Glieder, auch vielfältige Todsckläge erfolgen", cner^ gisch Vorgehen werde. ES wurde jeher Duellant „am Leck nnb | Leben itraffmäftig geachtet, also daß der llebcrtrcter alles dessen, was obftehet, an Leib, Guts und Blut nach Gelegenheit derer Falle, unnachlässig beftraffet, seiner Ehren verlustig gehalten, und vor- innen . . nach der Schärfst, ohne Nachsehen, mit Einzrehnng derer Gerichten oder sonsten verfahren iverden falle". Diese Verordnung wurde durch seinen Nachfolger I o h a n n Georg II. noch versckiärft, da „wofern in dein Balgen ein ober der andere Theil entleibet würde, die orbentlicke strafte des Tods'cklags" Dollftrcdt werden sollte, „ohne Unterschieb, habe der Thätcr ausgefordert oder sen ausgesordert worden". Wer bei einer Streitigkeit ohne Not gegen andere den Degen ziehe ober auch nur entflöße, verliert die Hand und kann außerdem des Landes verwiesen werden. Beim Totschlag im Duell wird der Uebcrlebenbc mit dem «chw^t vom Leben zum Tode gebracht, „in keine Kirche nod) auf den Kirchhofs oder Gottes-Acker gcleget, sondern ohne Klang und Gelang Kinemalograph wätzrenä meines Jiahnhofstr. 54 06590 Jiahnhofstr. 54 hrenwort Carl Sltzunck Stlterstocg 52 Seltcrsincg 52 Kolosseum [a8/,] Inh.: Karl Ohm WalltoretraBe \ Deutscher 0(i624 Der Vorstand. Flaschenbiere Verlangen Sie Im Laden nur [iengstenberg'g aus dem Giessener Brauhaus Wo? 6081 5390 Will). Wagner Heinr. Balser j 8 4 I billig’! 08818 Der Vorstand. 5492 ">451 prompt Fäbrik. Weltruf Zusammenkmift 3 Uhr nachuultagS am Bahnhof. Biograph f Plockslrasse 12 * b-eh r u dor Neue Neue Neue Bfg. Psg. Psg. Psg. (f-tfc Klinik und frankfurter Str. BbfrpMf« ed«r W per 3tüct (Gurken ver 2türf (ver Bedarf hat Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit KarlSchmidt,Tanzlehrer Wcvsteingaffe 3L (230 Anfang 5Vs Uhr. — Eintritt für Herren 50 Pfg. inkl. Tanz. Damen frei! 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Nollmovie »k"biis?‘B‘e Sachscnhäuser Kirmes Wie immer in der 5406 „ruivermühle“ Sonntag, den 11. August 1912. Frisch geschlachtet. Eintritt frei. __________________Anfang 3 llbr.__________________ Rödgen. Rödgen. Sonntag, den 11. und Motttag, den 12. August Kirchweih-Fest im BereinSlokal. Sonntag, nachmittag 2* 3 Uhr, Empfang der auswärtigen Vereine mit Musik am Bahnhof. |v*% Zahlreiche Beteiligung der Mitglieder für beide Veranstaltungen dringend er wünscht. Ter Vorstand. Maschinenbauer- Gesangverein. 8er* Heute abend: [v,e/8 Vereinslokal. Sonntag, den 11. August: Ausstug nach Hausen. Abmarsch VZ Ubr v. Schiffen bergerTal. ,Fahrgelegenheit 2" bis Station Schtffenberg. .Zahlreiche Betetligung sehr erwünscht. Der Ausflug findet auch bei nngiinstig.Wuterung 'tart.Der Vorstand.