162. Jahrgang Zweiter Blatt Nr. I Erlchetm tSqlich mtt Ausnabme des Sonntag«. Tte „siebener Somllienblätter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt. da« „Mrtisblart für öen Urei, Liehen" zweimal wöchenil'ch. Die „LandwirNchastttcheo 3ett* frage»" erfchemen monatlich zweimal. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Dienstag, 9. Januar |9P Retationtbrua und tkrlaq der Brüdlfchen UnwersilälS - Blich- und c letnbrudetcL R. Lange, (Sicßcn. Redaktion. Expedition und £ ruderet: Ech ulst, ave 7. Exved Non mid Verlag: e^K öl. Redaktion: ^^112. r.el.<'ldr-VnzeigerGleven, Die Reichstag;wahlb:wegung. Berlin, 8. Ian. Gestern sand im Architektenhause in Berlin zwischen den 'Vertretern einer größeren Anzahl btt bcdeii- irnhiten Beamten» und St aa tSa rbc i t er -B e r b a nd e eine Besprich linq Natt, die zu einer- DahlKmdzcoung gegen Die Sozialdtvitktattc - übrigens ohne Fcsllezung auf das Programm bestimmter bürgerlicher Parteien — führte. -LuS dem Wahlkreis Gießen-Grünbcrg-Nidda. Zu btn WahlanfichtSkarten des Bundes der Landwirte. Auf die Berichtigung des Bundes der Landwirte, wonach die tUaniiDtv.arten doch in Deutschland hergestellt seien, erwidert eine Zuschrift aus dem Wai-ivureau der liberalen Parteien: 1 Die Nachricht, baß diese Karten ausländisches Fabrikat seien, cruyien am 22. Dezember 1911 im „Vorwärts" Original aui Sem Wahiburean hier. ,, 2. 'Am 2... Xcsembcr erklärte die „Teutiche Tageszeitung , wenn o.c hcticn im Auslände hergenclit seien, trcife Die Daran nicht den Bund ocr Lanswirtc, der d.e Karten bei zwei deutichen Agenten, je einen in Hamburg und Berlln teitcilt baue. 3. tycrlitte Utfiävunflcn si. d niujt tt|d)iencn, uns rocnigiicity nia-t zu Gericht gcionimi n, wähl erklärt d.r „Bauernbund" am 6. Januar noch, oie harten stammten aus dem 'Ausland. 4. t)cute, am 6. Januar, cricüemt b:r Bund der Landwirte und bciireitei in ©teßcn die btia-iigkeit der Angaben in jener Gewerbi'gcrM'ti fitzung zu Berlin aut 20. Dez emo er. Warum hat man so lange damit gemttet ? Und warum bestreitet nicht die Zentralleitung des Bundes, die doch sicher unterrichtet ;cin utun, wäh.end tu Gieren (an Ptensch wisjen kann, wie die Sache zuiammenhängt? , _ 5. diach den B^timmungen des Reichspreggefetzes ntuU iede öffentiic) verbreit.t.1 z;rau)uA v bat Nontat b.s ^).u^ers uno des Verlegers entijaiitn. Di. Karten des Bunuel ewhal.en weder oas eine noch ras andere. War.n sie in Deuischland gedruckt, sie enthielten beides. ... . 6. x/ic „<-irichtigung" behauptet, b.e Zarten säen in Berlin und Danibuig gedruckt. In den Versammlungen erzählen J)ic Bund.er, der Truck sei in Würzburg erfolgt. In anderen Ver- mmmlungen haben Vundesredner, so Derr North in Mainzlar zugegeben, der Lruck sei in Amerika geschehen. Zur Lohnerhöhung der Eiseubahnarbeiter. Man schreibt uns: Tie nationalliberalc Partti des Kreises Wc^lar-Men- lirchcn schreibt ant 5. Januar l. Js. in ihrem Parteiorgan: „'Vor einigen Tagen ging durch die Presse die Mitteilung, da« die Eifenvahndiretiioii Frankfurt eine allgemeine Erhöhung der fäinlliciTen Arbeitslöhne um 10 bezw. 2U Pfg. für alle Lohnnehmer angeordnet habe. Es wurde daraufhin in verschiedenen Versammlungen von christlich-sozia.er Sei.e die B hcniptung ausgestellt, diese Lohnerhöhuitg sei auf Anregung des bisherigen Rcichsiagsabg. Behrens zuruckzusühren. . Aus eine bire.tc Än- iragc beim Ministcrium erhielien wir solgende Antwort: „„Die Lohnerhöhung tut die Eisenöahnaibci.er des Frank- furtcr Bezirks eriolgte Mitte Dezember mit Gültigkeit von Ansang Dezember al) und zwar lediglich aus eigene Entschlckhung der Verwaliung. Die Behauptung anbenueiter Anregung ili schon deshalb unrichüg, weil solche Anregung an maßgeoender Stelle unbekannt ist."" a te)c '.-Mitteilung dürfte von Interesse sein, da in un- 'crcm Wahlkreise von deutsch-sozialer Seite Aehnliches behauptet worden sein soll. Die liberalen Versammlungen. Dir erhalten vom liberalen Wahlausschuß folgenden Sammelbcricht: Mit bem neuen Jahre hat natürlich die Wahlarbeit so lebhaft eingesetzt, daß es unmöglich iit, den Einzelbewegungen hier zu folgen. Vom 1. bis einschl. 7. Januar sanden 5 0 Versa m m l u n e n fla.t, von denen 24 durch den Kandidaten, Herrn Erkelenz, besucht wurden. Tag die Wahlstimmung von Tag zu Tag wächst, kommt in dem Besuch der Versammlungen fast überall zum Ausdruck. Wenn wir diese Tatsachen feilstellen, so versuchen die Antisemiten, uns das als Wahlprophe',eiungen auszulegen. Tabei hat noch lein Redner der Liberalen und keine Zeitungsnotiz sich aut solche Prophezeiungen eingelassen. , Wir haben über den Wahlausgang weder Mahnungen noch Bcfürck)- tungen, setzen aber den letzten Nerv in den Kampf ein und toarien ab, wo der von uns geschleuderte Ball im gegnerischen Lager niedersällt. Weder kann uns ein Mißerfolg cnttäusck-en und eiumutigeii, noch kann ein Erfolg uns übermütig machen. Für uns ist der Wahliampf eine Schule iür die Wöhler, eine Schule im Sinne unserer Smatsauflassung. Uno der Erfolg an Stimmen wird im geraden Verhältnis flehen zu dem Erfolg unserer Erziehungsarbeit. Ohne den letzteren kann uns der ei'l.e.e nichts nützen. Wir unterscheiden uns darin von den Atisemiten, deren Werbearbeit auf keiner volitisck)en De.tanschauung b.ruljt, die deshalb auch keine Erziehungsarbeit lei,.en können und h.n und her schwanlend jede Blume am Wege abreißen. Für sie entscheidet der Augenblickseriolg. Ein großer Teil unterer Versammlungen fand statt in den am tiärksten antiscmitisckjen Orten unseres, Wahlkreises, da, wo sich die antisemitische Seele noch unverfälscht gibt. Auch, dort war der Besuch meist recht gut, und abgesehen von vielen Zwisckftn- rusen, ward es möglich, die Versammlungen gut durchm.ühren. Urner den Zwischenrufen ertönt immer wieder der Rn,: „Jmen- liberalismus, Börsensreisinn". Ost auch Protestrufe gegen die angeblich übertriebene ibeamtenhxunblidifeit der Liberalen. In den Nachbesprechungen spielt dann sogar der g r o ß e £? u t einer Lehrcrs- oder Beamtenfrau eine wichtige poluiick.e Rolle. Den tiefsten Einblick in das strahlenreine Gemüt eines Antisemiien gewährt aber ein Zwischenruf in einem dieser Orte: „Wir wählen Werner, wir beulen nicht!" Mehr uno mehr eriardn.u mich in unseren Versammlungen antisemitische Gegenredner. In Ober-Bessingen unterzogen sich zwei aiUiicndiua;e Redner und ein antisemitischer Landtags- abgeordnetcr der Atühe, unserem Redner Varnhalt entgegen^ zutreten. Ebenso in Grüningen und vielen anderen Orten. Man darf daraus schließen, daß das von uns entwickelte Banern- programm, mit der ans den hessisck)en Berhaltnisfen üluuriericn Schich^gung tiirri) den Grotzgrundbcjitz bei d.n Bauern Verständnis findet. In W i e s e ck, wo neben. Geheimrat B i e r m a u n und Derrn Dr. Vogt auch der Kandidat Erkelenz sprach, galt es, vor einer stark sozia.demAkvaiiichen Zuhörcrichait bie Gtenze.t zu ziehen zwisckwn gewerlfchaftlicher und politischer Arbeit, die aueü im Wahikamps inncgcl,-alten werden müsse. Zu einer eigentlichen Aus, p rache kam es flicht, aber die Versammlung wird nickst wirkungslos sein. Eine glanzend verlaufene und sehe zahlreich besuchte Versammlung hatte Heuchelheim. Zn^Allenoori an der Lumda trat ein junger antiiemitisckstr S Aid ent 5)eren Rechtsanwalt Kaufmann m einer Werfe uoerheoend und eingebildet entgegen, daß der antisemitische Wahlausschuß in seinem Interesse gut täte, die'en Jüngling vorerst mich eine Zeitlang im inneren Dienst zu verwenden. Zu den eigenartigsten Vorfällen gehört eine antisemitische Versammlung am 7. Januar, abends, in Nidda. Da auch dort wieder die überwiegende Mehrheit der Versammlung aus An- Hangern der Äanjibctur Erkelenz b.stand, liegen Derrn Tr. Seiner leine Nerven im Stich. Tie Versammlung begann mit einem Doch am den liberalen Kandidaten. Später bettelte Derr Werner die Versammlung a.s „Afsenkäsig". Einem unserer Redner, Derrn Gräf, wurde das Wort verweigert. Als Derr Justizrat Metz- NÜ)oa Derrn Werner fragte, wie seine Abstimmung zum Wahlreckst in der e.saß-lothringischen Versa,iung^f.age gewesen sei, rief der antisemitische Kandidat au3: „Sie, von dem man nicht weiß, wol-ec Sie stammen, wollen mir, einem keri.dentsckstn Manne, solche Fragen vorlegen! Pfui, Pfui! Nachdem Herr Werner mit seinen Getreuen abgezogen, eröffneten die Lioeralen noch eine kurze Versammlung und luben zum Besuch unserer Versammlung am 11. Januar, in welcher auf die gemachten Angriffe geantwortet werden soll, ein. In gewissem Sinne war die antisemitische Vetsammlung tu Gießen unsere Versammlung. Tarüber konnte d'r Beifall, der für Derrn Tr. Werner aus bem Sperrsitz kam, nicht l)inwegtäu,chen. Und der Dansabunb hat sich in seiner R i e s s c r v e r s a m m l u n g so unuimvunb.-n auf den Boden bet liberalen Kandidatur gestelli, daß man den Veranstaltern und dem Redner warmen Dank zollen mug. Zw.i eigne Flugblätter wurden ansgegeben, „Kampsesruf' nzir da8 er.ie, „Liberalismus und M.t- ielstaiid" bas zweite. Taneb.n werden noch eine Anzahl Flugblätter der nalionallibcralen und der fvr.schrilckichen Vvlksparrtei verbreitet. e Au? bem Wahlkreis Alssstb-Lauierbah. Alsfeld, 7. Jan. Am SamStag abend fand im großen Sckale des „Deutschen Kaiser" eine gtttbesuchle öffentliche WählervcrfammlungdernationallibcralenPar- l ci für die Kandidatur Deck statt. Saal und Galerie waren vollständig besetzt. Der Kandidat der National!i'oeralen, Landwirt,chastslehrer Deck-Alsfeld, entwickelte in etwa IV.'-ftün- Diger Liede sein Programm, wobei et die Mittelstaiidspoliti^und die Neichssinanztesotm besonders eingehend erürlcrtc. Seine klaren, sachlichen, von allen persönlichen Angriffen freien Ausführungen wutsen mit ftaricm Beifall aufgenommen. Auch das weibliche Geschlecht war in der Versammlung vertreten. Obwohl freie Aussprache zugesichett war, meldete sich niemand zur Erwiderung. Tet Vetsammlungsleiter, Oberiealschulditettor Dr. Pitz, schloß die ruhig und sachlich verlausene Vetfammlung um IOV2 Uhr mit der Aufjordetung, am 12. Januar Mann für Mann zur Wahlurne zu treten und die Stimme dem nationallibe alen Kandidaten Deck zu geben. Aus dem Wahlkreis Friebberg.Bub'n.^en. L. Friedberg, 8. Jan. Gestern abend sand int Saalbau eine öffentliche Wählerversammlung des iiaüonatlibcraleii Wahl- veteins statt. Saal und Galerie waren dickst besetzt von Wählern aus dem ganzen Wahlkreise. Justiztal Windecke t eröffnete die Versammlung und erteilte dem Kandidaten, Landesgerichtsral Strack zu Gießen, das Wort. Tieset entwickelte in zweistündiger Rede sein Programm. Er versprach, der nationalliberalen Fraktton ckls Dospitant beizutreten. Falls er gewählt würde, wolle er für ein starkes Heer und eine starke Flotte eintreten, ebenso für Schutz bet Landwirtschaft und der Industrie. Er betonte, auf dem Standpuntle des Deidelberger Programms zu stehen. An der nachfolgenden Aussprache beteiligten sich Lehrer Koch und Professor Volp von Friedberg, und Oekonom Weid von Nieder-Wöll- ftabt. Tic Versammlung ging auseinander mit dem festen Vorsatz, den Wahlkreis aus den Dänden der Sozialoemokratie wieder für die liberale Partei zutückzugewinnen. 8 Bad-Nauheim, 8. Jan. Hier sand heute abend eine von fortschrittlicher Seite cinfoerufene große Wählervetsammlung statt. Zunächst sprach unter allgemeinem Beifall Landtagsabg. D e n t i ch - Tarmstadt über die politische Lage, insbesondere in Hessen, und über die politische Aufgabe, die heute dem deutschen Volle gestellt sei. Tatauf sprach der fortschrittliche Kandidat Leuchtgens. Er bedauerte es zunächst, baß bie liberale Einigung bei der Ersatzwahl 1910 wieder ouseinandetgefallen sei, und begründete es dann, weshalb die Fottschtittspartet diesmal getrennt von den Nationalliberalen marschieren müsse. Wir müßten jetzt auch Wcltpolitik treiben; dabei müße das Parlament aber milbestimmend sein in den wichtigsten Fragen dcc äußeren Politik. Tie Volkspartei wolle energisch dazu beitragen, den Frieden zu- erhalten, und desl-olb müsse sie cintre.en für alle Forderungen, die die Knegslüchiigteit unicres Deeres und unserer Marine betreuen. Ter Redner betonte auch, daß man bei der gegenwärtigen Weltmarktslage an den bestehenden Schutzzöllen auf Brotgetreide festhalten müsse. Tem Vortrag folgte eine Aussprache. Aus dem Wahlkreis Tarmstadt-Cro^-Gerau. Aus Tarmstadt wird uns berichtet: Auf die Anfrage des fort sch rit.tllcyen Kandidaten für den Wahlkreis Tarmfiadt-Groß-Gerau an die Bezirksgruppe des tzanfa-Bunoes wegen deren Stellungnahme zu den Kandidaturen Tr. Osann und Dr. Strecker hat die Bezirisgruppe Tarmstadt des Hunsa-Bundcs heute an Tr. Streuer folgende Antwort erteilt: In Erwiderung Ihres, am^Samstag, den 6. dS. Mts., nachmittags eingelausenen werten Schreibens beehren wir uns. Folgendes mil.uteilen: Wie aus den verschiedenen Äcußerungen des Derrn Tr. Oscmn in öffentlichen Versammlungen bekannt ist, hat er weder um die Unteritützung der verschiedenen rechtsstehenden Parteien nachgesucht, noch diesen ober irgend einer sonstigen Korporation oder wirtschastliaien Vereinigung irgend welche Zusage gemacht. So konnte er sich auch nicht dem Dansa-Bunde gegenüber verpflichten, obwohl er, wie es der Danfa^Bund will, die gleiche Behandlung aller Erwerbsstanbe von jeher vertreten hat lind infolgedessen auch die gegen biejen Grunosatz verstoßenden einseitigen Bestrebungen des Bundes der Landwirte bekämpft. Ausdrücklich wollen wir noch feststellen, daß die dem Vorsitzenden der Bczirksgruppe Tarmstadt des Hansa-Bundcs abgegebene mündliche Erklärung nicht „angeblich", wie Sie behaupten, son- bcrii tatsächlich den Forderungen entspricht, welche der Dania- Bund an seine Kandidaten stellen muß. Auch^ wir Werden diesen Brief der Oeffentlichkeit übergeben, ba Sie Im Schreiben, ehe dasselbe in unseren Veutz tarn, schon der Oessenttichkett übergeben hatten. Dochachtungsooll Tte Bezirl'sgruppe Tarmstadt des Dansa- Bundes. - | Aus dem Wahlkreis Merjig«-aarlonis. Trier, 9. Ian. Dem bisherigen Zentrumsabgeorbnetcn R 0 e r e n wurde im Wahttreise '..lerzig-Saaruniis ein nano- u a 11 i b e r a l e r Arveiieriandidat, Wagnermeister Adams in Lachten, gegenübergef■ eilt. $enütswat)lcn in zrankreich. Auch iyranfrcitx) at f.ine W h.en g habt. Ein Tr ttel bc5 Senats, ber ersten Kammer, mußte neu gewählt werden. Der französische Senat besteht aus 3(,0 Mitgliedern, die allein durch die Departements und Kolonien aus 9 Jahre gewählt werden und von denen alte drei Jahre ein Drittel ausscheidet. Während für bie Abgeordnetenkammer bie_ allgemeine direkte Wahl gilt, erfolgt die Wahl zum Senat ourch ein besonderes Kollegium, bestehend aus den Deputierten des Departements, den Generalräten, den Kreisräten und besonderen Delegierten der Nkunizipalräte. Em Senator muß mindestens 40 Jahre alt sein. Wir erhalten über die Sai)ieig:biii)fe folgende Meldungen: Paris, 8. Jan. Von den 100 Senatsergänzungswahlen waren bis heute morgen 98 Ergebnisse bekannt. Nach einer amtlichen Zusammenstellung gewinnen die Liberalen und Nepublilancr 4, die Radtlaleu und geeinigten Sozialisten fe ein Mandat. Gleichwohl ziehen Die gemäßigten repub.i.anifchen und konserva.iven Bläller aus dem Gesamtergebnis den Sckstuß, daß die sozialistisch radikalen an Boden verloren haben und daß die gestrige Wahl eilte ausgesprochene Tendenz zugunsten der politischen Mäßigung und des innerpolitifchen Friedens auiwcisen. Besonders vez.ichnend jci in dieser Hinsicht die Niederlage Deipechs im Departement Arii.ge, der einer der eifrigsten Ani-äuger CombeS und leidenichallllchster Vertreter der tirchenfciudlla)en Bewegung im Senat gewesen sei, sowie der Waiilerjolg Doumers, ocr trotz seines radikalen Bekenntnisses von dem Vollzugsaus.chutz der Partei cntfprechend den Weisungen Brifsons in Acht und Bann getan worden sei. Tie radikalen Blätter äußern sich im großen und ganzen über den Ausfall der Wahlen befric- uigenb unb verzeichnen mit besonderer Genugtuung die Siege Evmbcs unb Pellelans. Unter den bei den gestrigen Wahlen unterlegenen Per,onlichkeitcnr verdienen heroorgehoben zu werden: der eh.mallge Bot,charter Constans, der ficki nun em - lich als Be,ieger des Generals Boulanger bekannt gemacht hat, uünn bet gemäßig.e ukademiker und Heraus geber oes „Revue des mondes" Charmes und der kon,erva°- iioe Aomirak Euverville. Pans, b. ^in neuestes Telegramm berichtet: 'Tie beiden letzten Ergebnisse der Senatswahlen liegen vor. ;cenn Berengar ist für Guadeloupe, Erepin für Larcunion gewählt. Toburch bleitt die gemeldete Gewinn- vczw. Verkustlisic her Parteien unverändert. Au» staSt un- LanS. G legen, 9. Januar 1912. Der Winter und die HandwcrkSburfchen. Wir stehen im Zeichen des Winters. Ich merke das an dem Besuche, der eben fast täglich in mein Daus kommt: Handwcrksburschen, gut und schlecht gekleidete, wie's eben lommt, aber alle mit oem Stempel ixr Entbehrung und Not im Gesichte. Und wirklich, man müßte kein Mensch sein, wenn man beim Anblicke der erfrorenen Gesichter, der mangelhaften Kleidung und des zerrifsenen Schubwerls kein Mitleid mit ihnen hakte, um ihnen einige rote Pfennige zu fchcuken. Aber nein, sage ich, das ist nicht nur falsches Mitleid, das ist sogar eui Unrecht. Ihr lut ihnen Uebles, indem ihr schenkt und Gutes, luenn ihr nichts gebt. Dir alle haben schon unzählige Mal die Erchyrung machen können, daß diese ersechteken Pfennige^sobalb bie genügende Zahl zusammen ist, sofort im nächsten Wirtshaus in Schnaps umgc,etzt werden. Es ist nur selten Trunksucht, die den Armen dazu treibt. In den meisten Fällen geschieht es in dem falschen Glauben, sich zu erwärmen. Tiefe Ansicht darf aber doch als läng,c überlebt ange,ehen werden; im Gegenteil: Schlaffheit, Müdigkeit, Energielosigkeit find bie traurigen Folgen des Alkohoigenujses. Ganz zu schweigen von den Ungiuckssällen, beit Verbrechen, bie ebenfalls auf das Konto desselben zu setzen sind. Ratsam ist cs auch nicht, dem Bettler c^roa abgetragene Kleider zu geben. Sie werden in 99 von 100 Fünen verlaust und das Ende ist dasselbe: Schnaps. Tamm muß unser aller Losung werden: Keine salfche Mildtäligieit, die nur Uebles und Veroerbiiches wirkt. Es gibt aber einen andern Weg, um diese Arbeitslosen, an deren Schicksal in letzter Linie bie wirtschaftlichen unb sozialen Verhältnisse eines Staates die Schuld tragen, zu unterstützen. Gebt ihnen zu essen! 2luch wenn es nicht gerade Essenszeit ist, so wirb boch meistens bei der sorg- lamcn Hausfrau ein Ueberbleibsel bon der letzten Mahlzeit da sein/das man bem Hungrigen vorsetzen kann. Laßt üjit aber nicht vor der Türe stehen; nehmt ihn herein in die Küche; laßt ihn sich setzen unb rebet ein freundliches Wort mit ihm. Ihr wißt gar nicht, wie wohl solche Worte dem fermsten tun. Vielleicht haben ihn widrige Sa)icksalsschläge auf diesen Weg gebracht und mit einem Herzen voll Bitterkeit unb Neid blickt er auf alle, bie ein eigenes Heim, einen warmen Herd, ihr eigen nennen. Redet freundlich mit ihm; er wird weniger erbittert sein. Er, der bisher nur häßliche Worte hörte und an seinem Menschentum verzweifeln wollte, er verläßt getröstet und innerllch geloben euer Haus. Wer so i/anoelt und den Handwerksbirrschen als Menschen und nicht als lästiges liebel betrachtet, l,er verrichtet eine soziale Tat, deren )egensreiche Folgen nicht auSbleiven werden. Ä ** T ie Lehrlings-Abteilung der Ortsgruppe Gießen im deutschnalionalen Handlungsgehilfen-Verband vereinigte sich am Sonntag nachmittag im Frankfurter Hof zu einer schönen Weihnachtsfeier, die auch von Angehörigen der Lehrttnge unb von Gehilfen-Mitgliedern recht gut besucht war. Eine kurze Vortragsfolge wechselte ab mit Ansprachen, gemeinsamen Liebem, Geschenlverteilung und Verlosung. ** Von der Post. Jeder Landbriefträger führt auf seinem Bestellgang ein Annahmebuch mit sich, das zur Ein- iragung der von ti)m angenommenen Telegramme, Werl- uno Einschreibsendungen, Vouanweisungen, Zahttarten, gi- wöhnkichLN Paceten, '.'cachuat)mesenoungen und Zettungs- besickkungen sowie der zur Fcantterung der Sendungen, zur Besteekung der Zeiwngen u. zur Befchaf.ung von Wer^eirye« ihm übergebenen Betrage dient. Ein gleiches Annahmebuch führt jeder Inhaber einer Posthitssstelle für die bei dieser niedergelegten Wertsendungen usw. Es ist zweckdienlich, daß die Aufgeber die Eintragung der Sendungen ukw. in die Annahmebücher eigenhändig besorgen oder sich wenigstens bon der Buchung durch den Landbriesträger oder den Posthilfsstelleninhabern überzeugen. Ta diese Bestimmungen noch immer nicht ausreichend bekannt sind, werden sie erneut zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Landkreis (Sitarn. -m. Steinb ach, 8. Jan. Ein schöner Fackelzug bewegte sich am Samstag abend durch unfern £rt. r5alt es doch, dem Gemeinderatsmitglied Geißler anläßlich seiner 2 5jährigen Wirksamkeit zum Wohle unserer Gemeinde ein Ständchen zu bringen. Nachdem das Lied „Aus der Jugendzeit" verklungen war, hielt der Vorsitzende des Dürgervereins eine kernige Ansprache an den Gefeierten, in der er dessen unermüdlichen Eifer hervorhob und betonte, daß ihm vor allem sein fester, lauterer Charakter dies Ehrenamt so lange Jahre gesichert habe. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß es dem Jubilar vergönnt sein möge, noch lange Jahre dieses Amt zum Segen der Gemeinde zu bekteiden. Ter Jubilar dankte für die ihm erwiesene Ehre und lud die Veranstalter zu einem Glas Bier im Ritterwirtshaus ein, wo eine gemütliche Nachfeier stattfand. --- Lich, 8. Jan. Nächsten Mittwoch abend veranstaltet der hiesige Volksbildungsverein seinen zweiten Unterhaltunasabend, in dem der rühtnlichst bekannte Bauersmann und Volksschriststeller H. Naumann aus Nanz- Hausen bei Lohra über das Thema „Heimat und Heimatliebe"" sprechen wird. «j -g. Hungen, 8. Jan. Ter hiesige evang. Kirchenchor veranstaltete gestern abend im Saale der „Traube* eine A b en d unte r h a l tun g, die gut besucht war. Zwei zur Aufführung gebrachte Theaterstücke fanden reichen Beifall. Frau Pfarrer Köriingrr auS Villingen trug durch den schonen Boetrag dreier Lieder mit Klavierbegleitung wesentlich zur Verschönerung des Abends bei. Dekan Hainer hielt verschiedene Ansprachen und mit Tanzvergnügen endigte die in allen Teilen wohlgelungene Veranstaltung. Hessen-Nassau. n Marburg, 8. Jan. Tie Stadtverordneten setzten den Voranschlag der elektrischen Straßenbahn auf 18 500 Mk. fest. Ta int ersten Betriebmonat über 8000 Mark Einnahme erzielt wurden, dürfte der für den weiteren "Ausbau der Straßenbahn bestimmte Sammelfonds bald über beträchtliche Mittel verfügen. Gedenket der hungernden Vögel! Gießener Strafkammer. )( Gieße, den 5. Januar 1912. Winterquartiere. Ter Taqlöhner K. P. von Balkhausen und der Taqlökner I B. oon Breitenbrunn sind vom Schöffengericht in Vilbel zu Haitsirafen von drei Uiid vier Wochen wegen Beuelns verurteilt luovben. Ebenso ist der Metzgergeielle H. W. von Untergrün vorn diesigen Schöffengericht ivegcu der gleichen Uebertrelnng mit zwei Wochen Hast bestraft ivorden. Gleichzeitig ist gegen alle drei Angeklagte aus Ueberweisimg an die Landespolizeibehörde erkannt ivotben. Die Angeklagten haben Qjeruhing eingelegt. Es ist weniger die Strafe, welche sie beschwert, als die Aussicht, nach Verbüßilng der Strafe in ein Arbeitshaus geschickt zu werden. Tie Verlesiing der Vorstrafen ergab, daß die '2lngcf(a«iten häufig tnäbcionbeie noch wegen BektelnS bestreut worden sind. Ter eine von ihnen hatte nicht weniger als achtzig Vorstrafen erlitten. Tie Berltsungen iverden in allen drei Fällen als unbegrütldel zurückgewiesen. Auf Abwegen. Ter Arbeiter Ph. K. von Vilbel hatte sich von seinen Eltern getrennt. Bald geriet er auf AlFivege. Am Abend des 1. Juli v. I. tarn er von Frankfurt nach Vilbel und hatte keine Unterkunft. Er drang unbefugt in den Lagerraum eines Kohlenhändlers ein und nächtigte dase.bst. Am anderen Morgen nahm er einen fremden Regenschirm mit. Am Nachmittage des 27. August verübte er einen Einbruch in einem alleinstehenden Hause bei Vilbel. Er fand hierbei aber nur 10—11 Mk. lares Geld und einige Kleidungsstücke Mit Rücksicht auf seine Jug.nd und bi.hwige Unbescholten- Heck kommt der Ang.stagte mit einer Gesamtstrafe von 4 Monaten und einer Woche durch. Tas schöffengerichtliche Urteil bestätigt. Ter Schreiner K. M. von Lauterbach ist vom dortigen Schöffengericht wegen Bedrohung in drei Fällen zu 60 Mk. Geldstrafe verurteilt wurden. Ta der Angeklagte wegen ähnlicher .Vergehen vorbestraft ist, hat die Staatsanwaltickraft Berufung eingelegt, um eine Freiheitsstrafe herbeizuführen. Tie Beweisaufnahme ergab, daß der Angeklagte ein leicht erregbarer Mensch ist, der besonders unter dem Einfluß des Alkohols sich zu Drohungen hinreißen läßt. Er wird vielfach gerad zu herausgefvrdert uno «eine Drohungen werben meistenteils als nicht ernst aufgefaßt. Tus Gericht hielt deswegen die ausgesprochene Geldstrafe als ausreick)ende Sühne und wies die Berufung zurück. Zweikämpfe. Eine Frau zu Festungshaft verurteilt. Ende Juni v. I. wurden auf der Kegelbahn des Restaurants „Alt-Heidelberg"' zu Baü-Nauh.im eine Anzahl Zweikämpfe von Studierenden der G.werbeakademie in Fried, erg ausgefochten. Es waren drei Forderungen aus Säbel mit Binden und Bairdagen lotoie eine Schlägerm nsur, die zum Austrag kamen, Sämtliche vier Zweikämpfe v rii f n ungew hnlicherwe'se^fast unblutig. Die Duellanten f lbst, die Gewerbeak derniker Fr. Schümann urto Kiel, K. Gg. Falscher aus Laaenau,^Jos. Zimmermann aus Freiburg, Gust. Hammer ans Sörth, K. Fr. Schmi del aus Niederwürschnitz, K. Lösche aus Ebersdorf und Ad. Borchert aus Schwerin, haben >ich heute strafrechtlich zu verantworten. Das Urteil lautet gegen F., we.cher am gleichen Tage zweimal gefochten hat, auf 3 Monate eine Woche Festungshaft, gegen die übrigen Duellanten auf je drei Monate Festungih-ast. Außerdem wurde der Diener Wilh. Fi. ter- nagel von Friedberg, welch r die Paukanten anbanda^ien hat, und der Kutscher Karl Witzel von Friedb rg, welcher die Waffen usw. zur Stelle gefahren hat, wegen Beihilfe zu je 26 Tagen Festungshaft verurteilt. Unter dem gleichen Gesichtspunkt erhielt noch die damalige Inhaberin des Lokals, die Wirtin Luise Fiedler, zurzeit in Frankfurt a. M., 26 Tage Festung, da sie den 'Duellanten ihr Lokal zum Austrag der Zweikämpfe zur Verfügung gestellt hatte. Daß eine Frau zu Festungshaft verurteilt wird, dürste ein äußerst seltener, wenn nicht einzig dastehender Fall sein. Eine erfolgreiche Berufung. Der Handelsmann A. N. von Büdingen war vom Schöffengericht daselbst zu 20 Mk. Geldstrafe verurteilt worden, weil er trotz Gehöftsperre zu Ninderbügen einen Viehstall betreten hat.e. Ter Angeklagte legte Berufung ein und berief sich daraus, daß sein Bruder, der gleich ihm im Geschäfte des Vaters tätig sei, etwa 14 Tage früher vom Eigentümer zwecks Ankaufs einer Kuh bestellt worden sei; die betrestendc kreisamtiiche Verordnung treffe nic^t die Fälle, in denen eine Bestellung vorliege, sondern nur den Hausierhandel. Das Gericht erkannte den Standpunkt des Angeklagten als richtig an und sprach ihn frei. Ein Bild umsonst. Der Reisende Fr. W. aus Dortmund ist für eilt Frankfurter Gesckzäft tätig. Er läßt sich Plwtographien yeben und fertigt darnach ohne Vergütung eine Plakette an, die zu nichts verpflichtet. Gefällt aber das Bild, so fertigt das Geschäft nach der Plakette Broschen, Manschettenknöpse usw. auf Bestellung au, und hierbei findet der Geschäftsinhaber und der Reisende seine Rechnung. Bei dem Schuhmacher K. in Freiensteinau g.ficl daö Bild nun nickst und der Eigentümer forderte seine Photographie zurück. Der Reisende ließ sich aber aus nichts ein. Als ihm schließlich die Türe gezeigt wurde, kam er auch dieser Aufforderung nicht nach, und als man ihn gewaltsam entfernen wollte, er mit in. (Je ist d-swegen vo u S f-Jn V-Met« IQ Tagen GesLngniL Rtürfeilf lSorffen. Auf lemk Berufung wandelte das Gericht die Freiheitsstrafe in zwei GÄd- strafen von 15 Mk. wegen Hausfriedensbruchs und von 10 Mk. wegen Bedrohung um. Hochwasser vnd Schneestürme. Trier, 8. Jan. Die Mosel sührt Lochioasser. Der ..'.eget stand heute früh 4,50 Meter. Auch ixe Nebenslüise^ Ruver, Sauer und Kgll sind über die Ufer getreten. it Samstag herrscht in der Eifel starker Schnee all. Aus Merzig cl. d. Saar wird gemeldet: Tie Saar führt reißendes Hvckkwaüer. Hier ist der gan e Swdtpark überschwemmt. J9et Dettingen^steht das Wasser bis an den Tamm der Bahnstrecke Saarbrücken—Trier. Verschiedene Wege sind unpassierbar geworden. Bei H i I - bringen wurde ein. K iesschiff durch die Gewalt des Hochwassers gegen eine Brücke gelrieven, wobei es sank. Im Mosel gebiet richten die .Hochfluten große Verheerungen an. Der Verkehr zwischen zahlt ichen Onschai c:r ist unterbrochen. Im S i e g g e b i e t riß der ho: ehende Fluß rneb- rere Dämme weg. Am Nied er-Rh ein r: ß'en umfangra e V Ehrungen gen en das Hochwasser aetroßen werden. Im Bayerischen Wald ist so starker Schneefall ring ehr. ten. daß der Wagenverkehr teilweise eingestellt werden mußte. In der Rhön herrschen heftige Schneestürme. Seenot Aus Washington wird unternt 8. Januar gemeldet: Hier herrscht ernste Besorgnis um das Schicksal bc5 Torvedo- bootzerstörers „Terr n" und seiner 8t Mann jtar.cn Besatzung. Wie sunkentelegraphisch gemeldet wird, tr ibt das D l’iff hilflos bei schwerer See zwischen Neunorl und den Bermudasinseln. Es wird angenommen, daß ihm das Kriegsschiff „South Carolina" beisteht. Don Norfolk sind Scki fe zur Hilfeleistung aß gegangen. Von daher wird auch gemeldet, daß fast jedes Schift der Atlantischen Flotte, die nach Kuba unterwegs ist, vom Orkan beschädigt worden ist: befon- sonders schwer wurde der Kreuzer „Salem"" mitgenommen, von dessen Besatzung zwei Matrosen ertranken und sech« zehn infolge des starken Seeganges verletz: wurden. Für Schulkinder. Daß viele Kinder in der Schule nicht recht wilkommen, unaufmerksam und matt sind, ist gar oft auf eine zarte Körperkonstitution zurück- zuführen. Anregung d vielfach darniederliegenden f Eßlust und besjereErnährung ist hier unbedingt am Platze. Nichts ist hierfür besser geeignet, als die seit Jahrzenten erprobte Scotts Em nlsion. Längere Zeit hindurch regelmäßig . genommen kräftigt sie Mädchen u. „urett mit Wer Knaben fo erfreulich, daß ihnen die -°d-m ts Schule uijb das Lernen bald wieder Itiä'rt bet ' co'.r» lch-n A-rsahr-i. JUI JlCllbC Wirb. Scotti Emulsion wird von nn» nuef<6(itfifi<6 im fließen »rrfaufft und zwar nie loft nach Uciuitftr ober sondern nai in Dcrfitflelten Drifliuaifloicbcn in parken mit nuferer Schutzmarke (*,ifd)cr m:t dem Dorsch) Lcoit L Bownc Ql. n:. fr. t>. ftranksu.t a. .'.'i Bestandteile- fteinfter Mebipnal-Lederrran i -o.ü, prima Glyzerin 60,0, unic-pbovohorigsau er Kalk 4.3, unrerphtoroorlgiaurcS Natron 24. pulu Tragant 8,0. feinster arab. Qtrmini pulo. SA Wüster 13»X) 4>lkolio! 1 ’A Hurzu aromatische Emulsion mit Zimt- T'kanvrl- und tiaidüjertaöl je 8 Zrotfen. S p d s o 2 a. <2 3- 5 $= 3 5 eß '» E § S s o- 3 a g r- o B O © s* ? GCro ' I " Ew ct = »- ro a: "i~* « o O c 2 |5 n. *2 D <3 o XS — Er a- ” «■«> re to F» o s — L ~ ~ | «0 3 2. SR — oct; fiS.3sT|f sjgr©»'* & 2, Ä i£ g -V = fr- =S 2-‘ «r?----- * Lx « “ (.y,*1 ‘ ‘ QC -J-* = ei I । 2 « S- ® | fi) | ro JL T 2. e o _ o #£ 3- ;a Gl 2 P T?Cf C" tfu tS :i?K CO o» 3 ? an ao <13 o 5» 2- 3, ° ro £9 CBN NO P,<2 CD 00 00 s v s Jan. 1912 B e t r.: Tie ' in 1 An die Tie Erleb Kreisblatt Nr. innming. e- " ffieteorolog CH B- C£ <1 31 CD CT*© Barometer 1 au« 0° reduzien 1 1 .0.0» 0V -> © Temperatur der Luit 5t H 2" tocy- s 1 ® 3* 05 to 00 ©'h- Abiolttte Feuchtigkert 03 3 ' er - • » o iffo 2- OD 00 «3 ©CTO Relative Feuchligketl CO Cß CZJ Windrichtung -2 s 2 2 ~ « o 3» 2- -- s ff' 5 er" 60 bO ** Windstärke h-> © 05 © Grad der Bewvlitung in Zehntel der stchtd. tzimmelsfl. ö 3 3sS> 3^ Sonnenschein Bew. Himmel Schneeiall Wetter itunr 1912. dgestütsbcschälcr Kreises. ember 1911 — i Tagen in Er- tion Gießen. 3» S C' 'o ao •a 3 3- TT'-3 'S <=* Ö - CP Hf 3 W i9 3 •Je 8 Gn E CD O S-D« •=" •5'X =- CT<" d. 4S s §5. 3 S. u eia S.5 3 © to. c:- 3 G) & C : D g. 5 e § CT © <*• U2 - D © : c "2, e e gg Sil O I ff e> 5 2? » £ 0L © o CT 6) & o S § •s Ql JO p & c- 8 & o T“ CD © CT 2 2 2: » T © 8 s? s x o — ». 2 s s = E V § s d* O 3 sa. o § t 2*7 3-s-; ® C c n gs:e*ss= o 5* 5 . ° sf ►-LOCK*-*- cc «4 ~ o © i 71 । । to Cfc *. *> *. c> cc c u er g er C; a «7. **r SZ.Z = 2? - Mielbf 23Td!r MAGGI SUPPEN MAGGI1 SUPPEN MAGGI SUPPEN MAGGI’SUPPEN Vermietungen Die wi ijer von verrn Pros. Sirackbe «jll« Kaiser - AUee wohnte SlwU’Jir. 89 iit oom 1 3(nr. 1912 nb anbro. a- uernt 3fäb b?2lberiitn. House Srnottitr. 10 uneschöne 4>nrt. Lx?ovnung be i. aus 5 Zimmern u. all. .jubeuor per <10 joj. oö. ijutcr sehr billig , u ,h !. Mini).U*abuooinr»öo« Walltorftr. 73 nächst b. 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Bua>enscheitbolz, 4 Rm. HainbuchenscheitholA, 12,3 Rm. Elchenfchelckolz. 2 Rm. Erlrnfcheitbolz, 127 Rm. Buchenknüvvel^>olz, 5 Rm. Hainbuchenknuvoekbolz, 24 Riw Eichenknüvvelholz, 4 Rvu KieiexnknüvoelholA, 7 Rm. FichienknüpvelholA, .jO Rw. Buchennockookz, 2 Nrn. Eichen,tockholz, 5 R>n. Kieiernstock' bolA, 13 Rm. Fichtenftockbolz, 3200 Wellen Buchenremg. 1200 Wellen Hainbllchenretsifl, 130 Wellen Eichenretstg, 1750 Wellen Slicievnrcinn, 300 Wellen Fichtenreisiy. Tie Zusammen.unff ist aus der Kretbstrage nach Rödgen am Waldeuigang.M Holzversteigerung Montag, den 15. Januar 1912, vormittags 9*/. Ubr. in den Distrikten Geißlache, Rußland, Wannefeld, Sauhüttendörner, Bürschenfchlag (Abi. 55—59, 62, 63, 65l Forst- roaxtet Gießen III, Forftwart Geisel, Gießen. 440 Fichten-Derb,langen mit 20,17 Fstm^ Flchtenrers- ,‘tannen mit 1,70 Ffttn-, 24,18 Rm. Eichcnrundscheit (Garten- vioften 2,25 Mir. lang), 52 Rm. Buchenscheilholz, 1 Rm. Hainbuchenscheitholz, 15,7 Rm Eichenscheltholz, 3 Rm. FichtenscheilbolA' 15 Rm. BuchenknüvoelboiA, 3,4 ?Rm. Hain- bucbentnuvüelboU, 45^ Rnx. Eickenknüppelbolz, 6 Rui. Fichtenknüvvelholz, 113.7 Rm. Kiefernknüppelholz, 1(15 Rm. Buchenstockholz, 20 Rm. Eichenstockholz, 5/3 Rm. Fichten- irvckholz. 88,2 Rm. Kiefern,tockhoiA, 600 Wellen Bucken reing, 100 Wellen Hainbuchenreing, 1340 Wellen Eichen- reing, 1660 Wellen Krefernreiffg, 190 Wellen Weichholzreiftg. Die Zusammenkunft ist auf der Kreuzung ber Wann schnerse und der 7. Schneise. Ausgabe von Nom. Fran cs 83750000 steuerfreies 4% Schweizerisches Staats- (Bundesbahn-) Anleihen vom Jahre 1912, Stück 40 000 zu nom. Fr. 500 Lit. A, Stück 43 750 zu nom. Fr. 1000 Lit. B, Stück 4 000 zu nom. Fr. 5000 Lit. C. Planmässige Tilgung durch Auslosung beginnend mit dem 31. Dezember 1922. Tilgung durch ausserplanmässige Auslosung sowie Gesamtkündigung frühestens zum 31. Dezember 1921 zulässig, zur Bezahlung* des Rückhaufpreises für die Gotthardbahn. Die Anleihe bildet eine direkte Stiiat^a'lleihe der ScllWeiZOl isChen E dgenO^SCDSChaft, wofür diese mit Ihrem ganzen Vermögen und mit ihrer Steuerkraft haftet. Die planmässige Tilgung der Anleihe durch Auslosung erfolgt vom 31. Dezember 1922 ab in 50 Jahren. Ausserplanmässige Auslosungen sowie Gesamtkündigung sind frühestens zum 31. Dezember 1921 zulässig. Die Zulassung der Anleihe zur Berliner Börse ist beantragt. Ebenso soll die Einführung in Frankfurt a. M. und au den Hanptbörsen der Schweiz erfolgen. Der Subskriptionspreis beträgt 10'3°/,, zuzüglich 4% Stückzinsen vom 31. Dezember 1911, Schweizer Usance. Der deutsche Stückestempel von 1% und der Schlnssnotenstempel ist von den Zeichnern Mitzuentrichten. Zeichnungen, die unter Uebemahme einer Sperrverpfl ich tuns erfolgen, werden vorzugsweise berücksichtigt werden. Die Bezahlung der zugeteilten Obligationen hat am 23. Januar 1912 bei derjeni^^n Stelle zu erfolgen, welche die Zeichnung entgegen genommen hat. Gegen die Einzahlung des Subskriptionspreises erhalten die Zeichner die defini’iven Anleihetitel. Die Regulierung des Subskriptionspreises erfolgt unter Umrechnung der Francs zum festen Kurse von 80.90. Unsere Bank ist an der Uebemahme dieser Staatsanleihe beteiligt und nehmen wir Anmeldungen vom 10 bis 15. Januar 1912 einschliesslich entgegen Giessen, 9. Januar 1912. Bank fäär Handel und Industrie **'’ Ni< dt*i-laS'Uiig Gb-ssen. Die Beerdig ng findet Mittwoch, den 10. Januar 1912, auf dem neuen Friedhof statt. 0234 Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Louis Müller, Werkmeister Marie Michel geb. Müller Margarethe Jaskowsky geb. Müller Elisabeth Becker geb Müller Katharina Spengler geb. Müller Johann Michel Max JaNkowsky Wilhelm Becker Wilhelm Spengler Giessen, Klein-Linden, Offenbach, den 8. Januar 1912. Statt besonderer Anzeige. Heute nachmittag starb nach schwerem, langem Leiden unsere innigstgeliebte, unvergessliche Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter . Frau Margarethe Müller Wwe geb. Röding im 72. Lebensjahr. Mit der Bitte um stille Teilnahme Automobile Tourenwagen, Stadtwagen Geschäfiswagen Lastfahrzeuge Motordroschken Motoromnibusse Motoren Gas-, Benzin-, Benzol-, Rohöl (Diesel)- ond Petroleum-Motoren. Sauggasanlagen für Anthrazit, Braunkohlen - Briketts, Holzkohlen und Torf. Fah bare Motoren für landwirtschaftliche Zwecke und für Betrieb von Baumaschinen, Bandsägen, Kinemato- graphen etc. Beleuchtungswagen .*. Umsteuerbare Schiffsdieselmotoren. BENZ & CIE. Rheinische Automobil- u. Motoren-Fabrik Aktiengesellschaft MANNHEIM 0229 sagen innigsten Dank Wieseck, ben 9. Januar 1912. 327 Die tieftrauernben Hinterbliebenen: Jakob Haas HL und Familie. Steinbach, den 9. Januar 1912. Danksagung. ♦Vfir die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die Zahlreichen Bliirnensvenden bei dem für uns fu schwer betroffenen Verluste meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Tochier, Schwiegermutter, Grotzmutter, Schwägerin und Tonte Km Margarethe Deibel geb. Kreiling sagen wir hiermit auf diesem Wege allen herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Philipp Deibel u. Kinder. Danksagung. Für die uns in so reichem Matze erwiesene herzliche Teilnahme und für die trostreichen Wolle des Heim Pfarrer Röblcr, ferner für die liebevolle Pflege der Schwestern in der Frauenklinik uno die vielen Kranz- und Blumen- svenden bei der Beerdigung meiner innigu ge- liebtcn Gattin, unserer neufonienbcn Mutter, Schwester, Schwägerin, Schwiegertochter und Tante Fm Sophie Haas, gcb. Mohr Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten und Bekannten teilen wir die traurige Nachricht mit, bau unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Helme Horn Wiv. geb. Krämer am Montag tm Alter von 74 Zähren sanft entschlafen ist. Die trauernde« Hinterbliebenen. Steinbach, 8. Januar 1912. Tie Beerdigung findet Mittwoch, den 10. Januar, nachmittags 3 Uhr, statt. (335 Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’schc Universitäts-Druckerei, Schulstr.7 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, insbesondere denen, die nur in den schweren Tagen so hilfreich zur Sette standen, sage ich Allen hiermit imseren innignen Dank. 333 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Louise Amon Ww., geb. Herdt. FiirsorgesIßllfiEDrLnnpliFanke (Mebizmische Klinik, Klinititraße). Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend von 5-*/,7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. v'/. Vermeidung von Ansteckung. Volt. Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Veildiötseifenpulver '^7'" *’ 1. <’’• Goldperle 4 ‘7 ^Spezialgeschäft ‘franf SSette !Uläusburg 10 Ternruf 666 Ausgabe von Marken der Rabatt-Spar- Veretnigung. für yterren, tarnen und Jftnder in allen 'Srössen und Preislagen.