Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. l Mmkaltf whörige 3S „Otoph"*" e zur Probe e otopbone Co. >in rtEN bhaltung von Bier- Pinssitzungen und Erinnerung, Reelle Bierpreise, spuck ,024 rd-Anlage 38 haftHgarten "Xg UMH Bismarck- Strasse 2i . Gegr. 1W2 igen aller Art und Ausland«,» itz™, GM-eben«« ” Prim. 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Es geht daraus hervor, daß die Negierung sowohl von der Zweiten, wie von der Ersten Spammer schon in verschiedenen Eingaben ersucht worden ist, auch den in Frage stehenden Gesetzentwurf zu veröffentlichen, ohne daß jedoch die bislwrigcu Bemühungen zu e.nem Eiso.g geführt batten ^n der Erläuterung des Antrags wird insbesondere an die Erklärung des Finanzministers ui der Sitzung der Zweiten Kammer vom 11. Juli d. erinnert, daß „in Ucbereinftimmung mit der Ersten Sbammcr d.e Regierunc bas Gesetzgebungswerk über die Beamteng ha.te und die Schuldentilgung als ein einheitliches anftcht und ebenso einheitlich auch für alle die einzelnen Gesetze, so daß eines ber Gesetze für sich allein nicht veröffentlicht werden tonnte Dieser Er,lärmig war vorausgegangen eine Zus-'ge Miene der Negierung im Finanzausschuß der Ur|tvn Kammer, daß sie nunmehr nach dem Entgegenkommen des Finanzausschusses in der 2chuldentilgungs|rage Erhöhung von ■i , auf 1 Prozent) in der ang n hmen Xxige sei, | mt.iaien Beschlüssen des Ausschusses zuzustimmen. ^ie mache Die Beschlüsse des Ausschusses zu den ihrigen und w^rde )te in der Zweiten Kammer vertreten. An diesem Kompromiß, politische U hft'mmmfdtcn. Aus Darmstadt wird uns geschrieben: Zu den mancherlei unangenehmen oder peinlichen Empfindungen, die in den letzten Wochen durch die fortgesetzte Verzögerung der Borlegung des GesetzenNvurss über die Turchftihrung der organischen Besoldungsreform in weiten Streifen des Landes ausgelöst worden sind, gesellt sich zetzt noch eine neue, recht wenig erfreuliche Angelegenheit, deren Folgen möglicherweise zu recht ernsteii pDUtt|u)en „Unstimmigkeiten" zwiscl)en Negierung und Volksvertretung zu führen geeignet sein können. Es waren bekanntlich im Sommer dieses Jahres bei Verabschiedung der prov-.son- sä>eii Besolduiigsreform verschi.dene Gesetzentwürfe mit erledigt und u. a. auch ein als Initiativantrag von den Stammcni behandelter Gesetzentwurf über eine andere Gehaltsordnung der Beamten beider Ständekammern einstimmig genehmigt worden. Sämtliche Vorlagen, emschl:etz- lich des Gesetzentwurfes über die Schuldentilgung, entsprangen einer Einigung, die zwischen der Reg.erung und den Laiidständeil abgeschlossen wurde, und es galt nach der allgemeinen Ansicht beider Slammern als selbstverständlich, das; in dieser Einigung auch der Initiativantrag über Die Gehaltsordnung der Kammerbeamten mit emgelchlossen sei. Während nun aber alle anderen Gesetzentwürfe dieser Eim- aung bereits längst veröffentlicht sind und damit Gesetzeskraft erlangt Ijabim, ist der von beiden Slammern einmütig vorgeschlagene Gesetzentwurf über die von den Kammern den landstänbischen Beamten gegenüber öfter gcg.bencn Maae, betreffend ihre anderw-.ikige Geha.tsregelnng bisher nicht veröffentlicht worden und die Negierung denkt auch allem Anschein nach gar nicht daran, auch dieses Gesetz Die letzte Hcitcrtoloiie in Hessen. Von Dr. G. Aus den alten Eichen und Buchen im ILehrholz zu Lang- Göns befand sich seit Jalirhunber.cn eine .und breit besonnte Niststättc von Fischreihern, hie im 3abru iöbö letber zerstöit wurde. Als man damals den Wald abholzte, ließ der Oberförster trotz aller Bitten die Bäume nicht stehen; |ie Nelen unter her Art und die scheuen Vögel zogen iur immer von dannen Nur einzelne Paare kehrten wieder und nisteten noch et!übern al in der weiteren Umgebung, an der Badenourg und aut einer alten Fichte im Philo,ophenwald bei Giesten. Tic Kolonie Lang Göns bot ein äußerst intere,lautes Bild. Die graü7n Fischräuber mit den schönen ^uÜ- inih ^0^01 uni> den filbera tanzend en Flügeln traten regelmäßig aut -Lrter- tag (Mitte Februar in Scharen ein. etliche Tage vor dem Haupikrupv em vaar her Bogel als Borposten unb Svälier In der ersten Zeit ihrer Anwesenheit luchten ne ihre Nahrung gewöhnlich auf den ch^gckbarteii Feldern, wo ne im Vertilgen von Schnecken gute Dienste Unteren. Dann aber ninqen sie in der Regel in zwei Hauptrtckstungen aut die Nahrung,^ suche Tie eine führte nach der fischreichen Lahn die andere nach den £.nellbadien im Vogelsberg mit lbren grellen- Nach lach- vcrständi.ioni Urteil legten iic die weit ube. 10 ~tiinhenburagenoe Strecke bis zum Sudabhang des Vogelsberges nach Gedem und Hirzenhain in kaum einer halben stunde zurück.^ Die hohen Bäume mit dem dicken, glatten Stamm und den weit nach außen ragenden tieften boten den Reihern E ounstige Niststätte. Auf einem emsigen Baum wurden bis 3u 10 Nester mit 50 und mehr Eiern und jungen gesablt. ~ ? Mit den Naben standen die Reiher am gemanntem Futze. Der "Nabe benutzte nämlid) die Abwesenheit der Alten, tun die Eier zu stehlen, und der noch lebende Forstwart Deller war Beuge dntiWnmaubeS. Er verscheucht- ben Sögel, la». das Ei aus dem Schnabel lallen hei; und hob c» aut In den dem Horst benachbarten Kleeäckern wurden vtter^ N.iherc er gc sundeu die ganz sicher von derartigen xubitahkn herruhrtm. War es doch für die Raben nichts Leichtes, mit ihren -schnäbeln die ziemlich großen Eier festzuhalten. , x Einen prächtigen Anblick gewahrte es, wenn Eudsbe^char der Eltern den Nestern zuflog, die Strome mit ^schrn gespickt, imb den Inhalt würgend über den weit geoNneten ^ckmabelu der stets hungrigen Jungen, entleerte. Mancher Fstch Nel dabrtzur Erde nieder, wo er durch seine raiche Verweiung einen ltarken üeru ) Schlußfeier der Bracht-Ausstellung versammelte srch heute abend eine kleine (Gemeinde im „Hotel zur Traube". Bürgermeister gtiüKcr begrüßte namens des Arbeitsausschuifes die endneneiien Gäste, insbesondere Herrn Geheimrat Bracht und führte aus, daß hier zum ersten Male dank her Initiative der Freien Bereinigung Darmstädter Künstler und ihres verdienten Vorntzeuoen Pro, Beyer der Werdegang und die ganze s-chanensgeichickste eines Meisters gezeigt worden sei, dessen Namen langst in dem Buche der Geschichte unserer ästhetischen Kultur eingetragen |ei. Tin erheblicher Teil des Überschusses wurde dazu Deruxmot, um eine der schönsten und wertvollsten Schöpfungen Brachts aus neuester Zeit als G. schenk für Die Stadt zu erwerben, wobei Geheimrat Bracht einen bedeutenden Nachlaß gewährt bat. xer Rest des Ucb er schuf ses, der rund 5000 Mark betragt, soll die Grundlage eines Fonds bilden, her für künftige hiesige Ausstellungen auf hem Gebiete her freien Kunst in ihrem iveitesten^Um- fangc garantieweise zur Verfügung gesteht werben wird., dieser Fonds soll hie Bezeichnung „E u g e n - B r a ch t - L> 11 s t u n g ’ulnH Wallot-Gedächtnisfeier in Dresden. In Gegenwart hes Kronprinzen Georg und einer zahlreichen Festversammlung sand im Sitzungssaale her Ersten Kammer zu -resden eine vom akahemischen Rat her Königlichen Akahemie her bildenden Künste veranstaltete Gehächtmsieicr für ben verstorbenen Erbauer des Stänhel-auses, Pmil Wall o t, statt. Unter den Anwesenden befanden 'ich außer her Witwe unb her Tochter Wallots die Staatsminister, die Spitzen her Behörben um, hie Lehrkörper der hiesigen Hochschulen. Staatsminister Graf Vitzthum von Eck- fiacbt hieß hie Erschienenen in einer Begrustungsaniprache wul- lommen. Tie GebächMisrebe hielt her Architekt Profeftor xr. Bestelm ey er^^ . 3taricn ber Mailänder Scala wird Wagners Parsifal 1914 ausgesührt werden. Xie Ueberießung bes Texte--- ist von dem Theaterkritiker des Eomere della sera Giovanni Pazza. Tie Vorbereitungen zu der Auftichrung haben bereits begonnen, sie wird dirigiert und geleitet von Tullio Serafin. . — Kurze Nachrichten aus Kunst und Willen- schäft. Ter ordentliche Professor und Tirektor derKinder- Ninik an der Universität Straßburg Tr. Adalbert Czerny hat einen Ruf an die Universität Berlin als Nachfolger von Gebeimrat Prof. Heubner erhalten. — Tas von Profefior x ül- f er-Dresden mit einem Kostenaufwand von 2 Millionen Mark erbaute neue Stadttheater in Duisburg ist am 7. November feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben worden. Nr. 264 - (Erftes Blatt 162. Jahrgang Freitag, 8. Novembtt 1B2 £et Oiehener 2n;elge» jUKPKf Md jfiK V mo nn thch 75 oiertel- erschemi täglich, außer M| * A A ▲ a ▲ ▲ ▲ iährh* Mk. 3.20. durch fSKÄÄ !|| I kWh« 111 I ZI II ivl ■ I II, JL ssää (Tien6taqunb,'reitaa); K HL. M £9 jti [1 f ■ VAr Ei «. > WibtÄ aus>oarl< 30 ^'enniq. nvemial monad Land t J K Eti Lhefredatleur) A Goetz. vlttschaftlicheSeltfraAcn ~ v Veraniivorilich tüt den sterulprech - Anlchliiise: WM polinlchen Ter! August SSSS General-Anzeiger für Gberhesfen E« Linahm? von »nzeigen Hotationsdrud und Verlag der vrüdl'schen Univ.-Vllch- und Steinöruderet R. Lange. Nedaktion, Expedition und Druderet: Zchulftratze 7. Land-. E vey, 'ür den 8 »öS?" Bübingen: Fernsprecher Nr. 269 Sefchaftrstelle Bahntzofflrahe 16a. "Uuzeweute.h H. BeL verbreitete, der die Fuchse in Menge anzog, was auch die in der I Nähe befindlichen Fuchsbauten bewiesen. Waren die jungen Reiher soweit flügge, dann verließen sie | acrn vor der Zeit das Nest, und balancierten auf den Aesten bin unb her. Gar manches stürzte hierbei herab und ward eine Beute der Füchse. Tag und Nacht gmgd auf dem vorste lebhaft ui In dem etwa 20 Minuten entfernten Dorfe Lang-Gon» tonnte man nachts über deutlich das Schreien der Alten und Jungen hören. Nach Schluß der Brutzeit, Ende Juli, zog die stark vermehrte Reiherschar wieder aus der Sfolome weg. Sehr ersreulich ist es, daß dieser Reiherltand nach der Natur gezeichuet worben ist. Tas Bild hat ber Photograph Boller in Lang-Göns kürzlich aus einer wohlgelungenen Imicht»postkarte in den Handel gebracht. Ebenw bas Bilb eines ausgeftopften Reihers ber Kolonie, der sich im Besitz des Verrn Joh. Leber V in Lang-Göns beiinbet, der beit Vogel erlegt hat. der Eier- fammlung des Herrn Landgerichtsrats Müller ,ni Gießen, b e an Großartigkeit unb smveit hie Eier ber emheiniiichen Bogel in Betracht kommen, an Vollständigkeit ihres Gleichen sucht, lanuman auch eine Anzahl Reihereier des Lang-Gonier Horstes sehen. Ter Fischreiher ist nicht ine einzige Vogelart, die burch hie neuere Forst- unb Landwirtschaft.in ihren Daftinsbedingungem namentlich ber Nistgelegenheii gefchma ert worben An ,tch bat die Zahl unserer heimlichen Brutvogel sich auffällig vermindert, io daß auch an Jnsektensrefiern, Grasmücken, Fliegen- fängern, Schwalben, Bachstelzen ufw. noch nickst halb> w viel^da nnd _(3a nnr in fahren Manche Arten nnd tatsächlich fast ver- sckstvundeu, z. B. der Kolkrabe, der Eisvogel, die Gabelweihe, die Elster Gan; besonders sind tue Höhlenbrüter benachteiligt, dw hohlen unb alten Bäume werden im Walb mcht mehr geduldet, und hie Nistkästen sind für die kleinen Arten b'e Mei,en, Kleiber, Baumrotfchwänzchen unb anderen ein vorerst ungenügender Griap- größeren Höhlenvögel dagegen nnd aus Lberhenen fast ver- sckwun^n. Man hört rm Gießener Stadtwald kernen,. Waldkauz und keine Hohltaube mehr: auch die Bunt,pechte nnd leiten geworden. Tnrch die Veränderung im Heßler und der Lichtenau sind die früher zu Hunderten raitmacbcnben nordiichen -^trand- läufer und Regenpfeiferarten fast gänzlich vertrieben worden Tie jetzige Generation kann sich tat,achlich feine Borltellung machen, wie viel reichlicher das Bogelleben, die ^^tterlings- ■ fauna und vielfach auch die Flora vor 40 und oO Jahren gewesen sind. — Schlußfeier bei Bracht-Ausstellung Aus ! Darmstadt, 1. Noo. wird uns geschrieben: Zu einer kleinen elM 1.4° ' fti 2(le L cSptt's! idchon- ■Hüte :■ ^'zah6"16’”' LZ? •SL’** ■ 'ominier 2 ;*<■!> k'k' u»d bl. Uno 7 form, it U6_ ä«tpun(t bi, $t, «ererbet crf0[9ti ber 1912. auanit. —_ das „ein «-schlossen^ Ganzes bilde" werde sie iestba,len I ..Woran, liegt nun die »crAerun^DH »w i s ch e n^d e n Der Prajident der Zweiten Kammer hatte nun am . *n. Jcblcn & (,(t f ]\ vorhanden sind, wußte man längst anS der 31. August d. I. an das Staat»miniftcrium ein Tatsache, baß diese Verschiebenheil ber Ansichten zu der prozentualen gerichtet, worin er aus diese regierungSseltlgen Erklärungen ber Webältcr nach her letzten Regierungsvorlage geführt iünwicS und betonte, daß der Nickftvotlzug dteieS, .Gesetz- ^ic geit des Sommers und hie weiteren Derhanblungen entwurfS nach seinem Dafürk-alten mit der gcschastlra)en l.^sven hie Differenzen nicht beseitigt zu haben. Wie lange loll Behandlung der ganzen Angelegenheit in der Kammer zum Nachteil ber beteiligten Beamten, Lehrer ufro. her X™ 3tt® SÄÄn w H-rb-iMrun« eines "dgül.rzen Besten,i^ ^war d. «°^°;°.sba'd M Auf dieses Schreiben des Slammcrpra)ideuten ist nun verabschiedet werden könnte. Tas hatte allerdings zur Vor- zwar eine Antwort des Staatsministeriuins erfolgt, vtc I nUÄ|‘cßung, daß die Vorlage im Monat Oktober an die Zweite aber auf den Inhalt des Schreibens überhaupt nicht Kammer gelangt wäre. Tas batte man auch nach der Zusage her acht sondern nur eine Auslegung ihrer im Finauzaus- Regierung, sie werde im Herbst die bciuuttoe Besolhungsorb- »ÄSÄS |ro- IßÄ“ erster Kammer sein, sich mit dieser Auslegung der Jic- LQmcn q(rbcit in, Interesse des Landes lebhaft zu bebaueniu aierunq auseinanderzusetzeu. Zum Schiufte weisen die .in- $ßie hie Dinge jetzt liegen, kann kaum in Aussicht genommen traasteiler daraus hin, daß die Nichtvollziehung dieses von werden, daß die Vorlage noch vor den Beratungen über daS beiden slammern unter Zustimmung der Regierung verab- ^Budget in Behändlung genommen wird." schiedcten Gesetzentwurfs f ch w e r e v e r s a s s u n g s r e ch t - ----------- . . . TT*. TTT iche Differenzen prinzipieller Art zur Folge ^Mkel fCftt ÖCIt KtlCg fOtt. h^ben könne. . I Mir erhielten heute früh eine Meldrm-g aus Sofia, wo- Der vorstehend skizzierte Antrag und seine Begrün- hl)rt gerüchtweise verlaute, die Titr.ei habe sich jetzt düng bezweckeii in erster Linie eine Wahrung der ver-1 einem dir e kt e n Friedensvorschiag an Bulgarien ge- assungSinäßigen Rechte der Zweiten Kammer und Da oer > Un§ scheint dieses Gerücht ungiaubhast zu fein, in denr 'Initiativantrag niedergelegte Ge|etzentwurf vom■ bcnn gleichzeitige Meldungen aus Konstantinopel über den Ältestenrat der Zweiten Kammer und -4 Mitgliedern der letzten Ministerrat sagen das Gegenteil: der Ersten Kammer beschlossen worden war, so kann man woist i^. ^rde fortgesetzt. Dem OKneralissimus Nazim annehmen, daß die Mitglieder beider Standekammern auch .' nntrbc ein „Gehilfe" zur Seite gestellt, was für ihn geschlossen hinter den getroffenen Vereinbarungen der Eini- ein kleines Mißtrauensvotum bedeutet. Daß auch gung stehen werden. _ die Bulgaren in den letzten Schlachten arg gelitten haben, Es ist jedenfalls im höchsten Grade bedauerlich, daß heute eine amtliche bulgarische Notiz unumwunden eine so unangenehme Lage, wie sie durch die Erläuterungen Lu. Lnele-Burgas und Bunar Hissar hatten )ic lo 000 des Antrags jetzt ossenbart wird, überhaupt Platz greifen ^ote und Verwundete, die Türken angeblich mehr als 40 000! konnte Die Interessen des hessischen Volkes und die W q(ucü aud dieser bulgarischen Quelle wird bestätigt, daß die Wickelung der parlamentarischen Geschäfte des Landes wer- türkische Artillerie schlecht war und die Inenden doch durch solck)e Unstimmigkeiten zwischen Regierung tcrie oh im Stich ließ. Zu den Zeiten des grosten Sui- und Volksvertretung sicherlich nicht g.'sö.dert. Bevor man tan§ Selim hes Eroberers, war das gerade umgekehrt: sich aber über die ganze Angelegenheit ein weiteres Ur» ba wendete immer die türkifche Artillerie das Schlachtenteil bildet, wird man abwarten müssen, mit welchen Grün- ^ck für die Türken. den die Großherzogliche Regierung ihre in der Frage cm ' Menn es bestätigt werden sollte, daß zwischen Bui^ Genommene Stellung belegen unb rechtfertigen wird. Tie ar-:cn unb Griecbenlai d wegen dec Tetlu.tg ber turkftckieu Antragsteller/ benen sich übrigens nach unserem Dafür- yänbcr schon Streitigkeiten ausgebrochen seien, |o wird halten wohl auch bie Abgeordneten der anderen Parteien gr0^e mazedonische Frage noch verwickelter werden, unbedenklich angeschlossen haben würben, sprechen btc <ö:tte jfc es jetzt schon war. Dazu kommt soeben noch die aus daß angesichts des weittragenden prinzipiellen Cha- bedeutungsvolle Meldung, der stronprm,; von Rumänien rakters der Antrag als erster Punkt aus die Tagesordnung in besonderer Mission zum Kaiser Franz Josef abgererst. der nächsten Sitzung der Kammer gesetzt werden möge. Siehe unter Letzte Nachrichten.) Das ist für die ^n- Wir möchten an dieser Stelle den dringenden Wunsch zum Dressen des Dreibundes sehr erfreulich, weil man daraus Ausdruck bringen, es möge die notwendige Rechtfertigung k^Ijt, baß König Karl von den ruZifchen Lockungen |ich nicht oder Motivierung der regierungsseitigen Haltung so fd^ncll l)at Schlepptau nehmen lassen. unt) rückhaltsios ersolgen, daß nicht erst beim Wiederzu Wir erhärten folgende Meldungen: fammciitritt der Kammer im Dezember, sondern bereits Mvicftöiat in Mon. antinopcL m den allernächsten Tagen eine vollständige K.ärnng der ?,n Konstantinopel nahmen am Mittwoch ungefähr 30 ganzen Lage erzielt unb die höchstnotweiidige, gegen- Marschälle und Generäle an dem SU ie gerate teil, der j eilige Verständigung unverzüglich in die beschloß, alle Maßnahmen zur Verteidigung des Landes Wege geleitet werden kann! und zur Fortsetzung des Krieges zu tresfen. Die » Beschlüsse des Kriegsrats wurden dem Mmisterrat vor- mit ber Verzögerung b°rBe°m.-nb-s°ldr.ngsv-rl°g- durch | d°r«I->schmE auch mtt ^der bie Negierung unb schreibt: ._.'Q__ ’ - —---------— '■ —■ Goß' . Der Grund der Differenz ist, daß Griechenstellen Mer wenn Mittelalter bereits besessen habe. ,u er- gen Gebiete Beginn worden land plötzlich bezüglich der eroberten türkischen größere Ansprüche für sich macht, als vor des Krieges zwischen den Balkanstaaten vereinbart war. und beschloß, Nazim Pascha in seiner Stellung zu belassen. Der gewesene Arbeitsminister General Salih Pascha wurde zum Gehilfen des Generalissimus ernannt. Ein türkischer $rrcöensDor|.t)lag an Bulgarien? :/: Sofia, 8. Nov. (Priv.-Tel.) Hier geht das Gerücht, daß die Pforte der bulgarischen Regierung den Vorschlag gemacht habe, ohne Vermittelung in Friedensverhandlungen zu treten. Es wird nicht für wahrscheinlich gehalten, daß Bulgarien den Vorschlag annimmt, da der Balkanbund den Frieden in Konstantinopel diktieren will. (Ein Streit zwischen Bulgarien und Griechenland? Aus Belgrad wird berichtet, daß zwischen dem Oberkommando der bulgarischen und der griechischen Truppen ernste Zwistigkeiten ausgebrochen seien, die eine weitere gemeinsame Operation dieser beiden Balkan st aaten in Frage Aus Staöt und CanO» G ienen, 8. November 1912. Straßeubahnwüusche. Der Belgrader Korrespondent des „Ternps" hatte eine Unterredung mit dem Ministerpräsidenten Pa- sitsch, der auf die Frage, ob er an die Möglichkeit einer Verständigung mit Oesterreich glaube, u. a. gesagt habe: Wir haben keinen besonderen Vorschlag von Ocsterrcich erhalten, aber von der Annahme ausgelfinw, daß es keine territorialen Vergrößerungen auf dem Balkan wünscht und daß es eoerbicn mit derselben Sympathie, wie die anderen Balkanstaaten behandeln w.ll, kann ich erklären, daß Serbien bei' kommerziellen Ausdehnung Oesterreich-Ungarns keine Hindernisse in den Weg legt und dessen gerechtfertigte wirtsebaftlichen Forderungen nicht ablehnen wird. Von einer Zollunion zwischen Serbien und Oesterreich kann letzt, wo Die Balkanstaaten ihre unabhängige Entwicklung verfolgen, nicht die Rede sein. Aber wenn Oesterreich Serbien hilft, einen Ausgang nach der Adria zu er laugen und hierdurch beweist, daß es Serbien gegenüber keine unfreundlichen Msickften hegt, dann ?ürbe dies die öffentliche Meinung für eine engere Bereinigung mit Oe,ter- reich-Ungarn günstig stimmen. Diejenigen, welche glauben, daß der Frieden durch die Errichtung eines u n a b.h ängigen Albaniens gesichert werden könne, täuschen sich. Die beste Lösung wäre die, wenn Albanien ivie im Mittelalter wieder zu- Griechenland und Serbien gehören würde. Tic verbündeten Balkanstaaten wünschten die Befreiung ihrer Stammesangehörigen von der Türkei, um hierdurch ihre unabhängige Entwicklung sichern zu können. Serbien 5. B. wünsche die Häfen von San Giovanni, Ales so und Turazzo, welche es im Sitzung Vorlage machen, in welcher Weise das Geld am vorteilhaftesten zu besck>affen ist. — Der Bürgermeister teilt noch mit, daß der Vertrag mit Bad-Nauheim wegen gemeinsamer Ab- führung der Abwässer nunmehr abgeschlossen sei. m. Bad-Nauheim, 7. Nov. Schon vor der jetzt durch geführten Feldbereinigung hatte der .hessische Staat (d« Badedirektiow ungefähr 200 Morgen Land in der Gemarkunc käuflich erworben. Nach der Zusammenlegung erhält der Staat nach D"r Wetter zu ein zusammenhängendes Svück von ungefähr 100 Morgen. Davon werden aber 50 Morgen zu fß ar Fanlagen am Goldstein (gegenüber dem Bahnhof) angepflanzt.. Autzerdcm sind die rechtsseitigen Wiesen zwischen Bad-Nauheiir., und Friedberg dem Staat zugesallen. Auf diesen Wiesen wirt' der neue G 0 l fspi e l pl a tz angelegt. Infolge der Massen* * •• ankäusc des Landes durch Staat und Gemeinde sind die Grunde stücke für unsere Oekonomen schon rar geworden. Dies zeigte sich bei der Verpachtung der gemeinheitlichen Grundstücke. Deq Morgen Land, der früher 20—30 MF. kostete, wurde jetzt mit 60—90 MF. Pacht versteigert. Trotzdem hat die Gemeinde noch nicht überall den Zuschlag erteilt. Beim Verkauf der.Massen« grundstücke wurden Preise erzielt, wie sie hier noch nie gezahl: worden sind. — Mit dem Bau der gemeinschaftlichen Kanalisatüm Bad-Nauherm—Friedberg ist begonnen worden. Hunderte vor? Arbeitern sind bereits mit den Ausschachtungsarbeiten beschäftigt. — Tie Brücke für den neuen 22 Meter breiten Städtewe; Bad-Nauheim—Friedberg ist in voller Arbeit und man denv. im Herbst nächsten Jahres mit dem ganzen Chausseebau ferch zu sein. — Kirchgöns, 7. Nov. Der Geflügel- uni Kaninchenzuchtverein hält am nächsten SamStag uni Sonntag seine 3. L oFa lauSstellun g im Saale der Frau I. Müller Witwe, verbunden mit Verlosung und Konzert, sowie Tanzvergnügen, ab. DSteinfurth,7. Nov. DerGesangverein „Frvhsinn" wird im nädtflen Juli des Fest der Fahnenweihe begehai Starkenburg und Rheinhessen. R. B. Darmstadt, 8. Nov. (Priv.-Tel.) Gestern abend fand hier eine von der Hessischen Fluqstudiengesellscha'r und dem Lustflottenverein veranstaltete Versammlung statt, in der die Frage der Erbauung einer Luftschiffwerst in Darmstadt besprochen wurde. Auf der Werst sollen Flugapparate nach dem Sstem Kondor und Luftschiffe nach dem System des Ingenieurs Buchner gebaut werden. Nach einem Vortrag des Syndikus N 0er über die wirtschaftliche Seite der Luftschiffahtt sprach Ingenieur Vorreiter über die Konstruktion des Buchnerschen Luftschiffes. Da§ Luftschiff stellt eine Vereinigung deß starren und des PrallsystemS vor. ES sicht wie ein flacher, linsenförmiger Drachen oder Fisch auS und ist tm Innern mit Drahtseilen in Form der Speichen cineS Fahrrades durchspannt. *♦ Tageskalender für Freitag, 8. November: Stadt- t h e a t e r: „Ter Biberpelz/ Anfang 8 Uhr. ♦* Unser Erbgroßherzog wird heute sechs Jahre alt. Aus diesem Anlaß hat eine Anzahl öffent-- licher Gebäude Flaggcnschmuck angelegt. ** Verwaltungsgcrichtsbof. Der Großherzog hat den Kreisrat des Kreises Alzen, Herrn. Fr c i h c r r n S ch c n ck zuSch Weinsberg und den Oberlandesgerichtsrat Max S ck i l l i n g - T r h g 0 p h 0 r u s für die Tauer des dermalen von ihnen bekleideten Amtes zu Mitgliedern des Berwaltungsgerichtshofs ernannt. * K 0 l 0 nial fest. Zn dem am 13. November in SteinS Garten stattfindenden Kolonialfest sind die Vorbereitungen in vollein Gange. Der große Saal wird eine charakteristische Ausschmückung erhalten, die uns in eine Niederlassung in unsere Kolonien versetzt. Aus Togo, Samoa, Ketmanshoop usw. sind bereits Hütten und Zeltbauten unterwegs, unter denen gastliche Büfetts eingerichtet werden sollen. Unter Palmen und BambuSstauden wandelnd, wird man Gelegenheit haben, mustergültige Vorführungen zu sehen und sich das Herz an den Weisen einer Kapelle erfreuen zu können. — Zu den Arbeitsausführungen haben sich mehrere Gießener Geschäftsfreunde in entgegenkommender Weise bereit gefunden. TaS Ganze verspricht nach den getroffenen Anordnungen ein äußerst lebhaftes Bild abzugeben, so daß es sich für jedermann empfiehlt, einige vergnügte Stunden in unserer Kolonie in SteinS Gatten zu verbringen. •• Marineleute in Gießen. Eine Abordnung deS Linienschiffes „Hessen- ist heute vormittag zur Teilnahme an den Festlichkeiten des MarinevereinS eingetroffen ** Hessen i st f a st s e u ch e u f r e i. Nachdem die Maul- und Klauenseuche schon vor einigen Wochen erloschen ist, ist nach ber letzten amtlichen Zusammenstellung am Wenn im nächsten Jahre die Erweiterung unserer elektrischen Straßenbahn nach Wieseck und Krofdorf erfolgt sein wird, treten für die Benutzer dieser Außenstrecken erhebliche Vergünstigungen durch die Einführung billiger Abonnements ein. Nach Lage der Verhältnisse wird die Verbilligung hauptsächlich den Bewohnern von Wieseck und Krofdorf zugute kommen. Das legt den Gedanken nahe, auch für ine regelmäßigen Benutzer der Straßenbahn innerhalb des Stadtgebiets billige Abonnements karten einzu- führen, da es doch unbillig wäre, die Fahrer aus Gießen schlechter zu behandeln als die aus den Vororten. Ein Einnahmeausfall ist aus dieser Einrichtung um so weniger zu erwarten, als die für die Lösung von Abonnementskarten in Frage kommenden Kreise bei der jetzigen Einrichtung zum größten Teil die Straßenbahn nur ausnahmsweise benutzen. — Auch einige Fahrplanwünsche haben sich in der letzten Zeit herausgestellt. So ist es z. B. mißlich, daß morgens der Wagen ausfällt, der 8 Uhr 15 Min. am Bahnhof einzutreffen hätte, nachdem die zwei Wagen vorher mit 7i/2 Minuten Abstand verkehren. Dadurch ist schon manchmal ein Zug versäumt worden. Abends wird es besonders schmerzlich empfunden, wenn der fahrplanmäßig um 10 Uhr 6 Min. von Frankfurt hier eintreffende Schnellzug nicht von dem letzten, ohnedies nur bis zur Moltkestrgße fahrenden roten Wagen erwartet wird. Der Schnellzug hat sehr häufig Verspätung und die ankommenden Reisenden Haden das Nachsehen. Es sollte mindestens bis i&ll Uhr gewartet werden. Zur Beschleunigung der Fahrt nach dem Schützenhaus wäre zu wagen, daß der von dort nach der Stadt fahrende Wa, etwa eine Minute früher ab fahren würde. Damtt würde für die nach dem Trieb gehenden Wagen der fast regelmäßig eintretende längere Aufenthalt an der Kreuzung zunächst der Kaserne vermieden werden. 31. Oktober auch die Schweineseuche und Saüveinepest tm Lande so weit zurückgegangen, daß in feder der drei Provinzen nur noch je ein Gehöft verseucht ist. *♦ Der städtische Seefischmarkt verlief gestern nachmittag in gewohnter, lebhafter Weise. Es waren elf Zentner Schellfische, Kabeljau, Seelachs, Schollen und grüne Heringe vorhanden, die sämtlich verkauft wurden. Ter Verkehr des kaufenden Publilums regelte sich insofern besser, als der Andrang im Anfang nicht so groß war und ich besser auf die Verkaufszeit verteilte. Das bot vor allen Dingen den Vorteil, daß die Käuferinnen nicht so lange warten mußten. Kreis Friedberg. h. Friedberg, 7. Nov. Aus dem freien Gelände zwischen den Zufahrtsstraßen nach dem neuen Bahnhöfe, zw.scheu Hanauer- und Bismarckstraße, beabsichtigen Geor Ulrich eine Anzahl von Wohnhäusern mit 250 Wohnungen und Läden aller Art zu errichten. Dic Gesamtbausummc ist auf 2,5 Millionen Mark berechnet. Der nach einh itlickum und in erster Linie künstlerischen Gesichtspunkten cmroor.en: Plan ist von Rcgierungsbaumeister Stork aus Darmstadt cntwotten worden. ~ L. Friedberg. 7. Nov. Sitzung der Stadtverordneten Vor Eingang in die Tagesordnung entspinnt sich eine längere Aussprache darüber, in welcher Weise sich eine raschere Ford er u n g der gcolautcn städ11sck e n Arbeit e n, erzielen lasse. Der Bürgermeister wird ersuckü, in der nächsten Sitzung entsprechende Vorschläge zu machen. Da es sich meist um Bauarbeiten handel!, wird die Annahme eines Architekten in Aussicht genommen, der den Bürgermeister entlasten sott. — Bei den Baugefuch.cn wurde Th. Morschci der Plan zur Erbauung einer Villa an jein em Grundstück in der Mainzettor-Anlage und dem Maurermeister K. Ber g die Erbauung zweier Wohnhäuser am Städkcrwcg genehmigt. — 'Der Fußsteig in der«Fr i tz - R e u t er- ft r a ß e sott um 1 _> Meter verbreitert werden und der westtichc Fußsteig an der Fauerbacher Straße sott Plattenbelag erhalten, soweit sich die Angrenzer zu den erhöhten Kosten beizutragen verpflichten. — In der A u g u st i n e r s ch u 1 e soll in die Turnhalle und Phvsiksaal elektrische Beleuchtung eingeführt 1 verben. Nach einem Voranschlag des F. Fünd- ling würden die Kosten 900 Mark betragen. Die Arbeit soll Fündling übertragen werden, sofern ihm auch die staatliche Arbeit in der Schule übertragen wird. — Auch im Feuerwehrmagazin sotten 3 elektrische Lampen angebracht werden. Die Kosten, 70—80 Mark, werden bewilligt: die Arbeit wird ausgeschrieben. — Von brr Stadt wird ein für sie nidjt verwertbares Stückchen Gelände an Großh. Fiskus abgetreten. — Tin dem Armensonds gehörendes Stück Gelände von 370 Ouadrat- meter sott für 90 Pfennig der Quadratmeter an die Bahn verlauft werben. — Bei den Arbeiten zum Umbau der alten Gewerbeschule erhalten die Wcnigstfordemden den Zuschlag und zwar Glaserarbeit Jordis, Schreinerarbeit A. Frank, Weiß- binberarbeit I. W. Zimmermann, Anschlagarbeit^ R. Trott, Li- noleumliescrung A. Kögler. — F. Röschen im Stadtteil Fauerbach ersucht um Schadenersatz, der ihm bei Einführung^der Wasserleitung entstanden sei. Tie Stadt ist für derartige Fälle btt der HaftpflickMetticherung Wilhelma versick)ert und soll bitte auf- gefordert werden, den Schaben zu ersetzen. — In der Fortbildungsschule haben sich etwa 50 Schüler zur Teilnahme am Turnunterricht gemeldet. Ter Unterricht sott in 2 Abteilungen an je einem Wochentag, abends 8—91/? Uhr, in ber Turnhalle ftattfinben. Die Kosten hierfür, 120—150 Mark, werden bewilligt. — Dem Gesuch des H. Kern um Nachlaß der Gewerbesteuer kann grundsätzlich nicht stattgegeben werden. — Ein Gesuch des Kirchenvorstandes im Stadtteil Fauerbach soll dahin erledigt werden, daß das Läuten, sowttt es ber politischen Gemeinde zu kommt, von den Bediensteten der Stadt bttorgt werden soll. — Tic von der Stadt abgttchlosscne Haftpflichtversicherung, soll auch auf die Elektrizitätsanlage ausgedehnt werden. — Btt bem mit ben Abnehmern von clektrischem Strom ab» zufchließenben Vertrag erhalt ben §3 (Hausanschlüsse) dm Zusatz: Tic Stadt haftet den Hauseigentümern für jeben Streben, der durch die Aufstellung von Leitungsmast n ufro. entsteht; Wünsche ber Hauseigcnttlmer sollen tunlichst berüttfidüigt werden. — Tie Vorschriften für die Gebäudttnstattatton werden nach denen der Provinz beschlossen. Zur Deckung der notwendigsten Ausgaben, die sich zusammensetzen au£: Gebäude- und Geländxerwerbskosten 73 000 Mk., Elektrische Anlage 187 000 Mk., Aich- und Steuer» amtsgcbäude 67 000 Mk., Umbau der Gewerbeschule 35 000 Mk, Kanalisierung am neuen Bahnhof 68 000 Mk., Kanalisierung ber Mainzettor-Anlage 25000 Mk., Beitrag zur Kvttsstraßc nach Nauheim 25 000 Mk., Tieferlcgnng der Bismarckftra^, Willrelmstraße, für das Gaswerk und ben Wasserturm 70 000 Mk ist bic Aufnahme einer Anleihe in Höhe von etwa 500 000 Mark erforderlich. Der Bürgermeister sott bis zur nächsten Siege und Verluste bei Luelc-BurgaS und Bunar-Hissar. Die Agence Bulgare veröffentlicht folgenden Bericht über die Kämpfe auf der Linie Luele-Bur- , gas —Bunar-Hissar zwischen dem 29. Oktober und - 2. November: Die türkische Armee war über 129000 Mann - Infanterie stark und zählte 65 Eskadronen und 300 Geschütze. Während der fünftägigen erbitterten Kämpfe griff der türkische recht eFlügel unaufhörlich 1 den linken bulgarischen Flügel an. Den Bulgaren gelang es jedoch, durch einen tapferen Angriff und dank der mächtigen Artillerie den Feind zum Rückzug zu zwingen; er wurde von einem mörderischen Feuer verfolgt. Am dritten Tage nahm das bul- garische Zentrum, von der Artillerie unterstützt, energisch die O f f e n s i v e auf. Die Infanterie ging mit einem Bajonettangriff gegen die uneinnehmbar scheinenden Befestigungen vor. Es gelang ihr, diese zu besetzen. Hierauf machte sie sich an die Verfolgung des Feindes, der unter dem Feuer der bulgarischen Artillerie sich in Panik zerstreute. Am fünften Tage ging der linke bulgarische Flügel, durch frische Truppen verstärkt, zum entscheidenden Angriff vor uird zersprengte den Feind auf der ganzen Linie, so daß dieser seine starken Stellungen aufgab und flüchtete. Die Bulgaren erbeuteten 48 S ch n e l l f eu e r g e s ch ü tz e, mehrere Fahnen, 150 Waggons mit Lebensrnitteln und Munition, zwei Lokomotiven und machten 2800 Gefangene. Die bu gotischen Verlustt belaufen sich auf 15 000 Tote und Verwundete, die der Türken auf mehr als 40000. In dieser Schlacht, die sich mit ber bei Mukden vergleichen läßt, wurde die türkische Armee fast völlig vernichtet. Durch die Niederlage deprimiert und ohne Artillerie wirb die türkische Armee schwerlich die Hauptstadt halten tonnen. von der bulgarischen Hauptarmee. Der Kriegsberichterstatter der Wiener „R ei ch s p 0 st" bei der bulgarischen H a u p t a r m e e meldet aus dem Hauptguartter der zweiten Armee vom 5. November: Der linke bulgarische Flügel besetzte nach heftigem Kampfe die Höhen östlich von Strandza und warf den türkischen rechten Flügel in das Waldgebiet westlich des Kossees. Die Bulgaren zichen über Strandza und Jenit'öi starke .Kräfte nach, um hier einen Stoß gegen Tschataldscha imi) die Stellung südlich des Kossces zu führen. Tas Zentrum und der rechte Flügel der Bulgaren drangen der geschlagenen türkischen Nachhut entlang der Eisenbahn und über Tschanta energisch nach und wollen einen Angriff auf die türkische Position in der Nähe von Tschataldscha durchführen. In den bisherigen Kämpfen unterstützte die türkische Artillerie die Infanterie nicht genügend und harrte nur selten bis zum letzten Augenblick aus. Die geringe Wirkung und der frühzeitige Rückzug der türkischen Artillerie gab die zurückgehcnde türkische Infanterie schutzlos den Angriffen der nachdrängenden Bulgaren und dem Feuer der bulgarischen Batterien preis, so daß der Rückzug fast stets m eine regelrechte Flucht ausartete. Vor Adrianopel versuchen die Türken den bul- garischenRingzusprengen. Die Bulgaren unternehmen trotz der türkischen Scheinwerfer häufig nächtlicheSturman griffe. Auch bei K a r a G a t s ck auf dem rechten Maritzaufer^ wird fast täglich gekämpft und das Bombardement mit großem Erfolg fortgestcht. Das Mißlingen des letzten, von zwei türkischen Divisionen mit starker Artillerie und zahlreichen Mitrail lensen unternommenen Ausfalles, des vierten seit der Zernierung, scheint die Widerstandskraft der Besatzung gebrochen zu haben. Man rechnet hier mit dem unmittelbar bevorstehenden Fall der Festung. Wcitcre bulgarische Erfolge. Sofia, 7. Nov. (Agence Bulgare.) Die Bulgaren besetzten am 5. November die Stadt Drama. Die Dörfer in der Umgebung sandten an den Trnppen- fommanbant Abordnungen, in denen Bulgaren, Griechen und Türken vertreten waren, die erklärten, die Waffen niederzulegen, indem sie ihre Unterwerfung anboten. Die Türken zerstreuten sich nach verschiedenen Richtungen. Tie meisten türkischen Soldaten liefern freiwillig die Waffen aus und suchen ihre heimatlichen Stätten auf. In Dim 01ika wurde am 3. Nov. für den König und die bulgarische Armee eine Messe zelebriert. Die Truppen wurden mit unbeschreiblichem Enthusiasmus empfangen. Die gcnize Stadt war mit Fahnen in den bulgarischen Farben flefchmiidt. In dem ganzen Gebiet wurde eine bulgarische Verwaltung eingerichtet. — Die bulgarisch e n Armeen in Thrazien rücken unauchalt fam vor Gestern wurde Rodosto besetzt und an den Ufern des Marmara -Meeres die bulgarische Fahne entfaltet. Die Belagerung von Adrianopel. Konstantinopel, 7. Nov. Tie türkischen Blätter veröffentlichen Privatdepeschen aus Adrianopel, nach denen die Garnison am gestrigen Xüqc erfolgreiche Ausfälle unternahm Die Artillerie ber türkischen Position Dassitepe beschoß die Stellungen der Bulgaren bei Marasch, zerstörte die bulgarischen Kanonen und ein Le- bensmitteldepot. Ein türkischer Fesselballon unternahm gestern einen Rekognoszierungs-Aufstieg. Bon der türtischen Weftarmee. Konstantinopel, 7. Nov. Nach einem gestern hier eingetroffenen Telegramm des Ober st kommandierenden der Westarmee, Risa Pascha^ wurden die Kriegsoperationen in der Umgebung von Soro- witsch von türkischer Seite erfolgr.ich for g se t. Außer Waffen und Gefangenen haben die Türken fünf Munitions wagen und drei Kanonen genommen. Der Feind hatte sich in der Richtung auf Kajalar zur Flucht g wandl und vier Kanonen sowie eine große Menge Waffen. Munition^und Sanitälsmaterial zurüctgelassen. Tie türkischen Truppen haben die Verfolgung ausgenommen. Das Vordringen der Griechen. Athen, 7 Nov. Der K r S n p r i n z als Oberbefehlshaber telegraphiert aus Kirdzalar vom 5. ds. Mts.: Wir bereiten den Uebergang über die Warda vor. Ter Feind zieht sich nach teilweiser Zerstörung der Brücken zwischen Jenidje und Ward ar auf Saloniki zurück. Wir fanden viel Munition und anderes Kriegsmaterial des Feindes vor. Sie Wünsche Serbiens. 41-43 86-90 32 35 70—76 30-00 63—0u 67.00-69.00 86.00— 88.00 84.00—87. । > 66.00—68.00 85.01-87.', 67.00 -69.03 85.00—87.00 67.00—69.00 7395 Giessen (Ritterosse 16), den 8. November 1912. Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. November, nachmittags 3 Uhr, auf dem alten Friedhöfe statt Gg. Ruhl. 09387 Schuhhaus 5 Mr. 'n Venn. 3U Älarktstrane 2 0!K!8ä, Statt Karten. Bin träft IienSEcn Vermietungen , Verschiedenes Verkäufe.; 4 . Mietgesuche Marktstrasse 9 Mäusburg 5 Seltersweg :: 53 Mk. 66-<8 6 • 65 56-59 Telephon :: 754 gegen Schnupfet, Wirkung frappant I Dose 30 Feine Abend- Schuhe Solide Strassen- Stiefel ganz neue MODELLE für Damen und Herren Junger Mann mit der Lien- u. Herdbranche befonnt, sofort gesucht. Schriftl. Angeb. u. <393 a. den Mer,. Anz. erbeten. Mk. lb —113 105 95—100 Die glückliche Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an Max Rosenthal u. Fran Emma geb. Rosen stiel Giessen, Liebigstr. 37.den 7. November 1912 (BeriebtefaoL Leipzig, 7. Nov. Tas Reichsgericht verurteilte die Tag» löhner Martin Wettermann und Karl Friedrich Grether, beide in Karlsruhe, wegen Spionage zu ic drei Jahren, den Eisenhoblcr Josef Leon Stieffater aus Belfort zu zwei Jahren Zuchthaus. Es ist als erwiesen erachtet, dag die Hin* gffiaqtcn einen deutschen Offizier zu verleiten versuchten, ihnen geheime Schristslücke zu übergeben, die sie dem französischen Nachrichtendienst ausliescrn woltien. Lctzro 21 «7eh iebten. Eine Mission des rumänischen Kronprinzen beim Kaiser Franz Joses. ;/: Bukarest, 8. Nov. (Priv.-Te.) Der Kronprinz von Rumänien ist nach Of'npest ab.iereist, um dem Kaiser Die Hauptagentur Gießen einer groben deutschen Fcncrversichelilngs- (Yesellschafl mit i>tebenbranchen u. bestehendem Inkasso ist sofort an eifrigen Herrn nut guten Beziehungen hv7/n zu vergeben. Offerten u.T. 8509 an HaaiensteinLVoaler »..(«. Frankfurt M. PensionBeilevne 9teucn Bäue 2L Privat- mittags-«. 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Eine amtliche Bestätigung biefet Nachricht ist noch nicht eingtgangrn '4.ic Ansprüche Serbiens. Paris, 8. Nov. Ter „Petit Parisicn' meldet, der serbische Gesandte habe dem Ministerpräsidenten mit geteilt, Serbien be anspruche unter allen Nm ständen einen .»afcit am adrtati scheu Meer und habe zu diesem Zweck dte Hafen Durazzv und San Giovanni de Medua in Ausnätt genommen. Tie Mitteilung sei auch mehreren anberen Onofv mädTtcn gemadjt worden. Tie Rettung der Passagiere des englischen TampferS Ronal George Qu cb e ck, 8. Nov. 400 P a s s a gi er e erster und zweiter Klasse deS gescheiterten Dampfers „Royal George" sind hier gelandet worden. Die Per.nche, das Schiff zu leichtern, wurden wegen ihrer Erfolg'osigk it eingestellt. Für die noch an Bord befindlichen Zwischendeckspafsagtere ist keine Gesabr vorhanden, sie sollen ebenfalls an Land gebracht werd em Telbstandig.6ristenz findet tüchtiger Vertreter durch Ucbcrnabnie unterer 8Mgs-Pttsaiti>stcile für gröfi. AtteinverkanfSbez. 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Nov- verloren gegangen von Wiefecker Weg 31 in die Elektrische n. d. Rcchnhof zu b.D-3uae 12 Uhr 3Min. (9eg. hohe Belohnung abzugeben .M77I Wiciccker Weg 31. Vermischtes. * Bei der Verfolgung eines Juwelendiebes in Berlin feuerte der Zkriminalwachtmeister, um dem Verfolgten, der einen Revolver gegen den Beamten richtete, zuvorzukommen, zweimal aus seinem Dienstrevol vcr. Die zweite Kugel verletzte einen zufällig vorübergehenden Hausdiener an der Wade Der Ju- welendreb wurde, ehe er seine Waffe gebrauchen konnte, verhaftet. Er behauptet, ein Artist namens Löwy zu sein. * Die Erdbebenwarte Darmstadt-Jugen- heim meldet unterm 7. Nov.: Heute früh gegen V29 Uhr mitteleuropäischer Zeit fand auf der Halbinsel Alaska in 9000 Milometer Entfernung ein stärkeres Erdbeben statt, das hier von 8 Uhr 51 Minuten 41 Sekunden an 2\2 Stunden lang gespürt wurde. Nachmittags gegen 6i/2 Uhr ver- zeichneten die Apparate ein schwächeres Nachbeben. * Gin gefährlicher Herr. In einem Sämhmacher- (aben in Schöneberg geriet der 26jährtgc Russe M a d e i n s k i mit dem Inhaber des Ladens in Streit, in dessen Verlaus er ihm eine Mngd in ben Kops schoß. Der Täter flüchtete und verletzte aus der Fluclst eine Frau Berlholdt durch einen L-chnfi in ben Unterleib. Hausbewohner konnten ben Flüchtling schlietzlüh fetz- «ehmen unb übergaben ihn der Polizei. Die beiden Schwerverletzten umrben ins Krankenhaus gebracht. aienw u-i o suiroiuL Ein auf dem Rittergut Moren bei Landsberg iWarthe) beschäftigter Galizier, welcher sich in angetrunkenem Zustande im Felde zum Schlafen niedergelegt hatte, erlitt den Tod durch enryeineiner Keilerei zwischen deutsch-freiheitlichen und Kerb Talen Studenten in Innsbruck wurde der italienische etubent ber Medizin Mar Chezze, Mitglied der katholischen Studentenverbindung, burck einen Stockhieb so schwer verletzt, datz er bei ber bürd/ bi' Wunde notwendig gewordenen Operation starb. In London wurde der Anwalt Thomson, als er ein elektrisches Bad nahm, vom Strom getötet. Zm nördlichen Schweden und Norwegen herrscht Frostwetter. Ter Sckmee lieg: einen Meter hoch. Gestern wurden über 12 Grad Kälte gemessen. Zn einem Dorf des Gebiets Uralsk sind elf Todesfälle an P e ft ieügcslell: worden. Märkte. je. tvtnnffnrf a. wr. y'iettbo'- Narktbericht vom 7. Non. Austrieb. Rinder^ darunter Ochsen 1,1‘Bullen 1, Kühe und Färsen 0*. Kälber j -, Schale '< 8, Schweine 16 . Tendenz: 'nuoer nicht .auz fleraiinit. Halber unb Schafe lebhaft, geräumt, Schweine ruhig, unbedeutender lieb-' "> Preisfiw 100 v'd. fceotiu- ö 4l x j « geiui ut TAeiherin cmoneblt fick im £ll|tlUlltH ttlcidcrmachcn und Weifinäbcu in und au her dem Haufe. 09381 _________Bergs traue 22 I. Körbe and Stühle w. schnell u. bist, geflocht u”71 I. Glöcklc, Neuen Bane 2. Empfehle mich in ,HAS*iAGE allen Arbeiten der KRANKENPFLEGE und Nachtwachen.* ÜWM Masseur Lieblich, Li eher Str. 19. 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