F ).r Treiundfünfzigjährige seine Indisposition wahrend der rchweizerfahrt vollständig überwunden hat und mit welch I eiserner Konsequenz er Programm und Stundenplan des merner Konsequenz er Programm uno tsrunocnpian ocs Manöver- einhält. Wilhelm II. liegt dem Manöverdienst von hessischer Töpser-Nunft. Am Donnerstag der vergangenen Woche haben wir kn Kunstlöpfer Ludwig Kegler in Wicseck bc- craben. kir war ein Künstler von großer Begabung; und ta unser Lbcrhessen trog einer großen künstlerischen Dcr- cangenheit nicht gerade reich an Künstlern ift, so g^ ziemt es sich, daß auf die Bedeutung dieses Mannes auch einmal öfienilich hingewiesen wird, gezeigt wird, was er ivar, und damit was er uns noch hätte werden sollen. Der Kai,er im Manöverdienft. Man schreibt und: Wenn der Kaiser im Manöver über Felder und Hügel mlef, so deutet die Purpurstandarte, die ein Leibgendarm rrrit der Rechten im Steigbügel hält, das Rahen des fccrr- icherS. Ter „Soldatenkaiser" ist wieder int Dienst. Zivi- chrenwelt und Militär ist überrascht und erfreut, wie rasch begabter Handrvcrker, da ßsie ihr altes Handwerk nicht ver- ließen, sondern selbst unter Röten die Tradition aufrecht crbielren, daß sie weiter drehten, malten und brannten. In Lauterbach im Vogelsberg erhielt sich ein Mittelpunkt der edlen Töpfertunst. Leonhard Bauer soll unter den dorrigen Töpfern genannt sein. Bon Lauterbach her kam auch Ludwig Keßler nach Wieseck, in die Rahe unserer Universitätsstadt. Erst der allgemeine Aufschwung des Kunstgewerbes in unseren Tagen — den ja die Initiative unseres Großherzogs durch seine Künstlerkolonie mit an erster Stelle oat heraufführen helfen — hat auch unseren Künstlertöpfern und ihrem schönen farbigen Gerät die ver- biente Anerkennung zu bringen angefangen — leider eben erst angefangen und darin liegt das Tragische von Ludwig Keßlers frühem Tod. Tie Früchte seiner stillen Arbeit sollten doch erst noch kommen. Ohne jebe Unterstützung von außen her hat der schlichte Mann ständig mit geradezu wissenschaftlichen Ernst an der Verbesserung seiner Technik gearbeitet. Ein großer neuer Ofen war eben über das VersuchSstadlum hinausgediehen. Bezeichnend für seine grüblerische, tiefdringende Art war es, daß er bis zuletzt tast daran experimentiert hat, den eigentümlich klingend harten, glatten und fcinfarbigen Scherben der römiichen terra , igillata wiederzu gewinn en. Seine Resultate daber sind mit die besten, die überhaupt erreicht worden sind uiid doch hat der bescheidene Mann stets chrer Der- offcntlichung gewehrt, weil das Erreichte ihm immer noch nicht gut genug war. 2ein still sich selbst genügendes Wirken m einer Zeit, als seine Kumt darnieoerlag, erinnert an jene Meister des 19. Jahrhunderts, ich will Runge, Friedrich, Blechen, Buchholz nennen, die uns durch die Zahrhunderiausftellung ISOb in Berlin erst richtig bo (amu wurden, die unbeachtet inmitten einer Versallzeit eine wirklich künstlerische lieber lief erung bewahrt haben. Lberheszen i|t besonders mir den glücklicheren der garantierten bürgerlichen Gleichheit. Als der Kaiser zu ■ den Sieker Rekruten sagte: „Ihr tragt des Kaisers Rock, ihr seid dadurch anderen Menschen vorgezogen, ihr nehmt ' eine besondere Stelle ein", da wurde mit solchen Worten f die öffentliche Kritik herousgesordert. Jene Kaiserworte , waren aber doch eigentlich auS dem Zusammenhang gerissen Tenn weiter hieß cd: „Von manchen werdet ihr um den Rock, den ihr tragt, beneidet: haltet ihn in Ehren und beschmutzt ihn nicht! Worin liegt das Geheimnis, daß wir ost in geringerer Zahl den Gegnern überlegen sind? In der Disziplin! Was ist Disziplin? DaS einheitliche Zu- । sammenwirken, der einheitliche Gehorsam." Kaiser Wilhelm meinte also die „Bevorzugung" der Uniform nicht rechtlich und staatlich, sondern rein militärisch im Vollgefühle jenes Stolzes, der gern besondere Pflichten übernimmt, und den der schlichteste Zivilist empfindet, wenn er für ein oder zwei Jahre des Kaisers Rock trägt. Tann stimmt auch er freudig den Worten zu, die einst der jetzige Kaiser in jugendlichem Feuer ausrief: „Wir wissen in der ganzen Armee, daß wir lieber unsere gesamten 18 Armeekorps und -12 Millionen Einwohner auf der Walstatt liegen lassen, als daß wir einen einzigen Stein von dem, was mein Vater und der Prinz Friedrich Karl errungen haben, abtreten". Lder wenn er die Rekruten der Marine daran erinnert, daß „brave Seeleute mit den letzten Gedanken an das teure Vaterland und an die Flagge den Tod in den Wellen erleiden, daß Überall, wo ein deutscher Mann, in treuer Pflichterfüllung für sein Vaterland fallend, begraben liegt und daß, w oder deutsche Aar seine Fänge in ein Land geschlagen hat, das Land deutsch ist und deutsch zu allen Zeiten bleiben wird". Man hat über solche Rekruten- ansprachen und damit über des Kaisers Auffassung vom militärischen Dienst doch im Laufe der Zeit in allen Kreisen her Bevölkerung freundlicher und zustimmender denken gelernt. Und ein solcher Wandel der Anschauungen ist in ernsteren Tagen der internationalen Politik — in solchen befinden wir.uns doch wohl jetzt — nur zu begrüßen! Coswig, 9. Sept. Ter Kaiser ist mit Gefolge heute früh 8.55 Uhr im Sonderzug hier eingetroffen. Auf dem Bahnsteig waren zur Begrüßung der König und der Kron- prinz von Sachsen erschienen, ferner der Generalstabschef v. Moltle. Dem taiserlichen Gefolge schließt sich hier Gc sandter u. Treutler als Vertreter des Auswärtigen Amtes an. Der Kaiser und der König begrüßten sich herzlichst und unterteilen sich längere Zeit Sodann wurde mit Auto- .mobilen die Fahrt ins Manövergeländc angetreten. Der .Kaiser fuhr mit dem Generalstabschef im ersten, der König und der Kronprinz im zweiten Wagen. Mügeln, 8. Sept. Tie allgemeine Kriegslage für das morgen beginnende Kaisermanöoer ist folgende: Wahrend Blau gegen eine Westmacht kämpft, überschreitet Rot die blaue Lstgrenze und rückt durch die Neumark und das nördliche Böhmen vor. Nach einem entscheidenden Erfolge im Westei,, überführt Blau feit dem 6. September mit der Eisenbahn starke Kräfte nach Magdeburg und an die Saale. Blau hat Meldung von starker roter Kavallerie. Führer von Blau ist der sächsische Generaloberst Kriegsministcr Frhr. v. Raufen. Ihm bei- gegeben ist als Chef des Generalstabs Wcncralmaior Frhr. Fieytag-Lovinghoven. Auf beiden Seiten find höhere Kavallerie lommanöcure bestimmt, mehrere Kavalleriedivisionen einheitlich zu sühren: bei Blau Generalleutnant v. Hoffmann, bei Rot Generalleutnant Torganh. Ter Kriegszustand für diese tzeeres- kavallene beginnt am 9. September, vormittags 7 Uhr. Voraussichtlich gehl morgen eine starke rote Kavallerie aus der Gegend von Mal au gegen die Elbe zwischen Torgau und Dresden vor. Auf dieser Strede sperren blaue Reservetruppen. Tieic handeln gemeinsam mit den Motorbooten des Jachtklubs von 2ai:id> land, welche mit Scheinwerfern und Maschinengewehren ausgerüstet find. Bet den beiderseitigen Aufklärungen wirken mehrere Tvlifacrabtcilungcn tu je sechs Fln neunen sonne " en k- lus tschifse mit, bei Blau ..Z. 3", bet Rot ,.P -ül' ter allgemeinen Lage entwickelt sich auf Grund von Erkundigungs- ergebntifen der beiderseitigen deereSkavallerten da» eigun-.me flanermanöoer berau» „3 3" wird schon morgen in ^ätigreit ein Für den Kaiser ist ein Barackenlager bei Bermtz errichtet zwischen Oschatz und Mügeln. Meißen, 9. Sept Ter Kaiser, her König uno der Kronprinz von Sachsen sowie das gesamte kaiserliche Hauptquartier sind um 9.35 Uhr, von Coswig kommend, hier eingctrossen. An der allen Glbbrüdc hatten die gesamte Manöverleitung mit dem Prinzen Waldemar von Preußen und eine Anzahl von Herren des Motoriach- llubs Aufstellung genommen. Eine große Menschenmenge begrüßte die Fürstlichkeiten. Der AuiomobUzug hielt etwa 20 Minuten. Der Kaiser begrüszte die Herren des Motor- sachitlubs und beobachtete von der Elbbrücke aus die Durchfahrt von sechs stromaufwärts kommenden Motorbooten. Darauf fuhr der Automobilzug in der Richtung auf Lsd-atz Zu einem Zusammentressen beträchtliclicr Streitkräfte der beiden Parteien kam es heule vormittag naturgemäß nicht, doch wurde das westliche Elbufer von Meißen bis Riesa von blauen Posten besetzt, welche auf rote Kavallerie- Patrouillen feuerten, die auf den Höllen des Westufers erschienen. „ . . . •heute nachmittag und abend überschritten die roten, Truppen an verschiedenen Punkten die Elbe Tie > blauen Reserven am linksseitigen Ufer wurden verschie- deutlich außer Gefecht gefetzt. Am spaten Abend trat die Artillerie in Tätigkeit. Auch die Flieger arbeiteten am Nachmittag. Der Kaiser war auch nachmittags im Gelände und gedachte im Son Verzüge bei Riesa zu übernachten. Tas Wetter ist besser. Trcsden, 9. Sepi Der K r o n p ri nz und Prinz S n r il 1 von Bulgarien traten abends zu den Maifermanboern hier ein und nahmen im königlichen Residenzschloß Wohnung. Im Lauic des morgigen Tages werden ferner erwartet der Großherzog von Baden, der Großherzog von M e ck l e n b u r g - s ch w e r i n , Prinz Friedrich Leopold von Preußen, die Prinzen Lud- ivig und Leopoldvon Bayern,der Verzog von Sachken- Koburg und der Erbprinz von S a d) i c n • M e t n i n g e n. i V.UHUUVIV LUIII/Ull. 41. llt-m Vtlll i mit demselben Ernst und Eifer ob, den er vom letzten seiner R fruten fordert. Seit Jahr und Tag dieselbe Unermüdlich- I Irit und Unerbittlichkeit in der Durchführung des mili- politische Lagesschau. Zum prcutzlschen Wafsergesetzentwurf. Ter Zentralverband Deutscher Industrieller, dm Deutsche Handelstag, der Verein zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie Deutschlands und der Wasserwirtschaftliche Verband nahmen am Montag abeno in einer Versammlung zu Berlin zu dem preußischen Wassergesetzentwurf, der dem Wasserrechts-Ausschuß des Abgeordneten Hauses zur zweiten Lesung vorlicgt, Stellung. Unter den 300 Anwesenden befanden sich namhafte Persönlichkeiten, 1# Herren der Wajserrechtslommission waren erschienen. *Tie fünf eingebrachten Entschließungen befaßten fich mit der Regelung der Eigentums- Verhältnisse an den Wasserläufen, der Verleihung, der Ab- wäfserfrage, der Stellung des Bergbaus im Wassergesetz und der Behördenorganisation. In der ersten Entschließung heißt es u. a.: Tie Bestimmungen über das Privateigentum an der fließenden Welle bleiben unannehmbar. Ter Wasserzins ist auch ui der von der Kommunon vorgeiclila,en.'n Form bcr Gebühren nach oem Landesbaupftladt näheren Provinzen Starkenburg und Rheinhessen verglickstm, ein benachreiligter *für tue Kunst noch harter Boden — wer ihn beackern muß, weiß ein Lied davon zu singen. So Hal auch Ludwig Keßler, um Dürers Worte zu gebrauchen, lange „nach der Sonnen gefroren", erst zuletzt hat er sich freuen dürfen, daß die Schönheit der Formen seiner Gefäße, der Glanz und die Kraft feiner Farben, die Freiheit und Feinheit der Lrna- mente, die seiner starken Phantasie entsprangen, besonders auch die technische Güte seiner Stücke berufener Beurteiler Anerkennung fand. Es ist in letzter Zeit so ost aus berufenem Munde verkündet worden, von welch großer volkswirtschaftlicher Bedeutung „Qualitätsarbeit", o. i. die Veredelung der angewaiibten Kunst, unseres Kunstgewerbes ist. Tas Buch „Tie Turä-geistigung der deutschen Arbeit", das der deutsche Werkbund herausgibt, ist ein wertvolles Dolument dafür. Gerade die künstlerische Gestaltung unserer Wohnungen und unseres Gerätes sind doch für unsere Kultur besonders wichtig Louis Keßlers seingezierte Schöpfungen aus dem an fich so unscheinbaren Material sind in diesem Sinne durchgeistigt und damit zu hoher Qualität gesteigert. Eine Vase von ihm sein geschwungen und fein bum gestimmt, mit Feldblumen gefüllt, Kaffeegeschirr von ihm in kräftigen Tönen bemalt auf weißem Tischtuch kann das verwöhnteste Auge bcfrieoigen und einen Schimmer von Schönheit auch in das Haus tragen, dem Meißener oder 9chmphenburger Porzellan unersch.ving« lieh ist. Uns möge der frühe Tod dieses Mannes eine Mahnung sein, daß wir die wenigen Künstler, die unter uns in Qber- yessen leben, nach Kränen fördern und daß wir der St unff überhaupt bei uns bester en Boden bereiten sollen. Den jungen Lohnen Ludwig Keßlers aber, die mit frischer xrait des Vaters Verkslatle in seinem Geiste weitersühcetr wollen, rufen wir ein fröhlich Glückauf zu. Christian Rauch. Eröffnung öe$ Darmstädter Hoftheaters. Darmstadt, 9. Sept. In Glucks „Iphigema in Aulis" bciigen wir ein altes, oft gespieltes, aber ooch wenig bekanntes Meiuerwerk. Tcr ticie ätnorud, cen das Werk bet seiner gestrigen Erst- aufsührung himerließ, ist in der Hauptsache bet Regie des Herrn Valdek zuzuschrciben, der den Anregungen des neuen oeneralDcnb- Einst Itiar die Töpferkunst eine wahre Volks- in st. Ter Bauer und der Bürger legten Wert darauf, faß sein Gerät aus Ton, das er so mannigfaltig brauchte in Haus und Hof, in der Küche, auf seinem Tische, im Hellet im Stall', von schöner Form und schöner Farbe war. Gerade m unserer Gegend, besonders im hcaffnuer Land, hat die Töpc.rinnst, am kräftigsten im i 17. Iat-rhnnderi geblüht und ganz Deutschland mH ihren Erzeugnissen versorgt: vom „Kannebäcker-Ländchcn" sprach inan draußen damals: Noch eben habe ich im fernen Emden im Museum Stücke dieser Nas'aucr Kunst gesehen; durch alle beutidien Gaue sind Die Händler mit den Wagen teil dieser Irdenware gezogen, die den Tiscy der Reichen Ito-.c der Armen schmückte. Besondere Prunkstücke Diejcr ituni't waren im schmucke ihrer farbigen Glasuren die llc-acnamitcn Hirschvogel-Krüge — die aber nicht allein t>cu den Hirschvogel in '.Nürnberg, sondern auch in vielen i anderen deutschen Landschaften gemacht wurden — und bi: nid;t minder farbenprächtigen großen Kachelöfen mit V reiche in sigürlickiem Schmuck. • Gine neue Belebung erfuhr das Töpferhandiverk uann lieber, als man versuchte, das chinefische Porzellan in üiüscm Ton material nachzuahmen Tie Teifter Fopence » ist inner diesen Erzeugnissen besonders berühmt gewor- ! bau. Die älteste deutsche Fabrik der An war im nahen i'.anau; ihre interessante Geschichte wird eine demnächst : erscheinende Gießener Tokwrarbeit behandeln. Ke Crftndung des Porzellans durch Böttger tat ; Mnächft dem Töpserhandwerk nur wenig Abbruch: roir es doch das Material einer Hoskunst, aua> bann noch rLs das arcanum das Geheimnis Heiner Herstellung durch mid Meißen geslolieue Arbeiter erraten ward und bald ::):s Land und Ländchen seine Porzellan-Manufattur nt. 213 Erstes Blatt - 162. Jahrgang Dienstag, 10. September 1912 Ser «Irtmr WW ® 4k A, 'WS' 9 rifrtet- Gletzener Anzeiger Dlrlfd)attlld)t^cit1rag i'.l** WM Genera -Anzeiger für Oberhesten ämss «iiinqrr »tegen. J v > • * ’ _ . . e. . 7 rntb; für „Stadt und IKM"« «« ">’««« notationsörud mid Verlag der Brührschen Unio,.Bnd). und Steinöruderet n. lange. NrdaMon, rrpcdttian und Druderel; rqulflrage •• Land": iLbcu; hir t-en 1,4 vöriniuägs ü Uh" Büdingen: ^tmfpredicr Hr. 269 Keschäftrstelle vadndosstrahe 16a.____ - ~ 1,1 • hatte. Erst die fabrikmäßige Herstellung des Porzellans im 19. Jahrhundert und schließlich auf dem Lande besonders der Massenverkaus emaillierten Blechs haben das Töpfer- bandwcrk als Kunst zu Grunde gerichtet, weil ihm so die Erwerbsgrundlage entzogen wurde. Die meisten Töpfer-Oefen Jinb in unserer Zeit für immer erkaltet. Ta war es nur bas Berbionst einiger weniger besonbers Il tcrifdicn Pensums! Tiefer Wesenszug im Charakterbild || Lilhelms II hat erst allmählich seine ehrliche Anerkennung H ui Volke gesunden. Es ist noch nicht lange her, da war die Stimmung ganz -| iwders, wenn der Kaiser von Manöverfeld zu Manöverselb, : v»n einer Besichtigung zur anderen zog. Ta wurde geangelt und gewitzelt über die Häufung „sportarliger Kon- fiirrenzvorstellungen", von denen Claussen in seiner Bro- II foiire „Slillgeslandeu" sprach, über die Vorliebe jür Para- | b:n, für Manöver, die angeblich nicht einmal den Schein I b-:s Kriegsmäßigen aufrecht erhielten, für Reiterattacken, | |i.T Paradegrifse im Stile Friedrichs des Großen, und ein | Zreihsrr v. Guhlen prophezeite. „Tie deutsche Nation wird ! Die imposanten Kavallerieattacken der Kaisermanöver mit » bmt in Strömen fließenden Blut seiner Söhne zu bezahlen | haben!" Tiese in früheren Jahren Ijäufigc Beurteilung und 93er- I itteilung seines militärischen Tienftes in seiner Eigenschast ^ödjftfüntmanbierenber des Heeres u"t vom Kaiser nicht | itTbeachtet geblieben, und er hat sie sicher oft bitter emp- | jnibcn. Schon am zehnsährigen Gedenktag feines Regie- | rriigsantritteS gab er solchen schmerzlichen Gefühlen Aus- I Duid: „Mit schweren Sorgen übernahm ich die Krone: | ihcrall wurde an mir gezweifelt, überall stieß ich auf | irtsche Beurteilung. Nur eine hatte zu mir Vertrauen, | nir eine glaubte an mich . . ." Damit meinte er die : ilumcc. Zu ihr sprach er in seiner inneren Verstimmung | sc«sl bei jeder Gelegenheit. Als die schwere Krisis infolge dr'r Entlassung Bismarcks drohte, wandte er sich an die itncrale; sie versammelte er um sich, als im Jahre 1892 md) der Ablehnung der Militärvorlage der Reichstag aui (v löst wurde, ihnen zitierte er das Wort, das in bitterer -Hunde sein Großvater von den Offizieren zu Koblenz sprach: „Dies sind die Herren, auf die ich mich verlassen kenn". Und als zwei Ialfre spater sein Gemüt von neuem bedrückt ist und wieder der Vergleich mit den trüben Tagen brr Konfliktszeit vor ihm heraufzieht, da spricht der Kaifer: „Im Jahre 1861 als mein Großvater die Reorganisation । jenner Wachen vornahm, mißverstanden von vielen, an- strsochten nod) von mehreren, wurde er in Zukunft g(än- jenb gerechtfertigt: rote damals, so auch jetzt herrschte ,' oietracht und Mißtrauen im Volke" — und Wilhelm II. jucht feinen inneren Frieden in dem Gedanken: „Die einzige Säule, auf der unser Reich steht, war das Heer! So auch heute!" Ein ander Mal derselbe Gedanke: „Je mehr in .in sich hinter Schlagworten und Parteirücksichten zurückzieht, desto fester und icherer rechne ich auf meine Armee". Diese Betonung Der militärischen Macht ging theo^ , re lisch polnisch bis an die Grenze der versa,sungsmaßig Paragraphen 106 a bis 106 h unbedingt abzulehnen. Falls der Beschluß der Kommission auf Einführung eines Wasserzinses in der zweiten Lesung aufrecht erhalten roerben sollte, muß unbedingt eine völlig gleiche Behandlung der landwirtschaftlichen und der industriellen Unternehmungen gefordert werden. Die zweite Entschließung erhebt Einspruch gegen die in den Paragraphen 45, 52 und 178 von der Kommission beschlossenen Erweiterung der Schcüxmersatzpflicht. Die dritte Entschließung legt Verwahrung ein gegen die im Paragraphen 24a geschaffene, weitgehende Bestimmung über die Verpflichtung zum Erfaß des durch unerlaubte Verunreinigung entstandenen Sdiabcn§. T-ie vierte Entschließung verlangt die Aufrechterhaltung des Berggesetzes in der jeweils geltenden Fassung. Das Recht des Bergwerk- Sesitzers, über die im Betrieb erschlossenen Wasser zu ver- ügen, ist in das Gesetz aufzunehmen. Die fünfte Ent- chlietzung hält an der Forderung einer.Zentralinstanz für <>ie Entscheidung der in Betracht kommenden Rechtsfragen fest. Die zweite und dritte Entschließung wurde mit allen gegen eine Stimme angenommen, die übrigen einstimmig. Ein Vorgefecht zum sozialdemokratischen Parteitag. Von den „Sozialistischen Monatsheften" ist soeben für den Parteitag in Chemnitz ein Sonderheft erschienen. Seinen Anhalt bilden bemerkens »verte Anklagen gegen die Partei- Leitung und die Reichstagsfrattion oer deutschen S^ial- demokratie. Dr. Leo Arons stellt die Frage: „Gibt Ls eine preußische Sozialdemokratie?" Ein Bild vom Verhalten der Massen und ihrer Vertreter in Preußen falle „nicht grade glänzend aus". Dr. Arons ist iuisu- frieben mit dem Erfolg der Wahlbeteiligung der Sozialdemokratie bei den preußischen Landtagswahlen von 1008. Ihn befriedigt auch nicht die Wirkung des Schnapsboykotts. Er schreibt: „Was besagt das (bic Abnahme im Verbrauch von Trinkbranntwein), wenn wir erfahren, daß in früheren Jahrzehnten eine rein ethische, von bürgerlichen Steifen entfachte Bewegung zeitweilig »ocit größere Erfolge erzielte." Freilich, so fährt Dr. Arons fort: „soll ich glauben, daß roir ähnliches erreichen werden, wenn ich sehe, rtne führende Parteigenossen trotz Erinnerns öffentlich ibr Schnäpschen trinken und andere dazu ausfordern?" Von dem Verhalten der sozialdemokratischen Abgeordneten int preußischen Landtag ist, nach der Wiedergabe der „Voss. Ztg.", Dr. Arons erst recht nicht erbaut: „Sehr ernst zu nehmende Patteigenossen sind der Meinung, daß die Zwischenfälle, die sich schließlich bis zur gewaltsamen Entfernung des Genossen Borchardt aus dem Sitzungssaal stcigetten, zum großen Teil zu vermeiden gewesen mären und daß sie für die Gefamtpartei keineswegs fürder- l i ch waren." Sehr verbreitet ist, nric Ar. Arons hervorhebt, „die Ueberzeugung, daß die Fraktion durch allzu häufige und allzulange Reden nicht nur ihre Stellung im Abgeordnetenhaus, sondern auch die agitatorische Wirksamkeit ihres Auftretens nad) außen ab schwächt", zumal da „bic kleine Zahl der sozialdemo- kratisdien Redner eine besonders auffällige Eintönigkeit herbeifühtt". „Heraus ans dem toten Gleis" ruft der Fiih(- ter der 'badischen Revisionisten Kolb seinen Parteigenossen im Reich zu: „Im einzelnen machen sich die 110 soz i al d e m o kratische n Mandate (int Reichstag) wohl bemerkbar, ihr Ein- f l u ß auf die politische G e s a m t b c i t dagegen ist außer ft gering, sofern man von einem Einfluß überhaupt reden kann... Ihre politische Macht ist in der Hauptsache negativ-abwehrend, positiv kann sie solange fick) nicht in entsprechender Weise durchsetzen, als die 'Sozialdemokratie au ihrer chwndsätzlichen Negierung des heutigen Staates festhäll." Wer sich heute unterfange, innerhalb der sozialdemokratisd)en Partei den politischen und wirtschaftlichen Problentcn in unserer praktischen Politik „tiefer auf den Grund zu gehen unb durch seine Studien mit den Parteidogmcn in Widerspruch kommt, muß sich entweder von der aktiven Politik zurückziehcn, oder er läuft gar Gefahr, daß ihm der Stuhl vor die Tür gesetzt wird". Mit dieser „ebenso einfachen »vie bequemen Methode, Politik zu treiben", hat es die bcutfd)c Sozialdemokratie, wie Kvlb mit Recht betont, „nur so weit gebracht, daß die sozialdemokratische Partei trotz ihrer imposanten Stärke politisch ftd) auf einem toten Gleise bewegt und in fast allen großen Fragen der allgemeinen und Wirtschaftspolitik keinen festen Boden mehr unter den Füßen bat." Mit der Haltung der Partei in der Kolonralpolittk ist Ludwig Qu ess el ebenso unzufrieden, wie Abg. Süde- f um mit der Stellungnahme der Reichstagsfraktion gegenüber dem Scl)utz der Deutschen im Ausland. Auch in dem tors gefolgt ist. Zum ersten Male imrtbc die vielbesprochene Stilbühne, über die wir fd>mt oft berichtet haben, auf ihre Wirksamkeit hin erprobt. Aber nicht allein an die Spielleitung »verben hier hohe An- forderungen gestellt, denen nur ein feiner Zkunft- und Farbensinn gerfd-.t werden kann, auch den Solisten fallen im Rahmen der Stilbülme Aufgabeii zu, die sid, nicht sofott restlos lösen lassen. Die Hilfe der Kulissen ist ihnen hier so nut wie völlig genommen, all ihre Beivegnngen treten scharf umrissen hervor, bic plastische Wirkung ist bis zum Höckrstrnaß gesteigett. Jebe schematische Geste wirkt daher doppelt unaugenelyn. Aber die Darmstädter Künstler lwben mit girtem Erfolg an der Lösung ihrer Aufgaben gearbeitet. Herr Becker war heute ftimmlid) und darstellerisch ein hervor- ragenber Achilleus. Sein glanzendes Material sclndnt an Kraft und Ausdrucksfähigkeit gewonnen zu haben. Ihm zur Seite stand der Agamemnon des Herrn Weber, der besonders in der großen Szene des lebten Aktes ein ungewöhnliches Können an den Tag leche. Zart itnb au ntnndKit Stellen von tief eurpftindcner Innigkeit war die Jphigenia des Frl. G e y e r S b a d> Frau o. Sugh als Klvtämnästra überwand die gesanglichen Schwierigkeiten ihrer Rolle leichter als die darstellerisdn'n. Vollste Anerkennung verdienen die Chöre. Auch dac Orchester unter.Herrn Kapcllmeifter de Haan ließ keinen Wunsch unerfüllt. Die erste Vorstellung der Darmstädter HofbüVne stand auf einer Höhe, die nur ernfte Arbeit und außerordeiüliches Können erreichen kann. — Die Goldenen Medaillen der Großen Berliner Kunstausstellung. Anläßlich der Großen Berliner >bunstausstellung wurde die große goldene Medallle für Kunst verlieben den Malern Professor Hans Looschen (Berlin), Karl Larsson (Sundlwrn, Sdnveden^, dem Maler und Radierer Frank Brang- wvn (London , die goldene Medaille für Kunst dem Bildhauer Ebei'lwrd Emke (Berlin), dem Radierer Proscssrn Ernst Seger (Berlin», dem Architekten Professor Hennann Billing (Karlsruhe, bau Maler Alsrcb Ri ohrbutter (Berlin). — P a p i e r - I n d u ft r i e - A u s st e l l u n g , Berlin 1913. Der Zentrnlverband ber Papier unb Schreibwaren - T elail listen TeuffchlandS, E. B. (Sitz Berlin), hat, angeregt durch Fabrikanten- unb Interessenten Kreise, beschlossen, eine größere .vadiausftellung der gesamten Papier-Industrie, verbunden mit Buäigcwerbe, Budümndcl, ^hidibiitberci, Vlakatkimde. Bureau - bedarf und Srhreittvaren zu veranstalten. Sie finvel in den Tagen vorn 3.—14. Mai nächsten Jahres in ben Gesamträumen der PbUlnrrmonie, Berlin, Bernburger Strass statt. Ausstellungsanmeldungen sind an den ftellvcrtrttaiden Vorsitzenden Zentral- verbände 5, Ceorg Krügel, C-birlottcnburg, Schill erst r. 29, zu ridnni, wo auch auch die ausftibrlichen Bestimmungen erl-alllich'sind — Kurze Nachrichten nu5 Kunst und Dissen- schäft. Rolf Gunvlt, der in der Spielzeit 1909—1910 Hm unferm Sladttbeater als Ebarakterdarsteller vcrpflicknet war rst für die Wintersaison nm Deutschen Schauspielhaus in Berlin engagiert. — In Heidelberg ist der vor uw: Fadren in den Ruhestand getretene lnngfädrige KreiSi'chulrat Geheimer Hofral Hermann Strnebe im SS. Lebensjahre gestorben l trt wird. m zu rät bi« 8«0, t'maty ttrbo new \ "bg,Hilfe i r 1000 M frf« 1400 ^"d.'W rrtiltrr der Anfan L^ritbbe ihofe einen 9 ^crbmbungS yabrbobn t Bltetrr breit ttS unb lintü en Ruhestand versetzt unb ihm bic Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Ruhestandsversetzung. Der Großherzog hat am 4. September d. I. den Kreisgeometer Ernst Bücking u Butzbach auf fein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung einer Gesundheit mit Wirkung vom 1. September 1912 ab n den Ruhestand versetzt. ** Schulangelegenheiten. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrcrstelle an der Gemeindeschulc zu Groß.Hansen, Kreis Bensheim. ** Berufswahl unb Jugendpflege. Die Berliner „Germania" siliert einen neuerdings vom preußischen Kultusminister hcrausgcgebcncn Erlaß, in welchem zu der Frage der Berufswahl und Jugendpflege Stellung genommen wird. Der in Frage kommende Teil des Erlasses lautet: „Tie wirtschaftlichen und, sozialen Verhältnisse lassen eS als notwendig erscheinen, daß die Schule das übernimmt, was Familie und Haus in der Regel nicht mehr zu leisten vermögen. Daß einem beträchtlichen Teile der Großftadtiugend die planmäßige Anleitung zur körper- lidjen Erziehung febk, die rechte Arbeitsfreude unbekannt ist, zeigt sich vor allem bei der Berufswahl. Hand wett und Industrie beklagen den Mangel gelernter Arbeiter Dagegen ist der Andrang zu ungelernter Arbeit außerordentlich groß. In Berlin machen die Lauf unb Arbeitsburschen mehr als ein Drittel der erwerbstätigen männlichen Jugend aus. Die Arbeitsstelle wirb rasch unb oft gewechselt, wie es Gelegenheit unb Laune - mit ich bringt. Ter Arbeitgeber kümmert sich nur ausnahmsweise um sie. Vor allem wird der junge Mensch viel zu früh von der «amilic unabhängig. Die ungelernten Jugendlichen gehören vu der am meisten gerabrDcten Schicht: sie stellten den größeren .teil der krurforgezöglinge. Die Erziehung dieser Massen jugendlicher, ungelernter Arbeiter ist eines der schwierigsten Probleme . gngtt6b l >cnnta9 rour r , : ßtgtnb- [ x htimgtsl L itdriimntm1 E u5f, ido er sö unb o L iomotjl der k E.itn ber Loka ELbn Wkt M r, Men. Die Ljrf Halle er | ödbbetrag i r »ff Cpur. |1( Höckersd |n!3ijc in der Üf-nrocihung u »Torf Festschir ^iunben. 9lad sich der F bisschustommisfi Distal Feuerl j inaner voi |H neue Schulho »’rrn und Kvl h geschallt mi ch Bit Fugend a nm Schule w< Arttkek von Eduard Bernstein über die Ausschließung des Schriftstellers Hildebrand kommt ftarfer Unmut über die eigene Partei zum Ausdruck. Das ganze Heft mutet, so schließt die „Boff. Ztg." ihren Bericht, wie eine.Anklageschrift an. ♦ Tie Borodino-Feier unb Frankreich. Der Untergang des für das Schlachtfeld bei Borodino bestellten französischenDenkmalsindenFluten der Ostsee erscheint als ein geradezu tragisches Ereignis. Es war, so schreibt Gras v. Pfeil in der „Tägl. Rdsch", eine Ueberhcbung, den, zum Verbündeten geworbenen, einstigen erbitterten Gegner, burch biplomatifche Schachzüge, berechnet au bas weiche Herz bes Zaren unb auf die Englanbliebe der Kaiserin, zu t>er unglaublichen Genehmigung zu bewegen, die russische Volksseier von Borodino zu einer russisch-französischen der Franzosensreunbe zu machen. Tie Einweihung bes französischen Tenkmals ist in bem Entwürfe zur russischen Feier taktvollerweise nicht erwähnt. Jetzt hat sie eine höhere Hand im letzten Augenblick abbeftellt. Währenb französische Festaborb- nungen von ber sranzösisdien Regierung unb ffttegeroereinen, an ihrer Spitze ein sranzösischer Korvsbefehlhaber unb bekannte politische Namen, ordens- unb festeslüstern in Petersburg eintrafen, versank das Denkmal in russischen Gewässern. Es war eine Pyramide aus dem Marmor der Bour- gogne, an deren Spitze, in Bronze, der weit spannende französische Adler. Tie Aufschrift lautet: „A u r morts de la Grande Arm sc, 7. septembre 1912." In wunderbarer Form hat sich das Tenkmal ben Toten ber „Großen Armee" zugesellt, wie diese ist es von der Bildfläche verschwunden. Herzlich bc- Ptr5 J» «fite unt K1 ;e|t Lia AM t^utbe ' : , auf die t r> Kyril ...MNg d t'-junfl 1 - M Ll ,'Ärr seine - •^uitbcv Zluslanv. Die Erinnern ngsfeier in Rußland. Moskau, 9. Sept. Heute nachmittag 2 Uhr fand eine glänzende Prozession vom großen Kreml-Palast aus bis zur Uspenskij-Kathedrale statt. An der Prozession nahmen teil her Kaiser, bic Kaiserin, bic kaiserlichen Kinder, bic Großfürsten, bic Hofchargen aller Klassen, bic Minister unb Würdenträger, bic höheren Offiziere, bie Spitzen der Zivil- behörden, die Vertreter des Adels, der Semstwoi ber stäbtischen Verwaltung unb bie Deputationen, bie. an ben Borobino- ^eierlichkeiten teilgenommen haben. Als ber Kaiser nnb bic Kaiserin aus bem Palast auf bie Treppe traten, verbeugten sie sich vor ber bei bem Kreml-Palast tausenbköpfigen Volksmenge, biL in begeisterten Jubel ausbrach. Nach einem Gottes- !)icnft in ber Uspenskij-Kathedrale begaben sich der Kaiser und bic Kaiserin mit ihren Kinbern, ben Großfürsten und bem Ge- olge in das Tschudow-Kloster, von wo aus sie im Wagen lang- am, überall von einer dichtgedrängten Volksmenge begeistert begrüßt, zum Kreml zurückkehrten. ♦ In einem Handschreiben sprach der Kaiser Franz Josef )em Ministerpräsidenten Grafen Stürg kh feinen Dank für dessen erfolgtetd)C Tätigkeit fürdasZustandckommenderWehr- aesetzc und der Militär st rafprozeßordnung aus. Er verlieh ihm als Zeichen seiner Anerkennung unb fortbauernben Vertrauens das Grvßkreuz des St. Stephan-Ordens. Der deutsche Konsul in Ciudad Juarez (Mexiko), Weber, über dessen Verschwinden auf einer Ermittelungsrcise nach Montceuma besorgniserreyende Angaben in die Presse gelangten, ist wohlbehalten wieder ein getroffen. Er befindet ich Kurzeit in Douglas im Gebiet der Vereinigten Staaten. Das amerikani/che Marinedepartement gibt die Absicht bekannt, ein Schlachtschiff zu bauen, das ein Deplacement von 30000 Tonnen erhalten unb den Namen „Pennsylvania" fuhren soll. Es ist das einzige ScÄacht- 'chift, das in ber letzten Session des Kongresses bewilligt worden ist. fl betrug 67 > -ug V*AOa, 10- L? | ...Qi und d öd vaus I Der Gegenwan Hier helfend unD bencrnD cinjugreucn, ma^ : vor allem Ausgabe ber Fortbilbungsschule unb Zugcndv'le-^ An ihnen läge es, durch Rar, aber auch Durch Tat etmh* ' auf die Eltern unb Kinber au^uüben. Rechte Beratung bei Berufswahl ist ein dringendes Bedürfnis und wirb manchem mehr leisten." ** Pilzvergiftungen und bie Ausstellung „Der Mensch". In den letzten Tagen haben sich die Nachrichten über Pilzvergiftungen wieder gemehrt, die zuni größten Teil au5 der mangelhaften Kenntnis des Publikums . über bic giftigen Pilze herrühren. Es wirb beshalb con Interesse sein, wenn wir barauf Hinweisen, baß die Darm- : städrer Ausstellung „Der Mensch" auch auf dieses Gebier . ihr Augenmerk gerichtet hat. Die große Abteilung „Nah. rungsmittcl" enthält eine Untergruppe „Gifthaltige Pflanzen", in der neben anberen giftigen Gewachsen auch die Pilze berücksichtigt werden. Man zeigt ben allgemeinen Nährwert ber eßbaren Pilze, wobei gesagt wirb, baß ^war bie Bezeichnung „Fleisch bes Walbes", bic ben Gehalt der Pilze an Nährstoffen bezeichnen soll, nicht gan$ zutreffend ist, daß aber die Pilze wegen der leichten Art, in der he zu beschaffen sind, für die Ernährung eine wertvolle Rolle spielen. Tic Pilze werden uns in einer kleinen Sammlung l vorgesührt. Naturgetreue Nachbildungen mit genauer 9ia. mensnennung und mit ber Bezeichnung „Eßbar" unb „Gis. I tig" werben gezeigt, unb zwar, was besonbers wertvoll ist, 1 teilweise mit ber sie umgebenben Vegetation Wir sehen I also bie Pilze auf bem Boden wachsen, wir lernen die Be I schaffenhoit dieses Bodens und die übrigen Pflanzen, bte-'l in der Nähe wachsen, kennen, so daß sich mit den Unter ] scheidungsmerkmalen ber Pilze selbst gleichzeitig eine Art'I Gesarntbtlb bem Auge einprägt. Eine Besichtigung bieia I Sammlung, bie anschaulicher als manches Lehrbuch in tue I Kenntnis Über bie Pilze einführt, ist baher empfehlcnswcr: Auch ber Pilzkenner wirb mit Vergnügen feine allbekannten I Lieblinge mitten unter ben giftigen Gesellen, bie ihm so I oft beim Suche« bic Sammelfrcube störten, betrachten. " Tie freiwill. Sanitätskolonne vom Rote, I Kreuz hielt am Sonntag ihre Schlußübung ab. l Ucbungslage war angenommen, ein größerer Neubau sei tut- gestürzt und die Kolonne zur ersten Hilfeleistung unb Berging der Verschütteten alarmiert worden. Ter UebimgSplatz war fa Neubau des LupusheirnS. Nachdem bie Kolonne angerüdt ipq:. wurde das teilweise nod) vorhandene Gerüst derart ergänzt, btj die Verletzten auf den Tragbahren von Stock zu Stock des 9t> rüstes heruntergereicht werden konnten. Ter Bau und bie Ehrst sie mußten ohne Leitern erklettert werben. Mit größter Ruh und Sicherheit führte die Kolonne ihre 'JLufgahc aus. Ein Iti der Mannschaften war währenddem beschäftigt, aus allem verfts baren Material Notbahren hcrzustellen. Ter Vorsivcnde bei Zweigvercins vorn Roten Kreuz betonte in der Schlußkritik u. a., daß das beste Lob der Kolonne dadurch zuteil geworden sei, tag ein hervorragender Sachverständiger unter den Zuschauern sch voll höchster Anerkennung ausgesprochen habe. Trotzdem dic Liebling des schlechten Wetters wegen eingeschränkt wurde, ft» wannen die Zuschauer den Eindruck, daß die Ausbildung her Kolonne ganz vorzüglich ist, und daß sie im Ernstfall ihre schwere Aufgabe mit Geschick und Sicherheit erfüllen wird, (ja Oktober wird die Kolonne unter ärztlicher Leitung einen neuen Ausbildungskursus eröffnen, an dem fick) Männer aus allen 8t- völkerungsschichtcn beteiligen können. ** Menschen, jbic ,das Ausbrüten von Forelleneiern verstehn. In .einer amtlichen Bekamst- I machung vom 3. September, .unterzeichnet: der Bürger- I meister v. Zengen in Wetzlar, wird mitgeteilt, daß End« Tczember ein FischzuchtlchrkursuS bei der Rheinischen < Fischzuchtanstalt in .Kraft stattfindet. Den Teilnehmern I wird freier Unterricht und eine staatliche Beihilfe v» J 25 Mark gewährt. Dann heißt es wörtlich weiter: ir 1 erster Linie werden Förster, Lehren, — hauptsächlich ar Personen berücksichtigt/ welche bereits ir. öffentlichen In ter esse Forelleneicr ausgc brütet t/abert ünd noch nicht Teilnehmer an einem üuri'u- waren. Personen, bie Forelleneier ausbrüten, dürften neu sein. "Automobilsport, i Am Sonntag vormittag fand int Hotel ^rotzherKog von Hessen eine Vcrtretersitziing b« Allgemeinen Deutschen Automobilklubs Gau 3, Hessen unb Nassau, statt. Es handelte sich bei den Beratungen in bc: Hauptsache um eine Teilung des Gaues in einen Nord- unb Südbezirk, die schon längst beabsichtigt ist. Die Sßertrotr waren sich nach eingehender Darlegung der Gründe cimp. daß diese Heilung im Interesse des Automobilsports « Gau notwendig sei und beschlossen, der nächsten Generalversammlung bie Teilung zai empfehlen. *♦ Die Lahn droht nut Ueberschwemmung, das Wafsrr steht schon bis zum Rande dcö Flußbettes. ** Die Hessische Missionskonferenz kann ii September dieses Jahres auf ein zehnjähriges Besteh» zurücksehen. Die Jahrestagung findet am 9. Oktober ix Darmstadt statt. Morgens um yt 11 Uhr hält Mission-» Inspektor WeiShaupt-Leipzig einen Vortrag über ,8r» ziehungsaufgabcn und Erziehungserfolge ber Mission, br onders in mieten Kolonien". Mittags iL3 Uhr wird Mittelschullehrer L. Müller-Frankfurt a. M. über bai Thema sprechen: „Wie können wir die MffsionSgedankrr. )cr Apostelgeschichte für die gegenivättigrn MifswuSansgaben im Religionsunterricht fruchtbar machen?" Landkreis Gießen. --D eu chelhc im , 9. Scpl. Der Wiederaufbau deS Dmd- Hofs geht feinem Ende entgegen. Der Saal ist bereite untef IM — Die Kartoffelernte hat nun begonnen. Die Haferernte iM >urch das anhaltende Regcnwctter zum größten TeU vernicht. ZX Alten»Buseck, 9. Sept. Ein neue- Schulhau« oll hier erbaut werden. Kürzlich weilten die Vertreter bd lrcisamtS Gießen und des KrciSgefundheitSamt» hier. 3« Herbst 1913 soll mit dem Bau begonnen werden. -a- Hungen, 8. ©epi Die Pnva4beamte» von Hungen und Umgegend versammelten sich heute hier, um über die Wahl der VertrauenSmänner unb dm Wahlort zu verhandeln. Die Versammelten waren sich 4* nächst darüber einig, daß eine Wahl in dem vom Kceisami verfügten Wahlort Gießen, insbesondere auch die ungüniug gelegte Wahlzeit, auf die in gewerblichen Betrieben beschäl- tigien. Angestellten sehr erschwerend wirke. EI wird daher beschlößen, bei dem ÄreiQamt vorstellig zu werden, daß bie Wahl für den ArntSgerichtSbezirt Hungen in Hungen ooc- genommen werden kann. Ferner soll versucht werden, mit Den Angestellten anderer Bezirke deS Kreises Gießen sich die Aufstellung einer gemeinschaftlichen Vorschlagsliste ms Benehmen zu setzen. Mit den erforderlichen Schritten hierzu wurden Bureauoorsteher L. Schneider in Hungen unb Buch' Halter F. Scholz in Trais-Horloff beauftragt. Für die m die Vorschlagsliste aufzunehmenden Personen wurden einigt Herren benannt Kreis Büdingen. = Nidda, 9. Sept. Der gestrige (Sonntag, an itxraflC Regen lag, brachte uns ein fteudiges Fest bas uns die IW* verständigen, Baurats Encke qu8 Köln, verwirklicht werden Wiesbaden 500 Mk. berotfligt. bestes blutbildendes, wohltohmeckeedes Präparat Ner echt mit Schutunarke „H Ring“. |4» Warenzeichen. 6pe für iijtt «pftliil tiifl(id) irisch L>964 ff. Lander eilten Hafer ine« 6042 [1 ff. Merlau-?. 6t i ert •,» mäßigen Preisen S-M. Dlotfcfdjilb, Kirch' Mm Slreiö D'.aiburgk [6010 O) „H-Ring Haematogen Hoher Feiertage halber bleibt das Geschäft Donnerstag, den 12. und Freitag, den iz. d. 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Geburtstages unseres Alt - Oberbürgermeisters Schüler zur Anlage^ eines Parkes geschenkten Gelände noch weitere 6000 Quadratmeter hinzuzukaufen. damit der Partcntwurf dcS Sach- Briefkasten C-cr UeSaktion. "Wiedererlaugungderdeutschen Reichsang c» Hörigkeit. Ter Antragsteller tvirb sich nach einer uns vom Auöirärtiacn 9Imt zugegaugcnen Nackwicht unter Angabe her näheren Ilnis.ände des Falles, insbesondere des Namens, an bic für bic Cntsclcidung bco NaturalisattonSgesuchS zuständige innere Bctörbe zu wenden haben._______________ gtbäubc, 100 er sämtliche verschließbaren Behältnisse gewalt- aa erbrach und offenbar nach Bargeld suchte. Zum Glück s«lc sowohl der Stationsbeamte als auch der Wirt beim Wiegen der Lokalitäten die Tageskassen geleert, so daß dem Ötr bei Wirt Mcndler nur Zigarren und Zigaretten in die Mite fielen. Die Hauptkasie »m Dienstraum deS EtationS- 1 iöudeS hatte er nicht entdeckt. Hier wäre ihn, ein, ansehn- ißt: Geldbetrag in die Hände gefallen. Den» Täter ist man »| der Spur. N. Reiss Mäusburg 12 Giessen a”7, ag votmüti !rlretersi^' sau 3, hch krahingeu: 1 einen , sc. Die k-" der 0rir>" itomobW" nächsten S« Brennholz Kur; geschnin. Schwarten- bol^ ver Zen,ner Mk. t N frei HauS. Itesern [W1 Swubccker & Bechtbold, Schirfeuberger Tal. jefct. Oberlehrer Ecl ler-Offenbach am tc über seine Erlebnisse in der Diaspora Mainz. — Rodheim a. d. Lieber, 9. Sept. Schon wieder iorbarte das Bleberbähnchen an Opfer. Gestern abend wurde von bem Zug, der 8,15 Uhr in Gicstm ab geht, kurz vor Bieber ba hier wohnhafte Bergmann Steinmüller Üben'ahren. Ter Verunglückte war sofort tot. Gr hinterläßt eine Witwe mit einem Kind. GS ist nun in kurzer Frist schon der,dritte Todesfall, der sich an dem Kleinbähnchen ereignete. (1 Marburg, 9. Scpk In der heutigen Stadt- Sport. = Stuttgart. 11. Sept. Aul der großen Internat i 0 n a l e u A u S st e l l u n g v 0 n b u n d e n a l l e r R all en. die am vergangenen Sonntag hier slattfand und mit einer Melde» • n()l von last 1700 Hunden ba« größte dundeivonltche Ereignis der .egten veiden Jahre darstellt, erhielt Herr ernst 911 e m a n n tür feine seihstgezüchteten Böser einen 1. und einen 2. Preis und einen ’dlrcnui ei.. Patentbureau A. Volßrt. gerichtl. vereid. Sachverst&ndyr-, Giemavn. Ost-Anlage 14 I. erwirkt Pefpnfp Gebrauchsmuster. lalCUlC, Musterschutz und Sisichtigung des Bades vorgcnommen. i1 < Bad Nauheim, 9. Sept, (stabtocrorbndcnfihnnp.) vt heule unter bem Vorsid von Bürgernraster Dr. Kayfn tu undenen Sitzung der Stadtverordneten standen 14 Bunkic DtT Tagesordnung, von denen bic folgenden hervorgehobai 1: Für die Znnenetnridnung der neuen Sprudelapotheke wurde betaut $ ■ eucss^ ibie^/ ►ttfcnrtl 1 werde"' ^be^ ich 5 ,ännft ’ bem .... Qiid) L. - m r'- ; < J A ff. Zander ff. Finstbcckte ff. Rotzungen la. Salm im Ausschnitt ff. Kabliau ff. SchcUnichc Gote Speisekartolleln der Wetterau versendet oro Zentner zu Mk. 2.50 unter Nachnahme Konrad Hanb. Eehicll. C/Ki Universitäts Nachrichten. Marburg, 10. Sept. Der ordentliche Professor der Archäologie Dr. phil. Erich Pernice in Greifswald hat einen Ruf in gleicher Eigenschaft an die Universität Marburg als Nachfolger von Geheimrat Prof. L. v. Stibel erhalten. Erich Pernice ist am 19. Dezember 1864 zu Greiss- Herren mit trockenem, sprödem oder dünnem Haar, dav zu Kovllckuppew Juckreiz, Haar- ausfall neigt, sei folgendes bewährte und billige Rezevt zur Pflege des Haares empfohlen: Wv- ckentlichSmaligeS gründliches Waschen mitZncker’a fom» btnieriemKrtz»trr-^hai» poon Vak. 20 Via, möglichst täglicheo krästtges (fmreiben mit Zucker’» Original' Kräuter - Haarwasser iJrL 1.251, außerdem regel- mähigeS Manieren der Kov'- haut mit Zucker’aSoezial' Kräntcr Haarntthrfctt iDofeiDPI ». Großartige Wir- kung-vonDaulenden bestättgi. ikchr bei Aua. Noll, (?rnft ^toll, (Varl Seibel u. Otto Schaal. Drogerien. isl^/, ferenz SS I.» * ertrag - der N* r n seien, die tm Zause des Jahres an die Bewohner gestellt I strafe: Straste wird auf eine Breite von 8 Metern und Ter Vorsitzende Pf Sa u er-Geist-Nidda dankt allen, I 1 Metern Bor garten betberfntt feftaeleqt — Am 21.—23 Ser': Feier beigetragen hatten. — In der 9? a d>-1 ftnbet dahier eine l a ndw, rtschartltcbe Besirksausstel- Die Stadt fnilet einen Preis im Werte von v) Mk Sodann wurden die Arbeitslöhne für ländliche Arbeiter feit» )evt Juorneorer rect ter-Gnenvam am Main I gesetzt und zwar für Männer unter 16 Jahren auf 1,50 Mk, iZ;: tc über seine Erlebnisse in der Diaspora Mainz Namens I wr Frauen auf 1,20 Mk.: für Männer unter 21 Jahren 3 Mk, IM .'«ng. Bundes begrüfuc Oberst SBetmet die Bersmnmlung, I für Frauen 2 Mk.; für Männer über 21 Fahre 3,20 Mk für • Ä- er auf bie gandnfamc Arbeit beider Vereine hinwies. Diel Frauen 2,50 Mk. — Zur Feldbereinigung, die in der Ge- • 6 ,?ic betrug 67 Mark, welche den Gemeinden Mühlheim und I marfung letzt soweit gebteben ist, dav die Zuteilung bald erfolgen ' W Sicinheim »ugcweiwet wurden. I roub, hat bic Stadt 109 608 Mark zu zahlen. |1: iboa, 10. '*tut. Vom 1 Oktober ab wird die Vorschust-I -h Assenhetm, 9. September. Gestern feierte der i> x redtlk as s e citt neues Demt bqiebcn, das inber »abn^ hiefiqe Allbürgermeister, Ludwig B e st, seinen 85. Geburt-. 609 fcnn 1U A '“B. ri- ganjC ©emembe braute d-m v«thr!-n G.-is- ” 0 rriÄ Pnufrrhnrfi herzliche Glückwünsche dar. « m e -ÄuSderV^tterau, w Sept. Einen seltenen Anblick ~ Angersbach, 9. Sept. Fn der Nacht von SamStag 1 ^kn an der Bahnlinie Nrdda—Friedberg gelegene Felder 4.a y Sonntag wurde das Stationsgebäude dahier und die hebt man fast (dtvar.te Haufen auf den Leckern, gefrönt von ir 1 bec liegende Mendlersche Gastwirtschaft von einem I dichten grünen Büscheln — es sind Hafiwbaufor. Säumige Land^ 1 wirke, welche auch andere Fruchtgattungen, namenlltcb Ncmgcn, braunen sitzen haben, erleiden noch empfindlicheren Verlust. Hessen-Nassau. iiten Dor etlichen et: der t; jeteiü, daf> der Sher den 2 che Seipic? 116) TOtvUt : auptsäW e bereist neier an einem t sbrüten, S Kieme Cagerchronik. Das $H c g c n ro e 11 e r. Heidelberg, 9 Sepi. Die gestrige Niederschlags- menge mit 61,1 Millimeter ist btc grüble, welche fett 20Fahrenin Heidelberganeine ml age gemessen wurde Der Neckar ist gestern um 80 Zentimeter geftregen, steigt weiter und droht b.18 V 0 rland zu überschwem. men. Die Personenschifsahrt i,t eingestellt. Zn der Stadt und Umgebung verursachte der Regen zahlreiche Scamtn- dnftflr’c, Mauerbrüche, Dammrutsckre, U ebe r schwem mungen von Wohnungen und sonstigen Olcbäubeu sonne den Austritt der GebirgSbacke. Der Lck adcn auf Feldern und in Gürten ist bekrächllich. Mensciien sind nickt verunglückt. Tie Lckwar^waldbäche steigen mit ungewöhiilrcher Dchnellig- (eit. Auch ^far. Ruhr, Lenne und Lippe führen Hocktvasscr. G r0st e Ueberf chwemmungen in E hina. „Slwnghat Tailn News" veröffentlicht einen «nef au» 83 a n 11 d) 11, wonach dort ein von W 0 lkenbrü ch e n de - gleit et er Taifun am 2ü. August u ngebeure lieber« schwem mungen verursacht Hai Tic Stadt Dsii^tint und zahlreiche andere kleinere Städte sollen zerstört sein. H£,Kobl der Um gekommene n beläuft sich nach chinestschrn Vchützun- gen aus 40 bis 6 0 000. Fn Laubach wurde der G c I a n g e n e n a n 11 e b « r Ü u b- w i g an6 (Mörlin, der einen la lick en Hundert m a r r I ch 11 u ausgegeben hatte, verhaltet. Sein Genoste, der Lito- ntni’b Adam an« Görlitz, ist entkommen. AuL Iobaunistbal wird berichtet: In der Nacht zum Montag sprang die Fabrikarbeiterin Anna Bonn, Roonstrave 15 wohnhaft, mit ihrem tt Wochen alten Ä t n b e in den Tel kowkanal. Beide sind ertrunken. Ter Grund liegt in N a h r n n g s s,o r g e n. Die die „Deutsche Tageszeltiing" meldet, find von den Letl- nehmer uan bem Bankett de» I uristentages in W ier verschiedene Personen an BergistungSerschef nunflen erfrantt. Der „Berl Lokalanz." meldet: In einem dlbteil 2. ftloffe bc» um 7 Uhr abend» in Lemberg von .st rakau eintreffen. den Perfonenzuges wurde eine Tarne mit einer ©th uh- tDunbc tot aufgefunben. Die Leiche war sämtlicher Wertsachen und Papiere b c raubt. roalb als Sohn des Gynalvtogcn isep. ;riat» ^xo|. pernice geboren 3ntcrnct’onnlcr Kongrcft iür Geburtshilfe. Berlin, 0. Sept. Der unter dem Elrrenschutz der Kaiserin stehende sechste internationale Ä'onflrefe für Geburtshilfe und Gnnäkologie wurde heute vormittag pn Herrcnhäuse unter leilnabme von 400 der bcixnucnbucn Frauenärzte au> 24 Kulturländern eröffnet. Der Prafidenl Gcheinrral Bumm degrüfite die Teilnehmer und dankte der Protektorin als einer wahren LandeSmntter und Wohltäterin der Armen und ShranTen, der Staatsregierung und der Stadt Berlin für il>r Wol'Uvvllcn in Dingen bet zkrankenpflege Namens der iHeidiMeitima und der -staats- rcaieruna bearustte der ^tultnsminister den st'onffrest, der ein weiterer Markstein des Fortschritts auf dem ungeheuer wichtigen Gebiete fein möge 41 Herren aus 14 Staaten wurden zu Ehrenpräsidenten emaimt. Dann folgte die Besichtignng der 2luSstellnng anatomischer Präparate und Medikamente, die von 42 Firmen beschickt ist Die Mitglieder be< >longresses und ihre Damen wurden heute abend in den Festräumen des Herrenhauses durch die Deutsche Gesellsckwfl für Glmäkologie feierlich empfangen. In keinem Haushalt fehle Roggenbrot lSvc-iialitäi' 0. Rinzenbacher Mühle. Teleohon 770. Lieferung: DlenSt-.DonnerSt. und Samstag. 0X11 Wiederverkaufer gesucht. * » »bvo bew ährt stch nun- l l Fliyic mehr Netter's Haarwaffer (München) *fef ftaatLgerr u. begutacht. Z.h.um^f.u.M.l.lOb. J. H. Fuhr, Sonnenftr.D. (hv*IJ Bei Husten Natarrb.Verfchlelmung'ind -»arri“, Pak. MPfg^die bc’t. Eukalvvt.-2.'!cnthol Bonbons Niedert.: Veltkan Apotheke. 8822 'M .einehkt i des | Itb b?3L^ ' bit • ^eilun, t 1 Phältiir *■ I \ «flf; den^ Art, 5 fci wen 3^-' »bar" urj >ers lvenr-? n yflanu- mit den . tai# te; empf intea llen, die^ n> betra±t’T ri e öom 1, ibung ch l Neubau li ung und k MgSplab 77 me angkM, erart etgirr iU StDd Bau w: Mit giöfctt l bc aus. 61, aus allen k c Soriitra» geworden >. ’n Zuslima- bc. itcjte hränll hnn>. :e Ausbildv,, im (ruKtv t füll en ma litung tim e tner aus dlal Um zu räumen, auf diese Preise 5°/o Extra-Rabatt bis Samstag, den 14. September ßelegenheits - Kaufhaus Gieren, Bahnhofatra*ac 11 (a‘e 9 Abfall Holz o.Ztr.t.roMk^freieAnfuhr. Holzbcarbciiungs - Fabrik E. H. Müller. 0 Eckt wcktfäliicker ?tlifitti=^ui»crni(fil im Snfchnin ver Bid.ro Plg. in Backch.L7Schnirre lOPfg. MvillcrSimonsbrol per Brot 3d, 2 Brote »tz Big. Prima Pnm-Prut reines Korn-Brot 2 B'und 27i Big. i9M0 empfiehlt ItetS Irisch keorg Vallkiifels sät Marktplatz 21 gegenüber der Engelapotheke. Krciö Schotten. 0 HöckerSdor s, 9. September. Einer der schlimmsten Umlage in der seitherigen Regenperiode begleitete gestern ^1- Einweihung unseres neuen Lchulhauses. Trotzdem hatte „ . >jl Dorf Fcstschmuck angelegt und viele Besucher hatten sich kann. Die Nnlage erfordert ohne diesen Gelandeerwerb rund kiigcsiiildcn. Rach feierlichem Abschied vom alten Schulhause 30 000 Mk. — Ferner wurde rin DringlichkeUSantrag an- taab sich der Festzug zum Neubau. Die Vertreter der genommen, dast der Magistrat sich den Niastnahmen anderer lkni^schu'.kommissimi Schotten, Kreisrat Kranzbühl er, Städte zur Bekämpfung der Flctschteuerung an- Aj.isiat Feuerbach und der Kreisbauinspektor neben dem schliestt. Utic-Pfarrer von Babenhausen vollzogen die Einweihung. so. Erben heim, 9. Sept. Heute vormittag ivurde Ca« neue SchulhauS, ein Sternbau, ist einfach, aber durchaus hier der 86 Jahre alte Gemeindcrcchner Ehriftiau Kern aus nebern und zweckdienlich erbaut. Bor dem Dorfe war Nordenstadt, der mit seinem Rade nach Wiesbaden fahren , Festhalle nut wasserdichtem Zeltdach errichtet, worin wollte, von dem Auto des Fabrikanten BüStzen aus WteL- i* £>ic Zugcnd am Tanz ergötzte. Die Einweihung unserer baden überfahren. Kern wurde nut schweren inneren ttuen Schule war zugleich unsere KirmeS, die hier selten Verletzungen^irach ^ostvh^Hospit^b^sübrb^ ««stiert wird. ^ri,bbera Ina/sau/scher Land'^und Forstwirte hielt die n . . q r j n-rrt mrtn nnm 91 Generalversammlung heute im Saale des Hotel Belle- L Fried der g, 9. Sept. 2"^kit nentman 00m‘’,abHoue ob. Aus allen Teilen Nassaus ivaren 198 Delegierte ■fr )hofc einen Asphaltbllrgersterg durch die Fauerbacher>traste 1 ^ls Elaste Regierungspräsideiit Dr. v. Meister, ,»ir '5. ibiudungöslrastr nach dem neuen Äuterbahnhofe her. RegirrungSral Gv! tz als Vertreter der Negierung, Ober- Fahrbahn der Verbindungtzstraste (Fritz Neuttrstvab«! istlbürgermeister Bogt Biebrich u a AuS dem Bericht Über 1, ' ter breit und wird morgen fettig gepflastert sein.Iden Stand der Landwirtschaft fei gesagt, daß die Witterung • Metts und links der Straste loirb ein 2 Meter breiter Fast-1 in diesem Jahre einen Schaden von Millionen ausmache, !. ?,.*ÄK5ÄS«s s «ÄS « U-SS brr neue Wallerturm aus, von besten Zinne man eine L. CÄU(i)t0rrci,lc seien zu einem guten Ziele gekom- »tthlige ^l.issicht über die Wetterau hat. mCn. Die Entwicklung der Nindvichzucht gehe weiter. Der A Butzbach, 9. Sept. Unser OrtSvorstand hat bie 5d)abcn des vergangenen Jahres sei erst im Frühjahr und IrfUItec der städtischen Beamten erhöht wie folgt: Stadt-! Lommer b. I bemerkbar geworden. In Vr bis Vz Jahre ■Aller Anfangsgehalt 2000 Mk., Endgehalt 3400 Mk.; könne der Markt wieder vollauf versorgt werden. Beider 2 r dircib-r 1600 Mk. bis 3000 Mk. und freie Wohnung;! Schweinezucht fei ebenfalls ein Fortschritt zu verzeichnen, -üi.baebilfe und Wiegemeister 800 biß 1600 M.; Polizei- Fleischnot bestehe nicht und habe me bestanden. 21Ä« b™ 1700 mit.; MritMleiiec be. MrftcU W b« 1 terks 1400 Mk. bil L100> Mk. undi freie Wohnung, Licht h^buerung sei der riesciihaste Zwischenhaitdel, sckpild sei ie) Brand; Hilfsleiter 980 Mk. biB 1600 Mk.; Heizer 900 Mk. icrncr ^cr größere Anspruch der üvnfumenten gegen früher l 1460 Mk.; Feldschütze 600 Dik. biB 950 Mk.; Klein- ^wie bie enormen Abgaben unb Spesen des Metzgers. 1ib Lehrerin 650 Mk. biB 850 Mk. Tie Zahl der Mitaliedec des Vereins beträgt 11 685 gegen ji Bad-Nauheim, 10. Sept. Heute vormittag sand 1138? des Vorjahres. Tie Jahresrechnung für 1911/12 »1 --- •»- »" SSS'.Ä1Si 8SSSÄ& PAA •d«l Die Beralunien hatten nur em rem berufliches 3n-1-----J etfc: ihnen schlost sich ein Festesten an. Später wurde auf 1:1*1 Johannisberg der Kaffee eingenommen und daraus eine M rrttrruna vergessen ließ — oct Zwergverern 9h0öa der I ber erforderlich StidHi ocnnlhgt. X4c alte Swubdawtbrte " ■ Adolf .Stiftung feierte hier fein I abresfeff. «'tone»-1 :sirb bi- jum Jahre 1924 an ebemfrr Dr Graf hir hologvzbr und Nachvenammlung waren scht stark besucht Der 0r-1 llnterda. Diel Der .'trebit wurde aber nur tür einen Dell der 9?euanfd»Thingen ; bigt hielt PsarrMiistem Werner Mülheim a. M. Ten l bewilligt. Die Forderung von 3150 Mark für eine Saug- und Pchaftsbericht erstattete der Schriftführer Pf. Werner I Druckivrive fand vorerst noch keine Ckndmtigung, da Meinunas. Es wurde eine kleine Abnahme der Beiträge sestgesteilr. I versck 1 eccnbeiten herrschten, ob die Spntze für über» Land oder aber n«hl aus die sonstigen zahlreichen,Anforderungen zurück l nur für die Stadt benötigt werde. — Lrtsbauplan der Dunkrr- aste: De Siraste wird auf eine Breite von 8 Metern und Metern Vorgarten beiderseits festgele^t. — Arn 21.—23 Sept gur vebung bei , : nt 1111 u n a sprach PsarvasslsteM Eckhard' Grob^tnn I l u NL statt. aber Gustav 2ldolf in Grotz^Steinheim einftl — Sodann 1129) 2ri)iU£rftrnne 2»i. 4531 Süd-Anlage. ob. > Cftobct bill. au ucrin. Brauerei-Vertreter Abendkurse Süd-Anlage 23, 4135) 07464 Bahnhofetr. 54 Bahnhofetr. St 07457) Neuen Baue 5, Neu! Ne«! WMc West Anlage 6. 4733 t Gespül “İ“ 074581 Neuen Baue 5. ünfgo Zu verknusen: [6033 07478 waren u. a. m. Geißler, GerichtövollAicber. Pf. mittlunn. (5982 Der Tel. 581 Steinür. 48 Befte Huaführunff, prompte Bedienung. Billigste preise. O74K5| ( an ben (Siebener SlnA- erb. Berkäuserin u. 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