■ Die heutige Nummer umsaszt 12 Seiten. sicht lick die ciiuclncn irrafltoncn jede für sich vorgehen. Er- ift dann au-aeschlosscn, das' eine Entscheidung int ersten Wahlgang erfolgt Jin zweiten Wahlgang wollen die Sozialdemokraten für einen National liberalen als Präsidenten stimmen, die frort schriulcr desglrickren. Sollte sckiließlich fern Nalionattiberalcr, sondern ein konservativer als Präiidenl g^ivählt werden, so dürfte die Fortschritt! icke Volkspanei eine Beteiligung tnt Präsidium, wie an der weiteren Wahl des Vizepräsidenten ablebnen. Die „G erinania" erhärt in ihrer Nachtausgabe in aut fälligem ,Fettdruck, die Verhandlungen znnschen den Na 11 o n a 111 b c r a l e n und den r eck tsstehenden Parteien betreffend die Reickstagspräsrdentensrage sind in vorgerückter Abend stunde gescheitert. ES nnrd also aller Wahrsäielnlickkeit nack> morgen, Freitag, auf eine Kraftprobe zwischen der Linken und der Nennen ankommen. In Uebercinmmmung mit dieser sensationellen Meldung erfährt der „Berliner Lokalanzeiger", das; die liberalen Parteien glauben, bei der Machtprobe ilircn Willen durchleben zu rönnen; cm liberales Präsidium, in dem sie den Sozialb'invkraten einen Gib überlassen wollen, weil diese erklärten, bafe sie nur die höfischen Pflicht en abwcisen, aber alle staatSrecktliel>en Pflichten auf sich neliia.ii werden. Darnach nn'irde das Präsidrum aus einem Na tionallibirnlen, einem Sozialdemokraten und einem Volksparlriler bestehen. fiilil der Sicherheit im Besitz, dem allgemeinen Rechtsgrinhl, eine feste Griurdlage gegeben worden. Wege und Eisenbahnen sind angelegt lvorden imb regelmäßige Postdanrpferfahrten können die Neisenden mühelos bis in das 5)er; Afrikas befördern. Ter näche handelstsweg führte von Ehartum nach Suakim. Da aber der dortige >?afen für große Schiffe infolge von tltiffbilbung unzugänglich trat, so wurde UO Kilometer nördlich davon in sechs fahren 1903 bis 1909) der neue Hafen Port Sudan angelegt und mit allen Hilfsmitteln der Neuzeit ausgestattel. Zwei- drittel des ganzen sudanesischen Handels bewegt sich deshalb über die beiden Hafenstädte zum roten Meer. Zur Ausfuhr gelangen Kautschuk, Holz und die Erzeugnisse des Ackerbaues, wie Turrha Negerl'irfe , Sesam, Morn, Mais und vor allem Baumwolle. Zm Jahre 1910 betrug der Baumwollenertrag bereits 50 Millionen Mark. Am Ende des Vortrags führte eine Reihe fron Lickttnldern noch einmal die Hafenanlagen, Ansichten von Ehartum, Dampf und Segelschiffe, Scköm'räber und Patirnosterwerke, sowie Typen der Bevölkerung den zahlreich erschienenen Zuhörern vor Augen. Der englilch-ägyplijche Sudan. Gießen, 9. frebruar. Keine eigentliche Entdeckungs-, sondern eine reine Forschung: reise war es', über die »Testern Mend Prof. Dr. L. Neumann .uiä Freiburg in der „OkiclUdiaft für Erd und Völkerkunde" be' lichtete Im März vorigen Jahres begab er sich über Port 3aib, Kairo, Suez und Port Sudan nach Ehartum, nm den nglisch-ägyptischcn Sudan aus eigener Anschauung kennen ;n lernen lieber den kulturellen Stand dieses Gebiets zu prechen, hatte er sich gestern Abend als besondere Aufgabe gestellt. Ter Sudan war bereits um 1820 von Mehemed Ali, dem -kalisen von Aegyvten, erobert, Ehartum gegründet und das Land einer gewissen Kultur entgegen geführt worden. Alle dteic ver- hnßungsfrollen ,Ansätze wurden sedock jäh vernichtet, als der Mahdi, Mrohamed Ackmet, fein Banner des Aufstandes entrollte. Ehartum fiel und begrub feinen tapferen Verteidiger, Gordon, irücr feinen Trümmern. Hunderte von ~ örtern oendiroanpen bogt Erdboden und die Befrölkerungszitier lant 1883 btö l.Wi von acht Millionen auf zwei Millionen Enuvohncr. total anb ah ohne weiteres die Notwendigkeit ein, dieser ^chr ecken sh er r ckaft ein Ende zu macken, wenn seine kolonuatorucke Lattgieit n Aegypten dauernden Erfolg versprechen sollte. 'Jm ssxbtcniber 1898 wurde der Mahdi bei Lmdurnian von Lord M Heben et enb gültig geschlagen und damit englische Ausbaner und engli'ches Molonisationsgcschick vor die schwere Aufgabe gcHefit, aus 'n innen neues Kulturleben herfrorzuzaubern. Zwölf Fahre haben genügt, um der Welt zu zeigen, bau die Engländer duner Rieieuaiisgabe lewachfen waren. Mit benkbarst kleinen Mitteln haben lie weite Gebiete des Landes unter Kultur gestellt und Einrichtungen geschaffen, die die neidlose Betounderung jedes Kenners erringen. Ta die Regenmenge bei Ehartum nur JöO Millimeter betragt, so kann in solch regcuarmcit Strecken ein Anbau nur ermöglicht iverden durch künstliche Bewässerung. Mehrere Stauwerke liciern das Wasser, um weite Strecken Oeblaud in fruchtbares Ackerland iimzuwandeln. Infolge des geringen Gefälls 1:120 000) ’iub lionc Gebiete des Nillaufs versumpft. Durch Entwäsierungs- fanälc soll hier Wandel geschaffen und haburri) nicht nur anbau ckhiges Land, sondern auch unerschöpfliche Mengen Berieselunas- iaa)fer gewonnen werden. Tem Heldeti von Ehanmn in^aus irciroilligrit Beiträgen ein Denkmal geschaffen worden in Form -irtcr groszartigen Sckule, dem Gordon-Eollege. Aus Stiftungs- initteln verfügt diese über eine Iahressunrme von 920 000 Mark. Mehrere hundert Eingeborene werden hier zu Bolksschullehrern, Werkmeistern und Geometern ausgebildet, und für die Zwecke des lindes werden hier außerdem nock chemische, botanische, geologische Mb htigicnifdx: Institute unterhalten. 3300 Luadralkilometer des ^tndes sind bereits katastral vermessen, und damit ist dem Gfe* kf. Erinnerungen an Napoleon Hl. veröffenllicht gegenwärtig der Leibar-l des kaiserlichen Prinzen, Tr. B a r t h e ;, in der „Revue de Paris", und es findet sich in diesen (Erinnerungen manclier neue und charakteristische Zug zu dem Porträt Napoleons III. Wir erfahren, ba« Napoleon, wenn er ging, bei nabe hinkte, indem er fick immer etwas nach links überlehnte: wenn er aber lief, daun bewegte er Arme und Schultern ruckweise, gleich als wollte er feinen reckt kurz geratenen Beinen nackdelTen. Stand er, so war fein Mops immer etwas nach der Seite geneigt, nie hielt er ihn gerade. Napoleon fand viel Vergnügen daran, seine Umgebung ein bischen zu schrauben Er war erst kurze Zeit verheiratet, als beim Mahle btC Rede aut Bäume, die an dem Tage der Geburt der >?aiferin (iugenie gepflanzt worden waren, kam. Neckend meinte der Kaiser: Die müssen dann jent .ziemlich alt fein, weuigitens 36!" -ISorauf die junge Maiserin lackenderwidene: „Wie drent! Sü'.r-olien mich nöl' viel älter machen, als ick bin." Die junge schöne Kaiserin Eugenie war eine leidenschaftliche Tänzerin, und oft wurden in der Hofgesellschaft kleine intime Bälle improvisiert. Bei diesen pflegte General Ney, out vorzüglicher Mlaviersvieler, die Musik zu machen. Die Kaiserin beteiligte sich an kleinen Quadrillen bie man damals Boulangeres nannte, aber der Tanz, den iic allen anderen vorzog, war der sogenannte Carillon de Dunkeryuc Eines Abenbs aber vergnügte Napoleon die ganze Gesellfckast, indem er selbst einen Tanz zu hopfen begann, wobei er klein- akrobatische Kunststücke zum Besten gab, als wäre er noch ein junger Mann. Auch gab er einen komischen Vortrag des Gesanges Kein Ncsenlschalttwechsel in Bayern. Die Korrespondenz Hoffmann meldet: In auswärtigen Blättern werden Gerüchte über einen bevorstehenden W c A> scl der Regentschaft in Bayern verbreitet. An diesen Gerüchten ist fein wahres Wort. Ein Regentschaftswechsel ist in den letzten Tagen und Wochen nie in Frage gekommen. Tas Befinden Seiner .stHniglicken Hoheit des Prinzregenten ist sehr gut. Tic Korrespondenz Hoffmann meldet ferner: ^Seine Königliche Hoheit der Prinzregent hat den Reichst-at Frei Herrn v. Hertling neuerdings zu sich berufen. «Frei Herr v. Hertling, der an der Eröffnung dcS Reichstages teilnahm, reift heute nach München und tvird morgen, Freitag, vom Regenten empfangen werden. Seine König lüfte Hoheit Prinz Ludwig begibt sich heute vormittag 9 Uhr 25 Minuten mit dem Schnellzug nach Wien,^lm an den dortigen Hochzeitsfeierlichkeiten teilzunehmen. Sodann reift der Prinz nach Miel zum Stapellauf des Limen-' fchiffes „Prinzregent Luitpold", bei dem auch Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Therese anwesend sein wird. Berlin, 9. Febr. Wie tu „Germ a nia" erklärt, glaubt man in Zentrumskreisen, das; fr^vierr v Hertling das Anerbieten des Pii:izregenten, das neue Mini iicrium zu bilden, annehmen werde. Auch der Münchener Vertreter der „Täglichen Rundschau" erklärt als feststehend, daß Frhr. v. .Hertling mit der < i.dung des neuen Kabinetts beanstragt wurde und daß er heute dem Prinzregenten die neuen Minister Vorschlägen werde. Der neue Kurs sei bereits daran zu erkennen, daß die baiiciifdic Regierung bei dem Bundesrat einen Antrag auf authentische Znterp'reta- tioit der Bollzugsvorschriften znm Jes, i engesetz, insbeson- öcrc des Begriffs Ordenstätigt^i, eingereicht habe. Der englische Kriegsmimfter in Berlin. Berlin, 9. frebr. Bei dem Lunch, den der britische Botschafter in Berlin dem britischen Kriegsminister Hal baue zu Ehren gab, war auch der Reichskanzler von Beth m a n n > H o l l w e g anwesend. Haldane antwortete auf die fragen der ihn int Hotel „Bristol" bestürmenden Vertreter der Presse über den Zweck seiner Anwesenheit in Berlin: Ich habe viele Freunde hier, die ich besuchen will. Meine Besuckw haben mit amtlichen Dingen nichts zu tun. Aber ich werde auch mit vielen sehr interessanten Persönlich- feiten in Berlin zusammenkommen. Ferner äußerte Kriegs- minifter Haldane, der mindestens zwei bis drei Tage sich in Berlin auf halten will: Ich hoffe, daß mein Besuch in Berlin die deutsch-englischen Beziehungen fördert. Auch m England glaubt man, daß wichtige Verhandlungen in Berlin zurzeit zwischen England und Deutschland gepflogen werden. Dem „Berliner Lokalanzeiger" wird aus London ge- drahtet: Man hält hier Haldane für ausnehmend geetg nct, nm Verhandlungen mit der deutschen Regierung zu führen, die, wie man annimmt, das Ergebnis des jüngsten wichtigen KabinettStates und der Audienzen Lord Haldanes, Sir Edward Olrens und Lord Lansdownes bei dem Könige sind. Zu demselben Thema erhält die „Tägliche Rundschau" von hoher diplomatischer Seite die Aufsehen erregende Mitteilung, daß die deutsch-englischen Beziehungen vor einem entscheidenden Wendepunkte stehen ES sind wichtige Verhandlungen im Zuge, die auf eine dauernde deutscki-britische Verständigung hinaus- laufen. Tie englisck)e Regierung habe in Berlin vertraulich sondieren lassen, ob dte politischen und wirtschaftlichen Interessengegensätze auf dem Wege einer Abgrenzung der deutschen und englischen Interessen s p h ä r e dauernd beseitigt werden könnten. Es verlautet, daß diese Anregung in Berlin großes Entgegenkommen gefunden habe. Das geplante 90) fo mm en soll sich auf Kolonialfragen, Eisenbahnfragen und voraus sichtlich auch auf Marineangelegenheiten erstrecken. Der Reichstag in Verlegenheit. Im Reichstag ist am gestrigen Donnerstag die Bildung Lcs Präsidiums auf Freitag vertagt worden, und zwar darum, weil die Parteien über die Präsidentenfrage nicht einig werden konnten. Es ist in der Tat eine nicht ein sacke Sache, denn diese erste Tat des Reichstags wird der politischen Lage den Stempel ausdrücken. Was di. größte Fraktion, die Sozialdeinokraten, für Ansprüche stellen will, hat sie bisher diploinatisch verhüllt Auch sie befindet sich einigermaßen in Verlegenheit. Will man die höfischen Pflichten erfüllen oder nicht, und wen wollte Herr Bebel etwa ansersehen und für begabt genug halten, den ersten Präsidentenstuhl im deutschen Parlament zu besetzen? Ein so recht dankbarer Posten ift es nicht und es gehören niJ'i unbeträchtliche Mittel dazu. Von Interesse ist, was die linksnastionalliberale „Köln. Ztg." zu dieser Frage sagt Was die Thronrede ankündigte, war nickt viel anderes als ein dicker Strich durch berarttge Wünsche. Eiii Reichstag, den, die Sorge mit auf ben Weg gegeben worden ist, bas Scküvert scharf ui hallen, der ben Schuh der nationalen Arbeit für eine Jangc Reihe von Jahren sichern soll, und der auch nach^ben Worten des tiaiferd für eine vernünftige Weiterführung der Sozialpolitik ein uitrctcn hat, muß andere Mehrheiten haben, als solche, die von den Sozialdemokraten abhängig sind, bie sich also in diesen bm Grundfragen Bankerott erklären müßten. Dann wendet sich das Blatc auch zu den Ansprüchen der „Genossen" und führt außer den höfischen Pflichten auch noch „Gründe auf dem Boden der politischen BLoral" an, die es unmöglich machten, einen Sozialdemokraten zum Präsidenten zu wählen: Aber gegen einen iozialdemokratiickeu Reick)stagsvräfide>Ueu ipredKn auch noch andere Gründe, und sie liegen auf dem Boden der politischen Moral. Nach ihren, bisherigen Verhalten, nicht nur im Reick-stage, auch im preußischen -Ibgeordnetenhaus und andereii Parlamenten, bat die Sozialdemokratie das Recht auf eine parlamentarische Vorzugsstellung verwirkt. Nieinand hat so wie die Sozialdemokratie in ben lebten Jahren mit turbulenten Szenen unb rücksichtslosem Drang uili ereil auf das parlamentarische Niveau gebrückt. 3um Schluß äußert ba*5 Blatt noch folgende Bedenken: Dos Amt uud bie Ehre, Präsibent des deutschen Reichstags ;u sein, erfordert reiche Mittel. JSlan mag das gründe iätzlick bedauern und der Ansicht sein, baß das Reich die Ehrenpflicht habe, dem Vertreter des deutschen Reick)stags die Gelder zu einer würdigen Hofhaltung zu gewahren. Man hat dem Präsidenten rin großes Haus gebaut, aber man hat ihm nicht die ''Kittel bewilligt, darin zu leben unb bie kostspieligen Reprasen- lationspslichten zu erfüllen. Das kann anders werden, vorläufig spricht aber auch dieser Grund gegen die Rtöglichtrit, den Präsidenten des beiitschen Reichstags lediglich auS Rücksichten auf die 3ablcnmengc und ohne besondere Hintergedanken zu wühlen. Wir erholten über die Lage im Reichstag noch folgende Drahtnachricht:, Berlin, 9. Febr. Die so zialdemokra tische Fraktion des Reichstages beschloß die Eiickringimg einer An- itdge wegen Aufhebung des K a r t o f f el; o l l e s und der Zölle auf Gerste und M a i s. Als erster IniiiatioaMrag soll die Reform der Geschäftsordnung des Reichstages vur Verhandlung gebrnriü werden. Gestern mittag Ijattcn sämtliche Fraktionen des Reichstages wiederum Besprechungen zu der Präfi denlcnwahl abgehalti-n. Zu einem Ergebnis haben die Ver- Ixmöiunnen nicht gefulnt. Die „Bofsiscke Zeitung" schreibt: Kommt cs morgen bei den neuen interfraktionellen Besprechungen abermals ;.u keiner Verständigung, so ifrerbcn in der nacknten <^ibung vo ans m. 54 Erstes Blatt 162. Jahrgang zreitag, 9. Zedruar (9(2 Ter «ietzener »nzeiger O Vkzu«»»ret5: crfcbrini täglich, außer ▼ monatlidi«jl%üierte.- Ä . A < a A ▲ A. A 1 ▲ ▲ A A ^hrlki) ssi 211t witilchosil'chk ökUttagen ■ V Ä ~ ™ geruivrech-Anschlüße: N ■ MM Perainwottlick 'm dci, für die Redaktion 112, wV^ politischen Teil: August NKL" Seneral-Anzeiger für Gderhefsen No'ationidruck unö Verlag 6tr Brübl'fdien Univ.-Vuchr und Sttinöruderti H. Lauge. Ncdaltion, trpeöition und Orudcrti; Schnlftratze 7. 2«ni-;,e.$.«ü'°ürbtn bis Dormütags 9 Uhr. vudingen: Fernsprecher Nr. 269 Eefchöftrstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. politische Tagesschau. Frhr. v. Zedl'tz über die Steuerprobleme. In der neuesten Nummer des „Tag" erörtert der frei« konservative Führer Frhr. v. Zedlitz die Frage, wie die neuen Ausgaben des Reiches jur Heer und Flotte gedeckt werden tonnten. Er lammt dabei zu bestimmten Vorschlägen, in dem er u. a. schreibt: Die Hoffnung, durch die Reickissinanzreform das Gleickfgewrchl. im Reich.-haushalt gefidjert zn haben, muß angesicksts der Mehr ausgaben für Heer unb Flotte enbgüüig aufgegeben werben. Das Reick ist genötigt, aufs neue an die Sleuerkrast seiner Bürger zu appellieren. Die Verbraudtsabgaben fimnmen habet schwerlich mehr ernstlich in Befrackt. Einkommen-' unb Vermög en steuern schriden aus. Ohne srbweren Einbruch in das noch der Natur des tx'utscheu Bunde staats dessen Gliedern vorbehallene Stenergebict läßt sich kein-' Besteuerung fron Vermögen oder Einkommen burd) das Reid) denken. Wenn aber formt auch bie Besteuerung des Einkommens und Vermögens ben Bundesstaaten verbleibt, fo trifft unsere Gin (ommenbeftnierung dockt auch Stenevobjekle, ivelche streng genommen nicht unter ben Begriff des Einkommens fallen, vielmehr bereits icr.t Dom Reiche in Anspruch genommenen ©teuergebieten angc hören. Dahin gehört u. a. der nicht gewerbsmäßige spekulativlisgewinn, der betreffs Grundftüde schon fron dem Umsatzstempel unb her Wertzuwachssteuer im Reiche erfaßt wird. . Nack; her vorliegenden Novelle yim preuwichen Einkommen- steuergesetz soll aud) auf Heranziehung dieses Gewinnes zur Ein kommen (teuer verzidrtet werden. Ferner gehört hierher die so» genannte Einkommensteuer der nichtphysischen Personen. Herr „Tis-inoi" zum Besten. Seine Versuche zu singen waren gewöhnlich arge Mißerfolge. Von Malerei verstand er nichts, aber er liebte es doch, von einigen Meistern seiner Zeit, wie Horace Vcrnet, Mrisfonnier und Rosa Bonheur, mit vieler Belehrung zu ffrrcdten. Vielleicht backte er, daß von dem Ruhme dieser seiner Zritgeiwssen ein Strahl aud) auf seine eigene Regierung fallen könnte — Ein Kreuzzug gegen den Staub. In Amerika iit man wieder einmal in großer Ausrcgung und bat einem besonders schlimmen Schödling des menschlichen Geschlechts den Mrieg bis aufs Messer erklärt, dent Staub. Berschüoene angesehene HygiL- nifer bei Vereinigten Staaten stoßen Warnungsruje aus und behaupten, bar wir :,u tnd Staub mit Miseren Nahrungsmitteln und auf andere Wrisc versdümken und daß her größte Teil aller Mrankhriten von den Bazill'm erreat ivirb, die wir unbewußt ui unseren Organismus cinbringen lassen. Die Regierungen der Einzelstaaleit lyobcn bie Sache in die Hand genommen und strenge Gesetze au sc,carbeit.ck, um diesem cer Allgemeinheit so furditbarcm liebel ein Ende zu bereiten. So hat man in Columbia das Gesetz erlassen, daß Mauileute, die Zuckerwaren unb Bäckereien feil halten, sie irur unter Wasglocken ausstellen dürfen unb daß überhaupt alle Waren im Freien mir Tüchern bedeckt ioerben müssen, lun »Fliegen von ihnen fern zu halten. In Texas unb Inbüma »st cs bei sehr strengen Strafen verboten, in den KauÜaben ober Restaurants irgenb ein Lebensmittel unbedeckt stehen zu haben, bas einen Herd für Mikroben abgeben könnte. Besonders streng soll beim Zucker auf diese Bestimmungen geachtet werden, benn nunt ftlauln entbedt zu lxwen, baß der Stand sich hier besonders fett - ctzt unb der 11 eberträger von infektiösen Erkrankungen wird, die die inneren Organe an greifen. Sdü immer noch aber, wie den Kaufleuten ihren Läden ergeht eS den Straßcnhändlem, die mit ihren Waren herum ziehen. 2i* werden Don bet Polizei auf das sorgfältigste beobadr.ct und dürfen ihr Gemüse und ilyrc Früchte nur verkaufen, wenn sic sie völlig gegen Staub abgeschloffen'haben unb terhinhern, daß irqntb ein .ittrnfer sic etwa in die Hand nimmt. Wichtiger tteiltd) noch o.lc- diese von der Regierung ungeordnet" BeMifsicknigung der Händler :odre es, dem Publikum die llebmeugung brizubrtngen, das: cs bei dem Kauf hygienisch nicht genügend befÄätztcr Waren die Gesundheit gefährde. — Kurze Nachrichten aus Kun st und Wissen- -ckaft. In Kastelruth Tirol- starb am G. b. Mts. Prvf. "’ttbert Scobel, wiffem'ckaülicher Leiter der (Geographischen Anstalt von Vclhagen u. Klafing m Leipzig im 62. Lebensjahre — Ter 15. internationale Kongreß für Hygiene unb Volkskunde wirb vom 23. bis 28. Sevteinber b. I. in Washington stattfinden. Mit dem Kongreß ist eine Aus- .ttlung orrbunden. Überall efhlltilcb. 1909 77 942 1910 72936 Alle Rechte unverändert Auergesellschaft k Berlin 0.17 1911 63 309 Fremde. gestellt worden und wird fortgerührt werden. Zn 46 Hotels, Gast- und Logier wirtschaften b.icben über Nacht Ausland. Auf dem Wege zur Home Ruleversammlung in Seif aft wurden der englische Minister Churchill und seine Gattin von einer erbitterten Menge von Home Nule^egnern empfangen, welche dem Automobil des Ministers den Weg zu sperren suchten. Die Polizei half Churchill, den Versammlungsort, den Fuft- ballspiclplatz, zu erreichen, wo Militär in einer Stärke von fünftausend Mann in der Nähe bereit gehalten lvurde, um etwaigen Unruhen die Spitze zu bieten. Trupps von Home Rule-Gegnern ziehen mit ätöden bemaffnct durch die Straften. Die Wogen der Parteileidenschast geben hoch. Der französische M arineminister hat die Hasenbehörden von Brest und Lorient beauftragt, alle er» sorderliä)cn Vorbereitungen zu treffen, um am 1. Mai die Kiellegung zweier „Dreadnoughts" von 23500 Tonnen vorzunehmen, die in drei Jahren vollendet sein sollen. Aus Stadt und Land. Gienen, 9. Februar 1912. Der Fremdenverkehr in Gießen ist erheblich zurückgegangen. (Sine amtliche Statistik über den Verkehr der Logiergäste in Hotels und Gasthäusern ist durch das Polizciamt fnr die drei letzteit Jahre zusammenDom italieniid)=türfifct)en Kriegsschauplatz. Niederlagen der Italiener Bei Beughasi. Konstantinopel, 8. Febr. Tas Kriegsministerium übermittelt der Presse eine Depesche des Kommandanten von Benghasi, imch welcher die Italiener bei den nächtlichen Angriffen der Türken und Araber am 25., 26. und 27. Januar große Niederlagen erlitten. Die Italiener hätten über 1300 Tote gehabt, die auf ungefähr 10 Schaluppen aus die Kriegsschiffe gebracht worden seien. Die Stadt fei voller Verwundeter. Einige italienische Kompagnien seien vollständig vernichtet worden. Die Türken und Araber hätten im ganzen 28 Tote und 89 Verletzte. Deutsches Ueich. In der Sitzung des Bundesrats am Donnerstag wurden den zuständigen Ausschüssen überwiesen: die Vorlagen betreffend die Prägung von Zweipsennigstücken im Betrage von zwei Millionen Mark, die Prägung von Einpfennigstücken im Betrage von drei Millionen Mark, ferner der Entwurf des Gesetzes betreffend den Gütertarif für den Kaiser-Wilhelm-Kanal. Der Ergänzung der Materialvorschriften für die Land- und Schiffsdampfkessel wurde zugestimmt. Die Wirtschaftlich e Vereinigung bleibt, wie uns Abg. Dr. Werner schreibt und >wie auch das Wolffsche Bureau berichtigt, als durchaus selbständige Gruppe des Reichstags bestehen. Vorsitzender ist Abg. Behrens, Schriftführer Abg. Dr. Werner-Gießen, der bi? W. Vg. in der Budgetkommission beim Postetat vertreten wird. wn Rheinvaben beabsichtigte, ite dayer ganz folgerichtig 1909 aus der Einkommensteuer auszuscheiden und die Erwerbsgesell- Aatten mit einer besonderen Gesellschaft äst euer zu belegen. Die Verwirklichung dieses an sich richtigen Gedankens war aber zu wenig einwandfrei entworfen, um bie Zustimmung des Landtages w erlangen. Inzwischen hat das Reich mit der Talonil'uer seine Hand auch auf dieses Steuergebiet gelegt. Ihm gehört auch der Bassermannsche Vorschlag einer Reichsdividenden- fteucr an. Manches weist da raut hin, dieses Steuergebiet bei der Deckung des neuen Neichsbevarfs besser als durch die Talonsteuer auszunutzen. Die Beiteuerung des Gros unserer Erwerbs- qesellschasten durch das Reich würde ernstlichen technischen Schwierigkeiten nicht begegnen, dagegen wohl geeignet sein, die Erb- anfall steuer, auf die es doch in erster Linie abgesehen zu sein scheint, in erwünschter Weise zu ergänzen. Und zwar nicht bloß hinsichtlich der Ertrages, fonbern auch nach der Richtung der Ueberwindung der Schwierigkeiten, welche die Verabschiedung der Orban falt neuer zweifellos bieten wird. Es ist an sich eine schwere Zumutung für die Parteien, welche 1909 diese Steuer ablehnten, jetzt dafür zu stimmen. Und zwar um so mehr, als die demokratische Presse sich eifrig bemüht hat, aus dieser Steuer einen Geßlerhut für „Ritter und Heilige" zu konstruieren Die Ueberwindung di-ser Schwierigkeiten, über deren hervorragende Bedeutung für unsere Gesamtnolitck man nicht im Zweifel sein kann, könnte vielleicht durch die Verbindung de r Erban fall st euer mit einer Besteuerung des mobilen Kapitals wesentlich erleichtert werden. Vielleicht böte eine solche Verbindung dann die Brücke zur Verständigung. Herr v. Zedlitz meint, die Lage der Dinge weise gebieterisch daraus hin, die organische Neuordnung des preußischen Steuerwesens bis dahin $u verschieben, daß sich die Rückwirkung der Maßnahmen des Reichs daraus zur Befriedigung seines Einnahmebedarfs übersehen lassen. Heer und Flotte. Generalfeldmarschall von Hahuke f. Berlin, 8. Febr. Heute nachmittag ist Generalfeld- marschall von Hahnke gestorben. Der Verstorbene hat bekanntlich in hoher Gunst bei Kaiser Wilhelm II. gestanden. War er doch von 1888, also fast von der Zeit des Regierungsantritts Wilhelms II. an, bis 1901 Chef des 'Militärkabinetts. Zu vielerlei Missionen wurde er in diesem bewegten ersten Jahrzehnt der Regierung des jetzigen Kaisers herangezogen. Erinnert sei daran, daß er nach der ersten Aufforderung des Kaisers an Bismarck zu dessen Rücktritt, die der Chef des Zivilkabinetts v. Lueanus zu überbringen hatte, dem Altreichskanzler nach zwei Stunden bereits eine zweite Aufforderung überbringen mußte. Hahuke ist stets weniger als Militär wie als Hofmann hervorgetreten. Wegen seines hohen Alters hauptsächlich trat er vor elf Jahren von dem Militärkabinettsposten zurück und übernahm den Ehrenposten eines Gouverneurs von Berlin und eines Oberstkommandierenden in den Marken. Hahnke war geboren am lz Ol'wber 1833, hat also ein Alter von fast 79 Jahren erreicht. Er hat als Hauptmann im Garde-Grena- dier-Regiment Nr. 3 den Feldzug gegen Dänemark und im Stabe des Kronprinzen Friedrich Wilhelm den Krieg gegen Oesterreich mitgemacht, den Einheitskrieg von 1870/71 als Major im Generalstab des Kronprinzen 18*2 wurde er Chef des Generalstabes des dritten Armeekorps, 1881 Kommandeur der 1. Garde-Jnsan- lerie-Brigadc und Kommandeur von Potsdam, 1886 Kommandeur der 1. (Varde-Division und, wie erwähnt, 1888 Chef des Militäc- kabinetts. Hohe Ehrungen sind ihm wiederholt vom Kaiser zuteil geworden: so wurde er zum Mitglied deS preußischen Herrenhauses, zum Inhaber des Schwarzen Wlerordens und schließlich sogar zum Kanzler des Ordens vom Schwarzen Adler ernannt. Im Jahre 1909 fanden die Viehmärkte ungehindert statt. Sie wurden Anfang November 1910 verboten und durften 1911 überhaupt nicht abgehalten werden. Vergleicht man die Zahl der Fremden der Jahre 1909 und 1911 miteinander, so ergibt sich, daß durch den Fortfall der Märkte im letzten Jahr ein Minderbesuch von 14633 Gästen sich ergeben hat. Es macht dies auf die 46 Logi'r- oder Gasthäuser, die noch nicht einmal alle für Biehmärkte besuchende Fremde in Frage kommen, wenn man ein Logisgeld von 1,50 Mark annimmt, einen Linnahmeaussall von rund 22000 Mk. oder für jedes Gasthaus 500 Mk. im Jahr. Ter Ausfall an Miete für einzelne Wirte, die für Marktgäste eingerichtet sind, ist natürlich erheblich höher, besonders bei den Wirten, welche jenfti.s der Lahn wohnen und durch große Stallungen für das Einstellen des Marktviehs eingerichtet sind. * ** Tageskalender für Freitag, 9. Febr. Stadl- t Heater, „paus Son nenn öfters Höllenfahrt*. An- ’ang 8 Uhr. LicUlbildervortrag von Tr. Olpo-Tübingen: Aerzl- liebe Million und trovifdic Krankheiten. Abends b1/. Uhr im großen Hörsaal der Universität. ** Uebcrtragen wurde dem Schulamtsaspiranten Phil. Schnell aus Pfaffen-Schwabenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nein-Krotzenburg. ** Das Vorlesungsverzeichnis der Landes- Universität sür das Sommersemester 1912 ist erschienen und sür 20 Ps. zu haben. Die Immatrikulationen beginnen am 15. April, während die Vorlesungen am 22. April ihren Anfang nehmen. ** Hoflieferant. Der Großherzog hat dem Inhaber der Ferbersclhen Universitäts-Buchhandlung, Buchhändler Karl Koch, den Charakter eines Hofbuchhändlers verliehen. ** Ä'o it i c r tti er e i n. Das Konzert der Mei ning er Hofkapell e wird außer den beiden Regerschen Werken, aus die bereits hingewiesen wurde, SdptbeitZ EiUr'aet aus der Rosamunde, jenes kleine reizende Orchester stück, und als Hauptnmumer des ersten Teils die 4. Symphonie von Brahms in E-nwll bringen. Es ist ein bemerkenswertes Zeichen Regerscher Siiniftaufunung, daß, er Brahms auf seinen bisl-erigen Programmen eine so bevorzugte Stelle eintäumt. Ist doch gerade den „Meiningern" von Bülow und Fritz Steinbach, nicht zum wenigsten aber auch von dem nur allzufrüh verstorbenen Brahmsfreund und Kenner Mühl- s e l d^her die liebevolle Pflege Brahmsscher Werke eigen. Unter den Symphonikern des 19. Jahrhunderts steht nach Beethoven zweifellos Brahms in erster Linie. Es ist nicht zu vielgesagt, wenn Kretzschrnar schreibt, daß „sein Name in der Musikgeschichte aller Wahrscheinlichkeit nach an die Spitze der Jnstru- mentaltonknnst treten wird". Während uns die 3 ersten Symphonien (zulest die freundliche zw.ste in T-dirr) unter der Leitung Prof. Trautmanns aus früheren Konzerten her bekannt siild, gelangt die vierte zur erstmaligen Aufführung in Gießen. Sie ist int Jahre 1885 entstanden und vielleicht als die reifste anzusprechen. Einfach in ihrer Anlage und .übersichtlich in den Hauptthemen zeigt sie den Komponisten des Deutschen Requiem in der Fülle seiner schöpferischen Kraft und im Besitze einer so mächtigen Individualität, wie sie sich kaum in einem anderen seiner symphonischen Werke so eindrucksvoll offenbart. Ein Werk für wenige, aber auserlesene und verständnisvolle Hörer, wie Reimann sagt. Mit einem fast elegischen Gesang in schlichter Einfachheit beginnend, erfährt sie schon im ersten Satze nach relativ kurzer Durchführung eine gewaltige Steigerung. Dem zwetten wie dritten Sähe liegen einfache, fast an mittelalterliche Klänge gemahnende Themen yu Grunde. Das eigenartigste und interessanteste, rin Meisterstück musikalischer Erfindung und Durchführung ist das Finale. Es ist eine kunstgerechte Chaconne mit 30 Variationen nebst Koda. Das adfttaTtigc Thema erfährt im Verlaufe dieser Variationen die genialsten und überraschendsten Umformungen. Besonders ergreifend sind der E-dur-Satz int 3/s Takt und die feierlichen, weichen Alkorte der Posaunen, die hier eine wundervolle «Klangwirkung hervorbringen. Der Stimmung itach lenkt das Werk „in dos Gebiet, wo Leid und Freude schweigen, und das Menschliche sich vor dem beugt, was ewig ist" (Kretzschrnar). Als Simphonie wird sie als das großartigste Werk der neuzeitlichen symphonisä>en Literatur bezeichnet. Wer sich für das Werk interessiert, sei auf die sehr gute, nicht ganz leichte Bearbeitung für Klavier von Robert Keller, zweihändig, Verlag von Simrock, und die vierhändige Bearbeitung (C. F. PeterS) hingewiesen. Analysen existieren von Kretzschmar u. a. und ebenso gibt es von dem Werke die bekannte kleine Eulenburgsche Orchesterpartitur. ** Schimettläufe auf dem Hoherodskops. Der Schiklub Wintersport, Gießen (Gießener Schiklub) sieht sich veranlaßt, seine auf Samstag und Sonntag angesetzten Schi- wettläufe auf dem Hoherodskops wegen der ungünstigen Witterung bis auf weiteres zu verschieben. ** F. Cumberland, der bekannte Antispiritist, zeigte gestern abend in Steins Garten vor einem zahlreichen Publikum die M a ch t der Suggestion. An seinen verblüffenden Gedächtnis- und .Kopfrechenkünsten (er errechnete u. n. im Kopf zweistellige Zahlen bis zur 3. und 4. Potenz) bewies der Vortragende auch die Fähigkeit der Autosuggestion als Hilfsmittel bei geistigen Leistungen. Bei dem sogen. Gedankenlesen wurden von Mm. Cumberland geradezu überraschende Erfolge erzielt. Die weiteren Darlegungen waren abwechslungsreich unterbrochen durch die Vorführung von Zauberkunststücken und antispiritistischen Experimenten, wobei die Suggeswn in Verbindung mit geschickt hervorgerufenen Sinnestäuschungen sich als eigentlicher Zauderstal) erweist, mit dessen Hilfe der „ehrliche" Zauberkünstler und vor allem die schwindelhaften Medien ihre Künste fertig bringen. Tas Publikum, das sich zum Teil aktiv an den Versuchen beteiligte, folgte mit regem Interesse den gelungenen Versuchen und zeigte sich zum Schluß durch lebhaften Beifall dankbar für einen Abend, aus dem man mancherlei nachdenklich stimmende Anregung mit nach Hause nehmen konnte. ** Karneval in Gießen. Die beiden karnevalistischen Veranstaltungen in Steins Garten waren ausschließlich von dem Bund deutscher Karnevalvereine veranstaltet, der sich die Aus- stabe gestellt hat, hier wieder einen schönen, vornehmen Karneval ms Leben zu rufen. Diese Wsicht ist gelungen, denn es hat sw) sofort eine geschlossene Gesellschaft von Gießener Bürgern gebildet, die sich als Große Gießener Karneval-Gesellschaft 1911 die Pflege des Karnevals zur Aufgabe gemacht hat. Mit Unterstützung der auswärtigen Herren vom Bund wird die Gesellschaft am Fastnachtsonntag einen großen Karnevalzug veranstalten, der bei der Gießener Bürgerschaft starken Anklang findet. Tie Spenden Aur Ausgestaltung des Zuges gehen natürlich an die Große Gie- hcner Karnevalgeiellschaft 1911 über und auch ein etwaiger lieber - lchuß bliebt in Gießen. Eine Versammlung, die sich mit dem WX ä Unser bester Glühkörper , ■ " wj . ist nur echt in Originalpackung .ME . mit AufschrifiZPegea" einen billigeren Kredit zu erlangen, die Zinsgarantie übernommen habe. Stadtv. Henrick kommt dann zu den sozialpolitischen Fragen. Die Gewerbetreibenden werden beunruhigt, weil die neue Erwerbsgesellschaft immerhin monopolistische Interessen habe. Deshalb habe man alle möglichen Kautelen in den Vertrag hineinzubringen versucht. So sei die Genehmigung der Bürgermeisterei bei der Vergebung von Arbeiten und Lieferungen erforderlich. Dabei soll aus hiesige Gewerbetreibende besondere Rücksicht genommen werden. und Vorteile der Beamten sollen _________ von der Gesellschaft übernommen werden. Auch sind alle Arbeitsverträge einem Ausschuß vorzulegen. Troyalledem wird man aber keine volle Freude bei der Sache empfinden Tie Teilnahme einer Erwcrbsgesellschaft an kommunalen Angelegenheiten wird als ein Fremdkörper empfunden. Hier aber muß die Frage lauten: Können die Darmstädter Derkehrsverhältnifle bleiben wie sie sind, und gibt cS unter den obwaltenden Umständen einen besseren Ausweg als den hier vorgeschlagenen? Das muß verneint werden. Nach der geschäftlichen Seite bestünden keine Bedenken. Die neue Gesellschaft wird kaufmännische Rücksichten nickt auS den Augen verlieren. Ist die Lösung dec Frage auch nicht ideal, so ist sie doch nach Lage der Äichc immerhin die bestmöglichste. Stadtv. Dr. Bendc r verteidigt ebenfalls das 8er- tragSwerk. Er sprach besonders über die Dertragsdauer. Es war beabsichtigt, eine möglichst geringe Dauer fcslzu« weiteren Ausbau dcs Zuges besaßt und bei der jeder Interessent willkommen ist, iludet heute abend im Hotel schütz statt. Eine große Anzahl hiesiger Fuhrhalter haben ihre (fk)panne bereits zur Verfügung gestellt. Auch eine Reihe fertiger Wagen sind bis jetzt angcmelbct. ** Eine neue Polizeiverordnun^g, die Auisict't über die Hunde betreffend, die am 1 März d. I. in Kraft tritt ist im heutigen Amtsblatt veröffentlicht. Sie enthält namentlich neue Bestimmungen über das Anleinen' der Hunde aus Straßen und Plätzen, die wir der Beachtung aller Hundebesitzer empfehlen Landkreis Gießen. = Ettingshausen, 8. Febr. Am Sonntag sand hier im Saale des Gastwirts Sommer ein Überaus zahlreich besuchte Gemeindeabend dcs Evangelischen Bundes stall. Er stand unter dem Zeichen „christlich-deutsch". Diese Losung klang h«n> durch durch die Reden und durch die gut vorgetragenen TeNa mationen der Schulkinder Lehrer Kraußbaar sprach über „Elternhaus und Schul e". Seine Aussührungen sanden reichen Beifall. Ter „Gemischte Chor" und der Männergesang verein „Konkordia" trugen zur Verschönerung des Abends durch ihre schönen Borträge bei. Reichen Beifall sand auch das herrliche Solo des Lehrers Lack, der überhaupt am Gelingen des ganzen Abends reichen Anteil hatte. 3m Säüußwort drückte Bürgermeister Keil dem Veranstalter des Abends, Pfarrer Nies, den Tank der Gemeinde aus, der schon vorher allen Beteiligten herzlich gedankt hatte. Kreis Friedberg. x B ad-Nauheim, 8. Febr. Professor Dr. Helmke Friedberg, der durch seine Ausgrabungen auf der Capersburg in den letzten Jahren bekannt geworden ist, sprach an zwei Abenden, am Dienstag und heute, über „Trier a l s römische Kaiser st a d t" beide mit Beifall aufgenommenen Vorträge durch zahlreiche Lichtbilder erläuternd. Den oberen Klaffen der die- Figen Schulen waren Eintrittskarten zu beiden Abende« frei überlassen worden. — Zum zweiten Male seit Bestehen kann an unserer Ernst-Ludwig-Schule die Einj ädrigen Prüfung stattfinden. Die Anfertigung der schriftlichen Arbeiten dazu erfolgte diese Woche. L. Bad-Nauheim, 8. Febr. Die Pläne zum Umbaut uns eres Bahnhofs-Empfangsgebäudes wurden vor einiger Zeit von der Eisenbahndireklion eingefordert, weil einige Aenderungen vorgenommen werden sollten. Dadurch könnte an dem Bau nicht weiter gearbeitet werden. Jetzt sind die Zeichnungen wieder zurückgekommen und die Arbeiten haben wieder begonnen. Die Bausirmen hoffen, bis zum Beginn der Hauptbadezeit fertig zu werden. Hesfen-Naffau. '} Marburg, 8. Febr. Vergangene Nackt e r s ch o ß sich tn >einer Wohnung aus unbekannten Ursachen der Student der Medizin Franz Schultheis aus Hersfeld. Zur Regelung der Derfet)r$fragen in Darmstadt. bs. Darmstadt, 8. Februar. In der heutig en Sitzung der Stadtverordneten wurde die Neuregelung der Berkchrsfragcn in der Stadt besprochen. Oberbürgermeister Dr. Glässing l)vfst, daß die vorliegenden Vertragsentwürfe nach großen Gesichtspunkten Beurteilung sinden. Dem vorliegenden Vertragswert gehöre ein gutes Stück Zukunft. Der Einfluß der Stadt ist in ausreichendem Maße gesichert. Er sei sich bewußt, daß Wünsche und Beschwerden dem neuen Unternehmen nicht erspart bleiben 9hir schweren Herzens gebe die Stadt einen Teil ihrer Selbständigkeit auf, sic bringe dieses Opfer in der Voraussetzung, daß der Einfluß der Stadt genügend sichergestellt ist. Stadtv. Henrich führte aus, daß es sich um eine riefeinschncidcnde Frage handele, die nicht allein vom ltheoretischen Standpunkte aus zu betrachten sei. Tic Verkehrsverhältnisse in Darmstadt seien nicht einheitlich. Um zu einer Aenderung zu kommen, gäbe es verschiedene 29ege. Man könne die Süddeutsche Ei send ahn-Gesellschaft aufkaufen, man könne abwarten, bis der Vertrag mit di ser Gesell- chaft, der noch 25 Jahre läuft, erledigt sei, oder man könne ich einigen. Aus mancherlei Gründen müsse man sich für )en letzten Weg entscheiden. An dem neuen Unternehme» ist Darmstadt mit 50 Proz. beteiligt. Gern hätte man 51 Proz. gewünscht, um die unbedingte Mehrheit zu haben, das konnte aber nicht erreicht werden. Das unbclingte Einspruchsrecht sei aber der Stadt gesichert. Es wer sc sich die Frage auf, ob es richtig sei, eine Cnoerbsgesellsclhaft in die Interessen der Stadt hincftlHubeziehcn Ties sei in dem vorliegenden Fall aber notwendig gewesen In wirtschaftlicher Hinsicht ergebe sich daraus eine Vereinheitlichung des Verkehrs und ein erheblich billigerer PreiS für elektrische Energie. Dazu kämen noch andere Erleichterungen. Ter Zehnpfennigtarif solle bestehen bleiben und noch ausgedehnt werden, was besonders beachtet werden müsse, wenn man berücksichtigt, daß der neue Bahnhof V< Stunde von der Stadt entfernt sei. Eine Schattensci 0 fei die Abschneidung des südlichen Stadtteils auS dem Zehn- pfennigtaris Ein Borzua fei es auch, daß neue Linien, die von der Staotverordnetenversammluna gewünscht werden, eingerichtet werden müssen, soweit sie einem wirklichen Bedürfnis entsprechen Der Redner bespricht dann die finanzielle Seite des Vertragswertes und hebt hervor, daß die Stadt, um Ieinen «111011 ir Einfluß 80 Psg. Rüböl la. per Liter Fste. Kaltschlag-Speiseöl Liter 85 Psg SchadeJiillgrabe Telephon 186. Bahnhofstr. 26. bönc 110041010” 3=3» Zimtl-N-Hinnig. Stehr und Ederstrave I V e-rs Schöne 7 Zimmer | | 4 Zimmer "| Telephon 56S. 992 Neuen Baue 17. rt. Gt |ei i neuen Unir.- DarmftaM. 8. Februar • rbncten ivM Ecke L..... —- - sofort zu vermieten -Unhrreö Seltersweg 38. Masken- Anzüge zu verleihen bei om Karnbach, Bahnhofstr.27 388] 4-Zimmerw.,neu hcra.,m. Gas v.bald .iu.SBilbelmitr.3o. O'corq von Siebe und Jhimtän a. - --------- . au** Düsseldorf, der Regierungsrei^endar o. x. xinb Jifienx- icutnant Dr. Otw Schröder aus Berlin und der Saujmuut Gustav Löwen au- Zköln. Alle drei sind des verbotenen Glücks spikls be^ip. «»ich des Falschspreis und tMmit de- Betruges de» Brennholz Kurz ßcfdmitt. Schwarten bolz v. Ztr. Mk. 1.25 frei ind Dauö liefert Schubecker & Bechtbold, Schifsenberger Weg 64.^' Lehrling gesucht mit mindestens Einjährigen- Berecht. und guter Handschrift. Schriftl. 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Mit dem Verlust der Zahne gehen körperliche Leistungsfähigkeit und geistige Spannkraft zurück, weil die Nahrung nicht mehr in der Weise für den Magen vorgearbeitet wird, wie e- für den normalen i.eben-pro-eß notwendig ist. Den Verbauung-krankheiten vieler Menschen würbe durch Gesunderhaltung der Zähne vorgebeugt werden. Tägliches, zweimalige- Putzen der Zähne mit KoSmodont-Zahncreme mit aktivem Sauerstoff (Tube 60 Pf.) erhält Zahne und Gesundheit. In allen einschlägigen Geschäften zu haben. Probetube gratis durch die Stolberger Anstalten für Exterikultur, Ostseebad Stolberg. Lüden u. dff~| üaiifn mit Wnung (cd. 3-Zinnnerwobnuna) zu vermieten Kaplansgasse 5, 311 Bescheid Babnhositr. 65 Bum 1. Avril ober foäter | fuebt junger vermög. Kauf mann Stellung in befferent Geschäft auf nur gut funb. Grundlage, wo er später Getegenbeit hätte, als Teilhaber einzutreten ober dasselbe käutlich zu erwerb. Diskret, selbstverft. Schriftl-Angebote unt. 01022 a. d.Gies^ Anz. erb. 3m de- Prozesses steht der «ngrflagle Dr SDiU ' Sckiroder, da er bereits dem ,JHub der Harmloien" ui ®erlin 1 angeh-öne, der um tne Mine der neun.;iger ^adrc allabcnNuD im „Pcktorra-Hvtel" zusammenkam. iscrn Baier, cui dvderer Postbeamter, hatte schon längst bw Hand von ihm abgezogen, da die Spiel- und Wecknelschulden seines Lohnes ferne Nnanzrellen Kräfte überstiegen. Aber trotzdem lebte -ir ^-chroder herrlich und in Freuden, denn er gewann immer, ^cdr bald hrl den übrigen „£»armloien" sein kolossales „ödmvm" auf unb er wurde deshalb eine Zeitlang unter Skontrolle geuellt. Nachdem er burm acht Spielnächte von einem Grafen v. G, einem verrn v ö und einem Major a. D. beobachtet worden war, erwuchte man ibn und stellte ihn zur Rebe. Dr. S ch r ö d e r gab seine Perfediungcn zu; ba aber der ,,Ü*Iub der Harmlosen' fub damals jawn einer ehr intensiven Beobachtung durch die Berliner Strüninalpaliaei zu erfreuen hatte, so vertuschte man den sonst unausdlerblichen Skandal, indem man sich damit begnügte, von «chroder das ichnst» tiche Ehrenwort zu fordern, datz er nie mehr^vazard iprelm und weder im Zn- noch im Auslanbe sich an ^prelklubs beteiligen werde Trotzdem war Schröder sehr, bald wieder obenauf Lr war inzwischen Doktor, Regierungsreferendar und Retervcoffizicr geworden und bewegte sich nach wie vor in den besten Krirtcn Ber iin5 und war icbeneit zu einem Spi lchen bereit. Aus Kiner Tätigkeit als Regierungsreferendar tchied er icdoch nach kurzer Zeit nneber aus, da von seinen Verfehlungen im ,,Srlub Her harmlosen" doch manches nach au feen hin durchgesickert war. Als dann Ende der neunziger Zahre Unter den Linden in Berlin der „vinglo-’ American-Club" ins Leben trat, spielte er dort so lange, bis ihn die drei Herren, die ihn seiner Zeit im „Klub der »armloicn des Falschspiels überführt hatten, im Anglo-Ameneaii-Elub unmöglich machten Dr Schröder verlegte nun seine weitere Tätigkeit nach dem Auslande. Während des Spiels machten die Barone Drede die .von- neurs, während der Kaufmann L ö wen sich uni die Heranziehung der Spieler l>emüh1e und Tr. Schröder meist die Bant hielt. Zn einer CftobcrnadX des Vorjahres wurde der Tätigkeit der „StäiinoWeHidiaft" ein jähes Ende bereitet Beamte der Kriminalpolizei drangen von allen Seiten in das Klublokal ein: sie trafen etwa 30 Herren beim Rouletteiptel und obgleich das Spiel erst kurz vorher begonnen hatte, wurden bereits 5000 Mark in den, Besitz der Bank vorgefunden. Zerner wurden bei hiengen Banken gleichzeitig die Depots der vier Verhafteten in Jöohe von etwa 200 000 Mark gesperrt und die vorhandenen epteb Utensilien mit Beschlag belegt. Die Aufhebung des Klubs rief grostes Aufsehen l>eirwr und der bevorstehende Prozef; wird einen großen Umfang an ne hm en. - tu feder beliebigen 6drrlftxrt u. Kirtcn- Vll it Karten rorte.rcxrtc mit Zirkeln aller srudennre V il Unai »V * v- ert Meil tim.' mrch kömnk c die 86* u haben mitte M der f)au Schöne, fehlerfreie shalb die Sitzung auf Freitag 4 Uhr. Zicmülichc S-Mmr- »ÜÄS« ‘»“ÄS»'»«* I^Föimntr^oljiiiing Küche, Badezimmer und Zu- bebor, zum 1. April 1912 ge- sucht. I. Etage und Räbe des Babnhofs bevorzugt. Offerten mit Preisangabe nach Wetzlar, Bannstraste 21, I. Etage erbeten. 10?/, Gesucht auf 1. März, eo. 1. April .r-Zimmerwodn. in der Näbc der höheren Schulen. Schriftl. Angebote mit Preis unter 01028 an den Giestencr Anzeiger erb. Anständiger Arbeiter sucht einfach möbliert.Stübchen. 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Ec- iveisc \A (isgesellscl st> Ties sei i »esen. In Hin ne Vereinte» »illigerer N ndere ErlciÄ» en bleiben m beachtet ivcrds neue ValM ne Schatten,« ; aus dem 3* ch, daß «5 Kreppeibacken ■■ empfehlen wir «Ä Gittes Weizenmehl per Psund 17 Pfli.I y Feinstes Blüten-Mehl 1Q| = 92r. 0 = per Pfund Psg. ■ V ■ WExtra feines 00 per Psund 21 Psg.^ la. allen Irantös. Rotwein 72^: lu.alt.Mofclweistwcin, äl 86 Ps-, flar.naturr.,enivf.D.5Ol fraebt-u.zollsr., Aah Icibru.,u. 'Jld)!!. Th.Engel,Pfedelbach,Wu. _______________(RHa/tl GlaSweiser Llnöschank chem. analufierter Ungarweine von der Germania Bodega Berlin O. 27 sind and) in verschiedenen^laschengrösten zu billigsten Preisen zu haben bei Franz Bauer, Allen dors a. d. Lda., («aftroirtfeb., Renr. z. Biergrund. 88-/, IRagnef=Mehl in Handtuch-Säckchen. Bewährtes Fabrikat, gesetzl. gesch. 5 Pfund 100, 105 Pfg. 10 Psund 195, 205 Pfg. Schmalz la., garantiert rein, Psd. 60 Pfg. 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Kleine dagcsthronil Ter Rurfi tu Lippe hat auS seiner Privatschatulle die wirtschaftliche Sicherstellung der durch den Lhcaterbrand engag montdinÄ ncmorbeiicn Mitglieder des Detmolder vofthcaterS b, ivilligt Die 5tabtüerorbncten beschlossen, die Mittel iur Fort iüfmtna der Spielzeit in einem oorläuugen ^ofal zu bewilligen ’ ftZlHornien wurden 65 Mann in ber Bimeer >.nN- Grube durch einen Einsturz des Achtes, infolge morscher Balken, lebendig begraben. Man ist bemüht, die lln glücklichen zu retten _____ Handel. Essen, 8 Rebr. Die Hauptversammlung deS Roh ei ei» verbau deS hat beschlossen, die P r et je f ii r Puddeleisen um 3 Mk., für Stahlei en um 4 Mk., r S v i e g e l e i s e u um 6 Mk, für Tlämanteifen um 8 Mk., für Wiefeereiroheifen 9Ir. 1 um 1.50 bis 3 Mk. und für Gietzere,. roheilen 9lv. 3 um 1 bis 2.50 P!k^ für letztere beiden Sorten K nach dem Absatzgebiet zu erhöhen. AmiUcher Wetterverichl. Wetteraussichten in Hessen für CamStag, den 10. Februar 1912: Trüb, leichte Regenfälle, mild O..A\o für sofort eine Bäckerei zu pach ten oder zu kaufen. Schriftl. Angebote unt. 01016 an den Gietzener Anzeig, erb. Jm idiwritn Jomino httiliäkn ktuß. ft. Noch einige Damen und Herren können an Mr. Cusden’s Zirkel für English Conversation and Reading o,o:( teilnehm. Auszüge aus der engl- humor. Literat. Anmeld.: Lindenplatz 11. Bäcker-Geselle kann eintreten bet (9781 I. H. KäS, Bäckerei mit 'Ulotorbetr., Allcndors/Lda. 1 fast neu. 2-sitz.Landaulette, 1 neues leichtes 4-sitz. Break, 1 Yiersitziger Schlitten, sehr preiswert, Zwei Paar neue Brustblatt- Kutschgeschirre, 2 fast neue Herrensättel mit Stahlbaum bei i»«, August Kilbinger Giessen Seltersweg 79. := Tel. 276. 1 schwerer und 1 mittel- schwer. Wagen, iow. 2voll stäiid. Pserdegeichirrc weg. Ausgabe deo ^-ubnocrtö zu verlausen beiM. Weinberg, Golzheim . Kohl mit Speek ______un Pinkel. 1403 fr JH#* 11 Zweite 55 Affäre 7 Ti? y^üuii" und oerfeicn ba ^Kälidenlen, * L W* 11 Sa>s- gill des Pr "•n intb der _i L ergeben lv- S bis ic?l no ZißUttg Äungzuv gi meldet in -Iier-oräiide' k'Imnann, ab. * M;e »aus- 2 ri-jenttn und - ^cdlluB 3 Uh meines Inventur Montag, 12. Februar 1912, abends 9 Uhr [v»/2 ^aupfnerfatnmlung im BereinSlokale lRestaurant l Gambrinus, Kirckstrahe) Milte* Hei Dir.: Hermann Sleingoettar. Frcitag.den o.^ebr. 1912, abendS 8 Uhr: 16. Freitag-Slbonn.-BorstclI. ttzewühuliche Preise Neuheit! Neuheit! HansTonnenstötzerS Höllenfahrt. Ein heiteres Traumspiel von Paul Aoct. Ende 10 Uhr. a', Sonntag, 11. Febr. 1912, nachmittags 3'/, Ubr: Kleine Preise. Kleine Preise, unter Mitwirkung d. Ko-elle des biesigeu .^nfant.>Regt». Kaiser Wilhelm Nr. 116. W Juni lcnienmale. -AS Neuheit! N e u h e l r Polnische Wirtschaft Baudeoille Posse mit Gesang in 3 Akten von >lraav und OkonkowSkn. Musik oonIean "tildert. Ende nach 6 Uhr. Abends 7V» Ubr: Kleine Preise, »leinegreift Sie f>odiicit non Siltn Sckausoiel in 4 Akten von ^-Ganghoseru-M Brociner. Ende 10'/« Uhr. d. D. u. Oe- A.-V. Sonntag, 11. o-ebruar: Bieber — Dünsberg — Hohemolms - Bubenrod — Bieber. Abfahrt nach 'Bieber: KP0Ubr. Wander zeit 4 Stunden. Montag, 12. Febr. 1912, abends 71/2 Uhr, im Stadttheater. Ausführende t Deininger Hofkapelle unter Leitung des Herrn Hofrat Professor Dr. MAX REGER. KOLOSSEUM Theater-Variete Dir. Karl Ohm. Telephon 645 WalltorstraSe Täglich abend* 7'/, Chr Kroß. Künntlerkonzert aussreführt vou der Wiener Damenkapelle „Presto“. 6 Damen M 2 Herren Um zahlreichen Besuch bittet Der VorMand. JfatsrhtiWtreiu Giessen. -Jim Mittwoch, den 14. Februar 1912, abends 8Vs Uhr, findet nn Saaalc des Hotel Schütz cm öffentlicher Vorfrag ilts Herrn tzcneraliiirektors G. horst-Sieber auS Leipzig statt über: „Mijinaberglanbe, Heilnittelnniveicn, Zminng, -rrnnitheranie und lrhrW Hatn 606". D»/, Eintritt f. Nichtmitglieder 40 Pf., f. Mitglieder 20 Pf. Lents zum letzten Male Extra-Einlage. Mm der Parade SamStag, den 10. Februar, abends 8*/2 Ubr, in der Turnhalle Winter-Fest t JWcit besieht, ■ iiZS"9 des Pri davor "ach t Kolon , Ja;i3,8. -'■"l c5Q,1huii •u 5 •Ih i«tcibc -<1 L“? Wie S. I 3 eS n I 6 j xJJ 7'"»ler 1 7'"^r^n?n 1 als' JJJty roe |s.fe W im liislplen zu Ham M Se. Ml am 24. Januar 1912. Glänzendes Militär-Schauspiel zum Andenken an die 200. Wiederkehr dcS Geburtstages Friedrich des Großen. — In Lriginaltracht aus der Zeit Friedrich des Großen. Der Höhen-Weltrekord Drama in 3 Akt. v. Urban Gad. Spielzeit ca. 1 Stde. Sowie das übrige Programm. 6int Die bcutj kfiegierur kifrage, » hgierog ,'dinaeinzu ßai Botfchaftk et-atsdepartcm l .'n Beanlwor |3i Mitteilung ü holen gegenübt h mich, fcitjuftel hgmirämgen Ui ynbeit mit den tinlrcid), Oiroül ju mit der la aMuidi darüber m.'niamcn 3nt an'?: üdi btuKi j iträber einig tot jKdmtiprcdicnb Mteten Ausdrui jttllimche, Groj oiifliai Staaten 'ntommil jäten । n den ^astnchn sichte 3d einen haben ' lüicn überdies < ktachsaiis einen md daü in da [ ilentliche Lerla ;khtit erschiene I dtn/unbig, das; ■nnmung sich ni [bi inner |Hftrii, ,'ondei | yoKlitiiigen 3 poBbrränii, birher rur < j*. indem fotoc |>1 b (i f a n e r s Irischen H iWai Nachricht untvahrs, T™ ^»greifen nifit I’wie Regierun ■»tiBiQnicn üor tttalten «sicher Miß l -Met diese R ■Ja tttlolgc all kh on Chinl PROGRAMM 1. Eine Lustspielouvertüre op. 120 . . . . Eine öffentliche Hauptprobe findet nicht statt. Die Preise sind nicht erhöht worden. Eintrittskarten - 5--- n. Platz Mk. 4 -, ul Platz ml 3.-, iv. Platz _ ,l.. -----------' Mk. 2.50, Studentenkarten Mk. 1.—, Kleine Partitur-Auscrabeu zu Nr. 4 20 l’fg. sind in der Musikalienhandlunff von ERNST < Ti ALLIER. (Riidolphs Nachf.), Telephon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse zu haben. Finstere Gewalten Großes Theatcrdrama in 3 Akten Ein Film aus dem Leden, das sagt alles. Ohne Ucbertreibung sehen wir hier das Wirken und Walten des Menschcnschicksals. Keine Phase ist unnatürlich und der Beschauer wird von Einfang bis zum Ende in atemloser Spannung gehalrcn. Porsiihrnngsdauer über 1 Stande. Großen Anklang bei ausverkauftem Hause fand auch gestern wieder dieser hervorragende Schlager. Außer diesem Meisterwerk wird ein vorzüglich ;usammengestelltes Programm gegeben, so daß das diesmalige Programm wieder eine Glanzleistung darflellt. II I) 1 Frankfurter W jcQWO Schuhlager h.iimml G,ESSEM lll 11U1Vw Mäusburg 12 Tel.539 Liederkranz Unser Maskenball lindel Samslag, d. 24. Febr. in Stcin'S Garten statt. — Näheres durck Rundschreiben Ter Vorstand. tejs isttetoffliflig Hiesst» iiAjeteij Morgen, SamStag, den 10. dS. Mts. 999 =Kappen-Silzung= im Vereinslokal .WagnerSruh". — Anfang 8 Uhr. Landsleute und Gönner des Vereins freunbl. eiugeladen »al-Wurs-"•• ________________Ludwig ° Tel. 724. Zur Besprechung liier die 60er Feier Samstag, den 10. d. M.. abends 8 Uhr zum Altersgenossen Albold ladet böl'l. ein Ter Vorstand. Sektion Oberhessen 1902 BENZ Rheinische Automobil- u. Motoren-Fabrik Aktiengesellschaft MANNHEIM