dreien etc. auf ausgelegt abnk der von seinen Kameraden getötet wurde, weil er im Verdacht stand, die .Gemeinschaft hintergangen und sich Vorteile verschasst zu haben, die den anderen versagt geblieben waren. Aber es wäre wohl auch denkbar, daß der säst siebzigjährige Freiherr v. Marschall, der es an Tatkraft mit jedem Vierzigjährigen aufnimmt, dazu berufen sein könnte, die Verhandlungen mit England von einer anderen Stelle, nämlich von Berlin aus, zu leiten. In hiesigen politischen streifen wird nämlich das Gerücht kolportiert, welck)es wir mit allem Vorbehalt wiedergeben, daß Freiherr v. Marsä)all nicht als der Nachfolger des Grasen Wolff-Metternich, sondern als der des Herrn v. Kid er len Wächter in der Leitung des Auswärtigen Amtes ausersehen sei, während als Botschafter in London der gegenwärtige Vertreter in Washington, Gras Bernstorfs, und als Nachfolger Marschalls in Konstantinopel entweder der Gesandte in Athen, Freiherr v. Wang e nheim, oder der in Bukarest, Tr. Rosen, in Betracht kommen soll. Auch die Meldung vom Rücktritt des Herrn». Kiderleu-Wächler ist ja nichts weniger als neu: ob sie sich diesmal mehr als bisher bewahrheiten wird, bleibt natürlich abzuwarten. Endlich sei, um der Ehronistenpflick)t zu genügen, mit noch stärkerem Vorbehalt das Gerücht verzeichnet, daß Freiherr v. Marschall für einen noch verantwortungsvolleren Posten, nanu üch für den des deutschen Reichskanzlers und preußischen Ministerpräsidenten in Aussicht genommen sei. Aber diese Stellung ist bekanntlich noch nicht vakant, und Herr von B e t h m a n n -H o l lw eg ist schon so oft für amtsmüde oder demissionsreif erklärt worden, daß es ihm am Ende gehen könnte wie den Totgesagten, denen man bekanntlich ein besonders langes Leben zuschreibt. Einige Berliner Blätter erörtern zum Geburtstag des deutschen Kronprinzen, der am 6. Mai sein 30. Lebensjahr vollendet hat, auch wieder die Kanzlerfrage. Ter Kaiser soll mit dem Fürsten Bülow in reger Korrespondenz stehen und auch diesen um Rat in schwierigen Fragen gebeten haben Die Nachricht ist unbestätigt, es wäre aber durchaus nicht unnatürlich, wenn sie der Wahrheit entspräche. In auswärtigen Fragen hat Fürst Bülow doch wohl ein Diel weiteres Urteil als der heutige Kanzler. Marschalls Zrühlingsurlaub. Aus Berlin wird uns geschrieben: Wie wir hören, roirb der Reichskanzler v. Beth- maitN-Hollweg sich Ende dieser Woche nach Karls- . ruhe begeben, um dem 5t a i f*c r über einige schwebende politische Fragen Vortrag zu halten. Es gehört nicht allzuviel Kombinationsgabe dazu, um „schwebende Fragen" zu ermitteln, in Bezug auf die der leitende Staatsmann das Bedürfnis fühlen konnte, sich über die Meinung des Monarchen zu unterrichten. Man braucht nur an die Wehr- Dorlagcn zu denken, deren Tecknng angesichts der scharfen Gegensätze zwischen rechts und lims über die Etatsaufstellung und die Branntweinltebesgabe noch ganz erhebliche Schwierigkeiten verursachen dürste, und an die Jesuiten- frage, deren von der bayerischen Regierung verlangte Neuregelung den Bundesrat vor ein recht heikeles Problem stellt. Aber als nicht minder ivichtig und dringlich dürften dem verantwortlichen Staatsmann in dieser Zeit des chronischen Szenenwechiels auf dem Welttheater die Fragen der auswärtigen Politik erfchelnen, und daß diese den 5,'auptgegenftalid der Audienz bilden werben, dafür scheint die Tatsache zu sprechen, day der deutsche Botschafter am Goldenen Horn, Frhr. Marschall v. Bieber- slein, Konstantinopel „auf Frühlingsurlaub" verlassen hat, und daß er, wie gemeldet roirb, mit dem Kaiser in Süddeutschland, also voraussichtlich in Karlsruhe und vermutlich in Gegenwart des Reichskanzlers, zusammentreffen roirb. Es gilt als ein offenes Geheimnis, baß dieser „Urlaub" kein Urlaub ist, sondern daß Frhr. v. Marschall sich nur noch nach Konstatitinopel zuiückbegebeu roirb, uih dem Sultan fein Abberufungsschreiben zu überreichen. Trifft diese Version zu, bann müßte es freilich außerorbentlick)es Erstaunen erregen, daß der Botschafter von seinem Posten geraoe zu einer Zeil abberufen roirb, wo bie Orientfrage infolge des italienisch-türkis ch e n Krieges und der durch die italienischen Flottenbiverfionen im Aegäischen Meere sich ergebenben Schroierigkeiten, bie bcfonberc Aufmerksamkeit ber Diplomatie in Anspruch nimmt, und es wäre dies natürlich nur dadurch begreiflich, daß Frhr. D. Marschall, der ja den begrünoeien Jtuf des befähigften deutschen Diplomaten genießt, für eine noch roid)tigerc Mission in Anspruch genommen werden soll. Welches diese Mission fein roirb, bar auf scheint bie noch nicht amtlich beglaubigte Melbung hinzudeuteii, daß Der Rücktritt des deutschen Botschafters in London unmittelbar bevorstehen soll. Tas Gerücht ist sreilich nicht neu, beim über bie chronische Erfolglosigkeit des Grafen Wolff-Metternich, dem schon seit Jahren nachgesagt wurde, daß die englische Regierung besonderen Wert auf sein Bleiben lege, da |ie sich davon für bie englischen Interessen viel verspreche, ist schon früher viel gesprochen worben, während die Freunde des Botschafters Diefeu stets in Schuh genommen und feine Mißerfolge der Macht der Verhältnifie zugefchrieben haben-. Jedenfalls würde, wenn die Meldung von ber Ersetzung des Grafen Wolff-Metternich durch den Freiherrn v. Marschall sich bestätigt, daraus hervorgehen, ivelch außerordentlicher Wert von deutscher Seite auf die bisher stockend verlausenden Verhandlungen'mit England gelegt roirb. Zweifellos wäre Freiherr v. Marschall, wenn er dazu bestimmt wäre, als der offizielle Vertreter Deutschlands jene Verhandlungen in i London fortzusühren, der rechte Mann am reüften Ort, \ uni so mehr, da ja hierbei auch die orientalqdjen Fragen, vor allem die ber Bagdabbahn, eine höchst bebeutfame Rolle spielen. Die Italiener aus Rhodos. Die Besetzung ber Insel Rhodos durch bie Italiener hat, wie heute gemeldet roirb, das türkische Volk nicht im geringsten aufgeregt. Das Mutterland am Goldnen Horn weiß es, daß aus Rhodv.' nicht viel zu holen ist, roeber Gelb noch Gut, noch Ehr und Herrlichc'eit. Der Hafen ist versandet, die 26000 Einwohner, oie sich aus 16 700 Griechen, 5000 Juden, 4000 Türken und 300 Westeuropäern zusammensetzen, bilden keinen Elitebeftandteil des türkischen Volkes. Tie italienische Berichterstattung brüstet sich heute damit, daß ber 3000 Mann starke Feind am Samstag mehrmals geschlagen worden sei und sich ins Innere zurückgezogen habe. Vielleicht werden diese armen Menschen dort nun ausgehungert, was die Italiener dann zu einer neuen Siegespost veranlassen wird. Die türkische Ver- nmltung, die noch in den Kinderschuhen des neu erwachten Reiches steht, hat für die an sich fruchtbare Insel bisher wenig getan und daher immer mit einer Unterbilanz gearbeitet. Die Türkei, deren lebhafter, neu erwachter nationaler Geist nicht mehr verkannt iverden darf, krankt vorläufig noch an sehr schlechten Finanzen. Das beweist auch die heute vorliegende Meldung von einer neuen Anleihe. 9hir zwei Millionen für Bedürfnisse des striegel sieht diese Anleihe vor. Damit ist freilich wenig zu leisten. Nach einer Mitteilung ber „Köln. Ztg." aus tionftantinopel erwartet man, daß die Italiener demnächst zur Lust den Dardanellen zu Leibe gehen, nachdem sie auf den Inseln im Aegäischen Meere sich die nötigen Stützpunkte kommen nicht in Betracht, weil bei ihnen bie Ernährungsfrage unlösbar bleibt. Aber der Hund frißt alles, frißt Nobbcnhaut, Fische, Beeren und Mosämsvchfen und näljrt sich auch noch von den Knochen seiner toten Kameraden. Seine Urahnen gaben ihm Kraft und Gelehrigkeit: die Straft und die Zähigkeit stammt vom Wolfe, die Gelehrigkeit und der Gehorsam vom Hund. Und die Frucht dieser Paarung, der echte „Malamute" — wie die Eskimos ihn nennen — übertrifft sich selbst. Sechs dieser Hunde schleppen über Schnee und Eis eine Last von 800 Pfund in einer Stunde elf Kilometer weit, ja sie legen an einem Tage oft 90 Kilometer, wenn nicht mehr zurück. Einen Schnelligkeitsrekord haben die Schlittenhunde des Leutnants Schwapka einst aufgestellt, als zur Nachtzeit über 15 Kilometer entfernt ein verlassener Matrose gesichtet wurde. Zwei Eskimos zogen sofort mit einem Gespann von 40 Hunden aus, und bie 15 Kilometer wurden in nicht ganz 22 Minuten zurückgelegt. Unschäpbar sind diese Eskiinohuitoe aber als Jäger, bann loht ihr Temperament auf, die Wildheit des Wolfes bricht wieder Durch und feine menschliche Kraft wird einem Eskimohund von dem Sturm auf die Beute abhalten. Furcht kennt der kleine zottige Geselle nicht, ja er greift sogar den Baren an, er ist eine Kämpfernatur durch und durch. Das müdeste, abgespannteste Rudel Hunde vor dem schweren Schlitten lebt wie durch Zauber plötzlich zu frischer Kraft auf, wenn wett' weit im Schnee ein dunkler Punkt ein jagdbares Tier verrät. Tann fällt ihre Erschöpfung ab, wie der Wind braun das schwere Gefährt über den Schnee und der Mensch miib sich schleunigst auf den Schlitten werfen, um nicht einsam in __ben Eiswüsten zuruckgelassen zu werden. In dem glühenden Temperament dieier Tiere lebt aber auch die Eisersucht und das Mißtrauen gegen die Kameraden. 3iott erzählt ein merkwürdiges Beispiel Dafür: eines Tages wurden nur einige Hunde zu einem Ausflug mitgenommen. Als sie zurückkehrten, wurden sie von den Genossen zornig und verächtlich empfangen. Durch welche Intrigen mochten diese A?unDe ihre Auswahl zum Ausflug erreicht hoben ? Welche Vorteile haben sie vielleicht genossen, während die anderen daheim blieben, welche Beute vielleicht erlangt.-' Etn paar Tage spater führte dieses Mifztrauen zu Tragödien. Ter oührerhund des damals bevorzugien Gespannes war von dem Tage ,einer Rücklehr an bei den Genossen verholzt: wie freuDig er auch bellte, wie freundlich er auch mir dem iSchweise wedelte: it war schon nn SttUen zum Tode verurteilt. Und bei Dem erften kleinen Fehltritt entstand im Hundelager plötzlich ein t'iirm, die ganze Menet fiei über Den armen unfajulDigen Gesellen Ijer, ein wildes El-aos eniftaird und als man em paar Minuten fpaier endlich wieder Herr über Die wüste Gesellschaft geworden war, lag agj ZzodM der .L8LW zerfleischten Hundes. (!) Neue römische Funde in Mainz. Lius dem Grundstück der Rheinischen Baugefellschaft wurde em Begrab- nisplatz der römischen Garnifon Mainz aufgebedt. Tie auf« gesandelten Grabsteine dürften aus dem erften Jahrhundert stammen. — Ein Gemälde von Raffael entdeckt. Der fran» zösifche Kunstkritiker Boyer T'Agen hat, wie der Figaro bc richtet, vor kurzem ein hervorragendes Werk von Raft'ael entdeckt. Bei den umfangreichen Vorarbeiten für em Werk über „Raffaels Korrespondenten" kam er an die verschiedensten Orte, in denen er Beziehungen zu dem großen Meister aufzuspüren hoffte, und auf diesen Wanderungen konnte er in L a Rochelle die Hand auf eines feiner Hauptwerke legen, das man feit langer Feit verloren glaubte. Es handelt sich um das Bildnis von Elisabeth Gonzaga, Herzogin von Urbino, ein Bild, von dessen Vorhandensein man wußte, dessen Spuren aber verloren waren. Ter Herzog Guidobaldo von Urbino hatte dieses Gemälde mit anderen Geschenken nach London gesandt, um den König Heinrich VII. feinen Tank dafür abzustatten, daß er ihn zum Ritter des Hosen bandordens gemacht hatte. Boyer d'Agen vermutet nun, daß Safob II. das Bild mit sich genommen habe, als er während seiner Verbannung in Frankreich in La Rochelle landete, und das; das Werk dann in dieser Stadt zurückgelassen worden sei. Jeden falls scheint das Gemälde durchaus authentisch zu sein Es trägt die Signatur Raffaels von Der Hand des Malers selbst mit dem Datum 1505; irgendein unbekannter Künstler hatte jedoch em Stück Leinwand über diesen Namenszug geklebt und feinen eigenen 91amen daraufgeseyt. Das Bild ist vor kurzem feinen bisherigen Besitzern für eine verhältnismäßig bescheidene Summe abgcüum worden und wartet nun auf seine weitere Bestimmung. — Kurze Nachrichten aus 3t u n ft und Wilsen- schalt. Eine S o n b e r a u s ft e 11 u n g < ü t Schrift wird in Dresden vom 4.-25. August 1912 veranstaltet. Schrift und Schristunterrlcht lautet das Thema, das den internationalen Kongreß für Kunfiunierricht, Zeichnen und angervanbte Kunst, Dresden 4.-25. Augun 1912 beschäftigen wird. Neben Der Ausstellung von Schülerarbeiten wird eine SonDeraiisstellung für Schrick eingerichtet werden, in der Schriftwerke freischaffender Künstler und "c.aer zeigen jollen, nach welchen Zielen oie netizeitliche Schriftbewegung führen will. ing’sverleg'ung! im 15. Mai der fc SditaW- 'ottsrie ur 1 Mark »«« an Abzug zu gewinnen, ick Mk. 10.- sind zu haben ichacker, Neuen Baue 11 rstrasse N. 3231 Die wahren Helden der Pole. „Ohne die Eskutwhunde würde Die Geschichte Der Pole nie erzählt werden," darin gipfelt der Lobeshymnus, den der Nordpol- cmdecker Peary auf seine treuen vierbeinigen Rcisegenossen an» stimmt, denen das American Magazine einen fesselnden Aufsatz über diese wahren Helden der Pole iviDmet. Tie Entdecker und isvrschungsreisenden finden fast immer nach ihrer entbehrungsvollen Fahrt durch das ewige Eis den Weg zur Heimat wieder, iie kehren zurück: aber die Eskimohunde, Die draußen in Den Eiswüsten Die treuesten und wertvollsten Freunde und Gehilfen der Menschen sind, kehren fast nie wieder, nur wenige von ihnen überleben Die Expedition, die meisten gehen als treue Schildknappen im Dienste Der Wissenschaft in einen sicheren Tod. Wenn sie am Wegrand sterben, bilden sie für Die überlebenden Kameraden noch ein Frstgerrchi, wenn Der Forscher ihrer nicht mehr bedarf, kracht ein Schuß, der Hund hat ausgelitten und er nährt mit seinem Fleische unb seinem Blute Den grausamen Herrn. Ämundsen hat ein Loblied auf Die Freuden eines Hundebratens gesungen, und als Peary vom Nordpol Heimkehrte, brachte er nur wenige, nur ein paar seiner Hunde mit beim: Die letzten üeberlebenben einer großen fröhlichen Schar, Die lustig bcllenD auf Abenteuer ausgezogen waren. Der Eskinwhund ist nad) Dem Urteil Pearys zum mindesten ebenso intelligent wie irgendein Öunb unserer zivilisierteren Zone, aber er ist zugleich tauienofach nützlicher^ Ter zottige Geselle verdient sich sein lleocn, ernährt stch selbst und verachtet die Beauemlichleiten eines mnhcio>en hebens. Taher vermag er sich auch nicht in Der Zivilisation lange ist erhalten; wenn sein lieben feine Arbeit mehr ift, wenn keine Anstrengungen kommen und keine Ubenteuer locken, wenn nur Müßiggang und Bequemlichkeit Den s,ag Tüllen, Dann legi Der Eskimohund itd) in die Ecke und stirbt. .Iber draußen auf dem Marsche über Eisuippen und Schneeselder, tagelang 1/ungernö, abgemagert, nur noch ein Schatten seiner selbst, dort erllimmt der Polarhuitd den Gipfel seines Gebens, Don gibt er, r,cyer i>Geniai lann. icott scheuerte, bei ieinen; Verstich aur LuDpol, -«U a Udl typ tenuier^ .. ...Chinas: ? ant auch der NronH th“l,c'e"Lw<..6liPI* geschaffen haben. In dieser Beziehung sind die Italiener ikren Feinden natürlich auch weit Überlegen. Aus der türkischen Fliegerschule, Die bei S. Stefano eröffnet worden ist, sind unter der Leitung englischer und französ.scher Flieger zwar einige Leute ausgebildet worden. Die jetzt darauf brennen, dem Feinde die Stirn zu bieten. Tic Jia licner haben dagegen schon eine ansehnliche Luftflotte. Tas würde ein interessantes, zugleich auch sehr trauriges Schau- spiel für die Welt werden, wenn die neuen Waffen in der Luft eine große Feuerprobe zu bestehen hätten. Wir erhalten folgende Nachrichten: Tie Agencia Stefani meldet von Rhodos vom 5. dS.: Ter etwa 3000 Mann starke Feind wurde gestern mehrmals geschlagen und bis unter die Maucrii von Rhodos zurück- geworfen. Nachts zog sich der Feind in kleinen Gruppen ins Innere der Insel zurück. Tie Italiener hatten sieben Verwundete, von denen einer gestorben ist. Der Feind hatte 23 Tote und 48 Verwundete: 57 Türken, darunter ein Offizier, wurden gefangen genommen. Heute früh wurde die Ucbergabe der Stadt binnen einer Stunde unter Androhung d e s B o m b a r Dementi» im Falle der Weigerung gefordert. Um 8 Uhr erschien der interimistische Gouverneur im italienischen Kläger, um die Unterwerfung cmzubieteii. Um 9 Uhr besetzten die Truppen und Matrosen Die StaDt; sie rourDen von Der Bevölkerung gut ausgenommen. General Amealio erließ sofort eine Proklamation und traf Vorkehrungen für Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. K o n ft a n t i n o p e l, 7. Mai. Dem Kriegsministerium find Durch Vermittlung Des optischen Telegraphen Einzel- heilen über Die UanDung Dbr Italiener auf RhoDos zugegangen. Die im wesentlichen nichts neues besagen. Tie italienischen Verluste werben an Toten aus zwei Arüllerieossiziere unb mehrere Solbaten angegeben. Ein italienischer Artillerieoffizier ist gesungen genommen worben. Ter Verkehr burch optischen Telegraphen Dauert ununterbrochen fort. Ter „Berliner Lokalanzeiger" melbet aus Konstan- tin Opel: Wie Dem Kriegsministerium aus RhoDoS ge» melbet roirb, würben bei ber Laubung zwei voll besetzte italienische Boote burch türkische Gra- naten zum Sinken gebracht. Konstantinopel, 6. Mai. Die Presse zeigt sich gegenüber ber italienischen üunbung aur RhoDos indifferent. Selbst Die Besetzung sämtlicher Inseln Des Archipel»,- schreiben einige Blätter, werbe ben Krieg nicht beenbigen. Mit jebem Tage wachse bas Vertrauen Der Ottomanen. Es verlautet, Daß Die Regierung mit Der Banque Ottomane und einem anDeren französischen Institut wegen einer Anleihe von 11 Millionen verhanDele, von Denen 5 Millionen Francs zur Deckung Des Defizits im Budget, 2 Millionen zu Verkehrszwecken und je 2 Millionen für Bedürfnisse des Krieges und der Marine verwendet werden sollen. S a l o n i f, 6. Mai. Vier Kriegsschiffe kreuzten gestern vor Enos und trafen nachts vor Tedeagätsch ein. Tie Schisse setzten ihre Scheinroerser in Tätigkeit, verschwanden aber bald wieder. Der Tampfer „ThasvS" der Khedivial-Kom- panie wurde vor Rhodos von den Italienern beschlagnahmt. Tie Beseitigung der schwimmenden Mmeu aus deu Dardanellcn. Konstantinopel,?. Mai. Nach authentischen Nachrichten ist mit derBeseitigungderfchwimmenden Minen in Den Dardanellen heute vormittag begonnen worden. Es wird angenommen, daß Die Durchfahrt am 8. Mai wieder frei sein wird. Nr. 107 ____Erster Blatt 162. Fahrgang Dienstag, 7. Mai (9f2 Der Siietzener Anzeiger tih WT A Veznfldvrets: erscheint laflüÄ, an&er ÄA-/ ▼ CV ” monatlich75P^viertel- WBML xj IVIIV11VV v# 111V lUVV wirtschaftlicheSeUfra-en ™ B ~ V V ~ ™ c5defndakteur:A i'ck>etz. Feriisprech -Anschliiiie: Verantwortlich für den tnr die Reaktion 112, e < politischen Teil: Auanck 8® Seneral-Anzeiger für Oberhesse» £»£ st.r"Ä"'T^'!snüm!ue! Hotofionsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion. Erpedttion und Druckerei: Schulstrahe 7. bis vormittags 9 Uhr. vüdingen: Zernfprechcr Nr. 269 Sefchüftzstelle Bahnhofstraße 16a. Änzeigetitell^ H.'' Beck. iie und Pensionat vor nann, Giessen Ml Süd-Anlage J weiblichen Handarbeiten, sor,- lalerei, Tiefbrand, Sehnitzw. ■ und Glasmalerei usw. >der teilweise Pension im Hauu v jubiläum. Kreis Schotten. Danke ixüt die vielen Bewe die mitteiLcnDorte bi und die Mlericken Rt b« dem Sexluhe unlei l Akao. Ser) 1. und Ehrenpreis, Louis Lenz (Ges. Gab.) 3. Preis. 200 Silben: Friedrich Kyritz (Ges.) 1. und Ehrenpr., Willy Techert (Ver. 61) 2. Pr., Ludolf Köhler (Ver. 61) 3. Pr. 180 Silben: Frau Lina Karnbach .(Dam.-Ser.) 1. und Ehrenpr., Andreas Reining (Ver. 61), "Alex Karnbach (Ver. 61) und Karl Müller (Ser. 61) 1. Preise. 160 Silben: Otto Trapp (Gym.), Herrn. Rabes (M. Ver.), Gustav Göttelmann (Vcr. 61) 1. und Ehrenpr, Kurt Kramer (Gym.), Willy Bausch (Ak. Ver.), Rud. Schmidt (Realgym.), Ernst Geitz (Realgym.), Willy Jordan (OberrealschuleHeinr. Schmidt (Ges.), Rud. Fourier (Gym.) und Ludw. Petri (Ver. 61) 1. Pr. 140 Silben: Herm. Buff (Ak. Ver.) und Wilh. Keller (Ober» realsch.) 1. und Ehrenpr., Lina Brasch (Dam.-Ver.) 2. Pr., Wilh. Vogel (Ver. 61) 2. Pr. und Luise Wink (Dam.-Ver.) 3. Pr. 120 Silben: Karl Wiener (Gym.), Hugo Walleniels (Gym.) und Marie Luch (Dam.-Ver.) 1. und Ehrenpr., Heinr. Pieper (Ser. 61), Karl Mandler (Ser. 61), Heinr. Sann (Ser. 61) 1. Preise, Heinr. Fritsch und Alwin Wolf (Ser. 61) 3 Pr. 100 Silben: Die französische Bedrängnis in Marokko. Der Aufstand der Marokkaner scheint von den Franzosen jetzt recht ernst genommen zu werden. General Moinier hat wieder um Verstärkungen ersucht, und die „friedliche Dm:ch- dringung" wird offenbar heiße Schwierigkeiten machen. Wir erhalten folgende Meldungen: P a r i s, 6. Mai Nach einer Blattermeldung aus F e z hat General Moinier die Regierung um die schleunige Absendung von drei Bataillonen nach Marokko ersucht, da diese für die Ueberwachungder Etappen st raße von Fez nach Rabat unerläßlich seien. Man glaubt, daß diese Verstärkungen noch vor der Ankunft des Generals Liautey in Fez abgehen sollen. Die Regierung hat auch die Absendung mehrerer Artilleriebatterien nach Marokko ins Auge gefaßt. Aus Fez wird ferner berichtet, die in der Nähe von Fez gemeldete feindliche Abteilung hat sich bei Annäherung des Obersten Giraudon zerstreut. Die Kolonne Giraudon wird wieder nach Fez zurückkehren. Die Kriegslage bei Homs. K o n st a n t i n o v el, 6. Mai. Wie das StriMSnuniftc- tium mitteilt, versuchten die Italiener am 2. Mai einen Ausfall an der Küste östlich von Homs, sie stießen auf heftigen Widerstand, so daß sie über die am Meere gelegenen Ruinen von Lebda nicht Vordringen konnten. Die I t a l i e n e r, von einem Kriegsschiff unterstützt, verloren nach Schätzungen mehr als 70 Tote. Die Türken und Araber hatten drei Tote und drei Verwundete. ____________ Elrbeitsp kh.i, " «n W-°. 61,(2 2ailei« , 'S L 'ZS f." ’“i btn u2 1 "W, ■ I. 'fts (S 0 n b e r z.vei 2. Pr.; Jean Ham IN ermann drei L, einen 2. und (rbrenor.; Ludw. Hanau drei 1. und zwei Elirenvr.: Mar Hartmann 3. und Ehrenpr.; H. Henkel jivei 1. und Ehrenpr.: Rechtsanwalt Hornberger zwei 1., einen 3., zwei Ehrenpreise und Epezialvreis der Hesüschen LandwirlschailSkammer: Karl Jughard II. 3. Pr.; Fritz I u n g 1. und Ehrenpr.; Rechtsanwalt Kurt Kaufmann 1., Ehren- und StaatSpreis; I. Kreut er Ehrenpr.: Ang. K i l b i n g e r 3. Pr.; Schutzmann Rio e 6 2. und Ehrenor.: Apotheker Kneb 1. Pr.; cand. med. vet. Geusen zwei 8. Pr.; Job. Nickel L. Pr.; Karl N i ck e l 8. Pr.; Ernst Nieman n vier 1., drei 2M ein 3. und zwei Ehrenpreise; Ana. Noll zwei 2. Pr.; Stud. Ang. Matkowsky zwei 1. und Ehrenpr.; Vubro. Müller IV. zwei 1. Pr.: Frau Direktor M. Ohm I. Pr.; Karl Sirr 1. und Ehrenpr.; Rud. S f a f f 1. und 2. Pr.; Cbei- slabSarzt Plagge zwei 1. und Ehrenpr.; Wilh. '.Rebmann zwei 3. Pr.; Fritz Rumps I. und Ehrenpr.; Joh. Schäfer III. 1 Reserve- und Ehrenpreis; Dr. med. Schaffer 2. Pr.; Karl Schmidt zwei 1. und Ehrenpr.; Ferd. Schmidt zwei 1. und zwei 2. Pr.: Fritz Schreiner lieben 1., vier 2, drei 8„ zwei Ehrenpreise und Ehrengabe der Stadt Gießen; Frau L. Schuch- hard 1. Pr.; Georg Schütz 3. Pr.; Ranjleirat Schiffnle 3. Pr.; Bauunternehmer Schneider vier 1., drei 2. und einen 3. Sr.; Sekretär Schwarz vier 1., drei 2. und Ehrenpr.; Auq. Schwan nenn 1-, zwei 2., zwei 8. und zwei Ehrenpreise, sowie den EpezialpreiS der Hess.LandwirtichallSkammer; Aug. Schwan unb Ernst Niemann für gemeinsame Zucht zusammen zwei I. Preise; Schutzmann Seitz 3. und Ebrenpr.; LouiS Sund- Heim 3. Pr ; Georg Todt 2. Pr.; Karl Volk sieben 1., einen 2., zwei Ehrenpreise, die große Zuchtmedaille vom Dobermann-Pinscher- • Klub und Ehrengabe der Stadt Gießen; Ctadtverordn. Hch. Winn zwei 1. Preise. ** Sachbeschädigung. An den Schlachthof- anlagen wurden in der verflossenen Woche 15 Fenster - ' cheiben eingeworsen. Als Täter wurde ein 16 jähriger Junge sestaestellt. ... ,, , ** Diebstahl. Aus der Waschküche eines Hauses der Marburger Straße wurde in der Nacht vom 4. auf 5. d. M. ein Fahrrad, Marke „Suderland" mit der Polizeinummer G. 4472 gestohlen. Landkreis Gießen. n. Klein-Linden, 6. Mai. Ein Bubenstreich wurde wischen hier und Grvßen-Linden von zwei Bürschchen verrichtet. Sie s ch o s s e n auf vorbeigehende junge Leute mit einem fiebert. Einem IGjäbrigen jungen Mann von kner drang ein Geschoß in den Oberschenkel. Er mußte in die Klinik verbracht werden. Kreis Büdingen. 4- Nidda, 6. Mai. Am Samstag abend fand im Gambrinus hier die Ueberreichnngder Gesellenbriefe statt. 24 Lehrlinge von Nidda und.Umgebung hatten die Prüfung bestanden, darunter drei mit sehr flut. Ein Prüfling war im Besitz der Berechtigung zum Einjährigen. Zu der Feier hatten sich die Eltern und Lehrmeister der jungen Gesellen sowie zahlreiche Freunde des Handwerks eingefunden. Tas Kaiser-Orchester trug durch eine musikalischen Darbietungen wesentlich zur Erhöhung der Feier bei, deren Leitung in Händen des Hauptlchrers Höhn lag. — An Stelle des erkrankten Rechners des Ober- hessischen Bienenzüchtervcreins, Lehrer Hotz zu Nidda, ist Leberr M a r g o t t daselbst vom Vorstand dos Vereins bestellt worden. H. Mittelgründau, 6. Mai. Am Sonntag. 5. Mai, sand hier die 1. Bezirks Versammlung des Krieger verbandeS Büdingen für 1912 statt. Anwesend war der gesamte Bezirksvorstand und die Vertreter der 19 Bezirksvercine mit Ausnahme von Bindsachsen, der entschuldigt fehlt. Tie Tagesordnung des im Juni in Niederolm stattfindenden Ser-, bandstages wurde beraten und die Stellungnahme des Vertreters, der für den Bezirk Büdingen dorthin geht, zu den verschiedenen Anträgen bestimmt. Ständiger Vertreter für den Bezirk Büdingen ist der Vorsitzende, den zweiten Vertreter hat der Verein Rinder-' bügen für dieses Jahr zu stellen. Die Jungdeutschlandbewegung wird vom Vorsitzenden eingehend besprochen und den Vereinen deren Förderung dringend empfohlen. Der zweite diesjährige Bezirkstag wird in Diebach a. H. anfangs September abgehalten. Weiter teilt der Vorsitzende mit, daß vom Präsidium Briefe. Tagebücher usw. von Kriegstellnehmern an den Kriegen 1866 und 1870/71 gesammelt werden sollen. Um Abgabe solcher Schriften an den Vorsitzenden wird gebeten. Die Teilnahme an der Kyffhäuserfahrt, die in diesem Jahre auf Anregung deS Landesverband stattsindel, wird empfohlen. Weiter werden noch verschiedene Vereins- und Bezirksangelegenheiten besprochen. = Hainchen, 6. Mai. Gestern feierte die Hebamme Henrich in voller Rüstigkeit ihr 40jähriges DienstDer erste Vortrag betraf die Sicherung gegen das Sinken havarierter Dampfer. Ter Vortragende stellte fest, daß in Deutschland durch beumberc Sonderten der L.-e- berussgenosscnschaft für überseeische Passagier Sammer eine vestimmie Anzahl und die Stellung einer wasserdichten Querschotte vm^e- chrieben roirb,_ wodurch eine gewisse Unsinkbarkeit biqer «schifte gewährleistet ist. Beim Untergang der „Titanic" liegt ein so ungünstiger Fall vor, wie er bisher nicht bekannt war. Deshalb wurde auf Am rag des Vortragenden ein besonderer Ausschuß eingesetzt zur Prüfung folgender Fragen: Verschärfung der Sckotttnvorsmristen für große Panagierdampser dahin, bar, im Vorschiff mehr als zwei wasserdichte Abteilungen voll Waffer laufen können, ohne das Schiff zum Sinken zu bringen: Revision der Vorschriften hinsichtlich der üblichen Berechnnngsmethode der Stabilität havarierter Schiffe, der Prüfung der Schotten unter dem Wasserdruck, des Wertes von wasserdichten Läiigsschotten, der Schottenschließvorrichtungen und der Pumpeneinrichtungen. In dem zweiten Vortrag wurde die Frage erörtert, welcher Bootsraum für eine volle Belegungsstärke als erforderlich er- achtet werden sollte. Ferner wurden erörtert die Große des Bootes, Ausrüstung der Boote mit Motoren, Lage des Bootsdecks und Aufstellung der Boote auf mehreren Docks übereinander, die Möglichkeit, die Boote einer Schiffsseite bei dem Vorhandensein einer Schlagseite auf der anderen Seite zu Wasser zu bringen, Bootsübungen, sowie die gesamte Organisation des Rettungsdienstes. Im Lause der Erörterungen hoben die Sertteter der größeren Schiffahrtsgesellschaften hervor, daß bereits jetzt Sorforjje getroffen ei, möglichst für jede an Bord befindliche Person (Sa)iagiere und ! Zesatzung) genügenden Bootsraum zu schaffen. Die eingesetzte schmmisswn soll Grundsätze ausarbeiten, welche seitens Deutschlands der internationalen Konferenz unterbreitet werden sollen. Ausland. In Serbien ist wieder einmal eine Kabinettskrisis eingetreten. Der Kriegsnrinister Stepanowitsch trat zurück, weil der Thronfolger Alexander bei dem letzten Offiziersavancement seinen Willen gegen die Vorschläge des Ministers durchsetzte. Infolge der Schwierigkeiten einer Koalition zwischen Alt- und Jungradikalen wird auch der Minister des Innern Protitsch abdanken. Der Rücktritt Protitsch's wird den Gesamtrücktritt des Kabinetts nach sich ziehen. In Neuyork chat am Montag der Prozeß der Regierung aur Auflösung des Stahltrusts be- gönnen. Die Beweisaufnahme wird zwei Monate dauern und es wird die Vernehmung hervorragender Männer als Zeugen erwartet. Auch Roosevelt wird vernommen werden. Der erste Zeuge namens Wallace Süll, ein früherer Beamter der American Steel and Wire Company machte heute Angaben über die .Preisabkommen von 1892 und 1906. Die Entscheidung deS Prozesses, für den ein besonderer Richter ernannt worden ist, wird in zwei Jahren erwartet. a. Schotten, 6. Mai. Der Wunsch deS Groß« Herzogs, im Vogelsberg ein Landbaus (schloßähnliche Villa wurde gesagt) zu besitzen, gebt seiner Verwirklichung entgegen. Mit der Gemeinde Breungeshain ist durch LandtaaSabg. Tr. Weber ein Vertrag abgeschlossen worden wegen Abtretung von etwa 20 Morgen Land am Gacker st ein zu diesem Zweck, entweder käuflich oder gegen Austausch einer aleich großen Fläche des Staates.'^ Vom Ortsvorstand zu Breungeshain und vom KreiSamt Schotten ist dieser Vertrag genehmigt worden. Der Gacker- \ stein liegt von Breungeshain nach dem Hoherodskopf zu« links über dem Eicheltälchen und hat die schönste Aussicht; t er ist auch mit dem Weg über Rudinashain zum Hoherodskopf in sanftem Anstieg durch herrlichen Wald zu erreichen.1 Die Markierung des rot-weißen Bandes führt übet den Gackerstein, etwa 120 Meter von der Halde entfernt befinde« sich die staatlichen (von Schotten gepachteten) Forellenteiche und das schönste Luellenbächlein diesseits deS Vogelsbergs, der Hundsbornsbach (erster Lauf der Nidda). Aus Herchen- dainer Gebiet war zum Zwecke der Erbauung des Land» Hauses das Gelände umsonst angeboten worden, die oben beschriebene Gegend sagte aber besser zu. -s-EichelSdors, 6. Mai. Hier starb gestern abend plötzlich infolge eine» Schlaganfalles unser langjähriger Seelsorger, Kirchenrat Fischer. Der Verblichene war zugleich Dekan des Dekanats Nidda. Sein Stellvertreter, Pfarrer Brill in Ober-WidderSheim, ist erst vor einigen Tagen all solcher gewählt worden, well der seitherige Dekanats-Stellvertreter, Pfarrer Hlldebrand in Echzell, in den Ruhestand getreten ist. Wilh. Kopp >.Ges. Gab.), Wilhelm Strauch (Ver. 61; und Wilh. Pcppler (Ges. Gab.) 1. und Ehrenpr., Heiur. Euler (Oberrealsch.-, Statt Heil, Georg Kyritz (Ges. Gab.) 2. Pr., Thomas Schwarz Des.), Willy Werner (Vcr. 61) 3. Pr. 80 Silben: Heinr. Vogel (Ges.) 1. und Ehrenpr., Fritz Schliephake (Realgym.), Emil Brück (Oberrealsch.), Else Frees .Dam.-Ver-), Fritz jföhler (Realgym.), Max Sadowsky (Oberrealsch.), Waldemar Schlehen- becker (Oberrcalfch.), Slug. Siebert (Ver. 61, 1. Preise, Karl Meirich (Ser. 61), Karl Müller (Ser. 61), August Frank ,Ser. 61) 2. Preise und Sergeant Wilh. Münch (Ser. 61) 3. Pr. 60 Silben: Karl Ass (Ver. 61), Willy Schmitz (Ge,.), Ludw. Schmitt (Ver. 61), Martin Korndörfer (Ser. 61), Fritz Weiß (Ges.) 1. und Ehren- preise, Friedr. Schomber (Ser. 61), Karl Heß (Ser. 61), Rich. Marx (Ver. 61), Louis Wagner (Ser. 61 , Ernst Hempel (Lber- realsch.), Ludw. Gilbert (Ser. 61-, Aug. Kling (Vcr. 61), Karl Göbel (Ser. 61), Rich. Klemm (Ser. 61), Heinr. Engelbach (Ver. 61), Paula Thomas (Dam.-Ver , Hans Espenschied, Ludw Schultheiß Ser. 61, Heinr. Müller (Ser. 61;, Ida Leichnitz zam.-Ser.) 1. Pr., Wilhelm Größer (Ver. 61), Friedr. Struck Gei 2. Pr, Gustav Horrcyseck Ver. 61 Karl Nagel ,£ber- real|cb;), Friedr. Roder (Ges.« 3. Pr. , , Prelügetrönte Hundezüchter. Sei der kürzlich abgepaltencn wießcner Hundeausstellung erhielten für ihre aufl gen eil ten Tiere folgende Gießener Aussteller die nach- Uehenden Preise: Fraulein Senninger zwei 1. und zwei Ehren- prei e; Wüh. B e ch t h o l d zwei 2. Pr.; Walther Sichler 3. Pr. Karl Trey ReservepretS; Leutnant Ebel hochlodende Slned.: Uöeorg Euler zwei 1. und Ehrenpr.; Joh. Fen,ch 8,Pr.; SaL Heer und Flotte. Besichtigung von ttrirgsschchen durch AelchStagsabgeorduete. Kiel, 6. April. Die Reichstagsabgeordnelen Tr. Struve lmd NoSke haben heute, wie die „Kieler Zeitung" berichtet, auf Einladung des Rcichsmarmeamles den in wenigen Tagen nach Amerika ausfahreiiden Panzerkreuzer „M ol t ft" und ein Unterseeboot besichtigt. Dieses unternahm mit den ÖCTtcit eine Fahrt unter Wasser Auch die .'taicnienanlagcn in Wit und die Erweiterungsbauten'am Kaiser-Will-elms-Kanal wurden besichtigt. Vie Konferenj für Zicherheikmabnahmen zur See. Berlin, 6. Mai. Staats,elretär Dr. Delbrück eröffnete vormittag um 11 Uhr die Konferenz zur Beratung von «^erhertSmatznahmen für überseeische Serioncnbeföröerung. Er 'uprte aus: Der deutsche Kaiser, welck-er dieser Angelegen- feü Jein lebhaftes Jntereste zuwende, stellte ein Programm für dre Konferenz auf, welche sich auf folgende Hauptpuuite erstreckte' 1. Sicheruitg gegen das Sinken havarierter Dampfer; 2. Retrungs^ boote; 3. Drahtlose Telegraphie; 4. Dampferrouten: ö. Sonstige navigatorische ^>icherhe,tomaßnahmen . Fayrgeschwnrdigkeit usw i Der Zweck der heutigen Konferenz sei, int Einvernehmen mit den beteiligten Inter es,enten und Sackverständigentreisen die deutschen Licherluntsvorschristeii im einzelnen nachzuvrusen und ine erforber Uchen Unterlagen für internationale Vereinbarungen zu gewinnen. Beim Eintritt in die Beratung der Haupivuntte würbe zunächst sestgesteUt, baß bic gegenroärtig in .Hratt stehenden deutschen Vorschriften für die Sicherung der Schiffe den ausländischen Vorschriften m i n d e >i e n s e b e n b ur 11 g, ui vielen Punk ten sogar überlegen seien und daß ferner kein einziger aus- roärtiger «taat für Ausstattung mit Rettungsbooten größere Anforderuiigen stellt als Demschlanü, k Ä-S LOS -MN •x* * d> Ziarkenbu ^Darmstadt, M- hrer “1 fpÄtn * K Änderungen ki I m im Truck vervtelsall Elb erigiert werde, L Arssenverhältmsic bt Äend sind Ze Mp Lfce Kai rn Mains I b Kainz.5.Mi Lq för besten und veiu ^schnationaleu vandluna ^Äoüag hier Iw t. Ä b die LerlMdlungen frrtonMungcii iolgte. am >7 Licderlaicl eine Ofientlti •ur fesmbt mr. 2er d>° rskiiicr-Tarmstadk, L ^rünschlag vom lllld Ingen bei'len (rtiolg wün« über die wictschaslliche La t nur für fchwarze, sondern auch für gelbe, braune und weiße Schuhe zu haben. Direkt bezogene Oesterreichische Meöizillal-Weillk sind in Flaschen billigst au haben bei Willi. Schneider, Arbeitsvergebnng. Für die Kabelleitung von Friedberg nach Imi Kraftwerk der elektrischen Ueberland - Anlage VülferSheim beabsichtigt die Provinzial-Direkt,on tberhessen folgende Arbeiten unter Hinweis auf den Kinisterialerlaß vom 16. Juni 1893 auf dem Wege siegen auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten sklSmarckftraße 32) zur Einsicht offen. Daselbst sind euch Angebotsüberdruckc zum Selbstkostenpreis er-- höltlich. Die Angebote sind bis Samstag, den 18. Mai d. Js., vormittags 10 Uhr, mit entsprechender Auf- Itrift versehen, verschlossen und posifrei bei dem ^ittrzcichneten einzurcichen. Die Oeffnung der An» 'yaete findet zu der genannten Zeit in Gegenwart *ua erschienener Bewerber statt. Zuschlagsfrist 14 Tage. Friedberg, den 6. Mai 1912. Der Grosiherzogliche Kreisbauinspektor. 0 Marburg, 6 Mai Die Zahl der Fremden, >te aus Anlast der Luftschiff-Landung gestern Mar- Letzte Nachrichten. Die Tagung der Zweiten Kammer, bs. Darmstadt, 7. Mai. Die 2. Kammer tret haue zu einer Tagung zusammen, die voraussichtlich nicht über diese Woche hinaus dauern wird. Heute standen nur kleinere Gegenstände auf der Tagesordnung, die zumeist ohne Aussprache ep- Ter Präsident schloß die Sitzung früh, nm den Dank*axnn». Qrüt die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrer Schulte und die zahlreichen Kranz- und Blumenivenden bei dem Verluste unserer teueren Entschlafenen sagen wir allen innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Aenratb, Familie Georg Neurath Familie Ludwig Neurath, Familie Wild. Ufer. Gerichtssaal. W ilhclmshä fen , 6. Mai. Wegen Beleidigung eines Offiziers und drei Ossiziersdamen hat das Schöffengericht den Pastor Rodick aus Rüitrinyen zu 200 Mk. Geldstrafe oder 20 Tagen Gefängnis verurtetlt. Brüssel, 6. Mai. Bei Mecheln ist der Aviatiker Olbrecht bei Versuchen auf einem Zrneiidccker gestürzt. Er wurde lebetregcidbrlith verletzt. Jeden Tag eine andere Suppe mit Knorr Suppenwürfel jeden Tag für 10 Pfennig 3 Teller feine Suppe nur mit Knorr Suppenwürfel. Was jeder Erfinder wissen muss, enthält d. kostenfrei zu bezieh. Broich. „Vatentwiffenschast". Sachl.,gedieaene Aufklärung. Patent und techu. Bureau ConradKöchline.'JJlitAL d. Verbandes deutscher Gul- achterkammern «Sitz Berlin», Mitglied d. deutschen Schutzoerbandes s. flciit Eigentum, Kieken, Ort-Anlage 14. «« Danksagung. Öftr die vielen Beweise der Liebe und Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste meines lieben Gatten, unseres geliebten Vaters, Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels, des Herrn Reinhard Ran Lehrer zu Bleidenrod sagen wir ans diesem Wege nefgefühltesten Dank. Sie trauernden Hinterbliebenen. ttwslap! 3—1 m lang, in la. Ware, alles Fichten Stammenden, liefert billigst jedes Quantum und nach jeder Station Wilhelm Eguer, Alsfeld Yoghurt- Käse nährt und kräftigt, fördert die Verdauung u. verlängert so das Leben. Reformhaus Kreuzplatz 5. 2993 London-Parisio Schweiz ... 8 Ober-Italien. 8 Ober-Italien 12 Riviera ... 13 Bornholm . . 3 b herrlichen wvb » nßen ÄgXdWW« bsStsS ***** WßU J longjahng" e,‘; mfiKi uni ‘7^ Verblichene ;j iß «(* | i« ft »* ! , in W1' V^m***^ I Fischmehl, Kücken futter Fasanenfutter, Geftügelfutter, Hundekuchen, Phosphor- Lebertran-Welpen- futter, Biskuit, Kraftfutter C. C. 5 von Gebr. Herbst, Magdeburg stets frisch in jedem Quantum am Lager bei Mall Geisse 0823.1 Steinmetz Kraft-Brot ist reich an Nährsalzen, immer frisch zu haben im Kdortnlians swe) Kreuzplatz 5. kmLU besuchten, wird auf 30000 geschätzt Alle frrt mmdrnbrnbrn Bahnen hatten Sonderznae eingelegt. Ein aus der Richtung Frankenberg kommender dicht besetzter Zug traf erst nach der Abfahrt des Luftschiffes ein. Die Marburger Straßenbahn erzielte ihre >)öä>stern nähme, nämlich 506 Mk. [] Gladenbach, 6. Mai. Das kürzlich in Rode» Hausen verhaftete Zigeumerpaar ist wieder aus der Haft entlassen worden. — Förster Kornmann in Dernbach faßte zwei Wilderer auf frischer Tat ab. uran sberg, 5. Mai. Als die Kaiserin von Bad- Raubeim aus vergangene Woche auf einer Aus fahrt unseren im Biesbachtal so idolliich gelegenen Ort besuchte, wurde sie von der 3drulpigewb besonders freundlich begrüßt und empfangen. Gestern wurde nun auf Veranlassung der Kaiserin der Schuljugend Kaffee und Kuchen verabreicht Alle Unkosten einpeschloss. Programme kostenfrei von Karl Riesel ^ «X Berlin. Unter d. Linden 56 tfxr Mitrelstforoernden erteilt werden, sondern nach den Angaden bt Socho^rständlgen an den Richttgrechnenden. Tann kann . Verbands tags wurde einstimmig Darmstadt bestimmt. Starkenburg unb iRlirmtifffen. Darmstadt, 6. Mai. Der (Borftonb des Lon d es- [ derbandes der Hausbesitzervereinein Hessen Kielt am 3. d M. hier eine Sitzung ab, in der die Frage der Wassergelderhebung und Wassermesser- miete besprochen wurde. Vertreten waren die Städte Mainz, Darmstadt, Offenbach und Gießen (durch Fabrikant Inderthal- Die für die Stadtverordnei en verfammlun-' \ gen der hessischen Städte bestimmte Denkschrift, mit deren Entwurf Direktor Volk-Mainz betraut war, kam zur V Beratung und wurde nach einigen Kürzungen und redaktip- »nellen Aenderungen einstimmig angenommen. Sie wird | nun im Druck vervielfältigt und an die zuständigen Stellen »alsbald expediert werden. Direktor Volk berichtete über I bte Kassenverhältnisse des Landesverbandes, die zuftiedcn- j stellend sind Die Hauptversammlung des Verbandes findet I (htbc Mai in Mainz statt dMainz.fi. Mai. Ter achte Handlungsgehilfe n- I tag für Hessen und Hessen-Nassau des Main-Weser-Gaues des | deutschnationalen Handlungsgchüfen Verbandes fand am Samstag r unb Sonntag hier statt. Am Samstag abend wurden im „Heiligen I «leist' die Verhandlungen des Gautages vorgenommcn. Ten ledigt wurden. _ .... Parteien Gelegenheit zu geben, zur Besoldungsvorlage Stellung zu nehmen. Morgen soll eine allgemeine Aussprache über die Besoldungsreform stattfmden. Die Ein-elberatung der Vorlage wird erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Varis, 7. Mai. Ter Professor Mefchnikoff tiötn Pasteurschen Institut teilte in der Akademie der Wissenschaften mit, daß es ihm gelungen sei, ein neues ^mpfmittel gegen den Typhus zu entdecken, das sich bei den an gestellten Versuchen bewährte. __ _ . Fez, 7. Mai. Die Abteilung der aufftändtschen Stämme zog sich beim Herannahen der französischen Truppen zurück Es verlautet aber, daß die Stämme eifrig rocitrr rüsten und für den nächsten Samstag einen Angriff auf Fez planen. Knorr-Kartoffelsuppe „ Eiersternlesuppe Knorr-Frühlingsuppe „ Weibertreusuppe Knorr-Köuiginsuppe „ Pilzsuppe MM» nach Iss4/» i l,nana x '' einen 8 WaS 1,Qlne Zuckt' 2 66$. fc Volk sieb.7 CUi"' nÖ mü btt Heben. ®*n Bubenstreich inur-. Mrlchch.« 'LL 'M Lette müelnmFloben Kr drang ein . . blc ^’n,f verbrackt ingen. . abend fand im ichung der Gesellen, ^on Wda und Umgebung darunter drei mit sehr flu; )er Berechtigung zum Ihn- 1 sich die Eltern und Lehr- >wie zahlreiche Freunde bc^ Kaiser-Orchester trug durck en wesentlich zur Erhöhung n Händen des hauptlehrcr^ krankten Rechners des Ober- , Lehrer hok zu Nidda, r: n Vorstand des Vereins b?- Universitätr-Nacbricpten. 8 Marburg, 6. Mai. Nach den heute beendigten I m m a - trikulatio nen an der hiesigen Universität stellt sich die Gcsamt'zahl der Studierenden im Sommersemester (ohne Hinzurechnung der Hospitanten) auf 2289, darunter 128 Domen. Es studieren 201 (darunter 3 Tarnen) Theologie, 396 Jura, 470 (21) Medizin und 1212 (104) Philologie. bk Marburg, 6. Mai. In der philosophischen Fakultät habilitierte sich Tr. Fritz Herrmann mit einer Antrntsvor- lcsung über „Palaeographic, ihre Methoden und Fortschritte". wandern und Helfen, väder und Sommerfrifdjen. • Bunte Blätter aus Württeinbera und Hohen- z o l l e r n (mit Ausstellungskatalog). Aus Anlaß der unter dem Protckiorat deS König« von Württemberg stehenden Schm.ibisctzen Landesausstellung für Reist- und Fremdenverkehr, die April dis Juni 1912 in Stuttgart slattfmdet, hat die Würlt »Hohenz. Pereinigung für Fremdenverkehr diest mit prächttflen Btldern tn natürlicher Farbenvholoqrapbie und anderen Bildern reich illustrierte Schrift HerauSgegeben, die unter der Cchriftleilung von Gustav Ströhmield-Stuttgart entstanden ist. Datz reizende Werkchen umfaßt 20 interessante Abhandlungen über das Schwabenland aus den Federn der besten Kenner desselben. Im Anschluß hieran enthält das Buch noch den Katalog der sehr sehenswerten Ausstellung und einen Anzeigenteil. Büsum, im Mai. An der Nordsee ist der Frühlmg tn§ Land gezogen: Herrlichster Sonnenschein lagert tagein, tagaus über den Fluren, Lerchen und Stare jubilieren, Storche und Schwalben sind zurückgelehrt, und von den Gästen, die alljährlich an bte See strömen, haben sich erst wenige emgeiundeu, den nordischen Frühlingszauber in seiner ganzen Schönheit zu genießen und gleichzeitig als mutige Vertreter der richtigen Erkenntnis, daß nicht nur der Sommer zum "Aufenthalt an der See geeignet, sondern daß auch im Frühling und Herbst eine Nur in der frischen Nordseeluft gewinnbringend und nützlich ist. Im Nordfeebad Büsum sind die Warmbadehäuser wieder geöffnet, die Bautätigkeit ist sehr rege gewesen, so datz allen billigen Ansprüchen ui Bezug auf Zahl und Einrichtung der Zimmer genügt werden kann. Wer sich näher über da« Nordscebad miterrichten will, findet alles Wissenswerte in dem neuen Führer, der in 16 000 Exemplaren DetauSgegebcu und bei den Auskunftsstellcn des Verbandes deutscher Nordseebäder, der Annonceii-Expedition von Haasenstem & Vogler, A.-G., sowie direkt von der Badelomniission kostenlos zu beziehen ist. iüBcn besucht war. Ter Gauvorstcher Schellin-Franksurt be- qrüßte die Amvescndcn. E-5 sprachen hierauf Regierungsrat ‘Pfeiffer- Darmstadt, Landtagsaba. Heerdt unb Oberlehrer Grünfchlag vom Alldeutschen Verband, die den Verhandlungen besten Erfolg wünschten. Die Herren Schell in sprachen über die wirtsclwillustc Lage der Handlungsgehilfen, Gießen- ncankfurt über Lcbrlingswesen und Jugendpflege im Kaufmanns-- fianbe und Sabelberg» Ober-Lahnstein über die Sonntagsruhe unb ihre Regelung durch die Gemeinden. Zu allen Vorträgen irurben Entschließungen angenommen. ! Mainz, 6. Mai. Die freie israelitische KuttusHe- meinbe emdjtet hier eine neue Synagoge, die un Rohbau fertiggestellt ist. Sie soll Ende September ein» jeL kommen nicht in ihre ftkiber und Pelzsachen, wenn Sie dieselben recht- zeitig mit dem neuen Jlottenaether und den übrigen Präparaten schützen. 2099 Central-Drogerie EmU Karn. Schabtr. Verhandlungen folgte am Sonntag vormittag im großen Saale der Liedettasel eine öffentliche Versammlung, die von 2—300 Per- Mai. Am Sonntag. 5. Mai. J lammlnng des Striegei- 1912 statt. Anwesend war i‘ i Lertreter der 19 Vezirksveu.^ | . der entschuldigt fehlt. Ü Niederolm stattsindenden Pei- 1 Stellungnahme des $ertietcii, 1 chin geht, zu den verschieden» f -treter für btn Äezirk Büding« dreier hat der Verein Rindn Die Jungdeutschlandbetvegung besprochen und den VereMv hlen. Der zweite diessährigt anfangs September abgebalten, daß vom Präsidium Htieu, ' hmem an den Aneacn IM* i sollen. Um Abgabe lolchn» wird gebeten. Die Wn , liefern Jahre auf Anregung M empfohlen- Weiter Mdmnttfi ksangelegenhetten besprochen Gestern feierte die Mmme eit ihr ^Ojähriges Dtenslh Xer* Wunsch beJ,?r^ rin Landhaus (föW* sss-te Iroed'6i; Mche des Staal-i ä 5 ff * ,n nach dem «**!ÄwS* vermischte». Feuersbrünste. Am Montag nadmnttag brach in der Fabrik der Aktion gesell- schäft für chemische Produkte vorm H. ch e i d e m a n d e l in WilhelmSberg aus bisher un ermittel ter Ursache ein größeres Feuer aus Nach längerer Arbeit gelang es der Feuerwetzr, daS fVoter einzudammen Pößneck, 6. Mai. In vergangener Nacht brach in der Texlilwarensabrik von Bernhard Siegel & Schütze Großscuer aus, das auf das aroße "Fabrikgebäude von I. G. Zoeth & Sohne sich ausdehnte. Beide Fabriken mit wertvollen Ma s ch i n e n, sowie einige anstoßende Baulichkeiten wurden e i u geäschert. Mehrere Hundert Arbeiter sind brotlos. In der Sprengkapselfabrik zu Dömitz erfolgte eine Explosion. Em Mann wurde getötet, eurer schwer verwundet. Einzelheiten fehlen noch. * * Die Ueberschwemmungen des Mississippi. Die Sage im Hebers chwemmungsgebiet rotrb immer ernster. Von Bicksburg bis New-Orlean> ift der Miffissippt bettächtlich höher als bei früheren Ueberschwemmunaen. Die Schuydämme sind von Handwerkern besetzt, welche versuchen, sie gegen den Strom zu halten. Motorboote sind abgesandt worden, um die Leute von den Hausdächern auszunehmen. Sie kamen in vielen Fällen zu spät: bisher ift es unmöglich, die Zahl der Opfer zu schätzen. Kleine Tayerchronik. Dem gestern abend ans Marseille in Paris eingetrofse- nen Maharadscha von Olwcr kam während ber Fahrt in der 9201)6 von Avianon eine Kiste mit Schmuck- fachen im Werte von 600000 Fran kett abhanden. Es ist noch nicht festgestellt, ob es sich um einen Diebstahl handelt Amtlicher Wetterbericht. Oefsentticher Wetterdienst, Gieße«. Wetteraussichten tn Hessen für Mittwoch, den 8. Mai 1912: Bewölkung langsam zunehmend, doch noch trocken, warm. H.F. Rausch GIESSEN Spezialgeschäft in Parkett - Böden Estrich unt Linoleum Steinholzböden vorwiegend aus Faserasbest 3119 und Aufztiiren. q oq r. F*? . -W i '' ) ' 4 / - 7* . > । .Jy W Ausstellung in allen Abteilungen ist eröffnet. Auch jetzt biete wieder eine hervorr. große Auswahl in neuest. Formen u. Farben Entzückende Neuheiten in Promenaden-Stiefeln f. Herren. Damen u. Kinder in schwarz u.braun Chevr. mBoxcalf u. Lackleder Spezialmarke M. 15.50,16.50 Die Frühjahrs Unsern Gruss zuvor! ganz ergebenst einzuladen. i A.: Fröbus Bahnhofntr. 54 Äur 4 Tage Zn Tode gen .Mai, abendsx ttdr: von Gudrun Hildebrandt nedit Wr. Lanzavcno ^crvn Bruder, war voriges ,1ahr der tLlon ui Ltcins Garten. Tcv neue ÖttUnbCT: R«nch, früher Kolosseum,Giehen. Der S. C. zu Giessen. D. z. Zt. präs. Korps „Hassia“ Rheinische Ieltmission Nachmittags 3l/4 Uhr: vibelstundc. Heute abend 8y3 Uhr, Thema: Zwei Grossmächte. Obermann, gleich welcher Konfession, ist freundlichst Gebrüder Berdux AlinMch 27 KknineEtr 231 Bekanntmachung. Samstag, den 11. Mai d. I., abends N Uhr, findet General-Persanimlnng des ^reditvcrcins zu Heuchelheim (E. G.m.u.H.) bei Wirt Heinrich Kröck V. statt. Tagesordnung: 1. Abhör der Rechnung nuB 1911. 2. Beschlußfassung über die auszuzahlende Dividende. Schulstr. 10 TelepHon 435 Mitglied d.Rabatt-Spar-Vereinigung IVatarheilverein Giessen Donnerstag, den 9. Mai abends 8'/, Ubr im Saale dec> Hotel Schütt: D’, Otfftntlichcr Vortrag des Herrn W. Barnberk aus Äafiel über ,, Frühlingskuren Eintritt für Richtmitglieder 30 Pfg. Mitglieder freu Srnst 'ßalser ™ 03958 Bahnhofetr. 54 Ä.ÄÖJ. in ßr feo e.rlfc flU ( »liA Tie " Mittwoch früh 9 Uhr und Donnerstag eintreffeud: feinste Angel - Schellfische 1—4-pfündig per Pfund 35 Pfg. lNordsee'Warel ver Pfund 35 Pfg. Heilbutt 75 Pfg., Seezungen Mk. 1.20 FischKoteletts « Hecht,m 9(Ä. 38 P^. Schellfische iHm *3“wni> w 50 Kabliau, kopflos blütenhell, im ganzen 4— lOvfünbigen .Zisch p. Psd. 17 Pfg., im Ausschnitt p. Pfd. 20 Pfg. 3 Stopf 580 Pfg. I ^Mltn i2 tolc yU?®* Um tnobfZr ncdra^ ptn sich QJW® canö 6on aj.ta Ausite ti(ä*en; roic ; Äen-.,olk"< r’flbtbur/Ä^a tot und L' >m,e bl ■ inSik Seine lieben A. H. A. H. und Angehörige auswärtiger C. C. C. C. erlaubt sich unterfertigter S. C. zu dem am MitiU'itCh. (len 8. Mai abends 8 h. a. pr. im grossen Saale vom Hotel Grossherzog stattfindvnden S. C. ■ Antritts ■ Kommers Mit« in«rM SZSS' raurbclIt w Ter Gene' LSW Jl» > "*jB 7“; <,,jMe vor, m “.QQt sich Ivrgen . Aftliche und lieue unter UiMnden aus bi Endung van Seimstaw Lrt sei icöcnialls, Ml I i'üMiN'cha'tlich benu^i ich auch aus gewerbllb 'm allgemeinen, msbesoi I '^egenberildierslatter unteriudue die Frage, ol i'nitfe oder auch aus städtisch erthteft werden solle. E I Landbesitz so auch für 0 schensivert seien, itc 1 nut>r größer sein als ' nung ZU bieten, Menschenalter immer m klschweren, so das Ans' Ztr Redner legte der 'i vor: „Lill man die ! kleinen Städten begün die die Neuansiedelunf da5 '.insiedelungsgesei in-besondere aber ist Grundstückes gegen Zr buch des vauptgutes bigtr gesetzlich zuzulc Tic übrigen Vortra, I Lerlm, Pros. Tr. Gr und Präsident Ztucc | schnstliche Aussührungei 3n der sich daran 1 führte Rechtsamalt Co viel iu schwierig sei, als irr urnl vor Uebeittag *ttWnw, da man s, lommt. Tie schwierige •igitn ‘Äblömmlinge sei dieser Abkömmlinge ar cnolgc. — Ingenieur jungen des französische Hamburg) meint, die rriter stelle des Inter, die Hausbesitzer der Ai llch'i seinen eigenen he laliam, diese Arage aus «viiimmung sand nicht aus morgen vertagt. B .Nachmittag san ^ °»statt, und abend L9e,,in« Kolosseum Dir. Karl Ohm. Telephon 645, Walltorstr. Gräbt. Theater lebender Bilder GiehenS Borführg. d. neuesten Bilder WochcntagSAnsang 7Ubr Programm: Brennende Triebe Drama in 3 Akten, 1000 Mir. Die Hinüber Drama in 1 Akt, 402 Mtr. Es lebt der Kredit idumoreSke, 220 Meter (fupibo, Humoreske. 157 Meter Müller als Bedienter HuinoreSke, 238 Meter Blunicn im Winter interessante kolorierte dkaturaufnadme, 82 Meter. Preise der Platte: l. Plan 6»'Pf., 2. PI 4"Pf.. 3.P|.2OPf. 51 md. u. MiUt. AQbL d. valftc. 3 m vorderen Restaurant TW~ Konzert der Wiener Tamenkavcllc. 6 Personen. Müller Hl tiefer eis Lehmann anl humoristischer Schlager, stieit Hs »fitere großartige ^roertoiffl. Gesamtfpielzeit 21/, Stunden. «4 5**mi ; M Kurittdezn Starte ßiöjaifnng iFrisdieFis* Giessener Konzert-Verein Mittwoch, 8. Mai 1912, abends 6 Ubr, in der Stadtkirche. AUSFÜHRENDE: Der Dessoffs* Frauenchor aus Frankfurt a. Wi. Dirigentin: Gretchen Oessoff. MITWIRKENDE: Fräulein Johanna Hillitzer (Sopran), Fräulein Elly Berlow (Alt), Herr Emil Graf (Tenor), Herr Carl Rehfuss (Bass), Herr Konzertmeister Hans Lange (Violine), Herr Hermann Zitzmann (Violine), Herr Carl Breidensfein (Orgel), sämtlich aus Frankfurt a. M.; der Mannerchor des Akadem. Gesangvereins in Giessen. Orchester: Mitglieder des Opernhausorchesters u. der Lange’schen Violinschule aus Frankfurt a. M. PinhnttQkarfpn- l. Platz Mk. 5.— tarn Altar und 1. Reihe der Emporbühnen), rjinirmaKdl len. IL p|at% M1< 4 __ (im Schiff vordere Reihen und 2. Reihe der Kinporbühneni, IIE Platz Mk. 3. (am Altar und hintere Reihen der Emporbühne links), IV. Platz Mk. 2.50 (hintere Reihen im Schiff), unnumeriert bezw. Stehplatz Mk. 2. , Studentcnkarten Mk. 1.-. Textbuch 25 Pfg. In der Musikalienhandlung ERNST CH ALLIER (Rudolphs Nachf.), Studentenkarten auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und vom 5. Mai ab alle Karten bei Herrn Kaufmann HUBERT IIEINZ, ffpRonüber der Stadtkirche. ------------- Ocffnnns der Kirche 5*/< Uhr. ------------- [vVs la. ßiidinger Äpfel wein emvf. in 7>la'chen, Lwhons u. Gebinden F,mil Schmal). Biergroschandlung, »Vrankf. Stratze 7. Telephon 83. 13136 fc Steneinphen- Gesellschaft \^j^^2voGabel$ber|ern / w Glessen, Die PtonatSveriammlung findet nickt am 8., ionbern erft Mittwock, den 15. Mai 1912, abends 9 Ubr statt. Auch der Anfangerunterrickt fällt am 8. Atai auS. v: s Der Vorstand. v7/s) und Damen Verein ..Gabelsberger“ Äm H. Mai Percinsabend. (Musikalischer Abend au fahren der Preisträger m Batzbachi. Fräulein Iran Das Drama einer Konventions- Ehe aus der vornehmen Welt. AMdm ein hervomiitiiiits ^lofier^royainin.