die Kompaßpflanze, die £)inunel»rid)tungen sestzustellen und da-1 nach seine Marschroute cinzurichtcn. In unserer Flora haben' wir auch eine solche Kompahpslanze, und zwar ist es der wilde। Lattich Laetnca scariola), der auf trodcncm, steinigem Boden ziemlich häufig vorkommt. Woher kommt nun die eigentliche Kompaßstellung der Blätter dieser Gewächse? Die Pslanzen haben das Bestreben, ihren Blättern möglichst viel Sonnenlicht zuznführen, aber andererseits müssen sie auch darauf bedacht sein, burur zu sorgen, baß ihnen durch die Sonnenstrahlung nicht zu viel Feuchtigkeit entzogen wird. Tas ist besonders wichtig, wenn die Pflanze einen trockenen Standort bat, denn dort würde sie bei großer Verdunstung verwelken müssen. Durch die Kompaß- oder Meridianstcllung der Blätter erreicht die Pflanze beides. Tie nach Osten und Westen gekehrten Blattsvreizen empfangen morgens und nachmittags das zunl Grünen- und Wachsen nötige Licht in hinreichendem Maße, wahrend die Süd- und Nordstellung des Blattrandes verhindern, das; die sengenden Strahlen der Mittagssonne die Blatiseiten treffen können, die Verdunstung ist alio zu dieser heißesten Zeit des Tages nur eine beschränkte. Tast die Meridianstcllung in der Tat nur zur Verhütung einer übermäßigen Transpiration dient, können wir experimentell sehr gut Nachweisen, wenn wir eine Pflanze des wilden Lattichs von seinem dürren, sonnigen Standort wegneymcn und an eine schattig, feuchte Stelle verpflanzen. Nun Hai die Kompaßstellung leinen 47utzcn mehr, und wir sehen dann auch in der Tal, bat; die Lattichpflanze allmählich ihre Blätter normal stellt, das heißt so, daß die Oberseite nach oben, die Unterseite nach uni en gerichtet ist. Äußer den beiden genannten Kompaßpflanzen gibt es noch einige andere, aber die beiden sind die bekanntesten, und sic erregen durch ihre auffallende Eigenschaft immer wieder die Aufmerksamkeit und das Interesse bit Naturfreunde und dienen ihnen in vvrkommenden Fällen als sicherer Kompaß. • Goldsucher der Mcerertiese. Ter Untergang d.s englischen Tampfers „Oceana", bei dem 15 Millionen Mark in die MeeresUeie ianten, Hal die Bedeutung der Taucher, dieser „Goldsucher" auf dem Grunde des Ozeans, wieder einmal jn das rechte Licht geücllt, denn cS gelang ihnen, den größten Teil ixr kostbaren Ladung zu retten, irine der größten Schwierigkeiten, die uch Ehrern kühnen Unternehmen ent- gcgeniuilic, roarenJ)ic starten Strömungen, die das gesunkene Wrack in wenigen Stunden neun englische Meilen von der Stelle abtricben, wo cs uiucrgegangen war. Tie Tiefe, in der die Trümmer der „Cceana" lagen, betrug 90 Fuß; für die Taucher kam es vor allem darauf an, den Schlüssel zu dem Raum, in dem die Goldschätze lagen, in der Kapitäns- kajüte zu finden. Enblich glückte es einem der Taucher, in die Kabine zu kommen, aber die Strömung riß ihn zweimal ivieber heraus, bevor er den ersehnten Schlüssel finden tonnte. Andere der unterseeischen Goldsucher wurden durch die reißenden Wassermassen von den Leilseilen losgeschleuden, gerieten zwischen die Trümmern des Wracks in eine höchst gefährliche Lage und mußten cs ihrem guten Glück und den Strömungen überlassen, wieder an die Oberfläche gerissen zu werden. Während cs hier die widrige Strömung war. die den Tauchern gefährlich wurde, bietet zumeist, wie eine englische Wochenschrift ausführt, die Tiefe des Waisers das größte Hindernis. Vor einigen Jahren wurden Goldbarren im Werte von 1 400000 Marl aus ocm Wrack des spanischen Schiffes „Alphonso XII." gerettet, das bei Point Gando an den Kanarischen Inseln in eine Ti.ft von 165 Fuß gesunken war; nod) tiefer lagen die Trümmer des am Kap Finistcrre untergegangenen Sck irres „Skyro", nämlich IdOFaß: die 400000 Mark ungemünztes Gold, die hier begraben waren, konnten nur unter Anwendung von Tynamil gesunden werben. Man kann sich vorstellen, wie gefährlich das Arbeiten der Taucher in diesem wüsten kaufen von Etsenirümmern mar, der nur durch Sprengstoffe entwirrt werden tonnte. 150 Fuß tief sank der Tampfer „Damilla Mitschell", aus dem nach Ueberroinbnng ungeheurer Schwierigkeiten 1 Million gemünztes Gold gerettet wurde. In all diesen Fällen schuf die gewaltige Wasrertiere eine außerordentliche Gefahr für die Taucher, Denn je größer die Tiefe ist, in der der „Goldsucher der Meerestiefe" arbeitet, um so größ-'e ist natürlich der Truck, der immer bei zehn Fuß um 1‘. Pfund wächst. Tic Taucher, die beim Wrack der „Oceana" arjeiLicn, vollbrachten ihr Werk unter einem Truck von etwa - 10 Pfund auf den Quadratzoll, während in den anderen Fälln der Truck zwischen 70 und 80 Pfund auf den Quadratzoll groß war. Tie größte Tiefe, in der je rin Taucher der englischen Admiralität gearbeitet Hai, betrug 210 Fuß. und da die englischen Marinetaucher wohl die besten der Welt sind, so kann di.s als ein Weltrekord angenommen wert n. Ti. «e äußere.d nrliche Leistung vollbrachte Gunner Catio bei den .kebungsarb.il it, die vor einigen Jahren bei dem rechst' „Spanier' an »er schottisch. >. Küste angestellt wurden. Er blieb m dieser liefe von 210 Fu; 25 Minuten. Nächst ihm ist am tiefsten in die Wasser oes Oz.an.' der Tauckjer Angel Erostabe herabgestiegen, der bei den Bergungsarbeiten an dem Tamvier „Storo" Barren im Wei. von e 10 000 Mark emporbrachte. Gr vollkührte über 80 Hinabstiege in eine 02 47506,1 bliM iw |v*Al usten Ausführungen, t Lackkappe u. Derby, ann, in den Preislagen 56 89 81 80 96 srühmten .Herz-Schuhware« ts. ihr :e fsra ,s; =» Schuhe/ JH ist: rrf. ■io. >ls- an )üdi ,oo ,bie ittö- irte itv iri; > rt cis« lut int. Atlis- itcn '* eit. ft- Ä mit farbifi Ein1 ins btl™9 feibc 1910 . 0*1 . ab . * 191’1' ' 'S A7" 7 ®-' ^Cr Rechner; ___ Deibel. Versammlung ifli 1912, abends 9 Uhr bd L‘ "Zur l8ermania". (cSotbnung: 21 Festsetzung der Dividend I >9- 4. LerichiedeneS. . Der Aussichtsrat: niel Erb I., forschender. Paucr'!^^ Nter.g.,, Pfl Wi»iielskt & iTEtr« • Dezember lüi, m. ^ussivn. | ®en°ftn ä131|. I "k"'lonb ,3 \ Mete« 10^'| Koiosseun »WL lebender Bilds chiebens 3 ©rennettbe W D-»»-"'N Lei Die S»a»ber M l-de b« R $umot«6fc iio Cupid^ E SZS KM Zweites Blatt llr. 106 162. Jahrgang Siebener Anzeiger Erfcheint ttlgttch mb Ausnahme eel Sonntags. General-Anzeiger für Vberhesjen Die „Gießener Zamkliendlätter- werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich deigelegl, das „Krcisblah für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Tie ,^andwtrt|chastlichen LeU- fragen" erscheinen monatlich irocimaL Montag, 6. Mai 1912 fl«4etion4brud und Verlag der vrüdl'sche» Unwersitöt« - Buch- und Eteindruckerri. 8t Lang«, Ließen. Redaktton. Expedition und Druckerei: Sckml- straße 7. Expeditton und Verlag: 5L 8tti>aftu)rce<® 112. Lel.-Adr^2lnzeigecGießen. Zweiter internationaler haurbesitzer-Uongreh. ~ Berlin, 5. Mai. Unter zahlreicher Beteiligung von Vertretern der verschiedenen Laus- und Grundbeiitzervereine Teutscklands, Oesterreichs, Täncmark, Frankreichs, Italiens, Norwegens, Portugals, Rußlands, Schweden- und Finlands wurde heute unter dem Vorsitz des Iustizrats Tr. Baumert Spandau der 2. Internationalc Lausbesttzerkongreß im Landwehrkasino eröffnet. Lu den Verhandlungen hatten Vertreter entsandt das Reichssustizamt, das Reicksamt des Innern, das preußische Landwirtscha'lsministerlum, ferner die Regierungen von Baden, Oesterreich, Rußland, Griechenlands und Spanien. Als Vertreter der Stadt Berlin wohnte )er Sitzung Bürgermeister Tr. Reicke, sowie der stelloertr. Stadt- icrordnelenvorsteher Landtagsabgeordneter Cassel und Stadtrat Lanofski) bet; ferner waren anwesend die Oberbürgermeister von Potsdam, Altona, Glogau und Lidstenberg. Ter Vorsitzende Justizrat Tr. Baumert gab zunächst einen Rückblick aus den im Jahre 1900 auf der Pariser Weltausstellung dort abgehaltenen 1 Internationalen Kongreß. Er drückte dann sein Bedauern Darüber aus, daß es nicht gelungen sei, einen Vertreter der englisch sprechenden Völker für die dies- lährige Tagung zu gewinnen; weder England noch Amerika seien aui dem Kongreß vertreten. Tas Licl der Laus- und Grundbesitzerveceine sei die Erhaltung Des Privateigentums. Wenn aber ein Grundbesitzer alles tut, so sagte er weiter, um die Rente seines Grundstücks zu heben, so ist dies int Interesse der ganzen Volkswirtschaft gelegen, und wenn dieses Bestreben vet hindert würde, so würde damit auch gleidjgeitig die Förderung des Familiensinns beseitigt, der durch den Besitz an Grund und Boden gebunden ist. Tie Grundrente muß steigen in einer aufwärts steigenden Konjunktur und sie wird fallen, wenn eine Abwärtseutwickelung eintritt. Tie Grundrente und die Miete müssen steigen, so lange die Löhne steigen. Tenn 90 Prozent der Kosten eines Baues sind als Arbeitslöhne zu rechnen. Eine beklagenswerte Erscheinung ist das allzuichnelle und allzustarke Anwachsen der Großstädte und die damit Land in Land gehende Landflucht Wir müssen alle Maßnahmen unterstützen, welche diesen liebeln steuern. Dazu rechnen wir das Kleinhaus und Aitsied- ’uug des kleinen Mannes aui dem Lande und in kleinen Städten Tcshalb steht als erster Punkt auf unserer Tagesordnung die Leimstättenfrage. Im Namen der Stadt Berlin hieß Bürgermeister Tr. Reicke die Kongreßmitglieder herzlich willkommen. Unter allen Städten Europas, so führte er aus, eignet sich gerade Berlin zum Sitz eines solchen Kongresses, denn wir leben hier wirklich unter dem Problem Groß-Berlin und dieses ist größtenteils ein Bebauungsproblem, ein Grundbesitzerproblem. Nun sagt man, heutzutage besitze der Lausbesitzcr keine Seßhaftigkeit mehr, er sei gewissermaßen mobil geworden. Tie Zahlen beweisen das Gegenicil. Im Jahre 1906 wurden in Berlin 5,85 Prozent des Grundbesitzes bewegt. Im Jahre 1907 4,69, im Jahre 1909 3,61, 1910 2,97 Prozent. Tiefe Zahlen besagen do chgerade, daß der Grundbesitz nicht mobil ist. Wenn man die Grundbesitzerrcchte kassieren wollte, so müßten sich die Städteverwaltungen sofort darnach umschen, auf welche Weise sie ihre Einwohner dauernd für das Gemeinwesen interessieren können; denn nicht die Leute, die seit gestern oder vorgestern Bürger sind, haben das meiste Interesse iür die Stadt, sondern der seßhafte Mann, und ein Mieter, der 20 Jahre lang in einer Großstadt herumzieht, hat Nickt das Interesse für den Stadtteil, in dem er wohnt, das notwendig ilt. Taß die Stadt Berlin den Verhandlungeii einen glücklichen Verlaut wünscht und sie mit lebhaftem Interesse verfolgt, ist angesichts eines so erheblichen, für das Allgemeinwohl so wichtigen Bestandteiles unserer Bevölkerung wie cs der Lausund Grundbesitzer ist, eine selbstverständliche Sache. (Anhaltender lebhaiter Beifall.) Es folgten weitere Begrüßungen und darnach ein gemeinsames Mittagessen. Kongreß für iDofynungsreform. ~ Lannooer, 5. Mai. Unter zahlreicher Beteiligung ihrer Mitglieder traten hier der Lauvtvercin für Volkswohlsahrt sür Lannvver und der Deutsch Verein für Wohnungsreform in Frankfurt a. M. zu einer gemeinsamen Tagung zusammen, um verschiedene wichtige Fragen der Wohnungsreform zu erörtern. Generalsekretär Tr. v. Mangold (Frankfurt a. M.) sprach über Sozialpolitik und Wohnungsreform, indem er ausführte: Die Unterbringung, ber immer wachsenden Scharen der Arbeitermassen, die Ausschließung des Geländes, der Bau und die Vermietung der Lauser erfolge auf die Initiative privater Kräfte hin, unb dieser private 21pvarat arbeite durchaus nick l zufriedenstellend. Tie Folgen seien ungeheuerliche Boden- preise, bald Wohnungsmangcl, bald Wohnungsüberschuß unb eine Versck ulbung unseres Grund und Bodens, die man auf 60 Milliarden Mark schätzen könne. Tazu kämen noch andere Sck>äden des jetzigen Systems: die Mietskaserne in all ihrer Häßlichkeit, die Anhäufung der Massen in engen Räumen und die Löhe der Mietspreise, die es verschulden, daß der Arbeiter ein Viertel seines Verdienstes für die Wohnung ausgcben muß. Auch der Reichstag und das Abgeordnetenhaus drängen nach einer Wohnungsreform. Reich, Staat und Gemeinde müßten gemeinsam Vorgehen. Es handele sich um den Ausbau der Wohnungs- auisicht, die Revision der Bcbauungsoorschriflen, um Reformen im Enteignungsrccht, um öffentlich-rechtliche Baubedingung, die Frage der Beschaffung zweiter Lhvolhelen usw. Tie Wohnungs- rcsorm werde eine gewisse Seßhaftigkeit des Arbeiterstandes, den Aufwuchs einer kräftigen Nack komm en schäft in den Städten sichern und bedeute daher eine außerordentliche Lilie für die Industrie, ohne der Landwirlsckfaft Abbruch zu tun, beide Teile kämen dabei auf ihre Kosten. Mit einer begeisterten Aufforderung, die Frage der Wohnungsreform als eine Frage der deutschen Kultur zu betrachten, schloß der Redner seine Ausführungen. Geheimer Regierungsrat Tr. Lieb recht (Lannover) behandelte sodann den „Stand uiid die Ausgaben der Wohnungsreform in der Provinz Lannvver". Allgemein wandte er sich gegen die „mjame gute Stube" und beljanödte dann bejonbers die Verhältnisse in den Städten Hannover unb Linben. In der Aussprache erfläne Admiral v. Oldekopp, daß die Bodenspekulation der Boden- und Wohnungsreform im Wege stehe; diese Spelulation aber könne nur auf dem Wege der Gesetzgebung beseitigt werden. Reichstagsabgeordneter GiesbertS M.-Gladbach/ verurteilte die Bedürfnislosigkeit, die heute nod) in Arbeiter kreisen in Bezug aus die Wohnungsvcrhälinisse herrsck)e. Hier könnten die venchiedencn Arbeiterorganisationen Wandel sckwffcn. ES sei auch zu wünschen, daß oic Sparlassengelder mehr als visher zu Zwecken der Wohnungsreiorm zur Verfügung gestellt würden. 'Jiad; weiterer Aussprache wurde die Versammluiig mit den üblichen Tanlesworlcn geschlossen. Deutjcye Kolonien, Zum Tode des Gouverneurs von Benuingsen. Tcm Major v. Bennigsen gingen zum Tode seines Bruders zahlreiche Beileidstelegramme zu. Darunter das folgende aus Korfu: Ter Kaiser haben die Meldung von dem Linscheiden Ihres Bruders mit Bedauern entgegengenommen. Wir sprechen den Hinterbliebenen allerhöchst das herzlichste Beileid aus. Wir werden seiner Verdienste aud) auf kolonialem Gebiete gern gedenken, (gez. v. Valcnlini.) Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg telegraphierte : Ich spreche Ihnen die tiefgefühlteste Teilnahme zum Hinscheiden Ihres von mir hochverehrten Bruders aus. Herzog Johann Albrecht, Regent von Braunsd)weig: Ich trauere mit Ihnen aufrichtig um Ihren verehrten Bruder, der der Deutschen Kolonialgesellschaft lange Jahre ein hochgeschätztes, verdientes Mitglied war. '21 ud) die nationalliberalen Fraktionen des Reichstages und des Abgeordnetenhauses sandten Beileibskund- gebungen. lieber den Lebensgang des verstorbenen früheren Gouverneurs tragen wir noch folgende Einzelheiten nach: Früher Landrat, ging R. v. Bennigsen später in den Kolonialdienst über und bekleidete zuletzt daS Amt des Gouverneurs von Neu-Guinea. Ein Malaria- leiden nötigte ihn zur Rückkehr nad) Europa, wo er sich seitdem eifrig an vielen privaten Kolonialbestrebungcn beteiligte. Im Juli 1908 wurde er als Mitglied in den Ausschuß der Deutschen Kolonialgesellschast für Südwestasrika berufen. wieder eine Dueüforöerung. Dresden, 5. Mai. Fabrikant Winkler (Leutnant der Reserve) hat den Bürgermeister von Burgstädt, 2 t. Roth, wegen Beleidigung zum Duell gefordert. Tr. Roth der übrigens seine Bewerbung um den Zittauer Ober bürgermeifterpoften nicht zurückgezogen bat, lehnte die Forderung ab. Tic Nichtbestätigung Roths ivirb in dieser Woche im sächsischen Landtag zur Verhandlung kommen. Di' Fortschrittliche Volkspartei hat ihre daraus bezügliche '.Huirage zurückgezogen, da sie nicht mehr vor Vertagung des Landtages am 22. Mai verhandelt werden mürbe, und wird die Zn lauer Affäre bei dem Etatskapitel „Kreis und Stabthaiiptmannschaft" zur Sprache bringen. Die Grundsteinlegung des Adeiphenhaujcs. on. Gießen, 5. Mai. Dicht oberhalb des Teutonenhauses Hai die studentisch- :'icrorni* Verbindung Adelphia, die am Samstag und Sonntag il;r 42. Stiftungssest feierte, einen Bauplatz erworben, der das tuuhige Verbindungshaus tragen wird. Tic Mauern des Baues sind bereits stockwerkhoch aus dem Boden gewachsen, und am Samsiag abend fand in einem engen Kreis von Aktiven, Alten Herren und Gästen eine einfache, aber eindrucksvolle Feier der Grundstein legung statt. 'Nack- einem Musi»stück sprach Landgerichtsdireltor Praetorius als Vorsitzender des im Jahre 1907 gegründeten Vereins Adclpl-enhauS, indem er in kurzen Zügen ein ansck^au- lidics Bild von der Entwickelung der Verbindung und des .»au-.- baues gab und mir einer geistvollen Interpretation des ve-al;! • spruches der Verbindung sdiloh. Anstelle des durch Krantv.it ver binberten Obermcdizinairaies Tr. B a 1 \ e r in Darmstadt, des Vor sitzenden der Alt-Adelphia sprach Professor Rudolf K i ff i u g c r, Darmstadt. In markigen Worten gedachte er der altert unb der jungen Adelphen, denen das Haus nun ein eigenes Heim und eine Quelle der GemülliQsteii sein möge. Außerdem sprach nod) der erste Chargierte der Iung-Adelphia, und. phtl. Kari M a i he s. Tarnach verlas Rechtsamvalt Mendelsohn die Baunrl.inde, die mit verschiedenen anderen Gegenständen und dem Burschenband der Adelphia in lupserncr Hülle dem Grundstein cingcfügt wurde. Tie Bau-Urkunde hat folgenden Inhalt: Am 2. August 1907 wurde gelegentlich der Feier des 30üjäi)rigcii Bestehens der Alma inater Ludoviciana der Verein Adelvhcnhaus gegründet, der sich zur Aufgabe setzte, der studeiitischen Reform-Verbindung Adelphia ein eigenes Heim zu schaffen. Tie Gründungsurkunde wurde unterzeichnet von 11 alten Herren der Verbindung. Iti den Vorstand wurden gewählt: 1. Landgerichtsdireltor Rudolf Prätorius, 2. Rechtsanwalt Herrn. Mendelfohn, 3. Apotheker Julius Caesar, 4. Prakt. Arzt Tr. Hcinr. Zinßer, 5. Referendar Emil Burk, sämtlick) von (öicßen. Als Bauplatz erwarb der Vorstand ein aus verschiedenen Teilen der Flur XVlll Acker neben der Grünbcrger Chaussee gebildetes Olrnndstück, da-.- oie neue Bezeichnung Flur XVlll Nr. 14;/10 führt, in der Gröhe von 1261,4 qm von der Stadt Gießen den Quadratmeter zu 10 Mk., zusammen also für 12 614 Mk., die Anfang 1909 bar an die Stadtkasse Gießen bezahlt wurden. 3um Bau des Hauses konnte nicht sogleich geschritten werden, weil das Baukapilal noch gering war. Aber nachdem in wenigen Jahren sich der Mitgliederbestand und damit die Bausumme wcientlich erhöbt hatten, tonnte heute, am 4. Mai 1912, der Grundstein des Hauses feierlich gelegt werden. Diese Feier der Gruiidsteinlegung fällt in das 25. Jahr der Regierung Sr. Majestät Wil - Im Ii, Teutsck)er Kaiser, König von Preußen, unb in das 21. Jahr der Regierung Sr. Königlichen Hoheit Ernst Ludwigs, Groß' Herzog voit Hessen und bei Rhein, in das 85. Semester der stiid-.n- tischen : eiormverbindung Adelphia, als Pros. Tr. Walter König Rektvi der Universität und Anton Mecum Oberbürgermeister der Stadt Gießen war. Tie Baupläne sind aufgefteHt von dem Architekten Hans Meyer in Gießen. Mit den Erdarbeiten wurde begonnen Ende Februar 1912, vollendet soll das Haus fern zu Beginn des Sommer-Semesters 1913. Dem Verein Adelphen haus traten insgesamt 88 Alte .Herren der Verbindung bei, von denen heute noch 84 Mitglieder sind. Ter Vorstand besteht aus: Landgerichtsdirektor Rudolf Prätorius, Gießen, Vorsitzender, Rechtsanwalt Hermann Meiidclsohn, Gießen Rechner, Pfarrer Georg Groth, Rödgen bei Gießen, Schriftführer Sani tätsrat Tr. Heinrich Zinßer, Gießen, Beisitzer .Dberleljrcr Ernst Keller, Gießen, Beisitzer. Tic studentische Reform Verbindung Adelphia, der das Haus ein eigenes Heim bieten soll, ist gegründet am 7. Mai 1870. Sie zählt heute 10 aktive und vier inaktive Mitglieder. Chargierte der Verbindung sind: Stud. phil. Karl Mathes X, Stud. med- vet. Peter Braun XX, Stud. Phil. Otto Jung XXX. Tie Alt-Adelphia, deren Vorstand Obcr- rned.-Rat Tr. August Balser, Tarmstadt, Amtsgerichtsrat Eugen Funk, Gießen und Prof. Rudolf Kissinger, Tarmstadt bilden rtompahpflanzen. Wenn wir eine Pstanze, bie bisher einen von allen Seiten glcick mäßig beleuchteten Standort hatte, an das Fenster stellen, io daß das Lickst hauptsächlich nur von einer Seite bie Pflanze treffen kann, so machen wir bie Beobachtung, daß die Stellung der Zweige und Blätter ,ick) in kurzer Zeit völlig ändert.^ Tic einzelnen Teile wenden sich dem einrallcnoen Liech zu, die Stengel der Blätter unb bie Zweige krümmen unb dehnen sich so lange, bis die Richtung ihrer EndaHise mit der der entfallenden Lichtstrahlen iuiammcnfülii. In dieser Stellung lönnen die Pflanzen am besten ihre Blattflachen dem Licht, das zur Erzeugung.des 'Blattgrün» unbedingt notig ist, zuwenden, so daß sie die größtmögliche Fülle von Licht bekommen. Man nennt diese Eigenschaft der Pflanzen Heliotrovismus, und zwar den positiven; denn es gibt aud Pflanzen mit negativem Heliotropismus, die also das Licht fliehen und die dem Licht abgewendeten dunklen Stellen aufsuchcn, wie z. B. die Ranketi unseres bekannten „wilden Weines", die nur infolge dieser Eigenschaft sich in allen Fugen und Ritzen der Wand an- klammer.i und so das Emportletlern der ganzen Pflanze bewirken. Die meisten Pflanzen sind aber positiv helioiropisch, unb bes- halb sehen wir an unfern Sträuchern unb Bäumen die Blätter (o gestellt, das; sie ihre Unterseite der Erde, ihre Oberseite der Sonne zukehren. Es gibt nun aber einige wenige Pflanzen, die ihre Blätter nicht senirecht zum auffallenden Licht, sondern ganz anders stellen, unb zwar so, daß bic beiden Blattseilen nicht nach oben unb unten gerichtet sind, sondern nach linls u»id reckns zeigen, während bie Blattränder nach oben unb unten gerichtet sind. Eine solche Pflanze mad-i den Eindruck, als wenn sie längere Zeit zwiscknm zwei großen Bogen Papier gepreßt worben Wäre. Tiese sonderbare Blaitsteliung wird aber noch interessanter durch die Tatsache, daß die Riduung dieser Blauer keine willkürlick-c ist, sondern Ocß bie Blatrspitzen stets naa? Süden und Norden, die Breitseiten t>tr_ Blätter aber genau nach Osten unb Westen zeigen. Tie Blätter sind also gerade wie die Nadel eine» Kompasses gerichtet unb deshalb nennt man solche Pflanzen auch allgemein Kompaß- Vfsanzen. In den fonfrigen Prärien Nordamerikas ist eine Pflanze Silpl-lunt laciniatnm sehr häufig, die wegen dieser Eigenschaft direkt den Namen „Kompaßpflanze" führt unb ben Reisenden der Prärie auch als Kompaß dient. Schon mancher Jäger und Traoper, mancher Reifender satte allein dieser Pflanze sein Leben ii verdanken: denn wenn er in dem unendlichen Grasmeere sich geirrt hatte unb sich an trüben Tagen nicht nach dem Stande der Lonne zurcchlsindcn konnte, bann ermöglichte es ihm allein GericdtrsaaU ffii h»bel Kun« von rur Peary bagegen oev die hiesigen Gen Die pariser Automobilbanditen. Lektion. Es handle sich hier um eine polizeiliche Machenschaft zur Unterdrückung der Anarchisten. verrni schwer. 7 Zimmer. arten werde» Kleine dagesthrontl. RteiS: Groß-Zimmern Setter Maibach Friedberg . Mai 4- 6,6 * C. LonSheim LonSheim Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. Sonnenschem 6onnen|4e111 Darmstadt . 2'enSvemi . Dieburg . Erbach . . ^roß-Gerau Heopenbetin Cfienbad). . i'Oin 27.,2luctl bis 3. Mai in die beuche erloicben in : Gießen •2ll»aß der berühmte argentinische Diktator Framersheim Guntersblum I — • 11 i Berlin, 4. Mai Das Urteil in dem M ethyl» alkobol-Prozeß Scharmach und Genossen lautet: Dee ch wird wegen Betruges, Vergehen gegen das Llebertretunq des K 367 Nr. 3 und 5 und Tiefe von 186 Fuß: sein längster Aufenthalt auf dem Meeresgründe betrug 25 Mitmten. Wenn die Taucher ht solchen Tiefen arbeiten, so muß bei ihrem Auffttege die größte Vorsicht beobachtet werden. Arbeitet ein Taucher nämlich unter einem Druck, der 50 bis 80 Pfund auf den Quadratzvll beträgt, dann werden die Blutgefäße mit Stickstoff gesättigt. Steigt er nun aus der gewaltigen Tiefe zu rasch empor, so Tann dieses Uebermaß von Stickstoff die schlimmfteit Wirkungen auf seine Blutgefäße aus- tiben; deshalb muß der Taudjfv ganz langsam emporsteigen, und er braudtt in einer Tiefe von hundert Fuß etwa V- Stunde, um wieder ans Tageslicht zu. kommen. * — Der schwingende Felsen. Unter den sogenannten „Naturwundern" nehmen die „schwingenden Steine" eine besondere Stellung ein. Sie sind gewaltige Monolithen, die au1 einer FelSspche scheinbar ohne Halt balancieren. Der berühmteste dieser schwingenden Felsen und wolst auch der größte war der von Tanbtl in Argentinien, der vor kurzem von selbst herab- rLD 148 Philister und 19 Ehrenvhilister. »o-ftes Segen walte über dem Bau und den Bauleuten, dem Adelphenhaus u nb ben Idealen, denen es dienen soll. OtesÄchen Greßen, am 4. -toi 1912. Der Borstano oes Verein. Adelphenhaus '6. V Zn dem Grmibstein des Adephenhauses wurde folgend« em^ gelegt: 1 Urkunde, oeridnedene Pläne vom Hausbau, 1 M)reß- buch bei 2hüo: uno oc_ streife? Gießen, 1 Eesterberrcht ber Adelphia 2 1911 12, 1 Mitqlieberverzcichnts, 1cw^a5ung ber stub Reformvrrbinoung Abelvbta, 1 L^tzmig ber Al^^elphla, 1 Satzung bes Bereins Adelphenhaus, 1 Band ber 33erbinbung Adelphia, 1 Borlesungsverzeichnis der Universttat, L/s 2 TrudüidKn berr. ^cn Bau des Hauses, IC ein Exemplar des Gießener Anzeigers vom 4 und 3. Mai 1912, 1 ^-wvlar der Frankfurter Zeitung vom 4. Mai 1912, mefreere^Übungen Sr. M oes Deutschen Kaisers, I K. H.des Grotzherzogs und der jGroßherzogin und von der Stadt Gießen. Alsdann erfolgten die üblichen drei HaMmerschläge durch verschiedenen Bevollmächtigten, worauf das Farbenlrcd der Adetphia gesungen wurde. Natt, der Feierlichkeit marschierten die Anwesenden unter Bsrantrstt der Mnsck nach dem v o t e l E i n ho r n, wo ein großer Festkommers itattjanb Den offiziellen, Test der mit mnem voch des stud. phil Herrn Feilbach out Kaiser und Gwtzherzog eingrfeitet wurde, präsidierte der zweite Chargierte, stud. au n. Autzer den beiden anderen Chargierten sprachen noch Profeslvv Aissinger, der In einer fesselnden Stebc die Grundsätze der Adelphia entwickelte, der Rektor Pvof. Dr König, der nut launigen Worten aus die Beziehungen zwischen Umveriitat und Studentenschaft hinwies, sowie die Herren Rechtsanwalt Mendelsohn, Amtsgerichtsrat Funk. Arckntekt M eye r, der Zset* tretet ber Alemannia (Leipzig), Privatdozent Dr. Feist und ber Vertreter bet Arminia Göttingen Am Sonntag fand ein Frühschoppen und darnach ein Ausflug nach dem Gleiberg statt. In,der Filiale der Seiscnhandlung Wasservogel in ber Greifswalder Straße in Berlin versetzte ein Arbeiter der Ber- fünfer in mit einem schweren Hammer mehrere wuckttge Schläge auf den Kops: außerdem brachte ci ihr mit eine® Ni e s s c r einen tiefen Stick im Auge ber. Die Frmi nmrbc er- Üblich verletzt. Der Täter ist verhaft et. Es ist ein Lutscher namens Bühl, der in der Not gehandelt haben roilL Tie Stadtverordneten von All en st ein haben cmiummig H beschlossen, dem neu zu bildenden 80. Armeekorps einen Flug- «pyatat mit dem Namen „Menstein" als Geschenk an- Tic Senegal-Marke führt dagegen das malnutfcu Marktes in einem Eingeborencnoorfe vor. 4>ie Mc Anfang des nächsten Jahres in Umlauf gesetzt werden. freigesprochen. w Paris, 4 Mai. Das Schwurgericht von Pesansen sprach den Arzt Tr. ' G e n o v eis , der angcflaqt war, gegen seinen Kollegen Tamette durch Uedersendung eines gifthaltigen Likörs einen Mordversuch verübt zu haben, nach rnehttagiger Verhandlung unter dem stürmischen Beifall der Zul-orerfckxm frei Portsmouth, 4. Mai. Die Mannschaft der „Olomptc^ wurde wegen ihres Verhaltens am 26. April für schuldig gcfunbai, doch erklären die Richter eine Bestrafung für unzweckmäßig. Rosas den Stein einst zum Absturz bringen wollte, um zu zeig en, daß seiner Macht nichts zu trotzen vermöge. Nach der Sa^e ließ er vierzig Paar Achsen vor den FelS spannen, um ihn ,o zu stürzen, aber an der Sbraft der Natur zerbrach der Wille des Diktators Vor wenigen Wochen, am 27. Februar, ist ber bc rühmte Fels nun plötztitt, mit Tonnergetöse in bic Tiefe gerollt. Man lvußlc bereits, baß ber Monolith vor einigen Zähren vom Blitz getroffen worden war unb nahm an, baß damit seine Gleich- gewichtSverbältnisse eine Erschütterung erlitten haben müßten Die letzt vorgcnomim'nc Uiüersuckung hat ergeben, baß der plötzliche Absturz nickt auf äußere EuNlüssc, sondern auf die Korrosion der Basis zunickzuführen ifL Die Ingenieirre erklären cs für möglich ben Stein wieder an seine ursprüngliche Stelle zu setzen, aber diese Aipeiten wären sehr umständlich unb würden eine Viertel Million Mark verschlingen. Zn Argentinien aber hat man bereits eine Nmionalsammlung begoimen, um die nötigen Mittel mrfynbriniKn. so daß über kurz oder lang die .'tunst des Zngenienrs verfnckcn fann, das Naturwimder von Taiibil durch menschliche Straft wieder hcrznskrllcn. zu lesen: Dr Cooks TOW rft nicht die, durch seine Borträgc in Teuttchland Geld zu verdienen, sondern iid? mc die ihm an getane Schmach und die ihm zugeiügten Berläumbungen un> Schmäluingen Vergeltung und Gerechtigkeit zu holen, (rr mlangt baß man ihn selbst höre unb jeder sich barm lein eigenes Urteil bilde. Schon der Umstand ist hochinterenanr und der Beacktimg wert, daß i^i nunmehr plötzlich erste wmemchastliche Autoritäten Europas ihre Aufmerksamkeit schenken unb ihn viele geographische Körperschaften einlaben, seine Sache «nochmals vorzubnngen. Innen beionbeten Verteidiger bat Tr. Cook tnsbewndere in dem berühmten Gelehrten ber Brüsseler Geographischen Geiellickast, Pros. Lecointe, gefunben und nach einem Vortrag vor einem wissenschaftlichen ktrmitee in Brüssel wurden dem erst so verhöhnten Forscher sofort Anträge für ein volles Jahr Deutscher Vorlesungen gemacht. In Europa hat man seinerzeit nur Uebftinn ffÄ fyinhie ,'ick bi er NM eine volizeilichc Mackenschatt | ^"Evt^jews Zläbere° Tflrrben ->.__ (!) Butzbach, 4. Mir. G e m eind cr r tssitz un z vom 3. Mai. Die stad tische Markthalle soll am 2. Juni 1912 dem Georg Dinkel hier zur Abhaltung eines christlichen Festes unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Die Beschtoerde der Bürgermeisterei Dorheim an das Kreisamt Friedberg über die Verunrei niguno der Wetter durch die Abwässer der Stadt Butzbach wurde zur Kennrnis -gebracht und gab Veranlassung zu einer längeren Aussprache. Der Gemeinderat bestreitet ganz entschieden, da ßdas Absterben der Fische in der Wetter beiDor- heim durch die Zuführung der Abwas er der hiesigen -stabt verursacht werbe, ba bas geklärte Wasser schon mehrmals von dem chemischen Untersuchungsamt Gießen untersucht und nichts nachgewiescn worden sei. Es sollen nochmals Proben von den Abwässern der Butzbacher Kläranlage vor dem Einlauf in die Wetter entnommen und dem chemischen Urttersuchungsamt Gießen zugesandt werben. Tie Herstellung einer Rechenanlage nach den Vorschlägen der Kul turinspektion Friedbera und des Dr. Ingenieur Heyd von Darmstadt wurde beschlossen. Die Anbringung von Laternen für den Automobilverkehr auf städtischem Gelände an den Bahnübergängen sott der Main- Weser-Bahn gestattet werden. Zwecks Regulierung der Gehälter der Gemeindcbeamten und Bedten- steten sott durch einen Ausschuß, bestehend aus Bürgermeister Flach, den Gemcinderätcn Braubach, Heil. Oppenheimer und Dr Vogt, eine Ortsfatzung ausgearbeitel mer den. Die Anschaffung einer Meßbrücke für das städtische Elektrizitätswerl wurde genehmigt. Der Fluchtlinien plan über die verlängerte Taunusstraßc bis zum Wald südlich der Gemarkungsgrenze Nieder-Weisel und nördlich auf Baublocktiefe wurde festgelegt. Die Baukommission soll diese Arbeiten gemeinsam mit dem Kreisvermessungsamt aus führen unb eine Skizze an fertig en lassen. Tas Gesuch des Fräulein .Küchel um UebernaHme der Kosten der Kanalanlage in der Bisrnarckstraße auf die Stobt in einer Länge ^bicten. von ca. 12 bis 13 Meter wurde genehmigt. Die Ausarbei - Besitzer des vor Jahresfrist eröffneten Schillert Heaters hing eines Ortsstatuts über die Müllabfuhr wurde t>er *cic 7 Zimmcrwobuung r-iack. on l. 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Für die vielen Beweise inniger Teilnahme beim Hinscheiden unseres unvergesslichen Herrn Simon Rosenbaum in Amberg i. Bayern danken herzlichst tyß trauernden Hinterbliebenen. T ©des - Anzesge. (Statt jeder besonderen Anzeige.) Heute früh hat Gott der Allmächtige nach nur viertägigem Krankenlager unsere gute, treusorgende Mutter. Schwiegermutter, Grossmutter und Tante, die lehr«* Katharine bie Henna O. im zu sich in die Ewigkeit abgerufen. Die tieftranernden Hinterbliebenen. Giessen. Berlin, Konstanz, Oberbeerbach, Pfungstadt und Büdesheim, 5. Mai 1912. Die Beerdigung findet statt: Mittwoch, den S. Mai. nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus. Von Blumenspenden und Beileidsbesuchen bitten wir im Sinne, der KeineZiehungs Verlegung! Ziehung am 15. 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