Nr. 82 Drittes Blatt 162. Jahrgang (Ertoefnl tlflf» mti eUna4me frei Somtaga. 2SF ? 6*. A* A ** aa a ä T A a. D.e „etetmi KmoilienblStter" werden dem Ä | P |g P| /| g| * g -Anzeiger» viermal wöchentlich beigelegt, da» W M- W ■ W I M ^L. 1, II 1 ^L, U VLB V jSL „Krelsblatl für Hu Krtl* Gießen" zweimal 11 ~V ~ wöchentlich. Die „raudwirtfchastltcheo Lett- /T • -- /•*,< < eelchemen m°mU,ich P°«nu>l. ©CHCrdl=21HJC10CF fÜt 0bd*I}Cff€11 Samstag. 6. April 19(2 ÄetanensbnKf und Verlag der Brühl'lchen Nnwersittirs- Bnch- und Eteindruckerei. R. Lange, Lietzen. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul» stratze 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AirzeigerGieben. Der Zrankfurier Univerfitätzvertrag. In der Geschichte des deutschen Universitätswcsens wird der Vertrag über die Gründung einer Universität, wie er am 21. März 1912 entworfen, von den sogenannten Stiftern gebilligt und nun der Stadtverordnetenversammlung zur Genehmigung oorgclegt worden ist, eine bedeutsame Rolle spielen. Bildet er doch den Kem zu der beispiellosen Errichtung einer staatlichen Universität auf privatrechtlicher Grundlage. Aber auch in vielerlei Einzelheiten bringt er Neues. Zunächst muß, so entnehmen wir einem guten Uebcrblick der „Köln. Htg.", scharf hervorgehoben werden, da hierüber am meisten Unklarheit besteht, daß es sich um eine staatliche Universität ohne Einschränkung handelt — sofern man nicht die Tatsache, daß zunächst keine theologische Fakultät errichtet werden soll, als eine Einschränkung betrachtet —, also nicht um eine freie, eine Forschung^- oder eine kommunale Universität. Im Augenblick ihrer Errichtung gilt die Universität als eine Veranstaltung des Staats in jeglicher Beziehung, daran kann der Umstand nichts ändern, daß die Besoldung der nrie bei den übrigen Uniherfr täten im Staatsboamtenverhältnis stehenden Professoren Ausgabe der Stifter ist, und daß die einzelnen zu Universi- tätszweckm heranzuziehenden Anstalten oer Stadt und der andern wissenscl^aftlichen Institute nach wie vor Eigentum der gegenwärtigen Besitzer bleiben. Also: der Lehrkörper wie überhaupt der gesamte Lehrbetrieb ist staatlich, nur die Unterrichtseinrichtungen und die Kosten der gesamten llni- versitätsunterhaltung sind in zeitlich unbegrenzter Weise von den zehn Stiftern (Akademie, Stadt, Institut für Gc meinwohl, Spepersche Studienstiftung, Jügel-Stiftung, Physikalischer Verein, Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft, Sternsches medizinisches Institut und Zahnklinik Carolinum) und etwaigen weitern Stiftungsverwaltungen bereitzustellen. Tie Verwaltung der Universität liegt in den Händen des Großen Rates als beschließendem und des Kuratoriums als ausübendem Organ: in beiden Körperschaften ist der jeweilige Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt Vorsitzender; Magistrat, Stadtverordnetenversammlung und Stiftungsverwaltungen haben in ihnen eine entsprechende Vertretung. Die Universität selbst ist im Großen Rat nicht nur durch den Rektor und den Prorektor als ständige Mitglieder, sondern auch bei Beratung über die Angelegenheiten einzelner Fakultäten durch den betreffenden Dekan, der dann auch volles Stimmrecht hat, vertreten. Außerdem nehmen die Dekane mit Stimmrecht bei den ihre Fakultät betreffenden Beratungen des Kuratoriums teil, sofern es sich nicht um eine Beschlußfassung über Vorschläge zur Besetzung von Professuren handelt. Ständiger Vertreter der Universität im Kuratorium ist nur der Rektor. Zu den Sitzungen beider Körperschaften muß natürlich der Staatskommissar geladen und gehört werden. Die B eru su ng s f r a g c , die den heikelsten Punkt bei den Vorverhandlungen bildete, ist in folgender Weise geregelt: Die Fakultät macht in der bei allen Universitäten Preußens üblichen Weise ihre gutachtlichen Vorschläge in der Dreizahl. Das Kuratorium hat die Vorschläge dem Minister einzureichen und kann in einem Bealeitbericht etwaige Bedenken zur Geltung bringen. Zu Leitern der von der Stadt zur Verfügung gestellten Krankenanstalten, sowie des Neurologischen Instituts und des Georg- Speyer-Hauses, sowie etwaiger weiterer aus verfügbaren Mitteln zu errichtender Forschungsinstitute können vom Minister jedoch Professoren nur unter Zustimmung der Eigentümerder Institute ernannt werden. Im übrigen hat der Minister es abgelehnt, eine Verpflichtung für die Unterrichtsverwaltung zu übernehmen, daß bei Ablehnung des Dreiervorschlages eine neue Liste eingefordert werden müsse. Er hatte hierzu laut dem Bericht des Magistrats über die Verhandlungen im Kultusministerium erklärt, daß eine derartige Einforderung jetzt schon vielfach üblich sei, daß er aber nicht ein entsprechendes Recht einführen könne. Die konfessionelle Frage bei Professorenberufungen hat naturgemäß bei dieser Stiftungs-Universität, bei der jüdische Stifter vorhanden sind, eine besondere Rolle gespielt. Die Frage ist durch einen Abschnitt des Vertrags geregelt, in dem es u. a. heißt, daß bei Besetzung der Lehrstellen und der Stellen an den Forschungsinstituten die religiöse und konfessionelle Stellung in keinem Fall einen Ausschlußgrund bilden dürfe. Tie besonderen Aufgaben der neuen Universität werden vornehmlich darin bestehen, daß neben der wissenschaftlichen Ausbildung der studierenden Jugend in stärkerem Maße als bei anderen Universitäten Gelegenheit zu wissenschaftlicher Forschung durch Entlastung ein zelner Gelehrter, namentlich der Leiter der bereits bestehenden Forschungsanstalten von der Lehr-, Prüflings und Verwaltungstätigkeil geboten wird, daß ferner die Universität als Nachfolgerin der heutigen Akademie die Fortbildung von Personen, die bereits ini Erwerbsleben stehen (Kauf' leuten, Gewerbetreibenden, höheren Verwaltungsbeamten, Richtern, Anwälten und anderen Angehörigen gelehrter Berufe), sich zur Aufgabe macht, also in diesem Nebenzweig etwas bietet, was man sonst durch besondere Fortbildungskurse einerseits, durch Volkshochschuleinrichtungen andererseits zu erreichen sucht. Durch diese besonderen, von der Universität vertragsmäßig zu erfüllenden Aufgaben wird sowohl denen Rechnung getragen, die eine freie Volkshochschule wollten, als auch den andern, die eine Forschungsuniversität wünschten. Gerade die Verbindung der verschiedenen 'Zweige wird die Universität als Ganzes vor gewissen Einseitigkeiten nach der Richtung einer zu großen Volkstümlichkeit auf Kosten der 'Wissenschaft oder einer zu theoretischen Forschung auf Kosten der praktischen Nutzbarmachung bewahren. Eigenartig ist auch die Behandlung der Handels- h o d)J ch u lfrage. Nach dem Vertrag hört die Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in dem Augenblick auf zu bestehen, wo dio Universität ins Leben getreten ist, und diese übernimmt alle Aufgaben, der Akademie. Tanach würden künftig die Studierenden der .Handelswissenschaften, bei denen kein Reifezeugnis verlangt wird, an der Universität immatrikuliert werden und nicht an einem be- onderen Nebeninstitut der Universität, wie dies anderswo )ie Regel ist. Es handelt sich also hierbei um etwas ähn- iches wie bei den Studierenden der Landwirtschaftslehre an anderen Universitäten. Tie Fakultäten werden sein: 1. die rechtswissenschaftliche, 2. die medizinische, 3. die philosophische, 4. die naturwissenschaftliche und 5. die sozial- und wirtschasts- wissenfchaftliche Fakultät. Die letztgenannte Fakultät entspricht dabei^im wesentlichen der heutigen Akademie. Bemerkenswert ist endlich noch, daß nach einer Zusammenstellung des Magistrats heute schon für die medizinische Fakultät Hör- und Kurssäle in den einzelnen Kliniken und Jnstitriten nm"636 Plätzen, für die naturwissenschaftliche Fakultät mit 1533 Plätzen, für die übrigen Fakultäten mit 900 Plätzen ausschließlich der Aula, ferner noch 397 Arbeitsplätze in besonderen Instituten und Seminaren, insgesamt also 3466 Plätze vorhanden sind. Einsck>lics;lich der in der Magistratsvorlage des näheren angegebenen Erweiterungen stehen bei Eröffnung der Universität 6334 Plätze zur Verfügung. handel. R B. Darmstadt, 4. April. Die Bank für Handel und Industrie hielt heute vormittag ihre 59. Generalversammlung unter Vorsitz des Rcichstagspräsidenten und Vorsitzenden des Aufslchtsrats, Dr. Joh. Kämpf, ab. Es waren 37 Aktionäre mit 129 563 Stimmen vertreten. Zur Berichterstattung des Vorstandes über die Vermögens- und Geschäftsverhältnisse der Bank wurde auf den gedruckt vorliegenden Geschäftsbericht für 1911 Imigewiesen. Der Bruttogewinn beläuft sich auf 24 360 595 Mk Davon gehen ab: für Handlungsunkosten (einschließlich der Tantiemen an den Vorstand und die Obcrbeamten mit 1 455 048 Mk j 9156 468 Mk., an Steuern 1 174 408 Mk., für Zuwendungen an die Beamten, deren Pensionsfonds, sowie für wohltätige Zwecke Lrauen-Leuilleton. Aus der Welt der Frau. Die 2. Kammer des dänischen Reichsrates hat kürzlich die erste Lesung eines Tienstbotengcsetzcs beendet. In Täne- mark besteht bisher ein Gesetz, das sowohl die städttschen Dienstboten wie die Knechte und Mägde auf dem Lande gleichmäßig umfaßt. An dessen Stelle soll cm freier Arbeitsvertrag treten, dazu aber Gesetzgebungsbestimmungen, die sich gegen Uebergriffe der Arbeitgeber richten und auch strenge Anordnungen über die Beschatten heil der Schlaf- und Arbeitsräume enthalten. — Gast- häufet für stillende Mütter hat der Gemeinderat von Tundee in Schottland jüngst errichtet. Ein Verein hatte vor zwei Jahren in Tundee solche Müttergaststuben begründet; dann ging die Stadtverwaltung an die Ausgestaltung dieser Einrichtung, und im vergangenen Jahre wurden bereits 16 000 Mahlzeiten an Mütter verabreicht, wovon die Halste unentgeltlich, die anderen gegen 16. Pfennige ausgegeben wurden. Die Erfolge dieser Maßregel sind sehr günsttg. Tie Sterblichkeit der Arbeiterkinder in den ersten vier Lebensjahren betrug früher 25 v. H., durch dw Einführung von Gesundheitsaufsehern wurde sie aut 18 v. H. erniebrigt, und durch die Einführung der Müttergast- sluben ist sie auf 7 v. H. berimtergebrütft. Eine ähnliche Einrichtung hat auch die Stadt Hove eingeführt, die jedoch nicht besondere Müttergasthauser verwendet, sondern Gutscheine zum Besuche anderer Gasthäuser ausgibt, die nachher die Gemeinde einlöst- — Frau Feuillet, die Sck)wiegerkochter des bekannten Schrift- stellers, ist jüngst durch die Verleihung des roten Bandes der Ehrenlegion ausgezeichnet worden. Frau Feuillet, die Leiterin der Krankenpflegerinnen der „Union des femmes de France", hat im Kriege bedeutende Leistungen voUbracht. Sie war als Krankenpflegerin in Oran, in Marokko und anderen Gegenden Nordafrikas., Sie war auch unter den Leiterinnen der Rettungsexpedition, die nach Messina ging. Bis vor wenigen Wochen war sie noch in Afrika und dieser Tage wird sie wieder nach Casablanca abreisen. — In Belgien wird, wie die belgische Ackerbaubehörde durch de Buhst, ihren Leiter, befannt machen läßt, im nächsten Jahre ein internationaler F a r m e r i n n c n k o n g r e ß zusammentreten. Bei dieser Gelegenheit teilt die Regierung mit, wicviele Farmerinnen es in Belgien gibt. Ihre Anzahl ist so groß, daß selbst die belgische Regierung bei ihrer „Elttdcckung" einigermaßen erstaunt war — es sind nämlich eine halbe Million, unter denen sehr viele die Landwirtschaft ganz selbständig treiben. ~-ie belgische Regierung denkt deswegen daran, im Interesse dieser Farmerinnen den landwirtschaftlichen Unterricht bedeutend auszudehnen. — In Rußland ist jüngst ein neues wichtiges Gesetz erlassen worden, das den Frauen, die Staatsvrüfungen an Hochschulen bestanden haben, genau die gleichen Rechte wie den Männern zusichert. Sie sollen zu allen akademischen Aemtern, zu Professuren, zum Dekanat und auch zum Rcttorat zugelassen werden und zu Mitgliedern des Staatsrates gewählt werden können. — Während in den Vereinigten Staaten das Frauenstimmrecht überall Fortschritte macht, sind dort eine große Anzahl der Frauenbewegung dazu gelangt, eine nationale Monatsschrift gegen die Fr au c n st i m m r e ch t sb e wc- gung zu gründen. Tic Leitung der Monatsschrift bat Frau Arthur M. Toäge übernommen. Zweck des Blattes ist nach der Erklärung seiner Begründerin, „das schnelle Anwachsen der Stimmberechtigung zu bekämpscn und die amerikanischen Frauen zu den wahren und natürlichen Idealen ihres Geschlechtes zurückzurufen". Emanzipierte Frauen in China. „Tic nahten 400 Millionen zählende Bevölkerung Chinas besteht zur Hälfte aus Frauew Und diese Hälfte wird nicht e r n st genommen. Tie chinesische Frau ist nur ein kostbarer Luxusgcgcnstand. Im sozialpolitischen Leben des Landes hat sic bisher noch gar keine Rolle gespielt. Aber eine ungebildete, unaufgeklärte Frau hemmt die Entwicklung des Landes, erniedrigt die Würde des Menschen und setzt das kulturelle Niveau herab^ Solange die Frauen — Mutter, Gattin oder Schwester — als Sklavinnen in geistiger Dunkelheit einherschreiten werden, kaim von freien Bürgern — ihren Männern, Söhnen und Brüdern — keine Rede sein." Mit diesen Worten, die in einer großen Frauenversammlung zu Peking gesprockren wurden, kennzeichnete vor kurzem eine der Führerinnen der chinesischen Frauenbewegung die Sage der chinesischen Frauen, so, wie sie bisher war. An der großen Freiheitsbewegung der letzten Monate waren auch die Frauen stark beteiligt; sie hat ihren Führerinnen die größten Erfolge gebracht, denn im Prinzip ist durch einen Beschluß des Nationalrats den Frauen inzwischen das Wahlrecht gesichert worden. Tie Frauenbewegung in China ist zwar noch jung — ihre Anfänge reichen in die 90er Jahre des verflossenen Jahrhunderts —, sie hat aber schon ihre Geschichte und ihre Mär- tnrennnen. Tie erste war die Frau eines chinesischen Beamten, die if)ren_ Mann verließ, nach Japan ging, um zu studieren, nach ihrer Rückkehr die Fraucnzeikung „Naj-Pau" herausgab und Schulen für Frauen gründete. Bald aber wurde sie, wie die „Kiautschou-Poft" erzählt, revolutionärer Agitationen beschuldigt 1699 531 Mk., für Abschreibungen auf Immobilien und Mobilien 523 276 Ml'., Rückstellung für die Talon steuer 660 000 Mk, in summa 13 213 684 Mk., so daß ein Reingewinn von 11 146 911 Mark verbleibt. Davon sind zu zahlen an Tantieme für den Aufsichtsrat 280000Ml und 6-, Prozent Dividende - 10 400 000 Mark. Der Rest von 466 911 Ml. wird auf neue Rechnung vor getragen. Die Versammlung nahm Kenntnis von dem Bericht und genehmigte die Rechnung, sowie die Verteilung einer Dividende von 6> Prozent. In der letzten OKneralversaiunNung war beschlossen worden, die Zahl der Aufsichtsräte aus 20 zu beschränke». Es erschien im Interesse der Bank, diese Bestimmung wieder aufzuljcbeii und zwei neue Aufsichtsräte binzuzu- wählen. Als foldK wurden durch Zuruf gewählt der Direktor der K. K. Pnv. Bank und Wechselstuben Aktiengesellschaft Merkur in Wien, Dr. B r c 11 h a^u e r , und Geh. Kommerzienrat R i n kc I- Berlin und Landeshut (Schlesien Ter Vorsitzende machte schließlich noch die Mitteilung, daß Geh. .Kommerzienrat Heddcrich den Wunsch ausgesprochen habe, mit Ablans des Jahres aus dem Vorstand auszuscheiden. Ter Vorsitzende dankt ihm schon letzt für seine langjährigen vortrefflichen Leistungen und bemerkt, da»; seine Wahl zum Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagcn iverdcn »vürde. vüchertifch. — Gareis ' Deutsche Reichsgesetze in Einzel- abdrucken. (297 gültige Nummern ä 20 Psg.) Verlag von Ennl Roth in Gießen. Neuerscheinung: Nr. 460/64: Aus- s ü h r u n g s b c st i m in u n g e n zur Reichsvcrsicherungs- ordnung. 1 Mk., gebunden 1,30 Mk. Die hier vorliegenden, »ür einen großen Teil unserer Leser »vichtigen Ausführungsbc- »timmungen zur R.-B.-O. mögen in dieser Ausgabe bestens emp- sohlcn »ein. Lie bringen u. a. die Ueberganqsbestiinmungen und Bclanntmachungen über die Einrichtung der Ouittungdtartcn, so- iine bic wichtigen Verordnungen über Geschäftsgairg und Ver- jaljren des Reickjsverfickjcrungs.imtes, der Oberverfichermigsämter und Versicherungsämter. Vorzügliche Ausstattung und billiger Preis haben die Gareis'sche Sammlung deutscher Reichsgesetze, »velche die einzige ist, in der man alle deutschen Reichsgesctze in gut kommentierter Textausgabe findet, in der Juristenwelt und beim Publikum eingeführt. Zur BButreinigung. Jeder Mensch bedarf eine Blulrciniannaskur int Frühjahr— nach langem Winter— um das Blut von den llnreininfcitcn zu betreten, die ,ich während der Wintermonate, wo der Anfcnt halt meuterns in den Simmern geschieht, nninmmcln. Das beste Mittel zu »olcher Kur bentren wir in Sauitätsrat Dr. Wegener's Tee, aus edlen Kräutern bestehend, eine Tasse voll mornend und abends getrunken. Angenehmer Geschmack und wirkt w aleich günsttg ans die Berdauung. Dr. üLegener's Tee kostet 9)lk. 1.50, in Apotheken erhältlich: wo nicht vorrätig, wende man nri) au Jerromauganin Gesellschaft, Frankfurt a/M.» Ztronprinzenftraße 55. D13/\ [1U] Taxameter-- Autodroschken Standplatz: a ■/. Vor dem Bahnhof. Anruf durch Fernsprecher Nr. 680 oder Nr. 151. Zur Vermeidung von Irrtümern wird darauf hingewiesen, daß die kürzlich in Spremberg N.-L. nicdcrgebrannte Tuchfabrik der Firma Wilhelm Schwetasch, nicht mit der bekannten Fabrik SchwetaschLSeidel, Spremberg, welche gleichzeitig ein ausgedehntes Tuchversandgeschäft betreibt, identisch i st. [ss3A und zum Tode verurteilt. Umsonst baten Frauen der verschiedensten Gesellschaftsklassen in einer Bittschrift um ihre Begnadigung. Ter tragische Tod dieser Märtyrerin spornte die chinesischen Frauen nur noch mehr dazu an, sich zu organisieren. Tie verschiedenen Frauenbünde zogen ihre Netze über das ganze Land. Ta es in China den Frauen nicht erlaubt war, sich zu bilden, entsandten die Frauenorganisationen Hunderte von jungen Chinesinnen ins Ausland. Im Jahre 1907 errangen sie ihren ersten großen Sieg; die Regierung erkannte ihnen das Recht zu, sich zu bilden, und leitete entsprechende, das allgemeine Schul-» wesen betreffende Resörmen in die Wege. Eine in der Hauptstadt Chinas hcrausgegebene Zeitung für Frauen erweckte das Interesse der weitesten Volksschichten, und in die Reihe der kämpsendlm Frauen traten nicht nur solche aus mittleren, ''andern auch aus hohen und niedrigen Kreisen. Heute befinden sich unter den Führerinnen der Frauenbewegung Vertreterinnen der höchsten Aristokratie aus der nächsten Umgebung des Kaiserhauses. Tie erste Aerzttn in China, Frau Pamei kin, beendete schon vor 20 Jahren ihre Studien in Neuyork. Sie widmete sich fast ausschließlich der Leitung und Entwicklung des .Krankenhauses und der medrzinischen Schule, die sie in Tientsin bo gründete. Am Unterricht in ihrer Schule beteiligten sich sehr viele kleine Chinesinnen. — Zwölf'Ehegattenin zehn Jahren. Vergangene Woche ist in der friedlichen Stadt Allentown in Penn- sylvanien eine hübsche kleine dunkeläugige Frau von 27 Jahren verhaftet worden. Trotz ihres jugendlichen Alters ist sie schon zwölfmal als Braut vor den Altar getreten und hat nacheinander diese zwölf Gatten verlassen, anscheinens ohne die Formalität einer Scheidung für nötig zu halten. Die unternehmungslustige kleine Frau J-enny Schmeyer ist auch davon überzeugt, damit kein Unrecht getan zu haben, wenn jetzt auch freilich die gelehrten Herren von der Jurisprudenz ihr klarmachcn wollen, daß sic sich eines schweren Verbrechens schuldig gemacht hat. „Ich habe meine Männer alle gern gehabt," erklärte sie voll Ueberzeugung. Es ist noch nicht gelungen, die ganze Galerie ehemaliger Ehegatten dieser unerschrockenen Frau vollzählig zusammenzubringen, einige scheinen inzwischen gestorben zu sein, andere sind nicht aufzufinden, bei dem ersten Verhör waren jedenfalls nur drei Herren Gcmahlc anwesend. Nach dem Verzeichnis der Gatten zu urteilen, ist Frau Schmeyer von feinen nationalen Vorurteilen belastet und von weltbürgerlicher Gesinnung, denn die meisten Großmächte sind durch Untertanen vertreten. 20% Rabatt auf Beleuchtungskörper pp wegen fcadenumbau aek Z PeöÄarlme llsWcAJ Strm Jj£uü$ Verlobten^ 2 Telephon 401 Bahnhoiftrahe 30 nach empfehle vor Einkauf ihrer und 2 Z Z 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 meiner werfen KundldiaH zur gefälligen Iladirlchf, daf; die D’A Berren- und Damenräder ........ für 1912 .....- in reicher Auswahl in allen Preislagen eingefroren lind. Extra starke Geldiäifsräder mit Firmenschild. Feine Sfrahenrenner von 95 Ulark an. Reparaturen an Fahrrädern rdineii u. preiswert. Gebrauchte Räder werden in UauFdi genommen, Carl Sdiunck SÄ Ausstattung sich meine Zehn Schaufenster anzusehen. 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Juni 1912 an eine in Giefzen wohn- haste, würdige und bedürftige israelitische Familie ode? einzelstehende Person zu vergeben. Ä kB I. Meldungen werden Asterweg 9, Zimmer Nr. & biß 15. Avril 1912 entgegengenommen. _________________ Alle noch rückständigen Rechnungen über die für städtische Gebäude im Rechnungsjahre 191111. Avril 1911 biß oLMarz 1912i ausgesührten Arbeiten und Xliefcrungen sind bei Meldung der Nichtberücksichtigung bis svätestens den 1. Mai o. F., in doppelter Außsertigung an baß städtische Hochbauamt einzureichen. Be/t Die Zimmer- uuo Anftreicherarbcitrn für die Her- tellung einer Holzeinsriedigung beim Ausbau der »straffe entlang der Main-Weser-Bahn zwischen der Damm- und Schillerstrabe sollen Montag, den 15. d. Mts., vorm. 11 Ubr, auf unserem Tiefbauamt vergeben werden. Dii Berbingungöunterlagen liegen daselbst offen und sind Angebote auf Vordruck dahin einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen.[B^ Der für die Zeit biß zum 8L März 1913 erforderliche Bedarf an Piassavabesen, sowie Bürstenwalzen für die Kehrmaschinen 'etwa 500 Stück Besen und 50 Satz Bürstenwalzen- soll Mittwoch, den 17. dS. Mts., vormittags 11'/, Ubr, auf unserem Tiesbauamt vergeben werden. Angebote, sowie Musterbeien sind bis zuui acnanmen Zeitpunkt an daß Tiefbauamt einzureichen. — Zuschlagß- frist 4 Wochen. IB‘/. Gelände-Verpachtung. B*'* Montag, 15. Avril dS. FS., uachmitiagS * Ubr werden auf dem Seltersberg zwischen der schonen Aussicht und der psychiatrischen Klintk verschiedene Grundstücke, darunter eine Anzahl Grabstücke metitbietend verpachtet. Hof=Möbelfabrik Th. Brück Ecke Kanzleiberg, Brandplatz, Schlossgasse Ich teile hierdurch meiner werten Kundschaft und meinen werten Gönnern sowie der weiteren Einwohnerschaft von Gießen und Umgebung die Verlegung meiner 2618 Glaserei, Einrahmegeschäit Rahmen- und Glashandlung nach dem neuen Helm Kirchstrasse Nr. 13 vls-ä-vle des neuen Gewerbehauset* ergebenst mit, woselbst sich nunmehr auch meine Wohnung befindet. Für das mir seither in so reichem Maße entgegengebraebte Vertrauen bestens dankend, wird es auch ferner mein vornehmstes Bestreben sein, mir selbiges zu erhalten und zu erweitern. Karl Euler, Glasermeister, Telephon 771 Kirchsfrasse 13 Telephon 771 Der Vorstand: Ferd. Schwalb, Aug. Th. Krämer, Ludw. Becker I V., Direktor. Rechner. Kontroleur. Generalversammlung. Sonntag, den 14. April 1912, nachmittags 3 Uhr, in Der Wirtschaft des Aug. Th. Krämer. TageS'Lrduung. 1. Rechnungsadlage für 1911; 2. Verteilung des Reingewinns; 3. Ergänzungswahl des Auf- sichtsrats; 4. Verschiedenes. Für den Aufsichtsrat: 2581 Th. Müller IV. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gietzen. Tie Verteilung der Zinsen der Schott Stiftung (Citcrgclb) findet am ersten Feiertag nach dem Arend' gottesdieutt tu der Stadtkirche narr. B0/« Stadt. WohnungsnachweiS Gietzcn, Asterweg 9. Es nud zu vermieten: B‘/4 1 Wohnung von 10—11 Zimmern, 1 Wohnung von zehr Zimmern, 1 Wohnung von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 5—7 Zimmern, 1 Wohnung von ö Zimmern, 10 Wohnungen von 5 Zimmern, 7 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3—4 Zimmern, 5 Wohnungen von dre> Zimmern, 2 Wohnungen von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern ohne Küche, 9 möblierte Zimmer, em Zimmer zum Ausbewahren von '.Möbeln, 2 Werkstätten Svdöen, 1 dreistück.Lagerhaus mit Pferdestall u.Heuboden. Zu mieten gesucht: 30 Wohnungen von 2—7 Zimmern. tftädt. Arbeitsnachweis giessen A,terweg 9. Es können eingestellt werde«: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Schreiner, l Maurerpolier, 1 Bauschloffer, 1 Schlosser für autogene Schweifferei, 1 Schuhmacher, 3 Sattler und Tapezierer, 1 Wagner, 1 Fahrbursche, 2 Hausburschen jüng. Fabrikarbeiter, 1 Lausmadchen. Lehrlinge: 2 Anstreicher u. Nackterer, 1 Bäcker, ein Schreiner, 1 Schmied, 1 oriseur, 1 Tapezier, 2 Kellner, 1 Meyger, 1 Wagner, 2 Kaufleute. b. bei auswartigen Arbeitgebern: 1 Fahrbursche, 2 Schmiede, 1 Schuhmacher, 1 (Bärtnet, 2 schlosser, 2 Schreiner. 2 Sattler, 1 Wagner, 1 landw. Unecht, 1 Köchln, 1 Kindersräulein, 1 landw. Dienstmagd. Lehrlinge: 1 Schreiner. Es «uchcn Arbeit: 2 Backer, 3 Wetffbtnder und Anstreicher, 2 Maschinenschlosser, 1 Plevger, 1 Schuhmacher, 3 Heizer und 'Ma- ichmisten. 1 Sch neid müller, 2 schreiner, landw. Arbeiter, Taalöhner, Haus- u. Fahrburschen, 1 Buchhalter, IKontornnn, Puy-, Wasch- und Laufsranen. Lehrlinge: Bau- u. Mmchinenschloner, Mechaniker, Elektrotechniker, Schreiber. Gast- und Schankwirtfchaftsversonal: Kellner, Ausotlsskellner, Zäpier. iß*/* I meinMimerl. inn io S^en, Grabeustrave 1 t'g in Lanzors. MÄAl. M»"L aud),3teinitr.61 ll.iö.WM ßiantt a-LtM g ist eine Gabt in Achen n* tie öanulw ode, mmer Nr. & bis* ÄKS; liteaUHrp “ouberStr; i der Tamm- und etenwedw?^, j91Teriorbe5S «nmaken lnr d lh xflSaB vormittag W^heu werten. ?eÖJ««Ä 'ung- ubt Ä'«‘s S«L ^elend^verpu^ ssfes jotlJl»— ,/F lN^ÄauSbur!^ •i^6' .... ein glaub’”'* ,^-l- RKE" M ^genügt der erste Versuch. Preis: 10.50 12.50 15.50 AU ein-Verkauf für Giessen L. Bernhardt Telephon 435 Schulstr. 10 Wollen Sie einen Stiefel tragen, der elegant, haltbar und nicht teuer ist, dann kaufen Sie Salvator-Stiefel 4 L . > r 'd Giessener Fröbel-Seminar. Ausbildung von Slinbernärtncrinnen, Leiterinnen von Kindergarten und .Qinbervflenetinncn. Beginn des Unter- richtS Dienstag, den 16. Avril. In ben Mtnberfinrten werden «Inder von 3—6 Jahren jederzeit ausgenommen. 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Elias, Darmstadt, Herdweg 58, Tel. 2554, staatlich konzessionierte Privatschule mit den Klassen Sexta bis Oberprima. Besonders erfolgreiche Vorbereitung inm Einjährigen-, Primaner- und Ablturienten- Examen. In den beiden letzten Jahren bestanden u. a. 15 Abiturienten und 31 Einjährige, teilweise nach sehr kurzer Vorbereitungszeit I *797 Privat - Nähschule für einfache Handarbeiten, Zuschneiden und Anfertigen von Wäsche, Kinderkleidern, Blusen und Hauskleidern. Der Unterricht beginnt Montag, 15. April. Anmeldungen erbittet Frau 8. Dippel, Stephanstrasse 32 1. 02789 Weissnähschule Frau E. Schott, akad. geb., Kaiser-Allee 7 L Unterricht im Zuschneiden und Nähen sämtlicher Wäsche, Flicken und Stopfen. Beginn 15. April. 124621 Eintritt jederzeit Privatunterricht In Deutsch, Geschichte, Lat. □.Griechisch füralleKlässen, Englisch u. Franzos, f. , */» 'G übrige Kurse. - Das amcrik. 10 Dinner loftfhitcm iwtrkliches lindschreiben, bis 50 /^ Mehrletitungi. Anmeldung u. Elli- tritt kann täglich erfolgen. Prospekte graus. 2225 Das neue Schuljahr beginnt den 22. Avril dS. IS. Neuaufnahme 16. April 1912. Stadt, subv. unter Stoato-MMMM aufeicht stehende Höhere Handelsschule Landau -------------(Pfalz).-------------- I. HandelsrealsetiDle Xm 11. Hallijltir. Handelskurse Schul-und Penslonattriume In Imposanten Neubauten. Gewissenh. Beaufsichtig.; anerk. gute Verpflegung. AusführL Proepekte versendet Direktor A. Haar. sowie in v. Klitzing. Hedderlch. Augsburg bei den Herren Gebr. Klopfer, Braunschweig hei der Braunschweigischen Bank und Kreditanstalt Aktiengesellschaft, Bremen bei der Deutschen Nationalbank Kommandit - Gesellschaft auf Aktien, Breslau bei der Breslauer Disconto-Bank, Cöln bei den Herren Wal. Oppenheim jr. dc Co., und bei dem A. SchaatThausen sehen Bankverein, Dortmund bei der Deutschen Nationalbank Kommandit-Gesell- schaft auf Aktien, Dresden bei den Herren Albert Kuntze & Co., Essen a. d. Ruhr bei Herrn Simon Hirsch land, Hamburg bei der Vereinsbank in Hamburg und bei den Herren Joh. Berenberg Gossler & Co., Hannover bei den Herren Ephraim Meyer & Sohn, Heilbronn bei den Herren Rümeiin & Co., Karlsruhe bei Herrn Veit I Homburger, Königsberg 1. Pr. bei der Ostbank für Handel und Gewerbe, Mainz bei den Herren Schmitz, Heidelberger dt Co., München bei den Herren Merck, Finck & Co., und bei der Bayerischen Handelsbank, Nürnberg bei der Vereinsbank, Osnabrück bei der Deutschen Nationalbank Kommandit-Gesell- schaft auf Aktien, Pforzheim bei den Herren Fuld & Co., Posen bei d r Ostbank für Handel und Gewerbe, Rostock bei der Vereinsbank in Wismar, Filiale Rostock, Stuttgart bei der Württembergischen Bankanstalt vorm. Pflaum & Co., bei der Württembergischen Vereinsbank und bei der Königl. Württembergischen Hofbank, G. m. b. H, Bank für Handel und Industrie. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, dass der Gewinnanteil für das Geschäftsjahr 1911 für die Aktien h Mk. 1000 auf Mk. 65.— r pro Aktie „ „ „ h fl. 250 „ „ 27.85 I festgesetzt wurde. Die Auszahlung erfolgt gegen Einreichung der Gewinnanteil- Scheine No. 11 bezw. No. 7 sofort: bei den Kassen unserer Niederlassungen in Darmstadt. Iserlln (Schinkelplatz 1-4). Frankfurt a. M., Hamburg, Bamberg, Cottbus, Düsseldorf, Forst i. L., Frankfurt a. O., Freiburg i. B., Ittrth (Bayern), Giesseil| Greifswald, Guben, Halle a. S., Hannover, Landau 1. Pf-, Leipzig, Ludwigshafen a. Rh., Mannheim, München, Neustadt a. H Nürnberg. Offenbach a. M., Prenzlau, Quedlinburg, »orau N.-L., Spremberg. Stargard i. P., Stettin. Strassburg 1. E. und Wiesbaden n Wismar bei der Vereinsbank in Wismar. Amsterdam, für die Niederlande, bei der Amsterdamschen Bank, Wien bei der K. k. priv. Bank und Wechselstuben Aktien Gesellschaft „Mercur“. XT &”/« Nach dem 30. April 1912 werden die Gewinnanteilscheine nur bei den Niederlassungen unserer Bank ausbezahlt. Berlin und Darmstadt, den 4. April 1912. Bank für Handel und Industrie. Niedeila