ch8u N. 56 Erschein! täßTich mit Ausnahme der Sonntag». i a v I Cn Nr. 3 Mühl, i Mr. | । Tlefm. I 7j» w. Vinoleunv die auch Fortsetzung heute die Sitzung kurz M EL 3», c divans ibtiidjc K- 4K- Dir „•letjmrr ^mnHlenblitter“ werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigriegt, daß „Mrdiblatl fir den Mrd» «tetzea" zweimal Wöchentlich. Die ..randwlrilchastllchrn -eil. fregtn" erscheinen manatlrch iroeimel 0S 29. Milche Ter Präsident Köhler eröffnete die Sitzung um IO11 Uhr. berichtigt zunächst eine Presstinßcrung in der „Darmstädter I .Altung", nach der er gesagt haben soll, „bau, wenn bie Reber. i ho roeiter geht, nur überhaupt nicht fertig werden". Er stellt fest. !aB er nur gesagt habe, „äeü die Diskussion nur sehr langsam lossenm ir-Variete, Girsss JUfcafnen. Expedition and Tnuferrb Schul» stratz« 7. ExpedMon und Verlag: 5L tUbaftmiLf ^111 L«t.-LIdr^VnzetgerG irtzen» vom Ausschuß die Bewilligung der Einnahme und der Ausgabe von 31 500 Mark gefordert. Die Sitzung schließt damit um IVa Uhr. nachmittag 3 Uhr. Nachmittagssitzung. nung zu tragen. Ich stehe auf dem Standpunkt, daß die Regierun oie örtlichen Interessen berücksichtigen soll. Man muß aber aua berücksichtigen, daß es ganz ohne fcärten nicht abachen kann, auch wenn die Regierung noch so sehr bemüht ist, derartig. Härten zu vermeiden. Dann möchte ich noch eines erwähnen, lvozu der Abg. Münch mir die Anregung gegeben hat. Wir denken gar nicht daran, Wimpfen zu veräußern, es zu vertauschen Mit dem Herrn Abg. Münch sehe ich in Wimpfen in der Tai einen glänzenden Edelstein in der hessischen Krone. Ich habe es nicht notwendig, all die Vorzüge nochmals zu wiederholen. Jeden »alls werden wir Wimpfen behalten, und wenn es eines Beweises für diese Absicht der Regierung überhaupt bedürfe, so werden Sie diesen Beweis am besten entnehmen aus der Absickn des Großherzogs, in Wimpfen selbst ein Absteigequartier zu haben. (Bravo.« Damit ist die Debatte gescklosseit und es wird zur Abstimmung über .stapitel 2, zkameral - und Forstdomänen, geschritten. Der Antrag des Ausschusses wird gegen die Stimmen der Sozial demokraten angenommen Der Antrag Hauck auf Erhaltung der Oberförsterei Groß Umstadt wird einstimmig angenommen. Es wird dann in die Debatte zu Kapitel 3, Weinbaudomänen, eingetreten Ter Antrag des Ausschusses lautet: Wir beantragen, die Einnahmen mit 99 073,50 Mark, die Ausgaben mit 180 281,52 Mark zu bewilligen dlbg. Wolf- Stadecken (Bbd.) beantragt, langsam Schluß zu machen mit dem Ankauf von Weinbergen durch den Staat. Die Arbeiter sollten Akkordlohn erlwlten. Abg. Molthan :Zentr.) wünscht die Anlage von Musterweinbergen durch den Staat. Mer nicht mir an größeren Orlen, sondern auch an kleineren müßten Mustertveinberge errichtet werden. Abg. Breidenbach (Bbb.j beschwert sich über die Errichtung eines großen Verwaltungsgebäudes in Mainz, das die Summe von 327 000 Mark erfordert hatte. Kein Abgeordneter habe davon etwas erfahren. Es stnirden viel zu gewaltige Summen aus dem sogen. Mguisitionsfonds genommen. Seiner Ansicht nach sei die Errichtung eines solchen Gebäudes überflüssig gewesen. Abg. Diehl iMtl. » spricht einige Wünsche aus. Geheimrat Dr. Becker bittet, über den Ankauf von Weinbergen bei Kapitel „Ministerium des Innern" zu sprechen. Er bespricht dann die Vorschläge des Abg. Wolf-Stadecken. Das in Mainz errichtete Gebäude sei dringend notwendig gewesen, um die Arbeit zu erleichtern. Das Unterbringen der Vorräte in verschiedenen Kellern habe zu Unzuträglichkeiten geführt. Von dem fünfstöckigen Gebäude seien allein drei Stockwerke vermietet, die an 5000—6000 Mark Miete bringen. Außerdem bringen auch die Dienstwohnungen in diesem Gebäude eine Ersparnis an Miete für die Regierung. Die Kellereien fteben keinesfalls leer. Abg. Adelung (Soz.) wendet sich gegen die Einführung der Akkordarbeit in den staatlichen Weinbergen. Die Domänen mußten auch in Bezug auf die B.chanblikng der Arbeiter föZufterbetrqrbe fein. Er tritt für Tagelöhnung ein. Es kommt zur Abstimmung Uber Kapitel 3. Der Antrag des Ausschusses wird einstimmig angenommen. Da Kapitel 4 mit Kapitel 8 vereinigt worden ist, kommt Kapitel 5 an die Reihe. Der Antrag des Ausschusses: Bewilligung der in Einnahme angesetzten 8597 Mark und der in Ausgabe stehenden 7280,50 Mark für das Holzmagazin zu Darmstadt wird ohne Debatte einstimmig angenommen. Ebenso wird der Ausschuß-Antrag zu Kapitel 6, Kapitel- Mit rtiitlittlir toniniobtn !»- ldrankc 6jt vettiicllen Mittwoch, 6. März M2 •UUftonibrutf anb Verlag bet Vrühllchaa LUitwrfuntl - Buch- und 6tembrud-ingen in einem umfangreichen Schriftstück niedergelegt Diese-.- I Christ ftüd ließ erkennen, wie außerordentlich schwierig bie ganz. Materie ist. Tas Ergebnis seiner Untersuchungen gipfelte in dem Vorschlag, die Brikettfabrik nicht zu errichten, sondern bic Preßsteinfabrik fortjutrriben, solange sic in Verbindung mit dein Eleltiizi tatswerk war. Dem Sachverständigen ber Ersten Kammer. Herrn Bergbirektor, Diplomingenieur Wagner in Dresden bat die Arbeit des Herrn Sd>öberl Vorgelegen. Er sprach iid) da hin auS, daß man zunächst bic Errichtung ber Brikettsadrik in Verbindung mit dem Kraftwerk vornehmen solle Bei günstiger Entwicklung des Kraftwerkes sei die Möglichkeit nicht ausgeschloftcii, baß bas Straf: werk späterhin für sich ganz allein imstande sei, Zinsen und AmoNisation aufzubringen. Bei der Verschieden lieft der Ansidi ten wurde die Angelegenheit am 5. v. Mts nockunalS zum Gegenstände einer eingehenden Besprechung im Finanzmininerium gemacht. Die Besprechung bezog sich wesenttick auf die den Berechnungen zu Grunde zu legenden EntstehungSlosten ber Rohkohle. Es wurde nochmals eingehenb in Betracht gezogen, meld e Atzsatz- aussichten für das eine ober uiibere Produkt vorhanden seien, und ob nicht insbesondere ber Konsum von Preßsteinen sich wieder steigern werbe. Es war dabei zu prüfen, ob bet der Lage unb der möglicherweise sich ändernden Stonjuuniir für beide Arten von Braiinkoblcprodilkten für uns überhaupt Anlaß sei, den Absatz unserer Braunkohle zu formieren unb bafür eine Million Mark rinzusetzen. Endlich wurden bei der nochmaligen Besprechung die Aussichten des Kraftwerkes wiederholt erörtert. Vielleicht ist Herr Baurat Schöberl in ber Lage, über diese Frage Auskunft zu geben. Wir sind daher im Finanzministerium einmütig zu dem Ergebnis gekommen, daß wegen unseres Bertragsvcrhällnisses zur Provinz und wegen der -lussidst, die das Straftroerf bietet, diese» unverzüglich zu bauen. Dagegen empfehle es iid), den kerwärts schreite". Der Präsident teilt sodann mit, daß ein Antrag des Aba ii d vorliegt, nach dem nicht bic Oberförsterstettc in Groß Umftabt, sondern die in Lengfeldt, auf den Inhaber bewillig! perden solle. Abg. K o r e 11 - Königstädten (Fortschr. Vp.) gibt einige Wnlche aus seinem Heimatort bekannt. Abg. Bähr (Bbd.) bittet das Haus, dem Anträge Hauck pyuftimmen und legt dann die Verhältnisse in seinem Heimatorte -iehrbach dar. Abg. Münch (Hospitant der natl. Partei): Es geht von Zeit zu Zeit die Notiz durch bic Blätter, man möge doch Wimpfen LUstauschen Gegen einen solchen Wunsch spricht aber ungeheuer iid Wir haben in Wimpfen nickst nur eine Perle, solidem die eiabt hat auch eine große historische Vergangenheit. Man sollte tkmntc nach Wimpfen entsenden, die über ihre Pflicht hinaus tätig sind. Abg. v. Brentano (Zentrum) bricht eine Lanze für die ßorstasscssoren. Man müßte die Leute warnen, diesen Beruf zu I Biteifen. Abg. Molthan (Zentrum): Nadidem von der Vereinfack) tmt4foinmiffion mit Mühe unb Not eine Ersparnis erzielt worben I rare, werden hier die Vorschläge zumeist aus lokalpatriotischen I Gründen über den Haufen geworfen Abg. Schönberger tritt dafür ein, daß die Ober- I förfierci in Groß-Umstadt bestehen bleibt. Abg. Grünewald (Fortschr. Vp.,: Er trete den Ausführungen des Abg. Nllstthan bei, es dürsten Sonderwünsche tr in der Vereinfachung und von den Erspamisrüdsichtcn bc* I tioffenen Beamten und Gemeinden gegenüber den Staatdintcrcffcn I r.dit in Betracht kommen. Sonst würden die Ersparnisse wieder I illusorisch gemacht. An der Vereinbaning, iveldie die E i n z i e h- I na von Oberförsterstellen betreffe, dürfe nicht gerüttelt | urtden. Er. Redner, stehe persönlich sogar auf dem Standpunkt, ■kfc bic Zahl der Cbcrförflcrcicn noch weiter vermindert ■irr b c n Tann Audi die intensive Forstwirtschaft, wie sic in ibdfcn bestehe, lasse eine Verkleinerung ber Reviere zu: bic Werförster hätten gegenwärtig zu viel Zeit, es werde and) zu viel rimentiert. Er sei kein Fachmann, aber der Augenschein lehre, sehr häufig ein Oberförster eine Methode anwende, die ent I dtder er selbst nach einiger Zeit beseitige, oder die sein Nadifolgcr I lieber verwerfe. Die preußischen Oberförster eien seien viel größer I«- bie lxssischen, allerdings bei nicht fo intensiver Wirisdwst und I Hier ausgebildetem Unlerpcrsonal. Mer aud) bei 9lufrcd)tcrl>ari I hing der in Hessen geltenden Grundsätze lasse jid) bic Zahl der I Oerförftercien vermindern. Aud) bic Forstabteilung des M i n i IlertumS lasse Ersparnisse zu. Die Oberförster seien wissen- j haftlid) gebildete Beamte, denen eine größere Selbständigkeit I eigeräumt werden könne, als sie zurzeit besteht. Man sage in | t»erHessen scherzend, daß ein Geheimer Lbcrforstrat von Tarm- I fubt kommen müsse, wenn in Salzhausen ein Ofen raucht: aud) | in dieser Hinsicht könne gespart werden. Die Zahl ber Obcrfortt- I retc könne reduziert werden. Die Eingabe der Kommunal- L lo r st warte sei in allen Punkten berechtigt, ihre Besoldung I riifc revidiert und miitdestens eine Gleichstellung mit den Doma- I Fa.irrrftivarten erfolgen: sic seien ja auch bezüglich ber dientt- Ilikn Anforberungcu gleichgestellt. Es sei außerordentlid) nndiltg | t-.b aud) s o zial von Bedeutung, daß diese mitten im Wirtschaft«- [ kjfit stehenden Beamten, die vielen Versuchungen ausgesetzt seien, I tzenigstens einigermaßen bezüglich ihrer Existenz sid)crgestellt wür- bii Es sei aber nicht zu vergessen, daß auch die Bezüge der staat- | lilyit Forstwarte nicht mehr den Verhältnissen entspredien, wie ■fr in bezug auf die Preise der Lebensmittel und die sonstigen An tbernngen, bie heutzutage bas Leben stellt, belieben, bei der tatung der Besold nngsordnung sei hieraus Ruckiidst F st nehmen. . „ . , Dr Weber kritisiert das Verfahren ■k. ber Verpachtung von Domäncitgütem. Abg. Hauck i'öbb.i begründet seinen Antrags große II kalbbestand von Groß-Umstadt erfordere dringend die Erhaltung Br Dbcrförfterci. _ . Abg Dr Osann stelst nickst aur dem ^tandpuiM nne der Lg Ulrich, daß ein Politiker alles wissen mnfic ^onft könnte B: Abg. Ulrich ja einmal seine .sTcnntnhfc vrattnck verwerten. Benn man ihm auch in Hessen keine Waldungen zur Vermgung ^»llkn könnte, so könnte man ihm ja am Kongo ein tritt für den Atisfchußantrag sowie M»i Besserstelluiig der Domania(forftivartc rin. |ln*r’ ®ebcr ldbd.) verteidigt sich gegen Angrifte des Abg. Geheimrat Wil brand: Er dankt für „die einzelnen An I jungen und insbesondere den Herren, die rur die jtommui al- I ^Nwane eingetreten sind Die Vertnehrung ber Eberronter« I Men ha(>e segensreich gewirkt: die Eiitnahmen I 1,eder üt. Pt) , Bände. 127 der Än den Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. - 8ktm Sonnenschei» if e? 9 3 0 > 12,9‘C. + 8,8 *C. SW W 0 2 6 still März 1912 Höchste Temperatur Niedrigste „ Niederschlag: 0,6 mm. Stadterweiterungsfonds gehen hiervon 200000 Mk., an das Elektrizitätswerk 880 800 (87 400) Mk., an die elektrische Straßenbahn 3000 (37 000) Mk., an das Gaswerk 27 750 (29 000) Mk. und an das Wasserwerk 18 250 (20 000) Mk. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 3n otr Zohonncrkirche. Heute abend 6 Uhr: 8. Passion-andacht. Pfarrer BechtolSheimer. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 5. "März. Heu- und Strohmnr Angefahren waren 6 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Ms« notierte: Heu 4.00—4.50 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 0.00—u.O> Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles ’üc 50 Kilo. Tie Zutuhrei waren auS dem ObertaunuS und aus den Kreisen Tieburg u.ö Hanau. . künde 75, Kulturgeschichte 37, Geschickte und Biographien 106, Run ;- geschickte 36, Nalurivissenschast und Tecknoloaie 12 >, Heer- und 3ee- iveien 28, Hauk- und Landwirtschaft 10, Gennidhettklegre 9, Religion und Philosophie 38, Llaaiswissenfchaft 21, Lprachivisien- schaik 19, Fremdsprachliches 6 Bände. Nach auswärts tarnen o Kreis Alsfeld. -u- Leusel, 4. März. 6m beträchtlicher Schaden ist Gemeinde durch die große Hiye im vorigen Sommer er- 6 5 6. am 4. bis 5. März , 4. , 5. , W; l Oü; ^Mratze ^I^uve' ^Sabnb WA •«ot If ivachsen. Es ist nämlich im Gemeindeipald ein etwa üeben- läbriqer Fichtendestand von beträchtlichem Flächenmaß vernichtet worden. Eine Neubepflonzunq muß be5?.a:i oorgenommen werden. Ter Ankauf von Privalgrundstücken, die ebenfalls bepflanzt werden sollen, fand s. Zt. lebhaften Beifall. (30 000) Mk. vorgesehen. Zur Betreibung sämtlicher Ausgaben der Bermögensrechnung i t eine Kapitalaufnahme von 2 302155.51 >976 965.08) Mk. erforderlich. ~ 2 ® z-e X 3 Hits Heften. Die GehaltSverhalNnffe der E omanialforBroarte. Der hessische Iagdklilb hat an die Zweite Kammer folgende Eingabe gerichtet: Die hi naher Aussicht stehende Reform der Besoldiingsordnung der Staatsbeamten veranlaßt den ganz ergebenlt unterfertigten Klub, die Aufmerksamkeit Hoher Kammer auf die Gehaltsverhäll- nisse einer Klasse von Beamten zu lenken, denen dringende Hilfe wirklich n o 11 u t. Die Ausübung der Jagd bringt die zahlreichen Mitglieder des Hessischen Iagdklubs fortwährend in Berührung mit den D o m a n i a l f o rst w a r t e n, deren Pflichteifer, Nüchternheit und Zuverlässigkeit bei der Obhul der großen nationalen Werte, die ihnen anvertraut sind, und vor allem die außerordentlichen Schwierigkeiten ibreS Dienstes, der sie weder Werktags noch Sonntags, weder bei Tag noch bei Nacht ordentlich zur Ruhe kommen läßt, sind dabei ftctS Gegenstand der Anerkennung. Vergleicht man damit ihre Bezahlung, so muß man sich übet nochmals eine Vorlage unterbreite, falls sie die Brikettfabrik in Zukunst errichten würde. Fmanzminister Braun: Ich darf nochmals daraus aur= merksam machen, daß in Zukunft nichts geschehen wird, was von den Vereinbarungen mit den Ständen abwiche. Tr. £ । a n n (natL;: Es hat sich damals um dcn Dau einer Brikeuiabrik gehandelt Zu dieser Brikettfabrik sollte die elektrische Zentrale für Obethessen entstehen Tasür waren verlangt 2 lOö 000 Mk, davon entsielen 670 000 Mk. auf das Elektrizitätswerk, während 1900 000 für die Brilettfabrll in Anschlag gebracht worden waren. Ebensowenig wie der Staat in Nlnmhessen oder in Starkenburg ein Elektrizitätswerk baut, ebensowenig kann auch Oberhessen ein Elektrizitätswerk vom Staat beanspruchen. Es wäre richtig, wenn die Regierung dem, Land tage eine Vorlage machen würde, in der bie Gründe für das Fallenlassen deS Projektes enthalten sind. Es sind früher schon vom Aba. Köhler die stärksten Bedenken gegen die Errichtung einer Brikettfabrik erhoben worden. Vier Sachverständige haben sich für die Rentabilität ausgesprochen. Mer unsere Bedenken sind in den Wind geschlagen worden. Wenn uns damals schon das Gutachten Wagners vorgelegen hatte, so hätten wir wahrscheinlich nicht zugestimmt. Wir hören, daß der Ersten Kammer ein besonderes Gutachten vorgelegen habe. Das müsse man auch uns voclegen. Jetzt heißt es, die damaligen vier Sachverständigen sind Überholt, jetzt wird die Brikettfabrik nicht gebaut. Der dritte Präsident Schmitt verliest einen Antrag der Abgg. Molthan und Dr. Weber, der die Kammer ausfordert, die Regierung zu ersuchen, den Betrag von 1400 000 Mark nicht zu verausgaben. Finanzminister Dr. Braun: Gegen die Annahme dieses Antrages habe ich nichts einzuwenden. Ich will nur noch im Abschluß an die Rede des Abg. Dr. Osann bemerken, daß Ihnen kein unvollständiges Material zugegangen ist. Baurat Schöberl begründet nochmals den Standpunkt der Regierung. Abg. Dr. Weber (Bbb): Uns in Oberhessen wird der Vorwurf gemacht, der Staat habe uns etwas geschenkt. Der Staat hat nur das Bestreben gehabt, fein unrentables Braunkohlenwerk rentabel zu gestalten. Wir haben gewußt, daß wir dem Staat ein Opfer bringen, indem wir unser Werk zurückstellten. Es lag -also das Interesse auf beiden Seiten. Schenken wir dem Staat etwas? Die Kilowattstunde kostet dem Staat 1 Pfg. Wir bezahlen 6, 7 und auch 8 Pfg. dafür. Der Staat bleibt ein Gewinn von 25—30 000 Mark. Es ist uns angenehm, wenn die Brikettfabrik nicht gebaut wird. Es ist anzuerkennen, daß die Regierung den Mut gefunden hat, von der Brikettfabrik zurückzustehen. Oberfinanzrat Balser berichtet über Bohrungen, die vor 8—9 Jahren gemacht wurden. Auch er rechtfertigt das Vorgehen der Regierung. Die Verhältnisse haben sich so verschoben, daß der Schwerpunkt der Entwicklung sich auf das Elektrizitätswerk gelegt hat. Mg. Ulrich (Soz.). Unsere Zustimmung zu dem Bau der Fabrik ist auf privaten Truck zurückzuführen. Es wurde gesagt, wenn wir von Staatswegen Ferne Neigung hätten, daß dann Private außerordentlich schnell bereit wären, das Werk in die Hand zu nehmen. Die Partie steht so, daß wenn auch die Rentabilität einer solchen Fabrik nicht sehr hoch wäre, so hätten wir doch immer den Staatsbetrieb dem Privatbetrieb vorgezogen. Im Ausschuß war man der Ansicht, daß diese Angelegenheit dem Finanzminister den Kopf kosten würde. Die Regierung ist berechtigt, die Fabrik nicht zu bauen. Bon Seiten der Neaierung ist im Interesse des Landes verfahren. Wir hätten auch dann für die Vorlage gestimmt, wenn uns die Regierung die Errichtung der Krastzentrale zugemutet hätte. Die Regierung ist nur verpflichtet, die Verbindlichkeiten der Provinz Oberhessen gegenüber zu erfüllen. Der Redner Tritt für den Antrag Molthan und Weber ein. Abg. Breidenbach (236b.) ist erfreut, daß die Regierung die Brikettfabrik nicht baut. Abg. Köhler lNtl.) : Die eingehende Beratung hat Klarheit geschaffen. Aber diese Frage ist nicht, wie der Wg. Ulrich meint, eine Parteiftage. Es handelt sich darum, wie der Betrieb zu gestalten sei, um möglichst wirtschaftlich zu sein. Wir in der Kammer sind in den wenigsten Fragen sachverständig und müssen uns daher auf die Regierung verlassen. Wir mußten es daher als unangenehm empfinden, daß die Gründe, die bei der Beratung maßgebend waren, nach kurzer Zeit nicht mehr galten. Wir haben niemals geglaubt, der Provinz Oberhessen mit der Anlage ein Gescl-enk zu machen. Weder die Provinz noch der Staat kann ein Gescl-enk machen. Die Beträge dürfen nicht eher Verwendung finden, als bis dem Hause eine Vorlage gemacht ist. Abg. Molthan (Zentrum) stellt im Einklang mit dem Abg. Köhler fest, daß es lich hier nicht um eine Parteifrage handele. Finanzminister Dr. Braun bedauert es, wenn in der Aussprache über Bad-Naulnim harte Worte gefallen sind. Ich nehme um so weniger Anstand, zu erklären, daß mir jede persönliche Verletzung fern gelegen hat, als ich für meinen Teil alles ausschalten will, was ein Zusammenarbeiten erschweren könnte. Der Antrag tvird dann einstimmig angenommen, ebenso der Antrag Moltlwn und Dr. Weber. Zu Kapitel 8, Saline, Badeanstalt und Tiefbauamt Bad- Nauheim und Badeanstalt Bad-Salzhausen, bittet, daß die bei der Quelle beschäftigten Mädchen bereits am Anfang ihrer Tätigkeit Gehalt beziehen und nicht erst nach vier Wochen, wie bisher. Der Aittrag des Misscpusses zu diesem Kapitel, Bewilligung der Einnahme mit 1 613 800 Mk. und der Ausgabe mit 1 463 800 Mk., wird einstimmig angenommen. Zu Kapitel 9, Samenklenganstalt zu Gammelsbach i. O. spricht der Abg. Hartmann (Soz.) einige Wünsche aus. Es erfolgt bann ebenfalls einstimmige Annahme bes Ausschußantrages: Be- willigung ber in Einnahme vorgesehenen 28 500 Mk. und der Dlusgabe mit 27 035 Mk. Zu Kapitel 10, Staatseisenbahnen, tritt bet Abg. Henrich (Fortschr. Vp.) für bie Verbesserung der Lage einer Anzahl Beamten ber Main-Neckar-Bahnen ein. Abg. Köhler (Ntl.) lvünscht eine bessere Berbinbung von Worms nach Darmstadt. Er beschwert sich dann nod) über bie Verwendung der sog. Triebwagen. Ferner tritt er für die gleichwertige Bchatrdluna aller Hilfsschaffner ein. Abg Molthan (Zentrum^: Die angestellte Enguete über den Rheingaubezirk habe der Stadt Mainz einen großen Schaden zugeführt. Richtet an die Regierung die Bitte, die Eingabe der Stadt Mainz an die Eisenbalmdirektion wirksam zu unterstützen, damit eine schädliche Maßnahme beseitigt werde. Abg. Berthold (Soz.) beschwert sich über die Ueberfülhmg der Arbeiterzüge. Abg. Eißnert lSoz.) will eine bessere Verbindung von Dffenbad) nach dem Odenwald, damit der Zuzug von Arbeitern aus dem Odenwald erleichtert wird. 9(bg. Wolf- Stadecken (Bbd.l wünscht die Errichtung eines Warteraumes aus dem Bahnhof Ingelheim. Die Sitzung wirb dann um 1 »7 Uhr geschlossen. Nächste Sitzung morgen vormittag 9 Uhr. Sport. = Fußball. Am Sonntag standen sich Gießener Ballspil' Hub 1904 und Sportverein Merkur im Meisterschaftswettlalroi gegenüber. Dem Ballspielklub gelang es fd>on in den erst kl 20 Minuten, zwei Tore anzubringen. Bei diesem Stand mußt der Schiedsrichter abbrechen. Gute Gesundheit und neues Leben fiir Geschwächte. Gute Gesundheil ist das (Mebiirtoredit eines Jeden. Würden i* > leben wie es die Natur verlangt, so wtirden wir unS Immer fiu'£ , Gesundheit erfreuen und ein hohes Alter erreichen. Aber die *" forbenmnen an unicre Lebenskraft, die Anivaunnna unferrr r toen, dic Gcichäsisiorgcn, dic icklccktc Vuri, die man in flron » Ltädteu einatmet, unterminieren untere Gesundheit und reduzier:' uns zu oböfifdier und geistiger Schwäche. Blutarmut, Trprcme* Schlaflosigkeit, Schwäche, Rcrvcnzerriitiuna sind die Joian» Ein zeitiger Gebrauch von tfccifcrrin wird die Äräste wicdcrveoe" die zerrütteten Nerven oufhrifrbeit und neue Lebenslust und Euer - werden eintreten, tfcciicrrin ist unumgänglich notwendig bei < jetzigen Lebensweise und wird allentbalben gepriesen und vero.ol" $ VreiS iht. 3.—, in Apotheken zu haben, sicher von: Umow j fitäts-Apochele und Hirsch-Apotheke Gießen .«J iD'VJ Aus Stadt und Land. Gienen, 6. März 1912. AuS dem städtischen Voranschlag. V. In ber Vermöaensrechnung sinb folgende Posten zu erwähnen: Für den Ankauf von Grundstücken sind 78122 (34 300) Mk. angesetzt, u. a. für die Erwerbung eines 4647 qm großen Ackers am Aulweg von Karl Plank III. Erben 28 872 Mk., eines Hofraums mit Scheuer in der Katharinengasse von Gg. Kinkel 5000 Mk., einer Hofreite mit Grabgarten in der Mühlgasse von Konrad Wenzel 22500 Mark, einer Hofreite in oer Neustadt von Konrad Ohler 12 800 Mk. Aus verkauften Grundstücken werden 14 300 (6617.90) Mk. erwartet. Für die Erb auuna st ädtisch er Gebäude sind angesetzt 465 000 (160 000) Mk. Davon entfallen auf die Erweiterung des Schlachthofs, namentlich für die Erbauung einer Großviehschlachthalle, 315 000 Mk. und für die Erbauung eines Volksschulgebäudes an der Crednerstraße (2. Teilbetrag) 150 000 Mk. Für die Erbauung neuer Straßen werden 38750 (76 100) Mk. vorgesehen, nämlich für die Georg Philipp Gail-Skraßo von der Licher Straße bis zur Kaiser-Allee 17 000 Mk., für die Anlage der Bückingstraße 5600 Mk., Anlage eines Fußweges zwischen Moltkestraße und Roonstraße 2150 Mk., Anlage einer Straße längs der Main-Weser-Bahn zwischen Schillerstraße und Dammstraße 14 000 Mk. An Straßenkostenbeiträgen sind zu erwarten, von der Anlage der Georg Philipp Gnll-Straße 3500 Mk., der Bückingstraße 3500 Mk. und der Straße an der Main-Weser-Bahn 1500 Mk., zusammen 8500 Mk. Für die Verbesserung vorhandener Straßen sind vorgesehen für die Neubefestigung der Fahrbahn in der Wulitorstraße 26 000 Mk., Neubefestigung des Kirchenplatzes 12 000 Mk., der Schul st raße 8500 Mk., der Kirchstraße 35 000 Mk., des Lindenplatzes 10 000 Mk., der Neuen Däne 20000 Mk., des Seltersweges 28 000 Mk., der Sandgasse 7000 Mk., der Wolkengasse 2600 Mk., der Liebig- straße zwischen Bahnhofstraße und Bahnhof 3500 Mk, der Bürgersteige in der Milhelmstraße zwischen Ludwigstraße und Ebelstraße 13 800 Mk. und der Fahrbahn und der Bürgersteige auf der Lahnbrücke 11300 Mk., zusammen 177 700 (121200) Mk. Für den Neubau von Feld- und Waldwegen werden 9920 (16 555) Mk. und für Geländeerwerb zu neuen Straßen und Verbreiterung von älteren Straßen 35 000 (21484) ,Mk. angesetzt, so daß insgesamt 261370 (235 339) Mk. für Straßenbauten usw. ausgegeben werden. Für Kanal-und Was erbauten finb 100 000 Kreis Friedberg. A Friedberg, 4. März. Das landwirtschaft- liche Kränzchen der Welterau feierte am Sonntag fein 2 oj ä hr i geS Bestehen in den Räumen deS Hotel Trapp. Tas Fest war von den Landwirten der Welterau sehr zab:. reich besucht. Auch Gälte aus anderen Teilen OderhesfenS nahmen teil, darunter der Vorsitzende deS Landwirtschaft-- kammec-Ausschusses, Abg. Korell-Angenrod. Die Festrede hielt Herr Keller-Vielbach. Toran schloß sich em Festessen und Tanz. Tie Aufführung eines Schnitterreigens fand am Samstag abend bei der Vorfeier statt. — Kirch-GönS, 4 Marz. Ter Vertretertag zu dein Gesangs-Wettstreit der .©ermania* sand gestern statt. Mit ber Zahl ber angemeldeten Vereine — sie beträgt 17 — kann der Verein zufrieden sein. Ter Wettstreit wurde in drei Klassen eiugeteilt. 900 Mk. in bar, Kunst- gegenstände und Tiplome kommen zur Verteilung. Ter Wett- streit und das öOjäbnge Jubiläum der ,Germania* finden vom 8.—10. Juni statt. Hessen-Nassau. 0 Marburg, 3. März. Im Alter von 73 Jahren starb hier der UniversitülS-Lbergärlner I. K a h l in a n n. Er war der letzte Ueberlebeude von denen, die am 26. Januar 1846 bei dem großen Maueremsturz bet ber Universität verschüttet wurden. Drei Schüler blieben bamalS sofort tot, während die übrigen, darunter auch Kahltuann, schwere Verletzungen erlitten. — In den letzten Tagen fanden hier die Meisterprüfungen für die Kreise "Marburg, Kirchhain und Ziegen- Hain statt. Von 88 Prüflingen bestanden 88, nämluy 16 Bäcker, 2 Buchdrucker, 1 Dachdecker, 6 Friseure, 6 Klempner und Installateure, 6 Maler und Anstreicher, 11 Metzger, 2 Polsterer, 10 Schreiner, 13 Schmiede, 3 Schneider, 6 Schuhmacher, 1 Schlößer, 4 Wagner und 1 Putzmacherin. — Weidenau, 4. Diärz. Auf der Neubauftrecke Weidenau — Dillenburg verunglückte beute morgen gegen 68/4 Uhr der Italiener Viineur Salvaterra Ugo,4 wohnhaft in Rudersdorf, dadurch tätlich, daß ihm beim* "Abstößen von loSgesprengten FelSniassen im Sohlstollen de< Tunnelbaues bei Rüdersdorf (Kreis Siegen) ein großes Fels- stück trotz allen angeivendeten Vorsichtsmaßregeln aus den Kopf siel. Salloaterra erlitt Schädel brüche, die den sofortigen Tod herbeiführten. Der Verunglückte war unverheiratet. X. Fulda, 4. März. Nach bem vom Untersuchung^, richter erlassenen Steckbrief find die drei Brüder Wilhelm, Ernst und Hermann Ebender, die den Förster Romami- erschossen und gegen den Gendarmen van Bürck einen Mordversuch unternommen Haden, 24, 23 und 17 Jahre alt. sind Söhne des in Fritzlar unter Beteiligung seiner Söhne erschlagenen FrcrnL (Ebenber und der Juliane Ebender Ernst Ebender wird wegen zweier weiteren Mordversu^c von der Staatsanwaltsck>af1 in Mainz und von der Staal^ anwaltschaft in Meiningen gesucht. Die Zigeuner nennit sich auch Weiß und Steinbach. Die Be-lohrrung auf ihre Er- greifung ist jetzt auf 3000 Mk. erhöht worden. ** Eisenbahn-Pers onal-Nachricht en. Verliehen: Dem fReg - und Baurat B oy in Limburg der Rote Adlerorden 4. Kasse. Ernannt: Rangierführer Ruth in Gießen zum Rangiermeister. Versetzt: Zugführer Köhler von Kirchhain nach Gießen, Oberschaffner Erk von Stockheim nach Nidda uni> Bahnsteigschassner Spiecker von Hanau nach Höchst (Main). Pensroniert: Bahnhofsvorsteher Dörhöfer in Grünberg urrd Lademeister Weber in Wetzlar. Die Prüfung haben bestanden: Wenderoth in Wetzlar, Reuther tn Hers selb und Rainer in Wolzhausen zum lUnterasfistenten. Nach zusriedensteilend er Dienstzeit erhielten Belohnungen: Nach 35 Jahren (80 Mk.) Oberputzer Görg in Friedberg, nach 30 Jahren (60 Mk.) Hilfsbahnwärter Weis b rod in Frohuhausen, nach 25 Jahren (50 Mk.) Maschinenputzer Müller und Weitz in Gießen und Wolf in Wetzlar, Werkstättenarbeiter Körber in Gießen, nach 20 Jahren (20 Mk.) Maschinenputzer Konstanzin Gießen, Bahnunterhaltungsarbeiter Kühne- mann in Friedberg, Simon in Lollar und Hartmann in Wetzlar, Vorarbeiter Lotz und Pfeiffer in Gießen, Zugabfertiger Balser in Gießen und Werkstättenarbeiter Neurath und Wagner in Gießen. ** B o m Kolosseum wird uns geschrieben: Gastspiel Prangs Kölner Büyne. Wegen anderer Disposition geht von heute ab der Operetten-Schwank „Tie geschiedenen Frauen" in Szene. Dieser Schlager wurde überall mit großem Erfolge aufgeführt und stellt an die Lackmuskeln oes Publikums die größten Anforderungen. ** Oesieutliche Lesehalle. Jiu Ievruar würben 2 4 50 Lände auSqeliehen. Davon kommen an»': Erzählende L'ucratur 986, Zeiückristen 502, Juqendfchrifien 389, i'Uerainr- gefchichie 13, DerSbichlungeu und Dramen 50, Länder- und Völker- jJHelehfitraüe Mö'Zimmerwc -"he 22 pari MRoberne 5-3' i-'uiglAeubaul ® M zu verinte M etevbausirah -»lüSstkik! flimmer-Wo ocr 1. ? ---Neuftadi "tttvobü.Ma tn *_ettinftL69 .MM " m Änicr US D 'N« Wob «ttlljll. z W kqß L, [ 5 Zimme Ltnuiir.lölll. k «.mitÄudeztm. lixcor i'of. zu vei mflock t Sch ;iein- und Ede - ui vermieten. Seltersw Ä I , iOi. ob-JP; I r.\mfe-S68i® 1 r jiicrinM-^. üdPtras9C 6-hmmtrWü 1-2 auch früher L Ätui . xeranda und '«rmieien. SranfiurtcrJ LrtiÄßM1-, [—enoobnn. mit; V i fielt. Ach'- ; kcumeil yTcmt Ewil zum 1. « ‘ «aberes tz ^andgrafenstro L nebst allem Z . Ault zu oerm | Räb. ^öbcril fqweiiel te Hauses, 6 H ilem Zubehör, 6 n mit LIeichvla bnl zu cermieien prailinn, 2iid- btc geringe Höhe wandern: Mit einem Gehalt von 1200 bis 1500 Mark, von bem noch die Wohnung in Ao;ug gebracht wirb, kann eine Familie, zumal wo bie Erziehung ber Kinder und die Beschaffung bei Lebensmtitel von oft ganz entlegenen Punkten dopvelt erschwert ist, unter heutigen Berhältnifscn nicht ertmeten. Auch ber Vergleich mit btn Amtsgenossen anberer Staaten muB diele Beamtenuaise verstimmen, bezieht doch ein Förster im Retchs- dienst 2600 Mk. Höchstgehalt, 810 Mk. Wohnungsgeld und 300Mk. Stellenzulage — zusammen also 3710 Mk., b. i. falt 2V? mal fo viel wie in Hessen, in Preußen 2500 Mk. Höchstgehalt, 480 Mk. Wohnungsgclb unb 300 Mk StellenMlaae, zusamm n 3280 Mt. unb freies Brennholz, in Sachsen 3000 Mr. Höchng halt, in Bayern 3600 Mk., in Württemberg 1900 Mk., freie Wohnung, Kleibung unb Stellenzulage. Gleichwohl finb bic geforbectcn Lciltungen nach ber 2)ienitinftruftion eher höher bei uns als anberroärtä. Ein tüchtiger Holzhauer, befsen Vorgefctzier ber Forstwari doch sein soll, steht sich finanziell hier besser wie biescr. Dadurch, baß saft bie gesamten Jagben in Hessen an Private verpachtet inb, ist es ben hessischen Forstwartcn unmöglich, durch Trezsur unb Führung von Jagbhunben etwas zu erwerben, wie bie5 in Preußen, wo viele Förster Jagben inne haben, geschieht. Wenn aber irgenbrno Serubfreubigf.it unb warmes Tiensnnteresfe nötig "inb, so ist es beim Förster, bessen Kontrolle burch Vorgesetzte saft ausgeschlossen erscheint. Deshalb wenbet sich ber Hess.. Jagbklub — nicht im Auftrage ober auf Ersuchen der Domanialforftwarte, -'onbern aus eigener lleberzeugung und Initiative — an Hohe Kammer mit ber ergebenen Bitte, gcrabe biesen ganz gering be- folbeten Beamten in wirksamer Weise zu helfen._________________ Dcuffcbc IColonictt. Eine Reform der T'amantfnabiaben f; r Sndw'sto^r ka wirb vorn Reichskolonialamt geplant. Es ist beabsichtigt, eine Aenberung bes Abgabensyftems vorzunehmen, ba auf Grunb ber .ringehenben Gutachten ber Jnterefsenten aus ber Kolonie bas Reichskolonialomt zu ber lleberzeugung gekommen ift, daß bas jetzige Abgabenspftem eine zu hohe unb für bie Entwicklung bes Betriebs ungünstige Belastung ber Diamantenprobuktion barftelle. Auch bie Frage bes Farmkrebites soll neu geregelt werben, beim es ist beabsichtigt, in Zukunft staatliche Mittel für bie Gewährung lanbwirtschastlichen Kredits in den fübwestasriranifchen Etat einzustellen. Die Reifen bes Staatssekretärs Dr. Sols nach Lonbon unb Antwerpen bürsten mit bet Neuregelung ber Diamantenfrage in Verbindung stehen. Bei seiner Reise nach Südweftafrifa wirb sich bet Staatssekretär im Lause bieses Sommers mit ben Farmverhältnissen in Sübwestasrika eingehenb beschäftigen. 87,1 5.1 6,0 91 35,3 12.7 65 50 361 7,6 5,6 72 r oA' »iWiBr.35™^ flärnerltrQfee 2. hv11 bekannte 6 Zimmer | 2diöne 11004 3 Zimmer und Wartcnnnieil z.Alleinbewobnen spielend d. Vertrieb neues». Sturioiität. Enormer UmfaB jedermann staunt und kaust. Horton. Itcrlln W. 7 71, an Kudolf Momnc , Frankfurt a. M. sss"/, In btcf. nc3-Zin.'.ucrw.ui.Zubel). u 3erm. Näh. i-Hinterh. das. vleichstratze 20 .-n Zimmer, Bad, Veranda ■ auf L Jul» iu vermieten I 4i Prof. Fromme, L Stock, 10 Zim., ver -1vr»l zu verm.. des. geeignet j >oezialarzte, weil Nabe .1 Kabnhols. I -aelmaua, Bahnbosit.76v 6 Zimmer | •jimannjiroBt 7 patt. (,Aibi6balbcr « Zimmer dohnung auf L Avril zu ■t inieien. 71 üi erfragen L Stock. bjintr-$«6n. Ä',1: , a(L Komfort der Neuheit. ,'cktr. Licht. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Berlust sowie für die zahlreichen Blumensvenden und die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrer Glück sagen wir unseren innigsten Dank. Familie Renner. Vergebung von Bauarbeiten Für den Neubau eines sechsklassigen Schulhauses in Hungen sollen nachstehende Arbeiten unb Lieferungen im Wege öffentlichen Wettbewerbes vergeben werden: Erd- und Maurer-, Eisenbeton-, Terrazzo-, Steinmetz- (Lungstein), Zimmer-, Dachdecker-, Schreiner-, Spengler-, Schlaffer-, Glaser-, Weiß- binder-, Tapezier- und Pflasterarbeitcn, Blitzableiteranlage, sowie die Lieferung der eisernen Träger und deS BasaltgrliseS. b7/, Die Angebotsunterlagen, die gegen Erstattung der Selbstkosten abgeholt werden können, soivie Pläne und Bedingungen liegen auf dem Biireau des Unterzeichneten im Großh. RegicrungSgebäude, Landgraf- Philipp-Platz 3, Zimmer Nr. 18, auf. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind verschlossen und postfrei spätestens bis Donnerstag, den 14. März d. Js., vormittags 10 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt zum gleichen Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Zuschlagsfrist: 3 Wochen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Gießen, den 27. Februar 1912. Der Großherzogliche Kreisbauinspektor. Hechler. Bismarckheringe 2 Stück 11 Psg. 4 Liter-Dole 175 Psg. 2-Ltter-Dose 100 Psg. Rollmops 2 4 Liter-Dose 175 Psg. 2-Lilcr-Dose 100 Psg. Saröincn la. Pfund Psg. 35 10-Psd.Fäßchen 180 Psg. Bilit-Sennge S.ü- Psg. 8 $oll=§tringtz3t.iMfl. 11 Nieren- u Bissenkra« ke fiiibenöind) Al4 f1 olle c HÄ ^it E- bi, SÄ. **«« 12 000 „ , „ 2040 = „ 2500 = „ 110 „ Giessen (Walltorstr. 65), den 6. März 1912. 1697 Gestern morgen io3/4 Uhr entschlief sanft mein lieber, guter Mann, unser treusorgender Vater, Grossvater, Urgrossvater, Schwiegervater, Schwager, Onkel und Vetter Blumenspenden sind nicht im Sinne des Entschlafenen. Man bittet von Beileidsbesuchen abzusehen. Die Beerdigung findet Freitag, den 8. März 1912, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. >.4 Herr Werner Otto Lokomotivführer i. P. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Tochter und Schwester Fräulein Anna Kreiling sagen wir allen unseren aufrichtigen Dank. Familie Kreiling. Wieseck, den 6. März 1912. 1692