Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten» mit einem beneidenswerten Optimismus Abnanopcl, -tzmr Hitjeijits. macht, bedeutet keineswegs das Vorbauden- 2er i/alicnijä' von 2500 Kubil' Men hing. SdmsiagWWt Hern, empfiehlt 6 ei Tage vorher zu Anzeigen kann nur .gsvolle Anordmrg ein von Uneinigkeit. Wenn Grieclfenlanb auf der Fortdauer der B l o ck a d e im A eg ä i s ch e n Meer beharrt, so geschieht dies insbesondere auch im gemein- amen Interesse der Verbündeten. Was den Standpunkt >er Verbündeten gegenüber den Friedeusbedingungen anlangt, so haben wir Grund zu glauben, daß die unterihne nangeknüpftenVerh an bjungen ju ei n er g e m e i nf a m! e n L ö suu g fü h r e n, oie den Zweck des Feldzuges sichern und die volle Uebereinstimmung zwi- chen den Verbündeten ergeben wird. Tie Meldungen der „Neuen Freien Presse" über einen Kampf zwische n Grieche n und Bulgare,! bei sehr schnell geändert hätte, sei iveit von der endgültigen Festlegung entfernt. Tic zwischen den Mächten gepflogenen Unterhandlungen könnten nicht ohne vorheriges Abkommen bekannt ....... , gegeben werden. Er sei also einzig mit Bezug aut die Politik Albanien soll unter türkischer Oberhoheit blei- französischen Regierung frei, vollständige Aufklärungen zu Lin neuer Vorschlag Rußlands? Ter Berliner „Lokalanz." meldet aus Paris: Rußland ist mit einem neuen Vorschlag hervorgetreten. Unbekannte Bedingungen der Waffenstillstandes. Daß dem Abschluß des Waffenstillstandes eine vorläufige, aber nicht bindende Einigung über die Festsetzung der künftigen Grenzen vorausgegangen ist, scheint sicher zu sein. Aber die aus türkischer Quelle zu uns gelangten Nachrichten über Einzelheiten sind noch recht unzuverlässig. In Sofia hofft man noch, wie dortige Presseäußerungen erkennen lassen, daß Adrianopel bulgarischer Besitz werde. Auffällig ist auch, daß die mitgeteilten militärisch en Bedingungen des Waffenstillstandes heute in einem sehr wesentlichen Punkte „berichtigt" werden, nämlich die Bedingung der Nahrungszufuhr in die belagerten Festungen. „3m letzten Augenblick" ist, wie aus Konstantinopel gemeldet wird, der betreffende Passus des Protokolls ab- qeändert worden, so daß die Festungen nicht mit Proviant versehen werden, bis der Friede gewährleistet sein wird. Die Pforte begleitet auch dieses Zugeständnis n. m Zeit hin- 4A«-Ä< fDonA^-/ Serres sind vollständig aus der Luft gegriffen. Tie freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Verbündeten und ihren Armeen haben niemals eine Unterbrechung erfahren. Wie die „Agence d'Athen" erklärt, darf die Tatsache, daß Griechenland den Waffenstillstand nicht unterzeichnete, nicht als ein Beweis für die Uneinigkeit unter den Ver bündeten ausgelegt werden. G r i e ch e n l a n d l e g t e b e sonderen Wert darauf, daßdie Unternehmungen der Flotte nicht unterbrochen werden und zwar auf dem Ionischen Meer, damit nicht der türkischen | Armee in Epirus die Verproviantierung ermöglicht werde, auf dem Aegäischen Meere, damit die Türken keine Truppen nach'Thracien transportieren könnten. Indem sich Griechenland auf diesen Standpunkt stellt, hat es mehr das Inter esse aller Verbündeten im Auge als die eigenen, denn sämtliche Verbündeten würden durch b\c Verstärkungen der Garnisonen in den Dardanellen und von Tschataldscha ge schädigt sein. Auch im Einvernehmen mit den Verbündeten konnte Griechenland keine andere Haltung einnehmen als diese. Was die jetzigen Friedensvcrhandluugen anlange, wisse man, daß der letzte italienisch-türkische Vertrag ein genügender Beweis dafür sei, daß solchen Ver- haiidlungen Irin Waffenstillstand voranzugehen brauche Amtlichen Meldungen zufolge werden griechische Bevollmächtigte in London an den dort stattfindenden Verhandlungen teilnehmen. ^iele im heM. -M bestimmte 7 .W möglich, ti M linb. tt 2 Zuteilung zur ju, * Stelle fi [uÜVunllen, nxlchn Mn Sporttereir. kW btt Tabelle >> ürulba Verein m “jie ist eine SK&ruiu nxu ■e Mannlchasten d-.- 1900 Gietzen. & ft nächsten Sonnte} io heißt es, werde noch für lange länglich mit Nahrung versehen sein. Tie angekündigte Konferenz wird in London stattfinden, nachdem der Vorschlag der Türken, sie in Tschataldscha abzuhalten, nicht angenommen worden ist. Für diese Konferenz soll Rußland in letzter Stunde mit einem neuen Vorschlag aufge- nächste Sitzung ist morgen Eine Aussprache im englische« Unterhaus. Loudon, 5. Tez. (Unterhaus.) Der Konservative Shkes richtete an die Regierung die Anfrage, ob in dem Falle, daß eine allgemeine europäische Konferenz und eine Besprechung der durch deu Balkautrieg geschaffenen Lage vereinbart werde, die Zukunft Zyperns in diese Besprechung einzubeziehcn sei. Staatssekretär Grey erwiderte, er würde verfrüht Mitteilungen über Dinge machen, die vor das Forum der Konferenz kommen oder nicht. Eine Besprechung des Programms sei Ta um möglich, bevor darüber entschieden sei, ob überhaupt der Moment für eine Konferenz günstig sei. Ferner fragte Sykes, ob die Regierung das Komitee für die Reichsver- tcidigung zur Beratung heranziehen werde, ehe irgend eine Entscheidung in Bezug auf Zypern getroffen werde. Grey erwiderte, er denke, daß das Komitee für die Reichsverteidigung zur Beratung herangezogen werde, die zyprische Frage zu besprechen Lloyd fragte an, ob solche Fragen, wie die zyprische, nicht von der Beratung auf der Konferenz ausgefchlossen werden könnten ? Staatssekretär Grey erklärte hierauf, es fei möglich, daß, wenn das Programm der Konferenz zur Diskussion gestellt werde, gewisse Gegenstände in die Beratung einbezogen, andere von ihr ausgeschlossen werden, aber bis zum Augenblick, wo man sich dahin entscksteden habe, daß eine Konferenz | opportun fei, könne auf diese Frage nicht eingegangen werden. Eine Rede des franz. Ministerpräsidenten. Paris, 5. Tc,. Ministerpräsident Poincare erklärte tnt Ka m m e r a us s ch uß für auswärtige Angelegenheiten, er fei gezwungen, sich große Zurückhaltung amzuerlegen, denn die Physiognomie der Ereignisse, die sich bereits mehrfach N. "9 dä , , qS Uns ; W war." JJ a. «bet rpZ ^««betheber ben Serbien soll die kommerzielle Benützung eines geben. Wenn er auch sie nicht, ohne Unzuträglichkeiten befürchten neutralen albanischen .Hafens sowie einer neutralen zu Grundzügen klar charakterisieren Frankreich tat diesem führenden Eifenbahn zugefichert werden. alles, was in seinen Kräften stand, um den Konflikt der . , . - . c c .cm- ... Balkan st aaten vor dem Ausbruch zu beschwören. Auf Wunsch des Zaren wird bei Mintster cr ^ann unvermeidlich war, widmete Frankreich alle An- des Aeußern Sasonowin der Duma nicht über strengungen der Lokalisierung des Streites. die auswärtige Lage sprechen. - Offiziell wird Die Regierung halte die Kontinuität ihrer- äußeren V. <_ „ , < ” - , ... . . t , I Politik nir unerlatzlich und wolle, daß ihre B u n d n 11 s e und erklärt, der Belgrader Gesandte Hartwig habe n i d) 11 ^rcun6id)aTten bei der Regelung der gegenwärtigen Zwischenfälle demissioniert. neuerlich Kraft und Wirksamkeit beweisen Frankreich vergewisserte fick bei den gepflogenen diplomatischen Montenegro. Besprechungen stets zuerst über die Gefühle Englands und Ruß- C e t i n j e , 5. Dez. Der königliche Befehl zur laute. Seit langer Zeit befürchtete Frankreich ernste Schwieng- Ei n st e l l u n q der m i l i t ä r i f ch e n O p e r a t i o n e n i n keilen auf dem Balkan: schon seil dem vergangenen ■.samiar allen Gefechtslinien wird im Laufe des Tages den °-rh°nd-lt- Rußland wegen der ncnchiedenen Evcntualuaten. 2HT ttiMtorPi. mit I denen nch Europa truber oder ,pater dem Onent gegenüber be- Liuppeniommandanten zur roeiteren Verlautbarung mit Linbcn könnte. Rußland gab Frankreich freiwillig die seitdem geteilt. vs« der Hauptstadt und aut dem ^ande erweckte veröffentlichte Zusicherung, daß es der Idee des territorialen die Mitteilung der vorläufigen Waffenruhe B e f r t e d t-l 3tatu5quo auf dem Balkan treu bleiben würde. Tie Verlängerung g u n g. Der König ernannte drei Delegierte für die £ o n = I bee italienisch-türkischen Krieges und die an her moni, negnniichen boner Friebenskonferenz, die morgen abreifen. IGrenze sowie in Mazedonien unb Albanien vorgekommenen Aus» cknmland in einer andern legitimen und vernünftigen Forderungl Bulgarien itnh Rumänien, zu unterstützen. Wir regen uns über Episoden, wie die von Valona, Sofia,'). Dez. Nach seiner Rückkehr aus Tschataldscha nicht auf, weil wir die Aktionssreiheit der Kriegführendem voll j0[[ der Präsident derSobranje, D a n e w , in tändig anerkennen. Es scheint uns indessen, in einer Situation, ^ner Mission nach B u karest und von dort als Delegierter wie sie gegenwärtig gegeben ist und bei bat Entichlimen, wie t>cn Friedensverhandlung'n nach London begeben. ic Italien und Oesterreich iahten, datz gewiste Handlungen, buI« 0 ~ Tfitnttinlncr auf die öücntlidK Meinung wenig günstig wirken, bester unter ~cl rumänische Throns0 ger _ . . blieben wären tst am Donnerstag morgen um 8.3b Uhr von Bahnhof ,Rcchsp°st" aus Bukarest meldet wird der rumänisch- des Aeußern gerichtet, um die Ansichten der Regierung Tl>ron,°lger ,uh aus feiner 9uiiftei|c von Berl.ntn W,en über die gegenwärtigen Kriegs operationenin der- n, halten und bei Ka i| e r F r a n z o sc s in Audrcnz Bucht von Balona, besonders über die Beschießung erscheinen. Er wird auch eine Begegnung mit dem Minister von Valona und die Besetzung der Fusel Sasseno zu er-Ides Aeußern habeu. fahren. „Journal d'Italia" hofft, daß die Regierung die Tie oftcrrcichlfchc Vorbcrcttuug für den.^rtcgSfall. Anfrage schnell beantworten werde, da es sich um eine W i c n, ■ >. Dez Um die parlamciitariichc ~agc wr dre Anaeleaen beit bandle die f ü r F t a l i e n v o n a r ö ß- Beratung des Kriegsleistungsgei etzes Narzustcllcn, rnnb beiüc nach- Av s-raVriVt; a Fa! \ iS ' Diejurx$iantnuu.ia n mittag unter dem Vorsitz des Ministcrprästd.ntcn Grafen nerkhs ter 2» t a) 11 g i ei r jet. I c,nf Konferenz statt, an der der LandcsvcrteidigMigsminister Gcorgy, Eine gricchifchc Erklärung. ter Präsident des Abgeordneten Hanfes und Vertreter sanitlicher ar, , . .. • «•< Parteien mit Ausnahme der Sozialdemokraten und der Llchechiich- Dkz- Da-' Blatt E still schreibt Radikalen teilnahmeu. Der Ministerpräsident erklärte. Die Erklärungen des griechischen «c|anöienka)-, sich die allgemeine politische Situation feit in Paris, Romanos, daß die türkifchen Bedingun- dem Zeitpunkt der Einbringung des Kriegs- gen für ben Waffenstillstand den Kriegszweck vereiteln, I fei st ungsgesetzes nicht geändert und daß daher das f nnben in ber internationalen Presse große Beachtung. Dies G c s e tz an Ak t u a l i t ä t n i cht s ei n g e b ü r t ha b c. Be- veranlaßte namentlich englische unb französische Zeitungen, züglich tes Gesetzes erklärte der Ministerpräsident: gleich Ätt ÄÄ'U Krieges BeimtyrXÄ"» tt'Ä ivaren. x \ e Erklärungen Romanos du r fe n cn durch interpretative Ergänzungen der Vorlage Rechnung aber n i d) t so gedeutet werden, als ob hie zwischen ,,, tranru, ^-nie Reihe anderer Wünsche solle im Wege der Durch- den Balkanmächtcii herrschende Uneinigleit zunähme. Es! führungsvorsäfriften erfüllt ivctben rft felbftverständlich, daß jeder der Derbündeteii besondere Ter Fustizausschuß setzte die Verhandluilgeii über das Kriegs- Bedinaunaen stellt. Auch Griecksenland, das aus einer nn leistungsgesctz fort. Ter tschechische Sozialdemokrat W i 11 erklärte, qeheuer ausaedehnteii Linie kämpst und in den eroberten feine Partei erblicke in dem Gesetz eine so solgenschwcre Belastung Gebieten mit deu aus dem uördlichcu Mazedonien geslüch ^l' dov'llkcrung und cmeVerletzung, des^°lttwn.rechter, aß toten Ueberbleibseln regulärer und irregulirer türkischer .\ellü^rcd'n Witt hielt eine D'a n e r i'c d'c/'welche cr mllerbrach, Lruupeu zu tun hat, konnte nicht umhin, inne spez4ellcn oranfMinisterpräsident Graf Stnergkh Erklärungen im Sinne Einwendungen den türkischen Bedingungen entgegenzu in Konferenz ter Abgeordneten gemachten Ausführungen setzen. Daß die Verschiedenheit in der Würdigung der abgab. Der Scktionschci Mieuter legte als Vertreter der Rc- Folgen des Waffinstillstandes, die für jedes Laiid ver- gierung dar, daß die Regierung bereit sei, in dem Kriegsleistungs- schieben sein können, sich unter den Verbündeten geltend gesetz den Passus einzuschalten, daß die Kriegsleistungen nut ' 1 für die Dauer der kriegerischen Bedrohung und eines ausgebrochenen Krieges angesordert werden können, daß die cingczogenen Zivilisten nur außerhalb der Feuerlinie zu verwenden sind. Ferner sollen in der Durchsührungs-- Verordnung Bestimmungen auig'eiwmnicii werden, daß märet grundsätzlich nicht unter das 17. Lebensjahr I) er-■ nntcrgehcn dürfe und daß, falls an dein betreffenben Orte keine österreichischen Truppen anwesend sind, die verbünde t c Macht im Wege der politischen Behörde requirieren kann. Die treten sein, der einen Rückzug der russischen Diplomatie und - ein Preisgeben der serbischen Ansprüche bedeuten würde. Auch das Gerücht, ber Botschafter Hartwig in Belgrab Hube jein en Rücktritt gefordert, wird dementiert. Einigermaßen kritisch ist die Lage wieder geworden infolge der Blokave der albanischen Küste durch griechische Schiffe. Die Griechen scheinen mit aller Gewalt Valona mit dem schönen .Hafen für sich beanspruchen zu ^vollen. Das ist aber in gefährlicher Nähe Italiens, und dort wirb denn auch fchoii im Parlament sehr energisch das Einschreiten der italienischen Regierung gefordert. Wir erhalten folgende Meldungen: Konstantinopel, 5. Dez. Die Blättermelbung, daß bereits ein Lebensmitteltransport nach Adrianopel abgegangen sei, ist falsch, lieber die । Frage ber Lebensmittelzufuhr erfuhr das Waffenstill- sta n d s pr o t o k o l l im letzten Augenblick noch I eine Abänderung, die die Sendungen von I Lebensmitteln in Frage stellt. In amtlichen I Kreisen verlautet, daß Lebensmittel vielleicht niemals nach I Adrianopel gesandt werden. Die Regierung glaubt, daß I die Festung genügend Lebensmittel bis zum eventuellen | Abschluß der Friedensverhandlungen besitzt. Der end- [ gültige Text des Protokolls ist amtlich noch nicht veröffentlicht worden. Die Meldung vom 91b gange eines Eifenbahnzuges nach Adrianopel ist ebenfalls falsch. Zur Wiederherstellung der Eisenbahnverbindung muß erst die Brücke bei Befcheichkej wieder in Stand gesetzt werden. Tie Militärverwaltung hat aber die Orientbahn gesellschaft aufgefordert, die Brücke noch nicht zu reparieren. Als türkische Bevollmächtigte bei den Zriedensverhandlungen sind ausersehen der Minister des Aeußern Noradunghian, Handelsminister Reschid Pascha, ber türkische Botschafter in Lonbon Tewfik Pascha unb ber Rechtsbeirat Reschid Bey. Beschießung der albanischen Küste dnrch die Griechen. Valona, 5. Dez. (Agenzia Stesani.) Zwei griechische Kanonenboote beschossen gestern bi e unbefestigte Stabt. Eine Granate schlug zwischen tarn italienischen unb österreichisch-nngarischen Konsulat ritt. Ismail Kemal Bey schickte, burch die Panik ber Bevölkerung hierzu bestimmt, zu ben Schiffen P arlamcn* T täte, bciicn ber Aommanbant erklärte, er hätte ben Befehl erhalten, bie albanefifche Küste zu blockieren, ba es türkisches Gebiet sei. Er glaube baher, rechtmäßig gehanbelt \u haben. Er erklärte weiter, baß bie Stabt sich kriech enlanb ergeben müsse, das bie Albanesen stets wie Brüder behandelt Hierauf entfernten sich die Kanonenboote. Ismail Kemal Bey legte sofort tele- graphisch bei d e n G r o ß m ä cht e n und der g r ic- i chischeu Regierung Protest ein Eine italienische Ermahnung an Griechenland. Ans Rom wirb eine amtlich inspirierte Notiz ver- Ur. 288 Erstes Blatt 162. Jahrgang Zreitag, 6. Dezember 1912 esWiinvllii Zill iv luvt W Geneial-AWig« für Oberheffen m"n0ö!e,e2a°fllLnumnier Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Unio.-Vuch und Steinöruderei R. Lange. Redaktion. Erpedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. E.Heb:^ür den bis vornnt^ags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. ÄÄ 1912 284783 dl 44180 dl ml °°" 82,%W ge» r Igelt ss öffentlicht: Die Hartnäckigkeit, mit wclck>cr Giicchciilanb gegen Valona E forqcht, macht einen ungüuftigen Eindruck auf b i_c ' sffcntliche Meinung Italiens, welche, ba sic bie große Lichligkcil ber Sache kennt, über bic albancsiickw Frage imr ber Regierung oollftänbig eines Sinnes in. 'Außerdem wissen wir, datz icbcn Augenblick, wenn es nicht vielleicht bereits geschehen ' ist, ber italienische unb ber österreichische Gesandte m Athen Mit teihingen machen werben, baß Italien und Oesterreich es niemals unb unter feinen Umständen gestatten würden, baß Valona ober hie Halbinsel des Kaps Lingnctta unb bic Insel Sasseno von einer Nacht befeyr unb in einen Flotten ober militärischen Slütz- Puntt um gestaltet werden. Diese Ermahmmg wird m ber Form iraiinbschastticher Kolirtoific, aber zugleich in entscknebener d'orm Abgegeben werden. Wir zweifeln nicht bnran, datz Griechenland uni sie hören wollen wird, umsomehr, als cs die freundschafttichen Gefühle kennt, welche Griechenland gegenüber von Oesterreich Mb Italien gehegt werden unb bie nicht verfehlen werben, Grie- i italieniidKn lauer nnen mit 37 Stunten m gaiiocn 54': Stell' eriolgte in der 6t bei heiligem Sturm, die tiegenb von Bon dort aus fch'.u; Lallon wieder in die Zwischenlandung, un.x d deren Kinder Ion1 c Fahrt milgemaii den roor, erhob lit . die höhe von Ein hestigoc jebetftc und herunter JuTföcni wird.gv men angefflngt ^ sind nut der W Sic haben km tet, aber wunderbar- e r N im ad GartenM Ltg Aeichö, au ioeig, Slhaui nngnt inMafi'a Mr die der G ttm bei dem nf Binnen rö Bas,"erfahr haft bewegt ro litt des Reichs ant der Bei tM« und schreittmaen, meld*’ eine Verzögerung in der Realisierung der Reformen eärtreBen liehen, machten jedoch den Frieoen immer unsicherer. Die im April abgeschlossene serbisch-bulgarische und griechisch-bulgarische Konvention seien der französischen Regierung für neue Krisen, Gefahren und KonfliktÄnöglichkeiten geeignet erschienen. Im aufrichtigen Geiste des Wohlwollens für die Türkei fuhr Poincare fort, wiesen wir sie mehrfach auf di **DaszweiteVolks-AbonnemenLskonzert,das die Militärkapelle unter Leitung ihres Obermusikmeisters Löber gcitern abend in Sterns Garten veranstaltete, wurde mit Mryartt Iupiter-Sinfonie verheifvrngsvoll eröffnet. Das sicher geleitete und mit fester Hand zusammcngchaltene Orchester fand sich mit den Schwierigkeiten, die der weitere Abend brachte, sebr gut ab und hatte namentlich mit der hübschen Neuheit Roit und .Hämarik von Chr. Fr. Strobel einen sehr schönen Erfolg. Außer Haydn, der mit seinen Variationen über die russische Nationalhymne^ vertreten war, und dem köstlichen Waldioebm aus Wagners Siegfried, war Rossini mit dem Vorspiel zum Teil und Klughardt mit der Suite Auf der Wanderschaft vertreten. aller Volksschichten gehoben hätten. Er habe die feste Zuversicht, schloß der König, daß dem Deutschen Reiche unter der Führung^ des Kaisers und unter dem Schutze seiner Land- und Seemacht die Segnungen des Friedens noch lange erhalten bleiben werdeir „Wir alle aber, die wir uns der Vorteile des Friedens erfreuen, wir wollen uns in diesen ernsten Zeiten gesagt sein lassen, daß wir uns das kostbare Gut nur wahren, wenn wir uns fernhalten von aller weichlichen Genußsucht, loerrn mir gewillt sind, nicht nur im gebotenen Augenblick Gut und Blut einzusetzen, sondern unser persönliches Wohl jederzeit dem Dienste des Vaterlandes unterzuordnen. Gern bestätige ich Handel und Industrie meines Landes, daß sie anderen Ständen an Opferwilligkeit nie nachgestanden haben. Mögen sie darum auch ferner blühen und gedeihen zum Wohle des Landes." — Glückwünsche sprachen ferner aus der Vizepräsident der Reichsbank Dr. v. Glasenapp und Reichstagspräsident Dr. Kämpf. 8. Solle 'M eine öffei laqtSorbnimg kahung über I kmeinbercite skntlichen Ge = Lich,■ .fkmgsv erein Theodor Heldentod, ei wtxaa, sich wr AnMrn late de^' iuge cheatcr in i< geführt iDitri der Emdruck M Tienstc i wnwnbiing ländischer lchrunge- D*/.t Ausland. Das neue belgische Militärgesetz. Der belgische Kriegsminister unterbreitete am Donnerstag dem belgischen Parlament das neue Militärgesetz. Danach wird das Jahreskontingent auf 23 0000 Mann gebracht, das bedeutet im Prinzip die Einführung der allgemeinen Wehr pflicht. Es wird ferner das Einjährig-Freiwilligen-Jn st itut nach deutschem System eingerichtet und es sollen etwa 2000 Mann jährlich Freiwillige eingestellt werden. Tie Linientruppen werden nach dem neuen Gesetz, das schon im Jahre 1913 in .Kraft treten soll, auf 150 000 Mann gesteigert. Das Kontingent in Kriegsstärke wird 3 3 00 0 0 Mann betragen Die Dienstpflicht soll bis zum 33. Lebensjahre, also 13 Jahre dauern. Die Dienstzeit bleibt nach wie vor 13 Monate. Die Begründung des Gesetzes wird er st später dem Parlament zugehen. _ Frankreich i n Marokko. In seinen Darlegungen vor dem Kammerausschuß für auswärtige Angelegenheiten hob General Liauteh hervor, daß die Besatzungs trupp en in Marokko sich im ganzen au f 5 7 00 0 M a nn belaufen, von denen 12 000 Mann auf Ostmarokko erd fallen. Was die von ihm als unerläßlich bezeichneten öffentlichen Arbeiten anlange, o sei zu ihrer Ausführung eine Anleihe von 300 Millionen nöti$, für die die allgemeinen Hilfsquellen Marokkos als Bürgschaft dienen tönnten. ,.X 3libb ”n,t* Zwar vZusttzrat Baist, der erst Ende März des vergangen» Jahres die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft am Lau» gericht Gießen aufgegeben Hal, ist als der sechste Sohn d^ Landrats I. C. Baist in Grünberg geboren worden. NaZ einer in Büdingen verlebten, sehr glücklichen Gymnasialzü und nach einer nicht minder fröhlichen Studentenzeit trr er 1848 in den Justizdienst und ließ sich int Jahre 185- j als Anwalt in Gießen nieder. Er wurde hier zum Juftizrr i und später zum Geheimen Justizrat ernannt und auc durch hohe Orden ausgezeichnet. Im Anfang der sechziger | Jahre spielte Baist eine Rolle im Turnwesen, und 15 Jahr? I lang wirkte er äks Stadtverordneter, ein Amt, das er I wegen schwerer Krankheit niederlegte. Justizrat Baist war i Ehrenmitglied einer Anzahl von Vereinen, darunter des I Oberhessischen Anwaltvereins und des hiesigen Turnverein, an bereit Bestrebungen er bis zuletzt großen Anteil nahm Der Verlebte war bis zu den letzten Tagen außerordentlich rüstig. Seine Charaktereigenschaften werden ihm ein dauerndes Andenken sichern. ** In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadl- verordneten wurde den städtischen Beamten eine Teuerungszulage in berfclten Farm bewilligt, wie bat städtischen Beamten. Die Zulage ist prozemual zu dem jeitberigen Einkommen berechnet, doch ist bei den niederen Einkommen bet 4 Prozentsatz der Zulage höher als bei den größeren. — Die bart deutschen Städtetag angestossenen Städte überreichen dem K a ser zu seinem 25jährigen Regierungsjubiläum eines Adresse. Tie Versammlung bewilligt den dafür auf Gießen em fallenden Betrag von rund 80 Mk. i>, Pfg. für jeden Einwohner Außerdem werden von den einzelnen Städten Jubiläumsstistungm j geplant, da aus Wunsch des Kaisers von einer gemeinsamen Str tung abgesehen werden soll, und der Ertrag der Stiftung in bat stiftenden Städten selbst verwendet werden soll. ** Landwirtschaftskammer für Hessen Gestern wurde unter dem Vorsitz des Geh. Regierungsrat? Haas eine Sitzung des Vorstandes der Landwirtschafts. kammer in Darmstadt abgehalten. In der Hauptsache wurden innere Verwaltungsangelegenheiten erledigt. Dir Mitglieder für den Stutenkörausschuß wurden für die nächsten 5 Jahre tteugewählt. Unter den Preisrichtern für die Braugerstenprüfung wurden Ersatzwahlen vorgenom- men. Die Landwirtschaftskammer trat der Gesellschaft deut, scher Pflanzenzüchter als Mitglied bei. ** In Audienz empfangen wurde am Mittwoch vom Großherzog u. a. Oberstlentnant z. D. Schweitzer, Kommandeur des Landwehrbezirks Friedberg, Pfarrer Schorlemmer von Frischborn und Strafanstaltsdirektor Clement von Butzbach. " Gesellschaftsverein. Es wurden gestern gewählt: Zum ersten Direktor auf 2 Jahre: Kommerzienrat H. Schirmer. Zn Beamten auf 4 Jahre: Kommerzienrat Emmelins, Kommerzienrat Mueller, Kaufmann FreeS, Land- gerichtSrat Prof. Dr. Friedrich, Buchdruckereibcsitzer Kindt, Universitätsprofessor Dr. Koenig, Oberstaatsanwalt Hoffmann. *' StadttHeater. Nochmals sei auf baS Gastspiel Ernst von PossartS am Montag hingewiefen, 51t dem für die Abonnenten der erste Ermäßigungskupon Giltigkeit hat. Der Rabbi Sichel in .Freund Fritz" gilt als die Glanzrolle deS Gastes, der mit dieser Gastspieltournäe sein öffentliches Anftreten überhaupt abschließt. In größeren Aufgaben unterstützen am Montag den Gast die Damen de Bruyv und Scholz, sowie die Herren Volk, Goll, Groffer und Tworkowski. Aus Stadt und Land. Gießen, 6. Dezember 1912. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung gab es sozusagen ein großes Reinemachen. Die aus den beiden letzten Sitzungen noch rückständigen Ver- handlungsgcgenständb gelangten sämtlich zur Erledigung und zwar so rasch, daß die öffentliche Sitzung schon um 6 Uhr geschlossen werden konnte. Erfreulich waren die Mitteilungen, die Oberbürgermeister Mecum über die Entwicklung der Uebcrlandzentrale machen konnte. Danach scheint der finanzielle Erfolg des Unternehmens, das in dieser Richtung einen Sprung ins Dunkle bedeutete, gesichert zu sein. Daß die Verbrauchsabgabe für Wein beibehalten wurde, ist eigentlich selbstverständlich. Das Publikum würde von der Aufhebung doch nichts haben und für die Stadt würde der von den Gastwirten gewünschte Fortfall dieser Abgabe einen empfindlichen Ausfall haben, der noch andere Mindereinnahmen (bei Branntwein und Bier) nach sich ziehen würde. Es verdient bemerkt zu werden, daß die beiden in der Sitzung anwesenden sozialdemokratischen Stadtverordneten aus Zweck- mäßigkeits- und finanziellen Gründen für die Beibehaltung der Weinverbrauchs-Abgabe stimmten. Für die bessere Ausnutzung der in unserem Wasserwerk bei Queckborn ruhenden Wasserschätze, die die Entwicklung der Stadt erforderlich gemacht hat, wurden 330 000 Mk. bewilligt. Es wurde dabei bedauert, daß man für so große Ausgaben keine Reserve besitzt, so daß sie auf Anleihe genommen werden müssen. Der Vorsitzende stellte in Aussicht, daß bei der nächsten Voranschlagsberatung die Angelegenheit erwogen werden soll. Bom Gießener Wasserwerk. Ms vor 20 Jahren das Wasserwerk in Queckborn in Betrieb genommen wurde, rechnete man bei der Zubringerleitung, die einen Durchmesser von 275 Millimeter bat, mit einer Tages- Höchstleistung von 3000 Kubikmeter. Diese Wassermenge wurde damals kaum zur Hälfte gebraucht, da ja mich die alte Waffer- versorgung noch reichlich Wasser lieferte. Ms die Kanalisation m Aussicht stand, beschäftigte man sich eingehend mit der Wasterfrage. Der damalige Berater der Stadl, Geh. Dbcrbaitrat Schnnck, erklärte, daß es wohl kaum möglich sei, von Queckborn mit der besehenden Lntung mehr als 4500 Kubikmeter Wasser als Tagesleistung in die Stadt zu bringen. Ein anberer Sachverständiger batte das Quantum auf 3500 .ihibifmeter angegeben. Die Tirektion des Wasserwerks war seither unablässig bemüht durch technische Verbesserungen die Leistungsfähigkeit der Zu- brmgerleitung zu steigern. Die Tagesförderung von 4500 Kubikmeter ist auch längst überholt. Im letzten Sommer ist es an drei -lagen nötig gewesen, über 6000 Kubikmeter Wasser hierher zu bringen. Tie Höchstleistung wurde mit Anspamiung aller verfügbaren Mittel mit 6200 bis 6250 Kubikmeter geleistet Allerdings hat man bei der Wasserversorgung ängstlich' bedacht sein müssen, baß Wasser gespart wurde, wo es nur möglich war. Für bie Straßen- und Anlagensprengung mußten sorgfältige Vorkehrungen getroffen werden, damit für sie zur Zeit 'des stärksten Wasserbedarfs nicht auch noch Wasser entnommen mürbe. Damit Üt also bargetan, daß eine verstärkte Wasserzuführung durchaus notwendig ist. Daher rechtfertigt fick die Bewilligung von 330 000 Mark zur Herstellung einer zweiten Zubringerleitung zwilchen dem Wasferwerk und unserer Stabt. Hierdurch wird da die neue Anlage mit 400 Millimeter Durchmesser gebaut wird die Leistungsfähigkeit des Wasserwerks aut eine Höchstlagesleistung von 18 000 Kubikmeter gebracht, ein Quantum, das für eine Stabt von 75—100 000 Einwohner reicht. An Wasser fehlt es in Queckborn nicht, so daß im Bedarfsfall bie Anlage voll ausgenutzt werden kann. Es läuft nämlich jetzt schon mehr Wager unbenützt ab, als gebraucht wird. ♦ ** Tageska l e n d e r für Freitag, 6. Dezember: Stadt- t Heat er: „Magdalena." Anfang abends 8 Uhr. ah -a ü? ®ic^cncv FröbelEemmars, nachmittags 47? Uhr in Sterns Garten. y » w ."7 Derälteste hessische Jurist, Geh. Justiert Baist r. Der in weitesten Greifen unserer Bevölkerung te- kannte und Mieb-tc Geh. Justizrat Baist ist heute nacht 2 "hr an den Folgen eines am Sonntag nachm. erlittenen Schlaganfalles im Alter hon 86 Jahren gestorben. N , ru ü x'/d. M Nell« fprfs* rkkbeöcU < ßatNöf;1 yrfli ^cilk, und S Aschen. u.-rateurar 1 gjggenofiflticr 3tt-inbrud iiiebedttN -ict da du »irtschaftu «DMschasia gllllngsbk ccricbe zur t ^Engro »rdtn Umiar pyiimW -'wischen Un y ÄeiMne polten und v Betriebe., z ** Mitteldeutscher Arbeitsnachweis-V er banh Der 5. Jahresbericht des Verbandes ist erschienen. Da sehr umfangreiche Bericht gibt ein Bild über die ausgedehnt: Tätigkeit des Verbandes auf allen Gebieten des öffentlichen Ar« beitsnachweises. Die Arbeitsnachweise in den Städten wurde: fast überall organisatorisch weitergebildet und auch auf dem Lank entwickeln sich die von den Kreisen geschaffenen Krcisarteits- nachweise in bester Weise. Der Bericht trägt reiches Matericl zu fincr Reihe von Problemen, mit denen sich der öffentlich Arbeitsnachweis beschäftigt, bei, besonders über die Beziehungen zwischen städtischem und ländlichem Arbeitsmarkt, über die Sensor» schwankungen bei einzelnen Gewerben und über die Lchrsteller» Vermittlung. Bon befonberem Interesse ist auch die Darstettum der Nichtöffentlichen Arbeitsnachweise (Innungen, Ostwerffchaftkr, gemeinnützige Vereine) sowie der Ergebnisse einer Erhebung übck die gewerbsmäßigen Stellenvermittler in Hessen unb Hesser.' Nassau. ** Dienstbotentreue. Wie LandtagSabg. Breidenbach in einer landwirtschaftlichen Versammlung kürzlich mit teilte, gibt eS gegenwärtig in Hessen 1921 Dienstboten, di über 5 Jahre, 969, bie mehr als 10 Jahre, unb 433, di länger als 20 Jahre bei derselben Herrschaft bienen. ** Die Bäckerscklacht am Riegelpfad. Wieder holt hatten sich die beiden Bäckerburschen am Seltersberc getroffen, wenn sie beim Morgengrauen die Wecke au4- trugen. Zuerst maßen sie sich gegenseitig mit Blicken die immer wütender wurden. schließlich blieb es nichi j beim Blickewechseln, sondern man schimpfte sich gegenseitig ] wobei das Wort „Mißgeburt" noch die geringste Bezeich * 111mg war. Bor wenigen Tagen kam es am Treffpunkt de: I Ebelstraße und dos Riegelpfad .zwischen den beiden zu eine: ? tobenden Schlacht. Beide lagen auf der Erde und langer mit einander, ohne daß für den einen oder anderen ein Vorteil zu erzielen toar. Schließlich griffen sie zu der Weckekörven und benuptcn diese als Waffen, wobei bie Wecke nur so in der Lust herumflogcn. Nach dem Schlacht^ gctümratf suchte der Sieger die Wocke für die Kundschaft GefahrenderLagehin mrd rietenihr,den Frieden s- schlnß mit Italien syu beschleunigen 11 it b Reformen auf dem Balkan ins Werk Ku setzen, aber bie Verwicklungen wurden immer bedro blicher. Frankreich hatte im Sept, mit seinen Verbündeten über die Mittel beraten, durch welche die allgemeine Ucbereinftirmmmg gesichert werden kannte, aber in Bulgarien, Serbien und Griechenland sei am 30.Sep- terntet und 1. Oktober mobil gemacht worden. Poincarß sfi darauf mit Safonow, der damals sich in Paris aufhielt, über- ctngeTonrmen, der Erhaltung des Friedens die größte Ansttengung zu widmen. Wir haben, sagte der Ministerpräsident, den Mächten bann den Vorschlag unterbreitet, brr von mehreren von ihnen Aenderungen erfuhr. Der Vorschlag hatte schließlich zur Folge, daß Oesterreich unb Rußland bas Mandat erhielten, in dem bekannten Sinne bei ben Balkanstaaten Schritte zu unternehmen, während die Mächte bei der Pforte Schritte unternahmen. Die Formel des Statusauo, die heule etwas überlebt erscheint, schloß damals die Bereinigung der Mächte zu demselben friedlichen Willen zusammen. Unglücklicherweise erklärte an demselben Tage, wo der österreichisch-russische Schritt erfolgte, Montenegro der Türkei den Krieg. Es blieb nun weiter keine Hoffnung, als den Krieg zeitlich und räumlich zu begrenzen. Der Obmaun des Ausschusses dankte dem Ministerpräsi- deirten für seine Darlegung em Poincare erwiderte auf eine Frage Bartlsous von neuem, daß er jn der Kammer vorbenWeihnachtsferienAufklärungenüber die äußere Politik geben werde, ohne sich jedoch für verpflichtet zu halten, auf alle etwa gestellten Fragen zu antworten. Kaitaöa und die Vermehrung der englischen Flotte- Ottawa, 5. Dez. Der kanadische Premierminister Borden legte heute ein Gesetz vor, das die verwendbaren Seestreitkräfte des britischen Reiches vergrößern soll. Er hob dabei hervor, daß bei dem jetzigen Stande der Seemacht am meisten die Tatsache hervortrete, daß die britische Marine vor 12 Jahren auf allen Ozeanen die Uetermacht besaß, während sie heute außer in der Nordsee nirgends in der Ueber- macht sei. Er halte bie Lage für ernst genug, baß Stanaba dem Mutterlande eine sofortige Unterstützung gewähren müsse. Er schlage deshalb vor, daß Kanada dem Könige sieben Millionen Pfund Sterling für drei Dreadnoughts gebe, welches die größten und stärksten Schiffe werden sollten, die man für Geld haben und mit Hilfe der Technik bauen könne. Sie sollten in England gebaut und der Admiralität für die allgemeine Verteidigung des Reichs zur Verfügung gestellt werden. Barden führte aus" daß britische Reich ist keine große Militärmacht, seine Sicherheit beruht ganz und gar auf der Flotte. Augenscheinlich ist es die oberste Pflicht, die Sicherheit in den heimisck)en Gewässern zu verbürgen, und sie ist durch die Zurückziehung dber die Beschränkung der Geschivader in allen Teilen erfüllt. Trotzdem sind die Kosten um beinahe 50 Prozent gestiegen, aus dem einfachen Grunde, weil die fremden Mächte ihre Flotten vergrößern, b e- svndersDeutschland. Die britische Flagge wird nicht länger bie vorherrschende im Mittelmeer sein. Mit aller Anstrengung tes Reiches wird es unmöglich sein, die notwendige Stärke auf diesem wichtigen Seewege vor 1915 auf 1916 wieder zu erlangen Oesterreich mit nur 140 Meilen Meeresküste und überhaupt reinen Kolonien, baut eine furchtbare Flotte von Dreadnoughts, und bie italienische Flotte wird noch furchtbarer sein. Bott>en verlas ein langes Memorandum des englischen Marine- mmisters Churchill, in dem diese Macht Deutschlands unb ßSrotzvritaumens sowie diejenige der anderen Nationen aufgeführt r Derglei che gezogen werden. Darin lstißt es, England beiitze zurzeit 18 Schlachtschiffe, Schlachtkreuzer unb Dreadnoughts gegen 19 solcher Schiffe, bie sich im Besitze der anderen Machte befänden. Im Jahre 1915 würden sich die Ziffern auf 35, respektive 51 stellen. Churchill fügte hinzu, es wurte iedes Vorgehen Kanadas, die Stärke und Beweglichkeit der Marriie und damit dem gemehtfanren Sicherheitsfaktor zu er« hohen, überall als cm bedeutsamer Beweis für bie geeinte Kraft de^R erch.es mrd den erneuten Entschluß bet Dominien angesehen mcTben, ihr Teil zur Erhaltung der Unverletzlichkeit des Reiches beizutragen. •* Zur Duell-Angelegenheit schreibt man uns: Leutnant Jttmann ist nicht entlassen worden, sondern V chon vor Austrag bc6 Duells sein Abschi edSg esuck eingereicht und der Abschied ist ihm nach AuStrag bc* Duells bewilligt worden. Herr Jttmann wurde gestern gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlasten. ** Ausstellung von Kunstwerken. Der Aka« >emische 'Dürerbund nimmt mit der am Sonntax. 8. Dezamber, boginnenden, auf die Dauer von 10 Tage: berechneten Ausstellung der im Kunstwartverlag erschienenen Meisterbilder usw. ffiehe Anzeigenteil), seine bura interne Veränderungen zeitweise unterbrochene Tätigkeit in allen Sinne wieder auf. Deutscher Reich. Ein Rücktrittsgesuch des Frhrn. v. Hertling? Me „Berliner Morgenpost" meldet aus München: Von sehr gut unterrnckfteter Seite ivird bestimmt erklärt, daß der bayerische Ministerpräsident bei seiner Audienz beim Prinzregenten am Dienstag um seine Ent- lassuugnach gesucht habe. Jn allen Staatsämtern wird auch die Nack;richt betätigt, der Regent habe seinen Entschluß noch nicht bekannt gegeben, dürfte aber das Rück- trittSgesuch Hertlings nicht annehmen und dem Ministerpräsidenten demnächst einen neuen öffentlichen Beweis feines unerschütterlichen, ungeschmälerten Vertrauens geben. Der Schutz der deutschen Tabakindustrie. Die Abgeordneten Vietmeyerund Behrens (Wirtschaftliche Bereinigung) haben im Reichstage folgende Anfrage eingebracht, „Gedenkt der Herr Reichskanzler Maßnalnnen gegen das Vordringen des amerikanischen Tabaktrnsts in Deutschland zu treffen, um ben deutschen Tabak-Industrie und Handel sowie die darin Vaftigten gegen Schädigungen zu schützen? , Präsidium des Hansabundes. becchsichtigt, ans Anlaß des 2.5jährigen Regierunas- 1 ub 1 laums des Kaisers ein Werk: „Die freiwilligen lozialen Fürsorge- und Wohlfahrtseinrichtungen in Industrie, Handel und Gewerbe Deutschlands" htzrauszugeben. Der Reichstagsabgeordnete Will f Der Reichs- und Landtagsabgeordnete des Wahlkreises '2auenbnrg Will-Schweslin (DeutschkonservL Beifall, ban eine ,ßugabc erfolgen mußte. »• Q..V m.. A f r .«r — „ I____t. _ ; i rjt._______ .—«ä Mn II 'Wberhilhf 11 Hochschüler wegen der Kundgebung am oo. wurde der Am beleidigung u k v i c wegen MajcstätS" frcizung zu 6 Monaten wurden gestern p Jahre: KommerziM Jahre: Kommerzikire ausmann Freetz, &•). ^druckereibesttzer Rinii sei aus datz ®a(tin ingewiesen, ju dem ri gskupon Giltigkeit h: gilt als die ®(anj- spieltournee sein öflent- In größeren Au'gck» die Damen de it, Goll, Grosser Hesfcn-Naffau. " • = Dillenburg, 5. Dez. In die Oiemeindekcrssen des DillkreiseS flössen im Jahre 1912 aus den Gemeinde- Ob st a n l a g c n 8639.50 Mk., davon für Aepfei 7416.25 Mk, für Birnen 769.40 Mk., für Zwet scheu 431.10 Mk. und für Kirschen 22.75 Mk. Don den 72 Kreis^emeinden halten 11 keine Einnahmen aus (hemeindevbstanläyen Die höchsten Einnahineu haltcir Dillenburg mit 664.85 Mk., Wisscnbach mit .537.90 Mk., Schönbach mit 424.85 Mk. und .Herborn mit 391.20 Mk. schwerem Kerker verurteilt. 12 Angeklagte wurden wegen Aufreizung oder Widersetzlichkeit zu Freiheits strafen von einer Woche bis zu 14 Tagen verurteilt, ein Angeklagter wurde freigesprocl)cn. Mit Ausnahme von Bukvic wurden sämtliche Verurteilte auf freien Fuß gesetzt. Wasser enthielt. Der Apparat überschlug sich und wurde völlig zertrümmert, die Flieger sind unverletzt. Kreis Wetzlar. V Gleiberg, 4. Dez. Am Dienstag nachmittag hielt der Gastwirte-Verband Krofdors-Rodhrim und Umgegend aus der Burg seine gut befischte Hauptversammlung ab. Der Verband wurde im Jahre 1904 gegründet und zählt jetzt 54 Mitglieder Der seitherige Vorstand wurde fast einstimmig wiedergewählt. DaS Winterfest soll Mittivoch, den 16. Januar, bei Gastwirt Wagner m Naunheim abgehalten werden. Letzte 27 ncb richten» Kein Rücktritt des Freiherrn v. Hertling. München, 6. Dez. Die Korrespondenz Hofmann teilt mit: Das Gericht, das; Freiherr v. Hertling seine Demission eingereicht habe, ist vollkommen aus der Luft gegriffen. ♦ Oesterreichische Hochschüler wegen Aufreizung verurteilt. Wien, 5. Dez. In der Verhandlung gegen Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst. Gießen. Wetteraussichtcn in Lessen <ür Lainstao, den 7. Tez. 1912: Wollig, meist trocken, falt, Nachtfrost, später Erwärmung und Trübung. Märkte. ch. Bingen, 5. Dez. Ter Zutrieb aus dem heutigen Drost- und Kler >i viel) markt Hellte sich aut etwa 350 Tiere. Dabei entwickelte sich bei gutem Bestich ein lebhaftes Geschätt. Ter Markt lvurde tcühzeitig geräumt. Tie Preise für Nutzvieh ivareu etwas zurückgegaugeu. Für Schlachtvieh wurden im Zentner Schlacht- acivicht folgende Preise erlöst: Fette, vollsteischige Ochsen 1. Sorte 97—98 Mk., weniger gemästete, steischige 2. Sorte 94—96 Mk., mittlere 3. Coric 92—94 Dik., geringere 4. Corte 90 Mk.; teile, vollfleischige Nmder 1. Sorte 92—93 Mk., lueniger gemästete, fleischige 2. Sorte 88—90 Mk., mittlere 3 Sorte 86-87 Mk., gc- rinqevc 4. Sorte 83—84 Mk.; Mastkälber l. Sorte 100—106 Mk., fleischige, iveniger gemästete 2. Sorte 96—98 'Dlf.; fette Schiveine 1. Sorte 80—82 Mk^ 2. Sorte'77—79 Tlf. Für das Paar bester Fahrochseit rourben 1200—1300 'Mk., mittlere 1000—1100 Mk, geringere 950—lOOu WIL, für das Stück frischmelkende Kühe mit Kolb 450-oOJ Mk., ohne Kalb emsprechend weniger, Fahrkühe 400 bis 450 'Mk., trächtige Kühe und Rinder 300—450 Mk., jüngere Rinder 80-110 'Mk. und für etwas ältere 140— 200 Mk. angelegt. Sn ber foubtwJ ’Heti ertebiflt™ hutz wurden für J P01 Preisrichtern J G^"hlen voraen» Gesellschaft t« »ei. 1 wurde am Mittti ml z.D. Schweitzi: Friedberg, H« d Strasansiallsdints! Kälte hat heute Nacht scharf eingesetzt. ®8 war aber auch Zeit; das stets feuchte Wetter hat eine Menge Katarrhe gebracht, wie denn unter den Verstorbenen dieses Jahres eine große Anzahl Leute sich befinden, die schon leidend waren und deren Tod durch die nasie Witterung des Jahres beschleunigt wurde. Auch die Landwirtschaft hat unter der Witterung Not gelitten; tnancher Acker konnte noch nicht gestürzt werden, einzelne konnten auch nicht mit Winterfrucht eingesäet werden. Einen Segen hatte aber die Nasse doch — die Mäuse sind fort. Kreis Schotten. O Lanbach, 5. Dez. Bei der in rnesem Sommer hier abgehaltenen Hauptversammlung des Gustav-Adolf- VereinS wurde beschlosieit, einen Gustav-Adolf-Frauen- 93ercin hier zu gründen. Die erste Sammlung der Beiträge ergab die Summe von 200 Mk. In diesen Tagen fand die erste öffentliche Versammlung statt, in der zunächst der Vorstand durch Zuruf gewählt wurde; er besteht aus 12 Damen unter dem Vorsitz der Frau ObcramtSrichter Zimmermann. Pfarrer Volp begrüßte die Erschienenen und sprach seine Freude über die Gründung deS Vereins auS. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Pfarr- offiflent Weis auS Bieber bei Offenbach über Diaspora- Gemeinden. Danksagung. Für Die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schmerz!. Verluste unseres lieben SohneS Heini sagen wir allen unseren aufrichtigsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Köhler für seine trostreichen Worte. P”1 Familie Bäcker Haas. Steinbach b. Gienen, den 5. Dez. 1912. >«n* die ÄXI .«Titelt v ementskonzert. ^bemufikmeisters Lii iltete, itnnbc mit tel. Das sicher gdei t Orchester sand sch Abend brachte, lebt üchen Neuheit Roil. neu sehr schönen W tionen über die nr em köstlichen, Waldm it dem Vorspiel M t Wanderschaft?erw^ ii, spendeten so “eit Mibt man en roorben, lonbent rj ein Abs-h'-"g-> ihm nach Au-t-a^ llmann rourbe cnllafii». [tmeHen. rnttder-mS-- r Dauer Mit 10," terbrochenc snachwei^'l müdes ist )ilb über, - ÄÄ Meisters auf dem Straßenpflaster zusammen Die !Herrschaft en, die durch die Bäckerschlacht um ihr Frühstück gekommen sind, Nüssen nun, warum dies der Fall war. •• Für Bücherkäufer. Man schreibt uns: Das bücher- taüenbc Publikum wird namenttich zur Weihnachtszeit mit Of jetten auswärtiger Handlungen in Gestalt von Prospekten und -atalogen überschwemmt, die bei dem nicht Eingeweihten den Am'chetn ganz besonderer Vergünstigungen erwecken und chn zu dem Glauben verleiten, daß bte anpreistnde Firma als die alleinige Bezugsauelle überhaupt in Betracht käme. Diese Annahme ist irrig, denn in den meisten Fällen handelt es sich um nn Preise zurücigesetzte Artikel, die dem gesamten Buchhandel zugängig und in jeder größeren Buchhandlung entweder vorrätig sind, ober doch ohne Vorzug peschasst werden können urfb zwar ,ti gleichen Preisen und gleichen Bedingungen — zuweilen sogar billiger. Der Bezug am Ort liegt ziveisellos im Interesse der Bücherkäufer. Es bleiben ihnen dadurch die Mühe schrist- lüher Bestellung sowie alle Portokosten erspart und sie sind nicht der Gefahr ausgesetzt, etwas unbesehen kaufen zu müssen, ohne c4 zurückgeben, oder auch nur umtauschett zu können. ** Der Unfallversicherung wurden einige Gewerbebetriebe und Tätig leiten neu unten teilt, worüber eine Bunbesratsbekanntmackmng folgendes mittcilt: Für die der Gewerbe Unfallversicherung neu unterstellten Betriebe zur Behandlung und Handhabung der Ware, die mit einem Detailhondels- untcrnehmen verbunden sind, das über den Umfang des Kleinbetriebs hinausgehk, wird eine das Gebiet des Reicks umfassende Deruisgenossenschast errichtet. Die nachfolgend bezeichneten anderen Gewerbszweige werden bestehenden Berufsgenossenschaften zugeteilt, und zwar die Apotheken der Berufsgeirossenschaft dcr chemischen Industrie, die Gerbereibetriebe der Leder- inbustrie-Berufsgclwssenschaft, die Gewerbebetriebe, in denen Dekorateurarbeiten ausgeführt werden, den Baugewerks-Be- rufsgenossenschasten, die S te i n zer k 1 e i n e ru n g s b e t r ie be dcr Steinbruch.s-Berufsgenossenschast, die Badcanstaltsbc- triebe der Nahrungsmittelindustrie-Berufsgenossenschaft, die Betriebe der B i n n c n f i s ch e r e i, der Fischzucht, der Teichwirtschaft uild der Eisgewinnung den Binnenschiffahrts-Berufsgenossenschaften, die Fährbetriebe, die Reittier- und Stall- haltungsbet riebe der Fuhrwerls-Berufsgenossenschaft, die Betriebe zur Behandluilg unb .Handhabung dcr Ware, die mit einem Engrv Shandelsunternehmen verbunden sind, das über den Umfang des Kleinbetriebs hinauSgeht, der Lagerei-BerufS- tzcnossenschaft, ferner von den Betrieben, die mit einem kaufmännischen Unternehmen verbunden sind, das über den Umfang des Kleinbetriebs Hinausgeist: die Betriebe zur Beförderung von Personen und Gutem zu Vanbc der Lagerei-Berussgenossenschaft, die Betriebe zur Beförderung von Personen und Gütern auf Binnengewässern den Binnenschiffahrts-Berufsgenossenschaften, die Holzfällungsbetriebe den Holz-Bernfsgenossenschaften. Für die landwirtschaftlich versicherten Betriebe der Gärtnerei, der Park und Gartenpflege, sowie- Friedhofsbetriebe wird eine das Gebiet des Reickis, außer Bauern, Königreich Sachsen, Hessen, Braunschweig, Schaumburg-Lippe. Bremen, Hamburg und Elsaß-Loth- ringen umfassende landwirtschaftliche Bemfsgenossenschast errichtet. Für die der Gewerbe Unfallversicherung neu unterstellten Tätig- . teilen bei dem nicht gewerbsmässigen Halten von Fahrzeug en auf Binnengewässern, von anderen Fahrzeugen als Wasserfahrzeugen, wenn sie durch elementare oder tierische Kraft bewegt werden, sowie von Reittieren wird eine das Gebiet des Reichs umfassende Versicherungsgcnossenschast errichtet. Landkreis Gießen. s. Lollar, 5. Dez. Morgen Freitag abend 8 Uhr findet eine öffentliche Gemein deratSsitzitng mit folgender TaqeSordnlmg statt: 1. Beratung und Genehmigung einer Satzung über die Benutzung der Vieh wage; 2. Antrag te§ Semeinderats Schupp wegen der Berichterstattung über die Kreis Friedberg. sc. Friedberg, 5. Dez. Hier wurden vor einiger Zeit verschiedene Einbrüche verübt, ohne das; man den Tätern auf die Spur tommen konnte. Dem Gendarmeriewachtmeister Merz in Oberlahnslein gelang es jetzt, zwei Burschen, die von Ems kamen, als die sestzustellen, die in Friedberg ncaVbcitri und in Bad Ems in einem Hotel zweimal unb int dortigen Amtsgericht dreimal ein- gebrochen waren. Er stellte ihre Namen fest. Es sind der Kuh^ Wärter Gg. Bitsch aus Oberhausen im Rheinland und der Bäckergeselle Dormagen ans Wirzfeld bei Aachen. h. Vilbel, 5. Dez. Infolge eines Familienzwistes entfernte sich Dienstag früh der Schneider I ost aus der Wohnung und kehrte nicht zurück. Er schrieb heute aus Worms, daN er sich das Leben nehmen werde. In der Ausregung über diesc^Nachrichl versuchte sich die Frau mit Leuchtgas zu vergiften. Sie.wurde lebend aufgefunden, doch ist die Vergiftung so schwer, das; eine Wiedergenesung fraglich erscheint. m. Bad-Nauheim, 5. Tez. Graste Erregung herrscht gegenwärtig in unserer Bürgerschaft über die Ausführung der Kanalisierung (Erweiterung der nennt Kläranlage», und über die noch in Aussicht stehenden 'Neubauten Schlachthaus, Schulneubau usw.i, besonders über bie Aufbringung der Kosten für diese notwendigen Anlagen. Ein Teil bet Stadtverordneten will die Deckungsfrage dadurch regeln, dast sämtliche austerordentliche Ausgabm auf die Kommunalsteuer geschlagen werden • biee bedeutet einen Aufschlag von etwa 50 Prozent bei einem Steuersatz von bereits 125 Prozent). Ein anderer Teil der Stadtverordneten will eine Kanalsteuer ein geführt wissen, wodurch in erster Linie die Hausbesitzer betroffen würden, aber auch der Badesiekns herangezogen werden formte. Der Bürger- und Stadtverkehrs- verem nimmt den Standpunkt ein, dast die Lasten nicht durch Anleihen zu decken, sondern durch Erhöhung der Steuern aus zubringen seien: die Mieter dagegen wollen davon nichts wissen und sträuben sich mit allen Mitteln gegen eine, Erhöhung der Steuer. Sie gehen von dem Grundsatz aus, dast sie nicht verpflichtet seien, zur Kanalsteuer etwas beizutragen. Der Kanal gehört aber zum Haus. Die Kosten für 'bie Neuanlagen besaufen sich auf etwa V/z Million Mark. Starkenburg und Rheinhessen. d. Mainz, 5. Dez. 'Samstag nächt wurden einem Justizrat aus seinem Kassenschrank 1600 Mk. gestohlen. Am Samstag hatte der giechtsanwalt seinen 17jährigen Gehilfen Deutsch aus Weisenau entlasse,t, toeil er ihn im Verdacht hatte, dast er seit einiger Zeit Geldbeträge gestohlen hatte Der sEntlasfene ftvundia»am ISamstag abend snach dein' Bureau- schlust noch im Hause gescheit. Die Polizei verhaftete ihn deshalb und es wurden Schlüssel zu dem Bureau und ein Kassenschlnssel, die er abzuliefern hatte, vorgefunden. Das Geld wurde nicht bei ihm vorgefunden; er leugnet, die 1600 Mk. gestohlen zu haben. — Der Zigeuner Ebender wurde heute vormittag unter äußerst starker Bedeckung ins Untersuchungsgefängnis nad) Fulda gebracht Dort hat er sich wegen Mord und Mordversuchs zu verantworten. Ebcnrder äußerte sich dahin, er werde in Fulda bei günstiger Gelegenheit ausbrechen. W. Worms, 5. Dez. Heute früh gegen neun Uhr wollten die beiden Flieger Leutnant Reinhardt und ein Artillerieoffizier als Begleiter von der Darmstädter Fliegertruppe auf dem hiesigen Exerzierplatz landen, verfehlten aber infolge des dichten Nebels den Platz und stürzten in eine Wasserlache, die zum Glück nur wenig öffentlichen Gemeinderatssitzungen. = Lich, 4. Dez. Der Kinematograph des Volks- bildungsvereins wird am nächsten Samstag und Sonntag „Theodor Körner" von der Wiege bis zu seinem Heldentode, ein historisches Lebensbild in drei Akten mit Vortrag, Rezitation und Musik im Heilandschen Saale zur Aufführung bringen. Nock; überall, wo die Lebensschtck- fale des jugendlichen Freiheits Held en durch das —ichttptel- theater in lebensvoller Treue dem Publikum vor Augen geführt wurden, waren die Borstellungeit überfüllt und der Eindruck auf jung und alt geradezu überwältigend; genießt doch der Besucher eine weihevolle Stunde vaterländischer Erinnerung. Wie das Aino als modernstes Be- lehrungs- und Boltsunterhaltungsmittel berufen Kintonn, im Dienste der Wissenschaft, des Vortrags und der schule Verweirdung zu finden, und wie es gleichzeittg im Dienste vaterländischer Gesinnung eine große Aufgabe zu erfüllen vermag, wenn das Sensationelle, Anstoßerregende und Ge- schmackverbildende aus ilpn verbannt wird, will der -Verein mit der Verwendung des Äinematographen bei seinen Vortrags- und Unter!',ältungsabenden versuchen. Kreis Büdingen. X Nidda, 5. Tez Endlich niacht der Winter (c ,u b«*r -ckn-c meist abaeaanaen. aber die D i e enorm hohen Fleisch preise zwiirgen bie Hausfrau zur Sparsamkeit, wobei ihr TuRK & PABST’S Fische unb Fleisch-Pasten in Tuben' nützliche Dienste leisten. Unseren Leserinnen werden auf Verlangen T & P’s reichhaltige Kochrezepte von der Firma TÜRK & PABST in Frankfurt a. M. kostenlos zu- gesandt. [88%, *5 »Mi , grtiW int ä E flitr i, r 8 Mang ZU- LZ. ? kfrittigt ml *'e *** Einko^^ ?[°Beren. - t,, ; " W aus tot 3ubilmnn§ftijt^.| nney senttiniama I Maria Minna Grethe Mia Hoos gel Major und Bezirkskommandeur i Heute verschied unser lieber Vater, -Anlage 35), den 6. Dezember 1912. im 86. Lebensj Beerdigung findet am Sonntag, den 8. Dezember, nachmittags um 3 Uhr, auf dem alten Friedhof MM st von 90 Pfg. an Gummischuhe ♦ Gamaschen Wilh.Herbert Vom 8. bis 18. Dezember 1912 fllieber 40 Pfg. |D8/, Photo-Hpparate Für Wollene in A. Salomon & Cie., Schulstr. 4 praktische beschenke Lett--Damaste Bettzeuge fjemben-Tudje fjemben-Hanelle Neuheit! in weiß und Neuheit! edjtfarbig bunt K Section txrhoscn Beirährt gute Qualitäten! Billigste preise! Carl stom 3 ITiarktftraße 28 Neuheit! Neuheit! Telephon Tlr. 395 BakoMuunmtT- Lichtspiele /V'| Bettuch = Leinen Biber-Bettücher til ß 8 8 Eintrittspreise: II. Pl. 20,1. Pl. 30 Pfg. Von V*5 Uhr an wird das Tagesprogramm vorges. Umschlagtücher Zuaven-Jacken Gamaschen 1. Frisch gestrichen 2 Der Glaube des Kindes 3. Fang junger Eisbären 4. Weihnachtstraum 5. Schmuckkästchen des Radjah 6. Der Fischer u.sein Geist 7. Schneewittchen SamStag und Sonntag E a7„ Neubau Marktplatz 2, neben der neuen Engel-Apotheke Allgemeine Rabattmarken JHobeme Stoffe für Anzüge, lieber zieher, Westen unb Hosen Decken Sie Ihren Bedarf möglichst frühzeitig, da die Auswahl gegenwärtig noch am grössten ist. a8/1’ Schotten vormitt. 5", 818, nac6m.l2S4,50‘,8t7. und Halbleinen, und Bett=Kolter QV Der Gesamtauflage der heutigen Nummer lie t ein Flugblatt der Firma Ernst Ehallier, Rudolphs Nachf.,Gießen, Neuenweg 9, über Musikinstrumente bi D•/„ Chrißdiiiimk in schönster und gröhter Auswahl sind eingetroffen u. offeriere dieselben billigst, p. Stück schon v. 25 Pfg. an. W. Hankcl, $c6‘1cä”6- Verkauföstell.NcucnBäuc7 ^obannesstrahc 3 und im Garten des (5af6 Ernst Ludwig. Neuen Baue. 17!"^2 Moderne Stoffe für Kleiber u. Blusen in [Dolle, fjalbroolle, Cama und Deinen Bett-Kattune, Strümpfe a7, Handschuhe bekannter Auswahl Lmngelischer Bund. Sonntag, den 8. Dezember, abends 8y4 Uhr Anmilien-Abeiiii in LteinS Garten Vortrag des Herrn Pfarrers Haupt-Grüningen: „Jas bmgrlinin in fönten uni Jalmatiea" mit Lichtbildern. Musikalische Darbietungen. Alle Evangelischen sind herzlich eingeladen. Eintritt für Mitglieder 20 Pfg., für Nichtmit« aiealerMsi Direkt: Hermann Steingoetter Freitag, den 6. Dez. 191^ abends b Uhr: 9. Freitag - Abonnem. - Boni Gewöhnliche Preise. Autoliebchen Posse mit (9esang und ?arz in 3 Akren von <3can Gilben.. Ende geg. 10'/, Uhr. p^2^rotfeni MH sWV1" I KWP ^2* /nm nugnw ober mH S Haltung de> iktungs ßga^uitA^öböu angcii’l*’ii fou der Hebt Msie-nu jortiffti des v CiMOtlW- ~ nur !>'' :: frojnit aller etotbet Inihü mgtn treffen :-i! nicht al :r:(blen, jestge rrt: betont, bi Mnswert.^ 5 iuririt 65 7 Kahlen habe Millionen ire M der Ztaa migWanges «de Lon soz gehalten, für !2n ;u haben, nnlieiungszwar alt mürbe die S ■tüte eine Herc fttt Ausfall nm ■•r.gcrung des $ bei der 1 Rnmung tun Ingsgebühr l'jeiioni m c n I1 Seriinfung i I Tofratic abgc I tonen, dm Tri I Ähaltm Ivar, Irrungen mm Der i I tätigte pch n I«genannter ptn bari. Ti über die ^ltischl die enbgült r" ott allaemem Sammet unb Seibenzeuge nebst passenden Besätzen, Tuche, Bänder usw. für Trachten Ortsgruppe Giessen des Verbandes der Schausteller, Hausierer und Marktreisendei Gegründet 1911. Samstag, den 7. d. Mli abends S Uhr bei Mitgl.Neuling, Branltz Versammlung» Tagesordnung: Ausnahme neuer Mitglieder. Weihnachrsoergnügen. Nichtmitgl. sind willkommen 09953] Der Vorstand Magdalena Ein Volksstück in 3 Auszüge» von Ludwig Thoma. Ende 10 Uhr. a% Sonntag,den H. Dez. 1912, nachmittags 3*/i Ubr Unter Mitwirk, der Kavele des hiesigen Insant.-Ncqs ,Kaiser Wilhelm" Nr. 1 <> Volks-Preise Volks-Pretsr Rotkäppchen Ein Märchen in ä Bildern vj E. A. Görncr. Ende 5l/< Ubr. Abends 7'/, Uhr: Unter Mitwirk, der jlave^e des hiesigen ,^nfant.'Reg!5 „Kaiser Wilhelm" Nr. Ho zur- .Kleine Preise -WS -----------=--| Ly ober mu Ihta. flörer-Biiid Giessen. H 17 nm Q hie IQ TlaTßnihon 1 Ql 0 SamStag nachmittag 3 Ubr: a°/i2 Kinder-ViiWlemrßelluilg mit einem nur für diese Vorstellung zusammen- gettelltcn vorzüglichen Programm: i\ U” - 51 Reib J!" rubj Ws- sA&K- h Hob 6 iu 1)0 täglich von 10—1 nnd 2—4 I hr in der alten Klinik (Diebigstrassc 20) usstellung der Veröffentlichungen des Dürer-Bundes, Meisterbilder u. Sonderdrucke d.Kunstwarts Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 20 Pfg. — Schüler 10 Pfg. — erhoben. (D* . Frauenbund derDeutfdie Kolonial-Gefellfdiaff Vortrag mit farbigen Lichtbildern Donnerstag, den 12. Dezember 1912 abends 8 Ihr in der neuen Hula der Universität Herr Hauptmann keiner 3nf.-Regt. Ur. 168 v's Koloniale Grund- und Tagesfragen Mitglieder gegen Vorzeigen der Einladungskarten frei. Zur Deckung der Saal- und Hnzeigenkolten wird von niditmitgliedern ein Eintrittsgeld von 20 Pfennig erhoben. Schüler zahlen die Hälfte. Sonntag, den ^.Dezember: Marburg tSüdl-sdrauenberg —Marburg. Abfahrt 12" Uhr. Wanderzeit: 3 Stund, (v11/1 R.-Cl. „Hassia“. Samstag, 7. Dezember Monatsversammlung im Bootshaus. 7919) Der Vorstand. Weihnachten empfehle als Weihnachtsbedarf empfehle in grosser Auswahl: Dauerhafte Winterstiefel GegenkalLFiiOe la. Kamelhaar-F nss-Schltipfer für Damen und Herren Paar 30 Pfg. &•/” A. Salomon & Cie. Eisenbahn-HM Morgen 09989 Samstag abend: Labskaus. der 3ca H.-G. Dresden --------- Kodaks und andere Fabrikate SchÜler=KameraS empfiehlt zu Original- . Fabrikpreisen .-. August non, Kreuz=Drogerie ---------- Spezialität: Ganze Ausrüstungen.----------