Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. n 496 Knaben Norm, das Hausmädchen zur Aus Dienstboten Aufwartefrauen iil-Anzüze Ishi ist der einzige UcberkbcnDc aus dem südlichen Tiana- £ wo die Hilfsfrau zur nähme geworden ist: 1895 1907 2 093 3 924 27 409 22 636 leidsamen Formen . Mk. 7.50 an 1895 51 480 25 240 9 687 urft ihm einen Pfeil durchs Herz zu schießen. Beute dient ihm als Kleidung. 1882 1895 1907 rt-Anzüge lau und farbig Tas bedeutet ein außerordentlich energisches Vordringen der Frauenwelt in das bisher ein Privileg des Mannes bildende offene Erwerbsleben, eine neue Belastung des schon angespannten ArbcitSmarklcs. Besonders zahlreich wandten sich die Frauen (und Mädchen) dem Handel und Verkehr zu; eine große Zahl wurde aber auch von der Landwirtsd)aft absorbiert, welche an sich schon die Haupt- mcngc der weiblichen Erwerbstätigen beschäftigt. Tiefe Berussabtcilung mit ihren wenig günstigen Löhnen und Arbeitsbedingungen ist das große Reservoir, in das sich zunächst, hier hat Pierstorff Recht, die „billige Frauen- kraft" ergießt. Wie tiefgehend die Verschiebungen in den drei großen Hauptberuisabteilungen sind, zeigt folgende Tabelle der weiblicl)en Erwerbstätigen, aus der wiederum die hohe Steigerung gerade in der jüngeren Zeit deutlich hervorgeht: w-Anzüge au und farbig •Uer-toge r Werkstatt gefertigt Zn Industrie und Gewerbe finden wir die Frau in erster Linie im Bekleidungsgewerbe 112008), und zwar •'>029 als Näherinnen, 4837 als Schneiderinnen, 865 in der Putzmacherei und 1029 in der Schuhfabrikation. Ter zweite große weiblich Berufszweig ist das Handclsgetvcrbc (8679). Im Warenhandel sind ein hoher Prozentsatz (25 Proz ) der Selbständigen Frauen, ferner 4460 Verkäuferinnen, und nur 455 sind in den .Handelskontoren tätig. Auch die Nah- rungs- und Genußmittelindustrie beschäftigt viel weibliche Personen, darunter allein 5214 die Tabakfabrikation. Rund 3000 sind in der Lederindustrie tätig, 3645 in der Wäscherei, 2211 in der Textilindustrie (Weberei 456, Posamenten 373, Filzsabrikation 355, Spinnerei 305). Daß sich die weibliche Welt, wenn aud) immer noch vereinzelt, auch den leid) teren Handwerken zuwcndet, und zwar als Gehilfen und Lehrlinge, sei nebenbei bemerkt. Wir zählen 1352 in der Sattlerei, eine selten große Zahl, 167 Tischler und Drechsler, 7 Klempner, 43 Grobschmiede, 21 Töpfer, 43 Kammacher, 18 Bürstenmacher. Wie schon in den Handelskontoren scheint man das weibliche Geschlecht in Hessen auch in den Bureaus der öffentlichen Aeniter nicht besonders gern zu sehen. Wir finden im Staats-, Gemeinde und Iuslizdienst nur 81, bei der Eisenbahn 59 und in Post und Telegraphie 319. Das sind im Vergleich zu anderen Ländern nur bescheidene Ziffern. So ist für die Mädchen mit besserer Vorbildung nur wenig gesorgt: größere .kontingente sindcn im Erziehungswesen (1999) und in Gesundheitspflege und rankendienst Beschäftigung (3012). Eine besondere Betrachtung verlangt das Problem der weiblichen Dienstboten. Trotz des zunehmenden Wohlstandes, dem die Erhaltung eines Dienstmädchens leichter lallt als früher, sehen wir allgemein ein Abnehmcn dieser vielbegehrtcn Hilsstruppe. Als notdürftiger, bei weitem nicht ausreichender Ersatz erscheinen die Aufwartefrauen, die nur stundenweise im Haushalt der Herrschaft tätig sind, dort aber nicht wohnen. Die Zahlen verschieben sid) immer ungünstiger, und es besteht kein Zweifel, daß wir uns den amerikanischen Zuständen nähern, 1907 57 764 33 694 14 084 Es ist bekannt, daß unter dem Dienstbotcnmangel das Platte Land viel mehr zu leiden hat wie die Städte, die Großstädte am wenigsten. Diese sind für die Dienstmädchen von besonderer Anziehungskraft. Wenn sid) trotzdem auch in den Städten die Dienstbolennot besonders bemerkbar macht, so liegt das an der Erhöhung des städtischen Wohlstandes und dem dadurd) gesteigerten Bedarf. Noch bei Betrachtung der Gesamtergebnisse der 4695er Zählung konnte das Kais. Statist. Amt zu dem Kapitel „Frauenerwerb" schreiben: „Das weibliche Geschlecht hat sein natürliches Arbeitsgebiet nicht in der volkswirtschast- lid)en Pxodultion, sondern im Haus, in der Familie, in der Hauswirtschaft. Für eine Reihe von Frauen ist freilich die Möglichkeit, ihren Beruf zu erfüllen, nicht gegeben, so daß sie zu eigenem Erwerb gezwungen sind." Aber schon damals machte das Amt richtig vorahnend den Nachsatz: „Außerdem besteht für die Frauen insofern Anlaß, sid) an der volkswirtschaftlichen Produktion immer mehr zu beteiligen, weil öurd) die moderne Entwicklung von Gewerbe, Handel und Verkehr mancherlei im Haus geübte Frauen- •Anzüge nten Stoffen k. 1.75 an Lin Zeuge Ser 5teinzeii. Ishi ist ein Mann aus der Steinzeit. Wenn er auch in unseren Tagen lebt, so gehört er unserer Zeil dock; nicht an. Er ragt noch in die paläolilhtsche (die alte Stein-- Zeit hinein. Er ist vierzigtausend Jahre hinter unserer Zeit zurück. Daß Ishi mit unserer Zivilisation nähere Bekanntschaft machte, ist ein Werk des Zufalls. Sein ganzes Leben hatte er in den un- zugänglickien Wildnissen von Deer Creek, einem felsigen und steil abfallenden Canon ui Tchama Couml), Kalifornien, verbracht. Vor einiger Zeit brach dort ein Waldbrand aus und Ishi mußte flüchten. In drei Meilen Entfernung von Oroville stellten ihn Hunde. Daß er hier gefunden wurde, gilt als eine der wichtigsten anthropologischen Entdeckungen unserer Zeil. Denn in Ishi sieht die Wissenschaft zum erstenmal einen Mann aus der Steinzeit in Fleisch und Blut vor sich: bisher beschränkte sich ihre Kennt- nis auf das, was fossile Ucberreftc sie lehrten, oder auf die Anschauung, die ihr aufgefundene vorgeschichtliche Gerätschaften gewährten. Wie nach den Mitteilungen einer englischen Zeiischrift Professor T. T. .Watermann von der Kalisorniiä en Universität, der Ishi vom Tage seiner Auftindung an ununterbrochen beobachtet hat, erklärte, entsprechen die Verhältnisse, unter denen dieser Wilde bisher sein ganzes Leben verbracht hat, genau denen, unter denen der vorgeschichtliche Mensch in der Steinzeit lebte. Töpfernes Geschirr hat^ Ishi nie beiuipi. Seine sämtlichen Geräte waren aus Stein. Feuer machte er, indem er zwischen seinen Handflächen einen kleinen runden Stab rieb, Der in die Auskehlung eines Zedernblockes paßte. Auf diese Weise kann er in fünfzig Sekunden eine Flamme hervorbringen. Einen mit Stein beschlagenen Pfeil und Bogen benutzte er, und durch Nachahmen ihrer Summe lockte er wilde Tiere herbei. Mit Pfeil und Bogen, wie sie in St. Fran eiseo im Ntufeum ausgestellt waren, traf er auf eine Entfernung oon hundert Fuß genau die Mine eines Hutes. Bei seiner Gc Mngennahme trug er Riemen durch Nase Und Ohren und ein Bärenfell um feine Lenden. Denn er fischt, wirft er vier Stabe ober vier Stückchen Holz in das Wasser, nahe Den vier Ecken des Netzes, und mit einem eigentümlichen Gesänge, Dem nie der Erfolg schlt, ruft er Die Fische herbei. Will er Baren jagen, so legt er lieh dort, wo er ihre Fährte gefunden hat, in den Hinteryalt, uiid itenu ihm der Bär bis auf lünfjig Fuß nahe gekommen, ruft er i-*m getoiifc Laute zu, Deren Bedeutung Dieser versteht. Tas Tier crem sich um und sieht ihn an, und Diesen Augenblick benutzt er, Sprache; man führte Ishi in das Anthropologische Museum, zeigte ihm Dort die verschiedenen Funde aus Der Steinzeit und ließ ihn ihre Namen zu nennen. (Die Nachricht klingt recht verwunderlich. D. Red.) — Aegyptische Augenkrankheit und Finsen- strahlen. Die kalten kurzwelligen Strahlen, die in die Behandlung des Lupus und der vaultuberlulose cütgefüljrt zu haben, das große Verdienst des Dänen Niels Zinsen ist, bewähren sich immer mehr bei anderen äußeren Leiden. So hat sie neuerdings ein finnischer Arzt B. Grö nholm auch zur Bekämpfung Der ägyptischen Augenkrankheit, desTrachoms, angewandt. Nachdem Die Finfentherapie für die besonderen Bedingungen des Auges angepaßt war, gelang es, oft mit einer einzigen Bestrahlung von 10 Muiuten Dauer, die Trachoinlörner zu zerstören, und die Verdickung der Bindehattt zu beseitigen. Die nächste Folge Der; Bestrahlung war infolge Der starken Wirksamkeit Der Strahlen eine Schwellung und Entzündung der Bindehaut. Allciit diese verschwand baiD, und an lyrer Stelle zeigte sich eine ganz feine, Dünne Narbenbilduiig. Ta auch m Der Mehl zahl Der Falle Die Erkrankung nicht wiederkehrte, erscheint die neue Bchandlungs- roeife den bisher üblichen um Vieles überlegen. — Kurze Nachrichten aus Kun st und Wissenschaft. Nach der „Times" hat Lord Fcvcrsham ein Bild von Rembrandt, dem „Holländischen Kaufmann", für ungefähr eine Million Mark an Herrn Friek nach' Neutiork verkauft. Das Bild ist in Dem Buche von Pros. Dr. Bode unter Der Nummer 461 beschrieben und auf Blatt 477 des RembranDtbanoes ui den Kwftuecn Der Kunst reproduzi.'rt. — Der Kgl. fächs. Geheime Rat Dr. phil. Karl Neumann, enter. orD. Professor Der Mathematik an Der Universität Leipzig, feiert am 7. Mai feinen 80. Geburtstag. Der bekannte Mathematiker ist 1832 zu Königsberg in Pr. als Sohn des Uni-- oeriitätsprofessors -tr. Franz Neumann geboren. — Unter zahlreicher Beteiligung fand am Sonntag im Künstlerhaus zu B er- l i n Die Feier des zehnjährigen Bestehens, der Gesellschaft, für Theatergeschichte statt. Ter eigentlichen Feier ging Die Generalversainmlung voraus, die vom Geh. RegierüNgscat! Pros. Tr. Ludwig Geiger geleitet wurde. — In M ünchen ist am 3. d. Mts. der Kgl. :v.imL'irehor und Gymnasialmuftklehrer a. D. Franz Josts Schmid im 76. Lebensjahre g e slo. rhen, Die Entwicklung der Frauenarbeit in Hessen. Die frühere Annahme, das; der Frau infolge ihrer körperlichen Veranlagung nur ein ganz spezifische Wir- kunaSkreis — Kindererzichunq und Hauswesen — zuge- wicsen, also ihre Stellung im Volkskörper von Natur wegen eine gebundene sei, erweist sid) im Lichte der drei letzten Berufszählungen als irrig. iOtit der steigenden Kulturentwicklung erleidet die Lage der Frauenwelt eine durdsgrei» fende Aenderung. Recht und Sitte, die früher in erster Linie mitbestimmend für die weibliche Betätigung lvaren, iveichen unter dem Drucke der Verhältnisse neuen, anders gearteten Anschauungen und stellen Frauen und Mädchen mitten hinein in den öffentlid)cn Erwerbskampf Die frühere Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau, die in ziemlich scharfbegreirzter Weise durchgeführt war und mit einer gewissen Eifersucht von beiden Teilen gehütet wurde, ist verwischt. Das „freie Spiel der Kräfte" ist zur Grund läge des modernen Wirtschaftslebens erklärt und der Frauenüberschuß, der in Deutschland fast 1 Million Köpfe beträgt, gibt dieser Situation eine eigene Sdjärfe. Schon 1895 wurde festgestellt, daß gegen die Berufszählung von 1882 die weiblichen Erwerbstätigen in der deutschen Gesamtbevölkerung um 23,60 Proz., die männlichen aber nur um 15,95 Proz. zugenommen hatten. In Conrads Handwörterbud) tftr St. atswissenschaften meint zwar Professor Pierstorff, daß eine zunehmende allgemeine Verdrängung der Männer durdj die Fran im Erwerbsleben nicht mit triftigem Grunde behauptet werden könne. „Die zunehmende Entwidlung des Erwerbslebens, die teilweise auf Kosten der überlieferten Hauswirtschaft erfolgt, fordert geradezu eine Ergänzung, eine Unterstützung der Männerarbeit durch die Erwerbslätigkeit der zunehmend frei werdenden weiblichen Arbeitskräfte In der Regel übernehmen die Frauen diejenigen Verrichtungen, für welche die Männerkraft weniger geeignet ober zu wertvoll geworden ist." Dieser Standpunkt trifft allerdings zu, aber nur für die llebergangszeit. Schon heute läßt sid) deutlid) erkennen, daß eine ganz andere ^Neuregelung dieses Verhältnisses im Anzuge ist. Aud) Hessen ist von diesen Veränderungen im Gesell sdsttftskörper nicht frei geblieben. Die Zahl der in einem .VMUiptbcruf erwerbstätigen Frauen und Mädd)eu, einschließlich der Dienstmädchen, steigerte sich bei den letzten Drei Berufszählungen wie folgt; Wasch-Hosen von °-90 *“ issenW Aoqer Ausw»bL in gr°sser Stamme. Er ist Der einzige Mensch in der Welt, der noch die Sprache des süDlichen V.ana-InDtaner versteht. Eine scharf ausgeprägte und eigentümliche Mundart spricht er. Die mit feinem auDcren InDiauerDialelt Äehnttckfteit hat. Tie Sprache, Die Diefe Indianer hatten, besteht tatsächlich aus zwei verschiedenen Sprachen, Die eine sprachen Die Männer und Die andere Die Weiber. Fast jedes Wort unterfcheidet sich in der Endung auf irgcnDcine Art, je nachdem es von iWännern oder Weibern gesprochen wurde. Ein Mann, der zu seiner Frau sprach, mußte daher die eine Sprache sprechen unD_ Die andere, zum mindesten verstehen können. Tieier schwerfällige Sprachendualismus steht fast ohnegleichen da. Er kommt zwar aud) bei den Maraiben vor, die von den Nachfolgern des Kolumbus in Westindien entdeckt wurden. Bei ihnen aber waren die Weiber des Stammes meistenteils Gefangene au» anderen Infeln. _5ic lehrten ihre Sprocke die Töchter, während die Söhne der Sprache ihrer Väter sich beDienten. Trotz des Umstandes, Daß Ishi unter Den Verhältnissen der Steinzeit lebte, entspricht er doch Dem, wofür man Die Menschen aus der Steinzeit bibber gehalten hat, durchaus nicht, weder in geistiger noch in körperlicher Beziehung. Ter Indianer ist merkwürdig aufgeweckt und verständig, und Professor Watermann behauptet. Daß er sich in sieben bis acht Jahren Die Kenntnisse angeeignet haben dürfte. Die Der gewöhnliche Durchschnittsmensch besitzt. Bis zu seiner Gefangennahme war Ishi nie mit Weißen in irgendwelche Berührung gekommen. Tic südlichen Y)ana<\nDianer lebten außerhalb des Gebietes Der spanischen LrnDbcwilligungcn in Kalifornien, und als 1865 Pioniere auf die Jagdgründe der Indianer An- sprud) erhoben, kam es zu fdaueren Kämpfen, bei benen sämtliche 2-anas bis auf etwa zwölf niedergemetzelt wurden. Bisher ist es noch nidjt gelungen, etwas Positives über Das, was Ishi oder andere Angehörige seines Stammes glauben, zu ermitteln. Ter Indianer will oon ieinen Toten nicht sprechen. Von seinem Aberglauben har er jedoch verschiedenes erzählt, und dieser steht in engem Zusammenhang oder bildet Diellctdu sogar einen Teil seiner Religion. Wie er glaubt, hat der Rabe, Der ja immer ein Tieb war, einst das Feue. einem dummen Gotte gestohlen, und von Dem Raben hat es Der Mensch geraubt. Starb em Mitglied seines Stammes, so sengte Ishi sich mit einer brennenden Kohte fein schwarzes Haar ab und Die Haare seines Bartes reißt er sich einzeln aus. — Von kurzen Geschichten ist Ishi kein Freund. Tie kürzeste. Die er zu erzählen weiß, die Geichichte Lnzüge normen ___ ,50 au ----- Zunahme gegen 1882 39,4 e'e «9,4% 182,0 X beschäftigungen, z. B. Spinnen, Weben, Nähen, Backen, aus Der Hauswirtschaft verdrängt und als besondere Berufe jetzt ausgeübt werden. Insolgedcffcn ist die Möglichkeit der Hausproduktion jetzt eingeengt und Die freigcwor denen Arbeitskräfte sud)en anderweitig außer Dem Hause Beschäftigung" Das Statistische Amt bat aber wohl nicht geahnt. Daß Die Entwicklung sid) schon in Den folgenden zwölf Jahren 1895 07 so energisch) vollziehen würde. So sehr es zu wünschen ist. Daß Der Frauenwelt wieDer aus nahmslos das Haus, die Familie erobert werden könnte, so sehr wird man, bis Dieses Ziel erreicht ist — und wirb es je erreicht? —, Die soziale Gesetzgebung anspannen müssen, damit Die weibliche Welt in ihrem Recht und ihrem Fortkommen nicht gehindert wird. 1882 Landwirtschaft 41432 Industrie 17 867 Handelsverkehr 4 992 Die Besetzung von Hfcoöos durch die Italiener. Die italienisd;en Unternehmungen sind in Tripolis selbst ziemlich lahm gelegt. Heute werden ans Rom wieder zwei italienische „Erfolge" mitgetcilt, die aber nur beweisen, wie hartnäckig die Türken und Araber 0)i ihrem Widerstände festhalten. Wie oft hat es immer geheißen, Der Feind fei zerstreut worden, und immer erscheint er wieder „in starker Stellung". So aud) jetzt wieder vor Homs,, wo itad) der heutigen Meldung die Italiener wieder in Noten sich befinden. Der italienische Streiszug an der tunc)ifd)cii Grenze mit dem „Zurückwerfen des Feindes" wird wohl aud) keine Bedeutung auf sid) haben. So mußten die Italiener nach neuen Sensationen greifen, da ihnen zu allermeist daran gelegen ist, die Türken einzuschüchtern und die europäische öffentliche Meinung gegen diesen „nutzlosen Widerstand der Türkei" auszuwiegein. Wie eine große Kriegsaktion wird heute Die Besetzung Der Insel Rt-odos gemeldet. Man denkt ladyeitD an den „Kamps mit dem Drachen" und fragt sich, „Was rennt das Volk, stürzt Rhodus unter Feuersslammen?" So schlimm ist es nicht. Rhodos ist zwar die größte Insel im ägäischen Meere und sperrt mit Kreta und Scarpanto dgs ägäische Meer halbkreisförmig ab. Wenn Die Italiener nun triumphierend darauf Hinweisen, daß sie die Seeverbindungen zwischen Konstantinopel und Syrien abfdpieiDcit oder gar die türkische Hauptstadt ganz isolieren wollten, so ist diese letzte Absicht undurchsührbar und das andere fein in Die Augen stechender Fortschritt. Das Vergnügen der Besetzung von Rhodos Hütten die Italiener sid) schon längst leisten können. Es lag auf der Hand, daß die türlische Besatzung der lieber- macht der Italiener keinen großen Widerstand entgegen- setzen würde. Das Schlaueste, was sie beim Bombardement Der Insel — eine solche hat nach Konstanlinopeter Meldungen stattgefunDen — tun konnten, war, sid; schleunigst in die Berge zurückzuziehen. Da ging natürlich die Landung in wenigen Stunden glatt von statten. Sckstvie- riger, wird sicher Die Besetzung Der anderen großen, nördlich gelegenen Insel Chios werden. Die an Der Küste vor Smyrna liegt und wo Die Türken größere Verteidigungsvorbereitungen getroffen haben dürften. Gleichzeitig mit diesen neuen Kriegsmeldungen setzen die Türken ihre Hoffnungen auf eine Reise des deutschen Botschafters Frhrn. v. Marschall nad) Berlin. Darin dürften sich die türfi)d)en Blätter aber täuschen. Zweifellos wird aud) der Krieg bei der Berliner Aussprache in Frage kommen, und Herr v. Marschall wird Bericht erstatten können über die deutsch-freundliche- oder friedliche Strömung in Konstantinopel. In Der Hauptsache aber wird Die Reise mit Stellenveränderungen in hohen diplomatischen '21 emtern zusammenhängen Man hat seit einiger Zeit berichtet, Frhr. v. Marfchall wolle von «einem Posteit in Das Fell seiner I von U-tut-Ne, der Waldcntc, erforoerte zweiundfünfzig phono- I graphische Aufnahmen. Allmählich gelangte das Anthropolische Fnstitut in San Francisco in den Besitz der Kenntnis seiner tei-Ais^ Ik-Anzüge ormen und nur besten i Qualitäten 93 480 — 24,89 u/0 der Erwerbstätigen 119 798 — 26,81 °/0 „ 137 983 = 29,7 °/0 „ Nr. 106 Erstes Blatt 162. Jahrgang Montag, 6. Mai (9(2 Der Siebener Anzeiger /tX. ve,ugSvreiS: erscheint täglich,, außer JnXBalf ▼ SB inonatlicb75Ps^viettel- ConntagS.-Betlagen: Ä A Sa JK A ▲ A A jäbrlich Alk. 2.20: durch ssBlbnbubk ZlHwlflCl ernipccch - Anschlüsse: wie Jcr 9,'eratitroortlid) für bett für die Redaktion 112 w __ W polittschen Teil: August WS? General-Anzeiger für Gbechessen LLsKS ^""^"‘Taflcsnumnu" Rotation5druck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Stcinöruderci H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchttlstrahe 7. a^d-.^^ß-^für den bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Zernfprccher Nr. 269 Seschäflrftelle vahnhofstrahe lös. Änzeig'enteü: H." Beck. Vorisvantrnopel zuru(?!r>, uüötnuüa*.j'jfil jewj' VtBtyMge Tätigkeit Dort zweifellos Er mußte rm wc.entlichen den Dingen ihren freien Laus lassen. -r.er deutsche Botichaf- ter in London, Graf Wolff-Metternich, hat rn der letzten jZett gleichfalls einige Tage in Berlin sich aufgehalten. Daraus werden mir Recht Rückschlüsse 8^0gen. Zunächst denkt man an die deutsch-englischen Berständigungsvcr Handlungen, die noch nicht abgeschlossen sind. Will tierr v. Bethrnann-oollweg die erfahreneren Botschafter m dieser schwierigen Lage zu Rate ziehen? Man hat bekanntlich auch davon gemunkelt, >tiderlen-Wächter wolle oder solle sein Staatssekretäriar wieder verlassen. Erfreulich wirken alle diese Nachrichten nicht. Tenn sie beweisen Unschlüssigkeiten und deuten auf neue, unvorbereitete Wendungen. Große politische Schachzüge dürfen doch nicht von heute zu morgen angebahnt werden, sondern sie müssen der konsequenten, vorausschauenden Initiative des leirenden Staatsmannes entspringen Zumal, wenn es sich um Probleme handelt, die schon so lange auf der Tagesordnung standen. Es kommt hinzu, daß der Kaiser abwesend ist und Entscheidungen von Tauer und Bestand darum er|t recht fraglich erscheinen. Tie Agenzia Stesani meldet von Rhodos: Tie Landung der Truppen war drei Stunden nach Beginn glücklich beendet. Tie türkischen Truppen zogen «ich auf die Höhen z u r ü ck. General Ameglio meldet drahtlos von Rhodos durch Vermittlung des Linienschiffes „Regina Margherita": Mit der Landung von Truppen und Material wurde 4 Uhr früh begonnen, sie war um 2 Uhr nachmittags beendet. Um diese Zeil wurden die Feindseligkeiten gegen den Feind eröffnet, der nach und nach auf die Stadt Rhodos zucückzugehen gezwungen war. Abends 7 Uhr war er durch das Feuer und durch Bajonettangriffe der italienischen Soldaten und Matrosen geschlagen. Wegen bei vorge ckten Stunde ließ ich die Truppen eine talbe Stunde vor der Stadt anhalten. Wir hatten fünf Berwundete, zwei davon sind schlver verletzt. Tie Berluste des Feindes sollen ziemlich schwer gewesen sein, etwa 50 wurden gefangen, darunter eine Abteilung regulärer Truppen. Rom, 4. Mai. In der Kammer machte Ministerpräsident Giolitti unter allgemeinem stürmischem Beifall die Mitteilung, daß die italienische Flotte aus der Insel Rhodos Truppen unter General Ameglio landete. Tic Ausschiffung der Truppen dauere fort, die Truppen hatten keinen Widerstand gesunden. Das Wetter sei günstig. ( Tie Besetzung der Insel Rhodos machte auf die Kammer einen großen günstigen Eindruck. Tic Zeitungen veröffentlichen Sonderausgaben, die vom Publikum verschlungen werden. Tie „Tribuna" schreibt: Durch die Besetzung von Rhodos wird klar, daß das Programm unserer Flottenaktion im Aegaischen Meere den gebic- ierischen Notwendigkeiten des Kreises gehorcht und zu gleicher Zeit innerhalb der möglichen Grenzen die Interessen der Neutralen, welche diese Tendenz Italiens wohl kennen, zu wahren sucht. Wir wurden gezwungen, nach dem Aegaischen Meere zu gehen. Am Anfang des Krieges hofften wir, er tonne auf Lybien, das unser einziges Angriffsziel war, beschrankt werden. Leider zwang uns die andauernde Einsichtslosigkeit der Türfci und ihre gewundene Politik, welche die Interessen der Neutralen in den Konflikt hineinzuziehen suchte, nach sieben Monaten den Krieg auch auf das Meer zu tragen, wo sich die S ch m u g g e l st ä t t e n befinden, welckie nach Absicht der Türkei den Mncg ins Unermeßliche verlängern sollen. Tie Folge unserer Entschließung ist die. daß die Türkei auf ihren Verbindungswegen getroffen wird. Unsere Aufgabe ist jetzt, rasch unserer Programm durchzuführen, nämlich Konstantinopel von dem übrigen Reich zu isolieren, und zu sehen, bis zu welchem Grade die Hasardspieler von Stambul glauben, die Augen verschließen zu lönnen vor dem neuen Stand der Dinge, dem sie sich bald gegenüber sehen Webern. Die türkische Darstellung. K0n ft a 111in 0p el, 5. Mai. Nach amtlichen Depeschen aus Smyrna haben gestern 16italienische Kriegsschiffe Rhodos bombardiert und im Golf von Paludia, 1 Kilometer westlich von Rhodos, Truppen gelandet. Tie türkischen Truppen auf der Insel haben entsprechende Stellungen eingenommen. Von amtlicher Sette wird erklärt, daß das Vorgehen der Italiener erwartet worden sei und auf die militärischen und diploma- tischen streife keinen Eindruck gemacht habe. Die Türkei werde den Verteidigungstampf in Tripohtanien mit derselben Zähigkeit wie bisher fortsetzen, und man fei im allgemeinen davon überzeugt, daß Italien Rhodos wieder räumen müsse. Gerüchtweise verlautet, die ilalicnifd^c Flotte l>abe jetzt um die Insel Chios tyerum Stellung genommen. Konstantinopel, 4. Mai. Ein italienisches Kriegsschiff hat gestern abend das Kabel östlich von Rhodos durchschnitten. Tie Verbindung mit der Insel ist durch drahtlose Telegrapi)ic ge,ichert. * Eine Reise des Botschafters Marschall v. Bieberstein nach Berlin. Konstantinopel, 4. Mai. Der deutsche Botschaster Frhr. Marschall v. Bieberstein ist heute abend nach Berlin ab gereist. Tie türkischen Blätter drücken die Hoffnung aus, daß Frhr. Marschall v. Bieberstein für eine energische Aktion in Rom zur Beilegung des Krieges eintreten wird. Nur das griechische Blatt „Proo- dos" bringt die Reise des Botschafters mit einer latenten Krise in Berlin zusammen uno vermutet, daß Frhr. Mar- Ichall v. Bieberstein seinen Posten in Konicantinopel verlassen werde. • Von bet türkischen flammet. Konstantinopel, 4. Mai. Bisher wurden 222 Deputierte, darunter 215 Anhänger der Komiteepartei, gewähtt. Tie Kammer trat zusammen und wählte mit 142 gegen 8 Stimmen den Ule am Ahmed zum provisorischen Präsidenten und den Griechen Artas mit 80 gegen 71 Stimmen zum Vizepräsidenten. Der Abgeordnete für Tripolis, 92 ab* sH1 -Beis, erinnerte an DTn 1^.^::.. : ? । t gungskampfder Truppen und Freiwilligen in Tripolis, auf welche die Thronrede einen ausgezeichneten Eindruck gemacht habe. Er beantragte, ihnen Den Dank und den Gruß der Kammer zu entbieten. Ter Abgeordnete für B e n- ghasi, Ehetvan, beantragte, den Streitern und dem Komitee die Erkenntlichkeit der Nation auszusprechen. Tie Kammer ftimmte dem Antrag durch lebhaften Beifall zu. Ein neues Gefecht an bet tunesischen Grenze. Rom, 4.. Mai. Tic Agenzia Stesani meldet aus Buch amez: General (Dariern befahl, nur die B e - herrschung der Karawanen st raße von Tunis her zu sichern. Gestern früh gingen nach Dem Süden, wo Araber und Türken zu Fuß uno zu Pferde sich befinden sollten, ein Bataillon Infanterie, ein Bataillon Askaris mit Maschinengewehren, und eine Aoteilung Pioniere und Genietruppen vor. Nach kurzem Marsche trafen Die Truppen auf etwa 2000 Araber und Türken, die sich verschanzt hatten, (sofort eröffneten die Italiener ein Feuer gegen die Stellungen des Feindes und machten einen Bajonettangriff auf Die Verschanzung und bemächtigten sich ihrer. Ter Feind ergriff nach schweren Verlusten die F1 u ch t. Ter Kampfplatz lag 0 0 llv 0 n Toten. Nach einem längeren Erkunoungszuge kehrten die Italiener ins Lager zuruck. Aus Seiten der Italiener fielen fünf Askaris, vierzig rouroen verwunoet, Darunter einer schwer, Der Kampf um HomS. R 0 rn, 4. Mai. Die Agenzia Supiu meldet aus Horns vorn 3. ds.: In verflossener Nacht griff der Feind mit starken Streitkräften die kürzlich von den Italienern besetzten Stellungen Don Lebda an. Ter Angriff würbe durch Infanterie- und Artilleriefeuer zurückgewiefen. Zahlreiche Leichen wurden in der Nähe der Stellungen aufgefunden, welche das 89. Infanterieregiment bann besetzte. Tie Italiener hattet! zwei Tote und fünf Verwundete. Em Spion? Infolge einer Minenexpwfiott war bekanntlich vor Smyrna der Dampfer „Texas" gefunfen. Die Türken, für die das Ereignis eine gelinde Blamage war, beschul- digen den Kapitän der Spionage. Vielleicht hat er die türkischen Weisungen nicht befolgt und verbotenes Gewässer befahren. Tie Nachrichten find zur Beurteilung des Falles unzulänglich: Smyrna, 5. Mai. Trotz des Einspruchs des griechischen und des amerikanischen Konsuls i|t der Kapitän des Dampsers „Texas" aus dem griechischen nach dem Gefängnis-Hospital gebracht worden, da die Türken den Kapitän beschuldigen, für Italien Spionage getrieben zu haben. Tie amerikanische Botschaft in Konstantinopel soll den amerikanischen Stationär mit dem ersten Botscha,tssetretär nach Smyrna entsandt hab en._________________________________________________ Lm Telegramm der Kaijets über Ausgrabungen. Achilleion, 4. Mai. Ter Kaiser janotc von der Ausgrabungsstelle im Part von Monrepos folgendes Telegramm an das Kaiserliche ArchäologischeJn- st i t u t i n B e r l i n: Ter im Königlichen Park von Monrepos vor 90 Jahren von Engländern entdeckte und freigclegtc Tempel von Eardaki mar saft ganz verschwunden und galt als zerstört. Mik Genehmigung des Königs der Hellenen wurde gestern mit der Aufdeckung einer Tempelruine begonnen, die ein bis zwei Meter how verschüttet ist, aber nicht vernichtet war. Die Wände der Telia sind noch saft einen Meter hoch erhalten. Sie hatten nur einen steinernen Sockel; der Oberbau beftqpb aus Lehmziegeln. Oberhalb der Zelle wurde im Unterbau die Basis eines Slultbildes aufgedeckt. Tie Vorhalle und die westliche Ringhalle des in herrliche Sage über dem Meeresuser gelegenen Tempels stürzten vor Jahrhunderten ab. Von Den Ringhallen der drei anderen Seiten kommt der zweistufige Unterbau wohlerhalten zum Vorschein. Viele dorische Säulen, ihre Kapitale liegen neben den Stuben, l'olletwroieber aufgerichtet werden. Von dem Gebälk sind schon zahlreiche Aschitrave ausgegraben worden. Sie Haden eine Btatl- welle anstelle der Tropicnleiiten des gewöhnlichen dorischen Stils. Triglypen halte der Tempel nicht. Außer vielen Stücken -des Hauptgesimses mit reicher undorifcher Profilierung, sanden sich fast alle Gesimse des Westgiebels mit ffulpturierter Blattwclle. Auch dieser Giebel kann wieder aufgebaut werden. Als Inhaber des Tempels gilt Asklepios oder Apollo wegen der nahen berühmten Quelle, doch ist die Benennung vorläufig noch unsicher. Deutsche» Reich. Die Reichstags er satzwah.l für den zurückgetretenen Abg. R 0 e r e n im Wahlkreise Saarburg^Merzig-Saarlonis ist auf den 30. Mai verlegt worden. Tas Zentrum nominierte als Nachfolger Roerens den Amtsrichter M ctr. Ausland. In einer Besprechung des französischen Marine- budaets für 19 13, welches rund 461 Millionen beträgt und um 38 Millionen das des Jahres 1912 übersteigt, weist der „Temps" darauf hin, daß hierzu noch ein Nachtragskredit von 54 Millionen komme, welche für die Turchführung des neuen Flottenprogramms bestimmt sind und die von der Marineverwaltung als Ausgaben außerhalb des Budgets verzeichnet werden. Temzufolge weist das Marine- bubget für 1913 gegenüber bcm des laufenden Jahres eine Vermehrung von rund 92 Millionen auf. Ter französische Kriegsmininer Millerand sprach einem Berichterstatter gegenüber feine lebhafte Besriedigung über die Eindrücke aus, welche er wahrend seiner B e s i ch t i g u n g S r e i s e gewonnen habe. Alle Truppenteile an der Ostgrenze leien des ihnen anvertrauten Ehrenpostens würdig. Die Grenze sei gut bewacht. Er werde auch dasür sorgen, daß diesen Soldaten, welche einen so harten Tienft zu versehen haben, besondere Belohnungen zuteil werden. Aus L a r a s ch wird gerüchtweise gemeldet, daß die erwarteten spanischen Verstärkungen an 4000 Mann betragen werden. Sie sollen die von Frankreich bestrittene Zone und das Uergatal besetzen. Tie „LibertS" bemerkt hierzu: Etne solche Matznahme der spanischen Regierung würde, salls sie sich beftätigt, eine „unzulässige Herausforderung gegen Frankreich" bllden und eine sofortige Unterbrechung der französisch- spanischen Marokkoverhandlungen zur Folge haben können. - .crCiJC UttS Ter Fall Traub. Tie „Dortmunder Zeitung" schreibt: Pfarrer Traub" har beim evangelischen Oberkirchenrat Berufung gegen das Breslauer Urteil eingelegt.__________________________________ Lin Umzug amerifanifdier Zraucnftimmrechtlerinnen. Neuyork, 6. Mai. 100000 Vertreterinnen des Frauenstimmrechts mit vielen männlichen Anhängern veranstalteten gestern nachmittag einen Umzug in der 0. Avenue, Der großes Aufsehen erregte Besonders lustig machten sich die Zuschauer, Die nach Tausenden zählten, über eine Abordnung chinesischer Frauen, Die in einem offenen Wagen fuhren, mit Der Flagge der neuen Republik China. Später fanden M a s s e n- verfarnrnlungen statt. Au» Stadt und Land. legen, 6. Mai 1912. *♦ Auf eine 25jährige Tätigkeit als akademischer Lehrer kann am 7. Mai Der Vertreter Der Geographie an der hiesigen Universität Tr. Wilhelm Sievers zurückblicken. Sievers (geb. 1860 zu Hamburg) habilitterte sich am 7. Mai 1887 zu Würzburg für Geographie. Zwei Jahre später wurde er nach Gießen berufen, 1891 zum a. 0. Professor und Direktor des geographischen UniversitätSinstituts daselbst und 1903 zum Ordinarius ernannt "Ein Gießener als berliner Stadtkämmerer. Ter neue Stadtkäminerer von Berlin, Gustav Büß, ist 1873 in Gießen geboren und gehörte längere Zeit der hessischen Finanzverwaltung an. Em Jahr war er im Finanzministerium in Darmstadt, zwei Jahre im Finanzamt in Mainz, wo er die Staats- und Gemeindesteuer behandelte. Tann trat er in den Dienst Der Eisenbahndirektlon Berlin; seit zwei Jahren ist er Stadtrat in Schöneberg. Er gilt als Fachmann un Eisenbahnwesen. ** Die erfte Hebung der Jugendwehr sand am Samstag nachmittag statt. Zunächst meldeten sich noch etwa 20 Jungen, Die Den vier versammelten Gruppen zu- geteilt wurDen. SoDann rourDen Die Gruppen kurze Zeit Durch vier Unteroffiziere Des hiesigen Reguuents, Die freiwillig ihre Dienste zur Verfügung gestellt hatten, im Manch in der Gruppenkolonne, im Ab- und Einschwenken mit Gruppen unterrichtet. Hiernach teilte Der Uebungsletter einige Bestimmungen mit und gab Dann Die Kriegslage zu Dem nun folgenden Kriegs spiel bekannt: „Tie rote Partei hat an ihrer Etappenlinie (Straße Gießen-Reis- ttrchen) von Der Wiese nördlich Des Hohen Warte-Berges ab auf 2 Kim. nach Osten hin Die Telegrapyenleitung zu bewachen gegen eine Freftcharbande, welche sich im WalDe nördlich Alten-Busecks gesammelt hat, um Die Telegrapyen- leitung zu unterbrechen." Führer waren Pros. Fuchs und Rechtsanfvalt Kaufmann. Ter Verteidiger wurde etiva doppelt so stark gemacht wie Der Angreiser, um je De Telegraphenstange Durch einen Jungen besetzen, Späher ent- jcnDen unD eine Reserve auSscheiDen zu können. Tie Telegraphenlinie gilt als unterbrochen, wenn es Dem Angreiser gelingt, um eine Stange durch einen Jungen Drei Schnüre zu schlingen. Tie VerteiDiger können Den Angreifer Durch einen Schlag außer Gefecht setzen, sind aber Die Verteidiger in Der Minderheit, so müssen sie zurück, bis Verstärkung cm- trifft. Ter springende Punkt für den Verteidiger ist also Der, unter feinen Leuten in sortwährenDer Verbindung zu bleiben, um sich jederzeit unterstützen lassen zu können, wenn ein Angriff an irgendeinem Punkte droht. Um Den Gegner zu täuschen, hakte Blau je eine stärkere Patrouille ( gegen Die Flügel Der feinDlichen Linie entsandt, war durch Den Wald sehr geschickt Dorgegangen, unD es gelang an einer Stelle, wo Der WalD Dient an Die Straße stößt, Die Telegraphenlinie zu unterbrechen, ehe die rote Reserve zur Stelle war. In Der nun folgenden Kritik stellte Der LeitenDe fest, Daß es Den blauen Patrouillen mit Leichtigkeit gelang, auszutunDschasten, wo sich Die rote Reserve befand, Da Die zu Dieser gehörigen Jungen Den ihnen vom Führer angewiesenen gedeckten Platz selbständig verließen und sich auch nicht der notwendigen Ruhe befleißigten. Auch hatte eine rote stehende Patrouttle ohne Auftrag ihren an Dem späteren Anmarschwege Der Blauen gelegenen Platz verlassen, so daß sie nicht in Der Lage war, Die Blauen zu entdecken. Dagegen konnte Der Leitende das Verhallen einer fünf Mann starken Patrouttle loben, von denen sich beim plötzlichen Zusammentreffen mit einer überlegenen blauen Patrouille zwei Jungen in einen Graben warfen, während Die anDeren fortliefen, um Die Aufmerksamkeit Der feinDlichen Patrouille von Den beiden anderen abzulenken. Ter Plan gelang und Die MelDung vom ersten Auftauchen Des Gegners lief richtig beim Führer von Rot ein. Ter LeitenDe stellte fest. Daß Rot seinen Mißerfolg hauptsächlich Dem Mangel an Gehorsam Den Befehlen Der Führer gegenüber zu verbauten habe. 9hxr bei Gehorsam unD Lautlosigkeit ist bei Diesen Spielen auf Erfolg zu rechnen. Darauf rückten Die vier Gruppen unter fröhlichem Gesang nach Hause ab, lebhaft bedauernd, daß die nächste Hebung erst in 14 Tagen und nicht bereits am nächsten Sonntag stattfinden soll. Am Sonntag, 5. Mai wurde Die Anmeldung von noch 40 aus Der Schule entlassenen jungen Leuten entgegengenommen, so Daß Gießens Jugendwehr nunmehr 350 Jungen zählt. An Führern verfügt sie leider nur über 12 Herren, eine Zahl, die in Anbetracht der Stärke Der Gruppen entschieDen zu gering ist, um ein sicheres Ge- lingen Der Hebungen unD hinreichende Aussicht zu gewähr- leinen. Anmeldungen zur Mitwirkung als Führer würden Dem Uebungsleiler Daher sehr willkommen sein. Gruppe ö unD 6 spielten an Diesem Tage dieselbe Kriegslage Durch wie am Tage vorher Die Gruppen 1—1 unD es wurden hierbei dieselben Erfahrungen gefammelL Führer ivaren Referendar Locher und Lehrer Ltterbein. *• Die .Viktoria Luise* überfuhr gestern aus ihrer Fahrt nach Moe «r > ivcnnal Gießen. Auf Der Hinfohtt passierte ste urz nach 9 Uhr, während die Rückfahrt ste 1. .. ... , ugr noch einmal hierher brachte. Jede echte OsramLampe muss die Inschrift „OSRAM* tragen, — Überall erhältlich, Auer Gesellschaft Berlin O. 17 (Osram -- Drahtlamp en Unzerbrechlich Kr . , 7 ^ad-Nauhei! :ni 3640 Kurgäste ^."och LM onroefen. •' -,ai 1912 28710 Qb| , Tlarkenvu W Kkkloi * [, i. ""li ■ li- ; hervor, do I ^477 Än9eroinn btt> I **t%*ä. I ‘NT? 3 ""'ter I Min Ä “1 ä « htt Ä '“i r’.-fenj, '"yi'ilun , un?,!’“*«; w WW - ? 4-QnTi | > ^^'lgliedr^^l, I 4-öuibQ Sibert ^v'^hlceic ; ÄeLild ^^ \ >^3 üb-' 6111 ,aur, unb \ ‘ ’:r ;‘5 9iabi>»".' ■ ijal jvn vert - [ 'wnn genau d einen * h 1 5il6irne H-- H-intt w'd S-° .. Uibitfal)»”'. .It üanitSgrfflit, - - wtm, »ie M 6ful‘1,0 ■ntS-°u iln-ch m " Geiverblime^ XmHmchl über die MU .^eibeoerelns W Jein binei Klage darüber le’ir Arbeiten nach auswai ■ulljin llnlernehmern. m ^"Mnenb gewesen >ei. Lar — Wieseck, ö. ! 10 ^ahre alte Lohn d< ),r Lcheuer des Wirtes 0 daß er sofort tot wa X Büdingen, 5. Urojrft der Erbauung ei iach Hanau nunmehr om preußischen Limister m<5 zins- und tilgungS mLiellnlernehmersirma, .Betrieb in Frankfuck Üticn-Tesellschask, in A Lorlehen, welches mit b 1 der höhe eines Lritti -eranschlaglen Anlagekost «qen. Diese Anlagekosb IM MA. oelanschla; 2rüagrn wird. EmTarl Äeziürverband des Regr rl 0 Meiches, 6. .kitung wird unserer >en kchürsungen noch vorden. nebst umfang nbaut und diese der Mstuaroerwalrung i^aufapitalv mietweise überlassen bat, wird nunmehr au* in aller Von Verzagen Sie Kovfschm., Tilsiter Fettkäse Netto 0 «fö. ä Mk. Elisabeth mann» Werüentec „BeWe" Die Mai berichtet, hat das von Büdingen angenommen, da 2 46U 000 Mark pcranid'lagt, Ucbnngs Tcpotgcbäubc treten nicht, versuch.Lieb- Stblaflof., Ausreg. H. Sievern :: Kalthof bei 5rönigsberg (CfttrceuR.; Verbau fs- ■tellen durch die*e* Plakat kenntlich. Fabrikant. Auffunt Jacobi. Darmntadt. rv Homburg v. d. H., 6. Rtai. (Prio.-Tel.) Kaiserin wird, wie nun endgültig feststeht, am 11. zu längerem Aufenthalt hier eintreffen. ichcn Tcnoigcbiiuben gen Verzinsung des Schönctnann, eine schlichte dem Andenken Litis und-Goethes gewidmete Tafel enthüllt An der Feier nahmen auch drei Urenkel von Lili teil, nämlich .Baron .Wilhelm r Jugendwehr sand Mcht meldeten sich L ^sammelten Gruppen iu- bie puppen kurze Zeil gen Regiments, die nei. lng gestellt hatten, im und Einschwentcn' •) teilte der lledungsleiter ) dann die Kriegslage zu iel bekannt: „Tie rote le (Straße Gießen-Reu- ’ Hohen Warte-Berges ab Äegraphenleitung zu bc- e, welche sich im Waide hat, um die Telegraphen. ' waren Prof. Kuchs und cteiöi^cr wurde ellva dop« lngrerfer, um jede Tele- en besetzen, Späher enteil zu können. Tie Tele- , wenn es dem Angreifer en Jungen drei Schnüre nen ben Angreifer durch iinö aber bie Verteidiger :üd, bis Verstärkung ein« «Herb. Beron.» Back 50 Pf. u. 1. ML Adler-Drogerie, Sellersw.Äl,Otto Schaaf. X £> a n au, 5. Mai. x)ia Kostenaufwands von über 4 8 das Eisenbahnrcgimcnt Nr. 3 Amulcher wenrroeriiyl. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen lür TienStag, den 7. Mai 1912: Heiter, trauen warm; (heute strichweise Gewitter). Handel. ***■ Vierprozentige Barmer Stadt-Anleihe von 1912. Tie Tarmstädter Bank hier legt eine neue Anleihe in Höhe von 18 Millionen Mark zum Kurse von 98 bis 90 Prozen» zur Zeichnung. (S. Bekanntmachung im heutigen Inseratenteil > vom preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten die Hergabe eines zinö- und tilgungSpflichtigen hypothekarischen Tarlehens an-die Unternehmersicma, die Akttcngcsellschast füc Babnbau und -Betrieb in Frankfurt a. 9)L, bezw. an die zu bildende Akticn-Gesellschask, in Aussicht gestellt worden ist. Dieses Darlehen, welches mit l’/4 Prozent zu verzinsen ist, wird sich in der Höhe emes Drittels dec für den preußischen Anteil veranschlagten Anlagesosten ohne Gelandcerwerbskoften bc- wegen. Diese Ankagekosten für den preußischen Teil sind auf 1185 000 Mk. veranschlagt, so daß das Darlehen 395 000 Mk. betragen wird. Ein Darlehen in gleicher Höhe wird auch vom Bezirksverband des Regierungsbezirks Kassel zu leisten sein. Kreis Schotten. O Meiches, 6. Mai. Ter Segen einer Wasserleitung wird unserer Gemeinde bald zuteil werden. 3)iit den Schürfungen nach einer Quelle ist bereits begonnen worden. X Büdingen, 5. Mai. Wie schon Projekt der Erbauung einer Kleinbahn nach Hanau nunmehr greifbare Gestalt Kein Gichtiker versäume eine bltnUehe Trinkkur mit („•/. AMmannehMneer natürlichem Glchtwa*flcr. natürliche Füllonr. mit natürlicher Kohlenelure ir,--.. „ Broschüre mit Hell berichten und Ant-Gutachten ireL Irunneaverwaltung Gichtbad Aiimannshauaen am Rhein. Dtpot/ar Jean Welael, Telephon 835. burtshause von Goethes ■ h. Frankfurt a. M., 4. Mai. Unter Führung Provinzialdirekror Geheimevat Tr. Usin g e r-Gießen trafen heute mütag zahlreiche Mitglieder des o b e r h es s i- scheli Provinzialausschusses hier ein, um, einer bei der Einweihung des Inheidener Wasserwerks erfolgten Einladung folgend, die hiesigen städtischen Wasserwerke zu besichtigen. Rach einem kurzen Empfang der Gäste am Bal)nho,e durch Oberbürgermeister Ab ick es, die betreffenden Ressort-Sladträte und zahlreiche Stadt- )cm die Stadt .vannu mit einem llionen Mark eine fiaferne füi Letzte Uacbricbtcn. Berlin, 6. Mai. (Privat-Telegramm.) In der Bellevir. straße, Ecke Quarallee, versagte dem Cbausfeur eines Kraft» w a g e n^s plötzlich die Steuerung. Tas Automobil raste mit seiner ganzen Schnelligkeit auf den Reitweg an der linken Straßenseite und dann gegen einen Baum. Ter Chauffeur wurde vom Bock gerissen und flog in hohem Bogen gegen einen Baum. Mit zerschmettertem Schädel brachte man ihn in die Charite, wo jedoch nur noch der Tod festgestcllt werden konnte. Ter im Wagen befindliche Fahrgast rettete sich durch Abspringen. Paris, 6. Mai. Aus Fez wird gemeldet, daß eine Ab teilung von drei Bataillonen, drei Schwadronen und zwei Bal terien, die ursprünglich für die Begleitung Muley Hasids und Regnaults nach Rabat bestimmt war, ausgeschickl wurde, um eine 10 Meilen westlich von Fez sammelnde Truppe nabtci lung zu vertreiben. Ta man am 5. Mai abends aus jener Richtung Kanonendonner vernahm, nimmt man an, daß es bereits zum Kampf gekommen ist. London, 6. Mai. Tie deutschen Gesangvereine Londons veranstalten am 17. Mai in der Guildhalle ein Konzert zum Besten der Hinterbliebenen der Opfer der Titanic Katastrophe. Stockholm, 5. Mai. Die olympischen Spiele, di bis zum 12. Mai dauern werden, begannen heute mit T.nni spielen, an denen Dänen, Engländer, Franzosen, Australier, Schweden und Böhmen beteiligt sind. nädftcr Zeit der Bau der Kaserne für ein weiteres Eisenlmhn regtnient iiiJJlngriff genommen werden. Tie Baukosten sind au> wozu rod) 300 000 Mark für Tie neue Kaserne soll dis zum verordnete, begab man sich in langem Automobilzuge zunächst nach den In,i.trationsanlagen und Pumpstationen im Sradtwalde, dann wurde dem Ofthafen mit seinen mächtigen Werten ein turzer Besuch abgeftattet. Lchließ- lich ginge nach dem für die oberhessischen Herren interessantesten Punkte, dem „Reservoir für das oberhessische Wasser am Heiligenstock" Hier am höchsten Punkte des Weichbildes der Staol strömt' das Wasser der Bogelsberg- quellcn zusammen, wird gemessen und dann unter natürlichem hohen Truck den großen Stadtleitungen zugeteilt. Befriedigt von der Besichtigung, deren technische Erläuterungen die städtischen Bauräte Scheelhaase und Sattler und Stab trat Franze übernommen hatten, kehrte man in die Stadl zurück und folgte einer Einladung der Stadt zu einem Essen im „Römer", an dem etwa 100 Herren tourt ahmen. Ten Reigen der Trinksprüche eröffnete eine Ansprache des Oberbürgermeisters A d i ck e s. Er wies auf die engen Beziehungen der schönen hessischen Provinz und der Mainstadt hin, indem er besonders heroorhob, was letztere dem Lande Lberhessen zu danken hat. Sein Hoch galt der Provinz Oberhessen. Provinzialdirektor Dr. U sing er dankte und widmete der gastfreien Stadt und ihrer mustergültigen Berwoltung sein Glas « roße Heiter teit erregte der in gebundener Form gehaltene Toast von Baurat Scheelhase über das Thema „Frankfurt auf der Wasfersuche". Zum Schluß sprach Stadtrat Franze allen Mitarbeitern vom Bogelsberge und vom Main den Tank der Stadt aus. — Heute mittag wurde an dem Ge- tyuie. ib. reibt- ÄÄ: Wt ”1 bet SraUeMi pätet * 1912. ffiaiVer »A15 a,1‘ i Niitit $ tlr£l*r I .geb. 1880 ^c(n' i« ®*bur6^bS ' 1903 »w; I 6um ^tbinanu. ] •' ®ullao «üb, i|-t la-',' I T*?»« | * | "b'ndesleuer behandelte. | ^enbQDnöuedion ®edln. | ^oneb“0‘ & Qllt a* I wandern und Reifen, Bäder und Sommerfrischen. = Bad-Nauheim, 5. Mai. Ter Mai ist gekommen und trotz des Regimentes der „strengen Herren" mit Nordwind und fallen Nächten ist mit ihm eine ganze Zahl von Kurgästen eingtzogeu, die Bäder, Park und Terrasse beleben. So betrug am 2. Mai die Gesamtfrequenz bereits 3 6 4 0 Peri o nen und Bäder wurden bis zu diesem Tage bereits 28 910 abgegeben. Tie Nachmittagskonzerte auf der Terrasse erfreuen ich eines ausgezeichneten Besuches und im Konzenbause ernten die Solisten der W i n d c r st e i n - K a p c l l e durch den Bortrag von Elitenummern allabendlich dankbaren Beifall. Auch die br.i malische Muse hielt bereits mit Hof rat Behrend, dem Leiter des Mainzer StadUheaters, mit Euock Arden ihren Eiwzug Bon künstlerischen Tarbietungen der nächsten Zeit ist ein Festkonzert mit Terrassenbeleuchtung zur Feier des Geburtstages des Kronprinzen am 6. d. MtS. zu erwähnen, ein akademischer Tanzabend der Damen Stolze und King, sowie am 11. Mai ein Konzert zum Besten des Rolcn Kreuzes unter Mitwirkung der bekannten Konzertsängerin Till« K oenen. Wie ein belebender und verklärender Sonnensckrcin erfüllt aber das Kurleben jetzt im Mai die Anwesenheit der Kaiserin. Tie natürliche, schlichte und ungezwungene Leutseligkeit, mit der sie überall auftritt, hat ihr die Herzen der Kurgäste und Einheimisckwn schnell erobert. Tie Äür bekommt ihr sichtlich gut, wie das kraftvolle, elastische Auftreten bei ihren zahlreichen Spaziergängen in Park und weiterer Umgebung deutlich erkennen läßt. Oktober 1913 sertiggestellt sein, da zu dieser Zeit die Verlegung des Eisenbahnregiments Nr. 2 von Berlin nach Hanau erfolgen wird. Nachdem sich die Herlegung eines zioeitrn Eisenbahn regiments nad> Hanau vollzogen hat, wird hier ein Eisend ibn Brigadestab gebildet werden Tie neue Kaserne wird sich dictu au die Kaserne des 3. Eisenbahnregiments reiben. Gegenue i liegt die Kaserne des thüringischen Ulanenregiments Nr. 6, io dis- drei große Kasernen, die für sich ein gewaltiges Häusermeer bilden, an einem Straßenzuge sich befinden. Kreis Friedberg. = Bad-Nauheim, 3. Mai. Bis zum 2. Mai 1912 sind 36 40 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 2405 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 2. Mm 1912 28 710 abgegeben. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 5. Mai. Der Verband der Erwerbs- u n d W i r t s ch a s t s g e n o s s e n s ch a s t e n von Starkenburg und Oberhessen hielt heute seinen Berbandstag in Pfungstadt ab. Ten G.mastsbericht er,.auetc Bervands Dircftor Stein Aus den im Druck vorliegenden Rechnungs abschlüsien geht hervor, daß die Vereine gut gearbeitet haben. Tcr Geiamtreingewimi beträgt nach Abzug aller Abschreibungen 305 477 Mark gegen 295 185 Mark im Vorjahr. Ucber die Befriedigung des Kreditbedürsnisscs des Mittelstandes unter besonderer Berücksichtigung der Hausbesitzer hielt Abg. Tr. Dian n einen Vortrag, in dem er besonders auch die Frage der 2. Hypo- cheken eingehend behandelte. Er erwartet, daß Die Fachleute sich )cr wichtigen Frage weiter annehmen, da er selbst geeignete Vorschläge nicht machen könne. In der sich anschließenden leb- Ijaftcn Aussprache forderte Prof. Tr. (S rüg er unter Mithilfe Der Regierung Klarstellung über die Abgrenzung usw. der 2. Hypotheken. Lebhaften Beifall fand auch der Vortrag von Prof. Tr. Crüaer über die Reichsoersicherungsordnung Jnb ihr Verhältnis zu den Fürsorgelanen. Er empfiehlt in (inen Ausführungen bie Versicherung auch der Vorstandsniilglieder auf Kosten der Vereine und die Beibehaltung der jetzt belieben» Den Kassen als Zuichußkassen, da sie jetzt schon mehr bieten •bie die staatlichen Kassen, deren Beiträge voraussichtlich roch erhöht werden würden. In der Aussprache machte Regierungs- rot Gras einige Mitteilungen der hessischen Organisation der Reichsversichernng. Tann wurden der bisherige Verbandsdirekwr Stein und sein Stellvertreter Habicht wiedergewählt. Es folgte Die Wahl Der AbgeorDneten zum Deutschen Genossenschaf tstag in München nnD zum Mittelrh. Berbandstag und schließlich wurde zum Ort deS nächsten Verbandstages Rüsselsheim bestimmt. — Ter Verband mittlerer Verwaltungsbeamter Dc5 Großherzogtums Hessen hielt heute unter dem Vorsitz von Schnei der-Heppenheim feine 10. Hauptversammlung ab, die aus allen Landesleilen gut besucht war. Nach einem Kommers am Samstag begann heute die Verhandlung mit einem Vortrag des Bürgermeistersekretärs W a g n e r-Mainz über bie Deutsche Arbeilerversicherung. Es folgte der Bericht des Vor- tgenben über die Tätigkeit im abgelaufenen Jahre und eine Aussprache über die Lage des Standes. Tann wurde dem Rechner Entlastuiig für 1911 erteilt. Als Ort der nächsten Haupt- nkrfammlung wurde Gießen gewählt. F. C. Bensheim, 5. Mai. Im „Teutschen Hause" hielt teure der Bezirksverein „Beide Hessen und Nassau' D>3 „T eutsche n Fleischer-Verbände =>" unter Vorsitz des Obermeisters Lantz- Tarmstabt seinen 26. Bezirkstag ab. Ser Jahresbericht besagt. Daß Der Bezirksverein 53 Innungen mit 2639 MüglieDent unD 92 Einzelmeister zählt. Im abgelau- 'enen Geschästsiahr konnten Die Fleischer-Innungen Gießen unD Wiesbaden aus ihr 25 jähriges Bestehen zurückblicken. Heber die St eif djt euer nng und ihre wahren Ursachen sprach Ober- Aieistcr Schwarz- Fulda. Er wies entschieden den Vorwurs Bei beiden Fahrten genossen Tausende von Zuschauern das hübsche Bild und zahlreiche Postkartengrüße, namentlich solche Des hiesigen LuftfahreroereinS, flatterten von dem stolzen Luftschiff zur Erde nieder. •• Bortrag über bas Radium. Wie man unS chreibt, hält Tr. Hugo Schwerbtner aus Wien im hiesigen Verein für Natur- und Heilkunde am 15. Mai einen Vor- . rag über das Radium, der durch Experimente und Lichtbilder veranschaulicht wird. Eine sehr interessante Enthüllungsvor- teilung aus der Taschenspielerei und dem Spiritismus ver- anstaltete der hier noch in gutem Andenken stehende Antispiritisl Stuart Lanconns gestern abend in Steins Garten. Ter ironc Saal war gut besetzt und die Anwesenden folgten mit leb- ail.m Interesse den verblüffenden Vorführungen und Zauber- .unststücken, die Stuart Lancourts mit erstaunlicher Sicherheit ausführt und dann genau erklärt. So zeigte er einen Apport, -liueibgeister, einen rnvsteriösen Koffer, die Turchdringlichkcit der .torper u. a. m., womit er außerordentlichen Beifall fand. Ten ■Junten Teil Der Vorführungen leitete Stuart Lancourts mit einem naiurwissenschaftlichen Vortrag ein, indem er die Frage erörterte. Ob es in Der Natur Uebernatürlickrcs geben könne. Mit gründlicher Sachkenntnis besprach fr die Naturkräste und kam zu dem iur gebildete Menschen eigentlich selbstverständlichen Schluß, daß ilrbr‘rnaiürIidic-5 in Der Natur völlig ausgeschlvsien sei. Ta der ebner mit einer Häufung von Fremdwörtern umging, die Dem unsachen Mann unvcrstänDlich finD, fanD Der Vortrag allerDings mdit Den Erfolg, Der ihm zu wünschen gewesen wäre. Im Anschluß Daran führte Stuart Lancourts eine Reihe von ganz ptrblüiienDcn Entfcsselunaskunslstücken vor. Deren Erklärung in der morgen abend ftattfinoenben VorstAlung erfolgt. Ter Beifall der Zuschauer bankte Ihm für seine schier unglaubliche Geschicklichkeit. •• Silberne Hochzeit feiern heute Schreinermeisler Seorg Hainer und Frau (Kaplaneigasie). •• Uebersahren. Heute früh wurde auf der Strecke Dießen—Dutenhofen auf der Allendorfer Gemarkung, dicht an Der Landesgrenze, die Leiche einer gut gekleideten Frau gefunden, die sich heute nacht überfahren ließ. Tie Persönlichkeit der Frau ist noch nicht festgestellt. ** Gewerbliches In der Freiiagnummer muß cs in dem Bericht über die M i t g 1 i e d e r v e r f a m m l u n g des Ortsgewerbevereins heißen: In der Aussprache rouroc allgemein bitter Klage darüber geführt, daß von der Stadt in letzter Zeit Arbeiten nach auswärts vergeben worden seien, trotzdem die Differenz in den Angeboten zwischen den auswärtigen und den tiengen Unternehmern im Verhältnis zu der Bausummc nur unbedeutend gewesen sei. Landkreis Gietzen. Wieseck, 5. Mai. Heute früh fiel der etwa 10 Jahre alte Sohn deö Arbeiters Justus Rohrbach von der Scheuer des Wirtes Erb herab und brach daS Genick, so daß er sofort tot war. Kreis Büdingen. v. Tiirckstcun-Badcii-Baben, Freiherr R- v. Turckheim-Trut- tcnhcrusen und Freiherr H. v Türckheim aus Karlsruhe. ! urud, ban das plemyergewerbe an der Teuerung Schuld sei. Anzustreben sei eine ausreichende Deffnung der Grenzen hlr Zuchi- und Schtachlvieh, BZeitigung der Hänen bei den Quarantänen und deren Kosten, Herabsetzung der Zölle und Degiatt der Futter zolle, Bekämpfung der Seuchen, aber nrckl durch rigorose Maßnahmen, Aeiiderung des Gesetzes, wodurch die Schlachkböfc ju einer erheblichen Einnahme der Llädte werden, schließlich bei Domänen- vcrpachtungcn die Vorschrift auf Produktion von Mastvieh. Eine in diesem Sinne gehalteiie Eiitschlicßung fand Annahme. Ge werberat Falk- Mainz besprach herauf „das Gesellenwesen im Flcischergfiverbe". Ausgehend van dem Inkrafttreten des } 120 f der Gewerbeordnung am 1. April, der nunmehr auch )ie Landeszentralbehörde ober zustönbigc Polizeibehörbe ermächtigt, Tauer, Beginn unb Ende der Arbeitszeit und Pausen zu regeln und zwar nicht nur in einzelnen Bezirken, sondern sogar in einzelnen Betrieben, behandelte der Redner das Gesellenwesen. Pflicht eines jeben Fleischers müsse eS sein, mitzuhelfen, dar» diesem Paragraphen praktische Bedeutung gegeben werde, lieber die Bestimmungen des ViehsenchengcsetzeS, das am 1. Mai in Kraft getreten, sprach der Syndikus deS Teutschen Fleischcr-VerbanDts, Zcrwes-Frankfurt a. M. lieber die Erweiterung der Haupt- rnangellistc erstattete Obermeister Stahl-Limburg einen Bericht, während Obermeister Mattern-Wiesbaden über bie Einfuhr von Gefrierfleisch unb von Lebern unb Zungen sprach. Tas Rabattmarkenwesen unb der Verkauf an Konsumvereine behandelte der Vorsitzende, Dann berichtete er über Die Führung Des Familien namens mit Vorname bei Minderkaufleuten. Tie Mängel des Sudmiisionswesens führte der Obermeister der Gießener Fleü'cher-Innuna. Sack-Gießen, den Versammelten vor Augen. Ucber bie Best, crung bet Fleischer hielt Stbils-Mainz einen Vortrag. Nur bie ordnungsmagige Buchführung, barin gipfelten Die Ausführungen bes Rebners, könne vor Uebenteuerzahlung schützen, lieber bie Organisation Des Fleischergewerdes ließ sich Obermeister Golbschmibt-Worms aus, währenb bie Ausbehnung Der e'seni'ckw.tlichen Verwettung per VorsitzenDe Des Bczirksvereins n-Pfalz, Koch-Mannheim zeigte. Ter Kassenbericht zeigt in Einnahmen 5126 Mark, in Ausgaben 4200 Mark. Tie fatzungs- gemäß ausscheibenben Vorstanbsmitglieder: Sack-Gießen, Schwarz-Fulda unb Stahl-Limburg würben hierauf wieber- unö Golbschmibt-Worms für ben verstorbenen Obermeister Weidmann Wiesbaden auf 2 Jahre neugewählt. Gewerberat Falk Mainz behandelte zum Schluß die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. w. Mainz, 4. Mai. In einem hiesigen Hotel hat ein gestern nachmittag von auswärts zugereister französischer Student durch einen Revoloerschuß seinem Leben ein Ende gemacht. Kreis Wetzlar. Q Krofdorf, 4. Mat. Dem Vernehmen nach werden die Jnleressenlen onS den Kreisen Marburg und Kirchhain am Dienstag, den 7. Mai, hierher kommen, um die von dem städtischen ElektrizitätSweik Gießen auSgeführten Anlagen unserer elektrischen Beleuchtung zu besichtigen. Hesjeli-Nasjau. Jl Marburg, 5. Mai. Boni prachlvollsten Wetter begünstigt, stattete heute das Luftschiff „Viltoria Luise" unserer Stadt einen Besuch ab., Schon von den frühen Morgemtunben an ergoß sich ein Menschenstrom in bie Stadt, wie man ihn hier vielleicht noch nicht gesehen Hal. Tie Marburger Kreisbahn hatte eine Anzahl Sonderzüge eingelegt und die Zuge derMain-Weierbahn, der Marburg—Warburger, der Marburg-^reuzthaler, sowie der Marburg—Herborner Bahn waren überfüllt. Alle Trachten Hessens waren vertreten. Schon um 9 Uhr ivaren bie Höhen um Marburg, besonbers bie Abhänge ber Berge rechts und linls des Lalmials nördlich der Slaol von Tausenden besetzt. Ter Landungsplatz in Den sog. Afföllerwiesen, wo »ich ebenso wie an ber Kasseler Landstraße eine geroalnge Menschenmenge bewegte, war von Mannschaiten bes IägerbataillonS, ber Freiwilligen Feuerwehr unb Eisenbahnern abgespern. berittene Genbarmen unD ein Teil Der gleichfalls beritten gemachten Marburger Polizei sorgten für Ausreo terhaltung Der CrDnung und an sechs Plätzen standen Abteilungen der Marburger Sanitalslolonne für etwaige Unfälle tu Bereirichafi. Schon gegen '210 Uhr oerlünbeten Bollrrschüsse, daß das Luftschiff, das um 81/! Uhr Franksurt verlassen hatte, sich der Ltadt nähere. Gleich baraui bog es auch sckwn int Süden der Stadt um die Hohen des '.Utarburger Stadtwaldes und nahm in schnellem Fluge birefr am Lanbgraienschloß vorbei über bie Stadt Die Richtung nach Dem LanDungsplatze, wo es von Den sröhlichen Klängen Der Marburger Jägerlapelle unb bem nia-t cnbenroollenDen Jubel ber Menge bcgilißt würbe. Tas^ Luftschiff mackste bann zunächst noch eine Rundfahrt über die Stadt, um nachher erst zu landen, was unter den Hurrarufen der Zuschauer und Böllerschüssen glatt gelang. Als erster entstieg dem Lust- l'chisf der Führer Tr. Eckener, Der vom Vorsitzeirden des Vereins lür Luftsahrt, Prof. Richards, sowie vom Oberbürgermeister Troje begrüßt wurde. Nach einem Hoch auf Zeppelin spielte die Musik Die Nationalhymne und bann schlossen sich weitere Ansprachen an, während Die nötigen Passagiere Das Luftschiff verließen. WährenD dieser Zeil überflog auch ein Freiballon, aus nordwestlicher Richtung kommend, die Stadt. Tie Abfahrt des Luftschiffes nach ein» stündigem Ausenllxstt vollzog sich ebenso glait unb imposant. Tann fluteten bie Memchenmasien in bie Stabt zurück. den Betteidiger ist alfo ihrender Verbindung zu Ätzen lassen zu können. Punlke droht. Um ben || ■ eine stärkere Patrouille zinke entsandt, war durch tqen, und es gelang an an die Straße stößt, bie t ehe die rote Reserve lqenden Kritik , stellte der Patrouillen mit Leichng' vo sich die rote n Jungen den ihnen vom ziatz selbständig verliegen ,e ohne A!N°S : «lauen flele9“™M£ ™ (btflp war, die Blauen er ÄMd° W E । •ftS« I nen IMIE | e Mmterk^amkeu [ S Meldung vom e«fw . d'm Mrer von So. W S'«“W I nicht ' Sonntag' ö' - - enen jungt’" : rsKre .SL-r; Welt, , >etn. , aenern L ' “b"f e« i’"1' toch Curtfdiifrabrt. Nizza, 4. Mai. Ter Flieger Graf Robillard Gesnat ist heute abgestürzt. Et wat sofort i o t. vermischter. * Mord unb Morbver suche. Aus Mailand wirb gemelbet: Auf bem Tomplatze ermorbctc ein Unbcfanntcr nachmittags ben Priester Ton bella Balle unb verwundete durch Revolverschüsse zwei Frauen sowie einen holländischen Reisenden Albert Bringht. Ter Mörder, der auf dem Skalaplatzc verhaftet wurde, erklärte, er sei seit drei Monaten arbeitslos und Istibe Frau und vier Kinder. Es freue ihn lehr, einen Priester getötet zu haben. Eine vorläufige ärztliche Untersuchung ergab, daß es sich nicht um einen Wahnsinnigen handelt. * Freundes rat. Kalkulator vabcrecht (ber eine häßliche, zänkische Frau hat): „Als ich neulich von ber „schweren" Sitzung im „Stern" nach Hause kam, brohte mir meine Alte, sie würbe vierzehn Tage lang kein Wort mehr mit mir sprechen. — Zehn Tage sind nun bereits um, und sie hat noch teilte Silbe gesagt — was soll ich nur tun?" — Kalkulator Schlaumeier: „Am vierzehittm Tage kaufst du dir wieder einen Affen!" Kieme Lageschroml. Ter Finanzausschuß der bayerischen Kammer ber Abgeork neteit hat für bie vorläufigen Umbauten am Münchener Hauvtbahnhof fünf Millionen Mark bewilligt. Tie Witwe bes Tichters Oskar v. Rebwitz ist im Allee von 79 Jahren in München gestorben. Sie überlebte ihren Gatten um elf Jahre. Ter Borsenverein T e u t s ch e r B u ch h ä n b l e r hat beschloß sen, einen Erweiterungsbau bes Teutschen Buchhändlerhauses aus' führen zu lassen. JC Betriebsrücklage 0153.91 An Forderungen 4584.96 Hypotheken 9500.— Gewinn a.1911 10196.50 47506.02 47506.0: Pf. Während 1911 gingen ab Daher Stand der Mitglieder Ende 1911 . . Pf. Die Rechnung liegt vom 7. Mai bis cinschl Pf. 3336 tewerleKalbschtihe 50 über |D«/S h Schade & Füllgrahe -i Hen" Pünhosßrch 26 Liidisigslraßc 20 Tel. 186 GelegenheitNkiinfe in neuen und 03200 gebrauchten CHREIBMASCHINEN in 1 und 2reibigen Hochfeine Speisen und Getränke. lSe/6] Zum Besuch ladet höfl. ein Joseph Kress. T ouristen-Hemden Ferd. 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Rickersche Universitäts-Buchhandlung. 3311 zMinltrMfi |Ä «* 7-" ?cr Sonipenbe W «rfiiitf aus den lM taftort gehaltenen 7- ki« «*w ‘ mm fe«"“ * 2 inhnqe Tagung aU Len am dem Kongretz ^lunddeilkelvereinkin di, .t;r cm Ärundbeiltzer c jicnie seines ^rundlllilk jer ganzen Lolkswirtlchalt tinhrt mürbe, so, wurde t(- Samilienitnns in) Loden gebunden Ht. äuiipärts zeigenden Jtonj liMiieeniroidelung eint gtüüen neigen, so lange nölten eines Baues tellagenswcrte Erschemur Knuad ien der Grotzlladie ÜduMud-t. Vir müssen al Hebeln steuern. Tazu rc ing des Keinen Mannes z.vhnb stehl als erster die v 3m Namen der 3t ?i t: C i bie Kongreßmitg Liaölen eiurovas, so führ ium Liß eines solchen $ anier dem Problem Gro Öibauungsprobler non, b.uhutage besitze in :r sei gewissermaßen mol Segemeil. )m Zahre 19 timnibeiiees bewegt. Im 1910 2,H? Prozent. Ties Ürunbtefii nicht mobil 1 laiiicteu wollte, so müßt tarnari umsehen, aus wel m do- tScmeinroeien inte bu i«i gestern oder vor 'm die Ltadl, -kicur, t:r 20 )ahre l nd'i das ^Mereise iüt r\: ?'g tu. Tast die güidlid’en B erlauf wüns ,.ol9I- 111 angesichts eine •0 wichtigen Bestandteile! anö Orundbeiiser ist, cir Irodaiier Beifall.) km,?‘3Ji9kn, weitere ! *°mi5 Mitiageisen. SteinsGarten Dienstag, 7. dS. MtS. 8V- Ubr, lfinlaf?7‘/, Uhr unwiderruflich letzte EuMIlöDgs- Wetag dek weltbekannt. Anti MvitikerS und Lviri tisten EutlarvcrS Stnart Lancourt lo.b.Union antifp.Pariäi Hochiutercff^ absolut unbcgreifl. (^rverim. u. deren sofortige (»nt büllttng a. d. LviritiS m»S und der gesamten Dascheusvielerei. Aufdeckung d rafsi uierteit. u. verstedtett. schliche und ttniffe. Von grösster Wichtigkeit lür jedermaiö. ß l^ans kleine Preise: 2rerrf.80P'.. ll.Lperrs. 50 Pf., III. 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