Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. Die neue Aera an den Leipziger Sühnen. können. ie ev» „ Jiinuii -4.cm.iu» uiw „vwuunj , ■----.. Httobonna zeigten den phantasiereichen modernen RegUieur. Nun- I K'hr f r.i r H.'IU' .ClthTtlhiri'f tnr Df tn V O i) IC intt 'Zimt ie. Spionin Isdrama. e Kavalltl. Ausnahme. mtaflen: Vsg., 3. Platz rv t Ediäu)vieler gingen, gastierten L |ind) in Leipzig während De: I läufig Einhalt, r~*v----- ***" »Mch die Widers zwei Beethovenkonzerte spielen. Zählt man die UebersiUle der üblichen Konzerte hinzu, so verheißt das einen großen Leipziger Musikwinter. ks. Der Familienkinematograph. Wohl nur noch ein Jahrzehnt nnro es dauern, bis rede Familie anstelle des herkömmlichen Familienalbums, in dem die Bildnisse all der lieben und teuren Angehörigen für kommende General tonen sorgfältig auibewahrl werden, ein „Kinoarchiv" besitzt. Zn 'Amerika,, dem Lande des Fortschrittes, ist der „Familien-Kientopp" schon längst nichts Unbekanntes mehr. Von der Wiege bis zum Grabe nimmt der Film das Familienleben auf, und dank neuester Errungenschaften besitzen wir ja auch den „sprechenden Kien- topp", der wohl den Gipfel der Realität baritellt. Es gehört drüben schon jetzt zum guten Tone, daß jede Familie ein „Mino* Archiv" beiitzt. Zn der Regel beginnt es ein junges Brautpaar mit der Aufnahme der Trauung und der Hochzeit. Erscheint das erste Baby, so wird selbstverständlich die Taufe kinematographisch aufgenommen. Und so geht es fort! Zedes nur irgendwie bedeutungsvolle Ereignis wird sorgfältig seilgeb alten, und statt durch tue starren, manchmal durchaus unwahrscheinlichen Bilder des Familienalbums lernt man jetzt seine Ahnen und Berwandten in Lebensfrische kennen. Das Dolliranöigite FamUren-Kinoarchiv soll eine Familie Norton in Chicago besitzen, die am 12. Äpnl 1909 gegründet wurde. Besonders großen Aufschwung werden die Fa- miltenktnos wohl infolge Edisons jüngster Erfindung, die vor kurzem auch in Berlin oorgeftchrt wurde, nehmen. Der Taschen- kinematograph wird wohl in nicht allzu langer Zeit für jedermann erschwinglich fein, gerade wie es heute mit dem Pholo- grapbcnapparaie der Fall ist, dessen Anschaffung vor einem Zahr- zchnte ja noch für weitaus den meisten Test Der Sterblichen ein kleines Vermögen erforderte. , Vocbe ahme in J t W>lhel>" ö. Aerzle, die sich selbst operieren. In den letzten Wochen wurden zwei Fälle berichtet, in denen ein amerikanischer und ein französischer Arzt komplizierte chirurgisdx' Eingriffe am eigenen Körper unternahmen und glücklich zu Ende führten. Tiefe Aufsehen erregenden Meldungen erfahren jept eine interessante Beleuchtung und Ergänzung durch Die For- schlingen des bekannten sranzosischen Mediziners Professor Paul Reclus, der als Mitglied Der Akademie für Medizin im Zu famnicnbaiig mit dem Probleme Der Andsthesie Studien über Die ,>Autotomisten" angestellt hat, über Chirurgen, die sich jelblt operieren. „ Einer der interessantesten Fälle ereignete sich im 21pril 1890 tm Krankenhaus BrousDais: er fällt nidn durch die Ldwere des Eingriffs auf, sondern durch die Tatsackjc, daß der ausübende Arzt bet der Operation auf die Benutzung einer Hand angewiesen blieb. Einer der Chirurgen des K ranken Hauses hatte iich bei der Entfernung eines tuberkulösen Knochens verletzt, ein Knochen - splitter ivar ,hm in den Zeigefinger Der rechten Hand angc- Drungen, es kam zur Znfcklwn und alsbald bildete sich am Finger ein großes Geschwür. Ter Arzt zögerte, seiner Heilung den Zeigefinger der rechicn oder gar Die ganze rechte Hand zu opfern, et wollte sich nicht amputieren lassen und beschloß. Den tuberkulösen Krankheitsherd selbst zu entfernen. Znmiuen inner Schüler fand die Operation statt. Der Finger wurde mit Molam lokal betäubt, und mit Der linken Hand suhlte der Ch.rurge das Opcrations- mefier, während er mit Dem Taurnen der rechten Hand Die Spitze der klinge dingii-rte. Mit dem Kratzeisen, Das ebenfalls mit der linken HanD geführt ivuroc, kratzte er dann Die Wunde gründlich aus. Tie Operation gelang uolllommcn. Der „Auto- tomift" empfand ivöhrend feiner Attjeit nicht Die geringsten Schmerzen. Eine zweite ebenfalls technisch komplizierte Lelbstoperation unternahm 1895 der Letter eines Pariser Krankenhauses. An Den großen Zehen beider Füße, und zwar an der Znnensette, ichlager » Md-West'-i en Chicago, 7. Äug. Roosevelt ist heute unter einem b r c i- viertel stündigen Begeisterungssturm rum P r üj i - de iitschaftskandidaten nominiert worden. Acht Tele- gatinncn. Darunter die Telegastn Zane Adam, Indien Die 'Jiomi Nation unterstützende Reden. Bier Frauen wurden zu Mitgliedern des Nationalkonvcnts der Partei ernannt. Eine Agitation.'rede be8 demokratischen PrasidevtschastSkandidaten. 9J e m Bork, 7. Aug. Wilson hielt in seiner Sommer- residenz Sea Bright eine Rede, in der er feine Nominierung zum dcniokralischen Präsidentschaftskandidatcii annahm und jede Art von Sonderprivilegieii und Privatkontrolle an griff Er er klärte, die ö ffcntlid.cn Angelegenheiten würden burd) die private Zniiiailvc allzusehr cingeidnänft Er charakterisierte den Tarif Der Republikaner als ein System privater Begünstigungen und fprad) von Der energischen baldigen Herabsetzung des Tarifs, Der die Kosten Der Lebenshaltung verteure, das Wort. Was Die Arbeiterfrage anbetrifft, fo sprach er fick für friedliche Vereinbarung im Sinne allgemeiner Teilhaber« fdw ft aus und betonte die Notwendigkeit der Vermehrung der Transponmögllchkeiten und des Wiederauflebens des Handels zu Meere, der der Nation ihren Platz im intcr- naiotnalen .Handel geben solle. Ten Bau des Panamakanals nannte er einen beredten Beweis für das Wiederaufleben des Interesses Amerikas am niteruationalen .HaiiDel. itt •S H-MI S«n>"* g(lU|»ie8ol»*'r' ncr 4 und 6, Brahms 1, 2, 4, Mahlrr 4, Egambati o^jur, I hallen iich dösarligc Gcichwiire gebildü, dic^der Mediziner ilk Tsdjaikowsky 4, Lifzt' Dante-Sinfonie, Regers Konzert im alten Stile, Strauß' Aus Zlalien, Till Eulensptegel; ferner Brahms Deutsches Reanicm und Regers „Nonnen" an Chorabenden. Zur Wagner-Zentenarfeier sollen am Todestage (13. Februar- nach Der Trauermusik aus Der „Götterdämmerung" Teile aus „Parsioal" mit dem Leipziger Thomanerchor ausgesührt werden. Die Zahl der gewonnenen Solisten ist groß, unter ihnen Aaltje Noordewier-Reddingius, Alfred Corlot, das Ehepaar von Straus. Auch Eugen d ' Albcrt wird im Leipziger Gcwand- hause zum ersten Male wieder im Konzertsaal erscheinen und Bahnhofitr ms 1>(I lern Gabriel d'Ann.- bgott :öbic, P erfüllen und konnte nicht geringe, Aussichten au| ein bedeut- mes Theateriahr eröffnen. Mar ter steig erschien mit einer ganz ualienischen Geist atmenden Co r io 1 a n - Inszenierung, brachte auch seine von Köln her gepriesene Stilbühne und bot bereits ein vannhast strenges Fraueudrama als wertvolle Uraufführung, woher er als Regisseur inniges Eingehen aus die Stilarten der Stücke i'fenbartc. 9hl r eine Bühne stand ihm zur Verfügung, Die “ ~~r*;—und kamen. Das gebot ihm, ob- ,o der Ferien Durchgespielt wird, vor- mieder ein wirkliches Schauspiel zu schaffen, aber _ WiDersttebenden erkannten eine starke Persönlichkeit. Sem I Epiclplan für Den Winter ist abwechslungsreich, jedoch noch nicht ■ ibgef(bfoffen. w _ Die Oper, feit alters in der Stadt Bachs und Wagners | Horherrschend, ließ Den Ucbergang ebenso deutlich ernennen. Hans löiwufclD fand in Ernst Lert einigermaßen Ersatz. Eulam- »tws „Ninon Lenclos" und „Lobetanz", auch „Der schmuck der iiemtea* SrieöensDerhanölungen? Köln, 7. Aug. Der „Kölnischen Zeitung" wird au-5 Petersburg gemeldet - Zm Ministerium des Acußern wird mir bestätigt, daß in Zürich Verhandlungen zwischen türkischen und italienischen Diplomaten stattfinden. Tie Türkei sei wegen der wachsenden inneren Schwierigkeiten, die nach Aussage russischer Diplomaten hier sehr ernst genommen werden, jetzt geneigter, Frieden zu schließen. Die Verhandlungen sind zwar kurze Zeit abgebrochen morden, jetzt aber ivieocr im Gange. Ter türkische Botschafter in Petersburg soll die Unterhandlungen führen. Tie Anregung zur Wiederaufnahme soll von der jetzt nachgiebigeren Türkei ausgegangen sein. Aus Konstantinopel wird dagegen heute gemeldet: Die Gerüchte von Friedens Verhandlung en in der Schweiz werden offiziell d euren- tiert. ’ * Teddy'r Aussichten. Ein Kenner der anierifani|'d)cn Politik schreibt uns: Als Theodore Roosevelt auf dem Konvent feiner neuen Fortschrittspartei in Chicago die rote Fahne schwang und ! Re Besucher des Kolosseums in den begeisterten Rus aus- machen: „Man gebe uns endlich unseren Teddy!", da -onken — echt amerikanisch — die Wettquoten auf die e Niederlage Roosevelts von 4 : 1 auf 2 : 1. Tiefe mit Stolz I ir alle Welt gedrahteten Zahlen fagen fo viel und so wc- . mg wie eine Börienkursnorierung, sie geben nur die Stimmung der Stunde, das Gefühl des Augenblicks wieder. Aber die Frage, ob die „dritte" Partei, deren Programm Roosevelt in sage und schreibe 23 000 Worten erläuterte, lebensfähig fei und einer großen Entwicklung entgegen- | gehe, ist damit nicht beantwortet. Die Geschichte der „dritten" Parteien in Amerika ist f eine traurige Kette fortgesetzter Niederlagen, die wenig yoffnung für die Zukunft läßt Ein Blick auf die vergeblichen Versuche, die bisher gemacht wurden, die Alleinherr- id^ift der alten Parteien zu brechen, bestätigt die schiech- itn Aussichten, die Roosevelts neue Partei m den Augen aller politisch Geschulten hat. Dabei zählen wir nur die bekannteren „Gründungen" auf: 1830: Sinti Masonic Party; diese Partei Der Dankte ihre Entstehung einem zufälligen Ereignis, nämlich dem geheimnisvollen Verschwinden eines ehemaligen Logenbruders, den man von feinen früheren Genossen ermordet glaubte, und löste einige Antipathien gegen die pcheimen Gesellschaften aus; sie verschwand nach wenigen Jahren. 1840: Abolitivnists (später Liberty Party, Tree Sailers); diese Leute bekämpften die Polygamie und die Sklaverei. Sie gingen in den 1850er Jahren, ohne selbst irgend eine Bedeutung erlangt zu haben, in der republikanischen Partei auf. 1834: Native American Party; deren Pro $ gramm: Ausschließung aller nicht in Amerika Geborenen von den öffentlichen Aemtcrn usw.; die Partei faßte nur Boten in New Hort, Philadelphia und einigen anderen Stählen, sie ging bald ein, um später «riebet unter einem enteren Namen aufzuleben, nämlich: 1844: K«ow-«otymgs. Diese merkwürdige Bezeichnung rührte daher, baß btc Mitglieber der Partei, einer An flelicimcn Orden, auf alle Fragen nach ihrer Organisation [ und Ausdehnung zu beantworten hatten: I know nothing, I „Ich weiß nichts!" Die Kmownothings gelangten in den ' 1850er Zähren zu einiger Bedeutung. 1856 hielten sie ihre erste (und einzige) Nationalkonvenlion ab und brachten es bei der Präfidentschaftswahl jenes Jahres auf 874 534 stimme« gegen 3179 433 Stimme« der beiden großen Parteien. Wenige Jahre darauf verschwanden die kitow- nothings. 1872: Prohibition Party (Prohibitionifts); ihr Programm. Bekämpfung des Alkoholismus durch Reich, btaat und Gemeinde, Ermäßigung der Post-, Eisenbahn- unb Telegraphentarife, sowie Frauenstimmrecht und gesunde Währung (Einlösbares Papiergeld). Tie Stimmen- zahl der Prohibitionisten stieg von a6Uö im ersten Zähre Die Bersöhuullg der Albaner. Saloniki, 7. Aug. Zdrahim Pa.scha ließj-allen Arnautenführern Die Nachricht der Jtammcrauf- lösung verkünden, wobei er hinzufüate, daß neue, völlig unbeeinflußte Wahlen im Laufe von drei Monate« vorzunehmen wären und die Behörden in keiner Weise sich einmische« dürften. Tie Arnauten nahmen die Nachricht mit unbeschreiblicher Freude auf und richtete« Tankadressen an den Sultan, den Großwesir und den Senat. Widerstand der Jungtürken in Ealoniki. Saloniki, 7. Aug. Durch Anl)änger des jungtür* tischen Komitees ist eine Bewegung im hiesigen Offizier- korps hervorgerufen worden, lieber hundert Offiziere hielten eine Versammlung ab und richteten eine Protestkundgebung an den Sultan, in der strenge Bestrafung der Meuterer und der Offiziere, die zu den Rebellen übergegangen sind, gefordert, und die Wiedereröffnung des bisherigen Parlaments Erlangt wird, widrigenfalls sei eine Katastrophe für das Reich unvermeidlich. Äer Korpskommandant hat eine lln- m 3n= u. Xmit! Absätzen, (v,cl4 bien ie. PtimtBtfeJ ungen. auf 246876 im Jahre 1888 und hat seitdem um diesen Betrag geschwankt Tie Partei besteht noch! 1874: Greenb ack-Pa rty Ursprünglich eine reine Währungsreformpartei, welche Einziehung der National- banfnolen, Erklärung dcs Papiergeldes zum einzigen äSah- rungsgelde, Gestaltung der Begleichung aller Schuldver- bindlichkeitcn in Papiergeld usw. verlangte. 1877 bekam die Partei, der zuerst nur Farmer und Kleingewerbetreibende angehört hatten, Zuzug aus Arbeitertreisen Sie nannte sich nun Greenback Labor Party. Ihre Stimmen- zahl schwoll ganz bedeutend an Sie erreichte im Jahre 1880 308578, sank aber 1881 schon wieder auf 175 370 Bei der Präsidentschaffswahl 1888 zählte die Partei nur noch 146 836. Tann verschwand sie auch. 1890: Peoples Party, ober auch Populists Tic Populisten fehlen sich aus Vertretern der Farmers Alliance, einem rabitalcn Bauernbunbe, den Knights of Labor, den Single-Tax Clubs (Henry George!) und anderen Partei- splittern zusammen und verfochten wesentlich lleinbäuer liche und kleinbürgerlich-demotratische Tendenzen. Ihr Programm erreichte Den Gipfel einer selbst für amentanische Parteibildungen unerhörten Konfusion. * Es forderte u. a. freie Silberprägung, Verstaatlichung der großen Verkehrs- inftitute, Errichtung von Postsparkassen; „alles Land, das von Korporationen ober von Fremden besessen wird, soll dem Bebauer ausgeliefert werden"; Einfüljrung des Referendums; direkte Wahl des Präsidenten durch das Volk; Einführung des gesetzlichen Achtsiunbenlages; Abschaffung der Pinkerton police u. a. Ter Erfolg der Populisten ist bisher der größte gewesen, den eine „dritte" Partei in den Vereinigten Staaten errungen hat. Schon bei der Präsidentenwahl im Jahre 1892 brachte sie es auf 1055 425 Stimmen, und, was noch wichtiger ist, auf 22 Elettoral- ftimmen. Es war das erste Mal seit dem Bürgerkriege, daß überhaupt für eine „dritte" Partei Elektoralstirnmen abgegeben wurden. 1894 flieg die Stimmenzahl der Populisten auf über 1 \'2 Millionen, und 1896 gehörte die Partei bereits der Vergangenheit an! Tie demokratische Partei, die damals in ihren Reihen die schwere Zörisis zu bestehen Halle, ffaß die Populisten, die alle für den Silberdemokraten Bryan stimmten, fast vollständig auf. Ein kleiner Rest blieb ohne jede Bedeutung. Dieses tragische Schicksal aller „dritten" Parteien gibt doch zu denken. Nur menn es Roosevelt gelingt, diese sprechenden Tatsackjen der amerikanischen Parteigeschichte durch unerhörte persönliche Erfolge zu w.derlegen, dürfen feine Anhänger den Chor von Chicago anftimmen: „Gloria, gloria, halleluja!" Tie Nominierung Roosevelts. Chicago, 6. Aug. Roosevelt begründete auf dem Nationalkonvent den A u s s ch l u ß d e r N e g e r d e l e g i e r- t e n aus den Sübftaaten. Er sagte, der Charakter der republikanischen Negerdelegierlen aus den Sübftaaten habe nicht nur Die republikanische Partei, sondern auch die Ne- gerrasse diskreditiert. Tas Vorgehen der Fortschrittlichen Partei entspräche dem Interesse des ganzen Landes und der Sieger selbst und verhindere die Zustände, die die Republikaner ruiniert hätten. Er hoffe, daß in Zukunft diejenige« Neger, die an Charakter und Lebensstellung den Wetgen ebenbürtig seien, als Delegierte zum Konvent der Zorffchritllichen Partei zugelassen werden würden. I batten sich bösartige Gejchwüre gebilDcl, Die Der Mediziner in Gegenwart eines Kollegen operativ selbst entfernte. Noch schwieriger aber war Dom Standpunkt Der chirurgischen Technik die Selbftoperation des früheren Professors an Der anatomischen Hochschule von Toulon, Tr. Jules R e g n a u l d. Ter Arzt wollte Die Wirksamkeit Der damals noch neuen Methode der lokalen Anästhesie erproben, und zwar an sich selbst. Von zwei Kollegen begleitet ging er in Den Operationssaal: Die beiden Aerzte blieben anwesend, um im Notfall helfend emzuspringen. Ter lakonische Bericht Regnaulds über diese lelbstoperation lautete: „Es gelang mir, ganz allein, ohne Assistenz meinen linken Leistenbruch zu operieren; cs erwuchsen nicht Die geringsten Schwierigkeiten/ kein Geiühl des Unbehagens, der einzige leichte Schmerz eMstand bei der Injektion des Morphiums und bei der ersten Kokain- injehton. Der Eingriff nahm 1 Stunde und 15 Minuten in Anspruch; ich verwandte 4 Zentigramm Kokain." Die Operation glücue und erbrachte den Nach-oeis, daß in dringenden Fällen einsam wohnetide Aerzte, die nicht schnell genug einen Kollegen jur Hilfe rufen können, mit Hilfe Der Lokalanästhesie bei manueller Sicherheit iuid genügender Kaltblütigkeit sich selbst operieren 'N». Atz 6Jntet6l'eben^ I, ? ntbet, te 1 Patt'' chek Sm«'116' I < teilt»0 Kr. 185 Erster Blatt 162. Jahrgang vonnerrtag, 8. August 1912 Gießener Anzeiger Lr V 5? egSr General'Anzeiger für Gderhessen ^dttT^es^ümmer Rotatfonsörud und Verlag der vrühl'kchen Univ.-Vuch- und Stetnbrudcrei R. Lange. Rebakffon, rrpedikion und vruderei: Zchulftrahe 7. «and-- E.Hetz' Mr Den bii vormittöq-' 9 Uhr. Bübingen: Fernsprecher Nr. 209 Geschüslrftelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Aus Leipzig wird uns geschrieben: Nad) sieben mageren Jahren hat Leipzig seinen ersten Jn- knbanten, Geheimrat Martersteig, mit Den größten Hoss- Bungeu begrüßt, hat zugleid) DurchgreisenDe Beschlüsse zur Lln> hahnung einer gründlichen Theaterre'orm durch Den Bau eines -eigenen großen Schauspielhauses und Pachtung einer llbntten) Bühne angcbahnt, und unter den schwierigsten Ver- R.hälttiisjen vermochte Der neue Herr im beendeten Uebergans- tuartal, manchem Widerstande zum Trotz, schon viele Erwartungen rieljr trat auch Der neue CpernDireltor Otto Lohse sein Amt nt, ein vornehmer Musiker von reichster Inspiration, nach glatt- imDcr Laufbahn heute gefeierter Gastdirigent in allen eure jUfcheu Shinftientren. Lohse geht ein großer Rur vormtS, und e *..*0 Icipzig bcriprid)t sich von ihm Bedeutendes. '«'Ulen ^nlarnit le ich es Interesse juiveiiDcuD, null er besonders Die Sptelopcr stiegen. Bereits für Mitte Oktober steht Die Lhduiiulirmig des Schneiders von Malta" von Waldemar ki c n 0 t - ,a n D an. „S amson und Dalila" loirD Ende August in tpllftdnbiger Neuinszenierung herausgebracht, tm ^eptember 1itzners „R ose vom L i e b e s g ar t e n", im Winter auch rciiBncrö Bearbeitung von „Templer und Jüdin", ^a» l.mdllaumsjadr 1912 soll Wagner und Verdi m gleichem '.Aaßc Echören. Ter Verdi-Cyclus beginnt mit „Ernani" ^er c r i i u a 1 - Frag e gegenüber steht Lohse auf dem vernunstigen :LinDpunIte, das große Werk nur an Weihetagen weihevoll Ihuizusühren, und hofft alle Schwierigkeiten mit Begeisterung zu bewältigen. . w ... . An der anoeren alten Pflegestätte der Mu«k, Dem ü>e- o «e nDhause, plant '21 r t b u r 9! ikisch Ausführungen Sucher Beelhovenscher Sinfonien, daneben .Sinfonien von Bruck^ terfudjung vorgenommen, bei der sich angeblich heraus- stellte, baß die Offiziere nur den Passus kannten, der von der Bestrafung der Meuterer handelt. Tie Offiziere erklärten sich bereit, sich streng an die Disziplin zu halten. Die Erklärung der Offizier, wurde dem Kriegsminister übermittelt. Damit ist der Zwischenfall erledigt. Konstantinopel, 7. Aug Heber Saloniki ist der Belagerungszustand verhängt worden. In der Stadt herrscht vollkommene Ruhe. Abends versammelten sich die Minister Hilmi, Refchid und Noradung Lian bet Kiamil Pascha, wo sie über auswärtige Fragen berieten. Paris, 7. Aug Die Agence Havas meldet aus Konstantinopel: Die Mitglieder des Zentralkomitees für Einheit und Fortschritt, Dschavid und Talaat, sind nach Saloniki abgereist, wohin der Sitz des Komitees verlegt worden ist. Iswolski wieder an der Arbeit! Nach Meldungen Pariser Blatter wird der russische Botschafter Iswolski bei seinem bevorstehenden Aufenthalt in Petersburg die russische Regierung für eine energische Aktion für die freie Dardanellen-Durchfahrt zu gewinnen suchen. Er hofft auch, Ministerpräsident Toincare für dies bisher in Frankreich wenig günstig beurteilte, in England hartnäckig bekämpfte Vorhaben günstig zu stimmen. Ein Angriff der Araber auf Zanzur. Rom, 7. Aug. Die Agenzia Stesani meldet aus Tripolis: Gestern morgen gegen 4 Uhr griffen tausend Araber Zan^ur an. Sie wurden durch Artillerie-- und Gewehrfeuer der Italiener, das bis gegen 8 Uhr dauerte, zurückgeschlagen. Auch ein Lenkb allon machte einen Erkunoungsaufftieg und warf mehrere Bomben auf die Araber, die nicht wirkungslos blieben. Die Verluste der Araber betrugen 200 Tote und V e r wu n dete. Auf italienischer Seite sind drei Mann verwundet worden. kruppsche Stiftungen. Essen, 7. Aug. Zur Hundertjahrfeier der Kruppschen Werke und des hundertsten Geburtstages Alfred Krupps riefen Herr und Frau Krupp von Bohlen und Halbach und tzxzellenz Frau F. A. Krupp Stiftungen der Familie und der Firma im Betrage von 14 Millionen Mark ins Leben. Hiervon entfallen drei Millionen Mark auf Jubiläumsgeschenke an Arbeiter und Beamte. Jeder Arbeiter erlstilt je nach Länge der Dienstzeit fünf bis hundert Mark, jeder Beamte ein Monatsgehalt. Fünf Millionen werden zu einem besonderen Fonds verwendet, von fceffen Zinsen älteren bewährten Arbeitern der Essener Gußstahlfabrik, soweit es die Betriebsverhältnisse gestatten, zukünftig Erholungsurlaub unter Lohnfortzahlung gewährt wird. Eine Million dient zu dem Beamten-Ünterstützungsfonds, dessen Verwaltung dem Vorstände der Beamtenpensions- kasse übertragen werden soll, eine Million werden für verschiedene Zwecke verwendet, davon als besondere Stiftung von Frau Friedrich Alfred Krupp 500 000 Mark zur Erleichterung der Unterbringung von Frauen und Kindern in den Kruppschen Kranken- und Erholungshäusern. Nachdem die Stadtverordneten beschlossen haben, Frau Erzellenz Krupp in Anerkennung ihrer hervorragenden Betätigung für die Stadt und die Bürgerschaft das Ehrenbürgerrecht zu verleihen, überreichte eine Abordnung, bestehend aus Oberbürgermeister Holle, dem Beigeordneten Stadtverordneten Grevel und den Stadtverordneten Altenberg und Legewitt den Ehreubürgcr- brief an Frau Krupp. — Dem Direktorium der Firma Krupp wurde anläßlich der hundertjährigen Jubelfeier von der Stadt eine Adresse überreicht. Heber 500 Werksangehörige erhielten Ordensauszeichnungen verschiedener Absttifungen. Ter Reichskanzler in lfffen. Hohenfinow, 7. Aug. Der Reichskanzler, der gestern aus Swinemünde hier wieder eingetroffen ist, be-- stibt sich abends zur Teilnahme an der Kruppseier nach Essen. Morgen abend gedenkt der Reichskanzler mit seiner Gemahlin nach Bad Gastein abzureisen. ■■ ■■ —■ ■ --LJ_!_________ Deutscher Reich. Ein Nachspiel zum Grafen st aber Fall. Aus Jllkircks-Grafenstaden schreibt uns die Gattin des Besitzers des „Jllkirch--Grafenstader Anzeigers", daß. ihr Mann (ein Ober-Erlenbacher, Kreis Friedberg), der seit 75 Jahren dort wohne, infolge des bekannten Grafen- ftabcncT Falls vollständig boykottiert werde, so daß er bereits den großen Teil seines Vermögens habe opfern müssen, und wenn der Kampf noch länger dauere, dem wirtschaftlichen Ruin entgegen gehe. Auch sei Herr Kempf infolge der Hetze bereits über 8 Wochen bettlägerig krank. Frau Kemps bittet um Unterstützung für ihren Mann. In Sachen der Veteranenfürsorge macht Kommerzienrat Rick>ard R a u p a ch in Görlitz den Vorschlag, alle Kommerzienräte und Geheimen Kommerzienräte sollten einen Beitrag stiften zur Milderung des Elends unter den Veteranen, als Dank dasür, daß diese einst ihr Leben in die Schanze schlugen, um Deutschland zu Macht und Ansehen zu verhelfen und dadurch die Vorbedingungen für den wirtschaftlichen Aufstieg des Vaterlandes zu schaffen, der den Wohlstand unserer Großkaufteute ermöglichte .Herr Raupach ist bereit, für feine Person tausend Mark zu diesem Fonds beizusteuern. Der „Vorwärts" bringt an der Spitze des Blattes die vorläufige Tagesordnung des am Sonntag, den 15. September nach Chemnitz einberufenen sozialdemokratischen Parteitages. An vierter Stelle steht rin Bericht des Abgeordneten Scheidemann über die Reichstagswahlen. Ausland. Die französisch-russische M a rin e kon v en t i o n. Dem Vertreter bc» WoifiBurrauS wird aus gut unterrichteter Quelle in Petersburg mitgctrilt, die Verhandlungen der Chefs des russischen und französischen Admiral stades trügen keinen aggressiven, abenteuerlichen Charakter. Einige Pläne und Projekte seien ausgearbcitet und die Marinekonvention technisch vorbereitet. Bisher sei aber die Konvention nicht unterschrieben worden. Tic Ratifikation hänge vo,i den endgültigen Besprechungen ab, die Poinears über die politische Sorte der Koirvemion in Petersburg pflegen werde. * Abdankung Mulah HasidS? Aus T a n g e r wird gemeldet: MulaoHafidbatofsi- Irell abgedankt. Er wird am 14. August inn Tanger ein-* troffen, um hier seinen ständigen Wohnsitz zu nehmen. Persische Wirren. Teheran, /. Aug. Eine Abteilung von 260 Gen- dar men verlies; unter denr Befehl von zwei schwedischen Ossi zieren, e-unart und Nmttöm, am ft. August Scknras, um die von Saul^t cd Dauleh befehligte Räuberbande amuneifen, deren Raubzuge den Handelsverkehr anr der Straße von Schiras nach Bufhir unterbrachen. Die Gendarmen wurden durch die Räuber bei Dlringun aufgerieben. Sie verloren ein Geschütz und fast sämtliche Gewehre. Siesörr, dem fein Pferd unter dem Leib erschossen wurde, wurde leicht verwundet. Ter Untersuchungsrichter in L f e n p e st ordnete die Aufhebung der über den Abgeordneten Koo a c s wegen Mordversuchs gegen den Kammerpräsidenten Tisza verhängten Untersuchungshaft an. Tic Anordnung erfolgte auf Grund der Gutachten der Gerichtsärzte, welche besagen, Kavacs habe die Tat in dem Zustande der Geistesverwirrung verübt, die sich bis zur Bewußtlosigkeit gesteigert habx. Sie könne ihm daher strafrechtlich nicht angerechnet werden. Der Staatsanwalt erhob Rekurs beim Anklagesenat. Heer und Flotte. Ein Erlaß des preußischen Kriegsministers. Das Kriegsministerrum bringt zur allgemeinen KenMnis, daß den Unteroffizieren und Mannschaften der Armee dienstlich verboten ist, innerhalb ihrer eigenen ober einer fremden Truppe oder Behörde Zivilpersonen, ober den Handwerks meistern ber Truppe und der Militäranstalten, zur Ausübung ihres Gcwerbebettiebes Hilfe zu leisten, insbesondere durch Vermittlung ober Erleichterung von Kaufgeschäften, Versicherungen unb dergleichen. Ten Unteroffizieren und Mannschaften ist befohlen, von jeder an sie ergehenden derartigen Aufforderung ihren Vorgesetzten Mitteilung zu machen. HosfeMlich ist der Erlaß in einem besseren Deutsch übersetzt, als er hier vom Wölfischen Bureau vermittelt wird. Au» Stadt und Land. Gießen, 8. August 1912. * AuS dem Militär-Wochenblatt. Hupe, Oberleutnant im 5. Hess. Jnf.-Negt. Nr. 168, wurde zur Vertretung eines beurlaubten Jnsp.-OffizierS bis zum 29. September 1912 zur Kriegsschule in Hersfeld kommandiert. " Unser Regiment 'st gestern vom Truppenübungsplatz Ohrdruff wieder hierher zurückgekehrt. • • Der Radklnb .Germania" Gießen beteiligte sich gelegentlich deS 2 9. Bundesfestes deS Deutschen Radfahrer-BundeS oom 2.—6. August in Braun- schweig mit 8 Mann an dem Preiskorso und errang in Gruppe A Abteilung 2 einen Ehrenp reis in Gestalt einer Nachbildung des Till Eulenspiegel-BrunnenS von Arnold Kramer, sowie die BundeSbannerschleife. Die Preise sind von beute ab in der Möbelhandlung A. Grünebaum, Bahnhofstraße 3v, ausgestellt. Kreis Büdingen. n. Büdingen, 7. Aug Mit der Hauptversammlung deutscher Gebirgs- und Wandervereine, die vom .30. August bis zum 2. September in unserer Stadt abgehalten wird, ist eine Ausstellung verbunden, die in der Turnhalle des neuen städtischen Schul- Hauses untergebracht ist und besonders Erzeugnisse aus dem Wandergebiet des Vogelsberger Höhenklnbs und hoben» ständige Reiseandenken aus dem gesamten Verbandsgebiete in sich vereinigen wird. Auf dem Gebiete der Flachenkunst wird vor allem der Künstler Hermann Bochner hervorragend vertreten sein, der die Motive seiner neuesten Bilder hauptsächlich dem Vogelsberge entnommen hat, einem Gebirge, dessen gewaltige Fülle von Motiven noch nie malerisch verwertet worden ist. So gelangen zur Ausstellung: „Scl)afweide im Vogelsberg", „Vorfrühlingsabend im Vogelsberg" (Michelbach), „Aus dem Vogelsberg" (Eschenrod), „Dorsstraße in Hessen", „Pferdegespann im Felde", „Au der Tränke", „Gehöft an der Nidda", „Aus Breungeshain", „Am Bilstein" u. a. m. Auch Maler Koch von Hanau wird mit einigen Bildern vertreten fein. Die Ausstellung wird Freitags '>0. August, eröffnet. X. Nidda, 7. Aug. In dem feit 5 Jahren währenden Konkurse des zusammengebrochenen Vorschuß- und Kreditvereins zu Ober-Mockstadt, e. G. m. unb. H., hat betrag beträgt 363 060,20 Mk. sich ergeben, daß infolge des Huvermögens einer Anzahl Mitglieder des Vereins zur Leistung von Beiträgen, sowie durch unvorhergesehene mtb unverhältnismäßig hohe Ausfälle bei den Ausständen der von den haftpflichtigen 401 Mitgliedern des Vereins angeforbertc Vorsämß von je 2300 Mk. zur Deckung der Verbindlichkeiten nicht ausreicht, weshalb eine Zusatzberech- Sandmann aus Hungen Zusammenbruche des Vereins mmg ausgestellt werden muß. Ein Termin zur Erklärung über die Bereckmung und die Zusatzberechnung sand heute vor dem hiesigen Amtsgericht statt. Die vorliegende Bilanz zeigt folgendes Bild: Aktiva: Noch bestehende Ausstände 347 786,61 Mark, in Bettacht kommende Aktivposten 110 034 Mk., eingegangene Vorschüsse 465 852,65 Mk., iwch zu erwartende Vorschüsse 52 701.83 Mt., Zinsen von Vorschüssen usw. 102 680,38 Mk., zusammen 1 079 055,47 Mk. Passiva: Nach der am 29. Februar 1908 ausgestellten Bilanz betrugen die Passiven 2 103 254,87 Mk., hiervon gehen ab die durch Abschlagszahlung verteilten 35 Proz. — 736139,20 Mk. hinzu treten mutmaßlich 75 000 Mk. als Kosten des Konkursverfahrens, bleiben 1 442 115,67 Mk. Somit stellen sich zur Zeit die Akttven auf 1079 055,47 Mk. und die Passiven auf 1442115,67 Mk. Der noch aufzubringende Fehl- „ - - ---- — Im heutigen Termine, ber sehr stark besucht war, gab der Konkursverwalter Rechtsanwalt bekannt, daß die nach dem ------- den haftpflichtigen Mitgliedern amerlcgtc Vorschußzahlung zur Deckung des Defizits be- kamiillch auf 2300 Mark für jedes Mitglied festgesetzt worden sei, wobei man von der Erwägung ausgegangen fei daß 20 Prozent der Ausstände nicht eingehen und 25 Prozent der Vorschußzahlungen ausfallen toürbcn. Das Ergebnis habe sich iedoch anders gestaltet, indem 10 Prozent der Aus- Uände und 44 Prozent der Vorschußzahlungen nicht eingegangen seien. Die Ergebnisse der ersten Vorschußbeitteibung sonne eine vom Aussichtsrate veranstaltete unter Zuziehung von Vertrauens lenien vorgenommene Prüfung der Vermögensverhältnisse der einzelnen Genossen hat ergeben, daß bei der erforderlich werdenden weiteren Vorschußzahlung mit einem Ausfälle von mindestens zwei Tritlcl aller Genossen (Mitglieder) zu rechnen fei, lvaS bei rund 400 Genossen einem Ausfälle von 267 Genossen gleichkomme. Somit könne bei der neuen Vorschußeinforderung nur mit 133 Genossen gerechnet werden und es müsse abgerundet ein weiterer Bettag von 2700 Mark erhoben werden Bürgermeister B i r k e n st o ck aus Ramstadt, Vorstand-mitglled des Vereins, legt dar, daß bet der Aufstellung und Vorlage der Bilanz auch die Namen der zahlungssähigen Mitglieder angegeben werden müßten, um zu ermöglichen, daß sich die übrigen Mitglteder ein Bild von der Sachlage machen könnten Ihm erwiderte das Ausfichtsratsmitglied Justizrat Metz-Nidda daß es nicht angängig sei, eine beratige Bekanntgabe in ber Deffent hchkit vor,u nehmen. Bankdirektor fcartleib von ber Filiale ber lanbaräfl. hessisckun konz. Landesbank in Friedberg machte D,f nnwe,enden mit einer von ihm ins Auge gefaßten HilfS- tatigkeit bekannt, die das Konkursverfahren wesentlich abkürzen wurde, wöbe» allerdings auch die Gläubiger einen Nachlaß ac Mit t"n Emzelheiten dieses Planes hätten sich allerdings die (Laubiger noch be,anders zu befassen. Krcisrat oeckmann-Büdmgeii empfahl, die bargeboicnc Hand nicht zuruckzuwenen. da ine Vorschläge beachtenswert Jan M Gericht beschloß hierauf, die Beschlußfassung über die Höbe des 1“ ^"eren Vorschußes auszusetzen und der Konkurs- Verwaltung auszugeben, b«s zu diesem Termin eine spezialisierte Bilaju, nut den notigen Unterlagen versehen, cutjufertigcn und zur Einsicht der Aenossen auizulegen. 3 a un0 Kreis Alsfeld. A Leusel, 7. Aug. Ter älteste Polizeidiener Ober Hessens ist wohl unser Polizeidiener, der ;egt >,,< Alter von 70 Jahren sein 4 0jährigeS Dienstjubilävu, beging und in den Ruhestand trat Die Gemeinde schenkte dem Jubilar einen Sessel, die Vereine ehrten ihn durch einen Lampionzug. Kreis Lauterbach. ~ Lauterbach, 7. Aug. Seit einigen Jahren ift I die Stadtverwaltung bestrebt, die Straßenvcr- I hält nisse nach Möglichkeit zu verbessern. Das an vielen I Stellen zerfahrene unebene Pflaster war bei Regenwetler mit Wasserpfützen ausgefüllt und bei Dunkelheit nur mir wasserdichten Stiefeln zu pafftet en. Aus die im Sommer hier verkehrenden zahlreichen Salzschlirfer shirgäftc madne dieser Zustand einen üblen Eindruck. Am schlimmsten nxir dieser Mißstand noch vor zwei Jahren in ber nur teilweiie gepflasterten Bahnhofstraße, die zu manchen Zeiten mit einer 10 Zentimeter hohen Schlammsckncht überdeckt war Nachdem diese Straße im Jahre 1910 vom Bahnhof bis zum Schlachthof mit Kleinpflaster versehen unb erhöhte Fußsteige angelegt würben, hat sie für die Lauterbacher Bevölkerung eine hübsche Promenade gegeben, zumal die Fußsteige auf der einen Seite mit schattigen Sinbenbäumcn versehen sind. Zur,zeit wird auch der Rest dieser Straße geebnet und mit nleinpflafter versehen, so daß in kurzer Zeit auch dieses Hebel beseitigt ist. Das finanzielle Opfer der Stadt ist hierdurch allerdings groß unb die Deckung der Kosten wird längere Zeit in Anspruch nehmen. — Lauterbach, 7. Aug. Am nächsten Sonntag, der 11. August, feiert ber Turnverein sein bOjährigek Bestehen. Der Festplatz an der alten Straße in- Gebirge hinaus, zwischen den Bergen, ganz nahe am Städtchen, wir: schon gerüstet. Der Sonntag findet dann alles auf den Beinen, wenn der Festzug mit Musik, Festjungsrauen, Jahnen unö Gästen durch die Gassen und über den Marktplatz marschiert und draußen die Reden, daS Turnen und die Reigr? sich abspielen, wird daS alte Lauterbach ein farbiges, frof)<6 Bild abgeben. Kreis Schotten. st Schotten, 7. Aug. Der weltbetannte Schottener Sommermarkt findet vom 12. bis 14. August statt. Wegen der noch herrschenden Maul- und Klauenseuche komm die Abhaltung des RindoiehmarkteS auch in diesem Jahn nicht genehmigt werden. Am 12. wird Pferde- unb tnt AS- ! 9^" Darin ,-d eia -ll 5ach bl haaö, Elend 'rtri if)1 - r.: Verfüg NNd i ' ^oiedrig« ",bereit, I»! ipeo, l' öärrieifhmg . ArjhhNt öd' trVttN * It'tf ««w W b' '^cssr°^ ?-.wbr des- §bü^eniedc —,.i oiiiyrttbai kck- dlesn Fvi d i üpcnbüty ri Ä ÄkbkN v die Jf !ann jedoä ict rntrn. ' jr-üttötn Unke Znatn Sesuch Fohlen markt, am 13. Schweinemarkt und am 14. Krämerm a rkt abgehalten. Nach den vielseitigen An- fragen zu urteilen ist ein sehr verkehrsreicher Markt in Aussicht. A Ulrichstein, 7. Aug. Ein neuer VerbindungS- weg zwischen unferm Städtchen und der Ohmtalstraß« geht eben feiner Vollendung entgegen. Der alte, weiter unten gelegene Weg führte sehr steil in Schlangenwindungen hmau'. Der neue vermeidet Serpentinen und geht viel weniger Dadurch erhalten unsere Bewohner einen angenehmeren zu ihren nord- und nordostwärts gelegenen Feldern. s. Ulrichstein, 7. Aug. Ein höchst eigenattigeS C spiel wird sich am Abend des SedantageS, am 2. September, hier abspielen. Es soll eine Erstürmung deS Berg- s ft» ÄltMi M mi bauptle -> 5«in», I hüeiineub $ sn 45000 itrotbe IlKfci Die ein,ul .'erteilt; ll'hdtrnbercu Me »taktisch Uten, die sichei itafrui votte 'i ; aonarbdteu ' em 3wmmger b letzteren Är Irätbenbät der der Kurkapelle, daS am Samstag. 10. August statt findet bringt als Neuheit ,2a ormina4, die Tondichtung einet = "ft auch auf : l-'mem und ( 'Rn der Stan! Hackfrüchte »rhängniSvoll ß« c>uch den , !' i'teht auch in 1 ch auf unsere Wri öaniraerte enlm auch Geb WWn, i B Frankl iwten bat eine, ■!? m 6 c l- Kongreß für Säuglings fürsorge unb ht Bei'! binbung damit ine Mitgliederversammlung br Deutschen Vereinigung für S ä u g 1 i n g s s ch u tz statt. geleitet wird ber Kongreß durch einen Empfangsabend tr Hotel „Zur Traube" am Freitag. Tic Eröffnung des Äw* gresses erfolgt am 21. Sept. Heber das Thema: Einhestlüh Organisation der Ausbildung von Säuglingspskegerinn^ berichten Professor Dr. L a ng st ei n »Berlin und Privat dozent Tr. I b r ah i m-München, über Säuglingspflege al Lehrgegenstand in den Hnterrichtsanstalten für die tflw I l'che Jugend: Tr. Rosenhaupt-Frankfurt a. M. mk Geh. Rat Gurtler-Berlin. Nachmittags werden Vt Darmstädter Fürsorge-Einrichtungen besichtigt werbet Abends ist Festvorstelluna im Hostheater. Am Sonntaf I 22. ^ept., wird in die Fortsetzung ber Beratungen eu getreten werden, wobei Geh. Rat Tr. Traube-Lei^»- und Bürgermeister Müller- Darmstadt über die Berufs Vormundschaft, Pfiegekinderaufsicht und Mütterberatung^ schlosseS Ulrichstein im siebenjährigen Kriege wiedergegeben werden, wobei mehrere hundett Personen tmb wirken. DaS Schauspiel und daS Feuerwerk, da« ganz großartig geplant ist, wird ein Werk deS Pyrotechnikers Waffem. eines geborenen UlrichsteinerS, sein, dessen Name durch ähv- liche große Veranstaltungen (z. B. vor Jahren die Grftürmnn; und da« Feuerwerk in Eronberg) weit bekannt ist. Her Wassern will seiner Vaterstadt eine Ueberraschung bereiten. ES soll eine von Südosten her anrückende Abteilung Bewaffneter die Burg zu stürmen suchen. Die Besatzung bc Burg bemerkt rechtzeitig beim Scheine ber Raketen und Leucht- feuer die Anrückenden und eröffnet ein heftiges Geschutzfeue: auf diese. Die Burg gerät mehrmals durch Feuerschüffe bet Angreifenden in Brand, wirb aber hartnäckig verteidigt. Te: Feind rückt immer weiter vor unb nun greift bic Befatzvn zum letzten VerteibigungSmittel: sie lassen bic im Burgho geflauten Wassermassen auSbrechen (Feuerwerk), um bi' Stürmenden aufzuhalten und zurückzutreiben. Aber aud dieses letzte Verteidigungsmittel vermag nicht den Anstum zu brechen. Der Feind ist bereits bis zu den Toren vor- gedrungen unb biefe halten den Axthieben nicht lange Stand. Da steckt die Besatzung, die keine Möglichkeit der Rettun: mehr sieht, die Burg in Brand. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 7. Aug. Das Ministerium hat be- stimmt, daß die Entlassung der Abiturienten unsere« Lehrerseminar« schon am 28. Januar stattsinden soll. = Bad-Nauheim, 7. Aug. Da« 8. Sinfoniekonzec m. OffenfKrdy, 7. Lug. Die obligatorische Einführung lieh. Berndt. Besitzer. 3737 Der alle, weiter ■ mgenwinbungen bi geht viel weniger r M angenehmeres genen Feldern, ichst eigenartiges Ei enjährigen tti tjimbcrt iedonttv, merk, da» ganz ■ PyrotechmknS 5si ejjtn Name durch ä 5aufrnbetgn(6ai (\nfntut überwiesen und wirb noch wissenschaftlich verwertet werben Jahren die Erltü» weit bekannt ist. i Ueberraschung bete ruckmde Abteilung I en. Die Besagi« der Raketen unb 2a Hessische Antiquitäten Fayencen,Porzellane,Zinn,Möbel, wie Schränke, geschnitzte und gekehlte Truhen, Stühle, Sessel usw., Oelgemälde, Stiche usw. bei Louis Rothenberger. kannte Sch»!!,, dis 14. August tz nd Klauenseuche!» ^uch in diesem wird Pserde., nemarkt unb । ch den vielseitigen f ^kehrSreicher MM 5chiitzengart«t Wzlar. Grösstes n. schönstes Saal- n. Gartenlokal am Platze Herrliche Fernsicht. Angenehmer Aufenthalt Anerkannt pute Küche. Zivile Preise. Gut gepflegte Biere. Weine erster Firmen. Pension von Mk. 3-50 an. icuer Verbindim I der Ohmtalstu W Lader - Sommerfrifdjen Pensionen Bade-Ingredienzien SccioU 9«aubcimcr unb 2taf?runcr Badcfal; Srluinol-Sficm, Tannen- Ozon-Badeial.i **■* Sicbtcunabcl = Exlrakt. SdjtDämmc. Fronier-Ar- nkel schwamm - Netze. -Demel, vadekaov- emvf. Central-Drogerie, Eni! Sm, L-ilßnst. ter Hilfeleistung beteiligen kann. Hier handele eS sich um tiB Bestachen oder Untergehen von 196 Homilien, dre als ■in hesligeS W» S durch Feuerschüst' irtnäetig oedeibigt. r nm greift di- lassen die im w (F-euewerk), ® ckzulreiben. Ito; nag nicht den K biS zu den ieben nicht langes Möglichkeit der | lijene sprechen werben. Außerdem ftrfn auf der Tages- rdnung die Beramnq der gesetzlichen Regelung des llhippenwefens in Deutschland, wofür als Redner Lber- ,1t Dr. R o t t - Berlin, Hofrat M ei er- München und Re ,^er«ngSaffessor Frhr v V i l mows ki-Berlin borge ■ cn sind Für nachmittags ist eine Besichtigung der t-Lsftellurrg ,,Der Mensch geplant Abends werden die I ^ngreßMitglieder durch die Stadt Darmstadt bewirtet -rden. s Darmstadt, 8. Aug. Zum Zusammenbruch er Rieder-Modauer Spar- und Kredittaffe er- eht jetzt ein Aufruf an die landwirtschaftlichen Ge- n »ssensch af te n in Hessen, der sich an alle DerbandS- lenoffenfchoften mit der dringenden Bitte richtet, soweit wie ::jtnb möglich emzugreisen, um weitere« Unglück zu vcr- ten. Nach den näheren Angaben deS VerbandSdirektorS, cheimrat Haas, gibt es drei Möglichkeiten, die Hilfe I , diesem Elend bringen können: 1. Tie Genossenschaften eilen je nach ihrer Leistungsfähigkeit einen Betrag schenkungS- jrjft zur Verfügung, oder 2. die Genoffenschasten geben ein ^riehen, und zwar entweder unverzinslich oder zu einem «Zglichst niedrigen Zinsfuß, oder 3. die Genoffenschasten erkören sich bereit, für eine gewiße Summe, die von anderer &enf"4 Bekanntmachung. I In unserem GenosscnschastSregister wurde heute bei der Landwirtschaftlichen Bezug?- und Absatz- genosienschaft, e. G. m. il H., in Nonnenroth eingetragen • Heinrich NickloS ist au8 dem Vorstand auS- geschieden, an seiner Stelle ist Georg Nagel von Nonnenroth bestellt worden. B% Hungen, 3. August 1912. Grobherzogliches Amtsgericht. CM. UniverMs - Bibliothek. Alle Benutzer, mit Ausnahme der Studierenden, haben die vor dem 2. Juli entliehenen Bücher bis spätestens am 10. August zur Musterung einzuliefern. P”/r Vom 15. August bis zum 19. Lktober ift die Bibliothek täglich von 8—1 Uhr geöffnet. Gießen, den 25. Juli 1912. Der Großh. Direktor: Dr. Haupt. Srntestricke empfiehlt billigst 6we MoitathaÖ^ t>noi. Dr.tHmnWiilbtf t*nt« la»rungsvulver,DosePl.l-50. LiLderQ Petita nAvot bete. 3323 Lin marokkanischer Versailler. In dem Augenblick, da der Sultan Mulao Hafid fick an- schickl, seine definitive Abdankung zu nehmen und die Tage der Macht und des Glanzes im Sebertsiikben Reiche dadm sind, erweckt ein ioeben crirtnntene« Werk von Gustave Bad in die Gestalt des Sultans, denen Herrschast die höchste Mute des marokkanischen Reiches bezeichnete. Roch deute dehnen sich zu Mekines in un< absehbarer Seite die gewaltigen Bauten, die dieser Fürst aus- führen ließ, der stch kühn mtl Ludwig XIV.. seinem mächtigen Zeitgenossen, verglich und sogar sein Schwiegersohn werden wollte Die feierliche Gesandtschaft, die um die Hand der Mlle. de Blois, der Tochter der Lavalliöre, der sväteren Prinzessin Conti, Anhalten sollte, erhielt iedoch einen ziemlich dandiesten Korb, und es muß wirklich für eine französische Prmzessm keine erfreuliche Aussicht gewesen sein, an der Seite biete barbarischen Herr- chcrs ihr Leben zn verbringen, der vorn wilden Züsarenwahnsinn ergrii'en war. Tic Griählungen von seinen Taten erinnern an die schlimmsten Grausamkeiten, die die blutigen Phantasien eines TiberiuS oder Iwan des schrecklichen geboren: ia er übertrifft auch diese noch m der höllischen Säieutzlichkeit, mit der er seine Sklaven und Diener audhe. Dies Leden in Blut und Mord bekam ihm dabei vortrefflich: noch mit 80 Jahren verfügte er über außerordentliche Xörpcrfrdfte und eine bewundernswerte Geschmeidigkeit. Roch zu dieser Zeit war cS eine seiner Lieblingsvergnügungen, beim Svrung in den Sattel mit dem Säbel, den er in der rechten Hand batte, dem Sklaven, der ihm den Steigbügel hielt, den Äopf vom Halse zu trennen. Seine Hauptleidenschaft bestand aber im B a u e n: er wollte den großen Sultan der Franken, von dem er so viel gehört baue, auch hierin übertreffen unb legte ein marokkanisches Ber- ailles in gigantischen Mas^n an. Roch heute offenbart sein Palast in MikeneS, wenngleich nur noch eine Ruine und völlig zerfallen, den Charakter einer imponierenden Grütze. ,,Im ersten Hof erhebt sich das Grabmal des Schöpfers dieser chaotischen Anhäufung von Gebäuden; es ist ein weiter Tempel mit grünen Dächern unb gelben Mauern, das Dach beherrscht alle anderen und vier vergoldete Singeln bekrönen eS. Unter dem Schritt öffnen «sich dunkle und geheimnisvolle Löcher: alles ist hier bröcklig, morsch, üerfallen. Doch sieht man auch natürliche Höhlen, die der Sultan selbst angelegt, unheimliche schwarze Räume, die grausigen Kerker, in denen alle, die des Sultans Ungnade erregten, Jahre lang fern von Sonne und Luft schmachten mußten. Seitbin dehnt sich die ttönigsstadt ans, die rings um den Haupt- palast bcrumlag. Große Wasserlachen stehen in den öden und schweigenden Höfen: Steine stürzen hernieder, von der langsamen Arbeit der Schmarotzerpflanzen gelöst. Ucbcrall Auflösung und Untergang. Dieser zur Wirklichkeit gewordene Traum eines größenwahnsinnigen Herrschers wendet sich wieder dem Nichts zu. Man konnte h,er Stunden lang manbern unter diesen .Hip»len, diesen Minaretts, die im Winde zu schwanken scheinen, gleichsam die schwarzen Zypressen dieses Ruinenfriedhofes. Dann Horen plötzlich die Mauern auf; eine gähnende Deffnung bietet den Blick auf die Felder, auf eine OlivenpstanMng. . . . Dann wiederum Bauten über Bauten, einst feste Burgen, von starken Mauern umschirmt, mit reichen Bogen und Figuren geschmückt. Man stehl vor einer gewaltigen Anlage, den Pferdeställen des Scherls, die das Wunder und den Stolz seines Palastes bildeten. Ein Geistlicher, der Pater Busnot, hat eine begeisterte Beschreibung überliefert Sie bildeten zwei parallele Galerien, zwischen denen Tag und dkacht ein Bach frischen Wassers floß. Es gab ferne Tröge und keine Raufen, sondern die Pferde erhielten ihre Gerste „in maulforbartigen Säcken". 600 der schönsten Rosse der Welt standen hier und der Sultan besuchte sie alle läge. Tie Pferde, die nach Mekka gekommen waren, galten für heilig und unverletzlich. Man fluchtete unter ihre Beine, wie an einen schlitzenden Zufluchtsort. In dem ruhigen Wasser eines großen rechteckigen Bassins spiegelt sich die breite Masse dieses Gebäudes ..." Außer dem Palais Mulay Ismail gibt es in dieser von dem Scherifen angelegten Stadt noch andere Paläste, von denen der schönste Dar Bei da, das weiße Haus, ist. Dieser Bau ift später ausgeführt und zeigt einen eleganten luftig leichten Stil, bet zu dem schweren Prunk der anderen Gebäude ähnlich kontrastiert, ime der Rokokostil Ludwig XV. zu dem Barock Ludwig XIV Er ift das htfein-Trianon dieses Pseudo-Versailles. Heut ift Dar Beida eine Kaserne und ein Friedhof, ein Symbol des neuen Geistes, der auch von der alten Residenzstabt des großen Sultan Besitz ergriffen hat, unb zugleich des alten, der hier seinen Todes schlaf schlummert. Kleine dagesd)ronil. Im Postwagen des Berlin—Frankfurter V-Zuges wurde Post direktor Köhler-Berlin, der auf einer Inspektionsreise begriffen war, vom Schlage getroffen. Er starb bald darauf im Krankenhaus Frankfurt a M. Aus Eharl ottenburg wird gemeldet: Mittwoch vormittag ist auch die 16jährige Tochter der Frau Dr. Hage- mann an den Folgen der Gasvergiftung gestorben. Die Ermittelungen ergaben, daß von einer wirklichen Notlage der Familie keine Rede fein konnte. Vermutlich handelt es sich um eine hochgradige Erregung der Frau Dr. Hagemann, die sie veranlaßte, mit ihren tfinbera aus dem Leben zu scheiden. Aus dem Schützenfest in Groepelingen (bei Bremen) brach in einer Menagerie ein Bär aus. Er war zwar bald wieder eingefangen, doch wurden der Menageriebcsitzer, sein Gehilfe und ein anderer Schausteller durch Bisse verletzt. Aus Heiligensee meldet man: Durch einen nachts in einer mit Getreide ungefüllten Scheune ausgebrochenen Brand waren die Heiligensee benachbarten Ortschaften stark bedroht, so daß sieben Feuerwehren mehrere Stunden lang tätig fein mußten, um die Gesahr abzuwenden. Außer der I in^nntnln *1 ll WefipM W ElMlIel innpn P Q || »0^ Mmal.Jlimnt. Sehr gute Mhlll.i Ben"o,i or.M.4^» 5.50. U1UUUU1U1U II Ul Prospekte. M.Rabm, Besitzerin. iS*/,’ Dünne Normal-Unterzeuge Schulstrasse 4, TeL 249. iflen I 1 floi HM rü. ui a§ Ministerium » eE Abiturienten i«n«« 8.S« 2 10, August w* 1 dje Tondichtung. geret 6-”«*, -nd« 3”b,l,n s n «U™ Zeil W WT. eVüoni«1 sSä- i Atun.ll Morgen,Freitag, • f lHllI! trifft eine große kendung frische Finmnch- turken ein. 100 Stuck Wt. 1.—. Berkans von l orgens 8 Ubr an im Jboic fö .Wirtschaft Boller^, bnbontraße.______ Lpeisckartoffcln Iilbc und weißfteischige. ver entner Mk. 3.60 frei Bahn- n Gießen liefert unter Rach- n me Heinrich Schneider, mbroirt, lltvhc, Pott Ber^ idt «Wettcrau». Änb W* Schotte». n.d.Watt,. Pen- i oaisvreio Mk-3.7.». ^chatna- Zarten, gedeckte -Halle. 18°/, Abfall holz f.3tr.lJZ0 Mk., fraieAnfuhr. Holzbearbcitungo - Fabrik E. "EL. Müller, s Letzte Hacbricbku. Der Kaiser in Este«. Essen, 9. 2lug Ter Kaiser ist um 8.65 Uhr auf der Station Hügel eingetroffen und in der Villa Hügel abgestiegen. Er verlieh dem Legattonsrat Krupp von Bohlen unb Halbach den Rang eines außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers und desjen Gattin den Louisenorden 2. Klasse. Ter montenegrinische Zwifchenkall erledigt. Konstantinopel, 9. Aug Der (Mdröteträger von Montenegro erschien auf der Pforte und erklärte, daß Montenegro seine Truppen zurückziehen wolle. Es müsse aber aut einer Untersuchung über die Ursache der Zwtschentätte bestehen. Die Pforte gab den türkischen Truppen an der Grenze Befehl, das Feuer cimuficllen unb sich zurückzu- ziehen. Die Grenzkommissäre er hielten den Befehl, gemeinsam mit den moMenegrintschcn Behörben eine Untersuchung ein^u- l eiten. * Darmstadt, 9. Aug. Die technische Hochschule verlieh dem Legationsrat Krupp von Bohlen und Halbach die Wierde eines Doktor-Ingenieurs ehrenhalber. Kassel, 8. Aug. Im Alter von 92»/, Fahren verstarb gestern der älteste Lcteran der deutschen Militärärzte Generalarzt a. D. Linder. Turin, 8. Aug. Gestern wurden in Bentimiglio von der Grenzpolizei vier aus Marseille kommende Deutsche im Alter zwischen 20 unb 28 Jahren unter dem Verdacht, türkische Spione zu sein, verhaftet. Sic erklärten, dentsche Deserteure zu sein unb freiwillig auf italienischer Seite in Tripolis kämpfen zu nwllen. Die Namen der Verhärteten sind: Dr. jur. Hackensschmidt, Mechaniker Kurt Miesbach, Seeoffizier Fritz Reuter unb Kaufmann Otto Braune oder Laufmann. In der Rangliste steht nur ein Geestemünber Leutnant, Fritz Reuter, verzeichnet. Chicago, 9. Aug. Ter Gouverneur von Kalisomieir Johnson wurde zum xH^e Präsidentschaftskandidaten gewählt. An schwülen Augusttagen, wenn der Appettt nachlätzt, ist ein natürlicher Fruchtflammeri gekocht mit Thondamin zu den Mahlzeiten sicher stets willkommen. Nun denken Sie mal einen Augenblick nach — einfach I „Man nimmt den Saft von frischen gekochten Früchten mit Zucker durchgeseiht und daNN MondaMM, Nichts weiter! Dies zusammen 3 Minuten durchgekocht und dann abkühlen lassen, gibt eine erfrischende Zwischenspeise". Ausführliche Rezepte gratis u. franko o.Mondarnin-Kontor, BerlinOL. Verlangen Sie das ll-Büchlein. Bad-Salzhansen. Sonntag, den IL August d. I., Militar- Aonzcrt der Kapelle des Katscr-Wilhelm-RegimentS aus Gießen von 4 bis 7 Uhr im Kurpark, von 8 bis 9 Uhr vor dem Kurhaus — bei schlechtem Wetter im Konzertsaal. Eintritt 50 Pfg., Kurkartenbesitzer frei. Bad-Salzhausen, den 5. August 1912. Großh. BadedireNion Bad-Salzhaufen. 8*/e H Fortbild^ungsSchulunterrichtes für Mädchen in nunmehr beschlossene Sache. Rach ^bem vorn Schulvorstand («ebmiflten Satzungscutwun soll die Schule den Zweck haben, >chen den erzieherlschen Aufgaben die der Schulpflicht ent- Hcbfcncn Mädcktet: ihren hauswtrtschastlichen unb beniilKhcn Jn- l-ir>len entsprechend theoretisch unb praktisch weiterzubilden. Ter »«uch biefer Fortbildungsschule ist insofern obligatorisch, als eilt in Offenbacher kausrnännischrn unb gewerblichen Betrieben itagen Mädchen nach der Erfüllung der Boiksschulpfkicht ein .tabr lang die Fortbildungsschule besuchen müssen. Die Besuchs^ fann ledock) durch Stadtverordnetenbeschluß auf 3 Jahre .rtrwft werden Der Unterricht erfolgt in Emzelklassen mit 4 iLch'MÜichen Unterrichtsstunden, kann aber bei Beibehaltung der kinährigen Besuchszeit bis zu 12 Stunden erhöht werden. Die IHerriefSfhioben sollen bis spätestens 7 Uhr abends beendet schi Die Leitung der Schule liegt einer entsprechenden An- Mbl von Hauptlehrrrn oder >>auptlehrerinnen ob. = Mainz, 7. Aug. Für den großen städtischen Kran- kenbausn tu bau sind © b e n g l e r a r bei te n im Betrag tn etwa 45 000 Mark an die hiesige Sveng ler tnnun g iiTtragen worden. Im Einverständnis mit dem Hochbauamt werben die einzelnen Arbeiten sachgemäß an die verschiedenen !"elfter verteilt; für die richtige Ausführung sind einige der Irbrutcnbereii freister verpflichtet. Mit diefer Art der Bergedung tmd praktische kommunale Ha n d wer k s p o l 11 l k behieben, die sicher auch bei allen sozial unb praktisch denkenden für gern volle Anerkennung finbet Auch ine Dachdecker- unb Lpzmerarbeiten für diesen großen Reubau wmden an die betref- , ImbHi Innungen im Betrag von rund 250000 Mark vergeben. ige§, am 2.6tpta 7 letzteren Arbeilen sind bereits im Gröng unb »verden zur ürmung dkS ^i. jirncbenbat der ^»Verwaltung au&tKiübrt. Daß die verschte- kam Handwerksmeister nicht nur wirNchattluh gefrartigt werden, ionDmi auch ®elegvubnt haben, ihre Gesellen unb Ardettcr Wetter ji beschäftigen, ist hierbei von großer Bedeutung. Ären» Wetzlar. = Hoh«»s^)lmS, 7. Aug. Die Getreideernte ist I auch auf unfern Höhen flott im Gang und liefert an IHörnern unb Stroh einen sehr befriedigenden Ertra g. -Nur der Stand des Hafer« läßt zu wünschen übrig. Auch die Hackfrüchte stehen sehr gut. Die Hitze von neulich schien L verhängnisvoll werden zu wollen, aber der reichliche Regen hat auch den zweiten Futterschnitt gerettet. Wie im Feld, io steht auch im Garte,i alles gut, nur edle Obstsorten wollen licht auf unseren rauhen Höhen gedeihen. Heffen-Nasfa«. ■= Frankfurt a. M., 7. Äug Der ^ookogtsche »arten bat einen schweren Verlust zu beklagen durch den Tob H großen männlichen Schimpansen „auauir Gr btt schon längere Zeit an einer Tanm-rfrantimg. Ta ihm auf Ime Weise irgendwelckv Heilmittel bei$ubratgcn jDaren. ver- IdHinrrnerte sich das liebel immer mehr, w bafe er thm If&t «lag. „luguft- mar wohl einer der grauten und schönsten z. 8t m Europa lebenden Schim»in,en, erreichte em 10<3, mb lebte jetzt länger als 4 Favre im hwmgai " Hrächt der großen Empfindlichkeit aller Men,chenastm hat er Ufo verhältnismäßig sehr lange m der ^angemit^ttcmsgedauer^ So vabm er in seiner Jugend war, so imld und bösartig wurde^er jtäter Rur fern gewohnter Wärter ^urstench ihm nahen und auch dieser geriet mefrrcvrmale, beim unberechenlrnren Tempera- de>s Tieres, in (xbenHirfrö Gefahr furchtbare rin sehr wohl entwickeltes l^ebik machen btc «^cbstnen Men,cken rfm iu sehr gefährüdyn Gegnern. Der Kadaver wurde dem htlK Wt hl Pu' die im 2Z1 «SS Sy«. Men 4 die LauL .gegeben, Scheune sind noch ein großer Schuppen vollständig und iöa Rachbarbäuser zum Teil niebergebrannt In Reims smd durch Die Explosion einer Xöna- mitpatrone, die wahrend einer TniPütnalmnq erfolgte, 30 Dragoner verwundet worben, '«ebn von ihnen so idxzrr, daß fic ins Lazarett gebracht werden mußten. Der PaulanermönchMac 0 cki, der wegen Kiner cdxmb- taten im Kloster bei 6 z e n st 0 cha u zu zwölf Fadren Zwangsarhett verurteilt NTurt» soll irrsinnig geworden (ein. Ein Bahnraub. Die Blätter melden aus Wien- Der Landtags abgeordnete Blum dielt sich während der Fahrt von (ierno- w i tz nach Wien mir einigen Herren un Speisewagen auf unb üderzählle nach dem Essen seine Barschaft. RaM dem Auient- holt des Zuge» auf der Station Colombo halten drei Herren im Speisewagen Platz genommen Al.« Btum den Wagen verließ, folgten ihm die Fremden Zn seinem Wagen angrkommen, bemerkte er, daß ihm ferne Brieftasche mir OMb und Wechseln im angeblichen Betrage von etwa 100 OOO ftronen fehlte. Der Berdacht lenkt iud auf die Fremden, die auf der Staliow Stanislau ausgestiegen waren. Unwetter am ckomo-See. Aus vielen Crten der Provinz Como werden schwere Unwetter gemeldet. Der bei Argena münbenbe Bergstrom Telo ist infolge des 04ewitt errege ns über feine Ufer getreten und bat zwei Häuser der Stadt zum Einsturz gebracht, drei beschädigt. Fn Dorio bat em Bergrutsch zwei Häuser verschüttet, drei Personen wurden getötet Der Bergstrom Breneia hat zwei Brücken weggeschtrernmt, drei Personen sind ertrunken. 3n Lecco Baliassina und der ganzen ttzegend am See sind große Verwüstungen auf den Feldern angerichtet worden.________________ Wetteraussichten in Hessen für Freitag, den 9. August 1913: Wolkig, vereinzelt Diegentälle, kühl, später langsam aufhesternd. Höhenluftkurort und Sommerfrische ■ • , । Westerwald, 500 Meter, für Er- HMnninnhnnn holungs- und Kufiebedürftige Mm iRnnErn votel „vesterwälder Hof“ HlUl 1 UHU Ul y Modernstes Haus am Platxe. [8*/, Volle Pens. v. Mk.4-iO an. Tel. 16. Bes.: Aur. letaler. ?n, jo hnl” (de zu beschaffen wäre, die Bürgschaft zu übernehmen. Jede Las fiuantiell , "enoffenfchaft soll mit Rücksicht auf ihre LeiftungSsähigkeit :or unb bW I ftfümmtn, wie sie sich auf eine der obengenannten Arten an nü^^n eonnlfli^LT- i (ein 50iab haftpflichtige tue Srnnme von rund einer Million Mark aus- ^<**6. tnngen sollen. Genossenschaftliche Opferwilsigkeit wird sicher hrx nicht versagen und den bedrängten Genoffen die heiß taoartete Hille bringen. 1 ^iraße mg I e °m Stabte ,, wT )tlllungirauen, W b,n ltnn farbiges, W Poft Prutz. Tirol, Station Landeck. Entzück ! A Alveuluitkurort, altrenom. Schwefelbad. IO Windgeich. mild. :steiiooiert^ gemütL tfroL IX ;anben, Herr!. Spaziergänge, III Ladi niion von _________—- frei b. Kurverwaltung. CM/& Schotten imVogelsberg U«»aI ti।r Pnct erstes Hans am Platze. Anerkannt nOiei ZUr lUol vorzuxl. u. preiswerte Verpflf-erunc. Hervorragende Weine zu mäßigen Preisen. W^inhand- inng. Naturreiner sdhst^ekelteter 1911er Bechtheimer im Ausschank. Pensionspreis Mk. 3.75. S°lt Bes. Carl Cellariue, Fernsprecher Nr. 2 Ivsvrcnä mein« ■jßitW VL 3 n Mil [v*/e Fest-Kommers Carl SHuuck I ScltcrsiDcg 52 Celcphon ns a'/i Kolosseum Krumeichs Krü^e [a’/J Walltorstraße Inh.: Karl Ohm 4805 Ludwig Kröll, Plockstrasse Mttkm It3l4. 3n den Pianola, Phonola ui Phonola-Piano 1250 und 950 Mk. 2150-2650 Mk. ITaleltrauben]; 4930 M. Haub, Echzell. Schnaken Rödgen Rödgen Pfund 45 Pf«. Klavierstimmen. Auf polieren von Pianos Pf. 5390 Pf. 13. d. Mts. auf dein Rat in mehreren Losen vergeben vcranschl. zuMk. 6500.— // ii Lclterswcg 12. Telephon 285. er nnmclbcn. Talelbf. "4frr ttyn m auch nähere innzeldetnn I ®' c d. flcvlontc Wanderunv >7 '! 6°r Tfabren. . . 1 J«nti n »vaber anmelden. sind 980.— P’-Ä. I)1"al II 500.— n ul C. Röhr & Co 4829 tlltfflied der Hnbatt-SparvereiniKunR. A Grosse Reparatur-Werkstätte für Flügel, Pianinos u. Harmoniums zum Einkochen aller Gemüse und Obstsorten tausendfach bewährt. Zu haben bei I Naturgraue, nahtlos gewirkte Herren-Socken, mit verstärkten Fersen und. Spitzen. Nicht einlaufend. Kräftig und dabei dünn. Für Touristen sehr zu empfehlen. Gespielte Pianinos, Flügel u. Harmoniums sind meistens in groß. Zahl vorrätig (30-1200 Mk.) sollen Dienstag, den Hause zu Muschenheim werden: Verschleifungsarbeiten Wegplanierungsarbeiten Grabcnarbeitcn CbaussierungSarbciten sind, kenntlich an nebenstehender .Eber“. Bettfedern u, Daunen in allen Preislagen, garant.staubfrei, weil gewaschen Gefüllte Kissenu.Deckbetten 3000.— 1700.— 1800.— ChaussierungSslück-- fteinen UebergrundungS- material Eberhardts Original-Fabrikate Schutz-Marke versendet ver Zentner »u Mk. 3.50 unter Nachnahmc betriligen,wollen sich bis »uni 14. d. Mts. bei uns. 2<6rtfn und tft daher eine außergciDöbnlüh günftige Gelegenheit 3um Einkauf geboten. Bcrnhtigung ohne KauDinang gerne geftattet. Ratffllägc und Prcifc bcrcitiDilliglt. wozu ergcbenst einladen die Wirte: bin o 1 guter OOCkCEL Pianos zu vermieten auch Harmoniums; monatliche Mietpreise 2 bis 12 Mk. Bei Ankauf eines gemieteten Instrumentes Gutschrift der Miete laut besond. Bedingungen Pflasteracbeitcn einschl. 9)latc- riallieferung Verlegen von Zementrühren Aufsetzen von Steinen Fuhcleistungcn Liefern von Zcmentröhren und doch billig! stechen nicht, wenn man lud mit Kecontlpnlin 50 Pfg.) einreibt. 51** Adler-Drogerie, Selterswij 39 Landbuller-Ersatz Süstrahm-Margarine Morgen abend: Textors Terrasse Diel. Mitglieder, welche nch an der 3-täg. Wanderung m das Sauerland «Attendorner Hoble ufro.i, 18. b. 20. Auguir BtrgebilligmFtldbkrmiiiiiiigsarbeittii Für die Fcldbercinigung Muschenheim f durchschnittlich :wn -en 90er *mn auch no -ad 1904 mit Uschlag von pr sechsmal 3» d«m A ®im(ung ein« i* hohen Ven Mgsanstalt g. Duzende» festge »«rbands öffi jtoilldilanb" d ^rungsanstal Pflugfabrik Ulm a. D. Schmiedestählerne Pflüge aller Arten. Jährliche Produktion ca. IOOOOO Stück Pflüge. „Der vorzügliche Gung der Eberhardt nclien PflüRe wird dadurch auf die Dauer erhalten, da** zu denselben auNwehllcMNllch Schare verwendet werden, welche auf Ihrem Rücken die oben RezeiRle Schutzmarke tragen.“ ,.2........y.,-.- <- Neues SaucrkrautPsd Neue Gurken 10@lü Ter Borttaud. Holl. Bollhkriniie,«s,a«FII«,. C'inmach-Essig per Liter 12 und 18 Pfg. Weinessig per Liter 30 Psg. Aaskh-Bmnimill Liter 100 Pfg. Nordhäiistt ia„ Ar. 120 u. 130 Pig. Evang. Arbeiterverein Zur Feier des SOjährigen Stiftungsfestes Samstag, den 10. August, abends 81/, Uhr, im Vereinslokal (oberer Saal) Inventur^ Ausverkauf; vom 2. bis 15. Bugult gewähre id) auf alle TlniKcl Sonntag, den 11. August, vormittags 91/, Uhr, in der Stadtkirche Fest-Gottesdienst unter Mitwirkung des Gern. Chors des Vereins. Fcstprcdiger: Prof. D. Eck. Nachmittags 3 Uhr ß —F’aÄÄ# in Steins ©arten W«* lüH-rvai Konzert,Gcsangsvorträgc,Ansprachen, Damenreigen, Lampion-Polonaise rc., JtfV Tanz. Eintritt für Mitglieder u. deren Angehörige frei, Nichtmitglieder 30 Pfg. Vereinsabzeichen anlegen. Am Sonntag, den 11. August: Grosser Abschieds■ Ball Anf.5ViUbr. Eintr.f.Herren 50Pf.inkl.Tanz. Damen frei! über d. ai zu erfahren, v*/» Der Vorstand. _________________________________ 1 $tt diesjährige , 6itt eitiftiirtofitiik ____Otto Schaaf. I Ausnnhmkvffkrte. Offeriere frische grüne lZinmüch-Mkeii 6-12 cm lang, 100 Stück 50 Pfg. Phil. Röß.WutfenfonfenM Fabrik, HerrnSbeim, Tel. 449 flmt WormS. [58S j AÜr Hühneraugen und Hornhaut gibt es mchiS befiered wie Karns Hübner- augentinktur und lülofttt Zentral Drogerie Emil Karn, Schulktr. B ■ 1000 bis 3300 Mk. 380 bis 1700 Mk.