Nr. 5 viertes Blatt 162. Jahrgang Erfchenu lLglich mtl Ausnahme SeS Sermtook Li« ^Gießener tfamllienbiatttr“ werden dem .Anzeiger' otmnal roöcbenthd) betgdegi, daS „Krdsblflti fir de» Kreis »letze»'' zweimal wSchenlUch. Dle .^aadwlrtichastllche» Lett« liegen“ ericfcemen nwnailtd) zweimal General-Rnzeitzer für Oberhejjen Samstag, 6. Januar |9|2 Hotottonebrud and Bexlag der 6t ü bl Id) en Unteerfuäta - Buch- and ötembrucferei. 9t fange. Dietzen. Äebafttcn. (Erpebitton und Druckerei; Cebu!» stratze ?. DxpediNon and Verlag 6L Rebdftiotre^e# 112. LeU-Adr- AnzergerDlesen» Die Anwendung von Luguform zur Bekämpfung der Maul. u.UIauenfeuche nach Prof. Hoffmann, Stuttgart. Von Tr. Knell. Bei der Wichtigkeit der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche und angesichts de- Aufsehen erregenden neuen Mittels zu ihrer Bekämpfung werden fich die Leser für den nachstehenden Aufsatz interessieren, den uns der bieiige Sach- tieritanoige, Streidvetcrinaerat Dr. Ä n c 11, auf unter Ersuchen zur Verfügung gegellt hat. Die großen wirtschaftlichen Schäden, lvelche die Maul- linb Klauenseuche herborrust, drängen von allen Seiten zu Arbeiten über die Bekämpfung dieser Seuche. Um sich von der Höhe dieser Schäden eine Vorstellung zu rnacyen, dürste es von Interesse sein, einige Zahlen hierüber zu erfahren. In den Jahren 1896 bis 190? erkrankten an dieser Seuche 7 375 685 Aiinder, 6178116 Schafe und 2 677 991 Schweine. Die Schäden, welche durch die Erkrankung dieser Tiere entstanden (durch Tod, Milchverlust, Tod von Kälbern, Verlust an Arbeitstagen usw.), beziffern sich nach einer Berechnung der Lmrdwirtschastskammer für die Provinz Sachsen bei Rinder auf 793 Millionen, bei -Schafen und Schweinen auf 56 Millionen, zusammen also auf rund eine Milliarde Mark. Da der Erreger der Seuche nicht bekannt ist, stieß ihre rationelle .Bekämpfung bisher auf fast unüberwindliche Schwierigkeiten. Vorzüglich die veterinärpolizeilichen Maßnahmen haben es bisher vermocht, die je auftretenden Leuchenausbrüche in kurzer Zeit wieder zu dämmen, so daß Deutschland in der oben genannten Zei spanne überwiegend nur schwach verseucht, teilweise sogar unverseuchl war. Da aber die Anwendung der Veterinärpol zellichen Maßnahmen unvermeidliche Sclfädigungen wirtschaftlicher Art zur Folge hat, die von den Interessenten (Händlern und Landwirten > schwer empfunden werden, strebt man barnad), auch auf anderem Wege der Seuche Herr zu werden. Nach den vielen Mißerfolgen mit Medikamenten aller Art belebte es die Hoffnung der Allgemeinheit ungemein, als nach einer Mitteilung der Frankfurter Zeitung vom 14. Dezember bekannt wurde, daß Professor Hoffmann Stuttgart in dem Eugu- form ein Medikament gefunden haben sollte, das geeignet sei, die Seuche in kurzer Zeit zu tilgen. Die Mittel, welche man bisher zu verwenden suchte, lassen sich in drei Gruppen einteilen: Medikamente, toeld)e den gesamten Lrganismus beeinflussen, solche, die auf die örtlichcn Erkrankungen einwirken und schließlich^ein Serum, welches den Körper der behandelten Tiere mit Schutzkörper versieht, die das Eindringen von Krankheitserregern verhüten oder die eingedrungenen vernichten. Das von Prof. Hoffmann empfohlene Euguform gehört in die zweite Gruppe. Es ist eine Verbindung von Guajacol und Fvr- maliu und stellt ein feines, leichtes, in Wasser nicht lösliches, graugelbes Pulver dar. Hoffmann verreibt dieses Pulver mit Wasser, indem er etwa 15 Gramm Euguform auf einen Liter Wasser nimmt. Diese Verreibung wird mittelst einer kräftigen Spritze von etwa oOO cbcm Inhalt deren Kanüle in rechtem Winkel abgebogen ist, den Tieren in kräftigem Strahl in die Maulhöhle und in den Ktauen- spalt gespritzt. Das Maul und die Klauen werden auf diese Weise gereinigt. Auf den gereinigten Flächen soll das Medikament seine Wirkung entfalten. Die Wirkung des Präparats soll nad) seinen Angaben eine schmerzlindernde und heilende sein. Außer dieser Emulsion verwendet .Hofsmann eine lOprozentige Eugufvrmsalbe, mit der die erkrankten Euter so behandelt werden, daß die wunden Stellen mit der Salbe gleichmäßig überzogen sind. Mit dieser Behandlung geht Hand in Hand eine Desinfektion der Krippen mit einer Euguform-Forrnalin-Emulsion, sowie eine Behandlung des Fiebers durch die Verabfolgung von. Chinin in Verbindung mit Fenchel und Kalmus, sowie mit der Anwendung warmer Prisnitzscher Wickel. Mit dieser Behandlung setzt er ein, sobald die Körpertemperatur eine Höhe von etwa 40 Grad erreicht. Die Wirkung, die Hoffmann beobachtet haben will, besteht darin, daß das Fieber rasch zurückgel-t, frühzeitig behandelte lokale Veränderun- gen in ihrer Entwicklung gehemmt und in ihrer Abheilung gefördert werden. Gleichzeitig mit diesen Einflüssen soll sich eine Besserung das Allgemeinbefindens cinftellen. Nach 36 bis 40 Stunden sollen sich die behandelten Tiere in der Regel wie gesunde verhalten. Neber die Menge des zu verwendenden Euguforms soll Hoffmann nach einem Bericht der Frankfurter Zeitung in einer Besprechung im Württembergischen Ministerium angegeben haben, daß dieselbe nach Heftigkeit der Erkrankung schwankt, daß aber mit einem Kilo Euguform rund 40 Tiere behandelt werden können. Um den Wert dieser Bekämpfungsmethoden beurteilen zu können, sind theore llche Erwägungen und praktische Erfahrungen zu berücksichtigen. Es erscheint zimächst wichtig zu sein, zu wissen, daß die Maul- und Klauenseuche nichi, wie vielfach angenommen wird, eine örtliche Erkrankung des Mauls und der Klauen, vielleicht auch noch des Euters ist, sondern eine Jnfetttions- krankheit, welche den ganzen Organismus in Mitleidenschaft zieht und bei 8er allerdings die dem Laien am meisten in die Augen fallenden Veränderungen am Maul und an den Klauen zu beobachten sind. Gegen eine solche Infektionskrankheit ist zweifellos das Nkittel am rationellsten, tvelches auf den gesamten Organismus einwirkt und am meisten fd?cint noch immer von einer Serum- behandlung zu erwarten zu sein. Im Prinzip ist die Frage der Ausführbarkeit einer solchen gelöst. Durch Löffler- Greifswald ist ein Serum l^ergestellt, das zweifellos schrnerz-- mildernd und heilend wirkt, aus verschiedenen Gründen, deren wesentlicher der ist, daß wir den Erreger der Seuche nicht kennen und züchten können, ist es aber zurzeit noch nicht möglich, die Serumbehandlung praktisch in genügend großem Umfang durch führen zu können. Auch die Behandlung von Infektionskrankheiten mit Medikamenten, die der Blutbahn einverleibt werden und den gesamten Organismus beeinflussen, lassen es nicht ausgeschlossen erscheinen, daß es möglich ist, der Seuche auf diesem Wege beizu- kommen. geschlossene und vollauf befriedigende Versuche liegen aber über diese Frage noch nicht vor. Die snrnp- tomische Behandlung der einzelnen Kranihcllserschcinungen und der örtlidjcn Veränderungen ist ebenfalls zweifellos geeignet, den Zustand der erkrankten Tiere günstig £ii beeinflussen, ob es aber damit möglich sein kann, die on feit einiger Zeit in Auftrag gegebenen Geschützen nichtdeutschen Ursprungs hab au das Konto setzen lassen müssen, da die Lieferung durch eine deutsche Firma als Vertreterin einer ausländischen vermittelt worden ist. Im übrigen aber unterliegt es keinem Zweifel, daß auch von kleineren deutschen Häusern und Händlern die Gelegenheit zum Verkaufe von Kriegsmaterial ausgenutzt wird, zumal da ein striktes Verbot, wie es England auf Grund des Order in eouneil vom 24. Oktober 1904 erlassen hat, deutscherseits und auch seitens der anderen Staaten nicht ergangen ist. Diese Umstände wirken zusammen, um auf feiten der Revolutionäre eine Beargwohnung der Deutschen und Deutschlands zu begünstigen. Die deutschfeindliche fremde Presse hat sich das zunutze gemacht. Erwähnt sei nur die immer wieberkehrende und schon mehrfach dementierte Behauptung von der Beteiligung deutscher Offiziere auf feiten der Regierungstruppen. Das in Schanghai erscheinende französische „Echo de Chine" machte nod) kürzlich die groteske Mitteilung, die Deutschen hätten den Kaiserlichen außer Waffen und Munition auch 70 Offiziere gestellt. In einer angeblichen Unterredung mit einem revolutionären Führer erwähnt dasselbe Blatt, dieser schreibe die Erfolge der Kaiserlichen dem Umstanbe zu, daß letztere bekannllich von Deutschen in der Anzahl von 100 geleitet seien. Gleichzeitig läßt in diesem Gespräche bas Blatt die Frage eines"Boykotts der Deutschen am Horllont erscheinen. Verzeichnet sei ferner bas Gerücht über Verpfändung der Provinz Schantung an Deutschland gegen Gewährung einer Anleihe, das auch den Reichsausschuß beschäftigt hat. Vor allem betreiben japanische, ober unter j a- p anischem Einfluß stehende Blätter die Hetze. Tie „Mandchuria Daily News" erscheinen in Dalny, die „Shuntien Shi Pao" ist eine ganz japanischen Interessen dienende, sehr verbreitete Zeitung Pekings. Hält man diese Angriffe zusammen mit den Stimmen japanischer Blätter in Japan selbst, so muß von einem deutschfeindlichen Preßfeldzuge gesprochen werden. Abgesehen von dem allgemeinen Zwecke, durch Herabsetzung Deutschlands in den Augen der möglicherweise siegreichen Revolution ihm politisch und kommerziell Abbruch zu tun, wird mit den Angriffen die besondere Absicht verfolgt, über die eigenen, in beträchtlichen Mengen nach China gehenden Kriegslieferungen Japans einen Schleier zu breiten und die Aufmerksamkeit von ihnen abzulenken, ferner aber aud), bei einer etwaigen künftigen republikanischen Regierung in die militärische Lieferungsstellung Deutschlands in China Bresche zu legen und für Bestellungen an japanischem Material wie für die Entsendung von japanischen Instrukteuren in erweitertem Maße den Boden zu ebnen. Gleichzeitig soll dem deutschen Handel ein Stoß versetzt werden. Tie Zeitungsnachrichten von einem im Machtbereiche der Revolutionäre beabsichtigten Boykott deutscher Erzeugnisse erscheinen immer häufiger, manch- mal auch in der Form von llntcrrcbungcn Revolutionäre» mit Japanern. Sotveit es angängig war, ist in Peking diesen Angriffen cntgegcnßcireten worden. Berichtigungen haben freilich bei dem Stand der in Betracht kommenden Presse .mmer das Bedenklid).e, daß die Angrifse in stärkerer Form wiederholt lverden. Watiöcrn und Neiscn. Weilmachlltaye in der Ntzön. Regen, nichts als Regen brachten uns die diesjährigen Weih- nachtsfcicrtage in Gießen. Mit griesgrämigem Gesiebt schaute der Himmel drein und ließ auf keine Besserung hoffen. Aber im höheren Mittelgebirge, wenige Kilometer rncitcr, fah cS anders aus. Nebel und Schnee war hier die Losung. Kam ntan hoch hinauf, so lachte einem wohl auch die Sonne entgcg n, und prachtvolle Winterlandschasten boten sich dem Auge des Bc- d>auerd. Wirklich sanden sich am Abend des zweiten Feiertags acht Gießener Sclstläufcr, die dem Himmel mehr zntrauten, um nach der Rhön abzudampfen. In Gießen, in der Bahn,, 'a noch in Fulda wurde man mit spöttischen Gesichtern angesehen. Hofs- nungssroh vertraute man sich am nächsten Morgen trotz des herrschenden Regens dem Bähnlcin nach Gersfeld an. Aus dem Zug sah man von Ferne weiße Schneeselder, die die Stimmung bedeutend hoben, auch wurde hie und da von Kundigen versichert, oben trefft ihr schon Sclmee an. Bei strömendem Re> en packte man seine Höller auf und marschierte getrost weiter. Ein Teil blieb schon in Gersfeld zurück, um nod) einmal der pren- ßisck)en Post Grüße nach Hause zu übergeben und zu versichern, daß sckwn einige Schneeflocken dem Regen beimnengt seien. Sie traf man erst am Ziele wieder, da sic einen andere.! Weg als die Vorauscilenden einsck)lugen. Der Regen verwandelte sich allmählich ganz in Schnee, so daß man schon jetzt über die Spötter „drunten im Tal" zu lächeln begann. Tas kleine Wäldchen, durck) das rwischen Gersfeld und Obe ivüßenbrunn die pr.nßisch- bayrisd;c Grenze zieh, bot einen entzück nden Anblick. Drunten in der Niederung sah man Oberweißenbrunn ganz versckmeit. Im einzigen Gasthof sollte noch ein kleines Frühstück eing'nom- men werden, wesball» man cs vorzog, die Schier das kurz' S'ück noch zu tragen. Ter alte Schäfer, der sorglos seine Tage dahinlebt, sang uns seine sdchnstcn Volkslieder vor, in die wir, soweit sic uns bekannt waren, kräftig cinstimmtcn. Gern hätten wir den ganzen Tag bei ihm zugebrackü, aber die Zeit mahnte zum Wcitcrgehen. Schnell erstieg man den Arnsberg hinter Oberweißenbrunn: und jetzt schnell die Schier an! Der Anfänger wegen kamen wir nur langsam vorwärts, aber wir hatten ja wenig zu versäumen. Unser Ziel, das Kloster Kreuzberg, lief uns nicht fort. Das Kloster, das höchst gelegene in Deutschland, soll an der Stelle einer alten heidnischen Opferstätte stehen. Ende des 7. Jahrhunderts predigte in der Gegend der heilige Kilian; Namen tote Kilianshof, Ktliansbrunnen erinnern noch au ibn. Schon im frühen Mittelalter stand auf dem Kreuzberg ein Kreuz und an den beiden Kreuzfesten wallfahrteten die Bewohner der umliegenden Ortschaften hinauf. Im Bauernkrieg wurde das Kreuz entfernt und die Wallfahrten ließen naturgemäß nach. 1582 errichtete der Fürstbischof Julius Echter von Mcspelbrnnn ?in neues Kreuz, um die Wallfahrten wieder zu heben. Anfangs versahen Bischofsheimer Gttstlichc den Gottesdienst. 9fber allmählich konnten sie wegen des Andranges die Arbeit nicht mehr versehen. Deshalb wurden einige Patres aus dem Franziskanertloittr Dettel- bad) berufen. Diese wohnten in Bischofsheim und bestiegen täg- lick> den Berg. Die Anmhl der Wallfahrer wurde immer größer, so daß 1679 der Befehl gegeben wurde, die vorhandene kleine Kapelle zu vergrößern und ein Kloster anzubauen. Es entwickelte sich allmählich so, daß es heute der besuchteste Wallfahrtsort Nordbayems ist. Zwei Patres, unterstützt von den in der Umgegend wohnenden Geistlichen, versehen den Gottesd'enst. Mehrere Laienbrüder besorgen die dem Kloster gestattete kleine Oekonomie und die sonst vorkommeirden Hausarbeiten. Diejenigen jungen Leute, die später in den Orden eintreten ivollen, müssen als Servitialen eine ungefähr dreijährige Probezeit durch- mad>en. Das Kloster wird nicht nur gern Von Gläubigen, sondern auch von Wanderern aufgesucht. Sind doch Bruder Wendelin und Bruder Haimar allzeit freundliche Leute, die and) gern einmal einen harmlosen Scherz hinnehmen. Bei unserer Ankunft wurden wir von beiden schon von Weitem als alte Bekannt' freudig begrüßt und in das gemütliche Gastzimmer geleitet. J'tzt ging es ans Fragen und Erzählen. Plötzlich nähert sich mir ein Mädel, das ich im Zwielicht gar nicht beachtet hatte. Sich da, es ist das Elslein ans F. Nach herzlicher Begrüßung inacht sie mich "mit ihren Begleitern bekannt, unter denen sich auch ein aller Gießener befindet. Natürlich wollte er vieles wissen, so daß wir verabredeten, da jene in Bischofsheim wohnten, uns am nächsten Tage wieder zu treffen. Um den Sdurc tüchtig auszunutzen, ging es gleich wieder an die Uebungsfelder, bis uns abends der Hunger heimzog. Nach der Abendmahlzeit faßen wir noch gemütlich am großen Por.zellanofen, der mit mächtigen Buchenscheiten gehttzt wird, und freuten uns, dem Groß'ad'gttriebe auf einige Zeit entronnen zu sein. Wendelin und Haimar hatten sich freigemacht, um mit uns alte Erinnerungen auszutauschen. Es ist etwas Eigervartiges mit den braunen Mönchen, die man in unserer Gegend eigentlich nur vom Hörensagen kennt, an einem Tisch zu sitzen und ihren .Mitteilungen zu lauschen. Ist doch fast ein Jahr vergangen, seit ich sie zum letzten Male aufgesucht, und so gab es viel zu erzählen. ^Den Jungen, die bei mir waren, mackste die urwüchsige bayrische Mundart viel Spaß, und als gar Haimar eine ihm angebotene Zigarre in der Kapuze verschwinden ließ, brachen sie in lautes Elllächter aus. Zeitig, wie es die Klosterordnung porschreibt, ging man zu Bett. Am nächsten Tage kam Elslein wieder und brachte ferne ganze Reisegesellschaft mit. Da cs über Nacht mächtig geschneit hatte, freuten mir uns unseres Tascins noch jnebr und bedauerten nur die armen Menschen, die in den Städten herum- laufen mußten und nickst auf flinken Schiern bei uns sein kmuten. Bei leuchtendem Sonnenschein machten wir unsere Wanderungen durch den prächtigen Wintcrwald. Nur allzurasch verrann der Tag. Könnt ich zum Augenblicke sagen . . .! Bruder Haimar ist der glücklich? Besitzer einer Laut'. Im stillen Kttostcr ertönten daher abends lustige und ernste Weisen. Mer da uns am nächsten Tag die Schier^ wieder forttrageüt sollten, legten wir uns auch yeutc zeitig schlaserr. Früh am nächsten Tag ging das Schneeschuhlaufen wieder los. Der Abend brachte hellen Mondschein. Wer kann ihm widerstehen? Mondnacht im verschneiten Gebirge. Nur wer sie schon einmal erlebt hat, kann sich einen Begriff von der Erhabenheit machen. Kaum daß das Essen abgetragen war, locct cs uns noch einnral hinai'' Wir besteigen den höchsten Gipfel und im grünen Licht d"s bleichen Gesellen bietet sich eine entzückende Fernsicht. Dort die Wasser- kupve, art der die Fulda entspringt. Drüben Eierhauk und Dam- mersfeld, da die schwarzen Berge. Ganz hinten am Horizont eme ^ichterreihe, Schweinfurt. Beim Abstieg »etgte uns des Kloster- glöckleinS Klang den Weg an. Erhebend drang der Gesang der Mönche durch die Nacht. Am nächsten Morgen Regen und Tauwetter, aber trotzdem konnten wir unsere Schneeschuhe noch benutzen. Ta sich aber das Welter nicht bessern wollte, wurde die Abreise auf den nächsten Tag festgesetzt. Wir stiegen ab, nach Bischofsheim. Aber ich konnte mich noch nicht von der schönen Rhön trennen und ließ meine Begleiter, nachdem ich sie nach Gersfeld gebracht hatte, allein nach Gießen fahren. Ich wanderte mir meinen neuen Bekannten aus F. wieder zurück nach Bischofsheim und verbrachte dort einen gemütlichen Abend. Am nächsten Morgen erschien ich zum großen Erstaunen der Mönche wieder auf brat Kreuzberg. Und wen traf ich oben? Meinen Freund Malztopf, dem ich geschrieben hatte, wo ich sei, und der sich mit feinen Schiern aufgemacht hatte, mich fru besuchen. Da wir durch unsere schon verabredete Neujahrsfeier bv Mönche nicht Hören wollten, beschlossen wir, allesamt nach Bischofsheim abzusteigen. Beim Braura des Ncujahrspunschcs .zeigte Malztovf wieder lerne bekannten Fertigkeiten, so daß sich die anwesenden Frauen nicht genug wundern konnten. Herr Leutnant Zwölsteufel.meinte, auch, lange so keinen guten Punsch 'getrunken zu haben. Ich mutz aber hier verraten, daß ihm zwei Frauen eifrig zur Seite itanben. Am nächsten Tag hieß es aber endgültig Abschied nehmen von der schönen Rhön, denn die Pflicht ruft. Der letzte Zug war mit Schneeschuhläufern dicht besetzt, die ihre Ferren in her herrlichen Natur verbracht hatten. Bor lauter Schneeschuhen und Rucksäcken und Menschen hatte man kaum Platz. Aber als einer die Mundharmonika hervorholte, fand man doch noch ein Eckchen zum Tanz, gerade groß genug -am Tanz für zwei Paare. Wir trennten uns nicht von den Bergen ohne ein herzliches Gefühl des Dankes für die schönen Tage, die wir auf ihren Häuptern genießen durften. Die nächsten Weihnachtstage verleben wir wieder auf dem Kreuzberg und sie sollen noch viel schöner werden als die letzten. Wer sich für die Schönheiten der Natur begeistern kann, der gehe hinaus in den Winter, unb menn er nur einmal an einem schönen Sonnentag mit seinen Schiern den Schnee durchfurcht hat, wird es ihm leid tun, daß er nicht früher ansing, sich dieses herrlichen Genusses zu erfreuen. J. W. vermischtes. ♦ Wie die Einwanderer in Neu York behandelt werden. In einem amtlichen Schreiben hat der Gmrverneur des Staates Neilyorl, Mr. Dix, die sofortige Entl-aßung des Leiters des Gesundheitsamts am Neutiorker Hafen, D-r. Mvah F. Totti, gefordert, und dabei schwerwi-eaende Anklagen erhoben, die das größte Aufsehen machen und den Auftakt zu einem großen Skandal in Network zu bilden scheinen. Der Goiwernrar wirft dem Leiter des Gesundheitsamtes unverzeihliche Nachlässigkeit und ein menschenunwürdiges Verhalten gegen die Einwanderer vor, die die Quarantäne des Hafenamtes passieren müssen. Die Einwanderer werden in Räumen untergebracht, die von Schmutz und Unrat starren. Bei der Bereitung der Speisen sollen Unretnhdjfciten an der Tagesordnung fein, vor allem aber wird den Quarantane- beaniien rorgeworfen, daß sie sich unverzeihliche Ausschreitungen gegen die Einwanderer, insbesondere gegen die Frauen, erlauben, Ausschreitungen, die nach der Behauptung des Gouverneurs sich jeder Schilderung entziehen. Kranke Kinder werden im Hoipital interniert, ohne' daß hie jammernden Mütter über das weitere Schick ial ihrer Kleinen etwas erfahren, und erschütternde Szenen der Trostlosigkeit und des Jammers seien in den Quarantane- quarticren an der Tagesordnung. Tic Anschuldigungendes^Gou- verneurS erregen ungeheures Aufsehen, umsomehr, als 'Dr. & io t ti in den ärztlichen Kreisen von Neutiort als ein ganz ungewöhnlich tüchtiger und gewissenhafter Arzt gilt, dessen Dienste und Leistungen des höchsten Lobes würdig sein sollen. * Was das Glücksspietabwirft. Bei der jüngsten Auseinandersetzung in der französischen Kammer lenkte ein Abgeordneter die Aufmerksamleit der Regierung auf die wahrhaft märchenhaften Gewinne, die die vom Staate autorisierten Spiel- Vächter in den französischen Badeorten erzielen. Im Kasino von E n g h i e n hat man irn vergangenen Jahre in der Zeit vorn 1. April bis zum 30. Oktober, also in sieben Monaten, einen Reingewinn von nicht weniger als 8 429 912 Franks erzielt, in Nizza belief sich der Verdienst der Spielpächter aus 7 499 000 Franks und in den Spielsälen von Trouville schloß man mit einem Verdienste von 2 225 000 Franks ab. T-ementsprechend hoch sind auch die Einnahmen der Croupiers, die durch Geschenke ton Spielern nach wenigen Jahren reiche Leute werden können. Die Croupiers von Enghien haben im Jahre 1911 zusammen 1 373 000 FranG eingenommen, zum größten Teile „Trinkgelder" reicher Spieler. Ter Obercroupier hat für sich allein 65 325 Franks verdient, vier andere Croupiers 50000, drei 40000, zehn 30 000 fünfzehn 20 000 und sechsundzwanzig untergeordnete Beamte der Svielsäle je 10 000 Franks. Wenn man in Betracht zieht, daß diese Summen in nur sieben Monaten eingenommen worden sind, so ergibt sich, daß ein Crvtipier der staatlich konzessionierten Spielhölle im Monat mehr verdient, als ein französischer Minister. Tic Regierung und die Kammer haben daraufhin auch beschlossen, die Spielhöllen — nicht etwa auszuh.ben, — sondern zum Wohle des Staatssäckels stärker zu besteuern. * Der Hauptmann sucht sick unter den neu eingetretenen Rekruten die saubersten Leute aus, um unter diesen eine engere Wohl zum späteren Pferdeburschen zu treffen. Nachdem die betreffenden Leute vorgetreten waren, fragte er Nr. 1: „Was sind Sic?" „Bauer." — „Wieviel Pferde haben Sie zu Hause?" — „Vier Stück." Nr. 2 wird ebenfalls gefragt: „Wie viel Pferde haben Sie zu Haufe?" — „Sechs Stück." — Nr. 3 antwortet : „10 Stuck" und Nr. 4 sogar: „50 Stück". — Da sagt der Hauptmann zu Nr. 4: ,^Jhr Vater ist wohl Rittergutsbesitzer?" — „Nein," antwortet dieser, „Karussellbesitzer!" * Offenherzig. Richter: „Sie hätten das gefundene Portemonnaie sofort auf der Polizei ab geb en müssen!^— Angeklagter: „Es war schon spät abends, Herr Amtsrichter." — Rick.ter: „Na, bann am nächsten Morgen!" — Angeklagter: „Ja, Herr Amtsrichter, da war nischt mehr brinn!" regelrechten Geschäftsgang schlecht zu vereinbarendes Geschätts- verhältnis. .Sie wollen aber zunächst ihre Erzeugnmc vcr- chlossen haben, um für den nötigen Absatz ihrer Mafsenhcrstel- lung auf gewisse Zeiten gedeckt zu sein, während, sie nch still- scbweigend Vorbehalten, auf Erfüllung dieser Abschlüsse nicht unter allen Umständen streng zu bestehen, namentlich wenn sich inzwischen Gelegenheit bieten sollte, die in Frage kommenden D?engen anderweitig auf dem Markt vorteilhaft unterzubringen. Tie Zuverlässigkeit des Geschäftsbetriebes wird dadurch beiderseits insofern beeinträchtigt, als eben mit dem Zweck des Geschäfts Absichten und Bestrebungen verbunden werden, die mit dem Wesen des Geschäftsabschlusses nicht im Einklang stehen. Es kommen geschäftliche Maßnahmen zur Anwendung, die den richtigen kaufmännischen Grundsätzen widersprechen, wonach niemand mehr kaufen soll als er braucht, und niemand andere Be- bingungen für sein Erzeugnis annehmen soll, als er vernünftigerweise verlangen muß, wenn er seine Rechnung auf eine anherlamgc Weise finden will. Außerdem aber wird die wirtschaftliche Hebers legenheit der großen Hüttenwerke und die wirtschaftliche Abhängigkeit der für diese Werke Gebrauchsgegenltände liefernden Gewerbetreibenden ins Ungemeffcne erweitert und ein für unter Wirtschaftsleben ungesunder Zustand gewissermaßen verewigt. Es ist daher begreiflich, daß sowohl in den Kreisen der Geichasts- welt, als in denen der Volkswirte, deren Wahrnehmung n_a) olche Vorgänge aufbrängen, in immer stärkerem Maße crnltc Besorgnisse über diese Entwicklung der Dinge in der Metall - inbuftric entstehen. In manchen Kreisen wird daher schon feit längerer Zeit der Gedanke erwogen, ob nicht durch geeignete Einrichtungen dem geschilderten Mißstand entgegengetreten werden olle und müsse. In erster Linie empsiehlt sich der Weg der Selbsthilfe, der auf einen Zusammenschluß der durch den fetzigen Mißstand benachteiligten Betriebe und auch auf eine ausgedehnte Inanspruchnahme der Oeffentlichkeit für die Bekämpfung der ge- childerten Unsitte hinweist. Durch die Fach- und Tagespreise könnte namentlich auf die Haltung der großen Werke, die ^Gegenlieferungen verlangen, eingewirkt werden: denn je größer ein Unternehmen ist, um so mehr untersteht es dem, Einflüsse der öffentlichen Meinung, auf die die an seiner Spitze stehenden Leute wegen ihrer Stellung im öffentlichen und gesellschaftlichen Leben auch weitergehende Rücksicht nehmen müssen als kleinere Unternehmer, die mehr oder weniger im Verborgenen blühen und auf öffentliche Anerkennung durch die Gesellschaft, durch Behörden und Staat nicht m gleicher Weise Anspruch erheben wie die großen Betriebe und deren Leiter. Der Zusammen! chluß der Lieferer von Jndustrieerzragnissen an die Industriebetriebe ’efct natürlich eine gewisse Selbstüberwindung bei den Eigentümern oder Leitern der in Frage kommenden Unternehmungen voraus. Sie müssen ihren geschäftlichen Eigennutz soweit unterdrücken können, daß sie im allgemeinen Interesse auf Lieferungen zu verzichten wissen, die eben mit unberechtigten Forderungen auf Gegenlieferung verknüpft sind. Der Gemeinsinn muß bei ihnen so stark entwickelt werden, daß er über den Dang zum Wettbewerb um jeden Preis obsiegt und der Grundsatz der Billigkeit in den Geschäftsbeziehungen muß zur herrschenden Richtschnur werden. Heutzutage ist dies im Wettbewerb unter den verschiedenen Betrieben eines und desselben Geschäftszweiges häufig nicht in dem wünschenswerten Maße der Fall. Es werden, um das Geschäft zu machen, zu viele Aufträge zu Bedingungen übernommen, die mit den gediegenen Geschäftsgrundsätzen nicht übereinstimmen, und daraus ergeben sich dann alle die unerfreulichen und den gediegenen Geschäftsbetrieb untergrabenden Erscheinungen, die von jebem einzelnen bitter empfunden und lebhaft beklagt, von der Gesamtheit aber, die dazu imstande wäre, nicht entsprechend bekämpft werden. In unserem Zeitalter, wo der Vereinigungsgedanke auf den verschiedensten Gebieten des Lebens allgemein wieder aufgelebt ist, sollte und müßte es auch in dem in Rede stehenden Bereich der industriellen Tätigkeit zur entsprechenden Anwendung gelangen. Namentlich hätten die vielen Fachvereine, die in den verschiedenen Zweigen der mechanischen Industrie bestehen, auf einen solchen engeren Zusammenschluß zur Beseitigung eines unwirtschaftlichen, ja in letzter Linie auch unlauteren Wettbewerbs mit allen Hilfsmitteln hinzuwirken und insbesondere auf Anwendung ihrer wohlerwogenen gemeinsamen Lieferungsbedingungen streng zu halten. In der Einigkeit allein besteht ihre Stärke gegenüber den großen Abnehmern. Und wenn sie von diesem Hilfsmittel umfassenden Gebrauch machen, wird der Erfolg nicht ausbleiben. * ** 'Funkentekegramme an Schiffe in See. In der Adresse der Funkentelegramme an Schiffe in See ist bestimmungsmäßig außer dem Namen Empfängers und des Schiffes auch die Küstenstation zu bezcm,uen, der das Telegramm zur funkentelegraphischen Heber mittel ung an das Schiff zugeführt werden soll. Die Angabe dieser Station ist dem Absender oft nicht möglich, weil ihm der jeweilige Aufenthaltsort des Schiffes unbekannt ist; mitunter werden von den Abjendern auch Küsten- ftationen namhaft gemacht, welche in dem amtlichen Verzeichnis nicht aufgesührt sind, so daß bei der Auslieferung Zweifel darüber entstehen können, wohin die Telegramme zu leiten sind. 11m in solchen Fällen die funkentelegraphische Hebermittelung nach Möglichkeit sicherzustellen, ist die Einrichtung getroffen worden, daß die Auflieferungsanstalt derartige Telegramme ohne besondere Kosten für den Absender zunächst einer Zentralstelle bei dem Haupttelegraphenamt in Berlin zuführt, die auf Grund des ihr zu Gebote stehenden besonderen Materials ober durch Anfrage bei den in Betracht kommenden Gesellschaften über den Standort der Schiffe den Beförderungsweg zu ermitteln und für die Weitergabe der Telegramme zu sorgen hat. Bei diesem Verfahren ist die Aufgabeanstalt nicht immer in der Lage, die vom Absender zu zahlenden Gebühren sogleich bei Auslieferung der Telegramme genau festzustellen, der flbfenber hat daher zunächst einen Betrag zu hinterlegen, der den voraussichtlich entstehenden Gebühren entspricht; sobald von der Zentralstelle die Mitteilung über die Weiterleitung der Telegramme und über die Höhe der entstehenden Gebühren eingeht, wird der etwa zu viel hinterlegte Betrag dem Absender erstattet ober der fehlende Betrag nachträglich eingezogen. Das Verfahren ist nach längerer Probezeit, während welcher es sich durchaus bewährt hat, nunmehr endgültig einaesührt worden. Für den sunkentelegraphischen Verkehr mit Schiffen in See ist damit eine wesentliche Erleichterung geschaffen. QanfccM und Verkehr, Volkswirtschaft, lieber Gegengeschäfte. In den Kreisen der deutschen Metallindustrie äußert sich schon seit einiger Zeit ein großes Mißvergnüge n über die Gegengesichäst e. Unter dieser Bezeichnung versteht man namentlich die von großen Hüttenwerken bei der Vergebung von Lieferungen den Lieferern aufenegten Bedingungen der Abnahme von eigenen Erzeugnissen der Besteller in Gegenrechnung für die ihnen zu liefernden Jndustrieerzeugnisse. Insbesondere werden solche Bedingungen bei Vergebung der Lieferung von Maschinen von großen Hüttenwerken gestellt und zwar oft in einem über jedes Verhältnis hinausgehenden Maße. Da solche Forderungen, betreffend Gegenlieferung, nicht von einem, sondern von sehr vielen großen Werken des Eisenhüttcnzweiges gestellt werden, so übernimmt der Maschinenfabrikaut, der auf die Bestellun f nicht verzichten möchte, Bezugsverpflichtungen über Eisen uno Stahl in einem seinen lausenden Bedarf weit übersteigenden Umfange. Tic Folge davon ist natürlich, daß er die Abnahm' der in Gegenlieferung von ihm zu beziehenden Eisen- und Stahlmengen nach Möglichkeit hinauszuziehen sucht, jedenfalls aber dadurch in ein dlbbängigkeitsverhältnis von den erwähnten Bestellern seiner Maschinen kommt, das zu den unerfreulichsten Zuständen führt. Es wirkt iintcigrabcnb auf die im Interesse deS Fabrikanten liegende wirtschaftliche Unabhängigkeit und führt zu allerhand Unebenheiten in dessen Geschäftstätigkeit, weil er sich genötigt sieht, da er doch die in Gegenlieferungsgeschäften übernommenen Rohsloffinengen nicht beziehen oder namentlich nickst selbst verbrauchen kann, zu allerhand Hilfsmitteln seine Zuflucht zu nehmen, um sich von diesen Bezugsverpflichtungen zu befreien. Anderseits besteht auch für die Hütten- und Walzwerke, die solche Gegengeschäfte mg*en. ein mit einem glatten und Märkte. Wiesbaden, v ie b b of »M a r k tb e ri ch t vom 5. Ian. Austrieb: Rinder 71 (Ochsen 13, Kühe 58, Bullen 0), Halber 180 Schale 28, Schweine 267. Tendenz: Rmder, Halber, Schale und Schweine mittelmäßig. Preise <ür loO Pfund Ochsen: Poststeif«bige. auSaemästete, höchsten Scblackstwertes höchstens 6 Jahre alt Junge, l eischige, nicht auSgemäfiele und ältere ausgemäitets ... . . Mäßig genährte junge u. gut genährte ältere Ungejochte Bullen. Vollfleischige, auSgew., höchsten Schlachtw. Botlflelschige, jüngere I ä r> en. Rubi. ■i oriflctidiige audgemäftete dürfen höchsten Schlachtwertes olifictidnge auSgemästete Rühe höchsten SchlachtwerleS bis zu 7 Jahren . . . Altere ausgemäslete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Hübe und Järjen . Mäßig genährte Rühe und Järseu . . . Gering geuabue Rühe und Färsen . . . Rät der. Jeinsie Mastkalbec Mittlere Mast» und beste Saugkälber . . Geringer« Plast- und gute Saugkälber . Geringere Saugkälber Lebendgew. Schlachtgew Mt. Alk. 50—63 91—93 46-49 82 -89 4"—44 74—81 4y—52 90—92 42—46 68—71 38-41 63-67 44-48 79-86 40—42 74—78 38—42 73—81 34 - 38 63 71 27—33 53—62 62-64 104-106 55—6) 93-100 50-54 85-90 46—48 76—80 Scharr. Leidemastschase . . 37-39 76—78 e cb ro e in e. Vollsteischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht . . 48—51 -12—64 ioUfieijctiige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 47—49 61—63 PoUfteischige Schweine über 2* 1 * */, Zentner Lebendgewicht 48—51 62-64 fleischige Schweine unter 80 hx Lebend gew. 46—47 60—61 toier.eu, 6. Jan. 1'iarUb eci .in. Am heutigem Wochen» mailte kostete: Butter pr. Pfd. 1,10—1.20 Mk^ Hühnereier 1 St. 10—12 Big., Häse pr. et. 6—s Bfg^ Kasematte 2 St. 5—6 Big., Tauben pr Pr. 0,80—1,00 Ml., Hühner pr. St. 1,00—1,60 9)lt, Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. et. 1,80—2,30 Pik., (flänfe das Pfd 70-80 l'fg, Ocbsensleisch nr. Pfd. 86—94 Pig., Rindfleisch vr. Piund ■ 84—86 Pfg. Kuhfleifch 70 Pfg^ Schweine, fleisch vr. Bstmd 64—86 Big., Kalbfleisch pr. Pfd. 76—80 Pi<^ Hammelfleisch vr. Bib 60—80 Big.. Kartoiieln pr. loO Hg. 7XX) dis 9.00 Pik., Weißkraut das Stück 15 bis 30 Psg^ Zwiebeln per Str. 10,00—12,00 Pik.. Milch das l'iter 22 Big., Aepiel Per Ztr. 15 bis 20 Pik., Nüsse 100 Stück 50—00 Big., per Ztr. 0—oo DIL, Birnen das Pfund 15—25 Pig. Atarktzeit von 8—2 llbr. Spielplan der Eichener $taöttl)eaters, Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag, den 7. Januar, nachmittags 31/. Uhr, bei kleinen Preisen: Tie Haubenlerche." Ende 6 Uhr. Abends 7ft, Ubr, bet gewöhnlichen Preisen: „Bummelstu^uten." Ende 10)2 Uhr. Montag, den 8. Januar, abends 8 Uhr (außer Abonnement), bet gewöhnlichen Preisen, Abonnenten genießen Ermäßigung»: Gastspiel der Herren Georg Hacker, Richard Jürgas^und Guido ehr m a n n vom Großh. Hostheater in Darmstadt: ,Tie irröjcbe.4 Ein Lustspiel des Aristopbanes. Eingerichtet in 3 Ableitungen von Regisseur Hacker. Ende 10 Ubr. Dienstag, den 9. Januar, abends 8 Uhr, bei Volkspreisen: Volks-Vorstellung: „Hmntz-Pyrltz." Ende nach 10'/. Uhr. Mittwoch, den 10. Januar, abends 7 Uhr (12. 'Dlilt- wochs - Abonnement - Vorstellung': „vannclcs Humnelsabist." Ende gegen > Ubr. Freitag, den l2.Januar, abeubS H llbr (14. ,'renagö- Abonnement-Vorslelluna): „Tie Hochzeit vou Valeni/ Schauspiel m 4 Akten von L. Gangho'er und dJL Brocmer. Ende gegen 11 Uhr. Voranzeige. Freitag, den 2. Februar: EinnmligeS Gastspiel von Agnes Sorina: „Monna Vanna." Schauspiel in drei Auizügen von Maurice Alaeterlmck. Die nach- A fxp jin