Nr 55 trfdjetnt tögltch mit Ausnahme deS bonntag». Die „•tefcenct LamlllendlSNer- werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Eretsblati für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „randwirtfchaftliche, Lett- fragen" erscheinen monatlich zweimal. 162. Jahrgang 5. Mär-, 1!>12 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der 8r üblicher UnwersilLlS - Bilch- und 6tembnicfctcL R. Lange. Dieben. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strahe 7. ExpedlNon und Verlag: e^bL Redaktion: IS. Tel.-Adr^AnzeigerGleben. Uhr d in H a aS l a ch zum Vorwurf gc- Mb. Deutscher Reichstag. 19. Sitzung, Montag, den 4. März» Am Tische des BundeSratS: Delbrück. Präsident Dr. Kaemps eröffnet die Sitzung um 2 20 Minuten. Der Etat des Relchsamfs des Innern. (Fünfter Tag.) Abg. »eiterte (Zentr., Els.) 7 der Kaiserlichen Jag macht; ich stelle fest, daß der Kaiser noch niemals dort gejagt hat. Der Landesausschuß batte auch schon die Verpachtung Einige Redner haben an den Beschlüssen der Budgelkom- mijfion des elsaß-lothringischen Landtages Kritik geübt. Man hält uns offenbar für englische Suffragette-, die aus lauter Mutwillen die Schaufenster der Ne- aicrungSbude in Scherben werfen. Dem Reichstag gebt das Recht zur Kontrolle des elsässischen Landtages ab. Der Reichstag hat kein Recht der Kontrolle über unsere elsässisch - lothringischen Angelegenheiten. Vor fünf fahren hatte sich herausgestellt, das; der Gnadenfonds tn der Hauptsache zur Gewährung autzeretatSmätziger Pensionen verwendet wurde; daS hatte politisches Aufsehen gemacht; seither war uns keine Rech- nung gegeben worden. Ta haben wir die Regierung gefragt, wer über den Gnadenfonds verfügt. Die Souveränität deS Kaisers wird in keiner Weife verletzt. 230 000 Mk. Dispositions» und Gnadenfonds sind für das kleine Land zu viel. Die sachlichen und persönlichen Verhältnisse deS Reichslandes sind dem Kaiser nicht bekannt. Man hat unS auch die Verpachtung cs möglich war, für die Hebung der arbeitenden Klaffen zu sorgen, cö anerkannt werden mutz, datz unsere Politik eigentlich so schlecht nicht ist und Erfolge gehabt hat. Aber ich mutz andererseits sejtiiellen. datz sie zwei erhebliche Lasten zu überwinden hatte: einmal die Dürre und ihre Folgen, zweitens, datz während mehrerer Monate die Lage unserer aus toartigen Politik stark gespannt war. Beide Umstände haben zweifellos unser wirtschaftliches Leb.n sehr erschwert und datz eS sie übcriianfcen hat, ist ein weiterer Beweis dafür, datz unser wirtschaftliches Leben in t<*r Haupt- fache auf guter Grundlage beruht. Aber wir dürfen unc darüb r nicht täuschen, datz der Abschlutz des Jahres .'911 kein ganz normaler sein wird. Denn die siarle Einfuhr an Lebensmitteln, die infolge der Dürre unabwendbar eintteten mutzte, hat. natürlich unseren Handel stark beeinflußt und wird ihn noch weiter voraussichtlich in anormaler Weise beeinflussen. Die Regelung Ende September und ultimo Dezember hat ziveifelloS aezeigt, datz unsere Bant- und Hand clswelt in der Lage gewesen ist. über die Schwierigkeiten h-nwegzukommen, die unS die Auswärtige Politik bereitet hat. Und inan wird zweifellos anerkennen müssen, datz die Institute, die in erster Lin:e berufen sind, unsere Dank- und Geldw'rtschoft zu regeln, d i e Leitung bei Reich Sbavk vor allem mit ihrem Eingreifen Erfolg gehabt hat. Aber diese Vorgänge haben unS auch erneut zweifellos vor die Frage gestellt, o b unsere Grotzbanken unter allen Umständen das gewährleisten, uns auch in ungewöhnlichen Zeiten die erforderlichen Mittel zu brschafsen, und ob sic imstande sein tocrocn, die Dinge auf diesem Gebiet mit äußerster Aufmerksamkeit und Sorgsamkeit zu verfolgen. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, daß jedenfalls zurzeit auf diesem Gebiet ein gesetzgeberisches Eingreifen nicht nötig sein wird. Der Energie des Reichsbankpräsidenten ist eS gelungen, ohne gesetzlichen Zwang fast alle namhaften Banken zur Einführung der Zwei monatSnach weise zu bringen; damit die Publizität der Geschäftslage der Banken erheblich gesteigert und schon das wird ihre Leitung veranlassen, auf eine angemessene Liquidität alle Zeit bedacht zu fein. Da der Reichsbankpräsident auch andere Maßnahmen glaubt ohne Zwang durchführen zu können die in derselben Richtung wirk- sam sind, so glaube ich, kann man vorläufig mit Ruhe der Entwicklung der Dinge entgegenseben und wird vor allem gut tun. abzuwarten. waS die Tätigkeit der Mcichßbank in der nächsten Zeit zu zeitigen in der Lage sein wird. Run, trotz der Zweifel, die man in diesem Punkt über die Solidität unserer Entwicklung haben kann, obwohl man vielleicht der Meinung fein kann, daß wir alles in allem in Deutschland noch etwas st a r f und mit hocbgespann. t c n Krediten arbeiten, wird man doch nicht in Abrede stellen können, daß das Gesamtbild unserer wirt- schaftlichen Entwicklung ein glänzendes ist. Da fehlt natürlich ein greifbarer Anlaß zu einem Wechsel in unserer Wirtschafts- und Handelspolitik, unserer Politik zum Schutz der nationalen Arbeit. Im großen und ganzen hat sich der bestehende Zolltarif bewährt, in feiner Systematik, seiner technischen An- wendbarkeit und dem wirksamen Schutz unserer nationalen Arbeit. Unter diesen U m st 5 n d e n wird man im Ernst nicht daran denken können, wesentliche H entrungen im Matze des Schutzes nach oben ober nach unten einzuführen. I m Gegenteil, wir werden bestrebt sein, den jetzigen Stand zu halten; und damit fällt natürlich jede Notwendigkeit, einen neuen Zolltarif auf zu stellen, wie man hier und da angenommen hat. Es kann sich nur handeln um eine Revision i in Einzelnen, tech. Nische Unebenheiten im Aufbau des Tarifs, einzelne wirtschaftliche Unvollkommenheiten zu beseitigen, endlich nur darum, ob etwa die allgemeinen handelspolitischen Erziehungen, die Erfahrungen, bi* wir beim Abschluß unserer letzten Handelsverträge gemacht haben, uns dazu nötigen, unsere zollpolitische Rüstung in diesem ober jenem Punkte zu verbessern ober zu erweitern. Tie Abänbe- rungen beS Tarifs, die etwa notwendig sein konnten, können zurückgeführt werden auf Verschiebungen in den ProduktionS- Verhältnissen der einzelnen Länder; sie können notwendig werden durch Veränderungen in der Technik, im Bedarf und in den Be- zugSquellen von Rohprodukten. Auch die veränderte Wirtschaftspolitik anderer Staaten kann uns nötigen, in diesem oder jenem Punkte einzelne Veränderungen vorzunehmen. Im großen und ganzen handelt es sich darum, um mich eines bureaukratischen AuSorucks zu bedienen, den Zolltarif au f der Gegenwart zu halten. Gerade, wenn man feftfialtcn will an dem nationalen Schutz, mutz man sich hüten, das Instrument einer solchen Politik, den Zolltarif unmodern zu machen. In Spanien muß der Zolltarif sogar alle 5 Jahre revidiert werden. Bei uns mutz der Zeitpunkt für eine derartige Modernisierung Les Tarifs nach anderen Gesichtspunkten bemessen und bestimmt werden, und natur, gemäß müssen wir die notwendigen Veränderungen und Lerbesse- rungen treffen, bevor die bestehenden Handelsverträge abgelaufen sind. Daraus ergibt sich die völlig berechtigte Auffassung, daß dieser Reichstag berufen sein wird, wichtige Beschlüsse auf dem Gebiete der Handels, und Wirtschaftpolitik zu fassen. Er wirb ja auch berufen sein, die neuen Handelsverträge, die ja vor 1917 abgeschlossen sein müssen, mit zu beraten. Die Mahnung der Parteien war nicht notwendig. Wir sind eigentlich feit dem Inkrafttreten des neuen Tarifs, jedenfalls seit mehr als drei Jahren, unablässig mit den Vorbereitungen für den Abschlutz der neuen Handels- vertrage beschäftigt. Zunächst bleibt die Materie im Fluß, solange noch neue Handelsverträge abgescklosien werden. Die Abkommen mit Amerika, Schweden, Japan haben uns unablässig Gelegenheit gegeben, die Verhältnisse großer Zweige unserer Industrie auf das eingehendste zu bearbeiten und durch die Verhandlungen im Wirtschaftlichen Ausschuß des näheren feststellen zu lasten. Ta- neben haben wir aber auch eine Einrichtung nicht einschlafen lasten, die zur Vorbereitung des letzten Zolltarifs interimistisch gedacht war die Produktionserhebungen. Diese sind feit über drei Jahren wieder tm vollen Umfange und sollen im nächsten Jahr im bisherigen Umfange fortgesetzt werden. Ter Staatssekretär macht eingehende Ausführungen über diese Erhebungen. Leider umfasten sie im wesentlichen nur die Groß-Industrie, aber nicht die kleinen Betriebe. Auch wir haben die Absicht, wie viele Herren aus dem Hause, Erhebungen über d i e Kleinbetriebe zu ermöglichen, aber ich befürchte, daß es auf dem Wege statistischer Ermittlungen nicht möglich sein wird. Wir haben auf Grund von Erfahrungen beim Müllereibetrieb erkannt, daß es im Wege der Fragebogen undurchführbar erscheint, ein auch nur irgendwie verwertbares Material über die Verhältnisse der Kleinbetriebe zu erhalten. Ten Inhabern der kleinen Betriebe fehlt eben die Sachkunde, vielfach auch di- not« innerhalb zwei Jahren beschlossen; der Landtag hat diesen Beschluß nur bekräftigt. Präsiden'. Tr. Kacmpf: Das ist doch eine Abschweifung vorn Etat des Reichsamts des Innern. Abg. Wetterte: Ich antworte ja nur. Noch beim letzten Kaiseresten in Eohnar hat der Bezirk-Präsident v. Puttkamer zu seinem Tischnachbar gesagt: die Beamten konnten nach eingezogenen Erkundigungen an maßgebender Stelle mit ruhigem Gewissen den Sozialdemokraten wählen Das ist nachher durch Zirkulare bekanntgegeben worden. Darin liegt eine unerlaubte Wahlbeeinflussung. Trotz der lebhaften Polemiken, die daraus entstanden, hat die Regierung für das Zirkular keinen Tadel gehabt und Staatssekretär v. Bulach hat veranlaßt, daß der Urheber der Kundgebung, der Vorsitzende der Anwaltskammer, vom Kaiser zum Mitglied der Ersten Kammer ernannt wurde. Tie Folgen werden sich Herausstellen. Wir wollen in Ruhe unseren Weg gehen; das geht schon daraus hervor, datz wir die Verkürzung der Repräsentationskosten des Statthalter - nur für feinen Nachfolger beschlossen haben. WaS wir verlangt haben, ist der Wunsch deS elsaß-lothringischen Volke- gewesen. Cb unser Vorgehen taktisch klug war, daS zu beurteilen überlaste man diesem und unserem Parlament. Abg. Mumm (Wirtsch. Vgg.): Die Lage im Vergrevier ist ernst. Obwohl die englische Bergarbeiterorganisation erklärt hat, daß sie eine lieber- tragung deS Kampfes auf Deutschland selbst nicht wünsche, will der sozialdemokratische Verband bei uns den Streik. Ich bitte den Staatssekretär, nicht zu warten, sondern die Initiative zur Vermittlung zu ergreifen. Es ist dringend notwendig, daß auch dic Arbeitgeber Den berechtigten Wünschen der Bergarbeiter sich nicht verschließen, datz nickst wieder die Gelegenheit versäumt wird, wie damals bei dem großen Ausstande. Der Redner spricht zu den Resolutionen seiner Freunde, die ein Reichswoh- nungSgesetz fordere, cm besonderes Arbeitsrecht in der Gewerbeordnung, Schutz der jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen sowie da- Arbeitskammergesetz. Schutz, beftimmungen für die Gastwirtsangestellten. Der Reichsbank. Präsident soll im Kampf gegen die Auswüchse der Spekulation ein harter Landgraf sein. Die Wei-beit SolonS war eine kräftige Dauernpolitik, ein Hinarbeiten auf Selbständigkeit und ein entschlossener Kampf gegen den damaligen Kapitalismus. Möge auch unsere Regierung diese solonische Wei-beit betätigen! Ministerialdirektor Caspar: Der Staatssekretär hat mich beauftragt, auf eine Reihe der tn der Diskustion gestellten Fragen zu antworten, lieber dix Sonntagsruhe und Nachtarbeit in der Binnenschiffahrt finden zurzeit eingehende Verhandlungen zwischen bcn_ Bundesstaaten statt: e- hat sich aber herau-gestellt, daß die Verhältnisse auf den verschiedenen Wasserstraßen sehr verschieden sind, die Arbeitszeit also differenziert werden muß und Uebelstände eigentlich nur auf einigen sich ergeben haben Was die weitere Tätigkeit des Beirats für Arbeiterstatistik anlangt, so eignen sich die Erhebungen über die gesundheitlichen Zustände in den chemischen Fabriken u. a. nicht recht für ihn, wei' ha -ine ständige Mitwirkung von Aerzten nsw. erforderlich ist. Der Ministerialdirektor kündigt, im ein- zelnen nickst verständlich, auf verschiedenen Gebieten weitere Erhebungen und Schutzverordnungen an. Abg. Werncr-Hersfeld (RfP.) empfiehlt eine Resolution deS Zentrum- gegen die Zigeunerplage au- den besonderen hessischen Verhältnissen heraus. Er tritt den Bemerkungen des Grafen PosadowSky über daS Dauernlegen entgegen und fragt den Schatzsekretär. ob es richtig fei, daß sich die Güterschlächter bei der Wertzuwachssteuer drücken. Er verlangt ein Vorgehen gegen die Wanderlager. Verkleinerung der Sperrbezirke gegen die Maul» und Klauenseuche, MindestpreiszwangS- befugnis für die Innungen. Wir wollen die Koalitionsfreiheit nicht antasten, aber wir wollen auch Arbeitsfreiheit. Wir haben Briefe von Arbeitswilligen. (Zurufe der S«y.: Wir auch!) Staatssekretär Dr. Delbrück: Sie werden es verstehen, wenn ich nicht auf jede einzelne 6er in der bisherigen Diskussion behandelten Fragen eingehe. Ich beschränke mich darauf, in großen Zügen heute über die allgemein wirtschaftlichen Fragen zu iprechen; morgen werde ich auf die Mittelstandsfragen eingehen. Die 3utrencnbcn Ausführungen des Abg. Mayer-Kaufbeuren über unsere Wirtschaftslage haben vor allem ergeben, daß die günjhgc Situation, die untere wirtschaftliche Entwicklung 1911 bis zum vorigen Herbu gezeigt hat, nicht abgeflaut ist, sondern daß wir nach wie vor in einer langsamen, aber ftetigen Aufwa r t » b e w c - fi u n g uns befinden, auf fast allen Gebieten. Herr -tr. Mayer hat ferner wiederholt, was ich im vorigen Herbst bereits sest- slellen konnte, daß, wenn man den Stand unserer Industrie des Handels und der Landwirtschaft ansieht und in welchem Umfange wendige Buchführung, um derartig komplizierte Fragebogen au6« zufüllen. Vielfach wird von ihnen diese Fragestellung auch al- ein Lurcaulratijd’cr Unfug angesehen und Die Beantwortung überhaupt verweigert. Wir wollen versuchen, durch monographische Darstellungen und burch daS Studium einzelner Gruppen de: Kleinbetriebe die Verhältnisse auszuklären. Hoffentlich werden uns dabei die Jntcrcssentenverbände zu Hilfe kommen, denen wir für jede Anregung und jedes Material dankbar sind. Außerhalb des Hauses sind Anregungen an mich gelangt, ob nicht eine Engueteauskontradiktori scher Gr un d ■ läge über das Ergebnis unserer Wirtschaftspolitik angestellt werden konnte, die als Unterlage für die neuen Handelsverträge dienen könnte Ich halte das für nichtdankbar (Sehr richtig! rechts.), aus dem ganz einfachen und unwiderlegbaren Grunde, daß kein Geschäftsmann die letzten Geheimnisse seine- Betriebes in öffentlicher Verhandlung allgemein bekannt gibt. Wir müssen das uns anvertraute Material auf- sorgsamste geheim halten. eS geht nur von Hand zu Hand, ist nur dem be treffenden Referenten zugänglich und wird vernichtet, sowie eS feinem Zweck gebient hat. Daran müssen wir festhalten, wenn wir überhaupt etwa- erfahren wollen. ES handelt sich bei diesen Produktionsstatistiken nicht darum, Diskussion-- material für öffentliche Versammlungen zu schaffen, sondern die Verhältnisse der einzelnen Betriebe ganz objektiv zu erfahren. AuS den Schlüssen, die wir daraus ziehen, können wir dann den Ausbau eines Tarife- und den Abschluß von Handelsverträgen folgern. Es ist heute angeregt worden, ob wir nicht bei Handelsverträgen Vereinbarungen sozialpolitischer Natur treffen sollen. Der Forderung liegt selbstverständlich die Hoffnung zugrunde, daß mit solchen sozialpolitischen Vorbedingungen eine Ungleichheit der Produktionsverhältnisse auSgeschaltet würde. Ich möchte feststellen, daß wir auf diesem Wege bereits Versuche gemacht haben und daß in unseren letzten Handelsverträgen bereits Ansätze zu berartiaen Vereinbarungen enthalten sind. Wenn nach einer bestimmten Zeit eine Wirtschaftspolitik sich bewährt hat und sich unter ihr alle Zweige der Volkswirtschaft gut entwickelt haben, so sind doch die Vorbedingungen ander- gciuorocn, als damals, wo vir unseren Taris ausgestellt haben und uns über die heute noch Tcttcnbrn Grundsätze einigten. Auch im AuSlande haben sich die Verhältnisse geändert. Eines der wichtigsten Momente, das wir keinen Augenblick auS den Augen verlieren dürfen, ist d i e Stärkung unserer Industrie. Wir haben nicht um den inneren Markt j)u kämpfen, sondern u m den auswärtigen Markt, um die Konkurrenz deS Auslandes im Auslande. (Lebhafter Beifall.) Wir bür- fen uns darüber nicht täuschen, daß damit unsere wirtschaftlichen Verhältnisse uns vor weitere Ausgaben stellen. Hiermit werden mir unS weiter beschäftigen müssen, denn unsere Wirtschaftspolitik wird naturgemäß beeinflußt durch die Wirtschaftspolitik der Aus- landsstaaten. Wie die Entwicklung heute liegt, wird unS e i n Herabgehen der Zolle gar nichts nützen. Die (Staaten, die es für zweckmäßig halten, selbst die nationale Arbeit auS- zubauen und ihre natürlichen Hilfskräfte zu entwickeln, werden dadurch nicht veranlaßt, ihre Tarife auch nur um einen Pfennig herabzusetzen. Diese werden allein nach ihren Interessen handeln. Diese neuen Probleme können unS also nicht veranlassen, unsere Politik zu ändern. Wir müssen die Frage technisch behandeln und den Zolltarif technisch nicht als Schutz der nationalen Arbeit, sondern als Rüstzeug für den handelspolitischen Kampf einrichten. Man könnte z. B. a n Stelle der M e_i ft- begünftigungSberträge Reziprozität-Verträge aimehmen, in dem Sinne, wie Amerika sie hat. In der Art müßten wir vielleicht auch mit den europäischen Kulturländern zu einem Abkommen gelangen. Die Forderung der Meistbegünstigung wächst zweifellos in dem Maße des Exportbedürfnisses der Industrie. Nur so können wir im Auslande mit der dortigen Konkurrenz mitkommen. Das kann nur erreicht werden, ohne eine Aenderung des Zolltarifs und seine- Systems, lediglich durch ander- weitige Ausgestaltung der technischen Seite der Handelsverträge. Der Staatssekretär führt das au9 an dem Beispiel der amen» kanischen Zollgesetzgebung, die einen autonomen Zolliarif hat und Meistbegünstigungen nicht kennt. Bei dem Handelsvertrag mit Kanada ist Deutschland in die Gefahr gekommen, in seiner AuS. fuhr differenziert zu werden; Deutschland hat aber durch die neuen Handelsverträge mit Schweden und Japan die Disferenzie- rung wieder ausgleichen können, deren Zugeständnisse es sonst Amerika vorenthalten hätte. Es ist das ein Schulbeispiel, wie sich handelspolitische Beziehungen regeln lassen zwischen Ländern, die keine Handelsverträge abschließen, sondern auf Grund autonomer Zollfestsetzungen ihre Handelsbeziehungen regeln. D i e Verhandlungen mit Amerika sind noch nicht ganz abge- schlossen, sie werden aber in demselbne Sinne weitergeführt werden. Mißstände, die sich aus dem früheren schwedischen Handelsvertrag ergaben, dadurch, daß Schweden mit einigen Ge- sellschasten besondere Verträge abgeschlossen hat, sind durch den neuen Handelsvertrag erledigt worden. Wir haben durch diesen erreicht, daß für die Dauer des Vertrages Schweden die Möglichkeit der Einfuhr schwedischer Erze unS zugesagt hat, in dem Maße, wie es die Bedürfnisse der Industrie bedingen. Der Staatssekretär spricht sodann über dic Syndikate. Syndikate gibt es überall, aber sie entwickeln sich natürlich besonders leicht in den Ländern mit Schutzzollpolitik. Nun ist viel von den politischen und wirtschaft- lichcn Gefahren die Rede gewesen, die in den Syndikaten schlummern. Das ist in gewissen Grenzen richtig. Die Syndikate haben bewirkt, daß die Monopolfrage ein völlig anderes Gesicht bekommen bat. Früher wurde daS Staatsmonopol auf das äußerste perhorresziert, aber die Syndikate haben oft den Cha ratter eines Privatmonopols und ich persönlich bin der Meinung, daß em Privatmonopol unter Umständen erheblich gefährlicher sein kann als ein Staatsmonopol. (Zustimmung.) Namentlich in einem konstitutionellen Lande wie Preußen, wo der Landtag die Kontrolle ausübt. (Nak na! auf der äußeren Linken. Heiterkeit.) Ich balle es nicht für ausgeschlossen, daß wir allmählich gezwungen werden, Privatmonopole in Staatsmonopole zu verwandeln (Hort! Hört! b. d. Soz.) Aber ich habe auch das Bedenken daß wir für diese Erkenntnis noch nicht reif sind. (Zuruf b. d. Soz.: Wir sind reif! Heiterkeit.) Auch die Herren von der äußersicn Linken haben es nicht verkannt, daß die Syndikate in der modernen wirtschaftlichen Entwicklung notwendig und teilweise nützlich sind. Die Assoziierung der Nachfrage und des Angebots fuhrt zu einer Stabilisierung der Preise und damit auch der Löhne, namentlich wenn eS sich um ein so wichtiges Gebiet, wie etwa das der Kohlenprodu'iion handelt. Solange also die Syndikate ihre Macht nicht überschreiten, fehlt uns jeder Ansatz einzuschreiten, und übrigens auch jede Macht. Ein allgemeines S y n d i k a t s g e s e tz halte ich für aussichtslos. Ich persönlich bin immer der Ansicht ge- wesen, daß, wenn sich überhaupt die Notwendigkeit^ des Einschreitens ergibt, dies nur auf dem Wege b eS Spezial- tzesehe 8 geschehen fctnn. Nur ein Spcffalgesetz ist durcknihrbar und wirksam. Allerdings reizt dos staligesetz nicht zu weiteren Experimente n. (Lehr richtig! links.) Wir haben eS allerdings auch nicht ganz so haben wollen, wie cS ge. worden ist. aber ich habe den Eindruck, daß die Erkenntnis von den Fehlern dieses Kaligefetzes sich in einer solchen Geschwindigkeit verbreitet, dar; wir ein andere? Gesetz erfolgreicher gestalten. Vielleicht wirkt daS Zlaligeseh auf die anderen Syndikate so, daß diese alle Uebergriffc vermeiden. Nach der Auffassung der verbündeten Regierungen sind speziell das Kohlen syndikat und der Stahlwerks- verband, selbst wenn man in einzelnen Punkten ihre Politik nicht billigt, Glieder unserer Wirtschaftsorganisation sind, die man nicht ohne weiteres fallen lassen kann. Ich würde es auf LaS äußerste beklagen, wenn etwa im Jahre 1916 daß stöhlen- shndikat in die Brüche ginge und wenn solche Ereignisie fielen in einen Zeitpunkt, wo wir unsere Handelsverträge erneuern, also wirtschaftliche Erschütterungen uns fern gehalten werden müssen. _ Die Frage, ob der Staat einem Shndikat ange- Horen soll oder nicht, kann man nicht grundsätzlich beantworten, sondern nur nach den Verhältnissen des Einzclfalls. Man wird dem Staat das Recht nicht nehmen können, einem Syndikat bt tau treten, wenn er es aus wirticvastlichen Gründen für aweck- wäßig hält. Natürlich ist immer Voraussetzung dabei, daß die wirtschaftliche Tätigkeit des Svndikats den ??iskn8 nicht in Konflikte bringt mit den wirtschaftlichen und politischen Aufgaben des Staates. Unter Umständen kann es geradezu die Pflicht des Staates sein, in ein Syndikat einzutreten, wenn er dadurch wichtige politische und wirtschaftliche Forderungen allgemeiner Natur gegebenenfalls nachdrücklich unterstützen kann. Abg. Sachse (Soz.): Man spricht immer von der altbewährten Schutzzollpolitik. Wie hat sie sich denn in der sächsischen und schlesischen Textilindustrir bewährt? Es wäre Zeit, daß man zu einer vernünftigen Wirt, schaftspolitik übergeht. Jetzt gibt der Staatssekretär die Fehle, LeS K a l i g e s e tz c s zn. Hätte er auf uns gehört, dann wären dreie Fehler vermieden worden. Wir fordern schon lange dir V e r st a a 11 i cb u n g des Kohlen, und KalibetriebeS. TaS wird die beste Losung sein. Tie Lage der Bergarbeiter erfordert dringend ein Eingreifen. Auch bei uns wird sich der Kampf entfpinnen, der jetzt in England tobt, wenn die Regierung nicht zur Einsicht kommt und den Arbeitern die nötigen Lebensbedingungen bcrfdyifft. Wir müßen Garantien für eine voll- ständige Koalitionsfreiheit verlangen. Die schwarzen Listen sind «uS dem Bergbau noch nicht verschwunden. Die Zechen haben erhebliche Mchrüberschüfle, z. B. „Phönix", Gute Hoffnungshütte, der Bochumer Verein usw. Und da wagt man es, die Löhne zu verkürzen. Wir sind nicht von den englischen Arbeitern aufgestachelt worden! Von einem Sympathie st reif i st keine Rede! Wer das behauptet, saat die Unwahrheit! Die Not treibt die Arbeiter. Ebenso ist es in Amerika. Wenn die Arbeiter nicht ihre Forderungen stellen würden, wären sie Esel. Sic haben gewartet bis nach den Wahlen, damit cs nicht hieße, man wolle Wahlagitation treiben. Und dann das Gerede vom internationalen Generalstreik! Wir hätten schon eine halbe Million nach England geschickt! Wer solche Mätzchen, solches Blech glaubt, in besten Oberstübchen muß es übel aussehen! Nun wird erklärt, daö Kohlensyndikat wolle während des Streiks keine Kohlen nach England schicken. Tas würde ihm ardt-Gettenau, 2. Preise: I. Bill- Nieder-Weisel, PH. Ostheim-Echzell, H. Maus-Ruppertenrod, W. Pitz-Laubach, Lehrer Stoll-Lehrbach, O. Spengler-Grund-Schwalheim, H. Leopold-Gettenau, Diehl-Ober-Hörgern, K. Spamer- Schotten, G. Heßler-Hungen, Ernst Wagner-Dortelweil, Heinrich Mogk-Echzell, Ph Södler-Nieder Gemünden, N. Gehrig-Friedberg, L. Stöpler-Lauterbach, H. Reinhardt-Schlitz, Wilh. Mayer-Gießen, K. Preusche-Nieder-Wöllstadt, 3. Preise: Reinhardt-Schlitz, Hch. Mogk-Echzell, I. K. Bill-Nieder-Weisel, Pletsch-Hungen, Preusche- Nieder-Wöllstadt, Schughardt-Gettenau, H. Raabe-Schlitz, G. Merz- Schotten, Bürgermeister Walther-Bauernheim, H. Gerbig-Schlitz, K. Sehrt-Vadenrod, K. Spamer-Schotten, W. Bommersheim-Bet- tenhausen, Jak. Lotz-Oberhörgern, K. Seip-Oberhörgem, K. Schäfer-Bettenhausen, W. Nern-Pohl-Göns, PH. Södler-Nieder Gemünden, L. Aßmus-Bad-Nauheim, Aug. Göbel-Schotten, I. Kappes-Büdesheim. 3. Abteilung Tauben: Ehrenpreise K. Veith Reichelsheim, H. Keller-Olsenheim, L. Aßmus-Bad-Nau- heim, Jak. Kappes-Büdesheim, 1. Preis D. Kvnraü-Reichelsheim, 2. Preise: K. Walther-Bauernheim, Bürgermeister Walther- Bauernheim, 3. Preise: K. Wefth-Reichelsheim, Ed. Bär-Nidda, Z Strauß-Rodheim v. d. H., Hch. Strauß-Schotten, Aug. Heil- Ossenheim, Emst Wagner-Dortelweil, H. Keller-Ossenheim, Jak. Kappes-Büdesheim, E. Moriy-Gambach, Hch. Kreuder-Vadenrod, E. Gg. Müller-Lauterbach, Hch. Gondolf-Reichelsheim, K. Weich- Reichelsheim. Außer diesen Geldpreisen gelangten noch etwa 50 lobende Anerkennungen zur Betteilung. d. M a i n z, 3. März. Ter hessische Landes-Pferd e- zuchtverein hielt heute vormittag hier seine 3 5. Hauptversammlung ab, die gut besucht war. Der Vorsitzende, Herr Müller, begrüßte besonders die behördlichen Vertreter, Ministerialrat Dr. Hölzinger, Geh. Landes-Oekonomierctt Müller, >dreisam1mami Werner, Beigeordneten Berndt und den Vorsitzenden des landw. Ausschusses für Rheinhessen Bürgermeister Römer. Der erste Sekretär, Rittmeister a. D. Fenner, erstattete den Jahresbericht. Wenn auch die Pferdezucht nicht dirett von der Maul- und Klauenseuche berühtt wurde, so sind doch die zu ihrer Unter» diückung und Weiterverbreitung getroffenen Maßnahmen inbireft für ine Pferdezucht nicht ohne Einfluß geblieben. Die Körungen und Schauen sind amn größten Teil ausgefallen, ebenso die Pferdemärkte, außer Alsfeld, Friedberg und Mainz. Die Prämiierungen und nickt abgehalten worden, was für die Pferdezüchler neben sonstigen durch die Seuche verursachten Verlusten, einen pekuniären Nachteil bedeutet. Der Austrieb von Fohlen durch Mitglieder des 600—800 Mark. Tas Jahr 1911 brachte einen Zuwachs von 6000 Mark. Der Zuschuß zum Pferdemarft beträgt jährlich 2 ; 10. März, nachmittags 31/, Uhl Die verschenkte Fran. e Irvei Urkunden fi 2 ”, D s >.n ®0'c. 1% Uhr 1XA Uhr o .“1 ; S2-. (9: Orpheus in der Unterwelt/ Dienstag, den 12. Man ss:. r c .Der Troubadour.' Abends Tlontaa. den 11. März, abends 6300 Mark. — Der Oberlandesstallmeister Baron v. Willick kritisierte, daß die Landwittschaftskammer, nachdem sie von dem Zuschuß von 20 Mark für jedes aufgetriebene Fohlen gehört, nunmehr dem Züchter ein höheres Weidegeld abnehme. Dies sei aber für die Zwecke, die der Verein verfolge, nicht dienlich. Rittmeister a. D. Fenner teilte zur Beruhigung mit, daß für dieses Jahr von der Landwittschaftskammer die Preise schon festgesetzt seien und zwar 70, 65 und 60 Mark. Daran sei für dieses Jahr nichts mehr zu ändern. Für die kommenden Jahre »verde aber diese Frage sehr brennend. Baron von W i l l i ch kam hierauf auf die vom Verein an die Landwirtschaftskammer abgegebenen Züchter Prämien zu sprechen. Die Landwittschaftskammer wolle diese Zu- sckstlsse überwiesen haben, ohne jede Bedingung des Vereins, um damit zu verfahren wie sie wünsche. Dies führe zu Schwierigkeiten, deshalb müsse unter allen Umständen eine Grenze bestimmt werden. Wenn die Kammer den Bedingungen, die der Verein an die Zuschüsse anknüpfe, nicht Folge leiste, dann behalte der Verein die Zusckiüsft. Er könne dann damit machen, was er wolle. Der Vorstand müsse von der SSerfammlung beauftragt werden, mit der Landwittschaftskammer zu verhandeln, daß der Pferdezucht- herein das Recht habe, dje Preise zu bestimmen, wohin sie kommen. Auch sollen die Preise nur an Vereinsmitglieder vergeben werden Mit den kleineren Fragen sei mit der Kammer schon eine Einigung zu erzielen Bürgermeister Römer fügte hinzu, daß gleichzeitig bestimmt werde, daß die ersten Preise nicht unter 100 Mark betragen. Die Versammlung war mit diesen Vorschlägen einverstanden. Es wurde beschlossen, die nächstjährige Hauptversammlung im März in Friedberg abzuhalten. Nach Erledigung der Tagesordnung hielt Rittmeister a. D. Fenner einen Vortrag über „W eidebetrie b". Erfand damit reichen Beifall. (Ts 2 3 5 2.^225 Salem aleikum" Spielplan der vereinigten frankfurter Stadttheater. Gpcrnhaur. Mittwoch, den 6. Marz, abends 7 A Uhr: .Der Freischütz.' Donnerstag, den 7. März'): „Die verschenkte Frau.' Freitag, den 8. März, abends 7'/, Uhr: „Boccaccio.' SaniStag, den 9. Marz, abends 6 Uhr: „Die Nleiftersinger von Nürnberg.' Sonntag, den N: 3ü 4 5 6 a no Preis 34- 5 6 6 IO Pf.d. Steh 3,-5. ■ 2' <7 -ßl-L ’.GiCr" Vereins wir im Ber'I'ick zum Vorjahr stärker. Wenn dadurch auch für 1911 der für Weidegeldzuschüsse vorgesehene Betrag um 160 Mark überschritten wurde, so nahm der Vorstand des Vere.:.s doch keinen Anstand, den Zuschuß mit Rücksicht auf das in vieler Hinsickit für die Landwirtschaft ungünstige Jahr 1911 im zuläffigcn Höchstbetrag von 20 Mark für ledes aufgetriebene Fohlen zu> gewähren, zumal die Mehrausgabe durch die Ersparnisse an Prämienaeldern reichlich wieder ausgewogen wird. Auf der im vorigen Jahre statt gefundenen Kasseler Ausstcllmtg der Deutschen Landwirtsckrafts-Gesellschaft war die hessische Pferdezucht durch 16 Pferde vertreten und hat mit Ehren bestanden. Der Mitglieder' bestand beträgt 1697, hieran sind beteiligt Starkenburg mit 8dl, Ober Hessen mit 556, Rheinhessen mit 225, das Ausland mit 27 und lebenslängliche Mitglieder 8. Ter Vorsitzende erstattete hierauf die Rechnungsablage. Die Einnahmen und Ausgaben betrugen 10 850 Mark, an Mitgliederbeilrägen gingen 4500 ein. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Voranschlag für 1912 in Höhe von 10 900 Mark wurde genehmigt. Rittmeister a. D. Fenner berichtete hierauf über den Voranschlag zum Pferde markt. Tie Einnahmen betrugen 62 500 Mark, die Ausgaben 61 000 Mark, was einen Ueberschus; von 1500 Mark ergab. In früheren fahren bewegte sich der Vermögenszuwachs zwisckicn Od.se> : -w joJT! ...--":c2 O1- »rZZZ.- • -• ,‘“o 2 , 2 " 5.® „Oberst Ehabert.' Mittwoch, den 13. März: 4. Abonnements Konzert. Schauspielhau«. Mittwoch, den 6. März'): Francois Vision.' Donnerstag, den 7. März, abends 71/, Uhr: .Othello.' Freitag, den 8. März, abends 7'/, Uhr: ,T,abame SanS-Gsne." Samstag, den 9. März: _ 22 r- 2 au* 0' S.<2 — p> ro 3 8 r< • c - ■ 2 D - ■■ 5 2 '.d.5^' 7, 2 2 = 2 ~G1 t-c » c= Z c " r-, St SGB -< » c? 7 - - 3 N cebujien | <© O S r< £ 3 S = = )tn oft • 5T »2 91 biolute Aeuchrigkeu §3 Z L^» Kl" £ 2(S° cp 6) ft 2 CD= K «s§ 2. ft ©v*2 ‘o 2 E I 3= 8 2 co Co i-1 O tO 3 ' nnerftog, > März, ab?:■• Man: .“.' agS 3M Uit 31,‘ Mo,- ctnelri?'-' )en 12.®p ds 7>/, Ux ig-Theal" Ls§Z' L= 32 §>> •f Co *. s‘° 3" 6ut? 3 £=2§5csS ftOQ' °L 8_S k-A ff 5T2 3 2"' 2 1!^ -> X A to e«s:gg r»»:61 - ,® -1 O D O OK ?S S K As c ~ o 2 ” 6) erA®: -Lr§ X\® esZ.2 5 2-5 3 3 3 v 2 3 « S = 3 iS5 2° 2 ZZftz^ (C. 3^ SF° 2 o - ' 2*1» toeS- ~ 3 ±to pi8fä t strtilidü;' itreitaft, ba den 9. Tlär» Sonnlao, te it/ 3It-r:S März, ab?- • en 12. ®rö Bonnern?-:; K %sj* M §§ SN a 3. ?s7= -pff f4s$ Sstl □rometer re Cti^-s Q.« r£MO2-3 fc^co e 8^,= 5 S ff°?Z ° 2 = r» CP= S= p ZS ch E. 9 Bl! -- inb t„;. ■ itto 16 tiir t-M )lt itftqnn- M S d« abetbr rauj au; •. teilte bieie > Betnni, - roittigfrir. nml toetin an dic. ’ Berm:- wolle, toerbai, r Plndnrz sie bmg* bben tonte ne (ünirr. 6 gleidfieni » Mall > ügen timt Derfamtnla I der 1«» Ertrag fc '5-5.3 ? I ff/ m m ao _ I — r* ? - tg.^o-p e »CD * =-7» I ? MO NtSZ 2 2 58—.. v t2 sa S.S Ss-VZ 8^- 3.3 rt " 2 3-. *a* sä * NQc w c ©=- S^czg * 5:»a S~n 5, 2 ag'So-tfs'.es »32 5 2 ' S'^5 3-«dS !?»l£ tSsSvS MSs t»KL? ft S ffZL3.aff FaSM8 ■^S s 2*.« ;8*2 = 3 ö»s 2.T ,Or,Ä9=O= 0 sE 2-3 3o s 5"5§.« 2 3 5 t£ F c 6. •$o ao s u cv ft ö r< 3 = 7 2. -» 3 2 L 3^ SS 2 P Cs)p !;S K ro 2 ?_.E 7 ^3 3 2 SS 3» 5 äs M 5f 2 S- 3 2.a 7 353s 2 2 2. o # 3 » ■ SB3 i cc = 7 ?&“ = E = 8 ? 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Xsl S'3.3 L? 13 «'S n 3a?* ”& ^s! 3 p7 XSoe 5 a- 2 l2O" »2 2 S = 5,gsas L % ar> ' 2 =«2 3 s- sr ^=^3 s crS. , g-C^S L E ~ B iFl 3 s” h^ije -LK-Aftd. = 5?ts ft? •-, 'S- cdB' "^cdB Kl 2 *■* = g= 2 2:3 e? - s 82 S 3^f5- ft iS ?=3 ^6) 2S-" = e £ E l£ s ßi-.a ft" ft" B CB l?Z S ft- — <» «y 2 -2D 2^'3 = 5 §59 ft B ft kB ft. ft 5 2l$u r» rflC 2 CT B | ■ 2.0 = ff)8B-^S= gS« N3 " 75:2.0 B Sy«. 5322’K 2 is 3 S £ S"s- ft 2 Ls n8s5 8 7xgö 2^3-0° = ® »ft 0=^*3 7(7 a 7: 8* ft rotiait k tS3 5 _ |s MZ r 3-Z^ a - <- W —Q H x 'S ~ c- ft t£ 3^2 3* F/ »ft 5- N 5 3 S 3 toS -L CS er tea». = ft» »CD g.er” "4 2 B.ae < c 8 7: ~ 5 ZE 8 c-X = ^aa 2C. R 5-2 ©0*5 n y-ft ö" s?3^ L» s L - E e s -D 3 Cu L 6) © S s (V) S © 2 5 6 s 3 o o S to »' 3 B Ct> A e e *<2 ft iö' tp -O ft V*. s^-Wi i-ssB Ql O Temperatur »-. O CO — der Sufi ’ 3 »CD CO - QX h-XX Relalwe Feuchngkeu ’ KV ”dc^ Wind- .** ntbiung s • 3: ro »- 4*. Stnbftärfe G** (Fraß D D bei Dewüldung CO 0 cd in Zchmel Oer 4-4- pchrd Himmel»st. C'O » d L PP 2 Giert Für den Magen ist nur das Beste gut genug' SofleSnumi Die heutig Heinrich Hahn, Giessen Telephon 403 Kirchstraße 13 1511) 1444 Ware. 1) Aus «djifiri 23 Sckeiter fllal Buchen Rm. rücke 1. u. 2. Kl. J. Sonneboni. 01775 BRENNABOR Reglern Frankfurter Str. 151 Telephon 87 Vermeidung von Ansteckung. Schauspiel Voit. Dass Jftnder flläusburff 10 WS*« eiten 'Srössen und ‘Freiftega 2 Ahorn- u. Map . Eiche, 9iabel-1 ’S? heft > .die i Wen, °«vvhl empfehle Herren- und . Damennhren Gold u. Silber p in anerkannt l bester Qualität Grosse Auswahl ^.Medakl'on Lblick floß in, das LerHc WßtaPai Kon dem i 5189 917 EvM L jsi beinahe j h-qt AchM L ^rftcntum s .:--i'iung sein c I Mitgliedern o grrten und 12 2 u. 3 Mtr. lang', 6 Eichenftätmne, l,2-A8Mtr lang, 25-42 Ztm. Durchm. = 1,71 Festm., 27 Stuck Efcke» Derbftangen - 1,03 Festrneter (Deichseln und Vanflwieitj 7) TbomaSbicgcl: 31 Rm. Buchen- und Eichcnorll-a 2. Kl., 70 Buchen, Eicken und Lärchenstöcke, 4 Eichen-jir» Lärchen Ruvvriigel.2 Mtr. lang', 6 Etchenstämme. 4-9 lang, 18-27 Btm. Durchm. = 1,70 Acftm. 8) Hölzckn: 14 Rm. Bucken, Eicken- und Radelvrügcl, 46 Radel- »ri 12 Buckcnstöckc. i»)Birken,Brübl,Sckovvwaldsdtckuiu. 0,6 Kirfckbaumvrügel, 14 Eicken- u. Buchenstücke, 12 Bucke» reiserorügel. 10) Eiclskovf, dienen. Prügel Rrn i Buche und Radel. Lesbolz und Koblreiser iladjcnroirt Das Ruvbolz wird gegen 12 Ubr ausgeboten. Ukj ■Huitnc in oas ■kt heute ist es her schon vor I Lddit und dann ■fabet die Erhii | n । Mk. verweb Dimmber 1911)9 |k bürgerlichen Wachen Landtag- Ik hat, ist immei ■taff Äuslösu «Als ins Gedäch ■har eröffnet, un W zu tun, als Wweg, also cntge ■rilÖDiige Präsid ■nm zu besehen, ■lkunigsl eine Re WW sozialistische ptming doch hi ff jetzt der Sozi, t hübsch zu .Hxci festen u. a. die N ronntag, Tt B des der fi JOO m, be Kder Vermöge Ung der Ai ornther umnöglii /-"fünfte aus z Mraten - uni «Kgterungmit «Zorm gestellt Forderungen '**' üe den .Haus uicht eing. «oatsministei Akratischen Bo ^.Likdercinbrinc ^ankiindigte, | war, ipf ^geordneten s^nsähig m ^latwusobje! R ciib darüber fi besonn, di 'n die Kati ILM bam't B2“? Hütte, niet I. Montag, den 11. März nach 3uiammenhinit 10 Ubr auf der Lchrcincrsmüblc bei Srcicateen. BuS I) Kreuzieenerberg: 2 Rm. FichtenvrügeL 8 Bucker, u. Ficktenstöckc, 25 Buckenreiser Prügel. 2) Wcidcna». 3icflcubcrn: Bucken Rm.: 6 Sckeiter 2. Klaffe, 4 Prugt' 2. Kl., 49 Stöcke, 45 Reiserorügel: Sichten Rm.: 3Prugkl 6Stöcke. 3)^micnbau<»obcrain: PrügelRm.: 21 Eickc. 1 216ve, 13 oidite, 5 Eschen, 6 Ficklenstöcke, 56 Buchen a Efchenstammreiier Prügel, 9 Fichtenzopsretser ।'Bohnen itanncni, 2 Eickeunubmügel (2 Mtr. lange Gartcnvfoftem 4) Wintcrsberg: Buchen Rm.: 24 Scheiter 2. SIL, 1 Prugkl 2. SIL, 179 Stöcke, 200 ReiserorügeL 5) WenzclSkovf (Hauvttcilcr und Hoblgartcngruud): Buchen Rur: 16 Sckeiter und Prügel 2. KL, 42 Stöcke. 6) Tufebuidi, Musbau: Eschen Rm.: 4 Scheiter, / PrugeL 1 Ltock. 0,9 Buchenreiser-PrügeLl LärchenprügeL 7) Baumkirchkr- toalb, Peterowald. Buchen Rm.. 6 sckeiter 2. Stlant 32 Stöcke, 53 Reiserorügel, 27 Eicken , Eschen , Abornvruael. 7 FichtenvrügeL 1 Fichtenitock, 12 Eichen Rutzprugel (2 $hr. lange Oöavtcninoitcii). 8) Sckornberg, Rancrwald: Buchen Rm.: 11 Prügel, 12Starnmrciser Prupcl, 25 (yidjen und 2iadelvrügel. LoSbolz und Kohlreiser rlätbentDCife. II. Dienstag, den 12. März nach Bufammea fünft 10 Ubr auf dem Tlänerbaufe. berg, Seifenbern: - a - 1 Prügel 2. KL, 149----- boldervrügel. 2) Rotb: 57 Rm. Buche Weichbolzprügel, 5 Eicken- und Larcken Rubvrugel l2Ma lang) 3) Sckmittbain, Bnckbolz, strtckberg: 12 Rm Buche-, Eicke-, Esche- und Kirschbaumprugel, 12 Fickt» prügel <1,5 Mtr. lang), 93 Buchen- u. Fichtcnstücke, 1 Etck»> abicbmtt, 2,6 'Uhr. lang, 37 Btm. Durchm. - 0,N ,W 4) Lingelback, Röbrenkovf: Prügel Rm.: 1 Buche 2. Sll. 24 'JtabcL, 19 Lärchen - l'.'tuvvrügel, 2 und 3 Meter lanei 37 Fichtenzopfreiser (Bohnenstangen), 11 Eichemtam«. 2—7 Mir. lang, 17—29 Ztm. Dm. 2,44 Fftm. 5) Oobtr Chili-Salpeter Peru-Guano „Füllhorn marke“ Thomasmehl „Stern-Marke“ Kainit Kali-Silikat „Eifellith" Die Haupt - Vorzüge des Kali-Silikats (Marke „Eifellith“) sind: 1. Freisein von pflanzenschädlichen Nebenbestandteilen; 2 Nicht- verkrusten des Bodens, selbst bei reichlichster Anwendung; 3. genüg. Gehalt an Kali, welcher ohne Verlust zur vollen Wirkung kommt; 4. Reich tum an Kiesel - Säure; 5. Verwendungsmöglichkeit sowohl im Herbst, als auch im Frühjahr. Ferner empfehle Saatmais Maatwicken Saaterbsen Saathafer sowie diverse Sorten SaatkartofFeln in nur la.handverlesener Grösste Auswahl in Kakes und Pralinees für Gesellschaften 472 in einfacher u. feinster Füllung empf. in allen Preislagen Carl$chwaab SeF1‘errns*feg2723 Holzversteigernngen der Gräflichen Lbcrfvrstcrei Laubach Verdingung. Nachftcbende Lieferungen und Arbeiten sollen auf dem Wege deö öffentlichen Angebots vergeben werden: 1 Lieferung vonTonröbren,Slnkkasten.2chachtabdcckunaen, ' Schlammcimcrn v. v. für die Kanalisierung veranschlagt (Medizinische Klinik, Kltntkstraße). Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend von 5—1/27 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. D®/» Ausgabe von Attesten für Ausnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Antiquarische Bücher einzelne wie ganze Bibliotbekeu, uamentlick, obilofovbifche Werke, Hassiaea, ältere Ausgaben deutscher Literatur, Konverfationslerika, Universitätslebrbücher und dergL kaust jederzeit zu angemessenen Preisen 1270 J. Ricker'scht llnivtrsiliits-BiillihLildlililli. - . Grand Prix Weltausstellung Turin 1911 Große Silb Denkmünze der Deutsch. Land Wirtschafts- gosellschatt 1911 I. Preis Goldene Medaille Int. Strohpressenkonkurrenz Lonlgo 1909 D*/i ■ .. Grand Prix ->- ---- Weltausstellung Brüssel 1910 ■wb Verleefw* Sie bitte ftOSPBKT 101 e*4 It3 .Grand Prix ■ Weltauestellung Turin 1911 ItaL Hühner, Zuchtgeflü- irÄTS gel u. Brut- ffÄ^MAeier bewährter Raffen, tragb. 1 Stlille.aÜ.nütiL Geräte surGJc: ffügclhaltung. Lehrreicher Kntaloc grnt iki.GcffÜgel- park in Auerbach 116 (Hess.). ______________(hv4/1)______________ Tbüringer Bauern-Handkäse allerseinste ftoldgelbe Ware, 1000 Stück 38.— Ptk-inkl. Kiste ab hier. 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