Joppen Hosen en 'M Die Schuld daran frage keines ernsten Lage seine Wiener Reise verschoben. Sie (untren den Rock des Herrn Jesu Christ, >0 so. Dr>< Der deutsche Geschwaderbesuch in Amerika, Norfolk, 5. Juni, itontcrabmiral Nebeur - Pasch- witz und die Offtziere des deutschen Besuck-sgeschwaders reisten heute nach Washington ab, wo sie drei Tage Gäste des Marinedepartements sind. Cin Teil der amerikanischen Offiziere begleitet sie. Tie Bundeshauptstadt bereitete eine Reihe glänzender gesellschaftlicher Veranstaltungen zu Ehren der deutschen Gäste. Washington, 5. Juni. Ter deutsche Botschafter Gras Be r n sl o r s! gab den deutschen O ffizieren ein große- losbrcchen werde, wegs die Opposition. Ministerpräsident v. vierten Jahrhundert nach Trier gekommen sein — die dort geborene Kaiserin Helena, Gemahlin des Caesar Constantins und Mutter Constantins des Großen, habe ihn samt Christi Grab, Kreuz, rkreuzesinschrist und Kreu-esnägeln im Jahre 326 im heiligen Lande gesunden und aus Anhänglichkeit an ihre Vaterstadt der Kirche zu Trier zum Geschenk gemacht. Aber schon im fünften Jahrhundert soll der Rock nicht mehr auffindbar gewesen und erst int Jahre 1196 wieder zum Vorschein gekommen sein. Tann verschwand er nochmals, um im Jahre 1512 von neuem entdeckt zu werden. Möglich, daß dieses mehrfache Verschwinden in Zusammenhang steht mit den zahlreichen Um- und Erweiterungsbauten, die der Tom, ursprünglich eine römische Gerichts- Halle aus der Zeit Balemianus des Ersten und Gratians, im Laufe der Zeit erfahren hat. Lukacs hat angesichts der Wien", 5. Juni. Die „Neue Freie Presse" meldet aus L f e n p e st : TaS Magnaten Haus verschob die Beratung der Wehrreform bis zur Erledigung durch das österreichische Parlament. Tie Beratung des Rekrutengesetzes für Ungarn wurde ebenfalls zurückgestellt Der heilige Rock in Trier. Vor vierhundert Jahven, am 6. Juni 1512, wurde im Tom tu Trier der vermauerte Hauptaltar geöffnet und darin mit vielen anderen Reliquien der Stock, den JesuS von Nazareth getragen haben soll, wiedergefunden. Ten Anlaß zur Oeffnuug des Altars soll angeblich Kaiser Maximilian gegeben haben. Als der Kaffer, jo erzählt die Legende, aus den Niederlanden gekommen war, und während eines kurzen Aufenthalts in Köln die heiligen drei Wnige im Tome anbetete, wurde er durch einen himmlischen oenbboten ausgesorderr, alsbald gen Trier zu riehen und dort im lltar des Tomes einen Schatz zu heben. Maximilian kam in Segleüung des Erzbischofs von Köln und vieler Fürsten der -lufsorderung nach, konnte er doch kaum den Augenblick erwarten, da man den Altar „thät biedren an". In einem aus lenen ""agen stammenden Liede, das die Legende behandelt, heißt es i 1*118 fcaare^' Ter mit dem Blick überrunnen i)t. Als es neulich geschehen wäre. Sie meinten all' aus Herzens Grund Und dankten Gott den reidren Fund, Tie Fürsten und der Kaiser roertbc. Ter heilige Rock wurde noch in demselben Jahre^ 1512 unter süßem Zulaus des Volkes im Tom ausgestellt, seitdem und 'vlche Ausstellungen in den Jahren lo31, .655, 1734 1765, 1810, 1844 und 1891 erfolgt, xu btnben Ausstellungen 1734 und 176.5 fanden aber nicht in 2ner, ,andern rirsnahmsweise in GbrenbreitcnUcui itatt welche .^nsiepiBige- xcit die Reliauie ausübt, geht daraus hervor, dyre auS- ie'.lung sowohl 1844, wie 1891 weck über eine Million Pilger md) Trier führte. „Rock" ist eigentlich nicht die rechte Bezeichnung, denn es ictiibelt sich um eine nach unten glockenartig erweuerte hcrn^ cr:ige Tunika von etwa 1,7 Meter Lange, mit Ueberftreifen notwendigen Kopslock) und kurzen, weiten .arnitlri cllles in einem Stuck aus feinen oaden gewebt und mithin ohne :.D: Naht. Tas Kleidungs,mck hat iid) bis am. dcnllnken Aermel, ff: einen Riß außveisr, und am bic KBt idima: bcitunmhaie Ebe, bic wohl purpuiähnlich genre,cn fft, -'enckich gut erhalckw 'i.cch der Ueberlicfcruny des Episkopats ,oll der Rock schon im — Eine bedeutungsvolle Entdeckung im Weltenraume. Auf der Bonner Sternwarte ist von Prof. KÜ stn et soeben an dem neuen Stern in dem Bilde der Z w i l linge eine Wahrnehmung von weittragender Bedeutung für unsere Kenntnis vom Weltall gemacht worden. In dem auf der Bonner Sternwarte aufgeiwrnmenen Spektrogramm der „Nova Geminorum" sind duntle Linien gefunben worden, die den radioaktiven Substanzen Uran und Radium angehören, lieber die Entstehung der neuen Sterne macht man sich jetzt folgende Vorstellung: Sobald cm Fixstern oder eine Sonne in fernsten Welt- svstemen auf ihrer Bahn durch das Universum mit ausgedehnten Nebelmassen in Berührung kommt, wird jener Himmelskörper durch den babe: auftretenben Widerstand in intensive Glühhitze versetzt und laichtet hell airf, ähnlich wie ein Meteorkörper, der in die Atmosphäre der Erde einbringt und uns ^als leuchtende Sternschnuppe sichtbar wird. Hat nun die vom Stern getroffene Nebel mässe eine ungleichförmige Tichtigkeit, so zeigt der naie Stern entweder Helligkeitsschvankungen ober sogar ein gelegentliches erneutes Aufleuchten. Besonders das Vorhandensein von Ra bium, dessen ganz ungeheure Energieauelle an Licht- und Wärme- strahlen bekannt ist, würde sowohl für die Entwicklungsgeschichte unseres Sonnensystems als auch für die alsdann fast unendliche Tauer desselben mit immer neuem Ersatz der verloren gegangenen Lickt- und Wärmestrahlen ungeahnte Perspektiven eröffnen. Weitere Untersuchungen über das Spektrum jenes neuen Sterns in den Zwillingen müssen daher mit Spannung erwartet werden. silente Telephon W ich eingettoM se Malta--" gartoff*1” wiebeln iS.Herlnf- berget S»J and gandB-"f se Tri«k" f I HWjS’r — Hermann Suder man n s neue Pläne. Hermann Sudermann weilte dieser Tage als ®aft des bekannten Verlegers Sonzogno in Mailand, um mit diesem über ein Opernlibretto zu beraten; er will, wie wir schon mitteiüen, den Text der Over, die von dem jungen Komponisten Ezio Camussi in Musik gesetzt werden soll, seinem Trama „Johannisseuer" entnehmen Einem Mitarbeiter des „Secolo" gegenüber ipradj er sich auch über seine weiteren Zukunftspläne aus. Von Mailand wollte er sich nach Ravenna begeben, da er an einem italienischen Trama arbeitet. Es soll „T e r letzte Dichter" heißen; dieser letzte Dichter ist Claudius Claudianus. „Ich denke an ein sünfaktiges Trama, dessen Handlung sich zwar nie und nirgends begeben hat, aber sich — zur Zeit des Honorius — doch begeben haben könnte Tas Stück wird in Ravenna, in Rom und in Mailand spielen" Sudermann erwähnte weiter, daß er vor kurzem auch ein Sitten- drama mit dem Titel „Ter gute Ruf" vollendet habe, das in diesem Winter in Berlin zur ersten Aufführung gelangen soll. Es handelt von einer verheirateten Frau, die um des guten Rules willen sich und ihre große Liebe einer andern reichen und egoistischen Frau opfern muß. Ihr Vater wurde bei seinen Spekulationen von einem Syndikat, an dessen Spitze der Gotte der Rivalin steht, ruiniert. „Es ist ein Trama, so sagte der Tichter weiter, m dem ein Herzenskonflikt in einem Milieu der Geldaristokratie eine bebeutiamc Rolle spielt In vier Akten liegen Leiden schaff en und Begierden mucinanber im Kampf. Aber die Katastrophe führt zu jener Moralität, die ich in allen meinen Werken im Auge gehabt habe." — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Tern ordentlichen Professor der oraltischen Theologie und Ethik in der evangelisch-rheologischen Fakultät der Universität Tübingen, Tr. theol. et phil. Paul Wurster, wurde bas Ehrenkreuz des Orbens der Würtrembergischen Krone verli.hen, mit dem der persönliche Adel verbunden ist. Jrn Jahre 1906 folgte W. einem Rufe als Professor und Tirektor des Predigericminars nach Friedberg. Seit 1. April 1907 ist er Professor in Tübingen. — Tie 3 7. Wanderversammlung der s ü d westdeutschen Neurologen und Irrenärzte findet am 8. und 9. Juni 1912 in Baden-Baden statt. lief)er Lärm. Zum Toben, Schimpfen und Zischen wurden die verschieden st en Lür m Instrumente angewendet. Graf Tffza ließ sich mit eiserner Ruhe nieder, machte einige Auszeichnungen und suspendierte unter großem Lärm die Litzung. Tie Abgeordneten sowohl der Regierungspartei als auch der Opposition blieben auch wäh-end der Pause im Sitzungssaal, wobei sich ein leidcvschaftlicher Wortwechsel entspann. Gegen Schluß der Panse entfernten sich die Abgeord- neteit der Regierungspartei aus dem Saal. Polizisten betraten den Saal und entfernten 30 oppositionelle Abgeordnete aus dem Hause. Der Quästor verlas die Liste jener Abgeordneten, deren Aus- Weisung her Präsident wegen systematischer Ruhestörung angeordnet hatte. Tie Polizisten forderten die Abgeordneten auf, sich zu entfernen, die nach langem Sträuben und lebhaften Auseinandersetzungen bis an die Eingangspforte des Abgeordnetenhauses geleitet wurden. Nachdem die Ausschließung vollzogen war, erschien Graf Tisza neuerdings auf der Präsidentenestrade, abermals mit ungeheurem Lärm empfangen. Sämtliche Oppositionelle verließen hierauf den Saal. Gegen zwei Oppositionelle, die beim Hinausgehen einen Höllenlärm verursachten, soll wegen renitenten Benehmens vorgegangen werden; diese Angelegenheit wurde an den Ausschuß verwiesen. Graf Tisza verlas hierauf das Urteil des Jmmunitätsausschusses, wodurch der Abgeordnete Julius Justh wegen der gestern verübten Widersetzlichkeit gegen den Präsidenten und wegen Störung der Beratung im Rückfalle zur Ausschließung von 15 Sitzungen verurteilt wird. Bier Abgeordnete wurden von io Sitzungen ausgeschlossen, die übrigen 31 Abgeordneten sind zur Abbitte verurteilt worden. Hierauf ging das Haus zur Beratung der Militär st raf- prozeßordnung über. Eia Krawall auf der Strafte. Berlin, 6. Juni Ter Berliner „Lokalanzeiger" meldet aus Lfenpest: Als die aus dem Abgeordnetenhaus ausgeschlossenen oppositionellen Abgeordneten in Begleitung einer etwa hundert Mann starken Meüge, die Eljenrufe auf sie und das allgemeine Wahlrecht" ausbrachten, zum Hotel Pannonia gingen, he r - weigerte ihnen am Museumsring ein Militär k o r d o n den Durchgang. Der an der Spitze gehende 'Abgeordnete Julius Justh reute den die Sol- dtaen kommandierenden Hauptmann durch eine abweisende Antwort auf die an ihn gerichtete Frage, wohin sie gehen wollten, so daß der Hauptmann mit gefälltem Bajonett gegen Justh und feine Begleiter vorrücken liest. Erst als die Spitzen der Bajonette beinahe die Brust der Abgeordneten berührten, kommandierte der Hauptmann: Nicht stechen? Infolge Vermittlung des Stadthauptmanns Czirmany konnten die Abgeordneten schliehlich ihren Weg fortfetzen. Ofen pest, 6. Juni. Graf karolyi erklärte, als die Polizei zum drittenmal im Abgeordnetenhaus erschien, er werde den Grafen Tisza niederschiesten, wo er ihm begegnen werde und bekräftigte diese Trohung in höchster Erregung mit feinem Ehrenwort. Gestern abend neun Uhr war die ganze Stadt von Militär besetzt. Der Abgeordnete Justh erklärte, daß die Revolution nunmehr jeden Augenblick Neuer £ärm im ungarischen Abgeordnetenhaus. Was in den letzten Tagen im ungarischen Abgeordnetenhaus vorgegangen ist, überragt bei weitern die bekannten Vorgänge im preußischen Abgeordnetenhaus. Diese letzten sind soeben vom Genossen Bernstein in den „So- zialisttschen Monatsheften" als „Verstoß gegen die kul- rur" bezeichnet worden, dessen die Sozialdemokratie fidj habet schuldig gemacht habe Solche Auftritte diskreditierten den Parlamentarismus und dürften von Sozial- tremofr eiten im Parteiinteresse nicht herbeigeführt werden. Tas gilt auch für die ungarische Opposition. Sie hat die parlamentarische Arbeit systematisch gestört und die Annahme der Wehrvorlagen, für die im wohlverstandenen Landesinteresse eine Mehrheit vorhanden war, verhindern wollen. Da ist die Begründung, die der willensgute Präsident Graf Tisza für sein ftramme» Vorgehen dar- legte, nicht anfechtbar. Seiner rücksichtslosen Energie ist es gelungen, über sämtliche das Wehrgesetz betreffenden Vorlagen abstimmen zu lassen und ihre Annahme in einer kurzen, wilden Szene durchzusetzen. Die Regierung und Graf Tisza haben diesen Gewaltstreich in voller Absicht unternommen. Seit dem Sturze des Grafen K'huen und der Wahl Tiszas zum Präsidenten des Abgeordnetenhauses war die Losung: Biegen oder Brechen. Es war längst ein offenes Geheimnis, daß die Regierung und die Mehrheit des Parlaments im Falle des öcheitems der von Lukacs noch unternommenen Friedensverhandlungen entschlossen waren, der parlamentarischen Revolution von unten die Parlament arische Revolution von oben entgegenzusetzen und auf den Mißbrauch der Geschäftsordnung durch die Opposition mit gleichen Mitteln zu antworten. Die lebten Vorschläge, die die Lppositton am Samstag im Abgeordneten Hause durch Franz Kossuth unterbreiten ließ, die aber in jeder Zeile den Geist des Grafen 'Albert Apponyi atmen, mären voll von den staatsrechtlichen Tüfteleien, die das politische Leben Ungarns seit ! Jahren vergiftet haben, daß sie für die Regierung unannehmbar waren. Sie enthielten mehr ober weniger versteckte Spitzen, gegen die Rechte der Krone, gegen Oesterreich, gegen die Regierung und die Majorität und liefen schließlich auf nichts anderes hinaus, als daß der Kampf um alle gemeinsamen Fragen der Monarchie, vom Wehrgesetz !angefangen bis zur Bankfrage und zum wirtschaftlichen Ausgleich, im Jähre 1917 gleichzeitig eröffnet worden wäre. ?lls dann Herr v. Lukacs die entsprechende ablehnende Antwort gab, brach die Opposition die letzten Brücken der Ver- ftänbigung ab und man stand vor dem Kampfe. , | Die Volksstimmung in Ungarn steht, wie aus mancher- i! lei Berichten zn entnehmen ist, auf der Seite des Grafen Tisza. Darum konnte er, als gestern int Abgeordnetenhaus von neuem Lärm ausbrach, dasselbe Verfahren anwen-- ben und wiederum einige dreißig Abgeordnete polizeilich abführen lassen. Die Wehrvorlage, um die der wilde stampf tobt, ist just für Deutschland von großer Bedeutung. Sie sieht eine Erhöhung des Rekrurenkontingents um jährlich rund 30000 Mann vor und einen allmählichen Uebcrgang von der dreijährigen zur zweijährigen Dienstzeit. Es leuchtet ohne weiteres ein, daß die Annahme dieser Vorlage die Bündnisfähigkeit Oesterreich-Ungarns in hohem Maße zu steigern geeignet ist. Wir erhalten folgende Berichte: Ofenpest, 5. Juni. Die Zugänge zum Abgeord- netenl-aus sind von Gendarmerieabteilungen und Polizisten besetzt. AIS Präsident 03raf Tisza im Sitzungssaal erschien, brachen neuerdings Sturmszenen aus. Er wurde mit einer Flut von- Beschimpftenaen und Verwünschungen empfangen. „Rufen Sie die Polizei herbei!" wurde ihm entgegengerufen, dabei herrschte ein entsetz- ver italienisch-lürlische Krieg. Ein Zwischenfall au der arabischen Südkustc. M a s s a u a , 5. Juni (Agenzia Stefanie TaS italienische Kriegsschiff „Piemontc" unternahm m Iren letzten Tagen eint jtfrcuAfahrt im Roten Meer an der arabisdren Südküstc. In der Nahe von Mekka wurde eine bewaffnete Barke abgesandt, die ein arabisches Segelschiff burchiudirn sollte Die Barke wurde mit Gewehrfeuer empfangen, daS burd) das Feuer der an l'anb befindlichen regulären Truppen per stärkt wurde. Ein Matrose wurde leicht verletzt. Der „Piemonte" eröffnete daraus auf das türkische Lager ein heftiges Feuer, das großen Schaden anrichtete. Tas arabische Segelschiff ging in Flammen auf. Tie am Land stehende Moschee wurde von dem ckalienischen Geschützfeuer oerfdtont. Türkische Vorbereitungen. Konstantinopel, 5. Juni. Ta die Pforte einen Lan- dungsversuch der Italiener in Smnrna und südlich von Scala n o v a befürchtet, erfolgen gegenwärtig größere Truppen- konzentrationen in der Gegend von Smhrna. Tie ganze zweite Tivision wurde von Konstantinopel nach Smvrna geschickt. Tie drei konzentrierten Divisionen bilden cin Armeekorps, dessen Kommando der frühere Marineniinister Mahmud Mudrtar übernimmt. Es verlautet, daß auch die Redifdivision aus Ama- s i a Mobilisierungsbefehl erhält. Ein Kamps im Buchame;. Konstantinopel, 5. Juni Einer Tepesdie des Ober- kommandierenden in Tripolis zufolge, sand in Buchaniez ein Kampf mit fünf italienischen Bataillonen Infanterie, einer Batterie Artillerie u n d einer Maschinengewehrabteilung statt. Tie Italiener versuchten von zwei Seiten anzugreffen, um die Türken und Araber zu umzingeln, wurden jebod) zurückgeschlagen. Tie Türken und Araber hatten. 5 Tote und 23 Verwundete. Grundlose Hinrichtungen. Konstantinopel, 5. Juni Nach hier einaetroffenen Meldungen sind in Terna zwei Leute h i n g e rj ch t e t worden, ein Einwohner, weil er ohne Erlaubnis in die Stadt zurück- kehrte, und ein Neger, den die Italiener in ihre militärischen Abteilungen, die sie dort bilden, einreihen wollten, der aber die ihm angezogene militärische Uniform vom Leibe riß und erklärte, er wolle lieber sterben, als gegen seine Glaubensgenossen kämpfen. Die beiden Hinrichtungen erregen in der Türkei und in Aegypten große Aufregung. Aussetzung von Verbrechern. Konstantinopel, 5 Juni. Der Baki von Smyr^.r meldet: Ein italienisches Torpedoboot hat in der Nähe von karmaritza etwa 3 0 gemeine Verbrecher, die in einem Gefängnis auf Rhodos gefangen gehalten wurden, an Land gesetzt Den türfiid>en Behörden gelang es, alle diese Verbrecher wieder seitzuneh- men. Etn anderes Torpedoboot landete 2 8 Häftlinge, wovon 11 von den Behörden wieder festgenommen wurden. Die nichtmohammedanischett Häftlinge wurden von den Italienern nach Piräus gebracht. Detter: nr. 151 Erstes Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 6. Juni 19(2 ter «ieftener Anzeiger JBW M , «scheint täglich, außer ▼ -ronn111d' 75H.yiettei« e^ibtCnßitcr zimmer km kJ , er,, w General-Anzeiger für Gderhefsen SäS NotatfonZdnlck und Verlag der vrühl'schen Unkv.-Vuch' und Zteindruckerei H. Lauge. NedaMon. Lrpedftio» und Vntckerel- 5chulsttahe 7. ^-^'eß: Mr den bi- vormittag- 9 Uhr. vüdingen: Zernsprecher Nr. 269 Seschäftzftekle vahuhofttratze 16a. anjeigentcii: v. Beck. V n»'11/.pHÜ»** Ci Hst Offiziere sorarven födter bei dem Präsidenten Tast, bem Staatssekretär des Auswärtigen Knox und bet dem Marmeslaakssekretär '.Oi euer vor. 2« Offftiere wurden überall beraub em Dr angen. Auch zu Ehren der in Fort Monroe zurückgebtiebenen Lisiziere und Mannschasteir fanden dort zaUreichc Veranstaltungen statt Gestern gab Bizekonsul S ch m e l z in Newport News za Ehren der deutschen und amerikanischen Offiziere ein Gartenfest. Die Vorgänge in §ez. Paris, 5. Juni Nack) einer Meldung aus Fez hat Mulai) Hafid dem Obersten Gouraud versön sich seine Glückwünsche ausgesprochen und ihm einen reich mit Gold und Edelsteinen verzierten Säbel zum Geschenk gemacht. Tem „Malin" wird flenn*(bet, daß eine marokkanische Abteilung etwa 20 Kilometer nordöstlich von Fez sich gebildet hat, die zumeist aus Tjebala-Leuten und den Trum mern der in die Flucht geschlagenen Abteilung besteht. Mehrere Stämme, die an dem stampf vom 1. Ju i terl- genommen haben, sandten ihre .staibs ab, um Pardon zu erbitten. Fez, 5. Juni. Bon den verabsänedeten scherifischen Tabors antworteten bis jetzt 578 Mann auf bi1 Aufforderung zur Wieder- einstellung. 443 unterwarfen sich den Bedingungen, 135 lehnten ab. Es handelt sich im ganzen um etwa 1400 Mann. Abjchlutr der »paiuich-f anchfrichln Verhandlungen. Paris, 5. Juni. Aus Madrid wird gemeldet: Tie spanisch-französischen Verhandlungen über die Gebietsaufteilung in Marokko können numehr als abgeschlossen angesehen werden. Die Teilnahme der Uergastämme an den Angriffen auf Fez bat die spanisclte Regierung davon überzeugt, daß sich Frankreich bei seinen Forderungen betreffend des Uergatales lediglich von Gründen der Sicherheit leiten ließ. Den Spaniern aber wurde der lieber» gang über die Pässe tm Norden des Uergatales bewilligt und damit ihrer Forderung noch einer direkten Verbindung zwischen Elksar und Alhucemas Rechming getragen. Was die Internationalisierung Tangers anlangc, so sei beschlossen worden, nach Madrid eine Art internationalen Ausschuß einzuberufen, vor *ber die diplomatischen Vertreter der Mächte den Standpunkt ihrer Regierungen in dieser Frage darlegen würden.____________ Ans Heften. Au8 dem Finanzausschuß. bs. Darmstadt, 5. Juni. Der Finanzausschuß, in dessen fänden das Schicksal der Beamtenbesoldungsordnung liegt, scheint trotz mancher gegenteiligen Versicherung doch zu keiner Einigung kommen zu wollen. Die heutige Sitzung, an der, wie wir meldeten, die drei Minister sowie mehrere Ministerialräte teilnahmen, hat allem Anscheine nach zu Differenzen mitderRegierung geführt. Jedenfalls soll nach den Worten eines Ausschußmitflliedes sich die Arbeit nicht gerade vereinfacht haben, lieber den Stand der Angelegenl-eit bekommt die Außen- ivelt leider nichts zu erfahren, da tagtäglich im Ausschuß beschlossen wird, der Presse keine Mitteilung über den Gang der Geschäfte zu machen. Durch ein solches Verfahren werden sich weder die Mitglieder des Ausschusses, noch die Regierung selbst das volle Vertrauen der Beamtenschaft erhalten können. Deutsche» Reich. Ter bayerische Ministerpräsident v. Hcrtling, der in Dresden war, begab sich am Mittwoch nachmittag in Begleitung des Gesandten v. Lerchenfeld nach Berlin. Nach dem Gesamtergebnis der Watzlmännerwahlen des G o t h a i s ch e n Landtags, die am Dienstag stattsanden, sind als gewählt zu betrachten: 6 Vertreter der rechtsstehenden Parteien, 2 Freisinnige, 2 Nationalliberale, 9 Sozialdemokraten. Die Rechts st ehe u den gewinnen ein Mandat, die Sozialdemokraten 2, die Liberalen verlieren 3 Mandate. Ausland. Nach einer Meldung aus foabana sind amerikanische Marinesoldaten auf Kuba gelandet und traten den Vormarsch aus Guantanamo an. Es sind 450 Mann, von Oberst Lucas geführt. Ter Zweck der Landung ist der Schutz des amerikanischen Besitztums und nicht eine Intervention. Arbeiterbewegung. Der Londoner Ausstand. London, 5. Juni. Zahlreiche weitere Arbeitswillige haben im Londoner Hasen die Arbeit wieder ausgenommen, doch sind noch alle Leichtermänner im Ausstand, und ohne sie kann die normale Arbeit im Hasen nicht beginnen. In den Docks zu Tilbury kam es gestern zu Unruhen. Die Ausständigen, die über die Wiederaufnahme der Arbeit in diesen Tocks erregt waren, versuchten gestern früh, den Eingang zu den Tocks zu stürmen, wobei eimge Schutzleute verwundet wurden. Tie scknvackrc Polizeiwache in diesen Docks, die bereits außerhalb der Grassctwft London liegen, ist erheblich verstärkt. London, 5. Juni. Im Unterhaus wurde kurz vor Schluß der heutigen Sitzung die Frage des Hafenarbeiterausstandes nod) einmal aufgeworfen. Lloyd George erweiterte seine früheren Erklärungen, indem er die Bedeutung der Bildung eines Arbeitgeberverbandes hervorhob, welcher stark genug sein müsse, um die Arbeitgeber zu zwingen, sich an die Abinackmngeu zu halten. Auch von Seiten der organisierten Arbeiter müsse jedoch eine Garantie für die Beobachtung der Ablommcn gegeben werden. Er ermahnte die Leute dringend, inzwisck>en die Arbeit wieder aufzunehmen, da der Verband der Arbeitgeber nicht in wenigen Tagen gebildet werden könne. R a m - say Maedonald sagte darauf, er sei zu der Erklärung ermächtigt, daß, wenn die Regierung durch Verhandlungen mit den Arbeitgebern oder durch eine andere Maßnahme den Transportarbeitern eine bestimmt - Bürgschaft dafür geben könne, daß diese JUngelegenbeit keinen ungerechtfertigten Verzug erleidet und ein Schiedsgerichtsdvt zur Beilegung der sttittigen Punkte eingesetzt werde, die Arbeiter aufgefordert werden würden, sofort wieder an ihre Arbeit zu gehen. Aus Statt und Land. w lenen, 6. Juni 1912. ** Tageskalender kür Tonnerstag, 6. Juni: 1. Abonnements-Konzert der Regimentsmusik in Steins Garten. Abends 8*; Uhr. ” Ordensangelegenheit. Der Großherzog hat die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen von dem König von Preußen verliehenen Auszeichnungen erteilt: dem Postdirektor Flaschen träger in Bad-Nauheim des Noten Adler-OrdenS 4. Klaffe, dem Postinspektor K l e l n st eu b e r in Bad-Nauheim deS Kronen-OrdenS 4. Klaffe. ♦* Divisionspfarrer. Der Großherzog hat dem Preußischen Divisionspfarrer Paul Liedtcke von der vier- ten Division in Gnesen, nachdem er zum 1. Mai d Js als Divisionspfarrer der Hessischen (23.) Division nach Darmstadt versetzt worden ist, auf Grund der „Festsetzungen $ur Regelung der evang militärkirchlichen Verhältnisse innerhalb des Großherzogtums Hessen" Dekret erteilt ♦* Pfarrpersonalien. Der Großherzog Hot den vpn der DtzkLMtssyiurdc des Dekanats» OMenl)cim jur den Rest der lausenden Wahlperioden vollzogenen Wahlen des evanaelischen Pfarrers Jods. Weiß zu Selzen zumDekai und des evang. Pfarrers Sott). Klingen schmidt zu Als heim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Oppenheim die Bestätigung erteilt, sowie den von dem Grafen zu Solms-Laudach auf die cvangelisä-e Pfarrstelle zu Wohnbach präsentierten Ob^tpfarrer Albert Waldeck zu Beerfelden bestätigt. * * Lehrerpersonalien, liebertragen routbc dem Schulamtsaspiranten Hch. Klein aus Schaafheim eine Lehrerftelle an der Gemcindeschule zu Klein-Larben • • Kreisamtspersonalien. Der Großherzvt. hat den Bureauvorsteher bei dem KreiSamt Schotten, Kar! Wingefeld, zum Bureauvorsteher bei dem Kreisamt Friedberg ernannt. ** Po st-Personalnachrichten. Versetzt die Postassistenten Carle von Flonheim nach Hannover und P f a f s von Hannover nach Bad-Nauheim: die Telegraphen gehilfin Luise Dorn von Wiesbaden nach Gießen. Etatmäßig a n g e st e l l t die Telegraphengehilfinnen Sophie Heß in Darmstadt und Helene Schmucker in Offenbach Bestanden die Postsekretärprüfung der Ober-Postassi- stent Görke in Mäinz; die Postassistentenprüfung die Postgehilfen An schütz in Sprendlingen (Kr. Offenbach), Flei' cher in Gernsheim, Jhri.^, Klemmrath, Ohl in Darmstadt, Karl R i p p e r in Höchst und Rühl in Eber stadt. Angenommen als Eleve der Gymnasialabiturient Herbst in Bensheim: als Postgehilfen der Oberrealschulabiturient Seipel, Realschulabiturient Altmanns- Perger, die Gymnasiasten Burk und Keil, die Realgymnasiasten Jäger und V ö l s i n g, die Oberrealschüler Bernet, Freudenmacher und Seip, und der Volontär Storck in Darmstadt, der Volontär Röhrig in Gießen, die Obevrealschüler Koch in Laubach und Vogt in Wendelsheim und der Realschüler Zinn in Oberram stadt; als Telegraphengehilfen die Oberrealschüler Heil und Scüäffner und der Realgymnasiast Jen sch in Darmstadt; als Telegrophengehilftnnen Else Glöckner in Alzey, Hedwig G r a n h o l m in Gießen, Pauline Metzger in Bingen und Anna Schlveickerdt in Mainz: als Postaaent Prokurist Bergmann in Hirzenhain. — Freiwillig ausgeschieden Postagent Soelle in Hirzenhain; die Telegraphengehilfinnen Elisabeth Beer in Mainz und Lina Schmidt in Butzbach. Postkartcnwoche. Von der Zentrale für Multer- unb SäuglingSfürsorge in Hessen wird uns mitgeteilt, daß in der Stadt Gießen Herr Albin Klein den Generalvertrieb von Postkarten und Bildern der Postkartenwoche übernommen hat. Läden und Vereine, die sich an dem Verkauf zu beteiligen wünschen, werden gebeten, ihre Bestellung bald zu machen. • • Unsere katholischen Mitbürger feiern heute daß Frohnleichnamfest. ** Jubiläums-Gauturnfest Gießen 1912. Zur Einleitung des vom 6.-8. Juli stattfindenden 39. Gauturnfestes, mit dem die Feier des 50jährigen Bestehens des Turngaues Hessen verbunden ist, wird am Sonntag, den 30. Juni eine Vorfeier abgehalten, in deren Mittelpunkt die Einweihung des von den beiden Gießener Turnvereinen errichteten Jahndenkmals steht. Das Denkmal, das in der Anlage zwischen Berg- und Gartenstraße seinen Platz gefunden hat, besteht aus einem mächtigen, 150 Zentner schweren Findling, der aus dem Felsenmeer bei Münzenberg stammt. Der etwa 2y2 Meter hohe Stein ruht auf einem massiven Sockel aus Steinen und trägt auf der Vorderseite ein Reliefbildnis Jahns, das in einer hiesigen Kunsttverkstätte in .^ftipfer getrieben wurde. Unterhalb des Bildnisses ist die einfache, geschmackvolle Wid- mungstafel angebracht, die ebenfalls in Kupfer getrieben ist. Vor diesem wuchtigen Unterbau ist ein Bassin eingelassen, in dem sich die aus mehreren Steinfugen sprudelnden Wasser, die plätschernd über die Felsstücke springen, wieder zusammen finden. Die Rückseite des Steinblockes ist ebenso wie die Umfassungsstücke des Wasserbehälters mit Efeu und anderen Schlingpflanzen bezogen. Im Anschluß an die Einweihung des Denksteins findet auf dem Feftplatz am Trieb das Schülerwetturnen statt, an dem sich Schüler sämtlicher hiesigen Lehranstalten beteiligen. Am Tage vorher findet ein großes Wettschwimmen statt. • • ZirkuS May. Noch immer werden die Vorstellungen dieser Wanderschau von einer beifallö- freudigen Menge besucht. Jede einzelne Darbietung finbet in ihrer exakten Ausführung die ihr zukommende Beachtung. Es empfiehlt sich, Eintrittskarten im Vorverkauf zu erstehen, um nicht an der Kaffe in das Gedränge gezogen zu werden. ** Der Kreis-Rechnerverband Gießen hielt heute im Cafs Ebel eine Versammlung ab, die sehr stark besucht war. Der Vorsitzende, Arnvld-Grüningen, hieß besonders die Vertreter der Verwaltungs- und Aufsichtsbehörde, sowie den Kreis- kasienrechner Kauß willkommen. Dem verstorbenen Gemeinde- rechner S e r t h - Ober-Bessingen widnrele er einen ehrenden Nachruf. Der Kreisverein zählt jetzt 61 Mitglieder, 54 lesen die Verbandszeitung. Schriftführer W e ise l-Muschenheim verlas den Jahresbericht für 1911. Der Vorsitzeirde berichtete über die Hauptversammlung des Landesverbandes in Darmstadt und über die Tätigkeit des Kreisverbandes feit der lernen Versammlung. Der Landesverband hat am 31. Januar seine Wünsche dem Mini sterium unterbreitet und schon nach kürzester Zeit erfolgte eine ministerielle Verordnung an die Kreisämter, toodurch die berechtigten Wünsche der Gemeinderechner geregelt werden. Infolge der neuen Landgemeindeordnung sah sich der Gemeindebeamtenverband genötigt, eine weitere Eingabe am 16. März an das Ministerium zu richten, um die zutage getretenen Mißstände der Behörde vorzuttagen. Das Ministerium sal) Dorläufig von einem Einschreiten ab urrd überließ die Ausiül-rung der bereits erwähnten ministeriellen Berordtrung den Kreie-amtern. Die vorn Verband tm die KreiSämter cingercid)ten Vorschläge einer Gehalts- skala sanden »wohlwollende Unterstützung. Ter Kreisverein erachtet die hierzu erteilten Ausführungsbestimmungen für zunächst befriedigend. Die Landgemeindeordnung wurde in ausführlicher Weise besprochen Die Vertreter der Verwaltungsbehörde gaben die nötigen Erläuterungen. Der Vorsitzende erläutert an Hand der Dienstanweisung die neue Regelung der Invaliditätsversiche- rungen ünd der Krankenkassen. Tie Jahresrechnungen für 1910 und 1911 wurden verlesen. Zu Revisoren wurden bestimmt SckÄvalm-Lollar und Löbrich-Eberstadt. Von Anträgen für die im August in Friedberg tagende Hauptversammlung des Landes- rcck nerverbandes wurde abgesehen. Eine Verfügung betreffs Ge« baltdregnlierung der Gemeinderechner wird dieser Tage von der Verwaltungsbehörde an die Bürgermeistereien erfolgen. Der Antrag Keßler Annerod über Erbo^utg der Beiträge wird dem Vorstand überwiesen. Die Tiebstahlsversicherung für Gr- meinderechner soll in einheitlichem Anschluß beantragt werden, da die Einzelversicherung nicht genügend Gewähr biete. Degen der Ablieferung der Gebühren der Bürgermeister wird eine baldige Verfügung erfolgen. Die nächste Kreisversammtung soll in Gröningen ttatriinben. An die Verhandlungen schloß sich um 2 Uhr ein Mittagessen an. Die Sperre der Hamm st raße wegen Ihn« Pflasterung, die seit gestern cingetretcn ist, wird von den Fuhrleuten recht uuangettehm empfunden mw bildet für riefe Gewerhetreibrndc.t eine große Unannehmlichkeit die ich wenigstens etwas mildern ließe Tie vollständige Sperrung der Hammstraßc zwingt die Fuhrleute, vom Güterbahnhof den großen Umweg über die Frankfurter Straße zu machen, wodurch ihnen viel Zeit verloren geht. Zabri wäre es sehr wohl möglich, wenigstens die Abfahrt vom Güterbahnhof über die Hammstra^e zu gritatten, vipte saß die Pftasterungsarbeiten auf der Straße gehindert :uürbcn. Man brauchte nur den Fuhrverkehr über die Schienen der Bieberbahn freizugeben. Allerdings kann es dabei passieren, daß der Bürgersteig hier und da etwas in Mitleidenschaft gezogen wird, dies sollte aber taum eine Rotte spielen, wenn es sich darum handelt. Den Schaden des Fuhrwerksaewerbes wenigstens.etwas zu mildern. Täglich werden durch die Hammstraße allein 2 5 00 Zentner Kohlen zur Stadt gefahren, ohne die sonstigen großen Gütermengen, die feit gestern den 25 bis 30 Prozent weiteren Weg über die Frankfurter Straße machen müssen. • • Brand. Im Dach stock eines Hauses am K i r ch e n- platz entstand gestern nachmittag Feuer, das von den Hausbewohnern alsbald abgelöscht werden konnte. Der Fust. ooben eines leeren DachraiimS war mit Del getränkt und es fand sich auch mit Petroleum getränktes Papier vor, so daß die Annahme, eS liege Brandstiftung vor, gerechtfertigt erscheint. Gerichtlicher Auqenichem sand heute morgen statt. *♦ Ein netter Spaß ereignete sich jüngst in einer oberhessischen Dorfschule. Auf Veranlassung de- Lehrers, der die ABC^Schützen zu fernen Schülern zählt, fragte sein Kollege einen der Kleinen nach seinem Namen, worauf der Schüler auf seinen Klassenlehrer zeigte und die Antwort gab: Freeg den do, dem hu eichs geschtern erscht gesagt. Landkreis Gießen. -- Reiskirchen, 5. Juni. Bei dem Preisausschreiben „Das flache Dach" der Hauptstette für Bau- und Kunsh. beratung des Werdandibundes E. V. zu Berlin wurde be® Architekten Ph. Damm aus Reiskirchen, zurzeit beim stadt. Hochbauamte in Koblenz, für Aufgabe II: ,Hofgut mittlerer Größe" der fünfte Preis zuerkannt. Das Ausschreiben war unter reichsdeutschen im Deutschen Reiche ansässige Arch>. teften erlassen und es itrar ihnen überlassen, sich den Ort und den Platz zu wählen. Von Herrn Damm wurde btc Wetterau am Fuße des Vogelsberges ins Auge gefaßt. — Allendorf a. d. Lda., 6. Juni. Nächsten Sonntag findet die 7. BundeS-Turnfahri deS Turner» bundes Lahn-DünSberg hierher statt. Zu dem Wettturnen, das morgens um 8 Uhr beginnt, haben sich 181 Turner gemeldet. Geturnt wird Stab-Hoch- und Frei-Wettsprung, Steinstoßen, Klimmen und Pflicht-Freiübung. 28 Punkte berechtigen zum Sieg. — Ettingshausen, 4. Juni. Heute tagte hier die Synode deS Dekanats Grünberg. Sie wurde eröffnet durch einen Gottesdienst, in dem Pfarrer Siebeck- Merlau predigte. Die Verhandlungen, die in dem neu her- gerichteten Rathaussaale stattfanden, begannen mit der Er- slattung des Jahresberichtes deS DekanatS-AuSschuffeS, de» sich die Berichte über den Erziehungsverein und den Start der Missionssache anschloffen. Da der seitherige Dekan, Pfarrer Wagner zu Grünberg, an die PetruSgerneinde m Darmstadt versetzt wurde, war die Neuwahl deS Dekart nötig. Gewählt wurde Pfarrer Röschen zu Frerenfeev. Der Vortrag von Pfarrer Reusch, Niedcr-Ohmen, bc« handelte die Frage der Mitwirkung der kirchlichen Organe an der Jugendpflege. Eine reiche Aussprache schloß sich an. Ein Antrag, den Dekanats-Ausschuß um Emstellnng von Mitteln für einen Lichtbilderapparat in den nächsten Voranschlag zu ersuchen, fand allseitige Annahme. Bei dein gemeinsamen Effen gedachte Pfarrer Heuser-Nieder- Gemünden deS scheidenden, hochverehrten TekanS, der in herzlicher Weife erwiderte. Kreis Büdingen. H. Büdingen, 4. 3uni. Nachdem die trat 3 Jmn rat- berufene Gemeinderatssitzung ivegen Beschlußunjabastn nicht stattftnden kannte, ist eine weitere Sitzung auf heute mu:a.i 3 Uhr anberamnt. — Das wiederholt erngereichte Gesuch deS Baurats Funk um lieber nähme seiner Wasserleitung in (hget tum ber Stadt wurde abgelehnt. — Dem Dachdeckermeister (Want wird gestattet, daß er sein neu ju erbauendes Wohnhau au' seine Kosten an die Wasserleitung anschließen darf. Sobald bu Straße uir allgemeinen Bebauung eröffnet ist, wird die stobt eine Rohrleitung entlegen lassen. Glanz muß bann setnc äettimu ohne Vergütung wieder entfernen. — Stein Hauermeister 'Höckel verlangt, daß die Stadt die Kosten ihres Anwalts bei Dem axrdi Vergleich beendigten Prcyeß übernehmen solle. Die Bürgermeisterei wird mit der Feststellung der Kosten beauftragt. — Du Wirtschaftsrechnung über die Erbauung des neuen 2riurhaww- tiegt jur Genehmigung vor. Die (Erbauung erforderte emni Kostenaufwand von 253 789 Mk., nämlich für (Helöndeenvert 32 431.86 Mk., Erd- und Maurerarbeit 49 320,34 Mk., Beüm- und 'Zementarbeit 50 391,75 Mk., Strinhauerurbeit 21 211,96 Mark, Zimmerarbeit 14 803,37 Mk., Dachdeckerarbeit 7535,66 j Mark, .Äempnerarbeit 2867,39 Ult., Verputzarbeft 7094,03 Mk Sclneinerarbeit 13 610,48 Mark, (Aaserarbeit 5116.15 Mark Schmiede- und Schlosserarbeit 4721,09 Mk., Anstreicher- intl Tape-ierarbeil 3888,28 Mk., Installation, Heilung, Lüftung 12 418,57 Mk., Insgemein Verschiedenes 4932,73 Mk., Bet euch tungsanlage 981,30 Mk., Schmuckplatzanlage 2753,43 Mk , 3®* fuhrstraßen 2130,52 Mk., Innere Entrichtung 6256,65 Mk. 6«' lcitung 11323,50 Mk. — Ein Gesuch der Frau Schmidt fix* wird vertagt. Der Gemeinderat ist bereit, bei einem entsprechenden Angebot deren Steinbruch für die Stadt -u erwerben. Kreis Alsfeld. O Flensungen, 5. Juni. Zu einer neuen Drahtseilbahn deS EisensteingrubenwerkeS ,£uiie*- Nieder-Ohmen geschehen eben die ersten Arbeiten, nachdem die Anlage der Seilbahn durch den BergwerkSdirettor uni zwei Ingenieure bestimmt wurde. Diese Bohn führt von dem m unserer Gemarkung befindlichen Eifensteinlager in der Nähe des ftüheren Hofes nach Weickartshain zu den dortigen Anlagen der Gesellschaft. Da das zu erschließende Eisenlage: unter einem erst vor zwei Jahrzehnten angepflanzten Wald« herzieht, wird der junge Wald wieder abgetrieben. TaS nex Lager soll sehr gut beschaffen sein. X Ober-Ohmen, 5. Ium. Am Sonntag, 30- d. soll hier ein größeres Christliches Waldfest abgebolkr werden. AlS Festplatz hat man den in nächster Nähe Dorfes gelegenen Kirchberg bestimmt, ein kleiner 2BaIb mt einer Festwiese in seiner Mitte. AlS Redner werden spreche« der Volksdichter Naumann und Pfarrer BechtolSheimer fl _ Gießen. Die Posaunenchöre aus Unter-Seibertenrod unc Babenhausen, gemischte Chöre auß der Umgegend, Schnlerchor ou8 den Schülern der Filialorle und dcr Umgegend wirken zur Verherrlichung deS F-esteS mit. Ztiirfen- off '•“"St45 w 1-’! ■1, »’S Ätw ISs.t Bruder 1 Liid IN M dk , i Srtiali ri d «-in,, ■ L bM di- M«“ Tw S « hie Sltern der sä) •ur.tnoiimuw « «rs°ng ^ ,-tiud-s im Z°ll-« Snnlager wurden u »c-MMültung hat o , ter sich mir ®i|enb< ;R Hubrvcrlehr zu |d tn diesen Antrag ei -7iße, die im Pnvatl ±erncfnnnt und bie Drttfiinnig über btc ijiB eme Ärebitu enn sind Ansckmffunc •jigen aus der Bühne ü: entschädigung en mde der Kredit ben ! Mainz, 4. I kiinz wird in alischt rcchstn. Tie Verhant lsslheim und Weis »dl bald zu einem be •idjil feiert der Main filibelfeier, an der sßsel, Berlin, Danziq nrq usw. beteiligen i n-, Rechtsanwalt Dl tegaben sich beute zu ke'ncheS zu dein au i«'tatt entgegkiizunehin m Frankfurt, • fr des Tienftmäbd ^rde in Offenbach i ^beiter W. Born MH w WZ /Ni am Dienstag aber ' Ricker in der IS" Tft Fahir, , «cmcister Mülle »lijei. Kriminalassis | »’TOlid begaben sich . iungen Mann fe das er von -clite. feine Auskunft 3- die letzten Tage ii M, wurde er in mbrenden De der verdacht ^nmadchens Vesper S mit der - "LT wur! X S unb der Vk der Fei l* "och L^teUJlblnncn der ' lu-ÄJ2r. °m Mort im A I t befu. I. m^ten 1 iinchtn in of •>tL,rr ^er eingestif :U,.ÖQnau, 5 jit au y wohl bald zu einem befriebtgenben Abschluß sichren. — Dem- Hessen Nassau. :appel bei Marburg. Born >rehckn Trlani, den jungen Mann fest. Da er über die Herkunft des Rabes, oaS er von einem Unbekannten gekauft haben Ut» Gericchtssaal. K a Hr Plitterinm o. Hausfrauen Niedert.:Pelikan Ävolbctc ' 1 Brühl’»die Unwereitäts • Drucker ei^ Schulstr. 7. 3328 i. Heute tagte hier t berg. Sie rourb:: dem Pfarrer Siebet n, die in dem neu x begannen mit der < kanats-AuSjchusfeS, : »oerein und den 6u der seitherige die PetruSgemeinde e Neuwahl der löschen zu Frei» ihm zu tun gehabt und bflbc roeber dm mx£' irgenbinnanb ander» Gelder flti(hsdl Lri be:ane lieft überhaupt nidjt mu irgenb» ivelchen Gewerkschasi-geldcm Fez -ander Vor- tver- iist die beste Hi«t» Reinheit und Ergiebigkeit Ohne Zusatz ufert fertig zum Gebrauch "{üm bei leichter Handhabung, üen prachtvollste PUttwlsche. ^-ete ^Ktlo,1/, Kilo, 2*/« Kilo ■ «den meisten Geschäften. Wetteraussichten in Hessen für öreitag, den 7. Juni 1912 • Meist beiter, troden, wann. Blumenbrpflancungen von Balkons, Fensternischen u. Gartenbeeten. Moderne TevviMbeet Anlagen sowie ständige, ftufnernäftc Unterbaltunfl von Gärten erleb, promot il gewinenhast Augruwt Weber Kunst il Landschgstsgärtner ffberitr. 1. 3509j Tel. 513. m. Frankfurt, 5. Juni. Der mutmaßliche Mörder bc-3 Dienstmädchens Frieda B efter in Frankfurt Neue 3?atjt8=6mn(|tSrl?i;, 3icntfiaff8ÜrlnA35t., RkieZMeliKL Ilt« ”•*) und eingefroren bei h. Henne, Bremerhaven, 6. Juni. Tas Luftschiff „2 3" passierte barte morgen in der Richtung aus Wilhelmshaven die drei Hafenstädte Geeiternünde, Bremerhaven und Lehe. Heber Wilhelmshaven traf das Luftschiff um 7 Uhr ein und führte mehrere Schleifen aus, woraus es nach Bremerhaven zurückkehrte. Es manövrierte und kLmpstc anscheinend mit starkem Winde. In Bremerhaven wurde das Luftschiff um 8.10 Uhr zum zweiten Male gesichtet. Es setzte seine Fahrt nach Hamburg fort. — Dem B. L -A. luirb aus Hamburg gemeldet: Graf Zeppelin wird, wie verlautet, in Berlin vom Kaiser in Audienz empfangen werden. Tie Rückfahrt des „2 3" nach Friedrichshafen findet ohne den Grafen statt. Eetztc 21cnmordes in Frankfurt i M. verhaftete Wilh. Born aus Kappel hat vor einigen LZalnen auch in Gießen Gastrollen gegeben. Er war un Hellen Tage in offenstehendc Fenster in verschiedenen letraßen hier eingestiegen und hatte Diebstähle verübt, deshalb er zu 212 Jahren Zuchthaus DerurteiLt wurde Red X Hanau, 5. Juni. Die Bijouteriefabrik |k Behrens hat aus Anlaß ihres 25jährigen Bestehens U ihre Angestellten und Arbeiter 10OO0 M k. ge sti ft e t. - Vermutlich durch Blitzschlag entstand heule abend in tnn Bodenraum eines zum Kurhause Wilhelmsbad tHörenden, als Lager für Wäsche, Kohlen, Holz dienenden Gebäudes Feuer. Tas einzeln stehende Gebäude brannte vllständig aus. Landwirtschaft. Tas Institut du im Jahre 1912 in Gießen selbst 73 Morgen Versüße im (tiarw, tue auch für die prahiftbm Landwirte viel Interessantes barbieien. Em Teil der Bersukbe liegt auf dem Ohrte de» Herrn Bicftler-Gießen, ein anderer Teil ilt auf sonst für längere Zeit gepachteten ^städtischen Boden untergebracht. Eine Versuche seid'neuer, zu der die Geldmittel gefchendveife gestiftet wurden, soll noch in diesem Soimncr gebaut werden: vorläufig inent den Versuchen eine große gemietete Scheuer. Sehr intrrenant ist es auch, die Ausstattung des Instituts ntii lauter mustergültigen Ackermstrumenten kennen ;u lernen. Das Dreschen besorgt em Benzinmotor. Die Abteilung für Sortenzüchtung zeigt eine Züchtungshallc für Stammpflanzen, sowie den Pflanzenzuchtgarten. Reden der sehr umfangreichen Sottenprüfung und Gräferfenen und Sottenserien angebaut. Pflanzen aller Art werden tn ihren Sorten geprüft Besonders wichtig ist es, daß alle neuen Kartoffelsorten in der Gießener hessischen Aartoffelfulturftahon zu sehen sind Ein doppelt vorhandener, permanenter Demonstrations-Düngungsoersuch bietet auch viel Lehrreiches dar. Neu sind Versuche mit Gründüngungspflanzen Auch Versuche über Unkraut- und Schädling.>vckampfung, sowie Maschinenvrüfun- gen sind alliäbrlid) im Gange. Tie technische Leitung der Gießener Feldversuäte hatte zunächst der Institutsdirektor über' iwmmen; später ging sie in die Hand des Privatdozenten Tr. Bodmer als des Vertreters der PslanienvroduklionSlchre über. Seit dessen Beurlaubung führt sic provisorisch aushilfsweise der Institutsdirektor mit Unterstützung durch den bereits 5 Jahre im Institut tätigen Assistenten Wol f weiter. Ter Besuch wird Vereinen ebenso wic einzelnen Landwitten Sonntags wie Wochen- tags gern gestattet Bei Anmeldungen, die an das Landw. Institut Gießen, Senkenbergsttaße — Telephon 2090 — zu richten sind, wird gern für Führung gesorgt Schon ictzt wird das Versuchsfeld viel besucht, auch haben sich schon mehrere Vereine iür die nächste Zeil angemdbet Bei Einkauf von Giotih modernes SafdimittcL er- foaren Sie^geg. Konkurrenz- fabntare, die garantiert nicht besser nnb, bei 10 Paketen von einem Pfund eine Mark. Per V» Baket 30 Pfg. Fabrikanten Hanauer Seifeniabrik I. Gioth, G »n.b.H. 3heber: läge bei: Christ. Arnold Nachff., Steohanstratze 42, Wild.Wagner, 2 tc in irr. 45. IDBul Oan-el. «= Gewerkschaft Gießener Braun sl ei nberg- werke, vorrn Fernie Die Bergwerkszeitung schreibt, daß der Versand an und Nebenprodukten des Werkes einen Umfang angenommen hat, wie dies früher noch nie der Fall war Obgleich im 1. Vierteljahr d I- rund 43^- 44 000 Tonnen verladen wurden, hat sich der Versand im April und Mai um ca. 10—12 Prozent gesteigert. Hierzu kommt noch, daß sich der Erzpreis um rund 10 Prozent gegenüber dem Vonahrspre«. gebessert hat, so daß mir einem außerordentlich günstigen Ad- schluß für das 2. Viertel,ahr zu rechnen sein wird. Ter ver- sandfettige Erzvorrat, brr sich im vergangenen Jahre nach der Angabe des Grubenvorstandes um 10 Prozent verringert hatte, ist allerdings durch die außerordentlich starke Verladung auf et Ina 30—40 000 Tonnen zusainmeiige'chrumpst, doch Hai dies nichts zu sagen gegenüber den augenblicklich im Abbau begriffenen außerordentlich günstigen Aufschlüssen Wenn die Kon-- iutifhir und die Nachfrage nach Fernie Erz anhält, wird die Gewerksckxnt in diesem Jahre mit 180— 200 000 Tonnen Versand ihre bisher größte Jahresproduktion erreichen — Wester Wälder Lignitkohlcn Bergwerk cGc- werkschasi Vulkan Tie außerordentliche Gewinkenversammlung hat die Stillegung der Grube abgelehnt und einstimmig die Einziehung einer Zubuße von 75 Mark auf den Kux beschlossen. LoS-Angelos, 4. Juni. Ter Prozeß gegen die Brüder MaoRamara, die das Gebäude der^,,Los-Angelos Times" in die Luft gesprengt haben, hcrt ein imerepantes Nachspiel. Ter Anwalt der MaoNamara, Clarence Tarrow, ist angeklagt, bei jenem Prozeß einen Geschworenen bestochen zu haben. In der Ver- : anblung sagte der ehemalige Vizescherif Franklin, der bei dem Vergehen den Zwischeiu>.'.ndler gespielt haben fall, aus, Tarrow habe tfjm erzählt, das Bestechungsgeld komme von Ms. Samuel Gompers, dem Präsidenten des amerikanischen Arbeitcrverbandes. 5Ne;atnRi.,r 7-r, bas ^en fonnlt TjfrV •5 vor, |0 v .ü0.ü' Wtfettiflii i«9>« - em hu etchs gtjdj,. n. -i dem PreiäMi e für Bau- und Berlin imubt d, zurzeit beim^- ai - * Ausschreiben vr ffe ansässige L» berlL„en, sich den (r rrn Damm nnirbt > * ins Auge gesch >uni. Nächsien lahrt deö Xurn - statt. Zu dem haben sich 181 Tn ' und Jrei-WechiL Dcrmifcbte». • Die Paradekritik Folgenden „erschövienden Ve- richt über die Früdiadrsvarade .mb dieser Tage, rote man der ..Tagl Rundschau" erzädlk, ein Berliner Junge als Aut- >atz ab: ,,Die Parade itxn militärisch, denn unser 'ieifer war auch dabei Durch die siriedrichstrnße kamen die Soldaten ran. Auf» Tempelboierreld muiien fit stramm und aufmerksam sein, damit Seine Maiestat sich über nifcht zu ärgern braucht " Kieme (tügeschroniL In Essen iRuhri fhftäc Frau Kommerzienrat Hirsch- land zum Andenken an ihren verstorbenen Gatten 70 MM -BeiWmcr e ÄMg >li eingemM wr- r 2BaiierW.n/; em DackdeckmneM schlirßen.dcM^ , Miet ist, "ird 1 Sport. — 2 7. Mainzer Regatta. Tie Meldungen zu der großen zweilagigen Regatta deS Mainzer Ruder» BereinS sind glänzend auSoriaflcn. An dem Feste, das SamStag, 16., und Sonntag, 16. Juni 1912 stattsindet, werden 30 Vereine aus Biebrich, Coblenz, Tußeldori, Essen, Frankfurt, Gießen, Hanau, Heidel- ’erg, Höchst, Karlsruhe, Kastel, Kitzingen, Köln, Limburg, Ludwigs- hafen, Cffenbad), Ruhrort, Rüsselsheim, Straßburg, Trier, Wies- 'aden, WormS und Diamz mit 112 Booten und 500 Ruderern tcilnehmen. Ta die Mainzer Regatta die wasserspottlichen Kämpfe in Süddeutschland eröffnet und somit daS Kräiteoerhälmis der einzelnen Wegner noch unbekannt ist, werden wohl alle Boote am Statt erscheinen. Starkenburg und Rhrinhefftn. «. Offenbach, .>. Juni. Der Kreistag genehmigte die Errichtung eines, Kreisgruppen Wasserwerkes und bewilligte 45 000 Ml für die Projektierungsarbeiten Das Gruppenwerk erfordert einen Kostenaufwand von zwe- -Nillivnen Mark und ist imstande, neben einer taßlidmt basserad. Juni Heute morgen soll der wegen deS Förstermordes bei Fulda steckbrieflich verfolgte und linge vergeblich gesuchte Zigeuner Ebender mü seinem Bruder gegen 11 Uhr aus einem Zuge gesprungen und tn den Wald geflüchtet sein. — In dem Zug von Mainz saßen zwei Zigeuner, die, als sie sich von einem Revisor beobachtet und erkannt glaubten, zwischen ^staunheim und Kelsterbach während der Fyahrt absprangen und in den ausge-..-hnten Münchwald hinein- liefen Maßnahmen zur Verfolgung wurden sofort getroffen. Die Gendarmerie nahm die Suche auf, auch ein Frankfurter Polizeiaufgebot wird erwartet. — Der Staats anwaltschast Darmstadt Ivar n d. Darmst. Ztg. um 12. Uhr DOit dem Vorfall noch nichts bekannt. d Mainz, 5. Ium. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten teilte der Oberbürgermeister mit, daß die Regierung geneigt sei, die alte Schulserienordnung wieder einzusitbren, wenn die beteiligten Eltern dies wünschten. Vorläufig müsse davon abgesehen werden, da die Eltern der Schüler in ihrer Mehrheit für die neue Ferienordnung gestimmt hätten. Der Oberbürgermeister bemerkte hierzu, daß die Eltern heute wieder die alte Ferienordnung verlangt"n. — Für die Errichtung eines Sager» qebäudes im Zoll- und Binnenhafen im Anschluß an das Leinlager wurden 147 700 Mk. bewilligt — Die Eisenbahn Verwaltung hat den Antrag gestellt, die Albanstraße, m der sich nur EisenbahnbeamtenNDohnungen befinden, für den Fuhrverkehr zu schli"tzen Tie Stadtverordneten lehnten diesen Antrag einstimmig ab, sie wollen aber die Straße, die im Prtvatbefttz der Eisenbalm ist, auf die Stadt übernehmen und die Unterhallungstosten tragen. — Die Abrechnung über die Kosten des Th ea t e r u mdau es ergab eine ff redit Überschreitung von 125 536 Mk, darin sind Anschaffungen für das Theater und Neueinrichtungen auf ber Bühne in Höhe von 66 000 und 17 000 Mk. für Entschädigung enthalten. Nach längerer Aussprache wurde der Kredit bewilligt ! Mainz, 4. Juni. Tie Einwohnerza hl von Mainz tvird in absehbarer Zeit um mehr denn 10 000 Kopse t ti f tf du ff ab rt. Die Luftpost am Rhein und Main (Eröffnung 9. ^nni 1912). Mit Eröffnung der Postkartenwoche der Großherzogin i9. Juni) wird mit Unterstützung der Reichspost, der Zep- pelin-Luftschiffahrts-Akriengesellschaft und einiger Flugzeuge eine regelmäßige Luftpost eingerichtet. Postkarten, die die Luftpostmarke tragen, werden einen Teil des Post- weges durch die Lust und alsdann auf die übliche Weise (Reichspost) an ieben Ort deS Weltpostverkehrs befördert. Tie "Post wird die mit der Luftpostmarke (10 Pfg.) ver- sehenen, wie üblich frankierten Postkarten mit dem Reichs- Poststempel „Flugpost am Rhein, Darmstadt (Datum i; Flugpost am Rhein und Main, Mainz usw. (und ebenso für Offenbach, Worms und Frankfurt usw)" abstempeln, zur Beförderung dem Luftschiff übergeben und alsdann, wie oben bemerkt, weiter befördern. Damit wird zum ersten Male in Deutschland mit Unterstützung der Reicl)spost eine regelmäßige, nicht nur auf einen Tag beschränkte Luftbesörderung von Postsachen eingerichtet. Das Poslluftschiff „Schwaden" wird zum ersten Male am Mittwoch, den 12. Juni, nachmittags, und später, am Samstag, den 15., ober Sonntag, den 16. Juni, die Städte auf dem Postwege ab fahren, wobei alles getan werden soll, um dem Publikum die Teilnahme zu erleichtern. An den Landungs-(Postaufnahme-) Plätzen werden fliegenbc „Luftpostämter" errichtet, die die offiziellen Postkarten (10 Pfg.) und die Luftpostmarken (10 Pfg.), sowie Postwertzeichen der Reichspost verkaufen. Außerdem werden dort außer den Reiä-spostb rief kästen noch bewegliche Briefkästen aufgestellt, die kurz vor Abgattg von Postluftschiffen sämtlich geleert werden. Auch die in der Stadt in die Briefkästen der Reichspost eingeworfenen Karten mit Luftpostmarken werden noch vor Mgang des Postluftschiffes abgehvlt. Der Verkauf ber Lufttwsttvert- zeichen wird in den Städten durch sogen. „Luftpoftämter" und die als solche bezeichneten Verkaufsstellen Ma- kat-Berkaufsstellen und großes Ergänzungsplakat ,Luft- postmarken") bewerkstelligt; auf dem Lande durch die Aus- >'chüsse der Postkartenwoche der Großherzogin. Täglich frisch. Feinste Süßrahmbutter von der Molkerei Hungen und der Molkerei Hoyeroos- kovf «Scholten> empfiehlt 3925 Heinrich Driesch (Ebcrb. Metzger Nackif.) Selterswec 70. * h, Nieder-Ohmen, tourbc {n Offenbach verhaftet. Es ist der 25jährige kirchlichen Orzv Arbeiter Will' Born aus Kappel bei Marburg Born •he Aussprache fdjlo: kam am Dienstag abend gegen 7 Uhr zu dem Radsahrhänd usfcdufi um ßmflu (er Ricker in der Tornstraße. um fein Rad zu ver ;n d-n natu kaufen Ter Fahrradhändlei schickte seinen Nachbar, «»km, 9V Bäckermeister Müller, unauffällig nach der Kriminal :i9e £ g)uJ : rolizei Kriminalassistcnt Heiser und Kiiminalschutzmanil amr Heuler- ..owalick begaben sich zu dem Fahrradhändler und nahmen ** Tie Gießener Feldversuche. Soeben erschien ber . ________________________ .rubrer durch die Gießener Feldversuche des Demgegenüber wirb aus D a sh i n g t o n gerneldtt: Ms. Gomvcrs land wirt scb. Ilniver i'itä tsinsiit uts Gießen", ber erklärt, die Aussage Franllins in der Verhandlung in Los- tiv Wunsch bei dem Jnslirut kostenlos bezogen werden kann. Angelos ale- Lüge. Er fenne Tarrow nicht, habe nie etwas mit XcgntaLSartoütlaÄ Mjcß-yttinßk 3täio Zwiebel stunb io Ü.eiliOnrtfn iaitljarffi Zakob Maternus Ecke Klinik- n. Arankß Str. Washington, 6. Juni. Im WeißenHaus fand gestern abend zu Ehren der Offiziere des deutschen Geschwaders ein Diner statt. Wasserdichte Zeltdecken äu Rauf u. Miete für Festlichkeiten rc. offeriert sehr preiswert *** Ludwig Lazarus, Afterweg 53, Fernsprecher 505 freiübunq 28 W Tie Verhandlungen mit den Bürgermeistereien von a' 1 Aostheim und Weisenau wegen Eingemeindung dürsten r U“ aitenäbieS'.'-» ..dies ioln* N banS l ' Wer Ulet/erhoH & Goslar Eine Wette -« Enorm haltbar Sehwelmer fiummlwaren-lndustrle G. m. d. H.. Schwele I. W. KOkosseum 8998 mittags 2 Uhr statt. a Eintrittspreis 30 Pfg. sm ! Kaufmännischer Verein Sonntag, den 9. ouni v»/e Schlafzimmer nussb. poliert,-früher Mk. 340, jetzt Mk. 280 ff » )> » n n II i» II mahag. poliert, früher 77 ii 17 II 77 77 eich, geb., mit 3-türig. 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ZIRKUS MAY Giessen, Oswaldsgarten Die mit jubelndem Beifall ausgenommene Er- öffnungö-Borstellung brachte den Beweis, bnh eine bedeutende Wandcrschau nur mit dem Grundsatz „Bom Guten das Beste" zu bieten, ausverkauste Häuser erzielen kann. Heute Donnerstag, 6. Juni, abends 81/« Uhr: parsorce-vorftellung. Freitag, den 7. Juni, abends 8‘A Uhr: Migh-life-evening Preise der Plätze wie bekannt. Vorverkauf: ZigarrcnbauS Tonntag, Tonnenstrane, für die Abend - Lorstellungen, und - für nachmittags und abends an den Zirkuskassen. zw Nachmittags zahlen Kinder halbe Preise. Zoologische Tier-Schau des Zirkus May 35 Löwen, Tiger, Bären. Panther, Leoparden, Zebras. Zebus, Guanackor, Hirsche usw. W Täglich von 10 Uhr an geöffnet. "Oe können -wir eingeben, dass Sie nach einmaligem Vernnch infolge der großen Vorzüge Ihre Schuhe stets versehen lassen mit Continental Gummi Absätzen 1861—1911 Die Altersgenossen werden zu einer geselligen Unterhaltung auf Samstag, den 8. l. M. abends 9 Uhr in die Restauration „Postkeller" freundlichst eingcladen. D6m Der Vorstand. Ausflug nach Wetzlar Abfahrt 3.23 Uhr auf Sonntagskarte zu 55 Pfg. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. und die Kinder jubeln, wenn sie die einzig gute Liebigs l Rote Grütze erhalten. Es gibt nichts feineres in der Welt u. jedes gute Geschäft führt nurdieseVorzugs marke. Zu haben bei Emil FiNchbach Todes-Anzeige. Heute verstarb plötzlich nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Gatte, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm P. Lucius, Lehrer im 49. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Katharine Lucius geb. Strauch. Egelsbach, den 5. Juni 1912. Die Beerdigung findet Samstag, den 8. Juni nach- TimereiiiAlleaMa.d.Lunida Sonntag, den 9. und Montag, den 10. Juni 7. BuiidMlchhrt des Lahn-Msberg-PnM verbunden mit der Feier des fünfjährigen Bestehens des Vereins. Reichhaltiges Programm. Eintritt für beide Festtage ä Person 30 Pfg. Am Jestsonntag verkehren folgende Ertrazügc: Mittags ab Gießen 12*’Ubr, an Allendorfl-'Ubr Abends ab Allcndors 7" Uhr, Richtung Giehen. (3989 Der Vorstand. Als Jestwirt halte mich bestens empfohlen. Für gute Speisen und Getränke wird gesorgt. Franz Bauer. x: „.l* > ft» Z. Unterstützung d. Tätigke' der Harn und Nierenwege trink. Sie mit bestem Enol» Blaien- n. Xleren-TN (Fol. uv. uv.) bei Stein Gricsbiidung. Pak. 1 Mk Adler-Drogerie, eX«* Wie koche ich am sparsamsten? Zur Beantwortung dieser Frage veranstaltet das ntMdt. (>■*- werk im großen Saale Stein'« Garten am 11. und 12. Jnni, Je vormittag# von 11 — 1 Ihr und nachmittag# von 4—7 L’hr ein Grosses Schaukochen mit praktischen Vorführungen im Kochen, Braten u. Backen. Der geringe Gasverbrauch kann an den aufgestellten Experimentieruhren kontrolliert werden. Braten von Geflügel, Fisch usw. auf Grillrost. Um sich von der Vorzüglichkeit dieser Bratweise überzeugen zu können, werden Kostproben abgegeben. Mit dem Schaukochen wird unter Beteiligung MiiQfpr-AllQQtpllimn der hiesigen einschlägigen Geschäfte eine mublcl «UbMCIlUlig in Gaskoch-, Brat- und -Backapparaten verbunden. Zu diesen Vorführungen ladet ergebenst ein D”/j das sttidt. Gas- und Wasserwerk Gießen. I kB« I vor, ui denen - «« durch die Regm I S Itutidic Mlonialg J « den Reichskanzler m Standpunkt vertu S Sunidi, daß der ipmmiiiio11 9e0flür J Seite gestellt werdet I z«hnen in Kanter I 'ggoi Peichlutz geiaßl i t deiriedigung daruw I w Abtretung von deuls I tznÄignngen, der Zultz buburicn soll. E« gfcii die Regierung, d f Zalle cme-' europa | retftit werden sollte, die pk.N auirechterhallcn I f werden möge. 1 durch Hochwasser c I jumeiidii in Brasilien I ü sind Ter von dem Gros der Tagung der WÄ'Mlele Preis von 6C ■folonien erzeugten 100 ■ iiicr Tcäiabalc ist bei Wunden. • Tie Uebersiedl U»en nach den Kol | ! Nit Unterstützung des ] Jti) 1'ladchen freie Uei । willigt worden. Tie Mgesellschafl betrug > v'w Wusiaiibe beit odjucgi'bu'it'ii sechzehn, oanderer Hal im letzten -nter den Anfragen b Ii Schonen gestellt waren, l'.tailsiahr wurde auf c I vrgamsalwnen und In * Wen, sollen Unterstütz ■ «ünellung der Tageso R Xi bisherigen Präjidil tei der L> ahl z u I ualge feil schäft I Ishann Albrecht r । vciitafler a. T. v. x 3" Gegenwart des 1 )cn -"alenburg und I | des Prinzen Ko> »ligermeiiters von La »aiidrfeiten in der bei ■wmiUag die dieszährig I innplt.fUv'*e" kolonial 7C1- ble ^erhandlun MiiiiT "^g'nsreiches -arokkoabtom ISS.; ^'ellic I JU "nif'er S? K«; I ’TltaV1’’ t" I 'S ‘"“"'“'W'tll I Ä’l"un» ™ b .»aubtBorfta | £? '«Uen. I I I I 4C-'r',nd|1 dis 5 I 1 nächst ^"L,Tr...L I ^ntrag qy < d-S ‘ftX -JC U t 1 Ärtzs» äSiSfts ■ - Xe Bind faden r- u. Seilerwaren aller Art empfiehlt zu billigsten “7e Preisen Ludw. Lazarus Asterweg 53 Fernspr. 505 ». i. le. i.-I. < Sektion Giessen sonntag, dcu 9. Juni: Cölbe—Snrnbeile—GeierS- höhc — Satlclkovs — Hohen berg—Christenberg—Weiter. Abfahrt 5-'Ubr B. 6'/, 2tdn. SonntagSkarr. Marburg.fv'/, n früher Bein