Die Technik der Spionage. n 3". Mus dem Reiche des unfreiwilligen Sprachhumors. Leu« :C Aege» 0-1 2 2 2 9 10 10 Im „Journal des D4- „Der blinde Zwing von meiner Zeichen aus den Augen!" LatS" schrieb John L emo inne: UVrUhrhaii.^ ftoria ßuife",, ? Ißeftiegen war M, Hf, um 9.16 Uhr ix eingebracht. Vater sprach." Franyois Coppse scheint sich über dem Begriff Zwillinge nicht recht klar gewesen zu sein. Sonst hätte er nicht schreiben können: „Sie setzte sich zu ihren beiden Töchtern, zwei gleichalterigen Zwillingen, die beide. 18 Jahre zählten," Aber, selbst wenn die Dichter ihre Gedanken zusarmnen- halten, können sie in Teufels Küche kommen. Sehr sorg- sältig müssen sie zum Beispiel bei der „Benamsung" ihrer Helden verfahren, denn gar leicht kann sich ein Namensvetter eines „Romanschurken" getroffen fühlen, und nicht selten führt das zu unangenehmen Schadenersatz-Prozessen. Das hatte Eugöne Chavette, der in dieser Hinsicht böser Erfahrungen gemacht hatte, veranlaßt, in seinem Romans „Tas Ohr des Kutschers" nur die Namen solcher Personen: zu verwenden, die unter dem Fallbeil geendet hatten. Aber auch das half nichts; denn er bekam von einem Namensvetter, eines seiner Helden, namens Tumollard, einen saugroben Brief. — Die Vorexpedition nach Spitzbergen bet» deutschen arktischen Expedition Schröder-Stran, verließ am Montag den Haien von Tromsö. Tas angckauste Schm „Sterling" ist mit Genehmigung des regierenden Herzogs von Sachsen-Altenburg in Anwesenheit des deutschen und des österreichischen Konsuls, des Generaldirektors Ballin^ der Teilnehmer und des Feuers der deutschen arktischen Expedition Leutnant Schröder Strane sowie anderer bekannter Persönlichkeiten Herzog Ernst" getauft worden. Bei dieser Gelegenheit trat Generaldirektor Ballin dem Ehrenkonritee der deutschen arktischen Expedition bei. — Ter Teutsche Schillerbund veröffentlicht soeben ein neues Ä e r b e h e f t, das einen geschichtlichen Rückblick auf die Entstehung und das Wirken des Bundes, Stimmen über die Idee der Weimarer Nationalfestspiele für die deutsche Jugend Wildenbruch, Rosegger, Karl Lamprecht, Friedrich Paulsen, Ernst Wachler, eine Schilderung der kulturhistorischen Bedeutung Weimars, stimmen über die Festspiele von 1909 und 1911 die .Satzungen des Deutschen .Schillerbundes, Vachrichlar über den statt. n. fammengeben zum Beispiel tn bcr Iür!eu Die Slbrüfhinq erfiarte er für eine Utopie, die selbst durch eme deutsch-sranzösische Entente nicht verwirklicht werden könne, -tic MaroNoiruge fei zwischen beiden Ländern eiidgultig erledigt. Weiterdin wies der Staatssekretär aui daS Piehadie Entgegeii- kommen hin, daS Kaiser Wilhelm und die Regierung unter Inina hm e der ganzen öffentlichen Meinung TeuttchlandS gegenüber Frankrcidi bewiesen halten, zum Beispiel in der- B a gda d- .I nge l e g e n b c 11, in bic Frankreich alS dritte Macht imt Deutschland und England, oder sogar später zu gleichen Teilen mit Deutschland allein hätte eintreten sollen. Fra nk r c i dli f c i a der stets in seine Schmollerei per tollen. Müsse, feit Frankreich und Deutschland in der clsaßloihringifwen Frage einander gcgenübcrftcbcn, der eine rot sagen, sobald der andere blau gejagt hat? Sei es nötig, bah Frankreich die Chinesische an» leihe zurückweist, nur weil Deutschland die Initiative dazu er» griffen hat? Tic neuen Wehr vor lag en feien notig gewesen, weil man uns zu bedrohen schien und wir »eigen m übten, bau wir imstande seien, uns zu verteidigen. Aut den Einwurt, datz doch England Deutschland bedrohe, nicht aber ,Frankreich, gegen das die HeercsvermcHrung gerichtet sei, erfolgte der Hinweis daß bei einem deutsch-englischen .Kriege keine französische Regierung in F r a n f r c i di langer al 5 drei Stunden dem Volks sturm widerstehe, der das Land an die Grenze treiben würde. Ter Reichskanzler beim Kaiser. urtttSWtw m rosticana.“ h'tM . Ter RofenkavM • Freitag, den 8- — n 10. August:,Lar^ Dlontag. i>en 12. lenSlag, den 13. W e. nlitärischm Heberte. >BuschundTuir ^erleßungen zu. « röfinung beS 6<6®£ den ö. August, 9. AugusN , "ä 13. August: FtzvonBechchmg» ^MdS um^L i'WÄ i’Ä ^en KJäk lkrwit-tschast rankreichs. f die Folgen, biz t konvention m- ömie: »fische Aucketprod-di schlossen, andere be lt. Gegenwärtig e ■ ähren gerade für ' i, falls nicht Mb ten turpem ein ich seit einigen F» tiibmemtc. Die do kam bei der gn Tonnen geschätzt » ten wir rund HOlj jt 700000 Tonnen I uhr nach unseren 3> nser Interesse wirb b aus der sdiwue WA Le§ + 23,6'? metrie ermöglicht, aus einem einzigen Bilde ohne erheb» siche MonftruIlion oder Rechnung die geforderten Größen- verhältnisse gleichsam abzulesen, ist zwar sehr geistvoll, aber es genügt nicht für die Zwecke der Spionage. Denn da diese Methode von der Betrachtung eines regelmäßigen geometrischen Gebildes ausgekü, so muß sie versagen, wem, das aufzunehmende Obsekt sich nicht aus vertikalen und horizontalen Ebenen zusammensetzt. Wenn ein Objekt der rcien Natur z. B. mit gänzlich unebenem Terrain Gegen- tand der Aufnahme ist, so wird diese Aufnahme als Meß- rild für die Spionage so gut wie unbrauchbar sein. In solchen Fällen hat man sich nun zunächst dadurch geholfen, daß man eine zweite Ausnahme machte und aus den beiden Aufnahmen dann geometrisch und rechnerisch das nölige zog. Es war ein sehr umständliches Verfahren, und ein sehr zeitraubendes. Die älteste Methode der Photogrammetrie verlangte zwei Ansichten des Objekts von zwei verschiedenen Standpunkten aus. Die jüngere Methode, die Stereophotogrammetrie, hat den Vorteil, das; das Stereosiopbilo ein dem aufgenommenen Gegenstände vollständig gleichwertiges Modell darstellt, das ebenso b e - taste't und ausgemesscn werden kann, wie das Objekt selbst. Die äußersten Feinheiten können da |tn- biert werden. Es ist das Ideal der Spionage. Stereoskopische Aufnahmen aber können Amateure mit jeder kleinen Handkamera Herstellen, indem sie zwei Aufnahmen machen, die zweite um ca. 65—70 Millimeter (Augendistanz) zur Seite gerückt. , , , r . . , Man sieht, die Spionagetechntk i)t ebenso einfach w»e gefährlich geworden, und daher das neuerdings so besonders scharfe Mihtrauen und rasche Zugreifen der Behörden. d° bieV'M • el ’wr fehr Cv* 1 d« ubTigai^ sehen, sondern auch Stumme sprechen, —o schreibt eine Zei- tung: „Ter Großrabbiner von Frankreich, Isidor, den leider ein Schlaganfall zur Stummheit verdammt hat, hat eine Stimme mit den Gebeten der Gläubigen zu Gott vereint." Adele E s q u i r o s erfindet in einem ihrer Romane die Schmelzbarkeit des Tiamanten: „Frau von Saint-Mö- grin beklagte bitterlich ihre verbrannten spitzen und thre geschmolzenen Diamanten." , c _ .. (rine Menge von Stilblüten hat auch de Ehampfleurh verbrochen. So schreibt er: „Die Tarnen kicherten, indem ie sich mit lächelndem Munde und girrenden Augen, um )ie sie eine Schauspielerin beneidet hätte, ansahen. und ein anderesmal spricht er von „den modernen Alchymisten von heute, die Besseres als Gold entdeckt haben". Ferner sagt er von einer'Heldin: „sie konnte ihren Blick nicht von jenem erleuchteten Horizont wenden, wo die Frauen in Musik und Edelsteinen, im Tanze und in der Liebe schwammen " Ter schon einmal erwähnte Jules de Gast y n e lässt einen Reger, der eines Verbrechens beschuldigt wird, seine Unschuld beteuern, wobei der Polizeikommissar vergebens darauf wartete, das; er vor Anglt und Schrecken bleich wird. Charles Merouvel hatte anscheinend an jeder Hand zehn Finger gehabt. In seinem Roman „Jennn Fayelle" schreibt er nämlich: „Tic Tarne hatte eine solch schlanke Taille, daß eine Männerhand sie mit ihren zehn Fingern hatte umfassen können." Und em anderer Schriftsteller weiß von einer Heldin zu erzählen, daß sie „die talte Hand einer Schlange besaß". . , Bon den Pariser Sternen schreibt ein belgischer Romandichter wie folgt: „Die die Sterne des Firmamentes, so haben auch die von Paris lang und mühsam um ihre Dressen kämpfen müssen, und die Schminke hat ihre Stirne frühzeitig geiurcht." Er muß sich die Sterne sehr genau betrachtet haben, um diese Wahrnehmung machen zu tönn- nen. „Wenige Augenblicke später entführte uns ein Sagen, cor dem zwei galoppierende Pferde trabten", berichtet Albert Blanquet in einem seiner Romane, Marcel Vic Lage nach der Begegnung von Baltischport. flilfinflcr Gespräche deö Herrn von Kiderlen. Herr v. Kiderlen-Wächter wirbt um Mariannes Hand. In Kissingen hat er in Gesprächen mit einem Redakteur des „Figaro" feine Gefühle offenbart, und man wird an ein bekanntes Lustspiel erinnert, wenn man diese Kis'inger Gespräche gerade heute in den Zeitungen liest. Heute, wo die Franzosen geneigt sein werden, lachend darüber £u triumphieren, daß der Begegnung von Baltisch-Port: P prompt die Festigung des ruifisch-französischen ®ünbni|)ed gefolgt sei. In der Tat, der Blumenstrauß des Herrn von Räderten kommt zu spät, Marianne hat ihre Hand schon vergeben. . Inzwischen hüt der Kaiser mit dorn R^chrkanz.er einen lange,i Spaziergang an der waldbewachsenen L_st|eekuste aemacht. Man wird wohl nicht fehl gehen, da» die beiden '•Könnet sich auch über die neue Wendung der russischen Politik unterhalten haben. Leider hatten sie noch keine Gelegenheit gehabt, von den geistreichen LUlsinger Gesprächen Kidcrlens zu lesen, sonst wurden sie vielleicht mit vielen anderen Deutschen denken, daß der Herr Ltaatv- sekretät lein reck)tes Empfinden für die Wurde des Reiches gezeigt hat. Tenn an einen Erfolg feiner Tugendpredigt wird er doch wohl iclbft nicht glauben. Nach den bitteren Betrachtungen, die zu den amtlichen Verlautbarungen in fast allen deutscheii Zeitungen erschienen sind, wäre Schweigen besser gewesen. „ . . Tas „Bert. Tgbl." veröfscntlicht^G e s p r ä ch e des Redakteurs Bourdon vom „Figaro" mit Staatssekretär v. fti» derlcn-Wächler. Gleichzeitig werden diese K i ] f in 9 er Gespräche mt „Figaro" in Paris verösfentlicht. Es geht aus ihnen hervor, daß man in Frankreich glaubte, die onentlichc Meinung in Deutschland fei während des letzten Jahres besonders wahrend der schwierigsten Momente der Marokkoverhand- lungcn, vor Krieaslust erbebt. .^utzcrungen Herrn u Kiderlens haben Bourdon darüber belehrt, baß. bien Ansicht falsch ist. Herr v. Kidcrlen befürwortete in ,einen Unter» rebungen wiederholt ein o c u i i cb • i a n s c 1 1 • cl'1 öfl>ifa" war bi? ~ e"lüinbbisgt ; die Stadt „ i '«nhaiisenundA^ Swinemünde, 5. Aug. Ter Reichskanzler von Bet h m a n n » Ho l l w eg ist um 4.47 Uhr hier cingetrossen und von dem Gesandten v. Treutler am Bahnhof ernpsangen und an Bord der „Hohenzotlern" geleitet worden, wo er Wohnung nahm. Ter Kaiser arbeitete nachmittags allein und empfing den Reichskanzler nach seinem Eintreffen auf der „Hohenzollcrn" und hörte den V o r t r a g d e s R e i ch ö- kanzlers. Nach dem Vortrag uilternahm der Kaiser mit feiner Umgebung eine Ausfahrt im Automobil nach Ahldeck, wo der Kaiser nochmals den Platz für das Kinderheim besichtigte. An bie Autofahrt schloß sich ein längerer Spaziergang durch den Wald. Während der Fahrt saß der Reichskanzler im ersten Automobil neben dem Kaiser. Während des Spazierganges zog der Kaiser den Reichskanzler tn ein längeres Gespräch. Die Rückkehr aüs bie „Hohenzollem" erfolgte gegen 8 Uhr. Für die Abendtafel waren geladen Landrat v. Bötticher und der Bürgermeister von Swinemünde, Graetzel v. Äraetz. Poiucates Reise nach Petersburg. Paris, 5. Aug. Ministerpräsident Poincars ist heute morgen nach 2ü:tlitd)cn abgereist, von wo er an Bord des Panzerkreuzers „Conds" nach Rußland reist. Petersburg, 5. Aug. Der Direktor der KredUkauzlci des Finanzministeriums ermädmgte bie Petersburger Telegrafenagentur, bic Pariser Gerüchte über eine bevorstehenbc miC der Reise Poincarös zusammenhailgenbe russische Anleihe in Frankreich kategorisch zu bcmentieren, ba überlmupt feine Anleihe geplant sei. Abreise des deutschen Botschafters Frhrn. v. Marschall nach Deutschland. London, 6. Aug. Ter deutsche Botschafter Freiherr v. Marschall ist nach Deutschland abge- r e i ft. » Ob der Botfchafter dem Kaiser und Kanzler neues zu sagen haben wird? Jedenfalls wird seine Reise die größte Ausmerksamkeit erregen. I Aeaderungea im englischen Kabinett? London, 5. Slug. Die Abendblätter bezeichnen verschiedene Acn dernngen im Ministerium als wahrscheinlich. Der . Lorbpräsibent des Geheimen Rats Discount Morley soll aus i Gesunbhcilsrucksichten zurucktreten und ber Sekretär sur Inbien, Grews, sein Nachsolger werben. Der Generalposlmcister Sa- ni u c l soll an bic Stelle des Chessekretärs für Irland, Birrel,. . treten, der zum Peer ernannt werben solle. MU weniger Bestimmt-s ■x UllULtUL IVVIH UUll ................ u . | „Sie sprach", so schreibt Jules de Gastyne, „indem )ic I ihren weißen Arm, der an Schönheit mit der Venus von Milo wetteifern konnte, und der rote karrarifcher Marmor funkelte, langsam in die Höhe hob." Öii der „Muse du Departement schildert «atzac eine Sängerin, welche mit Hilfe eines Taschentuches jc- manbem die Augen verbindet, so daß er nicht sehen kann, Vvohin sie ihn führt. Und zum Schluß läßt er bic ganger in bie Worte sprechen: „Habt wohl acht! Verliert keines Albert Eim, ein hervorragender sranzösischer Bibttv- I graph, der zu den fleißigsten Sammlern aus diesem Ge- 1 biete gehört, veröffentlicht im neuesten Hefte der „Revue I eine reizende Auslese von Stilblüten und Sprachschnitzern französischer Schriftsteller, die eine wahre Schatzkammer unfreiwilligen Humors darstellen. Köstlich ist, wie viele französische Autoren an der Venus von Milo geschei- I tert sind. Charles MLrouvel geht sogar so wett, da» I er Milo" für den Nainen eines berühmten Bildhauers k hält; er schreibt nämlich: „Sie war ihrer ganzen Gestalt » nach ein wahres Wunder, mit prachtvoll geformtem Hals, Üppiger Brust und wohlgeformien Hüsten, so das, Milo, ber Künstler, dessen Ruhm Jahrhunderte nicht haben, ver- l loschen können, nach ihr ein Pendant zu seiner unsterb» I lick-en Statue hätte schaffen können." Ein anderer Roinansdwiftsteller, Amedßc de Bast, - teilt seinen Lesern mit, daß der Held „Joseph de Plumard ; niederkniete und einen ehrsurchtsoollen Kuß aus jene rocißc, | volle, schöngesorntte Hand drückte, die der der berühmten E Venus von Milo au Schönheit nichts nachgab " Und ein 1 anderer weiß von schönen Armen der Venus zu erzählen: qx 185 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 6. August 1912 Ä __ E ye,uq«vret«: «tttzener Anzeiger 6» / > Xj ö monathd)75iMHoiertel- 11 tt A s eniivrech- Anfchluste: X\Jp WT politischen Teil: August General-Anzeiger für Oderhessen SÄSe Auzetger (Aictzen. v v I • ’ • . _. . - ratb; für .Stadt und Annahme von Anzeigen flotationsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Erpedition und vruderel: Schuiftray. r. Land-. E.Hcu: für den «flSTut)“ Bübingen: 8«mfpred)er fir. 269 Geschäftsstelle B-chnhoMratzelb-. d>n,.>nen.«u Serf. lu«l HU * \vUH V ih e i _ Hannover litt unsäglich, als er sah, das; die Preußen )em Königreich annektierten." Bei Emile Pouvrllon treuen *nr „Ginibre, einen ehrenwerten Bliitden, der einen sehn fiiidjhgcn Klick nach einer Weinflasche wirst". 8 Verhältnis zueinander. Diese Forderungen erfüllt die M e ß b i l d k u n st, die r metrische Photographie oder Photogrammetrie genannt. Sic ermöglicht es, die Größcnverhältnisse und Entfernungen | ber verschiedenen Gegenstände festzustellen und das vom | Spion ausgenonimene Bild in jedem gewünschten Maßstabe t j einen Grundritz um-n-eichnen. Das Ber fahren besteht in einer eigentümlichen, geometrisch begründeten Umkehrung der gewöhnlichen Perspektive. Es erfordert in seiner Auweitdung durchaus keine hohe Getehr- famkeit und setzt außer ein paar örunbmefjungen nur Photographien voraus, die der mathematischen Grundlage der gewöhnlichen Perspektive entsprechen. Das Versahren wurde zuerst von Militär-Topographen aus dem ihnen zunächst liegenden Gebiete der Geländeausnahme versucht. Ihre Verjuckw ergaben zunächst die Anwendbarkeit der Theorie in vollem Umfange; aber die vor 40 Jahren noch vorhandene Unzulänglichkeit der pl-otographifcheil Objektive, die Unbehilflichkeit des damals noch üblichen „nassen" photographischen Versuhrens vereitelten alle Bemühungen für Einführung auch in die Praxis der Spionage. Erst feit Erfindung der Trocken plarte hat das Meßbildver- fahren, zunächst aus architettonischem Gebiete, großen Aus- fchroung genommen. Alphonse Bertillon hat das System bekanntlich in die Kriminalistik eingesührt Tas Bcrtll- lonsche Verfahren, das auch dem Laien in ber Photogiam- Die Verhaftung von fünfEngländern wegen l.rbachts ber Spionage in Kiel erfolgte auf Grund der ;(i ihnen vorgefundenen Photographischen Auf. ahmen. Tic Verhaftungen wegen Spionage erfolgen, nuerbings fast immer aus diesem Grunde, und dem Laien .n diesen Dingen mag es vielleicht manchmal anffallen, welche — nach seiner Ansicht wohl übertriebene — Beben- ung die Militär- und Polizeibehörden jedem, auch dem . ......... i ilscheinbarsten Amateurbildchen beilegen unb wie sie sofort ieigtt, bdSI rnergisch zugreifen, wenn ein der Spionage Verdächtiger AllsteLusiii' ! Iltit einem „>iodak" oder einem sonst>gen photographiscbcn *.....' ilvparat arbeitet. Lange Zeit herrschte ja bic Ansicht, daß I tre allem das geschriebene Wort eines Spions den Zweck | ünb die Wirkung habe, fremden Generalstäben eine anschau- I siche Vorstellung von den Orten und Tinten zu geben, q Q„ tie den Gegenstand der ausländischen Spionage bilden. O? ■ TI ?ie gute Arbeit des Spions, also die Gefährlichkeit der m H ^Luonage liege, so i?- tc man, dann vor, wenn Ort und ennbfrhrbh I '1 gcnstände eingchei.i und anjch.iuli befchrieben wurden. 9 Cöw;r Dieses Verfahren bildete auch tatsächlich sozusagen bie Urzeit ber Spionage. Aber bie Wandlung vollzog sich in- ' " der roachsciiden „Bedürfnijfe" ocs Mitti.ir- chr bald. Ein guter Spion mußte unbedingt neben seinen nehr ober minder geheimnisvollen Schilderungen auch ein ttoki, einen Plan, eine Zeichnung, Skizzen und Grund cisse einsenden, die er selbst auszunehmen hatte, wenn er jic nickst — stehlen ober kaufen konnte. Dieses Versahren, bm Ort ober Gegenstanb eines militärischen Geheimnisses durch Zeichnung aufzunehmen, sollte jeboch nur ein Glied in der Kette neuer Fortschritte bilden. Bald machte sich bic Rachsrage nach vollständigeren und anschaulicheren Un* lerlagen geltend. Was lag da näher, als die wertvollen Dienste anzunehmen, welche die Photographie bot? Die Photographie hat den Vorzug, die Dinge völlig objekttv wiederzugeben. Sie verzeichnet automatisch alle Einzelheiten, ohne das geringste innerhalb ihres Gesichts- kceises zu übersel-en. Wenn jedoch das photographische Äild den Anforderungen der Spionage enlfprechen soll, muß eö auch imstande sein, genaue Ausschlüsse über die w i r k- liche Größe der aufgenommenen Gegenstände zu enei len, über Tiefe, Höhe, Breite, Form, Standort und das fbeitstritt-in. i£n Blättern die Behauvtimg auf, daß bet Patronage* Sekretär des Schatzamts Master o i Elibank, der H auptein- peitscher der Regierung und eins der einflußreichsten Mitglieder, fcirrüdtretm werde und möglicherweise an Stelle Gladstones zum Generalgouverneur von Südafrika ernannt werden tolle. Die Reichrtagsersahwahl in psarriirchen. ' Pfarrkirchen, 5. Aua. (Amtliches Wahlergebnis.) Bei der heutigen Reichstagser,atzwahl im Wahlkreise Niederbayern 4 erhielt der Landwirt Bauer (Bayr. Bauernb.) 8650 Stimmen, der Landwirt und Bürgermeister Ger au er (Zentrum) 5798 Stimmen. 12 Stimmen waren zersplittert. Bauer ist somit gewählt. r Tie Liberalen hatten zur Wahl des Bauernbündlers aufgesor- dert, die Sozialdemokratie Stimmenthaltung proklamiert. Bei der Hanvtwahl im Januar d. I. war Bachmaier vom Sauernbund mit 9882 Stimmen gewählt worden, während sein Negner vom Zentrum, Mayer 7722 Stimmen ausbrachte und aus ren Sozialdemokraten Huber 1228 Stimmen entfielen. Deutsches Neich. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz über Ab- -änderung und Ergänzung der Ausführungs- ge setze zum Rcichsgesetz über den Unterstützungswohnsitz. In Köln war am Montag der erste Derhandlungstag des Internationalen Kongresses des Weltbundes der Krankenpflegerinnen. Nach der Begrützungsanivrache wurde als neue Parole des Weltbundes für bte nächsten Jahre von der Gründerin und Ehrenpräsidentin Mist Bedforder uw ick das Streben nach weiterer seelischer Vertiefung des Krankenpflegeberufes ausgegeben. Bei der Borstandswahl wurde Oberin Goodcich-Ncw Bork als Vorsitzende des Weltbundes für die nächsten drei Jahre neu die bisherige Präsidentin Schwester Äarll-Berlin als Ehrenvorsitzende gewählt. Die beiden nationalen Verbände von Indien und Neuseeland wurden neu in Den Weltbund ausgenommen. Als Vertreterin der Schweiz wurde Frl. Emmi Oser-Zürich in den Vorstand ausgenommen. Für das Jahr 1915 wurde Chicago als Tagungsort des nächsten Kongresses gelegentlich der Eröffnung des Panamakanals bestimmt. Weiter wurde eine Entschliestnng betr. die Einführung der staatlichen Registrierung der Krankenpflegerinnen sowie eine Sympathieerklärung zugunsten der allgemeinen Einführung des Frau en st immrechtes angenommen. Nachmittags veranstaltete die Stadt zu Ehren des Kongresses ein Gartenfest in der Flora. Ausland. Ein Erlaß des französischen Marineministers e l c a s s s beschäftigt sich ‘mit der Organisation des Rettung s- wesens an Bord der Kriegsschiffe unb der mit der Personenbeförderung befaßten französischen Staastdampfer. Bisher hatten nur die Torpedoiaaer je einen Rettungsgürtel pro Mann an Bord, alle anderen Schiffe hatten nur eine kleine Anzahl dieser Apparate für die Rettungsboote. Ter Marineminister ordnet nun an, daß alle Kriegsschiffe und Transportdampfer Rettungsgürtel in genügender Zahl mit 'sich führen müssen, und zwar sollen, wie der Erlast ausdrücklich betont, diese Gürtel nicht, wie es gewöhnlich ru geschehen pflegt, in einem der Bunker untergebracht werden, sondern in den von den Mannschaften bewohnten Räumen. Der „Daily Telegraph" meldet aus Peking vom 4. August: Mit der Ernennung des ,,Times"-Korrespondeuten Dr. Morrison zum politischen Berater der chinesischen Regierung ist ein Posten wieder besetzt worden, der eine reine Sinekure war und keinem Ressort angegliedert ist. Tas chinesische Auswärtige Amt lehnt jebc Verbindung damit ab. Tic Pekinger Presse fragt, was eigentlich hinter dieser Ernenmmg stecke, die sie bitter beklagt. Der frühere Inhaber dieses Postens war der Sinologe Sir Walter Hillier, der seit 1867 in China gelebt hat. Dieser wurde im Jahre 1908 zum Ratgeber der chinesischen Regierung ernannt und trat nach einiger Zeit wieder zurück, da er fand, daß er nichts zu tun habe. Die neue Fortschrittspartei Roosevelts. Auf dem ersten Konvent der neuen fortschrittlichen Partei der am 5. August in Chicago eröffnet wurde, um Roosevelt zum PräsidcMschaftskandidatcn zu nominieren, werden 47 Staaten vertreten fein. Nur Südkarolina ist nicht vertreten, weil es darauf beftanb, Neger als Delegierte zu entsenden. Ter Ausschuß, der die Bcglaulngimg der delegierten zu prüfen hat, hatte bereits Neger, die als Vertreter von Alabama gewählt waren, zurückgewiesen. Es wird wahrscheinlich bei allen Süd- staaten so verfahren, dagegen werden Neger als Vertreter der j gegenwärtigen Stand (85 Ortsgruppen, 6448 Mitglieder) und »endlich die Bedingungen der Teilnahme an den Festspielen enthalt. Ans einer gelegentlichen Notiz ersehen wir, daß die Fest- 'spiele 1913 durch den derzeitigen Vcrmögensstand bereits ge- »sichert sind; das soll uns aber nicht abhalten, alle Deutschen, die etwas für eine putc Sache tun wollen, auf dieses, auch bereits durch eine kaiserliche Stiftung ausgezeichnete Unternehm men hinzuweisen. Das Wcrbebeft erhält man gratis durch die Geschäftsstelle des Deutschen Schillerbundes in Weimar. Für das nächste Jahr, das Jubeljahr der Befreiungskriege, sind (die Zustimmung der Jntentanz des Großh. Hoftheaters in Weimar vor- ausgesehtl Goethes „Goetz", Schillers .Jungfrau" (bekanntlich daS meist gespielte höhere Drama vor den Befreiungskriegen), Kleists „Hermannschlacht" und Wildenbruchs „Väter und Söhne" oder Heyses „Colberg" in Aussicht genommen. — Caruso in Südamerika. Caruso hat soeben, wie berichtet wird, einen Vertrag unterschrieben, der ihn zu 12 Vor' stellimgen an der Nationalover von Buenos Aires verpflichtet. Für jeden Abend ernält er die Summe von 28 000 Mk. .Damit wird ein Rekord für Künstlergagen aufgestellt, der selbst von den berühmtesten Primadonnen der Vergangenheit nicht übertroffen worden ist. Höchstens könnte vielleicht die "Satti mehr bekommen haben, denn sie erhielt für jedes Auftreten tn Amerika in den achtziger Jahren 24 ÖOO Mk und außerdem noch einen bestimmten Prozentsatz an den Einnahmen, so daß sie vielleicht Carusos Gage hin und toieber erreicht hat. Bei ihrer Abschieds- ioimtcc durch Amerika waren ihr außer völlig freier Fahrt 20000 Mk. für das Konzert — im ganzen waren 60 Konzerte — und 25 Proz. der Einnahmen zugesichert. kf. Auto-Polo — der neueste Spork. Ein neuer Nervenkitzel, den man wohl kaum noch als Sport bezeichnen kann, ist in Amerika soeben „erfunden" worden. Während man bisher Polo mir auf Ponys zu spielen pflegte, hat vor einigen Tagen in Kansas auf den staatlichen Spielplätzen zu Wichata das erste Poloivettspiel in 9üitomobilcn in Gegeinvart einer riesigen Zu- fdtauermenge ftattgefunben. Jede Mamiscl>aft bestand aus vier ^lutomobilen, die selbstverständlich eigens für diesen Zweck gebaut und deshalb von großer GesdHvindigkeit waren. In jebem Auto saßen ein Spieler, der mit einem großen Polohammer bewaffnet war. und der Autolenker. Tie beiden „Male ivaren ungefähr .hundert Meter von einander entfernt und der zwischen ihnen liegende Platz war sorgfältig gereinigt und geebnet worden. Ter Gouverneur von Kansas in höchsteigener Person fungierte als Schiedsrichter. Vorsichtshalber hatte man eine Ambulanz mit einer Reihe von Aerzten eingerichtet; denn niemand ttru&tex was ein Auto-Polo für Zwischenfälle bringen konnte. Was Spiel verlies äußern aufregend, und die Zuschauer schwankten -^Ochcn Angst- und Jubelrufen. Ter Sieger gewann das Spiel im Verhältnis <: o, aber, cS war ein PyrrduSsieg; beim, er mußte Mei feiner Autos auf dem Gdiladtfelbc lassen und drei b*r Mitglieder wurden verletzt davongetragin Ter unterlegene Klub batte nur cm Auto und zwei Spieler verloren. Aber alle Zuschauer waren bann einig, daß das Auto-Polo alles bisher Ta- gewesene wett hinter sich läßt. Nordstaaten zugelassen werden. Viele Frauen sind als delegierte zum Konvent gewählt. Roosevelt wird ebenfalls cintreffcn. Chicago, 5. Äug. Der Nationalkonvent, der von Roosevelt organisierten Fortschrittspartei begann heute mittag im Kolosseum. Es herrschte große Begeisterung. 232 Anhängerinnen des Frauenstimmrechts und eine Anzahl weiblicher Delegaten zogen nach der Kvnventshalle und wohnten dem Konvent bei. Negerdelegierte versuchten Roosevelt zu besuchen, wurden jedoch von Weißen daran verhindert. Die Polizei verhütete eine Schlägerei zwischen beiden Teilen. Aus Stadt und Land. Gießen, 6. August 1912. •* Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Adam Lehr aus Bullau die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kölzenhain. •• Militär-Sonderzüge. Am Mittwoch, 7. Aug., trifft das 3. Bataillon des Jnf.-Reg. ,Kaiser Wilhelm* Nr. 116 um 743 abends vom UebungSplatz Ohrdruf wieder in Gießen ein. DaS 1. Bat. des Jnf.-Reg. 168, das mit demselben Zug kommt, fährt um 600 abends weiter nach Butzbach, wo eS um 836 abends eintrifft. Der Reg.-Stab, daS 1. und daS 2. Bat. deS Jnf.-Reg. ,Kaiser Wilhelm" Rr. 116 kommen ebenfalls am 7. Aug. 1912 von Ohrdruf um 653 abends hier wieder an. "Hauptversammlung der hessischen Pfandmeister. Bei guter Beteiligung hielten am Sonntag die Pfandmeister Hessens zu Frankfurt a. M. ihre Haupt- Versammlung ab, die von dem 1. Vorsitzenden, Psandmeister Mahler-Offenbach, geleitet wurde. Nach Erstattung der Berichte stand die neue hessische Besoldungsordnung zur Beratung. ES wurde mit Bedauern festgestellt, daß bei den jetzt stattfindenden Nachzahlungen der erhöhten Gehalte die den Pfandmeistern bei den pensionsfähigen Bezügen gerechneten 700 Mk. Gebühren bei der prozentualen Gehaltserhöhung nicht in Betracht gezogen werden. Eine Eingabe an die Regierung soll diesem Versehen abhelfen. Dem Anträge, sich mit den städtischen und Gemeinde-Psandmeistern zu einem Verbände zu vereinigen, soll nähergetreten werden. Der Vorsitzende gibt den Antrag Schönberger, betreffend Aufhebung der Bezirkskassen, der auch die Stellung der Pfandmeister erschüttert, bekannt. Der seitherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Als Ort der nächsten Hauptversammlung gilt wiederum Frankfurt. (Es ist aus wirtschaftlichen Gründen sehr bedauerlich, daß hessische Vereinigungen ihre Tagungen stets in Frankfurt abhalten. Red.) ♦♦ Adressen für Manöversendungen. Aus Anlaß der bevorstehenden militärischen Herbstübungen machen wir auf die Wichtigkeit der Anwendung richtiger und deutlicher Aufschriften bei den Manöver-Postsendungen aufmerksam. Zur genauen Aufschrift gehören: Familienname (möglichst auch Vorname, unter Umständen Ordnung- nummer), Dienstgrad und Truppenteil (Regiment, Bataillon, Kompagnie,. Eskadron, Abteilung, Batterie, Kolonne usw.) und der ständige Garnisonort, eintretendenfalls mit dem Zusatz „ober nachsenden". Die Angabe eines Marschquartiers als Bestimmungsort empfiehlt sich in bet Regel nicht. ** Briese nach Uebersee. Nach den Wahrnehmungen her Grenz-Ausgangs-Postanftalten rechnet das Publikum bei ber Auslieferung von Briefsendungen nach überseeischen Orten fast nur mit den letzten Versendungsgelegenheiten, die auf Grund des Beihefts zum Amtsblatte des Reichs-Postamts durch die Zeitungen bekannt gegeben werden, während über das Bestehen von Vorversanden kaum etwas bekannt ist. Da die letzten Besörderungs- gelegenheiten infolge von Störungen im Gange der Eisenbahnzüge nicht selten in den Hafenorten den Anschluß an die abgehenden Dampfer verfehlen, empfiehlt es sich dringend, die Brief- fenbungen möglichst zeitig auszuliesern, damit sie mit den Vorversanden Beförderung erhalten, die auch bei Verspätungen der Eisenbahnzüge die Schiffe in den Abgangshäfen rechtzeitig und sicher erreichen. Kreis Friedberg. h» Friedberg, 5. Aug. Unter starker Beteiligung fand hier unter dem Vorsitze von Gutsbesitzer Schneider-Utphe die Hauptversammlung der Landw. Hauptgenossenschast für Oberhessen statt. Im Mittelpunkt des Interesses stand der Bericht des Geschäftsführers, Bürgermeisters Fendt- Büdingen, über die Vorgänge der letzten Wochen in der Genossenschaft. Er führte auS, daß durch die mangelhafte Geschäftsführung deS Direktors Männel ein Defizit von 48500 Mark entstanden ist, von dieser Summe ist der Direktor für 18 000 Mk. haftpflichtig. Von vier Vorstandsmitgliedern sind je 3000 Mk. und acht Aufsichtsratsmitgliedern je 1000 Mk. zur Deckung des Fehlbetrages beigetragen worden, so daß demnach jede Schuld gedeckt ist. Die 93er- sammlung erklärte sich nach kurzem Meinungsaustausche mit dieser Art der Sanierung einverstanden und erteilte dem Vor» stände ein Vertrauensvotum. An Stelle des zurückgetretenen Geheimrats HaaS-Darmstadt wurde Generalsekretär Haas- Darmstadt in den Aufsichtsrat gewählt. Die Vorstands- Mitglieder Schneider-Utphe, Hahn-BellerSheim und Stoll- Echzell lehnten eine Wiederwahl ab, an ihre Stelle wählte man Wetz-Holzheim und Pfeffer-BorSdorf. L. Friedberg-Fauerbach, 5. Aug. In unserem Stadtteil feierte der Fußballklub sein Stiftungsfest. Zwei Tage hatte er für das Fest vorgesehen und eine große Anzahl Sportvereine dazu eingeladen. Auf dem Sportplatz versammelten sich die Teilnehmer und hielten SamStag abend einen Kommers ab. Gestern bewegte sich ein großer Zug durch die Straßen nach dem Festplatz, woselbst Preisspiele', Festrede und Konzert stattfand. Abends wurden die Preise verteilt. I.. Bad-Nauheim, 5. Aug. DaS letzte Gebäude der alten Saline am Promenadenweg nach Friedberg, der Materialschuppen, ist abgerissen und wird an der jetzigen Saline auf dem Goldstein aufgebaut. Die Arbeiten sind jetzt von der Baubehörde ausgeschrieben worden. h. Ilbenstadt, 5. Aug. Die Trinkwasser- Verhältnisse werden im hiesigen Orte immer unhaltbarer. Gegenwärtig sind nur noch drei Gemeindebrunnen vorhanden, von denen jedoch nur zwei einigermaßen genießbares Waffer liefern. Eine Befferung der Zustande scheint auch vorerst noch nicht emtreten zu sollen, da der Gemeinderat einen er- neuten Antrag auf Erbauung einer Wasserleitung ablehnte. Starkenburg und Rheinheffcn. — Offenbach a. 2)1., 5. Aug. Das MaturitätS- exarnen für Nichtschüler, das in Hessen einmal im 3abre abgehalten wird, findet für Gnmnasiurn und Ober- Realschule in diesem Jahre hier statt, und zwar beginnt daß erstere am 3. September, das letztere am 26. August. Für Nichtschüler, die sich das Reifezeugnis eines Realgymnasiums tiverben wollen, ist das Realgymnasium in Darmstadt bestimmt worden, wo ebenfalls am 26. d. MtS. die Prüfung ihren Anfang nimmt ! Mainz, 5. Aug. In der Rheinischen Brauerei würbe heute nacht ein schwer verletzter 9)1 ann aufgefunden, ber auf dem Transport zum Hospital starb. Er scheint die hohe Umfassungsmauer der Brauerei herabgestürzt zu sein. — Tie diesjährige Besichtigung der Truppen deS 18. Armeekorps vor dem Kaiser findet am 21. August auf dem großen Sande statt. ch. Bingen, 4. Aug. Eine unliebsame Verzögerung ihrer A Reise erfuhr hier eine englische Gesellschaft, die mit dem AutoM von Koblenz kommend durch Bingen fuhr. Tas Auto fuhr durch die Grabenstraße dem Rheine zu und prallte mit einem Wagen ber Straßenbahn zusammen. Obwohl Auto wie auch Straßenbahn an dieser als gefährlich bekannten -Stelle nur mit mäßiger Geschwindigkeit fuhren, erlitt das Auto schwere Beschädigungen. Die Vorderachse desselben wurde dermaßen ver- ' bogen, daß der Wagen zwecks Instandsetzung nach Frankfurt a. M. gesandt werden mußte. Die Beschädigungen des Straßenbahn- waacns erwiesen sich von kleinerer Bedeutung. Personen mürben nicht verletzt. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 5. Aug. Gestern nachmittag um 5 Uhr wurde auf der Steindörfer Chaussee das sechsjährige Mädchen des Metzgermeisters Löb von einem Automobil überfahren und sofort getötet. Ten Chauffeur trifft keine Schuld. Heffen-Naffan. (:) Rodheim a. d. Bieber, 5. Wag. Der KreiSauSschuß in Biedenkopf erteilte seine Genehmigung zur Bildung eines kollegialen Gemeindevorstandes. ES sind mithin für die Folge zwei Schöffen und ein Beigeordneter zu wählen. — Trotz der regen Baulust fehlt eS an geeigneten Bauplätzen; cs wird daher ein OrtSbebauungSplan gefordert. -ft Von der Edertalsperre, 5. Aug. Gestern unternahm der Automobilklub Marburg eine C4t* sellschaftsfahrt seiner Mitglieder nach der Edertalsperre, der sich vier Wagen mit Mitgliedern des Automobilklubs Gießen und Umgebung und ein Fahrzeug mit solchen des Automobilklubs Wetzlar angeschloffen hatten. Die Gäste wurden beim Anlangen um 8 Uhr früh von Motorradfahrern vor Marburg empfangen und auf den Weg nach Frankenberg geleitet, wo um 9 Uhr 14 Automobile mit rund 50 Insassen im Hotel-9testaurant zum Goßberg sich cinfanden. Ein Teil der Teilnehmer besichtigte die gotische Stadlkirche und das zehntürmige Frankenberger Rathaus. Um 11 Uhr ging die Fahrt nach Wildungen weiter, wo eine kleine Rast gemacht wurde, um dann über Affoldern bis an die Sperrmauer bei Hemsurt zu fahren, die jetzt bereits 15 Meter hoch ist. Man hat von der Höhe einen prächtigen Ueberblick auf die waldbedcckten Berge und das hochliegende Schloß Waldeck. Von der Sperrmausr ging es zurück über Hemsurt, Affoldern nach Schloß Waweck, wo man gegen 2 Uhr landete, um den Kaffee einzunehmen. Die Burg mit ihren gut erhaltenen Gefängnissen, dem Verlies und dem Hexenturm, sowie dem 125 Meter tiefen Brunnen wurde unter Führung eines Burgfräuleins besichtigt. Dann ging die Reise über Sachsenhausen, das ehcmalige he s s en-dar m städtische Amt und Stadt Vöhl Und wieder zur Eder nach Herzhausen, bis wohin das Staugebiet sich erstrecken wird. Nach einer kurzen Rast ging es an der Eder entlang wieder nach Frankenberg zum Goßberg, an guf der Terrasse zu Abend gegessen wurde. Von hier au» wurde gegen 8 llbr abends bie Heimreise angetreten Leider wurden die Teilnehmer der prächtigen Fahrt bei Kölbe vom Regen und noch vor Marburg vom Gewitter überrascht. wandern und Reisen, väder und Sommersrischen. ** B. H. C. In der Stärke von runb 60 Teilnehmern unternahm am Sonntag der B. H. C. Gießen seine 5. Vereins- wanderung, die von Lumda- nach dem Ohmtal führte und höchst befriedigend verlies. Von Londorf ging der Weg auf Kreuz-- und Querpfaden zur Frühstücksrast nach Höingen. Durch Feld und Wald ging es sodann über die Hunnenburg, einem altgermanischen Grenzwall, von dem aus man einen herrlichen Ausblick auf das Ohmtal, die Amöneburg, auf Schweinsberg und die benachbarten Ortschaften genoß und über Erftirisbauien nach Schweinsberg, wo wiederum futae Rast erfolgte Da- Städtchen mit seinem es überragenden Schlosse macht durch snne malertfd>en Torfstrahen und den mittelalterlichen Fachwerksbauta einen überaus schmucken, anheimelnden Eindruck. Ter weiiere Weg führte nach dem Handsteinsgraben, der namentlich in seinem oberen Teile in dem wildes, durch Farnkraut und Sträucher überwuchertes Steingeröll lagert, recht hübsche, interessante Partien aufweist. In nächster Nähe des Grabens befindet sich eine mächtige Gruppe großer und kleiner Quarzitblöcke, die natürlich auch von unseren Wanderern einer gebührenden Besichtigung bezw. Besteigung unterzogen wurden, um heran anschließend den Hochberg zu Überlingen, dessen höchste Erhebung wiederum hübsche SluSblicke, namentlich auf das prächtig gelegene Homberg bot. In Homberg gab man sich im „Hessischen Hof" bei guter Verpflegung einige Stunden der wohlverdientak Erholung hin. Um bet guter Zeit in der Heimat cinzutrefs«, marschierten die Wanderer noch nach Station Nieder Gemünden und zwar auf Umwegen durch die wild-romantische Harrichlucht, die der aanzen, abwechflungsreichen Wanderung einen würdigen Abschluß verlieh. Sport. — Fußball. Am Sonntag beteiligte sich der Gießener Fußballklub Viktoria an dem Stiftungsfest in Fricdberg- Fauerbach, verbunden mit Olympischen Spielen, mit einer V- und C-Mannschast. Er errang in der B-Klasse, die mit vielen Bewerber» beseht war, den 3. Preis. Universitäts-Nachrichten. — Die Gründung des deutschen akademische« Dartburgbundes. Aus Eisenach wird uns berichtetr Unter Teilnahme von Studenten aus Bonn, Gießen. ringen, Grrisswalde, Jena, Halle, Marburg, Münster, Leip-i-, Tübingen, Königsberg, sowie zahlreicher Ehrengäste, wurde am Sonnabend auf der Wartburg der deutsche akademische Dartburg- bund gegründet. Er hat sich die Ausgabe gestellt, deutsche Gesinnung auf den religiösen Grundlagen der Reformation zu pstegen^ und zu fördern und die moderne akademische Jugend aller Fakultäten und Korporationen zu einem deutschen Gesinnung»' bunb im Zeichen der Wartburg zu sammeln. Nach dem Ge- sänge des alten Kämpf- und SiegesliedeS der Reformation: „Ein' teste Burg tu unser Gott" legte sind, theol. Kanid-Leivj'S namens der bereits bestehenden Ortsgruppen das Gelöbnis ab, daß die akademische Jugend bereit sei, das, waS Luther dem deutschen Volk gegeben habe, im Leben zu betätigen und in dir -tat umzusetzen. — Generalsekretär S ch il l b a ch-H a l l c gab hierauf in einer begeisterten Ansprache dem neuen Bunde t*e Weihe und wies ihm, anknüpfend an die Geschichte der Wart- burg, leine Ausgaben und Ziele. Uebcr der ersten WarlburgtahrL- des Bundes möge als Motto das Lutherwort aus seiner Kirchen- Postille stehen: „Für meine Deutschen bin ich geboren, meinen Deutschen muß ich dienen!" Handle die akademische Jugend im III N^1 o o Bei Versand nach auswärts Umtausch gestattet. g einen Kotti - Bosailion-Würfei 20 Pfn 5 Stück bv‘”; sind für jede Küche unentbehrlich! einzelne Würfel 5 Pfennig 'HnnMudv & Schwarz. Rotti-Gesell-chalt m. b. 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DctlerauSsichten in Hessen für Mittwoch, den 7. 9Iugufi 1913: Bewölkung zunehmend, peiciiuelt Niederschläge, mäßig warm. Herzogl.BaugewerkschuleHolzminden. «g“ fjodjbau Tiefbau r.KSL Sommcrunlcrrtdit^RprlL Reifrprtfung. W’ntwimierrW «..OfctoSer. Die tjenogl. Baua:arcrt|d)ulc l|t m.d. KgL Prei*Sd)ulcn gUttfjflefwuu SoonntrfriHa und 60 Teilncki« kseine5.Berriil ir Ohmtal führ' f ging der rS ichööingen. !n geeigneten fr, )ebum Konkursverwalter ernannt. KonkurSfordernngen sind bi« zum 22. August bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — lieber daS Vermögen de» Landwirts Karl Nicolav IU. zu B l o t e l d würbe am 8. Juli daS Konkuröverlahren eröffnet. Rechtsanwalt R a m g e in Nidda wurde zum Konkursverwalter ernannt Konkursforderungen sind dis ziiin 1. Cept. bei dem Amtsgericht Nidda anzumelden. — Wtnk.ÄÄ'ä wirkt —verwert, schnell u.nut Conrad Kört; sing, ^ng.. Mit- nlied der Kammer beeid. Gerichts- und -vandelskammer. 2 adiDcrftänbicicr. — Surcau: Alainr.Bahnt)o,strL. ?el^754 AuSfiibrl-, lefenSw. Brosch, kostensret Erffc Referenzen. 462-11________________ ®et ÄteiSfluju illr Wbunq 2 .6« W fdlte» . '“"“'Ärfw'Vs Ä’ AM der kadeE Ä 1,0 .iv « ft £5V- er erst^ >->», X y« bj -Uls All, J .Ginnten 1 das 9f.,7 tz-L ■tfts bm glaubten, e» handle sich um einen Reklameballon vom ^tanTit Blätter melden aus N ew York: Beim Zusammenstoß des 2 ch nell lugtf Baltimore—Cbio mit einem Gütern ; u g bei ClavSville wurden viele Personex getötet. Die genaue Zahl d.r ftfl't nem men L’!. empffeblt billigst vxas> I. Weisel Lonncnstr.6, TelcvbouSS 064l«> Morg. Mittwoch trifft irische Sendung Einmaw- uiid Salat - Gurke« em, ioo Stück Mk. 1.—• Ecke Neustadt u. Marktnr., am Bennenchcn Schuhladen. 5 .i'chiju,.? nJ hifft s- vermischtes. * Mecklenburg mit seinen landschaftlichen S chönheit en ist daS Ziel deS Sommerau sflugcs des Deutschen Vereins für Ton-, Zement- und K a l k i n d u st r ie. xafc Programm verbeisst den Tcilnehmeni hohe Genüsse: werden doch äusser den technischen Besichtigungen industrieller Anlagen aller Art ffsimdsahrten in den Städten Rostock, Wismar und Schwerin, Seefahrten, Spaziergänge in den Lstsoebädem L eiligen dämm, Arendsee, 93run-3lKiiiptcn, Warnemünde usw. unternommen, und auch die Kirche in Doberan, ein Kleinod der gotischen BatAmst, und das Grotzh. Scklotz in Schwerin werden besucht. Aus Anlah dieses Aussiüges läsit die Tonindustrie-Zeitung 'Berlin) eine , Mecklenburgnumme^ erscheinen, die nehm einem lesensiverten Aussatz über den geologischen Ausbau Mecklenburgs -aus der Heber bc» kürzlich verstorbenen Dr. Aiebelkorn, Arbeiten über die Ziegel-, Kalksandstein- und ZemenNvarenindustrie Mecklenburgs und Be- sffncibungen der Doberancr Kirche sowie neuer architektonilch und baustonlich hervorragender Bauwerke bietet. Kleine dageschroniL Aus Dortmund wird gemeldet: Die Tochter eines KeNners erkrankte an Pocken. Sie sowohl wie ihre Angehörigen sind isoliert worden. Der Vater, ein prinzipieller Jmpsgegner, entzog das Kind bisher der Impfung. Ter Frauenarzt Tr Wartung in Dortmund vergiftete sich hei seiner Verhaftung, die wegen Vergehens gegen § 218 des Strafgesetzbuches erfolgte. Der Student Groetzsch aus Chemnitz ist beim Ab- stieg im Passeier tödlich verunglückt. Der am Sonntag in Luzern aufgeftiepenc. Ballon Schacck" mutzte in der Gegend von Wolsenichienen landen, wo von dortigen Bewohnern über 2 0 Schüsse aus Ordonnanz- gewebren aus ihn abgegeben wurden, trotzdem die Insassen durch Fahnenschwenken und Zuriise sich bemertbar inachlen. -tie schienen- Patentbureau A. Vofjrt. gerichtl. vereid Sachverständig., tiiewhcn. Ost-Anlage 14 I. erwirkt Ddnnfo Gebrauchsmuster. luluUlG, Musterschutz und Warenzeichen. [49® d über >e M erfolgte.^ osse macht durchs ichen Fachmmsd^ inbnto. beit, her nam^ durch »K , recht WJ - des Grabens.^? ner Quarzitbl^.. iner S*'***. urben, m dum» »essen höchste Hh ßOuiilon krau, die ich fragte, oo die Italien« in Tripolis festen Jun assen würden, die typische Antwort: „Sie sind wahnsinnig: ncmald werden sie bei un» eindringen Dorum sind sie ge- bnunen?" Doch die arabifdrn Frauen sind mitztrauisch und wenig gesprächig, und so hab. ich mich denn auch auf andere Wette ’frftreut, ich bin öfters mit zu den Borpv'len geritten. Dazu bedarf es der Erlaubnis des ^berstkommandrerenden. Ick bat darum, und Enver Bey gewährte sie mir ohne schwierig kett en. (Hegen 5 Uhr nachmittags reiten wir los: meine Begleiter sind der Artilleneoben't Ismail Hakli und Baöddin Bev Der L^'g. d-er zu den Vorposten führt, ist neu angelegt, angenehm und malerisch. Mir ists, als mochte ich einen Au-stiug nach irgend einem Laldwinkel m Frankreich. Nach einer Vi.rtei'tundc 2Hcg ex- innert mich freilich die Silhouette eines Italienifdxn Aarts daran, datz wir mitten im Kriege sind Da iwch ein Fort, dort noch cin5; es ist Sidi^AbdaUah. Mein Erstaunen ist grob ^ind ich frage meine Begleiter: ,,Warum rücken denn die Italien«^nicht vor unter dein Schutz dies« mächtigen Werke, unter dem Feuer all« dieser Kanonen, deren Umrisse ich sehe, all« d« Mitrail- !rufen usw. Vorauf warten fie?" ,^)a, daS fragen wir uns auch," antwortet .v?affi Ben lakonisch. Jeden Tag gibt es Plänkeleien und Vorpostengesechte. Und so Hießt dao Leven im türkischen Lager dahin, ringS von Kanonen imd flltgcln umdroht, ober im Innern so einförmig, datz man nicht selten ongitzt, in welch aufregend« und gefährlich« Umgebung man ist" 6 , W ^urg eme > (aertaii^ -v automobiltL'. Vit solchen!-' atten. Die zg h von Motons mf ven Weg m l Automobile t Mm Goßberg ti -chtigie die gonis enberger Mk.. ungen locitcr, t mi übet Assoldtr u fahren, die y M der hohe eiir m Berge und t? Sperrmauer m ch Schloß WM affee einzunkhre Gefängnissen, ic 1125 Meter tur Butgstäuleine!* dachsenhäusen, ü d Stadt Vöhl ui hin das Stangen fast ging es an h Aum Goßbevz,. be. SJon bicTt rngetxeten. tzrs: bei Söü )m Gewitter üb» Line Zranzösin im tiirtischen Kriegslager. Eine junge Frarrzösin Marguerite Colnat, die ihrem Mann den Scliaiivlatz des italienisch-türkiss1'<'ii Krieges gefolgt Ut, 14 seit drei Monaten mitten im türfitoen Lager und pfleg. P r die Vi-rwmtdeien imb Kranken. Von ihren Erlebntsien mbt [,_■ ,7t einer französischen Zeitung eine packende Schtldening. Un siffich mühevoll war die Wüstenreise von Alexandrien bis nach 7-i.'roliS, unb als sie enblid) int türkischen Lag« bon -tenw cnackoiiimen war, da fand sie sich allein in einer ihr fremden mb merkwürdigen Welt, denn ilrr Mann hatte unlerbencn in yMsten nach Beug Han reisen müssen. „Wie brachte ich sie hin, -nme langen Tage-' Oh, am Morgen um 7 Uhr gebe id) ms vjinital und verbinde dort die Verwundeten unter den wohl tv.'llenden und väterlichen klugen ber beiden Aerste Nazir Send und Kamel Bei). Ta kann man viel Elend lindern und nvichen Schm«z stillen! Ich Helse den Aerzlen bei d« Untcr- ij funa und bin den ganzen Tag tätig, ab« dann kommt der fliicnb — der lange Mend. Die Zerstveuungeii sind nicht zahlreich: die Ossizi«c sind durch den Krieg in Anspruch genommen: Saiziergänge in der Umgegend sind für eine Jrau allan un- »möglich. Wenn mich nitt-l die grotzen Sitzen ans Zelt fesieln, mad>c id) den Beduinen meine Be,ud>e Ich frage sie, was (;■ vom Kriege denken, und ich sammle ihre Eindrücke, die ber csiginalität häusig nicht entbehren, en gab nur eine Beduinen- Höhenluftkurort und Sommerfrische ie , । Westerwald, 500 Meter, für Er- NSnninnhnnn holungs- und Ruhebedürftige MänßOyßfO Hotel „Westerwälder Hol“ lllUl 1U111IU1 jj Modernstes Haus am Platze. [8®/e Volle Pens. v.Mk.4^0 an. Tel. 16. Pes.: Ang. Metzler. Lite dieses Wortes, dann werde auch daS Tichterw^t wahr ff-en da» am deutschen Wesen noch einmal d,e Welt ge- ret ro«be Das goldene Kreuz ber Wartburg möge dem neuen IE .t ein Euwbo! sein, unter dem es den Treuschwur ablegt iFl (Wflt|be und detmat, Evangelium und Vaterland. Mögen art bürg führten des Bund.--, die alliöhrlich wiederholt wer- . schien, immer zunehmen an begeisterten unb arbettstreu- , . t .it; itgliedern und möge die öunbciarbnt in ber Zuntnsi ,. rcd)t fegens- und erfolgreiche w«den — Unter dem Etn- , ter Hu»? sang die Versammlung begeistert: „Deut'chland, "utschland über alleS!" - Abends fand im „«arthäuserhosi ' J wachversammlung statt. Sürgcrmeutcr dornig ent- ‘ xn Erschienenen den Willkomnrengru» d« Ltadt und wünschte . Bestrebungen des akademischen Warlburgbundes beiten Er- ,. ttzlückwunschtelegramme waren u. a. vom Rektor der ii.versitüt Leipzig, Bros. Deinrizt, von Stonigflbcrg unb flrbutg eingetroffen Zm Mittelpunkt der Fei« stand die geist ', e R r e b c bc8 UniversitätSvrosessorS v. Schtan-Eiesien , nie Fundamente deutscher Kultur, «olche Fun sah der Redner u. a. im Königtum, in ben Ständen unb int deutschen Charakter, dessen chrundzug di ue und ein tiefe» Gknmt ist. In ihnen allen finden wir einen “. £jOrt deutschen Wesens, deutscher Gediegenheit und Festige ‘ §lb« wir dürfen nicht auf unseres Volkes Art allein bauen, • hem müssen hineinsehen in die Geschichte und aus ihr umer i^eibige» Leben von heute lernen. Sic zeigt uns erst die wich i ,ten Fundanicnie deutscher Kultur. Es sind Kröste am Werl. r> die diese Funbamenle zerstören wollen. Man will dem ircten » .üben im Sinne Luthers ein Jahrhundert bc5 Moniemuc . mten Da gittS zu kämpfen für ben evangelischen Glauben „ti ui fernen, datz deutsche Kultur ba ist, wo bic wahre Frei- fi und Gebundenheit deS Gewissens in Gott lebt. Für deutsche qtur zu leben und zu kämpfen, mutz eine Lust sein, unb v-bdb auch ist bic Wartburgsahrt deS akabemifchen Wartburg- lliides mit Freuden zu begrüben. (Lebh. Beifall.» Eine Reihe >tbnek — " ‘ : Ansprachen und passende allgemeine Gesänge verschonten n ”. i“ ? I tfticr. ___________________________________________________ In keinem Haushalt fehle Roqgenbrot iSpezialitätl v. Kinzenbacher Mühle. Telcvhon 770. Lieferung: Dienst-,TonnerSt. und SamStag. ,J66U Wiederverkäufer gesucht. Prima neue Speise-Molieli m zensier $113.75 empfiehlt H. Trechaler, et ein fir.48, Tel. 581. Letzte llacbricbtc«. Ter türkifch-montknegrinifche Zwischenfall. Cettinje, 6. Aug. Der türkische Gesandte überreichte derReglernng eine Note, dah sic innerhalb 24 Stunden Genugtuung gewähren solle. Falls dies nicht geschehe, würde «die diplomatischen Beziehungen ad- brechen und abreisen. Mtilay Hafid. Tanger, 6. Aug. Eingeborene berichten, datz Miiley Hafid in 14 Tagen, am Beginn deS Monats Namasan, nach Tanger kommen und von hier eine Pilgerfahrt nach Mekka antreten werde. Itnb.^ - A uN*»n a. « i<‘.. Sein. ' FlNMsid Adler-Vrogerie, LellcrswcgN, Qtto Tckiaaf. Schwemmstein fabrik, 'i Itctic, licf.bill.gutcBLare. PhiLGies.9icUtt)tcb. 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