Nr. 286 Erscheint tflgllfl) mtl Ausnahme bei Sonntagl, Sie „Sletzener fiamUtenblätter" werden dem e9ln»eiger* viermal roörbentltd) betqelegi da» „Krelsbtati für öen Kreis »leben*' zweimal »öcheniUch. Die „tanO®irtld)afthd)en Leu» fragen“ erlcheuieu monaUich zweimal. 162. Mittwoch, 4. Dezember 1612 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen tRotaMonflbrud an» Verlag de, vrühl'lche» Unwerlität» • Buch- und ^temörudcttL ÖL Gange. «Sieben. iRebaftiorx. Expedition und T ruderet: Schul» flroße 7 »rpeömon und Verlag. 6L Die6Q(tU)n;e»a#112. TeU-Adi^ AnjeigeriLietzen» Mb. Deutscher Reichstag. 76. Sitzung, Tirnstag, dcn 3. Dezember. Nm Tische des Bundesrats: Delbrück, Kühn, LiSco, Caspar. Präsident Dr. Kacmpf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr. kurze Anfragen. Aba. Dr. MüNer-Meininaen (Bp.)' fragt an: Werden die verbündeten Negierungen noch in der laufenden Session einen Theatcrgesetzentwurs vorlegen? Ministerialdirektor Caspar: Die Grundzügc für ein Theatergefetz sind ausgearbeitet und werden in den nächsten Tagen den Kreisen der Interessenten, also den Bübnenunternebmern und »Angestellten zu einer Prüfung zugehen. Gleichzeitig wird eine Veröffentlichung b e 5 vorläufigen Entwurfs ftattfinden. Bevor die verbündeten Regierungen eingeladen werden, dazu Stellung zu nehmen, wird den Kreisen der Beteiligten nochmals Gelegenheit gegeben lwrt>cn, zu dem Entwurf ihrerfeits Stellung zu nehmen. ES werden im Anfang Januar auS den Kreisen der Bühnen- mitglieder und »Unternehmer Vertreter zu einer Besprechung einberufen werden. Von dem Fortgang dieser Verhandlungen wird eS abhängen, wann der Entwurf dem Reichstag vorgelegt werden wird. (Beifall.) Aba Mumm (Wirfsck. Vaa.) fragt an: Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, das; nach den gesetzlichen Bestimmungen daS Bühnenweihfe ft spiel „P a r s i f a 1" demnächst fckmtzkrei wird, und daß weite Kreise unseres Volkes für eine reichsdeutkche Gesetzesbestimmung sowie für eine internationale Konvention eintreten, um ungeeignete Darbietungen dieses Festspiels zu Erwerbszwecken unmöglich zu machen? (Heiterkeit.) Staatssekretär des Neicksiustizanits Lißco: (5 6 i ft dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß daS Bühnenweihfeftspiel ..Varsifal" demnächst schutzfrei wird. (Große Heiterkeit.) Es ist dem Herr» Reichskanzler weiter bekannt, daß rach den Bestimmungen der 29—34 des Gesetzes vom 9. Juni 1901 der Sckutz der veröffentlichten Werke Richard Wag- n e r S mit dem Ablauf deS nächsten Jahres endet. (Erneute Heiterkeit.) ES ist dem Reichskanzler ebenfalls bekannt (Heiterkeit), daß von verschiedenen Seiten eine Er- Weiterung des Schutzes der veröffentlichten Werke Richard Wag- nerS über die nach dem geltenden Rechte bestehenden Grenzen binauS angeftrebt wird, ftu der Frage, ob Maßnahmen des Reiches im Sinne dieser Bestrebungen angezeigt und erfolgversprechend erscheinen, haben bisher die verbündeten Regierungen keine Stellung genommen! (Erneute große Heiterkeit.) Abg. Dr. Liebknecht (Soz.) fragt an: Ist der Herr Reichskanzler bereit, Auskunft darüber zu geben, ob und welche Maßreaeln getroffen und geplant sind, um das Gebiet des deutschen Reiche? gegen die Einschlep- pung der Cholera auS dem Balkan zu schützen, und ob und inwieweit die ReichSregierung zu diesem Bebufe ein gemein» sameS Vorgehen mit den Regierungen anderer Staaten in die Wege geleitet hat? Ministerialdirektor Dr. b. IonegitidreS: Nach den vorliegenden Nachrichten ist bi e Cholera i n dem türkischen Heere vor Konstantinopel aufgetreten, doch fehlen genaue Angaben über ihre Verbreitung. In Konstan» tinovel selbst sind in der Zeit vom 5. bis 25. November 615 Er- kronkungSiälle, davon 292 mit tödlichem AuSgange, festgestellt worden. Die mehrfach in der Presie verbreiteten Nachrichten von einer Verfchleppuna der Seuche nach anderen Crfen der Balkan. Halbinsel sind amtlich nicht bestätiot. Angesichts dieser Sachlage, die an und für sich keinen Anlaß zur Beunruhigung gibt, sind die deutschen Vertretungen in allen in Betracht kommen- den Städten angewiesen worden, dem Gesundheitszustand ihres Amtsbezirks besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden und gegebenenfalls über das Auftreten her Cholera sofort zu berichten. Außerdem ist anaeordnet, daß Schiffe, die aus türkischen Häfen des Schwarzen Meeres des Bosporus des Marmarameeres und des Acgäifcken Meeres noch deutschen Häfen kommen, nur nach ärztlicher Untersuchung zum freien Verkehr zugelasien werden. Schiffe au? nichttürkischen Häfen des Schwarzen und deSAegäifchen Meeres sind der besonderen Aufmerksamkeit der Gesundheits- behörden unterworfen. Die Einfuhr von Leibwäsche, getragenen Kleidern, gebrauchten Bettzeugen und Lumpen aus der Türkei ist aus anderem Anlasie bereits verboten. Im übrigen unterlieat der Warenverkehr nickt der Gefahr d-r Seuche. Ein Wareneinfuhrver- iot kommt daher nickt in Betracht, ebensowenig Maßnahmen zur Ueberwachung des Verkehr? auf Eisenbahnen, da ein unmittelbarer Verkehr mit der verseuchten Gegend zurzeit nicht ftattsindet. Aus diesem Grunde ist davon abgesehen worden, von reickswegen die Ueberwachung der aus der verseuchten Gegend eintreifend n Reisenden anzuordnen, eine Maßregel, die erfahrungsgemäß schwer durchführbar ist. Andere Maßnahmen kommen nach den Erfahrungen der ärztlichen Wisien- schäft nickt in Fraae. Der wirksamste Sckutz gegen die Seuche liegt nickt in den Absperrungs-maßregeln, sondern in der mog- lickst vollkommenen Ausbildung der Gesund- heitSpolizei im eigenen Lande Auf dieser Ansckauung beruht auch die internationale Uebereinkunft betreffend Maßregeln gegen Veit, Cholera und Gelbfieber vom 3. Dezember 190.3, deren Bestimmungen e? überflüssig macken, mit anderen Slaat-m bc- sondere Vereinbarungen für den vorliegenden Fall zu treffen. M er^e Lemin de« Etats. Auswärtige Politik. (Zweiter Tag.) Aba. b. Pabcr (Dv): Dem Aba Ledebour war die Rede de? Kanzler? zu kurz Auf die Länge eine* Rede kommt es nickt an. daS bat Ledebour sck'mend bewiesen (Sehr ricktig! u. Heiterkeit.) Die u konzentrier'e- Form gefaßt- Rede de? Kanzlers hat die Frage. Vie beule alle H-rzcn bewegt, klar formuliert, in welchem ^allewir'i.seremBundeS-'enossenmitWaffen. gemalt beirufpringen hoben. J:i der Sacke sind wir mit der derzeitigen auswärtigen Politik des Kanzlers einverstanden. (Bravo!) Unf-**: Diplomatie soll besagt haben; cS liegt aber bisher feine Tatsache vor, die diesen Tadel bestätigt. Sie war mit Erfolg bemüht, zu vermitteln und den Frieden zu schützen Mehr können wir nickt verlangen, wir können diese Anerkennung nicht versagen. Die Erleichieeung ist auch mit herbei» geführt morgen durck die wene Zurückhaltung des Volkes und der Presie. ick kann mit Stolz sagen, gtrabc der Presse. Die meiner Partei nahe ft e b . S'e bot ein feines Verständnis für da? gezeigt, worauf es ankommt. (Der Rcichökanzler erfckeint im Saale.) Diese Haltung berührt wohltuend gegenüber der Nervosität, die fick beim Marokkobaudel zeigte. Untere Presse bat g e - lernt, daß sie nickt bloß ein Recht, sondern auch die Pflichi bat. in dieser Weise an der auswärtigen Politik mitzuarbeileu. Den Friedensbeitrebungen der Reaierung sichen die Theorien ata- denst'ck Gebildeter entgegen, die im Kriege den Jungbrunnen der Mannhaftigkeit und Wehrhaftigkeit der Nationen sehen. Solche Theorien rnüsien die Heranwachsende Jugend verwildern. Sie werden aber genährt von solchen, die damit auf aewisie Kosten kommen wollen. Hätten wir nun damals einen Teil Marokkos genommen, so müßten wir dort mindestens ein Armeekorps unterhalten. Tas würde eher eine Sckwäckung deS Vaterlandes bedeuten. Eine ricktige Politik muß ihren inneren Wert in dem Vertrauen haben, daS andere Volker auf ihre Uneigennützigkeit und Selbstbeherrschung setzen. Damit kommen wir auch den Krieg mit England vermeid"», den Herr v. Hepdebrond so schnell wie möglich geführt haben wollte. Solche Voreingenommen, beiten müssen wir auSrotten. Es ist nickt richtig, wenn Geistliche sich auf den Kanzeln in Kriegsprophezeih u n gen gefallen. Ebenso verbitten wir uns das chauvinistische Treib en früherer Offizier e. Eie haben im Notfall das Vaterland zu verteidigen, aber nickt zu bestimmen, wann das ge- sckeben soll. Tas ist Sacke der Regierung und der Volk«v<'rtretung Schuld tränt auch die Sens.stionSvrelle mit ihren ungesickteten und maßlosen Nackrichten. Sie hat den Königsberger Erlaß des Reichskanzler? nötig gemacht, der nicht für die politische Bildung unseres Volkes spricht. Auck die Häufung von Volksversammlungen trägt nickt zum Frieden bei. Wir machen keine frivole und kriegslustige Politik, gegen die wir protestieren müßten. Dasselbe gilt von den politischen Kon- greffen, die recht gut gemeint fein mögen, aber dock anders wirken. Der Baseler Kongreß mutete z. B. nach der Schilderung deS Abg. Ledebour wie eine A r t Missions fe ft an. (Heiterkeit.) Die Reden im Ausland können außerdem zu leicht falsch verstanden werden, wie Scheidemann in Paris erfahren mußte Damit wirft man die Scheiben des Weltfriedens ein. Erfreu- licherweise scheint der Dreibund zu neuem Leben er» wackt. In der Balkanfrage sind wir einig, daß wir ni Unb wenn letzt Oesterreich Serbien angreifen sollte, und Rußland kommt Serbien zu Hilfe, la sind mi- auf Grund de? Treibundvertrages nicht ber- vflick^-t P- -Ich helf-n (Zustimmung b. b Soz i Das ist die einzige FriebenSaarantie. bie wir negenü^er der österreichischen Qrien*barte: bab-m. Tiefe Garantie wollen wir uns nickt nehmen lallen. Herr Svabn bat sie zwar weazureden versucht und dieser Versuch erklärt sick wobl au? d-m ^usammenban" zwischen bem Zentrum und ber Kriegs- barfei in Wien. (Unruhe im Zentr.l Wir wollen keinen Zweifel darüber lallen daß unser Bündnis mit Oesterreick eine Grenze bat. Unsere Auffalluna deckt sich da völlig mit ber de? Grafen Kanitz. (Heiterkeit.) Ueberbauvt sinb wir fast in ollen Punkten mit dem Balkanvroaramrn bes Grafen Kanitz einverstanden. (Hortl börtl im Zentr.) Uns in die unbedingte Gefolgschaft Oesterreichs zu begeben, können wir vor dem deutschen Volke nicht vernntworten. Dgß die Serben einen Hafen an der Andria haben wollen, ist durchaus nichts so UnerbörteS. Es wurde 'bnen trüber ausdrücklich versprochen unb auch Herr Bassermann war früher batür. Aber er fiel um, nls sich gestern Grgf Kgnitz auf ibn stützen wollte (Stürmische Heiterkeit.) Grat Kanitz ist für ben serbischen Hasen an bet Wbria. Herr Ballermann ist bageaen. Der Reickistaa ist sick in biefer Frage glfo nickt einmgl einig, und baS gllein beweist, baß wegen biefer Frage kein euroväifcker Krieg oefübrt werben bart. 'Sebr wabr l b. b Soz ) Herr Ballermann meinte, man muffe es Oesterreick überlasten zu bestimmen, was feine vitale ^ntereffen verlangten unb wa? nickt. Nein. baS ist nicht richtig. Ter Begriff ..vitale Jnterellen" ist wanbelbar. Früher palt bie Erwerbung bc? Sanbfchack al? eine LebenStraae für Oesterreich. Heute fvricht kein M-mich mehr bavon. wobl aber fvrlcht man vom Schanbfack (Heiterkeit.) Selbst die ..Täal. Rund- fckau". bas fübrenbe Blatt ber deutschen Kriegshetzer, hgt eS für unglaublich erklärt baß wir wegen eine? serbischen Abrighgfens unsere Solbgten in? Felb schicken sollen. Tie österreichische K^iegsvartei ist dort zugleich bie Herifnle Partei und sie will naturgemä« eine Verstärkung ber habsburgischen Dvnastie. aber auch ber römischen Hierarchie. (Sebr richtig! links Lachen i. Zentr.) Wenn wir uns gegen bie österreichische KriegSvartei toenben, so woll"n wir bowlt in keiner Weite ben Interessen Rußlonbs bienen. Diese UnterftcITuna weis-n wir zurück. Wobl ober liegt eine beutsch-enollsckc Sponnung im Jnterelle Rußlonb?. Wir freuen un? über bie gestrige Erklärung bes StootssekretärS von Kiberlen. Nur Herr Ballermann mußte fein nationalliberale« Wasser in ben Wein der .K'derlenfchen Enolanb- boffnunnen gießen. (Heiterkeit.) Diefe Bafsermonnsche Politik ber Aufrechterhaltung ber teiubfeligen Stimmung zwischen Englanb und Deutschland ist für unser gesamte? Wirt- r(baft?Tebcn so unsagbar gefährlich. Tober Freundschaft mit Enoland. Herr Bollermann aber sprach zweimal front hefrorst-'h-'nd-'n Taa der Abrechnung zwischen diesen beiden Ländern. Tg? ist k'ine ngtional- Politik, sondern eine national- schädliche Politik. Wenn sich die Weltmächte zerfleischen, ben Vorteil werden die Slawen haben Aut bem Balkan hoben wir nur wirtschaftliche Jnterellm. Der neue Zustonb bort ist ein Fortschritt lciber ist er burch einen Kri«»o berbeipefübrt war- d-n. Der Zusammenbruch der Türkei ist eine Folae deS dortigen Junkerregiments (Lachen reditS.'i Auch ba« mandschurische Junkerregiment ist ia zusammen gebrochen. U-bcrall gebt e? mit dem Funkerreaiment zu Ende, hoffentlich recht r’arb auch in Ostelblen. (Lacken reckts.> Kriege werden geführt im Jnterelle ber Pgnzer- unb Kononenlnbusfrie. unb bie ist International. Ihre Prell? wogt es im Namen be? beutfcken Valke? zu svrecken Dclck vlumver Sckwinbel! Ta? Reich muß biete KrieaSinbilstric In eigene Regie nahmen. Wir sinb begeisterte Anbänaer bc« Weltfrii'den« Die Worte Scheibemann? in Paris bat man böswillig entstellt. Wenn Christen ben Krieg frrebipen. so ist bas eine Heuchelei. D i e alten religiösen Werte sinb im Absterben. sie verfaulen inner- l 1 ch. (Große Unruhe.) Wenn man Christ ist. nickt nur Sonntags in ber Klrcke bann muß man cs auch in ber PrariS zeigen. Ich habe aber keine Proteftrute von ben Kanzeln g-aen bie Menschenschlächtereien aut bem Balkan gehört. Ick habe mick gefreut, baß ick in Basel wieber in eine Kircke gekommen bin. ms Münster Ta? wor eine ber schönsten Stunben meines Leben? als bie Glocken läuteten, bie roten Fahnen webten unb Orgelklana bie Sendboten der Völker begrüßte, bie ben Frieben verkünbeten, unb als bie fozia- listltcken Kan-elredncr — die glaubenslosen Menschen — baS Dort nahmen. Dr. Svabn erklärte, bie St'fter bes Münster« wären nickt einverstanden gewesen mit dieser Verwendung deS Münsters. Ter Stifter ber christlichen Religion hätte uns aber feine Stimme gegeben. Die Volker sinb nickt mehr willenlose Trabnnfen ber Kriegsinterellenten. ES ist ein MassengeHot bet erwgckend en Völker? Friebe auf Erben unb ben Menschen ein Wohlgefallen! (BeifaU ber Soz.) Aba. Fmrst sn Löwenstein (Zonir.): Für bie »Oesterreichische Rundschau" lehnen wir jede 93et/ antwortung entschieden ab. (Sehr richtig! im Ztr.) Die hohe Kirchenpolitik Dr. Davids zu begreifen, bin ich nicht scharf- Die heul f l( Mk>> &ilir wj«ner ti w? < gotmülafl8 inguisitors? Wir weichen der Frage nicht aus. (Fr fragte ob wir einen Krieg Deutschlands durch eine Revolution verhindern wollen. Schon Lassalle hat gesagt, man kann nie eine Revolution machen, man kann nur eine Revolution durchbrechen lassen, die schon in den tatsächlichen Dcrbältnissen besteht. Revolutionen werden nicht von Führern gemacht, sie entstehen von selbjr. Unsere Antwort hat KautSky gegeben. Er schreibt: »Selbst wenn eine Revolution nicht ein Mittel zum Zwecke, sondern ein Endzweck wäre, könnte man nicht einen Krieg a l s Mittel wünschen.dieRevolutionzuentsessel n." Da haben Sie unsere präzise Antwort. (Lebhafter Widerspruch.) Die Debatte über die auswärtige Politik wurde geschlossen. Mittwoch 1 Uhr: Innere Politik. Schluß Uhr. J M v. Be - 'Sprecher Gelegenheit -M verr-L höchsten T< tzdigt und Ka 2g-er Katho 3er Antwott zeigen, aber zugleich 1 Bte, ivik r. iufommt. & haben a nicht entfi riiiqe Bebandli JPdze Ä. aUen Qualitäten und Ausführungen von __________o. bis 200.— bei A. Salomon A Cie. (a’/n Afrt nJeö" beliebigen Schriftart und Karton« VlllllUllCil Lor,,1’ sowie mit Zirkeln aller studentischen ' Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen Brühl'sche UnivecsitSts-Vruckerei, Schulstrahe Z wohltuender Weise. Die Somatose erspart deshalb den ,/o.auungsorgancil Arbeit und trägt dazu bei, daß sie sich allmählich neu kräftigen. Auf diese einzig denkbare, weil natürliche Weise verschwinden dann Beschwerden wie: Der« stopsung, Verdauungsstörungen ufw. von selbst. .. ^cr Verteuerung der Blutzusammensetzung uub 9?-"vdllcheren (Fnuilyrung des gesamten Körpers tritt ineist eine yebung des Allgemeinbefindens ein, die deutlich und äußerst angenehm empfunden wird. Alle diese Vorzüge erklären es, daß die Somatose von ärztlicher ecitc mit Vorliebe bei Verdauungsstörungen, cchwachezustanden, Nervosität ufw. verordnet wird. Ihre nahezu LOsahrtgen Erfolge sind in über 260 Criginalmip |nbcn iiicöeigelegt, die von namhaften Professoren und K Merzten in ttnfsenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Erne gleiche Beachtung seitens der maßgebendsten Kreise ist von keinem ähnlichen Produkt bekannt. •.r —°jc deshalb das natürlichste und un- schadlichste ztrastlgungsmittel für geistig arbeitende Ner- vose, für Personen mit sitzender Lebensweise und schlechter Verdauung, für schivächliche Kinder usw. Man verlange die Somatose in der nächsten Apotheke oder Drogerie und achte genau auf Name und Original- paclung. Außer der bewährten geschmacksreien Pulverform (in ^toien von Mk. 1.40 an) ist die neue flüssige Sornatost durch ihre bequeme 0>ebrauchsweise besonders bdiebt Zwei Geschlnaclsarten: „süß" (mit Hirnbceraroina j und , herb" Mk^^^"^iiutergeschmack.. Preis der Lriginalflasche " • c*4 15s ,WlinöJ • inonK finnig genug. Ich verstehe nicht, was die Frage, ob Durazzo ein serbischer oder albanesischer Hafen wkrd, mit den Eroberungs- gelüsten der römischen Hierarchie zu tun hat. Ich stelle mich nicht so dumm, ich bin eö wirklich. (Große Heiterkeit.) Tie kindliche Auffassung, als ob Deutschland für einen österreichischen Adria- hcfen oder ein unabhängiges Albanien den Krieg riskieren wolle, besteht im Volke nicht. Ten hundertmal benagten Knochen des pommerschen Grenadiers könnte endlich einmal Ruhe gelassen werden. (Heiterkeit.) Tie Friedenspolitik KiderlenS haben die wohlgerüstetcn Herren v. Tirpitz und Heeriugen ermöglicht, aber auch der Schahsekretär Kühn, der die Mittel dafür bereit hat. Wir haben sie ihm freilich bewilligt. (Große Heiter- kett.) Auch die Sozialdemokratie würde einen Krieg für d i e Frei hei t fuhren. (Sehr richtig! b. d. Soz.) Es handelt sich also nur darum, ob Sie bestimmen sollen, ob und wann dieser Krieg zu führen ist. Ten auswärtigen Krieg durch eineRevolution r m Innern verhindern zu wollen, ist das kranke Beispiel für eine Austreibung des Teufels durch Beelzebub. (Sehr richtigI) Die deutsche sozialdemokratische Fraktion soll sich offen und mit lückenloser Deutlichkeit erklären, ob und wie sie einen Krieg Deutschlands fcurdj die Revolution verhindern wolle. DaS ist sie ihren Wählern schuldig. Ilm den Herren, La die Tebatte bald schließen wird. Gelegenheit zu geben, diese Frage sofort in einer persönlichen Bemerkung zu beantworten, kleide ich sie in den persönlichen Angriff: Herr Lcdebour, Sie und Ihre Freunde wollen nach den Beschlüssen deS Baseler Kongresses einen Krieg Deutschlands durch eine innere Revolution hindernI (Große Heüerkeit.) Dr. Spahn hat die P o l e n p o l i t i k nicht, wie Herr Wassermann ibn verstanden hat, als eine internationale r a g e bezeichnet. Auf der bevorstehenden internationalen Konferenz möge es die deutsche Regierung als ein nobile officium ansthen, dafür einzutreten, daß die religiöse Freiheit auf dem Balkan gewahrt werde. Auch für die Armenier, die seit Jahrzehnten Ungeheures gelitten haben, muß der Kongreß sorgen. Es ist bedauerlich, daß nicht aych die Zustande anderer Länder auf der Konferenz beraten werden können; ich erinnere nur an S0™ “0-0,1* PZan Frankreich unsere Kruppkanonen für die Migersolge der Türkei verantwortlich gemacht; ich erblicke in dieser schweren Katastrophe in erster Linie das völlige Fiasko des Jungtürken tu ms mit seiner P o l i t'i ° des Offizierstandes und der Unterwuhlung der religiösen Ueberzeugung. Tie NeichSregierung hat alles zur Erhaltung des Weltfriedens getan und sie darf dabei auf die Unterstützung meiner politischen Freunde rechnen. (Beifall im Zentrum.), ' 1 - Abg. Dr. Oertcl CQonf.j? w^^5sfc5ue zweien, der Reichstag hätte in einigen kurzen Weben den Verbündeten Negierungen und den Völkern gezeigt, daß die bürgerlichen Parteien hinter der Rcgieruiig stehen und alles tun, um den Frieden und die deutsche Ehre zu d? w't langen Reden gesündigt worden ist, sündige -u " (Heiterkeit.) Auch von dem Dreibund hätte man weniger sprechen sollen. ^,«e Ehen sind die glücklichsten, über die nian am wenigsten redet. Ich wünsche, daß ucr Dreibund einedrci- ctfige, glückliche Ehe sein möge. (Heiterkeit). Das Meiste von dem, was Herr David erzählte, gehört nach Oesterreich. Es wäre vielleicht ganz gut, wenn er in'die Möglichkeit versetzt würde, "l ^verreich ,m Parlament zu wirken. (Heiterkeit.) Tic Dame Italia hat sich früher gern eine Extratour in Paris geleistet. SBic glauben, daß diese Dame jetzt wieder zu ihrem ehrlichen .früheren Tänzer zurückgekehrt ist. Der Reichskanzler war sehr optimistisch. DaS nehme ich ihm nicht Übel. Hier vor versammeltem Kriegsvolk und vor dem Lande wäre ein Pessimismus sehr bedenklich gewesen. Wenn unser Dreibundsfreund in Gefahr gerät, bann müssen toir ihm nicht nur entschieden zur Seite treten, sondern auch gegebenenfalls fechten. Ich danke bem Reichskanzler, bak er sich nicht gescheut hat, bieses scharfe volkstümliche Wort an dieser Stelle und in diesem Zusammenhänge zu sagen. (Sehr gut! rechts.) Die Beruhigungsnote der „Norddeutschen Allgemeinen" ist vielfach alSmildeUnfreundlichkeitgegenOester- reich ausgefaßt worden. Einige untergeordnete Blätter haben erklärt, daß man sie in Oesterreich so ausgefaßt hat. Wer hinter daS Getriebe der Presse geblickt hat, wie ich, der weiß, daß man davon nicht viel zu halten hat, zumal, da der Führer in dieses Sache em Blatt war, das unlängst eine Mitteilung brachte, die vom prcugi,chen Kultusminister herrühren sollte, aber von einem Regierungsreferendar gegeben mar. (Heiterkeit.) Es macht mancher nt Sensation, weil er nichts anderes hat, wir haben das nicht nötig. Herr v. Payer hat in seiner gemütlichen und doch witzig scharfen Art dem Grafen Kanitz Vorwürfe über fein Schweigen bezüglich Englands gemacht. Nach der Erklärung des Staatssekretärs, daß unsere Beziehungen zu England durchaus vertrauensvoll seien, brauchte er nicht mehr über England zu sprechen. Da redet nur jemand, der £Ll!lL'dsn6e Imc 3aume ^lten kann. Wenn jeder reden der etwaS auf dem Herzen hat, bann würden wir zur ewigen parlamentarischen Nacht kommen. Wir wünschen freund- ^ad,mU7l°Cn 3U Gn°Ianb' jedenfalls korrekte. Wir wünschen, ba%$fr‘rau™' bon dem der Staatssekretär sprach, auf bciben Seiten vorhanden ist und auf beiden Seiten bleibt mchtö samn^cE'? r®6’161 E 'eh in diesem Zusammenhänge kfen ^cheS zwischen meinen Zähnen c.L\ (trotze Heiterkeit.) Die ernsten und würdigen Worte durchaus am Platze, weil vorher in England ^r unfreunbhdje Worte gegen uns gefallen waren. 0 MMMM (Hört! hört!) & Benn “mf , aLs 6 fte bton un,8 bedauert wurde. } U ^nnunf.r Bedauern bezog sich nicht auf. uns Tttet bestell dasjenige herausfinden, einmal n fr ^f^crcTt Fall paßt. Oft wird es ihm nicht einmal notig erfcheinen, zu einem starkiinrlenden Larier- Zeisen, weil man das gleiche Ziel auf anderem ^rL'9hpr fercht. Nämlich dadurch, daß man das liebel V'nT1 an^t Daß man die Ursache beseitigt nÄ ^rdauttngvorgane nach und nach so zu kräftigen versucht, daß. die Leistung wieder normal wird 9 Ein. Abführmittel kann erklärlicherweise immer nur vorübergehende Erleichterung bringen und höchstens die folgen der Verstopfung usw. beseitigen. Tas ^iel muß aber eme dauernde Besserung sein und der vorhandene ^!^Nlungszustand (Darmträgheit- muß durch Anregung und Kräftigung — nicht Ueberanstrengung — der Darm9 muskulatiir überwunden werden. Es gibt einige hierfür geeignete Präparate die ae- nranit^?r?en a^r^.rdauungshilfe wirken, die Verdauung-.. organe schonen, kräftigen und dadurch wieder zu normalen hPn,ö<”^e ^l9eiL 'luf b-cic natürliche Weise v^rschLm! den Begreiterscheiuungen wie Verstopfungen usw. von selbst "7.wenigstens in Aerztekreisen — bekannteste dieser Mittel ist sicherlich die altbewährte Somatose S.e enthält außer den wichtigen Mhrs-h-n in der tzaupttache ^ (aufgeschlosiene Erweißkörper) desFleisches Diese !»id aber nach den Feststellungen namhafter Wicher a 6 '^^uUlche (physiologische) Erreger der Ta?m- sekretion anzusehen und geeignet, durch Anregung der isew.'&Är** s Gleichzeitig regelt die erhöhte Absonderuna hi'r t,3Cn Sertmiimaifdite die gejamte $elbauu^5täti8teü fn I selbst, ionbern auf seine Stelle. - Hört, hört!.' Heydebranb hat I damals nur das gesagt, was die Stimmung des Volkes war. (Leb- hafter Widerspruch links.) Niemand von uns wünscht den Krieg, aber er kann eine wetigeschichtliche Notwendigkeit werden. Unsere vugcnb muß ,o orzogen werden, daß sie die Kriegs- und Sieges- sichert-eit un,ereS Landes verbürgt. Unsere Buben sollen nicht aujroaanen in dem Eiapopeia des Weltfriedens, sondern gute, mannlia,e Eigenschaften entwickeln. Politisierende Offiziere sind gewiß ein großes Unglück aber wenn Offiziere in taktvoller und angcmcsiener Weise die Soldaten auf ihre Pflicht verweisen, so haben rotr nichts dagegen. ' ber Kritik der ScnsationSpreffe stimmte ich Payer vollständig bei. Es ist noch niemals so viel gelogen worden, wie in , Oc^cnr *Dr?§ Sieges. Tie Zensur war der Wahrheit abträglich, so baß sie lächerlich wurde. Nach allen Nachrichten mußten die -tütfen 120 000 Kanonen verloren haben. (Heiter- *crIt;I ben '2(bg. Wendel, der vom Kriegsschau- •-i r■ n ^bolera und sonstigen Gefahren verschont zurückgekehrt ist, hier vor mir zu sehen. Es war mir eine wirkliche Freude, feine lebendigen Berichte zu lesen. Er kann mich ja korrigieren, wenn ick mich irre, aber er schreibt: »Wenn ein serbischer Ge- noffe sich damals dem Kriege entgegengesetzt hätte, so hätte man ibn totgeichlagen." (Heiterkeit. Zuruf des Abg. Wendel: Ja!) Prachtvoll dies Ja! (Erneute Heiterkeit.) Da muß doch die V“ ” 0 & S r Parteiaufklärung nicht gar so tief gehen, vd) befurchte sogar, daß Wendel in einem unbewachten Augen- olick seine Gesinnung ummodelte und bas begreiflich sand. Tas spricht doch nicht, für ein gutes, zielbewußtes Klassenbewußtsein. Das Mißverständnis der S ch e i d e m a n n s ch e n Pariser Rede war durchaus begründet, denn selbst in französischen Blät- tern stand, daß der Abg. Scheidemann erklärt habe, daß im Falle des Krieges die deutschen Proletarier nicht auf ihre französischen Brüder s ch i e ß e n w ü r d e n. (Hört, hört!) Ich wi llmcht erörtern, wie der Stifter der christlichen Religion darüber gedacht haben würde, baß der internationalen Sozialdemokratie das Baseler Münster überlassen ist, sondern ich will nur daran erinnern, daß der Stifter der christlichen Religion nicht nur freundlich und liebreich mar, sondern auch die Geißel zu schivingen vermochte. (Lebhafte Unruhe und Zwischenrufe bei den Soz.) Wer das Christentum dafür verantwortlich macht, daß die Striege noch nicht aufgehört haben, versteht das Christentum nicht. (Lachen bei den Soz.) Der ewige Friede wird nicht eher Wahrheit werden, ehe nicht bei allen Völkern der ernste Gruß Wahrheit wird: Ehre fei Gott in der Höhe! (Beifall rechts.) Abg. Freiherr von Nichthosen (Natl.): Es ist falsch, den deutschen Instrukteuren vorzuwersen, sie hatten den türkischen Zusammenbruch verschuldet. Cie haben sich alle Mühe gegeben, in den türkischen Schlendrian etwas Leben zu bringen. ES war uns eine Genugtuung, daß Fürst Löwenstein die Aeußerung Dr. Spahns dahin auSlegte, daß unsere Polenpolitik unsere eigene Sache ist. Das ist auch unser Standpunkt. Die entscheidende Frage ist für uns, wie weit ßnd wir verpflichtet, Oesterreich in dem serbischen Konflikt zu helfen. Oesterreich ist hier in erster Linie ,n.‘SrfeJ'’5rt’ ?ie. Wahrnehmung dieser Interessen müffen wir zu- naqjft ihm selbst überlassen. Aber wir verkennen nicht, daß diese Interessen für Oesterreich vital sind. Dr. David hat von einer osterrelchiichen Kriegspartei gesprochen, woher kennt er die dortige Hofgesellschaft? Natürlich muhte Oesterreich Bedenken haben, in eine Konferenz zu gehen, wo seine Freunde naturgemäß in oer Minderheit sind, ehe die Sachlage geklärt war. Wenn es zu einem kriegerischen Konflikt kommen sollte, was wir nicht l)0s)en, liegt das nicht daran, ob dieser ober jener Hafen ur* k sondern daran, daß andere Mächte schon lange be- stehenbe Differenzen mit dem Schwerte ausfechten wollen. Kommt ~ .d^ö"' jo muffen wir in dieser schwierigen internationalen Lage Settc an Seite mit Oesterreich stehen. Nichts liegt uns ferner, alS eine Kriegshetze gegen England. Wir find die ersten, die hierfür eine friedliche Auseinandersetzung verlangen. Wir haben große wirtfch-astliche Interessen an einem guten Einvernehmen nut England. Einseitige Shmpathiekundgebun- gen tourten e5 aber nicht herbeiführen. Die Sozialdemokratie er ennt den Serben das Recht auf Häfen zu, damit sie ihren Han- del fordern können. Wenn aber Deutschland seine wirtschaft- Ja 'der gleichen Weise schützen will, dann wird es kapitalistische Ausbeutungspolitik genannt. Die Politik, die b« tie Suf.immuna .Abg. Herzog (Wirtschaft. Vgg.)> DaS deutsche Volk steht überwiegend hinter Oesterreich. Wir begrüßen bie Annäherung an England, warnen aber vor allzu- großem Optimismus. Die Nachrichten über die Nieder mehe- ” 9 ? °rn,G r i ft e n sind sehr bedenklich. Wir verlangen genaue Untersuchung. ^,ie Tagespolitik darf nicht ins Lffizi-rk^rpS und ins Heer bir.eingctragen werden. Im Volke herrscht Be- kW I°nd°"n bÄb acrüi‘ct ,ini- m4)t iaS Wort ent. Abg. Haase (Soz.)> BaUnnL?^ CcrteI: Die Gräuel und ScheußlichkeNen des matben1 r.5Ä CÄcn CcrfcT »um Friedensfreund npfSh» Dochts.) Gegen wen hat Christus die Geißel ®s-0Cn b,e H?"dler, die Kapitalisten! Das sind braucht fein nahe stehen. Unsere Partei als solcke Privattachc e l, g i o n s b e k c n n t n i s. Religion ist . Uns ist ganz gleich, was einet glaubt — wenn er nur die logialen und politischen Forderungen unserer Partei vertritt And-r-'L ^ie6c" di°'Pr°,cLr S r ««« Bei träger Verdauung, Verstopsung usw. sollte man starkivirlende Abführmittel majt zu hausig oder gar dauernd amvenden, vor allem nicht ohne ärztliche Beratung. )l ""m Laxiermittel erfolgreich gebraucht, glaubt jede kleine Verdauungsstörung und Verstopfung damit kurieren zu müssen, irr bedenkt zu wenig, daß n^n^t?aI,&CrsÄ'br-nud) ^hr nützlich, ein zu häufiger ist d . "N kann. Das Gefährlichste dabei rst, daß sich die Nachteile nicht plötzlich und leicht erkennbar nefrfmfH ^lmuhlich cuisrellen. Der Laie, dem das ge chultc. Beobachtungsvermögen des Arztes fehlt, wird den gesundheitlichen schaden meist zu spät empfinden. 3U,U *lr5t' so ivird er erfahren, daß der nvrar»;ftCE ^luhrmtttel — deren Wirkung hauptfächlich auf einer Darmreizung beruht — eine zu häufige oder dauernde Anwendung ausschließt. ° B gewöhnt sich zu bald an diese Reizmittel. Es werden immer größere Mengen und kleinere Zwischen- raume erforderlich, und schließlich arbeitet der Darm viel Wafft. ouvor. Er ist durch die ständige Ueder^zung Sind diese nachteiligen Folgen schon für Erwachsene flndlich, so ist bei dem zarten Organismus der Schädigungen v'^rmieden' »er« 6 Tie Vc (Gasts einmal aui -juna des seit ■3 kodinziert. •y Rechtsftagc ckzamtes mach c Regierung b >üug unb über desto wachse Aus Berlin Die Fordernn stals vom ^'ündigung der Mde nichts an 7mes gegen den J. Zuni 1872, d Mine gegen Ätveg dem Kon noch dersel « im preußisch M des Mod ungen darauf übergeben, bar r staatliche 3nt ckdct ist, bnrii .'m einiges ins unb Giödi Tn 3cit, ati c mivies" beiünb, i »5eiaVjT, die die Ewigkeit und hg mlernationolm $ fon allen Nation ’-'fung der naiio «mmai.« Som "*r egultensragi uemens XIV M den Renate i- mit den Bo M'-t, als sie d ru,e- .."ick nu suchen don r -Junten, von F[eii nt durch i N strenge, verbreitet, Alle M< Jrun Mr: . .4i,z d ■ ut am •Wh«Zungen i I iinl nnd i : ;?Jnter tjq.ner£ -ve, feö fe,?»' Mrhiilt, hi ^ttierun 5>tcr E Elches ig. GerrchtrsaaL. Leipzig, 2. Dez. Das Reichsgericht verwarf die Re« Vision des Kutschers Wilhelm Ehrkc, der am 15. Oktober vom Sckwurgericht -Stettin wegen Raubmordes an dem Kantinenwirt Ullrich zum Tode verurteilt worden war. vermischtes. * Besondere Vorkehrungen für den Wintersportverkehr. Der große Ausschwung, den der Wintersport im badisck>cn Schwarzwald genommen Hal, machte es notwendig, besondere Vortehrungcn zit treffen, um eine glatte Abwicklung des Verkehrs zu geivährleistcn. Für Schiläufer und Rodler werden in den wichtigeren nach den Wintcrsportplätzcn abgehenden Zügen besondere Wagen eingestellt. Dadurch wird eine Belästigung der übrigen Reisendert vermiedeit und deit Sportlern gleichzeitig ermöglicht, die Sportgeräte bei sich zu beh-alten, wodurch Bent echselungeit porgcbeugt wird. Bei günstigeit Sportvcrhältnissen werden sowohl von den größeren Städten als auch im Anschluß an Schnellzüge der .Hauptbahn Sonderzüge itach beit Wintersportplätzen ausgeführt. Außerdem wurde schon bei Festsetzung des Winrcrfahr- planes auf den Wintersport Rüctsiait genommen. So wurde u. a. ein Schnellzugspaar auf der Schwarzwaldbahn erst« mals auch im Winterdienst oeibehalten, wodurch zwischen Norddeutschlaird und dem badiscl>en Schwarzwald vorzügliche Tagcsverbindungeir hergestellt werden, und über die jeweiligen Sportverhaltnisfe auf ben Höhen des Schwarzwaldes werden auf den Hauptstationeit' telegraphische Mel« düngen ausgehängt. * W a s s e r n o t in Hamburg. Ter unter der Bankstraß- ut Hamburg lsinwegführende Hauptsicl der Stabtioafiertunft brach am Montag abend zusammen. Durch die hereinbrechendcn W a s s e r m a s s e n wurden die Keller unterspült und das Erd- reich fortgeschwemmt, so daß der Fuhr- und Straßenbahn- verkehr bolllonnncn eingestellt werden mußte. Etwa eine Stunde war ganz Hamburg ohne Wasser, bis man eine Umleitung des Wasserzuflusses vornahm. Die Feuerwehr ist mit dem Aus-- pumpcn der überfluteten Keller beschäftigt. * E i n 2 a m m b r u ch i n Groß-Berlin. In die >B a u ■* g r u o e der Untergrundbahn bei Neukölln am Wasser) hat am Samstag ein neuer Wassereinbrnch ftattgefunbcir. Bald nachdem die Arbeiter die Grube verlassen hatten, begann unter Dem westlichen Fangsdamm Wasser durchzusickeni. Alle Dich- tungsvcrsuche blieben erfolglos. Es blieb nichts anderes übrig,1 alS den Fangedamm auf der Ostseite zu durächrechen. So hielt man die Strömung auf beiden Seiten im Gleichgewicht, fünft iuärc der westliche Fangedamm vollständig roeggeriffen und vielleicht die ganze Insel svrtgeschwemmt worden. Der Zwischen- fall durste eine Verzögerung der Tunnelarbeitcn zur Folge haben. Kleine Tageschronil. Zn Berlin sind seit mehreven Tagen nicht weniger als vtcr 12- bis 14jährige Schulknaben aus ihrem elterlichen 5iause verschwunden. Bei einigen dürste Furcht vor einer schleclsten Zensur tue Ursache bilden. Trotz der Bemühungen der Behörden tonnte der Aufenthalt der Ausreißer noch nicht ermittelt roerdcn. Ein dem Berliner Lustschifferbataillon aatgehörenderD rachen- b a l l o n, mit dem aus dem Tegeler Scl)ießplatz geübt worden war, wurde vom Sturm weg gerissen. Er landete in ber Nähr von Blanken selbe. Am Samstag früh wurde int Bloomsburyviertel in Lon« Don eine junge Varieteekmistlerin namens Makitosch von einer Negenran erschossen, mit deren -ivtann die Künstlerin ein Verhältnis hatte. Die Negerin versuchte auch ihren Mann zu erschießen, doch versagte die Waste. Tic Täterin wurde ver» hastet. In Glasgow fielen drei Straßcnzuge einem Riescn- brand zum Ocher. Mehrere Gesä)äftsl)äuser brannten bis aus die Grundmauern nieder. Hunderte von Familien sind obdachlos, . Der britische Tampser ,^Zkbal" ist in Halifax (Neuschottland) mit 31 Mann von der Mannschaft des der American. Levant Line gehörigen Dampfers „River Meander" angckommen, der aus der Fahrt nach Smyrna, 300 Meileit von Halifax entkernt, gciunten ist.