Die neuen 2lrmeeforps des öeulschen Heeres. Das Kriegsministerium hat im Armec-Vcrordnungs- blatt die Einzelheiten über die Hccresvermchrung ver- öfscntlicht, melche durch die vom Reichstag angenommene neue Heeresvorlage bedingt sind. Danach läßt sich erkennen, nric die neuen Armeekorps zusammengesetzt ttTcr- den sollen. Das neue 20. Armeekorps, dessen Gem- ralkomurando nach Dllcnstein kommt, wird zwischen das 1. und 17. Armeekorps eingeschoben und umfaßt die Gc- lolitischc Kombinationen ein™-.,-.. — - - • - ras Blatt, vou der Kaiserrcise keine Aenverung in der aktuellen Politik Rußlands, sondern nur die Wiederher- tellung und Befestigung vertrauensvoller Beziehungen zwi- chen Rußland und Deutschland. Gelingt c5, daS in manchen Kreisen Rußlands noch vorlferrschendc Mißtrauen gegen Deutschland zu beseitigen, und an seine Stelle Vertrauen zu setzen, ist alles erreicht, was wir erwarten können. Bei >cr Ueberzeugung, daß zwischen beiden Staaten keine erlisten Streitpunkte' vorhanden sind, wird sich ganz von selbst eine politische Orientierung in friedlichem Sinne ergeben. Neuer von den Pflanzen der Urzeit. Die systematische Erforschung der versteinerten Pslanzenrcstc, die „Paläodotantl", ist jüngeren Datums als l.lenM Paläontologie, aber die Ausgaben dieser jüngeren Wigenschatt smd Tür die Erklärung unserer l-eutigen Welt nickst weniger bedcutungsvolt, denn ihre Lösung allein kann uns letzte Aufschlüße über die ver- kuuft und die Entwichungsgeschickjte der Pflanzenwelt geoen ~tc llassisckjen Forschungen, die Sctstniper, ^aporta und Renault aut diesem Gebiete durchgefüljrt haben, erfahren jetzt eine neue und «wertvolle Ergänzung durch die Veröffentlichung der jüngsten ür- ,beiten von Scott Tuckinsield, des Präsidenten der Londoner ^inns- gesellschast. Sie bereichern unsere Kcnmnis um eine recht ftatt- licye Zahl von untcrgcgangenen Pflanzenarten. In der Rekonstruktion dieser verscholleiien Erzeugmne einer untergegangenen Flora ist der Botaniker in mancher^ Beziehung günftiger gestellt als der Geologe. Gewiß sind bte rionckwngs- gegenstände verhälttiismößig seltener und bieten der Beobachtung nicht ein wirkliches Skelett, n ie das der vorzeitlichen Biere, paiur aber zeigen die versteinerten Pflanzenreite in ungleich bei trer Erhaltung die äußeren Formen und den Bau der untergegangenen ^Ti'e jüngsten wissenschaftlichen Statistiken schätzen die Zahl der heute betannten Pflanzen auf rund 176 000 Arten, darunter zählt man 103 000 Pflanzen mit ^esonderten^^kapseln, 2500 Konifären, 3500 Farne, 40 000 Pilze, 14 000 Algen, <-chmpven- flügler und der Schmetterlinge. Die Silierten der UctnEobTcn- balligen Schichte, Die der Forschung bekannt geworben imd, bestehen hauptsächlich aus taiiscndcn Gerabflüglern und au-Libellen, von denen manche Arten eine ^lugelbrene von 60 Zentimeter und eine Rumpflänge DonJO Zentimeter erreichen. Als Me Pflanzen mit abgesonderten ^amenkavieln aus der Erde crlünatcr., batte sich daL Aussehen der Pflanzenwelt bereits ticrgrcifenb verändert und wies in ihren Grundzügen jene Flora auf, die un- auch heute noch bekannt ist. Damit begann das Zeitalter dcl Konifären, der Krollsarnkräuter und der eagcpalmen, bereit versteinerte lieberrefte in wundervoller Erhaltung erb kürzlich ausgefunden wurden. . _ . . - . , O1 Di: neuen Forschungen Pros. Scotts zeigen, daß da^ -pioolem des llrsorungs und der Abstammung der Pslanzcnarten ungleich verwickelter ist, als man bisher annal>ni. Es zeigt iw, bay die Entwickelung der Flora sich nicht — Wie man bisher anzilnebmen gefeuert. , Baltisch-Port, 3. Juli. Die Vorbereitungen zu dem Empfang deS deutschen Kaisers in Baltisch-Port sind beendet. Der kleine Hafen und ^das dorf- ähnliche Städtchen prangen in buntem Flaggenschmuck der icutschen und russischen Farben. Ebenso ist die Feftstraße, rie von hier nach dem Paradeplatz des Wiborg-Reglment". ührt, das in Eisenbäl)nwaggons in der Nähe des Hafens ulitergebracht ist, geschmückt. In der waldunrgrenzsten Bucht iegen, etwa zwei Kilometer vom Ufer entfernt, die kotser- ichen Jachten „Standart" mit dem Kaiser von Rußland an Bord und „Poljcrnaja Swjesda". Davor liegen die zwei Linienschisfe „Andrei PerwoSwanny" und Imperator Pawel Perliri", ferner drei Tgrpedobootc, uno dahinter irei weitere Torpedoboote. Die Burgerquartiere sind von Offizieren und Beamten belegt. 9tur ein Gasthaus und Eilenbahnwagen sind für die übrigen Beamten und Kor- respondenteii eingerichtet. ... . Heute vormittag ist der Zar und seine Familie mit der Jacht „Standart" eingetroffen. Petersburg, 3. Juli. Der Zar hat eine Reihe kostbarer Geschenke nach Baltisch-Port mitgenommen. U. a. zwei Bowlanschöpfer in altrussischem Stil für Kaiser Wilhelm, dem der Zar in Potsdam bereits eine Bowle mit Brillanten besetzt schenkte. Petersburg, 3. Juli. Der Ministerpräsident, der Kri c g s m i niste r, der Minister des Aeußern, der deutsche Militärvevollmächtigte v. D o h n a - S ch l o b i t t en, der russische Militäragent und Militärattache von Berlin reisten heute mittelst Sonderzug nach Baltisch-Port. Dem deutschen Kaiser wurden Gene- raladiutant v. Meyendorff, Kontreadmiral v. Heyden, dem Prinzen Adalbert Flügeladjutant v. Wolkow zugeteilt. siegle — vom Einfachen zum Vielfältigen und Zusammmgesetzlen vollzogen hat, sondern daß sie oft den gegenteiligen Weg an- schlug, die herrschenden Gruppen vollkommen enttoickeltc und sie halb.Iahte: her, bann neuen Familien den Matz räumen ließ. r* "" 1' — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Ter Lberlonsiftorialrat Tr. theol. Hase, oroenthdjer äonorarprojenor jur prattischeTaeologiein der evangelisch-ihcologilchen ttakuttat d« Unwerutat Breslau feiert am 12. Juli Jemen ,0. Geburtstag. — Der ä on gre« für biologische Hygiene findet am 12., 13. ynb Ui ÖV\ tobet jn Hamburg statt. Neu fahr wasser, 3. Juli. Um 7.30 Uhr ging die „Hohenzollern" mit dem Kaiser an Bord und der große Kstteuzer „Moltke" sowie das Deprschenboot ,,-sleip- ncr" nach Baltisch-Port in See, wo die Ankunft am 4. Juli, vormittags 10 Uhr, vorgesehen ist. DaS Wetter ist schon. Von der Ostmole-Batterie wurde ein Salut von 33 Schuß -Der Beginn der D a l c r o z e - F e st e i nH ell e rau^ Man schreibt unS aus TreSden: Es smd jeljt kift butt- halb Jahre her, daß Pros. Jacqi.es Talcroze aus Genfnach TreVe.HiieMetie, um l.ier ine em« neuen® Wbe musikalischer Erziehung dienten, in größerem Plaßslab, al-> es ihm dort möglich gewesen war, bet Verwirklichung entgegen zu fuhren. Cor mehr akJahresfrist wurde ihm in der Gartenstadt tzellerau eine üemislätte geboten. Und heute erhebt sich hoch über den Kieierii.vipseln Der Tresdeuec Heide der ernste Giebel des neuen Aiu'enhauseS, das bestimmt ist, dauernd und ausjchlietzlich diesen neuen Ideen zu dienen. Ter Beginn einer Reihe von rzechpielen, die jlth bis zmn 11. Juli erstrecken werden, gab gunfttge^föelegen- heit, von neuem nachzuprüfen, ob den Bestrebungen wohl Werte von Tauer mnewohnen mögen. Aist einer eben erdigen Bühne nun erscheinen die Schüler oder vic> mehr schulet- innen, denn eS find in der nbcriütegenben Mehrzahl junge Mädchen. Alle tragen eine Art schwarzen st-rckot, bas Arme und Beine frei läßt. Talcroze führte zunächst eine ^u^'^en oor. Seine Schüler sind von 'Anbeginn gewohnt, alle Rhythmen, die sie vernehmen, in Körperbewegung umzusetzen. Sie geigen barm eme außerordentliche Hebung und viel Feingeiuhl, wenn ste am tue feinsten Temponüaneen bc5 am SUavier begleuenbeii Lehrers reagieren oder schwierige rhythmische Kombinationen, etwa drei ncaen vier, zwei gegen drei, höchst exakt durchuihren. Jrn^patere r Berlaiü der Tarbietungen zeigte sich bann aber bald, batz Talcroze baä mulikpädagogifche i'tittel ber rhythmischen Gymnastik nach unb nach zum Selbstzweck geworben ist. Boriuhrungen, bie auf rein musikalischem Gebiet blieben, standen andern gegenüber, bie sich ins töebict ber Ausbrucksbewegiing unb bannt bes ""Mischen nxinten ^a4 rhntdmifche Element tritt hier burchmi- zu- ^S . 9"nffcu be5~?hS IfllilOer Offerte. L°nn »«be. I,aufm gern.« uodi em Rest bei Uu^töCen blieb, wen» mm>4ea no« Säet, übertriebe», j» vielleicht gar uuechl aumutc.e, sich gelegei,! sich auch eine ermüdende Aionotonie der Bewegungen brest machte, |o kann doch andererseits nicht geleugnet meruen, bau hier rounbro- volle neue Möglichkeiten einer bisher kaum gelaunten mimische^ Knust sich offenbarten. Ten stärksten Eindruck machte wohl d« Pcrdindiuig beider Prinzipien m einem El)vr »Wo ist ba^ uiutf? Hochinterehant 'ür ben‘2'aifitet mußte die Transtription einer rzugo (Der C-moll) auS dem wotzltemperierten Nlauier von Bach feuv , Tie drei Summen traten al5 besondere.^''r«>ibe Gruppen "N , führten selbständig eine jebe ihren individuellen Rhythmus nut De ivimberungsiuürbiger Illarhest durch. Die heutige Nummer umfaflt 10 Seiten- Die Uaiserzusammentnnst in Baltisch-Port. Petersburg, 3. Juli. Die offiziöse „Rossna schreibt aus Anlaß der Kaiserzusammenkunft m Baltisch- 'Btyrt- Der Monarchenentrevuc ging eine lebhafte Polemik Ler fremden Presse darüber voraus, ob die Entrevue ein volitii'chcs Ereignis oder eine internationale .Höflichketts- aftc sei. Uns erscheint diese Polemik überflüssig, da bei den traditionellen und freundschaftlichen Beziehungen, welche seit langem zwischen beiden Kaiserhäusern und beiden Nachbarreichen bestehen, die Begegnung des russischen und des deutschen Monarchen immer die Bedeutung eines großen Ereignisses für das internationale politische Leben haben muß. Von einigen deutschen Zeitungen ist mit Recht darauf hingewiescn worden, dag in beiden Nachbarreichen keine unvereinbareir'Jnteresscnwidcr- sprüche aul politischem und wirtschaftlichem (vebiet vor- Ixrnden sind. Es ist auch gesagt worden, daß Riißland und Deutschland vom Schicksal dazu bestimmt sind, einander |zu Helsen zum fricdlicheii Fortschritt und Gedeihen. „Ros- ifija" stimmt dieser Meinung vollkonimen zu, da ein Zusammenwirken mit dem kulturellen und wirtschaftlichen Wettbelvcrb, der den gegenwärtigen Weltverkehr charaktcri- !fiert, leicht vereinbar sei. Das Blatt weist ferner darauf -hin, daß die traditionelle russisch-deutsche Freundschaft wahrend ihrer mehr als ein Jahrhundert währenden Bauer nie den übrigen Staaten Europas als Drohung galt, da die Nachbarstaaten dem festen Willen ihrer Monarchen ifolqen, von gleicher Friedensliebe durchdrungen die Er- lxiltung des politischen Gleichgewichts in Europa anstrebem !„Rossija" druckt die Hoffnung aus, daß diese Wahrheit, auf lueMwr die äußere Politik Rußlands und Deutfchlands basiert, eiidgültig auch von den skeptischen Vertretern der öffentlichen Meinung Europas begriffen werden wird, die leider geneigt seien, Gerüchten, welche die wirklichen Ansichten beider Kabinette entstellten, eine unangemcsfenc Bedeutung Veizulegen. Tie ^tachbarreiche können nach ihren politischen und wirtschaftlichen Interessen verschred«ie Ziele crstrebeii, in einem Ziele worden sie immer übereinkommm, nämlich in deii Mchtlinien für Frieden und Ruhe in Europa. Bei der jetzigen Umwertung vieler Werte erhalten die traditionellen freundschaftlichen Beziehungen, welche so viele Jalire zwischen Rußland und Deutschland bestehen, eme große Bedeutung in den Augen aller wahren Friedensfreunde. "Nochmals die Eiitrevue des deutfä-en Kaisers in den russischen Gewässern begrüßend, spricht „Rossua" den Wunsch aus, die traditionelle Freundsck-aft, die schon seit einem Jahrhundert die Kaiserhäuser und Rachbarreiüw werbindet, möge and) in Zukunst den neuen Generationen a.lö oberstes Unterpfand der Erhaltung von Frieden un Rulw in Eurbpa erscheineii, welck)e sticht nur für Rußlan und seinen deutschen Nachbar, sviidcrn auch sür alle anderen europäischen Staaten zu ihreni kurturellen und wirtschaftlichen Gedeihen notweiidig find. Köln, 3. Juli. Die „Kölnische Zeitung" verweist die 'Meinung, Deutsdfland wolle versuchen, Rußland von dem !französisch en Bündnis und dem englrschen Ein- !vernehmen abzusprenge n, in das Reick) der PHan- tasic, da die deutsche Politik immer den Standpunkt einnahm, Midcren Staaten in keiner Weise zu berwchren, — Eine deutsche Expedition durch die Nordostpassage Wie voriges Jahr in der Sübpolarforschimg, ' o wirb sich Deutschland jetzt auch in der Arktis mit einer umlang- : rcid-’n Expedition betätigen. Tie vorn Lciiwant Lrchröber-Stranz in Aussicht genommene ,,D eu Arktis ch e E x ped i tion wirb im Frühjahr 1913 die aui eiiva 4—o Jahre berechnete Hauptcxpebition antreten. Nicht allein in wißenschastlickter Beziehung wirb bie Norboltpassage von größter Bedeutung sein, sondern auch bau HanDel und Verkehr werben neue Bahnen eröffnet Wenn wir von der nordasiatisdien Küste genaue starten besitzen und unZ über die Eisverhältnisse in den einzelnen Monaten sicher unterrichtet haben, könmn die in Nord-Sivirten lagernden Schöne aus dem billigar Wasserwege von dem einen. tyluBMtcm zum anbern geschafft werden. Anß-erbeni bürste vielleicht, wenn auch nur für einige Wochen im öpätiommer, der ^chinsverkehr vom Atlantifck)eii zum Stillen Lzean möglich sein. Die N o r b- o st Passage stellt einen Weg zum Stillen Ozcan bar, welcher um 5600 (Seemeilen kürzer als Die Suezfahrt unD auch 'wch er- hettich kürzer als bie Passage durch den Panama-Kanal, aber infolge der mangelhaften stenntnis ihres «zahrwaner^ und ihrer Eisvcrhältnisse zurzeit nod) unbenutzbar ist. Im vushl^apa mschen Kriege tauchte in Scußland der Gcban.e aus, die „ flotte durch das Eismeer der Nordostpayage uach dein stillen Lzean zu besörbern; er mußte aber aiugegcben werden, itrttl ein solcher Versuch, beim als solchen konnte man das Wagnis mir bcsVidjueu, gerade in 5tricgszcstcn unubersEre Folgen batte haben können. Jn dem Programm der Expedition nimmt gerade bte genaue Festlegung der oreanographischen und kartographischen Verhältmsie einen breiwnRaumein, so daß mit dieser Forschungsreist eine Lücke ur der KemttniS dmes Landstriches acschlosicn werden wird, a-er vorläufige .IrvestA plan ist bis am bie kleinsten Einzelheiten durchdacht Nach kurzem Atiscnthalte in Kola, der der Ergänzung der Ausruitung dient beginnt die Eriorschung der Norbostpasiage, bte eine ou- sammenhängenbe Reihe von^zeanographiichen Beobacht^gen er- acbcn soll WährenD der Lzeanograph im ersten ^a^r westlich unb im zweiten östlich vom Kao TscheliuSktn ^ ist^wllen Landexpeditioncn Den 1'- Jahre wahrenden Ausentl)alt des schisscs an den Küsten der Taimyrhalbinsel benutzen, diesen wstimichatt- lich wenig bekannten Teil Astens zu ersorichen. Im drutm Jahre wird Die Nordostpa^age vollendet unb bte ozeanographische Forschung nimmt ihren Fortgang im Stillen Hean, bis bte Ruck- rcife entweder durch den Panama-Kanal ober omch die Magalhaenz- Sttaße angetreten wirb. Die Kosten ber Expedition sind aus f200 000 Mark berechnet. Bez« «iSvreiS: monatlich 73Ps^ viertel» sährltch Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monallid) 65 Ps.; durch diePost Mk. 2.—viertel- jährl. ausschl. Besteug. Zeilenpreis: lokal löPj^ auswärts 20 Pfennig. (5 hesrebaktenr: 9L Goetz. Bcraistwortltch für beit Nr. )55 Erstes Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 4- 3«H 1912 W Gießener Anzeige .F^wrech^ Anschlüße: V politischen Teil: August ES General-Anzeiger sür Oberhessen an*a2m""on'anbi?iä'«n Rofafiottsörtid ufld v«klag öet brühi gen Uüw.-Vnch- und Skinbniderd H. £onge. HcMftion, trprditisn und Druderei: 7. L»nd-. S.H-b;"'ür^n D ^*n“s"Büöingcn: zern!pr-ch-r Nr. 269 ScschLstrMe vahnhosstratzk 16«. v. eiT1.U(r?Tfen Ms,, erwarten, schreibtI gcnd von Deutsch-Enlau, Osterode, -otzcn Btcnrnölcry/. riserrette keine Aenderung in der Marienburg und Menstem. Es besteht ?7. ?.iv nds sondern nur die Wiederher- sion (Allenstcin) und der 41. Divttlon (DeutschAlau). nb3' ändern nur Die ^icoc^-r v Armeekorps, das bisher aus 3 Divuronen bestand, hat eine Division g^chlossen abgegeben (3,.). Ferner bas Jäger-Bataillon 1 und eine Maschinengewchr-Abteilung Solist hat sich die Zusammensetzung des 1. .lrmeekorps nicht geändert. Ein Feldartillerieregiment, ein ^ram- und ein Pionier-Bataillon sind beim 20. Armeekorps ncu^aur ßcftcHt worden. Die zweite Division des neuen Korps, ist durch Abgaben des 2. und 1,. Armeekorps gebildet worden, und zwar hat ersteres Stab der ,4. Jnianterie-Zri- gade und das Jnsanterie-Reaiment 148, letzteres die 7^. fanteric-Brigade (mit den Regimentern 18, 59 lo-) ab- gegeben. Die Kavalleric-Brigabc ist dem 17. Armeekorps entnommen, wo sich schon zn>ei Brigaden befanden. Die Artillerie-Brigade (41.) und cm Regiment smd neu gebil- bet worden (Feld-Artillerie Nr. 79). das zweite Regiment ist dem 17. Armeekorps entnommen (tt-eld-ArtilleriC Nr. 35), an dessen Stelle ein neues aebitbet i t (Wr. 81)• 2. und 17. Armeekorps haben innerhalb der einzelnen Verbände nock) einige Verschiebungen stattgefundeii. Im Westen ist daS 21. Armeekorps neu gebiNiet worden. Sein Bezirk liegt zwischen dem lo und 16.^lr- meekorps und umfaßt die Gegend von Saarbrücken, rz-oi- bach, Mörchingen, Hagenau, Bitsch, Weißenburg, Saar- gemüud, Saarburg, Dieuzr. Ätz des Generalkmnmandvs ist Saarbrücken, die Stäbe der bridcii Divisionen beftnden 'ich in Saarbrücken (31. Division) und rn Saarburg (42. Division). ES ist gebildet auS Abgaben des 8., 16. und 16. Armeekorps. Dab 8. Armeekorps, daS ber erner Division 3. Infanterie-Brigaden hatte, hat eine (32. Jnfanterre-Brr° gade in Saarbrücken mit dem Infanterie-Regiment JO und 70) abgegeben, ferner eine Kavallerik-Brigade (16. m Saarbrückeii mit Dragoner 7. unb ITTttn 7.). SJottanfaj eine Division gar keine Kavallerie. Sw soll vom 1. Oktober 1913 ab das neu aufzustellende Jager-Reauncnt zu- Pferd Nr. 7 erhalten. Ebenso ist cm Feld-Artillerie-Rcgi ment (Nr. 8) abgegeben, an seiner Stelle wird em neues errichtet (Nr. 83 in Bonn und^ .Düren)., DaS 14. Armeekorps hatte bisher d^er, Divrswnen, von denen sich eine (39.) in Colmar tm Elsay befand. Diese ist zum 15. Armeekorps übergetreten, hat wdoch eme chrep ^ufantcric-Brigaben (die 84. in Lahr mit ven Rcgimente rn Ä Lahr mtt!^ Offenburg) beim. 14^ Armeekorps bc- lasseii, wo sie als 3. Infanterie-Brigade ba 29. xwißen Freiburg i. D.) zugoteilt ifL. Es war drA möglich, weil beim 15 Armeekorps eine Diviflon drer BNfante^ Brigadeii halste. An Stelle der neu hrnzugetretenen 39. Division hat bas 16. Armeekorps bte 31. Divrswn an bnyi neue Armeekorps stabes nach Saarbrücken. Innerhalb deS 15. Arm.ekorp^ haben noch einige Verschiebungen stattgesunden. Das 16. Armeekorps hat bie 6o. Jnsantenc-Bvigade in Mörchingen mit den Jnf-mteric-Regimcntcrn 17, und . 131 abgegeben, ferner daS Jrisauteric^eglmeitt 174 m Forbach An dessen Stelle erhielt es das Regiment 30 vom 8 Armeekorps. Das 16. Armeekorps konnte eine ganze . Srigabe abgebraT weit °s bei einer Sibifiort drei Jnf-n- ' tCneSoItm?i,ätt’fid>6'ixi5 21. Armeekorps Rammen aus . einer Division des 15. Armeekorps- einer Jnfantenc-Bri- Aus Marokko. Wie aus Fez gemeldet wird, hat General Stautet) infolge der guten Haltung der Bevölkerung in der letzten Zeit und ange- sichts der erfolgreichen militärischen Maßnahmen den über Fez verhängten Belagerungszustand aufgehoben. Nach einer weiteren Meldung aus Fez hat der im Uerga-Tal aufgetauchte neue Roghi (Prätendent), der über bedeutende Geldmittel zu verfügen scheine, bereit? zahlreiche Anhänger um sich geschart und den Kaid Wedba Mohamed Schcrgi, der sich ihm entgegen^ stellte, in die Fluclst geschlagen. Es heißt, daß die Kolonne Gou- raud gegen den Roghi marschieren und versuchen werde, ihn gefangen zu nehmen. Proklamationen fordern die Ali-Bussi und Bein Mguil auf, mit Proviant für sieben Tage gegen El Hadjed zu ziehen. Der Sidi Raho und Beni Mtir würden sich an- schließcn. Die Vereinigung solle in Sefru stattfinden. Ter Pascha von Moaador hat erklärt, er müsse in sran- zösiscl)em Auftrage die in Mogador liegenden Güter des Kaid G e l u l i beschlagnahme n. Da Gcluli für die der deutschen Sache, insbesondere anläßlich der Amvesenheit der deutschen Kriegsschiffe in Agadir geleisteten Dienste auf Grund der Madrider Konvention den deutschen Schutz erhalten hat, hat der deutsche Vizekonsul gegen diese Maßregelung Gelulis Einspruch erhoben. Es ist notwendig, gegen derartige Uebergriffe schürf für unsere Rechte einzutreten. Ausland. Der böhmischs Landesausschuß beschloß die Wahl der in den Landtag gewäblten Frau Vikkunetichy einer besonderen Landtagskommission zuzuweisen, um die Frage des passiven Frauenwahlrechts prinzipiell zu lösen. Die Anfälle von Herzschwäche der Zarin sind in den letzten Monaten ganz gewichen. Ihre Gesundheit ist jetzt vorzüglich, Deutsches Reich. Der Ausschuß des Deutschen Handelstages sprach sich dafür aus, daß den Frauen, die Inhaber von in das Handelsregister eingetragenen Finnen sind und int übrigen den Anforderungen bezüglich der Teilnahme an den HandelS- kam in erwählen entsprächen, die Ausübung desWahlrechts in eigener Person und nicht iüie bisher durch Prokuristen zugestairden werde. Tie „Berl. N. Nachr." erhalten von einem früheren Bundesstaatlichen Beamten des Deutsclien Reichs die Mitteilung, er habe sich vergewissert, daß sein minderjähriger 16*/» Jahre alter Sohn unter dem Namen Francois Ariw in die französische Fremdenlegion in Afrika cingcreiht worden sei, ohne im Besitze iraendivelcker Ausweispapiere zu sein. Der Vater, der auf eine frühere Anfrage an das AuSwärttge Amt den Bescheid erhielt, sein Sohn sei nicht in der Fremdenlegion, hat sich jetzt erneut wegen Auslieferung seines SohneS an das AuSwärttge Amt gewandt. Entgegen anderslautenden Meldungen ist es durchaus nicht sicher, daß die bayerische Regierung im Herbst einem neuen Entwurf einer Erba n fall st euer zu stimmen wird. Ein Beschluß ist seitens der bayerischen Regierung bisher nicht erfolgt. Bei der Abstimmung in der badischen Kammer über das Gesetz, nach dem der Stadt Mannheim ein sechster Abgeordneter zugebilligt werden sollte, hat der Entwurf die erforderliche Zweidnttelmcbrl^it nicht geffmden. Dafür sttmtnten 42 Abgeordnete (Rattonalliberale, Fortschrittler und Sozialdemokraten), dagegen 28 Abgeordnete (Zentrum und Konservative). Da- Gesetz ist somit abgelehnt. Die Torpedoboote „S. 177", „178" und „179" sind am Mittwoch abend 7 Uhr in Düsseldorf eingetroffen und von dem auf der Rheinbrücke und an den Ufern des Rhein- versammelten, nach Tausenden zählenden Publrkum mit großem Jubel begrüßt worden. gäbe des 16. Armeekorps und aus einer Infanterie-Brigade des 8. Armeekorps (dabei tauschweise ein Regiment des 16. Armeekorps), einer Kavallerie-Brigade des 8. Armeekorps und je einem Feld-Artitlerie-Regiment des 8. und 15. Armeekorps, wofür bei diesen Korps neue Regimenter geHlbet sind. Tas Pionier- und Train-Bataillon sind neu aufgestellt. Es sind also zur Bildung dieses Armeekorps sehr viel umfangreichere Verschiebungen und Versetzungen von Truppenteilen erforderlich gewesen, als im Osten beim 15. Armeekorps. Bei der Aufstellung dieser beiden neuen Korps ist der Grundsatz maßgebend gewesen, sie bis an die Grenze heranzuführen und ihnen dadurch auch einen Teil des Grenzschutzes zu übertragen. Bei der Aufstellung der Korps und der Abgrenzung ihrer Bezirke tarnt die Heeresleitung zwei Grundsätze befolgen. Sie legt die Korps entweder hintereinander parallel' zur Grenze, oder nebeneinander in schmalen Streifen, die senkrecht zur feindlichen Grenze führen. Ersteres hat den Vorteil, daß nur ein Korps mit dem Grenzschutz beauftragt ist und dadurch in seiner Mobilmachung beeinträchtigt und gestört wird. Es bildet den Schutz für die dalstnter liegenden Korps. Es trägt aber den Nachteil in sich, daß die ganze Last auf einem einzigen Armeekorps ruht, daß es eine sehr lange Strecke zu sichern hat, daß die fträfte sehr zersplittert werden, und daß eine Unterstützung aus der Tiefe unmöglich ist. Die Einheitlichkeit der Befehlsführung leidet, wenn die dahinter liegenden Armeekorps zur Unterstützung vorrücken müssen. Deshalb werden bei uns den einzelnen Korps verhältnismäßig schmale, dafür aber tiefe Bezirke zugewiesen, so daß jedes Korps sich selbst aus der Tiefe unterstützen kann. Dies erleichtert auch die Konzentration bei der Mobilmachung, wenn der Aufmarsch beginnt. Die Bildung der neuen Armeekorps hat diesen Grundsatz noch schärfer hervortreten lassen. So fällt dem 8. Armeekorps im wesentlichen die Deckung von Trier und der Schutz gegen die Luxemburger Grenze zu, das 16. Armeekorps stebt auf der kurzen Strecke Metz— Diedenhvfen und ist außerdem durch die beiden Festungen und den starken Mosel-Abschnitt gesichert. Das neue 21. Armeekorps deckt oen Raum Mörchingen—Saarburg, also die Eingangspforte der Franzosen von Nancy her. Ihm fällt wohl Die wichtigste und schwerste Aufgabe zu. Im Süden schließt sich das 15. Armeekorps an, das sich auf Straßburg stützt und die Vogesen zu halten hat, während dem 14. Armeekorps die Sicherung der trouee de Belfort zu fällt. Im Osten stützt sich das 1. Armeekorps auf Königsberg und hat die reine Ostfront in der Linie Tilsit—Angerburg zu decken. Das neue 20. Armeekorps sichert die Uebergängc über die Masurischen Seen. Die Uebergänge sind hier nicht sehr zahlreich; sie führen überdies defileeartig durch die Seen, so das; sie sich leicht sperren lassen. Die wichtigste "Verbindung ist durch die Feste Boyen gesperrt. Auch an den anderen sollen Befestigungen errichtet sein. Das 17. Armeekorps hat die schmale Strecke Straßburg—Thorn bis zur Weichsel zu sichern. Daran schließt sich das 2. Armeekorps bei Bromberg—Hohensalza. Die neuen Armeekorps, deren Aufstellung wohl auch schon früher für den Mobilmachungsfall geplant war, bilden eine wesentliche Stärkung unserer Heeresmacht. Wenn auch die Zahl der neu ausgestellten Truppen klein ist, so bildet doch ihr Zusammenfasscn in feste Verbände schon im Frieden einen großen Vorteil. Nach sechstägiger Beratung tm englischen Unterhaus wurde der erste Artikel der Home R u l e b i l l mit 316 gegen 224 Stimmen angenommen und die Diskussion geschlossen. Dies rief Widerspruch bei der Opvosition hervor, aber der Zwischenfall ging schließlich vorüber. Tas Haus schritt zur Beratung des zweiten Artikels. Nach einer Blättermeldung aus Lissabon sind die royalistischen Verschwörer, die sich in verschidenen spannchen Dörfern hart an der portugiesischen Grenze aufhalten, in dem Kloster von Eannedo damit beschäftigt, Uniformen unb Wundverbände anzufertigen. Tie royalistischen vvrtigiesischen Osstziere hätten kürzlich aus Barcelona eine beträchtliche Anzahl von Gewehren sowie Geld erhalten. Wie verlautet, hat der aus Monastir eigetroffene Arrnee- inspektor in Saloniki, D ekle Pascha, der Pforte einen Bericht unterbreitet, in welchem er befür wortet, auf die Fahnenflüchtigen durch Ratschläge einzuwirken. Ter außer - ordcntlichr Ministerrat soll beschlossen haben, mit den Meuterern zu verhandeln. Tie türkische Kammer nahm den Gesetzentwurf, durch welchen eS den Offizieren untersagt ist, sich mit Politik zu befassen, endgültig an. Die Kammer begann dann mit der Budgetberatung. Tie „Times" meldet aus Teheran vom 2. Juli: Ter Schatzmeister und P r i v a t s e k r e t ä r des Exschahs ist vor einigen Tagen von Odessa nach Wien ab gereist. Mohamed Ali soll bereits nach Europa gereift sein oder im Begriffe sein, dorthin abzureisen. Wie es heißt, soll er nach Karlsbad gehen. Die Tätigkeit seiner Agenten hier und in Europa erregt große Besorgnisse. Täbris, wo fein Anhänger Schudya eb Dauleh Gouverneur ist, scheint ihm ein besseres Terrain zu bieten als das Turkmenen- gebict, wo sich seine letzten Mißerfolge abgespielt haben. Lvangclische Landessynode. rm. Darmstadt, 2. Juli. Die 9. Sitzung der 8. evangelischen Landessynode wurde heute unter dem Vorsitz des Prof. D. Stamm- Gie^n durch ein Gebet des Pfarrers Fritsche, Ruppertsburg, eröffnet. Ter Vorsitzende widmete den durch Tod ausgeschiedenen Mitgliedern, sowie dem verstorbenen Präsidenten Buchner warme Worte und erhebt sich das Haus von den Sitzen. Es folgen Berichts-Anzeigen durch die Synodalen Lucius, Wahl-Schlitz, Sack und den Vorsitzenden. lieber die Wahlprüsungen berichtet Wahl-Schlitz, der im Namen des Ausschusses wohl die Gültigkeit aller Dekanatswahlen beantragt, aber eine ganze Reihe Verstöße gegen die Wahl- vorschristen erörtert, mit dem Wunsche, daß in Zukunst die Bestimmungen besser eingehalten werden. Von den neu eingetretenen Mitgliedern werden vereidigt Krapp-Sickenhofen, Leidtke-Tarm- stadt, Strack-Birkenau, Major von Teichmann-Darmstadt und Wahl-Beienheim. Es folgt die Beratung über das Gesuch evangelischer Organisten und Chordirigenten in Hessen, um Neuregelung der Anstellungs- und Gelmltsverbältnisse für die kirchen- musikalischen Aemter. Der Ausschuß hat beantragt, in Verhandlungen über? die in dem Gesuch gestellten Mnzelanträge nicht einzugehen, dagegen die Kirchenbehorde zu ersuchen, mit der Staats- behoroe wegen der Aufhebung des Art. 50, wonach der Lehrer zur Ucbcmabmc des Organistendienstes verpflichtet ist, zu verhandeln. Pfarrer Dr. Diehl begründet im Namen der Ausschußmehrheit den Antrags, während für die Minderheit D. Schmitt spricht und beantragt, den Art. 50 nicht aufzuheben, wenn die Staatsregieriing dies nicht freiwillig beantragt. Im Namen der Kirchenbehorde gibt Oberkonsistorialrat D. Petersen eine längere Erklärung ab, in der er feststellt, das; auf Anregung der Regierung Verhandlungen über die Aushebung des Artikels stattgefunden haben. Tas Oberkonsistorium ist nicht gegen die. Aushebung, hat aber doch verschiedene, wichtige Bedenken. Es entspinnt sich eine lebhafte Aussprache, an der sich die Synodalen Fritsch, Schmeckenberger, Schlosser, Wagner, D. Diehl, D. Eger, Dr. Lucius, Oberkonsi- storialpräsident Nebel u. a. beteiligen. Schließlich kommt ein Kompromißantrag zustande, danach soll in eine Erörterung der Einzel- anträge, solange nicht eingetreten werden, als die Regierung nicht besondere Anregung dazu gibt. Bei Aufhebung des Art. 50 sollen die kirchlichen Interessen und Rechte in jeder Beziehung gewahrt und die Regierung ersucht werden, besonders auch die kirchenmusikalische Ausbildung auf den Seminaren weiter zu pflegen. Außerdem soll eine angemessene Zeit zum Uebergang in daZ neue Verhältnis vorgesehen werden. Provirrzial-Ausfchutz der Provinz Dberhessen. L. Gießen, 3. Juni. Anwesend: Geheimerat Dr. Usinger, als Vorsitzender und sechs Mitglieder. Beginn 31/?, Ende 7‘/2 Uhr. 1. BesetzungdermittlerenKanzlei-undUnter- beamtenstellen bei der Stadt Gießen mit Militäranwärtern. Das Bezirkskommando Gießen hatte beanstandet, daß die Stadtverordnetenversaurmlung zu Gießen es abgelehnt hatte, folgende Stellen im städtischen Dienst in das Verzeichnis der den Militäranwärtern vorbehaltenen Stellen aufzunehmen und zwar: Wiesenwärter, Maschinist im Schlachthof, Trichinenschauer, Straßenwarte, Stadtgärtner, Maschinist bei der Kläranlage, Straßenmeister, Lagerverwalter und Aufseher im Stcinbruch, Materialverwalter tm Gas- und Wasserwerk. Auf Veranlassung des Kreisamts Gießen als Aufsichtsbehörde beanstandete die Bürgermeisterei Gießen diesen Beschluß. Da die Sache nach dem 1. Llpril d. I. rechtshängig geworden war, hatte der Provinzialaussckmß über diese Beanstandung zu entscheiden. Er erließ folgendes Urteil: Der Beanstandung ist teilweise stattzugeben. Es sind in das Verzeichnis der den Militäranwärtern vorbehaltenen Stellen aufzunehmen die Stellen des Wiesenwätters, der Trichinenschauer und der Straßenwarte gemäß 8 3 Ms. 1 Nr. 2 der Anstellungsgrundsätze, die Stellen des Straßenmeisters, des Lagcrverwalters und Aussehers im Steinbruch und des Materialverwalters beim GaS- und Wasserwerk gemäß 8 5 der An- ftellungsgrundsätze. Dagegen wird der weiteren Beanstandung bezüglich der übrigen Stellen keine Folge gegeben. 2. Beschwerde deZ Georg Kipp IV. zu Ockstadt gegen d i e Bürgermeisterei Ockstadt über bie Zuteilung von Allmendgrundstücken. G. Platz II. zu Ockstadt hatte auf sein, aus zwei getrennt liegenden Grundstücken bestehendes, Allmendlos verzichtet. Nach Mn Tode seines Vaters ließ er sich dessen Allmendlos, das aus einem Stück bestand, übertragen. Jnzwisckien war an G Kipp die Reihe gekommen, ein Mlmendlos zu erhalten. Die Bürgermeisterei übertrug ihm das durch den Verzicht des Platz freigewordene Los. Hiergegen hat sich Kipp beschwett. Der Kreisausschuß Friedberg gab der Beschwerde statt und entschied, daß Platz und Kipp mit ihren Losen zu tauschen hätten. Die Kosten des Verfahrens wurden der Gemeinde Ockstadt gemäß Art. 70, 71 der Kreis- und Provinzialordnung auferlegt. Gegen die Kostenauferlegung verfolgte die Bürgermeisterei Rekurs an den Provinzialausschuß. Er wurde als unzulässig vettvorfen unter Verurteilung der Gemeinde in die weiter entstandenen Kosten einschließlich der der anwaltlichen Vertretung deS Platz und Kipp. 3. Gesuch des Heinrich Oestreich zu Gießen um Erteilung der Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft i n dem Hause Wetzlarer Weg 77. Stadtverordnetenversammlung und Polizeiamt batten sich gegen daS Gesuch ausgesprochen. Ter Kreisausschuß Gießen lehnte es daher mangels Bedürfnisses ab. Ter hiergegen verfolgte Rekurs wurde von dem Provinzialausschuß heute äks unbegründet kosten- fällig verworfen. Aus Statt und (and. Gießen, 4. Juli 1912. **Taae?kalender für Donnerstag, 4 Juli Ober* Hess. Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Abends 8V, ubr Vortrag im Physik. Jnstttttt. • * ♦ In Audienz empfangen wurde vvm Groß. Herzog am Mittwoch u a Kreisamtmann Tr H o ß von Lauterbach, ttittmelfter ä la suite der Armee LeopoldP r i n z zu Isenburg und Büdingen-Bierstein rmdDrikn Röschen zu Freienseen. * * Pfarrpersonatien. Ter Großherrog hat dem zweiten Pfarrer zu Grünberg Fritz Schmidt die erste evang. Pfarrstetle daselbst übertragen. * * Prüfung sstatistik. Der Prüfung für die mittleren Stellen im Finanz fach unterzogen sich im Frühjahr d. I. 25 Kandidaten, davon 8 ohne Erfolg. Bon den 17 Bestandenen erhielten 3 die Note „Gut", 2 „Im ganzen gut" und 12 „Genügend". * * Berufung eines Gießeners. Der besoldet- Maaistratsassessor Dr. Hch. Kühn in Rendsburg, ein geborener Gietzcner, ist auf 12 Jahre zum Beigeordneten und stellv. Bürgermeister von Berlin-Ob er schönweide gewählt wvrden. Für die Stelle waren 117 Bewerbungen eingegangen * * Neue Wohnhäuser. Im abgelaufenen Vierteljahr sind vom Hochbauamt 11 neue Wohnhausbauten gegen 13 int gleichen Zeitraum deS Vorjahres genehmigt worden * * T i e nächtliche Kanalreinigung ist jetzt wieder in Angriff genommen. Diese Arbeiten werden bei Nacht angeführt, um den Tagesvcrkehr auf den Straßen dadurch nicht zu behindern. **20Jahre Sonntagsruhe. Am^l. Juli waren 20 Jahre vergangen, seitdem in unserer Stadt die noch jetzt gütige Sonntagsruhe für den Geschäftsverkehr eingeführt wurde. Am .27. Juni 1892 machte das Polizeiamt bekannt, daß die von der Stadtverordnetenversanun- tung beschlossene Ortssatzung über die Sonntagsruhe müdem 1. Juli in Wirksamkeit trete. In den vergangenen 20 Jahren ist wiederholt vergeblich versucht worden, die vierstündige Verkaufszeit (von 10 Uhr vormittags bis drei Uhr nachmittags) an Sonntagen auf zwei oder drei Stunden herabzumindern. Besonders die Geschäftsinhaber, die mit Landkundschaft arbeiten, sind gegen eine Verkürzung der Verkaufszeit an Sonntagen einaetreten unter dem Hinweis, daß allein in Rücksicht auf Die Konkurrenz der benachbarten Städte eine Aenderuna der Geschäftszeit an Sonntagen für Gießen Schaden bringen würde. ** Das 4. Abo nn ementskonzert in Steins Garten war ebenso wie die vorhergehenden sehr gut besucht und erhielt durch die Mitwirkung d^s hervorragenden Deutsch-Amerikanischen Männer-Quar- tetts noch eine besondere Note. Das Quartett, das vor allem über einen ausgezeichneten Baß verfügt, trug einige Volkslieder vollendet vor und erzielte sehr lebhaften Beifall. Das übrige Programm, das Obermusikmeister Lüder wieder sehr glücklich zusammengestellt hatte, konnte sich ebenfalls eines starken Beifalls erfreuen. Als besonders gelungen heben wir hervor Drei Stücke aus Sigurd Jorsallar von Eduard Grieg, dem geistvollen Norweger, die Große Phantasie aus Cavalleria rufticana, und den Marsch der Kurbrandenburg von C. Zimmer. •• I m Kun st verein sind neu auSgcllellt Sammlungen von Pros. Alfred Sohn-Net Hel, Paris, Prof. Adolf Beyer und Anna Beyer, Darmstadt, Auch hat unser einheimischer junger Künstler Willy Woelke einige Arbeiten der Plakatkunst und buchgewerbliche Entwürfe ausgestellt. Ferner konnte den Wünschen unserer Kunstfreunde wiederum dadurch entsprochen werden, daß eine neue Serie Klmger- Originalradierungen aus hiesigem Privatbesitz der Ausstellung überlaffen wurden. ** Ob erhessis che Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, Naturw. Abteilung. Heute abend findet im Hörsaale des Physikalischen Jnstttutes, Stephansttaße 24, eine wissenschaftliche Sitzung statt. Herr Dr. Klinghardt wird über „bie zentralafrikanischen Seen und der Baikalsee als zoologisches und geologisches Problem" sprechen. Landkreis Gießen. O Treis a. d. Lda., 3. Juli. Der Lumdatal- Sängerbund hielt am vorigen Sonntag hier sein diesjähriges Waldfest ab, zu dem alle zum Bunde gehörigen Vereine erschienen waren. Die Musik wurde von einem Teil der Friedberger Musikschule auSgesührt. Schreinermeister Kehr, der Schriftführer des hiesigen Gesangvereins „Lieder- kranz*, begrüßte auf dein schön gelegenen Festplatz die zahlreich erschienenen Jestgäste, Lehrer Schmidt-Keffelbach hielt eine sehr ansprechende Festrede, Lehrer Walter hier sprach auf Kaiser und Großherzog. Untermischt mit den von den einzelnen Vereinen zu Gehör gebrachten Choren und den hübschen Darbietungen deS hiesigen Turnvereins entwickelte sich dann am Fuße deS TotenbergeS ein lebhaftes Festtreiben, das bis gegen Abend anhielt und dann nut einem Tänzchen in Benners Saal beendigt wurde. Kreis Friedberg. 1^ Friedberg, 3. Juli. Heule abend sand in der Stadtkirche eine Abendmotette statt. Dieses 19. Volks- Kirchenkonzert wurde von der evang. Chorschule veranstaltet, die jetzt 30 Jahre besteht. Außer dem Organisten der Kirche, tmd dem Verein ehemaliger Chorschüler wirkten noch zwei Solistinnen von Frankfurt mit. — Die Neubauten an' unserem Bahnhof schreiten rüstig voran. Der Wasserturm ist vollendet und die Maschinenhalle im Rohbau fertig. Seit einigen Tagen ist das EmpsangSgebäude abgesteckt. Starkenburg und Rheinhessen. (!) Mainz, 3. Juli. Tie seitherigen hohen Kar< tosfelpreise sind in ben letzten Tagen um 30 bis 40 Prozent zurückg eg angen, was durch die reiche Gemüseernte und die Einfuhr neuer, ausländischer Kartoffeln bedingt ist. Die Marktpreise für Gemüse, Bohnen und dergleichen sind zurzeit außergewöhnlich nrebria. Hessen-Nassau. fc. Weilburo a .d. L., 3. Juli. Die Ueberfüchamg der Leiche des Großherzogs Wilhelm IV. von Luxemburg nach Weilburg wird am 25. Juli d. I. erfolgen und hier in der Familiengruft der Walramischen Linie des Hauses Nassau bergesetzt werden neben den Großeltern, dem Herzog Wilhelm v. Nassau und der .Herzogin Luise, geborenen Prinzessin von Sachsen-Altenburg. h. Frankfurt a. M., 3. Juli. Em hiesiger Arzt, der als scharfer Jmpfgegner bekannt ist, hat sich bei der Behandlung einer pockenkranken Frau eine ziemlich schwere Pockenerkrankung zugezogen, von der auch mehrere Familienmitgliader bereits ergriffen sind. Während sich der 2lrzt einer Impfung nicht unterzog, hat er dagegen seine Kinder nunmehr impfen lasten. $d)rocre$ Grubenunglück. Aus der Zeche „Osterfeld" der „Gute Hoff7ru7rgshütte"^ fand yeittrn mittag 1 Uhr in einem Aufbruch zwischen zwei Flötzen. beim Scbüßen tute Schlagwetterexplosio n statt, wobei 16 Bergleute getötet und einige verletzt mürben. ? b/ r hau s e n 3 Juli. Bis 6 Uhr abends waren auf der ,cche v nn^etb" 16 Tote und sechs Verwundete geborgen^ rm ben Verwuirdefm cnd zwei schwerer verletzt, die übrigen1 Bergleute der Belegschaft sind in Sicherheit. Die Zechenv«-' Weber. * hve/, Freäbank BS Xreiizitaditr | la. Johanni*-, Machei- u. Himbeeren tägl. friach zu billigsten Tagespreisen. zu erheblich herabgesetzten lote Dienstag u. Hreitag von 9 Uhr an frischen Prass Die Ziehung der I. Klasse 227.Lotterie beginnt am 10. Juli 1912 4436 |1 Rabattmarken werden trotz der Preisermässigung für Barzahlung 4544 gewährt. fielt. t GenlUie- tassl«papi 101 s Handtücher Tischtücher Servietten Gläsertücher Taschentücher Schlafdecken Steppdecken Bettüberdecken Bett-Damaste Hemdentuche Halbleinen Bettuchleinen Pikees Bett-Kattune Schürzenstoffe Blusenstoffe Damen-Wäsche Herren-Wäsche Kinder-Wäsche Bett-Wäsche Unterzeuge Damenschürzen Kinderschürzen Zierschürzen Schürzen jeder Globus- Putz-Extrakt Buchacker Neuen Baue 11 Fernsprecher 877 für Natur« lung. 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Als Kampfrichter fungierte von diesem Verein Hermann ^orenz. nm Montag nahmen die 'Llympisci>cn Sonderwellkamme ihren Antang. Z. Unterstützung d. Tätigkeit der Haru- nnd Nicrenwegc trink. Sie mit bestem Erfolg Blusen- u. Xieren-Tee (Fol. uv. ur.) bei Stein und Griesbilduug. Vak. 1 Mk. mier-Drogerie,gEli'0eÖ 138791 Neue Kartoffe vr.Oualität,emvsieblt billigst cy Moitol Tonnen,tr. 6 1(5» rveliei, Tel. 88. '"«««ich 13 fi T Ql& Nur Waren guter, bewährter Qualität Preisen Kleine Tageschronik. Nach Unterschlagung von 14 000 Mark amttübcn Gridern ist der 41jährige städtische Steuererheber Karl Schmidt in Berlin flüchtig geworden. In einem an serne Frau gerichteten ANN nar er angegeben, er Hobe seiner Wettleidensckmt mcht widersteh können und sich yi Unterschlagungen verleiten lasten. Es bliebe ihm nichts anderes übrig als den Tod zu suchen. onnnnn Der Buchhalter Geb, der nach Veruntreuung von 200000 Mark anS Düsseldorf flückstete, wurde auf der Prinkivo- 3 nf el im Marmara-Meer verhaftet und nach Konstantinopel gebracht. Man fand bei ihm noch 180 000 Mark. Der Konsularbeamte, der die Verhaftung veranlasste, erhielt eine Belohnung von 1000 Mark und neun Prozent der wicdergcsundenen »ummc, also im ganzen 19 000 Mark. 4tuS ?)t eni scheid wird gemeldet: Am Montag nachmittag wurden fünf Kinder im Alter von b bis 8 Jahren, die tm Walde spielten, von einem Wolkenbruch überrascht, "lls sie unter eine Brücke flüchteten, wurde» sie von dem anschwellenden Wasser s o r t g e r i s s e n. Während sich die drei älteren zu retten vermochten, ertranken ein fünfjähriger und ein sechSiahrigcr ^"0 Mit der Festnahme von drei verdächtigen Personen glaubt die Hamburger Polizei einen für den Diebstahl der Kölner K a i s e r k e t t e wichtigen tzang gemacht zu haben. In dem Besch eines der Verdächtigen wurde ein zuwmmengeichmolzener Metall- klumpen gefunden, den er selbstals Messing bezeichnete, der aber von Saäwcrständigen als feinstes Dukatengold erkannt wurde. Aus Itzehoe wird gemeldet: Aut dem Lockstedter Lager wurden durch (inen fehlgegauaenen Schutz, bet in den Beobachturgs' türm erndrang, Oberleutnant Ä önig vom Laucuburgiick?n .nw- enb i°"d i" $ieii5 19. SBolt«' schule otranMW. janiden b« » roirtlm < q]eubai|len an Der Wassertum ,hbau fertig' fa? ,bie Noch Ä ^n. , bas Polizei- ^cnhcrfaaian. ^^^g^ruh^ mit vergangenen Horden, die ttags bis drei 'e.r drei 6tun- tsinhaber, die e Verkürzung iter dem hin- rrenz der be. Ichastszeü an nirbe. t in Steins sehr gut be- hervvrragen- ner-Ouar- ittett, das ror 9t trug einige lebhaften Bei- likmeister Lö- : hatte, konnte !N. Als beson- cke Ms Sigurd eiswollen Nor- rusticana, und immer. llt Sammlungen ri§, Prof. Slbolj Auch hat unjer einige Arbeiten ürse ausgestellt. iunde wiederum e Serie Klinger- j der Ausstellung artiNerieregiment Nr. 45 , S bamt fcM. Sein Bruder und seine Mutter wurden als Muchiuldrgu verhaftri^ In einem Militärlager am W i ll m an stra n d wurden durd, Blitzschlag fünf russische Soldaten getötet. Zehn sind schwer, viele leicht verletzt worden. cnrr«. Bei einer Uebung im Pulstertal schlng der Blitz m eine Abtellung Soldaten. Ein isoldat wurde getötet, cm anderer schwer verletzt.__ I nep 1I* 4__ LUbB TCT10.- M.20.- 1.40.— MgchmeNLW Prof. I»,-.Grunwalds Ent- haarungsvulver,DoseM.12)0. Nieder l.: Pelikan-Avotheke. 3323 Letzte Nachrichten. Die hkfsifche Besoldungsvorlage. bs. Darmstadt, 4. Juli. Die Zweite Kammer setzte heute die Beratuna über die Besoldungsvor- l age fort. -Abg. W o lf-Strecken (Bbd.) sagt trotzdenr seine Partei bei den Beamten und Lehrerit nrcht belrebt sei trete sie für die Gewährung einer Teuerungszulage ein. Im übrigen seien seine Freunde gegen ^ede weitere Erhöhung der Beamtengehälter. Nach weiteren ^u-.'füh- rungen des Abg. -Henrich, des GehcimeratsDr. Decker und des Finanzministers Dr. Braun schlugt die all qLm3nC Ler^Euizelberatung spricht zunächst .Abg. Dr. greift den Zahnschmelz nicht an, entfernt den Weinstein. Tube 50 Pfg. nur Ine» Central-Drogerie Emil Karn, WchiilMtr. Giotil reinigt und bleicht die Wäsche mühelos, ohne Einfeifen, ohne Reiben, ohne Rasen-Bleiche ist vollständig frei vonChloru. sonstigen schädlichen Stoffen u. greift daher d. Wäsche nicht an Per Bakel nur tzO Psg., Lrabrikanren Hanauer Selsensabril I. Gioth, G. m. b. H Niederlage bei: (sbrnt. 2(r= nold Nacks.. Stevbamtr. 42, Wilhelm Wagner, Stein’ straffe 45.__ll^'i »S!j Hon der "'jm ganzer. Zwiebeltuchen vrot- u. Feinbäckerei Sommer, Bismarckttrafre 86. 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Juli, lieber Die Schlaawettererploiwn auf dem Schockt „Cftcrielb" wird nock ,gemeU>et: Sämtlich ^töteten und Verletzten und «eborgen D;e Erploiwn f^ aus der vierten Tiesbausohle in dem nordwestlichsten Teile un Revier c> der Zweiten westlichen Dauabteilung statt, z sichtlich daraus zurückznführen, dan. m Ausbruch beim Schletzen mittels der elektrischen Zündmasänne schlagende fetter ow- schossen wurden. Tie Verunglückten wilden teils an der Unfalls stelle selbst, teils in unmittelbarer Rabe aiifgtfunben. eie dürsten juni größten Teile in den Nackschwaden erihdt sein. Essen, 3 Juli. Auf der Zeche „Gustav" ereignete sich eine schwere Explosion. Mehrere Tote wurden bereits nebotgcii Tie Explosion erfolgte in der Benzolsabrik. Auch die Ammoniaksabrik wurde in Mitletdeiticl>ast gezogen^_____ Sport. — Radsport Bei den vom Radfahrer-Verein Wetzlar «'nläsÄich feines 2b jährigen Bestehens am vergangenen Sonntag Montag ausgeiragenen sportlichen 2Lettbewerben,errang der Gienen er Radfahrer-BereiN 1885 beachtenswerte Enolge.» Im Lre^koriofalTran wurde ihm der l. Prei-?, denn Radballspiel der 3 'Brei* ' Mannschaft Schönhals-Euler) zuerkarmt. B^r der Aorn adrt Wetzlar-Saalburg nnirbe Rud^ Schvnhals Dritter, C ^ompf fünfter und E. Unverzagt Sechster. Die Prn.se sind im Sck-au'riister der Firma E. Loos, Kirchenplatz, ansgesteNt. Die preisgekrönte 5torsomannschast wrrd kommenden Sonntag an dem Turnersesuug tcilnehm.en. - , * Reitivort «füll' verren vom (Siebener Leiter- Verein haben einen dreitägigen Ritt unternommen. TieJZour f ihrte am Sonntag nach Friedberg, am Montag von onet'- bcia über ‘lieaenberq, Brandoberndori nach Braun fel«. 21 m IHiten Tag' wurde die Strecke Braunfels, Leun, EhrmgShaufen 'Till-, Nieder-Lernp, Altenkirchen, t>otien|olm8, Bieber, Äieffen urückgelegt. Zusammen wurden ungefähr 160 km geritten. ♦ Athletik Bei dem am Sonntag abgel-altenen Des fischen Athleten-Verbands'Wett st reit zu Kassel errangen von den Mitgliedern des A t hl e t i k s po r tv er e ins (tzieben unter 196 Konkurrenten folgende Prei|e: Ten 1 Preis, die silberne Verbandsmedaille und den El)renpreis rm Schwer- Dr. Oetker’8 Backpulver Dr. Oetker’8 Puddingpulver Dr. Oetker’s Vanillin-Zucker etc. etc. Ueberall tauchen Nachahmungen davon auf. Die kluge Hausfrau achte beim Einkauf daher darauf, nur die echten Fabrikate zu erhalten mit dem Namen »Dr. Oetkers“ Ueberall zu haben! 1 Päckchen 10 Pfg. 3 Stück 25 Pfg. Zum Gauturnfest empfehlen Fahnen, Flaggen und Banner in allen Nationalfarben Fahnenstoffe, -Stangen Spitzen und -Kordel J. H. Fuhr, Sonnenstr T ödes-Anzeige Stockhausen, am 3. Juli 1912. Die Beerdigung findet am Samstag nachmittag 2 Uhr in Stockhausen statt. - Der Grabenvorstand und die Direktion der Gewerkschaft Lose und Ilsdorf. Emil Wlünker D‘/r Die tieftrauernden Hinterbliebenen. 4651 Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren innigst geliebten, treusorgenden Gatten, Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn eMsef Zeller, Betriebsführer heute nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden im 62. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzurufen. Gestern verschied zu Giessen nach kurzem, schwerem Leiden unser langjähriger Betriebsführer der Grube „Hoffnung“ Herr Josef Zeile? 25 Jahre lang hat der Verstorbene das ihm übertragene Amt zur vollsten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten geführt. Seine unermüdliche Pflichttreue, sein grosser Fleiss, verbunden mit seinem geraden biederen Wesen halfen ihm seinen verantwortungsvollen Posten stets auf das Beste auszufüllen. Der oberhessische Bergbau verliert mit dem Entschlafenen einen seiner erfahrendsten Kenner; wir neben unserem Beamten einen ausgezeichneten Menschen, der uns sehr nahe stand. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. «Macao CHOCOLADE L EXTRACT leichtverdaulich, nahrhaft und daher ganz besonders für magenschwache Personen geeignet. ' V) J