162. Jahrgang Zweiter Blatt Hl. 54 Gießener Anzeiger Erscheint tSgUch mit Ausnahme M Sonntoflk General-Anzeiger für Oberheffen Tie „Gleßener Kamillenblätter- roerben dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, bat „Krthblatt fflr den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Tie „randwirtschaftlichea Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal. Montag, 4- Alarz 1912 tRetattonlbrud und Verlag der vrübl'schen Universität- - Buch- und Steindruckerri. 8t Lange, Dießen. Redaktion, Expedition unb Druckerei: Schul« straße 7. Expedition unb Verlag: 51. Redaktwnr^HSllL rel.-Adr-'AnzeigerDteßen. Mb. Deutscher Reichstag. 18. Sitzung, Sonnabend, den 2. März. Am Tische des BundeSratS: Delbrück. Das HauS ist schwach besetzt. Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 15 Minuten. Der Etat des Rekhsamfs des Unnern. (Vierter Tag.) Abg. Schmidt-Berlin (Soz.) beginnt mit Ausführungen über das Wesen der Syndikate und äußert sich dann zur gegenwärtigen Lage im Bergbau. Tic Arbeitcrschicht des Bergbaus hat heute noch nicht die Löhne wie 1907, trotz der gesteigerten Kosten der Lebenshaltung. Die Arbeiter werden mit ihren Ansprüchen auf höheren Lohn zurückgcwiesen, aber im selben Augenblick bedingt sich daS Syndikat höhere Preise für die Kohle aus; für die Arbeiter ist der Tisch ni.cht gedeckt, die sind die Sklaven des Kapitalismus, aber die Syndikatsherren, für die sind die Profite. Und in dieser Lage sind die Arbeiter uneinS, zerrissen der Zusammenhalt der Organisationen gegenüber der Geschlossenheit der Unter, nchmer! Die Schuld trägt die christliche Gewerk, s ch a f t ö o r g a n i s a t i o n. Sie leistet dem Interesse des Kapitals damit Vorschub. Der Staatssekretär Hal seine Sympathie für Tarifverträge und seine Mithilfe erklärt. Ihm wird in nächster Zeit auf dem Gebiete des Bergbaus sich sehr bald die Möglichkeit dazu bieten. Aber ich bitte ihn, sich an das Bei- spiel seiner englischen Kollegen zu halten und nicht zu warten, bis er angerufcn wird, sonoern selbst die Jni. tiative zu ergreifen. Dabei wird er Gelegenheit haben, einmal zu zeigen, daß er nicht nur als Dekorationsstück auf den Banketten der deutschen Unternehmer dient, sondern Einfluß auf die Untcrnchmcrorganisation hat. Wir wollen abwarten, ob cs möglich sein wird, diesmal die Herren vom Bergbau einmal unter de in Einfluß eines Staatsmannes zu Verhandlungen mit den Arbeitern zu bringen; große Hoffnungen habe ich nicht. Während die Syndikate Produktion und Bedarf in Einklang bringen, Regelung und Ordnung in die Arbeit, nimmt sonst die Unsicherheit und Planmäßigkeit auf dem Arbcitsmarkt immer schärfere Formen an. Tic Saison- industrie wird immer umfangreicher, immer mehr Arbeiter müssen aus ihrem Heim, um bessere Arbeitsgelegenheit zu suchen — das ist Ihr geordnetes Familienleben! Der Redner greift den Frhrn. von Gamp an und die mit dies.'m in Beziehungen sichenden Vayerschen Farbenfabriken. Erfreu!ich war die Erklärung des Staatssekretärs gegen eine weitere Beschränkung des Kon- litionsrcchtS; aber die Arbeiter müssen gegen die Zumutun- gen von Unternehmern geschützt werden, die ihnen verwehren, von ihrem KolitionSrccht Gebrauch zu machen. Ter Redner spricht über die Arbeitsverhältnisse in der Landwirtschaft und ersucht den Staatssekretär um Mitteilung der statistischen Ergebnisse über den Schulunterricht auf dem Lande. Tann polemisiert er gegen die Rede des Grafen PosadowSky über die Sozialdcmo. kratie Staats-, Kommunalbctriebe.'Aktiengesellschaften, das ist die Bahn dec Auflösung und Ablösung deS privatkapitalistischen Eigentums. An diese Entwicklung lehnt sich die Sozialdemokratie an. Man braucht nicht von Verelendung zu sprechen, wir sind vorwärts gekommen, aber nur bescheiden; große Schichten, die noch keine Organisation haben, sind unberührt. Ohne gewerkschaftliche Organisation kein Aufstieg. , Auch die Mitte'st andsfrage ist nichts als Organ'. sationSfragei Nur die Organisation tann den technischen Fort, schritt, die Motorkraft auSnützen. Tie Angcstclltcnbewegung ist ohne, daß wir uns sehr bemüht hätten, zu uns gekommen; daS praktische Ergebnis der Organisationsarbcit führt eben überall zu unS. Im Reichsamt des Innern wird gegenwärtig in sozialpolitischen Dingen nichts oder sehr wenig ge. feiltet. Was ist auf dem Gebiete des HeimarbeiterschuyeS im Anschluß an daS HausarbcitSgcsctz geschehen? Der neue Weg, den der Staatssekretär an Stelle der Bundesratsverordnungen jetzt geht, ist ein Rückschritt: daß der eine diese, der andere jene Anordnung gibt, und daß vor allem die strenge Kontrolle fehlt, und die strengen Anforderungen, die eine Verordnung oder ein Gesetz stellt. Kein Wort des Staatssekretärs darüber, daß den Anregungen des Beirats für Ar b e i t e r st a t i st i k, betr. die Binnenschiffahrt, die Wäschereien usw. Folge gegeben wird. Hat der Beirat für Arbeiterstatistik seine Arbeit beendet? Augen- blicklich liegt ihm nicht eine einzige Aufgabe vor. Weshalb veran- staltet man nicht Engueten über die chemische Industrie, die Blei. Weißgifte, die ländliche Arbeiterfrage? Und in wie weiter Ferne ist daS Thcatergcsetz? An den Organisationen der Bühnen- genosscnschaft geht man achtlos vorbei! Tie Acrzte werden bei der Regelung ihres Vertragsverhältn'sses mit den Kassen vermut- lich die Regierung zu einer Novelle zur Reichsversichcrungsord- nung nötigen. Kämpfen Sie gegen die Sozialdemokratie, aber lassen Sie ihre Aechtungl Abg. Graf Earmer-Zieserwih (Kons.)? DaS Vorgehen gegen die W a n d e r l a g e r ist eine alt» Forderung meiner Partei. Sic sollten nur da zugelassen werden, wo nach Angabe der sachverständigen Behörden, wie Handels- karnmrn usw. ein Bedürfnis vorhanden ist. Und man sollte die Altersgrenze hoher sehen, nicht daß jeder 25jährige berechtigt sein soll, das Wandcrlagcr. und Hausiergewerbe zu ergreifen; man sollte das auf die nicht mehr recht Arbeitsfähigen beschränken. Der Weg, den die Regierung in Sachen eines Beitrags der Industrie zu den Kosten der Lehrlingsausbil. düng vorschlägt, reicht nicht aus. Bei Verhandlungen von Fall zu Fall zwischen Handels- und Handwerkcrkammcr ist die letztere als der allein fordernde Teil der Industrie auf Gnade und Un- gnade preisgegeben. Wir halten eine gesetzliche, einhitliche Rege- lung für nötig. Eine Außnahmebcsteuerung der Konsum, vereine fällt mir nicht ein; man sollte sie aber zur Korn, munal- und Staatssteuer ebenso heranzichen wie ihre Kontur- reuten, die privaten Gewerbe- und Handelstreibenden; das ist nur ein Ausgleich. Die Sonntagsruhe in,Kontoren sollte ganz eingeführt werden; für offene Ladengeschäfte kann man aber Groß, und Kleinstadt, Groß, und Kleinladen nicht gleich behandeln. Die Ankündigung des Gesetzentwurfs über die Versicherung der Feuerwehrleute usw. begrüßen wir mit besonderer Freude, da dadurch eine alte Forderung meiner Partei erfüllt wird. Tie Behauptung, daß das Bauernlegen in stärkerem Maße betrieben wird, ist falsch. Im Gegenteil, in der letzten Zeit ist die Schaffung kleinbäuerlicher Betriebe in erhöhtem Maße vor sich gegangen. Seitdem cs den Kleinbauern besser geht — und oas ist seit dem Bestehen des neuen Zolltarifs der Fall^— denken sie gar nicht mehr daran, ihre Scholle zu verlassen. (Sehr richtig! rechts.) Gegen die A u s w ü chs e der A r b e i t s . einsrcllungcn und der A u s s p c r r u n g e n^ müyen wir entschieden Front machen. Wir sind gewiß für Sicherung der Koalitionsfreiheit, aber einen werteren Ausbau, wie ihn dic Freisinnigen verlangen, halten, wir nicht für notwendig. Wir lehnen deshalb die Resolution der Volkspartei ab. Die starke Zunahme der Streiks kommt daher, daß die Sozialdemokratie zufriedene Arbeiter nicht haben will: Lohnforderungen spielen da meist keine Rolle, sondern das Machtgelüst der Gewerkschaften. (Sehr richtig! rechts.) Die Arbeitgeber sind ja nicht mehr Herr in ihrem Hause, daS sind die Gewerkschaften mit ihrem Terrorismus und ihren Bedrohungen gegen die Arbeitswilligen und deren Familien. Ter Zentralverband deutscher Industrieller hat dem Reichskanzler ja kürzlich ein reichhaltiges Material darüber unterbreitet. Mir sind zahlreiche Briefe von Arbeitswilligen zugcgangen mit Klagen über die Bedrohungen und Streikvergehen, aber mit der Bitte, ibre Namen nickt zu nennen (Hörtl Hört! rechts, Gelächter der Soz.), weil (Zuruf der Soz.: alles erlogen ist!) — ich bin anderer Ansicht. Wird hier nicht Wandel geschaffen, dann werden diese neutralen, staatserhaltenden Elemente irre werden an der Macht und dem Willen der Regierung. (Lebhafte Zustimmung rechts.) Ich bin nicht der Meinung, daß dic Bestimmungen ausrcichcn und nur dic Gerichte nickt energisch genug sind; und der Mei. nung ist auch der Reichskanzler in seiner Rede vorn 10. Dezember, waren eö auch die Nationalliberalcn mit einem Antrag im Jahre 1899, ist die sächsische Regierung, die Hamburger Bürgerschaft usw. Die Schweiz und Amerika haben viel schärfere Bcstim. mungcn als das angeblich reaktionäre Deutschland. Wir wollen keineswegs ein Ausnahmegesetz (Lachen der Soz.); aber auf die große Revision des NeichSgesetzbuchs können wir nicht warten; die Zeiten werden nicht besser, sondern schlimmer. (Sehr richtig! rechts.) Darum ersuchen wir in unserer Resolution die verbündeten Negierungen um eine Vorlage, dic einen wirksamen Schutz der Arbeitswilligen sichert, aber un» abhängig von der großen Revision des Strafgesetzbuches. (Beifall rechts.) Abg. Dr. Thoma (Natl.): DaS Wort des Reichskanzlers, daß die Zeit mit großen Problemen und Aufgaben erfüllt fei, haben wir ernst genommen. Wir haben die erste große Aufgabe sofort erblickt in der angrknndigten Wehrvortage. Aber wir sind von jeher der Ueberzeugung, daß solche großen Aufgaben auf dem Gebiete der i n t e r n a t i o . n a I e n Politik auch getragen werden müssen von entsprechenden Fortschritten und Vorlagen auf dem Gebiete der inneren Politik, daß Roß und Reisige das Volk nach außen nur dann wirklich schützen können, wenn sie getragen werden von einer guten inneren Politik. Deshalb waren wir etwas überrascht über die unverkennbare Resignation, die aus den Worten deS Staatssekretärs des Innern in bezug auf die großen Aufgaben auf dem Gebiete der inneren Politik zweifellos hervorgeht. Wir hal« ten eine Teilung des Reichsamts des Innern in eine wirtschaftliche unb soziale Abteilung für wünschenswert; jr ein Untcrstaatssekretär, allerdings nicht als gelegentliche Vertreter des Ministers, wenn er verhindert ist, ober als Adjutanten, son< bern als St e i m g u einem eigenen Amt. Unter den großen Aufgaben, wie wir sie aufsassen, steht an erster Stelle die Woh- nungS frage; sie ist zurzeit neben dem notwendigen Ausbau des Arbciterschutzes geradezu die sozial? Frage. Tas Argument des Staatssekretärs wegen des Eingriffes in die Struktur und Aufgaben der Staaten und Gemeiiibcn kann man der Lösung einer solchen Aufgabe nicht cntgegenstellen. Gewiß ist die staatsrechtliche Struktur des Deutschen Reiches ja überhaupt kompliziert. Aber man hat diese Schwierigkeiten zwischen Reich, Staat und Koinmunen auch bei der Wertzuwachssteuer iiberlvinden können, wo man die Gemeinden auf Provision gesetzt hat. Wir- wollen gewiß die Gemeinden -ebenso wenig cinengen wie eine1 Einzelpersönlickkeit, aber wie dic Tinge liegen, müssen die Schwierigkeiten eben überwunden werden. Die Lösung ist das Erbbaurecht. Ter Staatssekretär stiehl auf dem Standpunkt des Abwartens; was der Juristentag stagen wird, will er sehen. Vielleicht hört der Staatssetretär auch -sonst ein wenig auf die Juristentage unb auch auf den Anwaltstag; aber was der Juristentag auf dem GJebiete der Wohnungs- ■fürforge bringen soll, weiß ick nicht. Er kann doch nur die zivilrechtliche Seite behandeln, aber nicht das Erbbaurecht praktisch Realisieren Wir n-trachten die Frage des Erbbaurechts als eine .vollständig einfache. Die Crux ist nichts als die Teuerung deS Grund unb Bodens. Warum ist die Wobnungsfürsorae trotzdem nicht weitcrgekommen? Weil die Beleihung des Grund und Bodens im Erbbaurecht unzulänglich, zum Teil unmöglich ist. .ES ist fast unmöglich, erste Hypotheken zu bekommen, weil die -Mündelsicherheit fehlt. Oesterreich ist vorbildlich vorgegangen mit der subsidiären Haftung des Staates. Es bedürfte dazu bei uns nur einer kleinen Novelle zum Bürgerlichen Gesetzbuch; mit einem Schlage würden dadurch Hunderte von Millionen flüssig gemacht, und das wäre eine gewaltige Aufgabe in unserer inneren Politik. Natürlich müßte auch die Zivilprozeßordnung in den Bestimmungen über Zwangsvollstreckung unb Zwangsverwaltung geänbert werden; aber das ist eine Kleinigkeit. Für die Koalitionsfreiheit gilt für uns öaS Gleiche wie für bas Wahlrecht. Sie ist ein Blättchen: Rühr mich nicht an. Tie Koalitionsfreiheit hat uns in Bayern in die Lage gebracht, am letzten Mittwoch, bei der Präsidentenwahl, so sauber, so exakt, so reinlich zu arbeiten, wie wir hier im Reichstag leider nicht arbeiten konnten. (Heiterkeit. Zuruf vom Zentr.: Machen Sie es doch!) Nun, wir werden ja demnächst hierzu auch die Gelegenheit haben. Persönlich bin ick der Meinung, daß wir hier im Reichstage ebenso exakt hätten arbeiten sollen. § 153 G.-O. erscheint uns ausreichend. Nur der Tatbestand ist in ihm nicht genügend bcfini?rt. (Zuruf: Weil sich die Zeugen fürchten!) Mein, weil eine Definition über das Koalitious - recht fehlt Es fehlt der Schutz desjenigen, der sich koalieren will, und der nicht wieder aus einer Organisation heraus- getrieben werden will. Wir haben nur eine rein negative Koalitionsfreiheit, kein positives Koalitionsrecht. Absatz 2 des § 153 stammt noch aus einer Zeit, wo man daS Koalitionsrecht gerade nicht mehr verbieten wollte, aber doch noch als etwas gefährliches erschien. WaS fehlt, ist die Rechtsfähigkeit bet Berufsvereine. Der Redner spricht für die Schaffung eines Reichs-inigungsamteS, aus Männern des praktischen Lebens zusammengesetzt, mit der Aufgabe auch der Förderung der Tarifverträge, nicht durch Zwang, sondern durch Beratung, Ausarbeitung eines Normalvertrages als Muster. Auf dem Gebiete des Reichsversicherungswesens ist jetzt eine Verdauungsperiode, aber sonst bietet die Sozialpolitik noch große Aufgaben. Zum Schluß spricht der Redner über die Maul- und Klauenseuche, die auch eine besondere Angelegenheit seines Allgäuer Wahlkreises ist. Er fordert für die nächsten zwei bis drei Jahre eine Zollsuspension und Erhöhung der bisher gestatteten Einfuhr^ifsem, sobald Tirol unb die nahe Schweiz seuchenfrei sind. (Beifall links.) Slb'i Bartschat (Vp.): Alle Parteien haben ihren Willen erklärt, dem Oand - Werker stand zu helfen. Tie enorme Teuerung trifft ihn nicht nur direkt, sondern auch mittelbar, weil der Konsument seine Bedürfnisse einschränkt und der Arbeiter seine Lohnansprücke erhebt: die Konkurrenz aber hindert den Handwerker seine Preise zu erhöhen. Mit der Mittel st andsfreundlickkeit der Konservativen ist es nicht weit her; betätigt sich der Handwerker politisch anders als konservativ, dann wird er boykottiert. Wo der Großgrundbesitz vorherrscht, gebt cs dem Handwerk schlecht; wo blühende Dörfer stehen und aufstrebende Städte, gedeiht das Handwerk. Tie politische .ilucchtschaN treibt zahlreiche Kleinhandwerker zu den Sozialdemokraten. Zweiunddrcißig Rittergutsbesitzer sitzen in der konservativen Fraktion, aber fast keine Mittelständler. Mir, dem Handwerker, hat man nachgesagt. baß ick die Großkauflcutc und die Börse vertrete! Ick vertrete jeden Stand unb bas gesamte Volk, für mich sind allgemeine Interessen maßgebend. (Sehr gut! linfs.) Der Redner, wirft dem Bund der Landwirte vor, mit seinen Warenhäusern unb Reparaturanstalten den Mittelstand zu untergraben und verteidigt den Hansabund. Er fordert reichSrcchtliche Regelung des Submissionswesens. Die Bauspckulation sollte man durch Festlegung der Buch, führung einschränken. Der größte Teil der Handwerker ist allerdings für die Durchführung des zweiten Teils des Gesetzes über bic Sicherung der Baufordernngcn, aber die Materie ist zu schwierig. Der Redner vertritt die Forderungen deS Handwc^- in bezug auf Abgrenzung von Fabrik und Handwerk, wünscht größere Freiheit in der Organisation der Handwerkskammern, und empfiehlt dem Handwerk mehr Kollegialität statt des ewigen Schreiens nach der Gesetzgebung. (Bcisall links.) Abg. Sosinski (Pole) fordert den Achtstundentag für die Bergarbeiter über Tag, bet eine brennende TagcSfrage geworden sei, dic Zuziehung der Ar- beiter zur Baukontrolle und zur Gcwerbeinspcktion unb führt Beschwerde über bie Hinderung der polnischen Organisationen ^wrch Arbeitgeber und Behörde. Des weiteren bringt der Redner Material vor über oberschlesische Wahlbeeinflus Weiterberatung: Montag, 2 Uhr. Schluß Uhr. Statistik Ser Eisenbahnen Deutschland; für 1910. Von der im Reichs-Eisenbahn-Amt bearbeiteten 3t i tistik der im Betriebe befindlichen Eisenbahnen Teutsc!' lands, abgesehen von den sogenannten Kleinbahnen, ist der die Ergebnisse des Rechnungsjahres 1910 umfassende Bd. "-1 (Verlag der Königlichen Hofbuchhandlung von E. 3. Mit ler u. Sohn) erschienen. Nachstehend werden einige wesen> liche Ergebniszahlen des Werkes mitgeteilt und den en- sprechenden Angaben aus dem vor 10 Jahren erschienenen 21. Band (Rechnungsjahr 1900) gegenübergestellt. Die Eigentumslänge der deutschen vollsvurigcn Eiü bahnen ist von 49 930 Klm. am Ende 1900 auf 59 259 Klm am Ende 1910, also um 18,7 v. H., gewachsen Von dieser Länge entfielen 1900 45 886 Klm. oder 91,9 v. H. auf Staatsbabiun und 4044 Klm. oder 8,1 v. H. aus Privatbahnen, 1910 dagegen 55 722 Klm. oder 94,0 v. H. auf Staatsbahnen unb 3537 Klm. oder 6,0 v. H. auf Privatbahnen Nach der Betriebsart waren 1900 32 278 Klm. oder 64,6 v. H Hauptbahnen und 17 652 Klm. ober 35,4 v. H. Nebenbahnen, 1910 bagegcn 34 376 Klm. ober 58,0 v. H. Hauptbahnen und 24 883 Klm oder 42,0 v H. Nebenbahnen vorhanden. Dic Hauptbahnen haben somit nur uim 6,5 v. H., die Nebenbahnen aber um 41,0 v. H. zugenommen Bei einem Flächeninhalt von rund 540 743 Qklm befliß Deutschland 1900: 49 878 Klm., 1910 dagegen bei 540858 Qklm. Flächeninhalt 59 031 Klm. vollspurige Eisenbahnen, so daß ans 100 Qklm. entfielen 1900: 9,22 Klm. unb 1910: 10,91 Klm Eisenbahnen. Aus 10 000 Einwohner, deren im Reich im erster.'n Jahr 56,00 Millionen, im letzteren 64,55 Millionen gezählt winden, kamen 1900: 8,91 Klm. und 1910: 9,14 Klm Eisenbahnen. 'Zur Bewältigung des Verkehrs standen den vollspurigen deutschen Eisenbahnen im Rechnungsjahr 1910 27157 Lokomotiven, 57 644 Personenwagen einschließlich 314 7ricn wagen und 581780 Gepäck und Güterwagen cinfrfil'i b > lich drei Triebwagen zur Verfügung. Gegen 1900 hat bei den Lokomotiven eine Zunahme von 42,4 v. H., bei den Person: > wagen von 50,0 v. H. und bei den Gepäck- und Güterwagen von 41,1 v. H. stattgesunden Tie B e s ch a s f n n g s k o ü e n der Fahrzeuge haben sich von 2404,57 auf 4003,29 Milli.'n-n Mark ober um 66,5 v. H. erhöht Davon entfallen 1427,83 Millionen Mark auf Lokomotiven und Tender, 22,31 Millionen Marr auf Triebwagen, 821,93 Millionen Mark auf Personenwagen und 1731,22 Millionen Mark auf Gepäck- und Güterwagen Von den eigenen und fremden Lokomotiven und Triebwagen sind im Jahre 1910 in Zügen, im Vorspanndienst, bei Leerfahrten und im Rangierdienst 1098,84 Millionen, mithin auf 1 Klm. der durchschnittlichen Betriebslänge 18 649 Lokomotivkilometer zurückgelegt worden; davon wurden 721,23 Millionen als eigentliche Nutzkilometer, d. h. zur Beförderung von Zügen geleistet. Gegen 1900 haben die Lokomotivkilometer um 44,5 v H., die Nutzkilometer um 40,9 v. H. und die auf das Kilometer Betriebslänge entfallenden Lokomotivkilometer um 21,9 v. H. zugenommen. An Zügen entfielen auf das Betriebskilometer: 1900 ..... 9 797 oder täglich 26,84 Züge 1910 ..... 11 752 „ „ 32.20 „ Die eigenen und fremden Personen, Gepäck Güter unb Postwagen int ganzen haben aus den vollspurigen Bctriebsstr vt! int Jahre 1910 28 230,69 Millionen und auf 1 Klm. der durch schnittlichen Betriebslänge 479 123 Wagenachskilometer geleistet. Auf die Personenwagen entfielen hiervon 7743,28, av die Gepäck- und Güterwagen 19 960,03 und auf die Postwag :i 527,38 Millionen Achskilometer. Gegen das Jahr 1900 ist -"ii Wachstum zu verzeichnen: bei den Wagenachskilometern im gan" i um 50,2 v. H., bei den Personenwagen um 85,9 v H.. bei den Gepäck- und Güterwagen um 40,2 v. H. und bei den Postwagen um 37,0 v. H. Die auf das Kilometer Betriebslänge entfallende Anzahl Wagenachskilometer hat sich um 26,7 v. H gehoben. Von den auf eigenen und fremden Betriebsstrccken geleisteten Achskilometern der eigenen Wagen entfielen auf eine Personen wagenachse 49 505, eine Gepäckwagenachse 49 430 unb eine Gitt r- wagenachse 16 424. Die befördert e Nutzlast, die sich aus dem 6' 1 i ■ der Personen nebst Handgepäck (zu 75 Kg. gerechnet, des <'■ der Hunde, des Viehs und der Güter aller Art zusammen',: ! ■ t von 38 460,39 im Jahre 1900 auf 58 897,40 Millionen Tonn . filometer, also um 53,1 v. H., die tote Last (das Eigengewi "■ e Wagen, Lokomotiven, Tender, Triebwagen int gleichen raunte von 103 736,20 auf 179061,59 Millionen Tonneni meter, also um 72,6 v. H. gestiegen Außerdem wurden von b n als Frachtgut beförderten Eisenbahnfahrzeugen auf eigenen Rä rn int Jahre 1900 16,15 Millionen und int Jahre 1910 57,49 . Honen Tonnenkilometer ober 256,0 v. H. mehr geleistet if jedem Kilometer ber, durchschnittlichen Betriebslänge wurde t Jahre 1910 eine Gesamtlast von 4,04 Millionen Tonnen g 2,86 Millionen Tonnen int Jahre 1900, mithin 41,3 vH .. . . bewegt. Die ungewöhnliche große Zunahme bei der Beföroenni^ von Eisenbahnfahrzeugen auf eigenen Rädern ist Ijauptfäc l• darauf zurückzuführen, daß bei den preußisch-hessischen Sta.1 . eisenbahnen von 1909 ab auch die Leistungen der als Bai, und Betriebsdienstgut beförderten Lokomotiven, Personenwagen uio Gepäckwagen erstmals mit in Anrechnung gebracht roor.cn si w Ter Personenverkehr hat in dem Zeitraum von "i bis 1910 einen wetteren Aufschwung genommen. Im Jahre 1910 wurde eine Einnahme von 871,30 gegen 572,9.6 Millionen Mark im Jahre 1900, mithin ein Mehr von 52,1 vH. erzielt. Jedes Kilometer brachte eine Einnahme von 15 174 Mark gegen 11 760 Mark im Jahre 1900, mithin ein Mehr von 3414 Mark, oder 29,0 vH. Dagegen ist die Einnahme auf je 1000 Achskilometer der Personen- und Gepäckwagen von 109 Mark auf 91 Mark Lurückgegangen. An der Gesamteinnahme war die Einnahme aus dem Personen- und Gepäckverkehr mit 28,65 vH. gegen 28,17 vH. im Jahre 1900 beteiligt. Die eigentliche Personenbeförderung einschließlich Militär- und Sonderzüge hat gegen das Jahr 1900 ein Mehr von 284,12 Millionen Mark oder 51,6 vH., die Beförderung von Gepäck und Hunden ein solches von 11,87 Millionen Mark oder 65,1 vH. auszuweisen, während die Nebenerlräge einen Zuwachs von 2,34 Millionen Mark oder 61,3 vH. erzielten. Der Anteil der Wagenklassen an der Gesamteinnahme aus der Personenbeförderung stellt sich im Jahre 1910 auf 3,00 v. H. in der 1. Klasse, 17,50 „ „ „ „ 2. „ 41,97 „ „ „ „ 3. „ 35,84 ..... „ 4. „ 1,69 „ ,, bei der Militärbesörderung gegen 4,80, 23,38, 47,15, 22,50, 2,17 v. H. int Jahre 1900. Auf jeden Einwohner Deutschlands entfielen im Jahre 1910 durchschnittlich 24 Eisenbahnfahrten gegen 15 im Jahre 1900; die durchschnittlich zurückgelegte Wegestrecke ist im gleichen Zeiträume von 23,43 auf 22,97 Klm. gefallen. Wie der Personenverkehr, hat auch der Güterverkehr hinsichtlich des Umfangs und der Erträgnisse in der Zeit von 1900 bis 1910 eine erhebliche Steigerung erfahren. Wahrend die Einnahme im Jahre 1900 1309,07 Millionen Mark betragen hat, ist sie im Jahre 1910 auf 1962,34 Millipnen Mark gewachsen, mithin hat eine Zunahme von 49,9 v. H. stattgefunden. Jedes Kilometer brachte eine Einnahme von 26 407 im Jahre 1900, dagegen 33 485 Mark int Jahre 1190, also 26,8 v. H. meho. Tie gesamten Betriebseinnahmen ausschließlich des Pachtzinses sind von 2027,09 Millionen Mark im Jahre 1900 auf 3033,04 Millionen Mark im Jahre 1a". 0, also um 49,6 v. H. gestiegen, obwohl die durchschnittliche Betriebslänge nur um 18,6 v. H. zugenommen hat. Auch die u'f das 'Kilometer Betriebslänge sowie auf 1000 Nutzkilometer berechneten Einnahmen sind gestiegen, intb zwar von 40 790 int Jahre 1900 auf 51 476 Mark ober 26,2 v. H., bezw. von 3960 auf 4205 Mark oder 6,2 v. H., während die Einnahmen auf 1000 Wagenachskilometer aller Art von 108 Mark auf 107 Mark ober 0,9 v. H. zurückgegangen sinb. Die Betriebsausgaben ausschließlich ber Kosten für erhebliche Ergänzungen, Erweiterungen und Verbesserungm intb der Pachtzinse sind in der Zeit von 1900 bis 1910 von 1263,99 auf 2032,64 Millionen Mark, also um 60,8 v. H., die Ausgaben auf 1 Kilometer ber burchschnittlichen Betriebslänge von25 434 auf 34 497 Mark, also um 35,6 v. H. gestiegen. Auch bie auf 1000 Nutz- und auf 1000 Wagenachskilometer aller Art berechneten Ausgaben sinb gestiegen, nämlich von 2469 Mark in 1900 auf 2818 Mark in 1910 bezw. von 67 Mark auf 72 «Mark. Der Prozentsatz ber Betriebsausgaben im Verhältnis zu ben Betriebseinnahmen hat sich int Jahre 1900 auf 62,36 unb int Jahre 1910 oui| 67,02 gestellt. Unter Ausscheidung ber Kosten für erhebliche Ergänzungen, Erweiterungen und Verbesserungen sowie der Pachtzinse hat ber Ueberschuß ber Betriebseinnahmen über bie Betriebsausgaben betragen int Jahre 1900: 763,10, im Jahre 1910: 1000,39 Millionen Mark, er hat also um 31,1 v. H. zugenommen, bagegen ist er im Verhältnis zu ber Gesamteinnahme nach Ausscheibung des Pachtzinses von 37,65 auf 32,98 v. H. gesunken. ' Als Rente des auf die betriebenen Strecken verwendeten Anlagekapitels betrachtet, ergab der Betriebsüberschuß int Jahre 1900: 6,10 v. H., int Jahre 1910 dagegen 5,85 v. H. Jedes Kilometer durchschnittlicher Betriebslänge brachte im Jahre 1910 16978 gegen 15 355 Mark im Jahre 1900, mithin ein Weniger von 1623 Mark oder 10,6 v. H. Die Anzahl der Beamten und Arbeiter einschl. der Handwerker, Lehrlinge und Frauen betrug im Jahre 1910: 700 371 Personen, mithin kam auf je 92 Einwohner ein Eisen- bahnbediensteter. Gegen das Jahr 1900 hat eine Vermehrung der Beamten und Arbeiter um 163 249 Personen ober 30,4 v. H. stattgesunben, wahrend in gleicher Zeit bie Eigentumslänge ber Eisenbahnen nur um 17,8 v. H. zugenommen hat. Versammlung der fortschrittlichen volkrpartei. Gießen, 4. März. Die fortschrittliche Volkspartei hielt gestern nachmittag in Steins Garten eine öffentliche Versammlung ab, die trotz der für Giessen ungünstigen Versammlungszeit gut, auch von außerhalb besucht war. Nach einigen Begrüßungsworten teilte der Vorsitzende Geh. Justizrat Metz mit, daß heute eine Vertrauensmännerversammlung stattgefunden habe, die sich hauptsächlich mit Organisattonsfragen beschäftigt habe. Verbandsfckretär Erkelenz fühtte daun aus, daß der diesmalige Wahlausfall und die sich daran anschließenden Vorgänge Veranlassung gegeben hätten, von der sonst nach Wahlen üblichen Ruhepause abzusehm und erneut mit ber Wählerschaft Fühlung zu nehmen. Mancherlei Anzeichen deuteten daraufhin, daß man sich in einer Zeit politischer Umwandlung befinde. Der Wahlausfall brachte zunächst einen außerordentlichen Zuwachs der sozialdemokratischen Stimmen unb eine Steigerung der liberalen (Stimmen. Die fortschrittliche Volkspartei habe allein einen Stimmenzuwachs von 25 Proz. Der schwarzblaue Block sei so geschwächt aus ber Wahl hervorgegangen, daß er keine Mehrheit mehr bilden könne. Dagegen fei ber Liberalismus imstande, zusammen mit der Sozialdemokratie, unter gewissen Voraussetzungen eine kleine Mehrheit zu bilden. Daß der Liberalismus nicht viel Mandate gewinnen werde, sei klar gewesen. Die Situation für die Stichwahlen fei schwierig gewesen. Es habe die Gefahr Vorgelegen, daß der Liberalismus Angst vor der eigenen Kourage bekommen unb angesichts ber sozialdemokratischen Wahlerfolge ben Kampf gegen Rechts einstellen werbe. Die Stichwahlparole ber Volkspartei habe demgegenüber bieselbe Richtung eingehalten wie ber Kampf vor der Hauptwahl. Sie habe gelautet: Kamps gegen ben schwarzblauen Block. Die Wählerschaft Ixti)e diese Parole im allgemeinen befolgt und sich nicht daran gekehrt, daß die Parteien der Rechten dieses Verhalten als vaterlandsfeindlich bezeichnet hätten. Demgegenüber sei festzustellen, daß ine Parteien des schwarzblauen Blockes in mindestens 17 Fällen Sozialdemokraten gegen Liberale durchgeholfen hatten. Ihr Geschrei wegen des Vaterlandsverrats des Liberalismus sei nichts als ein taktischer Versuch, die Liberalen für die Stichwahlen zu beeinflussen. Jetzt gelte es, zu versuchen, ob mit den Sozialdemokraten praktische Politik zu machen fei. Die starke Entwicklung ber Sozialdemo- kraten habe ihre Ursache in der schlechten Polittk der Parteien des schwarzblauen Blocks. Die radikalen Sozialdemokraten seien ganz mit dieser schlechten Polittk einverstanden, bie bie beste Agitation für bie sozialdemokratische Partei sei. Die Entwicklung der Sozialdemokratie stehe im Zusammenhang mit der Entwicklung des schwarzblauen Blockes. Es gelte jetzt, die Frage zu beantworten, wie man bie burch bie Unzufriedenheit mit den bestehenden Zuständen den Sozialdemokraten zugetührten Elemente wieder für die freudige Mitarbeit an dem Staatsleben gewinnen könne. Nach einer Rede des Herrn von Heydebrand vom 26. Januar b. Js. stäuben wir vor einer Revolution unb ber Liberalismus sei nicht imstande, das zu verhindern. Das zeige daß bie konservativen Parteien auf eine gewaltsame Lösung ber politischen Konflikte hinarbeiten unb zwar aus egoistischen Interessen. Demgegenüber habe der Liberalismus die große geschickt. liebe Ausgabe, Den gewaltsamen Zusammenstoß zur Lösung ber politischen Gährung zu verhindern. Um den gewaltsamen Zu- sammenstoß zu erreichen, suche bie konservative Partei die Mitarbeit ber Sozialdemokraten an ber Reichspolittk zu verhindern Aus dieser versclnedenen Stellungnahme heraus erkläre sich auch der Unterschied der Taktik von Liberalen und Konservattven usw bei ber Präsidentenwahl. Auch in ber Sozialdemokratie gebe es zahlreiche Leute, die zusammen mit dem Liberalismus bie politischen Aufgaben lösen lvollen. Der Liberalismus müsse barauf hinarbeiten, durch das Zusammengehen mit der Sozialdemokratie bie gewaltsame Lösung der politischen Schwierigkeiten zu verhindern unb bie organische Reform an Stelle der gewaltsamen Lösung zu setzen. Von diesem Standpunkt aus sei es richtig gewesen, baß man versucht habe, die Sozialdemokratie zur Präsidiumsbildung heranzuziehen. Die Sozialdemokratte habe dem Liberalismus biefe Aufgabe nicht leicht gemacht, Abg. Scheidemann sei nicht gerade bie geeignetste Persönlichkeit als Präsident gewesen. .Seine Äeutzerung über bie Hohenzollern und seine Weigerung, mit zu Hofe zu gehen — die sozialdemokratische Fraktion habe ihm dies frei- gestellt — werde mit dazu beitragen, daß am 8. Mär; kein Sozialdemokrat in das Präsidium gewählt werde. Tas halte er (Redner) für falsch. Man müsse versuchen, den in der £>ogyu* Demokratie organisierten Teil ber Arbeiterschaft zur praktischen politischen Arbeit mit bem liberalen Bürgertum zu vereinigen, dazu werbe auch bie Heranziehung zum Präsidium beitragen. A.as kinbliche Wonnegefühl, mit bem sozialdemokratische Blätter über bie Tätigkeit Scheibemanns als Präsibent berichtet habe, sehe nicht nach ber Absicht aus, Revolution zu machen. Bei ber zukünftigen Entscheidung komme alles darauf an, ob sich die National- liberalen auf bie rechte ober linke Seite stellen. Der Bund der Landwirte wolle den Nationalliberalismus bestehen lassen, wenn er bem Bunbe ber Lanbwirte Dienste leiste. Demgegenüber sei zu betonen, baß bie Nationalliberalen sich btt rübe r klar werben müßten, ob sie bie sozialbemokratische Arbeiterschaft mit zur gemeinsamen Arbeit heranziehen ober ob sie ben gewaltsamen Zusammenstoß zwischen links unb rechts haben wolle. Die Reaktion suche bie Nationalliberalen zu sich herüberzuziehen, um ihren rückschrittlichen Taten ein liberales Mäntelchen umhängen *u können. Aber es sei kaum anzunehmen, baß bie, nationalliberale Partei ben Konservativen Hanblangerbienste leisten werde. Sie habe zwar deshalb Schwierigkeiten in ihren eigenen Reihen, aber sie werde sich wohl kaum anders entscheiden können. Die wirtschaftliche Vereinigung fei im neuen Reichstag mit nur noch 8 statt 22 Mandaten im letzten Reichstag, vertreten und habe sich an bie kons. Partei angelehnt bezw. sich ibr zuzählen lassen. Das sei ber erste Schritt zu einer Verschmelzung ber wirtschaftlichen Vereinigung mit ben Konservativen. Diese Vereinigung werbe um so eher kommen, je mehr auf ber linken Se te gemeinsame politisch' Arbeit geleistet werbe. Im Wahlkampf habe Dr. Werner aus taktischen G.Änden sehr wenig von Antisemitismus gesprochen, inzwischen, fei er als 9lbgeorbneter in dieser Richtung wieder deutlicher geworden und habe mehrfach Judenpauken gehalten. Das Hauptorgan ber Partei Dr. Werners, bie beutsch-sozialen Blätter, fei bas ödeste stumpfsinnigste unb aufgeblasenste Parteiorgan, bas es gebe. Das Organ der Partei, die sich als die allein echte Vertreterin des Deutschtums ausgebe, schreibe dabei ein unmögliches Deutsch. Aus allen diesen Dingen gehe hervor, daß die deutsch-soziale Partei keinen realen Untergrund für ihre Politik im Volke habe. Zum Schluß ging der Redner auf das Verhältnis zwischen Deutschland und England ein, bei dem sich jetzt eine Verständigung anzubahnen scheine. Es dürfe gehen wie es wolle, zu einem Kriege zwischen Deutschland unb England dürfe es nicht kommen. Die Wählerschaft müsse sich über diese Dinge klar werden. Das wichtigste für uns sei aber jetzt die innere Politik, die von großen Gesichtspunkten aus gemacht werden müsse. Jeder müsse dabei Mitarbeiten, auch in ber Zeit, wo feine Wahlen bevorstänben. Es seien Ver- binbungsfäden zu ziehen zur Arbeiterschaft und zur ländlichen Bevölkerung unb zu arbeiten im Interesse einer frieblichen Ent- nnckelung unb bes nationalen Wohlergehens. (Lebhafter, lang- anhaltenber Beifall.) Landtagsabg. Urflabt teilte mit, daß heute morgen eine Wahlkreisorganisation beschlossen worben sei unb forderte auf, im Rahmen dieser Organisation mitzuarbeiten. Dann verbreitete sich der Redner kurz über die Verhältnisse im Hessischen Landtag. Es herrsche jetzt ein ganz anderer Ton im Landtag und auch die Zeitungen stellten dies fest. Der Gießener Anzeiger stelle dies so dar, als ob bie fortschrittlichen Abgeordneten daran Schuld seien. Dagegen müsse er protestteren. (Anmerkung der Redaktion: An feiner Stelle in unserem Blatte war gesagt worden, baß bie fortschrittlichen Abgeordneten an bem mißlichen Ton in der Kammer Schuld trügen. Wir haben nochmals alle in Frage kommenden Veröffentlichungen durchgesehen unb nichts gefunben, was so gedeutet werben könnte.) Am ersten Zwischenfall sei Abg. Ulrich Schuld gewesen unb am nächsten Abg. Hebel. Es fei auch beklagt worben, baß bie parteipolitischen Gegensätze im Lanbtag besprochen worben seien. Das habe zuerst der Abg. Brauer getan, die fortschrittlichen Abgeordneten hätten darauf bloß erwidert. Am schlimmsten habe sich aber ber nationalliberale Abg. Dr. Winkler benommen. Er habe eine halbe Stunbe lang sich in hämischer Weise mit Abg. Korell persönlich beschäftigt, ihn heiliger Aböls genannt usw. Daß hierauf Korell in einer persönlichen Bemerkung kräftig geantwortet habe, sei boch verstänblich. Es habe sich bei den Landtagsverhandlungen gezeigt, daß auf bie hessischen Nationalliberalen kein Verlaß sei. Deshalb müsse bie fortschrittliche Partei allein bafür sorgen, daß die liberalen Grundsätze zur Geltung kämen. (Lebhafte Zustimmung.) Derr Sennelaub von Wetzlar, ein liberaler Arbeiter, wandte sich in die Intellektuellen, diese möchten sich mit ben liberalen Arbeitern vereinigen und deren Interessen durch eifrige gemeinsame Arbeit zu fördern suchen. Geh. Justizrat Metz schloß dann die Versammlung mit einem Hoch auf bas liberale Bürgertum, wie es vertreten werde durch die fortschrittliche Volkspartei, in das begeistert eingesttmmt wurde. . ■■ 1 ■ 1 111 .. ■ I'-SJ-J1 ■!■=? Gießener Strafkammer. )( Gießen, 1. März. Kindesraub. Die Verhandlung gegen die des Kindesraubs in Ilbenstadt angeklagten Eheleute R. E. F. aus Berlin wurde fortgesetzt. Tie Kindesmutter, die heute vor Gericht erschien, sprach sich dahin aus, daß sie mit dem Vorgehen ihres Vetters gegen die Pflegeeltern einverstanden gewesen sei. Der Pfarrer ihres Wohnortes habe es ihr jur Pflicht gemacht, für die katholische Erziehung ibres Kindes zu sorgen. Das Gericht erkannte beide Angeklagte für schuldig unb setzte gegen den Ehemann F. eine Gefängnisstrafe von drei Tagen und gegen seine Frau eine solche von einem Tage fest. Zugleich wurden beide Sttafen durch bie erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt. Aus der Urteilsbegrünbung sei erwähnt, daß bas Gericht ben Angeklagten rnilbernde Umftänbe zugebilligt und berücksichtigt hat, wie von allgemein menschlichem Standpunkte aus das Vorgehen gegen sie zu beurteilen sei. Handelsbetrug. Wegen Betrugs in roidyerboHem Rückfälle ist der Handelsmann S. G. von Düdelsheim angenagt. Im Mai v. I. sprach er bei dem Schuhmacher H. F. in Aulendiebach vor, ob er ihm eine Geiß abtaufen wolle. F. lehnte ab. Gleichwohl erschien er am nächsten Tage mit einer Geiß auf feinem Wagen in dessen Hof. Tie Eheleute F. ließen sich zur Besichttgung des Tieres herbei, das G. als ganz vorzüglich pries. Es sei ein Erstlingstier, stamme aus dem Vogelsberg unh gäbe jeden Tag sechs Schoppen, unter Umständen sogar acht Schoppen Milch. Die Eheleute F. schenkten ihm Glauben und waren bald gewonnen. Der Handel tarn zustande. Bald stellte sich indessen heraus, daß Angeklagter sie belogen und daß sie ein sehr minderwertiges Tier erworben hatten, das der zugesicherten Vorzüge sämtlich ermangelte. Als mit Anzeige gebrofot wurde, wollte Angeklagter alles rückgängig machen und bat flehentlich um Unterlassung der Anzeige. Offen- bar war er sich herüber klar, welche Bedeutung ferne beiden Vorstrafen wegen Betrugs haben. Die Kammer erkannte auf bie gesetzliche Minbeststrafe von drei Monaten Gefängnis. H ang zum Betrüge hat der Taglöhner L. Z. von Wölfersheim. Im Herbst v. I. war ihm wegen bevorstehender Niederkunft seiner Frau Sttaf- urlaub gewährt worden. Kaum aus dem Gefängnis entlassen, in das er wegen Betrugs gekommen war, verübte er von neuem Betrügereien. Erst kürzlich erhielt et deshalb 1 Jahr 3 Monate Gefängnis. Heute stand ein weiterer Fall zur Anklage. Dem Vorsteher der Obstbauschule in Friedberg hatte er sich als der Gärtner Ludw. Philippi aus Steinfurth ausgegeben und daburck eine Anzahl Obstbäumchen auf Kredit erhalten. Den Erlös aus dem Verkauf verbrauchte er für sich. Das Urteil lautete auf vier Monate, zusammen auf ein Jahr und fünf Monate Gefängnis. Den Viehseuchenvorschriften soll nach der Anklage bet Handelsmann G. G. von Hungen zu widergehandelt haben. Er hatte im September v. I zu Villingen bie Stallung eines Lanbwins zum Zwecke des Ankaufes von Vi.h betreten, obwohl dies nach kreisamtlicher Bekanntmachung aut bei EinwÜligung des Besitzers verboten war. Vom Schönen, gericht bestraft, wurde er auf seine Berufung von Strafe und Kosten freigesprochen. Die Klosterbrüder von Lzenftochau vor Gericht. sh. Petrikau, 3. Platz. Der Sonnabend brachte im Prozeß gegen die Klosterbrüder von Czenftochau den Schluß der B e w e i s a u i n a h in e. Ain Sonntag selbst folgen die Plädoyers des Staatsanwatts und der Verteidiger. Tas Urteil, dem man am Dienstag diese Woche em- gegenfieht, wird Voraussicht.ich für Damazy Mazoch nicht bie Lodesstraie, sondern nur lebenslängliche Zwangsarbeit bringen, die, seitdem die Insel Sachalin den Russen durch die Japaner abgenommen ist, nicht mehr in sibirischen Bergwerken, sondern in ^audeszuctrthäuserii verbüßt wird. Die übrigen Angeklagten öür’te nur Zwanasarbeitsstraien von einigen I hren treffen, da sie nicht übev'iihtt erscheinen, von dem 'Morde vorher etivas gewußt, oder ihn begünstigt zu haben. Für sie alle kommt vielmehr nur eine Mittäterschaft bei den Diebstählen und Unterschlaguiigen, sowie Begünstigung nach der Tat iu Frage. Aus ber Beweisaufnahme trugen wir noch Folgendes nach: Mit Bezug auf das durch ihren Verteidiger abgelegte Geständnis der Helene Mazoch, daß sie zwar intime Beziehungen zu Damazy Mazoch unterhalten, daß sie aber von ber Herkunft des Gelbes nichts gewußt habe, wurde auf Veranlassung des Staatsanwalts der in Haft befindliche ehemalige Priftawgehilfe Tenistow nochinals als Zeuge darüber vernommen, was Helene Mazoch ihm zunächst angegeben hat. Der Zeuge behauptet, daß Frau Helene im ersten Moment, nachdem sie in Haft genommen war, durch verschiedene Anzeichen verraten ließ, daß sie von bem Morde etwas wisse. Tas bestätigte sich durch den bei ihr aufgefunbentn Briefwechsel und die Telegramme. Auch Starczewski habe bei seinem ersten Verhör den Eindruck erweckt, als ob er ein direkter Teilnehmer an dem Morde sei. Ter 9lnget(agte Starczewski gibt zu, daß er nach der Tat in telegraphiicher Verbindung mit Damazy Mazoch geftanben habe, aber er habe keine Ahnung gehabt, daß Damazy einen Mord verübt halte. Er sei allerdings zur Bahnstation gefahren, habe aber nicht bie Idee gehabt zu flüchten, sondern wollte lediglich seine Uhr mit der Bahnhoisuhr vergleichen. Er habe auch tatsächlich ein Telegramm von seinem Bruder in Sachen Mazoch erhalten, daß er aber sofort dem Prior Przedzie cki zur Kenntnisnahme übergab. Er wollte sich dadurch vor dem Verdacht schützen, als ob er von bem Morde vorher gewußt hatte unb als hätte er Damazy Mazoch zur Flucht verhelfen. Es wirb die Aussage des Priors Welonski verlesen, die er ui ber Vor-untersuchung gemacht hat. Der Zeuge hat eine Charakteristik der Angeklagten gegeben, die namentlich ben Angeklagten Danrazy Mazoch in ein sehr ungünstiges Licht stellt. Weiter hat der Zeuge einen ganz allgemeinen Ueberblid über bie Kontrolle der Ordensregeln gegeben, die allerdings von dem Prior Reimann durcharis vernachlässigt worden fei. Der Gehilfe des Staatsanwalts Katranowski fragt ben Angeklagten Damazy Mazoch, wie hoch sich feine Einnahmen aus bem Messelesen stellten und welchen Teil von bem eingenommenen Gelbe er an die Kloster- kaffe abgab. Der Angeklagte erklärt, daß er jährlich 700 Rudel an bie Klosterkaste abgegeben habe. Den Rest steckte er in die eigene Tasche. Die anderen Mönche hätten es ebenso gemacht, selbst der Zeuge Prior Reimann. Zeuge Pius Przedieck i war eine Zeit lang Klosterprior unb zwar nach dem Morde unb nach ben Diebstählen. Er wird befragt, auf welche Weise die sogenannte Kloster- kasse gehandhabt wurde und wieviel die Mönche daraus erhielten. Der Zeuge gibt an, daß die sogenannte Kommunekaste sämtliche Einnahmen, die dem Kloster zuflossen, erhalten sollte. Aus dieser Kaste erhielten dann bie Mönche einen gewissen Betrag für ihre eigenen Bedürfnisse. Der Zeuge wird weiter gefragt, ob er annehme, daß die Kaste systematisch bestohlen worden sei. Dem Zeugen ist hierüber persönlich nichts bekannt, er hat solches nur durch Hörensagen erfahren. Ter Zeuge ist in seinen Aussagen sehr zurückhaltend und macht den Eindruck, als ob er nicht mehr sagen wolle, um die Klosterbrüder nicht allzusehr zu fompi omittieren. Nachweisung über den Stand der Maul- und Klaue«' seuche in Hessen vom 24. Februar bis 1. März 1912. Kreis: Am 24. Februar waren verseucht: Vom 24.Febr. bis 1. Marz sind neu verseucht : Vom 24.Febr. bis 1. 'März ist die Seuche erloichen in: Darmstadt . —• — — Bensheim . Biblis — — Dieburg .. Urberach, Gr.-Zimmern, Babenhausen, Nieder- Klingen Babenhausen Erbach . . . Groß-Gerau — — — Kelsterbach, Groß-Gerau, Mörfelden — — Heppenheim —— — — Ostenbach. . Steinbach Hainstadt — Gießen Leihgestern, Müschen- heim, Großen-Linden, Harbach, Grüningen — Großen- Linden AlSfelb . . . — — Büdingen. . Ranstadt, Leidhecken, Lindheim, Wenings, Mittel-Gründau,Düdelsheim, Rohrbach Wenings Friedberg . Butzbach, Nieder-Efch- bad), Masseuheim, Ober-Rosbach, Assen- heim Lauterbach. — — — Schotten . . — — — 'Mainz . . . — — — Alzey.... Albig, Wonsheim, Nack, Heimersheim, Erbes- Büdesheim, Stein- Vvcrenheim, Bornheim, Schafhausen, Wahlheim, Zotzenheim, Gumbsheim, Bechenheim, Framersheim, Offenheim, Weinheim, Bermersheim, Lonsheim 'Bingen . . . Engelstadt, Schwaben- Heim, Jugenheim — —• Oppenheim Bechtolsheim, Dienheim, EnnSheim, Dolgesheim, GunterSbliim WormS. . . Bechtheim — —- Lin seltenes Jubiläum konnte am 1. März die Firma C . Bech- stein in Berlin, die bedeutendste Flügel- und Pianino-Fabnk Deutschlands, feiern; das 100000ftc Instrument wurde 'erng- gestellt, ein prätätiger Flügel, der, tote alle seine Vorgänger, lein eigenes Lob fingen, Spieler und Zuhörer durch seinen einzigartigen, herrlichen Ton entzücken wird. Alle Künstler der Welt haben die Beckstein-Pianos in ben schmeichelhaftesten Ausdrucken beurteilt; so sagte z. B. Richard Wagner: „Die Pechstein ichcsl Pianos sind tönende Wohltaten für bie musikalische Welt Richarb Strauß: halte bie Bechstein'schen Instrumente st" die schönsten und feinfühligsten der Welt." L ,J CheuMöurkuree. ® R*ie*n*e°h®® echmkum Bingen AÄ?nl!to^eHe.k:nb*"' Aus. Lpezereimaren und Ver- Toilcttegegenständen BV, Emaillewaren Bürstenwaren । und Klam März 1912, ebr. arj vei« Die Lieferung von: Nackwaren Fleischwaren l^sjahr 1912 auf dem Wege dec öffentlichen cidung vergeben werden: Porzellan und Glaswaren Schreibmaterialien Kleidern und Schuhen für Kranke und Personal. 1 DaS Reinigen des Küchenherdes und der Oefen. Daß Leerfahren der Senkgruben und das Fort- 1 schaffen des Kehrichts. k Die Abgabe von Knochen, Lumpen, leeren Flaschen M und des Gespüls. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen vachmittagS von 3—5 Uhr auf dem Verwaltungs- pneau zur Einsichtnahme offen. Angebote sind verschossen und mit entsprechender Aufschrift versehen b? zum EröffnungSterinin: -rcitag, den 8. März 1912, vorm. 11 Uhr Wn ägfl bis l.'N ist die Äri! erloidJtn r i dem oben genannten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt innerhalb 14 Tagen. Gießen, den 22. Februar 1912. Großherzogliche Direktion der Klinik für vsychische und nervöse Krankheiten. Sommer. | brauchögegenständen | Milch, Bier, Eis, ©cL Itrswasser i Butter und Eiern Engels-Stiftung. Die Zinsen der Engels-Stiftung sotten am 4 Marz d. IS. an zehn arme und würdige Familien l-eilt werden. Bewerbungen wolle man bis zum > b. MtS. in jeder der vier Gemeinden an den ;trrer derselben richten. Gießen, am 4. März 1912. Der evangelische Gcsamt-Kirchenvorstand. ! O. Schlosser. Vergebung. Für die Großherzogliche Klinik für psychische und iö)c Krankheiten in Gießen sollen für daS Rech- US on E Konkursverfahren. Ueber vaS Vermögen des Gastwirts Friedrich kchneiver in Gießen wird heute, am 1. März 1912, U mittag« 5 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Kochs in Gießen wird zum t.nkurSoerwalter ernannt. KonkurSforderungen sind bis zum 17. März 1912 dem Gerichte anzumelden. ES wird zur Beschlußfassung über die Beibehal- ^■g deS ernannten oder die Wahl eines anderen K, ivalterS, sowie über die Bestellung eines Gläubiger- «uischusseS iind eintretcnden Falls über die in § 132 V: KonkurSordnung bezeichneten Gegenstände und AlPrüsung dec angemeldeten Forderungen auf Montag, im 25. März 1912, vormittags 10 Uhr, vor dem kni rzeichneten Gerichte,Zimmer 13,Terminanberaumt. Allen Personen, ivelche eine zur Konkursmasse «hänge Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse mraS schuldig sind, wird ausgegeben, nichts an den Stineinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache mb von den Forderungen, für welche sie aus der Sache lioesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem ßoriurSverwalter bis zum 17, März 1912 Anzeige zu Wn. B% Großherzogliches Amtsgericht in Gießen. "lgkndks n,. [’i‘1«fc, 50ro nodmti >bm juiic- P'iene in, e6 R vnschj^, he eimas ro,f, I j°niazyKH b‘- daß TamtJ Nnftaiion» loiibcrn rooij. habe oit Sachen Ma^ ti iurflenntni. Erdacht fcbÜF.e- und als hL , verlesen, die i: hat eine Gtjar:1. den 9lnfleflac:? I eÜt. Weiler hg I er die fiontrü I l Prior Weimar: I i des Staate -1 rrnazy Mazoc. I esen stell,en uti I . an die filoitt? I ich 700 Rnbk! a I er in die eixn I macht, selbst bc I k i war eine Za, I । nach den li* I genannte SHofwt-1 daranS erhielt I sse sämtliche 6ic I us dieser Kassen-1 lür ihre eiger* I er annehme, las I Zeugen ist hin-1 durch hörens ihr zurückhaliL I sagen wolle, l- I en. )r Nbv 3. io c. uvalis L.k 7 "eie « i°ch in«Z erbest (en; |onbet?; 'flef|Qaiei! öV ;n' da II, J ? mehr nur V BabenhL'a Groeer- Linden Weninsl Holzversteigerungen »den Waldungen der Gemeinde Allendorf an der Lumda. Mittwoch, den 6. März 1912, vormittags I llhr anfangend, werden un Distrikt Rödern und MelSeck versteigert: 24 Eichenslämme mit 8,23 Fstm. 3 Buchenstämme mit 2,34 Fstm. 1 Kiefernstamm mit 0,74 Fstm. 5 Fichtenstämme mit 1,81 Fstm. 3 Fichtcn-Derbstangen mit 0,26 Fstm. 3 Rm. Eichen-Rutzscheit, rund ( 1.5 Rm. Eichen-Rutzknüppel i' 178 Rui. Buchen-, 2 Rm. Eichen- und 1 Rm. Fichten-Scheitholz ' 96,5 Rm. Buchen-, 17 Rm. Eichen-, 9 Rm. Kiefern-, 3 Rm. Fichten- und 1 Rm. Weiden-Knüppel HU25 Wellen Buchen- u. 100 Wetten Eichen-ReiSholz |' 139 Rm. Buchen-, 2 Rm. Eichen- und 2 Rm. Kiefern-Stöcke. i Zusammenkunft im Distrikt Rödern bei Bcenn- UI;Rr. 741. Donnerstag, den 7. März 1912, vormittags 9 Uhr anfangend, werden im Distrikt |$M?nberg und Eichstachel versteigert: • o Eichenstämme nut 2,12 Fstm. 8 Kiefcrnstämme mit 2,19 Fstm. > 1S1 Fichten-Derbstangen mit 36,38 Fstm. 10 Rm. Eichen-Rutzscheit und 15 Rm. Eichen- Rutzknüpoel, je 2,50 Mtr. lang <5 Rm. Buchen-, 7 Rm. Eichen- und 7,5 Rm. Fichtcu-Scheitholz W Rm. Buchen-, 48 Rm. Eichen-, 1 Rm. Kirschenrind 55 Rm. Fichten-Knüpvel Wellen Buchen-, 2150 Wellen Eichen- und 20 Wetten Fichten-Rcisholz 32 Rm. Buchen-, 32 Rm. Eichen- und 48 Rm. Fichten-Stöcke. Zusammenkunft an der Climbacher Schneise °«krennholz Rr. 584. Allendorf an der Lumda, den 2. März 1912. I Bürgermeisterei Allendorf an der Lumda. Rein. 1621 Frühjahrs Pferdemarkt zu Gietzen. Am Mittwoch, den 20. März 1912, vormittags, rinder auf den städtischen Marktanlagen an der Rod- beimer Straße Pserdemarkt starr. StaUunaen sind in der Räbe des MarkreS ausreichend norbanben; naben Auskunft erteilt Herr Hoilobnkuticher Hubn Gießen Für die Prämiierung des beiten Pferdematerials heben über 2000 Mk. zur Verfügung, darumer 300 Mk. aus Mitteln des ^andwirtichaftSkammcr Ausschuffes für Cbcrbcficn. Der BrämiierungSvlan ist von 4>errn Weinbandlcr August Schwan zu Gießen erhältlich Die PreiSoerreilung erfolgt rm Anschluß an die Prämiierung um 12'/, Uhr. Mit dem Pserdeinarkt iit verbunden eine Ausstellung von Wagen, Geschirren, Stallutensilicn und landwirtschaftlichen Geräten. Hervorragende Leistungen bet der Ausstellung werden durch Divlom ausgezeichnet. Von >/,l0 Uhr ab Konzert und Restauration auf dem Marktplatz. Am 21. März, nachmittags 2 Uhr, findet in der Turn» balle der Stadtknabenschule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, lanbwirttchastlichen Maschinen und Gerätschaften, Fahrrädern, Nähmaschinen, HauShal- lungS- und GebrauchSgegeniränden. Der Generalvertrieb der Loie ä 1.— Mark ist dem Herrn Richard Buchacker-Gießen übertragen Tic städtische Pserdemarkt-Kommiiston Gießen. Holzverkaof der Königl. Oberförsterei Roßberg am Donnerstag, 14. März, von morgenS 10'/, Uhr an m der Lemmer schen Wirtschast zu Hachborn. AuS den Forstorten Bockslob, Kuhmark, Maistrauch, Kellnholz, Hafienberg: Eiwe: 9 Rm. Scheit. 33 Rm. Knüppel: Buche: 458 Rm. Sckeit, 213 Rm. Knüppel, 665 Rm. Reiser, 240 Nm. nicht aufgesetzte Reiser: Fichte: 964 Rcisernangen. ID4/, Der anwesende Rendant nimmt Zahlungen entgegen. Holzversteigernng. Samstag, den 9., Dienstag, den 12. und Mittwoch, den 13. März I. Js., vormittags 91/2 Uhr an» fangend, werden aus den Distrikten Ruhstatt, Steinbügel, Eisenzahl, Alter Hoh, Seegrund, Horstköpfel und Hammelshausen des Rockenberger-Oppershofer Markwaldes versteigert: 3 Eichen-Stämme von 57—63 Ztm. Durchmesser, 4—6 Meter Länge = 4,50 Fstm. 190 Eichen-Stämme von 14—44 Ztm. Durchmesser, 4—14 Meter Länge -- 36 Fstm. 11 Buchen-Stämme von 38—53 Ztm. Durchmesser, 7—11 Meter Länge ----- 16,04 Fstm. 5 Kiefern-Stämme 2. Kl. über 40 Ztm. Durchm., 3—10 Meter Länge — 3,96 Fstm. 39 Kiefern-Stämme 3. Kl. von 30—40 Ztm. Durchmesser, 5—14 Meter Länge = 24,51 Fstm. 67 Kiefern-Stämme 4. Kl. von 25—30 Ztm. Durchmesser, 5—14 Meter Länge = 32,18 Fstm. 32 Kiefern-Stämme 5. Kl. unter 25 Ztm. Durchmesser, 5—14 Meter Länge = 9,94 Fstm. 36 Lärchen-Stämme mit 10,23 Fstm. 22 Fichten-Stämme mit 7,05 Fstm. 47 Eichen-Derbstangen = 2,29 Fstm. 4 Lärchen-Derbstangen = 0,26 Fstm. 69 Fichten-Derbstangen = 3,31 Fstm. Brennholz. 260 Rm. Buchen-Scheiter 1. Klasse 100 Rm. Buchen-Scheiter 2. Klasse 36 Raummeter Eichen-Scheiter 4 Raummeter Kiefern-Scheiter 340 Raummeter Buchen-Knüppel 400 Raummeter Eichen-Knüppel 32 Raummeter Kiefern-Knüppel 11 Raummeter Lärchen-Knüppel 690 Raummeter Buchen-Reisig 250 Raummeter Eichen-Reisig 228 Raummeter Kiefern-Reisig 44 Raummeter Fichten-Reisig. Die Zusammenkunft ist am ersten und zwsiten Tag auf der SöLrler Straße am Eingang des Waldes von Oppershofen her, am dritten Tage beim Forsthaus. Das Bau- und Nutzholz kommt am ersten Tage zur Versteigerung, an den beiden letzten Tagen das Brennholz. Am zweiten Tage wird sämtliches Holz aus den Distrikten Ruhstatt, Steinbügel und Alter versteigert. 1550 Oppershofen, den 29. Februar 1912. Der Markgegenschreiber. Langstr 0 h. Holzverfteigerungen. Es werden versteigert in den Waldungen der Gemeinde Mainzlar Donnerstag, den 7. Mä^ l. Js., von vormittags 10i/2 Uhr an, in verschiedenen Distrikten: 1 Eichen-Stamm 1. Klasse 61 Atm. Durchmesser --- 1,20 Fstm. 14 Eichen-Stämme 2. Kl. 50—59 Atm. Durchm. = 20,69 Fstm. 36 Eichen-Stämme 3. Kl. 40—49 Ztm. Durchm. = 31,42 Fstm. 7 Buchen-Stämme 3. u. 4. Kl. 35—44 Ztm. Durchmesser --- 5,12 Fstm. 248 Fichten-Derbstangen 7, 8 und 9 Ztm. Durchm. = 16,61 Fstm. 55 FichtenÄeisstangen --- 1,29 Fstm. Freitag, den 8. März l. Js. von vormittags 91/2 Uhr an: 14 Rm. Eichen-Rutzscheit, für Küfer geeignet; 23 Rm. Eichen-Rutzknüppel 2 Mtr. lang; 131 Rm. Buchen- und 110 Rm. Eichen-Scheit; 19 Rm. Buchen-, 66 Rm. Eichen-, 7 Rm. Kiefern- und 35 Rm. Fichten-Knüppel; 2315 Stück Buchen-, 1880 Stück Eichen-Wellen: 29 Rm. Buchen-, 26 Rm. Eichen- Stöcke. Die Zusammenkunft, jeden Tag, ist an der Kreisstraße Mainzlar—Treis a. d. Lda. am Waldeingang. 1565 Mainzlar, den 2. Marz 1912. .Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. Holz-Submission in den Waldungen der Gemeinde Wieseck. Nachverzeichnetes Hol^. in ben Distrikten Klaute Dürrloch, Schrei unb Heawalb lagctnb, soll auf bem Sub rnissionSmege verkauft werben. LoS 1: 3 Ktefern-Stämme v. 25—29 Ztm. Dm. m. 2.48 Fm. „ 2: 7 „ , unt. 25 „ „ „ 3,45 „ „ 3: 9 Fichten-Stämme „ 30—39 * „ 5,72 „ „ 4: 26 „ „ n 25—29 „ , „ 14,59 „ , 5 : 436 „ , . unt. 25 ,, „ „127,14 „ Die BerkaufSbebingunaen können bei uns einncicbcn werden. Anaebote find aetTcnnt zu halten, ba eine Zu» iatnmenrecbnunn nicht ünttfinbci. Cfferten sind verschlossen mit der Aufschrift „froh Submission" bis zum 8. März d. JS.. vormittaas 10 llbr, bei Gronb. Büraermeisterei Wieseck einzureichen, wo in (Gegenwart ber etwa erschienenen Bieter die Eröfinuna itattnnbet. Wegen sonstiger Auskunft wolle man sich an Forst wart Lotz, bahier, wenben. Wieseck, am 1. März 1912. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. _______________________Sch 0 mber.__________________[B4A Holz-Submission. Aus den Waldungen der Gemeinde Mainzlar soll nachstehend angeführtes Holz auf dem Submissionsweg verkauft werden: 30 Eichen-Stämme 4. Klasse 30—39 Ztm. Durchm. = 15,38 Fstm. 20 Eichen-Stämme 5. Kl. 25—29 Ztm. Durchm. -- 8,77 Fstm. 52 Eichen-Stämme 6a Kl. 20—24 Ztm. Durchm. - 15,34 Fstm. 53 Eichen-Stämme 6b Kl. 15—19 Ztm. Durchm. = 9,95 Fstm. 1 Kiefern-Stamm 4. Kl. 25 Ztm. Durchmesser = 0,59 Fstm. 7 Fichten-Stämme 3. Kl. 30—39 Ztm. Durchm. = 9,29 Fstm. 17 Fichten-Stämme 4. Kl. 25—29 Ztm. Durchm. = 15,49 Fstm. 40 Fichten-Stämme 5a Kl. 20—24 Ztm. Durchm. = 22,30 Fstm. 324 Fichten-Stämme 5b Kl. 12—19 Ztm. Durchm. = 79,83 Fstm. 293 Fichten-Derbstangen 1. Kl. 10 und 11 Ztm. Durchm. = 36,42 Fstm. Schriftliche Angebote, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind für jede Klasse und Holz- sgattung getrennt bis zum 9. März l. Js., nachmittags 3 Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Eröffnung stattfindet. Auf Verlangen erteilt Herr Forstwirt Zecher nähere Auskunft über das betr. Holz. 1566 Mainzlar, den 2. März 1912. Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. Bilanz vom Jahre 1911. Aktiva vH, Kassenbestand 191.28 Warenbestand nach Einkauf 5548.58 Mobiliar und 10% Abschreib. 411.85 Debitoren 4168.94 Passiva jk, GeschäftSguthab. der Mitglieder 1064.59 Anleihekonto 1670.— Eintrittsgeld 0.50 Reservefonds 395.— Warenvorschußfonds 206.09 Kreditoren 6091.03 Reingewinn 893.44 Sa. Mk. 10320.65 Sa. Mk. 10320.65 Zahl der Mitglieder u. Geschäftsanteile Ende 1910 46 Zugang in 1911 . 1 Abgang in 1911 Stand Ende 1911 47 Höhe der'GeschästSguthaben Ende 1910 Mk. 824.09 Zugang in 1911 240.50 Abgang in 1911 — Stand Ende 1911 Mk. 1064.59 Gesamthaftfumme Ende 1910 . . . Mk. 1380.— Zugang in 1911 30.— Abgang in 1911 . ..... — Stand Ende 1911 Mk. 1410.— Watzenborn, ben 2. März 1912. iei8 Konsum-Verein II, e. 8. m. 6. h. Happel IV. Jung IV. Fett V. Bilanz i>ts Laiiitivirtsihsstiichkii Mon|Hmocrriiis Haustn e. G. m. n. H. pro 31. Dez. 1911. Der Stand der Mitglieder betrug Ende 1910 92 Es traten zu während 1911 8 Aktiva. Kassenvorrat 873.86 Warenvorrat 7 525.98 Mobilten 110.88 Emballage 29.40 Ausstände 1274.83 Passiva. Reservefonds 3 095.— Betriebsrücklage 1 588.91 Mitgliederguthab. 920.— Warenschulden 1 379.15 Reingewinn 2 831.84 9814.90 9814.90 100 Während 1911 schieden aus 3 Mithin Stand Ende 1911 97 Ludwig Hörr Philipp Müller IV. Ludwig Happel Direktor. 1629 Rechner. Gesichts- ausschlag, Bickel, Mitesser, Flechten verschwinden meist sehr schnell, wenn man den Schaum von Znckcr*M Putent-^lcdi- zlnal-Seife, ä 2t. äO Bf. > 13" ..ich unb 1.50 M. «35°/»ich stärkste Form) abends ein- trocknen laßt. Schaum erst rnoraens abwaschen unb mit Znckooh-Creme (Ä 75’Hi u. 2 M.) nachstreichen. Großartige Wirkung' v. T aufenben bestätigt. Zu haben in der Universitätc« Avotbekc, tibirfch'Avotbcke. bei Ang. Roll, C. Seibel, W. Mil b inner, C.Sdtaoi, E. Marn, Ernst Roll u.W. Schrader. sl11 '! ChiMalpsler Peru-Guano „Füllhorn marke“ Thomasmebl „SterD-Marke*1 Kainit Kali-Silikal „Eifellith“ Die Hauot - Vorzüge des Kali-Silikats (Marke „Eifellith“) sind: 1. Freisein von pflnn- zenscbädlichen Nebenbestandteilen; 2. Nicht- verkrusten des Bodens, selbst bei reichlichster Anwendung; 3. genüg. Gehalt an Kali, welcher ohne Verlust zur vollen \Virkungkommt;4. Reichtum an Kiesel - Säure; 5. Verwendungsmöglichkeit sowohl im Herbst, als auch im Frühjahr. Ferner empfehle SaatmnlN Saatwicken Saaterbsen Saat hafer sowie diverse Sorten Saatkartoffeln in nur Ia.handverlesener Ware. 1444 Fritz Rumpf Glennen Zozelsgasse 9 Tel. 375 VEthiassreSraffe *annjederchfubi">S f Ziehung 29. und'30. März 66^350 Hesslschel Ro^Kreuz- EldJ TbUrfnncr Bauern-Handkäse allerseinste aolbaelbe Ware, 1000 Stück 38.- Mk. intl. Kiste ab hier. 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Lebensjahre meine liebe Gattin, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Karoliue Beck geb. Rothenhäuser was wir Verwandten und Bekannten hierdurch mitteilen. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: ftarl Bcck, Ober-Postschaffner. Gießen, den 4. Marz 1912. Die Beerdigung findet Mittwoch nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 1633 Todes-Anzeige. Gestern abend entschlief sanft nach längerem Leiden mein lieber Gatte, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Ludwig grnnct im 60. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Renner. Heuchelheim, den 3. März 1912. 1623 Die Beerdigung findet Dienstag, den 5. d. Mts., mittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Marktstrabe 7, auS statt. Wieseck, den 4. März 1912. 1634 1622 Familie Vonderhcidt. Die Beerdigung findet Dienstag, nachm. 3 Uhr, vom Sterbchause, Rabenauer Slrahe, aus statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir allen, besonders auch den Chefs und Angestellten der Firma Wilh. Wallenfels Sohn, sowie der Ortsgruppe Gießen des Deutschnationalen Handlungsgehilfen - Verbandes aufrichtigen Dank. Frau P. Reichert Ww. und Kinder. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem Hinscheiden unseres lieben Sohnes, Vaters, Bruders und Schwagers Herrn Willi. Reuther, Kaufmann sagen wir hierdurch unseren tiefgefühltesten Dank. Altenstadt, 4. März 1912. (1626 Die trauernden Hinterbliebenen. Todes-Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, dafi gestern unsere innigst geliebte Tochter und Schwester Fräulein Anna Kreiling nach langem, schwerem Leiden im 20. Lebensjahre sanft verschieden ist. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Familie Kreiling. Gießen, den 4. Marz 1912. [01759 Danksagung;. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste unseres lieben Sohnes und Bruders sprechen wir allen unseren herzlichsten Dank auS. Besonders auch dem Gesang- und Turnverein sowie für die Blumensvenden und die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrer Hepting. Hausen, den 3. März 1912. DaS allein echte |hv*A Simonsbrot auS der Kasseler Simonsbrot fabrik, versehen mit Streifband und «cbwarz wcifi roter Schuttmarke, ist das beite Brot für Gesunde u.5tronfe. Man verl. in d. Nieder!. Aufklärungsschriften. Man mache ein. Versuch mit uns. 10-Psg.-Pack. Alleinecht u.frisch zuünb.bei:Gg.AZimmerw., 3. Stock, I.Avr.z.v. Bahnhofstr. 35, Lad^. I 3 Zimmer“ uli«’] Sch. 3 Zimmcrwobn. mit all.Zubeh. ver sos. ob. sp. z. verm.Sandgassell,Neubau. 1632] Schöne Manearden- Wohnune, 3 Zimmer mit Küche, per I. April zu verm. Babnbofstrafie 22 I. I 2 Zimmer"" Schöne grofie 2-Zimmcr Wohnung zu vermieten. 1604] Wetzsteinstrafie 42. I Verschiedene I ““] 3-u.4-Zimmeriv.,neu berg., m Gas z. v. 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Gesamtkirchcnvorstand: ______D. Schlosser.______ MchrcreSteinrichter sofort ges. Basaltwerk Homberg in Oberhessen. Bruchmeister Brück. a,5 Stcinliüucr für ©cäbftcinc gesucht. 1525 Fr. Hewel, Kaiser-Allee 7. Fnngcr Schmiedegcselle gesucht. Heinrich Paulus, Altcn-Buicck.________101609 i IWaMütsellegtW ft. Lindcnstrutb, Hammstr.9 01756] 2 tücht. Schuhmacher sucht Mar, Lindenplatz 12. Kraft. Arbeiter gesucht. Schneide - Mühle Hammttrafie 27. 01742 Gin MM HMbxrslfle sofort gesucht. Bäckermeister Horn, Steinstrahe33. (1592 3g. HansbnMc gcsMt. 01746______Schulstrafie 6. 3g. Hnnsbnrsihc gcjudit 01740 Walltorstrafic 31. Ein kräftiger Fnngc kann zu Ostern in die Lehre treten bei Ernst Schilfer. Schmiede- u. Schlossermeister in Grofi ftarbcn.______(1259 Ein träft. Junge kann zu Ostern in die Lehre treten. 1478 A. Allcndorf, Metzgerei, _______Bleichstrafie 23._______ Ditoef’ Lehrjunge zu Ostern gesucht. >01562 Ludw. 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