Die heutige Nummer umfahl 12 Seiten. Antivari hatsich dioLagedcr vor »bmdtt Johanns Nach den jüngsten und T y authentischen Nachrichten sind die Cholera i stützender Weise tätig. -es ini Nach Berichten an Montenegriner 9tb. wieder vcr ilWm Heinrich LiÜ Becker, gchorenr Bon den Kriegsschauplätzen. Der König von Montenegro ist in Begleitung Kronprinzen Danilo-, der sich wieder trfK.lt ljat, Deut-cbes Reich. Die Kaiserin ist am Samstqg mittag, von Straßburg kommend, in Langenburg cingetrosfen und am Bahnhofe von dem Konstantinopel, 1. Dez. en Grien. ii Bellinulh mit hem rnlein 6l|e Leining!: irbuifl. - geb. Naumann, Li 'vd. - Frau GljtiJini ine Mer, beide j, Iheim. - ijtnu eb. NIohr, in Wetzlar eine Bcschwerdenotc an die Kabinette von Paris, Laudon und Petersburg. rus, Serbieir AftZerbien unb Novibazar, Bulgarien Thracien mit einer von Mibia am Schwarzen Meer nach Dcdbagatsch oder Kawalc am Aegäischen Meer reichenden Grenzlinie er halt eit Adrianopel würde der Türkei vcr bleiben. Mazedonien würde mit Saloniki als .Hauptstadt Autonomie erbalten und ebenso würde A l - banien autonom werden, abgesehen von dem an Montenegro abzutretenden Webiet. Die beiden autonomen Pro- vinzqp würden unter die Souveränität der Brlkanstaateu gestellt werden. Als letzte Bedingung wird der Eintritt der Türkei in den Ballanbund bezeichnet. Wir geben dfeseMitteilung nur der Information Ivegen wieder; sie verdient wenig (Glauben. K o n st a n t i n o p e l /1. Dez. R e s ch i d Pascha und F e r i d Pascha sind heute morgen nach T s ch a t a l d s ch a abgereist, um das W a f f e n st i l l st a n d s p r o t o k o l l zu überbringen. Es verlautet, daß die Unterzeichnung auf morgen oder übermorgen vertagt werden dürfte, um es den griechischen Bevollmächtigten, d e an den Verhandlungen nicht teilgenommen h b n, zu erm g ichen. Instruktionen über die Zernierung von I a u i n a ei zuholeu. Man erwartet beute die Genehmigung des Protokolls durch den bulgarischen Ministerrat. Das „Berliner Tageblatt" meldet an Konstantinopel: Der Waffenstillstand soll nötigenfalls aus 20 Tage Verlängert werden. Die Cholera. Stabsquartier in Gruber eingetroffen. Er richtete an die Truppen eine Ansprache, besichtigte die Stellungen Gmil cll ,nnt und traf Anordnungen über die Aufstellung der Angriffs tolonnen. Im Laufe des Nachmittags wurde Skutari a u s s chweren Geschützen zwei Stunden lang beschossen. Die Geschosse fielen mitten in die Stadt. Drei griechische Bataillone, die zu Schiss von Salonik nach K a t e r i u i befördert worden waren, bcg iben sich zur griechischen Grenze, da diese durch die Truppen Kara.Saib Paschas, der aus der Richtung von Kozani heranmarschiert, bedroht wird. Der türkische Ministerrat genehmigte die Wiedereinsetzung der aus Anlaß der Aprilr.volution im Jahre 1909 verurteilten Offiziere in ihren früheren R a u g. — Ter erste Flügeladjutant des Sultans begab sich in Begleitung anderer Flügeladjutanten in das Hauptquartier, um den Offizieren Grüße des Sultans und Geschenke zu übermitteln. Eine Protestnote Serbiens. Die „Bossische Zeitung" meldet aus Belgrad: Serbien richtete wegen der österreichisch-ungarischen' Truppenanhäufung an der serbischen Grenze > Mig . E Former ■ Vickmibchrr^ cI §trirgnitz, 61 612 613 [1000] 64 90 546 77 641 732 835 0 482 1600) »27 «0 0 465 613 701 37 K. 177 82 413 59 509 IV 304 613 70 633 66 33 00 20 35 63 932 (1000) 131 46 370 438 619 612 25 1 09061 201 449 K 983 95 329 (6001 65 443 2 3 79 108 (5001 295 «1 I 571 90 633 56 « ß 864 924 114919 S 370 81 645 60 794 VA 665 181 [6001 849 934 601 (6001 642 88 M 140 12 [500] 373 TM 73 393 [6901 434 8J Sonate „Teuselstrillcr^ von Tartini, A-Mvll-Sonatc ohne ycnlcitung' von I. S. Bach und ungarischen Tänzen von Brahms in der Bearbeitung für Violine und ^Klavier von Joachim- bewies er, daß er drei so verschiedene Srilarten mit großariiqer Bravour und geistiger Reife zu beherrschen versteht. Tie Bachsche Sonate zwingt die Violine stellenweise zu einer ihrer Natur eigentlich ferner liegenden Vielstimmigkeit, die der Künstler ( von vereinzelten Unreinheiten seines Instrumentes abgesehen । mit erstaunlicher Technik wiederzugeben wußte. Am besten gefiel uns das herrliche Andante. 3u den brillant und schwungvoll vorgetragenen zwei „Ungarischen Tänzen" mußte der mit Beifall überschüttete Künstler noch einen dritten drein- geben. Am Pianoforte waren die Herren E. Behrn^ ständiger Klavierbegleiter der Fran Grneiner) und Professor Trautmann in hervorragender und ihre Panner auis wirksamste unter» senteriefälle bei der Armee vor Tsataldscha erheblich z u r ü ck g e g a n g e n. Im Cholerapark in San Stefano befinden sich gegenwärtig 300 Kranke in Behandlung. In Konstantinopel sind gestern elf neue Fälle und neunzehn Todesfälle vorgekomm.n. Bis jetzt betrügt die Zahl der Erkrankungen 705, von denen 3D8 tödlich waren. Eine Feuersbrunst bei der Beschießung von Adrianopel. Sofia, 1. Dez. Die Zeitung „Mir" meldet: Die Kaserne von K a r a g a t f ch in der Nähe des Bahnhofs von Adrianopel ist durch die Beschießung in Brand geraten. Tie Feuersbrunst griff auch auf die benachbarten Baulichkeiten über. Gieszcner Aonzer-verein. 3. Konzert: 2. iKSliften-Lbcud. Gießen, 1. Dezember 1912. Ein Unstern vereitelte die Mitwirkung der gefeierten Mün toter Kammersängerin .Hermine Bvsetti. Wenn iiwes die Aussicht, daß wir iie dafür später einmal hören dürfen, lein leerer I Trost bleibt, so hätten wir ja eigentlich leinen Berlnst, '.'ndern tuten Gewinn zu verzeichnen: heute den prächtigen Alt der ^nla Nhsz-Gm-einer, daneben ein andermal den glanzenden Sopran ber Bosetti! Auf jcbcit Fall ist es sehr dankenswert, dap es der Äühe und den Opfern der KowZ.-rtleitung gelungen ist, ,o raick (inen vollwertigen Ersah zu schassen: der Parole, stets mir Kraste ersten Ranges ins Tressen zu führen, ist man auch unter 'chwiengen Umständen treu geblieben, lieber die Wahl der Lieder wollen vir mit der Sängerin nicht rechten: ihre pietätvolle Bonteb. iür Brahms mag in einstigen persönlichen Beziehungen zu dem ! Geister wurzeln. Zn sehr schöner Geltung brachte ne das tte,. ; empfundene „Nicht mehr zu dir zn gehen": das aut dem Pro Stamm stellende „Regenlied" ov- a9 wurde durch ein anderes ttnig bekanntes, aber stimmungsvolles „Rcgenlted en cf.. bie „Volkslieder" nicht >'o ganz ansprachen, liegt woh. weniger Ain dein Vortrag der Künstlerin, die ja — auch auF.erlui' |td)i flieh — beitnbt 'ift, das leichtere und heitere Genre nicht minder An pflegen, als die ernst? Musik, die sonst von schweren '.Uinimmen k2oas einseitig bevorzugt wird: aber das naiv volksltedmatzige liegt eben der mehr reflektierenden, spröden Art des Komvonisten ferner. ., n. , Ausgezeichnet gelangen die vier Sclmbertichen Lieder, von toten die zwei sehr selten zu hörenden „An die aute und ' LStn Grünen" eine besonders dankenswerte Gabe waren ©ter ijimte die Sängerin eine Reife der Vvrtragskunit cntsalten, i« der nur die Allerberufensten gelangen. Zbr auch in der »ohe wl,[klingender und ausgiebiger Alt vermgt.über das au^tsts- Allste Pianifsimo und weiß durch lelbemckattilw innige ifcltmg zu packen. Das rührende Lied „xer aod und da- ?äbd)en" hörten wir kaum je in solch wahrhaft ergreifender Vollendung singen. Für den begeisterten ^Beifall dankte, dw 'Künstlerin durch das pikante Lied „Mädchen sind wie der -vtiiu Lehr wacker neben dieser Gesangsgröße bestand der jugend- lito Geiger Adolf Busch.. In seinen drei Vortragsnummern: Aus Otto Brahms Lehrjahren. Als Otto Brabm am Vormittag des 15. November „seinem Dichter" Gerhart Hauptmann persönlich zum Geburtstag firtmi lierte, da war er, der iveniqe Jahre ältere, ein vom -tobe Gezeichneter. Nun ist er „aus dieser Welt der Freien Bühnen", wie er sich selbst einmal ausdrückte, hinausspaziert ins ewige Wclttheater: ivährend auf der Bühne seines von ihm selbst noch gestellten Nachfolgers das neueste Werk des zweiten feiner Lieb- lingsautoren, Arthur Schnitzlers, einen rauschenden Enolg (and, hat sein nimmermüder Geist, der so ruhig und kühl blieb im heißen Feuer der großen Premieren, für immer zu denken am- g'chört. . e)tto »Brahm ist die eigentlich führende und schöpteruche Persönlichkeit in der großen Literaturbewegnng gewesen, die^zu Ende der achtziger Jahre den Naturalismus heraustichrte xad ist seine historische Bedeutung in unserem Schrifttum, aer Brahrn von 191*2 war noch derselbe wie der von 1885, der Tür Keller und Fontane gestritten und allen Neuen die Bahn gebrochen. Die philologische Schulung, die er tm Seminar des genialen Wilhelm Scherer empfangen, feiert gerade in der letzten völlig neu geschaffenen Auflage seines biographischen Meisterwerkes über Kleist ihren höchsten Triumph. Scherer hatte Brahrn feine geschlossene literarische Bildung zu verdanken, die sich gleich in 1 einem ersten Buch, der einen weiten Stoff souverän gestaltenden ^ar- SS&E: b'$- Die turlischen Unterhändler, unter denen sich ber Han- ? belsminister und ber Minister des Innern befinden, beheben sich heute zur Unterzeichnung 'des Protokolls nach lffDschatalbscha. Der Konstantinopeler Sonderberichterstatter des „Temps" meldet aus angeblich halbamtlicher türkischer Quelle, jedoch unter Vorbehalt, daß bie Waffenstillstands- urtb ebcnüieilen Friedensbebingungen in ben hauptzügen folgende seien: Tie Griechen würden Epi- stcllung des Ritterdramas im 18. Jahrhundert offenbart. Die Ideen des Lehrers, die bereits der Tichtung der Gegenwart zugewandt waren, übertrug er resolut auf das Schaffen der Lebenden und vertiefte sich besonders in das Werk des damals mir von wenigen erkannten, so wenig anerkannten Gottfried Keller. Sein Essai) über den Meister von Zürich, der 1883 erschien, iß die erste zusanimensafsende Würdigung dieses großen „poetischen Realisten". Und ähnliches wie für Keller hat Brahrn für einen andern damals noch kaum beachteten Großen unserer Literatur geleistet, für Fontane, zu dem er rasch in ein näheres persönliches Verhältnis trat. Ter „kleine Brahrn", von dem in Fontane: Allersbriefen soviel bie Rede ist, bat dem großen Fontane gleichsam erst wieder Mut gemackst: er hat ihm den Glauben daran gegeben, daß eine jüngere Generation sein vom herrschenden. Epi gonentum so verschiedenes dichterisches Streben besser verstehen und würdigen werde. Als Fontanes Nachfolger hatte er sich in der „Vosfischen Zeitung" die journalistifchen Sporen verdient war er zu einem ber einsichtigsten Beurteiler der jungen Literatur geworden, und sein Leitstern dabei war eine neue große Dichtererscheinung, die ihm unter den deutschen Kritikern wohl zuerst in ihrer weltgeschichtlichen Bedeutung vor den geipigen Horizont getreten: Ibsen. Sein Essay über Ibsen 1887) ist die früheste Schrift, die das deutsche Publikum auf den „Magus aus bem Norben" einbrmglid) hinwies. Tie große romantische Früh- evoche des Tichters blieb ihm freilich nur der Prolog (eines Schaffend; jene damals noch verpönten modernen Tramen stellte er in den Mittelpunkt und wies in scharfer Analyse ihre Schönheiten auf. Für die Aufführung dieser Dramen trat er mit allen Kräften ein. Und so konnte er denn später mit gutem Grund bie von ihm mit durchgesetzte erste Ausführung ber „Gespenster" im Berliner Resibenztheater, Januar 1887, als einen „denkwürbigen Eindruck ber neuen Zeit" bezeichnen. Die^„Ge- fvenster"-Aufiührnng war der Keim zur Grünbung ber Freien Bühne". Bon biefem Tage an trat an bie Stelle des Kritikers der Theaterdirektor Brahrn, der in der Leitung des Deutschen und Lessing-Theaters seine markante Persönlichkeit in einer neuen vorbildlichen Form dem Geistesleben der Reichshauptstadt einzuprägen wußte. Trauerfeier für Brahm. Zum Gedächtnis des verstorbenen Direktors des Lessingtl/eaterL in Berlin Brahrn wurde in ber neuen Berliner Urnenhalle am Sonntag vormittag eine Trauerscier veranstaltet. Gegen 10 Uhr schlechter!, weil die von den Montenegrinern bewaffneten Malissoren abficlen und Skutari mit Lebensmitteln und Munition versorgten. -IlbanicnS Selbftanvigkeil. Pallona, 30. Nov. (Agenzia Ste'mti.) Nachdem in einer Versamm ung der albanischen Abg orbneten die Unabhängigkeit Albaniens proklamiert worden war, schritt man zur Bildung der provisorischen Regierung. Es wurden gewählt: Präsident: der Muselmane Ismail Kemal Bey, Vizepräsident: der Vertreter des katholischen Klerus Nikolaus Cacciero aus Durazzo, Sekretär: der Katholik Louis Guracusti. Aus dem Konak und den öffentlichen Gebäuden wurde die albanische Flagge gehißt. Infolge von Nachrichten von der serbischen Besetzung der Städte Durazzo und Elassoua, die bereits die Unabhängigkeit proklamierten, gab Ismail Kemal Bey tcle- graphisch den Besehl, keinen Widerstand zu leisten, da Albanien sich nun als neutrales Gebiet betrachte, dessen Verteidigung die Mächte übernähmen und dessen Grundlage die Anwendung des Nationalitätenprinzips auf die Balkanfrage bilde. Die „Tribuna" veröffentlicht eine Depesche aus A t he n mit der Nachricht, daß die Griechen die kleine Insel Sa- s o n o am Eingänge der Bucht von Vallona besetzt hätten und daß die griechische Regierung noch immer nicht gewillt zu sein scheine, den europäischen Ermahnungen hinsichtlich Albaniens Rechnung zu tragen, sondern in ihrer Absicht verharre, sich einer sehr wichtigen Geb etszone im Süden Albaniens, besonders Vallonas zu bemächt gen. Die „Tribuna" erklärt in Besprechung dieser Depesche, daß, falls die Griechenland zugeschriebene Absicht, Val ona endgültig zu besetzen, wahr wäre, dieses etwas sehr ernstes wäre, abgesehen von Italien und Oesterreich-Ungarn, die dieses niemals zulassen könnten, lieber diesen Punkt fei keine Diskussion möglich. Italien und Oesterreich-Ungarn seien durchaus einig in dem Willen, daß Vallona nicht Griechenland, sondern dem neutralisierten Albanien gehören solle und niemals ein militärischer Flottenstützpunkt werden könne. Der Fall Prohaska. In Wiener politischen Kreisen glaubte man am gestrigen Sonntag abend (nach einer Blättermeldung), daß die Situation zwischen Oesterreich und Rußland sich verschärft habe. Serbische Offiziere sollen bem Konsul Prohaska ins Gesicht gespien haben. Andereseits wirb aus Ofen pest gemeldet: Heute geben auch bie offiziellen Kreise eine Entspannung ber ser- ibifchcn Krise zu. Wenn Serbien ans eine Verstuckelung' Ablaniens verzichtet und bie Idee eines Korridors und eines Hafens fallen läßt, will Oesterreich jedes Kompromiß Angehen. Englisches Protektorat über Aegypten? Der Berliner „Lokalanz." meldet aus Genf: Wie hiesigen Finanzinstituten aus Kairo gemeldet wird, betrachtet man dort in offiziellen Kreisen die Proklamierung des englischen Protektorats über Aegypten als beschlossene Tatsache. Sie soll in bett ersten Monaten bes nächsten Jahres erfolgen. w. 284 Erster Blatt 162. Jahrgang Montag, 2. Dezember 1912 Der fiefttwtr M» Ve \n ret j; •dA*1*1 tagsrck, «neucr V monatlich75IM.,otertel- stj, die Redaklio.' 112 polinlchen Teil August . General-Anzeiger für Gberheffen Ls-8- fü1^d!7'rag'^nm,m^r Kolationr-ruck nnö Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Steinörudcrei R. Lange. Redaktion, Erpedition und Druckerei: Zchulftrahe 7. Land-^E.Sev^ift den Fernsprecher Ur. 209 Sefchaftzstelle vahnhofstrahe Iba. Änzergemeck ^^eck- . 742 854 90 9M 67 [10001 846 68 0 254 (10001 41 84 812 915 65 1 23 - I 05 74 839 984 1 24 ; I 654 163 [600] 97 9. 1 [10001 959 1 261W N I no 04Q 81 127014 44 I 77 266 306 78 683 3 847 1 3 1 262 94 » ■ ? S1 69 718 837 9N l6a 136094 263 70 Ä”» 848 BK" WM 9 738 Ä o« 331S .6019 90 153 224 » 51033 68 133 Ö 90^ JSS ifgig! 252 310 461 638 /..j >] 601 37 87 fi62? |4 [6001 93 62' x y 4=0 110001 8»’«! 5» 1 85 1640ti^ gyysft** 1034 40 17 7S3 iS Mi Wtz I von HohenloHe-Langenbürg empfangen woröen Die Kaiserin bogab sich im Automobil ins Schloß. Um 3.20 Uhr erfolgte bic Mreise der Kaiserin nach Baden- Baden. Der Antragdes Zentrums auf Aufhebung des Jesuitengesetzes wird im Reichstage erst im Januar auf die Tagesordnung des ersten Schwerins-Tages gesetzt werden. Bei dieser Gelegenheit wird der Reichskanzler sich über die Beratungen des Bundesratsin derJesuiten- frage eingehend äußern. Ausland. Frankreich hat wieder Mängel der Pulverbestände aufgedeckt. In einem Ausschuß der französischen ftammer lieferte der Berichterstatter für das Marinebudget Professor P ai n- leve durch die Erklärung, daß eine Anzahl französischer Kriegsschiffe keine vollständigen und vorschriftsmäßigen Vorräte an Pulver, namentlich an dem neuen Pulver, frabc, einen tiefen Eindruck hervor. Der Ausschuß beschloß nach lebhafter Erörterung, die Minister der, Marine, des Krieges und den Ministerpräsidenten vvrzuladen und ihnen eine Reihe von Fragen vorzulegen, mit deren Abfassung der Berichterstatter Pain- leve betraut wurde. Ter deutsche Bot schäft er in London Fürst Lichnowskh, hielt auf dem Jahresbankett der Rorg Soeietl; of London seine erste öffentliche Rede in E n g l a n d , in der er ausführte, er benütze mit Freuden die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, daß England und Deutschland Seite an Seite für die Aufrechterhaltung des europäischen Friedens arbeiteten, und daß die politischen Beziehungen der beiden Mächte niemals vertraulicher und Aufrichtiger gewesen seien, als gegenwärtig. Es werde immer sein aufrichtiger Wunsch sein', diesen glücklichen Anfang feiner amtlichen Tätigkeit in London weiter zu ent wickeln zum .Heile beider Rationen. ßccr tittfc Flotte. TaS Schiff „Arcona" ist zur dauernden Stationierung im Emdener Jöafcn eingetroffen. Landwirtschaftlicher Kreisoerein. □ Gießen, 2. Dez. Der land io. Kreisverein hielt am Samstag nachmittag unter dem Vorsitze des Provinzialdirettors Geheimerat Dr. U s i >i g e r seine .H a u v t v e r s a m m tung ab Die Jahresrechnung ergab für 1911 1300.96 Mk. Einnahme und 627 Mk. Ausgabe, so daß 673.66 Mk. Vermögen verbleibt. Die Rechnung wurde für richtig befunden. Der Vorsitzende erteilte. dem Rechner Schupp mit Tankesworten Entlastung. Da die Mitgliederzahl des früher starken Vereins nur etwa 390 beträgt, soll eine lebhaftere Werbung vorgenommen werden. Bedauerlich bleibt, daß in manchen (Memnnbcit nur ein oder zwei Mitglieder vorhanden seien. Bei der Reulvahl für den Ausschuß de-? Provinzialvereins wurden gewählt: Brauereibesitzer Bichler-Gießen, Rechtsanwalt Sandmann-Hungen, Bürgermeister Leun-Großen- Linden und Rentner Klein. Ter Vonitzende teilt mit, auf der Hauptversammlung des Vogelschntzvereins für Hessen sei festgestellt worden, daß Oberhessen im Anlegen von Vogelschutzgehölzm int Rückstand sei. Er empfiehlt die Anlage solcher Gehölze und die Beibehaltung und Reuvilanzung von Hecken im Interesse der nützlichen Singvögel. Weil-Lang Göns regt an, an Kreisstraßen Schutzgehölze anzulegen. Der Kaninchenzuchtverein Stangenrod hat sich um Unterstützung der Zucht an den Verein gewandt, der ihm bei Beschassuilg von Zuchttieren Mittel bewilligen möge. Weil-Lang-Göns spricht sich dagegen ans, man solle erst einmal berechnen, ob der Futterverbrauch der Tiere rentiert, die Kaninchenzucht sei vielfach Anlaß zu Feldfrevel, da manche Jüditer gar kein Futter halten. - Kreisveterinärarzt Tr. Knell - Gießen hielt einen Vortrag über „Tie Novelle zum Neichs- v i e h s e u ch e n g e s e tz und die damit in Zusammetthang stehenden Gesetze und Ausführungsbestrmmungen". Den Ausführungen, die durch zahlreiche Tafeln veranschaulicht wurden, sei entnommen: Wenn lvir unsern Piehstand nicht erhalten können, so können wir Arme und Bolt nicht selbst ernähren und gehen einer ernsten Kalamität entgegen. Die Rinderbestände Teuischlands repräsen tieren einen Wert von 10 Milliarden, mindestens das DopPekK an Wert stellt das übrige Vieh dar. Welch großer Schaden an Nationalvermögen wird durch die Viehseuchen angerichtet! Seit 1386 haben Erhebungen stattgefunden über die Verluste, doch dürsten die Zahlen zu klein sein, da mancher Fall nicht zur Anzeige gelangt. Von 1886 — 1906 fiele» an Milzbrand 2998 Pferde, 75 689 Rinder, 11 736 Sckwse, 1241 Schweine und 171 Ziegen, an Rotz 19 082 Pferde, an Lungenseuche 31 727 Rinder, an Rotlauf 42 739 Schweine, an Schweineseuche Epeso 431 017 Tiere. An Entschädigungen wurden gezahlt bei Milzbrand 17,4 Millionen, bei Rotz 6,8 Millionen, Lungenseuche 4,7, insgesamt 30 Millionen. Tie SchwZneseuche hat schätzungsweise einen Schaden von 47 Millionen verursacht. Man kann von einem Gesamtschaden durch die genannten Seuchen von 100 Millionen sprechen. An Maul und Klauenseuche verendeten rund 7,4 Mil lionen Rinder, 6 Millionen Schafe und fast 3 Millionen Schweine. Dazu kommt noch der große Verlust durch den Ausfall der Kälber und an Milch und Zugkraft während der Krankheit des Rindviehs. füllte sich die Halle mit einem hochansehnlichen Kreis von Freunden, Kollegen und Mitarbeitern des Verewigten, und Gerhart h a u pt m a n n widmete dem dahingeschiedenen Freund herzliche Abschieds warte. Tas Werk dieses Mannes, sagte er, war teilweise mein Wert, mein Wert teilweise das Werk dieses Mannes. Diesen tief wertvollen Mann zeichnete besonders die deutsche Eigenschaft des Idealismus aus, nicht eines vagett Idealismus, sondern eines festbegründeten, von Pflichterfüllung und Umsicht getragenen. Ich glaube nickt, bar in der Geschichte des deutschen Theaters eine fiüche Verbindung von praktischer Kraft jemals dagewesen ist. Er zwang das Thecatcr zu einem echten und lebettdigen Ernst und brachte es dem Leben, ilmt das Leben nahe. Sein Leben war kein teidüer Weg Sein Beruf war schwer. Er durchfock)t ritterlich etiten wahren Kulturkampf. Er ehrte sich selbst durch diesen Kampf und mehrte den d e u t s d- e n Kult u r b e s i tz. Und dieses Be mußt,ein genügte ihm Rücksicht aus andere und äußere Ehreu kannte er nicht. Er hüt die Einheit von Kunst und Volk zum Ereignis gemadst, er gab den abseitigen weltfremden Tlwatern die scklicvle Kraft der lmlurnotweitdigen Funktion. Mit Tank für alles, was der Verstorbene so lnngebuugsvoll geleistet für die deutsche Art. und mit eiiicnt Tank für seine nie schwankende Frcundestrcue rief der Dichter dem Verblichenen sein le^te-i Lebe irm l zu. Darauf gab der Generalintendant der königlichen Schau spiele, Grat v t? u lscn häseler, in schüchtert Worten der tieseii .trauer Ausdruck, daß es letzt heiße, Absdned zu nehmen von dem >o früh dahingescl ledenen langjährigen imb treuen Kol legen, der als Künstler und Mensch allen viel geioese» fei. Der Lichter^ Anhur Schnitzler rief alte Erinnerungen der Herz hdten Freundschaft wach, die ihn mit dem Verstorbene oerbunben ,"ur rur »ch allein danke er, sondern für alle seine das neue Oesterreich, dem er von Anfang an mcht V( tltandnis entgegengebracht babe, als die Heimat selbst .^uel Reicher sprach namens der Kollegen "de^ Lesnig 1Ur b,ie "im Mtoib niedertegle Er Iviirdigt' den Vertwrbenen als Lirelror und väterlick>eii Freund, der Goet!>i-- V1 m£llL "Sröci ,ci der Mensch, hilfreick' ilild gul ' riXAn?!?!» 0trat Paul Schlenthe r dem Verstarb ncr bS SJeÄAä, LL." *■ "* Toum.littf.6n, Titten, Man rechnet auf den Kopf Rindes einen Schaden von 107 Mk. rurch die Maul- und Klauenseuche. Den Schaden der Maul und Klauenseuche und Schweinepest von 1886 bis 1906 kann man mit rund einer Milliarde annehmen. Gegen die gewaltigen Verluste muß mit allen Mitteln gearbeitet werden, der Landwirtschaft, Dem Viehzüchter muß geholfen werden. Die Bekämpfung der Seuchen ist Reichssache. Die Möglichkeit der Erkennung und ?er Bekämpfung ist seit den 80er Jahren viel besser geworden, so kann man z. B. Rotz und Tollwut heute mit ziemlicher Siche beit erkennen. Tie Impfung ist bei Rotlauf ein vorzügliches Mittel, die Bekämpfungsmelhode nach Lorenz hat sehr gute Erfolge gczeittgt. Wie gewaltig der Viehbestand sich von 1883 bis 1904 vermehrt hat, zeigen folgende Zahlen: Pferde von 31/« Millionen aus 41/4, Rinder von 15 auf 19, Ziegen von 2 auf 3, Schweine gar von 9,2 auf 18,9 Millionen Stück, nur die Schafe find von 19 auf 4 Millionen zurückgegangen, heute werden die Tiere sehr oft von einem Ende des Reiches ans andere versandt, die Gefahr der Seuchcnverfchleppung ist deshalb sehr groß. Wir müssen burd) eingreifenbe Gesetze bic Werte schützen. Ger ab c bie hochgezüchteten Rassen sind am empfindlichsten, so sind z. B. von 100 Vogelsberger Rindern nur 2, von 100 Simmentaler aber schon 20 tuberkulös. Das Reichsvichfcuchengesctz regelt den Grenzverkehr, die Quarantäne für Tiere, die vom Seeweg eintreffen, die Bekämpfung int Inland, die Beaufsichtigung von Ausstellungen, Märkten usw. Leide< schleppt oft der Schmuggel die Seuchen ein. Ein Seuchenausbruch muß sofort angezeigt werden, nur dann ist die Bekämpfung erfolgreich möglich. Der § 10 behandelt ausführlich die Anmeldepflicht, die von größter Bedeutung ist. Bei der Maul- und Klauenseuche ist sdmclles Zugreifen nötig, helfen steht heir in Bezug auf Gewälwung staatlicher Unterstützungen an erster Stelle im Reich. Die Schweineseuche (-pest) ist im Kreise Gießen jetzt vollständig uerfthrounben. Auch der Rotlauf, der in Hessen sdwn lange bekämpft wurde, ist im Reichsgesetz unter den zu bekämpfenden Seudten anfgeführt. Um die Geflügelcholera, die aus Cefterrcid) und Italien kommt, zu bekämpfen, müssen nad) allen Ausstellungen die Geräte desinfiziert werden. Tie Bekämpfung der Tuberkulose ist jetzt audt in das Gesetz auf- genommeu, durch sie gehen alljährlid) große Werte verloren. Die Tuberkulose kann fidi durch die Mild) aus Zuchttiere und Menschen übertragen. Tie Magermilch aus den Molkereien soll stets erst gekocht werden, ehe man Kälber und Schweine damit füttert. Tiere mit offener Tuberkulose soll man töten, die Werte werden bezahlt, falls das Tier 180 Tage im Besitz des ZManncs ist. Turd) bas Gesetz ist bereits viel erreicht worden. So ist gegenüber ber Lungenscuche ein burchschlagenbcr Erfolg zu verzeichnen, feit 1905 ist sie stark zurückgegangeit, bie Rinberpcst ist vollstänbig getilgt. Mit ben Hilfsmitteln ber Wissensdtaft wirb es sicher gelingen, alle Seuchen erfolgreich zu bekämpfen. Gcheimerat Tr. U \ t n g c r dankt dem Redner für die Belehrungen. Tie Anwendung des Gesetzes darf ber einzelne Viehzüchter nicht als Schikane entpfinben, sondern er muß sich lagen, daß wir uns im Interesse des Vaterlandes so sdmell wie möglich von jeder Settdic befreien müssen. Jeder muß mithelfcn, daß wir künftig and) unser Fleisch durch die Arbeit des bcutl'rijcn Landwirtes und Viehzüchters beziehen, so schützen wir nationale Arbeit und unser Nationalvermögen. Weil-Lang-Göns weist darauf hin, daß die Landwirte bei Ausbruch der Maul- und Klancnseuchc erst noch Mist und Piuhl hinausfahren, baburd) sei bie Ansteckungsgefahr sehr groß, hier sollte schärfer vorgegangen werden. Bei Rotlauf sei die Impfung mehr anzuwenden. — Ter Votsitzende macht nod) die Bürgermeister und Mitglieder auf die Spende zum Bismarck-Nationaldenkmal aufmerksam und empfiehlt sie. Ans StaOt und Land. Gieße n , 2. Dezember 1912. Dezember. Wcihnachtsglvckkm klänge durchziehen den Tezember- mond, wenn das Fest der christlichen Liebe auch erst in feiner zweiten Hälfte gefeiert wird. Im Volksglauben spielt der 1c, t- Moua> d's Jahres eine bedeutende Rotte. -Mi* Deutschen der srüh-creu Jahrhunderte founten den Dezember als Iulmond nnb Ehristmond. Karl ber Große taufte ihn „Heilmonat", wegen der in seine Tage fallenden Geburt des Erlösers. Ter Dezember steckt voll Wetterregeln. Ta heißt es: „Tonner int Winterquartal bringt uns Kälte ohne Zahl". „Im 'Dezember Schitee und Frost, das verheißt viel Korn und Most", oder „Dezember wild mit Regen, bringt uns wenig Segen". „Grüne Weih- nachten, weiße Ostern", und „Weihnachten im Klee — Ostern im Schnee". „Dezember kalt mit Schnee, giht Korn auf jeder Höy!" „Ist der Winter warm, wird der Bauer arm." „Weht der Wind am Stcphanstag (23. Dezember), zeigt's, daß der Wein nicht wohlgerat". „Wenn die Christnacht hell und klar, folgt ein höchst gesegnet Jahr". •* Stadttheater. Nochmals sei ans das einmalige Gastspiel Ernst v. Possarts in „Freund Fritz" am Montag, 9. Dezember, hingewiesen. Es ist zweifellos das letzte Mal, daß der große Künstler eine Gastspielreise unternimmt, nnb daher dürste der Andrang zu diesem Abend sehr stark werden. Reflektanten werden daher gut tun, sich durch Vorbestellung Plätze zu sichern. — Da eS fraglich ist, ob sich später noch eine Wiederholung von Hebbels „HerodcS und Mariamnc" ermöglichen läßt, sei auf die morgige Wiederholung der Tragödie ganz besonders hingewiesen: bn§ DZerk wird für gewöhnlich feiner inneren Schwierigkeiten wegen nur von allerersten Bühnen gegeben, und daß unsere Bühne mit bei Einstudierung einen so tiefen Eindruck zu erzielen vermochte, spricht für bic glänzende Darstellung des GasteS (Frl. Riza Bajor vom Tentseben Theater m Berlin), wie für bie Leistungs- fahigkeit unserer Bühne. " Eine Besichtigung der Neuanlagen deS Konsumvereins fand am Sonntag vormittag statt. Beig. Keller, zahlreiche Stadtverordnete und viele Gäste hatten sich dazu cingcfunbcn. Geheimerat Provinzialbirektor Dr. Ufinger, Oberbürgermeister Mecum und andere Herren hatten sich entschuldigt. Auch der ärztliche Verein, bic Gewerbebank nnb der Lesehalleverein waren vertreten. Alle Besucher sanden die Anlagen sehr gut ausgeführt und waren überrascht von ihrer Zweckmäßigkeit. Direktor Keßler schilderte kurz 'die Entwicklung des Vereins. Nachmittags ivaren die Neu- anlageu den Mitgliedern zur Besichtigung geöffnet und sehr zahlreich machten sie davon Gebrauch. •• Diebstahl. In der Nacht auf Sonntag wurden m ber Lahnstraße au§ einem Gehöfte zwei Stallhasen, sog. belgische Riesen, gestohlen. Zwei unbekannte junge Burschen, die einen Hund mit sich führten, erscheinen der Tat uct- dächtig. Vielleicht tragen diese Zeilen zur Aufklärung bei. eje cTite csck)n c e Deute nacht gab es frier den ersten längeren ^efruecfall. Ain morgen bedeckte eine ziemlich dichte c-ckmeebccke Straßen imb Gärten, Dächer und Felber. Tie Jugend erfreute sich des lustigen Schneetreibens, bas bis gegen^9 Ufa. anbauerte. Einige besonders opinniftiidr Knaben griffen sdwn jum Ritten, bodi dauerte ifrrc Freude nicht lange, denn trotz b?" emeu Grades Mlte, der freute nactzt frier war, ainq der -chnee ra,ch von ben Straßen >veg, iräfrrcnb ir in den (liänm unb am den Dächern länger ücg.m blieb. Seit mehreren Ialnen hatten nur hier keinen so rrübni Schnnckall wie dieses gahr im Verhältz 'maatur fron 21 c i'Ävefligu Säu 3mmer »erwenb nod) nid sic ans den des Ein! Dürfe! K «lllc, so mißte nt k ja ber Ähnee bi ic; mürbe sehr kost royn Slbwieiigkeiü Lundkreis Gießen. b. Leihgestern, 1. Dez. Bei zMreicher Beteiligung feierte der Kriegerverciu gestern abend Groß Herzogs G> ourtstag. Lehrer Buß gedachte des Grotzhcrzogs, Un> Lehrer Volk schilderte in seinem Vortrag Deutschland vr: 100 Fuhren und die Wiederaufrichtung des neuen deutsch,-) Reiches. Als unsere Aufgube bezeichnete er es, allen Parte hader zu begraben, die Jugetrd tu Gotresfurcht und in ba Liebe zu Kaiser und Reich, Fürst und Vaterland z-u erziehe- unb so, bie so teuer errungene deütsche Einheit, al? Boi werk gegen feindliche Gelüste, zu bewahren. Lebliafter De fall belohnte den Rebner. Gesang patriotischer Lieber urt Vorträge von Mitgliedern des Gesangverein,Liederkran." bildeten den Abschluß des Abends. □ Grünberg, 1. Dez. Eine 100jährige Gedenk feier zur Erinnerung an die Grün berget, dieän dem Fel tz zug gegen Rußland ums Leben kamen, fand fratc unter starker Beteiligung bes Kriegervereins unb der Einwohnn statt. Als man vor einiger Zeit die alten städtischen Akten ordnet janb man die Namen von 20 Grünbergern, bic damals geftorber sind. Davon erlagen 16 den Strapazen des russischen Felbzuge,' Tic Anregung, diesen Männern im Brunnental, einen Gebenksteu zu errichten, lanb lebhaften Anklang, besonbers waren es Bürger meisterei, Kriegcrverein unb Verkehrsverein, bic sich ber Sackr annahmen. .deute nachmittag wurde die^Ei nwe i hun g des Gedenksteins vorgenommen. Der Stadworstand unb der Kricgerverein begaben sich zum Brunnental. Sttaßenmeister Rani: sprach über bic Anfertigung bes Gebenksteins unb übergab iHv bem Vcrkehrsverein, bessen Vorsitzenber, Rentner K. H. Jockel den Stein in ben Schutz bcei Vereins übernahm. Tie SSeihcrcb hielt Reltor Angeld erqcr. Ter _ Gesang bes Nationalliebe sd>loß bic einsame Feier. Der (Gedenkstein ist ein natürlicher Fels block von 1.50 Meter Höhe, in diesen ist eine Granilplatte ein gelassen, die die Namen ber Gestorbenen trögt: Johannes Opver. Gg. Hch. Von-Eisf, Johannes Torr, Johannes Neeb, Kvnra> Heßler, Fricdrid' Marl Knispel, Johannes Zöckler, Jakob 08 bauer, Wilhelm Sffrmanb, Johannes Siebenrod, Johannes Ritter Johannes Heidt, Joh. Gg. Frank, Peter Rittet, Joh. ftonmc Sdäldwächtcr, Joh. Hch Wolf: bei Leipzig fiel Johannes Gfrrift Aud) bic Namen zweier in Grünberg geborener Offiziere stehn- auf ber Ehrentafel: es handelt sich um bic Gebrübet Karl Ehtistiw- Ebel — er starb in Spanien — unb Lubnng Karl Ebel: biefn mürbe vor B^vskan fdnver verwundet, beim Brand des Hause fanb er seinen Tob im Mter von erst 21 Jahren. Am '2Bbaü> hielt Rektor An gelber ger einen LidTtblldervortrag über ba. Ti)cma „Tie Hessen unb Napoleons Zug nad) Rußlanb". Der Abend wurde verschönert burd) bic Mitwirkung der beiden Gesang vereine. —. Hungen, 2. Dez. Gestern abend hielt der Ge sangverein „L i e d er kr a n z" in der „Traube" sein erste« W i n t e r v e r g n ü g en ab, das sehr gut besucht war Da« M. O sfenbach, 1. T-ez. Zn einem wüsten Exzeß kam es heute nacht im kleinen Biergrund, wobei das Meffer eine Rolle spielte. Die Hanptbeteiligten, die Tagelöhner Aug. und Karl Kl üb er wurden durch Messerstiche am Kopf schwer verletzt unb mußten in bas Krankenhaus ge» bracht werben Der mitbeteiligte Joh. Schott trug schwere Hieb- unb Stichwunben am Kopf bavon. — Durch' ben uit glücklichen Ausgang eines Prozesses dem W a hn - sinn verfallen ist die 37jährige Ehefrau bes Schlossers Bremers. Tie Frau hatte einen Strafbefehl von 6 Mk erhalten, der ihr in Verfolgung der Berufung 80 Mk •'tollen verursachte. Das hat die Frau dermaßen verwirrt, daß sie plötzlich wahnsinnig wurde. Nur mit großer Mühe konnte die Tobsüchtige von vier Männern gebändigt werden wurde zunächst ins .(Krankenhaus gebracht, von wo sic jedenfalls der Landesirrenanstalt überwiesen wer- wird. ipttatur mm — tirr Mischungen g Kreis Wetzlar. 0 Wißmar, 1. Dez. Gestern fand hier ein Vortroq über bic Versorgung mit elektrischem Licht unb Straft oon Fnaeuienr Dr. Krätzer-Bingen statt. Der Anschluß soll an bic BuberuSsche Ueberlandzentrale erfolgen. reichhaltige Programm, bestehenb in zwei Theaterstücken, humoristischen Vorträgen, Konzert usw., wickelte sich in LÄr' sää r is "schneien »erben ’ den 1. ^e?«, 'N« W > »,u 'M ""•tttlk.I JC "ich >V w in\an der Otlt>en, am 2 < Kreis Alsfeld. g. Kirtorf, 1. 'Dez. Heute ist bie Automobil- verbinbung Ehringshausen, Kirtorf, Kircb- Hain 'demWetrieb iü bergeben worden. Zur Eröffnungsfeier fand gestern abend im Hotel zur Krone ein Festessen statt. Ter Vorsitzende der Genossenschaft, Molkereidirektor Grieb von hier, gab dabei seiner Freude Ausdruck, daß dem lange gefragten Wunsche ber Bevölkerung, bunt) ein modernes Verkehrsmittel mit den Bahnstrecken bei Hunden zu werden, endlich Rechnung getragen Tci. ■'©ein Hoch galt dem geistigen Vater des Gedankens, Schneidev- meister Lather von hier, ber schon seit Jahrzehnten für eine (Hffchließung der hiesigen Otegcnb durch eine Eisenbahn in Wort und Schrift eingetreten sei. Fröhliche Gesänge und Becherklang hielten die Teilnehmer noch einige Stunden zusammen. Möge das neue Verkehrsmittel bat einzelnen Gemeinden die erhofften Vorteile bringen. Kreis Lauterbach. n. Hartershausen, 1. Dez. Es ist bekannt, daß Psarrer unb Lehrer in den oberhessischen Kreisen, bic fern von größeren Städten liegen, meistens nicht lange bleiben: nicht etwa, weil es ihnen dort nicht gefiele, sondern um ihre Heranwachsenden Kinder eine höhere Schule besuchen lassen zu könne.!, sehen sie sich — unb das ist durchaus verständlich — veranlaßt, zu einem gewissen Zeitpunkt den Wanber- stab weiter zu setzen. In dieser Hinsicht heißt nicht mit Unrecht der Kreis Msfeld im Volks mund der Kreis „Als- fort" und der Kreis Lauterbach der „Wandcrkreis". So besitzt auch unser Dorf im Fulda gründ keinen Pfarrer unb keinen definitiven Lehrer. Nachdem kürzlich Lehrer Geißler, ber nur wenige Jahre hier war, nach Stammheim versetzt worden war, ist nunmehr auch unser bisheriaer Ortsgeistlichc Pfarrer Schäfer seinem Beispiel gefolgt, um in Königstüdten die Pfarrstelle zu übernehmen. Als geborener Schlitzerlander hat er mehr als 14 Jahre hier gewirkt und genoß weit über die Grenzen des .Kirchspiels Hinans großes, Ansehen. Er war stellv. Mitglied des De- lanatsausschusses und Leiter des Dekanatserziehungsvereins. Tie erledigte Pfarrstelle wird vorläufig von Schlitz aus versehen. Starkenburg und Rheinhessen. = Darmstadt, 1. Dez. Heute abend ist die Ausstellung „Der Mensch" geschlossen worden. Insgesamt ist die Ausstellung von rund 250 000 Personen besichtigt worden. Ueber 100 000 Karten zu ermäßigten Preisen wurden für Vereine, Arbeiter, Militär unb Schulen ausgegeben. Ter Kinematograph ist von 20000 Personen besucht worden. flotter Weise ab. Kreis Büdingen. L. Ba d- Salz ha usen, 1. Dez. Die Kuranlagen, Bade- und Kurhaus, werden im kommenden Sommer elektrisches Licht erhalten. Die Arbeiten dafür sind bereits ausgeschrieben. & Mck wendet man erycugt die Wie m rteumtbt, sich im rafrrratin Herstellen 3um Antreibm Imfirnaschinen — 'ill - oder GaÄi Rrme ist. Es eri ■wi ;ur ErMgMg ck. Jeder Laie ist 'km die Wlkmas t heiß ist. Mit »ldurcknmmten * sind. Selbswerständlich r^ren, rate sehr m tarn man eine Jl •‘ident Portzang her oatn. Denn jenu E an Ehesten ’ml das auf btt 71 der Lust verdu «1 Kötter entzieh .erduiptung immer W Hattjinbct, so Wien. k Wet, must atlmä, ilc tolteinbuftn tl!l das Ammonia iflrt die v. MV u' R Zeit zu ° ; Teutichtuuv. reil noch d Ügenba Hohen tud, MC .in dm J sie nickt funjt $ ist ein g.re toir, boB mr u« <51 der Tropen, L Srade unterJ ^mmmgsmitte mA w f - inner elruthtt; riiktt wirb, 'itkr der jaulnv tonnen bei 10 irM nickt Ms) 2it Tatsache, bt nach C’/u Nähmaschinen X S. Heichelheim. D7., Marktfetr. 8. a-’/ jtf* Hoch- und Tiefbau. D’/m ■iqer&Cg Ca. 80 bunte Herren- Westen Kinder husten nicht mehr, nach Karn s eck tem Fenchelhonig. Flasche 50 Pfennig nur «entral Trogerie Emil Karn. Lchulftrahe. [7M,J Tel. 551 Seltene Gelegenheit! J. 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Anmeldungen, welche durch die Pfarrämter oder Bürger- ' vieistereien bis spätestens Ende Januar k. I. ein- fureichen sind, müssen mit ärztlichem Attest belegt jtin, woraus hervorgeht, daß die Kur notwendig hl, und mit einer amtlichen Bescheinigung, daß die Eltern nicht in der Lage sind, die Kosten selbst vermischtes. * W i e man richtig «Luft schöpft?" Tas Tieiatinen mit geschlossenem Munde wird von Lehrern der Gesnndheitsoflege eitrig gepredigt, findet auch immer mehr Anhänger im Publikum, weil von seiner Nützlichkeit sich jeder überzeugt, der es betreibt. Die Nützlichkeit besteht in wohltätigem Einstich auf das Blut-, Muskel- und Nervenleben und Stärkung der Verdammgs- und Atmungsorgane, wo es sogar Krankhcitskeime unterdrücken kann. Zum richtigen Schiebe gehört, dcch es im Freien in guter Lust, wenigstens an geöffnetem Fenster, mittels der Nase, nicht des Mundes, geschieht, und zwar nicht stoßweise, hastig, auch nicht flüchtig, unlustig, sondern langsam, gedehnt, damit die eingesührte Lust gehörig in die kleineren 'Atemzweige dringt. Nachdrückliches Ausatmen darf nicht versäumt werden. * Die kleinen Würstchen. Der Gast bestellt sich in einem Thüringer Gasthaus „Rostwürstchen mit Sauerkraut", woraus alsbald der flinke Schwalbenschwanz einen dampfenden Teller vor iljn hinstcllt. Der Gast jedvck) läßt die würzigen Düfte des Krautes achtlos an sich vorüberzichen und fragt mit einiger Torge im Ton . „Kellner, wo sind denn die Würstchen?" „Die liegen doch aus dem Sauerkraut, Äerr," antwortete der Ganymed, woraus es enttäuscht zurückklingt: „Ach, ich dachte, das wäre Kümmel!" ~ , * Sehr richtig. „Haben Sie gehört, Fronlem Malwine? Ein Flieger ist über die Alpen geflogen." — Aeltliches Fräulein: „Ja ja, die Männer! Ehe man sich's versieht, sind sie über alle Berge." Serie I Serie II Serie III Serie IV Sl n in.; Die in Klammern gesetzten Zistern geben an, nnc viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen, Hessen-NaBm. y MveV-nrko pf, 1. Dez Nack mrb nach fcfrren Kg vielen Untrer unsres Kreises, bir während der (CyopnemrDTiiit. in beit 3‘ubuftrieQdrieten arbeiten, in die frtviat zurück. Biele vertausihen die Kelle mit der Axt, ant als Holzfäller im Winter tätig zu sein. Bekanntmachung. Behufs einer Ergänzungsmahl des Vorstandes unserer Gemeinde für das nach dem Dienstalter ausscheidende Mitglied Herr Max Friedberger, liegt die Liste aller Stimmberechtigten drei Tage lang | zur Einsichtnahme der Beteiligten in der Wohnung des unterzeichneten ersten Vorstehers, Süd-Anlage ! 91t. 13, offen und können Einwendungen gegen den Inhalt der Liste nur während dieser Frist zu- vrlassen werden. Gießen, den 1. Dezember 1912. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. Bekanntmachung. Dienstag, den 3. Dezember 1912, vormittags 11 Ubr, werden in dem Stadthaus - Zimmer 9i£l2- verschiedene städtische Plätze zum Verkant von Cumft: bäumen meistbietend verpachtet. lo In Gießen, den 28. November 1912. Der Oberbürgermeuter. 591 e c u m. rfolgk"' 21 irttb 32. Mai, 3. rück 4. Inm, 17. urtb 18 F«n, 8. iati> 9. Juli, 22 und 28. Juli, 5. und,6. Angust, 19. und 20. Augusts 2. und 3. September, Ijfi. und 17. September, 30. September, imb 1. Oktober, 21. und 22. Oktober,^ 11. und 12. Novemd«.^ 25. und 26. November und 16. und 17. Dezember. Der Söcwcj Markttag ist für den Sckwemebanbel bestimmt Vom - wird am Tage des Sckweinemorktcs wechsel weife ftnrit um orx anhern Markt, mit Ausnabme im Monat November, wo toldx überhaupt au st allen, ein Krämermarkt aus Oswaldsgarten statt-» finden. Ter Früchabrs-Pserdemarkt findet am 2. Apnl, bet' vcrbst-Vierdcmarkt am 1. Oktober Halt. ‘l1* ■«£ I •Innaifi» > i«6 fee* I I ■•ttieaiinsitej™. I 15 und tnet K. 3 N ^aiiomu^ , natnrlitrr * int Önmilcluv 3t: ÄHannc- M £ J* 3ah; (v Z. Johannes Aiv Un. Äh. L Nck Johannes ör. | W 1 finita torl "g Karl Ebel: 2 \ Staub des bä- .^ahrm. 9lm tzr utavmrag übe!, mch Rußland". Nta taten rlMd hielt bet fi Traube" sein etM lt besucht Ivar. 74 Mi TheaterstjM w., ivickelte sich 1 Märkte. tö D i e Gießener Viehmärkte für 1913 sind wie folgt festgelegt: 7. und 8. Januar, 21. und 22 Januar, 4. und 5. Februar, 18. und 19. Februar, 4. und 5. März, 18. und 49. März, 1. und 2. April, 15. und 1'6. April, 6. und 7.^Mai, wöchentl. Uebersicht 6tr£ote$fäne Lö.$taöt Sieben. 47. Woche. Vom 17. bis 23. November 1912. Einwohnerzahl: angenommen zu 31 800 sinkt. 1600 Mann Militär^ SterbttchkettSzisser: 23,00 7„, ?>bzug von 4 Ortsfremden: 16,40 /y. filnbec bische o. französische sowie Kognak-technille Bekannte Spezialität per Literflasche Mk. 2.25 empfiehlt 1746 E. Dort, WalltorstF. 45. 2 — M. 3— , 4 - jj 4.50, SS MeBeMl (Cbtrbctt, ttnterbttt. 2 Rtflnt) mit doppelt fltrelniqt neuen Bett» ledern. beff.Bektkni5,lv,r»S0Mt^ l1/, (*l. Letten 15, 20, ‘28.50, 1^50, 3? 50int.uftD.9?er<.gtfl.9 »ekt-IXatW. £ temperatur hcrftcHen kann. Zum Antreiben der Kältemaschinen benutzt man entweder Tampfmaschinen — auf den Schiffen ist dies wohl immer der Zall — oder Gasmotoren, deren letzte .Kraftguelle immer die Därme ist. Es ergibt sich daher das seltsame Schauspiel, daß man $ur Erzeugung von Kälte erst einmal Wärme hervorbringen muß. Jeder Laie ist sehr erstaunt, wenn er in den Raum kommt, m dem die .Kältemaschinen steten und findet, daß es dort drinnen sthr heiß ist. Mit größter Verwunderung erblickt er in dem w^durchwärmten Raum Röhren, die ganz dick mit Eis be- Selbstverständlich bat auch dieses technische Wunder, wie alle anderen, eine sehr einfach auf Naturgesetze sich gründende Ursache. Henn man eine Flüssigkeit rasch verdünsten läßt, so wird bei diesem Vorgang der nächsten Umgebung sehr viel Wärme entzogen Wenn jemand ans einem Bad heraussteigt, so bat er selbst im heißesten Sommer eine starke Empffndung von Kalte, weil da« auf der foaut zurückgebliebene fehl' dünne Wasierhäutchen an der Lust verdunstet, wozu es viel Wärme braucht, die es dem Körper entzieht. Wenn man dafür sorgt, daß eine solche Verdunstung immer an derselben Stelle ivährcnd einer langen Zeit ftattfindct, so vermag man sehr niedrige Temperaturen zu erzielen. Wasser, das sich in der Nähe dieser Verdunstungsstelle befindet, muß allmählich gefrieren. . Die Kälteindustrie benutzt als Berdunstungssluffigkett falt all- temcin das Ammoniak. Ammoniakdämpfe werden in einem Ztzlmder hilft, liflt geholten, wird helfen In Fällen, wo Sic von Rheuma, Hexenschuss, Zahn- und Kopfweh, Rücken- und Manen schmerzen geplagt sind. Amol Ist auch ein universelles ToHcttemlttcl. Amol stärkt, erquickt, erfrischt, belebt! 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Sie werden in einen grossen Bottich gefetzt, in dem sich lalziges Wasser beffndel, das eine Abkühlung bedeutend unter dem Nullpunkt vertragen laim, ohne zu gefrieren. Ganz beguem kann man dem Salzwasser eine Temperattn' von — 20 Grad gehen. Es wird nun durcl' eine Pumpe aus dem Bottich, in dem sich die Kühlschlange beiindet, abgesaugt und in Roirlechungen gedrückt, die an den Decken großer, gegen die Außenlnft durch dicke, Wärme fernlioltrnde Wände geschützter Kammern liegen Die Luft in den Kammern wird durch die Berührung mit den Röhren abgetühü. Die schwere lalte Lu't, die neb an der Decke bildet, sinkt lytnunter, drängt die wärmere nach oben, dorthin, wo fick die fkühlröhrni befinden, so daß allmählich der ganze Raum deren UntertanDerahir annimmt. In solchen Kam- mern ist alles, was sich.darin befindet, in gefrorenem Zustand: hineingelegtes Fleisch läßt sich wochenlang erhalten. Die Schiffe, die ans Argentmiat sckwn viele Jahre lang Fleisch nach Europa, msbefondere in das Freidandelsland England schaffen, enthalten sämtlich solche Gesrierkammern Tie Kompressoren und Pumpen werden durch Dampfmaschinen angetrieben, die ihren Betriebsstoff bat ohnedies für die Schifssmaschine oorhandenar Dampfkesseln entnehmen. Es kommt auch gar nicht so selten vor, daß man auf dem Lund Fleisch, >oenn es später auch in nächster Nähe der SchlachNteUe rnwbraucht wird, in Gefrierkammem ausbewahrt, da fick ost ausrechnen läßt, daß die Futterkosten für das schon genügend rett ganachte Vieh größer sind, als die Aus- gabat für die Konservierung durch Kälte. Die Derstellung von tünstlicknnn Eis wird gleichfalls mit Hilfe der unterkühlten fähigen Flüssigkeit vollzogen. Zur Eisfabrikation gießt man keimfreies Wasser in lange Blechgefäße, die eine Zeitlang in die KuMüssigkeit hiiteingesenkt werden. Das JBauer gefriert bann in der Form der befanntar langen Mücke. Seine Kühlkraft wird heute nur noch für Eisschränke und ähnliche ganz kleine Anlagen venvendet. Gerichr^saal. Straßburg, 30. Nov. Die Strafkammer verurteilte heute morgen die boiden Studenten N c e l e und Klaus v. Bulach wegen Z w e i k a m p f e s mit tödlichen Waffen zu je drei Monaten Festungshaft. ■ I _ • e p"> liefert billigst die BrühPscho K IIVDMb Q 8YBB t Universitäts-Buch-undSlein- IXUVÜI IO Hill I El IIIU druckerei.Gießen.Schulstr.7 €uHid>iffabrt. M f^^tbirr f, 2. Anläfflich des 10jährigen Bc- «ehens des Niedcrrchcinifchen Vereins für Luftschiffalsrt £nb gestern eine Wettfahrt statt, an der sick 10 Ballons- heteiügbev Sie landeten sänrtlich bei dem Westerwald, oder in den Kreisen Wetzlar und Gießen. Ein Ballon (jhefl bei Wißmar, ein anderer bei Mlendorf an der Lumda nieber. Paris, 30. Auf dem Flugfelde von Juvisy ist Da Füeger Arundel heute nachmittag tödlich ab gc» stürzt. ______ wie aus Hitze Lis gemacht wird! Kein Mensch könnte auf die Idee kommen, die dattsche Re- merung um die Erlaubnis virr Enfführung argentinischen «Fleisches m ersuckuu, ivcmt die Technik uns nicht 'wunderbare Mittel in die oand gegeben hätte, das Fleisch vor seinem natürlichen Unter< qang durcki die Tätigkeit der Fäulmsbazillen für lange Zeit zu bewahren Die Seefahrt von ^ttgattiniai nach Deutschland dauert mehrere Wochen: sie führt zu einem Teil noch durch die Tropen mit ihrer die Fäulnis begünstigenden hohen Temperatur, und all' die schönen Rinderviertel, die in den argentinischen väfen verladen worden sind, mürben bei ihrer Ankunft in der Nordsee längst verwest sein, wenn inan sie nicht künstlich frisch erhielte. Es ist ein großer Sieg dos menschlichen Geistes über die Mtur, daß wir imstande sind, im heißesten Sommer, selbst in mitten der Tropen, Räume auf sehr niedriger Temperatur, sogar viele Grade unter Null, z-u erhalten. Die .Kalte ist das einzige NtonfcrDtcnmgdmiüel für Fleisch, das gestattet, dieses Nahrungsmittel lange Zeit aufzubewahren, ohne daß es tm geringsten -,i seiner Struktur, in seinem Aussehen und seinem Geschmack verändert wird. Die Kälte versetzt die Kleinlebewesen, die die Urheber der Fäulnis sind, offenbar in einen tiefen Winterschlaf. Sie können bei 10 oder 20 Grad unter 9htH ihre zerstörende Tätigkeit nicht ausüben und daher das Fleisch nicht verändern. Die Tatsache, daß man lwhe Kältegrade auf künstlichem Wege erzeugen kann, ist schon seit langer Zeit bekannt. Schon vor Jahrhunderten wußte man, daß eine Mischung von Kochsalz und Schnee im Verhältnis von 1:3 eine Kältesubstanz mit einer Temperatur von 21 Grad unter Null ergibt. Kohlensäureschnee, mit sctzvefliger ©ehrte gemischt, ergibt sogar die kolossale Untertemperatur von — 100 Grad. Wenn man jedoch mit Hilfe solcher Mischungen große Räume für längere Zeit abgekühlt halten nwlltc, so müßte man die KLltemischung fortwährend erneuern, da ja der Schnee durch die Außentemperatur ständig abschmilzt. Das würde sehr kostspielig sein und wäre auch technisch mir mit großen Schwierigkeiten auszusühten. Zur Dauerkonseroierung von Fleisch wendet man daher ganz andere Methoden an. Man erzeugt die Külte mit Hilfe von Maschinen, durch die man eine andauernde, sich immer gleichbleibende und zuverlässige Unter« (R ist bekannt, a hen Kreisen, die « ; nicht lange blei« fiele, sondern um dH jdiufc besuchen leist durchaus vcriiü eitpunkt den Van. isicht heißt mdU mnd der W-Ä Wanderkreis. 1 seinen Pf°r«k4 ar, nach uc6 unser b>« ,cm .u übcrnchnM H r °ls U d-s K stv Nägsted Dekanatserz« ) vorläufig von-^1 die Automobil Kirtorf, Siid ZurErosfnMgsseie ne cm Festessen ftati st, Molkereitirektz freub? Ausdruä, des Bevölkerung, tue n Bahnsttecken getragen sei. tr dankens, Ähneitc eit Jahrzehnten ib durch eine n sei. Fröhliche/' ilnchmer noch eir. a Berkehrsmttel ie irteile bringen. Immer größer wird die Zahl der Hausfrauen, die bei den teueren Fleischpreisen regelmäßig Knorr-Suppenwürfel verwenden, aber noch mehr Hausftauen gibt es, die diese für jeden Haushalt nützlichen und praktischen Knorr-Suppen noch nicht kennen Warum? Weil viele glauben, der Fabrikant könne unmöglich für 10 Pfg. 3 Teller gute Suppe liefern. Warum kann Knorr für wenige Pfennige so viel bieten? Weil in dem großen Fabrikbetrieb alle Vorteile des Einkaufes, der Herstellungsweise und des Vertriebes sich vereinigen. Jeder, der für 10 Pfg. einen Knorr-Suppen- würfel kauft, zieht aus all diesen Vorteilen Nutzen. Probieren Sie einen Knorr-Suppenwürfel, er ist besser als andere! P H. 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Der „Matin" meldet ans Sofia, daß der Finanzminister Theodo row am Samstag im Hauptquartier von Kirk Kilisse eingetroffen sei und eine Denkschrift über- reicht habe, nach der die für die Balkanftaateii von der Türkei zu fordernde Kriegsentschädigung 1 Milliarde 2 00 9)i i l • Honen Franken betragen solle. Gute Weinaussichten. : Köln, 2. Dez. (Priv.-Tel V Ans dem ganzen deutschen Weinbauaebiet liefen Meldungen vor, daß die Entwickelung des Weines der diesjährigen Ernte sehr befriedigend sei. Alle Urteile stimmen darin, überein, daß eine gute Mittel ernte zu erwarten sei. inheflcn. -1 ?«6cdL *1 ‘Äfft«.!1c\ DU-, 2 effe chestau^ ronb>J “'«’S« ES starben an: Zusammen: Erwachsene. L Leb int enSjahr: ÜÖIH 2.—16. 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