Dienstag, Oktober 1912 162. Jahrgang Erstes Blatt General-Anzeiger für Oberhessen Die heutige Nummer umfafet 10 Seiten. Nr. 231 " VJVv 11VIVvv 4411 ivIWvV M? General-Anzeiger für Oberhessen • ZOLL ünnahm« Mn anjeig« Hotationsöniif un6 Dtrlag ötr Brübl'!d)cn Unio. vllch- unö Steinöruderei n. lange. Rcöaltfon, «rpeöilion und Drnderet: SchuIftraKi r. bi Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 SeschSftsstclle vahnhosstratze 16a. An-eigentetl: H. Beck. Der Baltanfrieg in Sicht. Auf dem Balkan wird es jetzt höchster Ernst! Bulgarien, Serbien und Griechenland erklärten nacheinander amtlich, das; die Mobilisierung angeordnet worden sei. Natürlich hat dies nur den Sinn, die Lage zu verschärfen, denn wenn die kriegslustigen Balkanstaaten die türkische Truppcnzusam menziebung an der Grenze als Ursache ihrer ungewöhnlichen Mastregel bezeichnen, so ist dies ein leerer Vorwand. Tie Türkei denkt nicht an einen Angriffskrieg. Da an der Montenegrinischen Grenze in den letzten Tagen wieder sehr blutige Scharmützel stattgefunden haben, so werden wohl bald überall die Kanonen dröhnen. Ob der Balkanbund doch noch auf die Unterstützung Rußlands hofft. Wir haben heute eine Meldung des Reuter- Bureaus in Händen, wonach offiziell verkündet worden ist, daß Sir Grey und Sasonow in London nicht nur in Persien friedlich Vorgehen, sondern auch überhaupt und überall für den Frieden eintreten wollten. Ob das richtig ist, wird sich bald zeigen. Graf B er ch t o l d, der österreichische Minister des Auswärtigen, hat im Heercsausschusse eine neue Warnung an die Kriegslustigen gerichtet. Aber wenn die Gewehre erst losgegangen sind, ivird es schwer halten, dein Krieg Einfalt zu tun. Höchstens wird er dann auf dem Balkan lokalisiert bleiben tonnen. Aus Os en pest wird gemeldet, die telegraphische und telephonische Verbindung mit BelgradundSofiasei seit Montag 4 Uhr nachmittags völlig unterbrochen. Der Donauschiffahrtsvertehr sei von der ungarischen Grenze an unterbrochen. Von Wien aus wird hinzugefügt, Oesterreich-Ungarn habe die entsprechenden Maßnahmen bereits getroffen. In Bosnien und an der Grenze ständen drei Armeekorps in völliger Kriegsbereitschaft. Interessant wird auch sein, wie Rumänien sich verhalten wird. Nach einer Meldung aus Konstantinopel soll sich eine Annäherung der Türkei an Rumänien vorbereiten. Wir glauben vorläufrg, das; dies eitel Geschwätz ist. Eher wäre schon glaublich, daß Rumänien, dvs Jid) bisher jeder großen Gebärden enthalten hat, im Einvernehmen mit Oesterreich und Deutschland bleibt, um das Feuer auf dem Balkan zu ersticken Wir erhalten folgende Meldungen: Die amtlich erklärte Mobilisierung Bulgariens. Sofia, 30. Sept. Die bulgarische Telegraph-enagentur meldet: Infolge der in den letzten drei Tagen ein getroffenen alarmierenden Nachrichten betreffend die Konzentrierung beträchtlicher türkischer Streitkräfte in der Umgebung von i'ldrianopel und an der bulgarischen Grenze scch sich die bulgarische Regierung, um jeder Eventualität zu begegnen, genötigt, heute die Mobilisierung zu proklamieren. Die Mobilisierung wurde nachmittags um 5 Uhr offiziell bekannt gegeben. Die Nachricht wurde mit großer Begeisterung ausgenommen. Alsbald durch zog eine zahlreiche Menge die Straßen. Einige trugen die Mobil- inachungsordcr und brachten ununterbrochen Hurrarufe aus. Beim Vorbeiziehen an der italienischen Gesandtschaft wurden Ovationen für Italien dargebracht. In der Stadt herrscht reges Leben. Serbiens Kriegslust und Mobilisierung. Belgrad, 30. Sept. König Peter hat die allgemeine Mobilisierung der serbischen Armee angeordnet. Tie Skrtpsck)tina wurde auf den 4. Oktober ern- berufen. Die allgemeine Mobilisierung des serbischen Heeres wird amtlich mit der teilweisen Mobilisierung der türkischen Truppen im Vilajet Kossowo und an der serbischen Grenze begründet, wodurch das Gebiet Serbiens bedroht erscheine. Tie seinblichen Absichten der Türken gegen Serbien gingen auch aus der alle Rücksichten und Korrektheit verletzenden Verfügung der türkischen Regierung hervor, wodurch serbisches Kriegsmaterial, zu dessen Turchfuhr die türkische Regierung die Erlaubnis bereits erteilte, im Austrage der türkischen Regierung in feindseliger Absicht ohne jede Veranlassung angchaltcn wurde. Auch Griechenland mobilisiert. Athen, 30. Sept. Griechenland hat im Einvernehmen mit den Balkanstaaten gestern abend die Mobil i s i e r n n g seiner Streitkräfte zu Wasser und zu Lande an geordnet. Aus der Türkei liegen nur wenige Meldungen vor. Ein aus einem Marineoffizier und fünf Truppenoffizieren bestehender Ausschuß wurde, wie es heißt, beauftragt, die Vollendung der B e r> teidigungswerke in den Dardanellen und dem Bosporus zu studieren. Man muß sich wundern, das; an den Verteidigungswerken immer nod) st udiert wird. Es wird sich ja aber zeigen, ob die Türkei das Kriegsjahr benutzt hat, sein Heer für di? Zeiten der höchsten '.Kot auf einen guten Stand zu bringen. Manche Nachrichten, die uns jetzt ans Konstantinopel zugegangen sind, stammen gar nicht aus türtischen Kreisen, sondern von parteiisch beeinflußten europäischen Berichterstattern. So ist es nicht möglich, nachznprüfen, ob es wahr ist, was briefliche Be- tidjte aus Samos besagen, die Landung von stärteren englischen und französischen Abteilungen sei deshalb nötig geworden, weil die Türken d ie L ä d e n in d e r S t a d t plünderten und dadurd) eine große Erbitterung unter der Bevölkerung hervorriefen. Ein Waffenstillstand auf Samo8. Konstantinopel, 30. Sept. Zwischen den Rebellen und türkischen Truppen auf Samos ist ein sechstägiger Waffenstillstand geschlossen worden. Authentischen Nachrichten zufolge haben der Großwesir und der Minister des Aeußern den griechischen Gesandten erklärt, der Zwischenfall auf Sauros sei gewiß bedauerlid). Die Pforte, die leine direkte Verbindung mit der Insel habe, werde das Ergebnis der Untersuchung abwart n, und sollte die gricdjifdye Lesart den Tatsachen entsprechen, das Erforderliche veranlassen. Ter gnedjifeije Gesandte erklärte, Griechenlarrd müsse auf einer Genugtuung bestehen. Nach einer anderen Meldung aus «KonstaniinopZ hat die Pforte den Behörden auf Samos, die auf den Rat der eng- li]d)en und französischen Truppenabteilungen den Waffenstillstand geschlossen haben, eine Rüge erteilt, weil die Behörden damit die Rebellen als teiegführende Macht anerkannt hätten. Angriffe der Montenegriner. Konstantinopel, 30. Sept. Ter Mali von Uesküb mel bete gestern einen Angriff von Montenegrinern auf eine mit türkischen Soldaten besetzte Barke. Heute hier eingcgangene Meldungen geben die Zahl der bei der Beschießung der Barke getöteten Soldaten auf 30, bie Zahl der Gefangenen auf 7 0 an. T i e M o n t e n c g r i n e r sollen den Getöteten die Nasen abgefchnitten haben, was auf der Pforte Entrüstung hervorries. Einem Gerücht zufolge sollen bei einem neuen Zwischenfall an der montenegrinischen Grenze zehn türkische Soldaten getötet und ver - l w u n d e t worden sein. Zm HcereSauSschuff der österreichischen Delegation fragte der Delegierte Graf Latour unter Hinweis auf die Nachrichten aus Belgrad und Sofia über die Mobilisierung den Minister des Aeußern, ob die Nachrichten der Wahrheit entsprächen, wenn ja, wie er die Lage beurteile. Der Minister des Aeußern erwiderte, daß bis jetzt wohl aus Sofia die Nachricht vorliege, das; der Befehl zur allgemeinen Mobilisierung erging und nod' heute veröffentlicht werde. Von Belgrad und Athen sei bis jetzt feine analoge Nachricht eingetragen, wenn auch dort die Lage als eine nickst minder ernste bezeichnet werden müsse. Ter Minister erklärte weiter: Ich inöchte darauf h in weisen, daß zwischen der Anordnung der Mobilisierung und derAufnahme der Feindseligkeiten einschwe - rer, verantwortungsvoller Entschluß liegt und daß nach wie vor die Bemühungen der Großmächte dahin gehen, die aus einer solchen Situation sich ergebenden Gefahren zu beschwören und and; weiterhin für die Erhaltung des Friedens zu wirken. «Beifall.) Kricgsminister v. Auffenbcrg erklärte gegenüber den Gerüchten, daß das Rohrmatcrial der österreichisch- ungarischen F e l d a r t i l l c r i c unzureichend sei und der Auswechslung bedürfe, mit voller Entschiedenheit, daß an diesem Gerüchte kein wahres Wort sei. Tas Rohrmaterial sowohl der Feldkanoneu als der Fcldhaubitzen sei ganz vortrefflich, speziell die Feldkanoneu stellten nach wie vor ein ganz ausgezeichnetes Geschützmatcrial dar, das einen Vergleich mit den Artillerien aller anderen Großmächte auszunchnien imstande sei. Ter Minister versicherte, daß au einen Austausch des RohrmatcrialS nicht gedacht werde, und sprach die feste llcberzcugung aus, daß die so vielfach bewährte Stahlbronze noch lange das Rohrmatcrial dec österreichisch-ungarischen Artillerie sein und bleiben werde. Die Auffassung in London. Wie das Reutersche Bureau meldet, beschäftigt die Lage auf dem Balkan die diplomatischen Kreise in London in erster Linie. Der allgemeine Eindruck ist, daß, obwohl die Lage als ernst erachtet wird, noch Hoffnung auf Erhaltung des Friedens vorhanden ist, insbesondere auch mit Rücksicht auf die vorgerückte Jahreszeit und darauf, daß die Mächte fick; bemühen werden, den Balkanstaaten Mäßigung anzuempfehlen. Obwohl Sasonow erst spät am Abend in London angekommen ist, war er am Montag unausgesetzt beschäftigt. Ein beträchtlicher Teil des Tages war Konferenzen mit den Botschaftern Italiens und der Türkei, sowie mit dem Geschäftsträger von Serbien gewidmet. Sasonow wird am M i 11 w o chl nach Paris abreisen, wo er voraussichtlich bis Samstag verbleibt und dann auf der Weiterreise sicheinenTag in Berlin aufh,alten. * Die Krisis auf dem Balkan. Konstantinopel, 30. Scpi. Unter dem Kommando des früheren Abgeoroneien, Generals Essad Pascha marschierten 2öOO Mann nach Skutari. Die Abteilung, welche aus 11 Bataillonen mit Gebirgsgeschützen und Maschinengewehren besteht, wird unterwegs durch ivolfeitbrud)artige Regengüsse auf gehalten. Tie Wege sind vollständig aufgcweichl, und für die Truppen ist keine Unterkunft vorhanden. Sie litten deshalb außerordentlich. Infolge der Ungunst des Wetters ist eil weiteres Vorrücken erst möglich, wenn sich das Wasser verlaufen hat. Der Bundesrat und die Zleischteuerung. Von den deutschen Bundesstaaten haben sick) zu bett letzten Verkündigungen der preußischen Regierung bis jetzt Bayern und Hessen geäußert. Bayern will uad) einer Rede des Ministers des Innern Frhrn. v. Soden, die er Luthersestspiele in Mainz. 0N. Mainz, 30. Sept. Im großen Saale der Liedertafel finden gegenwärtig Aufführungen des kirchlichen Festspiels „L u t h e r" von Dr. Hans Herrig statt, an denen unter Leitung Max Halters (Hannover 200 Personen der Mainzer Bürgerschaft teilnehmen. Tas Spiel zerfällt in acht Teile, die uns in dichterischer Fassung ein Bttd von dem Leben und Ringen des großen Deutichcn geben. Nach einem einleitenden Musikstück begrüßt der ^Ehrenhold die Zuschauer und ladet einen Ratsherrn ein, dem Stücke bci- zuwohncn, dessen erster Teil Luther in tiefster Seelcnnot, mit sich selbst und Gott zerfallen, zeigt. Seinem väterlichen Freunde, dem Ordensvikar Staupitz gelingt es schließlich, ihn durch das paulinische Wort „Ter Gerechte wird seines Glaubens leben" aufzurichten. Am Schlüsse eines jeden Bildes bespricht sich der Ehrenhold mit dem Ratsherrn und stellt die Verbindung mit dem folgenden Bild her. Der zweite Teil führt Luther mit zwei Studenten zusammen, von denen sich der eine bei den warnenden Worten des Mönches auf seinen Ablaßzettel beruft, den er von dem päpstlichen Ablaß- Händler Tetzel für Geld erstand. Dadurch wird der Doktor in seinem Vorhaben, wider den Ablaßhandel zu streiten, bestärkt. Staupitz trifft ihn bei der Prüfung der Schrift, bie er gegen den Ablaß verfaßt hat und bittet ihn, von der Veröffentlichung abzusehen. Luther ist jedoch fest entschlossen, den Kampf zu wagen, und eilt mit ben Studenten davon, um bie Streitschrist an der Stadtkirche anzuschlagen. Die Folge ist die päpstliche Bannbulle wider Luther. — 3. Teil. — Melanchthou unterhält sich mit Staupitz und zwei anderen Leuten über bie Schritte, die Luther jetzt tun könne. Darüber kommt er frohen Sinnes zu ihnen und verkündet, daß er entschlossen sei, bie Bannbulle zu verbrennen. Staupitz bringt flehentlich in ihn, von bieser verhängnisvollen Tat abzustehen, da er aber fest bleibt, kommt es zwischen ben beiben Männern zum schmerzlichen Bruch. Ter 4. Teil bringt bie Verbrennung der Bannbulle. Darauf erfährt Luther burch ben Ehrenhold, daß er sich in Worms vor dem Kaiser zu verautworteu habe. Ter Reichstag in Worms bildet als 5. Teil die Höhe des Stückes. Nachdem Luther sein Bekenntnis abgelegt hat, spricht der Kaiser bie Reichsacht über ihn aus. In ben herauf iolgenben Gesprächen, ber auf der Vorderbühne stehenden Reichsfür,ten, fpiegelt sich ber Eindruck, den Luthers Worte gemacht haben, wieder. Georg von Sachsen und Erich von Braunschweig sagen sich los von ihm, Friedrich der Weise und Philipp von Hessen Dagegen schwören aufs neue dem Evangelium Treue. Daran schließt sich als nächstes Bild „Luther auf der Wartburg". Er i|t nut der Bibelübersetzung beschäftigt, bricht aber, trotz der ihm drohenden Gefahr, auf die Nachricht hin, daß Bildersturm und Rottengeist in Wittenberg ihr Wesen haben, sofort auf und trifft gerade in ber Stadt ein, als Bauern und Bilderstürmer auf Melanchthon einbringen. Es gelingt ihm, die erregten Gemüter zu beruhigen und eine Schändung ber Kirche zu verhüten. Der achte Teil zeigt uns Luther im Kreise seiner Familie. Max Halter, ber Spielleitung und Hauptrolle hatte, spielte den Luther mit großem Geschick und verlieh ihm in kräftigen Strichen lebensechte Wärme. Die meisten ber anderen Darsteller konnten mit seiner Leistung natürlich nicht Schritt halten. Die Regie war bis auf Kleinigkeiten ebenfalls gut. — BerlinerTheaterbrief: StrinbbergsToten- feier l m Deutschen Theater. Man schreibt uns aus Berlin: Nun hat Max Reinhardt dem großen Schweben im Deutschen Theater das Totenfest gerichtet. Weit hinein in ben Zuschauerraum schiebt sich die halbkreisförmige erweiterte Bühne, massige, schwere, dunkel übertünchte Turmmauem umschließen ein kreisrundes Gemach, bas ein paar Möbel unb verblichene Lorbeerkränze an ben Wänben umsonst von ber Erinnerung zu befreien suchen, von ber Erinnerung, ba diese Mauern, auf ferner abgelegener Insel, einen Kerker umschlossen. In schmalen tiefen Nischen saugen noch immer vergitterte Fenster hungrig ein wenig Tageslicht in sich auf und bie Eisentür im Hintergrund wird im Abendschein vom auffommenben Sturme hin- unb her- geschleudert. Tas ist das szenische Instrument, aus dem Reinhardt diese Dumpfe und groteske Sinfonie von dem Unglück einer Ehe spielen läßt, die Strinbberg „Totentanz" nannte. Unb im lastenden Halbdunkel, schwer, dumps und stumm setzt dieses Spie£ ein, in dem Strinbberg in unheimlich verzerrter Wahrheit Dic_2ragif Der Ehe schildert, die Tragik zweier Menschen, die aus ben Sphären Der Liebe hinab sanken in Die Dunfle Welt grundlosen Hasses. Er nennt es „Liebeshaß" unb erhebt sich mit diesem Werke hoch über bie Parteilichkeit, mit Der ber jüngere Strinbberg bes „Vater" ben Kamps der Geschlechter behandelte. Seit langem haben wir eine so starke in sich geschlossene Ausführung im Deutschen Theater nicht gesehen. Inmitten eines poetisch nachempfundenen szenischen Rahmens gestaltete Wegener einen Kakttän Edgar, Der auf dem Wege aus ber Welt bes Hasses über bie Welt bes Grauens bis in das Reich vordrang, wo Mitleib alle Häßlichkeit mildert. Denn dieser Kapitän, dieser Enterbte Des Glückes, ist kein Ungetüm, und in seinen Grausamkeiten leuchtet erschütternd immer wieder ein anderer Mensch auf, einer, Der noch nicht zum Raubtier geworben war, einer, Dem Liebe unb Zärtlichkeit nicht immer verschlossen waren. Unb neben diesem über lebensgroß gezeichneten Wrack ber Menschlichkeit stand Gertrud Ey- solbt als Die gebrodelte, in Haß verwanbelte Frau: ein Abbild alles Furchtbaren, was aus einem Wesen werden kann. Dessen Seele Durch Leib nicht erhöht, sonbern erniedrigt wird. Und so zogen diese beiden durch die vier Akte des ersten Teiles, wuchsen aus qualvoller Kleinigkeit empor zu übermenschlicher Grausamkeit, um bann jäh, betrogene Betrüger, toieber zurückzusinken in Die Resignation des Hasses. Wortkarg unb erschüttert ging man beim. — Deutsche Norbo st durch fahrt. Im Frühjahr 1913 wird, wie mir schon wiederholt mitteilten, eine „Teutsche Ar^ftche Expedition" zur Erforschung ber Norbostpassage aufbrechen. Ihr Letter ist Leutnant S chr öb er-St r a n z, der wissenschaftliche Stab besteht aus Dr. Max Mayr-München für Geographie unb Geologie, Tr. Rüdiger- Rostock für Ozeanographie, Dr. E. T e t m c r s - Hannover für Zoologie, Dr. Wenke - Berlin für Botanik. Tie meteorologischen, physikalischen unb erd magnetischen Arbeiten werden von den beiden Schiffsoffizieren Kapitän Ritscher und Kochi tänleulnant Sandleben übernommen. Tie Führung des Schisses liegt in ben Händen von Kapitän Berg- der auf zahlreichen Fahrten in den norbsibirisckxn Gewässern reiche Erfahrungen gesammelt hat. Nach dem „Geogr. Anz." ist Der wissenschaftliche Zweck Der Expedition in erster Linie die Erforschung Der NorDostpassage; wenn bie Umftänbc während! ber Ueberrointcrung es gestatten, wird die Erforschung des Innern Der Tannyrhalbinsel nicht vernachlässigt werden, möglicherweise wird eine Heine Abteilung Dort übersommern, während vom Schiss aus ozeanographische Arbeiten, Küftcnaufnahmen und Untersuchungen der vorgelagerten Inseln gemacht werden. Im Dritten Sommer soll die Erforschung des östlichen Teiles ber Norbostpassage sich anschließen, die Rückfahrt soll Durch Den Großen und Atlantischen Ozean erfolgen. — Kurze Nachrichten aus Kunst unb Wissenschaft. Ter ord. Professor des Maschinenbaues ber Technischen Hochschule Karlsruhe, Geheimer Rat Tr.-Jng. Joses Hart feiert am 3. Oktober seinen 80. Geburtstag. Seit 1863 lehrte er an Der Karlsruher Hochschule. Im Her>ä 1900 wurde er auf sein Ansuchen in ben Ruhestand versetzt. — In Düsseldorf ist ber Geheime Sanitätsrat Professor Tr. med. Peter Ke im er, Tozent für Ohren-, Nasen- unb Halskrankheiten an ber Dortigen AkaDemie für praktische Medizin im Alter von 65 Jahren gestorben. lieber sein wirb, änderung Der bayeris-he Standpunkt. die erwähnte Rede des bayerischen Ministers neten 3^-cbeT erklärt, von den gegenüber der zurzeit bc- stehenden FleischteueruTrg ergriffenen Maßnahmen würde nur der Entwurf eines Gesetzes betreffend eine vorüber» gehende Zollerleichterung bei der Fleischeinfuhr der Zustimmung des Reichstages bedürfen: zunächst unterliege er der Beschlußfassung des Bundesrats. ** Der Fahrplan des Gießener Anzeigers für die Zeit vom 1. Oktober 1912 bis 30. April 1913 ist erschienen und wird heute zunächst der Stadtauflage des Blattes beigefügt. Das handliche Fahrplanbüchlein ist abermals um 8 Seiten vergrößert worden. Dadurch war es möglich, den Eisenbahn-Personen- und Gepäcktarif auszu- nchmen, ferner sind als wichtigste Neuerung die Fahrpreise für Eil- und Persvnenzüge vom Bahnhof Gießen ab für die 2. bis 4. Klasse übersichtlich verzeichnet. Neben dem Nahverkehr und den wichtigsten Verbindungen innerhalb Deutschlands sind auch die Fahrpreise nach den Nord- eebädern und im Auslandverkehr ausgenommen. Tie Anordnung der Fahrpläne ist wieder so getroffen, daß zuerst die von Gießen ausgehenden Strecken stehen. Tie Auf- indung der einzelnen Fahrpläne ist durch ein besonders orgfLltig bearbeitetes Inhaltsverzeichnis wesentlich erleichtert. Ruhmesblatt bedeutet: Tic Großh. Hessische Regierung hat beschlossen, dem dem Bundesrat vorgelegten Gesetzentwurf über vorübergehende I oll - er leicht erun gen bei der Fleischeinsuhr zuzustmimcn Infolge der Eisenbahngemeinschait werden die Tarismaß- nahmen der Eisenbahnverwaltung auch Hessen zugute kommen. Soweit eine Einfuhr von Vieh und Fleisch nach den Bedingung^, der ans Reichsausland grenzenden Bundesstaaten in Betracht kommen kann, soll sie für die Stadl Main; zugetanen werden, aui die wohl allein die Voraussetzungen hierfür zutreffen. Wir hätten uns gefreut, von der hessischen Regierung über diese wichtige Frage, die das ganze Volk interessiert, etwas mehr zu vernehmen. Wenn sie auch natürlich für sich allein nicht viel unternehmen fanu unb auf das.Zusammenarbeiten mit den übrigen Bundesstaaten angewiesen ist, so brauchte sie sich doch nicht gar zu sehr in den Mantel der Hilflosigkeit zu hüllen. Sie wird doch schließlich einen Standpunkt haben müssen, der im Bundesrate zu vertreten Wie stellt sie sich denn z. B. zur Frage der Abdes § 12 des Fleischbeschaugesetzes - . auf die Verdienste, die ftd) Prinzessin Viktoria um den Alice- . Frauen-Berein erworben hak, ernzugeben. Einer besonderen Für- , sorge der Präsidentin erfreuten fid. die Kranken des Alieebofprtals und bic Schwestern des Vereins, deren Stellung in materieller und etbnd't'r Himickn zu fördern, die Prinzessin in jeder Weise bestrebt war. Für ihren Wunsch, aus ihrer Stellung zu scheiden, mag wohl in der Hauptsache der Gedanke beftimmend gewesen.sein, daß es ihr infolge ihres den größten, Teil des Jahres umfassenden Aufenthalts im Ausland, in den letzten Jahren nicht mehr möglich war, die Leitung der VereinsgesckAäfte aus der Nähe zu verfolgen. Prinzessin Viktoria von Battenberg wird hurck die lieber» nähme der Würde einer Ehrenpräsidenttn aud) fernerhin mit dem Aliee-Fraucn Verein, der ihr so viel zu verdanken hat, verbunden bleiben. — Tic Großherzogin hatte das dlmt einer Präsidentin des Alicc-Frauen-Vereins für Krankenpflege auf den Wunsch ihrer Sätwägerin vor ungefähr Jahresfrist vertretungsweise übernommen. Vian wird den Entfckrluß des Großherzogs, der seine Gemahlin an die Spitze des Alice-Frauen-Vereins für Krankenpflege gestellt hat, im ganzen Lande Gefühle der Dankbarkeit entgegenbringcn. *♦ „SB i e wahren bte Privatangestellten ihre Vorteile in den neuen Versicherungsgesetzen". Hierüber sprach am Samstag im stark besetzten Saale des Hotel Einhorn Gauvorstehcr Julius S ck) e l l i n - Frankfurt a. M. vom Teutschnationalen HandlungsgehUfen-Berband. Ter Redner be- leudnetc die Veränderungen, die die Reichsversicherungsordnuug für die Angestellten gebracht habe unb hob besonders die Boneile hervor, die auf Grund des neuen Gesetzes die Krankenkasse bc-* Teutschnationalen Hanblungsgehilsen-Verbandes ihren Angehörigen bietet. Sie hahe in den letzten Wochen über 7000 Neuaufnahmen gehabt und sei auf bem besten Dege, die Berusskrankenkasse der kaufmännischen Angestellten des deutschen Reiches zu werden Nach Tarstellung der besonderen Vorzüge dieser Kasse ging der Redner zur Privatangestellten-Versicherung über. In klarer und leicht verständlicher Weise gab er ein Bild des Gesetzes und machte die Anwesenden mit dessen wesentlichsten Punkten vertraut Er veranscliaulichte besonders eingehend die Leistungen der Versicherung, indem er interessante Beispiele anführte Nachdem der Redner noch zur Wahl der Vertrauensmänner aufgefordert bette schloß er seine Ausführungen mit der Hoffnung, daß das Gute ge' schaffen sei und daß die Zeit wünschenswerte Verbesserungen bringen werde. Lebhafter Beifall wurde ihm zuteil. Auf eine Reihe von Anfragen erteilte der Redner erschöpfende Auskunft - Stadttheater. Nochmals sei aus btc heutige Eröffnungsvorstellung, Grillparzers dramatische Märchendichtung .Der Traum ein ßeben* hingeroiefen. — Die morgige erste MittwochS-AbonnementSvorstellung bringt daS liebenswürdige Lustspiel „Matthias Bollinger* von Oskar Blumenthal und Max Bernstein, in dem Herr Goll als Münchener Bierbrauer Matthias Gollinger den Uebergang m6 ältere Fach vollzieht. Herr Goll errang mit dieser Rolle am Üurtheater Bad-Nauheim einen außerordentlichen Erfolg. — Der nächste Freitag bringt Shakespeares .Viel Lärm um nichts^ worin fast das gesamte Personal beschäftigt ist. Inszeniert wird diese Aufführung von Oberregiffeuc Walter Dmorkoivski). Herrn Dworkowsky geht als Regisseur und Charakterdarsteller ein sehr guter Ruf voraus. Er mar eine Ne'he von Jahren am Düsseldorfer Schauspielhaus tätig und hat sich in letzter Zett durch seine Inszenierungen om Berliner Belle-Allianeetheater und am Freilichttheater Oybin einen Namen geniacht. ** Schiedsgericht für Arbeitern ersiche rung. Aus Anlaß der Aufhebung des Schiedsgericht-' nr Arbeiterversicherung in der Provinz Oberhesscn bat >er Präsident des Reid>sversrd)crungsamtes zu Berlin, Dr K a u f m a nn , an den seitherigen Vorsitzenden des 2d>i*.- gertchts, Regierungsrat Dr. Merck zu Gießen, ein Sätzen ben gerichtet, in dem er ihm für die Mühewaltung, Ue er der erfolgreichen Lösung feiner Aufgabe als SchiedS gerichts-Vorsitzender viele Jahre hindurch gewidmet hat, die dankbare Anerkennung des Reichsversicheruna - amtes ausspricht. ** Dienst jn. b ilättm. Ratsdiener Dörr beg.stck ^eute^den Tag, an dem er vor 25 Jahren in ben Dienst )er Stadt eintrat. Der Jubilar ist in Homberg a. D. ge- wren, hat hier gedient und trat am 1. Oktober 1887 bei )er Schutz mann schäft ein. Er übernahm dann den Posten des Hospitalverwalters, in deiti er sich burch sein humane - Wesen verdient gemacht hat. Als mit dem Juslebentreten ber Provinzialsiechenanstalt das Hospital aufgelöst wurde, erhielt der Jubilar das Amt als Ratsdiener. ** Geschäftsjubiläum. Tas Korfetterchaus Geschwister Aron, Inhaberin Frau Emmy Wohlmuth hier begeht heute das Fest ihres 25jährigen Bestehens unb hat sich auS biesem Anlaß ein eigenes Geschäftshaus bas Rathfchlagsche Anwesen, Selters weg 71) zum Geschenk gemacht, wohin die Firma zum Frühjahr übersiedelt. Äls Geschäftslokal der Jubiläums-Firma ist heute mit Blumen und Pflanzen geschmückt. d. Soden erhalten wir folgenden Bericht: In der Zerrtralversammlung de? Landwirtfchaftlichen Vereins in Bayern führte der bayerische Minister des Inanem Freiherr v. Soden u. a. aus, es sei durchaus not- tvenbig, bezüglich der hohen Fleischpreise dem relativen F l e i | d) in a n g e {, der voraussichtlich n o ch ein Jahrherrschen werde, im Interesse der Konsumenten Abhilfe zu schaffen Ter- Minister tarn auf die Ausführungen ber „Nordb. Allg .Ztg." am Samstag über die Maßnahmen zur Erleichterung ber Vieh und Fleischeinfuhr zu sprechen und bemerkte, einige darin angeführten Richtpunkte würden auch in Bayern sofort durchgeführt werden Das Entscheidenste ufttcr den neücn Vorschlägen sei wohl der Gedanke der zeitweiligen Herabsetzung der Fleischzölle. Tas sei auf den ersten Blick eine Maßregel, welche in den Streifen ber Landwirte nicht allseitig begrüßt werden würde. Er teile diese Ansicht, wenn nicht besondere Begleitumstände damit verbunden sein würden. Weite Kreise der Landwirtschaft würden die Ansicht vertreten, daß das Pr in- z i p des Z o l l s ch u tz e s aufrecht erhalten werden müsse, denn ihm verdanke man die Existenz der deutschen Landwirtschaft unb ohne Schutzzoll würde sie sich nicht auf dem Stande befinden, auf dem sie jetzt trotz aller Schwierigkeiten fei. Ter Zollschutz müsse der Landwirtschaft erhalten bleiben und dürfe auch nicht geschwächt werden vor dem Abschluß neuer Handelsverträge, die sehr viel schwerer durchzubringen wären, wenn in der Zwischenzeit eine Einschränkung des Zollschutzes vorgenommen würde. (Zustimmimg.) Ich sreue mich auch, fuhr der Minister fort, konstatieren zu können, daß diese Ansicht aud) in der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" tum Ausdrucke gekommen ist, denn dort ist in ben Motiven direkt zmn Ausdruck gebracht, baß an bem bewährten Zoll- schutzinstem nicht gerüttelt werbe dürfe. (Bravo.) Wenn nun, fuhr ber Minister fort, für kurze Zeit unter sehr weitgehenden Kontrostmaßnahnieii unb unter Heranziehung ber Kommun en — ein Gedanke, den ich begrüße eine zeitweilige Herabsetzung des Fleischzolles geplant ist, so muß ich sagen, baß baS ein Vorjchlag ist, brr sicher miitdeskens ber näheren Prüfung bedarf, dem naher zu treten notwenbig ist, aber unter ber Voraussetzung, das. baS Prinzip des Zollschutzes unbeeinflußt bleibt. Geschieht das aber, und bas ist zweifellos bie Aniclxniung ber Reichsregierung, bann meine ich, baß hierin ein Vorschlag sich findet, der wohl geeignet sein kann, dem Fleiscknnanyel abzuhelsen. Ick) darf wohl bie H o f i n u n g ausdrücken, daß nidit an;unehmen ist, daß über bie limitierte Zeit bi naus bie Fleischnot foribaumt wird. Ter kluge Landwirt wirb cd im eigenen Interesse für notwendig halten, jetzt die Viehzucht noch mehr Su s ö rder n , als er jcitbem getan. Pslicht ber Gesamtheit des Staates wie des Reichs ist, die Landwirte nach dieser Rich- tung zu unterstützen Ich glaube, wenn das nicht geschieht, Würde es oirelt gegen die Interessen der Konsumenten sein. Unsere Pflicht muß iein, dafür zu sorgen, baß im Jnlanbe so viel Fleisch prodwiert wirb, wie für die Konsumenten notwendig ist. Wenn der deutsche Landwirt in seinen besten Bestrebungen unterstützt unb gegen Seuchengefahr unterstützt wirb, kann er seine Pflichten erfüllen unb wirb cd auch tun. Es ist daher das eigenste Jnlerme der Gesamtheit, die Landwirte auch künftig zu ici fitzen, si> ,ut fcl üpen, daß sie nicht bloß die Gefahr der Vicb- seuc! en fcritgcbalteii sehen, sondern auch in der Lage sind, zu produzieren, baß sie Einnahmeu haben, nm neben den Produlkions- ko>!cn au di noch etwas zu erübrigen Das ist ber Grundsatz, brr wnst allnitbalbrn anerkannt wirb, ben man aber manchmal leider für die Landwirte anzuerkennen vergißt. Id) bin der 'Jin* swauung, baß cd Ucberlcgting bedarf, ob nicht ohne Schäbi* mmg bei Landwirtschaft durch Abänderung des 12 des Flciiwbeschauflef ctz es vielleicht nud) noch bem derzeitigen tcinue .arm Mangel abgcbolfen merbett kann A u ß e r bem was jetzt vor geschlagen wirb, halte id) cd für eine Pflicht, diese Frage neuerlich zu prüfen iebcucnTall-5 nn Bundesrat dieser Ansicht Ausdruck zu geben, -aß damit eine Schädigung für die deutsche Land- toirtidiaft nicht verbunden sein muß, der Meinung k a ii n i d> '?[ n druck geben, denn bie Erleichterung bet Preis von Veciferrin M. 3.—, überall erbälilich. II),!7fl „Galenup" Cbeni. Industrie, G. m. b. H., Frankfurt am Aloin. Den Lchnielz der Jugend Dame bedacht fein. Naumann's „Fäustling" VnnotTnieifc ist höbet ihr bester Helfer. Paket ü 5 Stück nur 95 Psg. Emzclnück 20 Psg. Tie diesjährige illustr. Abhandlung der bekannten Importfirma Tee Meßmer wird wie früher allen Interessenten von der Zentrale Frankfurt a. 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Gruse Schneidemühl 51 Kriegerverein Gießen Die „Dentsche Gesellschait zurVerbreitunggnterBücher“ (Ehrenpräsidium Reichskanzler Fürst von Bülow) wird vielseitig unterstützt und.will «hnrErwerbn abwicht Z>cr vestattungsgenosseuschaft der freien Schretnervereiuiguug Gießen fallende Betrag ist durch Postanweisung einzus^nden oder wird bei der ersten Lieferung durch Nachnahme Die Beerdiguna findet Mittwoch, den 2. Oktober, mittags 1 Uhr, vom Trauerhaufe ans stau. Bon dem Ableben unseres Mtersgenosfen Herrn Wilhelm Kimmel setzen wir unsere Mitglieder hiermit in Kenntnis. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. 6555 Der Vorstand. Berlin-Lichtenberg. Heuchelheim, Siegen, Darmstadt, Lampertheim. den 30. September 1912. 6561 Heute morgen 6 Uhr verfchied nach kurzem aber schweren Leiden unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Tame Frau Marie Schmidt im Alter von 65 Jahren. Die tief trauern bett Hinterbliebenen. Versteigerung. Mittwoch, den2.Qkt.d.J., nachm. 2 Uhr, werden in dem Saale Bahnhofstraße 57 Artillerieverein Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitgliedervon demAbleben unseres lieben Kameraden W u. langjähr. Fahnenträgers Herrn Wilhelm Kimmel in Kenntnis zu setzen. vVio Die Beerdigung findet am Mittwoch nachmittag 3 Uhr aus dem neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. Danksagung. Allen denen, die uns anlässlich des Hinsoheidens unserer lieben Entschlafenen ihre Teilnahme erwiesen haben, sowie denen, die uns am Krankenlager hilfreich zur Seite standen, ganz besonders den lieben Schwestern, sagen wir hiermit unseren innigen Dank. Familie Herrn. Leyerzapf. Verdingung. Am 11. 10. 12, vormittags 11 Ubr, Verdingung der Kartoffeln für die Zeit vom 1.11.12 bis 31.10.13 ea. 8000 dis 9000 kg. Bedingungen liegen im Geschäftszimmer 24 aus und sind vor dem Termin zu unterschreiben. DVm Garnffonlazarett Gießen. 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L M., nachmittags 3 Ubr, von der Kapelle des neuen Friedhofs auß statt. v*/to in jedes Haus als Bibliothek zur Unterhaltung und Bildung einführen. — Man abonniert halbjährlich und Jederzeit kann begonnen werden bei dem Bevollmächtigten Herrn M. Sind, Berlin W. 15 für Mark 3— auf 6 gebundene Werke Mark 2.25 auf 6 broschierte Werke Monatlich wird je ein Band, selbstverständlich als Eigentum d.Bestellers, portofrei zugestellt. — Zuerst werden geliefert: Kolon intenvolk. Roman von Gabriele Reuter. Duell — »uh vertdrenter Saat. Romane von Emst Wichert. €?ewi*senequal und andere Erzählungen v. August Strindberg. Exotische GcHchichten von Anton von Perfall. Dümon Weib, Roman von Hermann Ueiberg. Dunkle nächte, Roman von Victor Blüthgen. — Die ersten vier Bände sind bereits versandfertig und werden auf Wunsch sogleich zusammen geliefert. Der ent- ItopMngU (Mali) fein gemahlen, leicht löslich, glänzend bewährt, namentlich bei Klee, Wiesen, Weiden und Gartenbau. 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