Donnerstag, 1. August 19(2 162. Jahrgang Erstes Blatt s h Gießener Anzeiger i | ZIW General-Anzeiger für Oberhessen Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. edarf in fclaf •rd und 1 bei und uns sehntifä® «ss =====a islagen tzen Ver Appell eines bayerischen Neichsrates an die Reichsregierung. Wert .fiscM'W'323 wie Jan Lis, mußten erst alles vertrunken und verjubelt haben, bevor sie tresslichc Werke schassen konnten. Das leichte Künstlerblut verführte zu manchem Scherz. So hatte Gillis Mostart einmal für einen Spanier eine Madonna gemalt, für die dieser nicht genug bezahlen wollte. (Ec uberslrich das Bild mit weißer Leimfarbe und malte die Maria mit einem unverständigen Kopfputz ulid leichtfertig von Aussehen. Der Spanier, empört über diese Schädigung, holte die Polizei herbei, die den Maler gehörig betrafen sollte. Aber dieser hatte unterdessen das Bild schon rieder abgewaschen und gut abgetroctnet, so daß es in ur- prünglicher Schöne glänzte, worauf der widenvillige Käufer sich für einen Lügner erklären lassen mußte, m jeder Beziehung Unrecht bekam und den vollen Preis bezahlte. Bon diesem leichtsinnigen Zigeunertum der meisten Künstler heben sich die aristokratischen Gestalten von Rubens und van Tyck ab, die in Italien als vornehme Herren aus- traten und sich von dieser lustigen Gesellschaft streng gesondert hielten. selten, die sich in der fremden Umgebung bald ganz heimisch fühlten und ihre derben Sitten ungeniert mitten in der ernsten Schönheit der ewigen Stadt entfalteten. Ter Mittelpunkt ihres ctivas wüsten Bohemelebens war die „Bent", )cr niederländische Künstlervcrein, der armen Schluckern, deren nicht zu wenig mit Pinsel und Palette nach Rom kamen, hilfreiche Gaben spendete, im übrigen aber haupt- ächlich zur Pflege der Lustbarkeit bestand. Tic Wände der Herberge, in der sich die Bent versammelte, waren ringsum mit Bildern bemalt. „Man empfängt daselbst die neu Angekommenen," berichtet Heegstraten, „mit witzigen Aufzügen und gibt ihnen einen bedeutungsvollen Namen. Tasclbst spült man die Sorgen und den trägen Wahn mit süßem Albanerwcin ab und treibt Mutwillen mit jenen, die noch nicht genug gewitzigt sind." So wurde vor dem Maler Pieter Fritz eine riesige nut natürlichen Farben bemalte und nut Raketen angefüllte Papierschlange „mittels einer mit Pulver bestrichenen Leine" in Brand gesteckt. „Weil er so unerschrocken und wohlgemut, ohne davon zu laufen, das Il.atzen und ^ufflammen des Pulvers ertrug, nannten sie ihn Welgemut." Gar sehr viel wurde ui der Bent getrunken, und der schwere italienische Wein stiftete viel Unruhe und Verwirrung in den Köpfen der niederländischen Maler. Bose Lärmszcncn und blutige Streitereien waren daher an der Tagesordnung; schnell bekamen die Messer und die Degen Arbeit, und gar manche Gerichtsverhandlung erzählt den Nachlebenden von den lockeren Streichen der Künstler, die so rasch ein blutiges Ende nahmen. Andererseits aber herrschte eine genialische, nie versiegende t'uingteit unter rynen, so daß sie selbst peinlichen Situationen stets die scherzhatlefte Seite abgewannen. Als sic einmal in cmer jonf’t von ihnen nicht besuchten Wirtschaft tneipten, erzählt uarcl Dan Mander, „verließen sie sich aufeinander, indem jeher meinte, der Beutel des andern fei wohl versehen, und als die Ieche bezahlt werden sollte, hatte feiner Gcch. Las tun ? Stc gaben dem Wirt chre sämtlichen Strümpfe zum Pfände, nahmen Ruß und machten damit schwarz, soyui darauf ihre Schuhe wieder an, banden die -irumpfvandcr fest und machten sich auf den Heimweg Und es sah so aus, als hätten sie sehr feine Strümpfe an, hie ganz eng an den Beinen anlagen." o)ar mancher verkam bei diesem Leben; andere wieder, Die Residenz des Hlifaöo. Um die hohen, aus Quaderblöcken gefügten Mauern des Kaiserpalastes von Tokio brfligte sich in diesen Tagen eine vieltausendköpfige Menge zusammen, in unruhiger Erwartung und trauriger Spannung. Ta standen Bauern, aus fernen Gegenden herbeigeeili, neben Soldaten in ihrer schmucken Uniform, alle die Köpfe entblößt und im Gebet gebeugt. Bitthhmnen tönten gen Himmel. Hinter den dunklen, seltsam geformten Pinien, die ihre ungewissen .Schatten geisterhaft in den breiten Wassergräben ftnegelten, lag auf hem Sterbebette der Gott, Herrscher und Baier des japanischen Volkes. Tern Weltgeittebe entrückt liegt im eigentlichen Kern Tokios, auf der Schiro-Iusel, die kaiserliche Residenz, lauter einstöckige, echt japanische Gebäude, eingebettet m einen prächtigen Park. Und rings um das lästerliche Quartier scharen sich einem Gürtel gleich die Häuser Der fremden Gesandtschaften, Die Paläste der Mi- nister und hohen Staatsbeamten, auch jic wie die Residenz von Mauer und Wallgraben sestungsartig umgeben. Ur- irrunglid) lagen hier die Burgen oer Taimiozeit, rings um das Schloß Der schogunen herum, die 1590 Icddo zu ihrem Sitz erhoben hatten. Tamals ennvickeltc sich unter sich gegen die Ausführungen des Grasen Toerrini Berlin werde man sich nnnihmi. wie demütig und bescheiden man tn dein angeblich so DortihUariftmbrn planer» geworden fei, dar, man sogar den Schutz einer anderen Regierung brauche gegen die eigene. Volk und Klerus empfänden das Iesnilengcsev als eine Schmach und wünschten dessen baldige Ausbebuna _ Erzbischof Bellinger: Ich erkläre ottni. daß bezüglich her $ ei ii it en frage unter den deutschen Bischöfen nicht d,e ge ringste Meinnngsverschiedenbeit beftebt und daß der gcnimic Ta- tliolische Klerus Deutschlands mit versctrwindendeii Ausnahmen i.iabmc oon Hnjetge« notntionsörud und Verlag der vrühl'lchen Unio.'vuch- und Stctnbrudcrei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und VruSerel: Schuytrahe 7. E 5enitatagsn9müi^ Büdingen: Zernfprecher Nr. 269 Geschüflrftclle vahnhofstrahe 16a. •$>* M in ist ervrü ident v. Hcrtling erklärte, ob die Regierung ' mit dem Iesuitenerlasse einen Bock geschossen habe, müsse er der i Beurteilung anderer überlassen Er glaube bis setzt, daß ne i richtig gebandelt habe. Der Ministerpräsident kam dann auf die Ursachen zurück, die die Regierung veranlaßten, den August erlaß des vergangenen Ministeriums zu mildern. Dieser August erlaß bade in weiten Kreisen der katholischen Bevölkerung grol'-.' Erregung beröorgcrufen. „Wir sanden aber zugleich Borberei Hingen zu dem neuen Jesuitenerlaß vor, der im joeientheben be- timmt war, den Augiisterlaß zurückziinehmen. Lo ftanden wir vor der ftrage: Was ist zu tun? Wenn man überzeugt fei, bar. das Gesetz von 1872 ein Ausnahme und ein .Kampigesev le» und wenn man erwäge, daß der Reichsrat in wechselvoller Zu sammensetzung der Parteien zu verschiedeneii Malen die Aufhebung des ganzen Gesetzes verlangte, so war für die Regierung die ,Trage naheliegend, ob sie nicht im Sinne des schon vor bereiteten mil deren Erlasses vorgehen sollte. Wenn die Regierung überzeugt war, daß daS Gesetz von einem großen Teil der Bevölkerung schwer empfunden würde, dann konnte es nicht unzulasfig fein, wenigstens für die Milderung der Ausführung ein zu tret en. Ta der Bundesrat keine authentische ^Interpretation der Orden Stätigkeit der Jesuiten gab, konnte es keiner Buiidesregicrung verwehrt werden, das Gesetz so auszulegen, lvie sie es für richtig hält. Nun sollen wir gegen die Reichseinheit verstoße n haben. Wir hielten uns vollkommen berechtigt, lo vorzugchen und erst, als wir sahen, welche Erregung, vielfach künstlich geschürt, entstand, sagten wir uns, wenn wir aus jallchem Wege gewesen sein sollten, wollen wir den Bundesrat anfforderu, den Begrist der Ordenstätigkeit zu interpretieren. Tas war ein durchaus loyales Verhalten der Ltaatsregierung, und die Reichs- Icituiig erkennt das Verfahren vollkommen an. 3d) sehe nicht ein, w o eine Blamage der Regierung gegeben Ut. Wär haben mir das Gesetz, das weile Kreise als ein unrechtes Ausnahmegesetz bezeichnen, mildern wollen. Wir haben die zur Zuler- pretalion berufene Stelle angerufen. Es handelt sich jetzt darum, wie die Entscheidung ausfällt. Tic Blamage kann fich daun auch gegen andere richten. Schließlid) sprach Graf v. oerring Der Reichsregierung die Bitte um Schutz aus. Eine so große Gefahr sind die Jesuiten nicht, daß inan die Rcichslcitung um Schutz anzurufen braucht. Selbst wenn ein Jesuit nicht nur im Wirtshaus, sondern auch auf der Kanzel Sorträgc hält, glaube ich nicht, daß jemanb so gefährdet ist, daß er den schütz der Reichsleitung anzurufen braucht. Von einer Störung des konfessionellen Friedens durch die Jesuiten kann in Wahrheit nicht die Rede Tein. Reichsrat Freiherr v. Schnurbein crHärtc sich mit der Präzis Der Regierung inbetreff der Nichtbestätigung sozialdemokratischer Bürgermeister einverstanden. Prinz Georg von Bayern führte aus: ^ch teile die Stellungnahme der Staatsregi-.rung sti der Jesuilenfrage vollkommen. Ich gehöre zu den Bayern, die die Rückkehr der Jesuiten für begrüßenswert betrachten. Ein Vorgehen, wie das des Grafen Törring, die Unterstützung der Reichsleitung anzurufen, hat meines Wissens in der Geschichte dieses Hauses keinen Präzedenzfall. Ich Halle das Vorgehen für bedauerlich und unbegreiflich. Id) denke von der geschichtlichen Selbständigkeit Bayerns viel zu hod), als daß ich es für nötig halte, die Reichsleitung auf Seiten der Bisdwfe steht. Ter Minister des Innern von Loden erklärte: Fw nehme an, daß das Haus mit der Haltung der Regierung in der «vtagc b,-v Nichtbestäti g u n g sozialdemokratischer B ür - germciftcr einverstanden ist. Der Minister fuhr fort, mit aller Entschiedenheit müsse er die Aeußerung zurückweisen, die Graf Toerring gegenüber dem jetzigen Ministerium in der yejuiten • frage gemacht habe. Ein Anrufen des -chutzes der Neichsleilung ei um so weniger angezeigt, als die Staatsregierung Veranlai ung genommen habe, iid) an den Bundesrat zu wenden, um eine Entscheidung herbeijufübren, die notwendig erscheint. Öberkonsistorialpräsident Reid)srat von B e z z e l erklärte: Ten vroteslantischen Theologen werde es schwor, sich ein Urteil zn bilden, weil anerkannte Katholiken so bedenkliche Urteile über die Jesuiten gefällt haben. Man febe in den Jesuiten die Wegen- reformation. In diesem Wort seien alle morgen, Aengste und Röte enthalten, die die protestantischen Glaubensgenoffen im Hinblick auf die neue Wendung der Tinge hegen. Ministerpräsident Frhr. v. X) er 111 ng betonte, die staats rcgicrung werde alles hintanhalten, was den lonieffionellen »rieben stören'könnte. W i r wollen als d) r i ft 11 d) g e | i n u t e Männer im deutschen Vaterlande friedlich zu* i o m m c n ft eben. Das Jesuitengesetz wird gewiß nicht Da bin führen, daß dieser mein Wunsch vereitelt wird. Hieraus wurde die Aussprache gefd)loffen. Freiherr v. Krame r E l c 11 drückte den Wunsch aus, daß der Anruf der V>lu von auswärts hoffentlick) der erste und letzte in bicfcm Haufe gewesen sei. „ . _ . . , Ter Voranschlag des Ministeriums des Innern wurde darauf im ganzen angenommen. SS* s s.s sr quälen? SSM । MmmetM-eicbes. KJ-'” i und Geld. In me en gepriesen, isjdw kostenlosen Prow lf s SIS Verlangen Sie . fväandt^lieb'l^- Her Ho, So», erkäufer gcsncht_____ Bezn qspret S. monatiich73 m^piertel* i .irlich Mk. ».20; durch lbholc- il Zweigstellen monatlich 65 Pi.: durch fahrt ausi.ht Bestcüg. Zeilenpreis: lo(all5Viw auswärts 2U Pfennig, v hefredakteur: IL Goetz. Verauiwortlich für den politischen Teil: August Goetz: für .Trentlle- ton', .Venulschtes' und ^Gerichisfaak": R. 9lcu- rnth; für „Stadt und 2and-: LHev; für den Anzelgentell: H. Beck um Schutz anzugehen. . . Ritter Schanz: Bezüglich des Jesuitenerlasses ,ei cs ein taktischer Fehler gewesen, daß das Ministerium mit dem Erlaß seine Tätigkeit begann. Es mußte wissen, daß es von vielen im Lande als ein P a r t e i rn i n i st e r i u m aufgefaßt wurde. Graf Erailshain: Es wäre vollberechtigt, wenn er im Ausschüsse ausgeführt habe, daß das Jesuilengesetz nicht dazu beitrage, das Programm des Ministeriums zu fördern, das darin bestehen müßte, die durch den Wahlkampf erregten Gemüter zu beruhigen und die reid>3treucn (Elemente zu friedlich Arbeiten zusammen-uführen. Tie Regierung hätte bet dem Bundesrat eine neue Interpretation beantragen sollen, da sie nicht reinen konnte, ob der Bundesrat mit der Milderung einverstanden sei. Fürst L ö re e n st e i n - W e r l Heim-Rosenberg wendet England- und Japan. London, 31. Juli. Im Unterhaus brachte Pre- micr-Ministcr Asquith die angekündigtc Entschließung der Teilnahme an dem Tode des Kaisers von Japan em. Er wies auf die gewaltigen Veränderungen hin, die der Kaiser in seiner denkwürdigen Regierung erlebt habe. Unter seiner Rcgicrung fei Japan aus der unnahbar scheinenden Absonderung in den Vordergrund der Völkerfamilie getreten und e^ne große Militär- und Ma^inemack)t geworden, die glanzende Leistungen von Ausdauer, Manneszucht und Heldenmut vollbracht habe. (Beifall.) „3d) kann keinen Namen eines Herrschers nennen, in dessen Regierungszeit ein so unermeßlicher Fortschritt sowohl für feine eigenen Untertanen, als auch für die ganze Menschheit erreicht worden wäre. Wahrend fid) alles zu einem gern nm amen Tribut Der gesamten zivilisierten Welt dieser äußeren Vollimdung gegen über vereinigt, möge es uns gestattet sein, unsere eigene Anerkennung hinzuzufügen. Seit zehn Jahren ist^ Japan mit uns Durd) einen Bündnisvertrag verbunden, xicfcd Bündnis ist seitdem zweimal erneuert und erweitert worden mid ixadv dem es die Probe bestanden hat, ruht cs beute auf fefter, und, wie ich hoffe, auf dauernder Grundlage Es ist ein Bündnis nicht zum Angriff oder zur Herausforderung, sondern für die Verteidigung gemeinsamer Interessen zur Entwicklung der Ideale der Menschheit und vor allem zur Aufrechterhaltung des Friedens.' (Beifall.) Tie Entschließung wurde darauf angenommen. Im Obcrhause wurde daS Andenken des Kaisers von Japan in ähnlicher Weise geehrt nne im llnterhauic. In der bäuerischen Kammer der Rcichsrüke hak gestern < V' Ministerpräsident Frhr. v. .Hcrtling ob seines Jesuiten ' sseS sich gegen einen wuchttgen Angriff zu wehren gelabt. Graf zu Törring-Jettenbach bezeichnete die Tat Je,' neuen Kabinetts als eine „ganz bedeutende Blamage" , für die Ltaatsregierung, da sie ihren anfänglichen Stand- punkt nicht zu behaupten imstande getvcscn wäre. Ter Redner wies auch nochmals deutlich auf die ängstliche Vor , fid t des Kabinetts Hcrtling hin, die darin gelegen habe, daß bie Schuld an dem Erlaß dem frühen Kultusminister in die Schuhe gescl)obcn worden fei. Tie Mehrheit der bayeri schm Bevölkerung sei froh, ivenn das Tor zwischen ihr uni) den Jesuiten im Interesse des konfessionellen Friedens verschlossen bleibe, und da Die bayerische Regierung die Lecks Meinung ignoriere, so wende diese sich um c cy u tz an die R c i ck S r e g i e r u n g, und er hoffe, daß bitter Appell nicht versagen werde. Das war ein kräftiges Wörtlem, mit dem Frhr. von berkling sich nur gewunden und mühsam adzufindeu ver suchte. Bemerkenswert war an seinen Ausführungen nur die Erkläruna, die Entscheidung des Bundesrats werde wohl dcr Gegenseite eine Blamage bereiten Ist Frhr. von hmling, der ja in dieser Sache viel gereift ist, seiner Sache so sicher ? Es ist doch kaum anzunehmen, daß der Bundesrat ober die öffentliche Meinung im Reiche sich achtlos hliiatts- Iktzen wird. Auch ihm wird ja wohl der konfessionelle Friede am Herzen liegen. Daß die Mehrheit der bayerischen -inchsräte den Erlaß zu verteidigen suchte, nimmt nicht vimdcr; immerhin war die Aussprache, die neben dem tzrasen Törring auch noch andere Gegner des Hertling- fdien Vorgehens ins Feld rief, für die bayerische Regierung reckst peinlich und ungelegen. München, 31. Juli. In der heutigen Sitzung der licichsräte, in der der Voranschlag des Ministeriums des Zirnern zur Beratung stand, wurde u. a. and) die Frage des bayerischen I c s u i t e n c r l a s se s und die N i d) t b c |t a 11 - jung sozialdemokratischer Bürgermeister in die Aussprache gezogen. Im Lause der Verhandlung erklärte Rerdss wi i^ras v. Toerring-Jcttenbach, er stehe aut dem Stand- Duckt, daß der Jcsuitencrlatz ein großer taktischer Fehler |f t Staate rcgicruni gewesen sei. , Der^Erlaß btbcutc aut) eine bedeutende Blamage für die Ltaatsregierung unj ganz Bayern, und zwar von dem Augenblick an, wo die II Ltaatsregierung zugeben mußte, daß sie nickn berechtigt war, , btn Erlaß herauszugcben, ohne vorher die Amicht der Reichs | rcgicrung gehört zu haben. Er bedauere, daß die Regierung Medcrlwlt versudste, die Sä)uld an dem Erlaß dem früheren jhilnidininiftcr in die Schuhe zu schieben. Die grobe Maioritat । > völkcrung glaube, es sei besser, wenn das w bc- zwischen ihm und den Jesuiten erridstct sei, geschlossen bleibe, Ml dadurck) zweifellos der konfessionelle Friede gewahrt tvcrdc. Hin bedeutender Teil des katholisdx-n Klerus teile die Ansicht, daß es besser sei, den konfessionellen Frieden^zn real)rat. Duye all- nteinc Volksmeinung ignorierte die Staatsregierung bisher, ic müsse daher begreiien, wenn viele Leute, die lid) bisher abartend verhielten, fid) abgewandt haben. 2vir reuten jetzt, jlotj der Slebner, was reir in diesen Fragen von Ihnen zu er* arten haben. Es wird und deshalb mdstS übrig bleiben, als ilfe auf der anderen Seite zu suchen. Wir wenden uns aber an die ReichsregieruNg, daß )ic uns den schütz !ivähre, der uns von der näherstehenden Regierung vertagt bleibt, dj hoffe, daß der Appell nicht vertagt. Künftkr»BoI)eme im Zeitalter des Rubens. Eines der farbigsten und intercffantcflen Kapitel in 4er Künstlergcsckftcktte des Barocks sind die Keifen der lordifchen Maler nach Italien, wo )ic sich eine arveite Heimat der K-unst und des ungebundenen Lebens Innen. In der „Deutschen Rundschau " ichildert Max Georg i mm ermann in anschaulichen Bildern dies tolle Bo- metrciben unb die Art, wie die Niederländer, Franzosen ud Teutsche der Rubenszeit nach dem --üden reiften, idit immer waren es ausschließlich tünstlcriiche Grunde, .c zur Jtalienfghrt führten. Bei Hendmck Goltzius Ivar (ine Kränklichleit die Veranlassung, da» er dicsüdlich, tonne aufsuchte. Samuel von Hoegitraten hatte sich sterv- H verliebt und „folgte seiner Waiwerlust, um ferne Leiden- efcaft au vergessen". Karel Tujardin dagegen ging nach om, iveil er eine alte böse Frau zu Haufe ha"e, Lie »orher feine Wirtin geroefen war und s.att Bc^ayiung Inner Schuld ihn selbst zum Eyemanne genommen tjatte. Sichrere Personen taten sich meisteiiS zu der großen Reise ■tfammen. Auf drei Hauptwcgen kam man itad) Italien: Lint seltensten wurde wohl die Seereise gemacht, denn die Maler als arme Teufel wanderten zu d‘UB; Wer?u if Mnd zu Pferde vorwärtskam, tonnte schon in zwei Monaten Manz aut von Aittwerpen nach Rom kommen. | Allerlei Gefahren drohten auf der Reise. Son ocm Maler Jan Linsen erzählt Horbraken: „Als er sich m Kalten, um, ich tveis; nicht wohin, zu ^ehen, nnschisste, y.ird er von den Mohren gefangen, an ntrer Küste au»- Wetzt, mutternadt ausgezogen und vor ihren^uhrer ge- l acht, doch rettete er dura) einen 1 eit)amen or al 1 ein ||:bni und kam davon." Ter berühmte Landschast-mater IJiir Hackaert wurde in der Schweiz, als er nach der Natur ! Zichnete, „von den Landleulen für enien jauHcrtr an- i Hf eben, feftgcnommen und zum Bürgermeister gebrach . L as gleiche Schiusal erfuhren zwei Maler in btt W un Rom. Mit Räubern konnte man schlimme Bekannt. toGft macheii: über raupt waren Die Wege im damaligen ! tolicti gar nicht sicher; Degen und Messer fleckten tose rn | ec Scheide, und wer ang-rlicher Natur war, kam au- der . dic di- Sanberung.übet | ie Alpen untcrnahmcn, waren recht kecke, wagelustige Ge lais aus im Tom beigesetzt werden. 24 Jahre bei 117 Mann 25 26 27 28 29 30 folgendes: 22 Mann 197 146 76 „ 119 142 , 119 die Führung durch die großen Lager- und Arbeitsräume. Zunächst würde das Rohmaterial gezeigt und die verschiedene Verwendbarkeit und Brauchbarkeit der einzelnen Materialien erläutert. Sodann wurde die Bearbeitung des Rohmaterials (Reinigung, Auswalzung, Färbung und Festigung'» vorgefül)rt bis zur Herstellung der einzelnen fertigen Fabrikate "(Schläuche, Flaschenringe, Ringe für Einmachgläser, Walzen für-Gerbereien und Papierfabriken usw.). Mit größtem Interesse versolgten die Besucher diese hochinteressante industrielle Betätigung. Nach der Besichtigung folgten die Teilnehmer einer Einladung des Herrn Poppe und nahmen in seinen Bureauräumen eine Erfrischung entgegen, bei der der Vorsitzende des Gewerbevereins den Dank des Vereins für die liebenswürdige Führung und die gastliche Aufnahme aussprach und dem jungen Werk eine glückliche Zukunft wünschte. — Im Herbst beabsichtigt der Gcwerbeverein einen Ausflug nach Wetzlar zu machen und bei dieser Gelegenheit ein dortiges industrielles Werk zu besichtigen. und die Gummifabrik von Poppe & Cie. Die überaus starke Beteiligung (68 Personen) zeigte, welch außerordentlich großes Interesse die Mitglieder des Gewerbevereins diesen neuesten Gießener Industriebetrieben entgegcn- brachten. .Kurz nach 3 Uhr empfingen die Herren Bünninger die Besucher am Eingang zur Fabrik und führten sie durch alle Räume des großen Werkes hindurch, überall erläuternd und Aufschluß gebend. Tie Herstellung der gegossenen Fabrikate in ihren unzähligen Formen und Größen, die Herstellung des schmiedbaren Gusses, ganz besonders aber die Bearbeitung der einzelnen Stücke an den verschiedensten Maschinen erregten das größte Interesse und die höchste Bewunderung der Besucher. Ties brachte auch der Vorsitzende in den Worten des Tankes, den er beim Abschied den Besitzern aussprach, zum Ausdruck. Gegen V-5 Uhr empfing sodann Fabrikant Poppe am Eingang seiner Fabrikanlage (der früheren Aktienbrauerei) die Vereinsmitglieder, deren Zahl mittlerweile noch größer geworden war, und übernahm mit einigen Herren seines Betriebes Wie Amerika bas Vordringen Japans argwöhnisch verfolgt, davon zeugt die nachstehende Meldung: Washington, 31. Juli. Als Folge der Versuche einer amerikanischen Gesellschaft, die F i s ch e r e i r c ch t e rn der M a g - dalenenbuchtan eine japanischeGcsellschaftzu veräußern, nahm das Senatskomitee für auswärtige Angelegenheiten einstimmig den Antrag des Senators Lodge an, die Vereinigten Staaten möchten die M o n r o e D o k t r i n in Ausdrucken, die für die ganze Welt fiat seien, von neuem bekräftigen. Gleichfalls angenommen wurde ein Anrag Lodges, in dem gemißbil- ligt wird, daß irgend ein vorteilhafter Vlad auf der westlichen Halbkugel von einer Gesellschaft in Besitz genommen werde, die zu einer anderen Regierung in so engen Beziehungen stände, daß sic ihr Praktisch eine Kontrolle für nationale Zwecke gebe. Der Bericht des Komitees fügt hinzu, es sei kein Beweis dafür gefunden, daß Japan oder irgend eine andere Regierung hinter dem Magdalenenbuchtzwischensall stände. fen Deutschen ist 17 Jahre bei 18 , 19 , „ 20 , , 21 , „ 22 , r 23 . Deutsches Reich. Der „Reichsanzeiger" gibt bekannt: Der königliche H o f legt heute für den Kaiser von Japan eine ein* wöchige Trauer an. Die Kaiserin empfing am Mittwoch auf Schloß Wilhelmshöhe im Beisein der Prinzessin Viktoria Luise der Herrschaft der Tokugawas das Fischerdorf zum Zen trum japanischen Lebens, und die prunkenden Wunder all japanischen Rittertums entfalten sich in dem stolzen Burg gebiet. Als dann der jetzt gestorbene Mikado nach der Um wülzung von 181 >8 der Stadt den Namen Tokio gab und sie zu seiner Residenz erkor, da war das alte Schloß der Sck-ogune, da waren viele der Daimiopaläste in dien jüngsten blutigen dämpfen, durch die der Mikado sein kaiserliches Recht wieder ekworben hatte, in Flammen aufgegangen Heute sind nur noch wenige dieser alten Gebäude erl-alten Die herrlichsten Denkmäler der Glanzzeit Wtjeddos sind uns aber in den Grabhäusern der Tokugawas erhalten, die in den Tempethaincn von Ujeno im Norden und Schiba im Süden liegen. Graf Hans von Kvnigsmarck har uns das schönste dieser Grabmäler, das des zweiten Schogunen Hitedada, gesck-ildert, dessen unscheinbares Aeußere in über raschendem Gegensatz zu der blendenden Pracht des Innern steht : Aus dem granitenen Kelch einer Lotosblume erbebt fit ein goldenes Äunder, das »cbtcckige Grabmal, dessen kas settensörmige Lackeinlagen berühmte chinesische und ja panisck-e Landschasren, ivechselnd mit Löwenfiguren und Päonien, darstellen In den teils mit bemalten Schnitzereien bcdeckteii, teils in Lackvergoldung erglänzenden Wänden der Halle verbinden Bronzecinlagen die sanften Töne ihrer Patina mit der glühenden Farbenschönheit dieser über reichen Ausschmückung. Das Dach tragen Säulen von ver goldctem Kupfer, die das von getriebenen Zicrmotiven umgebene Wappen des Tokugawageschlechts aufweisen, drei Blätter inmitten eines -dreiseS, die sich mit den Spitzen berül-ren." Um den nnttleren Ring, den ältesten Teil Tokios, legt sich nun im breiten Umkreis das graue Meer der ein stockigen Holzhäusclren, in dem hier und da als grüne Inseln ein Park, ein Friedhof oder ein Tempel gart en auftauchen. Die ganze Stadt aber wieder ist umrahmt von einer anmutigen HügeUandschaft, in der sich üppige Felder mit nialertscheii Dörfchen breiten. Mit all seinen Vororten und Stadtvierteln bedeckt das neue Tokio einen Flächenraum, ‘ber größer ist als London, aber die Mikado-Stadt bat nur 1>.. Millionen Einwohner, deren kleine, lanagestreckte Be Hausungen sich soweit hinausdchncn. Die wichtigste Straße Landkreis Gießen. — Großen-Linden, 1. Aug. Im Gemeinde- bad wurden im Juli 702 Bäder abgegeben und zwar 524 für männliche und 178 für weibliche Personen. 01 , 31 . -M-tte l IftH" MU II öPL Kanton 0g -radl^ ^tSingien c Sgl ^l»1 «ZurErm ^gemeldet: Ei Hauhals verhas rti Polizeib ; 2*/j Milli ■-I im vergangen «chvidrigen Uni ‘€ine Par ' -ili muhten 4- 4ti strafen v in dir bofpitäler g iniriipro Tag. M wn Sttaßenb Mm. In diese rjbetedjnet, die mi ' Wunder l’unft ®ie in 9li die Werke mb Hieienmä6iflen . Inchigan zwischen , !cnge L'fihiug mit ein, kiiva? bi§ dab 'M überboten, ind ' .'Innung und 20 filmt, edrniM in "attle Lrrel rede ’-on 876 Rilomele1 Gewicht der Lei '.'vaniiung von '’uiiii man eine 2 "E ganz (roden 'ciunnungen ihre feil beginn de riebeiifiedenti, — ‘ it Wasjerleitung i ■ auweise originell 'lellenroeiie in Bet, Juf und folgt alle, "dracht, aus der '«lungsstreeken an ki J» und New No knlungswasier vers N ru solchen 1 pn, Jon uugeme das R; der Stadt geht von der Nipon-baschi, der Japan-Brücke ans, die sich über einen der Wassergräben wölbt, von denen das kaiserliche Quartier umgeben ist. Von dieser „Brücke des Sonnenaufganges" aus werden alle Entfernungen amtlich bemessen. Dori mündet der Tokaido, jene uralte Userstraße, die die östliche und die westliche Kaiserftadt, Ieddo und Jfioto, miteinander verbindet. An ihr liegen all die Landschastsschönheiten, die die japanische Kunst zu feiern nie müde geworden ist, der Fudschi-Iama, der Fluß Qi, der Biwasee. Innerhalb der Stadt hat sich die alte Uferstraße zu der belebtesten Geschästsavenue entwickelt, der Ginza, deren südliches Ende der Schimbaschi-Bahnhof bildet. Von liier gelangt man nach dem neuen Hafen Tokios, nach Jokohama. — Onkel Sanis politischer Humor. In der auf- geregten Zeit, die die politische Welt Amerikas jetzt durchlebt, ivollen auch die Witzblätter nicht zurückbleiben. Wir geben ein paar Blüten ihres politischen Humors in Folgendem wieher: Wies gemacht wird. ,^ln Eurem unlinierten Staate," sagte der Fremde mit bewunderndem Ausdruck, ..nrroäblt das Volk einen Kandidaten für die Regierungsämter. Ists nidn so?" „Nicht ganz so," antwortete Senator Sorghum, „eigentlich er wählt der Kandidat sich selbst und bann gebt er herum und sucht das Volk zu überreden, daß es ibn annimmt." — Definition. ..Papa, was ist eigentlich politische Schurkerei?" ,^Jmmer das, mein Sodn, was die andere Panei tut." — A u cb ein Vorteil .Twlten Sie eigentlich die gegenwärtige Erregung, die so viel Unruhe hervorruft für wünschenswertfragte brr konservative Bürger. „Aber unzweifelhaft, wir mußten bock end- Itdi einmal eine Gelegenheit haben, unsere Baseballspieler baran »u erinnern, baß sie nicht die einzigen bedeutenden Persönlichkeiten auf Erden sind." — WasisteinDemagoge! „Vater," sagt her kleine Junge, „was ist eigentlich ein Demagoge?" „(fin Demagoge mein Zunge, das ist ein Mann, der das Boot scixruktln laßt und zugleich jedermann davon überzeugen kann, daß ein nircf-tbircr Sturm auf dem Meere ist." W i c m a n s a n längt ,/ScIdw- ist wohl d-r erste Schritt, um ba* rechte Heilmittel gegen die Umu'nebenbei! brr Mafien zu finden?" „Der erste r tritt, antwortete de- Politiker, „ist der, daß man" erst einmal eine Meng, Reden hält, um ihnen zu beweisen, wie un- I uisricben sic sind." ti. jßf HHl 8'1a «ati^/ 1’ -lieg' Siegen waren, । lAjtg 'fehll jede N Mainz, 3' yfliialirte heute JJienfceit der S> •«VTt-fmne von r ^k-ckllNgSsest bei forübergeficnbci insbesondere Danach sinkt allmählich die Zahl, so daß mit 37 Lebensjahren die Statistik noch II Köpfe aufweist, 40 Jahre alte Leute wurden 5 eingestellt, 4 im Filter von 43, 1 im Alter von 44 und 2 im Alter von 45 Jahren! Diese Zahlen reden allerdings eine deutliche Sprache. Darmstadt, 31. Juli. Gestern nachmittag gege 7 Uhr ist ein etwa 13 Jahre alter hiesiger Jung' von einem Güterzug der Odenwaldbahn zwischen 8toW dörfcr Straße und Älznampelweg überfahren und g tötet worden. Es liegt zweifellos Selbstmord vor. fc. Dieburg, 31. Juli. Der älteste Priester i* Hessen, der 94 Jahre alle Kapuzinerpater Jngenut' feiert am 20. August d. IS. sein 70jährigeS Priester' jubiläum. Der Bischof von Mainz Hai zu der Feier stt Erfchemen zugesagt. ! Mainz, 31.Juli. Die Sektkellerei Kupferberg 46^ hat die auf dem Kästrich belegene Alexanderkaserne gekauft und wird sie niederlegen lasten. DaS freiwerden Gelände wird zur Vergrößerung ihrer Anlagen benötigt. Alzey, 30. Juli Heute nacht brach in dem in Spießgasse gelegenen Restaurant nnd Cafe „Zum Haus" Feuer aus. DaS Gasthaus, sowie das ang Wohn- und Geschäftshaus der Modistin Frl. Höcker br ten nieder. Auch wurde das auf der anderen Seite der Spießgasse gelegene Haus von Geschwister Sü vom Feuer ergriffen. Durch das rasche Eingreifen Feuerwehr konnten die angrenzenden Wohn- und Geschäfts Häuser der Witwe Reinheimer und der Firma Eller rettet werden. Der entstandene Schaden dürste sich a-i etwa 40000 Mk. belaufen Wie das Feuer entstanden i« konnte noch nicht festgestellt werden. Hesten-Nastau. [] Franken berg, 31. Juli. Auf Veranlassung d- Landrats Tr. Siapenhorst wurde hier eine Herdbuck- gesellfchaft für das rote Höhenvieh gegründet. w Fnlda, 31. Juli. Herrnann Ebender, M jüngere der beiden Brüder, ist in Rosenthal bei Franke-' berg verhaftet worden. Limburg, 31. Juli. Gestern ist der RechtSkonsulci Schuy auS Marienbera nach Unterschlagung ö 1 Breidenbach auf diesen Tausch nicht ein, dann bleibt ta Angelegenheit beruhen, lieber das Stück Fußsteig hat d« Stadt Üeberwandlungsrecht und Breidenbach kann keinerlei Benutzung oder Veränderung an demselben vornehmen - Heinrich KUaf VII. Wtw. bietet der Stadt ihr WohnhavZ zu dem Preis von 5500 Mk. zum Verkauf an mit der dingung, daß ihr Einsitzrecht bis Ku ihrem Ableben gewatn wird. Der angebotene Preis wird für zu hoch gehallt». Beigeordneter Dotter wird beauftragt, das Gebäude ein,. • ehen und mit der Eigentümerin über ein Angebot zu vr • lnrndeln, das dem wahren Wert der Anlage entspricht - 81- Vertrauensmann znr Reblauskommission wird Landvin- chaftslehrer Wagner gewählt. — Die vier ältesten und nn:.* digsten Ortsbürgcr der Stadt Büdingen, die dic^ Zinse» so» 1911 aus der Weitzel schon Stiftung erhalten sollen rotitc.-. bestimmt. — Der W i r t s ch a f t s p l a n für 1913 iuiri> |ü1 kurzer Beratung genehmigt, doch wird gewünscht, daß bei der nächsten Beratung die Obersörsterer verttcten fei. Kreis Schotten. a. Schotten, 31. Juli. Der Sommermarkt kao infolge Seuchengesahr als Nindviehmarkt wieder mi: gehalten werden. Manche Hoffnung unserer Stadt knüpf sich an den Markt, manche Einnahme geht verloren. Tn Viehzüchter im VogelSber: werden ja ihre Produkte im Ton loS, die Händler suchen die Orte ab. Ter Sommerrnackt i ein atteS Volksfest, möchte er nicht verschwinden. Kreis Friedberg. Q. Bad-Nauheim, 31.Juli. Der Umbau unftrei Bahnhofes, an dem jetzt zwei Jahre gearbeitet wird, i fast vollendet. Der Güterbahnhos ist schon am Anfang d. dem Verkehr übergeben worden. Auch der Personenbahnh ist beinahe vollendet, cS fehlen noch die Tüncher» und Maler arbeiten beS Portals zum Empfangsgebäude, die eben Fremdenverkehrs wegen nicht gemacht werden können. Oktober bekommt der Bahnhof elektrisches Licht. Starkenburg und Rheinhessen. , 101 „ 90 , 76 , 45 , 41 Zurzeit sind städtische Arbeiter mit Reinigung der Anlve beschäftigt. Dor GoMoinderat beschließt Einsichtnahme. - Nach Anfertigung der Meßbriefe hat sich ergeben, daß das tat Friedrich Breidenbach zu erwerbende Straßengelände 29W beträgt. Die Mauer, auf der das Gebäude des Breidendstz rucht, gehört zur früheren Stadtmauer und ist Eigcnll« ber Stabt. Die Mauer hat einen Flächengchalt von 5 qi Breidenbach will fie der Stadt abkaufen für 2 Mk für 1 q». während ihm die Stadt 3.50 Mk. für den qm zahlen fok. Ter Gemeinderat beschließt, einsach zu tauschen ö* Politische Tagesschau. Die Deutschen in der Fremdenlegion. Man macht sich im allgemeinen über das Alter derjenigen Deutschen, die sich verleiten lassen, in die Fremdenlegion ein,5utreten, ein ganz falsches Bild. Der „Verein zur Bekämpfung der Sklaverei Deutscher in der Fremdenlegion", der sich dem „Deutschen Wehrverein" angefchlofsen hat, übermittelt biefem eine Statistik, die über das Alter der Leute, die freiwillig oder gezwungen in die Fremdenlegion eintreten, Aufschluß gibt Wir geben nachstehend einiges aus dieser Statistik wieder, wobei zu bemerken ist, daß diese Daten französischen amtlichen Quellen entnommen sind, die allerdings geheimgehalten werden. Von 1907 bis 1908 sind in der Fremdenlegion eingereiht worden: 2635 Esiaß-Lothriuaer, 2311 andere Deutsche, insgesamt 4946 Riänn deutscher Staatsbürger. Das Alter der vom Mai bis September 1908 eingestell- Der Staatssekretär für In di en sagte, der Kaiser erinnere an einen anderen Souverän, den deutschen Kaiser Wilhelm I., der, wie der Kaiser von Japan, im Mittelpunkt großer Ereignisse bei der Entstehung einer neuen Natton war, doch gern die Anerkennung und den Beifall des Volkes den Staatsmännern und Foldherrn überließ, die ihm bei der Vollbringung so großer Erelg- nisse halfen. Eine Botschaft des neuen Kaisers. Tokio, 31. Juli. Eine kaiserliche Botschaft, die die Thronbesteigung anzeigt, wurde durch den Kaiser in Gegenwart der Minister, Geheimen Räte und anderen Würdenträgern verlesen. In der Botschaft heißt es: Tos Ableben des Kaisers bedeutet für uns und die Ration einen schweren Kummer. Ta es unmöglich ist, den Thron leer und die Regierung unbesetzt zu lassen, haben wir Wort den Thron bestiegen Es wirb dann den Tugenden des Kauers gehuldigt. Die Botschaft fährt fort: Wir folgen ihm jetzt m der Herrfcherwurde unb werden das Reich unter dem Lwutzc unseres kaiserlichen Bon'ahren regieren, wobei wir hoffen, nicht irre geleitet zu werben Wir werden versuchen, das Werk des dahin g e g a n g e n e n Kaisers weiter zu Torbern und hoffen auch, daß unsere Untertanen ihr Bestes für uns tun werden, wie sie es für Mutsuhito getan haben und treu zu uns stehen werden. Der Ministerpräsident, der nach dem Kaiser sprach, pries die Tugenden und Taten des Verstorbenen und gelobte dem neuen Herrscher unwandelbare Treue. die Vertreter des Deu t s ch-am e r i k a n i s ch en Leyr er- üDingen. Hundes, etwa 400 Lehrer und Lehrerinnen. H Tübingen, 30. ^uli. Nach längerer Powe fand Die Leiche des Kardinals Fischer wird am Sams- heute nachmittag Gemeinderatssitzung Natt. taa ben 3 Auqust, morgens 8 Uhr, vom erzbischöflichen Pa- tpefcnb: Bürgermeister Fendt, Beigeordneter Totter, bie - • - • ~ * • *-*-■----. Gemeinderäte Treser, Schäfer, Keil, Rullmann, Klein, Tie. —----- ------------------------ mer, Wittekind, Methfessel und Hinkel. Als Vertreter bo Ausland. Fürsten Kammerdirektor Dr. Weimer: als SachverständiM Könia Alsons von Spanien ist über Paris nach Lon- Kreisslraßenmeister Straub. Gliriftian Schüßler III. unb don abgereist Karl Ieckel haben städtisches Gelände zur innTnebigin« ________j ■ _ ...... ihrer Miststätte nötig. Die Abgabe wird beschlossen und btt 21 StaOt unö Preis Qir; Mark für den Quadratmeter ' beiij, Gießen 1 August 1912. sind alle Kosten zur Ausfertigung des Meßbriefs und be L *--1 e'“"» n .mftr. ÄT&ÄÄ t h e a t e . „ - ’ 9 J Beig. Dotter empfiehlt vor Pflasterung Eimuhrung uxtti | *. cyn Audienz empfangen wurde vom Groß- Regenrohrkanals in die Straße. Der Sachverständige war, ^,2, crttfd)ule ift m.t>. Kfll. Pauft. Sdnilen gteidneMalL (^iumack und Salataurken ein. 1OO Lt.Mk. 1.50. (yrfc Marktitrane und Neustadt bet Bcnnerschem Schubladen Amtlicher lvetterdericht. , , . Wetteraussichten in fcefien für Freitag, den 2. Aug. 1912 * Trüb, RegenfäUe, lühl. HyifhäuserTechnißBin Frankenhausen Ing.-u.Werkm.-Abt Gr-MucK-Ub. bratmt. In Tangermünde sprang am Dienstag abend der nervenkranke Former Werner mit seinen drei ältesten, neun, cchs und drei Jahre alten Kindern in die Elbe. Al l e vier ertranken. Werner wollte seine mutterlosen Kinder nicht fremden Leuten anverttauen. Aus Groß-Postwitz lAuttshauptmannschaft Bautzens wird gemeldet : Aus dem Wegübergang trm Ritte-rgut We'llsdori wurde Dienstag vormittag das Au to m o bi l des Prokuristen Muller- Dresd-m von der Lokomotive erfaßt und zertrümmert. Boti sechs Insassen erlitten zwei Damen Beinbrüche. Die übrigen vier Insassen wurden nur unbedeutend verletzt. An einem Neubau in der Ligowo^Äraße in Petersburg stürzten Nachts eiserne Tragbalken der Betondecken ein Die in dein Neubau übernachtenden Arbeiter werden ver- mifet, ihre Zahl ist noch nicht festgestellt. Rettungsarbeiten sind im Gange humoristischer. ♦ Glaubhafte Ausrede. Herr Müller trifft zu feiner Verwunderung einen strolch in seinem Garten an. — ,'Wie kommen Sic denn hierher?" fragt er streng. — Und was gab der Bursche zur Antwort? — „Verzeihen Sie, ich bin eben mit meinem Aerovlan abgestürzt!" . , ., v r ., , * Stimmt. Ich kenne so viele Sprichwörter, daß ich aus jedermann eins anzuwenden weiß!" — zum Beispiel ouF sTO gibt er auch Vers Handel. Augsburg, 31. JuÜ. In der heute hiev abgebal- tenen außerordentlichen H auptv ersamm lun g der Spinnerei und Nähfad en - F a b r i k A u A. G. ist einstimmig die Auflösung der Gesellschaft bc?» schlossen worden. 13000 Mark flüchtig gegangen. Schur; war der Führer ter Westerwälder Heilsarmee und hat anscheinend auch deren ro»e mitgenommen. __ (ÄfcriditsfaaL Eine Schmugglerbande. ©ommermodr. imartt wudki: j unserer SM!» ,ie geht verlotkn. ihre Produkte ist Ter Sommem- !rschivinden. g. Der Umbau ur- ihre gearbeitet et schon am -lnsan; ■ ich der Person--' die Tüncher- unt-- Zgebäude, die t>" lt werden fönnen- scheS Lickt. einhessen- • Xie größte automatifebe Tetepbanzentrale. Während die deutsche Postverwattung nur langsam mit der Einrichtung automatischer Telephonämter vergebt — so in München- ■ Schivabmg, Hilde»Heun, Altenburg, Rendietendori il a. — ifl dieser , Betrieb, ter ebensoviel Personal wie Aerger erspart, m Amerika in < weitem llintanq durchgeluhn. ?n Los A«igele» befindet fid) ein । automatlsches Amt mit 24 0O0 Abonnenten, m San 5ronci6co mit , 16 000, m Portland mtl 12 000, in Callanb mit "000 Abonnenten. Das größte Amt ober weist Chicago aus mit 80 000 Abonnenten , und einer täglichen Zunahme von 75-100 Teilnehmern Bevorzugt wird dies Amt besonders von den zahlreichen Chinesen, denen cie mündliche Angabe der gewünschten Anschlubnummer grafet Schwierigkeiten bereitet. Plan kommt ihnen so weit entgegen, daß das Amt ihnen em Code jur Ber'üqung stellt, da« neben ge- wohnlichen Nummern die chinesischen Zahlen enthält, -do, und diese Söhne des lernen Osten« alleidingS antz primitiven Gründen die benetfteitfien Anhänger eine« der größten Fortschritte in der modernen Technik. • Tie Datteln und die Cholera. Zu Beginn deS tripolitaliischeti Krieges brach bei dem italienischen CxpeditionSkorps die Cholera aus und iorderte trotz aller Aoi sicht,nasrege'.n zahlreiche Opler. Damals wütete, trotz aller o'fiztelleu TementiS, noch mimet in einzelnen Gebiete^ Suditaliens die verheerende Seuche: die amtliche^ Statistik räumte auch später ein, daß allein in Palermo 1500 „alle von 15 holera verzeichnet ivutben, von denen 500 tödlich ucrlieien. Xie Mannschalten des ExpedtliouskorpS wurde,i bei der ^Ausreise sorg- lältig desinfiziert, aber trotz aller LorbeugungSmaßregeln brach lurss nach der Landung in Tripolis die 6holera unter den Truppen auS und deaann ihre Aerbeerung. Tie beiden italienischen JJnlitor- ärzte Tr. Rtzzuti und Tr. b'Crmca, denen die Leitung des ballerwlogischeii Vobvratorunn« im FeldzuaSgebiete übertragen war, begannen sich sofort mit den Ursachen hicicr ©pwemie v« beschäftigen und im Berlaule der Unicrsuchungen stellte |ia> heran«, daß die in Tripolis gekansten Datteln, die von den Mann- j.hatten verzehrt ivurden, zum größten Teile eine geradezu er- staunliche Alenge von Choleraerregern enthielten. Plan nimmt an, daß die Fruchte durch fliegen und Insekten mfijlert worben waren. Auch in den Brunnen land man Choleraerreger, xie Folge dieser Feststellung ivar alsbald ein strenges Verbot m Tripolis, ungekochtes Wasser zu genießen : vor allem aber wurde den Soldaten kategorisch verboten, Datteln zu essen. Sofort nach I'»- rrnfttreten dieser Plabnalune nahmen die Cholerasalle ob und Me Ep^imie ging zurück. Das Trinkwasser ließ die Militärbehörde mit schweren «osten ans Neapel Herden rimflen und täglich landeten die Schiffe 3000 bis 4000 Tonnen filtriertes Wasser aus dem iibersayre..- zelbst-kUd- . attefte ?t«l" )UJinetpai« 3«y; OjäirtgeiJ;., Item eihicN»"-', »ldbad» überfahre^ Aus Mehlis (Thüringen) wird gemeldet: Ws die Ehefrau des hiesigen Gewehrfabrikanten Robert Anschütz vom Markte zurückkelnte, begegnete ihr der frühere Duchl)olter ihres Manne-o und begleitete sic bis zu ihrer Villa. Twrt seuertc er mehrere Revolver schüsse auf die Frau ab, bte t o t zmammenbrach und tötete sich dann selbst durch einen schütz in den Mund. Der Buchhalter, der von öerrn Anschütz wegen ungenügender Leistungen entlassen wurde, hat, wie er auf einem Zettel angibt, die Tat aus Rache begangen. In Lalle a. d. Saale entstand durch Selbsteritzündung in der Nacht zum Mittwoch auf dem Lagerplatz der Ein- und Verkaufs - Gcnossensclmft des Landwirtschaftlichen Bauernvereins Feuer Tas gesamte Lager an landwirtschaftlichen Maschinen und Sämereien, sowie das auf dem Grundstück untergebrachte (betreibe - und Futtermittel-Lager der Firma ftteuzberg ist ver- /3wv dtallwuMwC xyw I Kleine Tageschronik. .Aber ich habe doch gar kein Amt?" — „31a also — —!" ♦ Fatal. „Seit mein Onkel im Fußballklub ist, ist mit ihm nichts mehr anzufangen. Jedesmal, wenn ich ihn anpumpen Witt, expediert er mich per Fußtritt die Tveppe hinunter." ♦ Um Ausrede nicht verlegen. Lerr (zu einem Jungen, der gerade die Angel auswirft): „Was, du unterstehst dick, am Sonntag zu fischen?" — Junge: „Ich fische ja gar nicht, Herr! Ich will ja nur den Wurm schwimmen lernen." * Doppelsinnig. Sie: ,Zch mochte gern mal wissen, was aus unferm -Artur werden soll. Der Bengel lernt nichts in der Schule. Nur singen und turnen kann er." — Er (wütend): 'ijv ■ —•«*< Ulärfle. 11 r.0. Wiesbaden. Diehh os»M arktbericht vom 31. Juli. Austrieb: Rinder 94 (Ochsen 61^ Bullen Kühe 34), Kälber 238, Sch-1- «, Echw-in- 463. lut 100 M. Lebend- Schlachtgewicht vermischte». * Zur Ermordung Rosenthals wird aus New ( fort gemeldet: Ein im Zusammenhang mit der Ermordung Rosenthals verhafteter Spieler sagte unter Eid aus, daß : drei Polizeibeamte der Stadt New Bork unter sich 2Vs Millionen Dollars geteilt hätten, die sie im vergangenen Jahr von Spielhöllen und anderen aesetzwidrigen Unternehmungen bezogen. * Eine Pariser Unfallstatistik. Bom 1. Mal bis 5 Juli mußten 441 Personen, die durch Ueb erfahren in den Straßen von Paris ernstlich verletzt worden waren, in die Lospitäler geschasst werden. Tas macht über 1 2 P c r - >' o n e n p r o T a .i 248 wurden Opfer der Automobile, 58 tour- vit von Straßenbahnen imb 133 von Pferdefuhrwerken Über- ' fahren. In diese Zahlen sind jedoch nicht die Leichtverletzten einberechnet, die nur in den Lospitälern verbunden werdeii mußten. * Wunderwerke amerikanischer Jngemeur- » f u n ft. Wie in Natur und GesckästSlebeu, so tragen auch in der Technik die Werke der Neuen Welt den Charakter deS Ueberkühnen . und Riesenmäbigen. Dor iünf Jahren richtete man im Staate 'lltdiioaii -nnschen Grand Rapidß imd Mnskeyon eine 70 Kilometer ? lange Leitung mit 110 000 Soll Spannung und Dreiphasenstrom ' ein, etwas bis dahin Unerreichtes. Jetzt hat man diele Leistung ' noch überboten, indem man eine Kraftübertragung von 140 000 Volt - vannung und 200 Kilometer Länge zwilchen Sable River und 5fint, ebenlalls in Michigan, ins Werk gesetzt hat. Sie soll bis l altle (Svecr verlängert werden und wird dann eine Gesamtlänge Ain 376 Kilometern haben. Tank dieser Spannung hat man daS j Gewicht der Leitimg-drähte auf 50 Prozent gegenüber einer Spannung von 100 000 Volt verringern können. Wahrscheinlich 'ann man eine Spannung von 140 000 Volt nur noch in Gegenden | mit ganz trockenem Klima erreichen, da die Lust bei solchen Spannungen ihre Jjolieriähigkeil verliert. BiS jetzt funktioniert : Se seit Beginn deS JahreS in Dienst befindliche Leitung völlig zu- riebenfteUenb. — Mit einer gleichen Lange, 380 Kilometer, kann die Wasserleitung von LoS Angeles in Kalifornien auswarten, deren 1 auweise originell ist. Die Leitung, stelleuweise in Cisenrohren, lellemveiie in Beton auSgesührt. liegt zumeist direkt dem Erdboden 3uf und folgt allen seinen Unebenheiten. So hat man e« fertig gebracht, aus der ganzen Strecke mit knapp 22 unterirdischen LeitunqSstrecken an«jufommen, von benen die gröfete ba6 -tal von IawbonS durchquert Ter vöhenunterfchted betragt hi« 2^ Meter und macht beinahe 2% Kilometer Kanalisation erforderlich. Das ganze Werk, das Anfang 1913 in Betrieb gesetzt werden soll, wird nicht weniaer als 14 500 Tonnen Stahl erfordern, d,e Ladung von «5 Kahnzugen ä 20 Wagen. Tie Kosten werden fick auf mehr al5 i20 Millionen Frank belaufen. Nicht weniger bedeutend wird die Qeitung von Eastkill fein, die ebenfalls gegenwärtig ausgefuhrt wird und New Bork nächtens mit einem wahren etrom von Leitungsivasfer versehen wird. Die Leute drüben haben bas notige Geld zu solchen Anlagen, auf bie Kosten kommt es nicht an. Wird doch der Panamakanal nach ferner Vollendung mehr als 600 Millionen Frank pro Kilometer gekostet haben, wahrend der un4 schon ungemein teuer dankende Kaiser-Wilhelm-Kanal nur 2 Millionen das Kilometer kostete. vüchrrlisch. — Festschriften deS M ünchener Sünstler- Theaters Das Münchener .xhmnia-MrntrT hat zwei reich illustrierte Festschriften in künstlerisch vornehiucr Ausstattung her- auegegeben Die erste Festschrift umfaßt 1- ofiten uiiö b<- dandelt das al berausche Festspwl .^irre^. mlt ^s bic dies- lädrige Saison des Münchener .stunftlrr Ibenhi» frottnri rouitw Tie zweite Festschrift ist „Orvdeus tn der Unterwelt' und »ismri gewidmet. Diese zweite Fefttchrstt.dringt Original.«etträg^ von Ttrchor Gustav Ubarle. Josef ^urinek, V ui1!^Jnn Frtd, Maflarv, Em,l Lind, EUcn Richter, Eleonore «aller. Anno Rosar und Erich Zettl Tic m icbcr Beziehung lunitlcrild) vortichm ausgestatteten Festschriften werden ^i»tcrcsienten von der Direktion des Münchener ifünltkr-^bcatcr8, Muuchen, Karl- straße 21, auf Wunsch kostenlos zugesandt. . — Der Kampf der Parteien um dte Jugend. Jugendfragen und Jugendpflege steden tm Bort^rgrunde der öffentlichen Teilnahme. Um io stärkerem hin die Tatsache, das jeder Blick am bte GeiamtheU der Jugendfürsorge und Jugendpslegedestrcbungen eine Zerttuttung »etgt, bte ernste Sorge bereitet Zwar sind mir ern tm 'tampfcv um die Jugend Aber doch ist es schon doyeJul, babn- brrdienb der Zukunft vorzuarbeiten Um aus diesem Gebiric durch nne praktische Arbeitsgemeinschaft dte t>eriAubcnlten tirtb- hdx*n, politischen und sozialen Parteien zu neutralisieren,!bat dankenswerteriveise die Deutscheren t rales u r fugend ütforge einen Erörterungsabend tm preußischen &etrcnbaulc am 23. Äärz veranstaltet. In treier Aussprache, ohne Unterschied der Konsenion und der politischen und sachverständige Persönlichkeiten neue Mittel and Wege zeigen, um den unheilvollen Wirkungen marinenbet Bereich der Jugendpflege entgegenznwirken. Jener Übend gi- staltetc sich zu einem vollen Griolge Aii ihm ^ben Minister und Bürgermeister, Mitgliri,er deS Reichstags utw deS Landtags, Generale und Geistliriic, Lehrer und Juristen, Aet^t^ und Leiter der größten Crgannationen auf dem Gebiete der Jugendpflege. Sie alle haben aus lebendiger Erörterung etn Bild der Strömungen und Richtungen erhaltm, die m der fugend hemeauna unserer Tage nach Verständnis, Verbreitung und Gel- tungOringeü" Nack) einem Bericht deS Bürgermeisters Tr. Wem- reich von Neukölln beleuchteten die Vertreter der kämpfenden Parteien wie mit Scheinwerfern das vielgestaltige und wett verzweigte Problem. Von so überzeugender Zkrast und to beri gehendem Eindruck war der Gedankenaustausch des denkwürdigen Abends, daß von vielen Seiten der Wunsch ausgesprochen wurde, die Reden jener Verhandlung veröffentlicht zu feben. Diesem Wunsch ist die Deutsche Zentrale für Jugendfürsorge nachgekommen. Die Srinift ist soeben int Verlage von Otto Liebmann, Berlin, erschienen Aus ihr werden alle, die ein Jntercstc an der fort schreitenden Entwicklung unserer Jugendbewegungfnehmen, reiche Belehrung fchöpsen. Wer immer das Feld überscben will, auf dem sich eine Erneuerung unserer gesamten Zukuint-.'enttvicklung durch die Jugend anzubahnen beginnt, wikd die volle Beüe»ttung des Zieles ermessen und die Schwierigkeiten unserer Lage richtig cht brad) in w.Ä den. %f 6nülCn9G-b(n^ ^°’cn I gen verlangt 3b , ieinigunq der V 8t ÄnsichtnahL Ergeben, daß ti! Zttaßengcländct laube bei 'Sreibr icr unb ist (tye ; ühengehalt vor^ - ^n für 2 Mk. für: r ben qm zahla । zu tauschen. | ein, bann bltv. -tück Fußsteig k । benbach kann km .; iselben vortzebm j tadt ihr Wohn! ? ?rfau| an mit bt , hrem Ableben ga ► i für zu hoch gilt | das Gebäude, I t ein Angebot t । ilage entspricht.- ission roirb Leck ; vier ältesten u£ en, bie die.Zir' 1 hatten Rotten, ! H n für 1913 w cd arwinif cht, k- terei vertreten r- Jnettt" .Ä Ä- in tu* . e? und 4? kein Raus -der Aeu^> ^infai-j. ^?nberat bni b,£.^Q;T- " -bie L esern gshohle D vergeben. lenben Grunttz ae[LUnJtn>i betr. ^atQto "8 eine groß, 4 ^lnberats M 3°n Beiträge, t Jlfe zu übern* £e gezahlten o soll eint ? toitb bet tztz en bie Gemeint gezogen tverbt? [ nicht ben sa„ OchsetLi Vollfieffckstg^ oueaemähete, höchsten Schlacht' wertes im Aller von 4—7 Jahren . . . Die nod) nicht gezogen haben (ungejocht) . . Junge, s.eifckige, nicht auBgcmäftcte und üllere auegcmäftcU............ tzärs en, Kühr. Dollfleischige auSgernäfttie Färsen hvchsten Schlachtwerter ........ PoUfletschige auSgemaftete Kühe höchsten SchlachtwerteS bis zu 7 Jahren ... Wenig gut entwickelte Färsen sjleitere auSgemaftete Kühe und loenig gut ent- wtckelle jüngere Kühe Mäßig genährte Kühe und Färsen Kat b ec. Feinste Mastkätber Plustere 3)la|> und beste Saugkälber .... Geriugere Plast- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber......... Schatz. Weidemastschase: Mastlämmer und Alasthammel. .... Schweine. Dollfleifchige Schweine non 80—100 kg Lebendgewicht BoUfleifchige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht Lollfletschige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht Lollfleifchige Schweine von 130—150 kg Lebendgewicht ......... Aörli tz, 31. Juli. Vor der Strafkammer^des hiesigen -Mchgerirists batte sich heute eine siebenköpflge sckmugg- (erb an de, fünf Manner unb yvci Frauen \n oerantrooTtm, iriche einen friitoungltaften Saccharin-Schmuggel aus der ^cbroen nach Deutschland betrieben hatten. xxx Tstrirlergeielle jiradler, em österreichischer Staalsangchöriger, wurde zu einem ' afr vier Monaten, der Reisende .Vrikama aus Zürich zu dreizehn Monaten und einer Woche, der Saecharinagcnt Fudt ke eus 3und) ui s«hs Monaten, der Preswergolder R y b m aus 'saldingen 'tanton Bern zu vier Monaten Gefängnis verurteilt, ,Fr«tiska v r a dl e r-Görlitz zu 14 Tagen Gefängnis, tedock für den bedingten Sttasaufschub empfohlen und Marie Brodler zu fünf Wochen Gefängnis Eine große Menge Sacriwrin, die in -offern vorgefunden wurde, ist beschlagnabmt worden. Für bie hinterzogenen ©teuerbetrage wurden sämtliche Angeklagten 11 hoh n Wertersatz st rasen verurteilt. Ein Aufstieg des Schü t te-Lan z-Ballons. Johannisthal, 31. Juli. Leute abend unternahm der „Schütte. Lanz"-Ballon eine Fahrt über Berlin (ft stieg um 7.20 Uhr auf dem Flugplatz Johannisthal auf und 'ehrte um 8.15 Uhr zurück und landete glatt. Vermißte Flieger. Paris, 1. August. Besorgnis herricht über das Schicksal her englischen Flieger Gatesv und 9eed, welche von dem Flugplatz des Fliegers Graham White in Lendon am Samstag duigeftiegen luaren, um nach Paris zu fliegest. Seit dem AuMeg fehlt jede Nachricht von ihnen. • (w> Mainz, 31. Juli. Aus dem Flugplatz „Großer Sand" veranstaltete heute abend der hiesige Verein für Flugwesen in Anwesenheit der Spitzen der Behörden und Vertretungen der i)rudervereine von Frankfurt, Darmstadt und Gießen ein Ei n - veibunqsfest der neuen Flugzeughalle. Tie Lalle soll mr vorübergehenden Ausnahme hier landender auswärtiger Rieger, insbesondere Militärflieger dienen. __iil (Oeissbmder- und Lackier-Gefcbäft Giessen Bahnhofstrasse 50 Bahnhofstrasse 50 06349 lieh unserer silbernen Hochzeit. Georg Schröbel und Frau. Giessen, 1. August 1912. 5362 aV» seinen ungestörten Fortgang. Dw/, Hochachtungsvollst 06339 Bahnhofstr. 54 Hans Götz, Friseur, Asterweg 1. Kleine Preise! Kleine Preise! 4930 Nachnahme über- 5252 vn Central-Drogerie n Becker U Ed. Stern Herrliche Lage 5onncnitr.<>, Tckvbon Ns AAAAAAAA▲aaaä ▼▼▼ ▼▼ ▼▼▼▼ ▼▼▼▼ Edeo-liolelu.WaoSmn- Terrissenrest.Cafe Schönst-Lage. Bad Kartoffeln Prima Sveiie • Kartoffeln empfiehlt billtflii i5225 Heute präzife 5 Uhr zum a......... ersten Male .— — an. Prosp Von der Reise zurück I>r. Ploch. Frühkartoffeln, Wetterauer Ware. „Perle" und „Kaiserkrone" ver Zentner 1.25 Mk. versendet unter 1 Dem fehr geehrten Publikum die ganz ergebene Mitteilung, dass ich das vorher von meinem Bruder betriebene Dekorationsmaler-, Giessener Lese halle-Verein. Wegen baulicher Herstellung muß die Lesehalle am SelterStor im August geschlossen bleiben; der Leihverkehr in der Bucherhalle am Theater rtiminl unter dem Eindruck dieser verwegenen Verbrecherbande. Obwohl uns die Zensur den Urtitel „Apachenbraut" in Berlin verboten hat, ist der Film selbst in seiner wältigenden Realistik freigegeben, unter dem Titel mit dem heutigen Lage für meine Rechnung betreibe. Da der vorherige Inhaber, JVIalermeifter Gustav Belitz die Hrbeiten persönlich auf das Sorgfältigste leiten refp. ausführen wird, kann ich meinet werten Auftraggebern bette, geschmackvollste Ausführung bei pünktlichster fertigl*tellung und billigster Preisnotierung garantieren. Ich bitte höflichst, mich durch Zuweisung recht zahlreicher Aufträge gütigst unterstützen zu wollen. Mit ergebener Hochachtung H. Belitz. Sonntdfl, 4. Sinn int: Tour 1 <> ftfltt XourS BuHbach — ZcbTcmer — Bodenrod — Hanclborn — <9rävcnwieSbach — Anden- schmiede — Weilmünster — Weilburg. Abfahrt C* t- 7 Lmnden. b j Geschäfts-Empfehlung. Den geehrten Damen zur gefl. 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