Die heutige Nummer umfahr 14 Seiten. unter starker Beteiligung ,ö imnv* irrn der frühere Reichstagsabgeordnete Herr Er behandelte die Finanzreiorin, kam sprechen und kritisierte den Hansabund. erstatter stir das Mantelgesetz ist der Abg. Tr. Osann, für das Gesetz betreffend den Wohnungsgeldzuschuß Abg. Brauer, über die Ausbesserung der Gehälter berichtet Abg. Molthan, dem Abg. mit die sammlung statt, in der Bindewald redete, aus die Liebesgaben zu Nach Herrn Bindewald 3 Nebeltage im Mai aus- uyserem Klima vorzugsweise das Frühjahr die trockendste Beziehung ist der Mai ein S s S d S w * i Berdix Wtt 81 Regen, sehr trocken 1896 mit nur 4—40 Millimeter. Normalerweise kommen 15 Regentage vor. In den regnerischen Maimonaten der Jahre 1878, 1887 und 1898 stieg diese Zahl aus 22 Regentage an. An den Niederschlägen sind bereits stark die Gewitterregen beteiligt. Insgesamt wurden von 1857—1907 177 Gewittertage beobachtet oder im Durchschnitt des Mai etwa 4 Tagt mit Gewitter. Auch Schnee ist im Mai noch möglich und wurde im obigen Zeitraum 5 mal beobachtet. Ter vergangene April war im Durchschnitt zu Hühl, besonders in seiner ersten Hälfte. Um die Ostertage gingen vielfach im Reiche starke Schneefälle nieder, so daß Oüdeutschland bis zur Elbe in den Morgenitunden wiederholt eine geschlossene Schneedecke trug. Auch unsere Mittelgebirge hatten verübergel)end nunter- liches Gepräge. In der zweiten Monatshälfte hob.n sich die Temperaturen, so daß gegen Monatsschluß dic Baumblüte überall, in höchster Entwicklung wand. Ta aber die Niederschläge die normale Menge kaum erreichten, macht sich vielfach Trockenheit unangenehm bemerkbar. Einzelheiten in dem Bilde wieder. die Landschaft mit ihrem Üppigen Pflanzenwuchs, mit den in zarten Duft gehüllten Bergen und mit dem fernen Wasserspiegel des Garoasees. Der '-Boten ist nut Veilchen übersät uno immergrüne Bäume strecken ihre Wipfel in die klare Luit. Auf dem Bergaöi)ang sehen wir die Kaninchenhecke, wahrend in der .Ebene Jäger die Ha,en vaiolaau Aus Hessen. bs. D a r rn st a d t, 30. April. Aus dem Finauzausschutz dec Zweten Kammer. Ter Finanzausschuß besafaftigte sich in seiner heutigen Sitzung der Bearntenbesolbungsvorlage, ohne jedoch in öS . - sprach Generalsekretär H e n n i n g s e n über bas Thema: „Warum sind wir Antisemiten?" Am Schlüsse der Versammlung sand eine freie Aussprache statt, in der es sehr lebhaft zuging. Als Gegenredner trat Herr Tr. Köhler. Lauterbach auf. materielle Beratung dieser Vorlage einzulreten. Nach einer kurzen Vorbesprechung wurde die Verteilung der verschiedenen Vorlagen unter den Ausichußmilgliedern vorgenommen. Bericht- D Lauterbach, 30. Avril Am Montag abend fand hier im Saale zum Johannesberg eine Ver - geschlossen sein sollen. Während nun ein Teil dieser Abgeordneten sich bereits nackt Athen durchgeschmuggelt hatte, ist jetzt der Rest, als er sich, „daS Land der Griechen mit der Seele suchend", zur Abfahrt anschickte, wie schon im Vorjahr noch im letzten Augenblick von den .Konsuln der Schutzmächte an der Abfahrt" verhindert worden. Diese Vorgänge lassen sich ganz an wie eine groteske Komödie, die sich aber leicht zur Tragikomödie entwickeln kann, denn nach den Meldungen aus Kreta herrscht dort eine starke Erregung, so daß der Ausbruch ernster Unruhen befürchtet wird. Liegt es doch in der Natur der Sache, daß die nationalen Hoffnungen der Kreter durch den italienisch-türkischen Krieg neue Nahrung er- halten haben, und andererseits ist es begreiflich, daß die Schutzmacht a. T. Italien das stärkste Interesse an einer Zuspitzung des lürlifch-gxiechischen ^Konslitts hätte. In diesem Falle müßte aber mit der ernsten Gefahr weiterer Verwickelungen gerechnet werden, da die kleineren Ballanstaaten Serbien, Bulgarien und Montenegro ohnehin nur auf eine Gelegenheit warten, im Trüben zu fischen und alte Rechnungen mit der Pforte zu begleichen. Unter diesen Umständen erwächst der Diplomatie der Mächte, nicht btoß der sogenannten Schutzmächte, die ernste Ausgabe, das Balkau.euer zu dämpfen, so lange es noch nicht weiter um sich gegriffen hat, und diese Löscharbeit wird in erster Reihe au. Der Insel Kreta wie an den Dardanellen, diesem heikelsten Punkt des Barkanproblems, einzusetzen haben. Deutsche» Reich. Staatssekretär Tr. T e l b r ü ck, her Vorsitzende der <5eo berufsgenossenschait, Richard C. K r o g m a n n , Prof. Pagel, Kapitän Polis und Tirektor Ira hm begeben sich am 17. Mai nach Wiesbaden, um dem Kaiser einen Vortrag über die Sicherheitsvorkehrungen an Bord der deutschen Passagierdampfer, insbesondere an Bord des neuewRiesendampsers „Jmperatur" zu halten. Tie Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Trier 4 (Saarburg-Merzig-Saarlouis) ist auf den 20. Mai festgesetzt worden. In der Hauptversammlung des Heidelberger Grundbesitzervercins, die am Montag stattfand, gelangte der von einer aus Mietern und Hausbesitzern zusammengesetzten Kommission nach langwierigen Verhandlungen aufgestellte und vom Mieterperein bereits genehmigte Entwurf eines M i e t s v e r t r a g e s zur endgültigen Annahme. Damit ist Heidelberg die erste Stadt Deutschlands, welche einen von beiden Parteien vereinbarten einheitlichen Mietsvertrag besitzt. Die Dardanellensrage. Rom, 30. April. Ter Agencia Stefani wird aus Petersburg gemeldet: Tie Agence HavaS berichtet aus Konstantinopel, in einer an die Pforte gerichteten die Wiedereröffnung der Dardanellen betreffenden russischen Note werde gesagt, daß Italien die Absicht J®1 n 'M- Das Wetter im Mai. Die Wärmeverhältnisse des Monats Mai sind ebenso wie die Ks April von Jahr zu Jahr großen Schwanlungen unterworfen: >ic Temperaturen neigen, besonders in den Tagen bar Eisheiligen, Li gefährlichen Kälterückschlägen, die glücklickferweisc nicht in jedem )ahre in die Erscheinung treten, aber doch io häufig oorfommen, Jafi selbst die Temperalurmittel vieler Jahre den Wärmerückgang nrfcnnen lassen. Tie mittleren Tagestemoeraturen erheben sich •on etwa 11 Grab am 1. bs. Mts. auf 17 Grab am 31.; bie Öärme steigt demnach sehr rasch zu fommerlidiert Werten an. Daher ist der Mai der Uebergangsmonat zum eigentlichen Sommer, 5en die Witterungskuitde am 1. Juni beginnen läßt. Auch auf den höchsten Erhebungen der deuiichen Mittelgebirge bringt der Mai den Frühling, charakterifiert durch die beginnende Belaubung der Wälder, die im Tieflande schon im ÜLpril ihr grünes Kleid angelegt haben. Tie Nachttemperaturen liegen aber im Mat noch recht tief, warme Sommernächte Dürfen im Turchschnitt noch nicht erwartet werden. Dazu ist die nächtliche Wärmeausstrahlung noch zu groß, zumal die Neigung zu südlichen Winden aus wärmeren Gegenden gering ist. Tte mittleren Nachttemperaturen liegen in Beginn des Monats bei 3—4 Grad Warme und haben fich gegen Ende hes Monats auf 6 Grad erhoben. Tie höchsten Tages lemperatnren bewegen sich zwischen 13 Grad und 16 Grad un «laufe des Monats. Frofttemveratnren ktznnen noch an federn Tage des Mai vorkommen und wurden seit 1857 auch tatsächlich kaobachtet. Einige der bekannt geworden.n Frosttemperaturen feien für die Main- und Rheinebene hier mitgeteüt: 1. Mai — 3.2 Grad 1891, 2. 1859 —2.5 Grad, 3. 1900 —3.1 Grad, 4. 1881 —1.6 Grad, 5. 1881 —1.7 Grad, 6. 1897 — 1.9 Grad, 7. 1905 — 2.1 Grad, 8. 1864 —4.2 Grad, 12. 1882 —3.8 Grad, 15. 1887 — 2.2 Grad. Selbst am 27. ds. Mts. sank 1873 die ifmperatur auf—2.3 Grad und am 31. 1861 auf — 0.9 Grad, chcsonders die Tage um den 10. ds. Mts. (Die Eisheiligen) neigen •eine zu stärkeren Temperaturstürzen. Tie Ursache dieser Tem .craturrüdgänge dürfen wir in der starten Erhitzung südlicher 3reiten, vor allem der Mittelmeergebiete, erblicken. Zu gleicher i) eit sind die nördlichen Gebiete Der Erde, besonders die durch tolare_ Eismassen in ihrer Erwärmung zurückgeh.cktenen Ozeane, nach sehr kalt, so daß sich im Frühiontmer scharfe Gegenseite Mischen Nord- und Südenropa audbiiben. Tie .erhitzten Luft .'wuve übe; Südeuw^ erzeugen dort. niederen Truck, die kalten Tf. Eine neue Erklärung von Tizians lischer und irdischer Liebe", die sehr bestechend wirkt, hat, wie der bekannte „Eicerone" mitteilt, Prof. Gutdo Bat- telli m der letzten italienischen Sitzung des Florentiner Kunsthistorischen Institutes gegeben. Battcllt wies nämlich auf einen Brief Pietro Ä r e 11 n o s an einen Veroneser Patrizier hin, in dem Aretino die Schönheiten des Gardasees preist, wobei er u. a. einer Hasenjagd, einer Kaninchenhecke und einer wmtder- tätigen Quelle Erwähnung tut, die bie Frauen ber Gegend auf- zusuchen pflegten, um Kindersegen zu erlangen. Mit besonderer Ausführlichkeit verweilt Aretmo bei der Erzählung von Dteiem Liedesbrunnen, dessen Wasser die Frauen mit dem Safte ber in der Nähe wachsenden stißen Zitronen zu mischen pflegten. Nun stimmt diese fesselnde Schilderung Arettnos in ihren Einzelheiten merkwürdig mit dem Bilde Tizians überein, ja in den Worien scheinen sogar unmittelbare Erinnerungen an bas Gemälde an zuklingen. Jedenfalls finden sich alle von Aretino beschriebenen "3®?- ÖS®* - 8 Wunb $fg. 46 ol)ne Kops ch-Koteletts:: i>30W W 3 Stück P,g. äi 10 Stück M 18 per Pfund Pfg. IE die Jahre 1875 und 1877 hatten zuweisen. Tie Niederschläge pflegen in als Sommerregen zu fallen, wahrend Jahreszeit darstellt. Auch in dieser Uebergangsmonat, der zu den Sommerregen überleitet. Wahrend der April nur etwa 30—40 Millimeter Regen aufzuweisen hat, steigt die Niederschtagshöhe im Mai bereits auf 40—50 Millimeter. Ter naffeue Monat im Jahre ftt in Der Main- und Rh.in- ebene gewöhnlich der Juli mit 70—80 Millimeter Regen. Autzer- ordenuick) naß war der D!ai 1856 mit 150—160 Millimeter Folgen der Maifeier. Ein Ausstand auf den Hamburger Vulkanwerken. Hamburg, 30. April. Gestern morgen gab der Ar - beiteraus schuß der Vulkanwerft die Erklärung ab, daß die Arbeiter beschlossen hätten, den 1. M a i zu feiern. Ter Arbeitgeberverband von Hamburg-Altona, dem auch die Vulkanwcrke angehören, beschloß am 25. April, wie in den früheren Jahren, alle Arbeiter, die den 1. Mai feiern, 10 Tage auszusperren. Tie Bekanntmachungen für die Arbeiterschaft sind der Vulkanwerft sowie allen anderen Firmen von der Geschäftsstelle des Arbeitgeberverbandes zugegangen. Tie Direktion ber Vulkanwerst ließ diese gestern abend anschlagen. Heute morgen legten sämtliche Arbeiter der Vulkanwerft ohne Angabe des Grundes auf Veranlassung ber sozialdemokratischen Organisationen Die Arbeit nieder. Eine spätere Meldung aus Hamburg lautet: Aus den hiesigen Vulkanwerken ruht ber ganze Betrieb, während man zuerst anuchmcn konnte, daß bk Niedcrlegung der Arbeit mit der beabsichtigten Feier im Zusammenhang stehe, scheint der eigentliche ö r u n b ein anderer zu sein. Tic Einstellung der Arbeit erfolgte heute früh, nachdem einer der Obmänner des Arbeiterausschufies, dem unerlaubte Agitation vorgeworscn wurde, entlassen worden war. Ausständig sind sämtliche oiyaniiiertcn Arbeiter auch bie der Hirsch- Tun ck er s ch e n und der christlichen Organisationen angehörenden. Insgesamt feiern jetzt etwa 6000 Mann. Arbellsntedeilegiingen in Wien. Wien, 1. Mai. Zur Maifeier liegen alle Fabriken ft i 11'. Vormittags finden Massenversammlungen statt und nachmittags maridjicrcn die Arbeiter in den Prater. Die Zeitungen erscheinen erst am Donnerstag wieder. ■Q-f * W ßW S-5 p. 2- Tr. Weber wurde ber Vortrag über die Aufbesserung der Volks- fdullebret übertragen. Abg. Ulrich berichtet über da» höhere Schulwesen und über die Aenderung des Gesetzes, die Erhebung von Zuschlägen zur Reichserbschaftsstr uer bctreffrnb, der Abg. Tr X> c n b c n r c i dj. Ter Vortrag über die Aenderung des Gesetzes über den llrfunbenftcmvel vom 12. August 1899 hat der Abg. H e n.r ich. Bei ber Wichiigkeit der ganzen GeseyeSvorlage" Lcabfidiig: ber Finanzaussckmß den Beschlüssen ber Zwei,en Kammer nicht vorzugreifen. Ter Regierungsvorlage, betreffend d«rs H o f g u t N e u - U l r t ch st e i n wurde zugestimmt. In dieser Vor läge heißt es, daß die Regierung an bic Stande das Ansinnen rrcktei, dem Verkauf dieses Gutes um den Preis von 113 000 Mk. zuzustimmen. Von einer Seite wurde angeregt, fick das Rück - iailfsrecht vorzubehalten, wenn das Gut feinem bisherigen Zweck, nämlich der Besckwftigung Arbeitsloser zu dienen, enizogen werden sollte. Dieser Anregung jvurbc aber nicht st altgegeben Bezug lich der Vorstellung der Stadt Worms betreffend Ablösung des Brückengeldes, würbe ber Beschluß gesaßl, zunächst einmal die Vorschläge der Stadtverwaltung darüber abzuwarten. Ferner wurde einer älteren Vorlage, betreffend bie L a nbes- kr ebi i lasse, zugestimmt Einigen Regierungsvorlagen mehr formeller Art, wurde zugestimmi Tie Vorstellung des Eisen- bahnassistenten i. P. Ph. Müller in Tarmstadi auf Erhöhung seiner Pension wurde der Regierung zur Benicksichtigung überwiesen. AuS dem WahlprufungßauSfchuh. bs. T a r m st a d t, 30. April. Der W ahl p r üf u n g s a ii s sch n ß, der heute eine lurze Sitzung abhielt, erklärte die beanftanbeten Wahlen für gültig. Nur über bie Wahl Kredel sollen noch weitere Erhebungen statt finden. Insbesondere wurde beanstaiidet, daß in dein Wahllol al vffefte Zettel mit dem Namen des Geivählten ausgelegen haben, und datz durch die Verabreichung von Freibier eine Wahl beciuflunung stattgefunden haben soll. Tie bereits in dieser Wahl- beanftanbung vernommenen Zeugen sollen vereibigt werden. I *2^9* ’ Ml ! Ms \ flly 3 Vie Kretatomööic. Ter rriegerifdjc italienisch türkische Wettbewerb um Tripolis und bic Cyrenaika ist unerfreulich refch an Zwischenspielen und jenen Fragen, vor denen bie internationale Tiplomatie eine berechtigte Scheu hat. Noch dauert die Auseinandevsepung übet bic Tardancllcnsragc fort und schon macht sich an anderer Stelle wieder jene Frage bemerkbar, die seit eineinhalb Jahrzehnten den eisernen Bestand des Baikanproblems bildet Wir meinen die kretische Frage, die durch die Verhaftung der von st a n e a nach Ath.cn a b d a tn p f e n d e n Deputier ten wieder einmal aktuell geworden ist. Seitdem es durch den Annektionsputsch von 1897 zu dem Kriege zwischen Griechenland und der Türkei gekommen war, der mit einer völligen Niederlage der Griechen endete und den Kretern infolge der Einmischung der Mächte trotz dem die Autonomie eintrug, befindet sich dic Insel des Minos in einem Zustande chronischer Gärung, da den Kretern dic anscheinend in der -Natur der Tinge liegende Entwicklung zu langsam geht und sie mit aller Gewalt die Angliederung an das stammverwandte Griechenland erstreben. Jene Entwicklung hat nun seit dem Jahre 1909 insofern eine Unterbrechung erfahren, als in der Türkei das alte Regime Abdul Hamids Lurch daS jungtürkische Regiment abgelöst worden ist, welches sich jeder Abbröckelung des türkischen Gebietes mit neuerwachler nationaler Leiden- ,'chastlichteit wiedersetzt. Tic ungebärdigen Kreter freilich Haden sich weder durch jen neuen Kurs in der Türkei, noch durch dic Drohungen der vier Schutzmächte Großbritannien, Frankreich, Rußland inb Italien, welch letzteres seit dem Ausbruch des Krieges mit der Türkei als Schützmacht ja nicht mehr in Betracht kommt, schrecken lassen, und sie haben ihre LoSreißungs- lestrebungen gerade neuerdings mit verstärkter Kraft sort- zesetzt. Schon im vorigen Jahre hatte dic kretische Nationalversammlung, dic sich als revolutionär bezeichnet, weil sie ich in entschiedenen Gegensatz zu den Schutzmächten stellt, Abgeordnete fih die griechische Kammer gewählt und deren Absendung nach Athen beschlossen Aber zwischen Lipp' und Kelchesrand schwebte der Schutzmächte Hand. Tie kretischen Deputierten wurden durch die Konsuln und Konsulatsbeamten ber Schutzmächte ron den Sck)isfen, auf die sie sich bereits begeben hatten, heruntergeholl und wieder per Schub nach Kreta zurückgebracht, wobei dem Ausschuß der Natioualversämmlung, in dessen Händen, da sich seit ZaimiS Rücktritt kein Bewerber mehr für das undankbare Amt des Oberkominissars gefunden hat, die Exekutive liegt, angedroht wurde, daß dic Insel bei fortdauerndcr.Widerfetz- lichkeit abermals mit einer OtkupationSfruppe belegt werden würde. Tiefes war der erste Streich, doch der zweite folgte sogleich. Abermals haben die unermüdlichen Kreter 69 Abgeordnete für dic griechische Kammer gewählt, und ihre Hoffnungen sind daourch noch verstärkt worden, daß die Wahlen in Griechenland dem Kabinett des Kreters Veni- elos einen überfväitigenden Sieg gebracht haben. In liefet Beziehung dürften nun sr^iltch jene Hoffnungen ruf Sand gebaut sein, denn der Mimsterpräsident Veni- elos hat bisher gezeigt, daß er ein sehr nüchterner Politiker ron ausgeprägtem Verantwortlichkeitsgesühl ist, der fein öändcheu keiner neuen Kateftrophcnpoiitit ausfetzen will. Und fo hat denn die griechische Regierung, während )ie Pforte ihre Vorstellungen gegen die Zulassung der kreischen Deputierten zur grrcchiichen Kammer erneuerte, den Großmächten die Versicherung abgegeben, daß die kre ischcn Deputierten von den Sitzungen der Kammer aus- nörblichen Lufträume aber Hochdruckgebiete. Bei einem gelegentlichen Ausgleich ber Gegensätze bringen kalte, polare Lustströme süowärls vor, angesaugt durch die südlichen Tiefdruckgebiete und teilen ihre niedere Warme süblichen Breiten, recht oft bis zum Nordrande der Alpen, mit. Daraus erklärt sich auch das verhältnismäßig häüfige Vorkommen nördlicher Winde im Früh- iommer. Starker Eisadgaug aus dem Polarmecrc verstärkt bie Kälterüafätte, die uns aller Wahrfcheinliculeit nach auch in diesem wieder zur Trockenheit neigenden Sommer nicht verschonen dürften. Als Schutzmittel gegen diese Nachtftöste hat man die verschiedensten Mittel angewandt und u. a. künstliche Wolkenbildung durch starke Rauchentwicklung vorgeitf,lagen; häufig ist der Wert dieser Schutzmittel aber ein sehr geringer. Bezüglich der Sommertage, deren Temperatur 25 Grad im nachmittägigen Maximum übersteigt, sind im Turchschnitt die Aussichten noch wenig günstig. Im Mittel dürfen 5 derartige Tage erwartet werden. Eine rühmliche Ausnahme machte der Mat 1868, ber nicht weniger als 21 Sommertage aufzuweisen hatte; bie größte beobachtete Zahl seit 1857. Tie höchsten Tagestemperaturen tonnen 30 Grab erreichen unb noch überschreiten, so am 5. und 6. Mai 1862, 12. 1907, 20. und 21. 1870, 22..und 23. 1886, 26. 1904, 27. und 28. 1892. An letzterem Tage erhob sich die Wärme sogar auf 34.8 Grad Celsius und hoher. Die mittlere Bewölkung beträgt im Mai etwa 5 der zehnteiligen Bewölkungsskala, mcd,feit aber stark mit ber Cerilidileit. Im Turchfchnut sind 6 heitere Tage zu erwarten. In den Jahren 1884 und 1886 wurde jedoch bic doppelte Anzahl erreicht. Völlig trübe pf.cgen 8 Tage auszufallen; 1889 und 1899 aber kamen 15 trübe Tage vor. Sehr sounensck>einreich war der Mai 1882, 1884, 1886, 1892 unb 1893. Die Nebel- wahrscheinlichleit ist, wie allgemein im Sommer, gering. Nur Nr. 102 Erster Blatt 162. Jahrgang Mittwoch, 1. Mai (912 SSWlvIlV lu 4llwluuü ES» - U - 1 * J v v WW General-Anzeiger für Gberhefsen wr die T^esnmmner Bofaftohsdrutf und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Sleindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und vruckerel: Schulstrahe 7. .Sladl und bis vormittags 9 Uhr. vudingen: Zernfprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Aujeigei,icu?''H." Beck! 9 jtj. MM«! nheimer Hoch che Mk. 2.- nheimer Steig che Mt. 2.10 Mli ■ Frankfurter 8 tr. 11 iZ Telephon 36S. ItiiBrüM’iebeUilv.'Dnokvi tfi bekundet habe, die Meerenge nicht an$u greife n. Ter italienische Geschäftsträger hat daraufhin den Minister des Acußcrn gefragt, ob diese Behauptuna richtig sei. Ter Minister dementiert kategorisch die in bet Tepe die der Agence HavaS enthaltene Darstellung. o n st a n t i n o v e l, 30. April. Bei dem gestriaen Diplomatenemvsange teilte der Minister deS Aeußern Assin Bei den Tiplomaten mit, der Ministerrat habe bisher keine Entscheidung über die Wiedereröffnung der Dardanellen treffen können Er werde danach trachten, bemnäd)st eine Entsrl-eidung zu fällen.____________________ Au» Stadt und Land. Gienen, 1. Mai 1912. Tie Verschleppung von Altertümern. In den letzten Jahrzehnten war fast überall eine auffällige Gleichgültigkeit gegen die Geschichte der engeren Heimat an den Tag getreten, allenthalben war man eifrig bestrebt, in Feld und Wald, in Torf und Stadt zu nivellieren, zu modernisieren. Manches historische Erinnerungszeichen .auf der heimischen Flur fiel der Feldbereinigung turn £pfer, mancher vielsagende Flurname verschwand in den neuen Grundoüchern und Karten, weil man feinen geschichtlichen Hintergrund nicht mehr kannte oder doch befien Wert für das Gemütsleben des Volkes zu gering einschätzte. Erst in neuerer Zeit wurde durch das tatkräftige Eingreifen Einzelner wie auch tieft Vereinen auf diesem Gebiete Wandel geschaffen. Anders jedoch liegt die 'Sache noch heute in Bezug auf die Verschleppung von Altertümern aus unseren Törfem und Städtchen, lieber all sind Händler daran, unsere Ortschaften zu durch- fpüren und altertümliche Schränke, Tische, Kommoden, Stühle, Sessel, Truhen, Bilder, Steinkrüge, Zinnsachen u. a. m. aufzukaufen. Und es ist in der Tat erstaunenswert, welche Mengen dieser Kaufsobjekte zurzeit noch in unseren Landorten, namentlich im Vogelsberg, stecken und wie den Händlern die Quellen reichlichen Zufluß bringen. Vielfach kann man die Beobachtung machen, daß Landleute ihre alten schweren Eichenmöbel gegen moderne Stücke ein- tauschen und auf das gemachte „Geschäft" stolz sind. Von Pietät gegen Familienerbstücke, von Sinn für Las geschichtlich Interessante ist da nichts zu bemerken. Ter Volksfreundl must das sehr bedauern, umsomehr als diese Mtertumsstücke unserer einheimischen Bevölkeruna für immer verloren gehen. Tas, was einst unsere Vorfahren mit berechtigtem Stolze ihr Eigen nannten, was unter keinen Umstanden „aus dem Hause" vererbt werden durfte, das wandert jetzt in die Schlöffet von Fürsten und Grafen, in den Salon des reichen Herrn, wo es als Prunkstück Aufstellung findet, für immer dem „Bolte" verloren ist. Es hat allen Anschein, daß unseren Landleuten erst „ein Licht aufgeht", wenn es zu spät ist. Tie Geschichtsvereine in den Städtchen, tote auch einflußreiche Leute in den Dörfern sollten daher bestrebt sein, für die Zukunft noch mehr als seither auf- klärend auf unsere Bevölkerung einzuwirken, eventuell wertvolle Altertumsstücke durch Anlauf vor Verschleppung zu sichern. ♦ ** Ter Taschenfahrplan des Gießener Anzeigers wird heute der gesamten Landauflage beigelegt. • **National-Flug spende. In unserer Geschäftsstelle gingen ferner ein: von Will). Rudolph 50 Mk., Sammlung der Burschenschaft Germania 65, Prof. Fuchs 5, H. J.-Lich 2, W. J.-Lich 10, zusammen 132,50 Mk.: bereits quittiert 242,30 Mark. Bis heute eingegangen: 374,80 Mark. "DerMair st gekommen! Wie alljährlich wurde Gestern abend von einigen studentischen Korporationen am Kriegerdenkmal die Ankunft des Wonnemonats nad) altem Braud) mit Liederklang gefeiert» Rach dem Absingen des Liedes: Ter Mai ist gekommen, auf das nach einer kleinen Pause: Burschen heraus! folgte, zogen die Korporationen mit ihren Lampions unter Gesang durch die Stadt nach ihren Häusern. Auch sonst wurde der Einzug des Mai viel- fad) gefeiert, trotzdem die Wi.teruug gar nicht darnach aus- sicyt, als osb jetzt der Wonnemonat begonnen hätte. ** Staatsbahn-Personalien. Der früher in Gießen stationierte Eisenbahn-Gütervorsteher Wiegand wurde von Hennef a. d. Sieg nadj Darmstadt versetzt. Folgende Beamten und Arbeiter erhielten für Entdeckung und Beseitigung betriebsge,ährlicher Schäden Belohnungen: der Eisenbahn-Wagenmeister K l i f f m ü l l e r in Giegen, der Bahnmeister T r a m m e r in Grünberg, die Rotteg- führer Dörr in Göbelnrgd, Jose in Nieder-Ohmen und Jahn in Elm, der Hilfsrangier,ührer Boller in Rennerod, der Reserve-Lokomotiv.ührer Georg in Gkabcnbad), Das Liebespaar, daö fid) im Grase zärtlich umarmt, erinnert uns daran, daß wir uns im IHeidjc der Frau Venus befinden. Tie Göttin selbst ist erschienen, begleitet von Cupido, der mit den Händchen im Wasser spielt und wohl die Zitronenv.üten hinein- taucht, um der Quelle den bitteren Geschmack zu nehmen. -Eine blühende junge Frau lausckU den LlcberreOungen der Liebesgöttin. Die Gemälde versinnbildlid-en also nach Ansicht Battellis die Liebe an den Quellen des Lebens. Aretmos Brief flammt aus dem 3obre 1540, das Gemälde TizranS spätestens aus 1616. Tib enge persönliche Freundschaft des Schriststellers mit dem Maler läßt es wohl als wahrscheinlich eri’cbcüien, daß Aretino die Gintclbciien des Bildes genau in dec Erinnerung gehabt habe, und daß er von den Absichten Tizians bei der Komposition seines Werkes genau unten übtet gewesen sei. — Eine Revision der lateinischen Bibel. Tie Vulgata, die berühmte lateinische Bibelübersetzung des heiligen HierouhmuS, soll demnächst in einer revidierten Ausgabe erscheinen, die auf Grund Der Vergleichung zahlreicher iUtanuu'ripte -nm ersten Male den wirklichen gereinigten Text bieten wird, ötit mehreren Jahren trifft em in Rom eingelegter Aus schütz hervorragender Gelehrter umfaifenbe Vorbereitungen zu diesem fdMuicrigcn Unternehmen: er hat lebt üb^r seine bis.,erige Tätigtest in einem emgeljenben Bericht Muunung gemacht. Die Sammlung der Maiiuitripte, Die Der Tcftgcitaltung zu Grunde ge.eg. werden sollen, betragt bisher siebzig D.e lettenen L)ano,chnnc.i find -um zeü ppoiograpyiert ivuroen unD Die pyowgrap.,iiu/en Kopien wurden dann noch auf» Genaueste mit Dem Qng.nai per- glichen, um icDe lllcimgieit Der Xciic wstoerzugeom. Doch genügen die iuiammengcbiauden Haiwicur.f.en ihm nicht zur Herstellung des reinen Teiles. Unbelamue Manuliripte buben te- sonders die Nachforschungen von Dom Donazien de Bruhne in Spanien ans Lion gefordert, und auch in Henerreich uno Deutschland hat De Bruyne miduige Funde gemacht. — Kurze Nachrichten aus rtunst und Wissenschaft. Zn dem aargauischen Dorschen k> eit beim ist Fräulein Betsh M e h e r, die Sa,.ve,ter ftonrao Feroinan- Meyers, ui dem kleinen Landhause „Rndunatt", das sie sich halte erbauen lassen um ein ungestörtes Leben der Erinnerung an eine re.dse Vcr- aangenhcit zu führen, im Alter von 81 Zayren gestorben. — Geheimrat Wölfflin hielt am iülontag a.s Waa,i olger Prof. RiehlS auf dem Lehrstuhl rür neuere Kunsigesa-ichte in l'i u n a> e n vor einer außerordentlich großen Zuhorericharl seine erste Pc»r» l c i u n g, in Der er sein Programm und ferne uiuoeralhntonidje Methode entwickelte. n er tn Gietzen, GulervoDen-Arveitl Gießen und jugendl. Arbeiter CH W. Hoffmann in r. iq Bahn, steuert erschienen. Kreis Büdingen. h. Harheim, Sorau, Saloniki, 30. April. Ter unter amerikanischer Flagge K o n st a n 11 n o v e i, 30. April. Tas Wiener Korr.-Bureau meldet über den Unfall des Dampfers „Texas" der griechisch- amerlkaniscksen Schifisgesellsd-ast Haddschi-l-Daud: Bei der Ausfahrt nach Saloniki stieß gestern der Tampfcr „Texas" im paien non Lmyrna auf eine Mine und sank sofort, von 102 panagieren wurden 92, von denen eine Anzahl oerletzt ist, gerettet. am Sonntag auf dem Bienenstände zwischen den Stationen Buches und zu entgehen, daß Ange n warfen, Polizei ist auf der Gegend fiel bereits eines Bahnwärters Bleichenbach. nahm der Flieger flentcuren Ephraim und Colomeo in Görlitz erbauten, mit 1 besieh nicht fe ‘^röcklich das lt mar8challamtes i -|- Büdingen, 30. 'JlpriL Lie blütenreichen warmen Tage der letzten Wochen waren für die Entwickelung der Bienenvölker überaus günstig. Allenthalben kann man auch schon schwarmreise Völker sehen, namentlich da, wo noch Strohkorbbetrieb baheim ist. Der erste Schwarm in unserer sie ihren Verfolgern Pfeffer in die was ihnen b>s jetzt immer gelang. Tie Spur der Verbrecher. fccncn-tiiafjaii. Kreis Friedberg. 30. 'April. Hier sind durch Prosessoi Paris, 30. April. Hebet den verunglückten Tampfei »'Texas wird gemeldet, baß das Schiff, welches 1888 in New- । Qnl^Crrtn Englaitd gebaut wurde, ein Stahlschraubendampfer von 4öO Tonnen war. Ter „Texas" segelte unter Der Flagge bei Yltdjipejago dmencan Stacmihip Eompanh, welche in ^myrno ihren Litz hat und zumeist die üüitenidjifiaiirt vom Archipel besorgt Konstantinopel, 30. April. Amtliche Tepe)eben aur Smyrna ertlärcn, daß der Untergang des xampfere „Texas' su r ch d e n K a v »la n v er schuldet wurde, der dem Lotsen- schilt nicht folgte und trotz der Lchüsse der ÄuftcnbaHcrien übet T.ie.>u.uc ber Jvtuun puiaUviuyi.. *,ie „^e^as uatre hunoerr Sal,aS,iecLun?-a a Pon für Europa an Bord. : »Der Freischütz»; Rlvnlag, 20. Mai: .Samson und Tahla-; Dienstag, 21. Tlai: .Zar und Zimmermann«; Mittwoch, 22. Mai: .Armlde«; Donnerstag, 23. Mai: ,Husarensieber«. Am 23. Mai abends erfolgt die Abreise deS Kaisers von Wiesbaden. Ter Spielplan deckt sich nut dem von uns bereits vor vier Wochen angegebenen. 1,1 „“'“‘tet, v r Uut.rsjang ö;r T la.nc. E"» oeuls...er Ce.tz-niwurf. Berlin, 30. April. Tem Teutfchen Reichstage ging eir föcieycntiuuri uler ben Zusammen stoß von Schiiten zr sowie über Bergung uno Lil e.ei.tung in Seenot Durch der Untiourj werden Die iöe.iimmungen des deutschen Rechts mi Den beibenjniernationalen Uebereuilommen über Den Zusammen Jiou Don «ajmen. Denen der Reichstag am 31. Mai zuuimmtc l" ^'""ang.georachl. Zu Dieiem Zweck ist eine Abänderung Der 83 dw ,00 ocs vierten Huches des HanoelsgeietzbucheS not » » L9',* na m tunitighiu, wenn ein Lchlssszuiammen stotz durch Zufall oder höhere ryeroalt verursacht wird, oder Un kein Schadeneriatz er Hattet unn Verschulden des schines Dagegen verpstichtet Den Reeder jum eajaDeneriaB. Bet gemeinsamem Verschulden bedingt dt schwere des Verschulden- Den Grad der Verpckichtung zum Enatz 29,rü' der Ankunft des Dampfers „Mackckp Beuuet lauteten die Küche nglocren. Die Flügger die den Bezug und die Verteilung der E.e.trizität übernimmt Im weiteren Verlauf der Aussprache wurde die Möglichkeit der Versorgung jedes ernzc.nen t.rleS rnrt $trom durch die Ueberlandzentra.e (ließen erörtert xirct tor Stolte - Gießen crf.ärte, daß die Stadt Gießen unter gewissen Bedingungen, die auch Krofdorf und 43 ober- hessische Gemeinden eingegangen seien, sich dazu bere.t er. klären würde. Tie Der,amm.ung nahm dieses Jlncrbi.t.-n überaus günstig auf. ES wurde von der Versammlung beschlossen, eine Besichtigung der eleltrt chen ^rlsoersor gung der Gemeinden Kro,dor^-(^leiberg vorzunchmen. Land rat v. Löwenstein wurde gebeten, sämtliche in Frage kam menden Gemeinden auszu,ordern, zu der Frage der Ein sührung elektrischer Beleuchtung und Kraft etchung zu einem TOpferoigen Argusmotor audgqtatteten Hoehn- eindecker einen Uederlandflug von Sorau nach Görlitz, wo die Landung auf dem Exerzierplätze um 6 Uhr 30 Minuten erfolgte. Ter Apparat erreichte eine Höhe von 1000 Metern. Der Apparat wird einige Tage auf dem dortigen Exerzierplatz bleiben. Birkmeier wiro sich auch um oen von der Ortsgruppe des Schlesisd)en Vereins für Luft- schifsahrt ausgesetzten größeren Geloprcis für einen Rund- slug um die LandeSkrone bewerben. Dolf-Frankfurt a. M. in einer Tongrube die Reste einer römischen „villa rustica14 aufgedeckt worden, die eine noch sehr gut erhaltene Fecnheizanlage enthält. Starkenburg und Rhe»nl)esseiu Klein-Auheim, 30. April. In der Nacht mif Dienstag ist die Hessische G u rn rn i w a r e n s a b r i k Fritz Peter, hier, zur Halste nicbcrgebrannt. Tas Feuer drohte aus die umliegenden Wohnhäuser überzuspringen, was nur durch das tatkräftige Ein- greifen Der verschiedenen Wehren verhü.et wurde. Ten Anstreng, ungen der Wellen ist es zu danken, daß nicht die ganze Fabrik em Raub der Flammen wurde. Zwei Drittel der 350 Arbeiter der Fabrik sind durch den Brand brotlos geworden. Der entstandene Brandsdiaoen ist bedeutend, er ist durch Versicherung gedeckt. .! Mainz, 30. April. Die Eingemeindung von Kostheim dürfte schon am 1. Kuli ds. Is. erfolgen, da die Aussicht besieht, daß sich die Elngemeindiingskaininiisionen von Diainz und Kostheim über den ihnen oorgclegtcn Ent- itiiirf einigen. Nach der neuen Slädleordnung kann >m Falle Der Ablehnung Der Eingemeindung durch eine Gemeinde diese durch Gesetz verfügt werden. — Seit Sonntag früh sind die Heizer und Niatlo en einiger großen Firmen in Den Streik getreten. Eine 'Anzahl Fahrzeuge liegt still, während andere Schiffe und Kähne mit dem halben Personal, durch HilsSkräsle verstäikt, fahren. — In Der letzten Zeit mehren sich hier Die Mansardendiebslähle in erschreckender Weise. Hauptsächlich auf Magdekammern sehen eS Die Em- brecher ab, Die sie gründlich plündern. RlehrmalS wurden sie beinahe erwischt, suchten jedoch dadurch ihrer Festnahme Marburg, 1. Mai. Wenn auch der Wonnemonat sich recht jro-ftig eimührte, so hatte dies auf die W alpura i s- feier der Marburger Studentenschaft herzlidwenig Einfluß. Als die Teilnehmer der Maikncipen ihre Vereinshäuser verließen, um auf den im Blütenkleide prangenden Höhen den Mai in der üblichen Weise zu begrüßen, hüllten fid) viele in ihre Mäntel und ließen sich dann das Mailüftchen um die Ohren wehen. Das Treiben auf den Straßen und Plätzen in der Stadt nahm wegen der Kühle erst nach 11 Uyr einen lebhafteren Charakter au. Eine große Menschenmenge zog wieoer nach dem Marktplatze, wo die Maifeier der Hasso-Najsooen stattfand. Tie auch bei dieser Korporation von außerhalb herbeigeeilten allen Semester, die mit den jungen in langer Reihe ankamen und fid) mit ihren Lichtern und gefüllten Bierseideln auf dem Marktplatze im Kreise aufstellten, waren ebenso wie das beifallsfreudig gestimmte Publikum redjt erbaut darüber, daß fid) diesmal zum ersten Male der „Gockel" und der ,/Nachtrat" des Spielwerks der Rathausichr, die in früheren Zeiten so teilnahmslos blieben, während die Glocke 12 schlug und das Mailied gesungen wurde, kräftig zur Geltung bradjten. Rings um Die Stadt wurden um dieselbe Zeit reicher Feuerwerks körper und teil- auch mächtige Feuer abgebrannt und überall hörte man das Mailied fingen. x Ebsoorf, 30. April. Die Versorgung des flachen Landes mit Elektrizität für Licht- und rrraftzwecke wird auch im Ebsdorfer Grund sehr bald erfolgen. Auf Veranlassung des Landrats v. Löwenstein waren vor einigen Tagen Die Bürgermeister der Gegend beim Gastwirt We.deii- mutier hier veriainmeit. Der Ver.amm.ung wohnte Löer- ingenieur BegaS von der Firma Becker u. Co, Berlin, sowie Tireltur Stolle von Gieren und ein Vertreter Der tfteiljerr v. Stumiiifchen Herricpait tzvlzhausen bcu Land- rat ti. Löwenstein gab finen kurzen Hinweis auf die in feinem )ruderen Wr^uilgs.reis nut der Eleltroicrung des Landes gcjammelten Et-iahiu.igm, indem er von der Ervauuilg einer eigenen Ueb.r.aiwzeiitcal-e |ür das h er in Frage lommeiive Gebiet en.fajieocn abcic., Dagegen jvi Der Bezug von e.e.tri.chcm \s-iruiii von einer schon uc« stehenden ue^^r.andzei.t.a.e zu cmp.etj.ea. Zn Fr^ge tommc hier Das Ele.tiiziruiswerl der Sta^t Marburg, das sick) mit Leich.igteic zu einer lieber.anOjentra.e umwandeln ia|je oder das W-'rk Der Stadt Giegcn, dessen UmiuanD- mng in eine Ueuer.anojent.a.e b.ratJ ausg.fahrc nxrde, da Die Staat berei.S nut 43 Landgemeinde.c re.gen Lieferung von Ele.tUzi.äi Vertrage äuge ja), offen ijat. Der Vanurat ging dann auf die Do.i ben aS.cn Giegen und Marburg wegen der ofeom.ieierung g.maa-ten Angebote ein, bei denen Gieren bas weitaus günstigste Ang.bot gemacht Hai Ter mebner fch.ug vor, bau am zw.ckmaßig. |ien der xreidiommunaipcrbano oder eine fogenannte Lei- kungs-Genofsenjcyait gegründet werde. Zn der 2lus- spräche wurde dezwetfc.t. Daß der üreis Marburg Die Lache machen werde, man hielt aber dafür, daß die Gemeuiden Clotz in Gießen. " Redekunst. Kurse, die namentlich auch den Studierenden dienen sollen, eröffnet am 14. Mai d. I. der frühere Oberregifseur des Gießener Stadttheaters Balos. (S. Inserat.) Vogelschutz! Die Brutzeit der lieblichsten und nützlichsten Singvögel bat bereits begonnen. Immer mehr bricht sich in den Kreisen unserer Landwirte bie Ueberzeuguna Bahn, Daß nur mit Hilfe der Vogelwelt dem -schaden gesteuert werden kann, den die I n s e k t e n - S ch ä d^l i n g e jahraus jahrein an den Obstbaumblüten verursachen. zu Schaden.______________________________________ vampscrunglück bei Smyrna. Ueber ein Unguiu, oas Dem unter a...eriianischer Flagge fahrenden Dampfer „Texis" zuiiieß, erhielten wir folgende Meldungen: ■- ->s; I ■•r°r', fber 9$ I SÄ I I ■—'^iüi fd)t I »i* “"'fXü’ -^tfepanl A/s^foll, Ivies ^„ar. Ä"mot u fielen aber n« da Stüdroerf^ - Sei der Abpihti 3 über ihn her, um -•,»gegen ivaren. fa’i «“ A äitüid) mit dem - '.MW lebhafte Mei ■v bei der gelingen Die Licherhcttsbck - PftboDDdn, um ai Andere Garniers u: • idl und bedenklich, -Mngskraft der gai igen konnten. Cinz -Lahmen gegen Sie Gesetze gegen die ulen, stteng und i mnisse der letzten ?:iellfchaft unmoglic ai organisieren., M ?rbe entschlossen tn. Schon heute t hausfuclsungen t n Coronen, roo richerheitsbehörde 1 n von nun an g« in den letzten Iah ri-jfvr vorzugehen ui -vachung durchzuführ iL Sonntag nachrn. um 6 Uhr unter- • !cn eingeldtete Unt irkrneier auf dem von ben In- M M dieser verbreche Äs in dem belgisch e-.rvnhastetlvetde: : jMl indem er mehr ihn sestzunehmcn. r -b in pochruscn auf j-xfitte in seiner Zelli ungstflmi , „Zentralste sttienheime in B F Egs vmth. Reaieru *?3X Ehrenmitgliedern indere hervvrragev ■Kxiitunggtiolle soziale ^wimen in den verj F o-.Dürftigen Schuljug ju bieten und hri »rnm. Zrde politische U *5 m erireulich, ba I ^vchchten des de sahrettde Dampfer „Texas" (®eicll|d)aft Haoschioaut-, Der zahlreiche Passagiere an Bord hat, soll bei der Ausfahrt aus Dem Hafen von Smyrna auf eine Seemine gestoßen und oerunglückti • fern. Nähere Einzelheiten fehlen. «m y r n a, 30. April vier verlautet, daß bei dem Zusammenstoß der „Texas" mit der Seemine 14 0 Personen cA,»^HnE,en H”Äb Einer anderen Meldung zufolge sind sogar I kOO Menschen umgekommen. Statt raö Ann; ntschlafe In &*■** ba dn hoses, Der nach der Fertigstellung der größte ibaMot Von Zahl in den testen Jahren ständig Angenommen hätte, strenger als bisher vorzugehen und namentlich deren ständige polizeiliche Friedrich. Familie Becker. Giessen, 30. April 1912. 3208 Giessen, Nauheim, den i. Mai 1912. 03787 Dmtata aller Irl EsSE der zu Gestern verschied plötzlich und unerwartet unser Sohn und Bruder jede Spur. Man nimmt an, daß sie dem Bestohlenen Paris aus gefolgt sind. Köln, 1. Mai. Heute begannen die Manöver ilichcn Vororlen, wo Bonnot zahlreiche Verbindungen hatte, r Sicl^erheitsbehörde beschloß, im Benin mit den Militär- Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Vaters Herrn Philipp Botz sagen innigen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. IV.'W'WSkib. w ft'tu Dom 'ödurui-- Mlfiung rum lobe Ten Mord Hohe & « verurteilt tvorbtn iji, Giebel herunter und begruben acht Avoctrocbtr Zwei waren sofort tot, einer starb aut dem nhauö, die anderen ivurden schwer verletzt. M 0 r g e 11 junger Aiefcrnwaü» fielm einem zum Opfer, der auf dem Höhenzug des E'n Diamankendibstahl. London, 1. Mai. Dem Diamantenhändler Max Rosenthal sind auf der Ueberfabrt von Paris nach Folkestone Diamanten und Schmucksachen im Werte von 2 00000 Mk. gestohlen worden. Von den Dieben fehlt Haardter Walde» beim Weinbieter Turm auslam DüN Feuer konnte in dreistündiger, angestrengter Tätigkeit der Wehren gelöscht werden. Bei dem heftigen Sturm wurden gestern im Golf von Neapel mehrere Segelschiffe an den Strand geworfen und schwer beschädigt. Ter Poudampser „Derseo" stieß gegen den Süd arnerika-TampN'r „San Giobanni". Ter Schaden ist zwar un bedeutend, doch entstand an Bord des „Persco" eine furchtbare Panik. Ewige Passagiere mußten mit Gewalt verhindert werden, inS Wasser zu springen. Bei M e s l a n (Departement Morbihanl, stieß ein Zug mit Reservisten infolge falscher Weichenstellung auf einen anderen Zug. Zwei Wagen des Militärzuges stürzten um. Vier Soldaten wurden verletzt. Aus Oklahomas wird gemeldet: Ein Tornado hat die Stadt Lutgar fast vollständig vernichtet. Tort allein sind 15 Personen umgekommen. Im Städtchen Eldorado büßten vier Personen das Leben ein. In Kirkland wur den fünf Eisenbahnbeamte getötet. (Ein schweres Gruvenunalück. Tokio, 30. April. In dem Bergwerk der Kokkaido- l^esellfchast auf der Insel Yesso fand eine Explosion siatt. 233 Bergleute sind von der Außenwelt a b g e s ch n i t - ten; sie scheinen unrettbar verloren. Statt besonderer Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass unsere liebe Gattin, Mutter, Schwieger- und Grossmutter Frau Anna Marie Fuhr geb. Albach heute morgen 7 Uhr im Alter von 78 Jahren sanft in dem Herrn entschlafen ist. Um stille Teilnahme wird gebeten. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Benjamin Fuhr Lieh, den 30. April 1912. Die Beerdigung findet statt Donnerstag, den 2. Mai, nachm. 3V, Uhr, vom Sterbehause aus. 320t Ein gutes Hausmittel bei Hautanöschlagen, Flechten, Haut jucken, äußerlichen Entzündungen, Pickeln, Mitessern und bergt ist die bekannte Zucker s Paient-Medizlnal-Seise, deren hervorragende Eigenschasren i. dein der heutigen Gesamtauflage beiliegenden Prosvekt von sachkundiger Feder gewürdigt roe'-ben. Die Vefer seien auf ben ebenso le irreichen, wie interessanten Inhalt bieseS Prospektes noch besonbe.o hingewiesen. gj«/4 WßitrMoeS^i to Pf-, Vogelsberger Sandeler 10 Stück 70 Pi. 103570 W. Ullrich, schloßgane 7. Täglich frischen 3061 Spargel empfiehlt zu billigst. Preisen Wilb. Hantel, Neuen Baue 7, Telephon 612 keil um sich grif Gesimse und der lcute unter sich. Dege zum MranL Etwa 300 Waldbrand obenfee und der Balbi I bxhprden von nun an gegen die militärischen Flüchtlinge, deren Don Übercroon bei w il r..... ~ ■ - Ccipe Nachrichten. "'usstieg bf8 Luftschiffes „Schwob'n*. Baden-Oos, 1. Mai. Tas Luftschiff „Schwaben' ist um 8.20 Uhr unter Führung des Oberingenieurs Dürr mit fi Passagieren an Bord mit dem Bestimmungsort Frank f u r t ausgestiegen. Karlsruhe, 1. Mai. Tie „Schwaben" Überflog um 9 Uhr Karlsruhe. Militärluftschiffabteilungen. Z. 2 stieg einer einstündigen jjäljrt auf. Emden, 1. Mau Tas T he rm 0 inet er zeigte heute früh 4° C. Kälte. IprtBJUfl. iiLiit auslMiebenr Berlin geht und gei rrt heute früh nach v u. uar in der Stimera »te iw mit Äaschlne und^ iber nach den Mnhewg- Pcrsonen kamen n» Kleine Tageschronik. Tas nächste Wettsingen um den vom Kaiser gestifteten Preise findet im Jahre 1913 in Frankfurt a. M. statt. Alle deutschen Männergesangvereine, Die sich mit mindestens hundert Sängern beteiligen, können daran teilnehmen. Tie Ausstellung „Die Frau in .Haus und Beruf" ergab einen Ueberschuß von etwa 160 000 Mk. Ter Schriftsteller A. I. Mordtmann, langjähriger Chefredakteur dec „Münchener Neuesten Nachrichten", ist in Darmstadt, wo er Erholung fudtfe, an den Folgen einer Blinddarmentzündung im Alter von 73 Jahren plötzlich gestorben. Im Dachgeschoß des Stettiner S t a d 11 h e a t e r s brach gestern nachmittag ein Brand aus, durch den zahlreiche Garderoben im Werte von mehreren tausend Mark vernichtet wurden. In Leipzig erfolgte heute nacht ohne besondere Feier zunächst für den Thüringer Verkehr die Inbetriebnahme der fertiggestellten meftlidjen preußischen Hälfte des Leidiger Haupt- Leonberg, 1. Mai. Tas Gasthaus zur Traube in Elpinger ist heute nacht nebst einem Nachbargebäude und drei Scheuern niedergebrannt. Man vermutet Brandstiftung. "SommerundSäuglinge. Tie Wetterkundigen hoben für dieses Jahr wieder einen sehr heißen Sommer vorausgesagt. Ter vergangene Sommer mit seinen lang anhast nden hohen Temperaturen hat im ganzen viel Opscr unter den Säuglingen gefordert, während von den Kindern, die der regelmäßigen Kontrolle der Säuglingssürsorgestellen unterfielt wurden, nur wenige den Einwirkungen der Hitze erlagen. Soll es gelingen, weiter gute Erfolge zu erzielen, so müssen die Kinder schon in den ersten Lebenswochen und von da ab in regelmäßigen Abständen den Fürsorgestellen zugeführt werden. Gestillte, zweckmäßig gepflegte und er» n'hrte K'nder, die gesund geboren wurden, trotzen der Sommerhitze, während durch Unkenntnis in ihrer Ernährung auch nur leicht gehörte, im Sommer rasch zugrunde gehen. Es ist daher allen Müttern und Pslegersrauen, die Verantwortungsgefühl besitzen, der Besuch der Beratungsstellen für Säuglingsfürsorge dringend anzuraten. _ * E i n Millionär, der arm gestorben i ft In Chicago ist am Freitag als 92 ähriger Tr. Daniel K. Pear- s 0 n.s gestorben, der in der West der reichen Philanthropen einen besonderen Ehrenplatz b.anspruchen darf. In f.'incn iungen Jahren hatte er sich in rastloser Arbeit als Geschäftsmann ein Vermögen von rund 30 Millionen Mark beschafft. Als er sich vor etwa zehn Jahren zurückzog, äußerte er die Absicht, die Früchte seiner Arbeit restlos der Allgemeinheit zugänglich zu machen und er gab in der Tat sein ganzes Vermögen fort, hauptsächlich an Er- ziehungs- und Biidunasanstalten, die schwer um ihre Existenz zu kämpfen hatten. Als letzte Stiftung vermachte er einem Kollege den Rest seines Vermögens, eine Mitt Mark, woran er nur die Bedingung knüpfte, daß ihm bis an sein Lebensende 2 Proz. von den Erträgnissen dieses Kapitals zufließen sollten, damit er sich ernähren könne. L Gordou-Iennkl Sonntag nachmittag zm 'Benneifahrt an? h gelandet. Sotausjid;;. 11. deS Sächsischen8«. cung deS FabrikbesM iraau niedcrgegangen L 1 BallonS „ftxefelb" uö in für Lustschisiahit. la >es Oberleutnants Ltch tnartn auf Halbmast gehißt. ES waren nicht genügend >värge ru-battben und so mußten über 70 Tote, darunter Astor, in ck>lichten Kisten auf dem Achterdeck untergebracbt, 115 andere niolge vorgeschrittener Verwesung und Raummangels in die See »crienft werden. Tie Uebersuhrung der Toten in das Schandaus vier Stunden in Anspruch. Neu York, 30. Avril. Tas Kabelschifi „Minia" meldet, Sturm habe die meisten Leichen von der „Titaüic" in den «zslfstroni getrieben. Es sei daher unwahrscheinlich, daß man l0A Leichen in der Nähe der Unglücksstelle finden werde. Neunork, 30. April. Ein gewisser Edward,Dann bekun ein Beamter der Kabelgesellschaft Western Union habe ihm -mgcteilt, daß der Direktor der. White-Star-Line Franklin nach nrt Untergang her „Titanic" eine Depesche erhalten habe, er i lle die „Titanic" rückversichern. Die Depesche enthielt zu- sieich die Notiz: Schiff gesunken. Dünn verweigert, den Namen snnes Gewährsmannes anzugeben. Tie pariser Uutomobilbanö tcn. Pari-, 29. April. In dem Anurg Bonnots fand man, von feiner Hand geschrieben, eine An Testament, in dem er mehrer? flitfdjulbige, besonders Gauzy, als unschuldig hinzustellen sucht ,nd. ohne die lange Reihe seiner Verbrechen zu bedauern, doch --arck'blicken läßt, daß er in der letzten Zeit hauptsächlich ans Irotz handelte und um nicht zu ruckzuweichen. Die Leiche Dubois dessen wahrer Name unbekannt ist und der in Rußland geboren sein soll, wieS drei Wunden auf, von denen die eine Ublid) war. Bonnot und Dubois sollen Gift bei sich gehabt haben, sie dürften aber nicht mehr die Zeit gefunden haben, Gebrauch bavon zu macken. Als Bonnot zwisck>en Bett und Wand versteckt im ersten Stockwerk aufgefunden wurde, hatte er vier Revolver bti sich Bei der Abführung ins Krankenhaus fielen mehrere Per- icnen über ihn her, um ihn heftig zu schlagen, trotzdem Poltzci- ixamte zugegen waren. Paris, 29. April. Die Blätter beschäftigen sich heute fast ausschließlich mit dem Tode des Banditen Bonnot und zollen ha Polini lebhafte Anerkennung für die Tatkraft und den Mut, die sie bei der gestrigen Belagerung in Choify-le-Roi bewiesen bebe. Die Sicherheitsbehörde möge aber nunmehr ihre Anstrengungen verdoppeln, um auch der anderen Mitglieder der Banditen, insbesondere Garniers und Vallots, habhaft zu werden. Es sei Id.iicrlid) und bedenklich, daß die Verbrechen der Autobanditen die Einbildungskraft der ganzen Bevölkerung fast ausschließlich be- ldiif:igen konnten. Einzelne Blätter verlangen entschiedene Y. aßnahmen gegen b i e Anarchisten Die Regierung m.'ge die Gesetze gegen die Anarchisten, namentlich gegen die fremder Anarchisten, streng und in vollem Umfange anwenden, denn die Wommniffe der letzten Zeit hätten gezeigt; daß eine Sidjcrfci her Gcsellsckwft unmöglich sei, wenn man der Anarchie gestalte, sich zu organisieren. Mehrfach wird gemeldet, daß die Sicher- britsbehörde entschlossen sei, endgültig mit den Anarchisten auf iuräumen. Schon heute sollen in Paris und Umgebung ai hinbert Haussucl-ungen vorgenommen werden, namcntlirf) in den der Welt fein wird. Am Bahndamm in Hüllen wurde nn ^andwerrsvurfme, der sich zum Schlafen bin gelegt hatte, von heißer '21 f cbe Der> schüttet, die aus einem Wagen berausfiel. Ter Handwerksbursche wurde als völlig verkohlte Reiche auigehniben In Altenweddinge n brach in der vergangenen NackN in einem Warenhaus Feuer aus, das mit großer Gesckmnndig- Sei den Löschversuchen stürzten Mötzlich das Smprna. er A hielten Wir lolgendt ter ainerilanischcr SlüS. g,!* un» F&gS hi-l-Dmd- An ; :r Dampfer x.- ( verunglückt des Ä, »< .e S°> rpiiiit enn e»,. jpirii, •ii ,r Änku^ F" Neue Kräfte für Geschwächte. Jedes Gläschen Leciserrin bringt fträite und Energie, waS darin au finden iit, daß Vecifentn eine Verbindung von Verübln und Eilen fit, welches neues Blui erzeugt, die Nerven krattiat und die Leben-ieneraie bebt, sowie das Allgemeinbefinden steigen. Zugleich wird der Avvetil gehoben und Die Verdauung befördert. Bon taufenden als das vorzüglichste Kräftigungsmittel gepriesen und nut Vorliebe von Aersten verordnet. [,4e| Veciferrin ist äußerst angenehm von Geschmack und wird auch von dein empfindlichen Plagen gut vertragen. Preis Mk. 3.— die Flasche, in Avotbeken zu haben, sicher von: Univerfitäts-Apoibeke und Hirsch-Aootbeke Gienen. D,7/l schaff bi(ben^^ “«ipraÄ Ate". b'Wo|im( 8tul. ..tCpif,vlQn f|, ;öic'Mat.; feH unb tont 'Q, ^16. ’ ^Qll|9taq, 18. ’Jk . gönnt«, 20. Mi. .' r »„ko * c lmb Oiinmftinann*- »mieröla^ 23. bie «brnji "elplan deckt sich angegebenen. Hosen ? kaust man sehr billig bei Karnbach, Batmbosstr. 27. achm. um 6 Uhr unter- uf dem von den : Görlitz erbauten, mit rsgeitatteten Hoehn- n «orau nach Götlis, latze um 6 Uhr 30 Liste eine Höhe von 10Ö Lage aus dem bärtige -tro sich auch um w ^en Vereins für M «preis für einen 9hm:- So sind der dcniralücUc in der kurzen Zeit ihres Bestehens namhafte Beiträge und Stiftungen zugegangen. barunter 2000 Mk. pon*ber Deutschen Gold- unb Silberscheideanstalt. Franfftirt a. M., je 1000 Mk. von Fabrikbesitzer Otto Diüller, Görlitz, Geh. Rat Univ.-Prof. Tr. Prvm. Wünburg, Kaisers xraffeegefdxift Bienen, Emil Tenaelrnann, Müldeim Ruhr», Kathreiners Malzkaft'ee- Fabriken, Berlin, Kommerzienrat Hch. Biagosd), Leipzig, Hochbahn aesellschaft, Berlin, Wünttcr Wagner, Hamwver, je 500 Mk. von Heinr Franck Söhne, Ludwigsburg, Frau Kommenienrat Breden-- berg Albert, Wiesbaden, je 100 Mk. von Kommerzienrat Heinrich Eisner, Berlin, Glogowski u. Co., Berlin, Kommerzienrat Fritz Henkel-Tüsscldors, Kommerzienrat Fritz Lang. Würzburg, Geh. Stommentenrai I N Heidemann, Köln, Manoli, Zigarettenfabrik, Berlin, Tr W. Abegg, Berlin, Oberfchtes. Zinlhüiten-Akt .Gcf., Kattowitz, Kommerzienrat Moritz Seligmann, Köln, Generalkonsul B. Schuchardl, Berlin, Akt.-Ges. für chem. Produkte, vormals H. Scheidemantel, Berlin, Bankdtrektor Jsenstein, Hannover. And) wurde dem Verein in hochherziger Deijx Grund unb Boden in waldreicher Gegend zur Errichtung eines größeren Erholungsheims schenkungsweise angetragen. Um nun ben Bau zu ermöglichen, richtet der Verein an alle edeldenkenden Menschen die dringende Bitte, ihn auch fernerhin durch Zuwendungen non Mitteln zu unterstützen, damit unsere Jugend der Wohltaten durch baldige Eröffnung des ersten Erholungsheims teilhaftig werden kann. Stifter von 1000 M7. können den Erholungsheimen Kinder zur unentgeltlichen Ver- p'legung und zwar höchstens für insgesamt 60 Verpilegungswochen überweisen. Beiträge und Spenden sind mit der Bemerkung „Für die Zentralstelle zur Errichtung deutscher Ferienh ime" an die Nationalbank für Deutschland, Tep -Kasse Berlin, Belle-Alliance- Platz 3 oder an das Kaiser!. Postscheckamt Berlin unter Nr. 8920 zu richten. Wer sich vor Mottenschaden schützen will ■■mm lasse sich nicht bestimmen, eines der scheinbar billigen, in Wirklichkeit aber teueren, weil meistens wirkungslosen Mottenmittel zu kaufen, sondern verlange ausdrücklich das laut Attest des Oberhof- l C X ^1 oc "Kf 51 1 o tp g seit Jahren mit vollstem Erfolg verwendete und auf seine marschallamtes in den Hofhaltungen e v IAvm ■■ A O wS X ö zuverlässige Wirkung einwandsfrei erprobte Präparat HtmttMol I eiiäl Ii er schmutzt nicht, fleckt nicht, rieent nicht and gestattet somit den ständigen Gebrauch der eingemotteten Stoffe. Zu beziehen durch Apotheken, Drogerien, Parfümerien in Flaschen ä M 1 25, 2.—, 3 50 u. 6.-. Passende Zerstäuber a M 1.10 u. 2 — Prospekte mit zahlreichen glänzenden Anerkennungsschreiben von militärischen Bekleidungskammern, Behörden u. zahlreichen Privatpersonen gratis u. franko durch den alleinigen Fabrikanten Pharmakon G. m. b. H., Berlin SW. 29. Handel. Düsseldorf, 30. April. Der Stahlwerksverband ist auf s ü n f I a h r e verlängert worden. Die Verhandlungen dauerten bis 3,15 Uhr morgens. ivetterniisncbten in Hessen für Toiwerslag, den 2. Mat 1H13; Znnei'nienSe Bewölkung, noch meift trocken, wärmer. lltberwackmng durchzuführen. Die in der Anyelegruheit der Auto itanbiten eingeleitete Untersuchung hat nämltch ergeben, daß die sNchr»ahl dieser Verbrcck;er sich ihrer Militärpf icht entzogen hatte. Als in dem belgischen Grenzorte Gemmenich ein spanischer Ctaufie r vethaflet werdet soll le, ent og' rrs chterBe last ng dr.rch bk Flucht, indem er mehrere Schüsse auf seine Verfolger abgab., Es gelang, ihn festzunehmen. Vor dem Untersuchungsrichter erging fr sich in Hochrufen auf Bonnot. Vormittags erhängte sich der V'-rhaflete in seiner Zelle. .22w. „ BrMcMk MUKM. ^ollheringe 10 Stück Sw. Molkereibutter1-£ 1.50 jyrijt|e(SierX6Sn.?aw Koch-.Nse Pfd.-Tose (iO Pf. Irische Lporgel, ßnrfen n. Talat Donnerstag cintrcsscnd hch. 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Ueberlegen denn die $ I :n einzelnen Äbgeordnet L :;e viel,eicht vielen Abgeo' !ake bicren, unter dem irtkit die ihnen unbequei ist doch mindestens a tteiscn, denen man sondei Ml lagen kann, hört: es Äimng so viele tlngerech prozentuale Erhöhung mden, das müsse vermiß Giessen, Mäusburg 17, am 1. Mai 1912. Reisschlempe! Borzüglicheo bewährt. Makt futter iür Schweine. Bei Nindoieh aceignet iür Wild), Mast undAuizucht. Grober Gicrertrag bei Fütterung v. Werlüpel. .CrintnnlfüUuno ca. 150 Psd. a M. 7 liefert ab Station unter Nachnahme Re in hold Mpraller, Rilchingen, Mr. vanau a. M. Iv'-. Hochachtungsvoll Hch. Kiotz W*re. Obst-, Gemüse- u. Wildbrethandlg. Hochachtungsvoll Fritz Widmaier Schellfische ii. Cabliau find t lebenbtnfcbcr fit. Nord- secwarc cinnctroüen bet 178 GeorqWallenfels ülarftplau 21 Celeron 48 gegenüber d. Enaetavotheke. der Vereins - Rabattmarken. Steckzwiebel I». Qualität offeriert billigst 3215 Samenhandlung Helnr. Halm Klrchetr. 13. Tel. 403. 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Es märe * e "L ' Cltf5uiiq ? Clne|i , 1'n 9 e n WJ nülD"r oi 035 uuurr, • blc S» au? P mii tr Nwn la t? xJQs l ...1 DS FinfrittcVartan • I Platz Mk. 5.— (am Altar und 1. Reihe der Emporbühnei,; DlUirnibKcU ieu. (I plntz 4— Um Schiff ' ordere Reihen und 2. Reihe der Empnr6ühnen>. II IT Platz Mk. 3.— lam .Utar und hintere Reihen der Emnorhühne links», IV. Platz Mk. 2.50 Ibinterc Reihen im Schiff, unnumeriert bezw. Stehnlaiz Mk. 2. . Stud.-ntenkarten Mk. 1.—. » extbuch 25 Pfg. In der Musikalienhandlung ERNST (’HALLIER »Rudolphs Nachf.), Studentenkarten auch bei Herrn Hausver- j waltcr RITTER und vom 5. Mai ab alle Karten bei Herrn Kaufmann HUBERT I HEINZ, gegenüber der Stadtkirche. e»«1*1” .—- K < „jodle' *J<#*’* 1857-1907. Alle E?lltkrSaenofsen, rorlifr noch °/oifl, ntirkite ^ovm). Toau Zuckooh-Creme (ä 75Pf. ii. 2 D{.) in der UniversitätS Avotbeke,virich Apotheke, bei Aua. Aoll, C. Seibel, W. Milbittocr, C. Ski,aas, (*mil Uaru, Grnit Roll und W. Schrader, Drogerien. ________________|81u/»)________________ Ia.Tortmull l??"kqK‘BalL . Mk. 3.— per Nachn. 1 orfstreu in Wagg. bill., Peru-Guano iFüllhom- Marke) 60-kg-Sack M. 10.30, Melasse - Torfmehl - Futter 75 kg Mk. 7.80, Holzwolle usw. Prospekt gratis. Mc Ket^ Eltville a. Rhein. < 1)'°/, Giessener Konzert-Verein Mittwoch, 8. Mai 1912, abends G Uhr, in der Stadtkirche. AUSFÜHRENDE: Der Dessoff's* Frauenchor aus Frankfurt a. M. Dirigentin: Gretchen Dessoff. MITWIRKENDE: Fräulein Johanna Hillitzer (Sopran), Fräulein Elly Berlow (Alt), Hen Emil Graf (Tenor), Herr Carl Rehfass (Bass), Herr Konzertmeister Hans Lange (Violine), Herr Hermann Zitzmann (Violine), Herr Carl Breidenstein (Orgel), sämtlich aus Frankfurt a. M.; der .Männerchor des Akadeni.- Gesangvereins in Giessen. Orchester: Mitglieder des Opernhausorchesters u. der Lange’schen Violinschule aus Frankfurt a.M. 5? einer neuen Beso.dur Ä <5 nid)t sonderbar, daß