Plockstr Zweites Blatt 161. Jahrgang Nr. 241 Srlcfietnl täglich mit Ausnahme des Sonntags. Stratzen- und GrundftuckSangklegknhkitkn. für die gegen irgendeine Zusammenfassung ter. »stramm. 3 (er die Sectio» Tie „Elthene» LamilienblStter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kiclsblstl |ür den Kreis Liehen" iroeimal wöchentlich. Die „randwirlschastlichen Seit- frage»" erscheinen monatlich jweunal. der sehr nur hält und Stadlv. W i n n ist der Ansicht, daß man die Sache genehmigen solle. Es handle sich bei dem Baublock um die Errichtung billiger Einzelwohnhäuser, für die unstreitig ein Bedürfnis vorhanden sei. Beig. Keller führt aus, bei der Entscheidung der Bau- deputalion sei die Rücksicht auf die Gestaltung des Städtebildes maßgebend gewesen. Tie Fassade des geplanten Hauses werde von der Marburger Straße aus nicht vorieilhaft aussehen. Ter Vorsitzende meint, man könne auch billig und doch hübsch bauen. Wenn derartige Däuser nicht an eine Hauptstraße gebaut würden, könne man eher darauf eingehen. In der sich anschließenden längeren Ausiprache sprechen sich die Stadw. L ö b e r , Urstadt, Dr. Ebel und Huhn für die Genehmigung aus, während die Stadw. Petri, Wallenfels, Daubach und Dr. Haberkorn im Sinne der Bau- deputalion sprechen, wobei Stadw. Petri anheimgibt, die Gesuchsteller möchten das Daus etwas anders gestalten. Der Antrag der Baudeputation wird mit großer Mehrheit angenommen. Franz Brück will an der Marburger Straße einen Holzschuppen und ein Gartenhäuschen errichten, wozu gegen den üblichen Revers die erforderliche Genehmigung unter der Bedingung erteilt wird, daß das Gartenhäuschen 7 Meter und der Schuppen 15 Meter von der Straßenfluchtlince entfernt errichtet wird. Philipp Wagner III. erhält für sein in der Licher Straße beabsichtigtes neues Daus die Genehmigung, den oberen Stock in Fachwerk mit Schieferbekleidung auszuführen. Philipp Nicolaus will Seltersweg bl nach der Süd- Anlage zu ein Wohnhaus errieten, das mit dem bereits gebauten Daus ein Doppelhaus bilden wird. Nachdem man bereits früher fein Einverständnis dazu gegeben hat, rotrb das Baugesuch genehmigt und die wegen der Schieferbetleidung des oberen Stockwerks und der Erker erforderlichen Tispeme werden befürwortet. Stadw. Eichenauer spricht den Wunsch aus, daß in Zukunft in solchen Lagen keine Doppelwohnhäuser mehr genehmigt werden, da durch |ie der villenartige Charakter der Straßen beseitigt wird. Tie Doch- und Tiefbaugesell schäft erhält die Genehmigung zur Anlage eines Wintergartens am Dause Bahnhofstraße 65 ß, dessen Fenster nach städtischem Gelände ‘Der Wies eck zu) angelegt werden. A. u. W. Tenninghoff wollen an der Nord-Anlage eine Automobil-Dalle errichten, wozu die erforderliche Genehmigung erteilt wird. Ter Doch- und Tiefbaugesellschaft wird die nachgesuchte Genehmigung zur Anlage einer Straßenüberbrückung in der Marburger Straße erteilt. Sie Bahnverwaltung will die oberhessische Werkstätte entwässern und ersucht um Erlaubnis, Regen- und Schmutzwasser zusammen abzuführen. Entsprechend dem Antrag der Baudeputation wird dies abgelehnt. Stadtv. Tr. Ebel fragt an, ob dann die Entwässerung der Werlstatte durch den Schmutzgraben bleibe, was der B o r s t tz e n d e verneint. Die Einführung des FottbildungSschnlzwanges für weibliche Angestellte im Handelsgewerbe, vom faufm. Verein weiblicher Angestellter in einer Ein- Faber, Friedberger, Dabenicht, Tr. Daberkorn, Haubach, Deiche!- heim, Helm, Duhn, Jann, Leib, Höbet Loos, Orbig, Petri, Plank, Schaffstaedt, Simon, Tr. Sommer, Troß, Urstadt, Vetters, Wallenfels, Dr. Wimmenauer, Winn. Mitteilungen. Straßcnmeister B o m m e r s h e i m dankt für seine Versetzung in beit Ruhestand und für den ihm gewährten Ruhegehalt. Der Vorstand des Konzertvereins dankt für den ihm bewilligten Beitrag. Ter Verein für Bewegungsspiele hat zu der am Sonntag stattfindenden Einweihung seines neuen Sportplatzes eingeladen. Vom Elektrizitätswerk ist ein Schreiben bei der Bürgermeisterei eingegangen, daß eine Anzahl Hausbesitzer in den für e le k t r i s ch e Beleuchtung vorgesehenen Straßen, besonders im Seltersweg, nicht in wünschenswerter Weise der Stadt entgegenkommt. Deshalb lann die Beleuchtungsanlage im Seltersweg vorerst nicht in Angriff genommen werden und es ist ausgeschlossen, vor Weihnachten überall mit den Arbeiten fertig zu werden. Stadw. Troß regt an, unter Diejen Umständen dafür zunächst die Neustadt mit elektrisck)em Licht zu versehen. Stadw. Leib hält es für im Interesse der Sache liegend, wenn die Namen derer, die Schwierigkeiten machen, mitgeteilt würden. Ter Vorsitzende hofft, daß die heutige Mitteilung genügt, um die Betreffenden zu einer Aenderung ihrer Haltung zu veranlassen. Wenn bis zur nächsten Sitzung nicht alles erledigt sei, werde er die Namen mittcilen. Stadtv. Petri tragt, warum in ber Bahnhofstraße, wo die Leitung fertig sei, die Legung der Oberleitung so lang dauere. Ter Vorsitzende erklärt dies damit, daß die Masten zu spät geliefert worden seien. \ Baugesuche. Die Hoch- und Tiefbaugesellschaft will an Marburger Straße ein einstöckiges Wohnhaus mit einem hohen Dach errichten. Nach § 26 ber Bauorbnung sind mindestens zweistöckige Häuser zulässig. Die BauDeputotion die Errichwng eines einstöckigen Baues dort für mißständig beantragt, den nachgesuchten Dispens nicht zu erteilen. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 12. Okt. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum: die Beigeordneten Kel- und Emmelius; die Stadwerordneten Tr. Ebel, Eichenauer, Redaktion, Expedition und Tntcferei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: eo5L Rcdaklion:L^112. Tel.-AdruAnzeigerDwben. Wlale ' ^ltschlag« ä«”st;rfÄ’ HÖSS irmes Braun! lo/e\ Böht nM (Sonnten Äfl» Sene Scleife Sreitag, 15. Moder 1911 Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schen UnioerfitätS - Luch- und Steindruckerei. R. Lange, Dießen. Mpalm te Qualit., Mk. 5.00 v. ? i. TiirbcchstavlaittM Deutsches Neich. In der Bun d es r a i » 11 u u u g wurde der Vorlage, be- treffenb das Abkommen mit Belgien über den Verkehr mit Branntwein an der deutsch-belgischen Grettze, der Vorlage betreffend die Anträge auf Erhöhung des Turchschinttsbrandcs aus § 66 des Branntweinsteuergesetzes, dem Entwürfe des Schntz- truppengesetzes, c^r Vorlage beireue.io Du* Deittiwrtsl zum vandels- umb Schisfahrtsvertrage mit Japan und der Vorlage betreffend die Zulassung des Lothringer .vnitteitwreuTy Aumetz-Friede in L rüffel zum Börsenterminhandel die Zustimmung erteilt. Graf Oskar von P laten- Haller mund, Kontre- admiral, wurde zum H o f m a r s ch a l l des Kaisers ernannt Brot ßr. Sönbbroi ivhlschmeckend. bekömmt und nahrhaft (au pMptlmtkcl schnitten verPakctlOi- Laib25M.,p.Dose50i^ Mchai echter Friedrichsdorfer per Palet 20 Pfg. Itiil Hi Bahnholstr.27 FenisprJ. beschloß gestern abend einstimmig die Gründung einer ba^o rischen Reichspariei. Von auswärts waren erschienen: Reichslagsabgeordneter Tr. Arendt als Vertreter des Vorstandes der Deutschen Reichspartei, Konsul Schin- zinger - Freiburg (Breisgau), Rechtsanwalt Dr. Boppe- Tarmstadt als Vertreter der reichsparteilichen Bewegung in Baden und Hessen. Tie Partei will, so bekunden ihre Anhänger, zu gemeinsamer politischer Wirksamkeit diejenigen sammeln, die es als Bürgerpflicht erkennen, am öffentlichen Leben teilzunehmen, die aber nicht im Kampfe aegen irgendeine Der bürgerlichen Parteien, sondern in Zusammenfassung aller Kräfte des Bürgertums zur Ueberwindung seines ausgesprochenen Todfeindes, der Sozialdemokratie, die erste iS® M I Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesjen gäbe erstrebt wird, hat die Versammlung schon früher beschäftigt. Tie zu einer gutachtlichen Aeußerung aufgefordertc Handelskammer hat sich auf Grund des Ergebnisses einer Rundfrage bei den Geschäftsleuten für die Einführung des Zwanges ausgesprochen. Es kommen zurzeit int ganzen 69 weibliche Angestellte unter 18 Jahren in Betracht, von denen die meisten nur die Volksschule besucht haben. Tas eingehende .Gutachten der Handetskammer weist darauf hin, daß für viele Frauen der kaufmännische Berus eine Lebensstellung bedeute und eine gründliche Vorbildung ihnen auch im Falle der Heirat von Vorteil sei. Auch vom sittlichen Standpunkt aus sei es empfehlenswert, wenn die jungen Mädckzen noch eine Zeit lang dem Schulzwang unterworfen blieben. Die Einrichtung komme auch den männlichen Angestellten zugut, da durch eine bessere Vorbildung die Preisdrückerei durch die weiblichen Angestellten vermieden würde. Ter Detaillistenverein hat sich gegen den Fortbildungsschulzwang ausgesprochen, da dem Bedürfnis nach besserer Vorbildung der weiblichen Angestellten durch die vorhandene Fachschule genügt werde und durch die Einführung Störungen im Geschäftsbetriebe eintreten würden. Auch die hiesige Ortsgruppe des Teutschnationalen Handlungs- gehilsen-Verbandes hat sich gegen den Zwang ausgesprochen, da jie dadurch eine vermehrte Konkurrenz für die männlichen Angestellten und Lohndrückerei befürchtet. Ter Schulvorstand, die Schuldeputation und der sozialpolitische Ausschuß beantragen einstimmig, im Sinne des Gutachtens der Handelskammer sich für die Einführung des Fortbildungsschulzwanges auszusprechen und eine entsprechende Ortssatzung auszuarbeiten. Eine Anfrage des Stadtv. Troß, ob der Besuch einer Fachschule die Mädchen von dem Besuch der Fortbildungsschule befreie, bejaht der Vorsitzende. Stadw. Heichelheim hält die Einführung des Schulzwanges für unbedingt notwendig. Auch die Prinzipale würden davon Vorteil haben. Er bittet, dem Antrag zuzustimmen. Beig. Emmelius. hütet um Auskunft über die finanzielle Seite der Frage. Stadtv. Tr. Ebel möchte die Abstimmung nicht von der Koftenftage abhängig gemacht haben. Ter Vorsitzende führt aus, die Fortbildungsschule habe der Stadt 1909 3417 Mark gekostet, danach könne man sagen, daß die Sache nicht mehr als 1000 Vkark kosten könne und weilt daraus hin, daß die bessere Vorbildung auch zahlreichen späteren Geschäfts- frauen zugute kommen werde. Tem Antrag wird in der Abstimmung fast einstimmig zugestimmt. Tic Gelandeerwerbskosten für die Bahn Lollar-Londorf betragen nach der nunmehr vorliegenden Abrechnung für Gießen, das nach dem Urteil 36,34 Prozent zu tragen hat, 99 318,42 Mk. Ter Finanzausschuß beantragt, die Rechnung nicht zu beanstanden und das Geld von der Landeshypothekenbank, die seither es schon dem Konsortium vor gestreckt hat, zu entleihen. Ter durchschnittliche Zinsfuß des zu verschiedenen Zeiten aufgenommenen Kapitals beträgt 3,742 Prozent. Tie Tilgung soll lährlich auf 2 Prozent zuzüglich der ersparten Zinsen bemessen werden, so daß die Tilgung etwa 28 Jahre erfordern wird. Stadtv. Winn regt an, die Tilgung langsamer zu gestalten, jedoch findet der Antrag des Finanzausschusses Annahme, nachdem sich Stadw. Heichelheim für ihn ausgesprochen hat. Verschiedenes. Die Rechnung des Realgymnasiums und der Ober- real schule für 1910, die infolge erhöhter Schulgeldeinnahmen anstatt der vorgesehenen 48 839 Mk. Zuschuß aus der Stadtkasse nur 40 119,18 Mk. erfordert, wird gutgehrißen. Tie Gesuche des Franz W i g a n ö t für Asterweg 13), des Wilhelm Weber (für Steinstraße 76) und des Franz Wühelm Mö s er (für Seltersweg 31) um Erlaubnis zum Schankivirtschasts- betrieb, werden befürwortet. Alle Klinik und Rathauk. Stadtv. Winn erinnert daran, daß die Frist, die man für den Verkauf der alten Klinik vorgesehen habe, abgelaufen sei und fragt an, in welcher Weise man nunmehr das Gebäude verwerten wolle. Ter Vorsitzende erwidert, er habe ja Vorschläge gemacht, vielleicht konnten von der Versammlung noch andere Vorschläge gemacht werden. Tie Lieferung von 1500 Kubikmeter Aussüll material sä. s.s? verlängerte Blei chst ratze zum Preis von 70 Psg. für den Kubikmeter frei Baustelle durch Emil Hör st wird gut- gehcißen. 15. C*1? §o«nta;Ac^! Aliendor' . Iio»'en ßwiiin6tt\r? 5- Jn der Nord-Anlage ist teilweise statt des vorgesehenen Kleinpflasters Asphaltpflaster angelegt werden Die Vergebung der Arbeit an den Wenigstn.'hmcnden, Metz-Franksurt, für 500 Mk. wird nachträglich gutgehcißen. Stadtv. Eichenauer bittet, bei der in Aussicht genommenen Herstellung der Ludwigstraße vor Dem Realschulgebäude und der Aula dasselbe Pflaster anzulegen. Einige Ankäufe von Straßenland usw. werden ge- nelmigt, so von E. H. Müller für Straßengelände für Die Schillerstraße jenseits der Steinstraße, von W. Plank II. und Plank III. für Gelände an der Sckwnen Aussicht, von Ritter Erben für einen Acker jn gleicher Lage, für den 28 872 Mark bezahlt werden. Schlachthofangklegcnheilkn. Tie Lieferung von E i s m a s ch i n e n s a l z für die Kühlanlage durch die Firma Karn wird nachträglich gutgeheißen. Tie Abgabe des von den Metzgern nicht benötigten Eises aus der städtischen Eissabrik war ohne Erfolg ausgeschrieben worden, weshalb es dann an die Brauerei Jhring in Lich zum Preis von 60 Pfg. für den Zentner abgegeben wurde. Tie Versammlung erklärt nachträglich ihr Einverständnis damit. Ter Vorsitzende teilt noch mit, ivenn die Ausschreibung im nächsten Jahre wieder keinen Erfolg habe, werde die Stadt genötigt sein, den Vertrieb des übrigbleibenden Eises, an die Konsumenten selbst vorzunehmen. Tic Vergrößerung der Schlachthosanlage soll bis 1919/20 fertig sein. Tie Großviehschlachthalle war schon für dieses Jahr vorgesehen, konnte aber noch nicht begonnen werden, da der Bau, der Schweineschlachthalle sich etwas länger hinaus- zog als ursprünglich vorgesehen war. Ter Bau der Großvieh» schlachthallc muß im nächsten Jahr unbedingt begonnen werden und im Zusammenhang damit soll die Verbindungshalle verlängert, sowie auf Wunsch der Metzger der Großviehstall und das Häutelager jetzt schon errichtet werden. Tie jetzige Großvieh- schlachthallc soll als Pferdestall und Untersuchungshalle verwendet werden. Tic für den Neubau crforbcrlidjcn 315 000 Mark, die die städtische Betriebsrechnung nicht beeinflussen, werden bewilligt. Für die Aufstellung xincs Fleischdämpsers und die Einrichtung eines Aufcnthaltsraums, für die Arbeiter werden 2100 Mark bewilligt. H bei dem &**«***• "den. TerLori^ Die Revolution in 5üd-Lhina. AuS der chinesischen Provinz Hupch kommen auch heute sehr ernste Nachrichten. Nicht nur das Militär, sondern auch die Benvaltungskörpcrschasten machen mit den Revolutionären gemeinsame Sache. Der Vizekönig, der einige Bombenfabrikanten hatte lnnrichtcn lassen, ift geflüchtet. Weiter heißt es, daß der General T s ch a n g P i a o, der von vielen Leuten als der beste und geschickteste Führer der chinesischen Armee angesehen wird, und Der eigentlich nach Szetschuan gehen sollte, aber in Wnlschang zurückgehalten wurde, weil dort Unruhen drohten, bei Der Explosion einer Bombe getötet wurde. So ist die Sorge um das Schicksal der Fremden sehr gerechtfertigt. Im Berliner „Lokalanz." lesen wir, daß, was Deutschland anbelange, das Flußkanonenboot „Vaterland" vor Hankau liege. Tas Flußkanonenboot „Otter" sei von den Stromschnellen zwischen Jtschang und Tschunking auf der Fahrt nach Hankau. Ferner soll Das Kanonenboot „Tiger" alsbald vor Hankau eintrcffcn. .Der Kreuzer „Leipzig" liege vor Schanghai. Der Ministerrat in Peking hat Truppen ins Aufstandsgebiet beordert. Die Sorge in der chinesischen Hauptstadt muß sehr groß sein. Am 17. Oktober sollten große Manöver zwischen Peking und Schan Hui Kuan beginnen, und dreißigtausend Mann aus dem Norden des ' eich es sind dort schon versammelt. Diese Truppen könnten nn Notfall ziemlich schnell nach Wutschang gebracht werden. Folgende Meldungen sind heute zu verzeichnen: Hankau, 12. Okt. Aus Wutsch ang wird gemeldet: H a n i) a n g ist in die H ä n d e d e r A u s st a n d i s a) e n gefallen, die auch die Eisenwerke und das Arsenal von Hanyang in Besitz genommen haben. Tie Regierungs- iruppen befanden sich beim Kampf in der Minderzahl. General Chang-pao ist entkommen, die Mitglieder der Lokal- dchörde zerstreuten sich. Ter Führer der Aufständischen in Hupe kündigte an, laß die Bevölkerung wie die Armee die Mandschu-Regierung Kürzen uiiD die Rechte der Ehincsen wicdcrherstellen wolle. Die Bewegung gewinnt schnell an Ausdeh- ir ung, auch mehrere Städte der Nachbarschaft sollen in bie Hande der Aufrührer gefallen sein. Die Brandstiftungen dauern an. Peking, 12. Okt. Meuterer aus Szetschuan besetzten H s u t s ch o u und marschieren auf Tschungking. Der Zweck ist augenscheinlich, die Hauptpunkte auf dem lenken Ufer des Jangtse-Kiang zu be,etzen. Mahnahuien der chinesijchen Negierung. Durch ein Ediit wird befohlen, daß zwei Armeekorps unter dem Kricgsminister unverzüglich nach Wu- t j d) a ii abgchen sollen; ferner wurde die Abfahrt von »riegsschifsen nadj Wntschaug angeordnet. Tie Stärke bar Regicrungstruppen wird auf 5000, die der Aufrührer aus 60u0 Mann geschätzt. In der Eingeborencnstadt von hankau sollen heute früh 20u b i s 300 Man - d> s ch us getötet worden sein. Die Aufrührer in Szetschuan besetzten gestern Suifu. Der General-Gouverneur von Wutschang wurde seines Amtes enthoben und ihm vorgeschrieben, vorläufig noch auf seinem Posten zu bleiben, um Maßnahmen zur Wiederherstellung Der btuhe in Wutschang zu treuen. Wutschang selbst wird von einer chinesischen Flottille beschossen. Wie aus Hankau gemeldet wird, befindet fick) das Chinesenviertel in der Hand der Aufständischen. Feuergesechte. Die gesetzgebende Verjammlung der Provinz Hupe hat sich von der kaiserlichen Regierung l o s g e s a g t. Die Ausständijd-en in dieser Provinz, 10000, nach anderen Berichten 15000, sollen dreißig moderne Geschütze erbeutet haben. Tas Feuergefecht zwischen den Aufständischen von Wutschang und einem treugcbliebenen chinesischen Kriegsschiff wurde nach kurzer Tauer eingestellt, nachdem die britischen und japanischen Konsularbeamten er- flärt hatten, daß durch die Geschosse die fremden Nieder- ^ssungen gefährdet würden. fiiaiWL I" Ausland. Ter französische Marineminister Telcasss ver- iu jte, daß in Zukunft Die Kriegsschiffe nur Pulver führen büttfen, D as noch nicht vier Jahre alt ift. Mit Der Aus- iü^rung Dieser Verfügung wird man sofort beginnen und nach urD nach Damit fortfahren. Tie Magazine werden das Pulver ber Kriegsschiffe, Das- vor 1908 fabriziert wurde, aufitehmen und csi aus ihren Vorräten ersetzen. Ter französische F i n a n z m i n i st e r verlangt im Bud- gt3 für 1912 einen Kredit von 20 000 Franks zu Vorarbeiten zur Vorbereitung einer W ertzuwachs ft euerauf Grund stücke. Ter japanische Kn eg sm mist er h.,t mit Genehmigung beS Kaisers im Ministerium einen Gesetzentwurf eingebracht, eine betftä nbig e A r m e e in Korea z u schaffen. Die aus zwei Torsionen bestehen soll. Dazu ift ein Kredit von 50 Millionen fc; 7 Jahre erforderlich.________________ Die Gründung einer bayerischen Reichrpariei. München, 12. Ort. Eine aus verschiedenen Landes- fehlen und allen Bevölterungslrcisen gut besuchte Ver- jammlung unter dem Vorsitz des Freiherrn v. Pech mann - fftibc10 ..m wichtigste Aufgabe der Gegenwart erblicken. Arbeiterbewegung, lieber die Arbeiterbewegung in der westfälischen Zigarrenindustrie wird gemeldet: Ta die von den Vertretern der organisierten Tabakarbeiter bei der Geschäftsführung des Westfälischen Zigarrenfabrikantenverbandes eingeleiteten VerhaMungen zur Aufhebung des Ausstandes und der Kündigungen bisher zu keinem Ergebnis führten, tritt die Aussperrung aller organisierten Arbeiter und Mitglieder des Verbandes mit Ablauf dieser Woche in Kraft. Es kommen 7000 Arbeiter in Betracht. 061 hv19/o Lädei l®n großer, q.< __neuer lui zvwvp^o^tvvv /Sw Ctwvty G\ Sehr nahrhaft und leicht verdaulich. TÜRK8 PABSTs SuniLcrit Seife wdschßwoM! Sun licht Seife wundervolX ! SunLicht Seife wirkt brillant! Sunlicht Seife weltbekannt ? Äjl'i f 4 Zim ;chönk ♦ 3t®” JtWft -er MMStzjU 1«® «I O^lle 5-Z'M' 25,*» ivi anno Al F Irr------FRANKFURT- MAIN------.j, I < I Fleisch-aöeflügel-Pasben I | |Lachs-BuH,er&SandwichTischpasFe| j renes fein konnte. -- Nidda, 12. Oft. Im Saal dcs Bezirkssparkassengebäudes fand unter dem Vorsitz des Direktors, Oberamtsrichters Roem- held die Mitgliederversammlung statt, bei der sämtliche Gemeinden des Bezirks, sowie die Aufsichtsbehörde durch Kreisrat Bocckmann vertreten waren. Der Geschäftsbericht zeigte ein erfreuliches Ergebnis des Geschäftsbetriebs im Jahre 1910. Von dem etwa 14 000 Mk. betragenden Reingewinn wurde die Hülste zu wohltätigen und gemeinnützigen Zwecken verwendet. So wurden u. a. zur Förderung des Gewerbewesens 2240 Mk., für Gesundheitspflege cinschl. der Ausbildung von Krankenpflegerinnen, Zahnpflege in den Volksschulen 1920 Mk., für landwirtschaftliche Zwecke, Obst-Kultur usw. 630 Mk., für die Industrieschulen des Sparkassenbezirks 1362 Mk., für die Veteranen 300 Mk. bewilligt. Außerdem wurden an 21 Dienstboten, die je mehr als fünf Jahre bei derselben Herrschaft in Dienst gestanden und ihren Sparsinn betätigt haben, insgesamt 446 Mk. an Prämien verteilt. Die andere Hälfte des Reingewinns wurde dem Reservefonds zugewiesen, der Ende 1910 die Höhe von 275 590 Mk. erreicht hatte. Der Zugang an neuen Sparkassebüchern belief sich im Jahre 1910 auf 138. Die Ersatzwahlen hatten das Ergebnis, daß Landwirt Wilhelm Uhl II. in den Vorstand und Friedrich Drott II. und Geometer Bücher in den Aussichtsrat gewählt wurden. Die Dienstverträge mit Rechner und Kontrolleur, die Geschäftsordnungen für die Bezirkssparkasse und den Vorstcnid, sowie die Dienstanweisungen für den Direktor, den Rechner und den Kontrolleur wurden in der von dem Vorstand und dem Aufsichtsrat gut geheißenen Fassung einstimmig genehmigt. Eine Reihe interessanter Mitteilungen dcs Direktors aus dem Bereich des Hessischen Sparkassenverbandes bildeten den Schluß der Sitzung, an die sich das übliche gemeinsame Mahl im „Gambrinus" anschloß, das einen angeregten .Verlauf nahm und durch verschiedene Tischreden gewürzt wurde. Kreis Schotten. (Stabti). Eichenauer weist darauf hin, daß bei der früheren Besichtigung der alten Klinik alle der Meinung gewesen seien, man solle die Bürgermeisterei bineinverlegen. Er sei auch heute noch der Meinung, daß damit der richtige Verwendungszweck gegeben sei. Der Vorsitzende spricht sich im gleichen Sinne aus. Im jetzigen Bürgermeistereigebäudc sei ein solcher Raummangel, daß die Arbeit dadurch gestört werde und durch die Trennung der städtischen Aemter würde zur Aufrechterhaltung des Verkehrs viel Personal gebraucht. Ein Anbau beim jetzigen Bürgermeistereigebäude werde zwar dem jetzigen Mangel abhelsen, an eine Vergrößerung für später sei aber nicht zu denken. Sladtv. Löb er spricht such für einen Anbau an die jetzige Bürgermeisterei aus, wodurch dem Raummangel leicht abzuhclfen sei. Die alte Klinik sei zweckmäßig als Schulgebäude zu verwenden, wie man von Anfang an beabsichtigt habe. Der Vorsitzende meint, die jetzige Bürgermeisterei sei auch mit einem Anbau auf die Dauer nicht ausreichend. Auch sei durch das große Straßengeräusch ein ruhiges Arbeiten nicht möglich. Für Schulzwecke sei die Klinik nicht verwendbar, da die Zimmer zu tief seien. Stadtv. Wallenfels möchte heute die Frage nicht weiter besprochen haben, da viele fehlen und die Sache ernstlich geprüft werden müsse. Stadtv. W i n n ist derselben Ansicht. Jedenfalls sei der Platz der jetzigen Bürgermeisterei für ein Rathaus zu klein. Stadtv. U r st a d t regt an, die alte Klinik für Geschäftszwecke zu vermieten, um wenigstens eine bescheidene Verzinsung für die nächsten Jahre zu erzielen. Stadtv. Friedberger bekennt sich als Gegner des Projektes. das Rathaus in die alte Klinik zu verlegen, und ist der Ansicht, daß auch der größte Teil der Bürgerschaft dagegen sei. Der beste Platz für ein Rathaus sei das Gelände der Gasfabrik. Der Vorsitzende bemerkt, das Gelände der Gasfabrik sei auf absehbare Zeit nicht zu haben. Stadtv. Löb er spricht nochmals gegen die Verlegung der Bürgermeisterei, gegen die auch die Stimmung der meisten Bürger sei. Stadtv. Troß unterstützt die Ausführungen des Stadtv. Friedberger. Die Bürgermeisterei gehöre nicht in die alte Klinik, zumal die noch bevorstehenden Kliniksbauten jenen Stadtteil sowieso schon sehr begünstigen. Stadtv. Haubach führt aus, das Projekt der Verlegung des Rathauses sei ein Verlegenheitsprojekt, da man sonst keine Verwendung für das Kliniksgebäude habe. Wenn das nicht der Fall sei, denke kein Mensch an die Verlegung des Rathauses. Wenn man die Verlegung durchführe, werde man mehr Zinsen zu bezahlen haben wie jetzt. Er begreife die Erregung der Innen stabt durchaus. Gießen entwickle sich mehr nach Süden zu, des halb halte die Innenstadt mir Recht fest an dem, was sie habe. Dem Raummangel in der Bürgermeisterei könne auch aus andere Weise abgeholfen werden. Der Gaswerksplatz sei für einen späteren Rathausbau durchaus zweckentsprechend. Der Vorsitzende hat letzteres Projekt früher vertreten, aber damit keine Gegenliebe gefunden. Stadtv. W i n n meint, Stadtv. Haubach habe bloß die Schattenseiten der Rathausverlegung betont. Auch ein Anbau an die jetzige Bürgermeisterei werde 150 000 Mk. kosten. Weiter sei zu bedenken, daß durch die Verlegung der Bürgermeisterei in die Klinik auch die städtischen Häuser am Asterwcg und in der Weidengasse frei würden. Ein Beschluß wird in der Angelegenheit nicht gefaßt. = Büdingen, 9. Oft. Schöisengerichtssitzung. EZ kamen zur Verhandlung: 1. Ter Taglöhner K. G. R. aus Eichen, zurzeit hier Strafe verbüßend, wird wegen Widerstandes und Beamtenbeleidigung in eine Geiängnisstrafe von einem Monat verurteilt. 2. Der Landwirt H. M. VIII. von Mittclgründau hatte gegen einen amtsrichterlichen Strafbeiehl wegen Uebertretung des Reichs-Viehseuchen-Gefetzes form- und fristgerecht Einspruch eingelegt. In der heutigen Hauptverhandlung wurde er zu einer Geldstrafe von 6 Pst. oder 2 Tage Hast verurteilt. 3. Der Tag- lo iner W. H. von Bonhausen wird wegen Bedrohung des Georg Euler I. von da in eine Geldstrafe von 5 Mk. oder 1 Tag Ge° sängnis verurteilt. 4. Der Handelsmann A. F. von Büdingen wird wegen Vergehens gegen das Viehseuchen-Gesetz in sünf Fällen zu je 15 Mk. oder je 3 Tagen Halt verurteilt, wegen Betretens fremder . _ _ . _ Viehställe in zwei Fällen erhält er je eine Geldstrafe von 10 Mk. den Fälle unter dem Gesichtspunkte, ob der Angeklagte, selbst oder je 2 Tage Hast. 5. Eine Verhandlung gegen einen Dresch- wenn alles andere bewiesen wäre, vorsätzlich im Sinne des § 263 maschmenh'ihrer und einen Taglöhner wegen Diebstahls wird aus den I gehandelt habe. Nur wer die Augen verschließt, kann dem An- I 1 M 13. November 1911 vertagt. 6. Der Handelsmann S. G. von Düdelsheim ist wegen Vergehens gegen das Viehfeuchen-Gesetz angeklagt; er wird sreigesprochen. 7. Der Landwirt Hch. Sch. VII. von Hitzkirchen wird wegen Ver-gehens gegen das Vieh- suchen-Gesetz zu zwei Tagen Gefängnis verurteilt. 8. Der Schäfer R. G. von Bösgesäß wird wegen fahrlässigen Vergehens gegen das gleiche Gesetz zu 20 Mark Geldstrafe oder 5 Tage Haft verurteilt. 9. Tie Privatflage des A. Sch. in Büdingen gegen die I. Sch. Ehefrau dort wegen Beleidigung wurde wegen Erfranfung eines Zeugen aus den 20. November 1911 ver- choben. 10. Der Landwirt I. G. B. aus Bösgesäß wird wegen ahrlässigen Vergehens gegen das Biehseuchen-Gesetz zu einer Geld- träfe von 20 Mf. oder 5 Tage Hast verurteilt. 11. Tie Privat- flage des E. L. von Orleshausen gegen die H. L. Eheleute, beide wegen Beleidigung, wird aus den 13. November 1911 verschoben. 12. In der Privatklagejdes I. G. in Büdingen gegen die H. I. Witwe dort wegen Beleidigung wird die Angeklagte zu Geldstrafen von 8 Mk. und 6 Mk. oder je 2 Tage Gefängnis verurteilt. Zugleich wird der Beleidigten die Befugnis zugesprochen, den entscheidenden Teil des Urteils binnen 4 Wochen nach Rechtskraft durch Atishaug an die Ortstafel in Büdingen auf die Datier von 3 Tagen auf kosten der Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. 13. Tie Privatklage des Landwirts K. H. K. in Bindsachsen gegen den Zimmermann F. T. dort wegen Beleidigung wurde durch Vergleich erledigt. x Nidda, 12. Oft Unsere evangelische Kirche wird in einigen Jahren 300 Jahre alt. Sie wurde nach vorhandenen Inschriften im Jahre 1616 erbaut, nach den Aften aber 1618 eingeweiht. Was der Grund der Verzögerung der Einweihung war, ist nicht recht ersichtlich, leb er der Ostpforte steht Die Zahl 1617, in der Kirche 1616. Da die Kirche auf dem Turm nur einen kurzen Helm hat und der Ueberlieferung nach der Turm nicht ausgcbaut wurde, weil das Fundament nicht für fest genug gehalten wurde, so ist vielleicht darin die Verzögerung der Einweihung zu suchen. Bis zu dem Zeitpunkt, wo die Kirche ihr 300jähriges Jubiläum feiert, wirb eine Herstellung vorgenommen werden. Sie wird sich aber, da dieMrche unter Denkmalschutz steht, nicht auf die äußere Form erstrecken, ondern nur auf Neuanstrich außen und innen, Erneuerung oer Fenster uff. Unsere Kirche ist bekannt durch die schönen Stuckarbeiten an der Decke und die kunstvollen Wappenmalereien. Sie ist seinerzeit als evangelische Kirche erbaut worden. Vorher stand auf dem Marktplatz eine kleinere Kirche. Außerdem bestand zum 30jährigen Krieg die Johanniterkirche, deren Turm heute noch nebst drei schönen Glocken vorhanden ist, die mit zum gottesdienstlichen Geläute benutzt werden. Sie war eine ursprünglich katholische Kirche, deren Schiff im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Zur Johanniterpsarrei gehörte außer dem Johanniterhof auch Wallernhaufen. Unsere evangelische Kirche bedarf noch einer neuen, den veränderten Verhältnissen angepaßte Orgel. Ein Fonds von etwas über 100 Mk. ist vorhanden. Es wird gehofft, daß seinerzeit durch Stiftungen die Möglichkeit gegeben wird, eine neue Orgel zu beschaffen. — Seit den letzten Regentagen zeigen sich in den Wiesen massenweise Schwämme, darunter zahlreiche Champignons. Sie werden eifrig gesammelt und zubereitet. Der Verbrauch von eßbaren Schwämmen, der either nicht so stark war, weil man Vergiftung befürchtete, wächst mehr und mehr, zumal man bei einigermaßen genauer Beobachtung die eßbaren Schwämme von den giftigen unterscheiden kann. — lieber die Person, die das neulich in der Nidda gefundene Kind ins Wasser geworfen hat, hat man noch keine Gewißheit; doch ift bei der Sorgfalt mit Der Der Sache nadmegangen wird, zu erwarten, daß das Dunkel sich lichtet. Man ist Der Meinung, daß das Kind, das sehr stark war und 8 Pfund wog, kaum ein geklagten vorsätzliches Handeln zusckreiben. Der Angeklagte hak leichtfertig gehandelt, aber er hat sich nichts Strafbares zuschulden kommen lassen. Er ist deshalb auch von jeder kriminellen Sclstild freizusprechen. , t _ Staatsanwaltsschaftrat Dr. Porzelt betont, haß dre Zeugen rüher viel schärfer gegen den Angeklagten ausgesagt haben, als jetzt. Es ist keine betrügerische Absicht nachzuweisen, wenn die Anklage wegen Betrugs erhoben wird, es genügt, das Vorhanden- ein des Bewußtseins sestzustellen, daß die Tat jemand schädigen könne. . Nach einer Entgegnung der beiden Verteidiger sprach der Angeklagte Wolff-Metternich selbst. Ich hatte begründete Aussicht, der willkommene Schwiegersohn Wertheims zu werden; das ist nachweisbar. Gegen die Angriffe des Staatsanwalts lege ich, soweit meine Frau in Bettacht kommt, entschiedene Verwahrung ein. Ich bitte den Staatsanwalt dringend Darum,- mir, wenn ich das Gefängnis verlasse, was ja auch einmal ge- chehen wird, die Vorwürfe gegen meine Frau wegen angeblicher Beziehungen zu Wiener Herren, nochmals ins Gesicht zu schleudern,- Ich werde ihm dann die Antivort geben, die unter Leuten von Bildung üblich ist. Ich muß bitten, meine Fran gegen solche infame Beschuldigungen in Schutz zu nehmen. (Der Vorsitzende ersucht den Angeklagten, sich etwas parlamentarischer auszudrucken^ da sonst eine weitere Verhandlung nicht möglich fei.) Graf Metternich bestreitet, von seinem Vater bezw. von feiner Famckte ärmlich verstoßen zu fein. Der Krach fei nur daher gekommen, weil er keine Millionärin geheiratet habe. Kein Mensch, der Der Verhandlung beigewohnt habe, werde sagen können, Graf Metternich ’ei ein Betrüger. Ich habe Abzahlungen gemacht nicht in der Absicht, später größere Bettäge aufnehmen zu können, Denn sonst müßten meine Schulden jetzt größer sein als früher. Zum Schluß bat der Angeklagte unter Berücksichtigung aller Umstände, unt eine Freisprechung, da er seinen Leichtsinn genügend gebüßt habe« Das.Urteil lautete wegen Betrugs in drei Fällen auf eine Gefängnis^ strafe von neun Monaten, wovon 6 Monate als durch dia Untersuchungshaft für verbüßt erklärt wurden. Ter Verkündung des Urteils ging eine längere Begründung voraus, in welcher der Vorsitzende zu Der Prüfung Stellung nahm, was über die objektiven Verfehlungen des Angeklagten, über dessen Charakter und Lebensanschauung im Laufe der 23er« Handlung festgestellt wurde. Dcr Vorsitzende ging dann weiter auf Die Frage ein, welche Aussichten Graf Metternich gehabt habe, seine Schulden .einmal zahlen zu. können. Tas Gericht konnte sich der Ansicht nicht anschließen, daß der Vater des Angeklagten und seine Familie ihm später zu größeren Besitz hätten verhelfen können. Auch die geplanten, Heiratsprojekte können nicht als ernsthaftes Bemühen zur Aufbesseurng seiner Lage aufgefaßt werden, Da sie vielfach über einen Briefwechsel nicht hinausgekom- men sind. Ter Gerichtshof war Der Anschauung, daß Der Aw» geklagte bei seinen Manipulationen den Gläubigern falsche 23or* spiegelungen gemacht und sie dadurch geschädigt habe. In den meisten Fällen ließ sich das allerdings nicht feststellen, es blieben aber immerhin drei Fälle übrig, die zur Verurteilung des An-» geklagten vollständig ausreichen. Es sind dies die Fälle Gustke, Horch und Riesch. Für das Gericht steht unzweifelhaft fest, daß Gras Metternich der Zeugin Gustke in dem mehrfach erwähnten Brief hinsichtlich seiner angeblichen Verlobung falsche Vorspiegelungen gemacht hat. — Was den Fall Horch anlangt, so hat sich Der Angeklagte daraus berufen, daß ihm mit Rücksicht auf seinen Namen Kredit gewährt _ worden sei. Das Gericht sieht aber als erwiesen an, daß Graf Metternich sich ben Wagen nur angeschafft hat, um ihn schleunigst zu versetzen. Auch in dem dritten Falle Riesch läßt sich die betrügerische Abjicht nach Ansicht des Gerichts nicht verkennen, denn Graf Metternich befand sich schon damals in außerordentlich prekärer Lage und konnte auch an irgend ein Heiratsprojekt ernstlich nicht mehr denken. Tie betrügerische Absicht geht schon daraus hervor, daß er das Pferd nach ein paar Tagen bereits wieder verkaufte, ohne cs näher besehen, oder geritten zu haben. .. Ter Vorsitzende gab sodann Die Momente bekannt, welche strafmildernd ins Gewicht fallen und betonte, daß das Gutoch/m des Oberarztes Tr. Forster b.im Sirafcmsmaß nach jeder Richtung hin voll gewürdigt worden sei; cs wurde auch anerkannt, daß sowohl der Angeklagte wie seine Fran bemüht waren, den an- gerichteten Schaden gut zu machen. . , , .. Ter Angeklagte erklärte, daß er Revision einlegen werde. Aus Statt und Land. Gießen, 13. Oktober 1911. L. U. Bestimmungen über Die Anmeldung zumBesuchdevUniversitätGießenimWinter- f em e ft er 1911/12. Studierende, die bereits hier immatrikuliert sind und ihre Studien hier fortfetzen wollen, haben sich auf dem Universitäts-Sekretariat, Bismarck straße 22, anzumelden, um die Ausweis karte umzutaufchen und ihre Wohnung anzugeben. Die AnmelDungen werden vom 16. Oktober vis zum 11. November 1911, vormittags von 9—12i/2 Uhr, nachmittags von 3—5 Uhr angenommen Anmeldungen zur Immatrikulation w e r d e n v 0 m 16. O k - tob er bis zum 11. Nov emb er 1911, vormittags von 9—121/2 Uhr angenommen. Nach Dem 11. November werden Anmeldungen nur dann angenommen, wenn Die Verspätung in genügender Weise entschuldigt wird. Bei der Anmeldung zur Immatrikulation sind die zum Abschluß des gewählten Studiums gemäß reichsrechtlichen oder hessischen Prüfungsvorschriften erforderlichen Zeugnisse über die Vorbildung einzureichen. Nach dem Ermessen des Rektors können auch Bewerber zugelassen werden, die sich durch andere Zeugnisse über Unbescholtenheit und wissenschaftliche Vorbildung ausweisen. Für Frauen gilt Diese Bestimmung nicht. In jedem Fall bleiben für die Zulassung zu einer Prüfung oder zur Promotion die Pestimmungen der betreffenden Prüsungs- oder Promotionsordnung allein maßgebend. Wer schon eine Hochschule besuchthat, iststverpslichtet, deren Abgangszeugnis einzureichen. Ist seit Ausstellung dieser Zeugnisse eine längere Zeit ab= gelaufen, so ist für die Zwischenzeit ein Leumundszeugnis beizuvringen. Minderjährige haben eine beglaubigte Bescheinigung ihrer gesetzlichen Vertreter darüber betzubrin- gen, daß fie mit deren Einwilligung die Universität besuchen. ** Die 1. BezirksvorturnerstunDe Des 2. Bezirks sindet am Sonntag, ben 15. Oktober, morgens von ßi/2 Uhr, in der Turnhalle des Turnvereins Gießen statt. Kreis Büdingen. DM JmÄlref ist, man empfindlich. Rasch ist eine Erkältung da und die Stimme ist öfter belegt und heiser als frei. Das lästige Gefühl der belegten Stimme vergeht, sobald man ein paar Wybert - Tabletten zu sich nimmt, die immer zur Hand sein müssen und in allen Apotheken 1 Mark pro Schachtel kosten. Bei Erkältung lindern sie den Hustenreiz und bringen den Katarrh schnell zum Schwinden. Depot in Giessen: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. [ss9/g ri.tr bei unerwartetem ßesuch find: A Vom Vogelsberg, 12. Oft. Neue Schulhausbauten werden jetzt auch im Vogelsberg fortgesetzt errichtet. Im Rohbau vollendet sind z. B. jetzt Die Neubauten zu Höckers- Dors, Kölzenhain, Ober-Lais und Merkensritz; eingeweiht werben in Kürze Die Neubauten zu Glashütten unD Eichelsachsen; beschlossen sind Schulhäuser zu B 0 b e n hausen, Flensungen unD Atzenhain. Graf lvolffMetternich vor Gericht. < Berlin, 12. Oktober. Zu Beginn Der heutigen Sitzung beleuchtet Der VerteiDiger R.-An. Dr. Alsberg Die einzelnen Der Anklage zugrunDe liegen- 3 Zim M Mrbnrge SÄ -Meres Mrbur Mbbl. 2 W M ioiortottriviüe. 1.199 SttlM Wlw K :.7ß fronet T SW M Ebelitt Pensien Neuen MeL am NaWeate unb Ü Ang.Austnth.f Zimmer in jeb. Licht, Zentralh' । oi-,-,ii|]lid)Ct 08398) Sch. ll vermieten. 8 «ntröilji tu verm. 03 W Möbliei ^riiiielfii. 6 eck. möil3int1 mit oiti ubiie A verm. itöffii) Sui •ÖW sch. möbl wmitten. Grab, SIS --ßcin. m mm. i WMi giesitrnHc 6 y, -Mid^iserb । 108495] MblicH ! vermieten. Pah, Der Geschmack ist verschieden, deshalb liefern wir drei erste Qualitäts-Marken — für jeden Geschmack passend: H Siegerin -Margarine, wie aMerfeinste Alleinige Fabrikanten: A. L. MOHR (5. m. b. H., BAHRENFELD Amtliche WMtniMiiMii Der Stabt 6it|fn Selbständige EleHtromontenre | Sauerkraut neue Rollmöpse, Bratheringe gegen hohen Lohn sofort gesucht. 6250 VaiMsMW für eleftrifdic Eningen, Sftjhir, ^aufergniie. 3 Zimmer 2. 3. Slnzeiger erbeten. [SSH/in Fflr 10 Pf. 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Lindcnaasse, Wetzsreinnasse, Kirchstraße, Hnndegasse, Zozclsgasfe, Dainmstraße, Walltorstraße, Afteriveg, Land- grafenitraße, Braugasse. ~ , ,, , Wahlbezirk. Wahllokal: Alte Gewerbeschule, Asterweg 25. Wahlvorsteher: Kommerzienrat Äiueller. Stellvertreter: Kom- Zu haben in Drogenhandlungen und Apotheken. Ein großer, VaSph ”• sofort neuer zu verm. Mll Näherer- Bahnhofstr. 18. Zu vergeben find aus der Elisabeth Schmidt-Stiftung vier Gaben zu je 17 — Mk. an bedürftige, unbescholtene, ledige Dienstmädchen int Alter von über 50 Jahren und 10 desgleichen an arme Witwen. Meldungen werden bis 31. Oktober 1911 bei dem Städt. Armeuamt, Ästerweg 9, entgegengenommen.Bu/to Lieferungsvergebnng. 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Tas Gericht sich i] Metternich sich da n schleunigst zu versetzen sich die betrügerische AW nen, beim Gras Metterni: .entlief) prekärer Lage ur.‘ roirft ernstlich nicht mar schon daraus hervor, b:> fä reicher rerfauftc, oh» Momente Hmnt, toclß onte, daß dos - itau6 witt, \ehtT Mto? xbt auch anenannt, w| bemüht waren, den «■ Revision einlegen tvrch- merzienrat Schirmer. rvri. . , . Marburger Strane, Wiesecker Weg, Am Nodtberg, Nord- Anlage, Scbotlslraße, Steinstraße, Ederstraße, Weserstraßc, Tchillerstraße. . m t Wahlbezirk. Wahllokal: Tckulbaus in der Neustadt. Ärtahloorstehcr: Geb. Kommerzienrat Gail. Stellvertreter: Siir großartige Sache werden iJl$r Ksltt., Reis., Agent, ßesilcht. Der Artikel ist nur an Lamdw. abzusetz. Rühr., redegew. Vertreter verdien, täglich bcaucm r»,Mk. Qsierten unt. „Erittcnz" v Valle S.2, Schließt. 117. iss"/», Stadtverordneter Habenicht. r t t Hammftraße, Lahnstraße, Nodheuner Straße, An der ä)ardt, Kroidorfer Straße, Schützenstraßc, Große Mühlgasse, Sand- gasfe, Tiescnwcg, Neustadt, In LöbcrS Hof, Kornblumengasse, West-Anlage, Hinter der West-Anlage. 4. Wahlbezirk. Wahllokal: Bürgermetsterei, Zimmer Nr. 7. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Leib. Stellvertreter: Stadtverordneter Simon. r rvi. Marktstraße, Wetlergasse, Rlttergaffe, Seltcrvweg, Johannes- straße, Kreuzplatz, Kavlansgasie, riatharincngayc, Mäusburg, Wagensasse, Kanzleiberg, Plockstraße, Maigasse, Schanzen- straße, Grabenitraße, Neuenweg. , , 5. Wahlbezirk. Wahllokal: Frankfurter Straße 20, EisenbaHn- vcrkchrsamt. ___ Wahlvorsteher: Stadtverordneter Winn. Stellvertreter: Stadt- verordiieter Plank. r. . v , ,A Hofmannstrahe, Friedrickntraße, Erednerstraßc, Glaubrechtstraße, Wetzlarer Weg, Htllebrandstraße, Am Steeg, Buchner- straße, Mittelweg, An den Bahnhöfen, Bahnhofstraße, Löwengasse, Wolkengasse. 6. Wahlbezirk. Wahllokal: Bürgermetsterei, Zimmer Nr. 11. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Helm. Stellvertreter: Stadtverordneter Friedberger. r w Wcidennasse, Erlengasse, Diezstraße, Neuen Bane, Garten- strahe, Bergstraße Nr. 11 bis 22, Gutenbergstraße, Löber- stratze, Süd-Anlage, Sonnenstraße, Schulstrahe, Drei^äuser- gasse, Brandgasse, Brondvlatz, Landgraf-Philipp-Play,Schloßgasse, Kavlaneigaffe, Teufelölustgärtchen, Goethestraße. 7. Wahlbezirk. Wahllokal: Frankfurter Straße 86, Hotel Prinz Heinrich. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Jughardt. Stellvertreter: Rentner Georg Schneider. _ Leihgestcrner Weg, Erdkauterweg, Bergwerk, Frankfurter Straße, Klinikstraße, Buddestrahe, Wilhelmstraße, Ebelstraße, Wilsonstraßc, Liebigstraße Nr. 31 bis 35. 8. Wahlbezirk. Wahllokal: Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 12. Wahlvorsteher: Beigeordneter Keller. Stellvertreter: Stadtverordneter Eichenauer. Am Riegelpfad, Schiffenberger Weg, Heffenstraste. Gemarkung Schiffenberg, Liebigstraße (mit Ausnahme von Nr. 31 bis 35), Ludwigstraße, Alicestraße, Bismarckstrahe, Kevlerstraße. 9. Wahlbezirk. Wahllokal: Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 15. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Huhn. Stellvertreter: Stadtverordneter Kommerzienrat Schaffstaedt. 9ioonstraße, Großer Steinweg, Kaiser-Allee Nr. 1 biö 10, Moltkestraße, Ost-Anlage, Wiesenstraße, Senckenbergstraße, Licher Straße, Landmannstraße, Am Akahrungsberg, Bleich- straße, Lonystraße, Hcnselstraße, Zeughanskaserne. 10. Wahlbezirk. Wahllokal: Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 8. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Petri. Stellvertreter: Rentner Wilhelm Herbert. _ Ludwigsvlatz, Bergstraße Nr. 1 bis 9, Stephanstraße, Bruch- straße, Kaiser-Allee Dir. 12 bis 122, Eichgärten, Eichwea, Wolfstraße, Nene Kaserne. Bis/u> 2 jüng. Handlanger fiepen flut. Lohn sos. gesucht. (0847? Öl aubrechtstr.l2,Neub.Wehrum [ 5 Zimmer | frankfurter Str. 9 „ achtvolle 5»Zimmer - Wohnung >nn Bad, Gas, Balkon usw. sür Pif. (il>0 pr. anno zu vermiet. I5*8* [ 4 Zimmer | Schöne 4-Zimmer Wohnung mit Zubehör per sofort zu verm. f/tr2 ^iabereo Bahnhofstr. 18. Str Ilm aJIC(v ^cruft wlvmil enthalt stets die Dienstmüdchen im Kochen u. Bügeln cif., sofort ges. [08489j Benner, Marktstr. 34. Iüngerks Lnufmädchen gesucht. 16277! Liebigstraße 33 II. Sortiererinnen ständig und auch zur Aushilfe gesucht. j6252i Arnold Mueller. Jüngeres Mädchen gesucht. 16253] Lonystraße 20 vt. Zuverlässiges, jüngeres (0121 Mädchen für jetzt oder Weihnachten gesucht. Frau Forstmeister Leo Ww., Büdingen. Atigk Umrichter bei gutem Verdienst sofort gesucht. 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Klient, ^umoolo Dtufch. . L'aucd^uite. . . .uiaiieii Sergban. ^tuiqeimerv cgiv. Jioroo. 4j. uUla.t11n. vbcri4ie|.K.-3u6. pioaif -ötrg 0. . ^t^ein.3t»ii..Bgiv. Jigein. etMmech oticbeck uiontan . Schlei. Berg-Zink Löegelin ä pubner Lveflere.ela utali , vorz. Äkt. 11 67,o 7 10 57, 8 6 7 9 4 37, 4% 47< c. fl 150 ö. |L 15o . fl. S. 19 S. 22 S 2o L. 27 S. 23 S. -6 b. 17 S. 24 n. 14-15 . Ser.I-V Hilf. 1909 Rom. Öbl. S. 5—6 . u. 7—8 . 57.. 67; lu 5 8 1902 1907 to. Frl. Pyp.-Bk. Io5 — 164.10 120.70 13-..0 198 5o 134.40 17 4.— bo. Ung. do. fienklitltt 6ixlt Lschaff.Masch.Pap ■Jtcuc ■OOOCll ZL vrauerei ^inöing. w yenmuget. w do. Pc. atu , Kempif . . e Dtauijer Alt. , äteueiiniegec „ fcttnikUoecc.) „ Lverger . . Zemcnii. itaciitabt 2. cm. oao. aiiuui n Vlci u.SNb.Sr. „ ^.rlesh. «icttr. „ Aioeci . . . Lu AN. Lelegrap ■ C.ctic. Soic -vor;. „ LUgem. Seruu , Va.uieqcc . „ «sajudert e eitm. . . j ^uuaiiOi|dje »tumm. 0. 1871 u'/,Uoiu-Dttnoener .... ö1/1vuoeacc D. 18 *3 . . . Augsburger . . Braunfchiveig . Finnianbifche . Kreiburgee . . ti*enua . , , mailanber , . HiaiiaHbec . . Kieuiuigec . . Ocftr. 0. 1864 . uenr. Kredit 0. 185 Pavenh. Grast. . NludoifS-Stlftung Lurfifche . . . DO. . - Ungar. Staat- « tjeneULner . , Siseuwerke Vallar r. 102 . . . liicitr. zxerl Pomburg r. 103 . . jL. Ätlant Leiegrai..... Fronten-ÄUce, garant. 0. Zrankfuet xjranf|. -poi r. 10d..... Vieue rvobeu r. 102 ..... 285.- 164.75 12 >.00 125.00 109.— do. do. do. to. P|bbr. do. do. do. do. do. do. do. do. do. Hqp.-/.lt..ti)f. Di. 600/1200 Ryrui. huOiibL a ». 60O/I00O/I20O Srhein. Hi)p.-oank Di. 1-00I-0O S. S. S. do. Ser. 14 133.20 13o.— 186.-- 130.- 130.- 126.20 205.— 122.- 199.50 121.10 259.-0 li <.30 125.25 18-5.7o 166.10 5 157, 6 " 127.75 523.- 12-.80 5 <.— 487.50 131.- . n.7 Llr. 20 Lir. 10 . Fr. 15 Lire 150 Lire 45 Lire 10 . LfL7 8. fl. 100 8.st. 100 . l-fl.7 ML 10 Fr. 400 Fr. 400 8. JL 100 Lire 30 Diverse Obligationen« 4 vuderus r. 103....... 47, *Lt|d). 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Pommr. abgeft 80°/, to. r. lu l . . . . Lokalbahn Serie I r. 105 do. Serie 11 c. lo2 98.50 tio.bj 98. jo 98.50 98.50 89.60 89.60 89.60 99.50 96.n0 88 .4 ' 98 8) 94.10 9b. iO 18. lu 9'.40 98.8 99 3 । 92.3) 92.3) b9.7u 9u.3o 99.— 99.— b9.7O b9.7o 90 3) 98.80 9 >.8) 9s.8O 99.— 97. 10 • ö7, 87, Frk. Hyp.-Bk. Ser. 19...... 3'/, do. do. Kommunal Ser. 1 unk. 1910 Frf. Hyo.-Kred -Per. 6.10-19,21-27,31,34,3.5.39, 42 n. 41 uni. b. 1910 to. do. Vit. N-P .... Vanbro. Kreditbank Pfdbr. CiL Q*S . i ouibg.Hyp^BL E.14J -d40tünbb.ab 1905 6. 341.400 unf. b.1910 Verzinsliche 4 Badische Praunen Serie II . u Xoiiau-iHcguiieruiig . . . u7,<4)onjuec 4?rani. 4>|andbr. I . to. Hqp..»lrcb..P. Di. 600/1200 D.iueio. C'bU. iQJreijj A11.B. y..luu0 ä)nueib|d)e. Mrebub. . Di. n00 1-00 11*0110. l.^t|ü)u «.l-VlDi.30u/l-00 37,Hambg. Hyp.'Lk. ti1/, do. do. 07, Siasiauische VanoeSb. Vu. F. G. H. K. u. I* 37, do. do. . M. N. P. . . ö‘h daneicc Candes-Lreditanii. unf. . . , . . Llr. 00. . . Fr. 8u , . Fr. 100 . . llr. 100 . . 5. st. dOj . . llr. 4o alt. K. Rbl. 100 alt ft. Mbl 100 do. do. Ser. 2 u. 3 D.eininger Hqp..Vk. Ser. do. do. Ser. 6 da do. eer. 7 do. da Ser. 8 bo. do. Ser. J do. do. abgest. bo. do. lünbb. do. do. tuuöb. do. Ser. 10 e • es ro 03 !.ÖB ? - €33 C¥? ■ P3 « P S?.° Sc-3 3 ro D.-E: ZZV 3 2. $25 ■Ö?l5 ro 'S* S-w 2 - 3" = 3 2r§*a - 2 O»s> gl§ ©© 5 Uu E ’S« ÖÄ S-r- H=: (ÄCCC £ ■Die he»> •2 g«ö' ©S s ssltzL 3-3 3 § Ö WS *? s UU cs «5. 3-P 2 €3 X s © U< 3. Ö2. Uu s=ö RÜg ß. a3 3 5 2-o s 2. cs- & ©3 ®> 2 Uu c#j <5 ö (Q L- äg ©59 3 S to CT4 5 o y 2. r» © si □ «i>g S'M <3 C<ö' to CD o‘o'»‘^©; 3 2 a L ss « öS' crcP » CS3 • « ö co es cs v> ^3 " 2, © Windstärke ro ÖD ö F i + 03 <3 WC 8 s* CD 3k UU UuPP ©« » O* s 3 I— tO io O *-t O CO o a 2" (/) o s- 2.s 3 S xr «so p ^LS 3 K Gö P ro P' OH ° jo, »saa«S§ 8. g.e° p *»>o. O< P S' 5 «rod der Bewölkung in Zehntel der fichtb. 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