161. Jahrgang Erstes Blatt Ht. 30 nach religiöser heutigen Zeit seine Vorzüge, umsomehr, da. ihm dema Materialismus I gogische Agitation und Verhetzung auch auf dresem Gebiet hing begriffen, offenbar zuwider ist. Ter nahonallrberalcn harter und alter. Guisverwalter. Mßkie 91J0 easschrfsc im dortigen. ^sse'nschaft, der zwar noch nicht im politischen Kampfe ,ehen gewesen smd. ^wnden hat, der aber, wie seine gestrige Rede zeigte, iihprmnha der deut- u. > , . , ' ..... -rin Ciprz-ptt frönt • geß. N. teigert wird. Und an die Masse des Volkes muß sich doch owohl die staatliche Regierung wie die kirchliche Oberleitung halten. Unsere Zeit verlangt -r-— Vertiefung, und die Periode eines flachen / ist eher im Schwinden als in der Ausbreitung begriffen. Eine Kulturkampfstimmung aber dient dieser Entwickelung schlecht. Dabei spinnen fanatische Eiferer die Wolle und der religiös wirklich Bedürftige wendet sich voll Unmut und Zweifel ab. Diese Ueberzeugung scheint bei uns auch in vielen katholisch-theologischen Kreisen zu herrschen. Professoren von Münster haben an ihren Oberhirten ge meinsam ein Schreiben gerichtet, das sich zwar nicht deutlich gegen den „Modernisteneid" richtet, aber doch die ganze Qual verrät, in der die katholischen Gelehrten ob des neuen Vorgehens seufzen müssen. Die folgen, der jüngsten Kulturkämpfe in Frankreich und Spanien scheinen im Vatikan weniger gründlich studiert worden zu sein, als die großen Zeiten der päpstlichen .Hierarchie im Mittel- fr SB. fri. • ' 2000t 5J 1680 . 0 97.' 96.' 912 . . . M. iL b. 1910H1 . )b. ab 1968 . . b. 1912 .. . Ä..... älünbb.ab 1903 . b. 1913 ", ’ / ab 1903 ' ab 1W ayfO • • • - ...... g. ab 1908 . . )b." ab 1904 . . ib. ab 19T4 . . >b. ab 1906 . • ....... >b. ab 1905 . . lab. b. 1912 . . ib 1906 . • • Samstag, 4- Zebruar 1911 BezugSvrei 6: monatlid)751'i^DicrteI- jäbrltdi Äk. 2.20; durch ’lbbole- il Zweigstellen monatlich 65 Pi.: durch * 18L- 4« Si. $*' In die deutschen Parteiverhältnisse ist durch den auch m der deutschen Presse veröffentlichten Brief des Papstes .in Kardinal Fischer neuer Konfliktstoff gekommen, T-ie Mahnung des Papstes galt diesmal bekanntlich den an den staatlichen Hochschulen angestellten katholischen Theologen. Es ist bekannt, wie schwierig gerade auf diesem Gebiete die friedliche Regelung der staatlichen und kirchlichen Ansprüche gewesen ist, auf wie große Bedenken die kirchlichen Voraussetzungen im Unterrichts- und Forschungsleben an unseren Universitäten immer gestoßen sind. Run kam die Forderung des sogenannten Modernisteneides, und die staatlichen Autoritäten sahen sich genötigt, neue Befürchtungen zu zerstreuen. Man kann sich dem Eindruck nicht verschließen, daß die päpstliche Politik über unsere deutschen Fraktion würde ein solcher Mann, der dem Mittelstand., offenbar ein großes Interesse widmck, zweifellos emc t'.ich- tiqe Arbeitskraft, vielleicht ein Mitführer werden. Pfarrer Korell ist dem Wahlkreise von früher her bc- kannt, und wir haben uns oft gegen manche seiner An- schauungen wenden müssen. Seiner ehrlichen Uebcrzeugung und seiner im Grunde vornehmen Persönlichkeit, Die er in gleicher Weise wie der nationalliberale Kandidat besitzt, bringen auch wir Achtung und Sympathie entgegen. Wir hoffen auch den Kandidaten der wirtschaftlichen Vereinigung, Derrn Dr. Werner, als eine innerlich gleich hochstehende Persönlichkeit und einen ebenso sachlichen Kämpfer kennen zu lernen. Er ist bis jetzt in Gicyen selbst noch nicht ausgetreten, hat dagegen auf dem Ede schon gesprochen. Wir werden demnächst wohl auch sein Programm ausführlich mitteilen können. Da wir mit zwei Wahlen zu rechnen haben, ist die bisher geübte Sach lichkeit im Wahlkampf doppelt freudig zu begingen. die Post Mk.2.— viertel- jährt, ausfcht. Beilellg. Zeilenvrcis: lokal 15P'., ausivärtS 20 P'ennig. Ehekredakle»ir:A Goetz. Pcrco»livorllich kür den politddjcn Teil: August Goetz; kür .Femlle- touF.Dei.nilcMes- und .GenchisiciabftK.Ncu- ratb; kür .Stadt und Land-: E.Hcn.iür den Anjeigenteil: H. Beck. tbb. ab 1905 itf>. ab 1906 Der Reichstagswahlkampf in Gießen hat begonnen. Am Mittwoch hat der Erlesene der fortschrittlichen Volkspartei, Pfarrer Korell, am gestrigen Freitag Professor Gile- v i u s, der Kandidat der nationalliberalen Partei, gesprochen. Beide Versammlungen waren überaus stark besucht und haben das ungewöhnliche Interesse der Wahl- berechtigteu gezeigt. Man kann die beiden Kandidaten nicht gut zwei feindliche Brüder nennen, denn ihre Wesensart ist zu verschieden. Hier, unter der Fahne der Fortschrittspartei, ein Mann, den, nach seinen eigenen Worten, religio,c Ucberzeugungen in die radikale Linke getrieben haben, ein Priester, der die Wirkung des gesprochenen Wortes aus die Massen kennt und der im politischen Kampfe das Schwert zu führen gelernt hat. .Herr Korell hat in seiner ersten Kaudidatenrede überraschend maßvoll gesprochen. Die Fortschrittspartei scheint ihn auf ihren Schild erhoben zu haben nicht nur, weil er eine kampferprobte Persönlichkeit ist, sondern weil er in seinen zollpolitischen Anschauungen den ländlichen Kreisen näher steht, die in dem verstorbenen Abgeordneten Köhler den Bauernpvlitiker verehrten. Dort -iuf der aubtteu li^ '.len Seite, etn Mann der Auch in dem an anderer Stelle heute wiedergegebenen Irief der „Germania", aus Jap datiert, wird bestätigt, mb die neuerdings mit größerem Eifer betriebenen Wegeff Im Uten' die schon lange unzufriedenen und sremdensernd- I liehen Eingeborenen zur Mordlust aufgeftachelt haben. Waren I foefe neuen Kulturarbeiten dem Kolonialamt betarMt, so hätte unbedingt dafür gesorgt werden müssen, daß die I Außenwelt vom Stande und Fortschritt ^er Arbeiten öfter B unterrichtet wurde. Man durfte deii Lchisfsverkehr nrit ivnapc nicht auf den seltenen Besuch durch das PostschM t „Germania" beschränken. Es wäre außerdem wohl auch angängig gewesen, die Wcgebauer zeitweise durch Landung j einer weiteren Besatzung zu unterstützen. Wenn der Brief- : »strecher der „Germania" zuverlässig ist, so hat es sich auch ' M gerächt, daß unsere deutschen Kriegsschiffe rm dortigen, Aselgebiet so gut wie niemals zu »v"'''-" j;;;; ' Sonst hätten die Ponapesen nicht so übermütig der deut- j jen Schwäche gespottet. Ter Nachfolger Dernburgs hat I alle Ursache, auch den deutschen Südicemseln einmal liebe- holle Aufmerksamkeit zu widmen., Dernburg schemt sie bei I i seinem überwiegenden Interesse für die afrikanischen Kvlo- ■ uzen etwas stiefmütterlich behandelt zu haben. Es hat sich gezeigt, daß die neugeborenen Kinder von normaler Konstitution insbesondere int Unterarm und in den Händen eine geradezu verblüffende Muskelkraft besitzen. Säuglinge, bi man wenige Stunden nach ihrer Geburt an einen Stab hängte, tonnten ihr eigenes Gewicht durchschnittlich zehn Stunden lang haltcu, ehe sie sich fallen ließen, ja bei kräftigeren Kindern dauerte es viel länger, als sie ihren Halt aufgaben. Von hundert Kindern, mit denen Versuchs in der ersten Stunde nach ihrer Geburt veranstaltet wurden, haben 98 sich zehn Sekunden lang festhalten und itr eigenes Gewicht tragen können, 19 von 100 dehnten die Kraftprobe sogar bis zu einer halben Minute aus, und 4 von 1OO selbst bis zu einer Minute. Im Verlause von vier Tagen hat die Kraft her Säuglinge erstaunlich'- Fortschritte gemacht: am vierten Tage können von 100 Kindern 93 e ne halbe Minute lang an der Stange itamntern. Ihren Höhepunkt erreicht die Muc-tettraft der Säug linge am 15. Tage. Ter größte Teil der kleinen Menschenkinder konnte sich dann nicht weniger als anderthalb Minuten lang an der Stange schwebend halten, und ein winziger .Herkules übertraf alle, indem er 2 Minuten und 38 Sefmitten lang sein eigenes Gewicht hielt. Tann ließ er, so berichtet der Eclair, mit der rechten Hand los, hielt sich aber noch 15 Sekunden lang mit der Linken, ehe er sich auf das bereit gehaltene Tuck) hinabgleiten ließ- , , , — .,T as Leutnantsliebchen", eine Lpcrette, erzielte bei ihrer Uraufführung im Kölner Metropoltheater einen sehr starken Erfolg. Ter Verfasser des Textes ist der stomiker nnb Regisseur der Bühne, Josef Wiener, der Komponist Benno Sternberg, ein angesehener Kölner Tonkünuler, der sich bisher nur mit der ernstesten Musik befaßte. Tas Libretto ist sehr geschickt gemocht, arbeitet mit einer Fülle von Verwechslungen und Verwicklungen und fesselt bis zum Schluß des letzten Aktes, der keineswegs, wie üblich, rUr die Handlung unwAenGrn ist. Ter Held, ein Leutnant der franrömchen Fliegerdiva'ion, verliert seine Braut, eine reiche Baronesse, da sein verlassenes Liebchen sich an ihm rächt, nachdem es sich als unechte Baronin in der vornehmen Gesellschaft einzuschmuggeln gewußt bat, die weil die echte, die junge, leichtsinnige Frau eines alten '.Ofannes, die Rolle der Retoucheuse spielt. Aber das Leutnantsliebchen ’ ist es denn auch, das das Paar wieder zusammenbri: t Tie : Musik Sternbergs ist äußerst flüssig und rnclod' nn. -nchäl- ■ namentlich eine Fülle von Walzern, unter denen auch ein Aero- ■ plan-Tstictt nicht fehlt. ICitnfi, Winciiicbaft und Leben. — Shakespeare im Tingeltangel. In England trägt mau sich mit der Absicht, einzelne Auftritte aus Shalespeares Meisterdramen unter die Rummern der Sinas Pie Ibäuser aufzunehmen. Zu diesem Gedanken nehmen die britischen Mriliicr sehr verschiedenartiae Stellung. Während die einen über Entweihung und Verletzung heiliger ^ationalgütcr zetern, begrüßen es andere, ernsthafte Schriftsteller als eine günstige Gelegenheit, um auf diese Weise wenigstens einen Abglanz des Shalespeareschen Genies den breitesten Massen des Volkes leuchten zu lassen. Wenn die fterschiebenen „Rummern" mit Geschmack ausgewählt urw in guter Darstellung vorgeführt werden, dann werden die Kielen, die nie das Theater, aber wohl das Tingeltangel besuchen, und nicht viel mehr als Shakespeares Namen wissen, eine Ahnung von seiner Dichtergröße erhalten. — Tie „nationale E i nka u f s w o ch e". Tie vor aUTgem geschilderten Leiden und Nöte der all-britischen Frau, die in London ausz.ig, nut britische Waran zu kaufen, und schließlich nach mübemüleT Wanderung mit einem Pfund sudfranzösischer Monaten l?.imtehrte, sind nicht ohne Echo geblieben. Tie Liga der -englischen Fabrikanten hat das Tl-cina aufgegrinen, an den Patriotismus aller Briten avvelliert und mit klugem Geschick eine '-oc* toegnng ins Leben gerufen, die schnell Fuß gefaßt zu haben scheint und sich immer weiter ausbreitet. Nun bat sich düse von den Interessenten klug geleitete Strömung zu einem Plane verdicht^, ‘ter von dem patriotisck>en Pichlikum als eine willkommene Ab- vechslunq mit Begeisterung bewillkommnet wird und manchen anbcrcit Industiieläitdern zu lernen geben kann. Vom 27. März an soll in ganz London eine große „all-britische Einkamswoche" stattfinden, bei der das Publikum nur englische Ware kaufen ilind die Ladeninhaber nur englische Ware empfehlen sollen. Tie nötigen Mittel zur Turcküübrung^ des Planes strömten sofort hinzu und mit ihnen die Zustimmung der meisten großen Waren- bauSinbaber und Ladenbesitzer, die bereitwillig die von der nationalistischen Presse geleistete Reklame ausmünzen wollen, wirken doch derartige Veianstaltungen stets stimulierend auf die Neugier des Publilums und damit indirekt oder direkt aud; auf die Kauf- MGichenerAMM kvüvrech - Anschlnste: Ä.. - „ •sS General-Anzeiger für Gberyefien iw^meeMn®an& RofationsbruduitbVerlag dervttchllchen Univ.-Vach- and Stcinöruderci B. Lange. Bcbaftion, Lxpebition and Druckerei: Schulstrahc 7. «Bübingen: 5-rniprecher Br. 50 6efd|äftsftcUe B-hnhoiftratze 16a. bem Käufer veranschaulichen, in den Schaufenstern .ollen wahrend dieser all-britischen Wockie nur englstche Erzeugniue ausgestellt 1 werden, und während der acht Tage und tremdlanduche Waren s nur auf besonderes Verlangen zu verabfolgen und ledemalls m beit Hintergrund zu drängen, ^/tese Idee, die w gcfchtckt die Instinkte der Käufermasse und deren Verlangen nach besonderen ; Gelegenheiten in Rechmung setzt, hat uberalldas^lebhasteite Echo gefunden, und wie klug der Plan der engluchen Fabrikanten auf- gebaut ist, mag man daraus erleben, daß aus einer Reihe anderer englischer Großstädte, aus Manchester, Liverpool und Leteester, sofort Anregungen eingmgen, die aut dte Einrichtung emer all- britischen Einkaufswoche in ganz Eni land abzielten. -leHandelS' lamm er n haben die Förderung die.er Beitrebungen.ubernomm^ gr[[c Qäben und Geschäfte, die an bieiem patnotiicken und nicht weniger geschäftlich aussichtsreichen Unternehme teilnehmen, toer- dcm ^von der Liga englischer Fabrikanten ein Abzeichen ersten, das in den Schaufenstern aus gelangt wird, um ^:n britischen Käufern zu zeigen, welche stamleute in .lener Woche nur „all- britische Waren" aus stellen und wo der Kauser Ausucht hat, durch sein Geld die heimische Industrie zu fördern. „Tas wird rur das Publikum eine unschätzbare Lehre |ein über all das, wa^ das Vaterland zu leisten vermag." — VomGrasenHaeseler. Während eines Promenadew- konzerts auf der Esplanade in Metz, fo wird erzählt, lieht sich ein junger Offizier, der .'ich mit stchrbarem^ Wohlbehagen in den Reiben äus- und abbewegt und die Metzer schonen muttert, vlotz- lidi von Exzellenz Gottlieb angeredet und mit dem AuNrage bedacht ^Bn'es in die Nähe eines Gehöfts etwa drei ^tun- d. Xi TA W Mrbtilti, 'MjL Sfr «A tn ">S zu diesem 5 ftlttn müfienmiträy Archiieü: n-ariedrichsbau. eilsttung. aden au§ dem kn fett: L- nichten-2tämm 1. ftl. = 16,39^ 27 Fichteu-La:. ifiation Häujerhof c.; l Uhr. Die heutige Nummer umfafct 16 Seiten.__ politische Wochenschau. Gießen, 4. Febr. Die aus dem Auffkandsgebiet in der Südsee gekom- uenen Nachrichten zeigan, daß das dortige deutsche Schutz- .e'diet bis heute noch gar stiefmütterlich behandelt worden ,'t Am is. Oktober geschah die Ermordung des Bezrrks- umtmannos Böder und seiner Getreuen, und bis Ende lh»aemher mußten die wenigen Weißen der Insel Ponape -i den größten Nöten verharren, da erst dann die „Ger- -iania" erwartet werden konnte, das einzige Schiff, das ‘jonapc regelmäßig anläuft. Und wieder verging dann (Ute Wottfe', bis der Postdampfer aud Neuguinea die erste Süe gebrackit hatte. Die Eingeschlossenen in Ponape blreben m tum 10. Januar auf die zweifechaste Unterstützung iaLb Großmut schwarzer Stämme angewiesen xieic Zu- Unbc bebiirfen zweifellos einer grünblichen Befterung. Es ä iq bekannt, daß das Leben der Kolonisten auf den Sudsee- nseln nickft gerade mühelos und sorgenfrei ist, btnui die -riaeborenen Insulaner sinb wenig von Kultur beleckt, zum 7»st sogar noch Menschenfresser. Dazu kommt, wie wir .ris bent Bericht bes beutschen Befehlshabers bei ber Er- itjrmun(3 bes Lagers ber Dschokabschleute vernahmen, hinzu, taft bas'Laub unwegsam unb zerklüftet ist, daß seine zahl- ^ichen Höhlen ben Aufftänbischen Unterschlupf gewahrten, io c>aß bic vereinigten Lanbungstruppen ber Sckfiffe „Em- ich", „Nürnberg", Kormoran" unb „Planet" nur Mit schwerer Mühe unb mit Verlust die 2.50 Aufständischen aus- mnandertreiben konnten. hessische Lrfte Kämmet. R.B. Darmstadt- 3. Febr. Der Beginn der Plencrrverhandttmgen in der Ersten Kammer h*rt auf heute vormittag 10 Uhr festgesetzt worden; es wuroe aber hernahe 12 Uhr, bevor die Sitzung ihren Anfang nahm. Tic Ursache dar Verzögerung lag darin, daß vorher noch eine längere Beratung des Wahlrechisausschusses mit der Regierung stattfand, Jvobri noch einige Abänderungen zu Art. 67 getroffen wurden. Am Regierungstische nahmen Platz: Staatsminister Ewald, Minister das Innern v. S? .o nt b e r g t, Geheirnerat Dr. Becker, Lorbacher u. a. Präsident Graf Görtz, gar v. Schlitz, eröffnete die Sitzung |mb gedachte, während sich alle Mitglieder und die Regierungs- Vertreter von den Sitzen erhoben, der inzwischen verstorbenen Karnmermitglieder Frhr. v. Leon Hardi-Grotz-Karben und Landgerichtspräsident a. D. Lippold, welch letzter als Mitglied des Gcsktzgebungsausschusses namentlich) der Beratung der Wahlrechtsvorlage und dem Gesetzentwurf über die Städteordnung seine ganze Kraft gewidmet habe. Tas Haus werde den beiden Dahingeschiedenen jederzeit ein ehrendes Andenken bewahren. Der Präsident teilte dann die Ernennung zweier neuer Kam- vtermitglieder durch den Großherzog mit, der Herren Geh. Kommerzienrat Dr. Strecker-Mainz und Landgerichtspräsident Dr. Hangen-Mainz. Deren Vereidigung erfolgte in der üblichen Weise. Bei der darauf erfolgten Ergänzung mehrerer Kammerausschüsse wurde an Stelle des verstorbenen Landgerichtspräsidenten Lippold der Landgerichtspräsident Dr. Hangen zum Mitglied des zweiten (Gesetzgebungs-) Ausschusses und Frhr. L. R i e d e s e l zu Eisenbach zum Mitglied des dritten Ausschusses gewählt. Zum Mitglied der Großh. Staatsschuldenverwaltung wurde Geh. Rat IProf. Dr. Kittler und zu dessen Srellvertreter Geh. Iustizrat Kleinschmidt und zum Mitglied des Ausschusses für die Reorganisation der Staatsverwaltung G e h, K o m m e r z i e n r a t lG.ail-Gießen gewählt. Es. wird darauf in die Beratung der Wahlrechtsvorlage ein getreten. Zunächst erhält der Ausschußberichterstatter, Geh. Iustizrat Prof. Dr. Schmidt-Gießen das Wort, der die vom Ausschuß an den'beiden Artikeln 67 und 75 der Verfassung vorgenommenen Aenderungen näher erläutert und eine kurze Schilderung über die langjährigen Wahlrechtsverhandlungen zwischen beiden Ständekammern gibt. Der Ausschuß sei bei: Wünschen der Zweiten Kammer weit entgegengelömmeu, und man dürfe daher Diesmal auf eine Verständigung hoffen; die Forderung des direkten Mahlrechts lasse sich nicht länger zurückdrängen und müsse im laltf eilig en Interesse erledigt werden. i Staatsminister Ewald spricht zuerst dem Ausschuß für seine Eifrige Arbeit und auch für die Zurückhaltung, die dieselbe be- Mglich der Budgetfrage an den Tag gelegt hat, seinen Dank aus kund hofft, daß dies dazu beitragen werde, eine Verständigung! Über die noch bestehenden Differenzpunkte zwischen beiden Kammer): herbeizusuhren. Die Zurückhaltung in den budgetrechtlichen Gren- 18en sei um so höher einzuschätzerr, als die Frage des Budgetrechts ün beiden Kammern noch eine umstrittene sei. Tie Standesherreir chatten im Jahre 1806 ihre Steuerfreiheit verloren, es seien ihnen 'aber nach und nach Zugeständnisse auf steuerlichem Gebiete gemacht worden, nämlich im Hinblick auf das englische Budgetrecht. Der Minister schließt mit der Hoffnung, daß auf der jetzt vor- ihandenen Grundlage über die Wahlrechtsvorlage eine Vereinigung zustande kommen wird. Graf Stolberg-Roßla bemerkt: Die Ausführungen Des Staatsministers über die Aufhebung der Steuerfreiheit hätten ‘einen großen Raum eingenommen, aber die Steuerverpflichtungen 5>cr Standesherren seien nicht der Grund zu dem damals gestellten sund einstimmig angenommenen Initiativantrag der Ersten Kam- imer. Dieser erfolgte vielmehr, weck ein demokratisches Wahlrecht sin der Zweiten Kammer eingeführt werden sollte; da fühlte fick) die Erste Kammer dafür verpflichtet, dahin zu wirken, daß auch Mr erwefterte Rechte, namentlich erweiterte Budgetrechte, eingeräumt würden. Das war der Grund zu dem Initiativantrag Md schließlich auch zu den hervorgetretenen Differenzen. , Geheim rat Dr. Schmidt ging noch auf die Frage des sBudgetrechts näher ein und sprach die Hoffnung aus, daß das, was heute vom Ausschuß vorgeschlagen wurde, von beiden Kammern angenommen werden würde, wie auch schon aus den zahlreichen Pressestimmen auf eine endliche .Verständigung gehofft werden kann. Geheimrat Dr. Becker besprach die Frage der Fehlbeträge jund bemerkte, daß die vom Ausschuß vorgenommene diesbezügliche sAenderung hinsichtlich der Fehlbeträge sich nicht auf ein bereits verabschredetes Budget beziehe, sondern auf den Fall, daß bei vorübergehendem Smken der Staatseinnahmen ein voraussichtlich nur vorübergehender Fehlbetrag im Budget durch Anleihe aufgebracht werden soll, in der Erwartung, daß int nächsten Jahr ^as Budget balanciert werden könne. Durch diese Maßnahme 'würde eine Steuererhöhung, die voraussichtlich im nächsten Jahre puht mehr nötig wäre, auch für das laufende Budgetjahr vermieden i F ü r st z u H o h e n s o l m s - L i ch stellt hieraus den Antrag, dem Artikel noch einen Absatz beizufügen, der einige Jnterpreta- twnen des Ministers festlegen soll. Der Antrag lautet: „Wird das rechnerische Ergebnis aus einem von den Ständen noch nicht aenehmigten Gesetze in den Hauptvoranschlag eingestellt, so scheiden, sofern das Gesetz nicht angenommen wird, die hierfür eingesetzten Beträge aus dem Hauptvoranschlag aus." Dagegen erhebt Staatsminister Ewald Bedenken, wahrend Graf zu Sol ms-Laub ach den Antrag unterstützt. Bet der Abstimmung wird der Antrag des Fürsten zu Solrns- Hohensolms-Lich einstimmig angenommen, ebenso der vom Ausschuß noch abgeänderte Artikel 67, welcher nunmehr lautet: Ohne Zustimmung der Stande kann keine direkte oder indirekte Auflage ausgeschrieben oder erhoben werden. Das Finanzgesetz, das immer auf ein Jahr gegeben wird, soll mit dem Hauptvoranschlage der Staatseinnahmen und Ausgaben zuerst der 2. Kammer vorgelegt werden und wird zunächst zwischen den Ausschüssen der beiden Kammern vertraulich be- sprochen Der letzte Satz wurde neu eingeschoben. Jede Kammer beschließt hieraus selbständig über den Hauptvoranschlag und das Finanzgesetz. Die 1 Kammn legt ihrer Beschlußfassung die ihr Mitgeteilten Beschlüsse der 2. Kammer zugrunde: sie ist berechtigt Über die einzelnen Teile des Hauptvoranschlags und des Finanz- gesetzes auch gesondert zu beschließen. . Tritt die 1 Kammer den Beschlüssen der 2. Kammer nicht so gelangt das Finanzgesetz nebst Hauptvoranschlag an die 2. Kammer zur nochmaligen Beratung und Beschlußfassung über dre Punkte, hinsichtlich deren Meinungsverschiedenheit besteht zurück. Soweit die 2. Kammer bei ihren abweichenden Beschlüssen beharrt, gelangen diese letztmals an die 1. Kammer. Tritt diese nicht bei, so sind, wenn die 2. Kammer nicht nachträglich den Beschlüßen der ersten Kammer znstimmt, die noch niait durch übereinstimmenden Beschluß der beioen Kammern erledigten Punkte des Hauptvoranschlags in denselben so einzustellen, wie sie sich «us der Beichlußsassung der 2. Kammer ergeben. Das den Beschlüssen der 2. Kammer entsprechende Finanzgesetz gelangt in diesem §alle nochmals an die 1. Kammer, welche es nur im ganzen annehmen oder ablehnen kann. Lehnt die 1. Kantmer das Finanzgesetz ab, so ist über dasselbe m emer Versammlung der vereinigten Kammern, die unter dem Vorsitz des Präsidenten der 1. Kammer stattfindet, zu beraten Und un ganzen abzustimmen. Bei dieser Abstimmung entscheidet vre absolute Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit entscheidet dw «Stimme des Präsidenten der 2. Kammer. Ersordert ein Gegenstand einen Gesaintkostenanfwand von fmebe als 200 000 Mark, der in dem Weg der Anleihe gedeckt werden soll, so sind die Mittel nicht im Hauptvoranschlag an- A°roeni, sondern m einer besonderen Gesetzesvorlage der sian- dlschen Beschlutzsaßung zu unterbreiten. Diese Bestimmung findet keine Anwendung au, Anforderungen, die gestellt werden zur Bewirkung der dem , ÜehM $er jn Kschen ?e w qelr- f? ■Jt AWn | 'at*untJ W» 41 (iebtuoi jj|j I 'Eer-Nend * k nachmittag'^. *' mAa?®nbeÄlD®btte Efirage unb Z 1 miun ftoloüeM 1 K°g 11 tibrhJ Ala.-.- Ztudlantlna, x Waldteujel; j, ( 'Mer Jage üon u J1 rurückgeki: Let Minislec (m j oUüanbigen Ltz., kann. ^s-sürArb^ Februar, nachmu-. Elektrizitc- Aufführung: „Er und eii etzte des Werke-i.'- i kommenden 2 ■ pilog „Wenn t uif der diesjah. lesten eingegang.r wunderbar jein. 3u|dmmenipici h Frau Marie frk für die bei: ' i schreibt unS: (h örner'jchen 66. istaltete Konten c Hula hingkwitsen, jütleneren Schüler u i Gebiete einer 6 auch einen klingt en wünscht. $iü;; ck etwas übrig hab reiche Wirken unie.t i in trüben 6te >e stehen, von bet L'vr W nity tot ;; tion w | nächsten I AuS Brauerei!!!' । ist immer noa ■ I auereiring nc6 j >r Bcrband bereüi imhangelstei , Dickicht versteckt toff ausgefunden. einem Diebstahl n, sich bei der uche. Neue-l ß Leifelheiv^ annfeeim ist die M1 jreei i* * » d» **t ‘ **5.»*; t W®'1, tz-! | Sch--'"" . ffiji! S an0°eteJ"rtr7ietr «wl’r* #«*“' itungen ww itet «9anC Z d°s s* Lwine isgefi^jederÄ- ft® Mlfll L M 1 Der m weiten Kreisen ebr. einen Schutt. 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Universitäts-Nachrichten. hc. Marburg, 3. Febr. Aus Zürich wird gedrahtet, daß der ordentliche Professor und Direktor des pathvlvgijch- anatomischen Instituts an der dortigen Universität, Dr. med Martin Benno Schmidt einem Ruf an bie hiesige Universität als Nachfolger von Prof. R. Beneke erhalten hat. MuteiNM „ 60 ömclatnmK „ 100 M. Kessler Rotzschlachter. Heirat Suche mit einer gebildeten angenehmen, häuslich erzogenen Dame, nicht unter 25 Jahre, mit größerem Verniägen zw. Heirat bekannt zu werden. Bin 32 Jahre alt, ev. und alleiniger Inhaber eines lukrativen schuldenfreien (Großunternehmens. 'Nur direkte Verbindung unter Diskretion er- wünscht. Briefe unter T. 1297 an Haaicnsteiu * Vogler, A. G., Frankfurt a. M. erbeten, lhv'/r midt hier feiert kurz nach Ostern sein 50jähriges Lehrerjubiläum und auch das fünfzigste Jahr seiner Tätigkeit als Musiklehrer des hie- gen Lehrerseminars. Unter fünf Seminardirektoren hat •r gewirkt. Tausente von Lehrern und Hunderte von eo. Geistlichen hat er im Gesang unterrichtet, denn er war auch längere Jahre Gesanglehrer des hiesigen Predigeriem,nars Am 4. April 1861 trat er als Musikehrer ins S'mtnar ein. — 19 kath Seminaristen waren in diesem Jahre tm hiesigen Lehrerseminar; 10 sind in der Unterkla se, 2 in der Mittelklasse und 7 in der Lberklasie Ledere werden nächsten Dienstag mit 21 ev Seminar'^en in d,e mündliche Abgangsprüsung treten. In den R ü^ionsfächern w rd ür die kath. Abiturienten ein Dvm^itular von Mainz einstimmig wictdergewählt. Kreis Schotten- § Gedern, 3. Febr. Auf einer Eisfläche stürzte das eine Pferd eines Lastwagens, wobei es auf den Fuhrmann fiel, der innere Verletzungen daDonirug. ORuppertsburg,3. Febr. In den nächsten Tagen geht der zweite Kursus der Kreiswanderhaushaltung s s ch u l e, an dem 15 Mädchen teilnehm en, zu Ende. Kursusleiterin ist Fräulein Römheld-Friedricl)shütte. Die Anleitungen über erste Hilfe bei Unglückssällen, Pflege von Kranken ul(w. gibt Sanitätsrat Dr. Dogel-Laubach. Kreis Friedberg. -m. Friedberg, 3 Febr. Auf Anregung des Kreis- amts Friedberg soll unter sämtlichen Gern einden des Kreises eine Einigung erzielt werden bezugl eines Anschlusses an die in Wölfersheim zu errichtende Ueberlandzentrale. _____________________ «cdöchtniSrede des 1. Vorsitzenden Fritz Kampfrad, Aickringen der Gcpenktafel und Uebcrgobe derielben an die stad^ Hierauf Cchwßchor. Abends Festkonzert imLNel Stcm unter Mltwirkung vsn Fräulein Minnn Leopold (Sopran). Nach dem Äonjert ftndet ein Kommers statt. Kreis Büdingen. ||AAn;, for reisende HOSPIZ Damen Prostituierte Elise Beck lebensgefährlich; hierauf tötete sich Stürmer felbit durch mit Brut vernichtet radikal Rademachers Goldgeist schützt. Nr. 75198. Geruch- u. farblos. Reinigt d. Kopfhautvon Schuppen, befördert d.Haarwuchs,verhüt Zuzug v. Para8iten.Wichtigf.Schuikinder.Tau8. v. Anerkennungen. Flasche 50 Pf. In I Drogerien u. Apotheken. W o nicht, er-1 | halt!, gegen Eins. v. 50 Pf. direkt v. I | all.Fahr. 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Hier stellte sich nun heraus, daß Sigl etn Deserteur ist und es erfolgte deshalb seine Ueberweisung an die hiesige Militärbehörde, die ihn heute auf dem Schub bis an die österreichische Grenze transportierte. Me m Bügel» wird angenommen. Klein. Posten werden auch gewaschen. 0450) Nicgelptad 26 v. imbbmbbhm --Büdingen, 3. Febr. Obst- und Gartenbauvcrein. Der Slrlikel von Mute Januar über Wildschaden und defien Ersatz bedars folgender Ergänzung bezüglich der in cl£fl.ctIV' big t cn Grund st ücken entstehenden Schaden. Tas Ge,etz gewährt einen Anspruch aus Ersatz von Wildschaden nur bet einem Grundstück, an dem der Eigentümer das Jagdrecht nicht ausüben kann, weil es ihm nicht -usteht oder ihm besten Ausübung durch das Gesetz entzogen ist. Nach Art. 6 de» Jaydgtsetzes von 1848 sind alle Grundstücke, die mit einer Mauer, einem geschlossenen Zaun oder einer dergleichen Hecke umgeben und mit Tür und Schloß versehen sind, von der Verpachtung oder Ausübung der Jagd durch die Gemeinde ausgenommen: dem öentzer steht allein das Jagdrecht darin zu untn Beiolgung der Polizei- gesetze und soweit hiernach die Jagdausübung zulas'ig ist. Wenn also in ein solches, ordnungsmäßig rmgs umichlostenes, em» gefriedigtes Grundstück durch irgend einen Zufall Wild stclangen und dort Schaden anrichten sollte, so ist der Pachter der lichen, so gilt das Grundstück nicht aks von der Gemeindeiagd ausgenommen. Schaden an Lbstbäumen, Baumschulen, 'Sant- und Pslanzbeeten zur Heranzucht von Holzgewachsen ist nun nach Art. 2 des Wildschadensgesetzes bloß zu erietzen, wenn nicht die Herrichtung von Schutzvorrichtungen unterblieben stt, die unter gewöhnlichen Umständen zur Abwendung deS Schadens aus reichen. Eine lückenhafte Einfriedigung genügt nicht. Nalch Idem Gefetz würde also der Schaden an Obstbäumen, Baumschulen usw m einem ungenügend eingefriedigten Grundstück nicht, dagegen an sonstigen Gartengewächsen aller Art wohl zu vergüten fein; jeder Wildschaden in einem genügend emgcinebigten Grundstück aber nicht zu ersetzen sein: in diesem Falle bat der Gartenbesitzer den Schaden selbst zu tragen. Gärten, die gar nicht tm Jagdbezirk, sondern un bebauten Ort liefen, kommen für die Frage überhaupt nicht in Betracht; ein Schaden fällt hier auch nur dem Besitzer zur Last. _ .. ,,k .. x Düdelsheim, 3 Febr Em äußerst gunstraes Ergebnis zeigt auch diesmal wieder der Jahresabschluß unserer Spar-und Vorschußkasse (Genossenschaft m. 1L H.), indem wie im vorigen Jahre 10 Proz. Dividende an ine Mitglieder verteilt werden konnten. Der Betriebsrück- läge und dem Reservefonds wurden nahezu 60 Proz. zu- geschrieben. Die ausscheitenden Mitglieder des Auffichts- rates und Vorstandes wurden von der Hauptversammlung StrStopitän i )evb. ro., oerlannc Prosv. über fceneni. Ausrüstungen Auskunn gratis. Jobs. Brandl, Altona a. (§., Fischinarki2Q. sl14/1 Büciel-Kursus. Mädchen können das Fein- und Glanzbttgeln gründlich erlernen. Aus Wunsch in kurzer Zeit, i““ Wasch- und Bügel-Geschait I. Dietrick, Danimstraße 29. Letzte Nachrichten. AuS der HkfslschfN E'ften Kammer. R. B. Darmstadt, 4. Febr. Die Erste K a mm er erledigte heute in einer kurzen Sitzung den Rest der Tages ordnung. Sie trat tm allgemeinen den Be,chlussen der Zweiten Kammer bei. Kur beim F i sch e r e i g e setz ent- 'tand eine größere Aussprache, da der Ausschuß in mehreren von der Zweiten Kammer abgeanderten Punkten Wteter- Herstellung der Regierungsvorlage beantragt hat. lich fand 8as Gesetz Annahme mit der Bestimmung, datz te Altrheine nicht als offene Strome im Sinne tes Gesetzes gelten. * R. B. Darmstadt, 4. Febr. Landtagsabg. Dr. Gut- fleisch hat mit Rücksicht auf feinen Gesundheitszustand feinen Austritt aus dem Finanzausschuß der Zweiten Kammer angezeigt. Die von Mg. Dr. Gutfleisch seither versehene Berichterstattung über das Justiz- wesen hat einstweilen Abg. Dr. Osann übernommen. f Arant mit sich fort. Darin befanden si» Gold, Silber und anderem Kleingeld und für 1OOOOO Id. VQPO ttiefen und Schuldverschreibungen Reichsaerichtsrat Eberhard Wcller,d^mLei^ z i g vermißt wird und vmi dem man aimimmt, datt er Tod in der Pleiße gefunden, stammt von Darmstadt ^veiter war Amtsrichter in Offenbach, darauf längere in Darmstadt beschäftigt und nahm nach ,einer ^n^"^ zum Oberlandesgerüdlsrat amangs des 3obrcd 1^5 feine ^""°uung aus dem hessischen Staatsdienst. Dem Reichsgemcht gehörte er von da ab als Mitglied eines Zivilsenats an. .... Am Freitag vormittag entgleisten aus der ötreae Mannheims — Lampe rthei ni zwei Wagen einesDsrite bahnzuges, doch trat im Betriebe keine Störung ein, da Die öngc über Worni s umgeleitet werden können. Trn . In Dladiwo ffo k wurde der Ko m manda nt tes Transportschiffes „Kolnm" wegen Unterschlagung von 100_OOCI Jujtem verhaftet: der Kommandeur deS .striegslchisteS „Aslold wurde auS unbekannten Ursachen ebensalls verhaftcl. __ In Seiglione (Ealnbrien) wurde bei der (rnihmcffc rn der Pfarrkirche der Pfarrer vor tem Altar durch zwei Revolver s ch ü s s e getöte t. Ter Mörder floh unerkamU. Seife „Chloro“ bleicht «belicht unb Hünd« rein weih. Wirkiam erprobte unlchdbiiche Seife oegen unichSne tzout. färbe, GommeriproVcn, Leberflecke, gelb« Flccke.. Mit ausführlicher anroetfung 60 X Man verlange echt „Chloro“'., cont Laboratorium „Leo", Dresden-». ». et» hälllich i. d. Hpothet.. Trog u. vor rum. In Gießen. Adler-Drogerie. __hv17/n__ Montag den 13. 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Fräulein Johanna Geis (Gesang) aus Berlin. Dirigent: Herr Professor G. Trautmann, Grossh. Univ.-Musikdirektor. Programm: 1. Zwei Pilgerchöre ...... 2. Meder am Klavier a) An eine Aeolsbarfe b) Vor dem Fenster c) 0 liebliche Wangen 3. Chöre a capella a) Abend ..... b) Hans und Grete 4. Soloetücke für Klavier a) 2 Sätze aus Sonate B-molI . b) Etüde de Concert 5. Meder am Klavier a) Das verlassene Mägdelein » b) Elfenlied c) Es ist's 6. Frühlingsnetz Chor mit Klavierbegleitung 7. Solostück für Klavier a) Aufschwung b) Warum e) Traumeswirren d) Tarantella de Napoli 8. Chöre ä capella a) Röslein im Walde b) Rheinweinlied .... L Meder am Klavier a* Stille Sicherheit b) Frühlingsliebe c) Anmutiger Vortrag d) Liebesfeier .... 10. Das Dörfchen Chor mit Klavierbegleitung . R. "Wagner . J. Brahms . Fr. Hegar . Job. Eccard . Chopin . Schlozer . II. Wolf . C. Goldmark - R. Schumann . Fischer . Mendelssohn . R. Franz . 3t. Kahn - F. Weingärtner . Fr. Sciinbcrt F.intritts-KflrtPn 2U Mk. 2.— (Sperrsitz Mk. 2.50), Studentenkarten Mk. 1.—. Schülerkarten aiu 11__________ Mk. 0.50 sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphs Nachfolger) sowie abends an der Kasse, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter zu haben. Die Karten können bereits vom 6. Februar ab nmgetauscht werden. [v*/2 Grosse Posten schwarze u. farbige Kleiderstoffe Unter Preis Ein Posten Blusenstoffe reine Wolle 90 cm breit per Mtr. 1.10. Viele neue [0876 Reste von Kleider- find BioseHstoiieo ganz besonders billig. tReste-Lager Lina Beraard Bismarcks! rasse 6 p. I&ojpSSäiiae 787 nebstBrut vernicht., die Kopfhaut reinigt, Schuvve« beseitigt, das Wachst.d.Haare förd.Prof.Dr. Okrunwald's Kopfgeiu. Fl. 50 Pf. Ndl.: Beltkan-Apotb., Kreuzpl. 2 Biograph Wir laden unsere Mitglieder auf Montag den 6. ds. Mts., abends 9 Uhr, in das Vereittshaus zur Plockstr. 12 (0882) Plockstr. 12 Hellte neues, erstklassiges Programm. 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