Nr. 79 «»ne ** «»«mchmO m Cem** fXe ^IHeßrea ftratflteiMittter »etbe» »em ,tlnjeiger* nermnJ wöchentlich betgdegt, bei »KrctsblaO flb k> Krtb «letzen- .wetmat »öchenlltch Dto ^LLUdwittschastliche» Leit' Ireeti* von 50 000 Mk. wieder ausgeliefert. Die Räuber sind entkommen. Stan-esanitsnaehrrchteir. (Nachträglich eingegangen.) Beuern. ^St^rbefälle: März 25. Otto Wilhelm Schön, Landwirt, 19 Jahre alt. * zJ-g 2 3=- CO» Luitschiffahtt. Der große deutsche Ueberlandflug. Hannover, 31. März. Der Zweidecker „Albatros" ist heute morgen 7 Uhr 26 Minuten zur Weiterfahrt nach Hannover aufgestiegen und landete gegen 12 Uhr bei Schessinghausen. Bei dem Fluge wurde durch den starken Wind das Flugzeug so stark hin und her geschlendert, daß den Fliegern eine Fortsetzung i>er. Fahrt nicht geraten schien. Erst um 6 Uhr stiegen oic Offiziere zur Fortsetzung des Fluges nach Hannover wieder auf, mußten aber drei Kilometer von Schessinghausen abermals landen. Nach kurzer Zeit stiegen sie wieder auf und gingen um 6,39 Uhr mitten auf der Vahrenwalder Heide glatt im! Gleitflug nieder. Grohen-Vuseck. Geborene: März 26. Dem Sattler Heinriche Stern III Sohn, Heinrich, — Dem' Pflasterer Kaspar Ludwig Gräf Sohn, Heinrich. Sterbefälle: März 30. -Otto HenVel, 6 Monate alt. 8,7 8,4 ! 6,2 | Schauspielhaus. Montag, 3. April*): „Don Carlos." Dienstag, 4. Avril- Dre Ratten." Mittwoch, 5. April: „Tie Ratten." Donnerstag • ^prrl, abends 7lL Uhr: „Glaube und Heimat." Freitag' : 7ia,bet}?? 7 *- : »^Harleys Tante." Samstag, 8. April, abends 7,,, Uhr: Zum 25. Male: „Glaube und Heimat." Sonntag, 9. April, nachmittags 31/, Uhr: „Charleys 'Tante." Abends 7 Uhr: „Die Macht der Finsternis." Äontag, 10. April: Dienstag, 11. April: „Maria Stuart." Mittwoch, 1?; °Em idealer Gatte." Donnerstag, 13. April, abends ‘ U t!yr. „Glaube und Heimat. 110,900 Proz. (37030 Mk.); 42. Grünberg 110,433 Proz. (46400 Mk.): 43. Steinheim 110,091 Proz. (7000 Mk.): 44. Röthges 109,862 Proz. (3000 Mk): 45. Bellersheim 109,851 Proz. (6000 Mk.): 46. Leihgestern 109,759 Proz. (29000 Mk.); 47. Wieseck 108,543 Proz. (31000 Mk.): 48. Annerod 107,137 Proz. (6000 Mk.): 49. Treis a. d. 2untba: 105,305 Proz. (11000 Marl): 50. Alten-Buseck 101,547 Proz. (13 000 Mk.): 51. Queck- born 101,513 Proz. (7800 Mk.): 52. Bergheim (Fell>gemarkung) 101,304 Proz. (800 Mk.); 53. Lmig-Göns 100,322 Proz. (23500 Ntark); 54. Harbach 97,768 Proz. (3850 Mk.): 55. Münster 95,008 Proz. (3500 Mk.): 56. Ober-Steinberg (Feldgemarkung) 94,162 Proz. ; 400 Mk.); 57. Geilshausen 93,469 Proz. (4500 Mark): 58. Ober-Hörgern 93,442 Prozent (7500 Mk.); 59. Inheiden 90,639 Proz. (5000 Mk.); 60. Utphe 89,196 Proz. (7000 Mk.): 61. Odenhausen 80,878 Proz. (2300 Marli; 62. Nonnenrvth 79,622 Proz. (3000 M.); 63. Ober- Bej singen 79,385 Proz. (3800 Mk.); 64. Langsdorf 78,976 Proz. (13 000 Mk.): 65. Mainzlar 78,803. (6200 Mk.-: 66. Hungen 78,413 Proz. (26 600 Mk.); 67. Ruttershausen 76,768 Proz. (3200 M'k.); 68. Reiskirchen 75,941 Proz. (5500 Mark): 69. Lich, 75,123 Proz. -45 000 Mk.); 70 Rodheim 71,553 Prozent (3000 Mk.); 71. Nieder-Bessingeu 68,193 Proz. ,3000 Mk.-: 72. Bersrod 59,701 Proz. ^2000M'k): '3. Hattenrod 50,971 Proz. ,2000 Mk.); 74. Winnerod 47,522 Proz. -985 Mk.): 75. Großen-Buseck 40,138 Proz. ,9000 Mk); ^'..W^borf a. d. Lumda 40,106 Proz. (5700 Mk.): 77. Beuern 38,642 Proz. (4000 Mk): 78. Villingen36,505Proz. (4000Mk); ^9. Staufenberg 34,765 Proz. (2000 Mk.): 80. Alback 28,907 ^?00 Mk81. Feldheim (Feldgemarkung) 25,641 Proz (400 Mk.). Mms Stadt und Land. Gießen, 3. April 1911, April. Der April war der zweite Monat im alten römischen Kalender und hat seinen Namen bekommen von dem lateinischen Wort aperire, eröffnen, weil sich in diesem Monate die Erde zum Wachstum öffnete. Im deutschen Kalender Karls des Großen heißt der April Ostermonat, andere haben in neuerer Zeit dafür den Namen Wandelmonat gebraucht, um auf sein unbeständiges, wandelbares Wetter hinzudeuten. Für den Landmann bringt der April reichliche Arbeit, wird doch in diesem Monat die Saat für den künftigen Sommer- segen ausgestreut. Da dec April in seiner zweiten Hälfte meist schon die Obstbaumblüten hervorzaubert, ist ec auch für den Linker von Bedeutung; denn das erfolgreiche Einträgen der Bienen kann nun beginnen. Freilich Es ist kein 'April so gut, Er schickt dem Schäfer Schnee auf den Hut. ~oct) was schadet das! Und wenn sich dec Schnee in Regen^ verwandelt, so ist das dem Landmann noch lieber, verheißen doch kräftige Regenschauer im April eine gute Ernte und einen fruchtreichen Herbst; denn Nasser April — Ist des Bauern Will! oder: Aprilregen — des Bauern Segen. GerichtsßaaL. Potsdam, 31. März. Die Abenteuer der falschen Hofdame vor Gericht. Ein eigenartiger Vorfall liegt einer Verhandlung vor dem hiesigen Schöffengericht zugrunde, vor dem sich heute die Kaufleute Franz Eichbaum und Paul K l e n n aus Groß-Lichterfelde wegen versuchten Betrugs, Beihilfe dazu und Beilegung eines alschen Namens zu verantworten haben. Die Seele des tollen Streiches war der 19jährige Eichbaum, der bei seiner in guten Vermögensverhältnifsen lebenden Mutter wohnt. Angeblich soll der Plan, in der Kleidung einer Hofdame die Königlichen Schlösser in Potsdam zu besuchen, in einem Berliner Hotel infolge einer Wette entstanden ein. Hier zog Eichbaum ein .Kleid seiner Mutter an, schminkte sich und fuhr mit Klenn als Diener auf dem Bock eines Wagens nach Potsdam. Im Neuen Gatten wurde sie, da sie sich durch eme Be>uck)skatte als „Manuela Gräfin Arnim, Hofdame Ihrer MaMat der Kaiserin und Königin", auswies, durch die Sperre gelanen. Beim Neuen Palais hörte ein Kriminalbeamter den Namen der angeblichen Hofdame; er wußte aus seinem Dienst daß, es eine solche nicht gab und verfolgte daher den Wagen' Dieser brachte die Insassen zunächst nach einer Konditorei und dann nach dem Juweliergeschäft von Baertges. Klenn begab sich inzwischen 'm ein benachbartes Lokal. Die angebliche Gräfin Arnim teilte dem Juwelier mit, daß sie von der Kaiserin beauftragt sei ur Idle Prinzessin Viktoria Luffe einige Geburtstagsgeschenke auszusuchen, die nach dem Neuen Palais gesandt werden sollten Wahrend der Juwelier eine Auswahl Msammenftellte, klingelte das Telephon. Es meldete sich angeblich das .Kronprinzliche Pa- lais, das den Juwelier bat, der Gräfin auch einige Kettenarmbänder Mitzug eben. Während des Vorganges hatte der .Kriminalbeamte den Laden betteten und sich unauffällig dem Geschäftsinhaber gegenüber ausgewiesen. Als die „Hofdame" den Laden verlapen wollte, erklärte der Beamte sie für verhaftet, und fragte nach dem nichtigen Namen. Prompt ertönte die Antwort: Ich .Herr Eichbaum aus Groß-Lichterfelde. Der junge Mensch wurde in das llntettuckiungsgesangnis überführt, wo er ein Geständnis bajm ablegte, daß es sich bei der ganzen Sache nur um einen §rf)erj gehandelt habe, keineswegs habe die Absicht vorgelegen etwa den Juwelier zu betrügen. y ' Beide Angellagte befinden sich in guten Verhältnissen, es cheint daher auch die Anklage anzunehmen, daß die Motive des Unterfangens auf eme perverse Neigung zurückzuführen sind. Die pshchlatri'chen Sachverstandigeii gaben fast übereinstimmend solides Gutachten ab:, Der Angeklagte entstammt einer scvwer ncr- öoien Familie und sei als em erblich schwer belasteter Mensch an- zufehen. Bel ihm sei em sehr starker femininer Einschlag zu konstatieren, der^chn dazu veranlaßte, sich Frauenkleider anzulegen F™ j}FLCTnc c rl Dame dann spazieren zu gehen und die Bttcke der Manner auf sich gemeinben und 3 Feldgemarkunaen unseres Kreises ierheben im Rechnmigsjahr 1911 zusammen 826 300 Mark Gemeindeumlagen oder durchschnittlich 118,441 Prozent der doppelten Gruiidzahlen und des ganzen Einkommensteuerbetrags. lieber diesdm Durchschnitt stehen 38 Gemeinden, von denen über 200 Prozent erheben. In dec gllicklickstn Lage, leine Gemeindesteuer zu erheben, besindet sich nur noch eine Gemeinde des Kreises, nämlich Ettrngsha»sei,. Den höMen Geineindefteuersatz muß zur Deckung seiner Gemeindebedürfnisse Göbelnrod erheben, nämlich 238,7oo Prozent (5600 Mk ). Es folgen 2. Stangenrod 229,070 Proz. (5850 Mk.): 3. Saaseii mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg 223,137 Proz. /10 300 Mk.-: 4. Lindenstruth 218,617 Proz. (5000 Mk.); 5. Beltershain 209,644 Proz. (6000 Mk.); 6. Dorf- Gill 205,585 Proz. (9100 Mk.); 7. Kesselbach 197,015 Proz. (8500 Mk.-: 8. Allertsliaufen 196,415 Proz. (3200 Mk.); 9. Taubringen 193,922 Proz. <10000 Mk ): 10. Garbenteich 186,382 Prozent (12 000 Mk.): 11. Trohe 185,515 Proz. (2500 Mk.): 12. Burkhardsfelden 178,781 Proz. (9000 Mk.); 13. Stockhausen 174,539 Proz. (4800 Mk.); 14. Rüddingshausen 170,383 Proz. (9000 Mk.): 15. Gttiningen 164,687 Proz. (14 000 Mk.); 16. Londorf 161,991 Proz. (18 000 Mk.): 17. Hausen 156,827 Prvz. (7600 Mk): 18. Muschenheim 156,043 Proz. (12 600 Mk.); 19. Klein-Linden ,154,689 Proz. (21000 Mk.): 20. Lauter 152,951 Proz. (6650 Mk.): 21. Birklar 151,172 Proz. (10685 Mark): 22. Wahenborn-Steinberg 147,999 Proz. (21400 f.); 23. Climback 147,548 Proz. (1950 Mk.): 24. Trais-Horlosf 145,679 Proz. (12 000 Mk.); 25. Rödgen 144,649 Proz. (8500 Mark): 26. Eberstadt 144,400 Proz. (12 500 Mk.): 27. Lumda 142,413 Proz. (6000 Mk.): 28. Lollar 137,691 Proz. (50 000 Mark): 29. Weickartshain 137,274 Proz. (6200 Mk.); 30. Heuchelheim 136,363 Proz. (37 500 Mk.); 31. Steinbach 132,575 Proz. (12800 Mk.): 32. Reinhardshain 131,444 Proz. (4500 Mk.); 33. Obbornhosen 129,259 Proz. (12 500 Mk.): 34. Holzheim 123,956 Proz. (15000 Mk.): 35. Rabertshausen 123,025 Proz. (3200 Akk.): 36. Allendorf' a. d. Lahn 122,275 Proz. (8200 Mk.): $7. Weitershain 122,184 Proz. (5500 Mk.): 38. Oppenrod 121,052 Proz. (3400 Mk); 39. Langd 114,934 Proz. (9500 Mk.); '40. Bettenhausen 114,533 Proz. (7000 Mk.): 41. Großeu-Linden Sie ihre Freundm über den geradezu . em..,, , ’Ä M m,r" Ä ÄÄ «in Ette. wtefeck. ^ärz 27. August Balser, Landwirt, mit Emma Keßler. Geborene: März 21. Dem Steinmetz .Heinriche Schollen- berger ein Sohu, Richard. — 23. Dem Bahnarbeiter Heinrich ^otz IX. eme Tochter, Emma — 26. Dem Kaufmann Mayer Grustewald em Sohn, Siegfried. or» r b e f ä l l e: März 23. Hermann Balser, Taglöhner, -0 ^>ahre alt. — 24. Hemriich Rein, Fabrikarbeiter, 27 Jahre alt Spidplan der vereinigten Srantfurter Ztadttheater. Opernhaus. Montag, 3. April, abends 71/, Uhr: „Der Ziaeiinerbaron." Dienstag, 4. Aprlt ): Aida." Mittwoch den 5. April, abends 7/ Uhr: ^Die schone Risette." Donnerstag den 6. April, abends 6 Uhr: „Tristan und Isolde." Freitag, 7. April: „Der Freischütz." ^amstag, 8. April: Atargarethe.". Sonntag, 9. April, nachmittags 3/2 Uhr: „Mignon." Abends 71/. Uhr: „Salome." Montag den 10 Aprst abends 6-/.., Uhr: „Der Rosenkavalier." den 11. April: „Fra Dravolo." Mittwoch, 12. Avril, gefcytoffen. r ’ Höchste Temperatur । Lliedrigste '.'(rederschlag: 0,0 mm. s. ar bürg ,31. März. Das- Landgericht verurteilte heut die Ehefrau des vielgeuanntev ,,Wunderdoktor" D'' Hartenrod wegen Beleidigung zu 60 Mark Geldstrase ZEe zu der Zeit, als ihr Gatte in U.st.-rsuchiuigshan 'Brref an das Glicht geschrieben, in welchem sic