w. Zahrgcmg Drittes Blatt M. 55 Erscheint tögrich mit Ausnahme de» Sonntag«, 15 Minuten. in Der mnifflrefaf. (Achter Tag.) Die ,,-keßener ZamMendlStter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, da- '.Lreisblott fflr den Kreis Hießen" zweimal wöchentlich. Die „canöwirlfchaftttche« Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftrahe 7. Expedition und Verlag: Redaktion: 112. Tel.-Adr^AnzelgerGieben. trag aus Errichtung eines Fuhrparkcs Nicht vor. Es ist nur in der Baudevutation angeregt worden, sich über die etwaigen Vorteile einer solchen Ernnchtung zu unterrichten. Der Baudeputatwn soll auch diese Eingabe überwiesen werden. ..... . Von dem Ehrenbürger Gcheiwerat Tr. Gaff kN ist ein Dankschreiben für die Uebersendung des Verwaltungsberichts rur 1909 eingegangen, in der er seine Freude über die vortreffliche Entwickelung der Stadt Ausdruck gibt. Baugesuche und dergl. Heinrich Horn will an seinem Neubau in der Bleichstraße einen Erker anbringen. Man ist damit unter der Bedingung einverstanden, daß der Erker nicht mehr als 40 Zentimeter Ausladung erhält. t• c- Auch das Gesuch des K. D. H e n r i ch , bie Ernsrledigung seiner Grundstücke Rodheimer Straße öl und 53 anstatt mit Etscn- mit Holzgittern auszusühren, wird befürwortet. Städtische arbeiten und Lieferungen. Mr die Verlegung des Brausebades im Schulhaus an der West-Anlage wurden früher schon 3800 Marr roilligt Es soll nun auf Wunsch des Schularztes manches an der Anlage anders und auch mehr Brausen eingerichtet werden. Die erforderlichen Mehrkosten von 800 Mark werden bewilligt. Srettag, 3. März 19fl Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen UnwctfitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. etwas mehr an! Abg. tVrljr. v. Richthosen (Kons.): Auch wir schätzen die Turnerei hoch. Durch sie hrirb d i e volkstümliche Gesinnung gefordert. Die Resolution der Volkspartei aber geht zu wett. Der Kriegsminister hat ja idion die Gründe dargelegt. Tüchtige Leute werden sich schon von selbst durchsetzen. Freilich bat sie sich auch einmal politisch betätigt. DaS war freilich nickt recht. Auch beim Militär wollen wir keine Privilegien haben. Abg. Dr. Müller-Meiningen (Vv.): Gerade auf diese Seither politischen Betätigung ist die Turnerschast stolz, und uns i't sie deswegen besonders wert. Sic bat wesentlich den Einbettsgcdanten gefördert. Die Rechte will feine Privilegien haben? Das wollen wir uns merken! Um alle Bedenken zu beheben, wollen wir unsere Spezialsordc- rungen: „Kürzere Dienstzeit, Begünstigung im Avancement" streichen. Abg. Schopflin (Soz.)r Ich habe den Verdackt. daß die Volkspartei mit ihrer Resolution nur ihre Vis'tenkarte bei der Turnerschaft abgeben wollte. .C-err Cuno sprach ja, als ob er auf dem Festkommerse eines Turnvereins wäre Wir wollen keine Vergünstigung für die Turner. Tie freien Turnvereine haben sich nicht der Unterstützung zu erfreuen wie die deutsche Turnerschaft. Verkauf von Grundstücken. Der Besitzer des Hauses Asterweg 44 hat der Stadt früher 12 Meter Gelände zur Anlage eines Brunnens vertäust. Tu Der Brunnen icnt entfernt ist und der Matz nicht schön aussieht, wünscht der Besitzer des Hauses den Plan zurückzukaufen. Man ist damit einverstanden, daß er das Gelände zum Ankaufspreis (52 Mark) wieder bekommt. Der Berkaus von 1475 Luadratmtr. AktienLrauereigelände zum Preise von 16 Mark für den Meter an Herrn Ikausbach wird genehmigt. _ _ , . . Tie S tr aßetlb öschung 100 Quadratmeter- m der Schützenstraße, nächst der Rodheimer Straße, wird an bie beiden Käufer der dortigen Bauplätze zum Preise von 10 Mark für den Quadratmeter verkauft. Stadto. Petri macht dabei darauf aunnerlfam, daß bei Hochwasser das vor bei Lahnbrücke au dem Sletnlagcrplatz angebrachte Geländer nicht groß genug ist, um Unglucksfällc zu verhüten. Es müsse wenigstens 3 Bieter langer sein. Ter Vorsitzende sagt Abhilfe zu. Ecke der Frankfurter- und Klinikstraße will Herr Maternus ui besseren Ausnutzung seiner Baupläne Gelände mit der Stadt lauschen. Ta die Stadt 110,92 Lluadratmtr. mehr Gelände ab gibt,. Deutscher Reichstag. 139. Sitzung, Donn erStag den 2. März. Qm Tische des BundeSratS: Frhr. v. Heeringen. Vizepräsident Dr. Spahn eröffnet die Sitzung um 1 Uhr fordert weitere Lohnerhöhung für die Arbeiterschaft in den Straßburger Werkstätten. Straßburg sei eine der teuersten Städte. Der Redn erhält dem Zentrum vor, daß eine Eingabe der cknst. lich-nationalen Staats- und Gemeiudearbeiter ui der Budget- kommission durchweg von den Sozialdemokraten, nicht aber vom Zentrum vertreten worden fei. Ter Redner bespricht weiter die Verhältnisse der weiblichen Arbeiterschaft und verlangt u. a„ daß die Arbeiterinnen nicht in den Privatwobnungen ihrer Vorgesetzten beschäftigt werden dürfen und demgemäß die älteren Vorarbeiterinnen nicht durch jüngere ersetzt werden. Tann erwidert der Redner auf die gestrige Erklärung de« Kriegsministers zu der von Boehlc vor einem Jahre erhobenen Beschwerde über die Begründung einer (strafgruppe :“ den Straßburger Werkstätten. Er hält seine vorjährige Beschwerde aufrecht. Ter Kriegsminister meine c§ sicher sehr gut. er werde aber von den unteren Verwaltungsbeamten über die Erfolge Ich besitze den Mut, Sie zu bitten, der Resolution nicht zuzu- flinii'icn. Wir untersckäbcn die Bedeutung des TumwcsenS für das icecr fieber nickt Unsere neuesten Turnvorscknsten lausen daraus hinaus, deii Turnunterrickt auszugestatten und auf möglichst zwanglose Grundlage zu stellen, damit daö Turnen den Soldaten Freude macht. Aber man darf doch in der Bewertung des Turnens nicht zu weit gehen. Jnsbcmndere können wir eine Verkürzung der Dienstzeit^ wie sie der fortschrittliche Antrag verlangt, nicht gewähren, selbst wenn der betreffende Soldat eine noch so große körperliche Leistungsfähigkeit besitzt. Zunächst möchte ick bezweifeln, daß jeder gute Turner auch intelligent sein muß. Dazu kommt, datz zu einem guten Soldaten noch verschiedenes andere gehört. Es fragt sich dock, ob ein guter Turner auch bester zielen kann als die anderen, ob er im Felddienst bester ist, ob er ein besseres militärisches Verständnis hat usw. Tas kann man doch nicht einfach mit der Behauptung erledigen, ein Turner kann alle? leisten. Tie einzelnen Jahrgänge setzen sich aus sehr verschieden- artigen Elementen zusammen. Nehmen wir die besten Elemente heraus, dann schädigen wir die Leisttlngöfähigkeit des einzelnen Jahrganges. Dre Aufgabe bet Vorge'ctztcn muß e« fern, einen Ausgleich in den Leistungen herbeizuführen. Deshalb warne ich davor, den besseren Elementen eine kürzere Dienstzeit zu ge- währen. Wer soll das übrigens bemesten, ob jemand ein guter Turner ist? Sollen die militärischen Vorgesetzten darüber urteilen oder soll ein Turneramcn cingcführt werden? DaS sind alles Schwierigkeiten, die man nickt ohne weiteres lösen kann. Vorteile ergeben sich für den guten Turner, wenn er intelligent ist, von selbst. Er wird Reserve-Unteros s iziers-Aspirant, er wird zum Vorgesetzten ernannt usw. Ick bitte also, wie im Vorjahre, die Resolution abzulehnen und betone dabei, daß dies keine ge. ringe re Bewertung des Turnens bedeuten soll, sondern daß wir ganz überzeugt find vou dem hohe» Wert gut ausgebildeter Turner füc die Armee. (Beifall.). Dbg. Dr. Goercke (9?otL): Bisher ist der Wert der turnerischen Ausbildung viel zu gering cingesck'ätzt worden. Darum ist auch der Grundgedanke der fortschrittiichen Resolution durchaus gesund, aber eine Der- kürzung der Dienstzeit wäre dock bedenklich. Es genügt doch, wenn wir die Heeresverwaltung bitten: Nehmt Euch der Leute Abg. Dr. Pfeiffer (Senk.): Ich will mich nickt weiter an dem Lobe der Frisch-Fromm- Fröhlich-Freien Turnerei beteiligen. Die modifizierte Resolution ist iinfgratloS. Man rennt damit offene Türen ein. Abg. Dr. Müller-Meiningen (93t).): Die Herren vom Zentrum sind sehr feinfühlig, wenn sie meinen, irgendwo werde Agitation betrieben. Bei ihrer eigenen Agitation sind sie nicht so zan. (Abg. Pfeiffer (Zeutr.). Dav ist ja Qrlatsch!) Die fortschrittliche Resolution wird, auch in der mod" feierten Form, gegen Nationalliberale und Freisinnige abge- lehnt. e Beim „Artillerie- und Waffenwesen" fordert Abg. Dr. Wcbcr (Natl.) für die Handwerker in Spandau eine Teuerungszulage, wie sie den Betriebssckreibern gewährt wird. -er Redner fuhrt Beschwerde, daß ältere Beamte, die schon 15 Jahre im Dienste sino. veranlaßt werden, ein zweites Examen nachzumachen, wie es letzt von den jungen Beamten gefordert wird. x Ava. Schirmer (Senk.)« begründet eine Resolution, in der um weiteren Ä uS ba u der Arbciterauöfckü sse in den Mttttärbetricben gebeten wird. Tie Arbeiter der Militärbctriebe sollten auch in die ArbcitL- fammern cinbezogen werden. Die Mitglieder der Urbeiterausschüsse müsteu während ihrer Amtsdauer gesickert werden und die Möglichkeit erhalten, in wichtigen Fällen die Wunsche der Arbeiter den höheren Dienststellen vorzutragcn. Ferner begründet der Redner Mine zweite Resolution, wonach die L o h n c der in den Militärbctriebcn beschäftigten Arbeiter allmählich aber stetig aufgcbestert werden tollen, bis sie den Löhnen von Privataibcitern aleidjarliger Gewerbe gleichkommen. Ten Arbcitcrausschusscn muß bei der Gestaltung der Lohn, und Arbeitsbedingungen eine geeignete Mitwirkung ermöglicht werden. Abg. Pauli-Potsdam (Kons.) spricht für die Handwerker in den Span dauer M i l i t ü r. w c r k st ä t t e n. Die Straßenfeger werden bester bezahlt als sie. Tie Organifationcn innerhalb der Werkstätten sollte man anerkennen. Eine Aussprache zwischen Vorgesetzten und Arbei.ern kann nur im Interesse dec Verwaltung hegen. Der Redner stimmt den ZentrumSresplutionen zu. Generalmajor Wandcl: Der gute Wille für die Arbeiterschaft ist vorhanden und wird auch betätigt. Aber wir müssen trachten, eine gleichmäßige Entlohnung herbeizuführen. Wir folgen der Konjunktur nach oben, aber nickt nach unten. Tie Löhne steigen andauernd, und Die Ausgaben für Wohlfahrtseiiirichtuugeu, Versicherungen usw. steigen von Jahr zu Jahr. Eine Teuerungszulage können wir oen Handwerkern nicht gewähren. Die Wünsche nach Etatisierung verschiedener Kategorien von Handwerlern wollen wir erfüllen aber die Vorarbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Der General erörtert die Arbciterverhältniste und Arbeitsordnung. Abg. Döhle (Soz.): " Abg. Dr. Paasche (Natl.)? Da, wo die Warmblutzucht bodenständig ist, wo die Be- völkerurig sich daran gewöhnt hat, mit diesen Pferden umzugehen, sollte man sie lasten. Reichsschatzsekretär Wermuth: Auch ich will noch einmal bie Zusicherung geben, baß beim Ankauf von Remonten daS In te r e sse d er Rei chsv er- waltung sorgfältig gewahrt wird. Das ist auch reckt Nötig, denn es handelt sich um iebr bedeutende Au^aben. Str haben nod) in den neunziger Jahren dafür einen Posten von sechs Millionen Mark int Etat gehabt, und nun ut er auf über elf Millionen gestiegen. (Hört! Hört!) Es hat also eine nicht geringe Bedeutung für die Gesamtgestaltung unsere-^ Etats, und wir haben die größte Leranlastung, ihm alle Aufmerk,amkett zu schenken. Beim „Militär.Erziehunas- und Bildung.«- wesen' befürwortet Abg. Dr. MUller-Meinmyen (Vp) eine Resolution, Erwägungen anzustellen. wie denjenigen Militär- pflichtigen, die eine hervorragende turnerische Ausbildung besitzen. Vergünstigungen bei der Erfüllung ihrer militärischen Dien st p flickt be- willigt werden können. (Kürzere Dienstzeit, Vergünstigungen ,m Avancement usw.), Abg. Enno (Vp.)'. hebt ebenfalls die Bedeutung einer guten turnerischen Ausbildung für die Erfüllung der Dienstpflicht hervor und bclampft jebe Ver- lnüpfung der Bestrebungen zur Förderung des TurnwcicnS mit parteipolitischen oder konfessionellen Fragen. Eine Erhöhung der kürperlicken Ausbildung wird unser Volk arbeitsfähig«: macken und die sozialen Lasten verringern. Die in einem Erlaß des preußischen Kultusministers empfohlene Verbindung der Unter- Weisung in Kriegsgeschichte und der Turnerei lehnen wir ab. Von diesen Fragen der körperlichen Ausbildung füllte der preubifdie slultukminister lieber seine Hände lasten. Kriegsminister Frbr. b. Heeringen: Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Dbg. Fegtet (Vp.): Die Ein führ Mig der Kaltblutzuckt an Stelle der Warmblut- zücht ist e i n e A r t M o d e k r a n k h e i t. Wir haben immer die- selbe Haltung eingenommen wie der Abg. Gyßling, und ich mochte betonen daß mein FraktionSkollege durchaus nicht eine Wahllrett-- rede gehalten bat. Die Erhöhung der Remontepreise ijt eine Folge der Zolltarifpolitik der Rechten. Wir weisen eS cntfdhcben , zurück, daß Herr v- Gamp jetzt versuchen will, es so darzustellen, als ob wir an einem Strang ziehen. Abg. b. Bieberstein (Kons.): Gerade der kleine Besitzer hat den größten Vorteil von den hohen Remontepreisen. nicht der Großgrundbesitzer. Tatsächlich macht die Kaltblutzucht bedeutende Fortschritte. Wenn die Er. Höhung der Remontepreise eintreten sollte, bann ist Herr Noske das Karnickel. (Sehr gut! und Heiterkeit recht».) Dr. Decker (Zentr.): Höhere Löhne für die ländlichen Arbeiter verlangtHerr RoSke schon: aber woher sollen die Landwirte die Mittel nehmen, wenn sie nickt entsprechende Preise erzielen. Herr Noske wem gar nicht, daß die Pferdezucht sowohl int Lsten wie int Westen in der Hauptsache in den Händen der kleinen und mittleren Bauern liegt. (Abg. 6 u c: Sie meinen wohl Ziegenzucht?) Unsere Kriege und vor allem jetzt der südwestafrikanisckc Aufstand haben bewiesen, was für uns eine gute Rcmontezucht bedeutet. 8lbg. NoSke (Soz.):' Soviel ick weiß, ziehen die kleinen Leute nickt Pferde, sondern Karnickel und Stegen, und die stehen nicht zur Debatte. (Heiterkeit.) Nicht ich bin daS Karnickel, son'e?rn der Antrag, der in der Kommission gestellt und hier im Pleniim nickt wiederholt wurde, weil der Kriegsminister Erklärungen gegeben hat, die die Rechte befriedigten, unS aber nicht. Im übrigen beweisen die gestiegenen Remontepreise, daß der Zolltarif der Rechten materielle Vorteile bringt. Generalmajor Wandel: Im Jahre 1910 ist ein Heber Weiten deS Etats nicht einge- treten. Wir hoffen, daß auch 1911 die Preise nickt gesteigert werden. Sollte es aber notwendig sein, dann werden wir im Interests unserer Landcspferdezuckt die erhöhten Preise zahlen mästen. Betonen will ich, daß die Pferde unS meist von kleinen Züchtern geliefert werden, nicht von großen. (Beifall rechts.) Abg. Fcgter (Vp.): Die Beratung wird fortgesetzt beim „Ankauf der Remontr pferde". Abg. NoSke (Soz.) wendet sich gegen die Forderung ber höheren Preise für Remonte- pferbe. Abgeordnete, die finanziell habet interessiert sind, sollten bei dieser Frage nicht mitftimmen. DaS ist in jeder Stadtverordnetenversammlung so. Abg. b. Bieberstein (Kons.): Ich weise diesen Vorwurf, der sich gegen einen bestimmten Abgeordneten richtet, zurück. (NoSke: Ich habe keine Namen genannt!) Ich auch nicht! Die Regierung muß bie höheren Preise zahlen, sonst geht die Warmblut-ucht noch mehr zurück. Abg. Gyßling (Dv.)ö . Die höheren Preise sind gerechtfertigt. Bedenken Sie das große Risiko der Pierdczückterl Qstpreuhen hat em Recht daraus, unterstützt zu werden. Eine Schädigung der Warmblutzucht kann im Kriege sehr gefährlich werden. Abg. Barenhorst (Rv.)k Diese Ausführungen kann ich nur unterschreiben. Herr Noske hat keine Ahnung. Die Remontezüchtcc kommen kaum noch aus bie Kosten. Der Redner verweist auf die Verhältnisse in H a n n o v e r. Eine gute Remontezucht sichert auch einen guten Kavallerieersatz, weil die jungen Leute, die von Jugend an mit Pferden zu tun fciben, in Sdtaren als Freiwillige bei der Kavallerie eintreten ES sollte noch mebt gezahlt werden als bisher. Abg. Noßke (Soz.): . Es war keineswegs meine Absicht, hier eine Menge Redner herauözulockcn, die nur noch mehr fordern. Der Redner wendet sich nockmals gegen die Forderung der Erhöhung der Remonten- Preise in Cftprevfccn. (Abg. v. lieber itein (Kons.): Sie hoben ja keine Ahnung!) E? ist bedauerlich, daß die Agrarier noch Untersttitzung vom Abg. Gvßling erfahren. Abg. Fstbn. b. Gamp (Nv.): ES ist unrichtig, daß die Remontezu-bt besonders rentabel ist. Ich habe selbst auf meinen Gütern die Rcmontezucht aufgegeben, weil ich sie für durchaus unrentabel halte. Die Rede des Abg. Gyßling bat uns allerdings Freude gemacht. Hoffentlich wird er veim nächsten Zolltarif auch feinen Standpunkt bcibehalten und für Erhöhpng ber Pferdezöllc cintrcien. seiner Vorschriften nicht richtig informiert. Kriegsminister b. Heeringen' verliest nochmals die Protesterklärung der gesamten sogenannten „Strafgruppe" gegen die vorjährige Behauptung Boehles. In der gerichtlichen Untersuchung haben die Arbeiter einschließlich der Vorarbeiter — wie ich dick unterstreichen will — beschworen, day sie zu ihrem Protest nicht von ihren Vorgesetzten genötigt worden seien, sondern ihn freiwillig unterschrieben haben. Während also im vorigen Jahre Herr Doehle der Beamtenschaft des Bc- kleidungsamts Mißbrauch der Dienstgewa.lt vocwarf, wirft er jetzt der Arbeiterschaft Meineid vor. Ich protestiere dagegen auf das Entschiedenste. Abg. Dr. Potthosf (Dp.): Von den vorliegenden Resolutionen ist trotz der pa- thetisd)cn Ausführungen des Abg. Eckirmer die der Sozialdemokraten die beste. Wir haben schon beim Marineetat dahin ge- stimmt und tun es auch hier. Das Zentrum hat gleich drei Resolutionen auf einmal ciugebracht. Es wird natürlich protestieren gegen den Verdacht, daß dabei gewisse Agitatioltsrücksichten mit- spielen: aber Zweifel drängen sich doch auf. Ganz merkwürdig ist die Resolution de? Zentrums, mit dem Reichskanzler in Erwägungen darüber cinzutreten, in welcher Weise die Versorgung der Witwen und Waisen der in den Mlitärbetrieben beschäftigten Arbeiter besser ausgebaut werden kann. Das ist ein ganz inhaltloser Reklame- und Agi- t a t i o n s a n t r a g. (Lebb. Zustimmung link'. Zuruf vom Zentrum: Und Ihre?) Tie haben wenigsten« einen Inhalt! Der Redner vertritt Wünfche der Kanzleibeamten in den militärischen Betrieben. Weiterbcralllng Freitag 1 Uhr. Schluß 7 Uhr. Wir konnten unsere Pferdezucht am besten dadurch heben, daß bie Großbetriebe aufgegeben und die mittleren und kleinen Betriebe bedeutend vermehrt werden; dann brauchen wir keine hohen Pferdezölle. Natürlidi müßte man zuerst die Fideikomtmste aufheben, die sich in letzter Zeit bedenklicki vermehrt haben. Das Volk hat diese Entwicklung längst erkannt. Dbg. b. Bieberstein (Kons.): Mit diesen Ausführungen bin ich run gar nicht einverstanden. Das Volk hat jedenfalls erkannt, daß -- Herr Noske von der Sache gar feine Ahnung hat. Sitzung Ser StnStverordneten. Gießen, 2. März. Hu nächst erfolgt die Einführung und Verpflichtung des Beigeordneten Kommerzicnrat Emmelius. Nach seiner Vereidigung sprach Beigcordn. Emmclius,seinen herzlichsteu Dank aus für das Vertrauen, das ihm durch bie Wahi erwiesen worden sei. Es sei dies die höchste Auszeichnung, die die erwählten Vertreter ber Bürgerschaft einem Mitbürger bitten erweisen können. Er werde sich bemühen, das ihm g> schenkte Vertrauen in jeder Weise zu rcdfifettigcn, uni stets bestrebt sein, objektiv und gerecht zu hanbeln, bas Gemeinwohl zu fördern und die Interefsen ber Stadt- zu wahren. Mitteilungen. Ter Bor sitzen de teilt mit, daß ber Mniksvertrag vom Ministerium genehmigt worden sei. . Er macht ferner auf das Probeküchen aufmerfjani, das.demnächst auf Veranlassung des Gaswerks auf Gasherden veranstaltet wird, und lud zu dessen Besuch ein. Von hiesigen Fuhrleuten ttt eine Eingabe cingegangen, die sich gegen die Absicht der Errichtung eines si-ad tisch en ?y n 1} r - parks wendet. Wie der Vorsitzende imttcilt, liegt ein An? zählt der Käufer für reden Qoadratmaer üöandxeßntbcs So- tonbe 15 Mark. Der Tauschvertrag zwischen her Stadt und dem Staat wegen einiger Geländestücke beim Grundstück des beabsichtigten Amts- .gerichts-Neubaues wird genehmigt. Die Stadt erhält für die 638 Quadratmeter Gelände, die sie mehr abtritt, 11484 Mark. Verschiedenes. Das Gesuch des Lesehallen Vereins um provisorische Ueberlassung eines Tor Häuschens am Neuenweger Tor wird genehmigt Dort foll vorläufig die Bücherei untergebracht werden, während die Lesehalle ran SelterStor bleibt. Die Stctot trägt ferner die Kosten der Herrichttrng und Unterhaltung, Licht und Heizung. Stadtv. Dr. S ch ä f e r gibt bei dieser Gelegenheit seiner Freude Ausdruck, daß man das Torhäuschen seiner Zeit nicht entfernt habe, welche Ansicht der Vorsitzende teilt. Zwei Hypotheken von 10 000 und 15000 Mark sollen gekündigt werden, dad die Stadt dadurch Zinsen spart. Die Versammlung stimmt dem zu. Zu den Ein füh ru ngsb'estimmungen zum kürzlich beschlossenen Gaseinheitspreis wird die früher schon geltende Bestimmung zugefügt, daß zur Beleuchtung des Motorraumes 2 Lauchen zum Preise des Motorgases zugelassen werden. Die von der Versammlung früher beschlossene Bestimmung, daß die städtischen Polizeihunde nur mit Bewilligung der Stadt außerhalb verwendet werden sollen, wird auf Ersuchen des Polizeiamtes im Interesse der Sache dahin abgeändert, daß die Genehmigung vom Polizeiamt zu erteilen, ist. Auch ist man damit einverstanden, daß die die Hunde haltenden Schutzleute keinen besonderen Vertrag mit der Stadt abzuschließen brauch:». Das Gesuch des August Wallenfels, Marktplatz 17, um Erlaubnis zum Branntweinausschank wird befürwortet. Der Verwaltungsbericht äür 1909 wird an den Finanzausschuß zur Vorberatung überwiesen. Den Vorsitz führt dabei Stadtv. Wallenfels. Der Voranschlag für 1911 ist den Stadtverordneten vor 8 Tagen zugegangen. Da zu einer allgemeinen Aussprache über den von dem Finanzausschutz gründlich vorberatencn Voranschlagsentwurf niemand das Wort ergreift, wird sogleich in die Einzelberatung eingetreten. Wir führen nachstehend die Titel auf, bei denen Wünsche usw. vorgcbracht wurden. Betriebs rechn ung, Titel Gebäude. Stadw. L ö b e r fragt, wie es mit dem jetzt nutzlos daliegenben SeMmler'schen Haus und dem Tausch des Hofmann'schen Hauses stehe. Wie der Vorsitzende mitteilt, ist die Sache noch nicht abgeschlossen. Grundstücke. Stadtv. Vetters fragt an, was von der Landwirtschaftskammer für die 1000 Mark Beitrag bis jetzt geleistet worden sei. Der Vorsitzende erwidert, der Beitrag beruhe auf gesetzlichen Verpflichtungen. Er habe bis jetzt nichts von Leistungen der Landwirtschaftskammer bemerkt, ob andere Grundbesitzer Nutzen davon hätten, wisse er nicht. Stadw. Löb er bemerkt, auch er müsse Beiträge zur Landwirtschaftskammer bezahlen,, habe aber noch keinen Nutzen davon bemerkt. Waldung e n. stadtv. Dr. Wimmcnauer spricht die Ansicht aus, daß der für Stammholz angesetze Erlös zu niedrig sei. Beig. Keller führt aus, die angefetzten Beträge beruhten auf dem 1904 beschlossenen Tarif, der in mancher Hinsicht nicht mehr zutreffe. Aus praktischen Gründen sei aber von einer1 Abänderung zurzeit obzusehen. Die Sache soll in dem forft- und landwirtschaftlichen Ausschuß besprochen worden. Gaswerk. Beig. Georgi regt im Anschluß an eine Bemerkung des Stadtv. Grüne wa l d an, daß die zur Schulden- stilgung verwendeten Ueberschüsse des Gaswerks in gleicher Weise Leun Titel Schuldentilgung — oder umgekehrt hier — zur Verrechnung gelangen, wie die des Wasserwerks und des Elektrizitäts- E Werks. Gemeinnützige Zwecke. Aus Anregung des Stadw. Krümm werden die 10 Mark Beitrag für den Westerwaldklub, die gestrichen werden sollen, wieder bewilligt. Zum ersten- .mal erscheint ein Zuschuß an den Theaterdirektor für ^Heizung und Beleuchtung und zwar in der Form, daß der Unterschied zwischen dem vom Werk berechneten Preis und dem Preis von 25 Pfg. für Äektrisches Licht bei einem Stromverbrauch von über 18 000 Kw. und 70 Pfg. für den Zentner Koks vergütet wird. Man erwattet davon eine möglichst gute Beleuchtung des Theaters. Angesetzt werden hierfür 4000 Mark. Straßenunterhaltung. Stadw. L ö b e r rügt es, daß beim Durck^ahren durch die Dammstraße von der verbotenen Seite her Privatfuhrleute bestraft wurden, die Stadt ober ungehindert durchfahre. Straßenreinigung. Stadw. Vetters führt aus, daß niemand von den Arbeitern den von der Stadwerordneten-Ver- sammlung bewilligten Höchsllohn tatsächlich erhalte. Der städtische Arbeiterausschuß habe im Mai v. I. einen Tarifvertrag eingereicht, ohne bis jetzt etwas darüber zu hören. Stadw. Krumm unterstützt diese Ausführungen. Unter den vielen städtischen Arbeitern müsse doch einer sein, der nach seinen Stiftungen den vorgesehenen Höchstlohn zu erhalten habe. Die Angelegenheit des Tarifvertrages bitte er zu beschleunigen. Der Vorsitzende -erwidert, die Stadwerordneten-Versammlung habe den Höchstlohn erngcfuhrt, damit bei späteren allgemeinen Lohnsbeigerungen zmcht immer die Versammlung zu beschließen habe. Die Löhne -'der städttfchen Arbeiter könnten sich neben den von der Industrie bezahlten, wohl sehen lassen. Tie Anregung wegen des Tarifvertrages habe der Reihe nach an alle städtischen Aemter gehen müssen, die zur Begutachtung imb «Ausarbeitung der Arbeitsord- S eine gewisse Zeit notwendig hätten. Er hoffe, daß er die e demnächst der Versammlung unterbreiten könne. Straßenbeleuchtung. Stadtv. Krumm wünscht, daß die Laternen in den Außenstraßen nicht so früh ausgelöscht würden, während Stadtv. Grünewald die Klagen der Bewohner der Neustadt vorbringt, die zu den dunkelsten Gegenden Deutschlands gehöre. Stadw. H aben ich t unterstützt dies und verweist auf die Wünsche der Bewohner der Neustadt und des Selterswcgs auf Einführung der elektrischen Beleuchtung in diesen Sttaßen. Der Vor sitzende erllärt, es lagen Pläne zur Ausdehnung der elektrischen Beleuchtung vor, aber die .Kostenanschläge seien so erheblich, daß er die Vorlage bis jetzt nicht eingebracht habe. Das sei insofern gut, als man in Hamburg mit einer neuen Art Bogenbeleuchtung gute Erfahrungen gemacht habe, die man jetzt -noch verwerten könne. In den letzten zehn Jahren sei die Straßen- beleuchwng bedeutend verbessert worden. Früher hätten bei Mond- , schein nur die Richtlaternen gebrannt und der früher oft recht 'weite Abstand der einzelnen Laternen sei verringert und gleich- Tnüßiger gemacht worden. Stadw. Löb er bemerkt, dasselbe Dunkel, wie in der Neustadt, herrsche auch in der Walltorstraße. Beig. Emmelius führt aus, das Verlegen der Laternen in gleichmäßige Abstände habe auch seine Bedenken. In der Ost- Anlage z. B. habe man Laternen von Plätzen, wo sie nötig gewesen seien, ain weniger nötige vierlegh. Oeffentliche Anlagen. Stadw. Grünewald fragt nach dem Schicksal der vor über einem Jahr beschlossenen Satzung über das Verbot des Umherlaufens von Hunden in den Anlagen. Der Vorsitzende antwortet, auf Anfrage beim Polizei amt sei ihm vor einiger Zeit der Bescheid geworden, daß sich das Kreis- veterinävamt noch nicht geäußert habe. Wo der Entwurf der Satzung gegenwärtig fei, wisse er nicht. Stadw. Grünewald bittet, energisch zu reklamieren. Stadw. Eichenauer bittet um bessere Herstellung der Süd-Anlage nach dem Selterstor zu, wahrend Stadw. Dr. Sommer ausführt, daß die Anlage vor dem Hauptgebäude der Universität einen jämmerlichen Eindruck mache. Ihre gründliche llmgeftaltung fei notwendig, ebenso du Aufstellung von Bänken, damit die Studenten sich dort während der Pausen setzen tonnten. Stadw. Krumm unterstützt dies isw regt an, vielleicht eine hübsche Brunnenanlage mit Bänken ujtn. ju schassen. Beig. Emmelius betont, wie auch vorher derDor 1 i tz e nd e, die Verpflichtung des Staates, hier ein- Eür Anlage dem Staat gehört unb die Stadt stets map: für Unterhaltung aufwendet, als sie vergütet erhält. Stadw. Grünewald unterstützt die Anregung des Stadw. Dr. Sommer, Mö KMtzvechendc Eutjchlleßung zu schscn und deor Mutisteriuru zu übersenden. Auch Stadw. Dr. Wimmenauer jagt als Vorsitzender des von der Universität für diese Sache eingesetzten Ausschusses erireutes Vorgehen in der Angelegenheit zu. Bäche. Stadtv. Loder möchte anregen, anstelle der vorgesehenen Einrichtung eine» Freibades in der Lahn für Frauen lieber unentgeltliche Brausebäder an sie im Volksbad zu gewähren. Wegen des Schülerbades fei vielleicht ein Zusammengehen mit dem Männerbadeverein möglich. Der Vorsitzende hält auch für Frauen Schwimmbäder in der freien Lahn für wertvoller als Sraufebäber, die jetzt schon sehr billig seien. Stadw. Troß hält die Bezeichnung der Safm als Bach für unangebracht. Wie der Vorsitzende nritteilt, ist dies die gesetzliche Bezeichnung. Soweit die Lahn angeblich schiffbar sei, also bis zum Pegel, sei sie Fluß, oberhalb dieser Stelle aber Bach. Kanäle. Hierzu teilt der Vorsitzende mit, daß infolge des Kliniksvertrages die Kanalgebühren für die Kliniken mit 6000 Mark in Wegfall kommen. Infolgedessen hat auch die Stadt aus ©teuerm.it rein 2000 Mark weniger dafür aufzu- raenben. Stadw. Grünewald fragt an, ob es richtig sei, daß eine Anzahl Hpuser noch nicht angeschlossen sm. Beig. Keller erwidert, bei 10—12 Häusern sei die Kanalisation noch incht durchgeführt. Es l-andle itd? um Häuser, deren Besitzer nicht in der Lage seien, die Kosten zu bezahlen und es empfehle sich, auch in Zukunft dabei dilatorisch vorzugehen. Feuerloschanstalten. Stadtv. Eichenauer wünscht eine andere zeitgemäßere Art des Feueralarms. Wie der Vorsitzende mitteilt, wird deshalb demnächst eine Vorlage an die Versammlung gelangen. Vertilgung schädlicher Tiere. Stadw. Vetters führt aus, daß die gefährliche Ausdehnung der Mäuseplage im vergangenen Herbst wohl auf das gründliche Ausrollen der Raubtiere zurückzuführen fei. Man solle namentlich die völlige Ausrottung der Füchse unterlassen, ebenso die Vernichtung der wildernden Katzen. Auch Stdatv. Krumm hält die Verfolgung der Katzen in. der Stadt für bedenklich. Stadtv. Grünewald bemetlt, die Gießener Jagdpächter seien mit Vergiften der Füchse, durch die allein deren völlige Ausrottung zu befürchten sei, nicht vor gegangen. Auch die Mäusebussarde würden nicht gejagt, doch reichten diese Tiere nicht aus, um die Mäuse zu vernichten. Im Felde wildernde Katzen zu vernichten, sei im Interesse der Erhalwng des ohnedies geringen Wildstandes der Gießener Gemarkung geboten. Dagegen sei das Abschüßen der Katzen in den Garten der Stadt unangebracht und auch gesetzlich verboten. Beig. Keller führt aus, man habe verschiedene Versuche gemacht, die Mäuse mit Mäuse-Tvvhuskulturen zu vernichten, aber keinen Erfolg damit gehabt. Stadtv. Löb er führt die 'Ueberhandnahme der Mäuse auf die übermäßige Vertilgung der Rabenkrähen zurück, was die Stadtv. L ö b e r und Helfrich bestreiten. Stadtv. Krumm fragt an, was aus der vorjährigen Anregung, Bogcl- schutzhecken anzulegen, geworden fei. Wie der Vorsitzende mit» teilt, ist dies an mehreren Stellen geschehen. Stadtv. Grünewald empfiehlt zu diesem Zweck die Bepflanzung der Wieseck- boschungen mit Weißdorn und Stadw. Blank hält dazu die Oedländereien an der Hardt für sehr geeignet. Kapitalzinsen. Der Vorsitzende teilt mit, daß dabei zum erstenmal ein Posten von 3200 Mk. zur Erneuerung von Talonzinsscheinen erscheine, was Stadtv. Grünewald zu dem Hinweis veranlaßt, daß die Meinung der Befürworter dieser Steuer, man schaffe damit eine Besitzsteuer, irrig sei. In Wirklichkeit sei damit eine Steuer auf die Schulden geschaffen worden. Wertzuwachssteuer. Mit Rücksicht aus die Einführung der Reichswertzuwachssteuer hat man die Steuer vorsorglich nur mit 5000 Mk. eingesetzt, da, wie der Vorsitzende und Beig. Georgi auf eine Anfrage des Stadtv. Troß mitteilte, die Ausführungsbestimmungen zu dem Reichsgesetz noch nicht vorliegen und die Sache bei der Kompliziertheit der gesetzlichen Bestimmungen eine umständliche und mühevolle Arbeit erfordert. Gemeindesteuern. Beig. Georgi führt aus, der Voranschlag sei in diesem Jahre so früh vorgelegt worden, daß das Ergebnis der Steuerveranlagung noch nicht feststehe und man den Ertrag der städtischen Steuern nur schätzungsweise einsetzen könne. So erfreulich die frühe Fertigstellung des Voranschlags einerseits sei, so habe dieses Verfahren andererseits manches gegen sich, namentlich, wenn einmal eine Steuererhöhung nötig sei. Stadw. Troß weist darauf hin, angesichts des Umstandes, daß man nur Einkommen bis 500 Mk. steuerfrei lasse, verursache die Beitteibung dieser kleinen Steuerleistungen unverhälwismäßig hohe Kosten. Auch daß man zwei Beamte zu Pfändungen schicke, vermehre nur die Kosten unnötig. Der Oberbürgermeister erwidert, leider lasse es das Gesetz nicht zu, höhere Einkommen, als 500 Mk. steuerfrei zu lassen, während dies in Preußen bis 900 Mk. geschehen könne. Auch die zwei Beamten beim Pfänden fei gesetzliche Vorschrift. An- und Verkauf von Gebäuden und Grundstücken. Stadw. Troß weist unter Hinweiß auf den mißlichen Zustand der sog. Kracheburg in der Neustadt darauf hin, daß man gerade gegenüber den Fehler gemacht habe, ein Haus zu erwerben, das mit einem anderen Haus nur ein Dach besitze. Der Vorsitzende kann es nicht für einen Fehler halten, daß man solche Häuser erwerbe, wenn man sie später für Straßenverbreiterungen brauche. Wenn man sie nicht kaufe, fielen sie der Spekulation anheim. Auch Stadtv. Grünewald hält den Ankauf für richtig; die Erwerbung der anderen Häuser sei im Bedarfsfälle auf dem Wege der Enteignung zu betreiben. Erbauung von Straßen, Wegen und Anlagen. Neu beschlossen wird der Ausbau der Bismarckstraße von der Stephanstraße bis zum Zusammentreffen der Bismarckftraße und der Goethestraße. Stadtv. Dr. Wimmenauer hält die Kosten iur Anlage eines Fußweges entlang dem Klingelbach mit 7500 Mark für zu hoch. Der Vorsitzende erwidert, es handle sich um das Stück bis zum Wald und es bestehe die Aussicht, daß der Verschönerungsverein die Kosten der Baumpflanzung übernehme. Friedhof am Rodtberg. Stadw. Habenicht fragt an, was zur Verbesserung der Heizung in der Friedhofskapelle geschehen sei. Der Vorsitzende bemerkt dazu, eine Verbesserung sei nicht möglich, das einzigä, was geschehen könne, sei (bei einer späteren Aufbesserung die Beseitigung der Risse in der Deckenverschalung. Stadtv. Dr. Haber körn hält den Mißstand für nicht so schlimm. Stadtv. Friedberger fragt an, wie es mit der Erbauung eines Krematoriums stehe. Der Vorsitzende antwortet, daß der dafür bestehende Verein zwar einen Zuschuß in Aussicht gestellt habe, aber etwas besttmmtes habe er noch nicht erfahren, Stadw. Grünewald bringt die bessere Herstellung des Zuganges zu den Grüften in Erinnerung. Damll ist der Voranschlag genehmigt und die öffentliche Srtzung wird geschlossen. Universitäts-Nachrichten. — Von den badischen Landesuniversi- täten. Das Großh. Badische Ministerium der Justiz, des Kultus und Unterrichts hab über die Berechtigung zur Teilnahme an der Wahl des Prorektors und die Stimmfähigkeit der außerordentlichen Professoren in der Fakultät folgende Verordnung erlassen: 1. Den ordenllichen. Honorarprofessoren und den etatmäßigen außerordentlichen Professoren steht das Recht, den Prorektor aus der Zahl der ordentlichen Professoren yi wählen, mit der Maßgabe zu, daß die Gesamtzahl der hiernach wahlberechtigten ordentlichen .Honorarprofessoren und etatmäßigen außerordentlichen Professoren die Hälfte nicht übersteigen darf. Wird diese Grenze überschritten, so scheidet die erforderliche Anzahl der nach der Aneiennität jüngeren Dozenten aus. Für die Berechnung der Aneiennität ist die Ernennung zum ordentlichen Honorarprofessor und die Ernennung zum etatmäßigen außerordentlichen Professor gleich zu behandeln. 2. Den etatmäßigen außeroroentlichen Professoren, die eine ordentliche Professur oder eine Lehrstelle für ein in der AaLullat nicht vertretenes tunt faben, grijH in allen Angelegenpeuen ihres L>pez»alfacheS — jefrotl) ausgenommen die persönlichen Fragen — Sitz und Stimme ht der Fakultät zu. Die Entscheidung darüber, welche Fächer als Spezialfächer in obigem Sinne anzusehen sind, trifft die Fakultät. rüstschiffahrt^ Hamburg, 1. März. Die Bürgerschaft stimmte in der heutigen Sitzung einstimmig einem Anträge des Senates zu, aad) dem der Hamburger Luftschisfhallen-Gesellschast zur Errichtung einer L u f t s ch i f f h a l l e ein 44,8 ha großer Staatsplatz in Groß- borstet auf 30 Jahre gegen eine jährliche Rekognilion von 3 Mk. überlassen wird. Für die Umfriedigung und bic Einrahmung des Platzes sowie die Herstellung der Zufahrtswege wurden 119 560 Mark bewilligt. Märkte. fc. Frankfurt a.M. Vlehh of-M a r kt b e ri cht vom2. Marz Austrieb: 32 Rinder, 00 Ochsen, 00 Biillen, 32 Kühe und Färsen, 903 Kälber, 106 Schafe, 1742 Schweine. Tendenz: Kälber gedrückt, Schafe ruhig, Schweine bleibt Uebersland. Preis für 100 Pst. Lebend- Schlacht- gewicht Kälber- Mk. Mk. feinste Mastkälber 56—60 92—100 Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 54—55 86—93 Geringere Mast- und gute Saugkälber . , . 48—50 81—85 Schafe. Stallmastschafe: Mastlämmer und jüngere Masthammel • • . 40—41 84—86 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht 47.00—56.60 60.00—62.00 Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 47.00—49.00 57.00—60.00 Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgeivicht . 47.00—49.00 56.00—60.00 Vollfleischrge Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht ...... 47.00—49.00 67.06—68.00 fc. Wiesbaden, 2. März. Heu- und StrohmarkL Angefahren waren 19 Wagen Heu und Stroh. Man notierte Heu 6.40-8.00 Mk., Stroh lRichtstroh) 4.40—5.00 Mk. - Frachtmarkt. Hafer 16.00—16.40 Mk. Alles für 100 Kilo. Spielplan der Siebener Stadtth-aterz. Direktion: Hermann titeingoetter. Montag den 6. März, abends 8 Uhr, bei Volkspreisen: Volks. Vorstellung: „Kabale und Siebe.* Trauerspiel in 5 Akten von. Friedrich v. Schiller. Ende gegen 11 Uhr. Dienstag den 7. März, abends 8 Uhr (19. Dienstags-Abonnement-Borstellung): „Die zärtlichen Verwandten." Hieraus: .Der Vetter." Ende gegen 11 Uhr. Mittwoch, 8.März, abends? Uhr (18.Mittwochs-Abonnement-Dorstellung): .Der Raub der Sabinerinnen." Ende 9'/, Uhr. ^reitaq den 10. März, abends 8 Uhr: Gastspiel der Grotzh. Hosoper in Darmstadt: „Hoffmanns Erzählungen." Phantastische Oper von Jacques Offenbach. Sonntag den 12. März, nachmittags 3«/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Glaube und Heimat.* Ende 5'/» Uhr. Abends 7'/, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen: .Mein Leopold." Volksstück mit Gesang von Adolph L'Arronge. Ende nach 10 Uhr. In Vorbereitung: „Herr und Diener." kirchliche Had?rid?t€m Evangelische Sememoe. Sonntag den 5. März, Jnvoeavit: Gottesdienst. 3n der Stadtkirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kindertirche für die Matthräisgemeinde. Pfarrasfistent Schorlemmer. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte und heiliges Abendmahl für die Ma 44 hä ns- med Markus gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 8 Uhr: Bereinigung der konsirmierten männlichen Jugend der Matthäus gemeinde. Dienstag den 7. März, nachmittags 4 Uhr: Versammlung de§ Frauenmissionsvereins. Mittwochden 8.März, abendsLUhr: 2. Passionsandacht« Pfarrer D. Schlosser. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konsirmierten weiblichen Jugend der Markus gemeinde. 3n der Johannerkirche. Vormittags 91/, Uhr: Prof. D. E ck. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die LukaSgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 6 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Abends 71/, Uhr: Versammlung der konfirmierten weib. l i ch e n Jugend der Lukas gemeinde und Versammlung der konfirmierten männlichen Jugend der I o h a n n es gemeinde. Freitag den 10. März, nachmittags 4 Uhr: Bersammlunz de§ Frauen-Missionsvereins der LukaS gemeinde. Abends 51/, Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannes gemeinde. Nachstkünstigen Sonntag, den 12. März, findet im Abend- qottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl für die LukaS- imb Johannes gemeinde statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. An demselben Sonntag wird die alljährliche K o l l e k t e für die kirchliche Versorgung der evangelischen Deutschen im Auslande erhoben werden. katholisch* Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 4. März 1911: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gekegerrhetl zur beil. Beicht. Sonntag den 5. März, 1. Fasten-Sonntag: Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste hell. Meffe. , um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. „ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ um 11 Uhr: Heil. Meffe mit Predigt. Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; darauf Passions-Andacht. Dienstag und Freitag abend um 67, Uhr ist Fastenandac^. Israelitische aehgionsgtmeinN. Sotrrsolenst m oer Synagoge (Süd-Anlager, Samstag den 4. März 1911: Vorabend: 6.00 Uhr. Morgens: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Ubr. IugcndqotteSdieuft. Sabbatausgang: 7.00 Uhr. 1. 2. Meteorologische Beobachtungen der Station am 1. btt T März •a. eC. >Schste Temperatur Niedrigste , »eberkSfa*; --S»7 März 1911 Barometer auf 0* reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Grab der Bewölkung bi Rebnttl der pchw. tzlmmrlssi. Wetter 2. 2“ 749,3 6,1 6,8 90 SW 6 10 Sprühregen 9* <50,1 6L 6,2 88 WNW 6 5 Stürm. Wind 3. 7** 153,0 4,9 5,4 82 NW 4 7 Bew. Himmel öS Z- U N 1* 1 c L «OK 150 “ o e , to L« u S» It •£i Kreisblatt w den Kreis Qyulvtxx. 18-60 ts 81-16 " w. S«ie in . naUs ui 2l ler ML3^- "»"en iAjg K»'r 't’enö‘ Sd)l JJ gn, ^'cht ' L. "■ M-65 «-<1 ',W W) 1.60 >.06 56.60-^ 67JMU ®*n nilttrte, ^O-d.OO M - [ötlOORib. eäten. r. 'lf8ptet|en:M8, 'n 5 Attrn or Aag dm 7. uunfl): .Tir im- eM II Uhr. M mcni-SorfltQu^, Kr. dttueq t« ooiopet m r-nn. JPK NR Jacmrl »66 W, Uhr, be Wtttfc Sbenbf svold.' Sotititid 16 Uhr. eieih x r Itmmtr. 1IÜ6I* wö It tzMtt \*tt ßt^ammlung bri honSenbe*. , Schlößer. rten werbliche» , !irffl6gemembt jtolsheimer. isirmiertm »et jammluitfl der tw n es gemeinde. .hr: SBtdommhr, kas gemeinde, ifirmierlm mcti- indet imAben>- r die Lukas- •» her bei dem Wm: ftfU'iüJ! lschen im »mwk ’ijr: «#*• ,.So«nta,: heil. Äecht. tnttttti«611* ^Fasl-n-m^ 1M. ö>anls c c X« 24-Z 3 e'䣓 . E M — o .. S? ® 7L- «4 »e- = -.2. <3 2 o(£) na 5f3£fE U St£ K t-‘ u -HL £ 5 2 .£ IligF (9-5 w oje C= o 5 — S.B -:L . E -* <3 —< -O 7L. = 2' L-s *0=0 A = ~ -DZ "e = i.» D er ® g -5 o jO _ — - jQ e- CT. 2 es = ZL 00 2 . #i; er. 2ZM ’ilsl BZT ■d « h dj.5 <ßcS Z-A« lieg * EG» L'LffßJ' b sldLe- E = »o o 2i ® M2- KZZ =g :®£i5 - w EÄä Z 5ä#*ge® SS irt ü'G Nr a .5= W E . • = 2 s E o o t i ® ~ -*r Z O E . nj. A sli o Js di- LE o ä L E 2 ss If2|s -Z-^8r- - - .E, 2 E ZL co c — N Q TZ ^5 co § S«' SO —2 !Z O L> ‘hi 5 o ZD D » G^SLT - & SS ■u» « M '-zi* E 'S o w '5a 5 O r— r? rr??.« SS i c, ~ f- 2-2 uu*P Bs ££85>G'£ 5ZKL 8 w — -o p^'i- Ä2a a ^-o 5-2- — »ui e o go • w® - V.8 2 m2 Bl 5 E>» -G »-'S., EV,-p=ü «S5p2 l8a§03=«a^a-h — — s?e 2 5.- -«E O V „ „3 o — a ^_. — E g - =S o 2 g s£- c 03 «r-a^E . ;s e G.£a = s _ s‘ | - ■B r- E — a -G-S £5—^2 hlf e = § t'S-a i . o Z.<9^ E0JO uSEu 20 03 n$> LZ el es ZK 1 « eb^= Z'LOEZM« ^=:a3=i OS 3 X - E .25 ■8 a^—a «5^0 — r- -5 - j-co '»ä ~a^- ■ecS ..— S — -v LZ. G _ w *C"9 ZK 2255< -sS5 §511 G 3 2 V) -L L e B a N ifi o M-g <6> Ll- o.a u(5 S E •a Sa s -K E = 60 S '- IXfcS ÄJ 5 ^■'6' 2 8 -G KM L C/) M- ? § H 01 -FWS) 0 2^ § o 2 £ H € ZE 0 c <5 es ° a L.L S SS L Z8T L K 2§G a s EDM0 G Si L er-o k --Zaa L- L ««8 ^Da«?L ZV s -a 5^-wsa Uw ÄSÄS S N 2,JO ^0 Sb2 L ■CQ D C o (/) V L o s._ a:§- o 8 V 8 3 s Ä ti H K o •tt c e-s^j; Ef U £ c •5£u££ 0) i— ao ö«- “S'C Z w tz0^ .*2.2 " = t« tz-L ZZHZK E^K»' -a c • Ä “’BÄ M s:® E Ä E = E LZJG .SZ'FLs *- gc^ Qcq oKZ na w "C' §i®&5 Z.tzLa O <3 1- 2® E sS A© E - z 2 •s 1-1 E E •8° EZ. ^7 s-.s2 °r> ° na r5 e 6123' 5 3 ? Lo._.*e^- - ZL „ —. c© Efe c o «J 6.1% §IC5' BSC 2^5 a u— 5 “W o Z.-7 ^.TZZL ä £19 BÄ g = -ZZZ ZZsr Z-Z O -- 2 "o 3.3? t; LZ rL LLZ.___ ’“ .« 2 « 2 F*--E^ — - v oa.«^5 E*t£ xa ^- - 8 g« D0 C 2-2 »Eysi K Oaagcq £*2oP-2 g.E- NT =« CQ3 V E a 5 = o m£ MAZ LN- --a wG ,ox>e- a-«- a “e i - C 3 a.-c 2 ZZLwS' -SE^E jo _ 23 c-O .5 S- © -L-ZC $*«gö ft’Em e = vr-OL Ü3' »V S,X 73 LZS ZL. %eS s? ^Fa 0 = m js LA Z » . . ZE a Ec-.^ Og; M M E p =3 c£'jE s "^M-Ls -7Z -ZZ h5s_-„ '3—«ü c>a •- ES* g E ~ San ®tsl na 5« «-» i«S 5 a o Si’ljsj |l ooÄ^uct 5,a 03 03 " - — S^SsL) §D e» ys LS S-a 64 ZA-Z »gäS^. 3-’Ss S«i t’l g^i, f = EI gä: LS «LS? MG ZLEES? GNSE p I jioOt?=5'?c‘BC -«c^Z^G ZZ-^SMZE a1 c "r 3E=4JS m 8 ZL LZ2 L^M w N Ü7S.0 "S^E L-s d M E*“/- H Q - 8 c= _ ä w p 2-E ■c 'S x*£H 5 %> r« 3!± "8 ° — l o = — E ->0 a s G i*= °2 m a» 0-8 7K er. o E d3 O-© e — 2 *a <22 g- S =>: O ztn 'ct Cr 2'S’i- B» —" Iz, c* QT 00 CT 3 Go' CT ra 3 SE "ö 6g E __ » - 2' E ^2r" -tS c 5 5^>C cr> 2 ~ — er?3 3 3 <® ff' - Ort" _ CO ‘Et ec acF° i'LZ B n? ^2 -E;3 ct » a. ct o e *® —. er togrSj nöJ öi § O'" (Pict g - ®ssa er m = @*ct SO-E 5.? A-Z s » «So = o C7 S' » er X! rx ” 3 er o 2 ct ct o er «Jo 3 CT —• 3 —■ er 5' cd e o" Q. «So «SO CT SS er 073 —' .en co o -1 er 5- <3 S S‘ er &■ 3 S er 2, 2 E P ? r SS ‘«SU er 073 ct «So 03 0155 co^ gp E 2.» P'C^ ^51 er ■2'2' W? gr e ss- ^O^-r* 073 ='«-OrC5 =*«o2 ' 2 O — — Ci = 3 B tf<3 sei? 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ZCT CT CT _ "CT, CT CT< C CD er AW LZ- ^CT L^ CT SD ’s» § e*'?5 CT 3 ES eo , Ö2.« CT er CT " 2?;_ erq -.S "CD CT- ct 3,= KV ct" «So 2.S E 3 3 3 E." 6) CT 2 er« cr*su CT «s» e o 0~ S L I t CT 2- CT ct er N">) 3 <— <- CT L3 CT er « 3 q ct'-czS-*- cag" =;v o3 2 CT —- De " E 2 <3 Zr"3 3 ^5- s o A 3»a c ftta r^sz MZ.S" S'erlf Z-kTZSs 3 “**•§ CT, eg q faSj» 9 3,'S''S « s « q ®,ai er 5 reE a S^Spsä. er ct" — cr-aS es- 5- SS^gg'or —> a «s»»- er r» ty. K-» » -W^Z 3 S "t3 2, CO er 3^ $gS5) ct* er® ’S «ä>B ?s2,e| ^•3'3'er s§®§ EZE 5 ~ " =.® 3 °r‘3 Pi®" CD 7e 3 3 «f BZ: CT-O- e ~2.1—l = ct 2 3 er G'S-E ctT1 = 3 er os S'-^ 3 ee«3 § ct"2. Le 3 Z-Z KZT 3 o E — — CT CT ” 2 <^•5-3 e^,“ = 2 " 32' ;"Ö® 3 3 Pr? ct" er—3 E 3 ct 2 3 ct 3 — ,-='» p; rg er 3 « 2 er' e CO CT a« CT 2 err 3?e3 — 3 5^3 2 LH 3 s 0 —»3 cn ct er e ct —- Ö C??= 3 ä^f Cf> CpcX" CT B&" ®sf 3? 3 S- -1 3 CT =f CTCT <3 ct a q, ct c 3 e 2 --7-B 3- 3 er ” ct - to5. er ct____ — — rn2^§s?a CT 3 ? CT ? 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