Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. ficrtcnenglifchenBibelübersetzung abgehalten. Der Premierminister wies darauf hüt, daß diese Bibel der gemeinsame Besitz der englisch fprcd)cnbcn Welt, sei, und sagte, kein glänzenderes Denkmal dieser Drei ■ jahrliundertfeicr könne gesetzt werden, als die Besiegelung des feierlichen Vertrages zwischen den englisch sprechenden Nationen, der die schreckliche unausdenkbare Möglichkeit eines brudermördcrischen Krieges beseitigen werde. Der amerikanische Botschafter bezeichnete btc Dreihundertiahrfeier als die wichtigste Gedächtnisfeier der letzten Jahre. Sie liefere das festeste und unzerstörbarste Band der gegenwärtigen Einheit in den Bestrebungen und Zielen der Nationen, die der großen, englisch sprechenben Familie angchören. Diese Einheit bilde die größte Friedens-Garantie für die Zukunft. Der Botschafter verlas sodann eine Botschaft Tafts, in der er der Versamm lung seine Glückwünsche ausspricht zur Gedächtnisfeier der Veröffentlichung der Bibel, welche die beiden großen angel - sächsischen Nationen, die eins seien im Blut, in der Sprache und der Religion, mehr als alles andere miteinander Der- Kunden habe. „ Die Versammlung nahm die Botfchaft Tafts mit stürmischem Beifall aus. Hin das II. Vierteljahr 1911 hoffen wir, zahlreiche neue Abonnenten zu gewinnen. Der „Gießener Anzeiger", der täglich schnell und zuverlässig über alles unterrichtet, was in der Welt vorgeht und besonders die Interessen der hessischen Heimat pflegt, verfolgt keinerlei einseitige Parteiinteressen und wird unter Betonung gesunder liberaler Anschauungen auch weiterhin die in der Wahlbewegung beteiligten Parteien objektiv und gleichmäßig zum Worte kommen lassen. Wer über die .Anschauungen und Bestrebungen aller Parteien unbefangen sich unterrichten will, dem ist der Gießener Anzeiger unentbehrlich. Alle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf !den Gießener Anzeiger entgegen. Verlag u. Rcöaftton der Gießener Anzeigers. mals ganz aus die Erde herunter und kann deshalb eventuell auch unter den eigenen Truppen kein Unheil anrichten. Tas Brandschrapnell in mit äugeln gefüllt, die durch die Gase der Bodentamincrlabung nnd) vorwärts getrieben werden. Die Kugeln werden vor allem die Maniisdxfft außer Gesecht setzen, t einig aber- auch einen Aeroplan zum Absturz bringen. Tas Brisanzschrapnell in eine Verbindung^vou Schrapnell und Granate von besonderer Furchtbarkeit. Statt der Geschütze können mich Maschinengewehre benutzt werden, bereu sehr ra)d?c Feucr- iolge 100 bis 500 Schuß in der Minute) ermöglicht, die bei der Lustschifiahrt schnell sich bietenden und schnell verschwindenden günstigen Momente sür die Wirkung voll auszunutzen. Außer Geschützen kommen für das Luftschiff noch .Handgranaten in Betracht. Sehr brauchbar sür den Kampf in der Lust wird die Aasensche Handgranate sein, die sich durch eine große Brisanz- Inbung .550 bis 650 g und eine verhältnismäßig große Schußweite 400 Meter) ausgezeichnet. Die Anzahl der mitzusührenden Wafsen hangt von der Trag- iahigkeit des Luftschiffes ab. Aus einem großen Zeppelin mit Ieinem Raumgehalt sür 2000 Kilogramm Kriegsbedarf könnten ohne Schwierigkeit zwei Geschütze kleinen Kalibers von je -iOO Kilogramm Gewicht mit einer Muniiionszugabc von je 100 ^chuß zu 2—2,5 Kilogramm mitgcführt werden. Es blieben dann immer noch 600—700 Kilogramm für Maschinengewehre, "Bomben und .Handfeuerwasfen oder die eine oder die andre dieser Waffen übrig. Größere Beschränkung in ^öcr ^Zahl der Wassen muß sich die Flugmaschine auserlegen. Tie Franzosen haben sie jedoch bereits mit einer leichten Kanone ausgestattet, wobei allerdings abzuioarten iß, ob die Treffähigkeit der Ge- schütze aus so schwankender, sich schnell bewegender Unterlage ausreichend sein wird, um die Verwendung einer solchen Waffe zu rechtsertigen. Aus demselben Grunde wird vorläufig die Mitnahme eines Maschinengewehrs für die Flugmaschine nicht zu empjehlen sein. Eher wird man schon Handgranaten gebrauten können denn der Abwurs einer foldfcn Granate von ea. 2 Kilo- gramm bringt den Flngavvarat nicht ins Schwanken und hat doch eine auarcid/eno: Wirkung selbn gegen grotze Luftfchrfse. Bici. schwieriger wird die sichere und erfolgreiche Verwendung der Handfeuerwaffe auf die Flugmaschine sein. •TCsiK man nun gar diese Waffen, btc dem Kämpf in der Luft bienen, gegen Ziele aus Der Erde richten, so ist aus roirlho friege- mäßigen Vöhen, al'o aus übci 1300 Meter, kaum etivas anderes zu erwarten, als Z u s a 11 s t r c {f c r. jedenfalls werden nach allen bisher angestcllten Versuchen btc Kämpfenden auf der Erde die Wafsen ihrer Feinde in der Luft nicht zu furchten braudicn. _ (jine originelle Form der Anwend u n g des Salvars ans wurde von Professor Albert Z es tone k in Gießen mitgeteilt. Bei der Behandlung an Syphilis erkrankter Mütter, die ihr Kind stillten, machte Die Waffen im Luftkrieg. Der Zukunftskrieg in den Lüften, dem sid) seit der raschen Entwicklung von Luftschiff und Flugmaschiiie Das Studium der Strategen immer mehr zugewendet hat, wird mit Waisen geführt werden müssen, die mancherlei anberc Forderungen erfüllen 'ollen pks die im Land- und Seekrieg gebrauchten. Mit der schwierigen Ausgabe des Artilleristen, den tvetnb En der Lust ctiolgreid) zu bekämpfen, beidmftigt sich cm mterepantcr tzlusfatz von Maior Goebel in der Zeitschrift „lieber Land und Meer". Will man dem neuen Gegner in der Luft wirk,am be- tiegnen, fo muß man iljii in feinem eigenen Element auffud)cuunb zhnt mit geeigneten Waffen zu Leibe gel»cn. Tie Luftschiffe Inetcn purch ihren verl)ältnismäßig fi(bercn itnD ruhigen Flug Titr öic Einbringung von Geschützen aller Art günstigere Bedingungen 'als die Flugmaschinen. Man hat Denn auch bereits brauchbare «Geschütze, Wurfgeschosse und Handfeuerwasfeu sur das Lnftschm geschaffen. Das Gewicht der Luftschiff-Geschütze wirb 300 bis 400 Kilogramm kaum übersteigen dürfen, wenn nid)t_ Der '.hl liitioiisvorrat zu sehr beschränkt werden soll. Dabei mutz aber Das Geschoß das Rohr mit sehr großer Geschwindigkeit vertan en, damit es dort, wohin es gerichtet ist, icod) das id)ncubcrocghc.)e Ziel und nicht den leeren Raum trifft. Sold, außerordentlidie Gefdwßgesdiwindigkeit hat wieder eine starke Büdstoßwirkuug der Pulvergase zur Folge, die sid) in itörenber Weise für das Luft- sfchisi äußern würde. So schwer' es nun ist, die Forderung der gesteigerten Gefchoßgefchwiiidigkeit mit einer schwachen Rückstotz- tüirtung zu oerbinben, so ist es Dod) der Rheinischen Mctall- waren- und Blasd)incn-Fabrit zu Tüsseldors gelungen, BaUou- gesdfütze zu bauen, Die Den Anforderungen des K'dmpscs in der Lust gerecht werden. Wie sind nun diese Geschütze am Lustschisf pnzubringen? Während man bisher nur Daran d'achtc, sie in ier Gondel des Luftschiffs zu plazieren, sind iieucrbing-5 aitbere praktische Ideen geäußert worden. Man kann das Geschütz o bis 10 Meter unter der Gondel durch Taue befestigen. Durch :bie es aud) gerichtet und abgefeuert wird. Bet Luftschiffen Harren Systems können die Geschütze aus dem starren Tragkörver auf gestellt werden, wobei sie viel freier im Schuß sind und weniger Gefahr laufen, Die GasluUle zu befcbäDigcn. Die Düsseldorfer Fabrik hat für ihre Ballcmkanone Drei Geschosse zur Verfügung, die vernid)tcnD gegen Lusochifse und zFlugmaschinen wirken. Es sind das Die Ballongranate, dasBrandschravne11 und das B r ia n z, ch r a v n e 1L Ehrhardt von Essen. Die Ballongranate enthalt m ihrer Boden tammer einen Brandsatz, der von einem beftipimteii Punkte Der Flugbahn an einen öcutlidjcu Rauchstreifeii entwidelt und es so ermöglicht, die Lage des Schusses zum Ziel zu beurteilen. Die Wirkung dieser Granate ist, wenn sie trifft, lehr heftig; sie zerstört die Gondel, und ihre Sprcngstüde zcrreitzen die Gas- hülle. Verfehlt das Geschoß sein Ziel, so krepiert cs oalD nach der Entwicklung des Rauchstreisens in der Luft, lonvnu also nie- Eine Rede ftesfranjöfWn Ministers de; Auswärtigen. Bei Gin tritt Dclcasses in das französische Ministerium war allgemein die Besorgnis aufgetaucht, der alte Leutschcn- Hasser werde seinen Einfluß im Sinn einer deutschfeindlichen Politik geltend machen Offenbar um solche Meinungen zu zerstreuen, hat Herr Eruppi, der Minister des Aus-, wärtigen, in einer Rede, die der Draht weiterverbreitet, sehr friedliche Töne angeschlagen. Wir erhalten folgende Meldung: Paris, 30. März Der Minister dcs Aeußern Eruppi Tnelt heute auf einem. Festmahl der Pariser Handelskammer eine b c, in bei er edierte, er wolle in dem von ihm vertretenen Ministerium ein wach'am er, treuer und arbeitsamer Diener Frank- reidy-' sein, dessen ruhige und wÜ r d c v o 11 c P o 1111 k die Achtung der Welt gewonnen habe, Las Land mui'c toenn es (eine Stellung in der Welt bewahren und starken wolle, seine Anstrengungen verdovpeln. Man müsse l)i”; c l ii und kämpfen, um feine Filter essen immer weiter aus zudehnen und zur Förderung des Außen Handels an Der oloiw- «rifchcn Entwicleiniig des Landes arbeiten, um dem französischen Eizengiiis eine ircunbiidbe Aufnahme zu gewährleisten, sei es nötig, auch Den fremden Erzcugniffen eine ebensolche Aufnahme in Front reich zu gewahren Man niüfic Datier eine ucnniglidjc Politik, eine Politik des guten Einvernehmens und der Gegenseitigkeit verfolgen. Der Minister versicherte, daß er alles tun rocroe, um oie öcntdiifamtcit oer Aweyauungen ein?- beständigen, unaufhörlichen Zusammeiiarbeuens und ein auf gegen- jeiligem Vertrauen beruhendes Buiainmcugchcn der wiitidfastlichen Intcreffen und der polUiscl^u Betätigung Fraiilreichs zu sichern, ui der allein die flacht und Größe des Landes zum Ausdrua kommen könne. Der M a r i it e m i n i ft c r Delcaff 6 erteilte dem Obmann unb dem Berichterstatter des Marineausfchuffes der Kammer die Zusage baß die Regierung alles auf bieten merbe, das neue F lo11etiprogramm sofort iradi den Osterferien .ur Vcr- inan die Beobachtung, daß nach Bchaiidlung der Mutter mit Salvarsan auch deren syphilitisches Kindchen geheilt wurde. Es wurde deshalb des öfteren das an der Mutter trintenbe Kiud aus diesem Umwege mit Salvarsan behandelt und zwar in den meisten Fallen mit gutem Ersolge. Run hat man aber leider recht häusig das Bedürfnis, ein Kindchen aus diese Weise zu behandeln, aber leider ist bas Kindchen schon entwöhnt und trinkt nicht ntehr an der Beust. In einem solchen Falle hat nun, wie Dr. S. in den M. R. N. u'.ittetlt, Professor Fes Ionel den Ausweg eingeschwg,u, daß er eine Geiß mit Salvarsan einspritzte und deren Rcilch dem fronten Kinde verabreichte. Uno auch aus biejcm tierischen Wege ist es gelungen, die Heilkraft oos Arsenmittels zur Entsaltung zu bringen. — Die UniversitätHamburg. Die Frage einer Hamburgischen Universität wird, wie von dort gemeldet wird, bereits in nächster Zeit dis Har.churgische Parlament, die Bürgerschaft befchästigen. Das von Lu. F. A. Siemcrs gestiftete Vorlesungsgebäude wird am 14. Mai, dem hundertjährigen Jubeltag der Finna G. I- H. Siemers, eröffnet werden und es wird den Grundstock der Hamburgischen Universität bilden. Tie Beratungen wegen der finanziellen Basis sind ziemlich beendet und hatten ein so günstiges Ergebnis, daß die Begründung einer Universität in Hamburg nur noch eine Frage b c r alle r n ä ch st e n Zeit sein kann. — FunkentelegraphieimoffentlicyenVer- kehr. Wie aus Paris gcmelbct wirb, verfügte bas Marineministerium, baß bie Funkentelegraphic der Kriegsschiffe vom 1. April ab auch bem Publicum zu ben gewöhnlichen Tarifsätzen zur Verfügung gestellt werben soll. — Kurze Nachrichten a u s Kunst u. W i s se n s ch a s t. Tie 8 3. V c r s a m m l u n g Deutscher Naturforscher und Aerzte rin Del vom 24.-30. September 1911 in Karlsruhe ÜatL Gleichzeitig mit der Serfaninilung soll eine Ausste11u. j naturwissensdia'tlicher und medizinisch-chirurgischer Gegenstände, so- wie chemisch-pharmazeutischer Präparate und uaturwifieiifchastlicher Lehrmittel 'tattsinden. — Tie Kölner Vereinigung inr rechts- und staatswisjeufchaitliche Fortbildung veranstaltet vom 21. April bis 2. Juni 1911 einen Früchahrskurjus. An Den Kursus schließt sich eine zehntägige Studienreise nach Baben, tilfaß und Der nördlichen Schweiz an. Aus den Reichstagsausschüffen. : Berlin, 30. Marz. Das elsaß-lothringische Wahlgesetz im Ausschuß. Der elsaß-lorhringische Versassuugsausschuß begann heute btc Beratung bes Wahlgesetzes. -Hierzu liegt ber als vertraulich bezeichnete Regterungsentwurf ber Wahlkreis- einteilung vor. § 1 ber Regierungsvorlage lautet: Tie Zweite Kammer wirb aus 60 ‘jlbgeoebneten gc- hübet. Jeder Abgeordnete wird in einem besonderen, örtlich zusammenhängenden Wahlkreis gewählt, der durchschnittlich 30 000 Einwohner umfaßt. Kein Wahlkreis foll weniger als 2.5000 und mehr als 35 000 Einwohner haben. Für die Berechnung der Einwohnerzahl ist die allgemeine Volkszählung vom 1. Tezember 1905 maßgebend. In ben Gcmeinben Straßburg, Eolmar, Mülhausen und Metz ist die Bildung von Wahlkreisen füt Die Wahl von zwei und mehr Abgeordneten zulässig. Diesen Wahlkreisen können, soweit es zur Erreichung der entsprechenden 58c- völkerungszahl notwendig ist, benachbarte Gemeinden zu- geteilt werden. Die Abgrenzung der Wahlkreise erfolgt durch bie Wahlordnung. Tas Zentrum hat einen Antrag cingebrackt, ber bie Zahl ber Abgeorbneten um einen aus 61 erhöbt, als Walfl kreise bie b‘e ft c 1) c n b e n V c r w a l t u n g s Wahlkreise gelten lassen will unb bie Abgeorbneten auf biefe 23 Kreise verteilt. Feber Wahlberechtigte soll soviel Ab- georbnete wählen, als aus seinen .Kreis entfallen. Tie Volks Partei beantragt bie Einsetzung von Bestimmungen, wonach von 20 zu 20 Jahren bie Wahlkreise aus Grunb ber Volkszählung neu georbnet werben sollen. Ter Vertreter ber Sozialbem otr atie schließt sich bem sortschrittlichen Rebner an, verlangt die Trennung ber stäbtischen Sammelwalflkreise in ihre einzelnen Teile und erkennt int allgemeinen ben Regicrungsentwurs ber Wahl- kreiseinteiluug' an. Ter Zentrumsentwurs sei einseitige bcnbtung zu bringen. Tic vor jmci wahren in Der Kammer em- gebrad'te Vorlage über die Rekrutierung des ^elieercs ,oll lorort nach Erledigmig dcs Flottcnprogramms zur Beratung kommcii. Durch biefai Gescmmtwurf wirb dir zwei, adrige Dienstzeit auch bei her Marine eingeführt. Ferner werden hierdurch 23 000 in die Marinerolle eingeschriebene ecclaUe, mr Die Die Flotte in F-riedeiiszeitcn feine Verwendung hat, dem A-riegsministerium zur Verfügung gcftcllt. . Daß man auch in England an die Buoglichkect eines Umschwungs in der französischen auswärtigen Politik dachte, beweist folgender Vorgang im englischen Oberhaus. London, 30. Mär;. O b c r 1, a u sfl Das Mitglied der Arbcücrvarlct F o w o i t stellte beut' an ^ir Edward Grey Die Anfrage, ob bei seinem Amtsantritt irgend eine ausdrückliche ober ft i 111 ei’ ro c i g c n b c 91 b m a d) u n g bestanden habe, aui Grund deren 05 r oßb r itanp i en Fra n kreid' gegenüber vcrpf 1 id) tet fei, unter gewiffen Umständen -t rnp p e n zur Unter ft ii tzu n g von Operationen Der franzöfifd'en 'Jlrmee zu entirnben. Sir Edward <^rey eiividertc, Der llmjang Der Ber- vilichtuugen Olroßbritamiiens fei in der e n g l i >' d> - f r a n z ö - fischen Konvention, die Dem Parlament Vorgelegen habe, zum Ausdruck gebracht. Eine andere Berpflichtinia betäube nicht. Die Auflösung des österreichischen Abgeordnetenhauses. Wien, 30. März. Durch ein taiserliches Patent wurde das Abgeordnetenhaus a u f g e l ö st und die sofortige Vorbereitung der Neuwahlen angeordnet. lieber die Gründe der Auflösung bringt bic amtliche „Wiener Zeitun g" eine Verlautbarung, worin ausge- s'ührt wirb, daß die Auflösung des Hauses nicht unerwartet komme. Die Regierung sei von dein Grundsätze ausgegan- acn, baß eine gerechte von allen s r e m b c n Einflüssen sreigehalteneBerwaltung baS Lebenselement einer mobernen sachlichen Entwickelung bietet. Es habe sid; stets eine Mehrheit bereit gefunben, bie Objektiv--Politik zu unterstützen. Ein erheblicher Teil ber Volksvertretung war icbodi bicsen Erwägungen unzugänglich. Tie Opposition hohe in ihren Angriffen besremblicherweise in einem gewissen Maße stillschwecgenbe Ur. II Erster Blatt 161. Jahrgang Freitag, A. MLy M SW Aff Afl A Ay MrMZ S33 Ivllvllvl 4V111V IwV 1 SBä winschafllicheSettfraaen w MM Veramwortlich für den Fernsprech-Anschlüfie >^M polüifchen Teil: August General-Anzeiger für Gderyeffen a3™‘?7on6,zin6i«ig"cu Entwickelung einer legitimen Mehrheit ber Volksvertretung nickst kommen lassen. ES mußte daher an bie Lädier anvclücri iuirbcn, wenn auch mit Der Auflösung b c - b a u c r I i d; e A o n i c a n c n i c n d c r b u n b c it sind. Eine große uns segensreickfC Arbeit harrt der Volksrnertretung, lueldic bas stärkste Organ dcs Staates -,nr Konzentrierung feiner Kräfte sein foll, nicht aber ein Slrei'selb, auf meldjcm sich diese Krafts wechselseitig finden und au Theben. Fn diesem Sinne wirb bic Rc- gierung bic Wähler an bie Urne ruscn._________________________ Sin Jubiläum der englischen Bibelübersetzung. L o n b o n , Bo. März. Fn Aibcrthall würbe eine große l Feier zur Erinnerung an bic vor breihunbcrt Iah- I r c n erfolgte Veröffentlichung b er autori - H M >1111 Hin Inn ) Parteimache, auf Parteivorteile berechnet. Der Zentrumsredner verteidigte seinen Entwurf mit dem Grundsatz, daß die vorhandene Kreiseinteilung die Grundlage der Wahlkreise sein müsse. Der Wortführer der Nationalliberalen steht auf dem Boden des Regierungsentwurfs. Er empfiehlt für die größeren Städte das Pro- vortionalwahlverfahren und lehnt den Zentrumsantrag ab, da dieser den Anschein erwecke, daß er aus Parteigesichtspunkten hergestellt sei. Staatssekretär Delbrück lehnt es ab, im Ausschuß die Wahlkreise festzusetzen. Die Verwaltungsbezirke schützen nicht vor Willkürlichkeiten, die bei jeder Art von Einteilung Vorkommen können. Die Proportionalwahl ist von der Mehrheit des Landesausschusses abgelehnt worden. Wir haben nicht die Absicht gehabt, eine Partei zu bevorzugen, aber wir wünschten, daß die Minderheiten zum Wort kommen. Wahlkreisgeometrie ist nicht betrieben worden. Die Volkszählung von 1910 ist nvch nicht soweit bearbeitet, um sie zu Grunde zu legen. Große Verschiebungen zwischen 1905 und 1910 liegen nicht vor. Der fortschrittliche Antrag würde nur ein Wunsch bleiben, da int Fall der Neueinteilung doch ein neues Gesetz gemacht werden müßte. Deshalb ist es besser, diesen Antrag nicht in das Gesetz aufzunehmen. Der Redner der Reichspartei will die Wahlkreiseinteilung nicht in das Gesetz aufnehmen, so gern er sonst den Grundsatz der vorhandenen Bezirke annehmen würde. Er ist gegen den Proporz und wird für die Regierungsvorlage stimmen. Ern Zentrums ab geordneter erklärt, es sei zuviel zugemutet, eine Vorlage anzunehmen, in der nach Zugeständnis des Staatssekretärs Parteien offen begünstigt würden, die er als Minderheiten bezeichnet. Die Frage sei, ob eine willkürliche oder eine natürliche Abgrenzung stattfinden solle. Es würde möglich sein, die natürliche (Verwaltung^-) Abgrenzung durch Kaiserliche Verordnung zu übernehmen. Staatssekretär Delbrück versteht die Heftigkeit nicht, mit der das Zentrum ihn wegen Schädigung ihrer Besitzstände angreift. Bei anderen Gelegenheiten ist das Zentrum für Proporz und Minderheiten eingetreten. Der Zentrumsantrag wird mit dreizehn gegen 9 Stimmen abgelehnt. Die fortschrittlichen Anträge werden gegen acht (Stimmen abgelehnt, ebenso der sozialdemokratische Antrag. Der § 1 in Fassung der Regierungsvorlage wird mit 14 gegen 13 Stimmen abgelehnt. Es stimmen dagegen Zentrum, Konservative, Antisemiten, Polen. * Samoa im Budgetausschuß. Ter Budgetausschuß setzte die Aussprache über die Verwaltung vonSamoa fort. Es liegt die Entschließung der Zentrums vor, auf Herbeiführung eines den Verhälttrissen entsprechenden Ausbaues der Selbstverivattung in Samoa, wobei eine Zusatzentschließung der Sozialdemokraten die Beteiligung der .Eingeborenen und Ansiedler verlangt, ferner auf regelmäßige Vorlegung des. samoanischen Voranschlags an den Gouverne- Mentsrat. Die Entschließung des Zentrums toirb nach einer Aussprache schließlich zurückgezogen. Ein Mitglied der Reichspartei wünM .Einrichtung von Funkenstationen im Interesse der Kolonien. Der Staatssekretär teilt mist daß Vorbesprechungen und Zeichnungen von Kapital bereits erfolgt stnd. Die Angelegenheit werde von zwei Gefellschaften studiert. Ein ZentrumsaMrag will die Summe bewilligen unter der Voraussetzung, daß angemessene Tarife für alle Verfrachter festgesetzt würden. Da der Budgetausschuß hierüber Beschlüsse nicht zu fassen hat, weil die Position bereits in zweiter Lesung in der Vollversammlung abgelehnt worden ist, wird ein entsprechender AMrag für die dritte Lesung vorbereitet. Weiterberatung Sonnabend. Aus Heften. L and t a gs ab g eord n e t er Adam Seelinger in Lampertheim, der seit November 1899 den Wahlbezirk IX Starkenburg (Lorsch-Gernsheim-Zwingenberg) in der Zweiten Kammer der Stände vertrat, hat sein Mandat niedergelegt. Seelinger war bekanntlich wegen Gebührenüberhebung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden; der Großherzog hatte diese Strafe in eine Geldstrafe um- gewandelt. Deutsches Reich. Im Ausschuß des preußischen Abgeordnetenhauses für die Beratung des Gesetzes über die Feuerbestattung wurde der grundlegende § 1 mit Stimmengleichheit ab- gelehnt, wodurch das ganze Gesetz in der ersten . Lesung gefallen ist. Die zweite Beratung findet am Freitag statt. Für den Zusammentritt des Ausschusses für die Ausarbeitung eines Entwurfs für das neue Strafgesetz- buch im Reichsjustizarnl ist der 4. April endgültig festgesetzt worden. Den Vorsitz wird der frühere Ministerial- oirektor im Justizministerium, Lucas, führen. Im Reichstag haben die Aba. Behrens und Kölle beantragt, der Reichstag wolle beschließen: „Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die Verwaltung der Reichseisenbahnen anzuweisen, daß 1. möglichst für alle Arbeiter in den Werkstätten, Betrieb und Bahnunterhaltung Arbeiterausschüsse errichtet werden; 2. den Arbeiterausschüssen bei Gestaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen eine geeignete Mitwirkung ermöglicht wird; 3. in dem Bericht über die Verwaltung der Reichseisenbahnen auch über die Tätigkeit der Ar- Leiterausschüsse berichtet wird; 4. alle Arbeiter und Handwerker der Reichseisenbahnen nach zehnjähriger einwandsfreier Dienstzeit aus dein Arbeitsverhältnis mit vierzehntägiger Mndigung in ein gesichertes Arbeitsverhältnis (Diplomverhälrnis) überführt werden. Reichstagsabgeordneter Dr. Werner ist gestern in Berlin eingetroffen und hat seinen Sitz auf den Bänken der Wirtschaftlichen Vereinigung eingenommen. Die Berliner Stadiverordnetenversamm- lu n g wählle Kirschner mit 98 von 98 gültigen Stimmen aus die Dauer von 12 Jahren zum Oberbürgermeister wieder. Acht Stimmzettel waren unbeschrieben. Ausland. Wie die „Agenzia Stefani" mittettt, konstituierte sich das neue italienische Kabinett nunmehr offiziell. Die Liste attspricht der schon mitgeteilten. Aus Konstantinopel wird gemeldet: Der Sultan bestätigte das Todesurteil gegen den Mörder des Oberst- leutnants v. Schlichting. Der Mörder wird am Sonnabend erschossen. Aus eine Anfrage nach angEchen militärischen Maßnahme: der chinesischen Regierung gegen Blagewjescht- s ch e n s k erhielt die Peterburger Telcgraphen-Agentur aus Charbin folgende Schilderung: Die fünf Millionen Pen bewilligte die chinesische Regierung nicht, die der Gouverneur von Heilung-Kiang für die Verpflegung der aus Rußland ausgewiesenen und aus den vestverseuchten Orten gezüchteten Chinesen, sowie zur Organisation öffentlicher Arbeiten verlangte. Der Gouverneur schildert die Lage der Arbeitslosen als sehr traurig und beklagt sich darüber, daß die Ausweisung zu schnell erfolgte. Die Blagewjeschtschensker Matter berichten von einem Ueberfall notleidender Chinesen auf russische Reisende auf dem Amurfluß. Viele Chinesen kehrten trotz des Zollkordons und des Seuchenkordons aus das russische Ufer zurück. Die chinesischen Behörden von Aigun und Sechelin verweigern wegen Mangels an Mitteln die Gewährung von Unterstützungen. Die Presse von Blagew- jeschtschensk eröffnete Sammlungen für die notleidenden Chinesen. Aus Stadt und CaitO. Gießen, 31. März 1911. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. Trotz des schönen Frühjahrswetters, das draußen herrschte, hatte sich eine stattliche Anzahl Stadtverordneter zu der gestrigen «Atzung eingefunden und die Erledigung oer Tagesordnung ging rasch von statten, trotzdem einige Punkte recht, wichtig waren. So z. B. die Frage der Bebauung des Nahrungsberges. Gestern handelte es sich allerdings nur um den Beschluß, daß die Stadt sich als Grundstückseigentümerin an der von mehreren Interessenten betriebenen Zusammenlegung der Grundstücke beteiligt. Aber diese Zusammenlegung ist die Vorbedingung der späteren Schaffung eines einheitlichen Bebauungsplans, bei dem, wie gestern die Stadtv. Dr. Ebel und Dr. Sommer ausführten, dafür gesorgt werden muß, daß die Stadt in bezug auf ihre Lungen (freie nicht bebaubare Flächen) nicht zu kurz kommt und Gießens Charakter als Gartenstadt nicht verloren geht. Auch die Um g estattun g der W est- Anlage wurde noch nicht endgültig entschieden. Zunächst soll der Plan dazu aufgelegt und abgewartet werden, ob und welche Einsprüche gegen die beabsichtigte Verlegung der Fahrbahn, die unzweifelhaft zur Verschönerung des Stadtbildes beitragen würde, erhoben werden. Die Schaffung eines städtischen Fuhrparks scheint in den Reihen der Stadtväter wenig Freunde zu besitzen und wird die nächste Sitzung noch einmal beschäftigen, damit Stadtbaumeister Braubach seine auf diesem Gebiet gesammelten Erfahrungen der Versammlung vortragen kann. Außerhalb der Tagesordnung wurde von Stadtv. Grünewald die Frankfurter Univerfitätsfrage angeschnitten. Es geschah dies bei der Zurückweisung unrichtiger Behauptungen des Mainzer Zentrumsblattes Über das Interesse der Stadt Gießen an der Landesuniversität, aber darüber hinaus gestaltete sich die Aussprache zu einem freudigen Bekenntnis der Stadtvertretung zur Universität, die auch unter dem zu erwartenden Wettbewerb Frankfurts wohl weiter blühen und gedeihen wird. ** Tageskalender für Freitag, 31. März. Stadttheater: „Heimat". Anfang 8 Uhr. ** In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadt- verordneten-Versammlung wurde einer vom Oberbürgermeister Mecum an den Reichskanzler gerichteten Eingabe zugestimmt, worin ersucht wird, gemäß Artikel 60, Absatz 2 des Reichswertzuwachssteuergesetzes die Ortssatzung der Stadt Gießen über die Wertzuwachs st euer zuzustimmen. Auf die Tagung der deutschen H i l f s s ch u l e n in Lübeck und den musik- pädagogischen Kongreß in Berlin soll ein Lehrer auf städtische Kosten geschickt werden. *' Vom Just izminl peri um. Der Großherzog hat den Ministerialrat im Ministerium des Innern und vortragenden Rat im Ministerium der Justiz Daniel Lorbacher zmn Ministerialrat im Ministerium der Justiz unter Belastung in seiner Stellung im Ministerium beS Innern und den Ministerialsekretär bei dem Ministerium der Justiz Regie- cungsrat Wilh. Schwarz zum vortragenden Rat in diesem Ministerium unter Verleihung des AmtstltelS .Oberjustizrat" ernannt. ** Von der Gießener Irrenanstalt. Der Groß- Herzog hat den Direktor der Landesirrenanstalt bei Alzey Medizmalrat Dr. Karl Oßwald zum Direktor der Landesirrenanstalt bei Gießen, den Oberarzt an der Landesirrenanstalt bei Heppenheim Dr. Ludw. Röm Held zum Direktor der Landesirrenanstalt bei Alzey, den Oberarzt an der Landesircenanslalt „Philippshospital" bei Goddelau Dr. Joh. Dietz zum Oberarzt an der Landesirrenanstalt bei Gießen, den Bureauvorsteher der Abteilung des Ministeriums des Innern für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, Karl Lotz, zum Hausverwalter und Rechner an der Landes- icrenanslalt bet Gießen, sämtlich mit Wirkung vom 16. April, ernannt ** Die Alpenvereinssektion Gießen beschloß in ihrer gestrigen, unter der Leituna des Vorsitzenden Prof. H e d d e - rich abgehaltenen außerordentlichen Hauptversammlung einstimmig, anläßlich ihres in diesem Jahre stattfindenden 25- jährigen Stiftungsfestes sich an der Erschließung der Alpen durch den Bau einer bewirtschafteten Gießener Hütte zu beteiligen. Das bisherige Ergebnis der für den Hüttenbau eingeleiteten Sammlung läßt das Vorhaben, das gewiß auch zur Mehrung des Ansehens unserer Vaterstadt beitragen wird, gesichert erscheinen. Auch die Platzftage wurde eifrig besprochen, doch soll die Entscheidung über den Hüttenbauplatz erst nach der Befichtigung der in Frage kommenden Plätze und nach den Verhandlungen mit dem Zentralausschuß des deutschen und österreichischen Alpenvereins getroffen werden. Das 2 5. Stiftungsfest soll im Herbst d. I. in größerem Umfang gefeiert werden. Zur Vorbereitung des Festes sott der Vorstand durch Zuwahl geeigneter Kräfte sich zu einem Festausschuß erweitern. Außer der üblichen akademischen Feier soll ein alpines Fest veranstaltet werden und auch eine Festschrift erscheinen. *♦ Im Zeichen des Verkehrs. Eine eigenartige Behandlung widerfuhr gestern nachmittag dem Boten eines hiesigen Geschäfts, der bei der Güterabfertigung Gießen zwei Kisten nach verschiedenen Orten ausgeben wollte. Durch den starken Andrang tarn er erst ganF kurz vor 6 Uhr an die Reihe, seine Kisten verwiegen zu lassen.. Als die eine Kiste verwogen und dem Ausgeber der Wiegeschein darüber ausgestellt war, schlug es 6 Uhr, woraus die Güter-Annahme aushörte und der Mann mit seinen zwei Kisten, der gewogenen und der ungewogenen, wieder abziehen durfte. Man sollte meinen, daß die Eisenbahnverwaltung dafür sorgt, daß ihre Monopolstellung nicht Geriebtssaal. R. B. Darmstadt, 30. März. Das Kriegsgericht der 25. Division verurteilte heute den aus Wixhausen stammenden Musketier Christian Jockel vom In i.-Regt. Nr. 116 in Gießen wegen Betrugs und Unterschlagung und unerlaubter Entfernung zu sechs Monaten Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des Coldatenstandes. Ter Angeklagte hatte als Bursche eines hierher kommandierten Leutnants dessen Dl amen zu verschiedenen Schwindeleien mißbraucht und sich Geldbeträge angeeignet, worauf er flüchtig wurde. Ta er vor Ablauf der sechsten Woche zurückkehrte, erschien seine Entfernung nicht als Fahnenflucht. von untergeordneten Organen zu einer derartigen schi. f an Öfen und rücksichtslosen Behandlung des Publikums ausgenutzt wird, denn im Geschästsleben bedeutet Zeit Geld. Oder ersetzt vielleicht die preußisch-hessische Eisenbahngemeinschaft den Geschäftsleuten die durch die doppelten Gänge entstehenden unnötigen Kosten? **Maul-undKlauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Rockenberg, Kreis Friedberg- Pleisweiler, Regierungsbezirk Pfalz; D i l l i n g e n, Regierungsbezirk Schwaben; Marne, Regierungsbezirk Schleswig, bei Händlervieh; und Althuven st edt, Regierungsbezirk Schleswig. Hessen-Nassau. w Frankfurt a. M., 30. März. Der jugendliche Kassendieb Kurt Leist, der auf dem Mannheimer Steuer- amt gegen 50 000 Mark unterschlagen hatte, ist gestern abend hier verhaftet worden. Im und Ärebt Friedrich ss Hunge '•h. uiift tüd mit Der Ma lilh voraesch' Mchd taufco bete! 3)1 150000a Teme dav Stücke deutschen Pl lauten übet Ziitöscheine. Die i deutschen $ mngen der Melassen _ Die Jahre wa ausgezahl Be Gies Walltorjtras prima i prima? Der Durchschlag der Lötschbergtunnelr. Bern, 31. März. Heute nacht um 3.50 Uhr erfolgte der Durchschlag desLötschbergtunnels. Die Arbeiter begrüßten sich mit großer Begeisterung. Der Tunnel, der 14 536 Meter lang ist, verbindet nun auf kürzestem Wege den Thuner See mit der Simp- lonbahn, quer durch den südwestlichen Teil des Barner Oberlandes. Der Durchstich des Lötschberges wurde am 15. Oktober 1906 begonnen. Am 24. August 1907 erfolgte ein großer Wassereinbruch, bei dem 25 italienische Arbeiter ihren Tod fanden und der Tunnel auf U/2 Kilometer ver- schüttet wurde. Es mußten deshalb drei Kurven eingebaut werden, um die gefährliche Stelle unter dem Gasterental zu umgehen. cmchstfadtt. Vom Weitflug Berlin—Bremen—Hannover. Bremen, 30. März. Die beiden Militärflieger sind heute nachmittag um 4 Uhr 18 Min. vom Neuenländer Felde mit ihrem Apparat wieder aufgesttegen und haben trotz des starken Settenwindes die Richtung nach Hannover eingeschlagen. Verden an der Aller, 30. Riärz. Der Zweidecker „Albattos" mit den Leutnants Erler und Mackenthun an Bord ist um 5 Vs Uhr, nachdem er eine Schleife über der Stadt beschrieben hatte, auf der Weide glatt gelandet. Die Weiter - fahrt nach Hannover findet wahrscheinlich morgen Vormittag statt. Handel. — Preußische Pfandbrief-Bank. Nach einer im Inseratenteil erlaßenen Bekanntmachung gelangt von den am Schluß vor. Jahres an den Börsen zu Berlin und Frankfurt a. M. zur sukzessiven Verausgabung eingestihrten Mk. 45 000000.— 4prozentigen bis 1920 unkündbaren Pfandbriefen, ein weiterer Teilbetrag von Mk. 15 000 000.— zur Ausgabe. Eine Subskription findet nicht statt. Stücke sind zum Tageskurse — gegenwärtig 100% Prozent — bei allen deutschen Banken und Bankfirmen erhältlich. Die Pfandbriefe werden von der Reichsbank und anderen flaatlichen Finanzinstituten beliehen. Sie können als Liettrungs- kautionen bei staatlichen und provinzialen Verwaltungen und den Kassen der größeren deutschen Städte, sowie als Heiratskautionen für Offiziere verwendet werden. Die Bank steht unter Aufsicht der Preußischen Staatsregierung. Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdien st stelle Gießen. Welteraussichten in Hessen am Samstag dem 1. April 1911: Wechselnde Bewölkung, geringer Regen, Temperatur wenig verändert, südliche Winde. Letzte Nachrichten. Der Ferrer-Prozetz in der spanischen Kammer. Madrid, 31. März. In der Stamm er erklärte der Republikaner A l v a r e z, daß das MilitLrstrafgesetzbuch lückenhaft sei. Die Richter Ferrers hätten unter suggestiven Einflüssen gehandelt. Das von ihnen eingeschlagene Verfahren sei notorisch parteiisch gewesen. — In seiner Antwort erkannte Canalejas an, daß das MilitLrstrafgesetzbuch abänderungsbedürftig sei. Das Urteil über Ferrer aber sei gerecht und endgültig. Die Regierung könne auf den Prozeß nicht zuruckkom- m e n. Sie fürchte, die gegenwärtige Kampagne sei nur der Anfang einer Reihe von Handlungen, die das Parba-- ment mißzubilligen verpflichtet sei. Alvarez kündigte darauf an, die Republikaner würden Anträge auf Revision des Prozesses Ferrer und Abänderung des Mllitärstraf- gesetzbuches stellen. Überall erMItilcb. Auergesellschaft . Berlin 0.17 Damtier Möbel weltberühmt durch ihre Formen- Schönheit, Solidität und ihren billigen Preis liefert Ihnen vollständig frei ins Haus unter Garantie De/J von 10 Jahren das Darmstädter Möbel - Einrichtungshaus Ifldwig Stritzinger Kunstgewerbliches Etablissement flir Innenausstattungen Telephon 1441 DARMSTADT Heinrichstr. 67 Portofreie Zusendung meines Prachtkataloges. TK- —Unser bester Glühkörper ■ ff ■ ist nur echt in Originedpackung mit Aufschrift „Degea" Gießener Anzeiger erbeten. nach kaum vollendetem 39. Lebensjahre. Gießen, 31. März 1911. April, nachm. 81/, Uhr, von der Kapelle des neuen 2169 tief. macht 2177 glänzend schwerz 60 tote Ratten, Z 05 i c B e u, den 28. iOtäxj Möbel Zimmermaun. Gortan. Dannenbauin. I R. Mas6 02555 dem (697 Eiserne Kastenkarrcn fertigt stets m großer Ausivavl ,n txux hüchslleimender Ware. Kari Germer, Melbern. I Oefen Herde u. Kamine Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Karl Riffel, Reallehrer Oswald Riffel Senta Riffel« Bester Mttallpatz Chemische Fabrik OUtieldorf Act 6m. Die Beerdigung findet am Sonntag, 2. Friedhofes aus statt. Kondolenzbesuche dankend verbeten. Ph. Henkel Sonnenetra*»« 14 emvsiehlt in größter Auswahl: Tische, Stühle, Blumentische, Sessel, Spiegel, kontorstühle und Papiertörbe. Das Flechten, sowie sämtliche Ncuaratureu an Stühlen in kür-esrer Zeit. - (2038 Metzgermeister im Alter von 41 Jahren. Apfelringe Aprikosen BrUnellen "k Feigen Pflaumen Pfirsiche Zwetschen empfiehlt in verschiedenen Qualitäten, zu billigsten Preisen Emil Fischbach Die trauernden Hinterbliebenen: Johannette Schlapp und Kinder. Krofdorf, Ruttershausen, Lollar, Giessen, den 29. März 1911. Die Beerdigung findet Samstag den 1. April, nachmittags 2 Uhr, in Krofdorf statt. Wie die Saat, so die Ernte! Darum versäume niemand, jetzt seinen Bedarf in sümtl. Garten-, Feld und Blumcusümcreien tu nur bestleimsähiacr, erstklassige^ Ware zu äußersten Preisen be mir zu decken. Heinr. Hahn, en gros Sämereien en detail West Anlage «41.. des lleberschusses zur Einsicht der Beteiligten ossen. Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlüsse-: innerhalb der oben angegebenen Offenlegungsfrist schriftlich bei Großh Bürgermeisterei Borsdors vorzubringen und zu begründen. Büdingen, am 23. März 1911. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: Dr. Goertz, Zfreisamtmann. B e t r.: Feldbereiniguttg in der Gemarkung Borsdorf. 3n der Zeit vom 4. bis einschl. 10. April 1911 liegt aus Amtszimmer Großh. Bürgermeisterei Borsdorf die Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben nebst den zugehörigen Urkunden und der Beschluß der Vollzugs' tommiision vom 16. März 1911 über die Verwendung Möbelremise Bismarckstr. 14. Billiger a«/» Kassa-Verkauf in neuen Möbeln Letzter Tag Samstag I.Aprilmittags4-6Dhr Heute entschlief sanft nach kurzem, aber schwerem Leiden mein innigstgeliebter, treusorgender Gatte, unser lieber Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Ludwig Schlapp, In. Ml. W-Kmqk 10 Stück 55 Psg. la frischer Rollmops 10 Stück 50 Psg. Jakob Maternus Tclcvbon 337 (1797 Mitgl. der Rabatt-Svar-Vereinig. Mäuse, fand man nach AuSleg. cm. Pak. „ES schmeckt prächtig". Pak. MIOOPs. Geflüa.,Mensch, unschädl. Ndl.-. Pelikan Apvtli,, V.reuzo! „ Ersatzteile, wie Räder u. 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Walltorltradc 32 empfiehlt ihr prima Mastfleisch per Pfd. 70 Psg. prima Rindswurst per Pfd. 80 Psg. ^iorgen Lamstag de» 1. April trifft eur frischer Waggon Apfelsinen und Zitronen ein. Verkauf en groe und en detail zu allerbiüigsten Preisen im Spanischen Garten Bahnhofftr. 48, Filiale Kreuzplatz 6. <(£ beste IfaäÄil Gestern entschlief nach schwerem Leiden meine innigst geliebte ^rau, unsere gute, treusorgende Mutter Fra« Louise Kiffet geb. Blaß Bekanntmachung. Im Genossenschaftsregister rouibc bei dem Vorschuß- unb Kredltverem' c. G. m. u. H., Hungen eingetragen: Friedrich Falk ist anS dem Vorstände ausgeschieden. Hungen, 9. März 1911. B*7, Grostherzogliches Amtsgericht. 23 c t r.': Die Schnakenplage. * . Das Grs|jher?ogliche Kreisamt Gießen an die Grosty. Bürgermeistereien des Kreises Wir machen aut die Vorschriften des §3 unserer Polizei- Verordnung vom 24. Februar 1911 lkrersblatt Nr. 17) auf- merksmn, ivonack jeder Grundstückseigentümer in den Mvnatcm April bis September einschlieiftich mindestens^ einmal monatlich die auf seinem Grundstück befinblidjen, den Schnaken zur Brut dienenden stehenden Gewässer > Wassertümpel, Regenfafter, Bassins, Wasserlachen, Fauchegruben, Aborlgrubcn usw.) nut einem zur Vertilgung der Brut geeigneten Mittel (Saprol, Petroleum usw.) zu übergießen hat. f .TO . f Wir weisen noch beionders daraus hin, baß diese Peaßregel auf Fischwas sei ober auf Gewässer, die, wenn auch nur vorüber gebend, mit Fischtvassern in Verbindung stehen, nicht anzuwenben ist. Die Großh. Bürgermeistereien wollen sorgfältig nach § 4 genannter Polizei-Verordnung verfahren. ____________________I. V.: Welcher.____________________ Betanntmachnng. Betr.: Feldbcreinigung in der Gemariung Dnubringeu; hier: die Rechnung. In der Zeit vom 1. bis einschließlich 8. April 1911 liegt werktags am dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Taubringen die . Haupt, und Nachtrags^Rechnung über btc Einnahme mid Ausgabe obiger Fcldbereinigung nebst den dazu gehörigen Urkunden, sowie die Abrechnung über Regulierung der Lumda zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen linb bei Meidung des Ausschlusses innerhalb dei oben angegebenen Ossenlegungsfrist bei Großh. Bürgermeisterei Taubringen schrütlich einzureichen und zu begründen. Friedberg, ben "27. März 1911. Der Großhchogliche Feldberemigungskommissär: S ch n i t t s p a h n , Großh. Kreisamtmann. Preussische Pfandbrief "Bank. Stuf Grund be« oejten Sd>lu6 uorigen S-hreS von der Bmk --Emlicht-N ProinekteS lind M. 45 000 000.— 4°/0 Hppothckcu Psaudbrlccc. Em. XXX und XXXI, nitfit rückiahlbar vor 1. Januar 1920, an den Börsen zu Berlin und Frankfurt o-aR- mit ber Maßgabe ciihicfübn, daß die Berausgabung der Stücke entsprechend der Zunahme an gesctz- 15000000.- in.ta. W.wnw.« toufefc begeben ist, «ollen nunmehr aus Grund weiter bewilligter .yypothekendarlehne wiederum “^SenTÄwä’fttat d°° Bank bieien Sctran bet -Blanbbriefe btermit betati äum Setlauf, dab StUtle "um ierociligen ZaeeMurfe - gesenn-Srlia 100- uou der tiant feiIfcft imb maßm deutschen Plätzen durch Vermittlung der Banken und Bankfirmen bezogen werden könn^. Die Stucke lauten über M. 100, 300, 500, 1000, 3000, 5000 und tragen ietls Ianuar-Jult, teils Mai°November Z^chA^dfandbriefe find lombardsähig bei der Reichsbank und. bei ander-en Sinanz-Jnstituten der deutschen Bundesstaaten. Sic tönnen vcrwendei werden als LieserungSkautlonen bei den Aerival- rungen "deutichcr Liaalen, pieuftitoct -UrouiiWn und der omcreti Stabte bc« Neichen. Sie fmb «e^gun^t-on^chtnraEutto^n «Inenladitai beträ-tt M 21000000.—, die Summe der Reserven mehr als M. 10 000 000.—. DleDividende der beiden lciuen Fahre war 8*4. EmifsiotiSpapiere sind ca. M. 400 000000.- verausgabt, Darlehne ca. M. 412 000 000.- auSgezahlt. Ä. Berlin, im März Ml. 188 Preussische Pfandbrief-Bank» Bekanntmachung. Betr.: Feldberernigung in ber Gemarkung Bellersheim; hier: die Rechnung. In der Zeit vom 1 bis einschließlich 8. April 1911 liegt werktags auf dem Amtszimmer ber Großh. Bürgermeisterei Bellersheim die .tzauptrecktnung über die Einnahme und Ausgabe obiger Feldberernigung nebst den dazu gehörigen Urkunden zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meiduirg des Ausschlusses innerhalb der oben angegebenen Lffenlegungsftist bei Gwßh. Bürgermeisterei Bellersheim schriftlich einzureichen und zu be- grihtben. Friedherg, ben 25. März 1911. Der Großherzogliche FelbberemigungskommissLr: _______Schnittspahn, Großh. Kreisamtmann. Bekanntmachung Sitz« NM. 36-38 Kolosseum Waltalr. 36-3« feilte Freite; neues Impfes Programm 9. 6in uuterbrMncs lelegröimn | Bürgerliches Drama.______H 10. 6. Täglich ununterbrochen von 3-11 Uhr Vorstellung Jeder Film ein Schlager ersten Ranges. Programmänderung Vorbehalten Ohne Ausnahme jeder Platz 20 Pfennig pro Person | TCaiferTrieörid) Quelle | Offendach am TTiain $ in schöner Auswahl. Friedrich Büdingen, Telephon 13 Iss»/, Kaiser licke Ober-Postdirektiou. Reisende Eisenbahn-Hotel, Gießen. Idto/3 sofort Spezialität: Familiendrucksachen Ludwigstr. 4 Tel. 724 1. 4. 4. 4. L Section Gebrüder verdux Fernsprecher 231 14 FS,' 7. 4. Ein Teil diesjähriger Neuheiten ist ausgestellt und bitte ich Höst, um Besichtigung L 1. 4. 4. 4. 4. 5. L 1. L L 1. Gegen Gießt, Hßeuma und Stoffwedjfet- Erkrankungen Gustav uud Guste Humoreske. Gespielt von Md. Marfa d’Hervilly und Mons. Cazalis vom Theater d’Athönee in Paris. u 'ßZi* Nur iür Üiiederrerkäüler Ich unterhalte stets großes Lager in Scheuertüchern u. ist ein Lagerbesuch sehr zemviehlLudwigLasaruS Asterw. 53. Fernspr. 505. Ter Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegraphen [tute in Langgöns liegt bei dem Kaiserlichen Telegravbenamt in Gieften von heute ab 4 Wochen auS. Darmstadt, 31. März 1911. Der Sluitt 3dö,M?J Der Gewinner Eine Komödie. Bermietungsliste des Lercins her Hniiöbefitzer Möblierte Zimmer (1—3) Bachei Eine Geschichte ruh'. Unterdrückung. Heinrich eines abzick btt Wende LrandoiMM gegen fall bei Zöpens nitft Sie Stab. sich Für frie 2 btt bestehende Die Stobi Tr. Sommi Mecum sin! Änmhm, hau ohnedies sehr mehr Lich ur Äcit groft Dispens nicht Äerr Po Heimer unb Ä bannt eint meier AuÄc Für hie 'haße und mirh statt di boh befum Stabte. ?n her (ftfe i hwr, tvo ein E L^hgche Beig. Ke Aeßsteingi Stra 1. 4. L 4. Am großen St. Bernhard Naturaufnahme. Päda^ojium Neuenheim-HeidelberS Gymnasial - Kealklass. »hizelbehandlnng. 1 ürderung körpeTl. Schwacher u. Zurückgebl. Spiel. Sport. Werkstätte. Übergang i. alle Klass, höher. Schulen. .Einj. - Freiiv. Primaner. Aufgaben unter Anleitg. i. tägl. Arbeits- ston