Donnerstag, 30. November 1911 Zweites Blatt 161. Jahrgang Nr. 282 Erschein! täglich mit Ausnahme de» Sonntag». erne am Heute das grossartig l l III16 (J kolosseh ;kdon: KARL 0 Telephon M5, ickel er. Neuer Erdbeben in 5üddeutschland. lieber das neuere (rrobcben, das wir schon erwähnt haben, erhalten wir noch folgende Nachrichten: Ebingen, 29. Nov. Nachdem in den letzten Tagen in der Erdbewegung Ruhe eingelreten war, erfolgte gestern abend 6 Uhr 15 Minuten wiederum ein Erdstoß von ziemlicher Starte. In den Häusern öer।bürte man ein merkliches Krachen. Biele Leute eilten bestürzt auf die Straße. Tübingen, 29. Nov. Auch hier wurde gestern abend 6.35 Uhr ein kräftiger Erdstoß verspürt, der unter der Bevölkerung große Aufregung hervorrief, ober keinen Schaden anrichtete. Desgleichen hat sich der Erdstoß aufwärts im Neckartal und im ganzen Bezirk Balingen sowie im westlichen Hohenzollern gezeigt. SUtottorttbrucf und Verlag bet Brühlfcheo UnUKtfitQil • v.ich- und 6tetnbni b (Erreichung des Südpols selbst gerichtet ist. Außerdem haben i Engländer Sorgen, daß dieser Ruhm ihnen von der norivegiii' .. Expedition unter Amundsen vorweg genommen werben konnte Sie wurden diese Enttäuschung um so schwerer verwinden, c\ einer der Ihren, nämlich s hackte ton, schon so nahe an bui Pol berangetommen war. Man darr darauf gespannt fein, ob na Diele Erwägung in Der an *2(ufregungcn rudjen Gegenwart cem englischen Volt oder wenigstens fernen mit Rücklicht auf den Reu- tum „oberen" Zehntausend mit genügender (imormglichtrit vv. impfen lassen wirb. Andernfalls scheint der Hauptplan oiefci Expedition in Frage zu stehen oder kann vielleicht sogar als gescheitert betrachtet werden. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. -Ili- ■ or i- t i/Ljiopgie an Der UniDcriitär Wien, Laurcn; :'Ji ü 11 ner , fit in Meran gestorben. ÄS* M. •jgfci Das Wetter im vezemoer. Nach meteorologischer Rechnung treten wir am 1. Tezember in den Winter ein. Auch das Flachland hat nun öoimung, mit Schnee und Eis bedacht zu werden. Zu unteren gebirger ist schon in der zweiten Novemberhälfte der Winter ungezogen: überall lag auf den höchsten Bergen eine bis 20 Zcnti« metcr tiefe Schneedecke Ter Durch ichnittsdezemb er bringt aber den Niederungen eine ganz andere Witterung, als mir |ic uns wünschen. Ter Wintercharakter der gcmätzigtcn Breiten ist äußerst veränderlich: bald herrscht unter dcm^Einiluv ailan» tisch er Zyklonen der milde, regnerische englische ^vvus vor, bald der kalte russische Typ. Ter entere ist in den letzten Fahren bei weitem der häufigere: England scheint In tlimatildicr Einsicht Teutschland zu erobern. Tas ist in höchnem Grade bedauerlich. Denn gerade vom Winter mit seinen kurzen truoen Tagen erwartet man Die volle Entfaltung feiner Eigentümlichkeit, blauen Fimmel über glitzernden, blendend weitzen -Lchnce- flächen, stähleiidcn Frost und Wintersport, Der Die Alten wie Die Zungen erlischt und die Wangen rötet. So denken wir uns den idealen Tezember, Den Deutschen ©inter. wie «nders aber, in stumpfsinniger trüber Gleichförmigkeit, bie Atmosphäre mit Nebel, Staudie.lcyen und Regen beladen, läniaien die letzten Winter dahin. Nur Die Gebirge kosteten Die echte Winterpracht: wenn and) hier Nebel und Sturm häutiger als -erwünscht herrschlen, so fiel doch Schnee, der Freund der Menichen wie Der Fluren des Landmannes Tie mittlere Tages wärme des Dezember finkt von 2,4° am 1. auf 0,1° am 31. Dezember «nach Den Beobach- hingen der Station Franüurt a. M.: nordwärts unD mit steigender öl)? nehmen Die Temperaturen enfprechenD ab, etwa 0,6 für je 100 Meter. Ter geringe Wärmerückgang von nur 2 tm Tezember deutet auf Die gleichmäßigen Warmeverbolmi >e dieses Monats hm. Zm Mittel des ganzen Monats betragt die Wärme für Frankfurt 1,1", Weilburg 0,3°, Gießen 0,5’. Lie höchstmöglichen Temperaturen können 15J unD mehr erreichen, ;o am 6. Tezember 1868, während Die Temperatur im Minimum auf 20J Kälte und Darunter sinken kann 10. a.e- »cmber 18,9\ Ter Tezember bringt m Der Regel bereits ^>ie erste ftäitcrc Frostperiode, meist gegen Ncitte des Monats. a.ie 3ahl der Frost tage, in Denen Dlc Nachttemperatur unter 0 stnll, beträgt im Mittel 16 für Frankfurt, 20 für Gießen und >LWell’nicMi- ends- 5onnta<$ feder Witterung •hm® bei elektr U)1 098)2 Zur privatbcamlenversicher.ng. Als Anlage zum Bericht des 16. Ausschusses Des Reichstags über den Entwurf eines Bersicherungsgesetzes für Angestellte lind im Reichstage Die von Der Regierung in Ausiiust geitelLcii Bemerkungen z u Dem Gutachten der Arbeitszen- trale für Die Privatbeamtenversicherung über Den Ausbau Der Invaliden» und L i n t e r b l i e b e- nen-Versicherung der Reichsversicherungsord- n u n g ausgegeben worden. In Der Begründung zu Diesem Gesetze hatte Die Regierung Dargelegt, weshalb ein Ausbau Der Invalidenversicherung durch Au, etzung ncu^r Lohnllasfen ernsten Bedenken begegne. Tie Arbeits..entrale für Die Privatoeamten- verficherung hat versucht, D.c,e Bedenken zu widerlegen In Den vorgelegten Bewertungen wiro getnupo, ob die,er Beweis gelungen ist. Tie Arbeitszentrale weist nach, daß em Ausbau Der Invalidenversicherung der vorteilhafteste Weg gcroeien wäre. Bon Der Regierung wird eingehend Dargelegt, Daß Die praLiidje Turch- führung Des Vorschlags Lchwicng.eiten begegne und für Die Versicherten große Nachteile zelligen werde. Vor allem werde Dieser Vorschlag eine finanzielle Gefährdung der Invalchen- und vinter- bliebenenversicherung Herbeisuhren. Tie Darlegung kommt zu dem Schlüsse, Daß Durch Den Vorschlag Der Ärbelts,entrale nicht nur die Grundlagen des besteyenoen Geietzes gefährdet werden, sondern auch unübersehbare Meyrbelastungen dem Reick>e w:e den Bersicherungsträgern auigeoürbet würden. Aus diesen Erwägungen heraus hat der Ausi'chutz den Gedanken auch fallen laßen. Tcm Plenum wird ein münMidnr Bericht erstattet werden vom Abg. Crtcl (natl.) Tann beriet man Die ostafrikanische Bahnvorlage. Mit dem Schatzsekretär Wermuth und Dein stellvertretenden Leiter des Jlolomalamtö Tr. Sols nimmt auch Der hier auf Urlaub befindliche Gouverneur von Teutsch'Sst- afrika, Herr v. Rechenberg, an der Verhandlung teil. Ter Vertreter Der konservativen empfiehlt Die Vorlage zur Annahme. Ent Mitglied der Reichs Partei wünscht eine Bahnverbindung nach b e m Natronsee und dem .Kilimandscharo. Ter Wortführer des Zentrums regt eine Aeiiderung der Vertrage mit Den Bau firmen an. Gauvei neur Tr. Sols gibt Die Verstcherung, daß Die Kvlonialverwaluing volle Rücksicht auf Die Finanzen nehme. Tie Natronsceb.il'ii könne einmal nötig werden, Die Erwägungen feien noch nickst abgeschlossen. Ter Vorsitzende DeS Au-schusses stellt lest. Daß Die Deutsche Industrie es abgclehitt habe, sich an bei Ausbeutung M Naironiees zu beteiligen. Gouperneitr Tr. Sott ist Dagegen der Meinung, daß nun Die Natronseefrage nickst ganz so pessimistisch anzuichen brauche, zumal eben Die Unter luchungen noch nicht abgeschlossen seien. Von s o - i a l D e m o - kratischcr Seite wird als Vorbedingung für den Bahnbau nach dem Tanganjika eine genaue Prüfung verlangt, ob Die neuen Steuern in Cftafrifa ausreichen, Die erforberlidicn 52 Mil lionen zu verzinsen und zu amortisieren. Unterftaatssekretai E o n tz e bemerkt, daß Die Vertragsabschlüsse stets Den Verhält nissen angepasst worden seien. Von fortschrittlicher Selle wird ausgeführt, mit geringen Mitteln könne Der La feit von Tanga nicht ausgebaut werden. Im übrigen spricht |id> auch Der volkspartellichc Redner für die Vorlage aus. Im weiteren Verlau, der Ausivrache wird von Zeiilrumsseite um Vorlegung Des Voranschlags über die 52 Milli onen für Die Taiiganjikabahn bis zur morgigen Sitzung ersucht. Tie weitere. VelhanDlung und die Beschlußfassung über Die Mittellandbahn wird mfülgcDeiicn auf morgen vertagt. Ter erste Teil oer Vor.age über Die Ergänrungs- und Neubauten auf Der «stamm-' Itrcde Tanga-Momboder llsamdarabahn wird genehmigt. Rcgierungs'citig wird dargelegt, Daß daS Lafenprotekt für Tanga Dem Bedürfnis entspreche. Es sei Vorsorge getroffen, daß jeder - zeit eine Erweiterung Der fcaicnanlage erfolgen könne, so Daß Die großen Tampfer an die Mahnlagen gebracht werden können. Der Ausbau Des Verteidigunassystems in T e u t s ch - L ü D w e st a f r i k a Durch Die Schaffung einer weißen Miliz ist betanntlich beabsichtigt. Im Reichs- tolotiialamt ist ein Diesbezüglicher Gesetzentwurf bereits aus- gearbeitet worden. Der Dem neuen Reichstage zugehen soll. Von der Erwägung ausgehend, daß eine Erhöhung der Militärlast für Südwestairika vermieden werden muß, um die Verhältnisse in Der Molonie nicht nachteilig zu beein» ilussen, soll von einer Vermehrung Der Schutzlruppe ab« gesehen werden und für den Fall eines Krieges oder Aufstandes eine Bürgermil grichassen werden. Tie Deut« ichen Kolonisten in Teutscy-Lüdwestafrika werden in Zukunft bei allen inneren Krisen eingezogen werden, dafür sollen ihnen als (Gegenleistung Erleichterungen bei der Ableistung von militäriichen Hebungen im Frieden gewährt werden. Die wichtigste Forderung In tzeffen. Wir erhalten folgende Zuschrift: Ebne Frage ist die Aufbesserung der Beamtengchälter in tztistn Die wichtigste Ausgabe, Die Den 35. Lanotag zu beschäftigen haben wird. Vieles ist Darüber schon gesprochen und vieles gc* schrieben worden. Liber es kann eben der Regierung Nicht oft genug vorgehalten werden, welche unauhdjiebbare Verpflichtung sie ihren Beamten gegenüber bat. Bis setzt hat sich die Sie- gierung lediglich Darauf beschränkt, ihren guten Wlllen in dieser Sache hervorzutehren, aber es ist bei den ichoncu trostverheißen^ Den und nie trostbringenden Worten geblieben. Gennß, Die hessische Finanzlage ist nicht glänzend. Tas ist in anderen Staaten aber auch nicht Der Fall, und doch hat man nck> entschlossen, den Beamten, die wahrlich einen recht schweren etanb haben, eine dauernde Aufbesserung zuteil werden zu lassen. Wohl nirgends sind an Die GedulD Der Beamten so harte Anforderungeii gestellt worden, wie in Hessen. 9hm aber ist eS an Der Zeit, daß wirklich ernst gemacht wirD. Jetzt geht es nicht mehr an, die Beamten länger auf Die Zukunft zu vertrösten, auch nicht, Vie cs hier und da heißt, sie durch eure widerrufliche iogenannte Teuerungszulage gewissermaßen zu Tank zu verpflichten. Man sollte alles vermeiden, was Den Anichein erwecken tonnte, als erweise man den hessischen Staatsbeamten eine besondere Gnade, wenn man ihnen Zuwendungen mache. Eine Derartige Behandlung ist eines Beamten unwürdig und auch der Regierung. Nicht allein durch das seit Jahren unerfüllte Versprechen ist die Regierung ihren Beamten verpflichtet, sondern vor allem durch Die bittere Notwendigkeit, die einen Aufichub der Aufvesserung nicht mehr verträgt. Wird den Beamten nicht Die Arbeite-" fteubigfeit genommen, wenn sie keinen ausreichenden Beidienst finden und immer nur schöne Worte zu hören bekommen'? Zieht mau noch in Betracht, bau sich die Regierung durch eine schlechte Besoldung Die roirfiid) tuu;iigen Kralle halb sernhalten wird, so muß gesagt werden, daß sie durch ein derartiges Verfahren na) l'clbit am meisten schädigt. Man hat Den Beamten ein Lob gewendet, daß sie in Zeiten der Not immer luieDcr Engels- pctmlb gezeigt haben. Tas kann aber auf Die Tauer nicht so fortgehen. * Wie die hessischen Wahlkämpfe gezeigt haben, vertreten alle Irgerlidxn Parteien Die gerechten Forderungen Der Beamten. ES ist nicht anzunehmen, Daß das nur eine Agiiationsphrase war. Im (Gegenteil, Die Regierung Darf sicher sein, bei einer Besoldungsvorlage die tatkräftige Unlerstützung Dieser Parteien zu finden. Sie wird aber auch dann Uiiterltützung finden, wenn die Neuordnung der Beamtengehälter eine -Lteuererhohung erheischt, was vielleicht nicht zu umgehen sein wird. Ta aber die Bezüge aus Den Diretten otaaiöiieuern und Der Gewinn aus bem preußisch-hessischen Eäienbahn-Gemeinschaftsvertrage erhebliche Steigerungen enahren haben, wirb sich eine Steueierhühung wohl nur — wenn überhaupt — im geringen Umfange al» notwendig erweisen. Es wird frcUid) nicht auSbleiben, daß demgegenüber die Regierung eine andere Rechnung auf stellt unb die,e» und jenes so oder so alö undurchführbar bezeichnen wird. Ein altes Sprichwort aber sagt: „Wo ein Wille, Da ein Weg", unb sollte cs in diesem Falle so gänzlich versagen? Lllich wird Die Regierung behaupten, wenn wir könnten, hätten wir Die Gehälter schon aufgebessert. Auch gut! Aber man scheint Doch andere Aufgaben immer iwch als Dringlicher anzuiehen. Das Darf in der neuen Legislaturperiode nicht Der Fall sein. Wenn Die Regierung im Parlament erklärt, baß ue aus Gruiwen Der Be- amtenbeiolbung andere, auch wichtige Kulturausgaben zurück stellen müsse, so wird sie bei Den Fraktionen volles Verständnis Dafür finden. Tie wichtigste Äülturaufgabe, die Die Regierung zu füllen haben wird, ist Die endlich Einlösung ihres Versprechens und Die Erfüllung ihrer moralischen Pflicht gegen ihre Beamten. Veränderungen in den Kommaitöoiklkn der engliichen Marine. Wie sehr die Engländer bemüht |inD, aus Den Ereig- nissen Des letzten Sommers Die Nutzanwendungen zu ziehen, beweisen Die Veränderungen in den Kommanoostellen, die jetzt bekannt gegeben weroen. Es scheint demnach zu stimmen, daß die englische Flotte in der kritiichen Zeit nicht ganz aus der Höhe stand: London, 29. Nov. Eine amtliche Berössentlichung gibt folgende Ernennungen in der Admiralität belannt: Admiral Sir Francis Bridgeman wird erster Seelord, LizeaDmiral Prinz Louis Battenberg zweiter Seelord, Kapitän Pakenham vierter Seelord. Unter Den Verände- „ V.M Freitag, b. L abcaoo 9 Uhr tatsvcrsamm! im „SailttboP. Mitglieder wtibnethrt?^ ie Borichlone wm Idr.Vr- til/12anHw«nite!)oeri lgen. ntag, btn 3. Ttitubtt ierrmdlvaubctunii ir - CbttnboTict - annirn. ^tunb. tb'nn hr. Wer. h. M aN (S, Andreas. II11 fallt. W Weller Bed. Himmel Nebel Höchste Temperatur 29. November = + 6,3 “O. am = 4- 3,3 '6. 29. 0,1 mm. öl 91 Knorr 80—85 45 82 47 85 41 75 39-40 76—78 39 77 49 62 49 62 47 60^ 48 61 Vor Katarrh sich schützen ' «obnum Bleien, ff? yer fof ^ »Faheres bei 9 nähme offen liegen. B“/u 150000! Stets frisch zo haben In allen elnschliglgen Geschäften. "2. Z Pfund 15 Pfg. bei 7140 6 Emil Fischbach, Gießen Telephon 267 Seltersweg 24 Amtlicher Teil. Wohlergehen und zum weiteren Aufblühen unserer Stadt bei. 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Müttern beliebt wegen ihres Wohl geschmacks, hohen Nährwerts und ihrer leichten Verdaulichkeit Schafe. Weidemastschafe Schweine. Vollsieischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 481/,-49^ 62—63 Vollsieischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 48'/,-49V, 62—63 Vollfleischige Schweine über 21/, Zentner Lebendgewicht 46M-48 60-61V, Fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 47l/,-48& 61—62 iln iirtiäf 28. bis 28. Airchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Donnerstag, den 30. November, abends 8 Uhr, int Matthäns- saale : Bibel stunde. (Bilder aus der Apostelgeschichte.) Pfarrer D. Schlosser. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage-, Samstag, den 2. Dezember 1911. Vorabend: 4.30 Uhr. Morgens: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbatausgang: 5.20 Uhr. Ueberstand: Rinder Ueberstand, Kälber, Schale ausverkauft. Preis pro 100 yfö. L'ebenb» 2> hlrhc- geivtdjt Ochsen. von-blSvon-biZ Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachttvertes 45—50 81—90 Vollsleljchige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . . 46—43 74—77 Altere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte lungere Kühe und Färsen 35—39 66—72 Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 80—34 60—65 Kälber. Feinste Mastkälber 63—64 105-106 Mittlere Mast- und beste Saugkälber . 59—62 99-104 Geringere Mast- und gute Saugkälber 52—58 86—96 Geringere Saugkälber 48—51 80—85 den Bergh'schen Margarine-Erzeugnisse, an ihrer Spitze die allgemein bekannten Marken Cleverstolz und Vitello Schlachttvertes höchstens 6 Jahre alt 50—53 90—93 Junge, fleischige, nicht ausgemästete und allere ausgemästete......44—47 und Schweine Durch- schnittspret; pro 100 ßfum Vebenb» s hla fltiot tz: Ziehung am 2.0.4. Dezbr. 1911. p JJ Nürnberger üBlu-Lotterie 6319 Geldgewinne bar ohne Abtug Mark: Sanatorium Lindenfels zwischen Darmstadt—Heidelberg, 400 m hoch herrl. gelesen, (ss15/« Technische Nachrichten. — Ein neues Schleppsystem. Eine technische Erfindung wurde auf dem Dortmund-Emskanal bei Hiltrup zum erstenmal erprobt. Ter Erfinder der neuen Methode ist der Re- gierungs- lund Baurat Kost von der Dortmund-Äns-Kanal- verwaltung. Vor Besichtigung der neuen Einrichtung wies er auf die Mängel der bisherigen Systeme der Schleppschiffahrt hin. Er hat das Beförderungsmittel auf den Grund der .Wasserstraßen verlegt. Er bringt mitten im Fluß- oder Kanallauf eine fortlaufende Schiene an, die vor Ausbiegungen nack rechts und links geschützt ist, dagegen noch oben hin in gewissem Maße federn kann. Vom Schleppboot aus senken sich vier Rollen auf die Schiene, die diese umklammern. Beim Einschalten der elektrischen Kraft bewegt sich das Schleppboot an der Schiene entlang vorwärts. Tie Geschwindigkeit war vorläufig nur gering und erreichte drei Kilometer in der Stunde. Ein besonderer .Vorteil der neuen Erfindung ist der, daß die Schiene leicht und ohne jede Monteurarbeit vop der Flußsohle bis auf die Oberfläche gehoben werden kann, so daß Ausbesserungsarbellen leicht auszuführen sind. Weitere Vorteile des neuen Schleppsystems sind der Umstand, daß das Boot keine Steuerung braucht, da es ja an die Schiene gebunden ist, sowie die Tatsache, daß das Wasser nicht aufgerührt wird und somit Beschädigungen der Ufer, die namentlich bei Dampfschleppern unvermeidlich sind, vermieden werden. Ter Motor des Schleppbootes erhält seine Kraft von einer elektrischen Leitung, die über der Wasserstraße ausgespannt ist. Für später sind Versuche in Aussicht genommen, die die Äektrische Kraft durch einen Oelmotor ersetzen und somit den Schlepper unabhängiger machen sollen. Hauptgewinne Mark- 50000 20000 10000 eto. eto. eto. Lose ä M. 3.—. Porto und Lifte 80 Pfg. extra. Zubez durch d. Gsneralagentur Eberhard Fetzer, Stuttgart raöSl LJfeÄr r/^ltTQhp 9 , ' Israelitische Religionsgesellfchast. Gottesdienst. Sabbatleier am 2. Dezember 1911: Freitag abend 4.05 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbat-'lluSaang 5.20 Ubr. Wochengottesdienst: Morgens 7.00 Uhr, abends 7.00 Uhr. * Äw MiL bei drohender Erkältung, rauhem Hals u. drgl. ein paar der bekannten Wybert-Tabletten zu nehmen, die dem Hals so wohl tun, die Verschleimung beheben und die Stimme frei und klar machen. Die Schachtel kostet in allen Apotheken 1 Mark. Depot in Giessen: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. (ss*/9 60000 Liter Olga-Pulver - feit Jahr. bew. für Kühe u. Pferde, die nicht trächtigwerd. Pak. 1 Mk. Zu hab. Hirsch-Apotheke (Sieben Handel. Von der Reichkbank. Berlin, 29. Nov. In der heutigen Sitzung des Z e n - tralausschusses der Reichsbank widmete der Präiident Havenstein dem verstorbenen Mitgliede Geheimrat Schöller einen ehrenden Nachruf. Dann wurden die Veränderungen des Status vom 23. bis 27. November bekannt gegeben. In dieser Zeit hat sich der Metallbestand um 172 000 gegen 3 652 000 im Vorjahr vermindert. Tie Anlagen haben um vierzehn Millionen gegen neun Millionen im Vorjahre zugenommen. Die Giro- getder haben um fünfzehn Millionen gegen zweiunüzwanzig Millionen im Vorjahre zugenommen. Der Betrag der ungedeckten Noten habe am 27. November 419 Millionen betragen, die Reserve 131 Millionen gegen 343 bezw. 129 Millionen im Vorjahr. Ter Status bilde keinen Anlaß, der Frage einer Diskontveränderung näherzutreten. Es sei wünschenswert, daß alle Geschäftsleute auf ihren Geschäftsformularen ihr Bankkonto bezw. ihr Postscheckkonto gedruckt vermerken. Die Reichsbank wird nur mit den Lieferanten in Verbindung treten, die dem Vorschläge entsprechen. Havenstein teilte ferner mit, daß die vor zwei Jahren eingerichtete Hypotheken-Abrechnungsstelle eine nur sehr schwache Entwicklung genommen habe. Märkte. F. C. Wiesbaden. D iehhof -M arktberi cht vom 29. Nov. Austrieb. Rinder 78 (Ochsen 16, Kühe 62, Bullen 0>, Kälber 253, Schafe 59, Schweine 568. Tendenz: Rinder schleppend, Kälber, Schafe und Schwellte mittelmäßig. ttefctre- and M- ruflnMatew» ■ »ndT«Ua«n [ L.b.r.t.rle» | Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter öiejer Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung) Antwort auf das Eingesandt vom 24. November ht Nr. 278 vom 25. November 1911 ans Lang-Göns. Der Vorwurf, eine der allerersten Arbeiten der Feldbereinigung Lona-Göns fei das Fällen von Bäumen und Sträuchern gewesen, ist genügend widergegt durch die f. Zt. im Kreisblatt Nr. 79 vom 6. sApril 1910 erschienene Erklärung der Großh. Kulturinspektion Gießen. Zugunsten des Einsenders, der vielleicht um jene Zeit noch nicht dort wohnhaft war, muß angenommen werden, daß er diese Erklärung derzeit noch nicht kennt. Bevor der Einsender sich an die Oeffentlichkeit wendete, hätte er den offengelegten Plan mit Erläuterungen doch genauer an- sehen müssen, dann hätte er gesehen, daß sich die Mald-Feld- regulierungen hier auf das äußerste Maß beschränken und daß dahei auch die äftethischen Gesichtspunkte in jeder Beziehung Berücksichtigung gefunden haben. Hierher gehört insbesondere die Tatsache, daß nach dem Plan die abwechselnden Einschnitte des kurz vor der Station auf der östlichen Seite belegenen Waldes nach wie vor so erhallen bleiben, daß das Landschaftsbild keine Einbuße erleidet. Besondere Bestimmungen sind auch getroffen und bekannt gegeben zur Erhaltung der hier in den Wald hineinziehenden Wresenflächen. Andersetts enthalten die Pläne und zugehörigen Beschlüsse keinerlei Bestimmungen zur Beseitigung von Hecken und Anlage von Lattenzäunen. Derartige Maßnahmen liegen im Ermessen der Grundbesitzer selbst. Auch über die Frage der Behandlung der Privatwaldparzellen scheint Einsender im wesentlichen falsch aufgeklärt worden zu sein, denn nach dem Vorschlag der Forstbehörde, den der Gemeinderat sowie die Vollzugskommission unterstützten, sollen die Flächen der Privatwaldvarzellen jenseits der künftigen Feldgrenzen dem Bestand des Gemeindewaldes einverleibt werden; es wird also nur ein ganz unwesentlicher Tell dieser Flächen selbst in Kulturland umgewandelt werden. Für den Bodenwert erhalten die Besitzer der Privatwaldungen im Feldbereinigungsgebiet Ersatzgelände. Das Resultat der Offenlegung des Plans, der übrigens schon die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung der Landeskommiflion, Großh. Kreisamts und des Ortsvorstands bestanden hat, hat die Zweckmäßigkeit all dieser Maßnahmen genügend bewiesen. Zum Schluffe sei noch auf die Aufforderung des Einsenders, für Vogelschutz mitzuwirken, der nachstehende in den Offenlegungsatten ebenfalls enthaltene Kommissionsbeschluß angeführt: „Im Interesse des Vogelschutzes und der landschaftlichen Schönhell sollen auf Wegkreuzungen vereinzelte Bäume gepflanzt werden." Friedberg, nm 28. November 1911. Der Großh. FeldbereinigungL,«-ommissar. Schnittspahn, Kreisamtmann. KZ W "Nä Angebote sind bis Dienstag, den 12. Dezember d. I., vormittags 10 Uhr, auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten einzureichen, woselbst auch die Angebotsunterlagen wahrend der Dienststunden jederzeit zur Einsicht- Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Lich. Infolge weiterer Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche in Lich wird ein errbezirk gebildet, der umgrenzt wird durch Eingang des Schloßparks gegenüber dem Schloß, Schloß- Platz Unterstadt bis Löwengasse, Hilltengasse, außer der Stteckc bis Faselstall, Kirchgasse bis Zum Gasthaus zum Adler ausschließlich, Turmgasse, Wall bis Schnorrenberg einschließlich, Braugasse nebst Butzbacher Sttaße, Schloßgasse, Fürstliches Hofgut einschließlich. Für den Sperrbezirk gelten die Bestimmungen unter II unserer Bekanntmachung vom 11. November 1911 (Greß, Anzeiger Nr. 267). Gießen, den 29. November 1911. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Lang ex mann. „Behaftet mit hartnäckigem Hautausschlag habe ich nach 1 Stück Zrrcker's Patent-Medizinalseife ein völlig reines Gesicht. Ich gebrauche Ihre Seife zeitlebens. O.W." ä St. 50 Pf. (15%tfl) it 1.50 M. (35°/otfl, stärkste Form). Dazu Znck°°h-Creme (nicht fettend u. milb) 7o Pf. und 2 M. in der Universitäts-Apo- theke, Hirsch-Avotbeke, beiAug. Noll, E. Seibel. W. Kilbinger, Otto Schaaf, Emil Karn und Ernst Noll, Drogerien. (siy» Meischverdingung. Am 4. Dezember 1911, vormittags 9 Uhr, wird im Geschäfts' zimmer der Vermattung — Kaserne I —, wo auch die Bedingungen austtegen, der Bedarf an Fleisch- und Wnrstmaren für die Garnison Gießen vom 1. Januar bis Ende Juni 1912 verdungen. Schriftliche Angebote sind bis zu dem genannten Zeitpunkte mll der Aufschrift: Angebot auf Lieferung von Fleisch- und Wurstwaren" versehen, im Geschäftszimmer abzugeben. Garnisonverwaltung. Betr.: Vergebung der Walzarbellen für das Jahr 1912. Bekanntmachung. Das Eindecken und Einschlämmen, sowie das Wasser-» fahren bei den Walzarbellen im Jahre 1912 soll vergeben werden. Selbsteingeschnittenes Sauerkraut . , . ... , - en-iWerLjimmtriu oei tist wichtiger als ihn vertreiben und leichter dazu; denn es genügt HJz? Mers C .aarderb» g» 5 Zimme± ffi fliS 0 Zimmer erschiedei 'ine kleine Woh l L Dezember zu veru Lalle, Neuem | Mo bl. 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