I'. stehen, von Psychologen entstehen. Tabei ist jedoch ralio- nalistische Psychologie, die Begrisse a priori in dieses Gebiet hineinlrägt, von vornherein zu verwerfen, ebenso wie die einseitigen Schulmeinungen, die m dem Gebiet der Fach-sychologie genau so wie zu den Zeilen des kirchlichen und philosophischen -Scholastizismus ost noch erscheinen. Gin umfangreicher Teil der Literatur, die unS im Lause der Zeit als kriminal-psychologisches Produkt geboten morden iit, ist in Wirtlichkeit nur eine Kombination von psychologischen Theorien, die sür die analytische Kri- minal-Psychologie unbrauchbar sind. Tic methodische Kriminalpsychologie muß sich also bestreben, unter AuSjcyartung von psychologischen Theorien eine exakte Tar- nellung des Geisteszustandes rechtörechendcr Menschen zu geben. Auch oie Art der Betrachtung, bic dem praktischen Juristen UNO Strasvotlzugsbeamtcn am nächsten lieg:, kann zu sehr tvich- tigen Einblicken in oas Seelenleben der Rechtsbrecher führen; andererseits muh diese elementare Auffassung der trimincllcn Tatbestände durch eine methodische psychologische Behandlung der gc,amten inneren Zultände ergänzt werden. Von diesen allgemeinen Gesichtspunkten ausgehend, behandelt Sommer 1. die allgemeine Kriminalpsycholog ic, indem er Die Beschaffenheit der cmjelnen gciiligen Funktionen im Gebiet der ^riminalpiachologie behandelt; 2. bü spezielle Psychopathologie jurd) Tari.e.lung einer Reihe von bestimmten Gruppen, die einerseits das Uedergangsgebiet zwischen Piychiatrie und Strafrecht, sodann eine Reihe rein krimineller Typen betreffen. Zn erster Beziehung stellt er die akkoholistischen, epileptoiden, hystcr.ichen u. a. Rechtsbrecher dar, die ihrer Art nach Beziehung zu ausgeprägten patholvgifchen Gruppen haben, ohne das; sie generell strafrechtlich als unzarechnungs ahig geilen können. Tabei ivirb besonders aur die bei Bagabunoen beobachteten Geiücs- zusiände eingegangen, lieber bie,c mit der Pathologie verwandten Gruppen hinaus zeigen sich bcuimmtc Gruppen von kriminellen, eie zwar niun einen einheitlichen Typus darstellen, aber doch wenigstens eine ungefähr übereinslimmeuoe Gruppierung von Anlagen aufweijen. Ter zweite Vortragende zu dem gleichen Thema war Professor W. Miltermarer (Gießen. Er führte aus: Tie Kri- Minalpsychologie mug in heter Verbindung mit der reinen Psychologie, der ttnminalanthropologie uns -soziologie sowie der Psychiatrie bleiben; sie darf aber nicht einfeiug nur die anthro- pologischen, sozialen oder palhologiichen Faktoren beachten. Sic bars nicht tendenziös sein. Ihre Methoden, Maf^enbeobachtung Statisiil) und Elnzelbeobachtung, beburieii noch intensiver Aus- W. Jahrgang Die heutige Nummer umfatzt 12 Seiten. Gietzener prosefjoren über lttiminai-psychoiogie. < Köln 12. Oktober. Erstes Blatt 7Q Der italienisch-türkische Krieg. Mit dem türkischen Widerstand in Tripolis scheint es sticht weit her zu sein. Ter italienische Truppcnführer die Post '1)112.—viertel- jährt, ausfchl. Beüellq. ZeilenpreiS: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pseuniq. Ghcfrebaftenr: A Goeh. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton", .Vermischtes' und ,Geiichtssaai": 51. Neurath; sür .Stabt und Land-: E.Hcß; für den Anzeigenteil: H. Beck. toMenbro: leiäucrt lange friid) bli frei Haus fliiuriiba» c, Aernsprechcr 77o liöltcQcn: !i b. hiti. Die „nationale würöe" Zrantceichr. Tie bisherige Nachgiebigkeit der deutschen Diplomaten in der Marokkosragc scheint aus französische Gemüter sehr wenig Eindruck zu machen: Paris, 12. Oft. Ter Minister des Aeußern, de S e l v e s, wohnte heute nachmittag der Sitzung des II -od Matemns 1|n|k-u.FrankturterstT )18hebbtt Rabatt- EVercmiaung. »KGM HM- General-Anzeiger für Gberhessen Annahme1 von Anzeigen Notation§dnlck und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- und Zleindrnckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. tib vonniHagän9niu“ vttdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhosstrahe 16a. bildung. Es fehlt ihr noch völlig die Ausbildung des Systems. Eine Reihe gesicherter Ergebnisse ist schon zu nennen, besonders a) die Scheidung oer Verbrecher in Klassen; von diesen sind als praktisch verioerlbar herausgearbeitet: die Zugendlichen, die Geisteskranken, die Minderwertigen, die Gelegenbeits- (Zufalls-) Verbrecher, die chronischen Verbrecher, als schwache Gewohnheits- unb energische antisoziale Berufsverbrecher. Feststeht die starke Einseitigkeit im Eharakler der chronischen Verbrecher, die sich schiver oder gar nicht mehr in die soziale Ordnung einfügen läßt; b) bic Notwendigkeit verschiedenartiger Behandlung der verschiedenen Klassen von Menschen; c) die Notwendigkeit, den an sich berechtigten Vergeltungsgedanken wegen seiner unsicheren psychischen Wirkung zurücktreten zu lassen und mit der sicheren sozialen Behandlung organisch zu verbinden. Methodische Fortarbeit tu zurzeit besonders erforderlich: a) zur Erforschung der psychischen Besonderheiten der einzelnen Tatarten; b) zur kritischen Untersuchung der strafrechtlichen Grund- begriffc: Zurechnungsfähigkeit, Schuldvergeltung; c) zur Erforschung der praktischen Bedeutung der Motive; d) vor allem andern zur Untersuchung ber Wirkung unserer Unrechtsbekamp- iangsmittel, wie z. B. der Todesstrafe, Freiheitsstrafe, Geld- uraie, ber unbestimmten Verurteilung, des Strafaufschubs, der Zwangserziehung, der Schutzfürsorge. ♦ — Eine neue Oper von Richard Strauß. Richard Strauß hat ein neues Bühnenstück vollendet, das er am Mittwoch in i armi ch ein paar Freunden vorspielte. Es handelt sich, wie die „'.’Jiünd). Ncuft. Nachr." mitteilen, um ein musikalisches Spiel am Schlüsse von Mvliers Komödie Ter Bauer als Edelniann, iic bei dem franzönscllirnrer mit einem Ballett endet. Tao Stück ist für ein Kammermusikorchester in ganz kleiner Besetzung geschrieben, bic nur von Soloinstrumenren bestritten wird. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Tcr Geh. Komnwrialrat Tr. theol. Karl Anoke, orb. Professor der prallt,chen Theologie an der Göttinger U'.tioersitat, feiert am 15. Oktober feinen 70. Geburtstag. Mit Beginn des bevorstehenden Wintersemesters ist Geheimrat Knoke aut seinen Antrag von seinen amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. — In Bern starb am 10. d. M. Professor Tr. Emil Emmert, Privatdozent für Augenheilkunde an bei bärtigen Universität im 67. Lebcnsiahre. — tim 11. b. M. ist in Königsberg i. Pr. der Musikdirektor und Organist Paul Franz im 80. Lebensjahre geworben. Hauptgewü"’ obneAbiMM*^ qcufelt ber hungernden und anspruchslosen Bevölkerung die verlockendsten Zukunftsbilder vor. Und das zündet in Mr orientalischen Phantasie. Ob die Versprechungen unter jdcr italienischen Schutzherrschaft erfüllt werden, ist eine kntbcrc Frage. Tas hängt von der Besiedelung des Landes ß. Tie türkische Regierung bleibt vorläufig noch untätig J| und unentschlossen. Tas wirkt natürlich ans die tripoli- I jniischen Truppen, die vom jungtürkischen Komitee zum Ilcibcrftanb aufgesordert wordeii sind, natürlich auch nicht scrade ermutigend. Tie Ztaliener haben mit der Aus- 1 ■heifiing jungturkischer Elemente aus Tripolis begonnen; (j jii sollen die Haussuchungen und Beschlagnahmungen auch y jn den nächsten Tagen fortsetzen. I ataphierte die Regierung von Konstantinopel, h sie mit Tripolis nicht direkt verkehren könne, an die türkischen Konsuln in Tunis und Malta, sie sollten ■ 6 an Kommandanten der türkischen Truppen in Tripolis Dm Befehl zu übermitteln suchen, soviel als möglich Widerstand zu leisten. In Tripolis verlautet, das; Muni r P a s ch a bereits die Absicht kundgab, sich zu e r a e b e n, De ihm ein Widerstand, hauptsächlich wegen des absoluten i iungelö an Wasser und Vorräten, unmöglich erscheine, tie Truppen, die in Tripolis an kommen, werden sofort d ncch der Landung zum Ausruhen in die vorbereiteten I:. lartiere geschickt, worauf sie zum Ersatz der in den vorgeschobenen Positionen verwendeten Matrosen dienen sollen. Rom, 12. Okt. „Giornale d'Ztalia" meldet in einer c_n Handlung entspringt, sondern wie sich bic Handlung zu einem L"i innitcn Gesetz verhält, durch das sie üoerhaupt erst, strafbar r.i), so ergibt sich die Untersuchung der Gesetze ebenfalls als •jbUge und Ausdruck von bestimmten in der fuhurellcit Emwick hm } eines Volkes gegebenen Momenten. Kriminalpsychologrc, Untersuchung der soziologischen Bedin Einigen und Anreize, sowie eine biologische Betrachtung der Gc- sgebiing als geschichtliche Folge von beickmmtcn Bedingungen — iD die drei Grundpiciler einer naturwissenschaftlichen Strafre.vtS- Idjurc. Eine dogmatische Uebertraguiig von Eriahrungen aus der s.oomalpiychologie oder der Psychopathologie auf die Kriminellen lin .1 zu Fehlschlüssen Anlaß geben. Es müssen al'o in eruer finiie gerade die Erfahrungen derjenigen Personen mit b.racksichtigt tiaöen, die mit den Kriminellen in der Unterfuchungsh.i t, bei b.r l-Mchtsvcrbandlung und im Strafvollzug zu tun haben. Eine cal.ile Kriminalpsychologie kann daher nur allmählich durch An.- Liitid) der Beobachtungen und Ausfasfung von seuc.i ber l politischen Juristen, von Strasvollzugsbeamten, von Pfychia ; tW, und, soweit sie wirklich auf analytischem Boden »Sonderausgabe aus Tripolis: Nachrichten der Araber Uiiolge wird die Lage der türkischen Truppen, die lid) nach dem Innern zurückgezogen haben, immer Der» Meiselter. Zahlreiche Teserteure ergaben sich den italieni- Kfcen Behörden. Auch die Kamelführer, die die tücki- y ich en Truppen mit Lebensmitteln begleiteten, beje-rti erteil, indem sie die Tiere und die Lebensmittel mit sich nahmen. Nach demselben Blatte sind jetzt im ganzen 122OOO Soldaten in Tripolis gelandet. Auch seltert** U-ä-K ‘Ix pjjotog1*" n Am heutigen Tonncrstag beschastigtc sich der Kongreß sür Üciniinal-Anthropologie mit dem gegenwärtigen Stand der Kriminal-Psychologie. Prosessor Robert Sommer cGicßeu führte dazu aus: Iic Kriminalpfychologic ist ein Teil der analytischen P ychologic, )ic in methodischer Weife versucht, den gelingen Zunand ein -ilncr Memchen und bestimmter Gruppen von Menschen zn er :r chen. Sie umersucht in erster Linie die geistigen Znstände stlchcr Personen, die zu Rechtsverletzungen schreiten, und vor dient derjenigen, die durch vielsache Rechtsverletzungen eine be imbere Gefahr sür die soziale Gemeinschaft bieten. Sie grenzt •n vielen Punkten an die forensische Psychiatrie und hat auch ucüsacy die Methoden der nmiidh'n Psychiatrie sür die Unter- jidjimg bestimmter geistiger Funktionen verwendet. Hierbei erscheint die strasrechtliche Haiwlung als Ausdruck iuiis inneren Zustandes, der mit psychologischen Untersuchungs j tiiitelii ersorscht werden soll. Hierin in eine enge Beziehung zu ' tun Gang deS Strasprozesscs gegeben, der in vielen Punk.en über- :uDt erst das Material sur die psychologische Beurteilung bietet. ;nb zwar geschieht eine solche im Grunde bei jeDcm Strasprozeß .rJ) den Richter, auch wenn ein Psychiater oder ein spezieller Eiuiinalpsychologe überhaupt nicht gefragt ist. Ta cs iich nicht nur darum haiidelt, aus welchen inneren und äußeren Momcntcn Nr. 241 Der Silehener Anzeiger erfdirim täglich, außer Sonntags. - Beilagen: r ic vmn l wöchentlich ficr,tntrSamilknblätler; iücunnl ivöchenll.Aieir- lattsürdenXreirSiehen Bteli? äbdM Ziehnng am 8. B. v. f oif 6269 Geldgewinne M» Tic türkischen Pläne. Konstantinopel, 13. Okt. In jungtürki s ch e n Kreisen verlautet, daß die K a m m e r m e lj r h e i t in ber Trivolisfrage ben Stanbpnnkt vertrete, ben Krieg gegen Italien auf bas Hartnäckigste sortzusetzen, alle Italiener auszuweisen unb anbcrc Repressalien anznwenben. Ten italienischen Blättern ist ber Postbebit entzogen worben. Währenb bes heutigen Minislerratö konferierte ber französische unb ber russische Botschafter mit bem Groß- wesir. Tie Pforte protestierte bei ben Kretaschutzmächten gegen bic Eröffnung ber kretischen Kammer int Namen bes Königs ber Hellenen unb erklärte, wie verlautet, bic jetzigen Schwierigkeiten könnten bic Pforte nicht von ber Wahrung ihrer Souveränitätsrechte abhalten. Der hier eingetrosfene englische Telegiertc, William Steab, hatte heute abend eine Besprechung mit dem Minister des Aeußern. Konstantinopel, 12. Okt. Tcr heutige Mini st e r r a t beriet über bic Antworten ber Mächte. Die Regierung setzte bic Vcrhanblungcn mit ben Botschaftern fort, um bic Basis für eine Intervention zu sinben. lieber einen bevorstchenbcn Waffen still st anb ist hier an maß- gebenben Stellen nichts bekannt. Vor ber Kammcreröffnunp werbe jebenfalls keine Entscheibnng getroffen. Vom türkischen Ministerium. Konstantinopel, 12. £ kt. Einige oppositionelle Ab- georbnete protestierten beim Großwesir gegen bic Knebelung ber Presse. Tcr Großwcsir antwortete, wie verlautet, baß er von ber Maßnahme bes Kriegsgerichts, die verfassnngswibrig sei, keine Kenntnis habe unb baß er bas nötige veranlassen werbe. — Es bestätigt sich, daß Rcschib Pascha unverzüglich nach Wien zurückkehrt, um ben Botschaftsposten zu übernehmen. Zwei italienische Schaluppen beschlagnahmt? Massana, 12. Okt. Nachrichten aus Dschibba besagen, bas; bic türkische Regierung bort zwei italienisch c S ch a l u p p c n, welche Kaufleuten von Maffaua ge hören, befchlagnahmtc. Tie Flucht eines italienischen Kousularageuten. Alexanbrctte. 12. Okt. (Agcnzia Stesani.) Der hiesige italienische Konsularagent würbe g e z w u n g'e n, die Stabt zu verlassen unb nach Larnaca auf Eypcm zu flüchten infolge ber feinblichen Kunbgcbnngcn durch S t e t n lu ü r f e gegen bas Konsulat, bie sich mehrere Nächte hinburch wicbcrholtcn. Ermordung italienischer Arbeiter? Alexandrien, 12. Ott. Tie „Agcncia Stefani" meldet: Ter bisherige italienische Konsul in Hodcida, der auf der Turchrcijc hier eingetroffen ist, teilte mit, er habe gehört, daß 20 bei Eiscnbahnarbciten in Hebschas beschäftigte itaHcnif d) e Arb eiter in ben ersten Tagen bes Oktobers von Türken ermorbet worben seien. Die Naa;richt wirb auch von anbercr Seite bestätigt unb hinzu- gesügt, baß ber Vorfall sich in Kar a k ereignet habe. Boykott italienischer Waren. Nom, 12. Ott. Nach Mcibungen ber „Agcnzia Stesani" hat ber Boykott italienischer Waren in Smyrna unb Saloniki begonnen. In Konstantinopel soll ein Dom Pyräus fommenber bulgarischer Dampfer mit italieni- schen Waren an Borb am Löschen verhindert worben sein. Ivie früheren Minister Sennino unb Gutssiarbini finb bort uußcfommen. I Italienische Versöhnungspvliiik. Tripolis, 12. Oft. General Eancva, ber Obcrst- fommanbicrenbe ber italienischen Truppen, hat an bic Bc- völlcrung von Tripolis unb Eyrcnaika einen Aufruf erlassen, in bem er erklärt, er sei nicht gesanbt worben, um die Bevölkerung zu Sklaven zu machen, jonbern ihr, bie i bisher ber türkischen Knechtschaft unterworfen gewesen sei, ihre Rechte wieber zu v e r s ch a f s e n , ihre Bedrücker zu ftrafen unb sie frei zu machen. Das Volt werbe von seinen Häuptlingen unter bem Schutz bes Königs von Jtalicn regiert werben, alte religiösen unb bürgerlichen Srcitag, 15. IDttohcr 19U Bei« qSvretSr monatIid)7j00 ''M. °/Bouitton=2ßütit II (2ien:tag und Freitag); zweimal monatl. tand- vlrlfchastlicheSeitfraAcn r-cniiprcd) - Anschliine: iiir bic Redaktion 112, Gcsetzcsvorschriften sollen unangetastet bleiben. Es werb? auch feine Kontribution cingczogcn nrerben, unb b.. jetzt beftehenben Abgaben würben rcoibiert, herabgcsc'. . und eventuell sogar ganz abaeschafst werden. Niemand solle gegen seinen Willen zum Wafscnbicnst gezwungen werben. Alles Vies werde bic Grundlagen für die zukünftigen Beziehungen zwischen Schirmherrn unb Schutzbefohlenen bil ben. Der Aufruf schließt mit ben Worten: Italien wolle ben Fricben unb wolle, baß bas Lanb unter bem Schutz bes Königs von Italien ein Laub bes Islam bleiben unb baß die italienische Flagge darin wehe als Zeichen der Treue, der Liebe unb ber Hossnung. Die Versicherung ber Regierung, baß Religion, Eigentum unb bie Frauen geschont werben sollen, machten einen günstigen Eindrucf. 15 Mitglicber bes Komitees für Einheit unb Fortschritt würben ausgewie- sen. Währenb ber Beschießung finb 3 00 Sträflinge entwichen; anbauernb werben Plünbcrcr f c st g e n o m m e n. Es würben Schriftstücke bes Komitees für Einheit unb Freiheit beschlagnahmt, tn benen bic Araber zum Massakrc gegen bic Italiener aufgeforbert werben. Tic Anfunst weiterer Arabcrhäuptlinge aus bem Innern steht bevor. Bittgesuche gefangener Türken. Rom, 12. Okt. Eittigc an Borb ber Dampfer „Saba" unb „Newa" gefangene türkische Offiziere haben an bic italienische Regierung ein Bittgesuch gerichtet, in bem sic ben italienischen Bchörbcn ihren Tank für bie ihnen zuteil geworbene gute Bchanblung ausbrücken unb baruni bitten, wegen Krankheit freigelaffen zu werben, bamit sic sich in ihrer Heimat erholen könnten. Anberc türkische Offiziere, bic sich im Augenblick ihrer Gefangennahme auf bem Wege in bic Heimat befanben ober beurlaubt waren, haben gleichfalls um ihre Freilassung ersucht. Tic italienische Regierung wirb ben Bitten biefet Offiziere entsprechen unb sie in Freiheit setzen unter ber Bcbingung, baß sic sich aus Ehrenwort verpflichten, pn bem gegenwärtigen Fclbzug nicht teilzunchmen. Neue Truppenlandungen. Tripolis, 12. Ott. (Agenziu Stefani-) Begleitet von einem Teil des Geschwaders trafen heute morgen weitere neunzehn Transportdampfer mit ber zweiten.Staffel ber für Tripolis bestimmten Expcbitwns- tvnppcn hier ein. Tie Ausschisfung begann sofort; sie vollzog sich ohne Störung. Zn einer Entfernung von 180 Seemeilen von Tripolis nach Italien zu ist eine Schntzkette für Transportschiffe, bestehenb aus bem Panzerkreuzer „Coatit" unb einer größeren Anzahl von Torpebobooten unb Torpebobootszcrstörern postiert. Schwere Verluste der Italiener? Berlin, 13. Oft. Die „Morgenpoir" versichert, baß entgegen einer Meldung ber italienischen Regierung, bic ben Nachrichtendienst auf bem Kriegsschauplatz monopolisiert l abe, bic Italiener bei einem blutigen Gefecht, bas sich am 11. Lkiobcr gelegen tlichberLanbung in Dcrna entwickelt, große Verluste erlitten hätten. Sie mußten sich nach einem Lonboncr Telegramm anfangs sogar zurückzichen. Erst nach einem morberischen Bombarbemcnt Der italienischen Kriegsschiffe aus bic Stabt, wobei zahlreiche Gebäube zerstört unb viele Menschen getötet würben, lonntcn bie Italiener bie Stabt besetzen. Tie Cholera in Tripolis. Malta, 12. Ott. Tripons i,r bic Cholera aus- gebrochen. Vier Personen finb bereits gestorben. I Die Lage der türkischen Truppen in Tripolis. Rom, 12. Lkt. Dem „(Sortiere d'Ztalia" wirb ans 'Ttipolis gemelbet: Von Italien frcunblid) gesinnten .Arabern wirb bestätigt, baß sich bie L a g e ber t ü r k i s ch e n Truppen immer verzweifelter gestalte. Bei ben itilicliischcn Behörben sänben sich zahlreiche Deserteure ein; auch eine Anzahl Kamelsührer, bic bie türkischen ß > truppen begleiteten, seien unter Mitnahme von Vorräten DtfertierL Tas Blatt melbet weiter: Tcm Vernehmen nach tclc- iSuicrtlS Diiectoirhosen Reformhosen [iir Damen u Mädchen inallen Jüalitätenu. Preislagen Vüdgekaüss'Gusses bei. Der '.Abgeordnete Piöü führte aus, er habe mit seinem Verlangen, daß der Minister fint Budgetcrnsschuß erscheine, bezweckt, daß der Ausschuß bem Minister seine Besorgnis zum Ausdruck bringe, die er hinsichtlich der territorialen Kompensationen im Kongo hege. Die Abtretung dieses Gebietes und eines Teiks des nationalen Besitzstandes sei ein Akt von höchster Wichtigkeit, zumal er sich mitten im Frieden vollziehe. Die Frage berühre die nationale Würde, die Ehre und alle empfindlichen Gefühle des Patriotismus. Der Mini st er des Aeußern antwortete, Piou beabsichtige nicht, der Regierung eine Frage zu stellen; wenn Piou eine Frage gestellt hätte, hätte er, der Minister, rund heraus erklärt, daß er sie nicht beantworten könne. Das Parlament gewährte der Regierung einen Kredit, und die Regierung sei zum Schweigen verpflichtet, das gerade im gegenwärtigen Augenblick so notwendig sei. Die Regierung fühle die ganze Schwere der Verantwortlichkeit, die auf ihr laste. Sie wird sich nicht erlauben, ein Wort laut werden zu lassen, das die Verhandlungen stören könnte. .Er bitte den Ausschuß, den Kredit, den ihm die Kammer gewährte, zu achten. Das, was Piou wolle, sei eine Kundgebung seitens des Ausschusses. Liege es in der Rolle und in der Befugnis des Budgetausschusses, in einer Frage der äußeren Politik eine solche Kundgebung zu unternehmen, wenn sie nicht den genauen Stand der Verhandlungen kennt? Ist es ganz sicher, daß diese Kundgebung, die anderswo, man weiß nicht wie, beurteilt wird, nicht eine ernste Lage schaffen würde? Der Ausschuß werde nicht in Unkenntnis der Dinge eine Kundgebung unternehmen wollen, die gefährlich sein könnte. In kurzem werde man dem Parlament sagen, was man Letan habe und tyerde dann über das 'vollendete Werk und die erzielten Ergebnisse urteilen. Im Vertrauen auf den Patriotismus des ganzen Budgetausschusses, wie aus den aller guten Franzosen, bitte er, der Minister, die gegenwärtigen Schwierigkeiten nicht noch zu vermehren. Der „Temps" weiß zu melden, daß das Dokument über das Marokko-Abkommen sich aus vierzehn Artikeln zusammen- setzt und einer Einleitung, in der die beiden Kontrahenten ihre Prinzipien erklären, durch die sie sich während der ganzen Verhandlungen haben leiten lassen. In seinem politischen Teil sei der Vertrag so beschlossen, daß Frankreich fernerhin eine Durchquerung seiner Absichten nicht zu befürchten habe und d a ß e s ganz allein mit dem Sultan verhandeln werde, dessen politischer Ratgeber cs sein werde. Die ökonomischen Interessen aller Staaten seien garantiert. Wenn Frankreich jetzt endlich das Recht erhalten habe, Marokko zu tunifizieren, so werde es dafür auf alles verzichten, was die freie Konkurrenz aller anderen Handel treibenden Staaten stören könnte. Die Erhöhung der Beamtengehälter in Oesterreich. W i e n, 12. Olt. (Abgeordnetenhaus.) Eine Konferenz der Parteiobmänner beriet über die Anregung, die Regierungsvorlage betreffend die Erhöhung der Beamtengehälter ohne erste Lesung dem Ausschuß zuzuweisen. Die Ruthenen sprachen sich gegen die Zuweisung aus. Der Ministerpräsident plädierte für die rasche Erledigung der Vorlagen und erklärte: Wie verlaute, werde die von der Beamtenschaft geforderte Dienstpragmatik, welche sich gegenwärtig noch in der Ausarbeitung befinde, erst nach Erledigung der Beamtengehaltsvorlage einzubringen sein. In dem Augenblick der herrschenden Erregung und Agitation sei wohl kaum die Möglichkeit zu einer ruhigen Arbeit und zu einer nicht bloß für die Angestellten, sondern auch für den Staat so wichtigen Materie, wie es die Dienstpragmatik sei, vorhanden. Aus Hessen. Tie Landtagswahl in Giessen. Boni Verein der fortschrittlichen Volkspartei in Gießen wird uns mitgeteilt: In seiner Sitzung am Donnerstag hat unser Vorstand einstimmig den nachstehenden Beschluß gefaßt: Obwohl die fortschrittliche Volkspartei in Gießen die stärkste Partei des Wahlkreises Gießen-Stadt ist, war sie im Interesse einer liberalen Einigung bereit, aus die Kandidatur Urstadt zu Gunsten des nationalliberalen Kandidaten Kliugspor zu verzichten. Als einigermaßen gleichwertige Gegenleistung halte sie die Unterstützung der fortschrittlichen Kandidatur Henrich in Darmstadt durch die dortige nationalliberale Partei gefordert. Die national- liberale Partei in Darmstadt hat diese Bedingung abgelehnt und, während am selben Abend in Frankfurt die Verhandlungen noch geführt wurden, den Regierungsrar Bastian vorbehaltlos und endgültig als Kandidaten aufgestellt. Ter Verein der fortschrittlichen Volkspartei in Gießen muß daher die Verhandlungen als gescheitert betrachten und wird sofort in die Agitation für. seine Kandidatur Urstadt cintreten. ♦ JmLandtagswahlkreisBüdingenhat Volks- schullehrer Heist aus Düdelsheim die ihm von der fortschrittlichen Bolkspartei angetragene Kandidatur endgültig angenommen. Zu unserer Zusammen st ellung der Kandidaten für dieLandtagswahl wird uns geschrieben: ' Kandidaten des „Bauernbundes" gibt es nicht, wohl aber solche des B. d. L. Tie Herren Fenchel, D.-esch, Bahr, Leun sind Kandidaten der deutschsozialen bezw. christlich-sozialen Partei und werden vom Bund der Landwirte unterstützt. Alle von den vereinigten rechtsstehenden Gruppen aufgestellten Kandidaten werden sich im Falle ihrer Wahl der Fraktion der Hessischen Volkspartei (Hess. Bauernbund) im Landtag anschließen. Aus Stadt und Land. Gienen, 13. Oktober 1911. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. In der gestrigen Sitzung unseres Stadtparlaments war eine recht reichhaltige Tagesordnung zu erledigen, doch gaben die meisten Gegenstände keinen Anlaß zu Erörterungen. Wenn aber gesprochen wurde, geschah es meist um so ausgiebiger. So z. B. bei einem Baugefuch, das für die Marburger Straße den Bau eines einstöckigen Familienhauses mit sehr hohem Dach vorsah, während oie Bauordnung nur mehrstöckige Gebäude zuläßt. Bei der Abstimmung siegte schließlich die Richtung, die den Dispens versagte, um das Aussehen der dortigen Stadlgegcnd nicht zu beeinträchtigen. Aber auch die Mehrheit ließ keinen Zweifel darüber, daß sie bei einem abgeänderten Entwurf mit sich reden lassen werde. Sehr viel gesprochen wurde auch über die Frage, was mit der alten Klinik geschehen solle. .Namentlich die Gegner der Verlegung der Bürgermeisterei ritten mannhaft in die Schranken. Da die Sache nicht aus der Tagesordnung irano, wurde kein Beschluß gefaßt. Es wurde aber allseitig gewünscht, daß die Angelegenheit eine der nächsten Sitzungen endgültig beschäftigen möge. Rascher gestalteten sich die Beratun- ;en über den Bau der G r o ß v ieh s ch la ch Lh all e, die ja nur eine Folge früherer Beschlüsse ist und deren Bau die Betriebsrechnung des städtischen Voranschlags nicht belastet. Auch die Mitteilung, daß Gießen als Beitrag zu den Grunderkoerbskosten der Bahn Lollar-Londorf rund 100 000 Mk. tzu bezahlen habe, ging rasch und schmerzlos an unseren Stadtvätern vorüber. Dre Summe, die )ie Landeshypothekenbank dem Bahnkonsortium vorgeschossen hat, soll in 28 Jahren getilgt werden. Es sei ärgerliches Geld, meinte der Vorsitzende, als eine lang- amere Tilgung vorgeschlagen wurde, und deshalb solle man die Tilgung so einrichten, daß man so rasch als möglich davonkomme. Der von dem kaufmännischen Verein weiblicher Angestellter gestellte Antrag auf Einführung des Fortbildungsschulzwanges für weibliche Angestellte im Handelsgewerbe fand auf Grund des Gutachtens der Handelskammer Annahme, trotzdem sich der Detaillistenverein dagegen ausgesprochen batte. Auch der deutschnationale Handlungsgehilfenverband ist gegen H Einführung des Zwanges in einer Eingabe eingetreten. Die Mitteilung, daß besonders im Seltersweg euie Anzahl Hausbesitzer der Einführung der elektrischen Straßenbeleuchtung Schwierigkeiten bereitet, rief in der Versammlung lebhaftes'Erstaunen hervor, da doch gerade den Anwohnern De* Seltersweges mit einer besseren Beleuchtung rn ge- schüftlicher Hinsicht sehr gedient ist. ** Tageskalender für Freitag, 13. Okt. Stadt- t heu ter: „Nora". Anfang 8 Uhr. Flottenverein: Lichtbilder vor trag von Kontre- adiniral z. D. R e ck e: Welche Bedeutung haben die Panzerkreuzer für die deutsche Flotte im Hinblick auf die jüngsten Ereignisse? Abends 8'/, Uhr im Einhornsaal. ** T e u e r u n g lr n d Stadtverwaltung. In der nicht öffentlichen Sitzung der Stadtverordneten wurde Oberbürgermeister Mecum gefragt, was er gegen die Teuerung der Lebensmittel, besonders der Kartoffeln und Gemüse, zu tun gedenke. Es wurde von Stadtv. Eichenauer; daraus hingewiesen, daß auf unseren Wochenmärkten Preise verlangt werden, die es der Mehrheit der Bevölkerung unmöglich mache, Einkäufe zu machen. Der Oberbürgermeister erklärte, daß auch er die künstliche Preistreiberei bei den für die Bevölkerung notwendigen Lebensmitteln beobachtet habe. Es sei Tatsache, daß im allgemeinen die Ernte nicht so schlecht ausgefallen sei, um Preise zu rechtfertigen, wie sie die Produzenten auf den Märkten verlangen. Nach den Berichten oer Tagespresse seien die Preise für Kartoffeln und Gemüse anderwärts abgeschlagen, er habe bereits wegen des Bezugs von Kartoffeln und Gemüse Preise eingehvlt. Einen Antrag, Lebensmittel für unsere Bevölkerung zu billigeren Preisen als aus den Märkten zu beziehen, sei bisher nicht gestellt worden, um den Händlern keine Konkurrenz zu machen. Wenn aber die Marktpreise für den Kleinverkehr weiter eine Höhe behalten, die nicht im Verhältnis zu den Großhandelspreisen stehen, werde er im Interesse der Verbraucher in der nächsten Sitzung der Stadtverordneten den Antrag stellen, Mittel bereitzustellen, um Lebensmittel, besonders Kartoffeln und Gemüse, auswärts anzukausen. Damit soll es der Bevölkerung möglich gemacht werden, ihren Bedarf decken zu könnew Es sei al;o jetzt an den Handelsleuten, die unsere Wochenmärkte besuchen, entweder zu angemessenen Preisen zu verkaufen oder den ungleichen Konkurreirz« kamps mit der Stadt auszunehmen. * • Die Versorgung Oberhessens mit Elektrizität. Am Mittwoch fand auf der Provinzialdirektion unter dem Vorsitz des Provinzialdirektors Dr. Usinger eine Vorbesprechung statt wegen eventueller Beteiligung der Kreise Alsfeld und Lauterbach an der geplanten Ueberland- zentrale Fulda, die ein Privatkonsortium gründen will, das zunächst die Versorgung der Kreise Melsungen, Rotenburg und Fulda mit .elektrischer Energie beabsichtigt. Der Besprechung wohnten u. a. die Kreisräte von Bechtold und Dr. Heinrichs, die Bürgermeister Stöpler-Lauterbach und Dr. Völsing-Alsfeld und Baurat Schöberl bei. ** Ortilgewerbeverein. Ter Vorstand beschloß am Mittwoch, auch für den kommenden Frühsommer einen Besuch der Edertalsperre ins Auge zu fassen. Tie Monatsversamm- lungen sollen am 1. Mittwoch eines jeden Monats während des Winters stattfinden. Neben gewerblichen Fragen werden Berichte über die neu-tn Verwaltungsgesetze usw. die Sitzungen einleiten. Einer Anregung der hiesigen Ortskrankenkasse soll Folge gegeben werden und demgemäß die Regierung in einer Eingabe ersucht werden, das für die Einziehung der Jnvaliden-Versicherungs- beiträge seither übliche Versahren nicht zu ändern. ** Stadttheater. Von Novitäten heiteren Genres hat die Direktion vorläufig in Aussicht genommen das Lustspiel „Die Ahnengaleri e*, das am 11. d. Mts. am Darmstädter Hoftheater mit schönem Erfolg aufgeführt wurde, und den Schwank „M eyerS*. In Vorbereitung stehen außerdem „Der Pfarrer von Kirchfeld* und „Jugend*. — Wie schon im Feuilleton des Gießener Anzeigers vom 7. Juli d. Js. eingehend motiviert worden ist, sollen sogenannte „Kammerspielabende* eingeführt werden, an denen literarisch interessante Bühnenwerke gegeben werden, die nach Fabel, Diktion oder Form nicht in den üblichen Rahmen der Borstellungenpassen. Der erste „Kammerspiel abend* — zu dem Gutscheine gelten — wird Wedekinds „Kammer- länger", Schönhcrrs „Bildschnitzer" und Ludwig Thomas neues Lustspiel „Lottchens Geburtstag* bringen. * * Von Herrn Iustizrat Grünewald erhalten iuir folgende Zuschrift: Ich bin von vielen Seiten gefragt worden, ob ich nicht auf die Tiraden des Herrn Rechtsanwalts Dr. Spohr in Nr. 238 Ihres Blattes erwidern wolle. Ich lehne dies hiermit öffentlich ab, weil es mir, nachdem ich durch das Vertrauen nieiiierKollegenzumVorstandsamteberufenbin, nicht passend erscheint, mit persönlichen Gegnern eine Zeitungspol emik über Angelegenheiten der Anwaltschaft zu führen, welche das. Publikum nicht interessieren und auch nichts angehen. * * Unfall. Heute nacht fiel bei Zug 405 in der Nähe von Weilburg ein Soldat aus dem Zuge. Er wurde, am Kopfe schwer verletzt, aufgefunden und in Gießen dem wachhabenden Kommando übergeben, das die Ueberführung in das hiesige Lazarett veranlaßte. Der Verunglückte gehörte einer Abteilung von Metz an, die in Göttingen einen Trans- port Rekruten abholen wollte. Die Verletzung scheint erfreulicherweise nicht lebensgefährlich zu sein. * * Während der Dunkelheit haben die Hausbesitzer die Verpflichtung, ihre Treppen usw. zu beleuchten (s. amtl. Bekanntmachung). Landkreis Gießen. — Wieseck, 12. Okt. In der zwecks Einigung über den Milchpreis heute abend abgchaltenen Versammlung der vereinigten Landwirte Wiesecks, zu der auch die Milch Händl er eingeladcn, aber nicht erschienen waren, wurde folgender endgültige Beschuß gefaßt: ^Dcr Preis der Milch zur Abgabe an die Milchhändler wird auf 16^/z Pfg. für das Liter festgesetzt. Der Vorsitzende der Versammlung wird beauftragt, diesen Beschluß dem Vertreter der Milchhändler mit der Mitteilung zu eröffnen, daß, falls die Milchhändler mit diesem Preise sich bis morgen abend nicht einverstanden erklären, eine Milchverwertungsgenossenschaft gebildet wird, die dann die Milch für jeden Preis in die Stadt nach Gießen liefern würde." ---Saasen, 12. Okt. Ter Landwirtschaftskammerausschuß für Oberhessen veranstaltete in unserem Felde eine praktische Vorführung landwirtschaftlicherAcker-, gerate. Zugegen waren Professor Gisevius, als Vertreter Der> Landwirtschaftskammer Landtagsabgeordneter Fenchel-Oberhörgern, und Landwirtschaftstechniker Kreuz-Gießen. Vorgeführt wurden' 2 Sämaschinen, 2 Pflüge, 3 verschiedene Arten Acker- und Saateggen. Eine Tüngerstreumaschine und ein Pflug konnten wegen zu spätem Eintreffens nicht vorgeführt roerben. Die Beteiligung an der Besichtigung aus den Nachbargemeinden war sehr stark, die Leistung sowie die Bauart und Konstruktion aller Geräte und Maschinen war sehr hervorragend. Die Vorführung hat gezeigt/ daß unter Benutzung erstklassiger Ackergeräte die Landwirtschaft noch viel erleichtert und gewinnbringender betrieben werden kann, denn in 2 Stunden war ein ziemlich großer Acker des Karl Schäfer vollständig und sauber bestellt. x Grünberg, 12. Okt. Gestern abend entstand in der' Neustadt ein kleiner Brand. Es brannten zwei Häuschen ab, in denen fast nur Ortsarme wohnten. Tie 19 Köpfe starken Bewohner konnten ihre geringen Habseligkeiten fast alle retten und wurden im sogenannten städtischen Hospital (Armenhaus) untergebracht. Tie angrenzenden Gebäude wurden von der Feuerwehr geschützt. Ter Brand soll durch Kinder entstanden sein, die sich selbst überlassen waren und mit Streichhölzern gespielt hatten. . , Kreis Alsfeld. e. Groß-Felda, 12. Okt. Ein hiesiger Waldarbeiter' fiel vor 14 Tagen beim Obstbrechen von der Leiter und zog sich dabei eine geringfügige Verletzung an der Hand zu. Die Wunde wurde wenig beachtet, ja der Mann ging Tag für Tag seiner gewohnten Arbeit nach. Am vergangenen Sonntag stellte sich Blutvergiftung mit Wundstarrkrampf ein. Der herbeigerufene Arzt ordnete die Ueberführung des Kranken in das Kreiskrankenhaus zu Alsfeld an, wo er nach drei Tagen verstarb. Die schwergeprüfte Familie wird umsomehr bedauert, als ihr hör' sieben Jahren ein hoffnungsvoller Sohn durch Genickstarre' entrissen wurde. Starkenburg und Rheinhessen. w. Darmstadt, 12. Okt. Heute vormittag würden zwei neue Schulen eingeweiht, nämlich die neue höhere Mädchenschule, die den Namen Eleonorenschule und eine neue Volksschule, die den Namen Pestalozzrschule erhielt. Letztere ist eine Hilfsschule für schwach begabte Kinder. Bei der Einweihung der Eleonorenschule, der der Großherzog und die GrvK- herzogin beiwohnten, hielt Herr Oberbürgermeister Dr. G l ä s srir-z eine Ansprache, in der er einen kurzen Rückblick auf die Vorgeschichte des Neubaues gab. Darauf hielt der Minister des Innern von Hombergk zu Vach eine Ansprache, in der er mitteilte, daß die Großherzogin als Protektorin der Schule genehmigt habe, daß diese den Namen Eleonorenschule erhalte. Sodann übergaH er dem neuernannten Direktor der Schule, Dr. Lucius, die neue Schule, mit dessen Ansprache .die Feier schloß. Der Kostenaufwand für die Schule, deren Bauzeit 2 Jahre betrug, beläuft sich auf 400 000 Mk. — Bei der Einweihung der Pestalozzischule hielt Oberbürgermeister Dr. G l ä s s i ng ebenfalls eine Ansprache, worauf der Kreisschulinspektor Professor Kössinger dem neuen Leiter der Anstalt, Oberlehrer Steinberger, die Schule übergab. Tie Koster! für den Neubau belaufen sich auf 172 000 Mk. m. Offenbach, 13. Okt. lieber die Anstellung des Polizeiinspektors v. Sillich ist zwischen Stadt und Regierung eine Meinungsverschiedenheit entstanden, die in der versagten Bestätigung des Polizeiinspektors durch die Regierung ihre Ursache hat. Der Verfassungsausschuß hat jetzt beschlossen, der Stadtverordnetenversammlung zu empfehlen, an der Wahl des Polizeiinspektors v. Sillich aus Harburg festzuhalten. Der Gewählte soll darauf verwiesen werden, daß er nach der Beamtenordnung der Stadt Offenbach gegebenenfalls auch in ein anderes Amt eintreten muß. Die Regierung vertritt den Standpunkt, daß nach der beabsichtigten Verstaatlichung des Offenbacher Polizeiwesens als Leiter nur ein juristisch vorgebildeter Verwaltuugsbeamter in Betracht kommen kann. — Um die Nachtigallen möglichst wieder einheimisch machen zu können, sollen an den ruhigeren Plätzen des Stadtpart's und Friedhofes dichte Hecken und darin Nistkästen geschaffen werden. Kreis Wetzlar. — Krofdorf, 12. Okt. Am Sonntag, 15. Oktober, feiert die freireligiöse Gemeinde Krofdorf-Gleiberg ihr üOjähriges Bestehen in dem Saale des Ed. MooS hier. Vormittags 11 Uhr findet eine Festerbauung statt, in der Prediger Klauke aus Frankfurt spricht. ' ■ ■ । -———-SW, Lristjchisfahrt. Fernfahrt der „Schwaben". Baden-Oos, 13. Okt, Die „Schwaben" ist heute früh 8.57 Uhr zu einer Fahrt nach Frankfurt und Düsseldorf aufgestiegen. Unfälle. Reims, 12. Okt. Der Flieger L e v a l ist bei einem Fluge über den Mllitärflugplatz aus 80 Meter Höhe abgestürzt. l£r erlitt einen Schädelbruch und einen Bruch der W i r b e l s ä u l e. Sern Zustand ist h o f f n u n g s l o s. — W dem Flugselde wurde gestern der Mechaniker Garde durch eine Luftschraube getroffen, die ihm das rechte Bein glatt abs ch nitt. — Aus Charleville wird der Absturz des belgischen Fliegers Horta gemeldet. Sein Zustand, ist hoffnungslos. Gerichtssaal. Leipzig, 12. Okt. Vor dem zweiten und dritten Strafsenat des Reichsgerichts begann der Prozeß gegen die Bestbewährte 70% Stromersparnis Grand Prix Brüssel 1910 Durch die Elektrizitätswerke und Installation^ gen-hafte zu beziehen. Auerdesellschaft, Berlin 0.17 gefallen, unseren lieben Gott dem Allmächtigen Sohn und Bruder Robert Pietsch nach langem, schwerem mit grosser Geduld ertragneem Leiden gestern mittag 12% Uhr zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Wilh. Pietsch Giessen (Schiffenberger Weg 60), den 13. Oktober 1911. Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. Oktober, nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 6280 O SMWW g hu machen: if Grund bcr f| Heute vormittag 9 Uhr verschied sanft nach längerem Leiden unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Eduard Tasche Im Alter von 48 Jahren, Die trauernden Hinterbliebenen, Giessen (Keplerstrasse 1), Gross-Umstadt, den 12. Oktober 1911. Giessen, den 13. Oktober 1911. 6284 für [08494 (Franz Neumeier Sonnenstrasse 20. Ter Vorstand. 6*75 LtmMen-SkstWft „WMttM". Danksagung Der Vorstand. 6273 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dein uns betroffenen so schweren Verlust, sowie auch für die liebevolle Pflege während der Krankheit der Entschlafenen sagen aufrichtigen Tank Vormittags 11 Uhr Festerbauung. ES spricht Prediger SUaute aus Frankfurt. Alle Freunde des freien Gedankens haben Zutritt Heinrich Mnim II. nnh Familie. Heuchelheim, am 12. Oktober 1911. Visitenkarten liefert rasch end billiget Brühl'ach« Getr^Dc*teerti 1 hiesiger Waldarbeitt: bon der Leiter und in Verletzung an bet I beachtet, ja der fc ten Arbeit nach, fc lutvergiftungmr rufene Arzt ordnet! dir 3 Kreiskrankenhaus z: 1 verstarb. Die schirm bedauert, als ihr re: Lohn durch Lenich'ian! boner TcHnrotion, sie erachte diejenigen Ladungen russischen Getreides als weder dem Arrest noch der Konfiskation unterliegend, welche unter neutraler Flagge aus den russischen L>äscn im Schwarzen Meer nach L>äfen Italiens oder Häfen anderer Mächte adressiert sind, soweit solche Ladungen nicht für die Streitkräfte oder amtliche Stellen Italiens bestimmt sind. Jeden Versuch, die genannte» Am 15. Oktober, im Lokale des Herrn Eduard Moos, in Krofdorf Die portugiesischen Monarchisten. Madrid, 13. Olt. Nach Meldungen cmS Portugal sollen die Monarchisten die Grenze überschritten haben. Letzte Nachrichten. Eine russische Warnung an die Türkei. L a u b h ü t 1 e n f c st - E n d e. Vorabend: 5.15 Uhr. Morgen- r 8.30 Uhr Predigt. Nachmittag» 4 Uhr. Vorabend: 6.15 Uhr. Jugendgottcvdienst. Morgen» : 8.30 Uhr. Nachmittag» : 4 Uhr. Fcsteoausgang: 6.15 Uhr. Die glückliche Geburt eines Mädchens zeigen hocherfreut an Emst Niemann und Frau Käthe geb. Kirch Friedensverhandlungen? Nom, 13. CH. Man ist hier der Meinung, daß nan die Zeit zu Friedensverhandlungen gekommen sei. Der nahe bevorstehende Abschluß eines Waffenstillstandes kann als wahrscheinlich betrachtet werden. Amtlicher Wetterbericht. Oesfentliche Wetterdienststelle Gießen. WelteranSüchlen in Hessen am Samstag, den 14. Cftobcr 1911: Wechselnd bewölkt, vereinzelte Regenjälle, Temperatur wenig verändert. Israelitische Ueligionzgememde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). GamStag, den 14., nnd Sonntag, den 15. Oktober 1911: Hängelampen Stehlampen Flurlampen Kohlenfüller Kohlenkasten Ascheneimer Ofenschirme billigst I6«- Max Marum Babnbosstr. 4 Babnbosstr. 4 THHigste Bezugsquelle Winter- Hausschuhe jeder Art 8. Tag. 9. Tag. § prrisis in Frankreich, zuletzt in Köln wohnhaft, die beschuldigt irirb, in den Jahren 1910 und 1911 den Versuch gemacht zu Ijibm, sich einen Mobilmachungsplan eines deutschen Armeekorps zu verschaffen, um ihn an Frankreich zu verraten. Tie Oeffentlichkeit ist ausgeschlossen. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Mitglieder von dem Ableben unseres Kunstgenoffen Robert Pletsch inn Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. d. M., machm. 2 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Ladungen zu arretieren und »U konfiszieren, werbe die russische Regierung als eine Verletzung der Rechte Rußland- nni eben und sie warne vor der schweren Berant- tvortung, bic die türkische Regierung dadurch überrrälmie. 4.er russische Botschafter teilt nunmehr mit, daß die Uebergabe der Note an das Ministerium des Auswürtigen nm 8. Oktober erfolgte. Bisher fehle aber noch eine amtliche Antwort. Tie Pforte beabsichtige jedoch augenscheinlich, sich auch an den Artikel 34 der Londoner Deklaration 311 halten. Unterdessen erhielt der griechische Dampfer „Hitira", der inzwischen den Bosporus erreichte, freie Durchfahrt. Der Fall ist ein Anlaß, zu erwarten, daß auch die übrigen Schiffe mit russischem Getreide ungehinderten Durch laß erhalten. Dessenungeachtet besteht der Botschafter auf der Mitteilung einer amtlichen Antwort. Odessa, 13. Okt. Fast alle ausländischen Dampfer mit Getreide sind nach ihren Bestimmungshäfen ausgelaufen. Raucher baden darunter zu leiden, daß die Zähne sich verfärben und auch der Atem stets labakgesättigt ist. Ze stärker dem süßen Laster gehuldigt wird, desto mehr macht sich dieser Lebelstand bemerkbar. Tägliches, zweimaliges Putzen der Zähne mit Kosmodont • Zahncreme mit aktivem Sauerstoff erhält auch dem stärksten Raucher stets weiße, blanke Zähne sowie reinen Mundgeruch. Ein Fachmann schreibt uns: „Schließlich möchte ich noch die große, ebenfalls auf der Wirkung de» aktiven Sauer- stoffes beruhende Reinigungskraft der Kosmodont-Zahnereme er- wähnen. Ich habe über 6 Jahre ein und dieselbe Zahncreme gebraucht, habe mich aber nach nur 3 biS 4 wöchiger Benutzung zur Kosmodont-Zahncreme gewandt, da sie sogar den Niederschlag von 20 Zigaretten pro Tag fast spurlos vernichtet." KoSmodont- Zahncreme mit aktivem Sauerstoff (Tube 60 Pfennig) ist in allen einschlägigen Geschäften zu haben. Probetube gratis durch die Kolberger Anstalten für Exterikultur, Ostseebad Äolberg. Petersburg, 13. Okt. Angesichts der Befürchtungen der interessierten Kreise wegen des freien Exports russischen Getreides infolge des Krieges erhielt der russische Botschafter in Konstantinopel den Auftrag, die Pforte auf die Wichtigkeit hinzuweisen, die die Frage für Rußland habe. Die Psorte antwortete, sie werde sich nach der Londoner Deklaration von 1909 richten. Das Richterhalten einer bestimmten Antwort bewog die russische Regierung, dem Botschafter vorzuschreiben, der Pforte folgende schriftliche Mitteilung xu machen: Die kaiserliche Regierung erklärt auf Grund der Pariser Deklaration von 1856 wie auch der Artikel 24 und 33 d.r Lon- Airchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 15. Oktober, 18. nach Trinitatis. Erutevanksest. Kollekte für die Armen. Sotterdienst. In der Stadtkirche. Vormittag» 9'/, Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kmderkirche für bie MatthäuSgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Nachmittag» 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Arend» 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen fyigenb der MatthäuSgemeinde. Tten ttag, den 17. Oktober, nachmittag» 4 Uhr, im Matthäus- hal: Frauenmissionsverein, wozu außer beit bisherigen Mitgliedern auch neue herzlich willkommen sind. Dienstag, den 17. Oktober, abends 8 Uhr: Versammlung des lirauenoerein» der Markusgemeinde. Mittwoch, den 18. Oktober, abend» 8 Uhr: Vereinigung der toifimtierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde. Donnerstag, den 19. Cftober, abends 8 Uhr, int Matthäus- Bibelstunde. (Bilder aus der Apostelgeschichte.) Pfarrer D. Schlosser- In der Johannerkirche. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer BechtolSheimer. Vormittags 11 Uhr: Kmderkirche für die Lukasgememoe. Pfarrer BechtolSheimer. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer AuSfeld. Nachmittags 8 Uhr beginnen wieder die Versammlungen des konntagSvereins für Mädchen in den Sälen der Kleinlinder- , teiyouranllall, Tiezslraße 15. Abends 7*/, Uhr: Versammlung der konfirmierten männ- Hidie» Jugend der flukaS- und Fohannesgemeinde. Mittwoch, den 18. Oktober, abends 8 Uhr: Bibelstunde kt Lukassaal. Pfarrer BechtolSheimer. Fre-tag, den 20. Oktober, nachmittags 5*/, Uhr: Versammlung bet konfirinierlen weiblichen Jugend der Johannesgemeinde. llatholische Gemeinde. Sotterdiknst. SamStag, den 14. Oktober 1911: Nachmittags um 6 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit im heil. Beicht. Die Beerdigung findet statt Sonntag^ den 15. Oktober, vormittags 11 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus. 5266 lar. 16< oß* Sn*-'“ 6‘k(Vk ict. v ikinhepn. Der mittag Mitten zvrl iie neue tjöfae ÄÄche» fältle uni» eine na ^schule erhielt. ätztet Ziinder. Bei der Är oßherzotz meiner MML auf die dn Mnisln des > Mche, in der er mittler Schule genehmigt v erhalte, Sobann übeijc le, Tr. Lucius, du» eier W fc® it 2 Zähre betrug, ce- veihung der PestlllozD g ebenfalls eine SYS -s Polizeiinfpektors «l Ler'LerfchunssaA Suu'^ darauf w Ä-«. -cht IG, - j» wVT LrK ÄS «4 SÄ# 'N bie eiat: Wh ledius, nia er« ^rFenchel-Ob^§?'' n M entftanb in de dranntcn zwei hausckc- J Dre 19 Stopfe ftark fast alle rette. 11 Sowilal fArmenhau' Wurden von der fjtuei .mnder entstanden fein •it vtreichhölzeru gM Musterlager Piauiuos noch neu, von Mk. 500.— netto an, ausgesucht gute erstklassige Instrumente mit feinen Gehäusen, mit lOjabriacr Warantic. 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Militärgottesdienst. Nachmittag» um 6 Uhr: Christenlehre; daraus Rosenkranz-Andacht mit Segen. Montag, Tienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und EamS- tag abend um 67, Uhr ist Rosenkranz-Andacht mit Segen. 1911 iberhesou Section int oberen Saale des (£ scheu Fl pielbet ivii der Ausstä Diese beste aller orthopädischen Einlagen passt in jeden Stiefel und bewirkt nach wenigen Tagen den gewünschten Erfolg. IJahr Garantie für Haltbarkeit d. Metalls. Wenden Sie sich an das Schuhhaus Tß/ilh. Herbert Giessen, Marktplatz i -Hu bi Eilend b mit läge betrej aus § 66 !rWngej ?.ni) Scl/isj Niel W ®r«f admiraj ^nnt ' in den Verkehispläten. I. öffentlicher Vortrag Dr. jur. et phil. Hugo Grothe, Leipzig-Gohlis THpolitanien der italienisch - türkische Kriegsschauplatz m*"9 di N« i drz K-i° ‘Ä SNioiie,.1 52Ä Ws sehr er" auch d>e lutiouare W>mr Veiler f M viele Mrcr 5nb der t MjschlMg bei der So ist qtttdflerV Bö Deut Faterl >ei" und Tschu das Kaum Der Kre Der 3 gebiet bec muß sehr uöver z uud dre Reiches si im Rotial Folgt hau hanyai sallen, Hanyang truppen General ( behörde Der daß diel ' stürzen1 Die B nuug, die Hai , jliftui Pe ; letzten Der Ztr linken U Lrtsgeiverbeverm. Die Vortragshestchen werden in dieser Woche unseren Mit gliedern überbracht. Sie tonnen auch bei dem Schuldiener >Ge wcrbehaus, Kirchstratze) abgcvoli werden. m ?'u Der Vorsitzende. Die g biiijhu r.u ng lo- 10W, nfll Moderne DasF ^tschang Kriegs dein die b ?ärt Biographp,Tr Heut® zum letzten Male der Clou der Saison, der alles überragende Weltschlager: wegen Vergrösserung meiner Tapeten-, Linoleum- und Dekorations- - Abteilungen mein gesamtes Möbel-Lager rilMMchMMiMl Selten günstige Gelegenheit für Brautleute Besonders preiswert caJ5 Schlafzimmer in verschied. Holzarten sowie selbst angefertigte Betten und Sofas Grosse Auswahl in Einzel-Möbel - wie Vertikos, Büfetts, Tische, Stühle etc. = Eintrittskarten sind zu 1 Mk. abends an der Kasse zu haben. Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Hälfte. Garderobe (mit Hut) ist abzugeben, Gebühr 10 Psg. Kanfm. Verein n. Ortsgewerbeverein. “Sonntag, Öen 15. Lklober 1011, iiodunittagö 3 Uhr findet Generalversammlung 08474 des Mlädlwer« Gieta o. Umgegend im Restaurant Sauer zu Giehen statt. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. ZIaadpatronen gute Qualit., Mk. 5.00 p. 100 St W. Dürbcck, Kavlansgaffe ». Kir mes Braunfels Sonntag und Montes, den 15. u. 10. Cttvticr un Hotel Böhme von 'M Uhr ab Tanz, abends Ball. Karussell , Schlehbude. «Eigene 'Beleuchtung.> Ruhmestagen. lS7O|71er Kriegserinnerungen. Großartige historische und dramatische Handlungen. Unbedingt schöne Momente .sind, in dieser Vorführung enthalten. Nad) den Kopien berühmter historischer Geliialde begegnen wir w u dein Hünen Vismarrk, ^iavoleon, -r.lirerö, Favre. Jtodj nie ist es gelungen, Bismarck io genau zu kopieren, »vie in diesen Szenen, man kann sich den grohcn Helden nicht naturgetreuer denken. Svwir d s si'Nizr, bor.Mlichk Programm. Mollig, 16. Lkt., ahenöö 81|2 Uhr piinftlid) in Stcinö Snalbnn ^onntaa, den 15. Oktober! Allendors - Vordeck - Riding bansen - Deckenbach- Homberg Nieder-Gemünden. Abfahrt nc» Allendors 9,T Ubx vorm. Wand.c zeit 5'-i Stunden.___ Stadttheater Giessen Direktion: Hermann StelngoetH Freitag, den i:r. Oktober 191t 2. Freitag-Abontwin.-Borstell^ Gewöhn!.Preise Gcwobnl. M i NORA 0(L:E5nPuppenheiiH Schauspiel in 3 Akten von Henrik Ibsen. Ende 10'/, Uhr. 2omH«n.bei,l.-.Cfto6crl9il uachmlttags 3*/-> Uvr Volks-Preise. Volks-Pre I Glaube und Heimat in Ende 5Va Uhr. Abcudö 7'/, ttbr Neuhettl 9teuhc PolnischeWirtsclul Vaudeville-Posse 3 Akten von Krantz n. Skonto Musik von Jean Gilbert- Ende 10'/, Ubr. 51 Ferd. Nennstiel I Plockstrasse 7 549o Telephon 236 |